[0001] Die Anmeldung betrifft ein Windenergiesystem, insbesondere ein Offshore-Windenergiesystem,
umfassend eine Mehrzahl von mit mindestens einem Kabelnetz verbundenen Windkraftanlagen,
wobei das Kabelnetz zum Übertragen der von den verbundenen Windkraftanlagen eingespeisten
elektrischen Leistung eingerichtet ist, mindestens eine Reglervorrichtung, eingerichtet
zum Regeln der von mindestens einer der Windkraftanlagen in das Kabelnetz eingespeisten
Leistung durch Bereitstellen von mindestens einem Leistungssollwert. Darüber hinaus
betrifft die Anmeldung eine Reglervorrichtung und ein Verfahren zum Regeln einer Windkraftanlage.
[0002] Die Nachfrage nach elektrischer Energie aus regenerativen Quellen steigt stetig.
Eine der zur Verfügung stehenden Ressourcen ist hierbei die Windenergie. Eine Windkraftanlage
ist allgemein dazu eingerichtet, die kinetische Energie des Windes mittels eines Rotors
und eines Generators in elektrische Energie zu wandeln.
[0003] Windenergiesysteme gemäß der vorliegenden Anmeldung umfassen eine Mehrzahl von Windkraftanlagen.
Die Windkraftanlagen können über mindestens ein (elektrisches) Kabelnetz miteinander
verbunden sein. Das Windenergiesystem, umfassend die Windkraftanlagen und das elektrische
Kabelnetz, verfügt hierbei über mindestens einen elektrischen Anschlusspunkt, um die
von dem Windenergiesystem bereitgestellte bzw. erzeugte elektrische Energie in ein
weiteres elektrische System, beispielsweise ein angeschlossenes öffentliches Stromnetz,
einzuspeisen. Mit anderen Worten umfasst ein anmeldungsgemäßes Windenergiesystem,
insbesondere die elektrische Topologie des Windenergiesystems, nicht mehr Teile des
weiteren elektrischen Systems.
[0004] Um den Gesamt-Energieertrag zu maximieren, kann das Windenergiesystem in Gebieten
mit hoher Windwahrscheinlichkeit und -intensität angeordnet werden. Besonders geeignet
sind Standorte auf der offenen See, auch Offshore-Gebiete genannt. Die Anforderungen
an Offshore-Windenergiesysteme bzw. Offshore-Windenergieparks unterscheiden sich jedoch
deutlich von den Anforderungen an Onshore-Windenergiesysteme. So müssen als Windenergieeinrichtungen
spezielle Offshore-Windenergieeinrichtungen eingesetzt werden. Insbesondere ist es
ein Anliegen, den aufgrund der speziellen Lage auf See und der damit verbundenen schweren
Erreichbarkeit großen Wartungs- und Instandhaltungsaufwand zu reduzieren.
[0005] Darüber hinaus ist es ein stetiges Anliegen, die abgebbare Leistungsmenge zu maximieren.
Insbesondere bei einem Netzfehler innerhalb des Windenergiesystems ist es im Stand
der Technik üblich, die von den Windkraftanlagen in das Kabelnetz eingespeiste Leistung
um einen fixen (vorgegebenen) Wert zu reduzieren. Beispielsweise kann eine Reglervorrichtung
bei Detektion eines Netzfehlers entsprechende Leistungssollwerte für die Windkraftanlagen
bereitstellen und an die Windkraftanlagen über ein Kommunikationsnetz übertragen.
Hierdurch wird zwar sichergestellt, dass weitere elektrische Betriebsmittel (Kabelnetz,
Transformatoren, etc.) nicht beschädigt werden. Jedoch wird die an ein weiteres elektrisches
System abgebbare Leistung signifikant reduziert. Dokumente
WO2016/058617 und
EP2636894 zeigen Beispiele des Standes der Technik von Steuersystemen für Windturbinenparks.
[0006] Daher liegt der Anmeldung die Aufgabe zugrunde, ein Windenergiesystem bereitzustellen,
welches eine Erhöhung der abgebbaren Leistung, insbesondere bei einem Netzfehler im
Windenergiesystem, ohne eine Erhöhung eines Risikos der Beschädigung von elektrischen
Betriebsmitteln ermöglicht.
[0007] Die Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Anmeldung durch ein Windenergiesystem,
insbesondere ein Offshore-Windenergiesystem, gemäß Anspruch 1 gelöst. Das Windenergiesystem
umfasst eine Mehrzahl von mit mindestens einem Kabelnetz verbundenen Windkraftanlagen.
Das Kabelnetz ist zum Übertragen der von den verbundenen Windkraftanlagen eingespeisten
elektrischen Leistung eingerichtet Das Windenergiesystem umfasst mindestens eine Reglervorrichtung,
eingerichtet zum Regeln der von mindestens einer der Windkraftanlagen in das Kabelnetz
eingespeisten Leistung durch Bereitstellen von mindestens einem Leistungssollwert.
Mindestens eine Temperaturerfassungseinrichtung ist vorgesehen, eingerichtet zum Erfassen
der Temperatur des Kabelnetzes. Mindestens eine Zustandserfassungseinrichtung ist
vorgesehen, eingerichtet zum Erfassen des Zustands des Windenergiesystems. Die Reglervorrichtung
umfasst mindestens eine Reglereinrichtung, eingerichtet zum Bestimmen des (mindestens
einen) Leistungssollwerts basierend auf der erfassten Temperatur und dem erfassten
Zustand.
[0008] Indem im Gegensatz zum Stand der Technik keine pauschale Reduzierung der von den
Windkraftanlagen in das Kabelnetz eingespeisten Leistung erfolgt, sondern anmeldungsgemäß
die Leistung von mindestens einer Windkraftanlage abhängig von der (augenblicklichen)
Temperatur des Kabelnetzes und des (augenblicklichen) Zustands des Windenergiesystems
geregelt wird, wird insbesondere bei einem Netzfehler die abgegebene Leistungsmenge
maximiert und gleichzeitig sichergestellt, dass keine weiteren elektrischen Betriebsmittel
beschädigt werden.
[0009] Das Windenergiesystem ist insbesondere ein Offshore-Windenergiesystem. Ein anmeldungsgemäßes
Windenergiesystem umfasst insbesondere mindestens eine (Offshore-)Umspannstation und
eine Mehrzahl von Windkraftanlagen. Die Windkraftanlagen können vorzugsweise in Form
von mindestens einem Strang (auch String genannt) angeordnet sein. Ein Strang umfasst
zwei oder mehr Windkraftanlagen, die elektrisch in Reihe angeordnet sind. Vorzugsweise
kann eine Mehrzahl von Strängen vorgesehen sein. Ein Ende eines Strangs kann elektrisch
mit der Umspannstation gekoppelt sein. Das andere Ende eines Strangs kann eine elektrische
Verbindung zu einem Ende eines weiteren Strangs aufweisen. Im Normalbetrieb des Windenergiesystems,
also für den Fall, dass kein Netzfehler vorliegt, kann diese elektrische Verbindung
geöffnet bzw. getrennt sein. Tritt ein Netzfehler in einem der zwei Stränge auf, kann
die elektrische Verbindung (auch Loop-Verbindung genannt) geschlossen werden, so dass
elektrische Leistung über diese Verbindung transportiert werden kann. Es versteht
sich, dass diese elektrische Verbindung (oder eine weitere entsprechend gebildete
elektrische Verbindung) auch zwischen anderen Verbindungspunkten von den Strängen
angeordnet sein kann.
[0010] Elektrisch ist jede Windkraftanlage des Windenergiesystems an das Kabelnetz des Windenergiesystems
angeschlossen. Eine Windkraftanlage speist die aus der kinetischen Windenergie erzeugte
elektrische Leistung, insbesondere einen elektrischen Strom, in das Kabelnetz ein.
Beispielsweise kann die eingespeiste Leistung über das Kabelnetz an die (Offshore-)Umspannstation
geliefert werden. Ein anmeldungsgemäßes Kabelnetz umfasst insbesondere eine Mehrzahl
von Energiekabeln, insbesondere Seekabeln, die elektrische Verbindungen bilden. Diese
Kabel können derart dimensioniert sein, dass im Normalbetrieb auch bei maximal von
den Windkraftanlagen eingespeister Leistung die maximale Stromtragfähigkeit dieser
Kabel nicht überschritten wird. Hierbei ist die oben beschriebene elektrische Verbindung
(Loop-Verbindung) ebenfalls Teil des Kabelnetzes.
[0011] Anmeldungsgemäß umfasst das Windenergiesystem mindestens eine Temperaturerfassungseinrichtung.
Die Temperaturerfassungseinrichtung ist eingerichtet, die Temperatur des Kabelnetzes
zu erfassen. Das Erfassen der Temperatur umfasst insbesondere das Messen der augenblicklichen
Temperatur des Kabelnetzes an mindestens einer Kabelnetzposition bzw. einem Messpunkt.
