[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder, eine Kontaktanordnung zwischen dem Steckverbinder
und einem Schaltungsträger sowie ein Verfahren zum Ausrichten und/oder Positionieren
von Leitungsdrähten des Steckverbinders gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
[0002] In vielen Fällen weisen elektrische und/oder elektronische Module für einen einfachen
elektrischen Anschluss einen Steckverbinder auf, welcher durch einen entsprechenden
Gegenstecker kontaktierbar ist. Derartige Stickverbinder sind im Allgemeinen auch
als Messerleisten oder Stiftleisten bekannt. Sie weisen in der Regel einen isolierenden
Steckerkörper auf, aus welchen beidseitig gerichtet eine Vielzahl von Leitungsdrähten
herausragen. Die eine Seite bildet durch die Leitungsdrähte ein Steckerkontaktschema
für den Gegenstecker aus. Auf der anderen Seite sind die Leitungsdrähte entsprechend
einem Anschlusskontaktschema mit Kontaktstellen eines Schaltungsträgers elektrisch
verbunden. Zum Anschluss an den Schaltungsträger weisen die Leitungsdrähte jeweils
beispielsweise einen Einpresspin auf, welche mit korrespondierenden Öffnungen in dem
Schaltungsträger jeweils einen Einpresskontakt ausbilden. Aufgrund der mechanischen
Beanspruchung im Bereich des Einpresskontaktes kennt man bei bestimmten Pinmaterialien
und/oder Pinbeschichtungen, beispielsweise Reinzinn, bereits die Problematik eines
zeitlich fortschreitenden Whiskerwachstums. Gelöste Whiskerpartikel und/oder beim
Einpressvorgang gelöste Freipartikel bergen die Gefahr einer Kurzschlussbrückenbildung
während des Betriebes des elektrischen und/oder des elektronischen Modules. Zum prozesssicheren
elektrischen Verbinden der Leitungsdrähte mit einem Schaltungsträger ist es ferner
erforderlich, dass die Leitungsdrähte jeweils relativ zueinander in einer definierten
Anordnung stehen.
[0003] Die Offenlegungsschrift
DE 10 2014 219 126 A1 offenbart eine Steckverbindung zum Anschluss an einen Schaltungsträger, bzw. eine
Leiterplatte. Die Steckverbindung weist mehrere Pins auf, welche in entsprechende
Bohrungen des Schaltungsträgers hineinragen. Die Pins sind dabei durch eine Zentrierleiste
geführt. Zwischen der Zentrierleiste und dem Schaltungsträger ist ein elektrisch isolierender
Körper vorgesehen, welcher hohlzylindrische Bohrungen für jeden einzelnen Pin aufweist.
Die hohlzylindrischen Bohrungen begrenzen im Bereich der umschlossenen Pins den Raum
für ein mögliches Whiskerwachstum. Der isolierende Körper wird durch die Zentrierleiste
durch Anpressen an den Schaltungsträger in seiner Position gehalten. Alternativ ist
der isolierende Körper mit dem Schaltungsträger verklebt. Die hohlzylindrischen Bohrungen
treten aus einer ebenen Fläche des isolierenden Körpers aus. Um einen Spaltfreien
Hohlraum für möglicherweise gebildete Whiskerpartikel sicherzustellen, müssen die
ebene Fläche und die Auflagefläche des Schaltungsträgers eine sehr hohe Ebenheit zueinander
aufweisen.
[0004] Aus den Offenlegungsschriften
US2011/281462 A1,
US5591036 A1 und
EP1061607 A1 sind Ausführungen von Steckverbindern bekannt, bei welchen jeweils eine Ausrichtplatte
zur Beabstandung von Leitungspins zum Einsatz kommen und die Ausrichtplatte dabei
durch eine Rastverbindung in einer Stellung gehalten ist. Die Offenlegungsschrift
US 2011/281462 A1 offenbart ebenfalls den Oberbegriff des Anspruchs 1.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Anordnung von Leitungsdrähten eines
Steckverbinders hinsichtlich ihrer Ausrichtung und Positionierung untereinander für
unterschiedliche Fertigungsphasen prozesssicher und einfach zu halten und dabei eine
fehlerfreie und betriebsoptimierte Kontaktanordnung des Steckverbinders mit einem
Schaltungsträger zu erhalten.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Steckverbinder, eine Kontaktanordnung zwischen dem
Steckverbinder und einem Schaltungsträger sowie ein Verfahren zum Ausrichten und/oder
Positionieren von Leitungsdrähten des Steckverbinders mit den Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche gelöst.
Ausgegangen wird hierbei von einem Steckverbinder zum Anschluss an einen Schaltungsträger,
umfassend zumindest einen elektrisch isolierenden Steckerkörper. Der Steckerkörper
weist eine Vielzahl von in einer Musteranordnung beabstandeten Leitungsdrähten auf.
Mit ihrem jeweils einem Ende bilden die Leitungsdrähte dabei ein Steckerkontaktschema
zum elektrischen Kontaktieren bzw. Anschluss eines Gegensteckers aus. Mit ihrem jeweils
entgegengesetzten Ende der Leitungsdrähte ist wiederrum ein Anschlusskontaktschema
für korrespondierende Kontaktstellen des Schaltungsträgers ausgebildet. Die Leitungsdrähte
sind bevorzugt jeweils einstückig ausgebildet, beispielsweise mit einem runden oder
rechteckigen Querschnitt, wobei eine Längserstreckung ein Vielfaches des kleinsten
Querschnittmaßes ausmacht. Alternativ setzt sich ein Leitungsdraht aus unterschiedlichen
Abschnittselementen zusammen, zumindest mit einem zur Seite des Steckerkontaktschemas
abschließendem ersten Leitungselement und einem zur Seite des Anschlusskontaktschemas
abschließendem zweiten Leitungselement, welche untereinander zumindest mittelbar über
eine Verbindungsstelle elektrisch miteinander kontaktiert sind. Die Leitungsdrähte
sind zumindest auf der Seite des Anschlusskontaktschemas in ihrer Anordnung relativ
zueinander durch eine Positionier- und/oder Ausrichtplatte orientiert, indem die Positionier-
und/oder Ausrichtplatte gleichgerichtete Führungsöffnungen aufweist, die jeweils durch
einen Leitungsdraht mit Spiel durchdrungen sind. Durch den Steckerkörper und die Positionier-
und/oder Ausrichtplatte ist zumindest eine Rastverbindung ausgebildet, mittels welcher
der Steckerkörper und die Positionier- und/oder Ausrichtplatte in zumindest einer
Raststellung gehalten sind. In vorteilhafter Weise ist die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
dadurch definiert fixiert, was die weitere Montage und das Handling des Steckverbinders
innerhalb eines Fertigungsprozesses insgesamt vereinfacht. Dadurch können auch Wegstrecken
bei einem Transport überbrückt werden, ohne dass eine zusätzliche Sicherung gegen
ein Lösen der Positionier- und/oder Ausrichtplatte erforderlich ist. Zusätzlich ist
durch die Fixierung der Positionier- und/oder Ausrichtplatte ausgeschlossen, dass
die empfindlichen Leitungsdrähte durch ein schädliches Verrücken und/oder Verkippen
verbogen oder beschädigt werden, so dass der Steckverbinder dann für eine weitere
Montage unbrauchbar wird.
