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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.06.2017 DE 102017210230
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.04.2020 Patentblatt 2020/18 |
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Patentinhaber: SMS Group GmbH |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- DAUBE, Thomas
47279 Duisburg (DE)
- JAENECKE, Markus
42653 Solingen (DE)
- KÜMMEL, Lutz
41363 J chen (DE)
- SOMMERS, Ulrich
40627 D sseldorf (DE)
- LHOEST, Alexandre
4700 Eupen (BE)
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| (74) |
Vertreter: Kross, Ulrich |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-B1- 2 742 158
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US-A- 5 673 368
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- YAHIRO K ET AL: "DEVELOPMENT OF STRIP TEMPERATURE CONTROL SYSTEM FOR A CONTINUOUS
ANNEALING LINE", PLENARY SESSION, EMERGING TECHNOLOGIES, AND FACTORY AUTOMATION. MAUI,
NOV. 15 - 19, 1993; [PROCEEDINGS OF THE INTERNATIONAL CONFERENCE ON INDUSTRIAL ELECTRONICS,
CONTROL, AND INSTRUMENTATION (IECON)], NEW YORK, IEEE, US, Bd. 1, 15. November 1993
(1993-11-15), Seiten 481-486, XP000451844,
- VALLEE G ET AL: "LIGNE DE RECUIT TOUT ASYNCHRONE POUR UGINE GUEUGNON", REVUE DE METALLURGIE
- CAHIERS D'INFORMATIONS TECHNIQUES, REVUE DE METALLURGIE. PARIS, FR, Bd. 90, Nr.
6, 1. Juni 1993 (1993-06-01), Seiten 843-847, XP000393745, ISSN: 0035-1563
- SMITH M A ET AL: "APPLICATION OF DISTRIBUTED CONTROL ON UPI'S KM/CAL", AISE STEEL
TECHNOLOGY, AISE, PITTSBURG, PA, US, Bd. 70, Nr. 6, 1. Juni 1993 (1993-06-01), Seiten
17-22, XP000387767, ISSN: 0021-1559
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[0001] Die in dem EP - Patent
EP 2 742 158 B1 beanspruchte Regelung der Materialeigenschaft eines Metallbandes auf eine gewünschte
Soll-Materialeigenschaft inklusive einer Simulation von Ist-Materialeigenschaften
eines Metallbandes mit Hilfe eines computergestützten Modells erfordert viel Rechnerleistung
und Rechenzeit. Die Regelung erfolgt durch eine interaktive Modifikation von Prozessparametern,
Temperatur und/oder Geschwindigkeit so, dass sich daraus die gewünschten Materialeigenschaften
für das Metallband ergeben. Die erhöhte Rechenzeit ist nachteilig, weil sie in einer
Reduktion der möglichen Berechnungsfälle bzw. Iterationsschritte resultiert.
[0002] Der Aufsatz
Yahiro K et al: "Development of strip temperature control system for a continuous
annealing line", Plenary Session, Emerging Technologies, and Factory Automation. MAUI,
Nov. 15 - 19, 1993; [
Proceedings of the International Conference on Industrial Electronics, Control, and
Instrumentation (IECON)], New York, IEEE, Us, Bd. 1, 15. November 1993 (1993-11-15,
Seiten 481 - 486, XP000451844 offenbart ein Verfahren zum Betreiben eines Glühofens zum Glühen eines Metallbandes
mit folgenden Schritten: Gemäß Patentanspruch 1: Vorgeben mindestens einer gewünschten
Soll-Materialeigenschaft, die einen Punkt oder einen Abschnitt des Metallbandes aufweisen
soll nach Durchlaufen des Glühofens; Bereitstellen von mindestens einer Information
(E) über das Metallband vor oder in dem Glühofen; Berechnen einer Soll-Temperaturverteilung
und/oder einer Soll-Geschwindigkeit des Metallbandes in dem Glühofen mit Hilfe eines
computergestützten Modells in Abhängigkeit der gewünschten Soll-Materialeigenschaft
und der Information über das Metallband; und Einstellen der Soll-Temperaturverteilung
und/oder der Soll-Geschwindigkeit des Metallbandes in dem Glühofen mit Hilfe einer
Ofensteuerung als Stellglied.
[0003] Der Aufsatz von
Vallee G et al: "Ligne de recuit tout asynchrone pour ugine gueugnon", Revue de Metallurgie
- Cahiers d'Informations Techniques, Revue de Metallurgie. Paris, FR, Bd. 90, Nr.
6, 1. Juni 1993 /1993-06-01), Seiten 843-847, XP000393745, ISSN: 0035-1563 offenbart ein ähnliches Verfahren wie der zuvor erwähnte Aufsatz von Yahiro, wobei
jedoch die Eigenschaften des zu behandelnden Metallbandes und die tatsächlichen Eigenschaften
des Verfahrens in einem Modell verwendet werden, um die für den Ofen zu verwendende
Geschwindigkeit und Temperatur zu bestimmen.