Mindestens ein geeigneter Messpunkt kann gewählt werden. Vorzugsweise kann die Temperatur
(nahezu) kontinuierlich gemessen werden. Indem die Temperatur des Kabelnetzes bei
der Regelung berücksichtigt wird, kann sichergestellt werden, dass eine maximal zulässige
Temperatur des Kabelnetzes nicht überschritten wird.
[0012] Zudem umfasst das Windenergiesystem anmeldungsgemäß eine Zustandserfassungseinrichtung.
Die Zustandserfassungseinrichtung ist zum Erfassen des Zustands des Windenergiesystems
eingerichtet. Das Erfassen des Zustands umfasst insbesondere das Erfassen des augenblicklichen
Zustands des Windenergiesystems. Anmeldungsgemäß ist unter dem Zustand des Windenergiesystems
insbesondere der elektrische Zustand zu verstehen. Beispielsweise wird der elektrische
Zustand durch Messen von elektrischen Parametern, wie einem durch das Kabelnetz fließenden
Strom, erfasst. Beispielsweise können zur Erfassung des Zustands des Windenergiesystems
die derzeitigen Leistungssollwerte der Windkraftanlagen, die derzeitig eingespeiste
Leistung (bzw. Strom), der derzeitige Zustand von elektrischen Komponenten (z.B. Transformator,
Umrichter), etc. erfasst werden. Indem der (elektrische) Zustand des Windenergiesystems,
insbesondere der elektrischen Betriebsmittel des Windenergiesystems, bei der Regelung
berücksichtigt wird, kann die maximal von dem Windenergiesystem bereitgestellte Leistung,
bei der keine Gefährdung der elektrischen Betriebsmittel vorliegt, erhöht werden.
[0013] Die Reglervorrichtung umfasst eine Reglereinrichtung. Die Reglereinrichtung kann
basierend auf erfasster Temperatur und erfasstem Zustand mindestens einen Leistungssollwert
für mindestens eine Windkraftanlage generieren. Der Leistungssollwert wird insbesondere
derart generiert, dass die aufgrund des augenblicklichen Zustands und augenblicklicher
Kabelnetztemperatur maximal mögliche Leistung von den Windkraftanlagen in das Kabelnetz
eingespeist wird. Es versteht sich, dass zwei oder mehr individuelle Leistungssollwerte
vorgegeben werden können. Ferner umfasst das Bestimmen des (mindestens einen) Leistungssollwerts
ein Erhöhen oder Reduzieren (also ein Anpassen) eines vorherigen Leistungssollwerts.
[0014] Das Windenergiesystem kann ein (drahtloses und/oder drahtgebundenes) Kommunikationsnetz
umfassen. Insbesondere können zumindest jede Windkraftanlage, insbesondere das jeweilige
lokale Steuermodul, und die Reglervorrichtung an das Kommunikationsnetz angeschlossen
sein. Der mindestens eine Leistungssollwert für die mindestens eine Windkraftanlage
kann dann von der Reglervorrichtung durch geeignete Sendemittel an die mindestens
eine Windkraftanlage über das Kommunikationsnetz übertragen werden. Zudem können über
das Kommunikationsnetz beispielweise Sensordaten übertragen werden.
[0015] Gemäß einer ersten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Windenergiesystems kann
die Reglereinrichtung mindestens ein Vergleichsmodul umfassen. Das Vergleichsmodul
kann zum Vergleichen der erfassten Temperatur und mindestens einer vorgegebenen Solltemperatur
eingerichtet sein. Die Solltemperatur ist insbesondere eine maximal zulässige Temperatur.
Die Reglereinrichtung kann zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts basierend
auf dem Vergleichsergebnis eingerichtet sein. Insbesondere für den Fall, dass die
erfasste Temperatur die Solltemperatur überschreitet, kann das Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf diesem Vergleichsergebnis das Reduzieren des Leistungssollwerts umfassen.
[0016] Vorzugsweise kann die mindestens eine vorgegebene Solltemperatur von dem 2K-Kriterium
abhängig sein. Das 2K-Kriterium ist insbesondere von einem Seekabel einzuhalten. Für
das Betreiben eines Seekabels bestehen bestimmte Umweltschutzauflagen. Eine dieser
Umweltschutzauflagen ist das einzuhaltende so genannte 2K-Kriterium. Das 2K-Kriterium
verlangt, dass der Temperaturanstieg im Meeresboden (oberhalb) des Seekabels in einer
Tiefe von 0,2 m bis 0,3 m 2 Kelvin nicht übersteigen darf. Beispielsweise kann die
Regelung der Leistung, die von mindestens einer Windkraftanlage unter Einhaltung des
2K-Kriteriums in das Energienetz eingespeist wird, basierend auf einem stationären
Ansatz erfolgen.
[0017] Bei einem ersten stationären Ansatz kann folgende Berechnungsvorschrift implementiert
sein

wobei
Δϑ(
x, y) der Temperaturanstieg ist, P' die Verlustleistung pro Meter ist,
λ die thermische Leitfähigkeit des Meeresbodens, s die Entfernung des Seekabels zu
dem Messbezugspunkt in einer Tiefe von 0,2 m von der Oberfläche des Meeresbodens und
s' die Entfernung zu diesem Bezugspunkt von einem an dem Meeresboden gespiegelten
Seekabel.
[0018] Alternativ oder zusätzlich zum stationären Ansatz kann die Regelung der Leistung
mit einem dynamischen Ansatz erfolgen. Bei diesem Ansatz kann folgende Berechnungsvorschrift
implementiert sein:

wobei E1(x) folgende Exponential-Integral-Funktion ist

[0019] Hierbei ist

und

ist, wobei
αB der thermische Diffusionskoeffizient des Meeresbodens ist,
δ die Dichte des Meeresbodens ist und c die spezifische Wärmekapazität des Meeresbodens
ist.
[0020] Der Vorteil des stationären Ansatzes, also eines zeitunabhängigen Ansatzes, besteht
darin, dass diese Regelung besonders einfach und mit wenig Rechenzeit erfolgen kann.
Gemäß einer Ausführungsform kann die Solltemperatur ein stationärer Temperatursollwert
sein. Die Regelung der Leistung bzw. des Stroms kann zeitunabhängig sein. Mit anderen
Worten wird der in das Kabelnetz eingespeiste Strom auf einen konstanten Stromwert
geregelt.
[0021] Bei einem dynamischen Ansatz kann gemäß einer Ausführungsform die Solltemperatur
ein zeitabhängiger Temperaturparameter sein. Die Regelung der Leistung bzw. des Stroms
kann zeitabhängig sein. Indem eine zeitabhängige Regelung erfolgt, ist es möglich,
die während des Betriebs eines Offshore-Windenergiesystems auftretenden Fluktuationen
bei der Energieerzeugung, beispielsweise aufgrund von Änderungen der Windstärke, zu
berücksichtigen bzw. zu nutzen. Insbesondere kann die Änderung der Temperatur im Meeresboden
mit einer Zeitverzögerung von Stunden bis Tagen erfolgen. Daher kann beispielsweise
zunächst ein höherer Strom bzw. eine höhere Leistung für eine bestimmte Zeitdauer
als bei einer stationären Betrachtung durch das Kabelnetz, insbesondere einem bestimmten
Abschnitt des Kabelnetzes, fließen, wenn anschließend, beispielsweise aufgrund einer
geringeren Windstärke, ein gegenüber der stationären Betrachtung geringerer Strom
durch das Kabelnetz, insbesondere dem bestimmten Abschnitt des Kabelnetzes, fließt.
Beispielsweise kann in einem ersten Zeitraum ein Strom in den bestimmten Abschnitt
des Kabelnetzes eingespeist werden, der größer ist, als der Strom in einem anschließenden
zweiten Zeitraum. Die übertragbare Strommenge kann noch weiter gesteigert werden,
wenn beispielsweise eine windschwächere Phase in den zweiten Zeitraum fällt.
[0022] Um bei dem dynamischen Ansatz den zeitabhängigen maximal zulässigen Strom zu bestimmen,
kann bei einer Änderung des eingespeisten Stroms bzw. der eingespeisten Leistung eine
erneutet Regelung erfolgen. Vorzugsweise kann zur Bestimmung des maximal zulässigen
Stroms die aktuelle und zukünftige Temperaturänderung im Bezugspunkt kontinuierlich
oder in bestimmten Zeitabständen in Abhängigkeit der Überlagerung des aktuellen und
in der Vergangenheit eingespeisten Stroms berechnet werden.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der maximal zulässige Strom in Abhängigkeit
des Widerstands des Seekabels und/oder des Abstands des Seekabels zu dem Bezugspunkt
und/oder des Abstands des an der Meeresoberfläche gespiegelten Seekabels zu dem Bezugspunkt
und/oder der thermischen Leitfähigkeit des Meeresbodens und/oder des thermischen Diffusionskoeffizienten
des Meeresbodens bestimmt werden. Insbesondere kann ein zeitvarianter, maximal zulässiger
Strom in Abhängigkeit sämtlicher Parameter bestimmt werden. Vorzugsweise kann eine
Berechnungsvorschrift beispielsweise in einer geeigneten Recheneinrichtung implementiert
werden. Die Recheneinrichtung, wie eine Prognoseeinrichtung, kann dazu eingerichtet
sein, mittels dieser Parameter und dem Wert des Temperaturparameters durch die Berechnungsvorschrift
den maximal zulässigen Strom zu berechnen. Eine zeitnahe und genaue Bestimmung des
maximal zulässigen Stroms ist möglich.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Temperaturerfassungseinrichtung
zum Erfassen eines ersten Temperaturwerts an einer ersten Kabelnetzposition (bzw.
einem ersten Messpunkt) und mindestens eines weiteren Temperaturwerts an mindestens
einer weiteren Kabelnetzposition (bzw. einem weiteren Messpunkt) eingerichtet sein.
