| (19) |
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(11) |
EP 3 642 439 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.06.2021 Patentblatt 2021/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.06.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/064961 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/233806 (27.12.2018 Gazette 2018/52) |
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| (54) |
SPINDELANTRIEB MIT INTEGRIERTER VERRIEGELUNGSEINRICHTUNG
SPINDLE DRIVE WITH INTEGRATED LOCKING DEVICE
ENTRAÎNEMENT À BROCHE INTÉGRANT UN SYSTÈME DE VERROUILLAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.04.2020 Patentblatt 2020/18 |
| (73) |
Patentinhaber: Gebr. Bode GmbH & Co. KG |
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34123 Kassel (DE) |
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Erfinder: |
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- LINNENKOHL, Lars
34123 Kassel (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Bauer Vorberg Kayser |
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Partnerschaft mbB
Goltsteinstraße 87 50968 Köln 50968 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2013/045099
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DE-U1-202008 011 655
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Spindelantrieb für ein anzutreibendes Element,
insbesondere ein Tür- und/oder ein Fensterelement eines Fahrzeugs, mit integrierter
Verriegelung zur Verriegelung des anzutreibenden Elements, aufweisend eine in Längsrichtung
ausgebildete Spindel mit einer auf der Spindel angeordneten zwischen einer Öffnungsposition
und einer Schließposition verlagerbar ausgebildeten Spindelmutter, wobei die Spindelmutter
eine Verriegelungseinrichtung trägt, die in Schließposition mit einer ortsfest angeordneten
Fanghülse im Eingriff und mit dieser formschlüssig verriegelbar ist.
[0002] Spindelantriebe mit einer Spindel und einer auf der Spindel in Spindellängsrichtung
verlagerbar angeordneten Spindelmutter sind grundsätzlich bekannt. Derartige Spindelantriebe
werden vorzugsweise für das Öffnen und/oder Schließen von Schiebetüren verwendet.
Durch eine Drehbewegung der Spindel um die Spindellängsrichtung ist die Spindelmutter
in Längsrichtung verlagerbar, um vorzugsweise eine mit der Spindelmutter direkt oder
über einen Mitnehmer verbundene Schiebetüre zwischen einer Öffnungsposition und einer
Schließposition zu verlagern. Ein derartiger Spindelantrieb ist in der
DE 20 2008 011 655 U1 offenbart.
[0003] Neben der Verlagerung der Schiebetüre über die Spindelmutter sind zum Verriegeln
der Schiebetüre in der Schließposition in der Regel Verriegelungseinrichtungen vorgesehen.
Die Verriegelung der Schiebetüre in der Schließposition kann vorzugsweise über einen
in ein Drehfallenschloss einschwenkbaren Bolzen erfolgen. Derartige Verriegelungsmechanismen
können aufgrund der Drehbewegung des Bolzens einen erhöhten Bauraumbedarf aufweisen.
Weiterhin ist bekannt, dass eine Verriegelung der Schiebetüre und/oder der Spindel
über eine Motorbremse des Spindelantriebs erfolgen kann. Die Motorbremse kann die
Antriebseinrichtung zusätzlich belasten.
[0004] Die
WO 2013/045099 A1 beschreibt eine Antriebsordnung für ein Verstellelement eines Kraftfahrzeugs, wobei
eine in den Antriebsstrang geschaltete Kupplungsanordnung mit einem Antriebsanschluss
und einem Abtriebsanschluss vorgesehen ist, wobei die Kupplungsanordnung jedenfalls
eine antriebsseitig eingeleitete Bewegung zu dem Antriebsanschluss durchleitet und
eine Bremsanordnung zum Bremsen einer abtriebsseitig eingeleiteten Bewegung aufweist.
Eine Verriegelung im obigen Sinne ist mit einer solchen Antriebsordnung nicht realisierbar.
[0005] Es besteht ein regelmäßiges Bedürfnis, den Spindelantrieb für ein anzutreibendes
Element mit einer Verriegelungseinrichtung weiterzuentwickeln, um den Bauraumbedarf
der Verriegelungseinrichtung zu reduzieren. Zudem sollen die Kosten eines Spindelantriebs
mit einer Verriegelungseinrichtung reduziert werden.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Spindelantrieb bereitzustellen,
über den ein angetriebenes Element, vorzugsweise ein Tür- und/oder Fensterelement,
verlagerbar und in einfacher Weise in einer Schließposition verriegelbar ist, wobei
der Bauraum und die Teilevielfalt des Spindelantriebs mit der Verriegelungseinrichtung
reduziert werden kann. Zudem soll der Spindelantrieb kosten- und wartungsarm sein.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Spindelantrieb mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte und/oder bevorzugte Ausgestaltungen beziehungsweise
Weiterbildungen der Erfindung sind jeweils in den Unteransprüchen angegeben, die jeweils
einzeln oder in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können.
[0008] Erfindungsgemäß ist ein Spindelantrieb für ein anzutreibendes Element, insbesondere
ein Tür- und/oder Fensterelement eines Fahrzeugs, mit integrierter Verriegelung zur
Verriegelung des anzutreibenden Elements vorgesehen, aufweisend eine in Längsrichtung
ausgebildete Spindel, die um deren Längsachse verdrehbar ausgebildet ist, mit einer
auf der Spindel angeordneten Spindelmutter, die durch eine Rotationsbewegung der Spindel
um deren Längsachse in Längsrichtung zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließposition
verlagerbar angeordnet ist, eine auf der Spindelmutter angeordnete Verriegelungseinrichtung,
die wenigstens einen Kugelträger mit einer Aufnahmeöffnung für ein Kugelelement, ein
in der Aufnahmeöffnung angeordnetes Kugelelement und eine auf dem Kugelträger angeordnete
Verriegelungshülse umfasst, die in der Schließposition zwischen einer die Aufnahmeöffnung
zumindest teilweise versperrende Verriegelungsposition und einer die Aufnahmeöffnung
freigebende Entriegelungsposition relativ zum Kugelträger beschränkt verlagerbar ausgebildet
ist, und eine ortsfest gelagerte Fanghülse zur Verriegelung mit der Verriegelungseinrichtung,
die in Schließposition zumindest abschnittsweise mit der Verriegelungseinrichtung
zwischen der Spindel und dem Kugelträger im Eingriff ist, und in der Verriegelungsposition
die Fanghülse über das Kugelelement mit der Verriegelungshülse formschlüssig verriegelbar
ist.
[0009] Es ist somit ein Aspekt der Erfindung, dass der Spindelantrieb eine in Längsrichtung
ausgebildete Spindel mit einer auf der Spindel angeordneten, zwischen einer Öffnungsposition
und einer Schließposition durch eine Drehbewegung der Spindel um deren Längsachse
verlagerbare, Spindelmutter aufweist. Die Spindelmutter ist vorzugsweise direkt oder
über einen Mitnehmer mit einem anzutreibenden Element, insbesondere einem Tür- und/oder
Fensterelement verbunden, so dass dieses ebenfalls entsprechend verlagerbar ist. Ein
Tür- und/oder Fensterelement ist vorzugsweise ein Schiebeelement, und besonders bevorzugt
eine Schiebetüre und/oder ein Fensterflügel. Die Spindel ist vorzugsweise über eine
mit der Spindel gekoppelte Antriebseinrichtung um deren Längsachse rotierbar ausgebildet.
[0010] Auf der Spindelmutter ist eine Verriegelungseinrichtung angeordnet, die mit einer
ortsfest angeordneten Fanghülse in der Schließposition der Spindelmutter in Eingriff
bringbar ist. Die Spindelmutter ist somit nicht nur Träger des anzutreibenden Elements,
sondern auch gleichzeitig Träger der Verriegelungseinrichtung.
