Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Atemschutzmasken sowie Feuerwehrhelme mit einem
Kommunikationssystem.
Hintergrund
[0002] In den unterschiedlichsten Situationen müssen Feuerwehrleute oder andere Atemschutzträger
zu ihrem Schutz Vollgesichtsmasken sowie weitere Schutzkleidung tragen. Trotz hoher
Geräuschpegel (z.B. bei Brandeinsatz oder Minenrettung) ist in diesen Situationen
eine präzise und schnelle Kommunikation im Einsatztrupp (d.h. intern) als auch mit
der Einsatzleitung (d.h. extern) notwendig. Gleichzeitig müssen in diesen Situationen
aber auch Umgebungsgeräusche (z.B. Brandgeräusche des Feuers, Stimmen zu rettender
Personen etc.) wahrgenommen werden können, um eine adäquate Situationseinschätzung
zu ermöglichen. Ebenso ist der Gehörschutz von Bedeutung, da die Einsätze oftmals
in Umgebungen mit hohen, das Gehör schädigenden Geräuschpegeln stattfinden.
[0003] Die Kommunikation von Atemschutzträgern unterliegt daher einer Reihe von spezifischen
Anforderungen. Unter anderem soll auch bei hoher Umgebungslautstärke eine gute Sprachverständlichkeit
von eingehenden Funksprüchen möglich sein. Weiterhin soll ein Schutz vor Gehörschädigungen
durch Umgebungsgeräusche bei gleichzeitig möglicher Wiedergabe von Funksprüchen gewährleistet
sein. Auch sollte eine gute Verständlichkeit von Sprechern gewährleistet sein, die
direkt und nicht über Funk mit dem Atemschutzträger kommunizieren (z.B. zu rettende
Personen).
[0004] Aus
EP 3 188 495 A1 ist ein Headset für Sprachkommunikation offenbart. Das Headset umfasst einen Ohrhörer
mit einem Lautsprecher und ein Mikrofon. Das Headset ist eingerichtet, in einem ersten
Modus zu arbeiten und in einem zweiten Modus zu arbeiten. In dem ersten Modus ist
eine elektronische Geräuschunterdrückungsschaltung so konfiguriert, dass sie Umgebungsgeräusche
über das Mikrofone empfängt, um eine aktive Geräuschunterdrückungsfunktion zu implementieren
und ein Geräuschunterdrückungs-Audiosignal an den Lautsprecher zu liefern. In dem
zweiten Modus ist die elektronische Geräuschunterdrückungsschaltung so konfiguriert,
dass Umgebungsgeräusche als Durchhör-Audiosignal an den Lautsprecher geliefert werden.
Das Headset weist ein Schaltelement auf, das eingerichtet ist, das Headset zwischen
dem Betrieb in der ersten Betriebsart und dem Betrieb in der zweiten Betriebsart umzuschalten.
Wenn das Headset im ersten Modus arbeitet und ein Anrufsignal anzeigt, dass der Benutzer
nicht in einem Anruf ist, und wenn außerdem eine Sprachaktivitätserfassungseinheit
anzeigt, dass der Benutzer spricht, ist das Schaltelement so konfiguriert, dass es
das Headset vom Betrieb im ersten Modus zum Betrieb im zweiten Modus umschaltet.
[0005] Aus
WO 2010 / 129 219 A1 ist ein active noise reduction (ANR)-Schaltkreis bekannt. Der ANR-Schaltkreis überwacht
einen Schallpegel von Umgebungsgeräuschen, die von einem Mikrofon außerhalb eines
Ohrstücks erfasst werden. Der ANR-Schaltkreis stellt eine rücckopplungsbasierte ANR
bereit und erhöht oder verringert den Grad der rückkopplungsbasierten ANR als Reaktion
auf einen höheren bzw. niedrigeren Schallpegel. Der ANR-Schaltkreis reduziert einen
Grad einer auf Vorwärtskopplung basierenden ANR. Die Verringerung des Ausmaßes der
auf der Vorwärtskopplung basierenden ANR kann insbesondere erreicht werden durch Verringern
einer Dämpfung eines Frequenzbereichs von Umgebungsgeräuschen, die von einem Vorwärtskopplungsmikrofon
erfasst werden und in einem Frequenzbereich liegen, der als menschlicher Sprachbereich
gilt.
[0006] Aus
EP 1 608 202 A2 ist ein Kopfhörer mit Lärmunterdrückung bekannt. Der Kopfhörer umfasset einen aktiven
Lärmunterdrückungssignalverarbeitungspfad zum Bereitstellen einer aktiven Lärmunterdrückung,
einen Durchsprechsignalverarbeitungspfad zum Bereitstellen einer Durchsprechfähigkeit
und ein Schaltelement zum Deaktivieren des Lärmunterdrückungssignalverarbeitungspfades
und/oder des Durchsprechsignalverarbeitungspfads. Das Schaltelement deaktiviert den
Lärmunterdrückungssignalverarbeitungspfad, wenn die an das Schaltelement angelegte
Leistung nicht ausreicht, um den Lärmunterdrückungssignalverarbeitungspfad zu betreiben.
[0007] Aus
US 2008 / 0 057 858 A1 ist ein drahtloses Sende- und Empfangsgerät mit einem einziehbaren Bypass-Kabel bekannt.
[0008] Aus
US 2001 / 0 046 304 A1 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bereitstellung einer kontrollierten akustischen
Isolierung in verschiedenen Formen von Kopfhörern bekannt. Die Offenbarung bietet
manuelle und automatische Mechanismen zur Änderung eines Ausmaßes der akustischen
Isolierung, die von den Kopfhörern bereitgestellt wird. Geräusche in der Umgebung,
die der Benutzer wahrnehmen möchte, können in eine Reihe von gespeicherten Geräuschmerkmalen
programmiert werden. Als Reaktion auf die Korrelation der gespeicherten Geräuschmerkmale
mit den Geräuschen in der äußeren Umgebung verringert das Headset die akustische Isolierung,
indem es Signale von einem oder mehreren externen Mikrofonen mit Audioumwandlungselementen
in den Kopfhörern koppelt. Alternativ kann das Gerät auf zu blockierende Geräusche
reagieren, indem es die akustische Isolierung erhöht. Eine manuelle Steuerung kann
vom Benutzer aktiviert werden, um die akustische Isolierung nach eigenem Ermessen
zu verringern.
[0009] Aus
US 2006 / 0 286 933 A1 ist ein drahtloses Kommunikationssystem bekannt. Das drahtloses Kommunikationssystem
definiert das ein drahtloses persönliches Netzwerk und ermöglicht eine zuverlässige
Kommunikation zwischen den Mitgliedern einer Gruppe von Arbeitern, die kompatible
Systeme tragen. Jedes Mitglied einer Gruppe ist mit einem Kommunikationssystem ausgestattet,
das ein Mikrofon, einen Sender-Empfänger und einen Lautsprecher aufweist.
[0010] Es besteht ein Bedarf ein verbessertes Konzept zur Kommunikation bereitzustellen.
