| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 649 314 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
19.10.2022 Patentblatt 2022/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.06.2018 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2018/067147 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2019/007760 (10.01.2019 Gazette 2019/02) |
|
| (54) |
KLAPPENBESCHLAG UND MÖBEL
FLAP FITTING AND ITEM OF FURNITURE
FERRURE D'ABATTANT ET MEUBLE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
03.07.2017 DE 102017114772
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.05.2020 Patentblatt 2020/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Hettich-ONI GmbH & Co. KG |
|
32602 Vlotho (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- SOBOLEWSKI, Uwe
32257 Bünde (DE)
- ANDSCHUS, Stefan
32312 Lübbecke (DE)
- TASCHE, Michael
33659 Bielefeld (DE)
- SCHAEL, Oliver
32278 Kirchlengern (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
|
Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 138 658 WO-A1-2017/093290
|
WO-A1-2009/060723 DE-A1- 10 047 978
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbel nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Die
WO 2009/060723 A1 offenbart ein Möbel mit einem Klappenbeschlag, bei dem an einem Möbelkorpus eine
Gehäuseplatte fixiert ist, an der ein Traghebel und ein Steuerarm drehbar gelagert
sind. Der Traghebel und der Steuerarm sind ferner an einer Anbindung an der Klappe
drehbar gelagert, so dass zwischen dem Korpus und der Klappe eine parallelogrammartige
Führung vorhanden ist. Bei diesem Klappenbeschlag ist nachteilig, dass die Drehachsen
an dem Traghebel und dem Steuerhebel an festen Punkten der Gehäuseplatte oder der
Anbindung vorgesehen sind, so dass zum Erreichen der gewünschten Schwenkbewegung der
Klappe mit einer nach oben und vorne in den Raum hineinragenden Öffnungsstellung die
Drehpunkte an der Gehäuseplatte vergleichsweise weit voneinander entfernt sind, was
der Anforderung an eine kompakte Bauweise entgegensteht. Zudem ist die Betätigung
des Klappenbeschlages vergleichsweise schwergängig.
[0003] In der
EP 2 138 658 A1 ist ein Klappenbeschlag für eine Möbelklappe offenbart, bei dem die Möbelklappe über
einen Stellarm und einen Steuerarm bewegbar ist, die über Gelenkachsen mit einer Anbindung
an der Möbelklappe gelagert sind. Beim Öffnen verschwenkt die Möbelklappe von einer
im Wesentlichen Vertikalen Position in eine nahezu horizontale Position.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Möbel zu schaffen, das einen
kompakt aufgebauten Klappenbeschlag umfasst und für den Benutzer ein leichtgängiges
Öffnen und Schließen der Klappe ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einem Möbel mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Möbel liegt ein Momentanpol der Klappe in einer Schließposition
unterhalb des Griffelementes und in einer maximalen Öffnungsposition oberhalb des
Griffelementes. Dabei ist nur der Traghebel über eine erste Drehachse stationär mit
einem Gehäuse verbunden, während der Steuerhebel über ein Steuerelement gelenkig an
dem Gehäuse gelagert ist, so dass sich die vierte Drehachse während einer Öffnungs-
oder Schließbewegung relativ zu dem Gehäuse bewegt. Dadurch kann eine Bewegungsbahn
der Klappe optimal eingestellt werden und der Kraftaufwand für den Benutzer minimiert
werden.
[0007] Der Momentanpol ist bei einer ebenen Bewegung eines starren Körpers derjenige Raumpunkt,
um den der Körper im Moment als nur drehend angesehen werden kann. Bei einer ebenen
Bewegung eines starren Körpers mit einer Translationsbewegung und einer Rotationsbewegung
werden diese zu einer reinen Drehbewegung um den momentanen Drehpunkt zusammengefasst,
der als Momentanpol bezeichnet wird.
[0008] Während der Bewegung der Klappe verändert sich der Momentanpol in jeder erfassten
Lageposition weiter. Ermittelt man diese Positionen, ergibt sich in Relation zu einem
raumfesten Bezugssystem, im vorliegenden Fall zum ortsfesten Korpus, eine Bahn, auf
welcher der Momentanpol abläuft. Der Momentanpol der Klappe kann für jeden beliebigen
Punkt der Klappe oder auch für Punkte von anderen Bauteilen, die mit der Klappe verbunden
sind, ermittelt werden. Bei der vorgeschlagenen technischen Lösung ist es bevorzugt,
den Momentanpol ausgehend von der zweiten und dritten Drehachse, welche an der Anbindung
der Klappe angeordnet sind, zu bestimmen.
[0009] Die Klappenbewegung wird vorzugsweise in der jeweils betrachteten Momentaufnahme
durch die erste Verbindunglinie der ersten mit der zweiten Drehachse, sowie der zweiten
Verbindungslinie der vierten mit der dritten Drehachse bestimmt, was im Prinzip ein
Viergelenk darstellt. Die erste Verbindungslinie der ersten mit der zweiten Drehachse
stellt hierbei die Kraftwirkungslinie des Traghebels dar, während die zweite Verbindungslinie
der vierten mit der dritten Drehachse die Kraftwirkungslinie des Steuerhebels darstellt.
