[0001] Die Erfindung betrifft ein thermisches Auslöseelement mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0002] Thermische Auslöseelemente sind seit langem bekannt und gebräuchlich. Sie werden
insbesondere und in großer Zahl in Sprinkler- und Feuerlöschanlagen eingesetzt, wo
sie an mit einem unter Druck stehenden Löschmittel (in der Regel Wasser) gefüllte
Rohrleitungen angeschlossenen Austrittsdüsen bzw. Sprinkleraustritten, diese in ihrer
verschlossenen Stellung haltend, in axialer Richtung zwischen einem Widerlager und
einem Verschlusselement, das Verschlusselement in einer Schließstellung haltend, angeordnet
sind. Übersteigt die äußere Temperatur die durch entsprechende und bekannte technologische
Maßnahmen einzustellende Auslösetemperatur, wird durch den von der Auslöseflüssigkeit
aufgebauten, mit Temperaturerhöhung steigenden Druck das Berstmaterial der Außenwand
zerstört, zerbricht das Auslöseelement und gibt den Weg zum Öffnen des Verschlusselementes
frei, so dass das Löschmittel aus den Sprinklerdüsen bzw. Sprinkleraustritten austreten
und abgegeben werden kann.
[0003] Neben einer Anwendung in solchen Sprinkler- bzw. Feuerlöschanlagen sind auch Anwendungen
bekannt und beschrieben, bei denen solche Auslöseelemente Druckentlastungsöffnungen
verschließen, um diese bei einer eine kritische Temperatur übersteigenden Auslösetemperatur
freizugeben, z.B. um Druckgasbehälter in Brandfällen rechtzeitig zu entleeren, bevor
diese etwa explodieren können. Auch sind Anwendungen derartiger Auslöseelemente im
Zusammenhang mit der Unterbrechung elektrischen Stromflusses bekannt. Weitere Anwendungen
sind denkbar; solche Auslöseelemente können immer dann zum Einsatz kommen, wenn temperatursensitiv
mechanische Schaltstellungen zu verändern oder aber elektrische Leitungen zu unterbrechen
sind.
[0004] Die typischen bekannten thermischen Auslöseelemente der eingangs genannten Art, die
seit vielen Jahren bekannt sind und von denen eines z.B. in der
DE 36 01 203 A1 gezeigt und beschrieben ist, sind häufig aus Glas gefertigt. Bei diesen ist also
Glas das Berstmaterial.
[0005] Zudem sind ein thermisches Auslöseelement aus der
DE 20 2015 103950 U1 bekannt, welches in seinem mittleren Abschnitt eine von einer ovalen oder runden
Außenkontur abweichende Außenkontur aufweist, um so ein stabileres Glas zu schaffen.
[0006] Auch bekannt sind Auslöseelemente aus Glas, an deren Enden durch Beschichtung eine
dünne Schicht aufgebracht wird oder alternativ die eine Beschichtung mit einer dünnen
Schicht über deren gesamten Längserstreckung aufweisen, wobei die dünne Sicht das
Glas vor longitudinalen Kräften, also vor Kräften, die entlang der Längserstreckung
des Glases aufgrund des Einspannens des Glases in einer an den Enden des Glases angeordneten
Fassung ständig auf die Längserstreckung des Glases wirken, schützen soll.
[0007] Thermische Auslöseelemente der eingangs genannten Art werden heute technologisch
sehr gut beherrscht. Man kann sehr gut einstellbare Auslösetemperaturen erreichen
mit einer geringen Toleranzschwelle. Auch die Reaktionszeiten können sehr gering eingestellt
werden; es können thermische Auslöseelemente dieser Art von sehr geringer thermischer
Trägheit gefertigt werden.
[0008] Ein Problem dabei ist allerdings, dass die thermischen Auslöseelemente, besonders
in einer in einem Verschlusselement (z.B. einem Sprinklerkopf oder einem Ventilverschluss
für Druckentlastungsöffnungen) bereits installierten Lage, stoßempfindlich sind, insbesondere
gegenüber Stößen quer zu ihrer Längsrichtung.
[0009] So kann es durchaus vorkommen, dass beim Hantieren mit einem solchen thermischen
Auslöseelement bzw. mit einer Baugruppe, in der dieses bereits in einer Verschlussstellung
integriert ist (z.B. einem Sprinklerkopf einer Sprinkleranlage), versehentlich ein
solcher Stoß auf die Außenwand des thermischen Auslöseelements ausgeübt wird, dass
diese Schaden nimmt. Dies kann sich in einer Rissbildung erschöpfen oder auch gleich
zu einem Bruch des Auslöseelements führen. In beiden Fällen ist dann jedoch die Funktion
des Auslöseelements nicht mehr gegeben, ist die Baugruppe so nicht mehr zu verwenden.