Zusammenfassung
[0011] Der Bedarf kann durch den Gegenstand der Patentansprüche gedeckt werden. Erfindungsgemäß
wird eine Atemschutzmaske oder ein Feuerwehrhelm mit einem Kommunikationssystem gemäß
Anspruch 1 bereitgestellt. Das Kommunikationssystem umfasst einen Kopfhörer, der ausgebildet
ist, basierend auf einem Audiosignal Schallwellen an ein Ohr (die Ohren) eines Benutzers
auszugeben. Ein Kopfhörer ist ein Schallwandler, der in oder am Ohr des Benutzers
getragen wird. Basierend auf dem (elektrischen oder elektromagnetischen) Audiosignal
wird ein Bauteil (z.B. Membran) des Kopfhörers zu Schwingungen angeregt, um die Schallwellen
an das Ohr (die Ohren) des Benutzers abzugeben. Das Audiosignal kann von dem Kopfhörer
sowohl drahtgebunden (in Form eines elektrischen Signals) als auch drahtlos (in Form
eines elektromagnetischen Signals) empfangen werden.
[0012] Ebenso umfasst das Kommunikationssystem ein Mikrofon, das ausgebildet ist, basierend
auf Umgebungsschall (d.h. Schall betreffend Geräusche in der Umgebung des Benutzers)
ein Mikrofonsignal auszugeben. Auch das Mikrofonsignal kann sowohl drahtgebunden (in
Form eines elektrischen Signals) als auch drahtlos (in Form eines elektromagnetischen
Signals) durch das Mikrofon ausgegeben werden.
[0013] Ferner umfasst das Kommunikationssystem eine Prozessierschaltung, die ausgebildet
ist, basierend auf dem Mikrofonsignal eine Signalkomponente des Audiosignals zu erzeugen,
die Informationen zur Erzeugung von Schallwellen, die mit einem am Ohr des Benutzers
auftretenden Anteil des Umgebungsschalls destruktiv interferieren, umfasst. Der Schalldruckpegel
am Ohr des Benutzers kann dadurch erheblich reduziert werden. Mit anderen Worten:
Die Prozessierschaltung stellt eine aktive Lärmkompensationsfunktion (engl. active
noise cancelling) bereit. Beispielsweise kann die Signalkomponente eine gegenpolige
oder eine phasenverschobene Nachbildung des am Ohr des Benutzers auftretenden Anteils
des Umgebungsschalls sein, um mit diesem destruktiv zu interferieren. Die Prozessierschaltung
kann analoge und/oder digitale Komponenten umfassen für die Erzeugung der Signalkomponente
des Audiosignals. Die Prozessierschaltung kann z.B. einen oder mehrere Prozessoren
bzw. einen oder mehrere Prozessorkerne, einen anwendungsspezifischen integrierten
Schaltkreis (engl. ASIC = Application-Specific Integrated Circuit), einen integrierten
Schaltkreis (engl. IC = Integrated Circuit), ein Ein-Chip-System (engl. SoC = System
on a Chip), ein programmierbares Logikelement oder ein feldprogrammierbares Gatterarray
mit einem Mikroprozessor (engl. FPGA = Field Programmable Gate Array) aufweisen, auf
dem Software für die Erzeugung des Signalkomponente des Audiosignals abläuft. Ferner
kann die Prozessierschaltung einen oder mehrere Speicher aufweisen, in denen z.B.
die Software für die Erzeugung des Signalkomponente des Audiosignals oder sonstige
Daten gespeichert sein können.
[0014] Zudem umfasst das Kommunikationssystem eine Funkschnittstelle. Die Funkschnittstelle
ist eine Komponente des Kommunikationssystems, welche die Kommunikation des Kommunikationssystems
mit anderen System, Vorrichtungen etc. über Funk (d.h. modulierte elektromagnetische
Wellen) ermöglicht. Beispielsweise kann die Funkschnittstelle ein Funkgerät oder eine
(drahtgebundene oder drahtlose) Schnittstelle zur Anbindung an ein Funkgerät sein.
[0015] Das Kommunikationssystem umfasst ferner eine Steuerschaltung, die ausgebildet ist,
die Prozessierschaltung abhängig von einem Betriebszustand der Funkschnittstelle zu
aktivieren. Wie auch die Prozessierschaltung kann die Steuerschaltung z.B. einen oder
mehrere Prozessoren bzw. einen oder mehrere Prozessorkerne, einen anwendungsspezifischen
integrierten Schaltkreis, einen integrierten Schaltkreis, ein Ein-Chip-System, ein
programmierbares Logikelement oder ein feldprogrammierbares Gatterarray mit einem
Mikroprozessor aufweisen, auf dem Software für die (De-)Aktivierung der Prozessierschaltung
abläuft. In einigen Ausführungsbeispielen können die Steuerschaltung und die Prozessierschaltung
auch auf einem gemeinsamen Hardwarebauteil realisiert werden.
[0016] Die Steuerschaltung ermöglicht es, die aktive Lärmkompensationsfunktion der Prozessierschaltung
adaptiv zu aktivieren. Entsprechend wird eine Minderung des Umgebungsschalls am Ohr
des Benutzers während eines über die Funkschnittstelle empfangenen Funkspruchs ermöglicht,
um die Sprachverständlichkeit des eingehenden Funkspruchs zu verbessern. Entsprechend
kann auch der notwendige Signalpegel bzw. Lautstärkepegel, mit welchem der Funkspruch
über den Kopfhörer ausgegeben wird, reduziert werden. Beispielsweise kann die Steuerschaltung
ausgebildet sein, eine den Funkspruch betreffende Signalkomponente des Audiosignals
mit geringerem Signalpegel zu erzeugen. Eine Gehörschädigung des Benutzers kann dadurch
vermieden werden.
[0017] Erfindungsgemäß ist die Steuerschaltung ferner ausgebildet, den Empfang des Funkspruchs
über die Funkschnittstelle zu erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung zu
aktivieren. Das Erkennen des Empfangs des Funkspruchs kann beispielsweise mittels
Sprachpausenerkennung (engl. voice activity detection) erfolgen. Entsprechend kann
sichergestellt werden, dass während der Ausgabe des Funkspruchs über die Kopfhörer
der Umgebungsschall am Ohr des Benutzers gemindert ist.
[0018] Erfindungsgemäß ist die Steuerschaltung ferner ausgebildet, ein Ende des Empfangs
des Funkspruchs zu erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung zu deaktivieren.
Das Erkennen des Endes des Empfangs des Funkspruchs kann beispielsweise wiederum mittels
Sprachpausenerkennung erfolgen. Durch das Deaktivieren der aktiven Lärmkompensationsfunktion
kann sichergestellt werden, dass der Benutzer nach Ende des Funkspruchs weiterhin
Umgebungsgeräusche wahrnehmen kann und somit ein Situationsbewusstsein (engl. situational
awareness) des Benutzers erhalten bleibt. Dabei kann das Deaktivieren der aktiven
Lärmkompensationsfunktion der Prozessierschaltung sowohl augenblicklich nach Erkennen
des Endes des Empfangs des Funkspruchs erfolgen oder auch zeitversetzt (z.B. um einige
Zehntelsekunden oder Sekunden, d.h. mit Hysterese) erfolgen.
[0019] In manchen Ausführungsbeispielen ist die Steuerschaltung ferner ausgebildet, ein
Aussenden eines Funkspruchs über die Funkschnittstelle zu erkennen und infolgedessen
die Prozessierschaltung zu aktivieren. Das Erkennen des Aussendens des Funkspruchs
kann beispielsweise wiederum mittels Sprachpausenerkennung oder einer Stellung eines
Sprechknopfs bzw. -taste (engl. push-to-talk button) erfolgen. Die Aktivierung der
aktiven Lärmkompensationsfunktion der Prozessierschaltung ermöglicht eine Minderung
des Umgebungsschalls am Ohr des Benutzers während des Aussendens des Funkspruchs.