[0004] Die US-Patentanmeldung
US 5, 673 368 A offenbart ebenfalls ein Verfahren zu Betreiben eines Glühofens unter Verwendung eines
computergestützten Modells. Dieses Modell wird gemäß der US-Patentanmeldung nach einem
vollständigen Wärmebehandlungszyklus jeweils angepasst.
[0005] Der Aufsatz von
Smith M A et al: "Application of distributet control on UPI'S KM/CAL", Aise Steel
Technology, Aise, Pittsburg, PA, US, Bd. 70, Nr. 6, 1 Juni 1993 (1993-06-01), Seiten
17-22, XP000387767, ISSN: 0021-1559 offenbart ein Verfahren zum Betreiben eines Glühofens zum Glühen eines Metallbandes
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein bekanntes Verfahren zum Betreiben eines
Glühofens zum Glühen eines Metallbandes im Hinblick auf eine Verbesserung der Produktqualität
und eine Erhöhung der Ausbringung weiterzubilden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch das im Patentanspruch 1 beanspruchte Verfahren gelöst.
[0008] Das gemäß Anspruch 1 beanspruchte Verfahren stellt eine Steuerung, aber keine Regelung
dar. Im Rahmen dieser Steuerung erfolgt die Berechnung und Vorgabe einer Soll-Temperaturverteilung
und / oder einer Soll-Geschwindigkeit des Metallbandes in dem Glühofen so, dass das
Metallband nach Verlassen des Glühofens eine gewünschte Soll-Materialeigenschaft aufweist.
Das Vorliegen dieser gewünschten Soll-Materialeigenschaft wird im Rahmen des in Anspruch
1 beanspruchten Verfahrens - anders als bei einer Regelung - nicht überwacht; insbesondere
erfolgt kein Vergleich der gewünschten Soll-Materialeigenschaft mit einer gemessenen
Ist-Materialeigenschaft des Metallbandes hinter dem Ausgang der Glühe zwecks Bildung
einer Materialeigenschaft-Regeldifferenz und es erfolgt keine Regelung dieser Regeldifferenz
auf Null.
[0009] Der Begriff "Temperaturverteilung" bezieht sich streng genommen jeweils auf einen
Abschnitt des Metallbandes. Im Sinne der vorliegenden Beschreibung impliziert der
Begriff "Temperaturverteilung" jedoch auch einen singulären Temperaturwert an einer
bestimmten Stelle des Metallbandes.
[0010] Der Begriff "Glühofen" im Sinne der vorliegenden Beschreibung schließt neben Heizeinrichtungen
auch die Heizeinrichtungen in Durchlaufrichtung nachgelagerte Kühleinrichtungen mit
ein.
[0011] Die Berechnung und Vorgabe einer Soll-Temperaturverteilung und / oder einer Soll-Geschwindigkeit
des Metallbandes in dem Glühofen ist weniger rechenzeitintensiv als die Simulation
von Materialeigenschaften. Außerdem erfolgt im Rahmen der beanspruchten Steuerung
keine Rückkopplung einer Prozessgröße. Insgesamt ist damit eine Erhöhung der Ausbringung
möglich.
[0012] Das beanspruchte Verfahren ist ausgebildet, eine gewünschte Selbst-Korrektur bzw.
Selbst-Adaption auszuführen. Zu diesem Zweck wird die Ist-Materialeigenschaft des
Metallbandes nach Durchlauf durch den Glühofen gemessen, und es werden eine Vergleichs-Temperaturverteilung
und / oder eine Vergleichs-Geschwindigkeit des Metallbandes in dem Glühofen mit Hilfe
des computergestützten Modells des Glühofens in Abhängigkeit der gemessenen Ist-Materialeigenschaft
und bereitgestellter Informationen über das Metallband vor oder in dem Glühofen berechnet.
Es erfolgt dann eine Anpassung der Temperaturverteilung und / oder der Geschwindigkeit
des Metallbandes in dem Glühofen an die zuvor ermittelte Vergleichs-Temperaturverteilung
und / oder die Vergleichsgeschwindigkeit durch geeignetes Adaptieren des computergestützten
Modells.