Der Schnittpunkt der Verlängerungen der ersten und zweiten Verbindunglinie ergibt
die Lage des Momentanpols.
[0010] Vorzugsweise verläuft die Bahn des Momentanpols der Klappe bei einer Öffnungsbewegung
der Klappe beabstandet von dem Griffelement. Gerade wenn der Momentanpol und das Griffelement
zu nahe zusammenfallen, kann es aufgrund von Toleranzen an den Gelenkachsen zu einem
Verklemmen kommen. Der Abstand der Bahn des Momentanpols von dem Griffelement kann
daher beispielsweise mindestens 20 % der Länge des Traghebels, vorzugsweise mindestens
40 % der Länge des Traghebels, entsprechen. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist
der Abstand des Momentanpols von dem Griffelement in der Schließposition der Klappe
größer als die Länge des Traghebels.
[0011] Für ein leichtgängiges Verschwenken kann der Abstand des Momentanpols von dem Griffelement
über die gesamte Bahn des Momentanpols mindestens 50 %, insbesondere mindestens 70
%, des Abstandes des Griffelementes von der ersten Drehachse betragen.
[0012] Die Bahn des Momentanpols kann bei einer Öffnungsbewegung der Klappe zunächst bogenförmig
nach oben verlaufen und sich kurz vor Erreichen der maximalen Öffnungsposition wieder
absenken. Dadurch lässt sich die Klappe in der maximalen Öffnungsposition leicht fixieren,
insbesondere wenn der Momentanpol kurz vor Erreichen der maximalen Öffnungsposition
sich in Richtung der ersten Drehachse des Traghebels verlagert.
[0013] In einer Ausgestaltung ist das Steuerelement für den Steuerhebel als Zahnrad ausgebildet.
Das Zahnrad kann dabei in Eingriff mit einem weiteren Zahnrad stehen, das drehfest
mit dem Traghebel um die erste Drehachse angeordnet ist. Dann werden über ein Verschwenken
des Traghebels das weitere Zahnrad und das Zahnrad angetrieben, das mit dem Steuerhebel
gelenkig verbunden ist, so dass eine exakte Bewegung des Steuerhebels vorgegeben wird.
Statt einem Zahnrad kann das Steuerelement auch als weiterer Hebel ausgebildet sein,
wobei die Ausbildung als Zahnrad den Vorteil hat, dass dieses durch ein weiteres Zahnrad
angetrieben werden kann.
[0014] Vorzugsweise ist ein Kraftspeicher vorgesehen, der die Klappe in einer Schließposition
in Schließstellung und in einem Öffnungsbereich in Öffnungsstellung vorspannt. Dadurch
lässt sich die Klappe für den Benutzer leichtgängig betätigen, da dieser beim Verschwenken
der Klappe aus einer Schließposition nur anfänglich die Kraft des Kraftspeichers überwinden
muss, der dann nach Überschreiben eines Totpunktes den Benutzer beim Öffnen unterstützt,
wobei es auch möglich ist, dass die Klappe in einem gewissen Öffnungsbereich selbsttätig
in eine Öffnungsposition durch den Kraftspeicher verschwenkt. Beim Schließvorgang
muss die Kraft des Kraftspeichers überwunden werden, bis der Kraftspeicher die Klappe
dann wieder in Schließrichtung vorspannt. Für eine leichte Bedienung kann dabei ein
Griffelement an der Klappe im geöffneten Zustand der Klappe unterhalb der Klappe angeordnet
und dem Bediener zugewandt sein.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Möbels mit einem Klappenbeschlag;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht der Frontblende mit einem Klappenbeschlag;
- Figuren 3A und 3B
- zwei Ansichten des Möbels der Figur 1 mit einer geöffneten Klappe;
- Figuren 4A und 4B
- zwei Ansichten des Schwenkbeschlages in einer geschlossenen Position;
- Figur 5
- eine Ansicht des Schwenkbeschlages mit teilweise abgenommenem Gehäuse in einer Schließposition;
- Figuren 6 bis 8
- mehrere Ansichten des Klappenbeschlages der Figur in unterschiedlichen Positionen;
- Figur 9
- eine Ansicht des Klappenbeschlages in einer Öffnungsposition;
- Figuren 10 bis 13
- schematische Ansichten eines Möbels mit einem erfindungsgemäßen Klappenbeschlag, bei
dem die Bahn des Momentanpols der Drehachsen an der Anbindung der Klappe eingezeichnet
ist, und
- Figur 14
- eine Ansicht eines modifizierten Klappenbeschlages, der in einer Seitenwand eines
Möbels angeordnet ist.
