[0001] Die Erfindung betrifft eine Ebenenplatte für ein Pressenwerkzeug einer Presse, insbesondere
einer Pulverpresse zur Herstellung von Grünlingen. Die Erfindung betrifft weiter eine
Verwendung einer Ebenenplatte in einem Pressenwerkzeug einer Presse zur Herstellung
eines Grünlings. Mit der Presse werden insbesondere sinterfähige Grünlinge hergestellt,
also Grünlinge, die nach dem Pressvorgang gesintert werden können. Insbesondere können
in der Presse metallische und/oder keramische Pulver zu Grünlingen verpresst werden.
[0002] Bekannte Pressen dieser Art umfassen zumindest eine Matrize, ein einen oder mehrere
Oberstempel umfassendes oberes Pressenwerkzeug und ein einen oder mehrere Unterstempel
umfassendes unteres Pressenwerkzeug. Eine Innenumfangsfläche der Matrize bildet die
Aufnahme für das Pulver bzw. den herzustellenden Grünling. Über eine nach oben offene
erste Stirnseite der Matrize kann insbesondere mindestens ein Oberstempel des oberen
Pressenwerkzeugs entlang einer axialen Richtung in die Matrize hineinfahren. Der mindestens
eine Oberstempel gleitet dabei entlang der Innenumfangsfläche der Matrize und verpresst
das Pulver zunehmend. Insbesondere kann zusätzlich mindestens ein Unterstempel vorgesehen
sein, der über eine nach unten offene zweite Stirnseite der Matrize entlang der axialen
Richtung in die Matrize hineinfährt, bzw. in der Matrize zwischen einer oberen Stellung
und einer unteren Stellung verfährt. Zwischen dem mindestens einen Oberstempel und
dem mindestens einen Unterstempel wird so das Pulver zu einem Grünling verpresst,
wobei die Innenumfangsfläche der Matrize insbesondere eine seitliche Kontur des Grünlings
definiert.
[0003] Insbesondere umfasst ein oder jedes Pressenwerkzeug eine Mehrzahl von Stempeln, wobei
zumindest ein Stempel gegenüber dem mindestens einen weiteren Stempel entlang der
axialen Richtung zum Verpressen des Pulvers verfahrbar ist. Jeder Stempel (und jede
mit diesem Stempel zur Übertragung der Presskraft verbundene Komponente des Pressenwerkzeugs)
kann dabei einer Werkzeugebene zugeordnet werden. Zum Verfahren jedes (verfahrbaren)
Stempels ist regelmäßig eine Ebenenplatte (auch Werkzeugebenenplatte genannt) vorgesehen,
die durch mindestens einen Hubzylinder betätigt und/oder durch den Hubzylinder entlang
der axialen Richtung verfahren wird. Die Ebenenplatte kann durch mindestens eine Führungssäule
geführt sein, die sich entlang der axialen Richtung erstreckt. Über die mindestens
eine Führungssäule wird eine Verdrehung der Ebenenplatte in einer Umfangsrichtung
und/oder eine Verkippung der Ebenenplatte um eine entlang einer radialen Richtung
verlaufende Achse verringert bzw. verhindert. Die verschiedenen Ebenenplatten zumindest
eines oberen oder eines unteren Presswerkzeugs können durch Führungssäulen gemeinsam
geführt werden.
[0004] Zwischen der Ebenenplatte und dem mindestens einen Stempel, der das Pulver in der
Matrize kontaktiert, kann zusätzlich ein Stempelhalter angeordnet sein, der eine von
den Ebenenplatten übertragene Presskraft auf den mindestens einen Stempel überträgt.
Weiter können Druckplatten zwischen Stempel bzw. Stempelhalter und Ebenenplatte vorgesehen
sein, die eine Presskraft der Ebenenplatte in der axialen Richtung und in der radialen
Richtung hin zu den Stempeln übertragen. Stempel bzw. Stempelhalter können über Klemmplatten
(alternativ), Bajonett-Verschlüsse oder schalenförmige Aufnahmen an der Druckplatte
oder an der Ebenenplatte befestigt sein.
[0005] Bei bekannten Pressenwerkzeugen bzw. Pressen sind die einzelnen Ebenenplatten, die
durch eine Führung durch mindestens eine Führungssäule und eine Anbindung an den mindestens
einen Hubzylinder charakterisiert sind, in der axialen Richtung voneinander beabstandet
und übereinander angeordnet, d. h. sie sind dauerhaft auf verschiedenen Höhen (Niveaus)
entlang der axialen Richtung angeordnet. Eine Ebenenplatte kann dabei kubisch, quaderförmig
oder. scheibenförmig ausgeführt sein. Die Ebenenplatte erstreckt sich zwischen einer
zentral angeordneten Aufnahme für die Druckplatte, den Stempelhalter oder den Stempel
entlang der radialen Richtung zumindest bis zu einer zylindrischen Führungsfläche,
die zur Kontaktierung einer der Führungssäulen vorgesehen ist.
[0006] Eine Presse ist z. B. aus der
US 5,498,147 bekannt. Die dort dargestellten Ebenenplatten sind im Querschnitt rechteckig geformt
und weisen eine konstante Wandstärke auf. Die Ebenenplatte ist in Teilbereichen durchbrochen,
so dass ein Druckkolben des Hubzylinders bzw. eine Druckplatte zur Verbindung mit
dem Stempel an der Ebenenplatte aufgenommen werden kann. Dabei liegen die Querschnittsänderungen
aber nicht im Bereich zwischen den Führungsflächen an den Führungssäulen und der zentralen
Aufnahme für die Druckplatte und auch nicht kontinuierlich entlang einer Erstreckung
vor sondern sind nur an jeweils einer Position vorgesehen, nämlich an der Aufnahme
für die Druckplatte, wobei die Querschnittsänderungen regelmäßig durch parallel zur
axialen Richtung verlaufende Seitenwände gebildet werden.
[0007] Der Aufbau einer bekannten Presse bzw. eines Pressenwerkzeugs weist eine große Bauhöhe
in der axialen Richtung auf. Dabei erstrecken sich ausgehend von der Matrize für jede
Werkzeugebene die einzelnen Komponenten der betreffenden Werkzeugebene (also Stempel,
ggf. zugehöriger Stempelhalter, ggf. zugehörige Druckplatte) entlang der axialen Richtung
unterschiedlich weit, so dass unterschiedliche Elastizitäten für jede Werkzeugebene
vorliegen. Die Elastizität der Werkzeugebene bezeichnet insbesondere die Verformung
der Komponenten der Werkzeugebene in der axialen Richtung infolge einer durch die
Hubzylinder auf die Anbindung bzw. durch den Stempel oder Stempelhalter auf die Aufnahme
einwirkenden Presskraft. Die Einheit der Elastizität ist: m/N [Meter/Newton].
[0008] Infolge der unterschiedlichen Elastizitäten kann gerade ein Entformen des herzustellenden
Grünlings durch die unterschiedliche Ausdehnung der Komponenten zwischen verschiedenen
Werkzeugebenen bei der Entspannung der Werkzeugebenen (Presskraft wird zurückgefahren)
problematisch sein, wobei Rissbildungen in dem Grünling auftreten können.
[0009] Aus der
US 6,165,400 A ist eine Presse zur Herstellung von pulvermetallurgischen schrägverzahnten Zahnrädern
bekannt, welche den Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie des Anspruchs 9 bildet.
[0010] Aus der
US 2017/087638 A1 ist eine Presse mit sich konisch erweiternden Stempeln bekannt, die zueinander verschachtelt
angeordnet sind.
[0011] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die mit Bezug auf den
Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise zu lindern oder gar zu
lösen. Insbesondere sollen die Unterschiede in den Elastizitäten zumindest verringert
werden, wobei die Pressenwerkzeuge zudem mit einer geringeren Bauhöhe herstellbar
bzw. bereitstellbar sind. Weiter soll nach Möglichkeit das Gewicht zumindest der Ebenenplatten
reduziert werden. Damit kann die Montage der Presse bzw. der Ebenenplatte vereinfacht
und ggf. auch schneller durchgeführt werden. Insbesondere können so auch kompaktere
Pressen mit geringerer Bauhöhe eingesetzt werden, so dass auch hier Material und Kosten
eingespart werden können.
[0012] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Ebenenplatte gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
1 und eine Verwendung einer Ebenenplatte gemäß Patentanspruch 9 vorgeschlagen. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0013] Hierzu trägt eine Ebenenplatte für ein Pressenwerkzeug einer Presse bei, insbesondere
einer Pulverpresse zur Herstellung von Grünlingen. Mit der Presse werden insbesondere
sinterfähige Grünlinge hergestellt, also Grünlinge, die nach dem Pressvorgang gesintert
werden können. Insbesondere können in der Presse metallische und/oder keramische Pulver
zu Grünlingen verpresst werden.
[0014] Insbesondere kann die Ebenenplatte einteilig ausgeführt sein.
[0015] Die erfindungsgemäße Ebenenplatte wird über mindestens einen Hubzylinder entlang
einer axialen Richtung zur Betätigung eines Stempels der Presse verfahren. Die Ebenenplatte
weist eine Anbindung für den mindestens einen Hubzylinder, mindestens eine zur axialen
Richtung parallele zumindest teilweise zylindrische Führungsfläche zur Kontaktierung
einer Führungssäule und eine zentral angeordnete Aufnahme zur Kontaktierung des Stempels
oder des Stempelhalters der Presse auf. Die Ebenenplatte weist zumindest einen ersten
Querschnitt auf, der parallel zur axialen Richtung und entlang einer zur axialen Richtung
senkrecht verlaufenden radialen Richtung zwischen der Aufnahme und der Führungsfläche
verläuft. In diesem ersten Querschnitt ist zumindest ein erster Bereich mit einer
Wandstärke und einer ersten Mittellinie vorgesehen, wobei die erste Mittellinie zumindest
teilweise unter einem ersten Winkel von mindestens 10 Winkelgrad, insbesondere mindestens
20, bevorzugt mindestens 45, und höchstens 85 Winkelgrad, bevorzugt höchstens 80 Winkelgrad,
zur radialen Richtung verläuft. Die erfindungsgemäße Ebenenplatte zeichnet sich weiterhin
dadurch aus, dass die Ebenenplatte eine in eine erste axiale Richtung weisende Oberseite
und eine in eine der ersten axialen Richtung entgegengesetzte zweite axiale Richtung
weisende Unterseite aufweist, wobei die Oberseite und die Unterseite der Ebenenplatte
in dem ersten Bereich des ersten Querschnitts parallel zur ersten Mittellinie und/oder
unter einem ersten Winkel von mindestens 10 Winkelgrad, bevorzugt mindestens 20 Winkelgrad,
besonders bevorzugt mindestens 45 Winkelgrad, und unter einem ersten Winkel von höchstens
85 Winkelgrad, insbesondere höchstens 80 Winkelgrad, zur radialen Richtung verlaufen.
[0016] Es können mehrere Hubzylinder zum Verfahren der Ebenenplatte eingesetzt werden, wobei
die Ebenenplatte dann jeweils eine Anbindung für jeden Hubzylinder aufweist. Der mindestens
eine Hubzylinder kann so gegenüber der Ebenenplatte angeordnet sein, dass die Ebenenplatte
durch ein möglichst geringes Drehmoment um eine zur radialen Richtung parallelen Achse,
das ein Verkippen der Ebenenplatte um diese Achse bewirken könnte, beaufschlagt wird.
Insbesondere sind also z. B. zwei Hubzylinder vorgesehen, die entlang der Umfangsrichtung
um 180 Winkelgrad zueinander versetzt angeordnet sind.
[0017] Die Ebenenplatte kann eine Mehrzahl von (bevorzugt vier) zumindest teilweise zylindrischen
Führungsflächen aufweisen, die in einer Richtung senkrecht zur axialen Richtung voneinander
beabstandet angeordnet sind. Über die mindestens eine Führungsfläche kann die Ebenenplatte
entlang der axialen Richtung durch die mindestens eine Führungssäule geführt werden,
die sich entlang der axialen Richtung erstreckt. Über die mindestens eine Führungssäule
wird eine Verdrehung der Ebenenplatte in einer Umfangsrichtung und/oder eine Verkippung
der Ebenenplatte um eine entlang einer radialen Richtung verlaufende Achse verringert
bzw. verhindert. Die Ebenenplatten zumindest eines oberen oder unteren Pressenwerkzeugs
können durch gemeinsame Führungssäulen geführt sein.
[0018] Die Aufnahme zur Kontaktierung des Stempels oder eines Stempelhalters der Presse
ist insbesondere zentral angeordnet, d. h. (etwa) in einer Mitte der Ebenenplatte,
wenn diese entlang der axialen Richtung betrachtet wird. Eine zentrale Anordnung der
Aufnahme liegt insbesondere dann vor, wenn diese zentral zwischen bzw. mit gleichem
Abstand zu mehreren Anbindungen positioniert ist, also insbesondere mittig bezüglich
der Krafteinleitungspunkte der Hubzylinder. Die Aufnahme kann (mittig) zwischen einer
Mehrzahl von Hubzylindern und einer Mehrzahl von Führungssäulen angeordnet sein, so
dass die Ebenenplatte bei einer Beaufschlagung der Ebenenplatte mit einer Presskraft
durch ein möglichst geringes Drehmoment um eine zur radialen Richtung parallelen Achse,
das ein Verkippen der Ebenenplatte um diese Achse bewirken könnte, beaufschlagt wird.
[0019] Die Aufnahme kann rund, bevorzugt kreisrund, ausgeführt sein. Die Aufnahme kann eine
parallel zur axialen Richtung verlaufende und/oder zur Aufnahme konzentrisch angeordnete
Längsachse aufweisen. Die radiale Richtung erstreckt sich senkrecht zur axialen Richtung
und insbesondere jeweils ausgehend von der Längsachse.