[0013] Anders ausgedrückt: Im Rahmen der Selbst-Korrektur bzw. Selbst-Adaption ist vorgesehen,
das Verfahren nach Anspruch 1 zur Vorgabe einer Temperaturverteilung und / oder der
Geschwindigkeit des Metallbandes in dem Glühofen durchzuführen mit dem einzigen Unterschied,
dass dem Computermodell anstelle der Soll-Materialeigenschaft die tatsächlich gemessene
Materialeigenschaft des Metallbandes nach Durchlauf durch den Glühofen als Eingangsgröße
zugeführt wird. Zur besseren begrifflichen Unterscheidung werden in diesem Fall die
Ausgangsgrößen des computergestützten Modells Vergleichsgrößen genannt, hier konkret
die Vergleichs-Temperaturverteilung und / oder die Vergleichs-Geschwindigkeit. Die
tatsächliche Temperaturverteilung und / oder die tatsächliche Geschwindigkeit des
Metallbandes im Glühofen werden als Ist-Größen erfasst und mit den zuvor berechneten
Vergleichsgrößen verglichen. Aus diesem Vergleich kann eine Abweichung ungleich Null
für die Temperaturverteilung und / oder für die Geschwindigkeit des Metallbandes in
dem Glühofen resultieren. In einer Adaptionswert-Berechnungseinheit wird dann nachfolgend
mindestens ein geeigneter Adaptionswert auf Basis der besagten Abweichungen berechnet.
Das computergestützte Modell wird dann nachfolgend mit Hilfe des berechneten Adaptionswertes
adaptiert. Das oben beschriebene erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines Glühofens
wird dann für zukünftige Metallbänder vorzugsweise mit dem adaptierten computergestützten
Modell durchgeführt. Daraus resultieren dann optimierte Soll-Temperaturverteilungen
und / oder Soll-Geschwindigkeiten für das Metallband, die mit Hilfe einer Ofensteuerung
als Stellglied in dem Glühofen eingestellt werden.
[0014] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann das computergestützte Modell z.
B. mit einer Erfahrungsdatenbank oder mit einem statistischen Modell oder mit hinterlegten
Glühkurven arbeiten und ist daher für jede Stahlsorte einsetzbar. Gerade bei neuentwickelten
Stahlsorten kann dieses Modell sofort eingesetzt werden. Im Unterschied zu einem physikalischen
Modell, welches für jede neue Stahlsorte erst implementiert werden muss, ist das erfindungsgemäß
verwendete statistische Modell einfacher zu generieren.
[0015] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel erfolgt das Adaptieren des computergestützten
Modells nicht während des Durchlaufens desjenigen Metallbandes durch den Glühofen,
auf Basis von dessen gemessener oder simulierter Ist-Materialeigenschaft die Berechnung
des mindestens einen Adaptionswertes bzw. die Adaption des computergestützten Modells
erfolgt war. Stattdessen erfolgt die Adaption vorzugsweise erst für zukünftig zu glühende
Metallbänder.
[0016] Der Begriff "Materialeigenschaft des Metallbandes", egal ob Soll- oder Ist-Größe,
meint im Rahmen der vorliegenden Beschreibung beispielsweise die Streckgrenze, die
Zugfestigkeit, die Bruchdehnung oder die Gleichmaßdehnung des Metallbandes nach dessen
Durchlauf durch den Glühofen.
[0017] Der Begriff "Informationen über das Metallband" umfasst beispielsweise dessen Zugfestigkeit
und / oder Streckgrenze vor einer Continuous Galvanising Line CGL, vor einer Continuous
Annealing Line CAL, in einer Beizlinie oder vor einem Haspel. Die Information kann
auch
- die Haspeltemperatur,
- die Endwalztemperatur des Metallbandes beim Auslauf aus einer Fertigstraße,
- die Eingangstemperatur der Bramme, aus dem das Metallband hervorgeht, am Eingang einer
Fertigwalzstraße,
- die Bandgeschwindigkeit des Metallbandes beim Auslauf aus dem letzten Gerüst - der
Fertigwalzstraße,
- die Walzkraft in einem Dressiergerüst,
- die Walzkräfte beim Kaltwalzen,
- die Walzkräfte beim Warmwalzen,
- die Eingangstemperatur der Bramme in einem Vorgerüst vor der Fertigwalzstraße,
- den Kaltwalzgrad,
- die Zusammensetzung des Werkstoffs, insbesondere des Stahls des Metallbandes, weiter
insbesondere dessen Kohlenstoffanteil und / oder
- die Richtkraft am Flattener vor der CGL / CAL
meinen.
[0018] Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; vielmehr können auch
andere bzw. weitere Informationen dem erfindungsgemäßen computergestützten Modell
als Eingangsgrößen zugeführt werden.
[0019] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0020] Der Beschreibung sind zwei Figuren beigefügt, wobei
Figur 1 das erfindungsgemäße Verfahren; und
Figur 2 die erfindungsgemäße Adaption des computergestützten Modells veranschaulicht.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die genannten Figuren in Form
von Ausführungsbeispielen detailliert beschrieben. In allen Figuren sind gleiche technische
Elemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0022] Figur 1 veranschaulicht das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines Glühofens
200. In dem Glühofen 200 wird Metallband 100 geglüht, während es durch den Glühofen
in Pfeilrichtung hindurchläuft. Kernelement des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die
Berechnung einer Soll-Temperaturverteilung T
Soll und / oder einer Soll-Geschwindigkeit V
Soll für das Metallband in dem Glühofen. Diese Berechnung erfolgt mit Hilfe eines computergestützten
Modells 220 des Glühofens in Abhängigkeit einer vorgegebenen gewünschten Soll-Materialeigenschaft
ME
Soll des Metallbandes sowie in Abhängigkeit von Informationen E über das Metallband. Die
Informationen betreffen Eigenschaften des Metallbandes vor oder in dem Glühofen 200
oder sie betreffen Informationen über vorangegangene Bearbeitungsschritte bei der
Herstellung des Metallbandes. Bezüglich einer weitergehenden Bedeutung der Begriffe
"Materialeigenschaft" und "Information" sei an dieser Stelle auf die oben im allgemeinen
Teil der Beschreibung gegebenen Definitionen dieser Begriffe verwiesen.