Erfährt die Außenwand des thermischen Auslöseelements dabei lediglich einen Riss oder
eine andere vergleichbare Beschädigung, so ist dies besonders fatal, da diese unbemerkt
bleiben kann, eine spätere ordnungsgemäße Funktion des Auslöseelementes aber nicht
gewährleistet ist. Z.B. könnte über die Dauer durch einen solchen Riss die Auslöseflüssigkeit
aus dem Innern des Auslöseelements austreten, so dass dieses seine Funktion vollständig
einbüßt.
[0010] Dieser Gefahr wird heute bisweilen dadurch begegnet, dass für die Montage den thermischen
Auslöseelementen Montagesicherungen aufgesetzt werden, z.B. in Form von aufgeclipsten
Schutzmanschetten, die nach Abschluss des Hantierens dann abgenommen werden müssen,
um die Funktionalität der Auslöseelemente zu erhalten. Dieses Vorgehen birgt aber
die Gefahr, dass ein Entfernen dieser Montagesicherungen vergessen und so die Funktion
des Auslöseelements außer Kraft gesetzt wird. Im Übrigen wirkt diese Maßnahme auch
nicht bei einem Hantieren mit den und im Umfeld von in z.B. einer Sprinkleranlage
bereits installierten thermischen Auslöseelementen, wie es z.B. im Rahmen von Wartungsarbeiten
erfolgt oder aber auch einfach als "Unfall".
[0011] Hier soll mit der Erfindung dahingehend Abhilfe geschaffen werden, als dass das thermische
Auslöseelement gegenüber wie vorstehend geschilderten Stößen und Beeinträchtigungen
unempfindlich, zumindest unempfindlicher, gemacht werden soll, ohne dass es hierfür
des Anbringens einer temporären Montagesicherung etwa bedarf.
[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein thermisches Auslöseelement mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen eines solchen erfindungsgemäßen Auslöseelement
sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 7 angegeben.
[0013] Erfindungsgemäß weist also das thermische Auslöseelement einen Gefäßkörper auf, der
eine aus einem Berstmaterial gebildete Außenwand umfasst. Von der Außenwand umschlossen
liegt im Innern des Gefäßkörpers ein Hohlraum, in welchem eine Auslöseflüssigkeit
eingeschlossen ist. In dieser kann mit Vorteil eine Gas-, insbesondere eine Luftblase
enthalten sein. Der Gefäßkörper ist entlang einer axialen Richtung ausgedehnt gebildet
und hat einen in der axialen Richtung sich erstreckenden, rohrförmigen mittleren Abschnitt.
An den jeweiligen axialen Enden ist jeweils ein Endabschnitt, sind also insgesamt
zwei Endabschnitte, gelegen, in denen der Hohlraum kappenartig verschlossen ist. Insoweit
stimmt der erfindungsgemäße Aufbau des thermischen Auslöseelements mit den aus dem
Stand der Technik bekannten Varianten überein.
[0014] Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Auslöseelement besteht nun darin, dass das
Auslöseelement eine das Berstmaterial gegen quer zu der Längsrichtung wirkende Stoßlasten
verstärkende Verstärkung aufweist. Diese Verstärkung ist dabei dauerhaft auf das Auslöseelement
aufgebracht, z.b. auf das Berstmaterial direkt aufgebracht, oder in das Berstmaterial
integriert und unterscheidet sich insoweit von einer temporär aufzubringenden Montagesicherung.
Dauerhaft heißt dabei im Sinne dieser Erfindung, dass die Verstärkung jedenfalls so
lange aktiv und wirksam bleibt, wie das thermische Auslöseelement noch nicht im Bereich
seiner Auslösetemperatur gelangt ist oder gar ausgelöst hat. Thermische Auslöseelemente
sind häufig über mehrere Jahre, ja Jahrzehnte, zum Beispiel in Sprinkleranlagen verbaut
und bleiben dort im Einsatz. Während einer solchen typischen Gebrauchsspanne soll
die Verstärkung wirksam bleiben, jedenfalls solange das thermische Auslöseelement
nicht in den Bereich einer Auslösetemperatur geführt ist oder gar ausgelöst hat.
[0015] Die erfindungsgemäß vorgesehene Verstärkung bewirkt also einen gezielten Schutz des
thermischen Auslöseelementes vor Beschädigungen oder Zerstörungen durch - in der Regel
unbeabsichtigte - von außen wirkende Stoßeinwirkung quer zur axialen Richtung des
Auslöseelements. Dabei ist die Verstärkung allerdings in einer solchen Weise gewählt,
dass sie dem gewollten Auslösevorgang bei hohen Temperaturen nicht hinderlich im Wege
steht, und dies obgleich die Verstärkung eben nicht nur temporär, sondern über einen
Zeitraum der Montage hinausgehend bei dem thermischen Auslöseelement vorgesehen ist.
Insbesondere ist die erfindungsgemäß vorgesehene Verstärkung derart gestaltet, dass
bei der vorgegebenen Auslösetemperatur der im Innern des Hohlraumes durch die erwärmte
Auslöseflüssigkeit entstehende Druck weiterhin zuverlässig für eine Zerstörung des
Berstmaterials und damit für ein Auslösen des thermischen Auslöseelements sorgt. Dies
kann zu Beispiel dadurch erreicht werden, dass eine Impuls- oder Kraftaufbringung
in einer Richtung aus dem Hohlraum heraus nach außen durch die Verstärkung generell
nicht behindert wird, oder aber auch dadurch, dass die Verstärkung bei höheren Temperaturen,
insbesondere im Bereich der Auslösetemperatur, insgesamt ihre Wirkung verliert, oder
die Verstärkung den das thermische Auslöseelement nicht vollständig umschließt.
[0016] Die erfindungsgemäß vorgesehene Verstärkung ist eine auf der Außenwand aufgebrachte
Beschichtung oder eine auf die Außenseite der Außenwand gelegte Manschette oder ein
auf der Außenseite der Außenwand angeordneter Schutzvorhang. Alternativ kann die Verstärkung
natürlich auch in dem Berstmaterial integriert werden, allerdings ist das Aufbringen
einer Beschichtung bzw. das Auflegen einer Manschetten oder eines Schutzvorhangs nach
aktuellem Stand deutlich leichter zu realisieren und entsprechend kostengünstiger
umzusetzen. Entsprechende Beschichtungen können beispielsweise im Wege eines Tauchbades
auf ansonsten fertig hergestellte thermische Auslöseelement aufgebracht werden. Auch
ein Besprühen mit einem Beschichtungsmaterial oder ein Aufschäumen eines Beschichtungsmaterials
ist möglich. Grundsätzlich können hier sämtliche denkbaren Beschichtungsmechanismen
gewählt werden.
[0017] Gegebenenfalls kann vor dem Aufbringen der eigentlichen Beschichtung eine Haftschicht
aufgebracht werden.
[0018] Eine Möglichkeit, eine erfindungsgemäße Verstärkung auszubilden, ist dadurch gegeben,
dass diese auxetisches Material enthält, wobei dieses Material in einer Weise orientiert
ist, dass es bei quer zu der axialen Richtung gerichteter äußerer Krafteinwirkung
auf die Außenwand eine verstärkende Wirkung zeigt. Ein auxetisches Material zeichnet
sich durch ein gegenüber herkömmlichen Materialien insoweit anormales Verhalten aus,
als dass dieses - regelmäßig auch nur in bestimmten Vorzugsrichtungen - beim Strecken
des Materials nicht in der Materiallage dünner wird, sondern dort eine dickere Materialschicht
ausbildet. Entsprechende Materialien sind bereits bekannt, sie existieren auf makroskopischer
Ebene, sind aber bereits auch im molekularen Bereich beschrieben, insbesondere in
Form von sogenannten Prismanen. Auxetische Materialien werden von verschiedenen Anbietern
beschrieben und am Markt angeboten.Eine Alternative oder zusätzliche Möglichkeit,
die Verstärkung zu erlangen, besteht darin, diese unter Verwendung von einer oder
mehreren dilatanten Flüssigkeit(en) oder eines daraus hergestellten Materials, zum
Beispiel eines Schaums, zu bilden. Dilatante Flüssigkeiten sind solche Flüssigkeiten,
die unter Krafteinwirkung ihre Flexibilität und Verformbarkeit verändern. Insbesondere
können solche Flüssigkeiten bei plötzlich auftretenden Kräften fest und starr werden
und energieabsorbierende Qualitäten aufweisen. Das Funktionsprinzip geht dabei auf
atomare Bindungen in der Molekülstruktur zurück, die sich unter Druck bilden und nach
Beendigung der Krafteinwirkung wieder lösen. Unter Verwendung derartiger Flüssigkeiten
können beispielsweise Schaumstoffe oder vergleichbare Materialien hergestellt werden,
die - wenn die Flüssigkeiten nicht selbst bereits als Verstärkung verwendet werden
können - für die Ausbildung der erfindungsgemäßen Verstärkung genutzt werden können.
[0019] Eine weitere Möglichkeit, die erfindungsgemäße Verstärkung zu realisieren, besteht
darin, dass diese ein Material aufweist, das in einer Temperaturspanne unterhalb einer
vorgesehenen Auslösetemperatur des Auslöseelements fest und steif ist, also in der
Lage ist, Stöße abzufangen und somit das Auslöseelement zu schützen, bei der Auslösetemperatur
allerdings nachgiebig ist. Solche Materialien können beispielsweise Kunststoffe sein
mit entsprechend niedrigem Erweichungs- oder Schmelzpunkt, die bei einer typischen
Umgebungstemperatur, insbesondere Raumtemperatur, eine feste Schutzschicht oder Verstärkung
bilden, die bei höheren Temperaturen allerdings erweichen und spätestens bei der Auslösetemperatur
so weich und nachgiebig sind, dass sie einem Bersten des Berstmaterials, aus dem das
Auslöseelement gebildet ist, nicht mehr hinderlich im Wege stehen.
[0020] Für eine Ausbildung der Verstärkung kann insbesondere vorgesehen sein, dass diese
eine mit einem oder mehreren der vorstehend beschriebenen Materialien hergestellte,
imprägnierte oder beschichtete Textilstruktur aufweist. Eine Textilstruktur kann dabei
ein Faden sein, der z.B. um das Auslöseelement oder einen Teilabschnitt desselben
gewickelt wird, um die Verstärkung auszubilden. Auch eine Textilmanschette, die über
das Auslöseelement gelegt bzw. übergestreift wird, kann Verwendung finden.
[0021] Die Verstärkung ist nur abschnittsweise vorgesehen, nämlich in solchen Abschnitten,
die besonders gefährdet für Stöße quer zur axialen Richtung sind. Erfindungsgemäß
ist daher vorgesehen, dass die Verstärkung nur entlang im Wesentlichen des gesamten
mittleren Abschnitts vorgesehen ist.
[0022] Um bei einer Verwendung des erfindungsgemäßen thermischen Auslöseelements in einem
Sprinklerkopf sicherzustellen, dass bei einem Auslösen des thermischen Auslöseelements
und Aktivieren des Sprinklers das Material der Verstärkung nicht etwa z.B. an einem
Verteiler- bzw. Sprühteller des Sprinklers hängen bleibt und die Verteilung des austretenden
Löschwassers behindert oder beeinträchtigt, kann vorgesehen sein, dass die Verstärkung
aus einem wasserlöslichen Material besteht oder ein wasserlösliches Trägermaterial
enthält. Mit Vorteil sind die Wasserlösungseigenschaften dann so bestimmt, dass sich
das Material nicht aufgrund einer leichten Befeuchtung schwächt oder auflöst, wie
sie z.B. durch Kondenswasser oder dergleichen erhalten werden kann. So ist sichergestellt,
dass Schutzwirkung der Verstärkung erhalten bleibt, dass sich das Material erst dann
auflöst, wenn es mit den erheblichen Wassermengen in Kontakt gerät, die bei einem
Auslösen des Sprinklers auftreten.
[0023] Bevorzugt wird als Berstmaterial Glas vorgesehen sein. Es kann aber auch ein anderes
Material zum Einsatz gelangen, das entsprechende Bersteigenschaften aufweist.
[0024] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen anhand der beigefügten Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in einer schematischen Darstellung ein thermischen Auslöseelement gemäß der Erfindung
in einem Längsschnitt;
- Fig. 2
- eine Fig. 1 vergleichbare Querschnittsdarstellung eines thermischen Auslöseelements
mit einer alternativen Verstärkung;
- Fig. 3
- eine Fig. 1 vergleichbare Darstellung eines thermischen Auslöseelements mit einer
weiteren alternativen Verstärkung, wobei das Auslöseelement hier nicht geschnitten
dargestellt ist;
- Fig. 4
- eine Fig. 3 vergleichbare Darstellungen eines thermischen Auslöseelements mit einer
weiteren alternativen Verstärkung; und
- Fig. 5
- eine Fig. 3 vergleichbare Darstellungen eines thermischen Auslöseelements mit einer
weiteren alternativen Verstärkung;
[0025] In den Figuren sind rein schematisch Darstellungen gezeigt, die der Erläuterung der
Erfindung dienen, und keineswegs maßstabsgerecht oder detailgetreu sind.
[0026] In den Figuren ist jeweils ein thermisches Auslöseelement gezeigt, welches hier ein
sogenanntes Glasfässchen ist, wie es grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt
ist. So entspricht das hier gezeigte Glasfässchen in seiner Gestaltung im Wesentlichen
der in der
DE 36 01 203 beschriebenen Form und Ausprägung.