[0011] Die Verriegelungseinrichtung umfasst wenigstens einen Kugelträger, der vorzugsweise
auf einer in Längsrichtung der Spindelmutter ausgerichteten Spindelmutterstirnseite
angeordnet ist. Somit kann die Verriegelungseinrichtung auf der Spindelmutter befestigt
werden. Der Kugelträger weist eine Aufnahmeöffnung für ein Kugelelement auf, in die
ein Kugelelement angeordnet ist. Auf dem Kugelträger ist eine Verriegelungshülse angeordnet,
die in der Schließposition der Spindelmutter zwischen einer die Aufnahmeöffnung zumindest
teilweise versperrende Verriegelungsposition und einer die Aufnahmeöffnung freigebende
Entriegelungsposition relativ zum Kugelträger beschränkt verlagerbar ausgebildet ist.
Die Verriegelungshülse ist somit ausschließlich in der Schließposition der Spindelmutter
zwischen der Entriegelungsposition und der Verriegelungsposition verlagerbar.
[0012] In der Schließposition der Spindelmutter ist die ortsfest gelagerte Fanghülse zur
Verriegelung mit der Verriegelungseinrichtung zumindest abschnittsweise mit der Verriegelungseinrichtung
im Eingriff, wobei die Fanghülse zumindest abschnittsweise zwischen der Spindel und
dem Kugelträger angeordnet ist. Die Spindel ist somit durch die Verriegelungseinrichtung,
insbesondere den Kugelträger einerseits und die ortsfest angeordnete Fanghülse andererseits
geführt. Auf diese Weise wird ein Spindelantrieb mit einer integrierten Verriegelungseinrichtung
bereitgestellt, die in Längsrichtung der Spindel ausgebildet ist, wodurch der Bauraum
des Spindelantriebs mit der integrierten Verriegelungseinrichtung reduziert werden
kann.
[0013] Nachdem die Spindelmutter durch eine Rotation der Spindel um die Spindellängsachse
in die Schließposition verlagert und im Eingriff mit der Fanghülse gebracht ist, ist
die auf dem Kugelträger angeordnete Verriegelungshülse zur Verriegelung der Fanghülse
mit der Verriegelungseinrichtung von der Entriegelungsposition in die Verriegelungsposition
verlagerbar, wodurch diese die Aufnahmeöffnung versperrt, das in der Aufnahmeöffnung
angeordnete Kugelelement verlagert und die Fanghülse über das Kugelelement mit der
Verriegelungshülse formschlüssige verriegelt.
[0014] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass der Kugelträger als
Kugelträgerhülse ausgebildet ist und die Aufnahmeöffnung in einer Richtung senkrecht
zur Längsrichtung der Kugelträgerhülse angeordnet ist und eine in radialer Richtung
nach innen gerichtete innere Öffnung und eine in radialer Richtung nach außen gerichtete
äußere Öffnung aufweist, und das Kugelelement derart in der Aufnahmeöffnung verlagerbar
ist, dass es zumindest abschnittsweise durch die äußere Öffnung und/oder zumindest
abschnittsweise durch die innere Öffnung geführt ist. Die innere Öffnung ist somit
auf einer der Spindel zugewandten Seite ausgebildet und die äußere Öffnung auf einer
der Spindel abgewandten Seite angeordnet. Ein Durchmesser des Kugelelements ist größer
als ein Abstand zwischen der äußeren Öffnung und der inneren Öffnung. Somit kann das
Kugelelement zumindest abschnittsweise durch die innere Öffnung und/oder die äußere
Öffnung geführt sein. In der Verriegelungsposition der Verriegelungshülse ist die
Aufnahmeöffnung und somit die äußere Öffnung versperrt. Das Kugelelement ist somit
abschnittsweise durch die innere Öffnung geführt und kann einen Formschluss mit der
zwischen dem Kugelträger und der Spindel angeordneten Fanghülse bilden. In der Entriegelungsposition
gibt die Verriegelungshülse die äußere Öffnung frei, so dass das Kugelelement zumindest
teilweise über die äußere Öffnung geführt werden kann. Der Formschluss über das Kugelelement
zwischen der Fanghülse und der Verriegelungshülse kann somit aufgehoben werden.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Durchmesser
der inneren Öffnung gleich oder verschieden von einem Durchmesser der äußeren Öffnung
ist. Somit ist grundsätzlich vorgesehen, dass der Durchmesser der inneren Öffnung
gleich dem Durchmesser der äußeren Öffnung ist. Eine derartige Aufnahmeöffnung kann
in einfacher Weise durch eine Bohrung ausgebildet werden. Es ist aber auch möglich,
dass der Durchmesser der inneren Öffnung von dem Durchmesser der äußeren Öffnung verschieden
ist. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass der Durchmesser der äußeren Öffnung
größer als der Durchmesser der inneren Öffnung ist. Auf diese Weise kann durch den
Umfang der inneren Öffnung ein Anschlag für das Kugelelement gebildet werden. Der
reduzierte Durchmesser der inneren Öffnung kann somit eine Verliersicherung für das
Kugelelement auf einer der Spindel zugewandten Seite des Kugelträgers bereitstellen.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verriegelungshülse
einen sich in Längsrichtung erstreckenden Freigabeabschnitt und einen in Längsrichtung
angrenzenden Verriegelungsabschnitt aufweist, wobei der Freigabeabschnitt gegenüber
dem Verriegelungsabschnitt ausgehend von einer der Spindelmutter abgewandten Stirnseite
einen aufgeweiteten Innendurchmesser aufweist. In der Entriegelungsposition versperrt
der Freigabeabschnitt zumindest abschnittweise die Aufnahmeöffnung und/oder die äußere
Öffnung, wobei aufgrund des aufgeweiteten Innendurchmessers das Kugelelement zumindest
abschnittsweise über die äußere Öffnung geführt werden kann. Durch Überdeckung des
Freigabeabschnitts der Aufnahmeöffnung in der Entriegelungsposition wird einerseits
eine Verliersicherung, insbesondere eine äußere Verliersicherung, für das Kugelelement
bereitgestellt. Andererseits kann das Kugelelement zumindest teilweise durch die äußere
Öffnung verlagert werden, wodurch der Formschluss zwischen Fanghülse und Verriegelungshülse
gelöst werden kann.
[0017] In diesem Zusammenhang liegt eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung darin, dass
zwischen dem Freigabeabschnitt und dem Verriegelungsabschnitt auf einer in radialer
Richtung nach innen gerichteten Seite der Verriegelungshülse ein Anschlag ausgebildet
ist, der vorzugsweise bezogen auf die Längsachse geneigt ausgebildet ist. Der Übergang
zwischen dem aufgeweiteten Innendurchmessers im Freigabeabschnitt und dem Innendurchmesser
des Verriegelungsabschnitts bildet somit den Anschlag aus, wobei der Anschlag vorzugsweise
geneigt ausgebildet ist oder eine umlaufende Fase aufweist. Bei einer Verlagerung
der Verriegelungshülse von der Entriegelungsposition in die Verriegelungsposition
kann der geneigte Anschlag in einfacher Weise das über die äußeren Öffnung geführte
Kugelelement in radialer Richtung in Richtung der Spindelachse zur formschlüssigen
Verbindung und/oder Verriegelung der Verriegelungshülse mit der Fanghülse verlagern.