[0023] Nach erfolgter Berechnung der Soll-Temperaturverteilung T
Soll und / oder der Soll-Geschwindigkeit V
Soll durch das computergestützte Modell 220 werden die entsprechenden Werte an eine Ofensteuerung
230 als Stellglied ausgegeben und von dieser in dem Glühofen 200 realisiert bzw. eingestellt.
Das besagte Einstellen der Soll-Temperaturverteilung und / oder der Soll-Geschwindigkeit
V
Soll des Metallbandes in dem Glühofen erfolgt mit dem Ziel, die Ist-Materialeigenschaft
ME
Ist des Metallbandes hinter dem Glühofen in die vorgegebene gewünschte Soll-Materialeigenschaft
ME
Soll, ebenfalls hinter dem Glühofen, zu überführen.
[0024] Das Berechnen der Soll-Temperaturverteilung T
Soll und / oder der Soll-Geschwindigkeit V
Soll des Metallbandes in dem Glühofen erfolgt, solange sich noch mindestens ein Punkt
oder ein Abschnitt des Metallbandes auf den sich die besagte Soll-Materialeigenschaft
ME
Soll des Metallbandes bezieht, vor oder in dem Glühofen befindet.
[0025] Das computergestützte Modell 220 kann bei der Berechnung der Soll-Temperaturverteilung
T
Soll in dem Glühofen 200 und / oder bei der Berechnung der Soll-Geschwindigkeit V
Soll, mit welcher das Metallband den Glühofen 200 durchläuft, auf eine Erfahrungsdatenbank,
ein statistisches Modell und / oder auf hinterlegte Glühkurven zurückgreifen.
[0026] Um die Qualität des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betreiben des Glühofens 200
stetig zu verbessern, sieht das erfindungsgemäße Verfahren optional eine gelegentliche
Adaption des computergestützten Modells 220 vor, siehe Figur 2. Für diese Adaption
sieht das erfindungsgemäße Verfahren folgende Teilschritte vor:
- Messen der Ist-Materialeigenschaft MEIst des Metallbandes 100 nach Durchlauf durch den Glühofen 200, siehe Figur 1. Die Messung
erfolgt vorzugsweise an dem Punkt oder Abschnitt des Metallbandes, für den die gewünschte
Soll-Materialeigenschaft vorgegeben wurde.
- Berechnen einer Vergleichstemperaturverteilung TVgl und / oder einer Vergleichsgeschwindigkeit VVgl des Metallbandes 100 in dem Glühofen mit Hilfe des computergestützten Modells 220
in Abhängigkeit der gemessenen Ist-Materialeigenschaft MEIst des Metallbandes 100 und in Abhängigkeit der bereitgestellten Informationen E über
das Metallband vor oder in dem Glühofen 200.
[0027] Die Vergleichstemperaturverteilung T
Vgl und Vergleichsgeschwindigkeit V
Vgl werden zwar mit demselben Computermodell 220 unter Berücksichtigung derselben Informationen
E über das Metallband als erster Eingangsgröße berechnet wie die Soll-Temperaturverteilung
und die Soll-Geschwindigkeit des Metallbandes in dem Glühofen gemäß Figur 1. Allerdings
berücksichtigt das Computermodell 220 für die Berechnung der Vergleichsgrößen als
zweite Eingangsgröße nicht die gewünschte Soll-Materialeigenschaft ME
Soll, sondern die tatsächlich hinter dem Glühofen gemessene Ist-Materialeigenschaft ME
Ist des Metallbandes. Die Temperaturverteilung und / oder die Geschwindigkeit des Metallbandes
in dem Glühofen werden dann an die berechneten entsprechenden Vergleichsgrößen, d.
h. die Vergleichstemperaturverteilung T
Vgl und / oder die Vergleichs-Geschwindigkeit V
Vgl angepasst durch ein entsprechend geeignetes Adaptieren des computergestützten Modells
220.