Entsprechend kann eine Ablenkung des Benutzers durch den Umgebungsschall reduziert
werden, so dass sich der Benutzer besser auf die Formulierung bzw. Durchführung des
Funkspruchs konzentrieren kann.
[0020] Gemäß einigen Ausführungsbeispielen ist die Steuerschaltung weiterhin ausgebildet,
ein Ende des Aussendens des Funkspruchs zu erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung
zu deaktivieren. Das Erkennen des Endes des Aussendens des Funkspruchs kann beispielsweise
wiederum mittels Sprachpausenerkennung oder der Stellung des Sprechknopfs bzw. -taste
erfolgen. Durch das deaktivieren der aktiven Lärmkompensationsfunktion kann sichergestellt
werden, dass der Benutzer nach Ende des ausgehenden Funkspruchs weiterhin Umgebungsgeräusche
wahrnehmen kann und somit ein Situationsbewusstsein des Benutzers erhalten bleibt.
Das Deaktivieren der aktiven Lärmkompensationsfunktion der Prozessierschaltung kann
wiederum sowohl augenblicklich nach Erkennen des Endes des Aussendens des Funkspruchs
erfolgen oder auch zeitversetzt erfolgen.
[0021] Erfindungsgemäß ist die Steuerschaltung ferner ausgebildet, einen Lautstärkepegel
des Umgebungsschalls basierend auf dem Mikrofonsignal zu bestimmen und die Prozessierschaltung
zu aktivieren, wenn der Lautstärkepegel über einem Referenzpegel liegt. Entsprechend
können durch die Steuerschaltung für den Benutzer gefährlich Lautstärkepegel erkannt
und durch die Aktivierung der aktiven Lärmkompensationsfunktion der Prozessierschaltung
am Ohr des Benutzers gemindert werden. Entsprechend kann das Gehör des Benutzers vor
hohen Lautstärkepegeln geschützt werden.
[0022] Gemäß manchen Ausführungsbeispielen ist die Steuerschaltung ferner eingerichtet,
menschliche Sprache betreffende Signalanteile des Mikrofonsignals zu erkennen und
eine Signalkomponente des Audiosignals basierend auf den die menschliche Sprache betreffenden
Signalanteilen des Mikrofonsignals zu erzeugen. Die Erkennung der menschlichen Sprache
betreffenden Signalanteile des Mikrofonsignals kann beispielsweise wiederum mittels
Sprachpausenerkennung erfolgen. Zur Erzeugung der Signalkomponente des Audiosignals
können die die menschliche Sprache betreffenden Signalanteile des Mikrofonsignals
z.B. (digital oder analog) gefiltert und verstärkt (z.B. über eine automatische Verstärkungsregelung,
engl. automatic gain control) werden. Die Erkennung der menschlichen Sprache betreffenden
Signalanteile des Mikrofonsignals sowie die Ausgabe derselben über den Kopfhörer kann
eine Verständlichkeit von Sprechern gewährleisten, die direkt und nicht über Funk
mit dem Benutzer kommunizieren (z.B. zu rettende Personen). Entsprechend kann ein
Situationsbewusstsein des Benutzers verbessert sein.
[0023] Gemäß weiteren Ausführungsbeispielen umfasst der Kopfhörer z.B. ein schallabsorbierendes
Material, welches das Ohr des Benutzers zumindest teilweise umgibt. Entsprechend kann
neben der der aktiven Lärmkompensationsfunktion durch die Prozessierschaltung auch
eine passive Lärmkompensation erfolgen. Dadurch kann der Umgebungsschall am Ohr des
Benutzers weiter gemindert werden, so dass auch der Lautstärkepegel der vom Kopfhörer
ausgegebenen Schallwellen reduziert werden kann. Der Schutz des Gehörs des Benutzers
kann somit weiter verbessert sein.
[0024] In manchen Ausführungsbeispielen ist das Mikrofon auf einer vom Benutzer abgewandten
Seite in den Kopfhörer integriert. Das Mikrofon kann somit eine Richtcharakteristik
aufweisen, und eine Detektion des Umgebungsschalls ähnlich zu der Wahrnehmung des
Ohrs des Benutzers ermöglichen. Eine Dämpfung bzw. Verfälschung des vom Mikrofon aufgezeichneten
Umgebungsschalls durch z.B. schallabsorbierendes Material des Kopfhörers kann somit
vermieden werden.
[0025] Alle Ausführungsbeispiele betreffen ein den Kopf eines Benutzers zumindest teilweise
umschließendes System, nämlich Atemschutzmaske oder Feuerwehrhelm, mit einem hierin
beschriebenen Kommunikationssystem. Durch die Verwendung des hierin beschriebenen
Kommunikationssystems kann beim Tragen des den Kopf des Benutzers zumindest teilweise
umschließenden Systems eine gute Sprachverständlichkeit von eingehenden Funksprüchen,
der Schutz vor Gehörschädigungen durch Umgebungsgeräusche sowie eine gute Verständlichkeit
von Sprechern, die direkt und nicht über Funk mit dem Benutzer kommunizieren, gewährleistet
sein.
[0026] Ausführungsbeispiele betreffen weiterhin eine Atemschutzmaske mit einem hierin beschriebenen
Kommunikationssystem. Eine Atemschutzmaske ist ein Atemanschluss (d.h. der Teil des
Atemschutzgerätes, der die Atemwege des Atemschutzgeräteträgers mit den übrigen Teilen
des Atemschutzgerätes verbindet und sie gegen die Umgebungsatmosphäre abschließt)
und dient dem Schutz des Trägers vor Atemgiften. Gemäß einigen Ausführungsbeispielen
ist die Atemschutzmaske z.B. eine Vollmaske. Alternativ kann die Atemschutzmaske auch
eine Teilmaske (z.B. Halbmaske oder Viertelmaske sein). Durch die Verwendung des hierin
beschriebenen Kommunikationssystems kann beim Tragen der Atemschutzmaske eine gute
Sprachverständlichkeit von eingehenden Funksprüchen, der Schutz vor Gehörschädigungen
durch Umgebungsgeräusche sowie eine gute Verständlichkeit von Sprechern, die direkt
und nicht über Funk mit dem Benutzer kommunizieren, gewährleistet sein.
[0027] In manchen Ausführungsbeispielen der Atemschutzmaske ist die Steuerschaltung ferner
ausgebildet, den Referenzpegel basierend auf einem von einem zweiten Mikrofon an einer
dem Benutzer zugewandten Seite des Maskenkörpers gemessenen Lautstärkepegel zu bestimmen.
Entsprechend kann der Referenzpegel an die konkrete Geräuschpegelsituation innerhalb
der Atemschutzmaske angepasst werden. Das zweite Mikrofon kann beispielsweise maskenintegriert
sein, um die Sprache des Benutzers für ausgehende Funksprüche aufzunehmen. Diese Mikrofone
weisen für gewöhnlich eine hohe Sensitivität auf und sind daher auch bei Anordnung
innerhalb der Atemschutzmaske für die Detektion des Umgebungsschalls geeignet.