[0016] Ein Möbel 1 umfasst einen Möbelkorpus 2, beispielsweise für einen Oberschrank in
einer Küche, bei dem in Figur 1 die Rückwand weggelassen wurde. An einer Vorderseite
ist der Möbelkorpus 2 durch eine verschwenkbar gelagerte Klappe 3 verschlossen. Zur
Führung der Klappe 3 ist an gegenüberliegenden Seitenwänden des Möbelkorpus 2 jeweils
ein Klappenbeschlag 4 montiert, der ein Gehäuse 5 aufweist. Jeder Klappenbeschlag
4 umfasst einen Traghebel 6 und einen Steuerhebel 7, die über eine Anbindung 9 mit
der Klappe 3 verbunden sind. Die beiden Anbindungen 9 der gegenüberliegenden Klappenbeschläge
4 sind über eine Stange 8 synchronisiert, so dass beim Öffnen und Schließen der Klappe
3 die Klappenbeschläge 4 im Wesentlichen synchron bewegt werden.
[0017] In Figur 2 ist ein Klappenbeschlag 4 mit der Klappe 3 ohne Möbelkorpus 2 gezeigt.
Das Gehäuse 5 des Klappenbeschlages 4 umfasst zwei Seitenwände 50 und 51, die über
eine Vielzahl von Abstandshaltern 52 beabstandet zueinander angeordnet sind. Auch
andere Gehäuseformen können für das Gehäuse 5 eingesetzt werden.
[0018] In den Figuren 3A und 3B ist die Klappe 3 in einer Öffnungsposition dargestellt.
Die Klappe 3 ist mit einem oberen Bereich nach vorne weg von dem Möbelkorpus 2 verschwenkt
worden, während ein unterer Bereich der Klappe 3, an dem ein nicht dargestelltes Griffelement
montiert ist, im Wesentlichen vertikal nach oben verschwenkt wurde. Insofern muss
der Benutzer nur eine geringe horizontale Bewegung und im Wesentlichen eine vertikale
Bewegung beim Öffnen und Schließen der Klappe 3 ausführen.
[0019] In den Figuren 4A und 4B ist der Klappenbeschlag 4 in einer Schließposition gezeigt.
Der Traghebel 6 und der Steuerhebel 7 sind teilweise parallel zueinander angeordnet
und verlaufen im Wesentlichen in vertikale Richtung bis zu der Anbindung 9, die an
der Klappe 3 montiert ist.
[0020] In Figur 5 ist der Klappenbeschlag 4 in einer Schließposition ohne die Seitenwand
50 des Gehäuses gezeigt. Der Traghebel 6 ist an einem Ende um eine Drehachse 61 an
der Anbindung 9 und an der gegenüberliegenden Seite um eine Drehachse 60 gelenkig
gelagert, die an dem Gehäuse 5 vorgesehen ist. Um die Drehachse 60 ist drehfest mit
dem Traghebel 6 ein erstes Zahnrad 10 verbunden, das mit einem zweiten Zahnrad 11
in Eingriff steht, das um eine Drehachse 12 drehbar an dem Gehäuse 5 gelagert ist.
[0021] An dem zweiten Zahnrad 11 ist beabstandet von der Drehachse 12 des Zahnrades 11 eine
Drehachse 70 vorgesehen, an der der Steuerhebel 7 drehbar gelagert ist. Der Steuerhebel
7 ist an dem gegenüberliegenden Ende um eine Drehachse 71 an der Anbindung 9 drehbar
gelagert. Die Drehachse 70 bewegt sich somit bei einem Öffnungs- und Schließvorgang
der Klappe 3, die an der Anbindung 9 gehalten ist.
[0022] Die Anbindung 9 kann sowohl ein- als auch mehrteilig ausgebildet sein.
[0023] Um die Gewichtskräfte der Klappe 3 beim Öffnen und Schließen teilweise zu kompensieren,
ist ein Kraftspeicher 20 vorgesehen, der drei Federn 21, insbesondere Zugfedern in
dem dargestellten Ausführungsbeispiel, umfasst, die zwischen einem ersten Federhalter
22 und einem zweiten Federhalter 24 angeordnet sind. Der zweite Federhalter 24 ist
dabei über eine Befestigung 25 an dem Gehäuse 5 fixiert. Der Federhalter 22 ist über
eine Stange 23 mit einem bewegbaren Halter 18 verbunden. An dem Halter 18 ist eine
Aufnahme 19 vorgesehen, an der die Stange 23 des Kraftspeichers 20 fixiert ist, so
dass der Halter 18 durch den Kraftspeicher 20 vorgespannt ist. Der Halter 18 weist
ein Führungselement 17 auf, das in einer Kurvenführung 16 einer Steuerscheibe 15 gelagert
ist. Die Steuerscheibe 15 ist dabei um eine Drehachse 14 drehbar gelagert, die an
dem Gehäuse 5 vorgesehen ist. Ferner ist die Steuerscheibe 15 drehfest mit einem dritten
Zahnrad 13 gekoppelt, das mit dem ersten Zahnrad 10 in Eingriff steht.
[0024] An der Aufnahme 19 des Halters 18 sind verschiedene Positioniermöglichkeiten für
das Positionieren der Stange 23 des Kraftspeichers 20 ausgebildet, so dass bereits
durch die Wahl einer geeigneten Position eine optimale Voreinstellung der Federwirkung
an die zu kompensierenden Gewichtskräfte der Klappe 3 erfolgen kann. Anstelle der
Positioniermöglichkeiten kann auch eine stufenlose Voreinstellung vorgesehen sein,
beispielsweise in Form einer Schraube/Mutter-Verbindung, durch welche die Position
der Stange 23 zum Halter 18 verändert werden kann.