[0018] Die Verriegelungshülse ist zwischen der Verriegelungsposition und der Entriegelungsposition
vorzugsweise in Längsrichtung auf dem Kugelträger verlagerbar angeordnet. Hierzu kann
vorzugsweise eine mechanische Beschränkung vorgesehen sein, die beliebig ausgebildet
sein kann. Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass auf einer
äußeren Mantelfläche des Kugelträgers zwischen der Aufnahmeöffnung und auf einer der
Spindelmutter abgewandten ersten Kugelträgerstirnseite ein Ringelement, vorzugsweise
ein Sprengring, angeordnet ist, das vorzugsweise in einer auf der äußeren Mantelfläche
ausgebildeten umlaufenden ersten Nut angeordnet ist. Das Ringelement bildet einen
kugelträgerseitigen Anschlag aus, der die Verlagerung der Verriegelungshülse in der
Verriegelungsposition begrenzt, wobei der Anschlag der Verriegelungshülse vorzugsweise
gegen das Ringelement anliegt.
[0019] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass der Kugelträger auf
einer der Spindelmutter zugewandten zweiten Kugelträgerstirnseite ein Flanschelement
aufweist. Das Flanschelement kann die Verlagerung der Verriegelungshülse in der Entriegelungsposition
begrenzen. Somit ist die Verriegelungshülse vorzugsweise auf dem Kugelträger zwischen
dem Ringelement und dem Flanschelement verlagerbar. Das Flanschelement kann weiter
als Befestigungselement zur Anordnung und/oder Befestigung des Kugelträgers auf der
Spindelmutter dienen. Geeignete Befestigungsmittel können durch das Flanschelement
geführt und mit Spindelmutter verbunden werden. Befestigungsmittel können vorzugsweise
Schrauben und/oder Niete sein, wobei die Befestigungsmittel nicht darauf beschränkt
sind.
[0020] Grundsätzlich kann die Verriegelungshülse über ein Bedienelement zwischen der Verriegelungsposition
und der Entriegelungsposition verlagert werden. Eine vorteilhafte Weiterbildung der
Erfindung liegt darin, dass die Verriegelungshülse gegen eine Federkraft eines ersten
Federelements von der Verriegelungsposition in die Entriegelungsposition verlagerbar
ist. Die Verriegelungshülse wird somit automatisch über die Federkraft des ersten
Federelements in der Verriegelungsposition gehalten und muss zur Verlagerung in die
Entriegelungsposition gegen die Federkraft des ersten Federelements verlagert werden.
[0021] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass sich das erste Federelement gegen das Flanschelement
des Kugelträgers abstützt. Auf diese Weise kann eine kompakte vorspannbare Verriegelungseinrichtung
bereitgestellt werden, die in einfacher Weise auf die Spindelmutter befestigbar ist.
[0022] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass zwischen dem Kugelträger
und der Spindel ein Federboden angeordnet ist, der in der Entriegelungsposition der
Verriegelungshülse in Längsrichtung zwischen einer ersten, die Aufnahmeöffnung zumindest
teilweise versperrende, Position und einer zweiten, die Aufnahmeöffnung freigebende,
Position verlagerbar angeordnet ist. In der ersten Position versperrt der Federboden
die Aufnahmeöffnung und/oder innere Öffnung, so dass das Kugelelement nicht über die
innere Öffnung geführt ist. Vielmehr ist das Kugelelement zumindest teilweise durch
die äußere Öffnung geführt und wird vorzugsweise über den Freigabeabschnitt der Verriegelungshülse
in der Aufnahmeöffnung gehalten. In der zweiten Position gibt der Federboden die Aufnahmeöffnung
und/oder die innere Öffnung frei, so dass das Kugelelement zumindest abschnittsweise
über die innere Öffnung verlagerbar ist. Die Verriegelungshülse kann von der Entriegelungsposition
in die Verriegelungsposition verlagert werden, und die äußere Öffnung abdecken beziehungsweise
versperren. Der Federboden kann somit eine innenliegende Verliersicherung für das
Kugelelement bereitstellen.
[0023] In diesem Zusammenhang liegt eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung darin, dass
der Federboden gegen eine Federkraft eines zweiten Federelements von der ersten Position
in die zweite Position verlagerbar ist. Somit wird der Federboden in der ersten, die
Aufnahmeöffnung und/oder innere Öffnung versperrende, Position automatisch durch die
Federkraft des zweiten Federelements gehalten. Das zweite Federelement stützt sich
vorzugsweise gegen die Spindelmutterstirnseite ab.
[0024] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Federboden in der
ersten Position die Verriegelungshülse in der Entriegelungsposition vorgespannt hält.
Der Federboden ist vorzugsweise über die Federkraft des zweiten Federelements in der
ersten Position gehalten, wodurch die innere Öffnung versperrt ist. Das in der Aufnahmeöffnung
angeordnete Kugelelement ist somit über die äußere Öffnung geführt. Die Verriegelungshülse
ist über das erste Federelement vorgespannt und liegt in der Entriegelungsposition
vorzugsweise mit dem Anschlag gegen das Kugelelement an. Durch eine Verlagerung des
Federbodens von der ersten Position in die zweite Position wird die innere Öffnung
freigegeben. Das Kugelelement ist somit zumindest abschnittsweise durch die innere
Öffnung verlagerbar, so dass die vorgespannte Federkraft des ersten Federelements
die Verriegelungshülse von der Entriegelungsposition in die Verriegelungsposition
verlagern kann. Auf diese Weise kann eine schnell auslösbare und direkt ansprechende
mechanische Verriegelungseinrichtung bereitgestellt werden. Diese ist vergleichbar
mit einem Schnappverschluss.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Fanghülse
wenigstens einen Befestigungsabschnitt und einen Verrastungsabschnitt aufweist, wobei
der Verrastungsabschnitt auf einer äußeren Umfangsfläche eine in Umfangsrichtung ausgebildete
zweite Nut aufweist. Der Verrastungsabschnitt ist somit vorzugsweise mit der Verriegelungseinrichtung
in Eingriff bringbar. Hierzu greift der Verrastungsabschnitt der Fanghülse vorzugsweise
zwischen einen an der ersten Kugelträgerstirnseite zwischen der Spindel und dem Kugelträger
ausgebildeten Spalt ein. Der Federboden wird dadurch von der ersten Position vorzugsweise
gegen die Federkraft des zweiten Elements in die zweite Position verlagert. Die zweite
Nut ist im Bereich der inneren Öffnung angeordnet, so dass das Kugelelement über die
innere Öffnung zumindest abschnittsweise hinausragt und in die zweite Nut eingreifen
kann. Durch eine Verlagerung der Verriegelungshülse von der Entriegelungsposition
in die Verriegelungsposition, wodurch die äußere Öffnung versperrt wird, kann über
das Kugelelement ein Formschluss zwischen der Fanghülse und dem Verriegelungshülse
in einfacher Weise bereitgestellt werden.
[0026] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen
dem Befestigungsabschnitt und dem Verrastungsabschnitt ein Dämpfungselement angeordnet
ist, gegen das vorzugsweise die erste Kugelträgerstirnseite in Schließposition anliegt.
Auf diese Weise können Stöße beim Schließvorgang und/oder beim Eingriff der Fanghülse
mit der Verriegelungseinrichtung in einfacher Weise gedämpft werden.