[0020] Die Aufnahme kann eine Aufnahmefläche zur Kontaktierung und/oder zur Abstützung des
Stempels bzw. Stempelhalters aufweisen. Der Stempel bzw. der Stempelhalter kann über
eine Klemmplatte, eine Verschraubung, einen Bajonettverschluss oder ähnliches an der
Aufnahme befestigt werden.
[0021] Die Ebenenplatte kann eine Anbindung für den mindestens einen Hubzylinder, eine zentral
angeordnete Aufnahme zur Kontaktierung des Stempels oder eines Stempelhalters der
Presse sowie mindestens eine zur axialen Richtung parallele erste zumindest teilweise
zylindrische Führungsfläche zur Kontaktierung einer ersten Führungssäule und eine
zur axialen Richtung parallele zweite zumindest teilweise zylindrische Führungsfläche
zur Kontaktierung einer zweiten Führungssäule aufweisen. An der Unterseite der Ebenenplatte
kann die erste Führungsfläche ein erstes unteres Ende und die zweite Führungsfläche
ein zweites unteres Ende aufweisen. Das erste untere Ende und das zweite untere Ende
können auf voneinander gegenüber der axialen Richtung unterschiedlichen Höhen und
damit in der axialen Richtung voneinander beabstandet angeordnet sein.
[0022] Die Ebenenplatte kann vier (oder mehr) zumindest teilweise zylindrische Führungsflächen
zur Kontaktierung von vier Führungssäulen (also jeweils einer Führungssäule) aufweisen,
wobei jede Führungsfläche ein unteres Ende aufweist. Die unteren Enden von jeweils
(oder von mindestens) zwei Führungsflächen können auf einer gemeinsamen Höhe angeordnet
sein.
[0023] Insbesondere sind jeweils zwei Führungsflächen vorgesehen, deren untere Enden auf
einer gemeinsamen Höhe angeordnet sind. Insbesondere bildet also jede der zwei zumindest
teilweise zylindrischen ersten Führungsflächen ein erstes unteres Ende und jede der
zwei zumindest teilweise zylindrischen zweiten Führungsflächen ein zweites unteres
Ende aus. Das erste untere Ende und das zweite untere Ende können auf voneinander
gegenüber der axialen Richtung unterschiedlichen Höhen angeordnet sein.
[0024] Das erste untere Ende und das zweite untere Ende können an einer Unterseite der Ebenenplatte
angeordnet sein.
[0025] Die Führungsflächen können auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sein. Damit kann
eine Verkippung der Ebenenplatte um eine zur axialen Richtung senkrecht verlaufende
Achse gegenüber einer Ebenenplatte mit ausschließlich auf einer gemeinsamen Höhe angeordneten
Führungsflächen reduziert bzw. vollständig verhindert werden.
[0026] Die zwei Führungsflächen mit den auf der gemeinsamen Höhe angeordneten unteren Enden
können in einer Umfangsrichtung um 90 oder um 180 Winkelgrad versetzt zueinander angeordnet
sein.
[0027] Bevorzugt können alle unteren Enden der Führungsflächen der einen Ebenenplatte auf
voneinander gegenüber der axialen Richtung unterschiedlichen Höhen angeordnet sein.
[0028] Insbesondere sind die unteren Enden der Führungsflächen einer Ebenenplatte, die auf
gegenüber der axialen Richtung unterschiedlichen Höhen angeordnet sind, um jeweils
mindestens 5 Millimeter, insbesondere mindestens 20 Millimeter, bevorzugt mindestens
100 Millimeter, besonders bevorzugt mindestens 200 Millimeter entlang der axialen
Richtung voneinander beabstandet.
[0029] Insbesondere weist die erste Führungsfläche an der Oberseite der Ebenenplatte ein
erstes oberes Ende auf, wobei das erste untere Ende und das erste obere Ende auf voneinander
gegenüber der axialen Richtung unterschiedlichen Höhen und damit in der axialen Richtung
in einer Distanz voneinander beabstandet angeordnet sind.
[0030] Das erste untere Ende und das zweite untere Ende sind in der axialen Richtung um
mindestens 50 % der Distanz, bevorzugt um mindestens 100 % der Distanz, besonders
bevorzugt um mindestens 150 % der Distanz, voneinander beabstandet angeordnet.
[0031] Die Wandstärke bezeichnet die Materialstärke der Ebenenplatte parallel zur axialen
Richtung. Die Mittellinie verläuft durch die geometrischen Flächenschwerpunkte der
in dem ersten Querschnitt liegenden Schnittflächen der Ebenenplatte. Die erste Mittellinie
kann durch die Mittelpunkte der an der jeweiligen radialen Position vorliegenden Wandstärke
definiert sein.
[0032] In der axialen Richtung weisen bekannte Ebenenplatten eine im Wesentlichen konstante
Wandstärke auf. In einem Querschnitt, der parallel zur axialen Richtung und entlang
einer zur axialen Richtung senkrecht verlaufenden radialen Richtung zwischen der Aufnahme
und der Führungsfläche verläuft, sind die Ebenenplatten insbesondere rechteckig mit
im Wesentlichen konstanter Wandstärke ausgeführt, wobei sich eine Oberseite der Ebenenplatte
und eine Unterseite der Ebenenplatte und damit auch eine Mittellinie der Wandstärke
parallel zur radialen Richtung erstrecken. Die in der
US 5,498,147 dargestellten Ebenenplatten sind im Querschnitt rechteckig geformt und weisen eine
konstante Wandstärke auf. Die Ebenenplatte ist in Teilbereichen durchbrochen, so dass
ein Druckkolben des Hubzylinders bzw. eine Druckplatte zur Verbindung mit dem Stempel
an der Ebenenplatte aufgenommen werden kann. Dabei liegen die Querschnittsänderungen
bzw. Änderungen der Wandstärke aber nicht im Bereich zwischen den Führungsflächen
an den Führungssäulen und der zentralen Aufnahme für die Druckplatte vor sondern sind
nur an jeweils einer Position vorgesehen, nämlich an der Aufnahme für die Druckplatte,
wobei die Querschnittsänderungen regelmäßig durch parallel zur axialen Richtung verlaufende
Seitenwände gebildet werden. Vorliegend wird nun von dieser bekannten Lehre abgewichen.
[0033] Der erste Bereich kann sich in der radialen Richtung über eine erste Erstreckung
erstrecken, die mindestens 10 %, insbesondere mindestens 20 %, bevorzugt 30 %, eines
kleinsten Abstandes zwischen der zentralen Aufnahme und der Führungsfläche (bzw. zwischen
der Aufnahme und einer Position entlang der radialen Richtung, an der die mindestens
eine Führungsfläche angeordnet ist) in dem ersten Querschnitt entlang der radialen
Richtung beträgt. Die erste Erstreckung kann mindestens 5 Millimeter, mindestens 10
Millimeter oder mindestens 20 Millimeter betragen.
[0034] Die Aufnahme kann eine Aufnahmefläche oder einen Funktionsbereich (im Folgenden auch
als Teile der Aufnahme bezeichnet) an der Ebenenplatte umfassen, an dem der Stempel
oder ein Stempelhalter anordenbar ist. Der kleinste Abstand kann zwischen der Führungsfläche
und einem, der Führungsfläche entlang der radialen Richtung am nächsten angeordneten
Teil der Aufnahme ermittelt werden.
[0035] Die Ebenenplatte kann in zumindest einem zweiten Querschnitt, der entlang der radialen
Richtung zwischen der Aufnahme und der Führungsfläche (bzw. zwischen der Aufnahme
und einer Position entlang der radialen Richtung, an der die mindestens eine Führungsfläche
angeordnet ist) verläuft und gegenüber dem ersten Querschnitt um einen Winkelbereich
(z. B. um mindestens 1 Winkelgrad oder mindestens 5 Winkelgrad) in Umfangsrichtung
gedreht angeordnet ist, zumindest einen zweiten Bereich aufweisen mit einer Wandstärke
und einer zweiten Mittellinie aufweisen. Dabei erstreckt sich der zweite Bereich in
der radialen Richtung über eine zweite Erstreckung, die sich von der ersten Erstreckung
unterscheidet (größer oder kleiner ist). In dem zweiten Querschnitt verläuft die zweite
Mittellinie unter einem zweiten Winkel von mindestens 10 Winkelgrad, insbesondere
mindestens 20, bevorzugt mindestens 45 zur radialen Richtung. Insbesondere verläuft
die zweite Mittellinie unter einem zweiten Winkel von höchstens 85 Winkelgrad, bevorzugt
höchstens 80 Winkelgrad.
[0036] Gegebenenfalls kann ausschließlich ein um einen Winkelbereich von 90 oder von 180
Winkelgrad in der Umfangsrichtung gegenüber dem ersten Querschnitt gedreht angeordneter
Querschnitt zum ersten Querschnitt identisch ausgeführt sein.
[0037] Der zweite Querschnitt kann parallel zur axialen Richtung und entlang der radialen
Richtung verlaufen, also gegenüber dem ersten Querschnitt nur in einer Umfangsrichtung
gedreht.
[0038] Insbesondere unterscheidet sich der erste Winkel von dem zweiten Winkel um mindestens
10 Winkelgrad, insbesondere um mindestens 20 Winkelgrad.
[0039] Die Ebenenplatte kann in dem ersten Querschnitt (oder auch in dem zweiten Querschnitt)
einen, sich in der radialen Richtung an den ersten Bereich anschließenden dritten
Bereich aufweisen, wobei der dritte Bereich eine dritte Mittellinie aufweist, die
zumindest teilweise unter einem dritten Winkel von mindestens 10 Winkelgrad, insbesondere
mindestens 20 Winkelgrad, und unter einem dritten Winkel von höchstens 85 Winkelgrad
zur radialen Richtung verläuft. Der erste Winkel (oder der zweite Winkel) und der
dritte Winkel sind gegenüber der radialen Richtung gegenläufig orientiert. Die Ausführungen
zu der ersten Mittellinie gelten für die dritte Mittellinie entsprechend.
[0040] Die Oberseite und/oder die Unterseite der Ebenenplatte kann in dem dritten Bereich
des ersten Querschnitts parallel zur dritten Mittellinie und/oder unter einem dritten
Winkel von mindestens 10 Winkelgrad, bevorzugt mindestens 20 Winkelgrad, besonders
bevorzugt mindestens 45 Winkelgrad, und unter einem dritten Winkel von höchstens 80
Winkelgrad, insbesondere höchstens 85 Winkelgrad zur radialen Richtung verlaufen.
[0041] Der erste Querschnitt kann sich durch die Führungsfläche hindurch erstrecken. Die
Führungsfläche kann ein unteres Ende (an der Unterseite der Ebenenplatte) aufweisen,
das gegenüber der axialen Richtung auf einer Höhe (Niveau) angeordnet ist. In dem
ersten Querschnitt kann zwischen dem ersten Bereich und dem dritten Bereich ein Wendebereich
der Ebenenplatte angeordnet sein. Dieser Wendebereich kann gegenüber der axialen Richtung
unterhalb des unteren Endes angeordnet sein.
[0042] Es wird weiter ein Pressenwerkzeug für eine Presse vorgeschlagen, zumindest umfassend
eine erste Ebenenplatte und eine zweite Ebenenplatte. Zumindest die erste Ebenenplatte
ist über mindestens einen Hubzylinder entlang einer axialen Richtung zur Betätigung
eines Stempels der Presse verfahrbar. Zumindest die erste Ebenenplatte weist eine
Anbindung für den mindestens einen Hubzylinder auf. Jede Ebenenplatte weist jeweils
mindestens eine zumindest teilweise zylindrische Führungsfläche zur Kontaktierung
einer für die Ebenenplatten gemeinsamen Führungssäule und jeweils eine zentral angeordnete
Aufnahme zur Kontaktierung des Stempels oder eines Stempelhalters der Presse auf.
Die Ebenenplatten sind entlang einer axialen Richtung übereinander anordenbar, so
dass die jeweils mindestens eine Führungsfläche jeder Ebenenplatte koaxial zueinander
angeordnet sind.
[0043] Zumindest die erste Ebenenplatte ist wie eine vorstehend beschriebene Ebenenplatte
ausgeführt. Die Ebenenplatten sind entlang der axialen Richtung und entlang der radialen
Richtung zumindest teilweise einander überlappend anordenbar. Sie sind insbesondere
also so zueinander anordenbar, dass zumindest Teile der beiden Ebenenplatten auf einer
gleichen Höhe gegenüber der axialen Richtung angeordnet sind (und damit entlang der
radialen Richtung benachbart zueinander).
[0044] Die Ebenenplatten können ineinander geschachtelt (und damit nicht ausschließlich
in der axialen Richtung zueinander beabstandet) angeordnet werden, so dass eine Bauhöhe
des Pressenwerkzeugs reduzierbar ist. Geschachtelt heißt hier, dass die Ebenenplatten
entlang der axialen Richtung übereinander und in der radialen Richtung zumindest mit
Teilen der Ebenenplatten nebeneinander anordenbar sind.
[0045] Die Ebenenplatten des Pressenwerkzeugs können jeweils mindestens zwei zumindest teilweise
zylindrische Führungsflächen zur Kontaktierung von zwei für die Ebenenplatten gemeinsamen
Führungssäulen aufweisen. Die erste Ebenenplatte hat eine erste zumindest teilweise
zylindrische Führungsfläche mit einem ersten unteren Ende und die zweite Ebenenplatte
eine dritte zumindest teilweise zylindrische Führungsfläche mit einem dritten unteren
Ende. Die erste Ebenenplatte ist gegenüber der axialen Richtung oberhalb von der zweiten
Ebenenplatte angeordnet. Die Ebenenplatten sind so zueinander angeordnet, dass die
erste Führungsfläche eine erste Führungssäule der gemeinsamen Führungssäulen und die
dritte Führungsfläche eine (andere, also) zweite Führungssäule der gemeinsamen Führungssäulen
kontaktiert. Das erste untere Ende ist gegenüber der axialen Richtung unterhalb des
dritten unteren Endes angeordnet.