[0025] Unter dem Begriff "Zahnrad" werden Drehscheiben mit einer Außenverzahnung verstanden,
wobei die Außenverzahnung sich wahlweise über den gesamten Umfang oder nur einen Teil
des Umfanges erstreckt. Alternativ können als Zahnräder auch Zahnsegmente, Innenverzahnungen
oder andere Bauteile eingesetzt werden, an denen Zähne für den formschlüssigen 'Eingriff
mit einem benachbarten Zahnrad vorgesehen sind.
[0026] An dem Gehäuse 5 ist ferner ein Dämpfer 30 vorgesehen, der als Lineardämpfer, insbesondere
als Fluid-, Flüssigkeits- oder Luftdämpfer ausgebildet ist, der an einem Befestigungselement
31 an dem Gehäuse 5 gehalten ist und eine Kolben-Zylinder-Einheit umfasst, die beim
Zusammendrücken Dämpfungskräfte erzeugt. Auf der zu dem Befestigungselement 31 abgewandten
Seite ist eine Kontaktfläche 32 vorgesehen, beispielsweise eine Kontaktrolle, die
durch ein Betätigungselement 33 an dem Halter 18 kontaktiert werden kann.
[0027] Für einen Öffnungsvorgang wird ein im unteren Bereich der Klappe 3 angeordneter Griff
durch einen Benutzer betätigt, um die Klappe 3 nach vorne und oben zu bewegen. In
Figur 6 ist die Klappe 3 in einer leicht geöffneten Position dargestellt. Der Kraftspeicher
20 wird zu Beginn der Öffnungsbewegung weiter gespannt, da die Klappe 3 im Bereich
der Schließposition in Schließrichtung vorgespannt ist. Nach Überwinden eines Totpunktes
unterstützt der Kraftspeicher 20 die Bewegung der Klappe 3 in Öffnungsrichtung.
[0028] Wird die Klappe 3 weiter in Öffnungsrichtung bewegt, wie dies in Figur 7 dargestellt
ist, verschwenken sowohl der Traghebel 6 um die Drehachse 60 als auch der Steuerhebel
7 um die Drehachse 70, die auf dem drehbaren Zahnrad 11 angeordnet ist. Von der Schließposition
(Figur 5) zu der Position in Figur 7 wurde das Zahnrad 11 etwa um 90° gedreht, so
dass auch die Drehachse 70 sich verlagert hat. Die Zahnräder 10 und 11 stehen dabei
in Eingriff, so dass die beiden Traghebel 6 und der Steuerhebel 7 sowohl im Bereich
des Gehäuses 5 als auch an der Anbindung 9 miteinander gekoppelt sind. Durch die Drehung
des Zahnrades 10 wird auch das dritte Zahnrad 13 angetrieben, das die Steuerscheibe
15 dreht. Durch Drehen der Steuerscheibe 15 wird die Kurvenführung 16 bewegt, die
nach Überschreiten des Totpunktes ein Zusammenziehen der Federn 21 des Kraftspeichers
20 bei einer Öffnungsbewegung ermöglicht, so dass der Kraftspeicher 20 den Öffnungsvorgang
unterstützt.
[0029] Die Klappe 3 wird gemäß Figur 8 weiter in Öffnungsrichtung bewegt, wobei ein oberes
Ende der Klappe 3 nach vorne und oben hervorsteht. Ein unterer Bereich der Klappe
bewegt sich im Wesentlichen vertikal nach oben kurz vor der Öffnung an dem Möbelkorpus
2.
[0030] In Figur 9 ist die maximale Öffnungsposition des Klappenbeschlages 4 gezeigt. Die
Klappe 3 ist leicht zur Horizontalen geneigt, beispielsweise in einem Bereich zwischen
10° und 20°, und gibt den Öffnungsbereich an dem Möbelkorpus 2 weitgehend frei. Vor
Erreichen der maximalen Öffnungsposition kann die Öffnungsbewegung abgebremst werden,
beispielsweise durch einen Dämpfer, der in der Anbindung 9 angeordnet ist. Alternativ
oder zusätzlich ist der Dämpfer 30 in dem Gehäuse 5 vorgesehen, der durch das Betätigungselement
33 an dem Halter 18 zusammengedrückt wird, wie dies in Figur 8 gezeigt ist.
[0031] Für eine Schließbewegung zieht der Benutzer die Klappe 3 nach unten entgegen der
Kraft des Kraftspeichers 20, bis die Klappe 3 wieder in der in der in Figur 5 dargestellten
Schließposition angeordnet ist.
[0032] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind in dem Gehäuse 5 drei Zahnräder 10,
11 und 13 angeordnet. Es ist auch möglich, in dem Gehäuse 5 ein Getriebe mit einer
vorbestimmten Übersetzung vorzusehen, um das Spannen und Entladen des Kraftspeichers
20 noch stärker an das Gewicht der Klappe 3 und andere Parameter anzupassen.