[0027] Grundsätzlich kann die Verriegelungshülse über ein Betätigungselement zwischen der
Verriegelungsposition und der Entriegelungsposition verlagert werden. Eine vorteilhafte
Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass die Verriegelungshülse mit der Spindelmutter
über ein auf der Spindelmutter verlagerbar ausgebildetes Auslöseblech verbunden ist,
und das Auslöseblech über die Spindelmutter verlagerbar ist, so dass die Verriegelungshülse
zwischen der Entriegelungsposition und der Verriegelungsposition verlagerbar ist.
[0028] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass über einen Endschalter
die Verriegelungsposition der Verriegelungshülse in der Schließposition erfassbar
ist. Der Endschalter kann vorzugsweise ein Schnappschalter sein. Er ist jedoch nicht
darauf begrenzt, sondern kann auch anderweitig ausgebildet sein. Der Endschalter kann
vorzugsweise Informationen dahingehend bereitstellen, dass bevor der Antrieb für eine
Rotation der Spindel um die Spindellängsachse zur Verlagerung der Spindelmutter ausübbar
ist, zunächst die formschlüssige Verriegelung zwischen Fanghülse und Verriegelungshülse
zu lösen ist.
[0029] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass an der Verriegelungshülse
und/oder am Auslöseblech ein Seilzug für eine Notentriegelung der Verriegelungshülse
angeordnet ist. Auf diese Weise kann in einem Notfall in einfacher Weise die Verriegelungshülse
von der Verriegelungsposition in die Entriegelungsposition verlagert werden, wodurch
der Formschluss zwischen der Fanghülse und der Verriegelungshülse über das Kugelelement
aufgehoben werden kann.
[0030] Grundsätzlich ist es ausreichend, wenn für den Formschluss ein verlagerbar angeordnetes
Kugelelement in einer Aufnahmeöffnung des Kugelträgers angeordnet ist. Eine bevorzugte
Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass der Kugelträger eine Mehrzahl in Umfangsrichtung
zueinander beabstandet angeordnete Aufnahmeöffnungen mit entsprechenden Kugelelementen
aufweist. Auf diese Weise kann eine gleichmäßige formschlüssige Verriegelung zwischen
der Fanghülse und der Verriegelungshülse bereitgestellt werden.
[0031] Die Erfindung betrifft zudem eine Verwendung des erfindungsgemäßen Spindelantriebs
mit integrierter Verriegelung zur Verriegelung eines Tür- und/oder Fensterelements
in einem Fahrzeug, insbesondere in einem Kraftfahrzeug und/oder schienengebundenen-Fahrzeug,
wobei das Tür- und/oder Fensterelement mit der Spindelmutter direkt und/oder über
einen Verbindungselement verbunden ist.
[0032] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Die Ausführungsbeispiele
sind nicht einschränkend, sondern vielmehr als beispielhaft zu verstehen, und sollen
den Fachmann in die Lage versetzen, die Erfindung auszuführen. Der Anmelder behält
sich vor, einzelne oder mehrere der in den Ausführungsbeispielen offenbarten Merkmale
zum Gegenstand von Patentansprüchen zu machen oder solche Merkmale in bestehende Patentansprüche
aufzunehmen. Die Ausführungsbeispiele werden anhand von Figuren näher erläutert.
[0033] Es zeigen:
Fig. 1: eine Ansicht des Spindelantriebs mit integrierter Verriegelung in Schließposition
und im verriegelten Zustand, gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2: einen Längsschnitt durch den Spindelantrieb in einer Öffnungsposition, gemäß
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
Fig. 3: einen Längsschnitt durch den Spindelantrieb in der Schließposition und im
verriegelten Zustand, gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0034] Die Figur 1 zeigt eine Ansicht eines Spindelantriebs 10 für ein anzutreibendes Element,
insbesondere ein Tür- und/oder Fensterelement eines Fahrzeugs, mit integrierter Verriegelung
zur Verriegelung des anzutreibenden Elements. Der Spindelantrieb 10 weist eine in
Längsrichtung ausgebildete Spindel 12 mit einer auf der Spindel 12 angeordneten, zwischen
einer Öffnungsposition und einer Schließposition durch eine Drehbewegung der Spindel
12 um deren Längsachse 14 verlagerbare, Spindelmutter 16 auf. Die Spindelmutter 16
ist direkt oder über einen Mitnehmer mit einem anzutreibenden Element, insbesondere
einem Tür- und/oder Fensterelement verbindbar, so dass das anzutreibende Element ebenfalls
entsprechend verlagerbar ist. Die Spindel 12 ist vorzugsweise über eine mit der Spindel
12 gekoppelte Antriebseinrichtung (nicht dargestellt) um deren Längsachse 14 rotierbar
ausgebildet.
[0035] Auf einer in Längsrichtung der Spindel 12 ausgerichteten Spindelmutterstirnseite
18 der Spindelmutter 16 ist eine Verriegelungseinrichtung 20 angeordnet, die vorliegend
der Übersicht halber beabstandet zur Spindelmutter 16 dargestellt ist. Die Spindelmutter
16 ist vorliegend in der Schließposition dargestellt, wobei die Verriegelungseinrichtung
20 mit einer ortsfest angeordneten Fanghülse 22 in Eingriff gebracht ist. Die Fanghülse
22 ist auf einer Gehäusebefestigung 24 zur Anordnung an einem Gehäuse befestigt. Die
Spindelmutter 16 ist somit nicht nur Träger des anzutreibenden Elements, sondern auch
gleichzeitig Träger der Verriegelungseinrichtung 20.
[0036] Die Verriegelungseinrichtung 20 umfasst wenigstens einen Kugelträger 26, der auf
der in Längsrichtung der Spindelmutter 16 ausgerichteten Spindelmutterstirnseite 18
angeordnet ist. Somit kann die Verriegelungseinrichtung 20 in einfacher Weise auf
der Spindelmutter 16 befestigt werden. Der Kugelträger 26 weist eine Aufnahmeöffnung
28 für ein Kugelelement 30 auf, in die ein Kugelelement 30 beschränkt verlagerbar
angeordnet ist. Die Aufnahmeöffnung 28 und das Kugelelement 30 sind in Figur 1 durch
die auf dem Kugelträger 26 angeordnete Verriegelungshülse 32 versperrt. Die Verriegelungshülse
32 ist in der Schließposition der Spindelmutter 16 zwischen einer die Aufnahmeöffnung
28 zumindest teilweise versperrende Verriegelungsposition und einer die Aufnahmeöffnung
28 freigebende Entriegelungsposition relativ zum Kugelträger 26 beschränkt in Längsrichtung
der Spindel verlagerbar ausgebildet. Somit ist die Verriegelungshülse 32 ausschließlich
in der Schließposition der Spindelmutter 16 zwischen der Entriegelungsposition und
der Verriegelungsposition verlagerbar.
[0037] In der Schließposition der Spindelmutter 16 ist die ortsfest gelagerte Fanghülse
22 zur Verriegelung mit der Verriegelungseinrichtung 20 zumindest abschnittsweise
mit der Verriegelungseinrichtung 20 im Eingriff, wobei die Fanghülse 22 zumindest
abschnittsweise zwischen der Spindel 12 und dem Kugelträger 26 angeordnet ist. Die
Spindel 12 ist somit durch die Verriegelungseinrichtung 20, insbesondere den Kugelträger
26 einerseits und die ortsfest angeordnete Fanghülse 22 andererseits geführt. Auf
diese Weise wird ein Spindelantrieb 10 mit einer integrierten Verriegelung bereitgestellt,
die in Längsrichtung der Spindel 12 ausgebildet ist, wodurch der Bauraum des Spindelantriebs
10 mit der integrierten Verriegelung reduziert werden kann.
