[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kunststofffasern enthaltendes Textilprodukt,
insbesondere ein Kunststofffasern enthaltendes Bekleidungsstück.
[0002] Viele der heutzutage vertriebenen Textilprodukte bzw. Bekleidungsstücke, insbesondere
Outdoor-Kleidung oder sonstige aus synthetischen Fasern bestehende Funktionsbekleidung,
bestehen zu nicht unwesentlichen Anteilen aus Kunststofffasern. Diese Textilprodukte
haben den Nachteil, dass bei ihrer Wäsche Kunststofffasern bzw. Kunststofffaserbruchstücke
ausgewaschen bzw. herausgelöst werden, die dann mit dem Abwasser in die Umwelt gelangen.
Da es sich bei den ausgewaschenen Kunststofffasern in aller Regel um sehr kleine und
kurze Fasern bzw. Faserbruchstücke handelt, sind herkömmliche Abwasserfilter von Waschmaschinen
nicht in der Lage, besagte Fasern in nennenswertem Umfang zurückzuhalten. Kläranlagen
können zwar einen gewissen Anteil der im Abwasser befindlichen Kunststofffasern zurückhalten,
lassen jedoch ebenfalls nach wie vor einen Großteil solcher Fasern passieren, die
damit in nicht unerheblichem Umfang zur Verschmutzung der Flüsse und Weltmeere beitragen,
wo sie durch die Nahrungsaufnahme von Tieren letztlich wieder in der Nahrungskette
landen.
[0003] Selbstverständlich ist es wünschenswert, dass Waschmaschinen, Kläranlagen, etc. mit
geeigneten Mikroplastikfiltern versehen werden, was jedoch offenbar noch nicht flächendeckend
möglich ist.
[0004] Aus der nicht vorveröffentlichten
DE 10 2016 100 493 ist es in diesem Zusammenhang bereits bekannt, Kunststofffasern enthaltende Bekleidungstücke
in einer Waschmaschine mittels eines speziell ausgestalteten und das Bekleidungsstück
aufnehmenden Wäschebeutels zu waschen, wobei der Wäschebeutel als Rückhaltemittel
für während des Waschvorgangs aus dem Bekleidungsstück ausgewaschene Kunststofffasern
dient. Die während eines Waschvorgang in dem Wäschebeutel angesammelten Kunststofffasern
können nach Abschluss des Waschvorgangs aus dem Wäschebeutel entnommen und ordnungsgemäß
entsorgt werden, was einen Beitrag zur Reduzierung der Abwasserbelastung durch Kunststofffasern
leistet. Allerdings kann dieser umweltschonende Effekt selbstverständlich nur in solchen
Haushalten eintreten, die sich aus Umweltschutzgründen für die Anschaffung eines entsprechenden
Wäschebeutels entschieden haben.
[0005] Ferner sind aus dem Stand der Technik, z.B. aus den
deutschen Gebrauchsmustern DE 84 04 746 U1,
DE 201 04 636 U1 oder dem US-Patent
US 4,630,312 bereits Wäschebeutel bzw. Wäschesäcke für die Maschinenwäsche empfindlicher Textilwaren
bekannt. Derartige Wäschebeutel dienen als Schutz für darin bei einem Waschvorgang
verstaute Kleidungsstücke, wie z.B. BH's, oder als Schutz für sonstige in dem gleichen
Waschvorgang mitgewaschenen Textilien, z.B. vor etwaigen Haken an dem während des
Waschvorgangs innerhalb des Wäschebeutels verstauten Bekleidungsstück. Umweltschutzaspekte
spielen für derartige Wäschebeutel keine Rolle.