[0028] Durch die zusätzliche Verwendung des bereits vorhandenen Mikrofons für das vorgeschlagene
Konzept kann zudem das Vorsehen zusätzlicher Mikrofone vermieden werden. Ausführungsbeispiele
betreffen ferner einen Helm, nämlich einen Feuerwehrhelm mit einem hierin beschriebenen
Kommunikationssystem. Ein Helm ist eine stabile, schützende Kopfbedeckung gegen mechanische
Einwirkungen. Bei dem Helm handelt es sich um einen Feuerwehrhelm. Durch die Verwendung
des hierin beschriebenen Kommunikationssystems kann beim Tragen der Atemschutzmaske
eine gute Sprachverständlichkeit von eingehenden Funksprüchen, der Schutz vor Gehörschädigungen
durch Umgebungsgeräusche sowie eine gute Verständlichkeit von Sprechern, die direkt
und nicht über Funk mit dem Benutzer kommunizieren, gewährleistet sein.
[0029] Gemäß einigen Ausführungsbeispielen ist das Mikrofon auf einer vom Benutzer abgewandten
Seite, d.h. einer Außenseite, des Feuerwehrhelm angeordnet. In manchen Ausführungsbeispielen
ist das Mikrofon alternativ auf einer dem Benutzer zugewandten Seite, d.h. einer Innenseite,
des Feuerwehrhelm angeordnet. Entsprechend der Wahl der Positionierung des Mikrofons
an dem Feuerwehrhelm kann eine Richtcharakteristik des Mikrofons gemäß einem interessierenden
bzw. als kritisch angesehenen Umgebungsschall erreicht werden. Entsprechend kann es
gezielte aktive Minderung des Umgebungsschalls am Ohr des Benutzers erzielt werden.
Figurenkurzbeschreibung
[0030] Einige Beispiele von Vorrichtungen und/oder Verfahren werden nachfolgend bezugnehmend
auf die beiliegenden Figuren lediglich beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Kommunikationssystems;
Fig. 2 zeigt einen nicht beanspruchten Kopfhörer;
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Feuerwehrhelms; und
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Atemschutzmaske; und
Fig. 5 zeigt beispielhaft Anordnungsmöglichkeiten für ein Mikrofon.
Beschreibung
[0031] Verschiedene Beispiele werden nun ausführlicher Bezug nehmend auf die beiliegenden
Figuren beschrieben, in denen einige Beispiele dargestellt sind. In den Figuren können
die Stärken von Linien, Schichten und/oder Bereichen zur Verdeutlichung übertrieben
sein.
[0032] Während sich weitere Beispiele für verschiedene Modifikationen und alternative Formen
eignen, sind dementsprechend einige bestimmte Beispiele derselben in den Figuren gezeigt
und werden nachfolgend ausführlich beschrieben. Allerdings beschränkt diese detaillierte
Beschreibung weiterer Beispiele nicht auf die beschriebenen bestimmten Formen. Gleiche
Bezugszeichen beziehen sich in der gesamten Beschreibung der Figuren auf gleiche oder
ähnliche Elemente, die bei einem Vergleich miteinander identisch oder in modifizierter
Form implementiert sein können, während sie die gleiche oder eine ähnliche Funktion
bereitstellen.
[0033] Es versteht sich, dass, wenn ein Element als mit einem anderen Element "verbunden"
oder "gekoppelt" bezeichnet wird, die Elemente direkt, oder über ein oder mehrere
Zwischenelemente, verbunden oder gekoppelt sein können. Wenn zwei Elemente A und B
unter Verwendung eines "oder" kombiniert werden, ist dies so zu verstehen, dass alle
möglichen Kombinationen offenbart sind, d. h. nur A, nur B sowie A und B. Eine alternative
Formulierung für die gleichen Kombinationen ist "zumindest eines von A und B". Das
Gleiche gilt für Kombinationen von mehr als 2 Elementen.
[0034] Die Terminologie, die hier zum Beschreiben bestimmter Beispiele verwendet wird, soll
nicht begrenzend für weitere Beispiele sein. Wenn eine Singularform, z. B. "ein, eine"
und "der, die, das" verwendet wird und die Verwendung nur eines einzelnen Elements
weder explizit noch implizit als verpflichtend definiert ist, können weitere Beispiele
auch Pluralelemente verwenden, um die gleiche Funktion zu implementieren. Wenn eine
Funktion nachfolgend als unter Verwendung mehrerer Elemente implementiert beschrieben
ist, können weitere Beispiele die gleiche Funktion unter Verwendung eines einzelnen
Elements oder einer einzelnen Verarbeitungsentität implementieren. Es versteht sich
weiterhin, dass die Begriffe "umfasst", "umfassend", "aufweist" und/oder "aufweisend"
bei Gebrauch das Vorhandensein der angegebenen Merkmale, Ganzzahlen, Schritte, Operationen,
Prozesse, Elemente, Komponenten und/oder einer Gruppe derselben präzisieren, aber
nicht das Vorhandensein oder das Hinzufügen eines oder mehrerer anderer Merkmale,
Ganzzahlen, Schritte, Operationen, Prozesse, Elemente, Komponenten und/einer Gruppe
derselben ausschließen.
[0035] Sofern nicht anderweitig definiert, werden alle Begriffe (einschließlich technischer
und wissenschaftlicher Begriffe) hier in ihrer üblichen Bedeutung auf dem Gebiet verwendet,
zu dem Beispiele gehören.
[0036] Fig. 1 zeigt ein Kommunikationssystem 100. Das Kommunikationssystem umfasst ein Mikrofon
110, das basierend auf Umgebungsschall 101 ein Mikrofonsignal 111 ausgibt. Ferner
umfasst das Kommunikationssystem einen Kopfhörer 120, der basierend auf einem Audiosignal
121 Schallwellen 122 an ein Ohr 191 eines Benutzers 190 ausgibt. Wie in Fig. 1 angedeutet,
kann der Kopfhörer 120 dazu einen Lautsprecher 123 aufweisen.
[0037] Eine beispielhafte Ausgestaltung des Kopfhörers 120 als Muschelkopfhörer ist in
Fig. 2 gezeigt. Der Kopfhörer 120 weist eine Kopfhörermuschel 125 auf, welche das Ohr des
Benutzers zumindest teilweise umschließt. In der Kopfhörermuschel 125 ist der Lautsprecher
123 angeordnet, welcher basierend auf dem über eine elektrische Leitung 128 empfangenen
Audiosignal Schallwellen an das Ohr des Benutzers ausgibt. Ferner weist die Kopfhörermuschel
125 ein schallabsorbierendes Material 124 auf, welches das Ohr des Benutzers zumindest
teilweise umgibt. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel ist zudem das Mikrofon 100
des vorgeschlagenen Kommunikationssystems auf einer vom Benutzer abgewandten Seite
in den Kopfhörer 120 integriert. Das Mikrofonsignal wird über eine elektrische Leitung
128 ausgegeben.
[0038] Das in Fig. 1 gezeigte Kommunikationssystem 100 umfasst ferner eine Prozessierschaltung
130, die basierend auf dem Mikrofonsignal 111 eine Signalkomponente des Audiosignals
121 erzeugt. Die Signalkomponente des Audiosignal 121 umfasst Informationen zur Erzeugung
von Schallwellen 122, die mit einem am Ohr 191 des Benutzers 190 auftretenden Anteil
des Umgebungsschalls 101 destruktiv interferieren. Mit anderen Worten: Die Prozessierschaltung
130 stellt eine aktive Lärmkompensationsfunktion bereit.
[0039] Ferner umfasst das Kommunikationssystem 100 eine Funkschnittstelle. In dem Beispiel
der Fig. 1 ist die Funkschnittstelle als ein Funkgerät 140 implementiert. Alternativ
kann die Funkschnittstelle auch als eine (drahtgebundene oder drahtlose) Schnittstelle
zur Anbindung an ein Funkgerät ausgebildet sein.