[0033] In den Figuren 10 bis 13 ist die Kinematik des erfindungsgemäßen Klappenbeschlages
4 schematisch dargestellt. In Figur 10 ist die Klappe 3 in einer Schließposition dargestellt,
und der Traghebel 6 und der Steuerhebel 7 sind innerhalb des Möbelkorpus 2 angeordnet,
wobei der Traghebel 6 um eine stationäre Drehachse 60 zusammen mit dem als Steuerelement
ausgebildeten Zahnrad 10 drehbar gelagert ist. Der Steuerhebel 7 ist um eine Drehachse
70 gelagert, die sich während der Öffnungsbewegung der Klappe 3 ändert und in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel an einem Zahnrad 11 drehbar ist. Es ist allerdings
auch möglich, die Drehachse 70 an einem Gelenkhebel vorzusehen statt an einem Zahnrad
11. Zudem ist der Traghebel 6 über eine Drehachse 61 und der Steuerhebel 7 über eine
Drehachse 71 an einer Anbindung an einer Innenseite der Klappe 3 drehbar gelagert,
wobei die Anbindung 9 wahlweise ein- oder mehrteilig ausgebildet sein kann. In Figur
10 ist ferner noch ein Griffelement 40 eingezeichnet, das an einer Außenseite der
Klappe 3 in einem unteren Bereich montiert ist, wobei ein Griffabschnitt des Griffelementes
40 oberhalb einer unteren Stirnkante der plattenförmigen Klappe 3 angeordnet ist.
[0034] Alternativ kann das Griffelement 40 auch an der Stirnseite der Klappe 3, zum Beispiel
in Form einer Profilschiene, bevorzugt mit einer Eingriffsmöglichkeit oder einem Hinterschnitt,
angeordnet sein.
[0035] Der Schnittpunkt der ersten Verbindungslinie L1, welche die Drehachsen 60 und 61
verbindet, und der zweiten Verbindungslinie L2, welche die Drehachsen 70 und 71 verbindet,
bezeichnen den Momentanpol M der Klappe 3, der von einer Schließstellung in einer
maximalen Öffnungsposition entlang einer relativ zum Möbelkorpus 2 ortsfesten Bahn
B verläuft. Der Momentanpol M ist dabei in jeder Öffnungsposition beabstandet von
dem Griffelement 40 vorgesehen, so dass ein Verklemmen bei einer Öffnungs- oder Schließbewegung
sicher vermieden werden kann. Der Abstand des Griffelementes 40 zu dem Momentanpol
M ist in der Schließposition der Klappe 3 größer als die Länge des Traghebels 6. Wird
nun die Klappe 3 durch das Griffelement 40 in Öffnungsrichtung bewegt, gelangt die
Klappe 3 in eine in Figur 11 dargestellte Position. Der Momentanpol M ist nach oben
und zu einer Vorderseite hin gewandert, wobei der Abstand des Momentanpols M zu dem
Griffelement 40 immer noch größer ist als die Länge des Traghebels 6. Bei einer weiteren
Öffnungsbewegung gelangt der Momentanpol M weiter nach oben, wie dies in Figur 12
gezeigt ist. In dieser Position ist der Momentanpol M schon oberhalb des Griffelementes
40 angeordnet, wobei der Momentanpol M in diesem Öffnungsbereich kaum noch vertikal
verläuft, sondern im Wesentlichen horizontal zu dem Möbelkorpus 2 hin.
[0036] Die maximale Öffnungsposition der Klappe 3 ist in Figur 13 gezeigt. Der Momentanpol
M ist in dem letzten Öffnungsbereich nicht mehr nach oben bewegt worden, sondern fällt
entlang der Bahn B leicht ab und bewegt sich nur noch zu dem Möbelkorpus 2 hin. Auch
in der maximalen Öffnungsposition ist der Abstand des Momentanpols M von der Drehachse
60 größer als der Abstand des Griffelementes 40 von der Drehachse 60. Dies ist für
den gesamten Öffnungsbereich der Klappe 3 erfüllt, wobei der Abstand des Momentanpols
M von der Drehachse 60 vorzugsweise um mindestens 20 %, insbesondere mindestens 40
%, größer ist als der Abstand des Griffelementes 40 von der Drehachse 60, um eine
leichtgängige Bewegung zu gewährleisten.
[0037] Der Klappenbeschlag 4 weist ab einem bestimmten Öffnungswinkel der Klappe 3 eine
kinematische Selbsthemmung auf, d. h. die Klappe 3 bleibt ab einem bestimmten Öffnungswinkel
auch ohne Federstützung in einer Endstellung stehen.
[0038] Wie die Kinematik der Figuren 10 bis 13 zeigt, kann die Klappe 3 mit einer geringen
horizontalen Kraft so weit geöffnet werden, bis die Unterstützung durch den Kraftspeicher
20 greift und die Klappe 3 federunterstützt weiter öffnet. Für den Schließvorgang
muss der Benutzer dann das Griffelement 40 nach unten ziehen, bis die Kraft des Kraftspeichers
20 überwunden ist und die Klappe dann automatisch in die Schließposition über den
Kraftspeicher gezogen wird.