Insbesondere kann die Temperaturerfassungseinrichtung zum Erfassen einer Vielzahl
von Temperaturwerten an einer (entsprechenden Vielzahl) von Messpunkten eingerichtet
sein. Beispielsweise kann die Temperaturerfassungseinrichtung eine Reflexionsmesseinrichtung
umfassen. So kann in einem Kabel des Kabelnetzes ein Lichtwellenleiter integriert
sein, der zum Messen der Temperaturwerte verwendet wird. Indem mehrere Temperaturwerte
an verschiedenen Kabelnetzpositionen erfasst werden, kann eine umfassende Temperaturüberwachung
des Kabelnetzes bereitgestellt werden. Die Reglereinrichtung kann zumindest zum Bestimmen
des Leistungssollwerts basierend auf dem maximalen Temperaturwert der zumindest zwei
Temperaturwerte eingerichtet sein. Insbesondere kann der maximale Temperaturwert der
zumindest zwei oder mehr Temperaturwerte zunächst bestimmt werden und beispielsweise
dem Vergleichsmodul bereitgestellt werden. Das Vergleichsmodul kann den maximalen
Temperaturwert mit der Solltemperatur vergleichen. Wie oben beschrieben wurde, kann
die Reglereinrichtung dann zumindest den mindestens einen Leistungssollwert basierend
auf dem Vergleichsergebnis bestimmen.
[0025] Eine entsprechende Überwachung und Bestimmung kann insbesondere für jeden Strang
separat durchgeführt werden. Vorzugsweise kann die Temperaturerfassungseinrichtung
zum Erfassen eines ersten Temperaturwerts an einer ersten Kabelnetzposition eines
ersten Strangs (bzw. einem ersten Messpunkt) und mindestens eines weiteren Temperaturwerts
an mindestens einer weiteren Kabelnetzposition des erstens Strangs (bzw. einem weiteren
Messpunkt) eingerichtet sein. Indem mehrere Temperaturwerte an verschiedenen Kabelnetzpositionen
des ersten Strangs erfasst werden, kann eine umfassende Temperaturüberwachung des
ersten Strangs bereitgestellt werden. Die Reglereinrichtung kann zumindest zum Bestimmen
des Leistungssollwerts basierend auf dem maximalen Temperaturwert der zumindest zwei
Temperaturwerte des ersten Strangs eingerichtet sein. Insbesondere kann der maximale
Temperaturwert der zumindest zwei oder mehr Temperaturwerte zunächst bestimmt werden
und beispielsweise dem Vergleichsmodul bereitgestellt werden. Das Vergleichsmodul
kann den maximalen Temperaturwert mit der Solltemperatur vergleichen. Wie oben beschrieben
wurde, kann die Reglereinrichtung dann zumindest den mindestens einen Leistungssollwert
von mindestens einer Windkraftanlage des ersten Strangs und/oder eines mit dem ersten
Strang elektrisch verbundenen weiteren Strangs basierend auf dem Vergleichsergebnis
bestimmen.
[0026] Darüber hinaus kann die Temperaturerfassungseinrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform
zum Bestimmen der Kabelnetzposition des maximalen Temperaturwerts der zumindest zwei
Temperaturwerte (z.B. des ersten Strangs) eingerichtet sein. Die Reglereinrichtung
kann zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts basierend auf der bestimmten Kabelnetzposition
eingerichtet sein. Beispielsweise kann basierend auf der bestimmten Kabelnetzposition
der mindestens eine Leistungssollwert von der mindestens einen Windkraftanlage (des
ersten Strangs und/oder eines mit dem ersten Strang elektrisch verbundenen weiteren
Strangs) angepasst werden, dessen eingespeiste Leistung für den Temperaturwert an
dieser Stelle zumindest teilweise verantwortlich ist. Beispielsweise kann sich aus
der Erfassung des elektrischen Zustands ergeben, dass eine erste Windkraftanlage zu
x % (z.B. 75 %) und mindestens eine weitere Windkraftanlage zu y % (z.B. 25 %) für
den erhöhten Temperaturwert an der Stelle z ist. Die Reglereinrichtung kann dann abhängig
von dem Anteil der jeweiligen Windkraftanlage an dem Temperaturwert mindestens einen
Leistungssollwert der zumindest zwei Windkraftanlagen anpassen. Eine verbesserte Regelung
kann bereitgestellt werden.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Windenergiesystems kann
die Zustandserfassungseinrichtung mindestens ein Fehlerdetektionsmodul umfassen. Das
Fehlerdetektionsmodul kann zum Detektieren von mindestens einem Netzfehler innerhalb
des Windenergiesystems eingerichtet sein. Die Reglereinrichtung kann zumindest zum
Bestimmen des Leistungssollwerts basierend auf dem detektierten Netzfehler eingerichtet
sein. Unter einem Netzfehler ist vorliegend insbesondere ein elektrischer Netzfehler
zu verstehen, welcher die Übertragung von elektrischer Leistung zumindest erschwert.
Beispielsweise kann das mindestens eine Fehlerdetektionsmodul ein Differenzmessmittel
umfassen. Beispielsweise kann ein Abschnitt des Kabelnetzes bzw. eine elektrische
Verbindung des Kabelnetzes, wie ein Seekabel zwischen zwei Windenergieeinrichtungen
(z.B. Windkraftanlage, (Offshore-)Umspannstation, Onshore-Station, etc.), durch ein
Differenzmessmittel überwacht werden. So kann beispielsweise der jeweilige Stromwert
an beiden Enden des Abschnitts des Kabelnetzes erfasst werden. Die Differenz kann
aus den beiden erfassten Stromwerten bestimmt werden. Auch kann eine Vergleichsoperation
durchgeführt werden. Beispielsweise kann zwischen den jeweiligen Strommesseinrichtungen
an den Enden ein Kommunikationskanal für einen Datenaustausch der Stromwerte vorgesehen
sein. Mindestens eine der Strommesseinrichtungen kann zur Bestimmung der Differenz
bzw. Summe eingerichtet sein. Es versteht sich, dass andere elektrische Parameter
(z.B. Spannung) verwendet werden können. Im störungsfreien Normalbetrieb des Windenergiesystems
sind die Beträge der beiden bestimmten Stromwerte gleich. Ein Netzfehler des bestimmten
Abschnitts liegt insbesondere dann vor, wenn die Differenz bzw. Summe der bestimmten
Stromwerte ungleich null ist. Es versteht sich, dass Grenzwerte vorgegeben werden
können, um die im realen Betrieb auftretenden Stromverluste der elektrischen Verbindung
zu berücksichtigen. Ebenso versteht es sich, dass andere Messverfahren eingesetzt
werden können. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das Fehlerdetektionsmodul
zum Detektieren der Position des detektierten Netzfehlers innerhalb des Windenergiesystems
eingerichtet sein. Hierdurch kann beispielsweise bestimmt werden, welche Windkraftanlagen
und/oder welche Abschnitte des Kabelnetzes von dem Netzfehler betroffen sind. Die
Reglereinrichtung kann zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts basierend auf
der Position des Netzfehlers eingerichtet sein. Beispielsweise kann (nur) der mindestens
eine Leistungssollwert von der mindestens einen durch den Netzfehler betroffenen Windkraftanlage
angepasst werden. "Betroffen" meint, dass der Netzfehler (indirekt) die maximal zulässige,
abgebbare Leistung der Windkraftanlage beeinflusst, insbesondere reduziert, da sonst
weitere Beschädigungen an elektrischen Betriebsmitteln auftreten können.
[0028] Gemäß der Erfindung umfasst die Zustandserfassungseinrichtung mindestens ein Schaltzustandsauswertemodul.
Das Schaltzustandsauswertemodul ist zum Bestimmen der elektrischen (augenblicklichen)
Topologie des Windenergiesystems basierend auf den Schaltzuständen einer Mehrzahl
von elektrischen Schalteinrichtungen des Windenergiesystems, insbesondere des Kabelnetzes,
eingerichtet.