[0040] Das Kommunikationssystem 100 umfasst zudem ein eine Steuerschaltung 150, die die
Prozessierschaltung 130 abhängig von einem Betriebszustand der Funkschnittstelle aktiviert
bzw. deaktiviert. Dies ist in Fig. 1 durch den Block 151 symbolisiert, der z.B. eine
entsprechende Softwarekomponente darstellen kann, die durch die Steuerschaltung 150
ausgeführt wird.
[0041] Die Steuerschaltung 150 erkennt mittels Sprachpausenerkennung den Empfang eines Funkspruchs
über die Funkschnittstelle (symbolisiert durch Block 152) und aktiviert infolgedessen
die Prozessierschaltung 130. Ferner erkennt die Steuerschaltung mittels Sprachpausenerkennung
ein Ende des Empfangs des Funkspruchs und deaktiviert infolgedessen die Prozessierschaltung
130. Wie in Fig. 1 angedeutet, kann die Steuerschaltung 150 den empfangenen Funkspruch
auch mittels Filtern (symbolisiert durch Block 153) aufbereiten.
[0042] Die Steuerschaltung 150 weist eine Mischerfunktion (symbolisiert durch Block 154)
auf, um das Audiosignal 121 zu erzeugen. Bei einem eingehenden Funkspruch erzeugt
die Steuerschaltung über die Mischerfunktion eine den Funkspruch betreffende Signalkomponente
des Audiosignals 121.
[0043] Die Steuerschaltung 150 ermöglicht es, die aktive Lärmkompensationsfunktion der Prozessierschaltung
130 adaptiv zu aktivieren. Entsprechend kann eine Minderung des Umgebungsschalls 101
am Ohr 191 des Benutzers 190 während eines über die Funkschnittstelle empfangenen
Funkspruchs ermöglicht und somit die Sprachverständlichkeit des eingehenden Funkspruchs
verbessert werden. So kann auch der notwendige Lautstärkepegel, mit welchem der Funkspruch
über den Kopfhörer 120 ausgegeben wird, reduziert werden. Beispielsweise kann die
Steuerschaltung 150 die den Funkspruch betreffende Signalkomponente des Audiosignals
121 mit geringerem Signalpegel zu erzeugen. Die Mischfunktion kann entsprechend der
Aktivität der aktiven Lärmkompensationsfunktion eingestellt werden. Eine Gehörschädigung
des Benutzers 190 kann dadurch vermieden werden. Durch das Deaktivieren der aktiven
Lärmkompensationsfunktion kann sichergestellt werden, dass der Benutzer 190 nach Ende
des Funkspruchs weiterhin Umgebungsgeräusche wahrnehmen kann und somit ein Situationsbewusstsein
des Benutzers 190 erhalten bleibt.
[0044] Das Kommunikationssystem 100 kann beispielsweise als masken- oder helmintegriertes
Kommunikationssystem ausgebildet sein, so dass es einkommende Funksprüche automatische
erkennt und die Geräuschunterdrückung adaptiv aktiviert. Nach Beendigung des Funkspruchs
wird die aktive Geräuschunterdrückung wieder automatisch deaktiviert. Die Steuerschaltung
150, welche die einkommenden Funksprüche erkennt und die aktive Geräuschunterdrückung
(aktive Lärmkompensationsfunktion) adaptiv aktiviert, als auch die Prozessierschaltung
130 können wie in Fig. 1 gezeigt als eine einzelne (digitale) Signalverarbeitungseinheit
ausgebildet sein.
[0045] Weiterhin kann die Steuerschaltung 150 mittels Sprachpausenerkennung oder durch Drücken
des Sprechknopfes (engl. push-to-talk button) 160 ein Aussenden eines Funkspruchs
über die Funkschnittstelle erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung 130
aktivieren. Ebenso kann die Steuerschaltung 150 entsprechend ein Ende des Aussendens
des Funkspruchs erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung 130 wieder deaktivieren.
Mit anderen Worten: Die (digitale) Signalverarbeitungseinheit kann derart gestaltet
sein, dass sie (zusätzlich) einen ausgehenden Funkspruch erkennt und die aktive Geräuschunterdrückung
adaptiv aktiviert. Dieser Mechanismus kann dem Benutzer 190 (z.B. ein Feuerwehrmann)
eine bessere Konzentration auf den ausgehenden Funkspruch ermöglichen.
[0046] Weiterhin kann das z.B. am Kopfhörer (Ohrhörer) 120 außenliegende Mikrofon 110 (oder
auch zusätzliche Mikrofone) dazu verwendet werden, Umgebungsgeräusche, d.h. den Umgebungsschall
101, aufzunehmen, während kein Funkspruch empfangen oder abgegeben wird. Die digitale
Signalverarbeitungseinheit ist dabei so gestaltet, dass menschliche Stimmen erkannt
werden können. Mit anderen Worten: Die Steuerschaltung 150 erkennt ferner menschliche
Sprache betreffende Signalanteile des Mikrofonsignals 111 (symbolisiert durch Block
155). Wird ein Sprachsignal erkannt, wird es nötigenfalls aufbereitet und über den
Kopfhörer 120 an eines oder beide Ohren des Benutzers 190 ausgegeben. Das heißt, die
Steuerschaltung 150 erzeugt eine Signalkomponente des Audiosignals 121 basierend auf
den die menschliche Sprache betreffenden Signalanteilen des Mikrofonsignals 111. Die
Aufbereitung der die menschliche Sprache betreffenden Signalanteile des Mikrofonsignals
111 kann beispielsweise ein Filtern (symbolisiert durch Block 156) und/oder auch ein
automatisches Verstärken auf einen gewünschten Signalpegel bzw. Lautstärkepegel (symbolisiert
durch Block 157) umfassen.
[0047] Ein weiterer Block der (digitalen) Signalverarbeitungseinheit ist (zusätzlich) ausgebildet,
gefährlich Lautstärkepegel zu erkennen und in günstiger Weise (Situationsbewusstsein
vs. Gehörschutz) die aktive Geräuschunterdrückung adaptiv einzustellen, um das Gehör
des Benutzers zu schützen. Dazu wird das Mikrofon 110 und alternativ auch weitere
außenliegende Mikrofone oder auch maskenintegrierte Mikrofone für die Sprachkommunikation
des Benutzers 190 verwendet. Insbesondere bestimmt die Steuerschaltung 150 einen Lautstärkepegel
des Umgebungsschalls 101 basierend auf dem Mikrofonsignal 111 (symbolisiert durch
Block 158) und aktiviert die Prozessierschaltung 130, wenn der Lautstärkepegel über
einem Referenzpegel liegt (wiederum symbolisiert durch Block 151). In einigen Ausführungsbeispielen
kann das Ergebnis des Vergleichs zwischen Lautstärkepegel und Referenzpegel noch gefiltert
werden (symbolisiert durch Block 159). Das Mikrofon 110 kann dazu beispielsweise an
einer Außenseite des Kopfhörers 120 angeordnet sein, um den Umgebungsschall 101 aufzunehmen.
Der Referenzpegel kann beispielsweise über eines oder mehrere maskenintegriertes Mikrofon
für die Aufnahme von Sprache des Benutzers für ausgehende Funksprüche bestimmt werden.
Diese Mikrofone sind bereits in der Maske vorhanden und weisen eine hohe Sensitivität
auf. Entsprechend müssen keine zusätzlich angebrachten Mikrofone verwendet werden.