[0028] Konkret umfasst die besagte Anpassung folgende Teilschritte; siehe Figur 2:
Die Ist-Temperaturverteilung T
Ist und / oder Ist-Geschwindigkeit V
Ist des Metallbandes 100 in dem Glühofen 200 wird/werden messtechnisch erfasst; siehe
Figuren 1 und 2. Diese Messgrößen werden in einer Vergleichseinrichtung 250 mit den
zuvor berechneten zugehörigen Vergleichsgrößen verglichen; d. h. es werden gegebenenfalls
eine Temperaturabweichung ΔT und / oder eine Geschwindigkeits-abweichung ΔV ermittelt:
ΔT = T
Vgl - T
Ist, ΔV = V
Vgl - V
Ist.
[0029] Zumindest eine dieser Abweichung findet Eingang in eine AdaptionswertBerechnungseinrichtung
240, welche aus diesen Eingangsgrößen mindestens einen geeigneten Adaptionswert a
zur Anpassung bzw. Adaption des computergestützten Modells 220 berechnet. Das computergestützte
Modell 220 wird dann mit diesem Adaptionswert adaptiert. Diese Adaption des Computermodells
220 erfolgt erfindungsgemäß nicht während des Durchlaufens eines Metallbandes durch
den Glühofen, sondern vorzugsweise immer erst nach dem Durchlaufen eines kompletten
Metallbandes. Deshalb wirkt sich die Adaption des computergestützten Modells 220 erst
auf zukünftige Metallbänder aus. Die Anpassung an die Vergleichsgröße erfolgt insofern
extrem langsam. Vorteilhafterweise ermöglicht die Adaption und die dafür durchgeführte
Messwerterfassung eine gute Dokumentation und damit auch einen schlüssigen Nachweis
über die Produktionsbedingungen in der Vergangenheit; dies ist eine wertvolle Qualitätsdokumentation
für Weiterverarbeiter.
[0030] Nach erfolgter Adaption des Computermodells 220 erfolgen zukünftige Berechnungen
der Soll-Temperaturverteilung T
Soll und / oder der Soll-Geschwindigkeit V
Soll des Metallbandes mit Hilfe des adaptierten computergestützten Modells. Der Glühofen
200 wird dann mit den neu berechneten Soll-Werten für die Temperaturverteilung oder
die Geschwindigkeitsverteilung betrieben.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 100
- Metallband
- 200
- Glühofen
- 220
- computergestütztes Modell
- 230
- Ofensteuerung als Stellglied
- 240
- Adaptionswertberechnungseinrichtung
- E
- Information über das Metallband
- MEIst
- Ist-Materialeigenschaft des Metallbandes
- MESoll
- Soll-Materialeigenschaft des Metallbandes
- TIst
- Ist-Temperaturverteilung des Metallbandes in dem Glühofen
- TSoll
- Soll-Temperaturverteilung des Metallbandes in dem Glühofen
- TVgl
- Vergleichstemperaturverteilung für das Metallband
- VIst
- Ist-Geschwindigkeit des Metallbandes in dem Glühofen
- VSoll
- Soll-Geschwindigkeit des Metallbandes in dem Glühofen
- VVgl
- Vergleichsgeschwindigkeit für das Metallband in dem Glühofen
- ΔT
- Temperaturabweichung
- ΔV
- Geschwindigkeitsabweichung
1. Verfahren zum Betreiben eines Glühofens (200) zum Glühen eines Metallbandes, aufweisend
folgende Schritte:
- Vorgeben mindestens einer gewünschten Soll-Materialeigenschaft (MESoll), wie z. B. der Streckgrenze, der Zugfestigkeit, der Bruchdehnung und / oder der
Gleichmaßdehnung, die ein Punkt oder Abschnitt des Metallbandes (100) aufweisen soll
nach Durchlaufen des Glühofens (200);
- Bereitstellen von mindestens einer Information (E) über das Metallband vor oder
in dem Glühofen (200);
- Berechnen einer Soll- Temperaturverteilung (TSoll) und/oder einer Soll-Geschwindigkeit (VSoll) des Metallbandes (100) in dem Glühofen (200) mit Hilfe eines computergestützten
Modells (220) in Abhängigkeit der gewünschten Soll-Materialeigenschaft (MESoll) und der Information (E) über das Metallband; und
- Einstellen der Soll-Temperaturverteilung (TSoll) und/oder der Soll-Geschwindigkeit (VSoll) des Metallbandes (100) in dem Glühofen (200) mit Hilfe einer Ofensteuerung (230)
als Stellglied;
gekennzeichnet durch
Messen der Ist-Materialeigenschaft (ME
Ist) des Metallbandes (100) nach Durchlauf
durch den Glühofen (200), vorzugsweise an dem Punkt oder Abschnitt des Metallbandes, für
den die Soll-Materialeigenschaft vorgegeben wird;
Berechnen einer Vergleichstemperaturverteilung (T