[0029] Die Reglereinrichtung ist zum Bestimmen des Leistungssollwerts basierend auf der
bestimmten elektrischen Topologie des Windenergiesystems eingerichtet. Unter der Topologie
ist insbesondere die elektrische Topologie, also die elektrischen Verbindungen zwischen
den verschiedenen Windenergieeinrichtungen, zu verstehen. So kann das Windenergiesystem,
insbesondere das Kabelnetz, eine Mehrzahl von Schaltereinrichtungen aufweisen, um
elektrische Verbindungen herzustellen und zu trennen. Wie oben beispielsweise ausgeführt
wurde, kann bei Detektion eines Netzfehlers in einem bestimmten Abschnitt des Kabelnetzes
dieser elektrische Verbindungsabschnitt getrennt und anstelle von diesem elektrischen
Verbindungsabschnitt beispielsweise ein anderer (bisher getrennter) elektrischer Verbindungsabschnitt
hergestellt werden. Eine Schaltereinrichtung kann über einen Sensor verfügen, um den
(augenblicklichen) Schaltzustand zu detektieren. Dieser kann beispielsweise an ein
(zentrales) Schaltzustandsauswertemodul des Windenergiesystems übertragen werden.
Das Schaltzustandsauswertemodul kann basierend auf den empfangenen Schaltzuständen
die augenblickliche (tatsächlich vorliegende) elektrische Topologie des Windenergiesystems
bestimmen. Dies verbessert die Regelung noch weiter, da eine genauere individuelle
Ansteuerung der Mehrzahl von Windkraftanlagen mit individualisierten Leistungssollwerten
möglich ist.
[0030] Darüber hinaus ist die Zustandserfassungseinrichtung zum Bereitstellen eines thermischen
Modells der elektrischen Topologie des Windenergiesystems eingerichtet.
[0031] Dies kann beispielsweise in einer Speichereinrichtung gespeichert sein. Basierend
auf dem elektrischen Modell können beispielsweise die Auswirkungen eines Netzfehlers
und/oder die Änderung von mindestens einem Leistungssollwert von mindestens einer
Windkraftanlage simuliert werden. Die Reglereinrichtung ist zumindest zum Bestimmen
des Leistungssollwerts basierend auf dem bereitgestellten thermischen Modell, insbesondere
einer mit dem thermischen Modell durchgeführten Simulation, eingerichtet.
[0032] Ein weiterer Aspekt der Anmeldung ist eine Reglervorrichtung für ein Windenergiesystem,
insbesondere ein zuvor beschriebenes Windenergiesystem. Die Reglervorrichtung umfasst
mindestens eine Temperaturerfassungseinrichtung, eingerichtet zum Erfassen der Temperatur
eines Kabelnetzes. Das (insbesondere zuvor beschriebene) Kabelnetz ist zum Übertragen
der von einer Mehrzahl von Windkraftanlagen in das Kabelnetz eingespeisten elektrischen
Leistung eingerichtet. Die Reglervorrichtung umfasst mindestens eine Zustandserfassungseinrichtung,
eingerichtet zum Erfassen des Zustands des Windenergiesystems. Die Reglervorrichtung
umfasst mindestens eine Reglereinrichtung, eingerichtet zum Bestimmen von mindestens
einem Leistungssollwert zum Regeln der von mindestens einer der Windkraftanlagen in
das Kabelnetz eingespeisten Leistung basierend auf der erfassten Temperatur und dem
erfassten Zustand.
[0033] Die Reglervorrichtung kann insbesondere eine zentrale Reglervorrichtung des Windenergiesystems
sein. Die Reglervorrichtung kann zum Regeln von sämtlichen Windkraftanlagen des Windenergiesystems
eingerichtet sein. Beispielsweise kann die Reglervorrichtung auf einer (Offshore-)Umspannstation
angeordnet sein. Die Reglervorrichtung kann insbesondere eine zuvor beschriebene Reglereinrichtung,
eine zuvor beschriebene Temperaturerfassungseinrichtung und/oder eine zuvor beschriebene
Zustandserfassungseinrichtung umfassen.
[0034] Ein noch weiterer Aspekt der Anmeldung ist ein Verfahren zum Regeln von mindestens
einer Windkraftanlage von mindestens einem Windenergiesystem, insbesondere einem zuvor
beschriebenen Windenergiesystem. Das Verfahren umfasst:
- Erfassen der Temperatur eines Kabelnetzes,
- wobei das Kabelnetz zum Übertragen der von einer Mehrzahl von Windkraftanlagen in
das Kabelnetz eingespeisten elektrischen Leistung eingerichtet ist,
- Erfassen des Zustands des Windenergiesystems, und
- Bestimmen von mindestens einem Leistungssollwert zum Regeln der von mindestens einer
der Windkraftanlagen in das Kabelnetz eingespeisten Leistung basierend auf der erfassten
Temperatur und dem erfassten Zustand.
[0035] Es sei angemerkt, dass vorliegend unter dem Begriff "Strom" der "Scheinstrom" und
unter dem Begriff "Leistung" die "Scheinleistung" zu verstehen ist, sofern nichts
anderes angegeben ist. Ferner sei angemerkt, dass die Reglereinrichtung den mindestens
einen Leistungssollwert basierend auf einer Mehrzahl der zuvor beschriebenen Kriterien
bestimmen kann. Darüber hinaus können anmeldungsgemäße Einrichtungen, Module, etc.
aus Hardwarekomponenten (z.B. Prozessoren, Schnittstellen, Speichermitteln, etc.)
und/oder Softwarekomponenten gebildet sein.
[0036] Die Erfindung wird durch die beigefügten unabhängigen Ansprüche definiert, die abhängigen
Ansprüche stellen Unteroptionen bereit.
[0037] Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, das anmeldungsgemäße Windenergiesystem,
die anmeldungsgemäße Reglervorrichtung und das anmeldungsgemäße Verfahren auszugestalten
und weiterzuentwickeln. Hierzu sei einerseits verwiesen auf die den unabhängigen Patentansprüchen
nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die Beschreibung von Ausführungsbeispielen
in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Windenergiesystems gemäß
der vorliegenden Anmeldung,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Reglervorrichtung gemäß
der vorliegenden Anmeldung,
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Reglervorrichtung
gemäß der vorliegenden Anmeldung, und
- Fig. 4
- ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Anmeldung.
[0038] Nachfolgend werden für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet.
[0039] Die Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Windenergiesystems
100 gemäß der vorliegenden Anmeldung. Das dargestellte Windenergiesystem 100 ist insbesondere
ein Offshore-Windenergiesystem 100. Das Offshore-Windenergiesystem 100 umfasst eine
Mehrzahl von Windenergieeinrichtungen 104, 112 und 120. Insbesondere ist eine Offshore-Umspannstation
112 angeordnet. Über ein Kabelnetz 106 ist eine Mehrzahl von Windkraftanlagen elektrisch
mit der Offshore-Umspannstation 112, insbesondere einer Transformatoreinrichtung 116
der Offshore-Umspannstation 112, verbunden. Das Kabelnetz 106 umfasst eine Mehrzahl
von Seekabeln, die zwischen verschiedenen Windkraftanlagen 104.1 bis 104.4 angeordnet
sind. Darüber hinaus umfasst das Kabelnetz mindestens ein Seekabel zwischen der Offshore-Umspannstation
112 und einer Onshore-Kopfstation 120. Die Onshore-Kopfstation 120 dient u.a. als
elektrischer Anschlusspunkt, um die von dem Windenergiesystem 100 bereitgestellte
bzw. erzeugte elektrische Energie in ein weiteres elektrisches System 122, beispielsweise
ein angeschlossenes öffentliches Stromnetz 122, einzuspeisen. Demnach ist das Stromnetz
122 kein Bestandteil des anmeldungsgemäßen Windenergiesystems 100.
[0040] Wie ferner aus der Figur 1 zu entnehmen ist, sind die Windkraftanlagen 104.1 bis
104.4 vorliegend in Form von zwei Strängen 102.1,102.2 angeordnet. Zu Gunsten einer
besseren Übersicht sind vorliegend nur zwei Stränge 102.1, 102.2 mit jeweils nur zwei
Windkraftanlagen 104.1 bis 104.4 dargestellt. Gemäß anderen Varianten kann ein Strang
drei oder mehr Windkraftanlagen aufweisen und/oder es können drei oder mehr Stränge
vorgesehen sein.
[0041] Die Windkraftanlagen 104.1, 104.2 des ersten Strangs 102.1 sind über elektrische
Verbindungen 126.1, 126.2 in Form von Seekabeln 126.1, 126.2 in Reihe miteinander
geschaltet. Über diese elektrischen Verbindungen 126.1, 126.2 bzw. Verbindungsabschnitte
126.1, 126.2 kann die von den Windkraftanlagen 104.1, 104.2 erzeugte elektrische Energie
bzw. Leistung übertragen werden. Insbesondere ist zwischen jeweils zwei benachbarten
Windkraftanlagen 104.1, 104.2 zumindest ein Seekabel 126.2 angeordnet. Die Windkraftanlagen
104.3, 104.4 des weiteren Strangs 102.2 können in entsprechender Weise miteinander
elektrisch verbunden sein.