[0048] Das Kommunikationssystem 100 kann das Schallsignal, welches am Ohr 191 des Benutzers
190 anliegt derart adaptiv von störenden Umgebungsgeräuschen (Umgebungsschall) befreien,
dass während eines ankommenden Funkspruchs eine erhöhte Verständlichkeit der Sprachkommunikation
gewährleistet werden kann. Wie bereits oben beschrieben, kann die Dämpfung der Umgebungsgeräusche
für eine Begrenzung des am Ohr 191 notwendigen Signalpegels bzw. Lautstärkepegels
des Funkspruchs auf ein Maß, das nicht gehörschädigend ist, sorgen. Zugleich kann
durch die adaptive Anpassung der aktiven Geräuschunterdrückung eine Reduktion des
(externen) Geräuschpegels bei gleichzeitiger Beibehaltung des Situationsbewusstseins
erfolgen.
[0049] Zudem kann durch die doppelte Nutzung eines oder mehrerer Mikrofone 110 am Kopfhörer
(für die aktive Geräuschunterdrückung und für die Sprachverstärkung) mittels der (digitalen)
Signalverarbeitungseinheit eine Verstärkung von externen Sprechern ermöglicht werden.
[0050] Insgesamt kann das Kommunikationssystem 100 somit eine erhebliche Verbesserung der
Sprachqualität eingehender Funksprüche und gleichzeitig die Verständlichkeit von externen
Sprechern verbessern. Zudem kann das Kommunikationssystem 100 um einen adaptiven Gehörschutz
ergänzt sein.
[0051] Obwohl die Aspekte der vom Betriebszustand der Funkschnittstelle abhängigen Aktivierung
der Lärmkompensationsfunktion, der vom Lautstärkepegel des Umgebungsschalls abhängigen
Aktivierung der Lärmkompensationsfunktion als auch die Erkennung und Ausgabe menschliche
Sprache betreffender Signalanteile des Mikrofonsignals in Zusammenhang mit Fig. 1
gemeinsam beschrieben sind, können die einzelnen Aspekte auch alleine oder in Kombination
mit jeweils nur einem der sonstigen Aspekte in einem Kommunikationssystem gemäß dem
vorgeschlagenen Konzept implementiert sein.
[0052] In
Fig. 3 ist im Weiteren ein Feuerwehrhelm 300 mit einem hierin beschriebenen Kommunikationssystem
gezeigt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist dabei nur das Mikrofon 310 des Kommunikationssystems
gezeigt. Das Mikrofon 310 ist dabei an verschiedenen Stellen des Feuerwehrhelm 300
gezeigt. Dabei ist zu beachten, dass das Kommunikationssystem zum einen ein einziges
Mikrofon an einer der nachfolgend beschriebenen Stellen umfassen kann oder auch mehrere
Mikrofone an den verschiedenen nachfolgend beschriebenen Stellen.
[0053] Beispielsweise kann das Mikrofon auf Höhe der Ohren innerhalb der Helmschale 320
(Position 310-1) oder außerhalb der Helmschale 320 (Position 310-2) angeordnet sein.
In der Nähe des Ohrs positionierte Mikrofone können vorteilhaft sein, um Umgebungsschall
am Ohr zu erfassen und diesen anschließend zu kompensieren (z.B. über den integrierten
Ohrhörer des Feuerwehrhelm 300 - nicht dargestellt).
[0054] Alternativ oder ergänzend kann das Mikrofon außerhalb oder innerhalb der Helmschale
320 nach vorne gerichtet am Feuerwehrhelm angebracht sein (Positionen 310-3 und 310-4).
Wie in Fig. 3 angedeutet, kann das Mikrofon beispielsweise auf dem Visier 330 des
Feuerwehrhelm 300 angebracht sein. Auch kann das Mikrofon außerhalb oder innerhalb
der Helmschale 320 nach hinten gerichtet am Feuerwehrhelm angebracht sein (Position
310-5).
[0055] Durch die Verwendung des hierin beschriebenen Kommunikationssystems kann beim Tragen
des Feuerwehrhelm eine gute Sprachverständlichkeit von eingehenden Funksprüchen, der
Schutz vor Gehörschädigungen durch Umgebungsgeräusche sowie eine gute Verständlichkeit
von Sprechern, die direkt und nicht über Funk mit dem Benutzer kommunizieren, gewährleistet
sein.
[0056] Die in Fig. 3 gezeigt Anordnung von Mikrofonen ist nicht auf Feuerwehrhelm beschränkt.
Vielmehr können die in Fig. 3 gezeigten Grundsätze auch auf andere den Kopf bedeckende
Systems bzw. den Kopf zumindest teilweise umschließende Systeme (z.B. Atemschutzsystem,
Gebläsefiltergerät PAPR oder Chemiekalienschutzanzug) übertragen werden.
[0057] Weiterhin ist in
Fig. 4 eine Atemschutzmaske 400 mit einem hierin beschriebenen Kommunikationssystem gezeigt.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind dabei nur das Mikrofon 410 und der Kopfhörer
450 des Kommunikationssystems gezeigt.
[0058] Die Atemschutzmaske 400 umfasst einen Maskenkörper 410 (z.B. aus Gummi oder Silikon),
in den eine oder mehrere Sichtscheiben 420 eingelassen sind. Über eine Bebänderung
430 kann die Atemschutzmaske 400 am Kopf eines Benutzers befestigt werden.
[0059] Auf Höhe der Ohren des Benutzers ist der Kopfhörer 440 des Kommunikationssystems
angeordnet. Ebenso ist das Mikrofon 450 an einer Außenseite des Kopfhörers angeordnet,
um Umgebungsschall am Ohr zu erfassen und diesen anschließend zu kompensieren. Der
Kopfhörer 440 ist bei dem Beispiel der Fig. 4 an der Bebänderung 430 befestigt. Es
versteht sich jedoch von selbst, dass auch andere Befestigungsarten möglich sind.
Ebenso kann die Position des Mikrofons 450 verschieden sein.
[0060] Durch die Verwendung des hierin beschriebenen Kommunikationssystems kann beim Tragen
der Atemschutzmaske eine gute Sprachverständlichkeit von eingehenden Funksprüchen,
der Schutz vor Gehörschädigungen durch Umgebungsgeräusche sowie eine gute Verständlichkeit
von Sprechern, die direkt und nicht über Funk mit dem Benutzer kommunizieren, gewährleistet
sein.
[0061] Abschließend sind in
Fig. 5 noch weitere Anordnungsmöglichkeiten für das Mikrofon des vorgeschlagenen Kommunikationssystems
gezeigt. Die in Fig. 5 gezeigten Positionierungsmöglichkeiten können insbesondere
für Mikrofone, die zur Sprachverstärkung im Rahmen des vorgeschlagenen Konzepts genutzt
werden, verwendet werden.
[0062] Bei dem Beispiel der Fig. 5 ist eine Atemschutzmaske 510 gezeigt, welche kabelgebunden
über ein Bedienelement 520 mit einem Funkgerät 530 gekoppelt ist, so dass über ein
Benutzer über ein in die Atemschutzmaske 510 integriertes Mikrofon Funksprüche an
Dritte abgeben kann.
[0063] Wie in Fig. 5 gezeigt, kann das Mikrofon des Kommunikationssystems beispielsweise
am Kabel 540 zwischen dem Funkgerät 530 und dem Bedienelement 520 für das Funkgerät
(Position 550-1) oder dem Kabel 560 zwischen dem Bedienelement 520 und der Atemschutzmaske
510 (Position 550-2) angeordnet sein. Alternativ kann das Mikrofon des Kommunikationssystems
auch in das Bedienelement 520 für das Funkgerät integriert sein bzw. an diesem angeordnet
sein (Position 550-3). Auch kann das Mikrofon des Funkgeräts 530 als Mikrofon des
Kommunikationssystems verwendet werden (Position 550-4).