Vgl) und/oder einer Vergleichsgeschwindigkeit (V
Vgl) des Metallbandes (100) in dem Glühofen (200) mit Hilfe des computergestützten Modells
(220) in Abhängigkeit der gemessen Ist-Materialeigenschaft (ME
Ist) nach dem Durchlauf und der bereitgestellten Information (E) über das Metallband
vor oder in dem Glühofen (200); und Anpassen der Temperaturverteilung und/oder der
Geschwindigkeit des Metallbandes (100) in dem Glühofen (200) an die Vergleichstemperaturverteilung
(T
Vgl) und/oder die Vergleichsgeschwindigkeit (V
Vgl)
durch geeignetes Adaptieren des computergestützten Modells, wobei das Adaptieren des computergestützten
Modells erst nach Durchlaufen von mindestens dem gesamten Metallband, optional auch
mehrerer Metallbänder
durch den Glühofen (200) erfolgt;
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt des Adaptierens des computergestützten Modells folgende Teilschritte
umfasst:
Messen einer Ist-Temperaturverteilung (Tlst) und/oder einer Ist-Geschwindigkeit (Vlst)
des Metallbandes (100) in dem Glühofen (200);
Vergleichen der Ist-Temperaturverteilung (TIst) mit der berechneten Vergleichstemperaturverteilung
(TVgl) und Ermitteln einer Temperaturabweichung (ΔT); und/oder
Vergleichen der Ist-Geschwindigkeit (VIst) des Metallbandes (100) in dem Glühofen
(200) mit der Vergleichsgeschwindigkeit (VVgl) und Ermitteln einer Geschwindigkeitsabweichung
(ΔV);
Berechnen mindestens eines geeigneten Adaptionswertes (a) zur Anpassung des computergestützten
Modells (220) auf Basis der Temperatur-abweichung (ΔT) und/oder der Geschwindigkeitabweichung
(ΔV);
Adaptieren des computergestützten Modells (220) auf Basis des Adaptionswertes (a);
und
erneutes Berechnen der Soll-Temperaturverteilung (TSoll) und / oder der Soll-Geschwindigkeit
(VSoll) eines neuen Metallbandes (100) mit Hilfe des adaptierten computergestützten
Modells (220).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Berechnen der Soll-Temperaturverteilung und / oder der Sollgeschwindigkeit des
Metallbandes erfolgt, solange sich der mindestens eine Punkt oder Abschnitt des Metallbandes,
auf den sich die gewünschte Soll-Materialeigenschaft (MESoll) des Metallbandes bezieht, noch vor oder in dem Glühofen (200) befindet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das computergestützte Modell (220) bei der Berechnung der Soll-Temperaturverteilung
(TSoll) und/oder der Soll-Geschwindigkeit (VSoll) auf eine Erfahrungsdatenbank, ein statistisches Modell oder auf hinterlegte Glühkurven
zurückgreift.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ist-Materialeigenschaft des Metallbandes nach dem Durchlaufen des Metallbandes
(100) durch den Glühofen direkt online oder an einer aus dem Metallband entnommenen
Probe gemessen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
Wiederholen der Schritte nach einem der vorangegangenen Ansprüche mit dem adaptierten
computergestützten Modell beim Glühen eines zukünftigen Metallbandes (100).
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei den Informationen (E) über das Metallband (100) vor oder in dem Glühofen
(200) beispielsweise handelt um:
- dessen Zugfestigkeit und / oder Streckgrenze vor einer Continuous Galvanising Line
CGL vor einer Continuous Annealing Line CAL, in einer Beizlinie oder vor einem Haspel,
- die Haspeltemperatur,
- die Endwalztemperatur des Metallbandes beim Auslauf aus einer Fertigstraße,
- die Eingangstemperatur der Bramme, aus welcher das Metallband hergestellt wird,
am Eingang einer Fertigwalzstraße,
- die Bandgeschwindigkeit des Metallbandes beim Auslauf aus dem letzten Gerüst der
Fertigwalzstraße,
- die Walzkraft in einem Dressiergerüst,
- die Walzkräfte beim Kaltwalzen,
- die Walzkräfte beim Warmwalzen,
- die Eingangstemperatur der Bramme in ein Vorgerüst vor der Fertigwalzstraße,
- den Kaltwalzgrad,
- die Zusammensetzung des Werkstoffs, insbesondere des Stahls des Metallbandes, weiter
insbesondere dessen Kohlenstoffanteil; und / oder
- die Richtkraft am Flattener vor der CGL / CAL.