[0042] Die erste Windkraftanlage 104.1 des ersten Strangs 102.1 ist ferner mit der Offshore-Umspannstation
112 bzw. Substation 112 elektrisch verbunden. In entsprechender Weise ist die erste
Windkraftanlage 104.4 des weiteren Strangs 102.2 mit der Offshore-Umspannstation 112
elektrisch verbunden. Darüber hinaus ist die am (anderen) Ende des erstens Strangs
102.1 angeordnete Windkraftanlage 104.2 mit der am Ende des weiteren Strangs 102.2
angeordnete Windkraftanlage 104.3 elektrisch verbindbar, Hierfür kann eine elektrische
Verbindung 124 (Loop-Verbindung) des Kabelnetzes 106 durch Schließen mindestens einer
(nicht gezeigten) Schaltereinrichtung hergestellt werden. Darüber hinaus können weitere
(nicht gezeigte) Schaltereinrichtungen an anderen Stellen des Kabelnetzes 106 vorgesehen
sein, um beispielsweise eine elektrische Verbindung 126.2, 126.4 zwischen zwei Windkraftanlagen
104.1 bis 104.4 aufgrund eines Netzfehlers innerhalb des Windenergiesystems 100 zu
trennen.
[0043] Sämtliche Windkraftanlagen 104.1 bis 104.4 können im Wesentlichen gleich ausgebildet
sein. Eine Windkraftanlage 104.1 bis 104.4 kann einen (nicht gezeigten) Generator
aufweisen, der die kinetische Energie des Winds in elektrische Energie wandelt.
[0044] Ferner ist vorliegend mindestens ein Lichtwellenleiter 108 in den Kabeln des Kabelnetzes
106 integriert. Lediglich zu Gunsten einer besseren Übersicht verläuft der Lichtwellenleiter
108 vorliegend parallel zu den Kabeln des Kabelnetzes 106. Der Lichtwellenleiter 108
ist insbesondere eingerichtet, eine Temperaturmessung des Kabelnetzes zu ermöglichen.
Insbesondere kann eine Temperaturerfassungseinrichtung 109 mit dem Lichtwellenleiter
108 gekoppelt sein. Beispielsweise kann jeder Strang separat überwacht werden. Durch
Reflexionsmessungen kann eine Mehrzahl von Temperaturwerten an einer Mehrzahl von
Kabelnetzpositionen gemessen und erfasst werden. Der mindestens eine erfasste Temperaturwert
kann an eine Reglereinrichtung 113 einer Reglervorrichtung 110 übergeben werden.
[0045] Darüber hinaus ist eine Zustandserfassungseinrichtung 111 angeordnet. Die Zustandserfassungseinrichtung
111 ist eingerichtet, den augenblicklichen (elektrischen) Zustand, beispielsweise
basierend auf den Schaltungszuständen der (nicht gezeigten) Schalteinrichtungen, zu
bestimmen. Der erfasste Zustand kann an die Reglereinrichtung 113 der Reglervorrichtung
110 übergeben werden.
[0046] Die Reglereinrichtung 113 ist zum Bestimmen von mindestens einem Leistungssollwerts
für mindestens eine Windkraftanlage 104.1 bis 104.4 basierend auf der erfassten Temperatur
und dem erfassten Zustand eingerichtet. Eine nähere Beschreibung der Regelung erfolgt
nachfolgend.
[0047] Über ein Kommunikationsnetz 114 kann der mindestens eine Leistungssollwert an die
mindestens eine Windkraftanlage 104.1 bis 104.4 übertragen werden. Ein (nicht gezeigtes)
lokales Steuermodul einer Windkraftanlage 104.1 bis 104.4 kann beispielsweise die
Leistungsabgabe der Windkraftanlage 104.1 bis 104.4 derart steuern, dass die in das
Kabelnetz 106 eingespeiste Leistung den Leistungssollwert zumindest nicht überschreitet.
Es versteht sich, dass der Leistungssollwert einen Stromsollwert umfassen kann.
[0048] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Reglervorrichtung 110, die Temperaturerfassungseinrichtung
109 und die Zustandserfassungseinrichtung 111 in der Offshore-Umspannstation 112 angeordnet.
Es versteht sich, dass zumindest eines dieser Elemente auch an einem anderen Ort (z.B.
der Kopfstation 120) angeordnet sein kann.
[0049] Die Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer (zentralen)
Reglervorrichtung 210 für ein Windenergiesystem gemäß der vorliegenden Anmeldung.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind in der Reglervorrichtung 210 die Reglereinrichtung
213, die Temperaturerfassungseinrichtung 209 und die Zustandserfassungseinrichtung
211 integriert.
[0050] Die Temperaturerfassungseinrichtung 209 erfasst insbesondere eine Mehrzahl von Temperaturwerten
von unterschiedlichen Messpunkten. Die Temperaturerfassungseinrichtung 209 umfasst
ein Maximum-Bestimmungsmodul 228 zum Bestimmen des maximalen Temperaturwerts aus der
Mehrzahl von erfassten Temperaturwerten (z.B. von einem ersten Strang). Der bestimmte
maximale Temperaturwert kann einem Vergleichsmodul 230 breitgestellt werden.
[0051] Darüber hinaus ist die Temperaturerfassungseinrichtung 209 eingerichtet, zumindest
die Kabelnetzposition des bestimmten maximalen Temperaturwerts zu bestimmen. Insbesondere
kann die Bestimmung mittels der Reflexionsmessung erfolgen. Die bestimmte Kabelnetzposition
kann der Reglereinrichtung 213 bereitgestellt werden.
[0052] Das Vergleichsmodul 230 ist insbesondere eingerichtet, den bereitgestellten Temperaturwert
mit einer vorgegebenen Solltemperatur zu vergleichen. Wie oben beschrieben wurde,
kann die Solltemperatur von dem 2K-Kriterium abhängen. Das Vergleichsergebnis, insbesondere
ein Differenzwert zwischen dem bereitgestellten Temperaturwert und der Solltemperatur,
kann der Reglereinrichtung 213 bereitgestellt werden.
[0053] Ferner umfasst die Zustandserfassungseinrichtung ein Fehlerdetektionsmodul 215, ein
Speichermodul 217 und ein Schaltzustandsauswertemodul 219. Das Fehlerdetektionsmodul
215 ist eingerichtet, einen elektrischen Netzfehler innerhalb des Windenergiesystems
(z.B. System 100) zu bestimmen. Ein Netzfehler in einem weiteren System (z.B. 122)
kann nicht bestimmt werden. Darüber hinaus kann das Fehlerdetektionsmodul 215 zumindest
auch die Fehlerposition, also beispielsweise den betroffenen elektrischen Verbindungsabschnitt
(z.B. 126.1 bis 126.4, 118), bestimmen.
[0054] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Fehlerdetektionsmodul 215
die Art des Netzfehlers bestimmen kann. Wie oben beschrieben wurde, kann das Fehlerdetektionsmodul
215 über (nicht gezeigte) Sensoren verfügen oder mit diesen verbunden sein, die an
mindestens einem elektrischen Verbindungsabschnitt (z.B. 126.1 bis 126.4, 118) eine
Differenzmessung von zumindest einem elektrischen Parameter (z.B. Stroms) ermöglichen.
[0055] Der detektierte Netzfehler und beispielsweise die Position des Netzfehlers können
der Reglereinrichtung 213 bereitgestellt werden. Vorzugsweise kann das Fehlerdetektionsmodul
215 den detektierten Netzfehler und beispielsweise die Position des Netzfehlers auch
einem (nicht gezeigten) Schaltsteuermodul zur Verfügung stellen. Basierend auf den
bereitgestellten Daten kann das Schaltsteuermodul mindestens eine (nicht gezeigte)
Schalteinrichtung ansteuern, um eine Änderung des Schaltzustands zu bewirken. Beispielsweise
kann eine elektrische Verbindung, in der sich der Netzfehler befindet, getrennt und
eine Loop-Verbindung geschlossen werden.
[0056] Das Speichermodul 217 kann mindestens ein thermisches Modell bereitstellen, welches
beispielsweise für eine Simulation der Auswirkung eines erfassten Netzfehlers und/oder
einer Änderung von mindestens einem Leistungssollwert genutzt werden kann.
[0057] Das Schaltzustandsauswertemodul 219 ist insbesondere eingerichtet, die jeweiligen
augenblicklichen Schaltzustände der (nicht gezeigten) Schalteinrichtungen des Windenergiesystems
zu erfassen. Beispielsweise kann hierfür jede Schalteinrichtung über einen entsprechend
konfigurierten Sensor verfügen, der einen augenblicklichen Schaltzustand an die Schaltzustandsauswertemodul
219 übertragen kann. Basierend auf den bereitgestellten Sensordaten (z.B. "geschlossen",
"geöffnet", "defekt", etc.) kann das Schaltzustandsauswertemodul 219 die augenblickliche
elektrische Topologie, also den elektrischen Verbindungszustand des Windenergiesystems,
bestimmen. Auch die augenblickliche elektrische Topologie kann der Reglereinrichtung
213 bereitgestellt werden.