[0007] Ferner umfasst die Positionier- und/oder Ausrichtplatte auf der dem Kontaktanschlussschema
zugewandten Seite zumindest ein Federelement, welches ausgebildet ist, bei der Verbindung
des Steckverbinders mit einem Schaltungsträger die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
in der zumindest einen Raststellung mittels Federkraft gegen den Schaltungsträger
zu verspannen. Dadurch ist vorteilhaft erreicht, dass sowohl die Positionier- und/oder
Ausrichtplatte als auch der Schaltungsträger in einfachster Weise schwingungs- und
bewegungsfest fixiert bleiben.
[0008] Ein besonderer Vorteil ergibt sich dadurch, dass der Steckverbinder mehr als eine
mögliche Raststellung von dem Steckerkörper und der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
aufweist. Auf diese Weise kann eine vorteilhafte Anordnung der Positionier- und/oder
Ausrichtplatte relativ zum Steckerkörper in Abhängigkeit von bestimmten Fertigungs-
oder Montagephasen berücksichtigt werden.
So ist bevorzugt eine mögliche Raststellung als eine Transportraststellung vorgesehen.
Hierbei ist es vorteilhaft, dass die Positionier- und/oder Ausrichtplatte möglichst
weit in Richtung zur Seite des Kontaktanschlussschemas angeordnet ist, um die Leitungsdrähte
vor mechanischer Beschädigung zu schützen. Ein optimierter Schutz ergibt sich insbesondere
in einer solchen Anordnung, in welcher zumindest ein jeweiliger Teilabschnitt der
zum elektrischen Kontaktieren ausgebildeten Verbindungsbereiche der Leitungsdrähte,
bevorzugt ein Einpresspin, innerhalb der Führungsöffnungen angeordnet ist. Insgesamt
ist dadurch eine Vormontagegruppe erhältlich, bei welcher eine zeitlich und/oder örtlich
nachgesetzte Fertigung zum Anschluss des Steckverbinders an einen Schaltungsträger
prozesssicher ermöglicht ist. Eine weitere bevorzugte Raststellung ergibt sich bei
einer Endmontageraststellung, bei welcher die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
beim Anschluss des Steckverbinders an einen Schaltungsträger dauerhaft die Leitungsdrähte
voneinander isoliert beabstandet hält. Darüber hinaus lassen sich noch weitere Raststellungen
vorsehen, die einen Montagevorgang oder einen Fertigungsprozess vorteilhaft unterstützen.
Grundsätzlich ist jede Raststellung durch ein Verschieben der Positionier- und/oder
Ausrichtplatte in Richtung der Längserstreckung der Leitungsdrähte erreichbar. Ein
Verschieben ist dabei sowohl in Richtung des Kontaktanschlussschemas und/oder auch
entgegengesetzt in Richtung des Steckerkontaktschemas ermöglicht.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Steckverbinders ist die Rastverbindung
in einer Raststellung durch Überwinden einer Rasthaltekraft lösbar, insbesondere durch
eine Kraftkomponente, die in Richtung der Leitungsdrähte zeigt. Auf diese Weise ist
das einfache Verschieben der Positionier- und/oder Ausrichtplatte bis in die nächst
folgende Raststellung mit einer gegenüber der Rasthaltekraft verminderten Verschiebekraft
ermöglicht. Ausgehend von beispielsweise einer Transportraststellung als einer ersten
Raststellung auf der Seite des Anschlusskontaktschemas erfolgt eine solche lösbare
Verbindung zum Ermöglichen eines vereinfachten Verschiebens der Positionier- und/oder
Ausrichtplatte bevorzugt in Richtung des Steckerkontaktschemas. Dies entspricht in
den meisten Fällen den Anforderungen für einen Montagefortgang. In entgegengesetzter
Richtung dagegen, also in Richtung des Anschlusskontaktschemas, ist ein Verschieben
der Positionier- und/oder Ausrichtplatte bevorzugt gesperrt. Ein Entsperren erfolgt
beispielsweise bei einer Entsperrkraft, welche wesentlich größer ist als die Rasthaltekraft,
insbesondere ein Vielfaches davon. Hierbei ist bevorzugt eine Wirkrichtung der Entsperrkraft
zu einer Längserstreckung der Leitungsdrähte verschieden. Auf diese Weise ist beispielsweise
eine Endmontageraststellung gegen ein unabsichtliches Lösen gesichert.
[0010] Eine einfache Ausführung einer vorteilhaften Rastverbindung ergibt sich durch einen
verfederten Rasthaken, welcher eine vorstehende Rastnase aufweist, die in eine komplementär
ausgebildete Rastaussparung eingreift. Hierbei sind Ausführungen denkbar, bei welcher
der Rasthaken beispielsweise an der Positionier- und/oder Ausrichtplatte und die Rastaussparung
an dem Steckerkörper angeordnet sind oder in einer gerade verdrehten Anordnung ausgeführt
sind.
[0011] Insgesamt bevorzugt sind mehrere Rastverbindungen ausgebildet, um eine Krafteinleitung
und/oder Krafthaltung auf mehreren Stellen der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
bzw. dem Steckerkörper vorzusehen. Vorteilhaft sind zumindest zwei Rastverbindungen
auf gegenüberliegenden Seiten der Positionier- und/oder Ausrichtplatte ausgebildet.
Auf diese Weise ist die Krafteinleitung und/oder Krafthaltung symmetrisch und damit
ausgeglichen.
[0012] In einer besonderen Ausführungsform des Steckverbinders umfasst der Steckerkörper
auf der Seite des Anschlusskontaktschemas eine geschlossene oder teilgeöffnete Aussparung,
in welche zumindest Abschnitte der Positionier- und/oder Ausrichtplatte in der zumindest
einen Raststellung hineinragen und/oder die Rastverbindung in der Aussparung ausgebildet
ist. Dadurch ergibt sich eine kompakte Anordnung, wodurch der Steckverbinder in seiner
Baugröße nicht größer ausfällt. Bevorzugt ist die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
in der Endmontageraststellung vollständig innerhalb der Aussparung angeordnet.
[0013] In einer Weiterbildung des Steckverbinders sind der Steckerkörper und die Positionier-
und/oder Ausrichtplatte mittels einer Führung relativ zueinander verschiebbar. Die
Führung ist bevorzugt ausgebildet durch komplementäre Führungselemente jeweils am
Steckerkörper und an der Positionier- und/oder Ausrichtplatte, insbesondere in Form
eine Feder-Nut-Führung. So sind beispielsweise in der Seitenwandung der oben beschriebenen
Aussparung entsprechende Führungselemente angebracht oder im Steckerkörper ausgeformt.