[0046] Wie vorstehend zur Ebenenplatte ausgeführt, können die Führungsflächen einer Ebenenplatte
auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sein, so dass die Führungsflächen von unterschiedlichen
Ebenenplatten an unterschiedlichen Führungssäulen in der axialen Richtung in einer
gegenüber den Ebenenplatten vertauschten Reihenfolge anordenbar sind. Damit kann eine
Verkippung der Ebenenplatte um eine zur axialen Richtung senkrecht verlaufende Achse
gegenüber einer Ebenenplatte mit ausschließlich auf einer gemeinsamen Höhe angeordneten
Führungsflächen reduziert bzw. vollständig verhindert werden und eine verschachtelte
Anordnung der Ebenenplatten realisiert werden, so dass eine insgesamt geringere Bauhöhe
des Pressenwerkzeug ermöglicht ist.
[0047] Die Ausführungen zu der Ebenenplatte gelten gleichermaßen für das Pressenwerkzeug
und umgekehrt.
[0048] Es wird weiter die Verwendung einer vorstehend beschriebenen Ebenenplatte Ebenenplatte,
in einem Pressenwerkzeug, insbesondere in einem vorstehend beschriebenen Pressenwerkzeug,
einer Presse zur Herstellung eines Grünlings vorgeschlagen. Mit der Presse können
insbesondere sinterfähige Grünlinge hergestellt werden, also Grünlinge, die nach dem
Pressvorgang gesintert werden können. Insbesondere können in der Presse metallische
und/oder keramische Pulver zu Grünlingen verpresst werden.
[0049] Die Ebenenplatte ist eine Ebenenplatte nach Anspruch 1.
[0050] Die Ausführungen zu der Ebenenplatte und/oder dem Pressenwerkzeug gelten gleichermaßen
für die vorgeschlagene Verwendung und umgekehrt.
[0051] Mit der Ebenenplatte und/oder dem Pressenwerkzeug ist insbesondere ein Verfahren
zur Betätigung einer Presse realisierbar, wobei die Presse zumindest eine Führungssäule
und zumindest einen Hubzylinder sowie ein (vorstehend beschriebenes) Pressenwerkzeug
umfasst. Das Verfahren umfasst zumindest die folgenden Schritte:
- a) Bereitstellen der Presse und des Pressenwerkzeugs;
- b) Anordnen der ersten Ebenenplatte und der zweiten Ebenenplatte in der Presse; wobei
die Ebenenplatten entlang einer axialen Richtung so übereinander angeordnet sind,
dass die jeweils mindestens eine zumindest teilweise zylindrische Führungsfläche jeder
Ebenenplatte koaxial zueinander angeordnet sind;
wobei die Ebenenplatten entlang der axialen Richtung einander überlappend angeordnet
sind, so dass zumindest Teile der beiden Ebenenplatten auf einer gleichen Höhe gegenüber
der axialen Richtung angeordnet sind (und damit entlang der radialen Richtung benachbart
zueinander).
[0052] Die Gestalt der Ebenenplatte lässt sich mit den bekannten Herstellungsverfahren wie
Drehen, Fräsen, Sägen, Bohren sowie Schleifen, Drahtschneiden, Senkerodieren und Hartfräsen
etc. erzeugen. Die Ebenenplatte kann durch sogenannte additive Verfahren, z. B. Lasersintern
(3D-Druck Verfahren, zur Herstellung von räumlichen Strukturen aus pulverförmigen
Ausgangsmaterial durch Sintern; Werkstück wird schichtweise erzeugt), hergestellt
werden. Hierdurch ist eine freie Gestaltung der Ebenenplatte möglich, wobei das Gewicht
der Ebenenplatte reduziert und eine Steifigkeit bzw. Elastizität der Ebenenplatte
gezielt eingestellt werden kann.
[0053] Die Steifigkeit der Ebenenplatte bezeichnet insbesondere den Widerstand der Ebenenplatte
gegenüber einer Verformung in der axialen Richtung gegenüber einer durch die Hubzylinder
auf die Anbindung bzw. durch den Stempel oder Stempelhalter auf die Aufnahme einwirkenden
Presskraft. Die Einheit der Steifigkeit ist: N/m [Newton/Meter].
[0054] Die Steifigkeit kann beispielsweise wie folgt bestimmt werden: Über eine FEM-Analyse,
bei der die Verformung, insbesondere die elastische Verformung, der Ebenenplatte bei
einer bestimmen Presskraft [N], welche insbesondere in der axialen Richtung auf die
Ebenenplatte einwirkt, bestimmt wird (also die Verschiebung des Materials der Ebenenplatte
in Richtung der axialen Richtung, welche in [m] angegeben werden kann). Das Verhältnis
dieser Größen (Presskraft [N]/Materialverschiebung [m]) stellt die Steifigkeit der
Ebenenplatte dar.
[0055] Je geringer die Steifigkeit der Ebenenplatte, desto größer ist die elastische Verformung
(die Elastizität) der Ebenenplatte. Unterschiedliche Steifigkeiten der unterschiedlichen
Ebenenplatten können bei der Herstellung von Grünlingen (gerade bei der Entformung
bzw. während des Entspannens der Presskraft) zu Rissbildungen und damit zu einer Zerstörung
des Grünlings führen.
[0056] Die Elastizität bzw. die Steifigkeit zumindest von zwei Ebenenplatten, insbesondere
von allen (wie vorstehend beschriebenen) Ebenenplatten weicht bevorzugt um maximal
20 % oder um maximal 10 % voneinander ab.
[0057] Es sei angemerkt, dass die hier verwendeten Zahlwörter ("erste", "zweite",...) vorrangig
(nur) zur Unterscheidung von mehreren gleichartigen Gegenständen oder Größen dienen,
also insbesondere keine Abhängigkeit und/oder Reihenfolge dieser Gegenstände oder
Größen zueinander zwingend vorgeben. Sollte eine Abhängigkeit und/oder Reihenfolge
erforderlich sein, ist dies hier explizit angegeben oder es ergibt sich offensichtlich
für den Fachmann beim Studium der konkret beschriebenen Ausgestaltung.
[0058] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher
erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die gezeigten Ausführungsbeispiele
nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht explizit anders dargestellt,
auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten Sachverhalte zu extrahieren
und mit anderen Bestandteilen und Erkenntnissen aus der vorliegenden Beschreibung
und/oder Figuren zu kombinieren. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass die Figuren
und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch sind. Gleiche
Bezugszeichen bezeichnen gleiche Gegenstände, so dass ggf. Erläuterungen aus anderen
Figuren ergänzend herangezogen werden können. Es zeigen:
- Fig. 1:
- ein Pressenwerkzeug einer Presse in einer perspektivischen Ansicht, teilweise im Schnitt;
- Fig. 2:
- das Pressenwerkzeug nach Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht, im Schnitt;
- Fig. 3:
- das Pressenwerkzeug nach Fig. 1 und 2 in einer Ansicht von oben entlang der axialen
Richtung;
- Fig. 4:
- eine Seitenansicht des Pressenwerkzeugs im Schnitt IV-IV gemäß Fig. 3;
- Fig. 5:
- das Pressenwerkzeug nach Fig. 1 bis 4 in einer Seitenansicht in einem weiteren Schnitt
V-V gemäß Fig. 3;
- Fig. 6:
- eine Ebenenplatte des Pressenwerkzeugs nach Fig. 1 bis 5 in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 7:
- die Ebenenplatte nach Fig. 6 in einer weiteren perspektivischen Ansicht;
- Fig. 8:
- die Ebenenplatte nach Fig. 6 und 7 in einer Seitenansicht im Schnitt VIII-VIII gemäß
Fig. 9;
- Fig. 9:
- die Ebenenplatte nach Fig. 6 bis 8 in einer Ansicht von oben entlang der axialen Richtung;
- Fig. 10:
- ein bekanntes Pressenwerkzeug in einer Seitenansicht im Schnitt;
- Fig. 11:
- einen bekannten Adapter für eine Presse in einer Seitenansicht im Schnitt;
- Fig. 12:
- ein bekanntes Pressengestell für einen Adapter;
- Fig. 13:
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Pressenwerkzeugs einer Presse in einer perspektivischen
Ansicht, teilweise im Schnitt;
- Fig. 14:
- das Pressenwerkzeug nach Fig. 13 in einer Ansicht von oben entlang der axialen Richtung;
- Fig. 15:
- eine Seitenansicht des Pressenwerkzeugs nach Fig. 13 und 14 im Schnitt XV-XV gemäß
Fig. 14;
- Fig. 16:
- das Pressenwerkzeug nach Fig. 13 bis 15 in einer Seitenansicht in einem weiteren Schnitt
XVI-XVI gemäß Fig. 14;
- Fig. 17:
- eine Ebenenplatte des Pressenwerkzeugs nach Fig. 13 bis 16 in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 18:
- die Ebenenplatte nach Fig. 17 in einer Ansicht von oben entlang der axialen Richtung;
- Fig. 19:
- die Ebenenplatte nach Fig. 17 und 18 in einer Seitenansicht;
- Fig. 20:
- die Ebenenplatte nach Fig. 17 bis 19 in einer Seitenansicht im Schnitt XX-XX gemäß
Fig. 18; und
- Fig. 21:
- die Ebenenplatte nach Fig. 17 bis 20 in einer Seitenansicht im Schnitt XXI-XXI gemäß
Fig. 18.
[0059] Fig. 1 zeigt ein Pressenwerkzeug 2 einer Presse 3 in einer perspektivischen Ansicht,
teilweise im Schnitt. Fig. 2 zeigt das Pressenwerkzeug 2 nach Fig. 1 in einer perspektivischen
Ansicht, im Schnitt II-II gemäß Fig. 3. Fig. 3 zeigt das Pressenwerkzeug 2 nach Fig.
1 und 2 in einer Ansicht von oben entlang der axialen Richtung 5. In der Fig. 3 sind
die Verläufe der Schnittlinien II-II, IV-IV und V-V dargestellt. Fig. 4 zeigt eine
Seitenansicht des Pressenwerkzeugs im Schnitt IV-IV gemäß Fig. 3. Fig. 5 zeigt das
Pressenwerkzeug 2 nach Fig. 1 bis 4 in einer Seitenansicht in einem weiteren Schnitt
V-V gemäß Fig. 3. Die Fig. 1 bis 5 werden im Folgenden gemeinsam beschrieben.
[0060] Das Pressenwerkzeug 2 umfasst eine Mehrzahl von Ebenenplatten 1, 33, zwei erste Ebenenplatten
1 und zwei zweite Ebenenplatten 33, also vier, die entlang der axialen Richtung 5
übereinander angeordnet sind. Jede der vier Ebenenplatten 1, 33 wird, wie in Fig.
9 dargestellt, durch zwei Hubzylinder, einen ersten Hubzylinder 4 und einem zweiten
Hubzylinder 47 entlang der axialen Richtung 5 verlagert. Jede Ebenenplatte 1, 33 weist
also zwei Anbindungen, eine erste Anbindung 34 für den ersten Hubzylinder 4 und eine
zweite Anbindung 46 für den zweiten Hubzylinder 47 auf. Weiter sind vier Führungssäulen,
zwei erste Führungssäulen 8 und zwei zweite Führungssäulen 37 vorgesehen, wobei jede
Ebenenplatte 1, 33 jeweils vier zylindrische Führungsflächen, nämlich erste Führungsflächen
7 an der ersten Führungssäule 8 und zweite Führungsflächen 31 an der zweiten Führungssäule
37 (wobei die zweite Ebenenplatte 33 zumindest eine dritte Führungsfläche 35 an der
zweiten Führungssäule 37 aufweist) zur Kontaktierung der für die Ebenenplatten 1,
33 gemeinsamen Führungssäulen 8, 37 aufweist. Weiter weist jede Ebenenplatte 1, 33
jeweils eine zentral angeordnete Aufnahme 9 zur Kontaktierung des Stempels 6 (siehe
Fig. 8) oder eines Stempelhalters (hier ebenfalls durch den Stempel 6 symbolisiert)
der Presse 3 auf. Die Ebenenplatten 1, 33 sind entlang einer axialen Richtung 5 übereinander
angeordnet, so dass die Führungsflächen 7, 31, 35 jeder Ebenenplatte 1, 33 jeweils
koaxial zu den korrespondierenden Führungsflächen 7, 31, 35 der anderen Ebenenplatten
1, 33 angeordnet sind. Die Ebenenplatten 1, 33 sind entlang der axialen Richtung 5
und entlang der radialen Richtung 11 zumindest teilweise einander überlappend anordenbar,
so dass zumindest Teile der verschiedenen Ebenenplatten 1, 33 auf einer gleichen Höhe
29 gegenüber der axialen Richtung 5 (und damit entlang der radialen Richtung 11 benachbart
zueinander) angeordnet sind. Die Ebenenplatten 1, 33 können ineinander geschachtelt
(und damit nicht ausschließlich in der axialen Richtung 5 zueinander beabstandet)
angeordnet werden, so dass eine Bauhöhe 48 des Pressenwerkzeugs 2 reduzierbar ist.
Geschachtelt heißt hier, dass die Ebenenplatten 1, 33 entlang der axialen Richtung
5 übereinander und in der radialen Richtung 11 zumindest mit Teilen der unterschiedlichen
Ebenenplatten 1, 33 nebeneinander anordenbar sind.
[0061] Das Pressenwerkzeug 2 umfasst hier weiter eine Grundplatte 49 und eine Matrizenaufnahmeplatte
50, zwischen denen sich die Führungssäulen 8, 37 erstrecken und die Ebenenplatten
1, 33 angeordnet sind.