[0058] Die Reglereinrichtung 213 kann vorzugsweise basierend auf dem Vergleichsergebnis
und mindestens einem Zustandsparameter, vorzugsweise sämtliche zuvor genannten Zustandsparameter,
mindestens einen Leistungssollwert für mindestens eine Windkraftanlage - falls erforderlich
- anpassen. Alternativ oder zusätzlich können weitere Zustandsparameter, wie Zustand
der Windkraftanlage (Wartungszustand, Fehlerzustand, etc.), von der Reglereinrichtung
213 für die Bestimmung des mindestens einen Leistungssollwerts berücksichtigt werden.
[0059] Die Figur 3 zeigt eine weitere schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer
Reglervorrichtung 310 gemäß der vorliegenden Anmeldung. Zur Vermeidung von Wiederholungen
werden nachfolgend im Wesentlichen nur die Unterschiede zu dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 2 beschrieben. Für die anderen Komponenten der Reglervorrichtung 310 wird
insbesondere auf die obigen Ausführungen verwiesen.
[0060] Eine Vielzahl von erfassten Temperaturwerten T
1 bis T
n, die an einer entsprechenden Vielzahl von Messstellen bzw. Kabelnetzposition (z.B.
von einem Strang) gemessen wurden, wird einem Maximum-Bestimmungsmodul 328 zugeführt.
Das Maximum-Bestimmungsmodul 328 ist eingerichtet, den maximalen Temperaturwert T
max aus den bereitgestellten Temperaturwerten T
1 bis T
n zu bestimmen. Dieser maximale Temperaturwert T
max wird an ein Vergleichsmodul 230 geliefert. Das Vergleichsmodul 230 generiert eine
Differenz aus einer vorgegebenen Solltemperatur T
soll und der maximalen Temperatur T
max. Die Solltemperatur T
soll ist beispielsweise T
soll = 90°C - ΔT, wobei ΔT eine Sicherheitsspanne ist.
[0061] Die Differenz wird einem Reglerelement 332 einer Reglereinrichtung 313 zugeführt.
Das Reglerelement 332 ist beispielsweise ein PI-Regler 332, der ein entsprechendes
Ausgangssignal generiert. Ferner kann ein modellbasiertes Vorsteuerungsmodul 334 vorgesehen
sein. Die Ausgangssignale der Module 332, 334 werden addiert und zur Generierung von
Leistungssollwerten P
ref1 bis P
refn für die Windkraftanlagen WK
1 bis WK
n einem entsprechenden Generierungsmodul 338 zur Verfügung gestellt. Diese werden anschließend,
zumindest bei einer Änderung eines Leistungssollwertes P
ref1 bis P
refn, an die Windkraftanlagen WK
1 bis WK
n übertragen. Die entsprechenden Windkraftanlagen WK
1 bis WK
n passen dann in oben beschriebener Weise die eingespeiste Leistung basierend auf den
Leistungssollwerten P
ref1 bis P
refn an.
[0062] Es versteht sich, dass andere Reglereinrichtungen und/oder Reglerelemente eingesetzt
werden können.
[0063] Figur 4 zeigt ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens gemäß der
vorliegenden Anmeldung, insbesondere ein Verfahren zum Regeln von mindestens einer
Windkraftanlage von mindestens einem Windenergiesystem, insbesondere einem zuvor beschriebenen
Windenergiesystem. Beispielsweise kann hierfür eine zuvor beschriebene Reglervorrichtung
verwendet werden. Insbesondere ist unter einer Regelung einer Windkraftanlage die
Regelung der abgegebenen elektrischen Leistung bzw. des abgegebenen elektrischen Stroms
an das Kabelnetz zu verstehen.
[0064] In einem ersten Schritt 401 kann beispielsweise in zuvor beschriebener Weise die
Temperatur eines Kabelnetzes erfasst werden. Das Kabelnetz ist insbesondere zum Übertragen
der von einer Mehrzahl von Windkraftanlagen in das Kabelnetz eingespeisten elektrischen
Leistung eingerichtet. Ferner kann in einem weiteren Schritt 402, der vorzugsweise
parallel zu Schritt 401 erfolgt, der Zustand des Windenergiesystems, beispielsweise
in zuvor beschriebener Weise, erfasst werden. Die Schritte 401 und 402 können im Betrieb
des Windenergiesystems vorzugsweise jeweils nahezu kontinuierlich durchgeführt werden
[0065] Im nächsten Schritt 403 kann mindestens ein Leistungssollwert zum Regeln der von
mindestens einer der Windkraftanlagen in das Kabelnetz eingespeisten Leistung basierend
auf der erfassten Temperatur und dem erfassten Zustand, beispielsweise in zuvor beschriebener
Weise, bestimmt werden.
[0066] Anmeldungsgemäß können die Windkraftanlagen bzw. Windturbinen über Stränge bzw. Strings
mit der Umspannplattform verbunden sein, d.h. mehrere Turbinen sind über ein Kabel
verbunden. Im Fehlerfall eines Kabels können Strings zu einem Loop miteinander gekoppelt
werden, um nicht diverse Turbinen im betroffenen String als Erzeuger zu verlieren.
Die Leistung der Windturbinen kann beispielsweise über ein Power Management Tool geregelt
werden. Die Stromlast im intakten Kabel erhöht sich entsprechend der zusätzlich angeschlossenen
Leistung. Um die Einhaltung der Spezifikation des Kabels zu gewährleisten, wird vorzugsweise
ein Cable Monitoring System zur Temperaturüberwachung eingesetzt.
[0067] Bei der Anpassung der Leistungen muss der Zustand des Windenergiesystems, insbesondere
Rahmenparameter wie die aktuelle Topologie, Kabeltemperaturen, Leistungen und Leistungsreserven
der Windturbinen etc. berücksichtigt und Erwärmungseffekte durch Leistungsanpassungen
kalkuliert werden. Durch eine intelligente Kopplung in einem anmeldungsgemäßen Regler
kann die Leistungsanpassung der Turbinen automatisch erfolgen. Mögliche Fehlbedienungen
und Versäumnisse können vermieden und eine Entlastung des Betriebspersonals bereitgestellt
werden. Durch diese Maßnahme wird zudem die im Fehlerfall maximal mögliche Energiemenge
exportiert werden, ohne elektrische Betriebsmittel zu gefährden.
[0068] Das Cable-Monitoring System und das Power Management Tool der Turbinen werden über
eine anmeldungsgemäße Reglervorrichtung so gekoppelt, dass Temperaturanstiege in einzelnen
Kabelsegmenten des Kabelnetzes direkt zu einer Leistungsreduzierung der beteiligten
Turbinen führen. Für die Umsetzung können von den Herstellern unterstützte IEC Standards
verwendet werden (z.B. auf Turbinenseite die Schnittelle IEC 61400-25, auf Seiten
des Cable Monitoring IEC 61850 oder IEC 61870-5-104). Um die augenblickliche elektrische
Topologie des Windenergiesystems bzw. Windparks zu erfassen, können vorzugsweise Zustandsinformationen,
insbesondere Statusinformationen, wie Schalterstellungen via IEC-61870-5-104 von der
Stationsleittechnik der Umspannplattform (HV SCADA) übertragen werden
[0069] Vorzugsweise können folgende Informationen an die anmeldungsgemäße (zentrale) Reglervorrichtung
insbesondere zur Kopplung der verschiedenen Einzelsysteme übermittelt werden:
- Cable Monitoring (Temperaturwerte, Position (Kabelnetzposition) der Hotspots (ein
oder mehrere max. Temperaturwerte) in den Kabelsträngen des Kabelnetzes),
- HV SCADA Parameter (Schalterstellungen zur Auswertung der aktuellen elektrischen Parktopologie)
- Windturbinen bzw. Windkraftanlagen (Zustand bzw. Status bez. der Betriebsbereitschaft)
[0070] Vorzugsweise können folgende Information von der anmeldungsgemäßen (zentralen) Reglervorrichtung
an die Windturbinen übermittelt werden: Sollwert für Wirkleistung
[0071] Beispielsweise sind acht parallele anmeldungsgemäße Reglervorrichtung bzw. Regelkreise
(für jeden Strang eine Reglervorrichtung) vorgesehen, welche die Kabeltemperatur begrenzen,
in dem sie (begrenzte) Sollwerte an die jeweils zugeordneten, einspeisenden Windkraftanlagen
übergeben. Hierbei kann insbesondere berücksichtig werden, dass der Hotspot an verschiedenen
Stellen liegen kann, so dass u.U. nur ein Teil der Windkraftanlagen in einem Strang
begrenzt werden muss.