1. Method of operating an annealing furnace (200) for annealing a metal strip, comprising
the following steps:
- predetermining at least one desired target material characteristic (MESoll), such as, for example, the yield point, the tensile strength, the elongation at
fracture and/or the uniform elongation, which a point or section of the metal strip
(100) is to have after transiting the annealing furnace (200);
- providing at least one item of information (E) about the metal strip before or in
the annealing furnace (200);
- calculating a target temperature distribution (TSoll) and/or a target speed (VSoll) of the metal strip (100) in the annealing furnace (200) with the help of a computer-supported
model (220) in dependence on the desired target material characteristic (MESoll) and the item of information (E) about the metal strip;
and
- setting the target temperature distribution (TSoll) and/or the target speed (VSoll) of the metal strip (100) in the annealing furnace (200) with the help of a furnace
control (230) as setting element;
characterised by
measuring the actual material characteristic (ME
Ist) of the metal strip (100) after transit through the annealing furnace (200), preferably
at the point or section of the metal strip for which the target material characteristic
is predetermined;
calculating a comparative temperature distribution (T
Vgl) and/or a comparative speed (V
Vgl) of the metal strip (100) in the annealing furnace (200) with the help of the computer
supported model (220) in dependence on the measured actual material characteristic
(ME
Ist) after the transit and the provided item of information (E) about the metal strip
before or in the annealing furnace (200); and
adapting the temperature distribution and/or the speed of the metal strip (100) in
the annealing furnace (200) to the comparative temperature distribution (T
Vgl) and/or the comparative speed (V
Vgl) by suitable adaptation of the computer-supported model, wherein the adaptation of
the computer-supported model is carried out only after transit of at least the entire
metal strip, optionally also several metal strips, through the annealing furnace (200);
characterised in that
the step of adaptation of the computer-supported model comprises the following substeps:
measuring an actual temperature distribution (TIst) and/or an actual speed (VIst) of the metal strip (100) in the annealing furnace (200);
comparing the actual temperature distribution (TIst) with the calculated comparative temperature distribution (TVgl) and determining a temperature difference (ΔT);
comparing the actual speed (VIst) of the metal strip (100) in the annealing furnace (200) with the comparative speed
(VVgl) and determining a speed difference (ΔV);
calculating at least one suitable adaptation value (a) for adaptation of the computer-supported
model (220) on the basis of the temperature difference (ΔT) and/or the speed difference
(ΔV);
adapting the computer-supported model (220) on the basis of the adaptation value (a);
and recalculation of the target temperature distribution (TSoll) and/or the target speed (VSoll) of a new metal strip (100) with the help of the adapted computer-supported model
(220).
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the calculation of the target temperature distribution and/or the target speed of
the metal strip is carried out as long as the at least one point or section of the
metal strip to which the desired target value characteristic (MESoll) of the metal strip relates is still in front of or in the annealing furnace (200).
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
for calculation of the target temperature distribution (TSoll) and/or the target speed (VSoll) the computer-supported model (220) has resort to an empirical databank, a statistical
model or filed annealing plots.
4. Method according to claim 1,
characterised in that
the actual material characteristic of the metal strip is measured directly on-line
or at a sample, which is removed from the metal strip, after the transit of the metal
strip (100) through the annealing furnace.
5. Method according to claim 1,
characterised by
repetition of the steps according to any one of the preceding claims with the adapted
computer-supported model for the annealing of a future metal strip (100).
6. Method according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the items of information (E) about the metal strip (100) before or in the annealing
furnace (200) are, for example:
- the tensile strength and/or yield point thereof before a continuous galvanising
line CGL, before a continuous annealing line CAL, in a pickling line or before a coiler,
- the coiler temperature,
- the final rolling temperature of the metal strip at the outlet of a finishing train,
- the entry temperature of the slab, from which the metal strip is produced, at the
inlet of a finishing rolling train,
- the strip speed of the metal strip at the outlet from the last stand of the finishing
rolling train,
- the rolling force in a finishing stand,
- the rolling forces during cold rolling,
- the rolling forces during hot rolling,
- the entry temperature of the slab into a roughing stand in front of the finishing
rolling train,
- the degree of cold rolling,
- the composition of the material, particularly the steel of the metal strip, more
particularly the carbon proportion thereof; and/or
- the straightening force at the flattener in front of the CGL / CAL.
