[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Steige aus Karton mit einem von einem Boden aufragenden
Mantel, der im Bereich der Mantelecken der Höhe nach über den Mantel vorstehende Stapelansätze,
den Stapelansätzen entsprechende Bodenaussparungen und zwischen den Stapelansätzen
verstärkte, obere Längsrandabschnitte in Form von einwärts gefalzten Randlaschen aufweist,
die durch Rilllinien begrenzt einen bodenparallelen Auflagesteg, einen gegen den Boden
gefalzten Stützsteg und einen gegen den Auflagesteg zurückgebogenen, mit dem Mantel
verklebten Randsteg umfassen.
[0002] Um einerseits vergleichsweise hohe Auflasten aufnehmen zu können und anderseits eine
gute Stapelbarkeit sicherzustellen, sind laschenverklebte Steigen aus Karton mit einem
von einem Boden aufragenden Mantel bekannt (
WO 2016/065385 A1,), der durch zwischen den Mantelecken einwärts gefalzte Randlaschen verstärkte, obere
Längsrandabschnitte bildet, die nach oben vorstehende Eckabschnitte aufweisen, zwischen
denen die Randlaschen um zwei gegenüber den Falzlinien der Eckabschnitte zurückversetzte
Rilllinien unter Ausbildung einer bodenparallelen Auflageflache zwischen den Rilllinien
gegen den Mantel zurückgebogen sind. Da der Boden im Bereich der Mantelecken mit an
die Querschnittsform der vorstehenden Eckabschnitte angepassten Aussparungen versehen
und der Mantel im Bereich der Bodenaussparungen in einer dem Überstand der Eckabschnitte
der verstärkten Längsrandabschnitte entsprechenden Tiefe ausgenommen ist, bilden die
überstehenden, durch die einwärts gefalzten Randlaschen verstärkten Eckabschnitte
Stapelansätze, die beim Stapeln baugleicher Steigen in die an diese Eckabschnitte
angepassten Bodenaussparungen einer aufgesetzten Steige formschlüssig eingreifen und
somit die gestapelten Steigen gegenüber einem gegenseitigen Versetzen festhalten.
Die Lastabtragung auf die jeweils untere Steige erfolgt über die bodenparallelen Auflageflächen
der um zwei Rilllinien zurückgebogenen Randlaschen. Da die Stapelansätze durch gedoppelte
Überstände der Mantelwände gebildet werden, erfordern sie nicht nur Bodenaussparungen,
sondern auch Wandausnehmungen in den aufzusetzenden Steigen, was die Stabilität solcher
Steigen beeinträchtigt. Außerdem bedürfen die Längsrandabschnitte der Mantelwände
im Bereich der Eckabschnitte und der von den Eckabschnitten durch Schlitze getrennten
Auflagestege einer unterschiedlichen Behandlung bei der maschinellen Aufrichtung des
Zuschnitts zur Steige, was den Herstellungsaufwand erhöht.
[0003] Eine ähnliche Konstruktion ist aus der
DE 81 25 568 U1 bekannt, allerdings mit dem Unterschied, dass die Stapelansätze nicht mit Bodenaussparungen
zusammenwirken, sondern die Stapelansätze an nach außen geneigten Seitenwänden vorgesehen
sind, sodass der Boden einer aufgesetzten baugleichen Steige von den Stapelansätzen
außen umfasst wird.
[0004] Zur Verbesserung des Widerstands der Mantelwände gegenüber einem Ausbauchen wurde
bereits vorgeschlagen (
WO 2016/040977 A1), an den bodenparallelen Auflagesteg der Randlaschen einen Laschenabschnitt anzuordnen,
der durch eine randparallele Rilllinie in einen an den Auflagesteg anschließenden
Stützsteg und einen gegen den Mantel einwärts gefalzten, mit dem Mantel verklebten
Randsteg unterteilt ist, sodass die Mantelwände nicht nur durch den Stützsteg, sondern
auch durch den den Stützsteg verdoppelnden Randsteg versteift werden. Allerdings erfordert
diese zusätzliche Versteifung gesonderte Stapelansätze in Form von die Eckabschnitte
übergreifenden Laschen, wodurch eine Vergrößerung des Fertigungsaufwands in Kauf genommen
werden muss.
[0005] Bei anderen bekannten Steigen mit Auflagestegen, an denen zur Versteifung der Mantelwände
ein Stützsteg und ein gegen den Mantel einwärts gefalzter, mit dem Mantel verklebter
Randsteg anschließt, fehlen entweder Stapelansätze (
GB 09467 A. D. 1915) oder die Stapelansätze sind in der Längsmitte einander gegenüberliegender
Mantelwände vorgesehen (
US 2 893 621 A).
[0006] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Steige aus einem Kartonzuschnitt
so auszugestalten, dass vorteilhafte Stapelbedingungen bei vergrößerter Stabilität
unter vergleichsweise einfachen Voraussetzungen für eine maschinelle Fertigung sichergestellt
werden können.
[0007] Ausgehend von einer Steige der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die
gestellte Aufgabe dadurch, dass die Randstege der Randlaschen durch sich in die Mantelecken
erstreckende Ansatzlappen verlängert sind, die mit einem über den Auflagesteg der
Höhe nach vorstehenden Lappenabschnitt die durch einen einwärts gefalzten Verstärkungsabschnitt
verdoppelten Stapelansätze bilden.
[0008] Zufolge des Umstands, dass die mit den Mantelwänden zu verklebenden Randstege der
Randlaschen durch sich in die Mantelecken erstreckende Ansatzlappen verlängert sind,
ergeben sich vorteilhafte Konstruktionsbedingungen für die Stapelansätze, wenn diese
Ansatzlappen quer zum freien Längsrand der Randstege über den Auflagesteg hinaus verlängert
und durch einen einwärts gefalzten Verstärkungsabschnitt verdoppelt werden. In diesem
Fall kommen die Stapelansätze aus dem gedoppelten Ansatzlappen auf der Innenseite
der Mantelwand zu liegen. Dies bedeutet, dass der Mantel im Eckbereich durch eine
zusätzliche Kartonlage verstärkt wird und dass die Stapelansätze beim Stapeln baugleicher
Steigen durch den Mantel der jeweils aufgesetzten Steige geschützt sind. Die innerhalb
des Mantels vorgesehenen Stapelansätze erfordern daher lediglich Bodenaussparungen,
aber keine Mantelausnehmungen, was die Stabilität der Steigen steigert. Dazu kommt,
dass beim maschinellen Aufrichten der Steige aus einem Zuschnitt die Randstege der
Randlaschen gemeinsam mit dem Ansatzlappen gefaltet werden, was einfache Herstellungsbedingungen
schafft. Es braucht ja lediglich der Ansatzlappen zur Verdoppelung des Stapelansatzes
zusätzlich gefalzt zu werden, und zwar um eine zu den übrigen Rilllinien der Randlaschen
parallele Rilllinie.
[0009] Damit die Stapelansätze nicht durch das Ladegut einer aufgesetzten Steige stirnseitig
beschädigt werden können, können die Stapelansätze die bodenparallelen Auflagestege
in einer höchstens der Dicke des Bodens entsprechenden Höhe überragen, sodass sie
nicht durch die Bodenaussparungen einer aufgesetzten Steige über den Boden der aufgesetzten
Steige vorstehen.
[0010] Zur zusätzlichen Versteifung der Mantelwände gegenüber einem Ausbauchen kann zwischen
dem Stützsteg und dem Randsteg der Randlaschen ein zum Auflagesteg paralleler Zwischensteg
vorgesehen sein. Dieser zum Boden parallele Zwischensteg vergrößert den Biegewiderstand
gegenüber einem Ausbauchen um eine zum Boden senkreche Biegeachse erheblich.
[0011] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Zuschnitt aus Karton für eine erfindungsgemäße Steige,
- Fig. 2
- eine aus dem Zuschnitt nach der Fig. 1. errichtete Steige ausschnittsweise in einem
Eckbereich in einem größeren Maßstab,
- Fig. 3
- einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 in einem größeren Maßstab und
- Fig. 4
- einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2 ebenfalls in einem größeren Maßstab.
[0012] Der Zuschnitt aus Karton gemäß der Fig. 1 bildet einen rechteckigen Boden 1 an den
sich einander paarweise gegenüberliegend Längswände 2 und Querwände 3 eines vom Boden
1 der aufgerichteten Steige aufragenden Mantels anschließen. Zum Verbinden der Längs-
und Querwände 2, 3 der aufgerichteten Steige sind die Längswände 2 mit Klebelaschen
4 versehen. Sowohl die Längswände 2 als auch die Querwände 3 der aufgerichteten Steige
weisen verstärkte obere Längsrandabschnitte in Form von Randlaschen 5, 6 auf, die
einen durch zwei Rilllinien 7 bzw. 8 begrenzten, bodenparallelen Auflagesteg 9 bzw.
10 bilden. Während an die Auflagestege 10 der Randlaschen 6 auf der Seite der Querwände
3 ein Randsteg 11 anschließt, der die Klebelaschen 4 übergreift und mit diesen verklebt
ist, sind die Randlaschen 5 der Längswände 2 durch Rilllinien zusätzlich in einen
Stützsteg 12, einen Randsteg 13 und einen bodenparallelen Zwischensteg 14 zwischen
Stützsteg 12 und Randsteg 13 unterteilt, der gemäß Fig. 4 gegen die Stützwand 12 zurückgebogen
und mit der jeweiligen Längswand 2 verklebt ist.
[0013] Wie insbesondere der Fig. 1 entnommen werden kann, sind die Randstege 13 der Randlaschen
5 durch sich in die Mantelecken erstreckende Ansatzlappen 15 verlängert, die durch
eine Rilllinie 16 in einen den Auflagesteg 9 der aufgerichteten Steige gemäß den Fig.
3 und 4 der Höhe nach überragenden Lappenabschnitt 17 und einen Verstärkungsabschnitt
18 unterteilt werden, der beim Aufrichten der Steige um die Rilllinie 16 gegen den
Lappenabschnitt 17 einwärts zurückgebogen wird und daher zusammen mit dem Lappenabschnitt
17 einen doppelwandigen Stapelansatz bildet. Diese Stapelansätze befinden sich jeweils
auf der Innenseite der Längswände 2. Da der Boden 1 innerhalb der Längswände 2 den
durch die Ansatzlappen 15 gebildeten Stapelansätzen entsprechende Bodenaussparungen
19 aufweist, greifen jeweils die über die Auflagestege 9, 10 vorstehenden, gefalzten
Ansatzlappen 15 beim Stapeln dieser Steigen in die Bodenaussparungen 19 der aufgesetzten
Steige ein, wodurch die gestapelten Steigen gegenüber einer gegenseitigen Verlagerung
formschlüssig festgehalten werden. Die durch die Ansatzlappen 15 gebildeten Stapelansätze
werden dabei durch die Längswände 2 der aufgesetzten Steige schützend abgedeckt. Wird
die Höhe, mit der die Stapelansätze die Auflagestege 9, 10 der Höhe nach überragen,
an die Dicke des Bodens 1 angepasst, so stehen die Stapelansätze nicht in das Innere
der aufgesetzten Steige vor und können folglich auch nicht durch das Ladegut dieser
Steige beschädigt werden.
[0014] Da die Ansatzlappen 15 im Zuschnitt nach der Fig. 1 die Randstege 13 in den Eckbereich
der Steige verlängern, legen sich diese Ansatzlappen 15 beim Aufrichten der Steige
zusammen mit dem Randsteg 13 an die Innenfläche der jeweiligen Längswand an und können
mit dieser Längswand 2 zusammen mit dem Randsteg 13 verklebt werden, ohne dass es
hierfür gesonderter maschineller Einrichtungen bedarf. Es muss lediglich dafür gesorgt
werden, dass der Verstärkungsabschnitt 18 um die Rilllinie 16 gegen den Lappenabschnitt
17 gefalzt und mit diesem verklebt wird, was vor oder nach dem Errichten des Auflagestegs
9 vorgenommen werden kann.