Diesen gegenüberliegend sind entsprechend komplementär ausgeführte Führungselemente
an den Seitenwandungen der Positionier- und/oder Ausrichtplatte angeordnet oder in
dieser ausgeformt. In einer bevorzugten Ausführungsform sind zumindest ein Paar von
komplementären Führungselementen auf gegenüberliegenden Seiten der Positionier-und/oder
Ausrichtplatte wirkverbunden. Auf diese Weise ist eine stabile Führung ohne zu verkanten
ermöglicht. Insbesondere ist die Führung derart ausgeführt, das Auffinden einer Raststellung
beim Verschieben der Positionier- und/oder Ausrichtplatte entlang der Längserstreckung
der Leitungsdrähte zu begünstigen bzw. zu unterstützen. Vorteilhaft sind Führungselemente
und Rastelemente unmittelbar nebeneinander am Steckerkörper bzw. an der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte aufgeführt, so dass die beabsichtigte Rastfunktion und die
Führungsfunktion sich nicht negativ beeinflussen.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform des Steckverbinders umfasst die Positionier-
und/oder Ausrichtplatte zumindest ein Zentrierelement, welches ausgebildet ist beim
Anschluss des Steckverbinders an einen Schaltungsträger, den Schaltungsträger und/oder
ein Montagewerkzeug mittels eines Formschlusses relativ zur Positionier- und Ausrichtplatte
zu positionieren. Dadurch ist sichergestellt, dass zumindest ein Teilabschnitt der
zum elektrischen Kontaktieren ausgebildeten Verbindungsbereiche der Leitungsdrähte
den komplementären Kontaktstellen auf dem Schaltungsträger örtlich sehr exakt gegenübergestellt
werden können. Dies ergibt sich vorteilhaft durch Vorliegen einer sehr kurzen Toleranzkette,
wodurch beispielsweise die Ausbildung einer Vielzahl von parallelen Einpresskontakten
prozesssicher durchzuführen ist. Bevorzugt weist das Zentrierelement einen Zentrierdorn
auf, welcher den Schaltungsträger durch Eindringen in eine im Schaltungsträger vorliegende
Zentrieröffnung ausrichtet. Zusätzlich kann das Zentrierelement einen weiteren Zentrierabschnitt
in Form eines Zentrierdornes oder einer Zentrieröffnung aufweisen, welche die Positionier-
und/oder Ausrichtplatte wiederrum relativ zum Montagewerkzeug ausrichtet. Der gegenüber
dem Schaltungsträger zugewandte Zentrierdorn und der gegenüber dem Montagewerkzeug
zugewandte weitere Zentrierabschnitt weisen bevorzugt eine gleiche Zentrierachse auf,
beispielsweise durch eine koaxiale Anordnung. Zur Optimierung der beabsichtigten Zentrierung
sind mehrere Zentrierelement vorgesehen, bevorzugt auf gegenüberliegenden Seiten der
Positionier- und/oder Ausrichtplatte.
[0015] Grundsätzlich vorteilhaft sind Steckverbinder, bei welchen die Leitungsdrähte zur
Ausbildung einer Einpresszone in komplementären Aussparungen des Schaltungsträgers
zumindest auf der Seite des Anschlusskontaktschemas jeweils in Form eines Einpresspins
ausgebildet sind. Hierbei eignen sich vorteilhaft auch solche Leitungsdrähte, die
zumindest im Bereich der Einpresspins eine zu Whiskerwachstum neigende Beschichtung
oder Materialzusammensetzung aufweisen, insbesondere aus Reinzinn, aus Zink oder aus
einer ihrer Legierungen.
[0016] Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei einem Steckverbinder, bei welchem die Führungsöffnungen
in der Positionier- und/oder Ausrichtplatte auf der dem Kontaktanschlussschema abgewandten
Seite jeweils stetig aufgeweitet sind. Dadurch erfolgt eine kontinuierliche Vergrößerung
der Öffnungsweite ohne Sprungstellen, was beispielsweise insbesondere durch eine Anfasung
gegeben ist. Durch die Aufweitung liegt ein Art Fangtrichter vor zum vereinfachten
erstmaligen Auffädeln der Leitungsdrähte in die Führungsöffnungen der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte. Dadurch ist die Montage sehr vereinfacht und eine unbeabsichtigte
mechanische Beschädigung der Leitungsdrähte vorteilhaft minimiert.
[0017] Eine sehr günstige Ausführungsform des Steckverbinders ergibt sich weiterhing dadurch
, dass die Führungsöffnungen auf der dem Kontaktanschlussschema zugewandten Seite
von einer zur jeweiligen Führungsöffnung beabstandeten und abstehenden Wandung umschlossen
sind und die Wandung einen Hohlraum derart freihält, dass bei einer Verbindung des
Steckverbinders mit einem Schaltungsträger ein Auffangreservoir ausgebildet ist zur
Aufnahme von an den Leitungsdrähten gewachsenen Whiskerpartikel und/oder von den Leitungsdrähten
gelösten Freipartikel. Bevorzugt treten die Führungsöffnungen auf der dem Kontaktanschlussschema
zugewandten Seite aus einer ebenen Fläche der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
heraus, wobei die umschließende Wandung als Senkabsatz in der ebenen Fläche eingebracht
ist oder als Formrippe auf der ebenen Fläche absteht. In einer einfachen Ausführung
ist der freigehaltene Hohlraum zylindrisch ausgeformt.
[0018] Insgesamt ist die Positionier- und/oder Ausrichtplatte bevorzugt als einstückiges
Kunststoffspritzgussteil ausgebildet, welches neben einem Grundkörper mit eingelassenen
Führungsöffnungen zumindest ein Führungselement, ein Rastelement der Rastverbindung,
ein Zentrierelement und/oder das Federelement zum federnd Andrücken an einen Schaltungsträger
umfasst.
[0019] Die Erfindung betrifft auch eine Kontaktanordnung eines Schaltungsträgers mit einem
Steckverbinder in zumindest einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen. Eine
Kontaktanordnung ist ausgebildet, indem zumindest die Leitungsdrähte auf der Seite
des Kontaktanschlussschemas mit dem Schaltungsträger elektrisch verbunden sind, insbesondere
durch einen Lotkontakt oder durch einen Einpresskontakt.
In einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Schaltungsträger zumindest bereichsweise
auf Auflageflächen des Steckerkörpers und der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
auf, wobei die Positionier- und/oder Ausrichtplatte durch den Schaltungsträger von
einer Transportraststellung in eine Endmontageraststellung verschoben ist. Die Auflageflächen
können hierbei als Anschläge zur Erreichung der Endmontageraststellung dienen. Zusätzlich
werden die Teilabschnitte der zum elektrischen Kontaktieren ausgebildeten Verbindungsbereiche
der Leitungsdrähte, beispielsweise in Form eines Einpresspins, zum spätestens Zeitpunkt
eines Fertigungsprozesses zur Ausbildung einer elektrischen Verbindung mit dem Schaltungsträger,
beispielsweise in Form eines Einpresskontaktes, freigegeben.
[0020] Eine besonders vorteilhafte Ausführung der Kontaktanordnung ergibt sich dadurch,
dass durch Auflage des Schaltungsträgers ein zum Schaltungsträger hin jeweils verschlossener
Hohlraum im Bereich jeder von einem Leitungsdraht durchdrungenen Führungsöffnung der
Positionier- und/oder Ausrichtplatte derart ausgebildet ist, dass ein Auffangreservoir
gebildet ist zur Aufnahme insbesondere von an den Leitungsdrähten gewachsenen Whiskerpartikel
und/oder von den Leitungsdrähten gelösten Freipartikel.
[0021] Es zeigt sich ferner vorteilhaft, wenn innerhalb der Kontaktanordnung das zumindest
eine Federelement der Positionier- und/oder Ausrichtplatte die Positionier- und/oder
Ausrichtplatte in der Transportraststellung mittels Federkraft gegen den Schaltungsträger
verspannt.