[0062] Die Ebenenplatten 1, 33 des Pressenwerkzeugs 2 weisen jeweils vier zylindrische Führungsflächen
7, 31, 35 zur Kontaktierung von vier für die Ebenenplatten 1, 33 gemeinsamen Führungssäulen
8, 37 auf. Eine erste Ebenenplatte 1 weist eine erste Führungsfläche 7 mit einem ersten
unteren Ende 28 und die zweite Ebenenplatte 33 eine dritte Führungsfläche 35 mit einem
dritten unteren Ende 36 auf. Die erste Ebenenplatte 1 ist gegenüber der axialen Richtung
5 oberhalb von der zweiten Ebenenplatte 33 anordenbar und die Ebenenplatten 1, 33
sind dabei so zueinander anordenbar, dass die erste Führungsfläche 7 eine erste Führungssäule
8 der gemeinsamen Führungssäulen 8, 37 und die dritte Führungsfläche 35 eine (andere,
also) zweite Führungssäule 37 der gemeinsamen Führungssäulen 8, 37 kontaktiert. Dabei
ist das erste untere Ende 28 gegenüber der axialen Richtung 5 unterhalb des dritten
unteren Endes 36 angeordnet (siehe Fig. 4 mit dem in Fig. 3 dargestellten Schnittverlauf
IV-IV).
[0063] Wie vorstehend zur Ebenenplatte 1, 33 ausgeführt, sind die Führungsflächen 7, 31,
35 einer Ebenenplatte 1, 33 auf unterschiedlichen Höhen 29 anzuordnen, so dass die
Führungsflächen 7, 31, 35 von unterschiedlichen Ebenenplatten 1, 33 an unterschiedlichen
Führungssäulen 8, 37 in der axialen Richtung 5 in einer gegenüber den Ebenenplatten
1, 33 vertauschten Reihenfolge anordenbar sind. Damit kann eine Verkippung der Ebenenplatte
1, 33 um eine zur axialen Richtung 5 senkrecht verlaufende Achse gegenüber einer Ebenenplatte
1, 33 mit ausschließlich auf einer gemeinsamen Höhe 29 angeordneten Führungsflächen
7, 31, 35 reduziert bzw. vollständig verhindert und eine verschachtelte Anordnung
der Ebenenplatten 1, 33 realisiert werden, so dass eine insgesamt geringere Bauhöhe
48 des Pressenwerkzeug 2 ermöglicht ist.
[0064] Mit der Ebenenplatte 1, 33 und dem Pressenwerkzeug 2 ist ein Verfahren zur Betätigung
einer Presse 3 realisierbar, wobei die Presse 3 zumindest eine Führungssäule 8, 37
und zumindest einen Hubzylinder 4, 47 sowie ein vorstehend beschriebenes Pressenwerkzeug
2 umfasst. Gemäß Schritt a) des Verfahrens wird die Presse 3 und das Pressenwerkzeug
2 bereitgestellt. Gemäß Schritt b) des Verfahrens werden zumindest die erste Ebenenplatte
1 und die zweite Ebenenplatte 33 in der Presse 3 angeordnet (also zwischen Grundplatte
49 und Matrizenaufnahmeplatte 50). Dabei sind die Ebenenplatten 1, 33 entlang einer
axialen Richtung 5 so übereinander angeordnet, dass die jeweils mindestens eine zylindrische
Führungsfläche 7, 31, 35 jeder Ebenenplatte 1, 33 koaxial zueinander angeordnet sind.
Die Ebenenplatten 1, 33 sind entlang der axialen Richtung 5 und entlang der radialen
Richtung 11 zumindest teilweise einander überlappend angeordnet, so dass zumindest
Teile der beiden Ebenenplatten 1, 33 auf einer gleichen Höhe 29 gegenüber der axialen
Richtung 5 (und damit entlang der radialen Richtung 11 benachbart zueinander) angeordnet
sind.
[0065] Erkennbar sind die Ebenenplatten 1, 33 einteilig ausgeführt.
[0066] Im Folgenden wird auf die jeweils zweitunterste der dargestellten Ebenenplatten der
Fig. 1 bis 5 Bezug genommen. Die Ebenenplatte 1 ist über mindestens einen Hubzylinder
4, 47 entlang einer axialen Richtung 5 zur Betätigung eines Stempels 6 der Presse
3 verfahrbar. Die Ebenenplatte 1 weist eine Anbindung 34, 46 für den mindestens einen
Hubzylinder 4, 47, mindestens eine zur axialen Richtung 5 parallele zylindrische Führungsfläche
7, 31 zur Kontaktierung einer Führungssäule 8, 37 und eine zentral angeordnete Aufnahme
9 zur Kontaktierung des Stempels 6 oder eines Stempelhalters der Presse 3 auf. Die
Ebenenplatte 1 weist in zumindest einem ersten Querschnitt 10, der parallel zur axialen
Richtung 5 und entlang einer zur axialen Richtung 5 senkrecht verlaufenden radialen
Richtung 11 zwischen der Aufnahme 9 und der Führungsfläche 7 verläuft, zumindest einen
ersten Bereich 12 auf, in dem sich eine Wandstärke 13 der Ebenenplatte 1 kontinuierlich
ändert.
[0067] Die dargestellte Ebenenplatte 1 wird über zwei Hubzylinder 4, 47 betätigt, wobei
die Ebenenplatte 1 jeweils eine Anbindung 34, 46 für jeden Hubzylinder 4, 47 aufweist.
Der bzw. die Hubzylinder 4, 47 ist/sind insbesondere so gegenüber der Ebenenplatte
1 angeordnet, dass die Ebenenplatte 1 durch ein möglichst geringes Drehmoment um eine
zur radialen Richtung 11 parallelen Achse beaufschlagt wird.
[0068] Die Ebenenplatte 1 weist vier Führungsflächen 7, 31 auf, die in einer Richtung senkrecht
zur axialen Richtung 5 voneinander beabstandet angeordnet sind. Über die mindestens
eine Führungsfläche 7, 31 kann die Ebenenplatte 1 entlang der axialen Richtung 5 durch
die mindestens eine Führungssäule 8, 37 geführt werden, die sich entlang der axialen
Richtung 5 erstreckt. Über die mindestens eine Führungssäule 8, 37 wird eine Verdrehung
der Ebenenplatte 1 in einer Umfangsrichtung 18 und/oder eine Verkippung der Ebenenplatte
1 um eine entlang einer radialen Richtung 11 verlaufenden Drehachse/Richtung verringert
bzw. verhindert. Die verschiedenen Ebenenplatten 1, 33 eines oberen oder unteren Pressenwerkzeugs
2 (hier sind nur untere Pressenwerkzeuge 2 dargestellt) werden durch gemeinsame Führungssäulen
8, 37 geführt.
[0069] Die Aufnahme 9 zur Kontaktierung des Stempels 6 oder eines Stempelhalters der Presse
3 ist zentral angeordnet, d. h. in einer Mitte der Ebenenplatte 1, wenn diese entlang
der axialen Richtung 5 betrachtet wird (siehe Fig. 3). Die Aufnahme 9 ist zwischen
einer Mehrzahl von Hubzylindern 4, 47 und einer Mehrzahl von Führungssäulen 8, 37
angeordnet, so dass die Ebenenplatte 1 bei einer Beaufschlagung der Ebenenplatte 1
mit einer Presskraft durch ein möglichst geringes Drehmoment um eine zur radialen
Richtung 11 parallelen Achse beaufschlagt wird.
[0070] Die Aufnahme 9 ist hier kreisrund ausgeführt und weist eine parallel zur axialen
Richtung 5 verlaufende, zur Aufnahme 9 konzentrisch angeordnete Längsachse auf. Die
radiale Richtung 11 erstreckt sich senkrecht zur axialen Richtung 5 und jeweils ausgehend
von der Längsachse.
[0071] Die Aufnahme 9 weist eine Aufnahmefläche zur Kontaktierung und Abstützung des Stempels
6 bzw. Stempelhalters auf. Der Stempel 6 bzw. der Stempelhalter kann über eine Klemmplatte,
eine Verschraubung, einen Bajonettverschluss oder ähnliches an der Aufnahme 9 befestigt
werden.
[0072] Die Ebenenplatte weist in zumindest einem ersten Querschnitt 10, der parallel zur
axialen Richtung 5 und entlang einer zur axialen Richtung 5 senkrecht verlaufenden
radialen Richtung 11 zwischen der Aufnahme 9 und der ersten Führungsfläche 7 verläuft,
zumindest einen ersten Bereich 12 auf, in dem sich eine Wandstärke 13 der Ebenenplatte
1 kontinuierlich ändert. Dabei wird die Wandstärke 13 in einer Richtung parallel zur
axialen Richtung 5 ermittelt.
[0073] Diese Wandstärke 13 ändert sich kontinuierlich, d. h. an jeder zueinander benachbarten
Position entlang der radialen Richtung 11 weist der erste Bereich 12 eine jeweils
andere Wandstärke 13 auf.
[0074] Der erste Bereich 12 erstreckt sich in der radialen Richtung 11 über eine erste Erstreckung
14, die mindestens 10 % eines kleinsten Abstandes 15 zwischen der Aufnahme 9 und der
ersten Führungsfläche 7 in dem ersten Querschnitt 10 entlang der radialen Richtung
11 beträgt.
[0075] Die Aufnahme 9 umfasst eine Aufnahmefläche oder einen Funktionsbereich (im Folgenden
auch als Teile der Aufnahme 9 bezeichnet) an der Ebenenplatte 1, an dem der Stempel
6 oder ein Stempelhalter anordenbar ist. Der kleinste Abstand 15 wird zwischen der
ersten Führungsfläche 7 und einem, der Führungsfläche 7 entlang der radialen Richtung
11 am nächsten angeordneten Teil der Aufnahme 9 ermittelt.
[0076] Die Ebenenplatte 1 weist in zumindest einem zweiten Querschnitt 16 (siehe Fig. 2
und 4), der entlang der radialen Richtung 11 zwischen der Aufnahme 9 und der zweiten
Führungsfläche 31 verläuft und gegenüber dem ersten Querschnitt 10 um einen Winkelbereich
17 von hier 90 Winkelgrad in einer Umfangsrichtung 18 gedreht angeordnet ist (siehe
Fig. 3), zumindest einen zweiten Bereich 19 auf, in dem sich die Wandstärke 13 der
Ebenenplatte 1 kontinuierlich ändert. Dabei erstreckt sich der zweite Bereich 19 in
der radialen Richtung 11 über eine zweite Erstreckung 20, die sich von der ersten
Erstreckung 14 (betragsmäßig) unterscheidet.
[0077] Der zweite Bereich 19 weist eine Wandstärke 13 und eine zweite Mittellinie 23 auf,
wobei sich der zweite Bereich 19 in der radialen Richtung 11 über eine zweite Erstreckung
20 erstreckt, in der die zweite Mittellinie 23 unter einem zweiten Winkel 24 zur radialen
Richtung 11 verläuft; wobei sich die zweite Erstreckung 20 von der ersten Erstreckung
14 unterscheidet.
[0078] Aus Fig. 4 und 5 ist erkennbar, dass ausschließlich ein um einen Winkelbereich 17
von 180 Winkelgrad in der Umfangsrichtung 18 gegenüber dem ersten Querschnitt 10 gedreht
angeordneter Querschnitt zum ersten Querschnitt 10 identisch ausgeführt ist.
[0079] Auch der zweite Querschnitt 16 verläuft parallel zur axialen Richtung 5 und entlang
einer zur axialen Richtung 5 senkrecht verlaufenden radialen Richtung 11, also gegenüber
dem ersten Querschnitt 10 nur in einer Umfangsrichtung 18 gedreht.
[0080] Erkennbar variiert die Wandstärke 13 in dem ersten Bereich 12 und in dem zweiten
Bereich 19.
[0081] Der erste Bereich 12 weist in dem ersten Querschnitt 10 eine erste Mittellinie 21
auf, wobei die erste Mittelinie 21 unter einem ersten Winkel 22 zur radialen Richtung
11 verläuft. Die erste Mittellinie 21 (und auch die zweite Mittellinie 23) wird durch
die Mittelpunkte der, an der jeweiligen radialen Position vorliegenden Wandstärke
13 gebildet.
[0082] Die Ebenenplatte 1 weist in dem ersten Querschnitt 10 (und in dem zweiten Querschnitt
16) einen, sich in der radialen Richtung 11 an den ersten Bereich 12 (bzw. an den
zweiten Bereich 19) anschließenden dritten Bereich 25 auf, wobei der dritte Bereich
25 eine dritte Mittellinie 26 aufweist, wobei die dritte Mittellinie 26 unter einem
dritten Winkel 27 zur radialen Richtung 11 verläuft, wobei der erste Winkel 22 (bzw.
der zweite Winkel 24) und der dritte Winkel 27 gegenüber der radialen Richtung 11
gegenläufig orientiert sind.
[0083] Die Ebenenplatte 1 weist eine in eine erste axiale Richtung 38 weisende Oberseite
39 und eine in eine der ersten axialen Richtung 38 entgegengesetzte zweite axiale
[0084] Richtung 40 weisende Unterseite 41 auf. Die Oberseite 39 und die Unterseite 41 der
Ebenenplatte 1 verlaufen in dem ersten Bereich 12 des ersten Querschnitts 10 unter
einem ersten Winkel 22 und in dem dritten Bereich 25 unter einem dritten Winkel 27
zur radialen Richtung 11.
[0085] Der erste Querschnitt 10 erstreckt sich durch die erste Führungsfläche 7 hindurch
und die erste Führungsfläche 7 weist ein erstes unteres Ende 28 (an der Unterseite
41 der Ebenenplatte 1) auf, das gegenüber der axialen Richtung 5 auf einer Höhe 29
angeordnet ist. In dem ersten Querschnitt 10 (und in dem zweiten Querschnitt 16) zwischen
dem ersten Bereich 12 (bzw. dem zweiten Bereich 19) und dem dritten Bereich 25 ist
ein Wendebereich 30 der Ebenenplatte 1 angeordnet. Der in dem ersten Querschnitt 10
zwischen dem ersten Bereich 12 und dem dritten Bereich 25 angeordnete Wendebereich
30 ist gegenüber der axialen Richtung 5 unterhalb des ersten unteren Endes 28 angeordnet.
[0086] Weiter weist die Ebenenplatte 1 mindestens zwei zylindrische Führungsflächen 7, 31
zur Kontaktierung jeweils einer Führungssäule 8, 37 auf, wobei eine zylindrische erste
Führungsfläche 7 ein erstes unteres Ende 28 und eine zylindrische zweite Führungsfläche
31 ein zweites unteres Ende 32 aufweist, wobei das erste untere Ende 28 und das zweite
untere Ende 32 auf voneinander gegenüber der axialen Richtung 5 unterschiedlichen
Höhen 29 angeordnet sind.
[0087] Die unteren Enden, also das erste untere Ende 28 und das zweite untere Ende 32 sind
an einer Unterseite 41 der Ebenenplatte 1 angeordnet. Die unteren Enden 28, 32 von
jeweils zwei zylindrischen Führungsflächen 7, 31 einer Ebenenplatte 1 (nämlich die
von der jeweils ersten Führungsfläche 7 oder die von der jeweils zweiten Führungsfläche
31) sind auf einer gemeinsamen Höhe 29 angeordnet (siehe Fig. 2). Die zwei zylindrischen
Führungsflächen 7, 31 mit den auf der gemeinsamen Höhe 29 angeordneten unteren Enden
28, 32 sind in einer Umfangsrichtung 18 um 180 Winkelgrad versetzt zueinander angeordnet.
[0088] Die Ebenenplatte 1 weist mindestens zwei zylindrische Führungsflächen 7, 31 zur Kontaktierung
jeweils einer Führungssäule 8, 37 auf, wobei eine erste zylindrische Führungsfläche
7 ein erstes unteres Ende 28 und ein erstes oberes Ende 43 aufweist und eine zweite
zylindrische Führungsfläche 31 ein zweites unteres Ende 32 und ein zweites oberes
Ende 45 aufweist, wobei das erste untere Ende 28 gegenüber der axialen Richtung 5
unterhalb von dem zweiten unteren Ende 32 auf einer unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet
ist und wobei das erste obere Ende 43 gegenüber der axialen Richtung 5 unterhalb von
dem zweiten oberen Ende 45 auf einer unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet ist (siehe
Fig. 4).
[0089] Die Anbindung 34 an der Oberseite 39 weist eine obere Anbindungsfläche 44 auf. Das
erste obere Ende 43 und die obere Anbindungsfläche 44 sind auf voneinander gegenüber
der axialen Richtung 5 unterschiedlichen Höhen 29 und damit in der axialen Richtung
5 voneinander beabstandet angeordnet (siehe Fig. 4).
[0090] Die obere Anbindungsfläche 44 ist entlang der axialen Richtung 5 zwischen dem ersten
oberen Ende 43 und dem zweiten oberen Ende 45 auf einer gegenüber der axialen Richtung
5 unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet (siehe Fig. 4).
[0091] Die obere Anbindungsfläche 44 ist entlang der axialen Richtung 5 zwischen dem ersten
oberen Ende 43 und dem zweiten unteren Ende 32 auf einer gegenüber der axialen Richtung
5 unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet (siehe Fig. 4).
[0092] In Fig. 5 ist mit Bezug auf die oberste der Ebenenplatten 1, 33 dargestellt, dass
die (erste) Ebenenplatte 1 in zumindest einem ersten Querschnitt 10, der parallel
zur axialen Richtung 5 und entlang einer zur axialen Richtung 5 senkrecht verlaufenden
radialen Richtung 11 zwischen der ersten Anbindung 34 und der Aufnahme 9 (und zwischen
der zweiten Anbindung 46 und der Aufnahme 9) verläuft, zumindest einen ersten Bereich
12 mit einer Wandstärke 13 aufweist, wobei die Wandstärke 13 in dem ersten Bereich
12 und beabstandet von der Aufnahme 9 sowie von der ersten Anbindung 34 (bzw. von
der zweiten Anbindung 46) ein Minimum 42 aufweist.
[0093] Die Ebenenplatte 1 wird über zwei Hubzylinder 4, 47 kontaktiert und ist entlang einer
axialen Richtung 5 zur Betätigung eines Stempels 6 der Presse 3 verfahrbar. Die Ebenenplatte
1 weist eine erste Anbindung 34 für einen ersten Hubzylinder 4 und eine zweite Anbindung
46 für einen zweiten Hubzylinder 47 auf. Die Anbindungen 34, 46 sind auf einer gegenüber
der axialen Richtung 5 gemeinsamen Höhe 29 angeordnet.
[0094] Hier ist das Minimum 42 als Öffnung ausgebildet, die eine in eine erste axiale Richtung
38 weisende Oberseite 39 und eine in eine der ersten axialen Richtung 38 entgegengesetzte
zweite axiale Richtung 40 weisende Unterseite 41 der Ebenenplatte 1 miteinander verbindet.
[0095] Die Wandstärke 13 ändert sich in dem ersten Bereich 12 zumindest zwischen der Aufnahme
9 und dem Minimum 42 kontinuierlich.
[0096] Zumindest der erste Bereich 12 weist in dem ersten Querschnitt 10 eine erste Mittellinie
21 auf, wobei die erste Mittelinie 21 unter einem ersten Winkel 22 zur radialen Richtung
11 verläuft.
[0097] Die erste Ebenenplatte 1 weist eine in eine erste axiale Richtung 38 weisende Oberseite
39 und eine in eine der ersten axialen Richtung 38 entgegengesetzte zweite axiale
Richtung 40 weisende Unterseite 41 auf, wobei die mindestens eine Führungsfläche 7,
31 an der Oberseite 39 ein oberes Ende 43 aufweist; wobei die Anbindung 34 an der
Oberseite 39 eine obere Anbindungsfläche 44 aufweist. Das obere Ende 43 und die obere
Anbindungsfläche 44 sind auf voneinander gegenüber der axialen Richtung 5 unterschiedlichen
Höhen 29 und damit in der axialen Richtung 5 voneinander beabstandet angeordnet (siehe
Fig. 4).
[0098] Die Fig. 6 zeigt eine Ebenenplatte 1 des Pressenwerkzeugs 2 nach Fig. 1 bis 5 in
einer perspektivischen Ansicht. Die Fig. 7 zeigt die erste Ebenenplatte 1 nach Fig.
6 in einer weiteren perspektivischen Ansicht. Die Fig. 8 zeigt die erste Ebenenplatte
1 nach Fig. 6 und 7 in einer Seitenansicht im Schnitt VIII-VIII gemäß Fig. 9. Die
Fig. 9 zeigt die erste Ebenenplatte 1 nach Fig. 6 bis 8 in einer Ansicht von oben
entlang der axialen Richtung 5. Die Fig. 6 bis 9 werden im Folgenden gemeinsam beschrieben.
Auf die Ausführungen zu Fig. 1 bis 5 wird Bezug genommen.
[0099] Die dargestellte Ebenenplatte 1 wird über zwei Hubzylinder 4, 47 betätigt, wobei
die erste Ebenenplatte 1 jeweils eine Anbindung 34, 46 für jeden Hubzylinder 4, 47
aufweist. Die Hubzylinder 4, 47 sind so gegenüber der ersten Ebenenplatte 1 angeordnet,
dass die erste Ebenenplatte 1 durch ein möglichst geringes Drehmoment um eine zur
radialen Richtung 11 parallelen Achse beaufschlagt wird.
[0100] Die erste Ebenenplatte 1 weist vier Führungsflächen 7, 31 auf, die in einer Richtung
senkrecht zur axialen Richtung 5 voneinander beabstandet angeordnet sind. Über die
eine Führungsflächen 7, 31 kann die erste Ebenenplatte 1 entlang der axialen Richtung
5 durch die mindestens eine Führungssäule 8, 37 geführt werden, die sich entlang der
axialen Richtung 5 erstreckt. Über die mindestens eine Führungssäule 8, 37 wird eine
Verdrehung der erste Ebenenplatte 1 in einer Umfangsrichtung 18 und/oder eine Verkippung
der Ebenenplatte 1 um eine entlang einer radialen Richtung 11 verlaufenden Achse/Richtung
verringert bzw. verhindert.
[0101] Die Aufnahme 9 zur Kontaktierung des Stempels 6 oder eines Stempelhalters der Presse
3 ist zentral angeordnet, d. h. in einer Mitte der ersten Ebenenplatte 1, wenn diese
entlang der axialen Richtung 5 betrachtet wird (siehe Fig. 9). Die Aufnahme 9 ist
also zwischen einer Mehrzahl von Hubzylindern 4, 47 und einer Mehrzahl von Führungssäulen
8, 37 angeordnet, so dass die erste Ebenenplatte 1 bei einer Beaufschlagung der erste
Ebenenplatte 1 mit einer Presskraft (entlang der axialen Richtung 5) durch ein möglichst
geringes Drehmoment um eine zur radialen Richtung 11 parallelen Achse beaufschlagt
wird.
[0102] Die Aufnahme 9 ist hier kreisrund ausgeführt und weist eine parallel zur axialen
Richtung 5 verlaufende, zur Aufnahme 9 konzentrisch angeordnete Längsachse auf. Die
radiale Richtung 11 erstreckt sich senkrecht zur axialen Richtung 5 und jeweils ausgehend
von der Längsachse.
[0103] Die Aufnahme 9 weist eine Aufnahmefläche zur Kontaktierung und Abstützung des Stempels
6 bzw. Stempelhalters auf. Der Stempel 6 bzw. der Stempelhalter kann über eine Klemmplatte,
eine Verschraubung, einen Bajonettverschluss oder ähnliches an der Aufnahme 9 befestigt
werden (siehe Fig. 7).
[0104] Weiter weist die erste Ebenenplatte 1 mindestens vier zylindrische Führungsflächen
7, 31 zur Kontaktierung jeweils einer Führungssäule 8, 37 auf, wobei eine zylindrische
erste Führungsfläche 7 ein erstes unteres Ende 28 und eine zylindrische zweite Führungsfläche
31 ein zweites unteres Ende 32 aufweist, wobei das erste untere Ende 28 und das zweite
untere Ende 32 auf voneinander gegenüber der axialen Richtung 5 unterschiedlichen
Höhen 29 angeordnet sind.
[0105] Die unteren Enden 28, 32 sind an einer Unterseite 41 der ersten Ebenenplatte 1 angeordnet.
Die unteren Enden 28, 32 von jeweils zwei zylindrischen Führungsflächen 7, 31 einer
ersten Ebenenplatte 1 sind auf einer gemeinsamen Höhe 29 angeordnet. Die zwei zylindrischen
Führungsflächen 7, 31 mit den auf der gemeinsamen Höhe 29 angeordneten unteren Enden
28, 32 sind in einer Umfangsrichtung 18 um 180 Winkelgrad versetzt zueinander angeordnet.
[0106] Die erste Ebenenplatte 1 weist mindestens zwei zylindrische Führungsflächen 7, 31
zur Kontaktierung jeweils einer Führungssäule 8, 37 auf, wobei eine erste zylindrische
Führungsfläche 7 ein erstes unteres Ende 28 und ein erstes oberes Ende 43 aufweist
und eine zweite zylindrische Führungsfläche 31 ein zweites unteres Ende 32 und ein
zweites oberes Ende 45 aufweist, wobei das erste untere Ende 28 gegenüber der axialen
Richtung 5 unterhalb von dem zweiten unteren Ende 32 auf einer unterschiedlichen Höhe
29 angeordnet ist und wobei das erste obere Ende 43 gegenüber der axialen Richtung
5 unterhalb von dem zweiten oberen Ende 45 auf einer unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet
ist.
[0107] Die erste Führungsfläche 7 weist an der Oberseite 39 der Ebenenplatte 1 ein erstes
oberes Ende 43 auf, wobei das erste untere Ende 28 und das erste obere Ende 43 auf
voneinander gegenüber der axialen Richtung 5 unterschiedlichen Höhen 29 und damit
in der axialen Richtung 5 in einer Distanz voneinander beabstandet angeordnet sind.
Das erste untere Ende 28 und das zweite untere Ende 32 sind in der axialen Richtung
5 um ca. 250 % der Distanz voneinander beabstandet angeordnet.
[0108] Die Anbindung 34 an der Oberseite 39 weist eine obere Anbindungsfläche 44 auf. Das
erste obere Ende 43 und die obere Anbindungsfläche 44 sind auf voneinander gegenüber
der axialen Richtung 5 unterschiedlichen Höhen 29 und damit in der axialen Richtung
5 voneinander beabstandet angeordnet.
[0109] Die obere Anbindungsfläche 44 ist entlang der axialen Richtung 5 zwischen dem ersten
oberen Ende 43 und dem zweiten oberen Ende 45 auf einer gegenüber der axialen Richtung
5 unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet.
[0110] Die obere Anbindungsfläche 44 ist entlang der axialen Richtung 5 zwischen dem ersten
oberen Ende 43 und dem zweiten unteren Ende 32 auf einer gegenüber der axialen Richtung
5 unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet.
[0111] Fig. 10 zeigt ein bekanntes Pressenwerkzeug 2 in einer Seitenansicht im Schnitt.
Das Pressenwerkzeug 2 ist ein Adapterunterteil 53 eines Adapters 51 einer Presse 3
(siehe Fig. 11 und 12) Das Pressenwerkzeug 2 umfasst vier Ebenenplatten 1, die entlang
der axialen Richtung 5 übereinander angeordnet sind. Jede der vier Ebenenplatten 1
wird durch zwei Hubzylinder 4 entlang der axialen Richtung 5 verlagert. Jede Ebenenplatte
1 weist also zwei Anbindungen 34 auf. Weiter sind vier Führungssäulen 8 vorgesehen,
wobei jede Ebenenplatte 1 jeweils vier zylindrische Führungsflächen 7 an der Führungssäule
8 zur Kontaktierung der für die Ebenenplatten 1 gemeinsamen Führungssäulen 8 aufweist.
Weiter weist jede Ebenenplatte 1 jeweils eine zentral angeordnete Aufnahme 9 zur Kontaktierung
des Stempels 6 (vgl. Fig. 8) oder eines Stempelhalters (hier ebenfalls durch den Stempel
6 symbolisiert) der Presse 3 auf. Die Ebenenplatten 1 sind entlang einer axialen Richtung
5 übereinander angeordnet, so dass die Führungsflächen 7 jeder Ebenenplatte 1 jeweils
koaxial zu den korrespondierenden Führungsflächen 7 der anderen Ebenenplatten 1 angeordnet
sind.
[0112] Das Pressenwerkzeug 2 umfasst hier weiter eine Grundplatte 49 und eine Matrizenaufnahmeplatte
50, zwischen denen sich die Führungssäulen 8 erstrecken und die Ebenenplatten 1 angeordnet
sind.
[0113] Bei dem bekannten Pressenwerkzeug 2 sind die einzelnen Ebenenplatten 1 in der axialen
Richtung 5 voneinander beabstandet und übereinander angeordnet, d. h. sie sind dauerhaft
auf verschiedenen Höhen 29 (Niveaus) entlang der axialen Richtung 5 angeordnet. Die
Ebenenplatte 1 erstreckt sich zwischen der zentral angeordneten Aufnahme 9 für den
Stempelhalter oder den Stempel 6 entlang der radialen Richtung 1 zumindest bis zu
einer zylindrischen Führungsfläche 7, die zur Kontaktierung einer der Führungssäulen
8 vorgesehen ist.
[0114] Die Ebenenplatten 1 sind im dargestellten Querschnitt rechteckig geformt und weisen
eine konstante Wandstärke 13 auf. Die Aufnahme 9 ist hier zylindrisch ausgeführt und
erstreckt sich ausgehend von der Ebenenplatte 1 entlang der axialen Richtung 5. Dabei
sind die Aufnahmen 9 der unteren Ebenenplatten 1 jeweils länger ausgeführt als die
Aufnahme 1 der benachbart angeordneten Ebenenplatte 1. Die Querschnittsänderung liegt
nicht im Bereich zwischen den Führungsflächen 7 an den Führungssäulen 8 und der zentralen
Aufnahme 9 und verläuft auch nicht kontinuierlich entlang einer Erstreckung sondern
ist nur an jeweils einer konkreten Position vorgesehen, nämlich an der Aufnahme 9.
Die Querschnittsänderung wird jeweils durch parallel zur axialen Richtung 5 verlaufende
Seitenwände gebildet.
[0115] Fig. 11 zeigt einen bekannten Adapter 51 für eine Presse 3 in einer Seitenansicht
im Schnitt. Der Adapter 51 umfasst ein Adapteroberteil 52 sowie ein Adapterunterteil
53 (ähnlich wie das Adapterunterteil 53 nach Fig. 10) mit Ebenenplatten 1, Grundplatte
49 und Matrizenaufnahmeplatte 50. Auf die Ausführungen zu Fig. 10 wird Bezug genommen.
[0116] Fig. 12 zeigt einen bekannten Pressenrahmen 54 zur Aufnahme eines Adapters 51, z.
B. des Adapters 51 nach Fig. 11. Der Adapter 51 stützt sich am Pressenrahmen 54 ab.
[0117] Pressenrahmen 54 und Adapter 51 mit den vorstehend genannten Komponenten bilden eine
Presse 3. Der Pressenrahmen 54 weist zwei Kupplungen 55 zur Aufnahme der Adapter 51
auf.
[0118] Der Aufbau der bekannten Presse 3 bzw. des Pressenwerkzeugs 2 (also zumindest des
Adapterunterteils 53) gemäß den Fig. 10 bis 12 weist eine große Bauhöhe 48 in der
axialen Richtung 5 auf. Dabei erstrecken sich ausgehend von der Matrizenaufnahmeplatte
50 für jede Werkzeugebene, die auch die jeweilige Ebenenplatte 1 umfasst, die einzelnen
Komponenten der betreffenden Werkzeugebene (also Stempel 6, ggf. zugehöriger Stempelhalter,
Aufnahme 9) entlang der axialen Richtung 5 unterschiedlich weit, so dass unterschiedliche
Elastizitäten für jede Werkzeugebene vorliegen. Infolge der unterschiedlichen Elastizitäten
kann gerade ein Entformen des herzustellenden Grünlings durch die unterschiedliche
Ausdehnung der Komponenten zwischen verschiedenen Werkzeugebenen bei der Entspannung
der Werkzeugebenen (Presskraft wird zurückgefahren) problematisch sein, wobei Rissbildungen
in dem Grünling auftreten können.
[0119] Fig. 13 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Pressenwerkzeugs 2 einer Presse
3 in einer perspektivischen Ansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 14 zeigt das Pressenwerkzeug
2 nach Fig. 13 in einer Ansicht von oben entlang der axialen Richtung 5. In der Fig.
14 sind die Verläufe der Schnittlinien XV-XV und XVI-XVI dargestellt. Fig. 15 zeigt
eine Seitenansicht des Pressenwerkzeugs 2 nach Fig. 13 und 14 im Schnitt XV-XV gemäß
Fig. 14. Fig. 16 zeigt das Pressenwerkzeug 2 nach Fig. 13 bis 15 in einer Seitenansicht
in einem weiteren Schnitt XVI-XVI gemäß Fig. 14. Die Fig. 13 bis 16 werden im Folgenden
gemeinsam beschrieben. Auf die Ausführungen zu den Fig. 1 bis 5 wird Bezug genommen.
[0120] Im Unterschied zum Pressenwerkzeug 2 bzw. der Presse 3 nach Fig. 1 bis 5 weist das
Pressenwerkzeug 2 hier acht (8) Führungssäulen 8, 37 auf, nämlich vier (4) erste Führungssäulen
8 und vier (4) zweite Führungssäulen 37.
[0121] Die Führungssäulen 8, 37 erstrecken sich jeweils von der Grundplatte 49 bis zur Matrizenaufnahmeplatte
50.
[0122] Weiter weist jede Ebenenplatte 1, 33 jeweils zwei (2) Hubzylinder 4, 47 auf. Jeder
Hubzylinder 4, 47 erstreckt sich durch die Grundplatte 49 hindurch entlang der axialen
Richtung 5 bis hin zur einer Anbindung 34, 46 an der Ebenenplatte 1, 33. Erkennbar
sind die Anbindungen 34, 46 der Hubzylinder 4, 47 an einer Ebenenplatte jeweils auf
einer gleichen Höhe 29 angeordnet.
[0123] Die Ebenenplatten 1, 33 des Pressenwerkzeugs 2 weisen jeweils acht zylindrische Führungsflächen
7, 31, 35 zur Kontaktierung von acht für die Ebenenplatten 1, 33 gemeinsamen Führungssäulen
8, 37 auf. Eine erste Ebenenplatte 1 weist eine erste Führungsfläche 7 mit einem ersten
unteren Ende 28 und die zweite Ebenenplatte 33 eine dritte Führungsfläche 35 mit einem
dritten unteren Ende 36 auf. Die erste Ebenenplatte 1 ist gegenüber der axialen Richtung
5 oberhalb von der zweiten Ebenenplatte 33 anordenbar und die Ebenenplatten 1, 33
sind dabei so zueinander anordenbar, dass die erste Führungsfläche 7 eine erste Führungssäule
8 der gemeinsamen Führungssäulen 8, 37 und die dritte Führungsfläche 35 eine (andere,
also) zweite Führungssäule 37 der gemeinsamen Führungssäulen 8, 37 kontaktiert. Dabei
ist das erste untere Ende 28 gegenüber der axialen Richtung 5 unterhalb des dritten
unteren Endes 36 angeordnet (siehe Fig. 15 und 16).
[0124] Fig. 17 zeigt eine Ebenenplatte 1 des Pressenwerkzeugs 2 nach Fig. 13 bis 16 in einer
perspektivischen Ansicht. Fig. 18 zeigt die Ebenenplatte 1 nach Fig. 17 in einer Ansicht
von oben entlang der axialen Richtung 5. Fig. 19 zeigt die Ebenenplatte 1 nach Fig.
17 und 18 in einer Seitenansicht. Fig. 20 zeigt die Ebenenplatte 1 nach Fig. 17 bis
19 in einer Seitenansicht im Schnitt XX-XX gemäß Fig. 18. Fig. 21 zeigt die Ebenenplatte
1 nach Fig. 17 bis 20 in einer Seitenansicht im Schnitt XXI-XXI gemäß Fig. 18. Die
Fig. 17 bis 21 werden im Folgenden gemeinsam beschrieben. Auf die Ausführungen zu
den Fig. 13 bis 16 sowie 6 bis 9 wird Bezug genommen.
[0125] Die dargestellte Ebenenplatte 1 wird über zwei Hubzylinder 4, 47 betätigt, wobei
die erste Ebenenplatte 1 jeweils eine Anbindung 34, 46 für jeden Hubzylinder 4, 47
aufweist.
[0126] Weiter weist die Ebenenplatte 1 acht zylindrische Führungsflächen 7, 31 auf, wobei
jede Führungsfläche 7, 31 jeweils eine Führungssäule 8, 37 kontaktiert, wobei eine
zylindrische erste Führungsfläche 7 ein erstes unteres Ende 28 und eine zylindrische
zweite Führungsfläche 31 ein zweites unteres Ende 32 (siehe Fig. 21) aufweist, wobei
das erste untere Ende 28 und das zweite untere Ende 32 auf voneinander gegenüber der
axialen Richtung 5 unterschiedlichen Höhen 29 angeordnet sind.
[0127] Die unteren Enden 28, 32 sind an einer Unterseite 41 der Ebenenplatte 1 angeordnet.
Hier sind alle vier (4) ersten unteren Enden 28 der ersten Führungsflächen 7 auf jeweils
einer gemeinsamen Höhe angeordnet. Weiter sind alle vier (4) zweiten unteren Enden
32 der zweiten Führungsflächen auf jeweils einer gemeinsamen Höhe angeordnet. Die
ersten zylindrischen Führungsflächen 7 mit den auf der gemeinsamen Höhe 29 angeordneten
ersten unteren Enden 28 sind in einer Umfangsrichtung 18 um 90 Winkelgrad versetzt
zueinander angeordnet (die zweiten Führungsflächen 31 gleichfalls; und dabei in einer
Umfangsrichtung 18 um 45 Winkelgrad versetzt zu den ersten Führungsflächen 7).
[0128] Die erste Ebenenplatte 1 weist acht zylindrische Führungsflächen 7, 31 auf, wobei
erste Führungsflächen 7 erste Führungssäulen 8 und zweite Führungsflächen 31 zweite
Führungssäulen 37 kontaktieren. Erste zylindrische Führungsflächen 7 weisen jeweils
ein erstes unteres Ende 28 und ein erstes oberes Ende 43 auf, wobei zweite zylindrische
Führungsflächen 31 jeweils ein zweites unteres Ende 32 und ein zweites oberes Ende
45 aufweisen. Das erste untere Ende 28 ist gegenüber der axialen Richtung 5 unterhalb
von dem zweiten unteren Ende 32 auf einer unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet. Das
erste obere Ende 43 ist gegenüber der axialen Richtung 5 unterhalb von dem zweiten
oberen Ende 45 auf einer unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet.
[0129] Die erste Anbindung 34 und die zweite Anbindung 46 weist an der Oberseite 39 weist
eine obere Anbindungsfläche 44 auf. Das erste obere Ende 43 und die obere Anbindungsfläche
44 sind auf voneinander gegenüber der axialen Richtung 5 unterschiedlichen Höhen 29
und damit in der axialen Richtung 5 voneinander beabstandet angeordnet.
[0130] Die obere Anbindungsfläche 44 ist entlang der axialen Richtung 5 zwischen dem ersten
oberen Ende 43 und dem zweiten oberen Ende 45 auf einer gegenüber der axialen Richtung
5 unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet.
[0131] Die obere Anbindungsfläche 44 ist entlang der axialen Richtung 5 zwischen dem ersten
oberen Ende 43 und dem zweiten unteren Ende 32 auf einer gegenüber der axialen Richtung
5 unterschiedlichen Höhe 29 angeordnet.
[0132] Die Ebenenplatte 1 weist in zumindest einem ersten Querschnitt 10 (z. B. dargestellt
in Fig. 20), der parallel zur axialen Richtung 5 und entlang einer zur axialen Richtung
5 senkrecht verlaufenden radialen Richtung 11 zwischen der Aufnahme 9 und der ersten
Führungsfläche 7 verläuft, zumindest einen ersten Bereich 12 auf, in dem sich eine
Wandstärke 13 der Ebenenplatte 1 kontinuierlich ändert. Dabei wird die Wandstärke
13 in einer Richtung parallel zur axialen Richtung 5 ermittelt.
[0133] Diese Wandstärke 13 ändert sich kontinuierlich, d. h. an jeder zueinander benachbarten
Position entlang der radialen Richtung 11 weist der erste Bereich 12 eine jeweils
andere Wandstärke 13 auf.
[0134] Der erste Bereich 12 weist in dem ersten Querschnitt 10 eine erste Mittellinie 21
auf, wobei die erste Mittelinie 21 unter einem ersten Winkel 22 zur radialen Richtung
11 verläuft. Die erste Mittellinie 21 wird durch die Mittelpunkte der, an der jeweiligen
radialen Position vorliegenden Wandstärke 13 gebildet.