1. Procédé destiné à l'exploitation d'un four de recuit (200) destiné au recuit d'une
bande métallique, qui présente les étapes suivantes dans lesquelles :
- on spécifie au moins une propriété matérielle de consigne désirée (MESoll), comme par exemple la limite apparente d'élasticité, la résistance à la traction,
l'allongement à la rupture et/ou l'allongement uniformément réparti, que doit présenter
un point ou un tronçon de la bande métallique (100) après le passage de cette dernière
à travers le four de recuit (200) ;
- on met à disposition au moins une information (E) en ce qui concerne la bande métallique
avant le four de recuit (200) ou dans ce dernier ;
- on calcule une distribution de température de consigne (TSoll) et/ou une vitesse de consigne (VSoll) de la bande métallique (100) dans le four de recuit (200) à l'aide d'un modèle assisté
par ordinateur (220) en fonction de la propriété matérielle de consigne désirée (MESoll) et de l'information (E) en ce qui concerne la bande métallique ; et
- on règle la distribution de température de consigne (TSoll) et/ou la vitesse de consigne (VSoll) de la bande métallique (100) dans le four de recuit (200) à l'aide d'une commande
du four (230) à titre d'organe de réglage ;
caractérisé par le fait de
mesurer la propriété matérielle réelle (MEist) de la bande métallique (100) après
le passage de cette dernière à travers le four de recuit (200), de préférence au point
ou sur le tronçon de la bande métallique pour lequel on spécifie la propriété matérielle
de consigne ;
- on calcule une distribution de température de comparaison (TVgl) et/ou une vitesse de comparaison (VVgl) de la bande métallique (100) dans le four de recuit (200) à l'aide du modèle assisté
par ordinateur (220) en fonction de la propriété matérielle réelle (MEIst) qui a été mesurée après le passage et en fonction de l'information qui a été mise
à disposition (E) en ce qui concerne la bande métallique avant le four de recuit (200)
ou dans ce dernier ; et
- on adapte la distribution de température et/ou la vitesse de la bande métallique
(100) dans le four de recuit (200) à la distribution de température de comparaison
(Tvgi) et/ou à la vitesse de comparaison (VVgl) par l'intermédiaire d'une adaptation appropriée du modèle assisté par ordinateur
; dans lequel l'adaptation du modèle assisté par ordinateur n'a lieu qu'après le passage
d'au moins la bande métallique dans son ensemble, de manière facultative également
de plusieurs bandes métalliques à travers le four de recuit (200) ;
et par le fait que
l'étape de l'adaptation du modèle assisté par ordinateur comprend les étapes partielles
suivantes dans lesquelles :
on mesure une distribution de température réelle (Tist) et/ou une vitesse réelle (VIst) de la bande métallique (100) dans le four de recuit (200) ;
on compare la distribution de température réelle (TIst) à la distribution de température de comparaison (TVgl) qui a été calculée et on détermine un écart de température (ΔT) ; et/ou
on compare la vitesse réelle (VIst) de la bande métallique (100) dans le four de recuit (200) à la vitesse de comparaison
(VVgl) et on détermine un écart de vitesse (ΔV) ;
on calcule au moins une valeur d'adaptation appropriée (a) à des fins d'adaptation
du modèle assisté par ordinateur (220) sur la base de l'écart de température (ΔT)
et/ou de l'écart de vitesse (ΔV) ;
on adapte le modèle assisté par ordinateur (220) sur la base de la valeur d'adaptation
(a) ; et
on calcule une nouvelle fois la distribution de température de consigne (TSoll) et/ou la vitesse de consigne (VSoll) d'une nouvelle bande métallique (100) à l'aide du modèle assisté par ordinateur
(220) qui a été adapté.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le calcul de la distribution de température de consigne et/ou de la vitesse de consigne
de la bande métallique a lieu tant que ledit au moins un point ou ledit au moins un
tronçon de la bande métallique, auquel se rapporte la propriété matérielle de consigne
désirée (MESoll) de la bande métallique, se trouve encore avant le four de recuit (200) ou dans ce
dernier.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le modèle assisté par ordinateur (220), au cours du calcul de la distribution de
température de consigne (TSoll) et/ou de la vitesse de consigne (VSoll), se réfère à une banque de données d'expérience, à un modèle statistique ou à des
courbes de recuit qui ont été déposées.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on mesure la propriété matérielle réelle de la bande métallique après le passage
de la bande métallique (100) à travers le four de recuit, directement en ligne ou
à partir d'un échantillon qui a été prélevé de la bande métallique.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on répète les étapes selon l'une quelconque des revendications précédentes avec
le modèle assisté par ordinateur qui a été adapté lors du recuit d'une bande métallique
future (100).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, en ce qui concerne les informations (E) qui ont été fournies en ce qui concerne
la bande métallique (100) avant le four de recuit (200) ou dans ce dernier, il s'agit
par exemple :
- de sa résistance à la traction et/ou de sa limite apparente d'élasticité avant une
chaîne de galvanisation en continu CGL avant une chaîne de recuit en continu CAL,
dans une chaîne de décapage ou avant une bobineuse ;
- de la température de la bobineuse ;
- de la température de laminage final de la bande métallique à la sortie d'un train
finisseur ;
- de la température d'entrée de la brame, à partir de laquelle on fabrique la bande
métallique, à l'entrée d'un train finisseur ;
- de la vitesse de la bande métallique à sa sortie de la dernière cage du train finisseur
;
- de la force de laminage dans une cage de dressage ;
- des forces de laminage au cours du laminage à froid ;
- des forces de laminage au cours du laminage à chaud ;
- de la température d'entrée de la brame dans une cage dégrossisseuse avant le train
finisseur ;
- du degré de laminage à froid ;
- de la composition de la matière première, en particulier de l'acier de la bande
métallique, de manière plus particulière de sa fraction de carbone ; et/ou
- de la force de dressage qu'exerce le dispositif d'aplanissage avant le CGL / CAL.