[0022] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Ausrichten und/oder Positionieren von
Leitungsdrähten eines Steckverbinders, insbesondere in zumindest einer der zuvor beschriebenen
Ausführungsformen, mit den nachfolgenden Verfahrensschritten:
- Bereitstellen des Steckverbinders und der vom Steckverbinder losgelösten Positionier-
und/oder Ausrichtplatte,
- Auffädeln der Positionier- und/oder Ausrichtplatte von der Seite des Kontaktanschlussschemas
derart, dass Leitungsdrähte des Steckverbinders in Führungsöffnungen der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte eindringen,
- Verschieben der Positionier- und/oder Ausrichtplatte entlang der Längserstreckung
der Leitungsdrähte bis in eine Transportraststellung, in welcher zumindest ein jeweiliger
Teilabschnitt der zum elektrischen Kontaktieren ausgebildeten Verbindungsbereiche
der Leitungsdrähte innerhalb der Führungsöffnungen angeordnet ist.
[0023] Auf diese Weise ist vorteilhaft eine Vormontagegruppe ausgebildet, welche zeitlich
und/oder örtlich versetzt mit einem Schaltungsträger unter Ausbildung eine Kontaktanordnung
in einer der zuvor beschriebenen Ausführungen elektrisch verbunden werden kann. Eine
solche Kontaktanordnung lässt sich mit nachfolgenden Verfahrensschritten erreichen:
- Ausbilden einer relativen Montageanordnung der Leitungsdrähte zu einem Einpresswerkzeug,
indem zwischen dem zumindest einen Zentrierelement der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
und einem korrespondierenden Zentrieraufnahmeelement des Einpresswerkzeuges zumindest
ein Formschluss ausgebildet wird,
- Ausbilden einer relativen Montageanordnung der Leitungsdrähte zu einem zu kontaktierenden
Schaltungsträger, indem zwischen dem zumindest einen Zentrierelement der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte und einem korrespondierenden Zentrieraufnahmeelement des Schaltungsträgers
zumindest ein Formschluss ausgebildet wird,
- Ausbilden eines Einpresskontaktes zwischen jeweils eines Verbindungsbereichs der Leitungsdrähte
in Form eines Einpresspins mit korrespondierenden Öffnungen in dem Schaltungsträgers
mittels des Einpresswerkzeuges, wobei beim Einpressen die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
durch Anlagenkontakt mit dem Schaltungsträger in eine Endmontageraststellung verschoben
wird.
[0024] Zum Einpressen weist der jeweilige Einpresspin eine ausgeformte Stützschulter auf,
auf welche ein Druckbereich des Einpresswerkzeuges kraftbeaufschlagend aufsitzt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0025] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt
in:
- Fig. 1a:
- einen Teilausschnitt eines Steckverbinders zum Anschluss an einen Schaltungsträger
in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 1b:
- eine Positionier- und/oder Ausrichtplatte in einer perspektivischen Darstellung vor
dem Auffädeln auf Leitungsdrähten des Steckverbinders aus Fig. 1a,
- Fig. 2a:
- die Positionier- und/oder Ausrichtplatte aus Fig. 1b in einer Transportraststellung
innerhalb des Steckverbinders aus Fig. 1a,
- Fig. 2b:
- ein Montagewerkzeug im Eingriff mit der Positionier- und/oder Ausrichtplatte vor einer
elektrischen Kontaktierung mit einem Schaltungsträger,
- Fig. 3a:
- Kontaktanordnung eines Steckverbinders mit einem Schaltungsträger in einer perspektivischen
Darstellung eines Teilausschnittes,
- Fig. 3b:
- Kontaktanordnung aus Fig. 3a mit Darstellung der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
aus Fig. 1b in einer Endmontageraststellung innerhalb des Steckverbinders aus Fig.
1a,
- Fig. 4:
- Kontaktanordnung wie in Fig. 3b aus einer anderen perspektivischen Sicht.
Ausführungsformen der Erfindung
[0026] In den Figuren sind funktional gleiche Bauteile jeweils mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet.
[0027] In Fig. 1a ist ein Teilausschnitt eines Steckverbinders 10 zum Anschluss an einen
Schaltungsträger in einer perspektivischen Darstellung gezeigt. Derartige Steckverbinder
10 haben üblicherweise einen isolierenden Steckerkörper 20, beispielsweise aus einem
Kunststoffmaterial. Der Steckerkörper 20 ist von einer Vielzahl von Leitungsdrähten
11 durchdrungen, welche beidseitig zum Steckerkörper 20 frei abstehen. Die Leitungsdrähte
11 sind in Form einer Musteranordnung zueinander beabstandet. Auf der Anschlussseite
des Steckerkörpers 20 zum elektrischen Kontaktieren des Steckverbinders 10 mit einem
entsprechenden Gegenstecker, bilden die jeweils einen Enden der Leitungsdrähte 11
zusammen ein Steckerkontaktschema 15 für den Gegenstecker aus (in der perspektivischen
Darstellung verdeckt). Die Leitungsdrähte 11 auf der Seite des Steckerkontaktschemas
15 sind beispielsweise durch einen Steckerkragen 21 umrandet. Mittels des Steckerkragens
21 kann der Gegenstecker beispielsweise aufgenommen und in seiner Steckposition gehalten
werden. Auf der Anschlussseite des Steckerkörpers 20 zum elektrischen Kontaktieren
des Steckverbinders 10 mit einem entsprechenden Schaltungsträger, bilden die jeweils
anderen Enden der Leitungsdrähte 11 zusammen ein Anschlusskontaktschema 16 für korrespondierende
Kontaktstellen des Schaltungsträgers aus. Die Leitungsdrähte 11 auf der Seite des
Anschlusskontaktschema 16 sind in diesem Ausführungsbeispiel um 90° gedreht ausgerichtet
gegenüber einer Orientierung der Leitungsdrähten 11 auf der Seite des Steckerkontaktschemas
15 und zeigen in der Zeichnungsebene perspektivisch nach oben. Es sind jedoch auch
davon abweichende Orientierungen der jeweiligen Seite des Anschlusskontaktschemas
16 und der Seite des Steckerkontaktschemas 15 zueinander möglich. Die Leitungsdrähte
11 auf der Seite des Anschlusskontaktschemas 16 weisen an ihren jeweiligen Enden Teilabschnitt
der zum elektrischen Kontaktieren ausgebildeten Verbindungsbereiche auf. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind diese Verbindungsbereiche in Form von Einpresspins 12 gezeigt.