Bezugszeichenliste
[0135]
- 1
- erste Ebenenplatte
- 2
- Pressenwerkzeug
- 3
- Presse
- 4
- (erster) Hubzylinder
- 5
- axiale Richtung
- 6
- Stempel
- 7
- (erste) Führungsfläche
- 8
- Führungssäule
- 9
- Aufnahme
- 10
- erster Querschnitt
- 11
- radiale Richtung
- 12
- erster Bereich
- 13
- Wandstärke
- 14
- erste Erstreckung
- 15
- Abstand
- 16
- zweiter Querschnitt
- 17
- Winkelbereich
- 18
- Umfangsrichtung
- 19
- zweiter Bereich
- 20
- zweite Erstreckung
- 21
- erste Mittelinie
- 22
- erster Winkel
- 23
- zweite Mittellinie
- 24
- zweiter Winkel
- 25
- dritter Bereich
- 26
- dritte Mittellinie
- 27
- dritter Winkel
- 28
- (erstes) unteres Ende
- 29
- Höhe
- 30
- Wendebereich
- 31
- zweite Führungsfläche
- 32
- zweites unteres Ende
- 33
- zweite Ebenenplatte
- 34
- (erste) Anbindung
- 35
- dritte Führungsfläche
- 36
- drittes unteres Ende
- 37
- zweite Führungssäule
- 38
- erste axiale Richtung
- 39
- Oberseite
- 40
- zweite axiale Richtung
- 41
- Unterseite
- 42
- Minimum
- 43
- (erstes) oberes Ende
- 44
- obere Anbindungsfläche
- 45
- zweites oberes Ende
- 46
- zweite Anbindung
- 47
- zweiter Hubzylinder
- 48
- Bauhöhe
- 49
- Grundplatte
- 50
- Matrizenaufnahmeplatte
- 51
- Adapter
- 52
- Adapteroberteil
- 53
- Adapterunterteil
- 54
- Pressenrahmen
- 55
- Kupplung
1. Ebenenplatte (1) für ein Pressenwerkzeug (2) einer Presse (3); wobei die Ebenenplatte
(1) über mindestens einen Hubzylinder (4) entlang einer axialen Richtung (5) zur Betätigung
eines Stempels (6) der Presse (3) verfahrbar ist; wobei die Ebenenplatte (1) eine
Anbindung (34) für den mindestens einen Hubzylinder (4), mindestens eine zur axialen
Richtung (5) parallele zumindest teilweise zylindrische Führungsfläche (7, 31) zur
Kontaktierung einer Führungssäule (8, 37) und eine zentral angeordnete Aufnahme (9)
zur Kontaktierung des Stempels (6) oder eines Stempelhalters der Presse (3) aufweist;
wobei die Ebenenplatte (1) in zumindest einem ersten Querschnitt (10), der parallel
zur axialen Richtung (5) und entlang einer zur axialen Richtung (5) senkrecht verlaufenden
radialen Richtung (11) zwischen der Aufnahme (9) und der Führungsfläche (7, 31) verläuft,
zumindest einen ersten Bereich (12) mit einer Wandstärke (13) und einer ersten Mittellinie
(21) aufweist, wobei die erste Mittellinie (21) zumindest teilweise unter einem ersten
Winkel (22) von mindestens 10 Winkelgrad und höchstens 85 Winkelgrad zur radialen
Richtung (11) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebenenplatte (1) eine in eine erste axiale Richtung (38) weisende Oberseite (39)
und eine in eine der ersten axialen Richtung (38) entgegengesetzte zweite axiale Richtung
(40) weisende Unterseite (41) aufweist, wobei die Oberseite (39) und die Unterseite
(41) der Ebenenplatte (1) in dem ersten Bereich (12) des ersten Querschnitts (10)
parallel zur ersten Mittellinie (21) und/oder unter einem ersten Winkel (22) von mindestens
10 Winkelgrad und unter einem ersten Winkel (22) von höchstens 85 Winkelgrad zur radialen
Richtung verlaufen.
2. Ebenenplatte (1) nach Patentanspruch 1, wobei sich der erste Bereich (12) in der radialen
Richtung (11) über eine erste Erstreckung (14) erstreckt, die mindestens 10 % eines
kleinsten Abstandes (15) zwischen der Aufnahme (9) und der Führungsfläche (7) in dem
ersten Querschnitt (10) entlang der radialen Richtung (11) beträgt.
3. Ebenenplatte (1) nach Patentanspruch 2, wobei die Ebenenplatte (1) in zumindest einem
zweiten Querschnitt (16), der entlang der radialen Richtung (11) zwischen der Aufnahme
(9) und der Führungsfläche (7, 31) verläuft und gegenüber dem ersten Querschnitt (10)
um einen Winkelbereich (17) in einer Umfangsrichtung (18) gedreht angeordnet ist,
zumindest einen zweiten Bereich (19) mit einer Wandstärke (13) und einer zweiten Mittellinie
(23) aufweist, wobei sich der zweite Bereich (19) in der radialen Richtung (11) über
eine zweite Erstreckung (20) erstreckt, in der eine zweite Mittellinie (23) unter
einem zweiten Winkel (24) von mindestens 10 Winkelgrad zur radialen Richtung (11)
verläuft; wobei sich die zweite Erstreckung (20) von der ersten Erstreckung (14) unterscheidet.
4. Ebenenplatte (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Ebenenplatte
(1) in dem ersten Querschnitt (10) einen, sich in der radialen Richtung (11) an den
ersten Bereich (12) anschließenden dritten Bereich (25) aufweist, wobei der dritte
Bereich (25) eine dritte Mittellinie (26) aufweist, wobei die dritte Mittellinie (26)
unter einem dritten Winkel (27) von mindestens 10 Winkelgrad zur radialen Richtung
(11) verläuft, wobei der erste Winkel (22) und der dritte Winkel (27) gegenüber der
radialen Richtung (11) gegenläufig orientiert sind.
5. Ebenenplatte (1) nach Patentanspruch 4, wobei sich der erste Querschnitt (10) durch
die mindestens eine Führungsfläche (7, 31) hindurch erstreckt und die Führungsfläche
(7, 31) ein unteres Ende (28) aufweist, das gegenüber der axialen Richtung (5) auf
einer Höhe (29) angeordnet ist, wobei in dem ersten Querschnitt (10) zwischen dem
ersten Bereich (12) und dem dritten Bereich (25) ein Wendebereich (30) der Ebenenplatte
(1) angeordnet ist, wobei dieser Wendebereich (30) gegenüber der axialen Richtung
(5) unterhalb des unteren Endes (28) angeordnet ist.
6. Ebenenplatte (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Ebenenplatte
(1) mindestens zwei zylindrische Führungsflächen (7, 31) zur Kontaktierung jeweils
einer Führungssäule (8, 37) aufweist, wobei eine erste zylindrische Führungsfläche
(7) ein erstes unteres Ende (28) aufweist und eine zweite zylindrische Führungsfläche
(31) ein zweites unteres Ende (32) aufweist, wobei das erste untere Ende (28) und
das zweite untere Ende (32) auf voneinander gegenüber der axialen Richtung (5) unterschiedlichen
Höhen (29) angeordnet sind.
7. Pressenwerkzeug (2) für eine Presse (3), zumindest umfassend eine erste Ebenenplatte
(1) und eine zweite Ebenenplatte (33), wobei zumindest die erste Ebenenplatte (1)
über mindestens einen Hubzylinder (4) entlang einer axialen Richtung (5) zur Betätigung
eines Stempels (6) der Presse (3) verfahrbar ist; wobei zumindest die erste Ebenenplatte
(1) eine Anbindung (34) für den mindestens einen Hubzylinder (4) aufweist, wobei jede
Ebenenplatte (1, 33) jeweils mindestens eine zylindrische Führungsfläche (7, 31) zur
Kontaktierung einer für die Ebenenplatten (1) gemeinsamen Führungssäule (8, 37) und
jeweils eine zentral angeordnete Aufnahme (9) zur Kontaktierung des Stempels (6) oder
eines Stempelhalters der Presse (3) aufweist; wobei die Ebenenplatten (1, 33) entlang
einer axialen Richtung (5) übereinander anordenbar sind, so dass die jeweils mindestens
eine Führungsfläche (7, 31) jeder Ebenenplatte (1, 33) koaxial zueinander angeordnet
sind; wobei zumindest die erste Ebenenplatte (1) eine Ebenenplatte (1) nach einem
der vorhergehenden Patentansprüche ist; wobei die Ebenenplatten (1, 33) entlang der
axialen Richtung (5) und entlang der radialen Richtung (11) zumindest teilweise einander
überlappend anordenbar sind.
8. Pressenwerkzeug (2) nach Patentanspruch 7, wobei die Ebenenplatten (1, 33) jeweils
mindestens zwei zylindrische Führungsflächen (7, 31) zur Kontaktierung von zwei für
die Ebenenplatten (1, 33) gemeinsamen Führungssäulen (8, 37) aufweisen; wobei die
erste Ebenenplatte (1) eine erste Führungsfläche (7) mit einem ersten unteren Ende
(28) und die zweite Ebenenplatte (33) eine dritte Führungsfläche (35) mit einem dritten
unteren Ende (36) aufweist, wobei die erste Ebenenplatte (1) gegenüber der axialen
Richtung (5) oberhalb von der zweiten Ebenenplatte (33) anordenbar ist und die Ebenenplatten
(1, 33) dabei so zueinander anordenbar sind, dass die erste Führungsfläche (7) eine
erste Führungssäule (8) der gemeinsamen Führungssäulen (8, 37) und die dritte Führungsfläche
(35) eine zweite Führungssäule (37) der gemeinsamen Führungssäulen (8, 37) kontaktiert;
wobei dabei das erste untere Ende (28) gegenüber der axialen Richtung (5) unterhalb
des dritten unteren Endes (36) angeordnet ist.
9. Verwendung einer Ebenenplatte (1) in einem Pressenwerkzeug (2) einer Presse (3) zur
Herstellung eines Grünlings; wobei die Ebenenplatte (1) über mindestens einen Hubzylinder
(4) entlang einer axialen Richtung (5) zur Betätigung eines Stempels (6) der Presse
(3) verfahrbar ist; wobei die Ebenenplatte (1) eine Anbindung (34) für den mindestens
einen Hubzylinder (4), mindestens eine zur axialen Richtung (5) parallele zumindest
teilweise zylindrische Führungsfläche (7, 31) zur Kontaktierung einer Führungssäule
(8, 37) und eine zentral angeordnete Aufnahme (9) zur Kontaktierung des Stempels (6)
oder des Stempelhalters der Presse (3) aufweist; wobei die Ebenenplatte (1) in zumindest
einem ersten Querschnitt (10), der parallel zur axialen Richtung (5) und entlang einer
zur axialen Richtung (5) senkrecht verlaufenden radialen Richtung (11) zwischen der
Aufnahme (9) und der Führungsfläche (7, 31) verläuft, zumindest einen ersten Bereich
(12) mit einer Wandstärke (13) und einer ersten Mittellinie (21) aufweist, wobei die
erste Mittellinie (21) zumindest teilweise unter einem ersten Winkel (22) von mindestens
10 Winkelgrad und höchstens 85 Winkelgrad zur radialen Richtung (11) verläuft; dadurch gekennzeichnet, dass die Ebenenplatte (1) eine in eine erste axiale Richtung (38) weisende Oberseite (39)
und eine in eine der ersten axialen Richtung (38) entgegengesetzte zweite axiale Richtung
(40) weisende Unterseite (41) aufweist, wobei die Oberseite (39) und die Unterseite
(41) der Ebenenplatte (1) in dem ersten Bereich (12) des ersten Querschnitts (10)
parallel zur ersten Mittellinie (21) und/oder unter einem ersten Winkel (22) von mindestens
10 Winkelgrad und unter einem ersten Winkel (22) von höchstens 85 Winkelgrad zur radialen
Richtung verlaufen.
1. Plane plate (1) for a pressing tool (2) of a press (3), wherein the plane plate (1)
for activating a punch (6) of the press (3) by way of at least one lifting cylinder
(4) is displaceable along an axial direction (5); wherein the plane plate (1) has
a link (34) to the at least one lifting cylinder (4), at least one at least partially
cylindrical guiding face (7, 31) which for contacting a guide column (8, 37) is parallel
with the axial direction (5), and a centrally disposed receptacle (9) for contacting
the punch (6) or the punch holder of the press (3); wherein the plane plate (1) at
least in a first cross section (10) which between the receptacle (9) and the guiding
face (7, 31) runs parallel with the axial direction (5) and along a radial direction
(11) that runs so as to be perpendicular to the axial direction (5) has at least a
first region (12) with a wall thickness (13) and a first centerline (21), wherein
the first centerline (21) runs at least partially at a first angle (22) of at least
10 angular degrees and of at most 85 angular degrees in relation to the radial direction
(11), characterized in that the plane plate (1) has an upper side (39) that points in a first axial direction
(38), and a lower side (41) that points in a second axial direction (40) that is opposite
to the first axial direction (38), wherein the upper side (39) and the lower side
(41) of the plane plate (1) in the first region (12) of the first cross section (10)
runs so as to be parallel with the first centerline (21) and/or at a first angle (22)
of at least 10 angular degrees and at a first angle of at most 85 angular degrees
in relation to the radial direction.
2. Plane plate (1) as claimed in claim 1, wherein the first region (12) in the radial
direction (11) extends across a first extent (14) which is at least 10% of a smallest
spacing (15) between the receptacle (9) and the guiding face (7) in the first cross
section (10) along the radial direction (11).