[0006] Die
DE 299 10 873 U1 zeigt ein Kunststofffasern enthaltendes Textilprodukt, insbesondere ein Bekleidungsstück
in Art einer Jacke oder dergleichen, welches eine integrierte und verschließbare Tasche
zur Aufnahme der übrigen Teile des Bekleidungsstücks aufweist. Dadurch wird ein platzsparendes
Transportieren der in der Tasche in zusammengefalteten Zustand aufgenommenen Jacke
ermöglicht, wobei die Tasche in einem weiteren Aspekt gemäß der
DE 299 10 873 U1 U-förmig in Art einer Nackenrolle ausgebildet sein kann. Umweltschutzaspekte spielen
dabei ebenfalls keine Rolle.
[0007] Und schließlich zeigt die
US 2007/261176 A1 einen Wäschebeutel zum Waschen von losen Naturfasern, welcher aus einem Kunststoffgewebe
mit einer Maschenweite zwischen 0,1 mm und 0,5 mm besteht, wobei auch hier wiederum
Aspekte des Umweltschutzes keine Rolle spielen.
[0008] Vor dem Hintergrund des vorstehend erläuterten Stands der Technik besteht die Aufgabe
der vorliegenden Erfindung darin, Kunststofffasern enthaltende Textilprodukte bzw.
Bekleidungsstücke zu verbessern, dass bei deren Wäsche die Abwasserbelastung mit Kunststofffasern
in einer für den Nutzer besonders einfachen und bequemen Weise deutlich reduziert
werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Kunststofffasern enthaltendes Textilprodukt nach Anspruch
1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den
abhängigen Patentansprüchen und der vorliegenden Beschreibung.
[0010] Das erfindungsgemäße Textilprodukt ist dadurch gekennzeichnet, dass in das Textilprodukt,
bei welchem es sich in bevorzugter Weise um ein Bekleidungsstück handeln kann, ein
verschließbarer Wäschebeutel integriert ist, welcher aus einem thermofixierten Kunststoffsiebgewebe
mit einer mittleren Maschenweite im Bereich zwischen 5 µm und 200 µm hergestellt ist,
welcher in seinen Abmessungen zur vollständigen Aufnahme des Bekleidungsstücks geeignet
ist und welcher während eines Waschvorgangs mit innerhalb des verschlossenen Wäschebeutels
aufgenommenem Textilprodukt als Rückhaltemittel für etwaige aus dem Textilprodukt
ausgewaschene Kunststofffasern dient.
[0011] Dadurch, dass der erfindungsgemäß vorgesehene Wäschebeutel in das Textilprodukt integriert
ist, steht der Wäschebeutel in vorteilhafter Weise bei jedem Waschvorgang des betreffenden
Textilprodukts zur Verfügung. Das zu waschende Textilprodukt muss somit lediglich
in dem in das Textilprodukt integrierten Wäschebeutel verstaut und der Wäschebeutel
verschlossen werden, woraufhin der Wäschebeutel samt darin verstautem Textilprodukt
in einer Waschmaschine einem umweltschonenden Waschvorgang unterzogen werden kann.
Ferner ist vorteilhaft, dass der betreffende Wäschebeutel hinsichtlich seiner Abmessungen,
insbesondere seines Volumens, an das hiermit zu waschende Textil angepasst ist, so
dass er stets nur (mindestens) so groß zu sein braucht, wie es für das betreffende
Textilprodukt zu dessen Aufnahme erforderlich ist. Vorteilhaft kann der Wäschebeutel
jedoch auch - mehr oder weniger - geringfügig größer gewählt werden, um während eines
Waschvorgangs ggfs. zusätzlich noch ein weiteres Kunststofffasern enthaltendes Textilprodukt
/ Bekleidungsstück aufnehmen zu können.