Alternativ können Verbindungsbereiche zur Ausbildung eines Lötkontaktes vorgesehen
sein. Die Einpresspins 12 ragen aus einer im Steckerkörper 20 ausgeformten, einseitig
teilgeöffneten Aussparung 25 heraus. Die Aussparung 25 grenzt an eine ebene Auflagefläche
26 des Steckerkörpers 20. Ein Teil der Aussparung 25 ist gebildet durch jeweils seitlich
am Steckerkörper 20 abstehende Auskragungen 27. An einer Innenwandung der Aussparung
25, beispielsweise gebildet durch die Auskragung 27, sind mehrere Rastaussparungen
28 eingebracht. Die Rastaussparungen 28 sind derart ausgebildet, verschiedene Raststellungen
für eine Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 (siehe Fig. 1b) zu ermöglichen. Bevorzugt
sind die Rastaussparungen 28 ausgehend von der Auflagefläche 26 hintereinander und
parallel zueinander angeordnet, so dass einer ersten möglichen Raststellung eine weitere
mögliche folgt. Weiter bevorzugt ist eine Orientierung der Rastaussparung 28 im Steckerkörper
20 derart, dass eine Rastwirkung in einer Raststellung in Richtung der Orientierung
der Leitungsdrähte 11 auf der Seite des Anschlusskontaktschemas 16, insbesondere der
Einpresspins 12, einsetzt. Vorteilhafterweise stehen sich Gruppen von mehreren Rastaussparungen
28 auf verschiedenen Seiten der Aussparung 25 gegenüber. Grundsätzlich können Rastaussparungen
28 alternativ auch an anderen Stellen des Steckerkörpers 20 vorgesehen sein. Zusätzlich
weist der Steckerkörper 20 zumindest ein Führungselement 29 auf, beispielsweise in
Form einer innerhalb der Aussparung 25 ausgeformten Führungsschiene, derart, dass
eine geführte Verschiebung der in Fig. 1b gezeigten Positionier- und/oder Ausrichtplatte
30, beispielsweise durch eine Feder-Nutführung, ermöglicht ist. Die zu erwirkende
Führung ist insbesondere in Richtung der Orientierung der Leitungsdrähte 11 auf der
Seite des Anschlusskontaktschemas 16, beispielsweise den Einpresspins 12, ausgerichtet.
Vorteilhafterweise stehen sich zumindest zwei Führungselemente 29 auf verschiedenen
Seiten der Aussparung 25 gegenüber. Grundsätzlich können Führungselemente 29 alternativ
auch an anderen Stellen des Steckerkörpers 20 vorgesehen sein.
[0028] In Fig. 1b ist eine Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 in einer perspektivischen
Darstellung vor dem Auffädeln auf Leitungsdrähten 11 des Steckverbinders 10 gezeigt.
Die Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen
Hauptkörper 35 auf mit zumindest zwei entgegen gerichteten, insbesondere ebenen Hauptflächen
36. Eine dieser Hauptflächen 36 ist in der Zeichnungsebene perspektivisch nach oben
gerichtet, die andere verdeckt. Die Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 weist
eine Vielzahl von gleichgerichteten Führungsöffnungen 31 auf, die aus beiden Hauptflächen
36 vollständig heraustreten. Die Führungsöffnungen 31 sind in einer Anordnung, die
einer Soll-Musteranordnung der Leitungsdrähte 11 auf Seiten des Anschlusskontaktschemas
16 entspricht. Jeweils seitlich gegenüberliegend sind verschiedene Elemente am Hauptkörper
35 angeformt. Zum einen ist ein verfederter Rasthaken 38 als Rastelement angeformt,
welcher in Zusammenwirken mit einer der Rastaussparung 28 im Steckerkörper 20 die
Ausbildung einer Rastverbindung ermöglicht. Ferner ist seitlich eine Führungsnut 39
ausgeformt, welche in Zusammenwirken mit einer der Führungsschiene 29 eine geführte
Verschiebung der Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 innerhalb der Aussparung
25 im Steckerkörper 20 ermöglicht. Zusätzlich weist die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
30 seitlich jeweils ein Zentrierelement 40 auf, welches ausgebildet ist beim Anschluss
des Steckverbinders 10 an einen Schaltungsträger, den Schaltungsträger und oder ein
Montagewerkzeug mittels eines Formschlusses relativ zur Positionier- und Ausrichtplatte
30 zu positionieren. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Zentrierelement 40
einen Zentrierdorn 41 auf, welcher insbesondere senkrecht zur Hauptfläche 36 vom Hauptkörper
35 absteht. Dem Zentrierdorn 41 entgegengerichtet ist ein Domansatz fortgeführt, in
welchem von der dem Zentrierdorn 41 abgewandten Seite eine Zentrieröffnung 42 eingebracht
ist. Die Zentrieröffnung 42 ist ausgebildet, beim Eingriff eines Montagewerkzeuges
die Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 relativ zu diesem zu positionieren. Es
bestehen grundsätzlich auch alternative Möglichkeiten zur Ausführung eines jeweiligen
Zentrierelementes 40, eines Rastelementes 38 und eines Führungselementes 39. Zusätzlich
weist die Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 auf der in der Blattebene sichtbaren
Hauptfläche 36 ein Federelement 32 auf, welches ausgebildet ist, im Anlagenkontakt
mit einem Schaltungsträger eine Federkraftwirkung aufrecht zu erhalten.
[0029] In Fig. 2a ist die Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 auf Seiten des Anschlusskontaktschemas
16 auf die Leitungsdrähte 11 aufgefädelt. Hierfür ist die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
30 über der Aussparung 25 derart angesetzt, dass die jeweiligen komplementären Führungselemente
29, 39 am Steckerkörper 20 und an der Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 in Wirkzusammenhang
gebracht werden unter Ausbildung beispielsweise einer Feder-Nut-Führung. Der Rasthaken
38 wird hierbei federnd nach innen in die Aussparung 25 gedrückt und bleibt vorerst
wirkungslos. Durch das Verschieben der Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 dringen
die Leitungsdrähte 11 in die Führungsöffnungen 31 und werden durch diese mit Spiel
13 in ihrer Anordnung zueinander gehalten. Zum vereinfachten Auffädeln sind die Führungsöffnungen
31 auf der dem Anschlusskontaktschema 16 abgewandten Seite jeweils stetig aufgeweitet,
beispielsweise durch eine Anfasung. Durch die Aufweitung ist eine Art Fangtrichter
33 ausgebildet (siehe auch Fig. 5). Durch weiteres Verschieben entlang der Längserstreckung
der Leitungsdrähte 11 werden die komplementären Rastelemente 28, 38 in Wirkzusammenhang
gebracht - unter Ausbildung einer ersten Rastverbindung 50. Hierbei hintergreift der
jeweilige Rasthaken 38 an der Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 die jeweilige
Rastaussparung 28 am Steckerkörper 30. Die erste mögliche Rastverbindung ist bevorzugt
in einer Transportraststellung 51. Hierbei steht die der Seite des Anschlusskontaktschemas
16 zugewandte Hauptfläche 36 der Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 insbesondere
über die Auflagefläche 26 hervor. Weiter bevorzugt ist in der Transportraststellung
51 zumindest ein jeweiliger Teilabschnitt der zum elektrischen Kontaktieren ausgebildeten
Verbindungsbereiche der Leitungsdrähte innerhalb der Führungsöffnungen 31 angeordnet,
insbesondere der ganze oder überwiegende Teil eines Einpresspins 12. In der Transportraststellung
51 liegt der Steckverbinder 10 zusammen mit der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
30 als eine Vormontagegruppe 100 vor, welche zeitlich und örtlich versetzt zum Anschluss
eines Schaltungsträgers an den Steckverbinder 10 im Fertigungsprozess eingesetzt werden
kann.
[0030] Zum Anschluss des Schaltungsträgers an den Steckverbinder 10, wird ein Montagewerkzeug
60, insbesondere ein Einpresswerkzeug, über die seitlich angeordneten Zentrierelemente
40 mit der Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30, bevorzugt mittels eines Formschlusses,
in Eingriff gebracht ein - wie in Fig. 2b dargestellt. Des Weiteren wird über die
seitlich angeordneten Zentrierelemente 40 ein Schaltungsträger 70 relativ zu dem Montagewerkzeug
60 bzw. zu den Leitungsdrähten 11 auf der Seite des Anschlusskontaktschemas 16 positioniert
und ausgerichtet - wie in Fig. 3a gezeigt. So greift hierfür beispielsweise ein jeweiliger
Zentrierdorn 11 der Zentrierelemente 40 in Formöffnungen des Schaltungsträgers 70
unter Ausbildung eines Formschlusses. Grundsätzlich ist dadurch erwirkt, dass sich
die Enden der Leiterdrähte 11 auf Seiten des Anschlusskontaktschemas 16 komplementären
Verbindungsöffnungen in dem Schaltungsträger 70 gegenüberstehen und durch ein relatives
Verschieben des Schaltungsträgers 70 in diese eindringen. Das Verschieben des Schaltungsträgers
70 relativ zum Montagewerkzeug 60 bzw. zu den Leitungsdrähten 11 erfolgt insbesondere
kraftbeaufschlagt (siehe Kraftwirkung F). Im Falle von Einpresspins 12 setzt ein Bereich
des Einpresswerkzeuges 60 auf einer Stützschulter eines jeweiligen Einpresspins 12
auf, wodurch ein Einpressvorgang erwirkt wird unter Ausbildung eines jeweiligen Einpresskontaktes.
Alternativ kann auch ein Lötkontakt vorgesehen werden. Bevorzugt liegt der Schaltungsträger
70 auf der Auflagefläche 26 des Steckerkörpers 20 und auf der Hauptfläche 36 der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte auf. Insgesamt ist nun die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
30 durch den Schaltungsträger 70 in eine Endmontageraststellung 52 unter Ausbildung
einer weiteren Rastverbindung 50 verschoben worden. Hierbei hintergreift der jeweilige
Rasthaken 38 an der Positionier- und/oder Ausrichtplatte 30 die jeweilige nachgeordnete
Rastaussparung 28 am Steckerkörper 20. In der Endmontageraststellung 52 schließt die
der Seite des Anschlusskontaktschemas 16 zugewandte Hauptfläche 36 der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte 30 bevorzugt ebene mit der Auflagefläche 26 des Steckerkörpers
20 ab. Des Weiteren steht das Federelement 32 der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
in Anlagenkontakt mit dem Schaltungsträger 70, so dass die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
30 in der Endmontagestellung mittels Federkraft gegen den Schaltungsträger verspannt
wird.
[0031] Insgesamt liegt eine Kontaktanordnung 200 des Schaltungsträgers 70 mit dem Steckverbinder
10 vor, wobei die Leitungsdrähte 11 auf der Seite des Kontaktanschlussschemas 16 mit
dem Schaltungsträger 70 elektrisch verbunden sind, insbesondere durch einen Lotkontakt
oder durch einen Einpresskontakt. Die Fig. 4 zeigt die Kontaktanordnung aus einer
anderen Perspektive, bei welcher der Schaltungsträger in der Zeichnungsebene nach
unten orientiert ist.
1. Steckverbinder (10) zum Anschluss an einen Schaltungsträger, umfassend zumindest einen
elektrisch isolierenden Steckerkörper (20), in welchem eine Vielzahl von in einer
Musteranordnung beabstandeten Leitungsdrähten (11) mit ihrem jeweils einem Ende ein
Steckerkontaktschema (15) für einen Gegenstecker und mit ihrem jeweils entgegengesetzten
Ende ein Anschlusskontaktschema (16) für korrespondierende Kontaktstellen des Schaltungsträgers
bilden, wobei die Leitungsdrähte (11) zumindest auf der Seite des Anschlusskontaktschemas
(16) in ihrer Anordnung relativ zueinander durch eine Positionier- und/oder Ausrichtplatte
(30) orientiert sind, indem die Positionier- und/oder Ausrichtplatte (30) gleichgerichtete
Führungsöffnungen (31) aufweist, die jeweils durch einen Leitungsdraht mit Spiel durchdrungen
sind, wobei durch den Steckerkörper (20) und die Positionier- und/oder Ausrichtplatte
(30) zumindest eine Rastverbindung (50) ausgebildet ist, mittels welcher der Steckerkörper
und die Positionier- und/oder Ausrichtplatte in zumindest einer Raststellung gehalten
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Positionier- und/oder Ausrichtplatte (30) auf der dem Anschlusskontaktschema (16)
zugewandten Seite zumindest ein Federelement (32) umfasst, welches ausgebildet ist,
bei der Verbindung des Steckverbinders (10) mit einem Schaltungsträger die Positionier-
und/oder Ausrichtplatte (30) in der zumindest einen Raststellung mittels Federkraft
gegen den Schaltungsträger zu verspannen.
2. Steckverbinder (10) nach Anspruch 1, wobei der Steckverbinder mehr als eine mögliche
Raststellung von dem Steckerkörper und der Positionier- und/oder Ausrichtplatte (30)
aufweist, insbesondere eine Transportraststellung (51) und eine Endmontageraststellung
(52), wobei jede Raststellung durch ein Verschieben der Positionier- und/oder Ausrichtplatte
in Richtung der Längserstreckung der Leitungsdrähte erreichbar ist.
3. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Rastverbindung (50) in
einer Raststellung durch Überwinden einer Rasthaltekraft lösbar ist und das Verschieben
der Positionier- und/oder Ausrichtplatte (30) in Richtung des Steckerkontaktschemas
bis in die nächstfolgende Raststellung mit einer gegenüber der Rasthaltekraft verminderten
Verschiebekraft ermöglicht ist.
4. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Rastverbindung (50) gebildet ist durch einen verfederten Rasthaken (38),
welcher eine vorstehende Rastnase aufweist, die in eine komplementär ausgebildete
Rastaussparung (28) eingreift.
5. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei zwei Rastverbindungen (50) auf gegenüberliegenden Seiten der Positionier- und/oder
Ausrichtplatte (30) ausgebildet sind.
6. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei auf der Seite des Anschlusskontaktschemas (16) der Steckerkörper eine geschlossene
oder teilgeöffnete Aussparung (25) umfasst, in welche zumindest Abschnitte der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte (30) in der zumindest einen Raststellung hineinragen und/oder
die Rastverbindung in der Aussparung ausgebildet ist.
7. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Steckerkörper (20) und die Positionier- und/oder Ausrichtplatte (30) mittels
einer Führung relativ zueinander verschiebbar sind, wobei die Führung bevorzugt ausgebildet
ist durch komplementäre Führungselemente (29, 39) jeweils am Steckerkörper und an
der Positionier- und/oder Ausrichtplatte, insbesondere in Form eine Feder-Nut-Führung.
8. Steckverbinder nach Anspruch 7,
wobei zumindest ein Paar von komplementären Führungselementen (29, 39) auf gegenüberliegenden
Seiten der Positionier-und/oder Ausrichtplatte (30) wirkverbunden sind.
9. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Positionier- und/oder Ausrichtplatte (30) zumindest ein Zentrierelement
(40) umfasst, welches ausgebildet ist beim Anschluss des Steckverbinders an einen
Schaltungsträger, den Schaltungsträger und oder ein Montagewerkzeug mittels eines
Formschlusses relativ zur Positionier- und Ausrichtplatte zu positionieren.
10. Kontaktanordnung eines Schaltungsträgers mit einem Steckverbinder (10) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Leitungsdrähte (11) auf der Seite des Anschlusskontaktschemas
(16) mit dem Schaltungsträger elektrisch verbunden sind, insbesondere durch einen
Lotkontakt oder durch einen Einpresskontakt und wobei der Schaltungsträger zumindest
bereichsweise auf Auflageflächen des Steckerkörpers und der Positionier- und/oder
Ausrichtplatte aufliegt, wobei die Positionier- und/oder Ausrichtplatte (30) durch
den Schaltungsträger von einer Transportraststellung (51) in eine Endmontageraststellung
(52) verschoben ist.
11. Verfahren zum Ausrichten und/oder Positionieren von Leitungsdrähten (11) eines Steckverbinders
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit den Verfahrensschritten:
• Bereitstellen des Steckverbinders und der vom Steckverbinder losgelösten Positionier-
und/oder Ausrichtplatte (30),
• Auffädeln der Positionier- und/oder Ausrichtplatte von der Seite des Anschlusskontaktschemas
(16) derart, dass Leitungsdrähte des Steckverbinders in Führungsöffnungen der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte eindringen,
• Verschieben der Positionier- und/oder Ausrichtplatte (30) entlang der Längserstreckung
der Leitungsdrähte bis in eine Transportraststellung (51), in welcher zumindest ein
jeweiliger Teilabschnitt der zum elektrischen Kontaktieren ausgebildeten Verbindungsbereiche
der Leitungsdrähte innerhalb der Führungsöffnungen (31) angeordnet ist,
• Ausbilden einer relativen Montageanordnung der Leitungsdrähte (11) zu einem zu kontaktierenden
Schaltungsträger, indem zwischen dem zumindest einen Zentrierelement (40) der Positionier-
und/oder Ausrichtplatte und einem korrespondierenden Zentrieraufnahmeelement des Schaltungsträgers
zumindest ein Formschluss ausgebildet wird,
• Ausbilden einer relativen Montageanordnung der Leitungsdrähte (11) zu einem Einpresswerkzeug,
indem zwischen dem zumindest einen Zentrierelement (40) der Positionier- und/oder
Ausrichtplatte und einem korrespondierenden Zentrieraufnahmeelement des Einpresswerkzeuges
zumindest ein Formschluss ausgebildet wird,
• Ausbilden eines Einpresskontaktes zwischen jeweils einem Verbindungsbereichs der
Leitungsdrähte (11) in Form eines Einpresspins mit korrespondierenden Öffnungen in
dem Schaltungsträgers mittels des Einpresswerkzeuges,
wobei beim Einpressen die Positionier- und/oder Ausrichtplatte durch Anlagenkontakt
mit dem Schaltungsträger in eine Endmontageraststellung (52) verschoben wird und dabei
die Positionier- und/oder Ausrichtplatte mittels Federkraft des auf der dem Kontaktanschlussschema
zugewandten Seite angeordneten Federelements (32) gegen den Schaltungsträger verspannt
wird.
1. Plug-in connector (10) for connection to a circuit carrier, comprising at least one
electrically insulating plug body (20) in which a large number of conducting wires
(11) that are spaced apart in a pattern arrangement form, by way of their respective
one end, a plug contact scheme (15) for a mating plug and, by way of their respective
opposite end, a connection contact scheme (16) for corresponding contact points of
the circuit carrier, wherein the conducting wires (11), at least on the side of the
connection contact scheme (16), are oriented relative to one another in terms of their
arrangement by a positioning and/or aligning plate (30) by way of the positioning
and/or aligning plate (30) having guide openings (31) that have a common direction
and through each of which a conducting wire passes with play, wherein at least one
latching connection (50) is formed by the plug body (20) and the positioning and/or
aligning plate (30), by means of which latching connection the plug body and the positioning
and/or aligning plate are held in at least one latching position, characterized in that the positioning and/or aligning plate (30), on the side that faces the connection
contact scheme (16), comprises at least one spring element (32) which, when the plug-in
connector (10) is connected to a circuit carrier, is designed to clamp the positioning
and/or aligning plate (30) against the circuit carrier in the at least one latching
position by means of spring force.
2. Plug-in connector (10) according to Claim 1, wherein the plug-in connector has more
than one possible latching position of the plug body and the positioning and/or aligning
plate (30), in particular a transportation latching position (51) and a final assembly
latching position (52), wherein each latching position can be reached by shifting
the positioning and/or aligning plate in the direction of the longitudinal extent
of the conducting wires.
3. Plug-in connector according to either of Claims 1 and 2, wherein the latching connection
(50) can be released in a latching position by overcoming a latching holding force,
and shifting of the positioning and/or aligning plate (30) in the direction of the
plug contact scheme as far as into the next latching position with a displacement
force that is reduced in comparison to the latching holding force is rendered possible.
4. Plug-in connector according to one of the preceding claims, wherein the latching connection
(50) is formed by a spring-action latching hook (38) which has a projecting latching
lug which engages into a complementary latching cutout (28).
5. Plug-in connector according to one of the preceding claims, wherein two latching connections
(50) are formed on opposite sides of the positioning and/or aligning plate (30).
6. Plug-in connector according to one of the preceding claims, wherein, on the side of
the connection contact scheme (16), the plug body comprises a closed or partially
open cutout (25) in which at least portions of the positioning and/or aligning plate
(30) project in the at least one latching position and/or the latching connection
is formed in the cutout.
7. Plug-in connector according to one of the preceding claims, wherein the plug body
(20) and the positioning and/or aligning plate (30) can be shifted relative to one
another by means of a guide, wherein the guide is preferably formed by complementary
guide elements (29, 39) respectively on the plug body and on the positioning and/or
aligning plate, in particular in the form of a tongue-and-groove guide.
8. Plug-in connector according to Claim 7, wherein at least one pair of complementary
guide elements (29, 39) on opposite sides of the positioning and/or aligning plate
(30) are operatively connected.
9. Plug-in connector according to one of the preceding claims, wherein the positioning
and/or aligning plate (30) comprises at least one centring element (40) which, when
the plug-in connector is connected to a circuit carrier, is designed to position the
circuit carrier and/or a fitting tool relative to the positioning and aligning plate
by means of an interlocking connection.
10. Contact arrangement of a circuit carrier comprising a plug-in connector (10) according
to one of the preceding claims, wherein the conducting wires (11) are electrically
connected to the circuit carrier on the side of the connection contact scheme (16),
in particular by a solder contact or by a press-in contact, and wherein the circuit
carrier rests, at least in regions, on support surfaces of the plug body and the positioning
and/or aligning plate, wherein the positioning and/or aligning plate (30) is shifted
from a transportation latching position (51) to a final assembly latching position
(52) by the circuit carrier.
11. Method for aligning and/or positioning conducting wires (11) of a plug-in connector
(10) according to one of Claims 1 to 9, comprising the method steps of:
• providing the plug-in connector and the positioning and/or aligning plate (30) that
is detached from the plug-in connector,
• threading the positioning and/or aligning plate from the side of the connection
contact scheme (16) in such a way that conducting wires of the plug-in connector enter
guide openings of the positioning and/or aligning plate,
• shifting the positioning and/or aligning plate (30) along the longitudinal extent
of the conducting wires as far as into a transportation latching position (51) in
which at least one respective subportion of the connecting regions, designed for electrical
contact-connection, of the conducting wires is arranged within the guide openings
(31),
• forming a relative mounting arrangement of the conducting wires (11) to a circuit
carrier to be contacted, by way of at least an interlocking connection being formed
between the at least one centring element (40) of the positioning and/or aligning
plate and a corresponding centring receiving element of the circuit carrier,
• forming a relative mounting arrangement of the conducting wires (11) to a press-in
tool, by way of at least an interlocking connection being formed between the at least
one centring element (40) of the positioning and/or aligning plate and a corresponding
centring receiving element of the press-in tool,
• forming a press-in contact between in each case one connecting region of the conducting
wires (11) in the form of a press-in pin with corresponding openings in the circuit
carrier by means of the press-in tool, wherein, when the positioning and/or aligning
plate is pressed in, the positioning and/or aligning plate is shifted into a final
assembly latching position (52) by bearing contact with the circuit carrier and in
so doing the positioning and/or aligning plate is clamped against the circuit carrier
by means of spring force of the spring element (32) that is arranged on the side facing
the contact connection scheme.