[0027] Ein Gefäßkörper 1 des Glasfässchens umschließt mit einer Außenwand 7 einen Hohlraum
2 vollständig und unterteilt sich in einen mittleren Abschnitt 8, der rohrförmig gebildet
ist und langgestreckt in einer axialen Richtung verläuft, sowie zwei an den jeweiligen
axialen Enden des mittleren Abschnittes 8 ausgebildeten Endabschnitten 3, 4, in denen
der Hohlraum 2 kappenartig verschlossen ist. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Endabschnitte 3, 4 als solche mit Materialverdickungen (einer Durchmessererweiterung
gegenüber dem mittleren Abschnitt 8) gezeigt. Diese Verdickungen sind allerdings nicht
erforderlich. Ebenso gut können die Endabschnitte 3, 4 mit einem gegenüber dem mittleren
Abschnitt 8 unveränderten Durchmesser, also ohne die hier gezeigten Verdickungen gebildet
werden.
[0028] Innerhalb des Hohlraumes 2 ist, hier nicht dargestellt, eine Auslöseflüssigkeit angeordnet
und befindet sich zudem eine Gasblase. Die Außenwand 7 des Gefäßkörpers 1 ist aus
einem Berstmaterial, hier insbesondere Glas, gefertigt. Das Glasfässchen hat mit seinem
Gefäßkörper in diesem Ausführungsbeispiel eine Gesamtlänge von ca. 12 bis 50 mm.
[0029] Das Glasfässchen liegt in seiner Verwendung als Auslöseelement mit den einander gegenüberliegenden
Endabschnitten 3 und 4 an Lagerelementen 5 und 6 an, ist zwischen diesen eingespannt.
Diese Lagerelemente 5, 6 sind nicht Bestandteil des thermischen Auslöseelements, sondern
Teile einer Baugruppe, in der das Auslöseelement verwendet wird, z.B. eines Sprinklerkopfes
oder eines Druckentlastungsventils eines Gasbehälters. Insbesondere kann eines der
Lagerelemente 5, 6, z.B. das Lagerelement 5 ein Ventilteller eines Sprinklers, das
andere Lageelement, z.B. das Lagerelement 6, ein diesem gegenüberliegender Lagerbügel
sein, wie er häufig in Sprinkleranlagen anzutreffen ist. Gleichermaßen kann das Glasfässchen
aber auch als thermisches Auslöseelement in ein Notablassventil eines Gasbehälters
oder in ähnlichen Vorrichtungen eingebunden sein. Dem Fachmann sind solche Bauteile
geläufig, so dass auf deren konkrete Gestalt und Funktion hier nicht weiter eingegangen
werden muss.
[0030] Liegt in der Umgebung der Außenwand 7 eine erhöhte Temperatur an, die bewirkt, dass
die Auslöseflüssigkeit im Inneren des Hohlraums 2 einen ausreichend hohen Druck zum
Sprengen der aus dem Berstmaterial bestehenden Außenwand 7 erzeugen lässt, bricht
der Gefäßkörper 1 des Glasfässchens in bekannter Weise. So gibt dann das zerstörte
Glasfässchen z.B. einen Abstand zwischen den Lagerelementen 5, 6, zwischen denen es
angeordnet ist, frei. Im Falle einer Sprinkleranlage kann dann das Verschlusselement
der Sprinklerdüse dem anstehenden Druck der Sprinklerflüssigkeit ausweichen, die Düse
öffnet. Im Falle eines Druckablassventils für z.B. einen unter Druck stehenden Gasbehälter,
öffnet dieses Ventil, Gas kann aus dem Behälter kontrolliert ausströmen.
[0031] Das Erfindungswesentliche ist nun eine Verstärkung 9 des Gefäßkörpers 1. Diese ist
in einer wie vorstehend beschriebenen Weise dauerhaft gebildet. Die Verstärkung 9
ist in den gezeigten Ausführungsbeispielen in unterschiedlichen Formen realisiert.
So ist sie in dem Beispiel nach Fig. 1 in Form einer Beschichtung auf der Außenwand
7 im mittleren Abschnitt 8 realisiert. Dies kann z.B. aus einem auxetischen Polymer
bestehen. Die Beschichtung kann durch Tauchen, Pinseln, Drucken oder auch durch Aufsprühen
aufgebracht werden.
[0032] In Fig. 2 ist ein Beispiel gezeigt, in dem die Verstärkung 9 durch ein in einer textilen
Trägerstruktur enthaltenes Schutzmaterial gebildet ist. Z.B. kann die textile Trägerstruktur
mit einem auxetischen Material oder einer dilatanten Flüssigkeit getränkt, imprägniert
oder beschichtet sein. Diese textile Trägerstruktur, z.B. ein textiles Gewebe, kann
auf das Glasfässchen 1 nach Art eines Überzuges aufgebracht sein, ggf. unter vorherigem
Auftragen einer Haftgrundieren, an der die Trägerstruktur dann anhaftet und so an
dem Glasfässchen 1 fixiert wird. Die in vorstehender Weise behandelte textile Trägerstruktur
kann dabei so präpariert sein, dass sich ein in drei Dimensionen wirkender Stoßschutz
ergibt (z.B. durch ein so angeordnetes auxetisches Material, dass dieses in drei Dimensionen
wirksam ist).
[0033] Fig. 3 zeigt eine Ausgestaltung, in der die Verstärkung 9 die Form einer Manschette
aufweist, hier einer aus diagonal kreuzweise verlaufenden Materialstegen. Diese Materialstege
können wiederum aus einem auxetisch wirkenden Material, einem mit einer dilatanten
Flüssigkeit gebildeten Material (z.B. einem daraus gebildeten Schaumstoff) oder aus
einem in einem Bereich weit unterhalb der Auslösetemperatur des Glasfässchens 1 harten
und starren, bei der Auslösetemperatur weichen und zerreißbaren oder sich auflösenden
(z.B. verdampfenden) Material gebildet sein. Grundsätzlich kann hier auch ein einfacher
Schaumstoff bzw. ein geschäumtes Polymer verwendet werden, das bereits aufgrund seiner
Puffereigenschaften Stöße abfängt, die quer zur Längsrichtung des Glasfässchens 1
auftreten können.
[0034] Fig. 4 zeigt eine Realisierung der Verstärkung, bei der ein mit einem auxetischen
Material beschichteter oder imprägnierter oder ein mit einer dilataten Flüssigkeit
imprägnierter oder aus einem aus einer dilatanten Flüssigkeit gewonnenem Material
oder aus einem in einem Bereich weit unterhalb der Auslösetemperatur des Glasfässchens
1 harten und starren, bei der Auslösetemperatur weichen und zerreißbaren oder sich
auflösenden Material gebildeter Faden um zumindest einen Abschnitt des Glasfässchens
gewickelt ist, um die Verstärkung zu bilden.
[0035] Fig. 5 zeigt eine Realisierung der Verstärkung bei der ein Schutzvorhang aus z.B.
textilen Fäden, die mit einem auxetischen Material beschichtet oder imprägniert oder
ein mit einer dilataten Flüssigkeit imprägniert sind oder die aus einem aus einer
dilatanten Flüssigkeit gewonnenen Material gebildet sind, geformt ist. Die Fäden erstrecken
sich in einer Längsrichtung des Glasfässchens und sind an einander gegenüberliegenden
Längsenden mit jeweils einem umlaufenden Haltering verbunden. Die Halteringe sind
an den verdickten Endabschnitten 3 und 4 an dem Glasfässchen 1 festgelegt, z.B. verklebt.
Im mittleren Abschnitt 8 hängen die Fäden vorhangartig lose, sind jedoch so gestrafft,
dass sie in einem Abstand von der Außenwand 7 in dem mittleren Abschnitt 8 verlaufen
und dort nicht gegen die Außenwand 7 gedrückt werden können. Anstelle von einzelnen
Fadenelementen kann der Schutzvorhang auch durchgehend und hülsenartig, z.B. aus einem
die oben beschriebenen Eigenschaften durch die beschriebenen Maßnahmen aufweisenden
Gewebe gebildet sein. Diese Lösung hat den Vorteil, dass der Schutzvorhang in einem
Auslösefall des Glasfässchens 1, wenn also aufgrund des Erreichens der Auslösetemperatur
das Glasfässchen 1 birst, nicht an dem mittleren Abschnitt 7 anhaftet und dadurch
nicht die Auslöseeigenschaften des Glasfässchens 1 verändert.
[0036] Die Verstärkung kann aber auch, hier nicht gezeigt, ebenso gut in das die Außenwand
bildende Berstmaterial integriert sein.
[0037] Die Verstärkung 9 ist in allen gezeigten Fällen und auch in anderen hier nicht dargestellten
Ausführungsformen stets so gestaltet, dass sie eine Verfestigung des Gefäßkörpers
1 gegenüber Stößen und vergleichbaren mechanischen Einwirkungen ergibt, die dieser
in einer Richtung quer zu seiner axialen Erstreckung (in den Figuren also quer zur
Vertikalen) erfährt. Ein Auslösen des thermischen Auslöseelements (des Glasfässchens)
bei der Auslösetemperatur wird dadurch nicht behindert. Vielmehr ist das Auslöse-
bzw. Reaktionsverhalten des Glasfässchens unverändert gut, werden insbesondere weiterhin
kurze Auslöse- bzw. Reaktionszeiten bei den vorgegebenen Auslösetemperaturen gewährleistet.