[0012] Im Übrigen erweist es sich als besonders vorteilhaft, dass der Wäschebeutel aus einem
thermofixierten Kunststoffsiebgewebe mit einer mittleren Maschenweite im Bereich zwischen
5 µm und 200 µm hergestellt ist. Versuche haben gezeigt, dass mit einem solchen Wäschebeutel
einerseits eine zuverlässige Rückhaltewirkung für die aus Textilien ausgewaschenen
Kunststofffasern mit einer an beinahe 100% heranreichenden Rückhaltequote erzielbar
ist, während andererseits ein gutes Waschergebnis erzielbar ist. Vorteilhaft werden
Rückhaltequoten von wenigstens 90 % oder wenigstens 95 % erzielt. Die erfindungsgemäße
Verwendung eines thermofixierten Kunststoffsiebgewebes erlaubt die präzise Einstellung
der anspruchsgemäßen (mittleren) Maschenweiten, die sich zur effektiven Zurückhaltung
der ansonsten in die Umwelt gelangenden Kunststofffasern des Textilprodukts eignen.
[0013] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann dabei die mittlere Maschenweite des Kunststoffsiebgewebes
vorteilhaft auch konkret an die in dem betreffenden Textilprodukt verwendeten Kunststofffasern
angepasst werden, so dass die Maschenweite des Kunststoffsiebgewebes beispielsweise
je nach Art und Dicke der in dem betreffenden Textilprodukt verwendeten Kunststofffasern
gewählt werden kann. Somit kann z.B. für Textilprodukte mit besonders feinen Kunststoffasern
ein Wäschebeutel mit geringer Maschenweite und für Textilprodukte mit gröberen Fasern
ein Wäschebeutel mit größeren Maschenweiten Verwendung finden.
[0014] Soweit vorstehend davon gesprochen ist, dass der Wäschebeutel in das Textilprodukt
integriert ist, so kann er hierfür in besonders bevorzugter Weise auf geeignete Weise
dauerhaft in oder an dem Textilstück befestigt, insbesondere daran vernäht, sein,
wobei unter Umständen auch eine lösbare Befestigung mittels geeigneter Befestigungsmittel
(Reißverschluss, Druckknöpfe, etc.) in Frage kommt, falls der Wäschebeutel bei Bedarf
(z.B. um auch separat zum Waschen von anderen Bekleidungsstücken genutzt zu werden)
von dem Textilstück abnehmbar sein soll.
[0015] Zur Effektivität der vorliegenden Erfindung trägt bei, dass während des Waschvorgangs
in einer Waschmaschine im unregelmäßigen Wechsel von außen und innen Wasserdruck auf
den Wäschebeutel einwirkt. Durch die besonders glatte Oberfläche eines thermofixierten
Kunststoffsiebgewebes werden an der Beutelinnenfläche abgelagerte Faserstücke durch
das hin- und herströmende Wasser zurückgespült, wodurch Filterkuchenbildung verhindert
wird. Dies vermindert den entstehenden Staudruck, hält das als Filter fungierende
Beutelmaterial sauber und gewährleistet eine hohe Filterleistung.
[0016] In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist der Wäschebeutel an einer derart
unauffälligen Stelle des Textilprodukts bzw. Bekleidungsstücks angeordnet, dass er
bei bestimmungsgemäßer Benutzung des Textilprodukts bzw. Bekleidungsstücks nicht zu
erkennen ist und somit Dritten nicht auffällt.
[0017] Bei Bekleidungsstücken bietet es sich hierfür bevorzugt an, dass der Wäschebeutel
an einer Innenseite des Bekleidungsstücks, in oder an einem Innenfutter oder im Bereich
eines Kragens des Bekleidungsstücks angeordnet ist.
[0018] Weiterhin kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorteilhaft vorgesehen sein,
dass der Wäschebeutel einen zu einer Innen- oder Außenseite des Bekleidungsstücks
weisenden Reißverschluss aufweist, durch welchen hindurch das Bekleidungsstück bei
geöffnetem Reißverschluss in den Innenraum des Wäschebeutels hinein umgestülpt werden
kann und mittels welchem der Wäschebeutel bei darin aufgenommenem Bekleidungsstück
verschlossen werden kann. Dies erweist sich als praktisch in der Handhabung des erfindungsgemäßen
Wäschebeutels. Weiterhin kann der Wäschebeutel bei einem entsprechend ausgestalteten
Bekleidungsstück dann ggfs. auch beim Nutzen / Tragen des Bekleidungsstücks in Art
einer mittels des Reißverschlusses verschließbaren Tasche genutzt werden.