1. Steige aus Karton mit einem von einem Boden (1) aufragenden Mantel, der im Bereich
der Mantelecken der Höhe nach über den Mantel vorstehende Stapelansätze, den Stapelansätzen
entsprechende Bodenaussparungen (19) und zwischen den Stapelansätzen verstärkte, obere
Längsrandabschnitte in Form von einwärts gefalzten Randlaschen (5) aufweist, die durch
Rilllinien (7) begrenzt einen bodenparallelen Auflagesteg (9), einen gegen den Boden
(1) gefalzten Stützsteg (12) und einen gegen den Auflagesteg (9) zurückgebogenen,
mit dem Mantel (1) verklebten Randsteg (13) umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Randstege (13) der Randlaschen (5) durch sich in die Mantelecken erstreckende
Ansatzlappen (15) verlängert sind, die mit einem über den Auflagesteg (9) der Höhe
nach vorstehenden Lappenabschnitt (17) die durch einen einwärts gefalzten Verstärkungsabschnitt
(18) verdoppelten Stapelansätze bilden.
2. Steige nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelansätze die bodenparallelen Auflagestege (9) in einer höchstens der Dicke
des Bodens (1) entsprechenden Höhe überragen.
3. Steige nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Stützsteg (12) und dem Randsteg (13) der Randlaschen (5) ein zum Auflagesteg
(9) paralleler Zwischensteg (14) vorgesehen ist.
1. Cardboard crate having a casing which rises from a base (1) and, in the region of
the casing corners, comprises stacking projections protruding upwards beyond the casing,
base apertures (19) corresponding to the stacking projections, and upper longitudinal
edge portions, which are reinforced between the stacking projections and are in the
form of inwardly-folded edge tabs (5) which comprise, defined by groove lines (7),
a base-parallel bearing section (9), a support section (12), which is folded towards
the base (1), and an edge section (13), which is bent back towards the bearing section
(9) and is adhered to the casing (1), characterised in that the edge sections (13) of the edge tabs (5) are lengthened by extension lugs (15)
which extend into the casing corners and, with a lug portion (17) protruding upwards
beyond the bearing section (9), form the stacking projections which are doubled by
an inwardly-folded reinforcing portion (18).
2. Crate as claimed in claim 1, characterised in that the stacking projections project beyond the base-parallel bearing sections (9) to
a height corresponding at most to the thickness of the base (1).
3. Crate as claimed in claim 1 or 2, characterised in that, between the support section (12) and the edge section (13) of the edge tabs (5),
an intermediate section (14) is provided which is parallel to the bearing section
(9).
1. Plateau en carton avec un pourtour s'élevant à partir d'un fond (1), qui présente
dans la zone des coins du pourtour des oreilles de gerbage saillant en hauteur au-dessus
du pourtour, des évidements de fond (19) correspondant aux oreilles de gerbage et,
entre les oreilles de gerbage, des sections de bord longitudinales supérieures renforcées
en forme de languettes de bord (5) pliées vers l'intérieur, qui comprennent, délimitées
par des rainures (7), une arête d'appui (9) parallèle au fond (1), une arête de soutien
(12) pliée contre le fond et une arête de bord (13) repliée contre l'arête d'appui
(9) et collée avec le pourtour (1), caractérisé en ce que les arêtes de bord (13) des languettes de bord (5) sont prolongées par des pattes
(15) s'étendant dans les coins du pourtour qui forment, avec une section de patte
(17) saillant en hauteur au-dessus de l'arête d'appui (9), les oreilles de gerbage
doublées par une section de renfort (18) pliée vers l'intérieur.
2. Plateau selon la revendication 1, caractérisé en ce que les oreilles de gerbage dépassent les arêtes d'appui (9) parallèles au fond sur une
hauteur correspondant au maximum à l'épaisseur du fond (1).
3. Plateau selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'entre l'arête de soutien (12) et l'arête de bord (13) des languettes de bord (5) est
prévue une arête intermédiaire (14) parallèle à l'arête d'appui (9).