Insbesondere behindert die Verstärkung den Wärmetransport in Richtung des Hohlraums
und der darin angeordneten Auslöseflüssigkeit nicht, beeinträchtigt diesen höchstens
in einer solch geringen Weise, dass die Auslösecharakteristik des thermischen Auslöseelements
nicht verändert wird.
[0038] Dieser erfindungsgemäße Schutz gegen Stöße und vergleichbare mechanische Einwirkungen
von außen wird realisiert, indem die Verstärkung ein auxetisches Material und/oder
eine oder mehrere dilatante Flüssigkeit(en) (oder ein daraus hergestelltes Material,
z.B. einen Schaum) enthält und/oder ein Material aufweist, das in einer Temperaturspanne
unterhalb einer vorgesehenen Auslösetemperatur des Auslöseelements fest und steif
ist, das bei der Auslösetemperatur nachgiebig ist.
[0039] Kommt ein auxetisches Material zum Einsatz, so ist dies in der Verstärkung in einer
solchen Weise ausgerichtet, dass es bei quer zu der axialen Richtung gerichteter äußerer
Krafteinwirkung auf die Außenwand eine verstärkende Wirkung zeigt.
[0040] Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung schafft den Vorteil, dass ein so gebildetes
thermisches Auslöseelement nicht nur während des Handhabens bei der Montage, sondern
auch später im Gebrauch vor eine ungewollten Beschädigung durch äußeren mechanischen
Einfluss, insbesondere Stöße, gesichert ist, zugleich aber weiterhin zuverlässig und
mit der geforderten schnellen Reaktionszeit zur eingestellten Auslösetemperatur auslöst.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Gefäßkörper
- 2
- Hohlraum
- 3
- Endabschnitt
- 4
- Endabschnitt
- 5
- Lagerelement
- 6
- Lagerelement
- 7
- Außenwand
- 8
- mittlerer Abschnitt
- 9
- Verstärkung
1. Thermisches Auslöseelement (1) mit einem eine aus einem Berstmaterial gebildete Außenwand
(7) aufweisenden Gefäßkörper (1) und einem von der Außenwand (7) umschlossenen, im
Innern des Gefäßkörpers (1) liegenden Hohlraum (2), in welchem eine Auslöseflüssigkeit
eingeschlossen ist, wobei der Gefäßkörper (1) entlang einer axialen Richtung ausgedehnt
gebildet ist mit einem in der axialen Richtung erstreckten, rohrförmigen mittleren
Abschnitt (8) und zwei an den jeweiligen axialen Enden gelegenen Endabschnitten (3,
4), in denen der Hohlraum (2) kappenartig verschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (1) eine das Berstmaterial gegen quer zu der Längsrichtung wirkende
Stoßlasten verstärkende, dauerhaft wirkende Verstärkung (9) aufweist und die Verstärkung
(9) eine auf die Außenseite der Außenwand (7) aufgebrachte Beschichtung oder eine
auf die Außenseite der Außenwand (7) gelegte Manschette oder einen auf der Außenseite
der Außenwand (7) angeordneten Schutzvorhang umfasst, wobei die Verstärkung (9) nur
entlang im Wesentlichen des gesamten mittleren Abschnitts (8) vorgesehen ist.
2. Thermisches Auslöseelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung (9) ein auxetisches Material enthält, wobei das auxetische Material
in einer Weise ausgerichtet ist, dass es bei quer zu der axialen Richtung gerichteter
äußerer Krafteinwirkung auf die Außenwand (7) eine verstärkende Wirkung zeigt.
3. Thermisches Auslöseelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung (9) eine oder mehrere dilatante Flüssigkeit(en) oder ein daraus hergestelltes
Material, z.B. einen Schaum, aufweist.
4. Thermisches Auslöseelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung (9) ein Material aufweist, das in einer Temperaturspanne unterhalb
einer vorgesehenen Auslösetemperatur des Auslöseelements fest und steif ist, das bei
der Auslösetemperatur nachgiebig ist.
5. Thermisches Auslöseelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung (9) eine mit einem auxetischen Material, einer oder mehreren dilatanten
Flüssigkeit(en) oder einem aus einer oder mehreren dilatanten Flüssigkeit(en) hergestellten
Material und/oder einem Material, das in einer Temperaturspanne unterhalb einer vorgesehenen
Auslösetemperatur des Auslöseelements fest und steif ist, das bei der Auslösetemperatur
nachgiebig ist, hergestellte, imprägnierte oder beschichtete Textilstruktur aufweist.
6. Thermisches Auslöseelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung (9) aus einem wasserlöslichen Material besteht oder ein wasserlösliches
Trägermaterial enthält.
7. Thermisches Auslöseelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Glas als Berstmaterial.
1. A thermal actuator (1) with a vessel body (1) having an outer wall (7) formed from
a bursting material and a cavity (2) enclosed by the outer wall (7) and located in
the interior of the vessel body (1), in which cavity a release liquid is enclosed,
wherein the vessel body (1) is formed so as to extend along an axial direction with
a tubular central section (8) extending in the axial direction and two end sections
(3, 4) located at the respective axial ends, in which the cavity (2) is closed in
the manner of a cap, characterised in that the release element (1) has a permanently acting reinforcement (9) which strengthens
the bursting material against impact loads acting transversely to the longitudinal
direction, and the reinforcement (9) comprises a coating applied to the outside of
the outer wall (7) or a sleeve placed on the outside of the outer wall (7) or a protective
curtain arranged on the outside of the outer wall (7), the reinforcement (9) being
provided only along substantially the entire middle section (8).
2. A thermal actuator (1) according to claim 1, characterised in that the reinforcement (9} contains an auxetic material, the auxetic material being oriented
in such a way that it has a reinforcing effect when external force is applied to the
outer wall (7) transversely to the axial direction.
3. A thermal actuator (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the reinforcement (9) comprises one or more dilatant liquid(s) or a material produced
therefrom, e.g. a foam.
4. A thermal actuator (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the reinforcement (9) comprises a material which is solid and rigid in a temperature
range below an intended release temperature of the release element and which is flexible
at the release temperature.
5. A thermal actuator (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the reinforcement (9) comprises a textile structure produced, impregnated or coated
with an auxetic material, one or more dilatant liquid(s) or a material produced from
one or more dilatant liquid(s) and/or a material which is solid and rigid in a temperature
range below an intended release temperature of the release element, which is yielding
at the release temperature.
6. A thermal actuator (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the reinforcement (9) consists of a water-soluble material or contains a water-soluble
carrier material.
7. A thermal actuator (1) according to one of the preceding claims, characterised by glass as bursting material.
1. Actuateur thermique (1) muni d'un corps de récipient (1) présentant une paroi extérieure
(7) formée d'un matériau d'éclatement et une cavité (2) entourée par la paroi extérieure
(7) et située à l'intérieur du corps de récipient (1), dans lequel est enfermé un
liquide de libération, dans lequel le corps de récipient (1) est formé de manière
à s'étendre le long d'une direction axiale avec une section centrale tubulaire (8)
s'étendant dans la direction axiale et deux sections d'extrémité (3, 4) situées aux
extrémités axiales respectives, dans lequel la cavité (2) est fermée à la manière
d'un capuchon, caractérisé en ce que l'élément déclencheur (1) comporte un renfort (9) à action permanente qui renforce
le matériau d'éclatement contre les charges d'impact agissant transversalement à la
direction longitudinale, et le renfort (9) comprend un revêtement appliqué à l'extérieur
de la paroi extérieure (7) ou un manchon placé à l'extérieur de la paroi extérieure
(7) ou un rideau de protection disposé à l'extérieur de la paroi extérieure (7), le
renfort (9) n'étant prévu que le long de la section centrale (8) dans sa quasi-totalité.
2. Actuateur thermique (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le renfort (9) contient un matériau auxétique, le matériau auxétique étant orienté
de telle sorte qu'il provoque un effet de renforcement lorsqu'une force externe est
appliquée à la paroi extérieure (7) transversalement à la direction axiale.
3. Actuateur thermique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le renfort (9) comprend un ou plusieurs liquide(s) dilatant(s) ou un matériau produit
à partir de celui-ci, par exemple une mousse.
4. Actuateur thermique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le renfort (9) comprend un matériau qui est solide et rigide dans une plage de température
inférieure à une température de libération prévue de l'élément de libération et qui
est flexible à la température de libération.
5. Actuateur thermique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le renfort (9) comprend une structure textile produite, imprégnée ou revêtue d'une
matière auxétique, d'un ou plusieurs liquide(s) dilatant(s) ou d'une matière produite
à partir d'un ou plusieurs liquide(s) dilatant(s) et/ou d'une matière solide et rigide
dans une plage de température inférieure à une température de libération prévue de
l'élément de libération, qui cède à la température de libération.
6. Actuateur thermique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le renfort (9) est constitué d'un matériau soluble dans l'eau ou contient un matériau
porteur soluble dans l'eau.
7. Actuateur thermique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le verre constitue le matériau de rupture.