1. Windenergiesystem (100), insbesondere Offshore-Windenergiesystem (100), umfassend:
- eine Mehrzahl von mit mindestens einem Kabelnetz (106) verbundenen Windkraftanlagen
(104.1, 104.2, 104.3, 104.4),
- wobei das Kabelnetz (106) zum Übertragen der von den verbundenen Windkraftanlagen
(104.1, 104.2, 104.3, 104.4) eingespeisten elektrischen Leistung eingerichtet ist,
- mindestens eine Reglervorrichtung (110, 210, 310), eingerichtet zum Regeln der von
mindestens einer der Windkraftanlagen (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) in das Kabelnetz
(106) eingespeisten Leistung durch Bereitstellen von mindestens einem Leistungssollwert,
wobei
- mindestens eine Temperaturerfassungseinrichtung (109, 209) vorgesehen ist, eingerichtet
zum Erfassen der Temperatur des Kabelnetzes (106),
- mindestens eine Zustandserfassungseinrichtung (111, 211) vorgesehen ist, eingerichtet
zum Erfassen des Zustands des Windenergiesystems (100),
- die Reglervorrichtung (110, 210, 310) mindestens eine Reglereinrichtung (113, 213,
313) umfasst, eingerichtet zum Bestimmen des Leistungssollwerts basierend auf der
erfassten Temperatur und dem erfassten Zustand,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Zustandserfassungseinrichtung (111, 211) mindestens ein Schaltzustandsauswertemodul
(219) umfasst, eingerichtet zum Bestimmen der elektrischen Topologie des Windenergiesystem
(100) basierend auf den Schaltzuständen einer Mehrzahl von elektrischen Schalteinrichtungen
des Windenergiesystems (100),
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf der bestimmten elektrischen Topologie des Windenergiesystems (100) eingerichtet
ist,
- die Zustandserfassungseinrichtung (111, 211) zum Bereitstellen eines thermischen
Modells der elektrischen Topologie des Windenergiesystems (100) eingerichtet ist,
und
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf dem bereitgestellten thermischen Modell eingerichtet ist.
2. Windenergiesystem (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Reglervorrichtung (110, 210, 310) mindestens ein Vergleichsmodul (230, 330)
umfasst, eingerichtet zum Vergleichen der erfassten Temperatur und mindestens einer
vorgegebenen Solltemperatur, und
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf dem Vergleichsergebnis eingerichtet ist.
3. Windenergiesystem (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Temperaturerfassungseinrichtung (109, 209) zum Erfassen eines ersten Temperaturwerts
an einer ersten Kabelnetzposition und mindestens eines weiteren Temperaturwerts an
mindestens einer weiteren Kabelnetzposition eingerichtet ist, und
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf dem maximalen Temperaturwert der zumindest zwei Temperaturwerte eingerichtet
ist.
4. Windenergiesystem (100) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Temperaturerfassungseinrichtung (109, 209) zum Bestimmen der Kabelnetzposition
des maximalen Temperaturwerts der zumindest zwei Temperaturwerte eingerichtet ist,
und
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf der bestimmten Kabelnetzposition eingerichtet ist.
5. Windenergiesystem (100) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Zustandserfassungseinrichtung (111, 211) mindestens ein Fehlerdetektionsmodul
(215) umfasst, eingerichtet zum Detektieren von mindestens einem Netzfehler innerhalb
des Windenergiesystems (100), und
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf dem detektierten Netzfehler eingerichtet ist.
6. Windenergiesystem (100) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Fehlerdetektionsmodul (215) zum Detektieren der Position des detektierten Netzfehlers
innerhalb des Windenergiesystems (100) eingerichtet ist, und
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf der Position des Netzfehlers eingerichtet ist.
7. Reglervorrichtung (110, 210, 310) für ein Windenergiesystem (100), insbesondere ein
Windenergiesystem (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, umfassend:
- mindestens eine Temperaturerfassungseinrichtung (209), eingerichtet zum Erfassen
der Temperatur eines Kabelnetzes (106),
- wobei das Kabelnetz (106) zum Übertragen der von einer Mehrzahl von Windkraftanlagen
(104.1, 104.2, 104.3, 104.4) in das Kabelnetz (106) eingespeisten elektrischen Leistung
eingerichtet ist,
- mindestens eine Zustandserfassungseinrichtung (211), eingerichtet zum Erfassen des
Zustands des Windenergiesystems (100),
- mindestens eine Reglereinrichtung (213, 313), eingerichtet zum Bestimmen von mindestens
einem Leistungssollwert zum Regeln der von mindestens einer der Windkraftanlagen (104.1,
104.2, 104.3, 104.4) in das Kabelnetz (106) eingespeisten Leistung basierend auf der
erfassten Temperatur und dem erfassten Zustand,
- die Zustandserfassungseinrichtung (111, 211) mindestens ein Schaltzustandsauswertemodul
(219) umfasst, eingerichtet zum Bestimmen der elektrischen Topologie des Windenergiesystem
(100) basierend auf den Schaltzuständen einer Mehrzahl von elektrischen Schalteinrichtungen
des Windenergiesystems (100),
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf der bestimmten elektrischen Topologie des Windenergiesystems (100) eingerichtet
ist,
- die Zustandserfassungseinrichtung (111, 211) zum Bereitstellen eines thermischen
Modells der elektrischen Topologie des Windenergiesystems (100) eingerichtet ist,
und
- die Reglereinrichtung (113, 213, 313) zumindest zum Bestimmen des Leistungssollwerts
basierend auf dem bereitgestellten thermischen Modell eingerichtet ist.
8. Verfahren zum Regeln von mindestens einer Windkraftanlage (104.1, 104.2, 104.3, 104.4)
von mindestens einem Windenergiesystem (100), insbesondere einem Windenergiesystem
(100) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 6, umfassend:
- Erfassen der Temperatur eines Kabelnetzes (106),
- wobei das Kabelnetz (106) zum Übertragen der von einer Mehrzahl von Windkraftanlagen
(104.1, 104.2, 104.3, 104.4) in das Kabelnetz (106) eingespeisten elektrischen Leistung
eingerichtet ist,
- Erfassen des Zustands des Windenergiesystems (100), und
- Bestimmen von mindestens einem Leistungssollwert zum Regeln der von mindestens einer
der Windkraftanlagen (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) in das Kabelnetz (106) eingespeisten
Leistung basierend auf der erfassten Temperatur und dem erfassten Zustand,
- Bestimmen, durch mindestens ein Schaltzustandsauswertemodul (219) einer Zustandserfassungseinrichtung
(111, 211), der elektrischen Topologie des Windenergiesystem (100) basierend auf den
Schaltzuständen einer Mehrzahl von elektrischen Schalteinrichtungen des Windenergiesystems
(100), und
- Bestimmen, durch eine Reglereinrichtung (113, 213, 313), des Leistungssollwerts
basierend auf der bestimmten elektrischen Topologie des Windenergiesystems (100) eingerichtet
ist,
- Bereitstellen, durch die Zustandserfassungseinrichtung (111, 211), eines thermischen
Modells der elektrischen Topologie des Windenergiesystems (100), und
- Bestimmen, durch die Reglereinrichtung (113, 213, 313), zumindest des Leistungssollwerts
basierend auf dem bereitgestellten thermischen Modell.
1. A wind energy system (100), in particular an offshore wind energy system (100), comprising:
- a plurality of wind turbines (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) connected to at least
one cable network (106),
- wherein the cable network (106) is configured to transmit the electrical power fed-in
by the connected wind turbines (104.1, 104.2, 104.3, 104.4),
- at least one control apparatus (110, 210, 310) configured to control the power fed
into the cable network (106) by at least one of the wind turbine (104.1, 104.2, 104.3,
104.4) by providing at least one power set point,
wherein
- at least one temperature detecting device (109, 209) is provided, configured to
detect the temperature of the cable network (106),
- at least one condition detecting device (111, 211) is provided, configured to detect
the condition of the wind energy system (100), and
- the control apparatus (110, 210, 310) comprises at least one control device (113,
213, 313) configured to determine the power set point based on the detected temperature
and the detected condition,
characterized in that
- the condition detecting device (111, 211) comprises at least one switching condition
evaluating module (219) configured to determine the electrical topology of the wind
power system (100) based on the switching states of a plurality of electrical switching
devices of the wind power system (100),
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the determined electrical topology of the wind power system (100),
- the condition detecting device (111, 211) is configured to provide a thermal model
of the electrical topology of the wind energy system (100), and
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the provided thermal model.
2. Wind energy system (100) according to claim 1,
characterized in that
- the control apparatus (110, 210, 310) comprises at least one comparing module (230,
330) configured to compare the detected temperature and at least one predetermined
set temperature, and
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the comparison result.
3. Wind energy system (100) according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the temperature detecting device (109, 209) is configured to detect a first temperature
value at a first cable network position and at least one further temperature value
at at least one further cable network position, and
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the maximum temperature value of the at least two temperature values.