3. Plane plate (1) as claimed in claim 2, wherein the plane plate (1) in at least a second
cross section (16) which runs along the radial direction (11) between the receptacle
(9) and the guiding face (7, 31), and in relation to the first cross section (10)
in a circumferential direction (18) is disposed so as to be rotated by an angular
range (17), has at least a second region (19) with a wall thickness (13) and a second
centerline (23), wherein the second region (19) in the radial direction (11) extends
across a second extent (20) in which a second centerline (23) runs at a second angle
(24) of at least 10 angular degrees in relation to the radial direction (11); wherein
the second extent (20) differs from the first extent (14).
4. Plane plate (1) as claimed in one of the preceding claims, wherein the plane plate
(1) in the first cross section (10) has a third region (25) that in the radial direction
(11) is contiguous to the first region (12), wherein the third region (25) has a third
centerline (26), wherein the third centerline (26) in relation to the radial direction
(11) runs at a third angle (27) of at least 10 angular degrees, wherein the first
angle (22) and the third angle (27) are oriented so as to be mutually opposed in relation
to the radial direction (11).
5. Plane plate (1) as claimed in claim 4, wherein the first cross section (10) extends
through the at least one guiding face (7, 31), and the guiding face (7, 31) has a
lower end (28) which is disposed at a height (29) in relation to the axial direction
(5), wherein a reversing region (30) of the plane plate (1) is disposed in the first
cross section (10) between the first region (12) and the third region (25), wherein
said reversing region (30) in relation to the axial direction (5) is disposed below
the lower end (28).
6. Plane plate (1) as claimed in one of the preceding claims, wherein the plane plate
(1) for contacting in each case one guide column (8, 37) has at least two cylindrical
guiding faces (7, 31), wherein a first cylindrical guiding face (7) has a first lower
end (28), and a second cylindrical guiding face (31) has a second lower end (32),
wherein the first lower end (28) and the second lower end (32) are disposed at mutually
dissimilar heights (29) in relation to the axial direction (5).
7. Pressing tool (2) for a press (3), at least comprising a first plane plate (1) and
a second plane plate (33), wherein at least the first plane plate (1) for activating
a punch (6) of the press (3) by way of at least one lifting cylinder (4) is displaceable
along an axial direction (5); wherein at least the first plane plate (1) has a link
(34) to the at least one lifting cylinder (4), wherein each plane plate (1, 33) for
contacting a guide column (8, 37) that is common to the plane plates (1) has in each
case at least one cylindrical guiding face (7, 31), and for contacting the punch (6)
or a punch holder of the press (3) has in each case one centrally disposed receptacle
(9); wherein the plane plates (1, 33) along a radial direction (5) are capable of
being disposed on top of one another such that the respective at least one guiding
face (7, 31) of each plane plate (1, 33) is disposed so as to be coaxial with the
respective other at least one guiding face (7, 31); wherein at least the first plane
plate (1) is a plane plate (1) as claimed in one of the preceding claims; wherein
the plane plates (1, 33) are capable of being disposed so as to be at least partially
mutually overlapping along the axial direction (5) and along the radial direction
(11).
8. Pressing tool (2) as claimed in claim 7, wherein the plane plates (1, 33) for contacting
two guide columns (8, 37) that are common to the plane plates (1, 33) have in each
case at least two cylindrical guiding faces (7, 31); wherein the first plane plate
(1) has a first guiding face (7) having a first lower end (28), and the second plane
plate (33) has a third guiding face (35) having a third lower end (36), wherein the
first plane plate (1) in relation to the axial direction (5) is capable of being disposed
above the second plane plate (33), and the plane plates (1, 33) herein are capable
of being mutually disposed such that the first guiding face (7) contacts a first guide
column (8) of the common guide columns (8, 37), and the third guiding face (35) contacts
a second guide column (37) of the common guide columns (8, 37); wherein the first
lower end (28) in relation to the axial direction (5) herein is disposed below the
third lower end (36).
9. Use of a plane plate (1) in a pressing tool (2) of a press (3) for producing a green
compact; wherein the plane plate (1) for activating a punch (6) of the press (3) by
way of at least one lifting cylinder (4) is displaceable along an axial direction
(5); wherein the plane plate (1) has a link (34) to the at least one lifting cylinder
(4), at least one at least partially cylindrical guiding face (7, 31) which for contacting
a guide column (8, 37) is parallel with the axial direction (5), and a centrally disposed
receptacle (9) for contacting the punch (6) or the punch holder of the press (3);
wherein the plane plate (1) at least in a first cross section (10) which between the
receptacle (9) and the guiding face (7, 31) runs parallel with the axial direction
(5) and along a radial direction (11) that runs so as to be perpendicular to the axial
direction (5) has at least a first region (12) with a wall thickness (13) and a first
centerline (21), wherein the first centerline (21) runs at least partially at a first
angle (22) of at least 10 angular degrees and of at most 85 angular degrees in relation
to the radial direction (11), characterized in that the plane plate (1) has an upper side (39) that points in a first axial direction
(38), and a lower side (41) that points in a second axial direction (40) that is opposite
to the first axial direction (38), wherein the upper side (39) and the lower side
(41) of the plane plate (1) in the first region (12) of the first cross section (10)
runs so as to be parallel with the first centerline (21) and/or at a first angle (22)
of at least 10 angular degrees and at a first angle of at most 85 angular degrees
in relation to the radial direction.
1. Plaque plane (1) pour un outil de presse (2) d'une presse (3) ; la plaque plane (1)
étant apte à être déplacée par au moins un vérin de levage (4) le long d'une direction
axiale (5) pour l'actionnement d'un poinçon (6) de la presse (3) ; la plaque plane
(1) présentant un moyen de liaison (34) pour ledit au moins un vérin de levage (4),
au moins une surface de guidage (7, 31) au moins partiellement cylindrique, parallèle
à la direction axiale (5), destinée à être mise au contact d'une colonne de guidage
(8, 37) et un logement (9) agencé de manière centrale, destiné à être mis en contact
du poinçon (6) ou d'un porte-poinçon de la presse (3) ; la plaque plane (1) présentant,
dans au moins une première section transversale (10) qui s'étend parallèlement à la
direction axiale (5) et le long d'une direction radiale (11) perpendiculaire à la
direction axiale (5) entre le logement (9) et la surface de guidage (7, 31), au moins
une première zone (12) ayant une épaisseur de paroi (13) et une première ligne médiane
(21), la première ligne médiane (21) s'étendant au moins en partie selon un premier
angle (22) d'au moins 10 degrés et d'au plus de 85 degrés par rapport à la direction
radiale (11),
caractérisé en ce que la plaque plane (1) présente une face supérieure (39) orientée dans une première
direction axiale (38) et une face inférieure (41) orientée dans une deuxième direction
axiale (40) opposée à la première direction axiale (38), la face supérieure (39) et
la face inférieure (41) de la plaque plane (1) s'étendant dans la première zone (12)
de la première section transversale (10) parallèlement à la première ligne centrale
(21) et/ou selon un premier angle (22) d'au moins 10 degrés angulaires et selon un
premier angle (22) d'au plus 85 degrés par rapport à la direction radiale.
2. Plaque plane (1) selon la revendication 1, dans laquelle la première zone (12) s'étend
dans la direction radiale (11) sur une première étendue (14) qui est au moins 10 %
d'une distance minimale (15) entre le logement (9) et la surface de guidage (7) dans
la première section transversale (10) le long de la direction radiale (11).
3. Plaque plane (1) selon la revendication 2, dans laquelle la plaque plane (1) est agencée
dans au moins une deuxième section transversale (16) qui s'étend le long de la direction
radiale (11) entre le logement (9) et la surface de guidage (7, 31) et qui est tournée
par rapport à la première section transversale (10) d'une zone angulaire (17) dans
une direction circonférentielle (18), présente au moins une deuxième zone (19) ayant
une épaisseur de paroi (13) et une deuxième ligne médiane (23), la deuxième zone (19)
s'étendant dans la direction radiale (11) sur une deuxième extension (20), dans laquelle
une deuxième ligne médiane (23) s'étend selon un deuxième angle (24) d'au moins 10
degrés par rapport à la direction radiale (11) ; la deuxième extension (20) étant
différente de la première extension (14).
4. Plaque plane (1) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la plaque
plane (1) présente, dans la première section transversale (10), une troisième zone
(25) se raccordant à la première zone (12) dans la direction radiale (11), la troisième
zone (25) présentant une troisième ligne médiane (26), la troisième ligne médiane
(26) s'étendant selon un troisième angle (27) d'au moins 10 degrés par rapport à la
direction radiale (11), le premier angle (22) et le troisième angle (27) étant orientés
en sens inverse par rapport à la direction radiale (11).
5. Plaque plane (1) selon la revendication 4, dans laquelle la première section transversale
(10) s'étend à travers ladite au moins une surface de guidage (7, 31) et la surface
de guidage (7, 31) présente une extrémité inférieure (28) qui est agencée à un niveau
(29) opposé à la direction axiale (5), une zone de retournement (30) de la plaque
plane (1) étant agencée dans la première section transversale (10) entre la première
zone (12) et la troisième zone (25), cette zone de retournement (30) étant agencée
au-dessous de l'extrémité inférieure (28) par rapport à la direction axiale (5).
6. Plaque plane (1) selon l'une des revendications précédentes, la plaque plane (1) présentant
au moins deux surfaces de guidage cylindriques (7, 31) destinées à être chacune mises
au contact d'une colonne de guidage (8, 37), une première surface de guidage cylindrique
(7) présentant une première extrémité inférieure (28) et une deuxième surface de guidage
cylindrique (31) présentant une deuxième extrémité inférieure (32), la première extrémité
inférieure (28) et la deuxième extrémité inférieure (32) étant agencées à des hauteurs
(29) différentes l'une de l'autre par rapport à la direction axiale (5).
7. Outil de presse (2) pour une presse (3), comprenant au moins une première plaque plane
(1) et une deuxième plaque plane (33), au moins la première plaque plane (1) étant
apte à être déplacée par au moins un vérin de levage (4) le long d'une direction axiale
(5) pour l'actionnement d'un poinçon (6) de la presse (3) ; au moins la première plaque
plane (1) présentant un moyen de liaison (34) pour ledit au moins un vérin de levage
(4), chaque plaque plane (1, 33) présentant au moins une surface de guidage cylindrique
(7, 31) respective destinée à être mise au contact d'une colonne de guidage (8, 37)
commune aux plaques planes (1) et respectivement un logement (9) aménagé de manière
centrale pour la mise en contact du poinçon (6) ou d'un porte-poinçon de la presse
(3) ; les plaques planes (1, 33) sont aptes à être agencées les unes au-dessus des
autres le long d'une direction axiale (5), de sorte que les au moins une surface de
guidage (7, 31) de chaque plaque plane (1, 33) sont agencées de manière coaxiale les
unes par rapport aux autres ; au moins la première plaque plane (1) étant une plaque
plane (1) selon l'une des revendications précédentes ; les plaques planes (1, 33)
sont aptes à être agencées le long de la direction axiale (5) et le long de la direction
radiale (11) en se chevauchant au moins partiellement.
8. Outil de presse (2) selon la revendication 7, dans lequel les plaques planes (1, 33)
présentent chacune au moins deux surfaces de guidage cylindriques (7, 31) destinées
à être mises au contact de deux colonnes de guidage (8, 37) communes aux plaques planes
(1, 33) ; la première plaque plane (1) présente une première surface de guidage (7)
avec une première extrémité inférieure (28) et la deuxième plaque plane (33) présente
une troisième surface de guidage (35) avec une troisième extrémité inférieure (36),
la première plaque plane (1) étant apte à être agencée au-dessus de la deuxième plaque
plane (33) par rapport à la direction axiale (5) et les plaques planes (1, 33) étant
aptes à être agencées l'une par rapport à l'autre de telle sorte que la première surface
de guidage (7) entre en contact avec une première colonne de guidage (8) des colonnes
de guidage communes (8, 37) et que la troisième surface de guidage (35) entre en contact
avec une deuxième colonne de guidage (37) des colonnes de guidage communes (8, 37)
; la première extrémité inférieure (28) est alors agencée en dessous de la troisième
extrémité inférieure (36) par rapport à la direction axiale (5).
9. Utilisation d'une plaque plane (1) dans un outil de presse (2) d'une presse (3) pour
la fabrication d'un produit vert ; la plaque plane (1) est apte à être déplacée par
au moins un vérin de levage (4) le long d'une direction axiale (5) pour l'actionnement
d'un poinçon (6) de la presse (3) ; la plaque plane (1) présente un moyen de liaison
(34) pour ledit au moins un vérin de levage (4), au moins une surface de guidage (7,
31) au moins partiellement cylindrique parallèle à la direction axiale (5) destinée
à être mise au contact d'une colonne de guidage (8, 37) et un logement (9) agencé
de manière centrale destinée à être mis au contact du poinçon (6) ou du support de
poinçon de la presse (3) ; la plaque plane (1) présentant, dans au moins une première
section transversale (10) qui s'étend parallèlement à la direction axiale (5) et le
long d'une direction radiale (11) perpendiculaire à la direction axiale (5) entre
le logement (9) et la surface de guidage (7, 31), au moins une première zone (12)
ayant une épaisseur de paroi (13) et une première ligne médiane (21), la première
ligne médiane (21) s'étendant au moins partiellement selon un premier angle (22) d'au
moins 10 degrés et au plus de 80 degrés par rapport à la direction radiale (11) ;
caractérisée en ce que la plaque plane (1) présente une face supérieure (39) orientée dans une première
direction axiale (38) et une face inférieure (41) orientée dans une deuxième direction
axiale (40) opposée à la première direction axiale (38), la face supérieure (39) et
la face inférieure (41) de la plaque plane (1) s'étendant dans la première zone (12)
de la première section transversale (10) parallèlement à la première ligne médiane
(21) et/ou selon un premier angle (22) d'au moins 10 degrés et selon un premier angle
(22) d'au plus 85 degrés par rapport à la direction radiale.