[0019] In bevorzugter Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung liegt die mittlere Maschenweite
des für den Wäschebeutel verwendeten Gewebes im Bereich zwischen 5 µm und 100 µm,
insbesondere bei etwa 50 - 80 µm, was die Effektivität der beabsichtigten Filterwirkung
bei gleichzeitiger Erhaltung eines guten Waschresultates optimiert.
[0020] Für das erfindungsgemäß zu verwendende Kunststoffsiebgewebe wird bevorzugt auf ein
thermofixiertes Polyamid, insbesondere Polyamid 6.6 (PA 6.6), zurückgegriffen. Hierdurch
lässt sich insbesondere eine Dauertemperaturbeständigkeit von 100°C (nass) erzielen,
die für den vorliegenden Zweck bestens geeignet ist. Selbstverständlich können im
Rahmen der vorliegenden Erfindung jedoch auch andere Materialien Verwendung finden,
sofern diese unter den bei (insbesondere maschinellen) Waschvorgängen üblichen Umgebungsbedingen
hinreichend stabil sind.
[0021] Ferner ist die Verwendung eines monofilen Gewebes von Vorteil, welches im Übrigen
einlagig verwendet werden kann. Als für die vorliegende Erfindung besonders geeignet
erwiesen hat sich Verwendung eines einlagigen, monofilen Siebgewebes aus PA 6.6 mit
einer Gewebedicke von ca. 80 µm, einer Maschenweite von Kette und Schuß von jeweils
50 µm mit einer Toleranz von nur +/- 10% und einer offenen Siebfläche von 27%.
[0022] Soweit weiter oben davon gesprochen wurde, dass der Wäschebeutel auf geeignete Weise
verschließbar ist, so sollte auch der Verschluss des Wäschebeutels selbstverständlich
die Rückhaltefunktion unterstützen und somit für die in Rede stehenden Kunststofffasern
mit Längen in der Größenordnung von 100 µm (oder kleiner) zumindest weitgehend undurchlässig
sein.
[0023] Von Vorteil ist insofern, wenn der Wäschebeutel mit einem ebenfalls die Kunststofffasern
zurückhaltenden Verschluss, insbesondere einem geeignet feinen (vorteilhaft im Wesentlichen
wasserdichten) und/oder ggfs. durch eine Schicht aus dem Beutelmaterial verdeckten
Reißverschluss verschließbar ist.
[0024] Als geeigneter Verschluss kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eine randseitig
am Wäschebeutel vorgesehene Öffnung nach Aufnahme des bzw. der zu waschenden Textilien
verschlossen wird, indem der Wäschebeutel im Bereich seiner Öffnung eingerollt und
anschließend - insbesondere mittels geeigneter Verschlusselemente (z.B. mittels an
einer Verstärkung des Wäschebeutels angeordneter Druckknöpfe oder eines dort vorgesehenen
Reißverschlusses) - in der eingerollten Stellung fixiert wird. Hierdurch kann das
im Bereich der Öffnung eingerollte Beutelmaterial in einer Art Labyrinthdichtung einen
Austritt der zurückzuhaltenden Kunststofffasern aus dem Wäschebeutel verhindern.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Abbildungen näher erläutert. Dabei zeigen
die
- Fig. 1 - 3
- drei Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Textilprodukts mit darin bzw. daran
auf verschiedene Weise integriertem Wäschebeutel.
[0026] Fig. 1 zeigt in den beiden oberen dort enthaltenen Ansichten ein Kunststoffasern
enthaltendes Textilprodukt 1 in Art eines Bekleidungsstücks, nämlich eines Fleece-Pullovers,
mit einem darin integrierten Wäschebeutel 2 in Frontalansicht, wobei der Wäschebeutel
2 mittels eines an der vorderen Außenseite des Fleece-Pullovers angeordneten Reißverschlusses
3, welcher Quer auf Höhe des Brustbereichs verläuft, verschließbar ist.
[0027] In der linken Darstellung ist durch eine gestrichelte Linie angedeutet, dass der
Wäschebeutel 2 versteckt an der in der gegebenen Darstellung nicht erkennbaren Innenseite
des Fleece-Pullovers angeordnet ist. Wenn der Reißverschluss 3 geöffnet ist, dann
kann der Wäschebeutel 2, wie in der rechts oberen Ansicht dargestellt, durch die Reißverschlussöffnung
herausgestülpt werden.
[0028] Der Wäschebeutel 2 ist an seiner Außenumrandung, auch im Bereich des Reißverschlusses
3, an welchem er dauerhaft vernäht ist, mit einer randseitigen Verstärkung 4 versehen
und ansonsten, wie bereits weiter oben erläutert, vorteilhaft aus einem thermofixierten
Kunststoffsiebgewebe aus Polyamid (PA 6.6) mit einer mittleren Maschenweite im Bereich
zwischen 5 µm und 200 µm, vorteilhaft im Bereich zwischen 5 µm und 100 µm hergestellt.
Auch der Reißverschluss 3 ist zur Rückhaltung von Kunststofffasern in einem Größenbereich
von etwa 100 µm eingerichtet.
[0029] Ausgehend von der in Fig. 1 rechts oben dargestellten Konfiguration kann der Fleece-Pullover
dann - wie in Fig. 1 links unten dargestellt - in den Wäschebeutel hineingesteckt
werden, bis er schließlich vollständig darin aufgenommen ist (vgl. die Ansicht in
Fig. 1 rechts unten). Nach Schließen des Reißverschlusses 3 kann dann der das (übrige)
Textilprodukt 1 beinhaltende Wäschebeutel 2 in eine Waschmaschine gegeben und so umweltschonend
gewaschen werden. Die während des Waschvorgangs aus dem Textilprodukt 1 ausgewaschenen
Kunststofffasern bzw. Kunststofffaserbruchstücke bleiben in dem als Rückhaltemittel
für die Fasern dienenden Wäschebeutel 3 und können nach Abschluss des Waschvorgangs
aus dem Wäschebeutel 2 entnommen und fachgerecht entsorgt werden, ohne dass diese
das Abwasser belasten.
[0030] Fig. 2 zeigt in den beiden oberen Darstellungen ein zweites Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Textilprodukts 1 in Art einer Jacke 1 in Front- und Rückansicht,
bei welcher an der inneren Rückseite der Jacke in erfindungsgemäßer Weise ein während
eines Waschvorgangs die Jacke vollständig aufnehmender und als Rückhaltemittel für
Kunststofffasern dienender Wäschebeutel 2 der bereits beschriebenen Art eingenäht
oder - ggfs. abnehmbar - befestigt ist, wie durch die gestrichelte Linie in der rechts
oben dargestellten Rückansicht von Fig. 2 angedeutet.
[0031] Die beiden unteren Ansichten von Fig. 2 veranschaulichen wieder, wie bereits bei
dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 1, dass die Jacke für einen umweltschonenden Waschvorgang
nach Öffnung eines an dem Wäschebeutel 2 vorgesehenen Reißverschlusses 3 vollständig
in dem Wäschebeute12 aufgenommen werden kann.
[0032] Fig. 3 zeigt schließlich noch in den beiden dort oberen Darstellungen ein drittes
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Textilprodukts 1 in Art einer (Kunststofffasern
enthaltenden) Jacke in Front- und Rückansicht mit integriertem Wäschebeutel 2, wobei
hier der Wäschebeutel 2 in einer z.B. für Kapuzen bekannten Weise im Bereich des Kragens
5 und eines dort vorgesehenen Reißverschlusses 3 eingerollt verstaut ist. Auch hier
kann - vergleichbar zu der Variante aus Fig. 1 - der Wäschebeutel 2 nach Öffnen des
Reißverschlusses 3 aus dem Kragen 5 herausgestülpt und anschließend die Jacke gemäß
Pfeil P in der unteren Darstellung aus Fig. 3 durch die Reißverschlussöffnung 6 in
den Wäschebeutel 2 hineingestülpt werden.
1. Kunststofffasern enthaltendes Textilprodukt (1), insbesondere Bekleidungsstück,
dadurch gekennzeichnet,
dass in das Textilprodukt (1) ein verschließbarer Wäschebeutel (2) integriert ist, welcher
aus einem thermofixierten Kunststoffsiebgewebe mit einer mittleren Maschenweite im
Bereich zwischen 5 µm und 200 µm hergestellt ist, welcher in seinen Abmessungen zur
vollständigen Aufnahme des Textilprodukts (1) geeignet ist und welcher während eines
Waschvorgangs mit innerhalb des verschlossenen Wäschebeutels (2) aufgenommenem Textilprodukt
als Rückhaltemittel für etwaige aus dem Textilprodukt (1) ausgewaschene Kunststofffasern
dient.
2. Textilprodukt (1) nach Anspruch 1, wobei der Wäschebeutel (2) dauerhaft in oder an
dem Textilprodukt (1) befestigt, insbesondere daran vernäht, ist.
3. Textilprodukt (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Wäschebeutel (2)
an einer derart unauffälligen Stelle des Textilprodukts (1) angeordnet, dass er bei
bestimmungsgemäßer Benutzung des Textilprodukts (1) nicht zu erkennen ist.
4. Textilprodukt (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei es sich bei dem Textilprodukt
(1) um ein Bekleidungsstück handelt und dass der Wäschebeutel (2) an einer Innenseite
des Bekleidungsstücks, in oder an einem Innenfutter oder im Bereich eines Kragens
(5) des Bekleidungsstücks angeordnet ist.
5. Textilprodukt (1) nach Anspruch 4, wobei der Wäschebeutel (2) einen zu einer Innen-
oder Außenseite des Bekleidungsstücks weisenden Reißverschluss (3) aufweist, durch
welchen hindurch das Bekleidungsstück bei geöffnetem Reißverschluss (3) in den Innenraum
des Wäschebeutels (2) hinein umgestülpt werden kann und mittels welchem der Wäschebeutel
(2) bei darin aufgenommenem Bekleidungsstück verschlossen werden kann.
6. Textilprodukt (1) nach Anspruch 1, wobei die mittlere Maschenweite im Bereich zwischen
5µm und 100 µm, insbesondere bei etwa 50 - 80 µm, liegt.
7. Textilprodukt (1) nach Anspruch 1, wobei das Kunststoffsiebgewebe ein thermofixiertes
Polyamid, insbesondere Polyamid 6.6 ist.
8. Textilprodukt (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Kunststoffsiebgewebe
ein monofiles Gewebe ist.
9. Textilprodukt (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Wäschebeutel (2)
mit einem Kunststofffasern zurückhaltenden Verschluss, insbesondere einem Reißverschluss,
verschließbar ist.
1. Textile product (1) containing synthetic fibres, in particular item of clothing,
characterized in that
a closeable wash bag (2) is integrated into the textile product (1), which bag is
made from a thermoset plastic screen fabric having an average mesh width in the range
of 5 µm to 200 µm, which is suitable in its dimensions for completely containing the
textile product (1) and which during a washing operation with the textile product
contained within the closed wash bag (2) serves as a retaining means for synthetic
fibres washed out of the textile product (1).
2. Textile product (1) according to Claim 1, wherein the wash bag (2) is permanently
attached in or to the textile product (1), in particular is sewn into it.
3. Textile product (1) according to one of the preceding claims, wherein the wash bag
(2) is arranged on such an inconspicuous part of the textile product (1) that it cannot
be seen when the textile product (1) is used as intended.
4. Textile product (1) according to Claim 1 or Claim 2, wherein the textile product (1)
is an item of clothing and in that the wash bag (2) is arranged on an inner side of
the item of clothing, in or on an inner lining or in the area of a collar (5) of the
item of clothing.
5. Textile product (1) according to Claim 4, wherein the wash bag (2) has a zip (3) facing
an inner or outer side of the item of clothing, through which the item of clothing
can be transferred to the inside of the wash bag (2) when the zip (3) is open and
by means of which the wash bag (2) can be closed when the item of clothing is contained
inside.
6. Textile product (1) according to Claim 1, wherein the average mesh width is in the
range of 5 µm to 100 µm, in particular approximately 50 - 80 µm.
7. Textile product (1) according to Claim 1, wherein the plastic screen fabric is a thermoset
polyamide, in particular polyamide 6.6.
8. Textile product (1) according to one of the preceding claims, wherein the plastic
screen fabric is a monofilament fabric.
9. Textile product (1) according to one of the preceding claims, wherein the wash bag
(2) can be closed with a closure retaining synthetic fibres, in particular with a
zip.
1. Produit textile contenant des fibres synthétiques (1), en particulier pièce de vêtement,
caractérisé en ce qu'
un sac de linge fermable (2) est intégré dans le produit textile (1), lequel est fabriqué
à partir d'un tissu de tamisage thermofixé avec une largeur de maille moyenne se situant
entre 5 µm et 200 µm, lequel convient dans ses dimensions à la réception complète
du produit textile (1) et lequel sert, pendant une opération de lavage avec le produit
textile logé à l'intérieur du sac de linge (2) fermé, de moyen de retenue pour des
fibres synthétiques éventuelles enlevées par lavage du produit textile (1).
2. Produit textile (1) selon la revendication 1, sachant que le sac de linge (2) est
fixé de façon permanente dans ou sur le produit textile (1), en particulier cousu
dessus.
3. Produit textile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant
que le sac de linge (2) est disposé à un emplacement passant inaperçu du produit textile
(1), de telle manière qu'il n'est pas identifiable lors de l'utilisation conforme
du produit textile (1).
4. Produit textile (1) selon la revendication 1 ou la revendication 2, sachant que concernant
le produit textile (1), il s'agit d'une pièce de vêtement et que le sac de linge (2)
est disposé sur un côté intérieur de la pièce de vêtement, dans ou sur un revêtement
intérieur ou dans la zone d'un col (5) de la pièce de vêtement.
5. Produit textile (1) selon la revendication 4, sachant que le sac de linge (2) comporte
une fermeture à glissière (3) tournée vers un côté intérieur ou extérieur de la pièce
de vêtement à travers laquelle la pièce de vêtement peut être retroussée vers l'intérieur
dans l'espace intérieur du sac de linge (2), lorsque la fermeture à glissière (3)
est ouverte et au moyen de laquelle le sac de linge (2) peut être fermé lorsque la
pièce de vêtement est logée dedans.
6. Produit textile (1) selon la revendication 1, sachant que la largeur de maille moyenne
se situe entre 5 µm et 100 µm, en particulier d'environ 50 - 80 µm.
7. Produit textile (1) selon la revendication 1, sachant que le tissu de tamisage synthétique
est un polyamide thermofixé, en particulier du polyamide 6.6.
8. Produit textile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant
que le tissu de tamisage synthétique est un tissu monofil.
9. Produit textile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sachant
que le sac de linge (2) peut être fermé avec une fermeture retenant les fibres synthétiques,
en particulier une fermeture à glissière.