4. Wind energy system (100) according to claim 3,
characterized in that
- the temperature detecting device (109, 209) is configured to determine the cable
network position of the maximum temperature value of the at least two temperature
values, and
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the determined cable network position.
5. Wind energy system (100) according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the condition detecting device (111, 211) comprises at least one fault detecting
module (215) configured to detect at least one network fault within the wind power
system (100), and
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the detected network fault.
6. Wind energy system (100) according to claim 5,
characterized in that
- the fault detecting module (215) is arranged to detect the position of the detected
network fault within the wind power system (100), and
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the position of the network fault.
7. A control apparatus (110, 210, 310) for a wind energy system (100), in particular
a wind energy system (100) according to one of the preceding claims, comprising:
- at least one temperature detecting device (209) configured to detect the temperature
of a cable network (106),
- wherein the cable network (106) is configured to transmit the electrical power fed
into the cable network (106) by a plurality of wind turbines (104.1, 104.2, 104.3,
104.4),
- at least one condition detecting device (211), configured to detect the condition
of the wind energy system (100), and
- at least one control device (213, 313) configured to determine at least one power
set point for controlling the power fed into the cable network (106) by at least one
of the wind turbines (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) based on the detected temperature
and the detected condition
- the condition detecting device (111, 211) comprises at least one switching condition
evaluating module (219) configured to determine the electrical topology of the wind
power system (100) based on the switching states of a plurality of electrical switching
devices of the wind power system (100),
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the determined electrical topology of the wind power system (100),
- the condition detecting device (111, 211) is configured to provide a thermal model
of the electrical topology of the wind energy system (100), and
- the control device (113, 213, 313) is configured at least to determine the power
set point based on the provided thermal model.
8. A method for controlling at least one wind turbine (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) of
at least one wind energy system (100), in particular a wind energy system (100) according
to one of the preceding claims 1 to 6, comprising:
- detecting the temperature of a cable network (106),
- wherein the cable network (106) is configured to transmit the electrical power fed
into the cable network (106) by a plurality of wind turbines (104.1, 104.2, 104.3,
104.4),
- detecting the condition of the wind energy system (100), and
- determining at least one power set point for controlling the power fed into the
cable network (106) by at least one of the wind turbines (104.1, 104.2, 104.3, 104.4)
based on the detected temperature and condition,
- determining, by at least one switching condition evaluating module (219) of a condition
detecting device (111, 211), the electrical topology of the wind power system (100)
based on the switching states of a plurality of electrical switching devices of the
wind power system (100),
- determining, by the control device (113, 213, 313 the power set point based on the
determined electrical topology of the wind power system (100),
- providing, by the condition detecting device (111, 211) a thermal model of the electrical
topology of the wind energy system (100), and
- determining, by the control device (113, 213, 313), the power set point based on
the provided thermal model.
1. Système d'énergie éolienne (100), en particulier système d'énergie éolienne offshore
(100), comprenant :
- une pluralité d'éoliennes (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) reliées à au moins un réseau
câblé (106),
- où le réseau câblé (106) est configuré pour transmettre la puissance électrique
injectée par les éoliennes connectées (104.1, 104.2, 104.3, 104.4),
- au moins un dispositif de régulation (110, 210, 310), configuré pour réguler la
puissance injectée par au moins l'une des éoliennes (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) dans
le réseau câblé (106) en fournissant au moins une valeur de consigne de puissance,
où
- au moins un dispositif de détection de température (109, 209) est prévu, configuré
pour détecter la température du réseau câblé (106),
- au moins un dispositif de détection d'état (111, 211) est prévu, configuré pour
détecter l'état du système d'énergie éolienne (100),
- le dispositif de régulation (110, 210, 310) comprend au moins un dispositif de régulation
(113, 213, 313) adapté pour déterminer le valeur de consigne de puissance sur la base
de la température et de l'état détecté,
caractérisé en ce que
- le dispositif de détection d'état (111, 211) comprend au moins un module d'évaluation
d'état de commutation (219) configuré pour déterminer la topologie électrique du système
d'énergie éolienne (100) sur la base des états de commutation d'une pluralité de dispositifs
de commutation électriques du système d'énergie éolienne (100),
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de puissance sur la base de la topologie électrique déterminée
du système d'énergie éolienne (100),
- le dispositif de détection d'état (111, 211) est configuré pour fournir un modèle
thermique de la topologie électrique du système d'énergie éolienne (100), et
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de puissance sur la base du modèle thermique fourni.
2. Système d'énergie éolienne (100) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- le dispositif de régulation (110, 210, 310) comprend au moins un module de comparaison
(230, 330), configuré pour comparer la température détectée et au moins une température
de consigne prédéterminée, et
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de puissance sur la base du résultat de la comparaison.
3. Système d'énergie éolienne (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- le dispositif de détection de température (109, 209) est configuré pour détecter
une première valeur de température à une première position de réseau câblé et au moins
une autre valeur de température à au moins une autre position de réseau câblé, et
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de puissance sur la base de la valeur de température maximale
des au moins deux valeurs de température.
4. Système d'énergie éolienne (100) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
- le dispositif de détection de température (109, 209) est configuré pour déterminer
la position de réseau câblé de la valeur de température maximale des au moins deux
valeurs de température, et
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de puissance sur la base de la position de réseau câblé déterminée.
5. Système d'énergie éolienne (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- le dispositif de détection d'état (111, 211) comprend au moins un module de détection
de défaillance (215) configuré pour détecter au moins une défaillance de réseau dans
le système d'énergie éolienne (100), et
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de la puissance sur la base de la défaillance de réseau détectée.
6. Système d'énergie éolienne (100) selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
- le module de détection de défaillance (215) est configuré pour détecter la position
de la défaillance de réseau détecté dans le système d'énergie éolienne (100), et
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de puissance sur la base de la position de la défaillance de
réseau.
7. Dispositif de régulation (110, 210, 310) pour un système d'énergie éolienne (100),
en particulier un système d'énergie éolienne (100) selon l'une des revendications
précédentes, comprenant :
- au moins un dispositif de détection de température (209), configuré pour détecter
la température d'un réseau câblé (106),
- où le réseau câblé (106) est configuré pour transmettre la puissance électrique
injectée dans le réseau câblé (106) par une pluralité d'éoliennes (104.1, 104.2, 104.3,
104.4),
- au moins un dispositif de détection d'état (211), configuré pour détecter l'état
du système d'énergie éolienne (100),
- au moins un dispositif de régulation (213, 313) configuré pour déterminer au moins
une valeur de consigne de puissance pour réguler la puissance injectée dans le réseau
câblé (106) par au moins l'une des éoliennes (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) sur la base
de la température et de l'état détecté,
- le dispositif de détection d'état (111, 211) comprend au moins un module d'évaluation
d'état de commutation (219) configuré pour déterminer la topologie électrique du système
d'énergie éolienne (100) sur la base des états de commutation d'une pluralité de dispositifs
de commutation électriques du système d'énergie éolienne (100),
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de puissance sur la base de la topologie électrique déterminée
du système d'énergie éolienne (100),
- le dispositif de détection d'état (111, 211) est configuré pour fournir un modèle
thermique de la topologie électrique du système d'énergie éolienne (100), et
- le dispositif de régulation (113, 213, 313) est configuré pour déterminer au moins
la valeur de consigne de puissance sur la base du modèle thermique fourni.
8. Procédé pour régler au moins une éolienne (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) d'au moins
un système d'énergie éolienne (100), en particulier un système d'énergie éolienne
(100) selon l'une des revendications 1 à 6 précédentes, comprenant :
- détecter la température d'un réseau câblé (106),
- où le réseau câblé (106) est configuré pour transmettre la puissance électrique
injectée dans le réseau câblé (106) par une pluralité d'éoliennes (104.1, 104.2, 104.3,
104.4),
- détecter l'état du système d'énergie éolienne (100), et
- déterminer au moins une valeur de consigne de puissance pour réguler la puissance
injectée par au moins une des éoliennes (104.1, 104.2, 104.3, 104.4) dans le réseau
câblé (106) sur la base de la température et de l'état détecté,
- déterminer, par au moins un module d'évaluation d'état de commutation (219) d'un
dispositif de détection d'état (111, 211), la topologie électrique du système d'énergie
éolienne (100) sur la base des états de commutation d'une pluralité de dispositifs
de commutation électriques du système d'énergie éolienne (100), et
- déterminer, par un dispositif de régulation (113, 213, 313), la valeur de consigne
de puissance sur la base de la topologie électrique déterminée du système d'énergie
éolienne (100),
- fournir, par le dispositif de détection d'état (111, 211), un modèle thermique de
la topologie électrique du système d'énergie éolienne (100), et
- déterminer, par le dispositif de régulation (113, 213, 313), au moins la valeur
de consigne de puissance sur la base du modèle thermique fourni.