1. Connecteur enfichable (10) pour le raccordement à un support de circuit, comprenant
au moins un corps de connecteur électriquement isolant (20), dans lequel une pluralité
de fils conducteurs (11) espacés dans un agencement de motif forment avec une de leurs
extrémités un schéma de contact de connecteur (15) pour un connecteur complémentaire
et avec leur extrémité opposée un schéma de contact de raccordement (16) pour des
positions de contact correspondantes du support de circuit, les fils conducteurs (11)
étant orientés, au moins du côté du schéma de contact de raccordement (16), dans leur
agencement relativement les uns aux autres, par une plaque de positionnement et/ou
d'alignement (30), du fait que la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30)
présente des ouvertures de guidage (31), orientées dans le même sens, qui sont traversées
chacune avec un jeu par un fil conducteur, au moins une connexion d'encliquetage (50)
étant formée par le corps de connecteur (20) et la plaque de positionnement et/ou
d'alignement (30), au moyen de laquelle le corps de connecteur et la plaque de positionnement
et/ou d'alignement sont maintenus dans au moins une position d'encliquetage,
caractérisé en ce que
la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30) comprend, sur le côté tourné vers
le schéma de contact de raccordement (16), au moins un élément élastique (32), qui
est configuré pour, lors de la connexion du connecteur enfichable (10) avec un support
de circuit, bloquer la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30) contre le
support de circuit dans l'au moins une position d'encliquetage au moyen d'une force
élastique.
2. Connecteur enfichable (10) selon la revendication 1, dans lequel le connecteur enfichable
présente plus d'une position d'encliquetage possible du corps de connecteur et de
la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30), notamment une position d'encliquetage
de transport (51) et une position d'encliquetage de montage final (52), chaque position
d'encliquetage pouvant être atteinte par un déplacement de la plaque de positionnement
et/ou d'alignement dans la direction de l'étendue longitudinale des fils conducteurs.
3. Connecteur enfichable selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans lequel
la connexion d'encliquetage (50) est détachable dans une position d'encliquetage en
surmontant une force de maintien d'encliquetage et le déplacement de la plaque de
positionnement et/ou d'alignement (30) dans la direction du schéma de contact de connecteur
jusque dans la position d'encliquetage suivante est possible avec une force de déplacement
réduite par rapport à la force de maintien d'encliquetage.
4. Connecteur enfichable selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel la connexion d'encliquetage (50) est formée par un crochet d'encliquetage élastique
(38), qui comprend un bec d'encliquetage en saillie, qui pénètre dans un évidement
d'encliquetage (28) configuré de manière complémentaire.
5. Connecteur enfichable selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel deux connexions d'encliquetage (50) sont formées sur des côtés opposés de la
plaque de positionnement et/ou d'alignement (30).
6. Connecteur enfichable selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel, sur le côté du schéma de contact de raccordement (16), le corps de connecteur
comporte un évidement fermé ou partiellement ouvert (25), dans lequel au moins des
sections de la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30) pénètrent dans l'au
moins une position d'encliquetage et/ou la connexion d'encliquetage est formée dans
l'évidement.
7. Connecteur enfichable selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le corps de connecteur (20) et la plaque de positionnement et/ou d'alignement
(30) sont déplaçables relativement l'un à l'autre au moyen d'un guide, le guide étant
de préférence formé par des éléments de guidage complémentaires (29, 39) respectivement
sur le corps de connecteur et sur la plaque de positionnement et/ou d'alignement,
notamment sous la forme d'un guide à languette et rainure.
8. Connecteur enfichable selon la revendication 7, dans lequel au moins une paire d'éléments
de guidage complémentaires (29, 39) sont reliés fonctionnellement sur des côtés opposés
de la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30).
9. Connecteur enfichable selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30) comporte au moins un élément
de centrage (40), qui est configuré pour, lors du raccordement du connecteur enfichable
à un support de circuit, positionner le support de circuit et/ou un outil de montage
au moyen d'un accouplement de forme relativement à la plaque de positionnement et
d'alignement.
10. Agencement de contact d'un support de circuit avec un connecteur enfichable (10) selon
l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel les fils conducteurs
(11) sur le côté du schéma de contact de raccordement (16) sont connectés électriquement
avec le support de circuit, notamment par un contact de brasage ou par un contact
de pressage, et dans lequel le support de circuit repose au moins en zones sur des
surfaces d'appui du corps de connecteur et de la plaque de positionnement et/ou d'alignement,
la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30) étant déplacée par le support
de circuit d'une position d'encliquetage de transport (51) dans une position d'encliquetage
de montage final (52).
11. Procédé d'alignement et/ou de positionnement de fils conducteurs (11) d'un connecteur
enfichable (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, comprenant les étapes
de procédé suivantes :
- la fourniture du connecteur enfichable et de la plaque de positionnement et/ou d'alignement
(30) détachée du connecteur enfichable,
- l'enfilement de la plaque de positionnement et/ou d'alignement par le côté du schéma
de contact de raccordement (16), de telle sorte que les fils conducteurs du connecteur
enfichable pénètrent dans des ouvertures de guidage de la plaque de positionnement
et/ou d'alignement,
- le déplacement de la plaque de positionnement et/ou d'alignement (30) le long de
l'étendue longitudinale des fils conducteurs jusque dans une position d'encliquetage
de transport (51), dans laquelle au moins une section partielle respective des zones
de connexion des fils conducteurs formées pour le contact électrique est agencée à
l'intérieur des ouvertures de guidage (31),
- la formation d'un agencement de montage relatif des fils conducteur (11) par rapport
à un support de circuit à contacter, par le fait qu'au moins un accouplement de forme
est formé entre l'au moins un élément de centrage (40) de la plaque de positionnement
et/ou d'alignement et un élément de réception de centrage correspondant du support
de circuit,
- la formation d'un agencement de montage relatif des fils conducteurs (11) par rapport
à un outil de pressage, par le fait qu'au moins un accouplement de forme est formé
entre l'au moins un élément de centrage (40) de la plaque de positionnement et/ou
d'alignement et un élément de réception de centrage correspondant de l'outil de pressage,
- la formation d'un contact de pressage entre respectivement une zone de connexion
des fils conducteurs (11) sous la forme d'une broche de pressage avec des ouvertures
correspondantes dans le support de circuit au moyen de l'outil de pressage, lors du
pressage, la plaque de positionnement et/ou d'alignement étant déplacée par contact
d'application avec le support de circuit dans une position d'encliquetage de montage
final (52) et la plaque de positionnement et/ou d'alignement étant bloquée contre
le support de circuit au moyen d'une force élastique de l'élément élastique (32) agencé
sur le côté tourné vers le schéma de raccordement de contact.