[0064] Weiterhin kann das Mikrofon des Kommunikationssystems auch in das Tragesystem der
Atemschutzmaske 510 (z.B. deren Bebänderung) oder diese selbst (nicht gezeigt) integriert
sein. Auch kann das Mikrofon des Kommunikationssystems in die Kleidung des Benutzers
(z.B. eine Jacke bzw. einen Mantel) integriert sein.
[0065] Das Mikrofon des Kommunikationssystems kann beispielsweise auch in ein Gasmessgerät
570, welches z.B. außerhalb eines Gasschutzanzugs von einem Benutzer getragen wird,
integriert sein (Position 550-5).
[0066] Sämtliche in Fig. 5 gezeigten Positionen für das Mikrofon des Kommunikationssystems
können eine verbesserte Detektion menschlicher Stimmen in Umgebungsschall um einen
Benutzer herum ermöglichen.
[0067] Die Aspekte und Merkmale, die zusammen mit einem oder mehreren der vorher detaillierten
Beispiele und Figuren beschrieben sind, können auch mit einem oder mehreren der anderen
Beispiele kombiniert werden, um ein gleiches Merkmal des anderen Beispiels zu ersetzen
oder um das Merkmal in das andere Beispiel zusätzlich einzuführen.
[0068] Durch die Beschreibung und Zeichnungen werden nur die Grundsätze der Offenbarung
dargestellt. Weiterhin sollen alle hier aufgeführten Beispiele grundsätzlich ausdrücklich
nur Lehrzwecken dienen, um den Leser beim Verständnis der Grundsätze der Offenbarung
und der durch den (die) Erfinder beigetragenen Konzepte zur Weiterentwicklung der
Technik zu unterstützen.
[0069] Es versteht sich, dass die Offenbarung mehrerer, in der Beschreibung oder den Ansprüchen
offenbarter Schritte, Prozesse, Operationen oder Funktionen nicht als in der bestimmten
Reihenfolge befindlich ausgelegt werden soll, sofern dies nicht explizit oder implizit
anderweitig, z. B. aus technischen Gründen, angegeben ist. Daher werden diese durch
die Offenbarung von mehreren Schritten oder Funktionen nicht auf eine bestimmte Reihenfolge
begrenzt, es sei denn, dass diese Schritte oder Funktionen aus technischen Gründen
nicht austauschbar sind. Ferner kann bei einigen Beispielen ein einzelner Schritt,
Funktion, Prozess oder Operation mehrere Teilschritte, -funktionen, -prozesse oder
-operationen einschließen und/oder in dieselben aufgebrochen werden. Solche Teilschritte
können eingeschlossen sein und Teil der Offenbarung dieses Einzelschritts sein, sofern
sie nicht explizit ausgeschlossen sind.
[0070] Weiterhin sind die folgenden Ansprüche hiermit in die detaillierte Beschreibung aufgenommen,
wo jeder Anspruch als getrenntes Beispiel für sich stehen kann.
1. Atemschutzmaske (400) oder Feuerwehrhelm (300) mit einem Kommunikationssystem (100),
umfassend:
einen Kopfhörer (120), der ausgebildet ist, basierend auf einem Audiosignal (121)
Schallwellen (122) an ein Ohr (191) eines Benutzers (190) auszugeben;
ein Mikrofon (110), das ausgebildet ist, basierend auf Umgebungsschall (101) ein Mikrofonsignal
(111) auszugeben;
eine Prozessierschaltung (130), die ausgebildet ist, basierend auf dem Mikrofonsignal
(111) eine Signalkomponente des Audiosignals (121) zu erzeugen, die Informationen
zur Erzeugung von Schallwellen, die mit einem am Ohr (191) des Benutzers (190) auftretenden
Anteil des Umgebungsschalls (101) destruktiv interferieren, umfasst;
eine Funkschnittstelle (140); und
eine Steuerschaltung (150), die ausgebildet ist, die Prozessierschaltung (130) abhängig
von einem Betriebszustand der Funkschnittstelle (140) zu aktivieren,
wobei die Steuerschaltung (150) ferner ausgebildet ist, einen Empfang eines Funkspruchs
über die Funkschnittstelle (140) zu erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung
(130) zu aktivieren,
wobei die Steuerschaltung (150) ferner ausgebildet ist, ein Ende des Empfangs des
Funkspruchs zu erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung (130) zu deaktivieren,
und
wobei die Steuerschaltung (150) einen Lautstärkepegel des Umgebungsschalls (101) basierend
auf dem Mikrofonsignal (111) bestimmt und die Prozessierschaltung (130) aktiviert,
wenn der Lautstärkepegel über einem Referenzpegel liegt.
2. Atemschutzmaske (400) oder Feuerwehrhelm (300) nach Anspruch 1,
wobei die Steuerschaltung (150) ferner ausgebildet ist, eine den Funkspruch betreffende
Signalkomponente des Audiosignals (121) zu erzeugen.
3. Atemschutzmaske (400) oder Feuerwehrhelm (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
wobei die Steuerschaltung (150) ferner ausgebildet ist, ein Aussenden eines Funkspruchs
über die Funkschnittstelle zu erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung (130)
zu aktivieren.
4. Atemschutzmaske (400) oder Feuerwehrhelm (300) nach Anspruch 3,
wobei die Steuerschaltung (150) ferner ausgebildet ist, ein Ende des Aussendens des
Funkspruchs zu erkennen und infolgedessen die Prozessierschaltung (130) zu deaktivieren.
5. Atemschutzmaske (400) oder Feuerwehrhelm (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei die Steuerschaltung (150) ferner eingerichtet ist, menschliche Sprache betreffende
Signalanteile des Mikrofonsignals (111) zu erkennen und eine Signalkomponente des
Audiosignals (121), mit welcher die die menschliche Sprache betreffende Signalanteile
des Mikrofonsignals (111) über den Kopfhörer (120) ausgebbar sind, basierend auf den
die menschliche Sprache betreffenden Signalanteilen des Mikrofonsignals (111) zu erzeugen.
6. Atemschutzmaske (400) oder Feuerwehrhelm (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei die Funkschnittstelle ein Funkgerät oder eine Schnittstelle zur Anbindung an
ein Funkgerät ist.
7. Atemschutzmaske (400) oder Feuerwehrhelm (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei der Kopfhörer ein schallabsorbierendes Material (124) umfasst, welches das Ohr
(191) des Benutzers (190) zumindest teilweise umgibt.
8. Atemschutzmaske (400) oder Feuerwehrhelm (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei das Mikrofon (110) auf einer vom Benutzer abgewandten Seite in den Kopfhörer
(120) integriert ist.
9. Atemschutzmaske (400) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, ferner umfassend ein zweites
Mikrofon und
wobei die Steuerschaltung (150) ferner ausgebildet ist, den Referenzpegel basierend
auf einem von einem zweiten Mikrofon an einer dem Benutzer zugewandten Seite des Maskenkörpers
gemessenen Lautstärkepegel zu bestimmen.
10. Feuerwehrhelm (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei das Mikrofon (110) auf einer vom Benutzer abgewandten Seite des Feuerwehrhelms
(300) angeordnet ist.
11. Feuerwehrhelm (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei das Mikrofon (110) auf einer dem Benutzer zugewandten Seite des Feuerwehrhelms
(300) angeordnet ist.
1. Breathing mask (400) or fireman's helmet (300) having a communication system (100),
comprising:
a headphone (120), which is designed to take an audio signal (121) as a basis for
outputting sound waves (122) to one ear (191) of a user (190);
a microphone (110), which is designed to take ambient sound (101) as a basis for outputting
a microphone signal (111);
a processing circuit (130), which is designed to take the microphone signal (111)
as a basis for generating a signal component of the audio signal (121) that comprises
information relating to the production of sound waves that destructively interfere
with a portion of the ambient sound (101) that occurs at the ear (191) of the user
(190);
a radio interface (140); and
a control circuit (150), which is designed to activate the processing circuit (130)
on the basis of an operating state of the radio interface (140),
wherein the control circuit (150) is further designed to detect reception of a radio
message via the radio interface (140) and, as a result, to activate the processing
circuit (130),
wherein the control circuit (150) is further designed to detect the end of the reception
of the radio message and, as a result, to deactivate the processing circuit (130),
and
wherein the control circuit (150) determines a volume level of the ambient sound (101)
on the basis of the microphone signal (111) and activates the processing circuit (130)
if the volume level is above a reference level.
2. Breathing mask (400) or fireman's helmet (300) according to Claim 1, wherein the control
circuit (150) is further designed to produce a signal component of the audio signal
(121) that relates to the radio message.
3. Breathing mask (400) or fireman's helmet (300) according to either of Claims 1 and
2,
wherein the control circuit (150) is further designed to detect a transmission of
a radio message via the radio interface and, as a result, to activate the processing
circuit (130).
4. Breathing mask (400) or fireman's helmet (300) according to Claim 3, wherein the control
circuit (150) is further designed to detect the end of the transmission of the radio
message and, as a result, to deactivate the processing circuit (130).
5. Breathing mask (400) or fireman's helmet (300) according to one of Claims 1 to 4,
wherein the control circuit (150) is further designed to detect signal portions of
the microphone signal (111) that relate to human voice and to produce a signal component
of the audio signal (121), which signal component can be used to output the signal
portions of the microphone signal (111) that relate to the human voice via the headphone
(120), on the basis of the signal portions of the microphone signal (111) that relate
to the human voice.
6. Breathing mask (400) or fireman's helmet (300) according to one of Claims 1 to 5,
wherein the radio interface is a radio or an interface for connection to a radio.
7. Breathing mask (400) or fireman's helmet (300) according to one of Claims 1 to 6,
wherein the headphone comprises a sound-absorbing material (124) that at least partly
surrounds the ear (191) of the user (190).
8. Breathing mask (400) or fireman's helmet (300) according to one of Claims 1 to 7,
wherein the microphone (110) is integrated in the headphone (120) on a side that faces
away from the user.
9. Breathing mask (400) according to one of Claims 1 to 8,
further comprising a second microphone, and wherein the control circuit (150) is further
designed to determine the reference level on the basis of a volume level measured
by a second microphone on a side of the mask body that faces towards the user.
10. Fireman's helmet (300) according to one of Claims 1 to 8,
wherein the microphone (110) is arranged on a side of the fireman's helmet (300) that
faces away from the user.
11. Fireman's helmet (300) according to one of Claims 1 to 8,
wherein the microphone (110) is arranged on a side of the fireman's helmet (300) that
faces towards the user.
1. Masque de protection respiratoire (400) ou casque de pompier (300), muni d'un système
de communication (100) comprenant :
un écouteur (120) conçu pour émettre des ondes sonores (122) vers une oreille (191)
d'un utilisateur (190) sur la base d'un signal audio (121) ;
un microphone (110) conçu pour émettre un signal de microphone (111) sur la base du
bruit ambiant (101) ;
un circuit de traitement (130) conçu pour, sur la base du signal de microphone (111),
générer une composante de signal, comprenant des informations permettant de générer
des ondes sonores interférant de manière destructive avec une partie du bruit ambiant
(101) atteignant l'oreille (191) de l'utilisateur (190), du signal audio (121) ;
une interface radio (140) ; et
un circuit de commande (150) conçu pour activer le circuit de traitement (130) en
fonction d'un état de fonctionnement de l'interface radio (140),
dans lequel le circuit de commande (150) est en outre conçu pour identifier une réception
d'un message vocal radio par l'intermédiaire de l'interface radio (140) et activer
le circuit de traitement (130) suite à ladite identification,
dans lequel le circuit de commande (150) est en outre conçu pour identifier une fin
de la réception du message vocal radio et désactiver le circuit de traitement (130)
suite à ladite identification, et
dans lequel le circuit de commande (150) détermine un niveau de volume du bruit ambiant
(101) sur la base du signal de microphone (111) et active le circuit de traitement
(130) lorsque le niveau de volume est supérieur à un niveau de référence.
2. Masque de protection respiratoire (400) ou casque de pompier (300) selon la revendication
1,
dans lequel le circuit de commande (150) est en outre conçu pour générer une composante
de signal du signal audio (121) afférente au message vocal radio.
3. Masque de protection respiratoire (400) ou casque de pompier (300) selon la revendication
1 ou 2,
dans lequel le circuit de commande (150) est en outre conçu pour identifier une émission
d'un message vocal radio par l'intermédiaire de l'interface radio et activer le circuit
de traitement (130) suite à ladite identification.
4. Masque de protection respiratoire (400) ou casque de pompier (300) selon la revendication
3, dans lequel le circuit de commande (150) est en outre conçu pour identifier une
fin de l'émission du message vocal radio et désactiver le circuit de traitement (130)
suite à ladite identification.
5. Masque de protection respiratoire (400) ou casque de pompier (300) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 4,
dans lequel le circuit de commande (150) est en outre conçu pour reconnaître des parties
de signal du signal de microphone (111) afférentes à de la parole humaine et pour
générer une composante de signal du signal audio (121) avec laquelle les parties de
signal du signal de microphone (111) afférentes à la parole humaine peuvent être émises
par l'intermédiaire du écouteur (120) sur la base des parties de signal du signal
de microphone (111) afférentes à la parole humaine).
6. Masque de protection respiratoire (400) ou casque de pompier (300) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 5,
dans lequel l'interface radio est un appareil radio ou une interface permettant une
connexion à un appareil radio.
7. Masque de protection respiratoire (400) ou casque de pompier (300) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 6,
dans lequel l'écouteur comprend un matériau absorbant le son (124) entourant au moins
partiellement l'oreille (191) de l'utilisateur (190).
8. Masque de protection respiratoire (400) ou casque de pompier (300) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 7,
dans lequel le microphone (110) est intégré dans l'écouteur (120) sur un côté opposé
à l'utilisateur.
9. Masque de protection respiratoire (400) selon l'une quelconque des revendications
1 à 8,
comprenant en outre un second microphone et
dans lequel le circuit de commande (150) est en outre conçu pour déterminer le niveau
de référence sur la base d'un niveau de volume mesuré par un second microphone sur
un côté, tourné vers l'utilisateur, du corps de masque.
10. Casque de pompier (300) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
dans lequel le microphone (110) est agencé sur un côté du casque de pompier (300)
opposé à l'utilisateur.
11. Casque de pompier (300) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
dans lequel le microphone (110) est agencé sur un côté du casque de pompier (300)
tourné vers l'utilisateur.