[0038] Die Spindelmutter 16 ist durch eine Rotation der Spindel 12 um deren Längsachse 14
in die Schließposition verlagert. Die Verriegelungseinrichtung 20 ist im Eingriff
mit der Fanghülse 22, und die auf dem Kugelträger 26 angeordnete Verriegelungshülse
32 ist in die Verriegelungsposition verlagert, wodurch diese die Aufnahmeöffnung 28
versperrt, das in der Aufnahmeöffnung 28 angeordnete Kugelelement 30 verlagert und
die Fanghülse 22 über das Kugelelement 30 mit der Verriegelungshülse 32 formschlüssige
verriegelt.
[0039] Die Figuren 2 und 3 zeigen jeweils einen Längsschnitt durch den Spindelantrieb 10,
wobei in Figur 2 die Spindelmutter 16 in einer Öffnungsposition gezeigt ist und in
Figur 3 die Spindelmutter 16 in der Schließposition dargestellt ist.
[0040] Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, ist der Kugelträger 26 als Kugelträgerhülse ausgebildet.
Die Aufnahmeöffnung 28 ist in einer Richtung senkrecht zur Längsrichtung 14 der Kugelträgerhülse
angeordnet ist und weist eine in radialer Richtung nach innen gerichtete innere Öffnung
34 und eine in radialer Richtung nach außen gerichtete äußere Öffnung 36 auf. Das
Kugelelement 30 ist derart in der Aufnahmeöffnung 28 verlagerbar, dass es zumindest
abschnittsweise durch die äußere Öffnung 36 und/oder zumindest abschnittsweise durch
die innere Öffnung 34 geführt ist. Die innere Öffnung 34 ist somit auf einer der Spindel
12 zugewandten Seite ausgebildet und die äußere Öffnung 36 ist auf einer der Spindel
12 abgewandten Seite angeordnet. Ein Durchmesser des Kugelelements 30 ist größer als
ein Abstand zwischen der äußeren Öffnung 36 und der inneren Öffnung 34. Der Durchmesser
der inneren Öffnung 34 ist gleich dem Durchmesser der äußeren Öffnung 36. Eine derartige
Aufnahmeöffnung 28 kann in einfacher Weise durch eine Bohrung ausgebildet werden.
[0041] Auf einer äußeren Mantelfläche 38 des Kugelträgers 26 ist zwischen der Aufnahmeöffnung
28 und auf einer der Spindelmutter 16 abgewandten ersten Kugelträgerstirnseite 40
ein Ringelement 42 in einer auf der äußeren Mantelfläche 38 ausgebildeten umlaufenden
ersten Nut 44 angeordnet. Das Ringelement 42 bildet somit einen kugelträgerseitigen
Anschlag aus.
[0042] Auf einer der Spindelmutter 16 zugewandten zweiten Kugelträgerstirnseite 46 weist
der Kugelträger 26 ein Flanschelement 48 auf. Über das Flanschelement 48 kann der
Kugelträger 26 vorzugsweise in einfacher Weise mit der Spindelmutter 16 verbunden
werden.
[0043] Zwischen dem Kugelträger 26 und der Spindel 12 ist ein Federboden 50 angeordnet,
der in der Entriegelungsposition der Verriegelungshülse 32 in Längsrichtung zwischen
einer ersten, die Aufnahmeöffnung 28 zumindest teilweise versperrende, Position und
einer zweiten, die Aufnahmeöffnung 28 freigebende, Position verlagerbar angeordnet
ist. Vorliegend ist der Federboden 50 in der ersten Position dargestellt. In der ersten
Position versperrt der Federboden 50 die Aufnahmeöffnung 28 und/oder innere Öffnung
34, so dass das in der Aufnahmeöffnung 28 angeordnete Kugelelement 30 nicht über die
innere Öffnung 34 geführt werden kann. Das Kugelelement 30 ist somit zumindest teilweise
durch die äußere Öffnung 36 geführt. Der Federboden 50 stellt somit eine innenliegende
Verliersicherung für das Kugelelement 30 in der Entriegelungsposition bereit.
[0044] Der Federboden 50 ist gegen eine Federkraft eines zweiten Federelements 52 von der
ersten Position in die zweite Position verlagerbar. Somit ist der Federboden 50 in
der ersten, die Aufnahmeöffnung 28 und/oder innere Öffnung 34 versperrende, Position
automatisch gehalten. Das zweite Federelement 52 stützt sich vorzugsweise gegen die
Spindelmutterstirnseite 18 der Spindelmutter 16 ab.
[0045] Die Verriegelungshülse 32 ist auf dem Kugelträger 26 zwischen der Entriegelungsposition
und der Verriegelungsposition verlagerbar angeordnet, wobei die Verriegelungshülse
32 vorliegend in der Entriegelungsposition gezeigt ist. Die Verriegelungshülse 32
weist einen sich in Längsrichtung erstreckenden Freigabeabschnitt 54 und einen in
Längsrichtung angrenzenden Verriegelungsabschnitt 56 auf, wobei der Freigabeabschnitt
54 gegenüber dem Verriegelungsabschnitt 56 ausgehend von der ersten Kugelträgerstirnseite
40 einen aufgeweiteten Innendurchmesser aufweist. In der Entriegelungsposition gibt
der Freigabeabschnitt 54 zumindest abschnittweise die Aufnahmeöffnung 28 und/oder
die äußere Öffnung 36 frei, wobei aufgrund des aufgeweiteten Innendurchmessers das
Kugelelement 30 zumindest abschnittsweise über die äußere Öffnung 34 geführt werden
kann. Durch Überdeckung des Freigabeabschnitts 54 der Aufnahmeöffnung 28 in der Entriegelungsposition
kann eine äußere Verliersicherung für das Kugelelement 30 bereitgestellt werden.
[0046] Zwischen dem Freigabeabschnitt 54 und dem Verriegelungsabschnitt 56 ist auf einer
in radialer Richtung nach innen gerichteten Seite der Verriegelungshülse 32 ein Anschlag
58 ausgebildet, der bezogen auf die Längsachse 14 geneigt ausgebildet ist. Der Übergang
zwischen dem aufgeweiteten Innendurchmessers im Freigabeabschnitt 54 und dem Innendurchmesser
des Verriegelungsabschnitts 56 bildet somit den Anschlag 58 aus.
[0047] Die Verriegelungshülse 32 ist gegen eine Federkraft eines ersten Federelements 60
von der Verriegelungsposition in die Entriegelungsposition verlagerbar, wobei sich
das erste Federelement 60 gegen das Flanschelement 48 abstützt.
[0048] In der Öffnungsposition der Spindelmutter 16 ist der Federboden 50 in der ersten
Position und die Verriegelungshülse 32 in der Entriegelungsposition. Der Federboden
50 ist über die Federkraft des zweiten Federelements 52 in der ersten Position gehalten,
wodurch die innere Öffnung 34 versperrt ist. Das in der Aufnahmeöffnung 28 angeordnete
Kugelelement 30 ist somit über die äußere Öffnung 36 geführt. Die Verriegelungshülse
32 ist über das erste Federelement 60 vorgespannt und liegt in der Entriegelungsposition
mit dem Anschlag 58 gegen das Kugelelement 30 an.
[0049] Die Fanghülse 22 weist wenigstens einen Befestigungsabschnitt 62 zur Befestigung
der Fanghülse 22 an der Gehäusebefestigung 24 und einen Verrastungsabschnitt 64 auf,
wobei der Verrastungsabschnitt 64 auf einer äußeren Umfangsfläche eine in Umfangsrichtung
ausgebildete zweite Nut 66 aufweist.