[0039] In den Figuren 1 bis 9 ist jeweils ein Klappenbeschlag 4 an der Innenseite einer
Seitenwand eines Möbelkorpus 2 befestigt. In Figur 14 ist der Klappenbeschlag 4 nicht
an einer Innenseite sondern in einer Seitenwand des Möbelkorpus 2 integriert. Hierfür
umfasst die Seitenwand ein plattenförmiges Kernmaterial 80, beispielsweise aus einem
Holzwerkstoff, an dem benachbart das Gehäuse 5 des Klappenbeschlages 4 angeordnet
wird, entweder über die gesamte Breite des Kernmaterials 80 oder an einer Aussparung
des Kernmaterials 80, die sich nur über einen Teil der Breite des Kernmaterials 80
erstreckt. Das Gehäuse 5 und das Kernmaterial 80 werden an der Außenseite durch eine
Außenschicht 81 und an der Innenseite über einen Innenschicht 82 überdeckt, wobei
Außenschicht 81 und Innenschicht 82 optional auch baugleich ausgeführt sein können,
beispielsweise aus einer Folie oder einer Dekorschicht. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Innenschicht 82 über Befestigungspunkte an dem Kernmaterial 80 und dem Gehäuse
5 fixiert. Das Gehäuse 5 kann mit dem Kernmaterial 5 verklebt oder Befestigungsmittel
verbunden sein. Durch die Anordnung des Gehäuses in der Seitenwand einen Möbelkorpus
ist das Gehäuse nur von einer Stirnseite bei geöffneter Klappe 3 sichtbar, wenn der
Traghebel 6 und der Steuerhebel 7 nach vorne hervorstehen.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Möbel
- 2
- Möbelkorpus
- 3
- Klappe
- 4
- Klappenbeschlag
- 5
- Gehäuse
- 6
- Traghebel
- 7
- Steuerhebel
- 8
- Stange
- 9
- Anbindung
- 10
- Zahnrad
- 11
- Zahnrad
- 12
- Drehachse
- 13
- Zahnrad
- 14
- Drehachse
- 15
- Steuerscheibe
- 16
- Kurvenführung
- 17
- Führungselement
- 18
- Halter
- 19
- Aufnahme
- 20
- Kraftspeicher
- 21
- Feder
- 22
- Federhalter
- 23
- Stange
- 24
- Federhalter
- 25
- Befestigung
- 30
- Dämpfer
- 31
- Befestigungselement
- 32
- Kontaktfläche
- 33
- Betätigungselement
- 40
- Griffelement
- 50
- Seitenwand
- 51
- Seitenwand
- 52
- Abstandshalter
- 60
- Drehachse
- 61
- Drehachse
- 70
- Drehachse
- 71
- Drehachse
- 80
- Kernmaterial
- 81
- Außenschicht
- 82
- Innenschicht
- 83
- Befestigungspunkte
- B
- Bahn
- M
- Momentanpol
- L1
- Erste Verbindungslinie
- L2
- Zweite Verbindungslinie
1. Möbel, mit einem Korpus (2), an dem eine Klappe (3) verschwenkbar gelagert ist, wobei
die Klappe (3) über zwei Klappenbeschläge (4) an dem Korpus (2) gehalten ist wobei
jeder Klappenbeschlag (4) an dem Korpus (2) angeordnet ist und einen Grundkörper (5)
aufweist, an dem ein Traghebel (6) um eine erste Drehachse (60) drehbar gelagert ist,
und der Traghebel (6) über eine zweite Drehachse (61) mit einer Anbindung (9) mit
der Klappe (3) verbindbunden ist, und einem Steuerhebel (7), der über eine dritte
Drehachse (71) über die Anbindung (9) mit der Klappe (3) verbunden ist, wobei der
Steuerhebel (7) über eine vierte Drehachse (70) gelenkig mit einem Steuerelement (11)
und dem Grundkörper (5) verbunden ist, und die Klappe (3) über ein Griffelement (40)
verschwenkbar ist, wobei nur der Traghebel (6) über die erste Drehachse (61) stationär
mit einem Gehäuse verbunden ist, während der Steuerhebel (7) über das Steuerelement
(11) gelenkig an dem Gehäuse gelagert ist und sich die vierte Drehachse (70) während
einer Öffnungsoder Schließbewegung relativ zu dem Gehäuse bewegt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Momentanpol (M) der Klappe (3) in einer Schließposition unterhalb des Griffelementes
(40) und in einer maximalen Öffnungsposition oberhalb des Griffelementes (40) angeordnet
ist, wobei der Momentanpol (M) bei einer ebenen Bewegung eines starren Körpers derjenige
Raumpunkt ist, um den der Körper im Moment als nur drehend angesehen werden kann,
wobei bei der ebenen Bewegung des starren Körpers mit einer Translationsbewegung und
einer Rotationsbewegung diese zu einen reinen Drehbewegung um den momentanen Drehpunkt
zusammengefasst werden.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bahn (B) des Momentanpols (M) bei einer Öffnungsbewegung der Klappe (3) beabstandet
von dem Griffelement (40) verläuft.
3. Möbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schließposition der Klappe (3) der Abstand von dem Griffelement (40) zu dem
Momentanpol (M) größer ist als die Länge des Traghebels (6).
4. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des Momentanpols (M) von dem Griffelement (40) über die gesamte Bahn
(B) des Momentanpols (M) bei einer Öffnungsbewegung mindestens 50 %, vorzugsweise
mindestens 70 %, des Abstandes des Griffelementes (40) von der ersten Drehachse (60)
beträgt.
5. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bahn (B) des Momentanpols (M) bei einer Öffnungsbewegung der Klappe (3) zunächst
bogenförmig nach oben verläuft und sich kurz vor Erreichen der maximalen Öffnungsposition
absenkt.
6. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (11) als Zahnrad ausgebildet ist.
7. Möbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnrad in Eingriff mit einem Zahnrad (10) steht, das drehfest mit dem Traghebel
(6) um die erste Drehachse (60) angeordnet ist.
8. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kraftspeicher (20) vorgesehen ist, der die Klappe (3) in einer Schließposition
in Schließstellung und/oder die Klappe (3) in einem Öffnungsbereich in Öffnungsrichtung
vorspannt.
9. Möbel nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher (20) über eine drehbar gelagerte Steuerscheibe (15) mit einem dritten
Zahnrad (13) gekoppelt ist, das durch ein Verschwenken der Klappe (3) antreibbar ist,
wobei durch die Drehung des Zahnrades (10) das dritte Zahnrad (13) antreibbar ist,
das die Steuerscheibe (15) und durch Drehen der Steuerscheibe (15) eine Kurvenführung
(16) bewegbar ist, die nach Überschreiten eines Totpunktes ein Zusammenziehen von
Federn (21) des Kraftspeichers (20) bei einer Öffnungsbewegung ermöglicht, so dass
der Kraftspeicher (20) den Öffnungsvorgang unterstützt.
10. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Dämpfer (30) vorgesehen ist, mittels dem eine Öffnungs- und/oder Schließbewegung
der Klappe (3) vor Erreichen einer Endposition abgebremst werden kann.
11. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (40) der Klappe (3) im geöffneten Zustand der Klappe (3) nach unten
in Richtung des Bedieners weist.
1. An item of furniture having a body (2), on which a flap (3) is mounted so it is pivotable,
whereby the flap (3) is fixed to the body (2) by means of two flap fittings (4), wherein
the flap fitting (4) is arranged on the body (2) and comprises a main body (5), on
which a supporting lever (6) is rotatably mounted around a first axis of rotation
(60), and the supporting lever (6) is connected via a second axis of rotation (61)
to a flap (3) using an attachment (9), and a control lever (7), which is connected
via a third axis of rotation (71) via the attachment (9) to the flap (3), wherein
the control lever (7) is articulated via a fourth axis of rotation (70) with a control
element (11) and the main body (5), and the flap (3) is pivotable via a handle element
(40), whereby only the supporting lever (6) is fixed in a stationary manner to a housing
by means of the first axis of rotation (60), while the control lever (7) is articulated
via the control element (11) with the housing and the fourth axis of rotation (70)
moves relative to the housing during an opening or a closing movement, characterized in that an instantaneous center of rotation (M) of the flap (3) is arranged in a closed position
below the handle element (40) and in a maximally open position above the handle element
(40), where the instantaneous center of rotation (M) in the case of a plane motion
of a rigid body is the point in space around which the body can be considered to be
exclusively rotating at the moment, wherein in the case of the plane motion of the
rigid body with a translatory motion and a rotational motion, there are combined into
a pure rotational movement around the instantaneous center of rotation..
2. The item of furniture according to Claim 1, characterized in that a path (B) of the instantaneous center of rotation (M) extends spaced apart from
the handle element (40) during an opening movement of the flap (3).
3. The item of furniture according to Claim 1 or 2, characterized in that, in the closed position of the flap (3), the distance from the handle element (40)
to the instantaneous center of rotation (M) is greater than the length of the supporting
lever (6).
4. The item of furniture according to any one of the preceding claims, characterized in that the distance of the instantaneous center of rotation (M) from the handle element
(40) over the entire path (B) of the instantaneous center of rotation (M) during an
opening movement is at least 50%, preferably at least 70%, of the distance of the
handle element (40) from the first axis of rotation (60).
5. The item of furniture according to any one of the preceding claims, characterized in that a path (B) of the instantaneous center of rotation (M) during an opening movement
of the flap (3) firstly extends upward in a curve and sinks shortly before reaching
the maximally open position.
6. The item of furniture according to any one of the preceding claims, characterized in that the control element (11) is formed as a gear wheel.
7. The item of furniture according to Claim 6, characterized in that the gear wheel is engaged with a gear wheel (10), which is arranged in a rotationally-fixed
manner with the supporting lever (6) around the first axis of rotation (60).
8. The item of furniture according to any one of the preceding claims, characterized in that a force accumulator (20) is provided, which pre-tensions the flap (3) in a closed
position in the closed setting and/or pre-tensions the flap (3) in an opening range
in the opening direction.