[0050] Figur 3 zeigt den Spindelantrieb 10 mit integrierter Verriegelung, wobei die Fanghülse
22 über das Kugelelement 30 formschlüssig mit der Verriegelungshülse 32 verriegelt
ist. Die Spindelmutter 16 ist somit in die Schließposition verlagert. Hierzu greift
der Verrastungsabschnitt 64 der Fanghülse 22 über einen an der ersten Kugelträgerstirnseite
40 zwischen der Spindel 12 und dem Kugelträger 26 ausgebildeten Spalt 65 ein und verlagert
den Federboden 50 gegen die Federkraft des zweiten Federelements 52 von der ersten
Position in die zweite Position. Die zweite Nut 66 ist in radialer Richtung zur Ausnahmeöffnung
28 ausgerichtet, so dass das Kugelelement 30 über die innere Öffnung 34 in die zweite
Nut 66 verlagerbar ist. Die vorgespannte Federkraft des ersten Federelements 60 verlagert
die Verriegelungshülse 32 automatisch von der Entriegelungsposition in die Verriegelungsposition,
wodurch die äußere Öffnung 36 von dem Verriegelungsabschnitt 56 der Verriegelungshülse
32 versperrt wird. Der Anschlag 58 stößt gegen das Ringelement 42 und begrenzt die
Verlagerung der Verriegelungshülse 32 in der Verriegelungsposition. Auf diese Weise
kann eine schnell auslösbare und direkt ansprechende mechanische Verriegelungseinrichtung
20 zur formschlüssigen Verriegelung der Fanghülse 22 mit der Verriegelungshülse 32
über das Kugelelement 30 bereitgestellt werden.
[0051] Zwischen dem Befestigungsabschnitt 62 und dem Verrastungsabschnitt 64 ist ein Dämpfungselement
68 angeordnet, gegen das die erste Kugelträgerstirnseite 40 in der Schließposition
anliegt. Auf diese Weise können Stöße beim Schließvorgang in einfacher Weise gedämpft
werden.
[0052] Eine Entriegelung erfolgt durch eine Verlagerung der Verriegelungshülse 32 von der
Verriegelungsposition in die Entriegelungsposition, wodurch die äußere Öffnung 36
freigegeben und der Formschluss aufgehoben werden. Das Kugelelement 30 ist somit zumindest
teilweise über die äußere Öffnung 36 verlagerbar. Der Verrastungsabschnitt 64 kann
aus dem Spalt 65 zwischen Kugelträger 26 und Spindel 12 geführt werden, wobei das
Kugelelement 30 zumindest abschnittsweise über die äußere Öffnung 36 geführt wird.
Über die Vorspannkraft des zweiten Federelements 48 wird der Federboden 50 von der
zweiten Position in die erste Position verlagert, wodurch die innere Öffnung 34 versperrt
wird. Durch das Versperren der inneren Öffnung 34 über den Federboden 50 ist das Kugelelement
30 zumindest abschnittsweise über die äußere Öffnung 36 geführt und hält die Verriegelungshülse
32 in der Entriegelungsposition in vorgespanntem Zustand.
Bezugszeichen
[0053]
- 10
- Spindelantrieb
- 12
- Spindel
- 14
- Längsachse
- 16
- Spindelmutter
- 18
- Spindelmutterstirnseite
- 20
- Verriegelungseinrichtung
- 22
- Fanghülse
- 24
- Gehäusebefestigung
- 26
- Kugelträger
- 28
- Aufnahmeöffnung
- 30
- Kugelelement
- 32
- Verriegelungshülse
- 34
- Innere Öffnung
- 36
- Äußere Öffnung
- 38
- Mantelfläche Kugelträger
- 40
- Erste Kugelträgerstirnseite
- 42
- Ringelement
- 44
- Erste Nut
- 46
- Zweite Kugelträgerstirnseite
- 48
- Flanschelement
- 50
- Federboden
- 52
- Zweites Federelement
- 54
- Freigabeabschnitt
- 56
- Verriegelungsabschnitt
- 58
- Anschlag
- 60
- Erstes Federelement
- 62
- Befestigungsabschnitt
- 64
- Verrastungsabschnitt
- 65
- Spalt
- 66
- Zweite Nut
- 68
- Dämpfungselement
1. Spindelantrieb (10) für ein anzutreibendes Element, insbesondere ein Tür- und/oder
Fensterelement eines Fahrzeugs, mit integrierter Verriegelung zur Verriegelung des
anzutreibenden Elements, aufweisend
eine in Längsrichtung ausgebildete Spindel (12), die um deren Längsachse (14) verdrehbar
ausgebildet ist, mit einer auf der Spindel (12) angeordneten Spindelmutter (16), die
durch eine Rotationsbewegung der Spindel (12) um deren Längsachse (14) in Längsrichtung
zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließposition verlagerbar angeordnet ist,
gekennzeichnet durch eine auf der Spindelmutter (16) angeordnete Verriegelungseinrichtung (20), die wenigstens
einen Kugelträger (26) mit einer Aufnahmeöffnung (28) für ein Kugelelement (30), ein
in der Aufnahmeöffnung (28) angeordnetes Kugelelement (30) und eine auf dem Kugelträger
(26) angeordnete Verriegelungshülse (32) umfasst, die in der Schließposition zwischen
einer die Aufnahmeöffnung (28) zumindest teilweise versperrende Verriegelungsposition
und einer die Aufnahmeöffnung (28) freigebende Entriegelungsposition relativ zum Kugelträger
(26) beschränkt verlagerbar ausgebildet ist, und durch
eine ortsfest gelagerte Fanghülse (22) zur Verriegelung mit der Verriegelungseinrichtung
(20), die in Schließposition zumindest abschnittsweise mit der Verriegelungseinrichtung
(20) zwischen der Spindel (12) und dem Kugelträger (26) im Eingriff ist, und in der
Verriegelungsposition die Fanghülse (22) über das Kugelelement (30) mit der Verriegelungshülse
(32) formschlüssig verriegelbar ist.
2. Spindelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugelträger (26) als Kugelträgerhülse ausgebildet ist und die Aufnahmeöffnung
(28) in einer Richtung senkrecht zur Längsrichtung der Kugelträgerhülse angeordnet
ist und eine in radialer Richtung nach innen gerichtete innere Öffnung (34) und eine
in radialer Richtung nach außen gerichtete äußere Öffnung (36) aufweist, und das Kugelelement
(30) derart in der Aufnahmeöffnung (28) verlagerbar ist, dass es zumindest abschnittsweise
durch die äußere Öffnung (36) und/oder zumindest abschnittsweise durch die innere
Öffnung (34) geführt ist.
3. Spindelantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchmesser der inneren Öffnung (34) gleich oder verschieden von einem Durchmesser
der äußeren Öffnung (36) ist.
4. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungshülse (32) einen sich in Längsrichtung erstreckenden Freigabeabschnitt
(54) und einen in Längsrichtung angrenzenden Verriegelungsabschnitt (56) aufweist,
wobei der Freigabeabschnitt (54) gegenüber dem Verriegelungsabschnitt (56) ausgehend
von einer der Spindelmutter abgewandten Stirnseite der Verriegelungshülse (32) einen
aufgeweiteten Innendurchmesser aufweist.
5. Spindelantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Freigabeabschnitt (54) und dem Verriegelungsabschnitt (56) auf einer
in radialer Richtung nach innen gerichteten Seite der Verriegelungshülse (32) ein
Anschlag (58) ausgebildet ist, der vorzugsweise bezogen auf die Längsachse (14) geneigt
ausgebildet ist.
6. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer äußeren Mantelfläche (38) des Kugelträgers (26) zwischen der Aufnahmeöffnung
(28) und auf einer der Spindelmutter (16) abgewandten ersten Kugelträgerstirnseite
(40) ein Ringelement (42), vorzugsweise ein Sprengring, angeordnet ist, das vorzugsweise
in einer auf der äußeren Mantelfläche (38) ausgebildeten umlaufenden ersten Nut 44
angeordnet ist.
7. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugelträger (26) auf einer der Spindelmutter (16) zugewandten zweiten Kugelträgerstirnseite
(46) ein Flanschelement (48) aufweist.
8. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungshülse (32) gegen eine Federkraft eines ersten Federelements (60)
von der Verriegelungsposition in die Entriegelungsposition verlagerbar ist.
9. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kugelträger (26) und der Spindel (12) ein Federboden (50) angeordnet
ist, der in der Entriegelungsposition der Verriegelungshülse (32) in Längsrichtung
zwischen einer ersten, die Aufnahmeöffnung (28) zumindest teilweise versperrende,
Position und einer zweiten, die Aufnahmeöffnung (28) freigebende, Position verlagerbar
angeordnet ist.
10. Spindelantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Federboden (50) gegen eine Federkraft eines zweiten Federelements (48) von der
ersten Position in die zweite Position verlagerbar ist.
11. Spindelantrieb nach Anspruch nach 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Federboden (50) in der ersten Position die Verriegelungshülse (32) in der Entriegelungsposition
vorgespannt hält.
12. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fanghülse (22) wenigstens einen Befestigungsabschnitt (62) und einen Verrastungsabschnitt
(66) aufweist, wobei der Verrastungsabschnitt auf einer äußeren Umfangsfläche eine
in Umfangsrichtung ausgebildete zweite Nut (66) aufweist.
13. Spindelantrieb nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Befestigungsabschnitt (62) und dem Verrastungsabschnitt (64) ein Dämpfungselement
(68) angeordnet ist.
14. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungshülse (32) mit der Spindelmutter (16) über ein auf der Spindelmutter
(16) verlagerbar ausgebildetes Auslöseblech verbunden ist, und das Auslöseblech über
die Spindelmutter (16) verlagerbar ist, so dass die Verriegelungshülse (32) zwischen
der Entriegelungsposition und der Verriegelungsposition verlagerbar ist.
15. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass über einen Endschalter die Verriegelungsposition der Verriegelungshülse (32) in der
Schließposition erfassbar ist.
16. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an der Verriegelungshülse (32) und/oder am Auslöseblech ein Seilzug für eine Notentriegelung
der Verriegelungshülse (32) angeordnet ist.
17. Spindelantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugelträger (26) eine Mehrzahl in Umfangsrichtung zueinander beabstandet angeordnete
Aufnahmeöffnungen (28) mit entsprechenden Kugelelementen (30) aufweist.
18. Verwendung eines Spindelantriebs (10) mit integrierter Verriegelung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche zur Verriegelung eines Tür- und/oder Fensterelements in einen
Fahrzeug, insbesondere in einen Kraftfahrzeug und/oder schienengebundenen Fahrzeug,
wobei das Tür- und/oder Fensterelement mit der Spindelmutter (16) direkt und/oder
über ein Verbindungselement verbunden ist.
1. A spindle drive (10) for a member to be driven, in particular a door and/or window
member of a vehicle, with an integrated locking means for locking the member to be
driven, comprising
a spindle (12) formed in the longitudinal direction which is configured to be rotatable
about its longitudinal axis (14), having a spindle nut (16) which is disposed on the
spindle (12) and which is disposed so as to be displaceable in the longitudinal direction
between an opening position and a closing position by means of a rotary movement of
the spindle (12) about its longitudinal axis (14),
characterized by a locking device (20), which is disposed on the spindle nut (16) and which comprises
at least one ball support (26) with an accommodating opening (28) for a ball member
(30), a ball member (30) disposed in the accommodating opening (28), and a locking
sleeve (32), which is disposed on the ball support (26) and which, in the closing
position, is configured to be displaceable to a limited extent, relative to the ball
support (26), between a locking position at least partially blocking the accommodating
opening (28) and an unlocking position unblocking the accommodating opening (28),
and by
a stationarily mounted capturing sleeve (22) for locking with the locking device (20)
which, in the closing position, is in engagement in at least some portions with the
locking device (20) between the spindle (12) and the ball support (26) and, in the
locking position, the capturing sleeve (22) can be positively locked with the locking
sleeve (32) via the ball member (30).
2. The spindle drive according to claim 1, characterized in that the ball support (26) is configured as a ball support sleeve, and the accommodating
opening (28) is disposed in a direction perpendicular to the longitudinal direction
of the ball support sleeve and has an inner opening (34) directed inwards in the radial
direction and an outer opening (36) directed outwards in the radial direction, and
the ball member (30) can be displaced within the accommodating opening (28) in such
a way that it is guided, at least in some portions, by the outer opening (36) and/or,
at least in some portions, by the inner opening (34).
3. The spindle drive according to claim 2, characterized in that a diameter of the inner opening (34) is the same as or different from a diameter
of the outer opening (36).
4. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the locking sleeve (32) has a release portion (54) extending in the longitudinal
direction and a locking portion (56) adjacent in the longitudinal direction, wherein
the release portion (54), starting from an end face of the locking sleeve (32) facing
away from the spindle nut, has a widened inner diameter relative to the locking portion
(56).
5. The spindle drive according to claim 4, characterized in that a stop (58), which is preferably configured to be inclined relative to the longitudinal
axis (14), is formed between the release portion (54) and the locking portion (56)
on a side of the locking sleeve (32) which, in the radial direction, faces inwards.
6. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 5, characterized in that an annular member (42), preferably a snap ring, which is preferably disposed in a
peripheral first groove 44 formed on the outer lateral surface (38), is disposed on
an outer lateral surface (38) of the ball support (26) between the accommodating opening
(28) and a first ball support end face (40) facing away from the spindle nut (16).
7. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 6, characterized in that the ball support (26) has a flange member (48) on a second ball support end face
(46) facing towards the spindle nut (16).
8. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 7, characterized in that the locking sleeve (32) can be displaced from the locking position into the unlocking
position against a spring force of a first spring member (60).
9. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 8, characterized in that a spring base (50) which, in the unlocking position of the locking sleeve (32), is
arranged so as to be longitudinally displaceable between a first position at least
partially blocking the accommodating opening (28) and a second position unblocking
the accommodating opening (28), is disposed between the ball support (26) and the
spindle (12).
10. The spindle drive according to claim 9, characterized in that the spring base (50) can be displaced from the first position into the second position
against a spring force of a second spring member (48).
11. The spindle drive according to claim 9 or 10, characterized in that the spring base (50), the first position, retains the locking sleeve (32) in the
unlocking position in a biased manner.
12. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 11, characterized in that the capturing sleeve (22) has at least one attaching portion (62) and an engaging
portion (66), wherein the engaging portion has, on an outer circumferential surface,
a second groove (66) formed in the circumferential direction.
13. The spindle drive according to claim 12, characterized in that a damping member (68) is disposed between the attaching portion (62) and the engaging
portion (64).
14. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 13, characterized in that the locking sleeve (32) is connected to the spindle nut (16) via a trigger plate
configured to be displaceable on the spindle nut (16), and the trigger plate is displaceable
via the spindle nut (16) so that the locking sleeve (32) can be displaced between
the unlocking position and the locking position.
15. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 14, characterized in that the locking position of the locking sleeve (32) in the closing position can be detected
by means of a limit switch.
16. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 15, characterized in that a cable for an emergency release of the locking sleeve (32) is disposed on the locking
sleeve (32) and/or the trigger plate.
17. The spindle drive according to any one of the claims 1 to 16, characterized in that the ball support (26) has a plurality of circumferentially spaced-apart accommodating
openings (28) with corresponding ball members (30).
18. Use of a spindle drive (10) with an integrated locking means according to any one
of the preceding claims for locking a door and/or window member in a vehicle, in particular
in a motor vehicle and/or rail vehicle, wherein the door and/or window member is connected
to the spindle nut (16) directly and/or via a connecting member.
1. Entraînement à broche (10) pour un élément à entraîner, en particulier un élément
de porte et/ou de fenêtre d'un véhicule, comprenant un verrouillage intégré pour verrouiller
ledit élément à entraîner, présentant
une broche (12) qui est réalisée dans la direction longitudinale et qui est conçue
de manière à pouvoir tourner autour de son axe longitudinal (14), comprenant un écrou
de broche (16) qui est disposé sur la broche (12) et qui, par un mouvement de rotation
de la broche (12) autour de son axe longitudinal (14), est disposé de manière à être
déplaçable dans la direction longitudinale entre une position d'ouverture et une position
de fermeture,
caractérisé par un dispositif de verrouillage (20) qui est agencé sur l'écrou de broche (16) et qui
comprend au moins un porte-bille (26) ayant une ouverture de réception (28) pour un
élément de bille (30), un élément de bille (30) disposé dans l'ouverture de réception
(28) et un manchon de verrouillage (32) qui est agencé sur ledit porte-bille (26)
et qui est conçu de manière à pouvoir être déplacé de manière limitée, dans la position
de fermeture, par rapport au porte-bille (26) entre une position de verrouillage bloquant
au moins en partie l'ouverture de réception (28) et une position de déverrouillage
libérant l'ouverture de réception (28), ainsi que par
un manchon d'arrêt (22) monté à poste fixe et destiné au verrouillage avec le dispositif
de verrouillage (20), qui, dans la position de fermeture, est au moins par sections
en prise avec le dispositif de verrouillage (20) entre la broche (12) et le porte-bille
(26), et, dans la position de verrouillage, le manchon d'arrêt (22) peut être verrouillé
à engagement positif via l'élément de bille (30) avec le manchon de verrouillage (32).
2. Entraînement à broche selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le porte-bille (26) est réalisé en tant que manchon porte-bille et que l'ouverture
de réception (28) est disposée dans une direction perpendiculaire à la direction longitudinale
du manchon porte-bille et présente une ouverture intérieure (34) dirigée vers l'intérieur
dans la direction radiale et une ouverture extérieure (36) dirigée vers l'extérieur
dans la direction radiale, et que l'élément de bille (30) peut être déplacé dans l'ouverture
de réception (28) de telle manière qu'il traverse au moins par sections l'ouverture
extérieure (36) et/ou au moins par sections l'ouverture intérieure (34).
3. Entraînement à broche selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'un diamètre de l'ouverture intérieure (34) est identique ou différent d'un diamètre
de l'ouverture extérieure (36).
4. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le manchon de verrouillage (32) présente une section de libération (54) s'étendant
dans la direction longitudinale et une section de verrouillage (56) contiguë dans
la direction longitudinale, dans lequel ladite section de libération (54) présente
un diamètre intérieur élargi par rapport à la section de verrouillage (56), à partir
d'une face frontale du manchon de verrouillage (32) laquelle montre dans la direction
opposée à l'écrou de broche.
5. Entraînement à broche selon la revendication 4, caractérisé par le fait qu'une butée (58) est réalisée entre la section de libération (54) et la section de verrouillage
(56) sur une face du manchon de verrouillage (32) qui est dirigée vers l'intérieur
dans la direction radiale, ladite butée étant réalisée de préférence de manière inclinée
par rapport à l'axe longitudinal (14).
6. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait qu'un élément annulaire (42), de préférence un circlip, est agencé sur une surface latérale
extérieure (38) du porte-bille (26) entre l'ouverture de réception (28) et sur une
première face frontale de porte-bille (40) qui montre dans la direction opposée à
l'écrou de broche (16), lequel élément annulaire est disposé de préférence dans une
première rainure circonférentielle (44) réalisée sur la surface latérale extérieure
(38).
7. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que le porte-bille (26) présente un élément de flasque (48) sur une deuxième face frontale
de porte-bille (46) qui montre en direction de l'écrou de broche (16).
8. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que le manchon de verrouillage (32) peut être déplacé de la position de verrouillage
à la position de déverrouillage contre une force de ressort d'un premier élément formant
ressort (60).
9. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait qu'un fond formant ressort (50) est disposé entre le porte-bille (26) et la broche (12)
et est disposé, dans la position de déverrouillage du manchon de verrouillage (32),
de manière à pouvoir être déplacé dans la direction longitudinale entre une première
position bloquant au moins en partie l'ouverture de réception (28), et une deuxième
position libérant l'ouverture de réception (28).
10. Entraînement à broche selon la revendication 9, caractérisé par le fait que le fond formant ressort (50) peut être déplacée de la première position à la deuxième
position contre une force de ressort d'un deuxième élément de ressort (48).
11. Entraînement à broche selon la revendication 9 ou 10, caractérisé par le fait que, dans la première position, le fond formant ressort (50) maintient à précontrainte
le manchon de verrouillage (32) dans la position de déverrouillage.
12. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que le manchon d'arrêt (22) présente au moins une section de fixation (62) et une section
d'encliquetage (66), dans lequel ladite section d'encliquetage comprend une deuxième
rainure (66) ménagée dans la direction circonférentielle sur une surface circonférentielle
extérieure.
13. Entraînement à broche selon la revendication 12, caractérisé par le fait qu'un élément amortisseur (68) est disposé entre la section de fixation (62) et la section
d'encliquetage (64).
14. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé par le fait que le manchon de blocage (32) est reliée à l'écrou de broche (16) par l'intermédiaire
d'une tôle de déclenchement réalisée de manière déplaçable sur l'écrou de broche (16),
et que ladite tôle de déclenchement est déplaçable par l'intermédiaire de l'écrou
de broche (16) de sorte que le manchon de verrouillage (32) peut être déplacé entre
la position de déverrouillage et la position de verrouillage.
15. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé par le fait que la position de verrouillage du manchon de verrouillage (32) en position fermée peut
être détectée via un interrupteur de fin de course.
16. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé par le fait qu'un câble pour un déverrouillage d'urgence du manchon de verrouillage (32) est disposé
sur le manchon de verrouillage (32) et/ou sur la tôle de déclenchement.
17. Entraînement à broche selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé par le fait que le porte-bille (26) présente une pluralité d'ouvertures de réception (28) avec des
éléments de bille correspondants (30), qui sont disposées à distance les unes des
autres dans la direction circonférentielle.
18. Utilisation d'un entraînement à broche (10) comprenant un verrouillage intégré selon
l'une quelconque des revendications précédentes pour verrouiller un élément de porte
et/ou de fenêtre dans un véhicule, en particulier dans un véhicule automobile et/ou
un véhicule roulant sur rail, dans laquelle ledit élément de porte et/ou de fenêtre
est relié à l'écrou de broche (16) soit directement et/ou par le biais d'un élément
de liaison.


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