9. The item of furniture according to Claim 7 and 8, characterized in that the force accumulator (20) is coupled via a rotatably mounted control disk (15) to
a third gear wheel (13), which is drivable by pivoting the flap (3), whereby the third
gear wheel (13) can be driven by a rotation of the gear wheel (10), that the control
disk (15) and that a curve guide (16) can be moved by a rotation of the control disk
(15), which curve guide (16) enables springs (21) of the force accumulator (20) to
be pulled together during an opening movement after a dead center has been passed,
so that the force accumulator (20) supports the opening movement.
10. The item of furniture according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one damper (30) is provided, by means of which an opening and/or closing
movement of the flap (3) can be decelerated before reaching an end position.
11. The item of furniture according to any one of the preceding claims, characterized in that the handle element (40) of the flap (3) faces downward in the direction of the operator
in the open state of the flap (3).
1. Meuble avec un corps (2) sur lequel un volet (3) est supporté de façon pivotante,
le volet (3) étant retenu sur le corps (2) par deux ferrures de volet (4) et chaque
ferrure de volet (4) étant disposée sur le corps (2) et présentant un corps de base
(5) sur lequel un levier portant (6) est supporté avec possibilité de rotation autour
d'un premier axe de rotation (60) et le levier portant (6) est relié au volet (3)
par l'intermédiaire d'un deuxième axe de rotation (61) avec une liaison (9), et avec
un levier d'actionnement (7) qui est relié au volet (3) par un troisième axe de rotation
(71) par l'intermédiaire de la liaison (9), le levier d'actionnement (7) étant articulé
par l'intermédiaire d'un quatrième axe de rotation (70) avec un élément d'actionnement
(11) et avec le corps de base (5) et le volet (3) pouvant être déplacé en pivotement
à l'aide d'un élément formant poignée (40), dans lequel seul le levier portant (6)
est relié de façon fixe à un boîtier par le premier axe de rotation (61), tandis que
le levier d'actionnement (7) est supporté de façon articulée sur le boîtier par l'élément
d'actionnement (11) et le quatrième axe de rotation (70) se déplace par rapport au
boîtier pendant un mouvement d'ouverture ou de fermeture, caractérisé en ce qu'un centre instantané de rotation (M) du volet (3) est disposé en dessous de l'élément
formant poignée (40) dans une position de fermeture et au-dessus de l'élément formant
poignée (40) dans une position d'ouverture maximale, le centre instantané de rotation
(M) étant, lors d'un mouvement plan d'un corps rigide, le point de l'espace autour
duquel le corps peut être considéré comme seulement en rotation au moment considéré,
un mouvement de translation et un mouvement de rotation étant réunis, lors du mouvement
plan du corps, en un mouvement de rotation pure autour du centre de rotation à ce
moment.
2. Meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une trajectoire (B) du centre instantané de rotation (M) passe à distance de l'élément
formant poignée (40) lors d'un mouvement d'ouverture du volet (3).
3. Meuble selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans la position de fermeture du volet (3), la distance entre l'élément formant
poignée (40) et le centre instantané de rotation (M) est plus grande que la longueur
du levier portant (6).
4. Meuble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance entre le centre instantané de rotation (M) et l'élément formant poignée
(40) représente, sur toute la trajectoire (B) du centre instantané de rotation (M)
lors d'un mouvement d'ouverture, au moins 50 %, de préférence d'au moins 70 %, de
la distance entre l'élément formant poignée (40) et le premier axe de rotation (60).
5. Meuble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une trajectoire (B) du centre instantané de rotation (M) lors d'un mouvement d'ouverture
du volet (3) va d'abord vers le haut en arc de cercle et redescend peu avant que la
position d'ouverture maximale soit atteinte.
6. Meuble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (11) est conformé comme une roue dentée.
7. Meuble selon la revendication 6, caractérisé en ce que la roue dentée est en prise avec une roue dentée (10) qui est disposée de façon solidaire
en rotation du levier portant (6) autour du premier axe de rotation (60).
8. Meuble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est prévu un accumulateur d'énergie (20) qui précontraint le volet (3) dans une position
de fermeture dans la position de fermeture et/ou qui précontraint le volet (3) dans
une plage d'ouverture dans le sens de l'ouverture.
9. Meuble selon les revendications 7 et 8, caractérisé en ce que l'accumulateur d'énergie (20) est couplé par un disque d'actionnement (15) supporté
avec possibilité de rotation avec une troisième roue dentée (13) qui peut être entraînée
par un pivotement du volet (3), la rotation de la roue dentée (10) entraînant la troisième
roue dentée (13), le disque d'actionnement (15) et, par la rotation du disque d'actionnement
(15), un guide à came (16) pouvant être déplacés et permettant, après le dépassement
d'un point mort, une compression de ressorts (21) de l'accumulateur d'énergie (20)
lors d'un mouvement d'ouverture, de sorte que l'accumulateur d'énergie (20) facilite
la manœuvre d'ouverture.
10. Meuble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est prévu au moins un amortisseur (30) au moyen duquel un mouvement d'ouverture et/ou
de fermeture du volet (3) peut être freiné avant qu'une position de fin de course
soit atteinte.
11. Meuble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément formant poignée (40) du volet (3) est tourné vers le bas en direction de
l'utilisateur quand le volet (3) est ouvert.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente