TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Logistik. Sie betrifft
eine Kommissionieranlage zum Kommissionieren von unterschiedlichen, insbesondere hängend
transportierbaren Waren, gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Sie betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Kommissionieranlage.
STAND DER TECHNIK
[0003] Im Zuge der zunehmenden Warenströme und der sich ändernden Art der Warenverteilung
und -versorgung nehmen Probleme und Lösungen der Logistik einen immer breiteren Raum
ein. Die in grossen Lagern, insbesondere auch Hochregallagern eingelagerten und vorgehaltenen
Waren sollen möglich zeitnah zum Auftrag ausgespeichert, zu Warensendungen zusammengestellt
und ausgeliefert werden. Ein wichtiger Teilbereich dieses Warenumschlags ist die Kommissionierung,
d.h. das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen (Artikeln) aus einer bereitgestellten
Gesamtmenge (Sortiment) aufgrund von Aufträgen. Dabei kann es sich um einen Kundenauftrag
oder auch um einen Produktionsauftrag handeln.
[0004] Im Stand der Technik gibt es eine Vielzahl von Lösungsvorschlägen zu Problemen der
Kommissionierung.
[0005] Die Druckschrift
DE 4335637 C1 offenbart Sortieranlage zum Sortieren von Einzelstücken über Sammelzonen und Staulinien,
die mit einer Stetigfördereinrichtung verbunden sind, mit einem Lesegerät als Bestandteil
einer Steuerungseinrichtung zum Lesen einer bestimmte Identifikationsmerkmale verschlüsselnden
Identnummer an einem zu sortierenden Einzelstück; Umlenkeinrichtungen vor den Staulinien
und einer oder mehreren Ausschleusstellen innerhalb einer Ausschleuseinrichtung nach
den Sammelzonen, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: (a) eine Zuordnungseinrichtung
als Bestandteil einer Steuerungseinrichtung für die Zuordnung der Identnummer zu einer
Platzhalternummer, die die gewünschte Position im Strom der Einzelstücke in den folgenden
Sammelzonen, Staulinien und Ausschleusstellen enthält; (b) eine der/den Chargengrösse(n)
der zu sortierenden Einzelstücke angepasste erste Sammelzone zur Aufnahme aller mit
einer Platzhalternummer versehenen Einzelstücke einer oder mehrerer Chargen, wobei
die erste Sammelzone m Staulinien für die Einzelstücke gemäss einem ersten Bestandteil
der Platzhalternummer, das ein Vorsortierungsmerkmal ist, enthält, wobei jede Staulinie
eine Aufnahmekapazität q für den zu sortierenden Gegenstand hat und m und q ganze
Zahlen sind; (c) eine zweite, dritte und vierte Sammelzone mit einer Anzahl von n
Staulinien in jeder Sammelzone gemäss einem zweiten, dritten und vierten Bestandteil
der Platzhalternummer, das jeweils ein weiter differenzierendes Vorsortiermerkmal
ist, wobei die Staulinien eine jeweilige Aufnahmekapazität r haben, und n und r ganze
Zahlen sind; (d) Steuerungselemente als Bestandteil einer Steuerungseinrichtung mit
einer Abgrenzung der eingelesenen Einzelstücke dergestalt, dass die zahlenmässig konstant
grosse Charge die entsprechende Anzahl Einzelstücke enthält, die in einer vorgegebenen
Reihenfolge aus der Sortieranlage abfliessen, und einer Blockierung nach Aufnahme
von q = n<3> Einzelteilen in jeder einzelnen Staulinie in der ersten Sammelzone und
nach Aufnahme von r = n<2> Einzelstücke in jeder einzelnen Staulinie in der zweiten,
dritten oder vierten Sammelzone; (e) nach der vierten Sammelzone eine Ausschleusungseinrichtung
für die vorsortierten Einzelstücke mit einer zweiten Zuordnungseinrichtung als Bestandteil
der Steuerungseinrichtung für die Zuordnung der Platzhalternummer zu der bestimmten
Ausschleusstelle, die dem vorgegebenen fünften Bestandteil der Platzhalternummer entspricht;
wobei (f) die Anzahl m der Staulinien in der ersten Sammelzone, das Fassungsvermögen
q einer Staulinie in der ersten Sammelzone, die Anzahl n der Staulinien in jeder weiteren
Sammelzone, das Fassungsvermögen r der Staulinien in den weiteren Sammelzonen zu der
Sortieranlagenkonfiguration M in einer bestimmten Beziehung stehen.
[0006] Die Druckschrift
EP 582224 A1 zeigt ein Verfahren zum Sortieren einer Mehrzahl einzeln geförderter Gegenstände
in einer Hängefördereinrichtung, wobei die Gegenstände unsortiert auf einem ersten
Förderkreis umlaufen und von dort einzeln und selbsttätig auf wenigstens einen zweiten
Förderweg übergeben und zu Gruppen zusammengestellt werden, wobei der zweite Förderweg
als zweiter Förderkreis ausgebildet ist, auf dem die Gegenstände umlaufen, und wobei
zwischen dem ersten und dem zweiten Förderkreis eine selbsttätig schaltbare Weiche
angeordnet wird.
[0007] Die Druckschrift
DE 9406061 U1 offenbart eine Sortieranlage zum Sortieren von einzeln geförderten Gegenständen,
insbesondere eine Hängeförderanlage, mit zwei die ihrer Reihenfolge nach zu sortierenden
Gegenstände fördernden, gegenläufig umlaufenden Förderkreisen, zwischen denen eine
selbsttätig schaltbare Weichenanordnung vorgesehen ist, mit welcher die Gegenstände
einzeln von dem einen Förderkreis auf den anderen Förderkreisüberführbar sind. Die
beiden Förderkreise sind als Förderkreispaar beidseitig einer zusätzlichen Förderstrecke
angeordnet, deren Förderrichtung mit denen der Förderkreise in Höhe der Weichenanordnung
übereinstimmt, und die Weichenanordnung ist für ein Überführen der Gegenstände wahlweise
von der Förderstrecke auf jeden der Förderkreise und von jedem der Förderkreise auf
die Förderstrecke ausgebildet.
[0008] In dieser Weise können die auf der Förderstrecke unsortiert ankommenden Gegenstände
über die Weichenanordnung zum Beispiel selektiv und wahlweise auf einen der beiden
Förderkreise übergeben werden und dort beispielsweise in Gruppen gesammelt werden,
wonach die Gruppen nacheinander nach Gruppen sortiert wieder auf die Förderstrecke
überführt werden. Durch selektive Überführung der Gegenstände von dem einen Förderkreis
auf den anderen Förderkreis, von diesem zurück auf den ersten Förderkreis oder auf
die Förderstrecke lassen sich zahlreiche zusätzliche Sortierkriterien erfüllen, beispielsweise
die Reihenfolge der Gegenstände innerhalb der Gruppen ändern. Es ist auch möglich,
die Gegenstände auf der Förderstrecke selektiv die Weichenanordnung passieren zu lassen,
ohne sie auf den einen oder anderen Förderkreis zu überführen.
[0009] Eine ähnliche Sortieranlage ist aus der Druckschrift
WO 95/27672 A1 bekannt.
[0010] Die Druckschrift
DE 10039394 C1 beschreibt eine Sortieranlage zum Sortieren einer Mehrzahl von Objekten in wenigstens
drei Sortierläufen, mit: einer Eingabestation zum Eingeben der zu sortierenden Objekte
in die Sortieranlage; einer Ausgabestation zum Ausgeben der zu sortierenden Objekte
aus der Sortieranlage; und einer Mehrzahl von Staustrecken, auf welchen die Objekte
jeweils aufgestaut werden, bis ein jeweiliger Sortierlauf abgeschlossen ist. Sie zeichnet
sich aus durch eine Aufteilung der Staustrecken auf einen ersten und einen zweiten
Block von Staustrecken; eine erste Transportstrecke, welche die Eingabestation mit
dem ersten Block von Staustrecken derart verbindet, dass diese von der Eingabestation
in einem ersten Sortierschritt befüllbar sind; eine zweite Transportstrecke, welche
den ersten Block mit dem zweiten Block derart verbindet, dass die Objekte in einem
zweiten Sortierlauf direkt von dem ersten Block in den zweiten Block übergeben werden;
und eine dritte Transportstrecke, welche den zweiten Block mit dem ersten Block derart
verbindet, dass die Objekte in einem dritten Sortierlauf direkt von dem zweiten Block
zurück in den ersten Block übergeben werden.
[0011] Die Druckschrift
DE 20103664 U1 offenbart ein Fördersystem für Artikel in einem Lager, die auf mit Haken versehenen
Trägern, insbesondere Kleiderbügeln, auf Gleitschienen verschiebbar sind, mit einem
Zwischenlager für frisch eingelieferte Artikel und einem Sortiersystem zum Einsortieren
der Artikel in einzelne Sammelstellen nach beliebigen Kriterien. Das Zwischenlager
wird dabei durch wenigstens einen Sortierspeicher mit endloser, ringförmig geschlossener
Förderstrecke gebildet.
[0012] Die Druckschrift
EP 2581329 A1 zeigt eine Hängebahnanlage zum Kommissionieren von Aufträgen mit mindestens einer
einem jeweiligen Auftrag zugeteilten Ware und/oder zum Retourenmanagement, mit Trolleys,
sowie mit Aufgabeplätzen, einem Batchpuffer mit mehreren Strecken und Packplätzen,
wobei die Aufgabeplätze, der Batchpuffer und die Packplätze mit Hängebahnschienen
miteinander verbunden sind und wobei die Trolleys und die Waren Identifikationseinrichtungen
aufweisen. Dabei weist die Hängebahnanlage ein Verwaltungssystem auf, zum Identifizieren
und zeitweisen Verknüpfen von einem Trolley mit einer Ware, sind im Bereich des Aufgabeplatzes
und des Packplatzes Identifikationserfassungseinrichtungen für einen Trolley und die
Ware angeordnet und sind die Identifikationserfassungseinrichtungen mit dem Verwaltungssystem
verbunden.
[0013] Die Druckschrift
EP 2714552 B1 offenbart eine Verteileinrichtung, die insbesondere bei Hängeförderern zum Einsatz
kommt und zum Beispiel zum Zusammenstellen einer Lieferung von Kleidungsstücken eingesetzt
wird, die auf Bügeln als Hängeware in einem Hängelager bevorratet werden können. Die
Verteileinrichtung lässt sich auch in den Bereichen B2B und B2C einsetzen, indem z.B.
Hängetaschen oder Transporttaschen hängend befördert werden, die zur Aufnahme von
Stückgütern, wie z.B. Kosmetika, Pharmaka oder Ähnlichem, geeignet sind.
[0014] Die bekannte Verteileinrichtung ist aus wenigen, technisch einfach aufgebauten Förderelementen
zusammengestellt, insbesondere ausschließlich aus Geraden, Kurven und "einfachen"
Weichen. Natürlich können Höhenunterschiede mittels Liften oder Ähnlichem überwunden
werden. Die Verteileinrichtung baut sehr klein. Die Abstände zwischen einzelnen Strecken
der Speicherkreisel sowie zwischen den Speicherkreiseln selbst können sehr klein gewählt
werden. Die Investitionskosten sind geringer als bei herkömmlichen Systemen, insbesondere
weil Standardkomponenten eingesetzt werden. Das System ist umlaufend angetrieben.
Es benötigt keine Steig- und Gefällestrecken und ist somit in der vorzugsweise vertikalen
Ausrichtung extrem platzsparend. Es weist ebenfalls 180°-Bögen auf, die aber im Gegensatz
zum Stand der Technik gleichzeitig als Weiche fungieren.
[0015] Die bekannte Verteileinrichtung kommt zum Beispiel in Kommissionieranlagen häufig
zum Einsatz. Die Kommissionieranlage kann einen Wareneingang, ein Lager, die Verteileinrichtung,
einen optionalen Sorter sowie einen Warenausgang aufweisen. Diese Komponenten der
Kommissionieranlage sind über eine Fördertechnik miteinander verbunden. Mit der Anlage
können gemäss der
EP2714552 B1 Kommissionieraufträge bearbeitet werden. Unter dem Begriff "Kommissionieren" wird
dabei das Zusammenstellen von Stückgütern zu einem (Kommissionier-)Auftrag verstanden.
Das Kommissionieren hat zum Ziel, aus einer Gesamtmenge von Gütern (Sortiment) Teilmengen
aufgrund von Anforderungen (Aufträgen) zusammenzustellen. Ein Auftrag besteht aus
einer oder mehreren Auftragspositionen, die auch als Auftragszeilen bzw. Order Lines
bezeichnet werden. Eine Auftragszeile gibt eine jeweilige Menge eines Artikels an.
Eine "Auftrags-Batch" ist eine Zusammenfassung mehrerer Aufträge zu einem Verarbeitungslos.
Eine Batch ist also eine Zusammenfassung von mehreren Aufträgen zu einer geordneten
Menge oder Liste von Aufträgen. Im Batch-Betrieb werden die Aufträge zunächst gesammelt
und sortiert, um dann sequentiell in einem Schub, d.h. in einer "Batch", verarbeitet
zu werden. Die bekannte Anlage kommt insbesondere im Bereich des Handels über das
Internet (B2B, B2C etc.) zum Einsatz.
[0016] Die Druckschrift
WO 2014/053380 A1 beschreibt eine portable Fördertechnik-Anlage mit einer modular aufgebauten Fördertechnik,
insbesondere mit einer modularen Hänge- Fördertechnik, und mit einer Vielzahl von
Transport-Modulen gelöst, die jeweils aus einer Vielzahl von vorab installierten und
vorab getesteten Fördertechnikkomponenten gebildet sind, wobei die Module direkt benachbart
nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sind, um in einem miteinander verbundenen
Zustand gemeinsam die Anlage zu bilden, wobei die Fördertechnik aufweist: eine Vielzahl
von Förderstrecken, die hinsichtlich eines Materialflusses gemeinsam einen vorab definierten
Förderstreckenverlauf bilden, wobei jede der Förderstrecken ein separates Maschinengestell
aufweist; mindestens einen Antrieb; mindestens eine Steuereinrichtung; und ein Transportmittel,
welches mittels des mindestens einen Antriebs entlang des Förderstreckenverlaufs bewegbar
ist, um Ladungsträger, vorzugsweise hängende Bügel, Taschen oder Trolleys, durch die
Anlage zu transportieren; und wobei jedes Modul aufweist: eine standardisierte Außenabmessung;
eine Tragkonstruktion, deren Abmessung an die standardisierte Außenabmessung angepasst
ist; und mindestens eine der Förderstrecken, wobei das Maschinengestell jeder der
Förderstrecken, vorzugsweise entlang eines einheitlichen Rasters, dauerhaft mit der
Tragkonstruktion verbunden ist.
[0017] Jedes der Module weist zumindest Teile einer (Hänge-)Fördertechnik auf. Mit der Fördertechnik
werden Ladungsträger, wie zum Beispiel Taschen oder Bügel, hängend transportiert.
Hängeförderer werden z.B. in der Bekleidungsindustrie zum innerbetrieblichen Transport
von Kleidungsstücken benutzt. Die Kleidungsstücke können hängend oder liegend transportiert
werden. Wenn die Kleidungsstücke hängend an Bügeln transportiert werden, spricht man
von Hängeware. Wenn die Kleidungsstücke liegend transportiert werden, kommen die Taschen
zum Einsatz. Man spricht dann von Liegeware, die in die Taschen gelegt wird. Ein Ladungsträger
kann aber auch zum Beispiel durch einen sogenannten "Trolley" realisiert werden. Ein
Trolley ist eine Art Fahrwagen, der an einer Laufschiene bewegt wird und an den Waren
oder Lasten gehängt werden. Oftmals werden Plattformen an die Fahrwägen gehängt, um
schwere bzw. unhandliche Stückgüter hängend zu transportieren.
[0018] Die Ladungsträger kreisen im Wesentlichen im Uhrzeigersinn durch die Anlage. Der
Streckenverlauf erstreckt sich im Wesentlichen entlang äußeren Rändern der Anlage.
Die Ladungsträger können aber innerhalb einzelner (Funktions-)Module auch in Abzweigungen
geleitet werden und dort kreisen.
[0019] Die Druckschrift
EP 2789555 B1 offenbart eine Vorrichtung zum auftragsorientierten Bereitstellen von Einzelwaren
für mehrere Aufträge aus einem Warenlager umfassend mindestens einen mit einem Warenlager
verbundenen Zwischenspeicher zum Zwischenspeichern von Einzelwaren mindestens eines
Auftrags, jeweils einen mit dem mindestens einen Zwischenspeicher verbundenen Sammelbereich
zum Sammeln der Einzelwaren des mindestens einen komplettierten Auftrags und einen
mehrere Abgabelinien aufweisenden Trennbereich zum auftragsorientierten Bereitstellen
der Einzelwaren des mindestens einen komplettierten Auftrags. Insbesondere ist der
Zwischenspeicher als Umlaufspeicher ausgeführt. Die in dem Zwischenspeicher zwischengespeicherten
Einzelwaren werden kontinuierlich umlaufend gespeichert.
[0020] Die Druckschrift
WO 2017/027897 A1 beschreibt ein Kommissioniersystem zum Kommissionieren von Artikeln aus Lagerbehältern
in Auftragsbehälter, mit einem Steuerrechner zum Verwalten und Abarbeiten von Kommissionieraufträgen
und mit zumindest einem Kommissionierplatz gemäß dem Ware-zu-Person-Prinzip, an dem
eine vom Steuerrechner vorgegebene Anzahl von Artikeln aus den Lagerbehältern in Fördertaschen
kommissionierbar sind und mit einer Hängefördertechnik zum Transport der Fördertaschen
und mit einem Packplatz zum Packen der Fördertaschen entnommenen, einem Kommissionierauftrag
zugeordneten Artikel in den dem Kommissionierauftrag zugeordneten Auftragsbehälter,
wobei an dem Kommissionierplatz eine Auftragsbehälterfördertechnik zum Transport von
Auftragsbehältern, insbesondere Kisten, vorgesehen ist, und wobei der Steuerrechner
zum Abarbeiten eines ersten Kommissionierauftrags dazu ausgebildet ist, die Anzahl
der an dem Kommissionierplatz zu kommissionierenden Artikel derart vorzugeben, dass
die zum Kommissionieren des ersten Kommissionierauftrags benötigte Anzahl an Artikeln
in den dem ersten Kommissionierauftrag zugeordneten Auftragsbehälter und weitere in
dem Lagerbehälter enthaltene Artikel in zumindest eine Fördertasche zum späteren Kommissionieren
weiterer Kommissionieraufträge am Packplatz kommissioniert werden.
[0021] Bei allen Kommissionierungsanlagen ist es wünschenswert, mit möglichst geringem apparativen
Aufwand und bei hohem Durchsatz eine effektive und schnelle Sortierung und Zusammenstellung
der gewünschten Waren zu erreichen, derart, dass die zu einem Auftrag gehörenden Waren
vollständig und fehlerfrei zusammengefasst und versandfertig gemacht werden können.
[0022] Wird bei der Kommissionierung ein Matrixsortierer eingesetzt, erfordert dies üblicherweise
einen hohen apparativen Aufwand, wenn eine Vielzahl von Versandplätzen mit den auftragsgemäßen
Warenzusammenstellungen bedient werden müssen.
[0023] DE 10 2011 103194 A1 offenbart eine Kommissionieranlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0024] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Kommissionieranlage zu schaffen, die
trotz eines hohen Durchsatzes mit einem reduzierten apparativen Aufwand realisiert
werden kann, so dass entweder ein eingesetzter Matrixsortierer einfacher ausgeführt
oder ganz eingespart werden kann.
[0025] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betrieb einer solchen
Kommissionieranlage anzugeben.
[0026] Diese Aufgaben werden gelöst durch eine Kommissionieranlage gemäß Anspruch 1 sowie
ein Verfahren gemäß Anspruch 10.
[0027] Die erfindungsgemässe Kommissionieranlage zum Kommissionieren von unterschiedlichen,
hängend transportierbaren Waren, ist im Anspruch 1 definiert und umfasst wenigstens
eine Aufgabestation mit einer Mehrzahl von parallel angeordneten Aufgabeplätzen zur
Aufgabe der zu kommissionierenden Waren in die Kommissionieranlage sowie wenigstens
eine Versandstation mit einer Mehrzahl von parallel angeordneten Versandplätzen zur
Abgabe der kommissionierten Waren an den Versand, wobei zur Kommissionierung der Waren
zwischen der Aufgabestation und der Versandstation wenigstens ein Zwischenspeicher
vorgesehen ist.
[0028] Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Zwischenspeicher einen dynamischen
Speicher zur Zwischenspeicherung der für die Kommissionierung bereitgestellten Waren
und einen dem dynamischen Speicher nachgeschalteten Abrufspeicher zum Speichern von
aus dem dynamischen Speicher ausgespeicherten und dabei vorsortierten Waren umfasst,
welche innerhalb eines gemeinsamen Umlaufförderers angeordnet sind und über den gemeinsamen
Umlaufförderer miteinander in Verbindung stehen.
[0029] Der Umlaufförderer ist ein Förderer, mit welchem die Waren in einem geschlossenen
Umlauf bzw. Kreislauf gefördert werden können. An verschiedenen Stellen des Umlaufförderers
können dabei betätigbare oder schaltbare Weichen vorgesehen werden, welche ein gezieltes
Einfahren von neuen Waren in den Umlauf bzw. ein Ausfahren von im Umlauf zirkulierenden
Waren ermöglichen. Die Waren sind dabei in Transporteinheiten unterteilt, die jeweils
für sich bewegt und dem Umlauf zugefügt bzw. dem Umlauf entnommen werden können. Die
im Umlauf zirkulierenden und im dynamischen Speicher abgelegten Waren liegen in einer
bestimmten Reihenfolge vor, die sich meist nach dem zeitlich gestaffelten Ausspeichern
der Waren aus dem Warenlager richtet, nicht jedoch den durch die Aufträge bestimmten
Warenzusammenstellungen ("Batches") entspricht.
[0030] Durch eine Vorsortierung der Waren im Abrufspeicher werden die Waren bereits in einer
den Aufträgen entsprechenden Zusammenstellung zusammengefasst, so dass ein nachfolgender
Matrixsortierer von Sortierungsarbeit entlastet und entsprechend kleiner dimensioniert
oder ganz eingespart werden kann.
[0031] Eine Ausgestaltung der Kommissionieranlage nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Zwischenspeicher und der Versandstation zum weiteren Sortieren ein
Matrixsortierer angeordnet ist. Der Einsatz eines solchen Matrixsortierers ist insbesondere
dann wünschenswert, wenn die Waren eines Auftrags in einer bestimmten Reihenfolge
an der Versandstation vorliegen sollen.
[0032] Eine andere Ausgestaltung der Kommissionieranlage nach der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Umlaufförderer in zwei Bereiche unterteilt ist, dass der
dynamische Speicher in einem der beiden Bereiche und der Abrufspeicher in dem anderen
der beiden Bereiche angeordnet sind, und dass für den Transport der Waren vom dynamischen
Speicher zum Abrufspeicher der Umlaufförderer vorgesehen ist.
[0033] Hierdurch ergibt sich ein kompakter und effektiver Zwischenspeicher mit Sortierfunktion,
der einen hohen Warendurchsatz ermöglicht.
[0034] Die Kommissionieranlage nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Umlaufförderer
eine Mehrzahl von Förderstrecken aufweist, und dass der dynamische Speicher und der
Abrufspeicher jeweils durch eine Mehrzahl von als Stiche von vorgegebenen Förderstrecken
des Umlaufförderers abgehenden Speicherstrecken gebildet werden.
[0035] Diese Konfiguration trägt zur Kompaktheit der Anlage bei und ermöglicht kurze Verbindungen
zwischen den Speicherstrecken und Speicherabschnitten des Zwischenspeichers.
[0036] Erfindungsgemäß weisen die Speicherstrecken jeweils einen Eingang und einen Ausgang
auf, und die Speicherstrecken sind jeweils mit dem Eingang an eine erste Förderstrecke
und mit dem Ausgang an eine zweite Förderstrecke angeschlossen.
[0037] Erfindungsgemäß sind die Förderrichtungen der ersten und zweiten Förderstrecke dabei
entgegengesetzt.
[0038] Erfindungsgemäß sind die Speicherstrecken eingangsseitig über eine betätigbare Ausfahrweiche
und ausgangsseitig über eine betätigbare Einfahrweiche an die zugehörigen Förderstrecken
des Umlaufförderers angeschlossen.
[0039] Weiterhin lässt sich der apparative Aufwand erfindungsgemäß dadurch verringern, dass
die Speicherstrecken jeweils als Gravitationsstrecken ausgebildet sind, die vom Eingang
zum Ausgang ein Gefälle aufweisen, und auf denen sich die geförderten Waren aufgrund
der Schwerkraft selbsttätig vom Eingang zum Ausgang bewegen. Am Ausgang der Speicherstrecken
ist dann jeweils ein Stoppmechanismus vorgesehen, der die Abwärtsbewegung der Waren
stoppt. Soll dann eine Ware aus der Speicherstrecke ausgespeichert werden, wird sie
vereinzelt und über die entsprechende Einfahrweiche in den Umlaufförderer eingegeben.
[0040] Zur Ausbildung der Gravitationsstrecken können die ersten Förderstrecken auf einer
ersten Höhe verlaufen und die zweiten Förderstrecken auf einer zweiten Höhe verlaufen,
wobei die erste Höhe grösser ist als die zweite Höhe. Die Höhendifferenz muss dabei
so gewählt werden, dass das entstehende Gefälle auch bei geringem Warengewicht eine
sichere und ausreichend schnelle Bewegung der Waren auf der Gravitationsstrecke ermöglicht.
[0041] Weiterhin können die Speicherstrecken des dynamischen Speichers und des Abrufspeichers
parallel zueinander verlaufen, wobei die Speicherstrecken des dynamischen Speichers
jeweils das gleiche erste Gefälle aufweisen, die Speicherstrecken des Abrufspeichers
jeweils das gleiche zweite Gefälle aufweisen, und das erste Gefälle und das zweite
Gefälle einander entgegengesetzt orientiert sind. Auch diese Massnahmen erhöhen den
Durchsatz und die Kompaktheit der Anlage.
[0042] Insbesondere kann dabei der Umlaufförderer beim Übergang vom ersten Bereich in den
zweiten Bereich von der zweiten Höhe auf die erste Höhe und beim Übergang vom zweiten
Bereich in den ersten Bereich von der zweiten Höhe auf die erste Höhe wechseln.
[0043] Die zu kommissionierenden Waren können zur Zwischenspeicherung und Vorsortierung
zwischen den beiden Bereichen des Umlaufförderers über eine Zuführlinie in den Umlaufförderer
eingebbar und dort auch wieder über eine Abführlinie aus dem Abrufspeicher vorsortiert
entnehmbar sind.
[0044] Auch kann am Ausgang des dynamischen Speichers zum Abrufspeicher hin wenigstens eine
Rückführungsstrecke mit einer zugehörigen Ausfuhrweiche vorgesehen sein, über welche
Waren auf dem Weg vom dynamischen Speicher zum Abrufspeicher wahlweise von der zweiten
Förderstrecke zur ersten Förderstrecke zurückbefördert werden können.
[0045] Eine andere Ausgestaltung der Kommissionieranlage nach der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Umlaufförderer einen Hängeförderer umfasst. An dem Hängeförderer
werden die Waren hängend transportiert, was eine Erhöhung der Warendichte auf den
Transportwegen und auf den Speicherstrecken ermöglicht.
[0046] Insbesondere können die zu kommissionierenden Waren im Umlaufförderer an einzelnen
Laufwagen hängend entlang einer Laufschiene transportiert werden, wobei die Laufwagen
im Umlaufförderer durch eine parallel zur Laufschiene in einer eigenen Schiene geführte,
angetriebene Förderkette bewegt werden, die mit den Laufwagen in lösbarem Eingriff
steht. Geeignete Laufwagen und Laufschienen sind beispielsweise in der Druckschrift
WO 2016/030275 A1 detailliert beschrieben und offenbart. Es ist aber auch denkbar, eine Förderkette
seitlich anzuordnen, wie dies in der Druckschrift
WO 2016/030273 A1 gezeigt ist.
[0047] Insbesondere, wenn es sich bei den zu kommissionierenden Waren überwiegend um Modeartikel
handelt, können zum Transport der zu kommissionierenden Waren an den Laufwagen Transporttaschen
fest und/oder Kleiderbügel lösbar hängend anbringbar sein.
[0048] Eine weitere Erhöhung des Durchsatzes ergibt sich, wenn in der Kommissionieranlage
mehrere parallel arbeitende Zwischenspeicher vorgesehen sind.
[0049] Wenn für den Transport der Waren Laufwagen an Laufschienen eingesetzt werden, kann
eine Rückführung der nicht mit Waren beaufschlagten Laufwagen von der Versandstation
zur Aufgabestation vorgesehen werden, um einen geschlossenen Kreislauf der Transportmittel
zu erreichen.
[0050] Insbesondere kann dabei in der Rückführung wenigstens ein Leerspeicher für die nicht
mit Waren beaufschlagten Laufwagen vorgesehen sein.
[0051] Für den Betrieb der Kommissionieranlage kann eine Steuerung vorgesehen sein, welche
nach Maßgabe eingehender Aufträge die entsprechenden Waren pro Auftrag zusammenstellt
und in zusammengestellter Form zu den Versandplätzen in der Versandstation leitet.
[0052] Das erfindungsgemässe Verfahren zum Betrieb einer Kommissionieranlage nach der Erfindung
ist im Anspruch 10 definiert und dadurch gekennzeichnet, dass die zu einer Mehrzahl
von Aufträgen gehörenden Waren zunächst in den dynamischen Speicher des wenigstens
einen Zwischenspeichers eingespeichert, dann in den Abrufspeicher vorsortiert und
anschließend an die einzelnen Versandplätze in der Versandstation übergeben werden,
sodass alle zu einem Auftrag gehörenden Waren am jeweiligen Versandplatz vorliegen.
[0053] Gemäss einer Ausgestaltung des Verfahrens nach der Erfindung werden die Waren auf
dem Weg vom dynamischen Speicher zum Abrufspeicher vorsortiert.
[0054] Dabei können zum Vorsortieren die aus dem dynamischen Speicher kommenden Waren wahlweise
in den dynamischen Speicher zurückgeführt oder zum Abrufspeicher weiterbefördert werden.
[0055] Insbesondere kann die wahlweise Zurückführung der Waren in den dynamischen Speicher
über wenigstens eine Rückführungsstrecke erfolgen, die über eine steuerbare Ausfahrweiche
an den Umlaufförderer angeschlossen ist.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0056]
- Figur 1
- zeigt in schematischer Darstellung eine Kommissionieranlage, die zur Verwirklichung
der vorliegenden Erfindung geeignet ist;
- Figur 2
- zeigt eine zu Figur 1 vergleichbare Kommissionieranlage, die für unterschiedlich zu
transportierende Waren ausgelegt ist und mit mehreren parallel arbeitenden Zwischenspeichern
ausgestattet ist;
- Figur 3
- zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für einen Zwischenspeicher nach der Erfindung
mit einer Rückführungsstrecke zwischen dynamischem Speicher und Vorspeicher;
- Figur 4
- zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Zwischenspeicher nach der Erfindung
mit zwei parallelen Rückführungsstrecken zwischen dynamischem Speicher und Vorspeicher;
- Figur 5
- zeigt ein zu Figur 3 vergleichbares Ausführungsbeispiel für einen Zwischenspeicher
nach der Erfindung mit einer zusätzlichen Rückführungslinie vor der Rückführungsstrecke
zwischen dynamischem Speicher und Vorspeicher;
- Figur 6
- zeigt ein zu Figur 5 vergleichbares Ausführungsbeispiel für einen Zwischenspeicher
nach der Erfindung, wobei der dynamische Speicher unterteilt ist und eine zusätzliche
Zuführlinie und Rückführungsstrecke zwischen den Teilen des dynamischen Speichers
aufweist;
- Figur 7
- zeigt ein Ausführungsbeispiel einer kompletten Kommissionieranlage nach der Erfindung,
die für den Warentransport in hängenden Taschen und mittels Kleiderbügeln geeignet
ist und einen Leerspeicher in der Rückführung der leeren Transportmittel aufweist;
- Figur 8
- zeigt ein zu Figur 7 vergleichbares Ausführungsbeispiel einer kompletten Kommissionieranlage
nach der Erfindung, bei der zwei Leerspeicher für die leeren Transportmittel vorgesehen
sind;
- Figur 9
- zeigt in verschiedenen Teilfiguren unterschiedliche Ansichten eines Zwischenspeichers
gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, der mit Gravitationsstrecken als Speicherstrecken
arbeitet;
- Figur 10
- ist eine vergrösserte Darstellung der Figur 9(a);
- Figur 11
- zeigt einen Ausschnitt eines Ausführungsbeispiels eines Umlaufförderers, wie er im
Zwischenspeicher der Erfindung eingesetzt werden kann; und
- Figur 12
- zeigt einen beispielhaften Förderwagen eines Umlaufförderers gemäss Figur 11 mit angehängter
Transporttasche.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0057] In Figur 1 ist in schematischer Darstellung eine Kommissionieranlage 10 wiedergegeben,
die zur Verwirklichung der vorliegenden Erfindung geeignet ist. Die Kommissionieranlage
10 bezieht die zu kommissionierenden Waren üblicherweise aus einem Warenlager 16,
welches beispielsweise als Hochregallager ausgebildet sein kann. Andere Arten von
Lagern sind aber auch denkbar.
[0058] Aus dem Warenlager 16 werden, wenn entsprechende Aufträge A erteilt werden, die in
den Aufträgen angeforderten Waren ausgelagert und über eine Aufgabestation 11 in die
Kommissionieranlage 10 eingegeben. In der Aufgabestation 11 sind üblicherweise mehrere
parallel arbeitende Aufgabeplätze (35,36 in Figur 7) angeordnet, an denen die aus
dem Warenlager 16 kommenden Waren (mittels RFID, Strichcode oder dergleichen) datenmäßig
erfasst und den innerhalb der Kommissionieranlage zirkulierenden Transportmitteln
(z.B. Transporttasche 55 in Figur 12) zugeordnet und zugeführt werden. Die aufgenommenen
Daten werden an eine zentrale Steuerung 56 übermittelt, in welche die Informationen
über die Aufträge A eingespeist werden und welche den Betrieb der Kommissionieranlage
10 steuert und die Kommissionierung vornimmt.
[0059] Die aus dem Warenlager 16 ausgelagerten Waren werden von der Aufgabestation 11 in
einen Zwischenspeicher 12 weiter befördert, wo sie zur weiteren Bearbeitung der Aufträge
zwischengelagert werden. Zur Abarbeitung der Aufträge A müssen nun die zu jedem Auftrag
gehörenden Waren zu einer Gruppe ("Batch") zusammengestellt werden, damit sie dann
in der Versandstation 14 verpackt und zur Auslieferung bereit gemacht werden können.
Die Versandstation 14 umfasst üblicherweise eine Mehrzahl von einzelnen, parallel
arbeitenden Versandplätzen (40 in Figur 7). Die Zusammenstellung der Waren erfolgt
so, dass an einem Versandplatz jeweils ein Auftrag A komplett erledigt werden kann.
Hierzu kann - insbesondere, wenn die Waren eines Auftrags in einer bestimmten Reihenfolge
vorliegen sollen - ein Matrixsortierer 13 eingesetzt werden (in Fig. 1 und 2 als Option
gestrichelt eingezeichnet), dem die Waren aus dem Zwischenspeicher 12 zugeführt werden,
und der die Waren in Gruppen an die Versandplätze in der Versandstation 14 weiterleitet.
Die im Zwischenspeicher 12, ggf. im Matrixsortierer 13 und in der Versandstation 14
ablaufenden Vorgänge, die insbesondere die Betätigung einer Vielzahl von Weichen erfordern,
werden nach Maßgabe der Aufträge A von der Steuerung 56 gesteuert. Von der Versandstation
14 gehen dann die kommissionierten und verpackten Waren in den Versand 15, um an die
jeweiligen Auftraggeber ausgeliefert zu werden.
[0060] Handelt es sich bei den im Warenlager 16 eingelagerten und zu kommissionierenden
Waren um verschiedenartige Waren wie zum Beispiel Kleingeräte, Haushaltsgeräte, Kleidungsstücke,
Hemden, Wäsche, Kosmetika usw., ist es zweckmäßig, die Waren innerhalb der Kommissionieranlage
auf unterschiedliche, an die Waren angepasste Weise zu transportieren. So können beispielsweise
für Jacken, Mäntel, Hemden oder Kleider für den Transport Kleiderbügel vorgesehen
werden, an denen die Ware hängend durch die Kommissionieranlage transportiert wird,
während andere Waren in dafür geeigneten Transporttaschen durch die Kommissionieranlage
bewegt werden.
[0061] In einem solchen Fall ändert sich der grundsätzliche Aufbau der Kommissionieranlage
wie in Figur 2 dargestellt. Die Kommissionieranlage 10' der Figur 2 unterscheidet
sich von der Kommissionieranlage 10 der Figur 1 unter anderem dadurch, dass 2 unterschiedliche
Aufgabestationen 11a und 11b vorhanden sind, von denen die eine für die Aufgabe von
an Kleiderbügeln hängenden Waren und die andere für die Beladung von Transporttaschen
vorgesehen sind. Die in den beiden Aufgabestationen 11a und 11b verarbeiteten Waren
werden am Ausgang der Aufgabestationen wieder zusammengeführt und dann gemeinsam in
zunächst beliebiger Reihenfolge weiterverarbeitet. Diese Weiterverarbeitung kann in
einem einzelnen Zwischenspeicher erfolgen, kann aber auch, wie Figur 2 zeigt, in 2
parallel arbeitenden Zwischenspeichern 12.1 und 12.2 durchgeführt werden, die dann
am Ausgang ggf. wieder auf einen gemeinsamen Matrixsortierer 13 arbeiten. Zur Erhöhung
des Warendurchsatzes können aber in der Kommissionieranlage auch ohne weiteres mehrere
parallel arbeitende komplette Kommissionierungslinien vorgesehen werden.
[0062] Werden die Waren beispielsweise an einzelnen Laufwagen hängend an Schienen durch
die Kommissionierungsanlage transportiert (Transporteinheit 41 in Figur 9), müssen
die (leeren) Laufwagen nach der Abnahme der Ware in der Versandstation 14 wieder zurück
zur Aufgabestation 11 bzw. zu den Aufgabestationen 11a und 11b zur neuerlichen Beladung
zurückgeführt werden. Hierfür ist in der Kommissionieranlage 10 der Figur 1 eine Rückführung
17 vorgesehen. In der Kommissionieranlage 10' der Figur 2 werden entsprechend der
unterschiedlichen Transportart 2 Rückführungen 17a und 17b verwendet, die den verschiedenen
Aufgabestationen 11a und 11b zugeordnet sind.
[0063] Damit der an sich apparatemäßig aufwändige Matrixsortierer 13 auch bei einer Vielzahl
von Versandplätzen kleiner als üblich ausgeführt oder ganz eingespart werden kann,
soll gemäß der Erfindung im Zwischenspeicher 12 bereits eine spezielle Vorsortierung
der Waren vorgenommen werden. Hierzu dient - wie nachfolgend erläutert wird - ein
spezieller Aufbau des Zwischenspeichers 12 bzw. 12.1 und 12.2.
[0064] Ein Ausführungsbeispiel eines solchen speziellen Aufbaus ist in Figur 3 wiedergegeben.
Der Zwischenspeicher 12a der Figur 3 umfasst einen Umlaufförderer 20, der im dargestellten
Beispiel eine (im Wesentlichen horizontal) liegende rechteckige Grundform aufweist
mit zwei gegenüberliegenden langen Seiten (Förderstecken 20a und 20c) und zwei gegenüberliegenden
kurzen Seiten (Förderstrecken 20b und 20d). Wie durch die eingezeichneten Pfeile kenntlich
gemacht ist, bewegen sich die vom Umlaufförderer 20 geförderten Waren im Uhrzeigersinn
auf den Förderstrecken 20a-d um das Rechteck.
[0065] Die rechteckige Grundform des Umlaufförderers 20 ist nun unterteilt in einen ersten
Bereich UF1 (rechts) und einen zweiten Bereich UF2 (links). Im ersten Bereich UF1
ist (in Figur 3 durch ein gestricheltes Rechteck eingerahmt) ein dynamischer Speicher
("Dynamic Buffer") 18 angeordnet, der eine Vielzahl von Speicherstrecken 23 enthält,
die in insgesamt fünf Speicherabschnitten 21 zu je acht parallelen Speicherstrecken
zusammengefasst sind. Die Speicherstrecken 23 verlaufen als rechtwinklig abgehende
Stiche zwischen der Förderstrecke 20a und der Förderstrecke 20c des Umlaufförderers
20. Jede Speicherstrecke 23 hat einen (in Figur 3 oben liegenden) Eingang und einen
(in Figur 3 unten liegenden) Ausgang, so dass die Waren darauf in der angegeben Pfeilrichtung
(von oben nach unten) transportiert werden.
[0066] Am Eingang jeder Speicherstrecke 23 ist eine betätigbare Ausfahrweiche 22 angeordnet,
die beim Betätigen dafür sorgt, dass auf der Förderstrecke 20a beförderte Waren von
der Förderstrecke 20a in die Speicherstrecke 23 umgelenkt werden. Am Ausgang jeder
Speicherstrecke 23 ist eine betätigbare Einfahrweiche 24 angeordnet, die beim Betätigen
dafür sorgt, dass eine Ware aus der Speicherstrecke 23 in die Förderstrecke 20c des
Umlaufförderers 20 umgelenkt wird. Hierzu ist es weiterhin notwendig, die Ware auf
der Speicherstrecke 23 vor Einfahrweiche 24 zu vereinzeln und aus der Speicherstrecke
23 über die Einfahrweiche 24 heraus zu befördern.
[0067] Im zweiten Bereich UF2 ist (in Figur 3 ebenfalls durch ein gestricheltes Rechteck
eingerahmt) ein Abrufspeicher("PreBuffer") 19 angeordnet, der in einer Gruppe insgesamt
fünf parallele Speicherstrecken 26 enthält. Die Speicherstrecken 26 verlaufen als
rechtwinklig abgehende Stiche zwischen der Förderstrecke 20c und der Förderstrecke
20a des Umlaufförderers 20. Jede Speicherstrecke 26 hat einen (in Figur 3 unten liegenden)
Eingang und einen (in Figur 3 oben liegenden) Ausgang, so dass die Waren darauf in
der angegeben Pfeilrichtung (von unten nach oben) transportiert werden. Die Transportrichtung
auf den Speicherstrecken 26 ist somit der Transportrichtung auf den Speicherstrecken
23 entgegengesetzt.
[0068] Am Eingang jeder Speicherstrecke 26 ist eine betätigbare Ausfahrweiche 25 angeordnet,
die beim Betätigen dafür sorgt, dass auf der Förderstrecke 20c beförderte Waren von
der Förderstrecke 20c in die Speicherstrecke 26 umgelenkt werden. Am Ausgang jeder
Speicherstrecke 26 ist eine betätigbare Einfahrweiche 27 angeordnet, die beim Betätigen
dafür sorgt, dass eine Ware aus der Speicherstrecke 26 in die Förderstrecke 20a des
Umlaufförderers 20 umgelenkt wird. Hierzu ist es ebenfalls notwendig, die Ware auf
der Speicherstrecke 26 vor Einfahrweiche 27 zu vereinzeln und aus der Speicherstrecke
26 über die Einfahrweiche 27 heraus zu befördern.
[0069] Der dynamische Speicher 18 und der Abrufspeicher19 sind somit über den Umlaufförderer
20 beförderungstechnisch eng miteinander verbunden. Zwischen dem dynamischen Speicher
18 und dem Abrufspeicher19 ist ein Zwischenraum freigelassen, in welchem mehrere Beförderungslinien
30, 31, 32 vom Umlaufförderer 20 weg- bzw. zum Umlaufförderer 20 hin führen. Über
eine Zuführlinie 30 und eine entsprechende Einfahrweiche werden aus der Aufgabestation
11 kommende Waren in den Umlaufförderer 20 eingegeben und dann im dynamischen Speicher
18 und seinen Speicherstrecken 23 zwischengespeichert. Über eine Abführlinie 31 werden
andererseits die im Abrufspeicher19 vorsortiert eingespeicherten Waren über eine Ausfahrweiche
vom Umlaufförderer 20 abgenommen und an den Matrixsortierer 13 (oder direkt an die
Versandstation 14) weitergeleitet. Eine weitere Abführlinie 32 mit entsprechender
Ausfahrweiche kann bei der Verwendung von Tragetaschen dafür eingesetzt werden, leere
Tragetaschen zur Versandstation 14 zu transportieren.
[0070] Die Speicherstrecken 23 und 26 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel als passive
Gravitationsstrecken ausgebildet, die vom Eingang zum Ausgang ein Gefälle aufweisen,
und auf denen sich die geförderten Waren (z.B. an den vorher erwähnten Laufwagen hängend)
aufgrund der Schwerkraft selbsttätig (d.h. ohne den Eingriff mit einer Förderkette
oder dgl.) vom Eingang zum Ausgang bewegen. Hierzu ist es notwendig, dass die Förderstrecke
20a im ersten Bereich UF1 des Umlaufförderers 20 höher liegt, als die Förderstrecke
20c. Umgekehrt muss die Förderstrecke 20c im zweiten Bereich UF2 des Umlaufförderers
20 höher liegen, als die Förderstrecke 20a, um ein gegenläufiges Gefälle zu erzeugen.
Um den geschlossenen Umlauf zu gewährleisten, muss die Förderstrecke 20a beim Übergang
vom zweiten Bereich UF2 zum ersten Bereich UF1 eine Steigungsstrecke (42a,c in Figur
9) umfassen, ebenso, wie die Förderstrecke 20c beim Übergang vom ersten Bereich UF1
zum zweiten Bereich UF2. Entsprechend muss jeweils eine Gefällestrecke (42b,d in Figur
9) in den Förderstrecken 20b und 20c vorgesehen werden. Auf diese Besonderheiten wird
im Zusammenhang mit den Figuren 9 und 10 weiter und noch einmal eingegangen.
[0071] Um innerhalb des ersten Bereichs UF1 bzw. des dynamischen Speichers 18 einen geschlossenen
Umlauf möglich zu machen, ist auf der an den Abrufspeicher19 grenzenden Seite des
dynamischen Speichers 18 eine Rückführungsstrecke 28 mit einer entsprechenden Ausfahrweiche
57 am Eingang und einer Einfahrweiche am Ausgang angeordnet, in der zur Überwindung
des Höhenunterschiedes ein Steigförderer 29 eingesetzt ist. Mit Hilfe der Rückführungsstrecke
28 und einer entsprechenden Ansteuerung der zugehörigen Ausfahrweiche 57 ist es möglich,
den Abrufspeicher 19 mit auftragsgemäss vorsortierten Waren zu füllen. Dazu werden
aus dem dynamischen Speicher 18 Waren in (unsortierter) Reihenfolge auf die Förderstrecke
20c ausgespeichert und durch den Umlaufförderer 20 in Richtung auf den Abrufspeicher
19 weiterbefördert. Durch geeignetes Ansteuern der Ausfahrweiche 57 der Rückführungsstrecke
28 werden an der Ausfahrweiche 57 diejenigen der ausgespeicherten Waren zum Abrufspeicher
19 durchgelassen, die auftragsgemäss in der Versandstation 14 benötigt werden. Die
anderen, nicht benötigten Waren werden über die Rückführungsstrecke 28 wieder zurück
in den dynamischen Speicher 18 geleitet und befördert. Im Abrufspeicher 19 können
dann die durchgelassenen Waren in den Speicherstrecken 26 geeignet gruppiert und schliesslich
über die Abführlinie 31 zur Versandstation 14 befördert werden.
[0072] Figur 4 zeigt ein gegenüber Figur 3 leicht abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines
Zwischenspeichers nach der Erfindung. Der Unterschied beim Zwischenspeicher 12b besteht
darin, dass anstelle der einen Rückführungsstrecke 28 nunmehr zwei parallele Rückführungsstrecken
28a und 28b mit entsprechenden Steigförderern 29a und 29b und Ausfahrweichen 57a und
57b vorgesehen sind, die eine Umordnung bzw. eine Umsortierung der Waren auf dem Weg
vom dynamischen Speicher 18 zum Abrufspeicher 19 weiter erleichtern bzw. beschleunigen.
[0073] Figur 5 zeigt ein gegenüber Figur 3 leicht abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines
Zwischenspeichers nach der Erfindung. Der Unterschied beim Zwischenspeicher 12c besteht
darin, dass vor der Rückführungsstrecke 28 von dem Umlaufförderer 20 eine Rückführungslinie
33 abgeht, über die bei Bedarf Waren vom Umlaufförderer 20 zur Aufgabestation 11 zurückbefördert
werden können.
[0074] Figur 6 zeigt ein gegenüber Figur 3 leicht abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines
Zwischenspeichers nach der Erfindung. Der Unterschied beim Zwischenspeicher 12d besteht
darin, dass im Mittelteil des dynamischen Speichers 18 eine zusätzliche Rückführungsstrecke
28c eingebaut ist, und an dieser Stelle eine weitere Zuführlinie 34 vorgesehen ist.
Damit wird der dynamische Speicher 18 unterteilt in 2 Teilspeicher, die separat befüllbar
sind und aus denen heraus separat Waren umgeordnet werden können.
[0075] In Figur 7 ist ein Ausführungsbeispiel einer Kommissionieranlage dargestellt, die
weitere Einzelheiten zeigt. Die Kommissionieranlage 10", die beispielsweise für Durchsätze
in der Grössenordnung von mehreren Tausend Transporteinheiten bzw. Waren pro Stunde
ausgelegt sein kann, umfasst eine erste Aufgabestation 11a mit insgesamt 6 parallel
arbeitenden Aufgabeplätzen 35, an denen jeweils Kleidung zum Transportieren innerhalb
der Kommissionieranlage auf Kleiderbügeln hängend aufgegeben werden kann ("Garment
On Hanger" GOH). Eine zweite Aufgabestation 11b mit ebenfalls 6 Aufgabeplätzen 36
dient dazu, Waren, die nicht auf einen Kleiderbügel gehängt werden können, in Transporttaschen
("Bags") einzufüllen.
[0076] Für die Zwischenspeicherung sind 2 parallel arbeitende Zwischenspeicher 12.1 und
12.2 vorgesehen, die jeder für sich einen inneren Aufbau aufweisen, wie er in Figuren
3 bis 6 beispielhaft gezeigt ist. Hinter den Zwischenspeichern 12.1 und 12.2 ist in
diesem Fall ein Matrixsortierer 13 angeordnet mit zwei hintereinander liegenden Sortiererstufen
13a und 13b. Vom Ausgang des Matrixsortierers 13 gelangen die Waren in die Versandstation
14 mit insgesamt 28 einzelnen, parallel arbeitenden Versandplätzen 40. Der Transport
der Waren zwischen den einzelnen Anlageteilen erfolgt über Verteilringe VR1 bis VR9,
wobei der Verteilring VR8 die gemäß Auftrag sortierten Waren zu den einzelnen Versandplätzen
40 bringt, und der Verteilring VR9 die leeren Transportmittel sammelt für eine Rückführung
über die Leer-Rückführungslinien 38 und 39 zu den entsprechenden Aufgabestationen
11a und 11b. In die Leer-Rückführungslinie 39 für die leeren Transporttaschen ist
ein Leerspeicher 37 eingefügt, in welchem die leeren Transporttaschen gesammelt und
zwischengelagert werden können. Der Verteilring VR6 sammelt die vorsortierten Waren
aus beiden Zwischenspeichern 12.1 und 12.2 und gibt sie an den Matrixsortierer 13
weiter. Man erkennt, dass der Matrixsortierer 13 mit jeweils 5 Strecken in den beiden
Sortiererstufe 13a und 13b wegen der Vorsortierung in den Zwischenspeichern 12.1 und
12.2 sehr klein ausgeführt werden kann.
[0077] Der Verteilring VR7 verbindet die beiden Sortiererstufen 13a und 13b untereinander.
Der Verteilring VR4 verteilt die zurückgeführten leeren Transportmittel (ohne die
auf Kleiderbügeln hängende Ware) an die einzelnen Aufgabeplätze 35 der Aufgabestation
11a, während der Verteilring VR3 eine entsprechende Verteilung der leeren Transporttaschen
an die Aufgabeplätze 36 der Aufgabestation 11b vornimmt. Die mit Waren gefüllten Transportmittel
werden mittels der Verteilringe VR1, VR2 und VR5 gesammelt für die Eingabe in die
Zwischenspeicher 12.1 und 12.2.
[0078] in einer solchen Kommissionieranlage 10" werden die zu einer Mehrzahl von Aufträgen
gehörenden Waren zunächst weitgehend ungeordnet in den dynamischen Speicher der Zwischenspeicher
12.1 und 12.2 eingespeichert, dann mittels des Abrufspeichers vorsortiert und anschließend
über den Matrixsortierer 13 derart an die einzelnen Versandplätze 40 in der Versandstation
14 übergeben, dass alle zu einem Auftrag gehörenden Waren am jeweiligen Versandplatz
40 in einer vorbestimmten Reihenfolge vorliegen. Ist insbesondere eine vorbestimmte
Reihenfolge nicht notwendig (z.B. beim Auftrag eines Endabnehmers der Waren), kann
auf den Matrixsortierer auch ganz verzichtet werden. Die Vorsortierung findet mit
Hilfe des Umlaufförderers 20 innerhalb der Zwischenspeicher 12.1 und 12.2 durch gezielten
Austausch der Waren zwischen dynamischem Speicher 18 und Abrufspeicher 19 unter Einbeziehung
der Rückführungsstrecken 28 bzw. 28a-c statt.
[0079] Figur 8 zeigt ein zu Figur 7 vergleichbares Ausführungsbeispiel mit einer Kommissionieranlage
10‴, die sich von der Kommissionieranlage 10" nur dadurch unterscheidet, dass in der
Leer-Rückführungslinie 38 für die leeren Transportmittel (ohne die auf Kleiderbügeln
hängende Ware)ebenfalls ein Leerspeicher 37' eingeplant ist.
[0080] Die Figuren 9 und 10 zeigen in verschiedenen Teilfiguren unterschiedliche Ansichten
eines Zwischenspeichers der in den Figuren 3-6 gezeigten Art, der - wie bereits weiter
oben erwähnt - mit Gravitationsstrecken als Speicherstrecken arbeitet. Dies führt
bei dem in Figur 9 dargestellten Zwischenspeicher 12e zu einem Höhenverlauf des Umlaufförderers
20, der wie in Figur 9(d) und der in Figur 10 vergrössert dargestellten Seitenansicht
gemäss Figur 9(a) zu erkennen ist, zwischen zwei unterschiedlichen Höhen h1 und h2
wechselt. Wie die Teilfigur 9(e) zeigt, sind für den Höhenwechsel in den kurzen seitlichen
Förderstrecken 20b und 20d des Umlaufförderers 20 Gefällestrecken 42b und 42d eingebaut,
während in den langen Förderstrecken 20a und 20c zwischen dem dynamischen Speicher
18 und dem Abrufspeicher19 Steigungsstrecken 42a und 42c eingebaut sind. Teilfiguren
9(c) und 9(f) zeigen das (lineare) Gefälle der Speicherstrecken 23 bzw. 26, während
Teilfigur 9(b) die Rückführungsstrecke 28 mit dem (dafür notwendigen) Steigförderer
29 zeigt.
[0081] Figur 11 zeigt einen Ausschnitt eines Ausführungsbeispiels eines Umlaufförderers,
wie er im Zwischenspeicher 12 bzw. 12.1, 12.2 oder 12a-e eingesetzt werden kann. Der
Umlaufförderer 20 umfasst eine Förderkette 46, die mit ihren Kettengliedern 47 in
einer Schiene in der mit einem Pfeil markierten Laufrichtung bzw. Förderrichtung geführt
ist. Unterhalb der Schiene 43 der Förderkette 46 ist parallel mittels Tragelementen
45 eine Laufschiene 44 gehalten, in der einzelne Laufwagen 50 in Laufrichtung beweglich
gelagert sind. Die Laufschiene 44 mit den Laufwagen 50 ist auch Teil der Speicherstrecken
23 und 26 in den Zwischenspeichern. Die Kettenglieder 47 der Förderkette 46 stehen
über nach unten herausstehende Mitnehmer 48 und 49 und ein bolzenförmiges Eingriffselement
52 am Laufwagen 50 in Eingriff mit den Laufwagen 50, sodass eine fördernde Bewegung
der Förderkette 46 eine entsprechende Bewegung der in Eingriff stehenden Laufwagen
50 bewirkt. An jedem der Laufwagen 50 ist ein Verbindungselement 51 vorgesehen, mittels
dessen beispielsweise eine Transporttasche oder ein Kleiderbügel am Laufwagen 50 hängend
befestigt werden kann.
[0082] Figur 12 zeigt dazu einen beispielhaften Laufwagen 50 eines Umlaufförderers gemäss
Figur 11 mit angehängter Transporttasche 55. Die Transporttasche 55 hängt an einem
Tragbügel 54, der in der Mitte als Aufhänger ausgebildet ist und durch eine Öse 53
am Laufwagen 50 geht, die aufgrund ihrer räumlichen Ausformung das stabile Hängen
der Tragetasche sowohl quer als auch parallel zur Längsrichtung der Laufschiene 44
ermöglicht.
1. Kommissionieranlage (10,10',10",10"') zum Kommissionieren von unterschiedlichen, insbesondere
hängend transportierbaren Waren, welche Kommissionieranlage (10, 10', 10", 10‴) wenigstens
eine Aufgabestation (11) mit einer Mehrzahl von parallel angeordneten Aufgabeplätzen
(35, 36) zur Aufgabe der zu kommissionierenden Waren in die Kommissionieranlage (10,
10', 10", 10‴) sowie wenigstens eine Versandstation (14) mit einer Mehrzahl von parallel
angeordneten Versandplätzen (40) zur Abgabe der kommissionierten Waren an den Versand
umfasst, wobei zur Kommissionierung der Waren zwischen der Aufgabestation (11) und
der Versandstation (14) wenigstens ein Zwischenspeicher (12; 12.1, 12.2; 12a-d) vorgesehen
ist, wobei der wenigstens eine Zwischenspeicher (12; 12.1, 12.2; 12a-d) einen dynamischen
Speicher (18) zur Zwischenspeicherung der für die Kommissionierung bereitgestellten
Waren und einen dem dynamischen Speicher (18) nachgeschalteten Abrufspeicher (19)
zum Speichern von aus dem dynamischen Speicher (18) ausgespeicherten und dabei vorsortierten
Waren umfasst, welche innerhalb eines gemeinsamen Umlaufförderers (20) angeordnet
sind und über den gemeinsamen Umlaufförderer (20) miteinander in Verbindung stehen,
wobei der Umlaufförderer (20) eine Mehrzahl von Förderstrecken (20a-d) aufweist, und
dass der dynamische Speicher (18) und der Abrufspeicher(19) jeweils durch eine Mehrzahl
von als Stiche von vorgegebenen Förderstrecken (20a, 20c) des Umlaufförderers (20)
abgehenden Speicherstrecken (23, 26) gebildet werden, die jeweils einen Eingang und
einen Ausgang aufweisen, und dass die Speicherstrecken (23, 26) jeweils mit dem Eingang
an eine erste Förderstrecke (20a bzw. 20c) und mit dem Ausgang an eine zweite Förderstrecke
(20c bzw. 20a) angeschlossen sind, wobei die Förderrichtungen der ersten (20a bzw.
20c) und zweiten Förderstrecke (20c bzw. 20a) dabei entgegengesetzt sind und dass
jede der Speicherstrecken (23, 26) eingangsseitig über eine betätigbare Ausfahrweiche
(22, 25) und ausgangsseitig über eine betätigbare Einfahrweiche (24, 27) an die zugehörigen
Förderstrecken (20a, 20c) des Umlaufförderers (20) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherstrecken (23, 26) jeweils als Gravitationsstrecken ausgebildet sind,
die vom Eingang zum Ausgang ein Gefälle aufweisen, und auf denen sich die geförderten
Waren aufgrund der Schwerkraft selbsttätig vom Eingang zum Ausgang bewegen.
2. Kommissionieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Zwischenspeicher (12; 12.1, 12.2; 12a-d) und der Versandstation (14)
zum weiteren Sortieren ein Matrixsortierer (13) angeordnet ist.
3. Kommissionieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlaufförderer (20) in zwei Bereiche (UF1, UF2) unterteilt ist, dass der dynamische
Speicher (18) in einem der beiden Bereiche (UF1, UF2) und der Abrufspeicher(19) in
dem anderen der beiden Bereiche (UF1, UF2) angeordnet sind, und dass für den Transport
der Waren vom dynamischen Speicher (18) zum Abrufspeicher(19) der Umlaufförderer (20)
vorgesehen ist.
4. Kommissionieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu kommissionierenden Waren zur Zwischenspeicherung und Vorsortierung zwischen
den beiden Bereichen (UF1, UF2) des Umlaufförderers (20) über eine Zuführlinie (30)
in den Umlaufförderer (20) eingebbar und dort auch wieder über eine Abführlinie (31)
aus dem Abrufspeicher (19) vorsortiert entnehmbar sind.
5. Kommissionieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Ausgang des dynamischen Speichers (18) zum Abrufspeicher (19) hin wenigstens eine
Rückführungsstrecke (18; 18a-c) mit einer zugehörigen Ausfahrweiche (57; 57a,b) vorgesehen
ist, über welche Waren auf dem Weg vom dynamischen Speicher (18) zum Abrufspeicher
(19) wahlweise von der zweiten Förderstrecke (20c) zur ersten Förderstrecke (20a)
zurückbefördert werden können.
6. Kommissionieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlaufförderer (20) einen Hängeförderer umfasst und vorzugsweise die zu kommissionierenden
Waren im Umlaufförderer (20) an einzelnen Laufwagen (50) hängend entlang einer Laufschiene
(44) transportiert werden, wobei die Laufwagen (50) im Umlaufförderer (20) durch eine
parallel zur Laufschiene (44) in einer eigenen Schiene (43) geführte, angetriebene
Förderkette (46) bewegt werden, die mit den Laufwagen (50) in lösbarem Eingriff steht.
7. Kommissionieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kommissionieranlage (10') mehrere parallel arbeitende Zwischenspeicher (12.1,
12. 2) vorgesehen sind.
8. Kommissionieranlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückführung (17) der nicht mit Waren beaufschlagten Laufwagen (50) von der Versandstation
(14) zur Aufgabestation (11) vorgesehen ist und dass vorzugsweise in der Rückführung
(17) wenigstens ein Leerspeicher (37, 37') für die nicht mit Waren beaufschlagten
Laufwagen (50) vorgesehen ist.
9. Kommissionieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den Betrieb der Kommissionieranlage (10,10',10",10‴) eine Steuerung (56) vorgesehen
ist, welche nach Maßgabe eingehender Aufträge die entsprechenden Waren pro Auftrag
zusammenstellt und in zusammengestellter Form zu den Versandplätzen (40) in der Versandstation
(14) leitet.
10. Verfahren zum Betrieb einer Kommissionieranlage nach einem der Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die zu einer Mehrzahl von Aufträgen gehörenden Waren zunächst in den dynamischen
Speicher (18) des wenigstens einen Zwischenspeichers (12; 12.1, 12.2; 12a-d) eingespeichert,
dann in den Abrufspeicher (19) vorsortiert und anschließend an die einzelnen Versandplätze
(40) in der Versandstation (14) übergeben werden, sodass alle zu einem Auftrag gehörenden
Waren am jeweiligen Versandplatz (40) vorliegen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Waren auf dem Weg vom
dynamischen Speicher (18) zum Abrufspeicher (19) vorsortiert werden, wobei vorzugsweise
zum Vorsortieren die aus dem dynamischen Speicher (18) kommenden Waren wahlweise in
den dynamischen Speicher (18) zurückgeführt oder zum Abrufspeicher (19) weiterbefördert
werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die wahlweise
Zurückführung der Waren in den dynamischen Speicher (18) über wenigstens eine Rückführungsstrecke
(28; 28a-c) erfolgt, die über eine steuerbare Ausfahrweiche (57; 57a,b) an den Umlaufförderer
(20) angeschlossen ist.
1. An order-picking installation (10, 10', 10", 10‴) for the order-picking of different
goods, in particular goods that are capable of being transported in a suspended state,
said order-picking installation (10, 10', 10", 10‴) comprising at least one supply
station (11) having a plurality of supply locations (35, 36) which for supplying the
goods to be order-picked to the order-picking installation (10, 10', 10", 10‴) are
disposed in parallel, as well as at least one dispatch station (14) having a plurality
of dispatch locations (40) which for dispensing the order-picked goods for dispatch
are disposed in parallel, wherein at least one temporary store (12; 12.1, 12.2; 12a-d)
is provided for order-picking the goods between the supply station (11) and the dispatch
station (14), wherein the at least one temporary store (12; 12.1, 12.2; 12a-d) has
a dynamic store (18) for temporarily storing the goods provided for the order-picking,
and a standby store (19), downstream of the dynamic store (18), for storing goods
which are retrieved from the dynamic store (18) and thereby pre-sorted and which are
disposed within a common continuous conveyor (20) and are connected to each other
by way of the common continuous conveyor (20), wherein the continuous conveyor (20)
comprises a plurality of conveyor sections (20a-d), and in that the dynamic store
(18) and the standby store (19) are in each case formed by a plurality of storage
sections (23, 26) which as branches depart from predefined conveyor sections (20a,
20c) of the continuous conveyor (20), which comprise in each case one entry and one
exit, and in that the storage sections (23, 26) by way of the entry are in each case
connected to a first conveyor section (20a, or 20c, respectively), and by way of the
exit are in each case connected to a second conveyor section (20c, or 20a, respectively),
wherein the conveying directions of the first (20a respectively 20c) and the second
(20c respectively 20a) conveyor section are mutually opposed and in that each of the
storage sections (23, 26) are connected to the associated conveyor sections (20a,
20c) of the continuous conveyor (20) at the entry side by way of an activatable egress
turnout (22, 25) and at the exit by way of an activatable access turnout (24, 27),
characterized in that the storage sections (23, 26) are in each case configured as gravity sections which
comprise a gradient from the entry to the exit, and on which the conveyed goods by
virtue of gravity move in a self-acting manner from the entry to the exit.
2. The order-picking installation as claimed in claim 1, characterized in that a matrix sorting unit (13) for further sorting is disposed between the temporary
store (12; 12.1, 12.2; 1 2a-d) and the dispatch station (14).
3. The order-picking installation as claimed in claim 1, characterized in that the continuous conveyor (20) is sub-divided into two regions (UF1, UF2), in that the dynamic store (18) is disposed in one of the two regions (UF1, UF2), and the
standby store (19) is disposed in the other of the two regions (UF1, UF2), and in that the continuous conveyor (20) is provided for transporting the goods from the dynamic
store (18) to the standby store (18).
4. The order-picking installation as claimed in claim 1, characterized in that the goods to be order-picked for temporary storage and pre-sorting between the two
regions (UF1, UF2) of the continuous conveyor (20) by way of an infeed line (30) are
capable of being fed into the continuous conveyor (20), and there by way of an outfeed
line (31) are also again capable of being retrieved in a pre-sorted state from the
standby store (19).
5. The order-picking installation as claimed in claim 1, characterized in that at least one return section (18; 18a-c) having an associated egress turnout (57;
57a) is provided at the exit of the dynamic store (18) toward the standby store (19),
goods in transit from the dynamic store (18) to the standby store (19) by way of said
return section (18; 18a-c) being able to be selectively conveyed from the second conveyor
section (20c) back to the first conveyor section (20a).
6. The order-picking installation as claimed in claim 1, characterized in that the continuous conveyor (20) comprises an overhead conveyor and in that the goods to be order-picked in the continuous conveyor (20) are preferably transported
in a suspended manner on individual carriages (50) along a running rail (44), and
in that the carriages (50) in the continuous conveyor (20) are moved by a driven conveyor
chain (46) which so as to be parallel with the running rail (44) is guided in a dedicated
rail (43) and which releasably engages with the carriages (50).
7. The order-picking installation as claimed in claim 1, characterized in that a plurality of temporary stores (12.1, 12.2) operating in parallel are provided in
the order-picking installation (10').
8. The order-picking installation as claimed in claim 6, characterized in that a return (17) of the carriages (50) not impinged with goods from the dispatch station
(14) to the supply station (11) is provided and in that preferably at least one empties store (37, 37') for the carriages (50) not impinged
with goods is provided in the return (17) .
9. The order-picking installation as claimed in claim 1, characterized in that a controller (56) is provided for the operation of the order-picking installation
(10, 10', 10", 10‴), said controller (56) assembling the respective goods per order
as stipulated by the incoming orders, and directing said goods in the assembled form
to the dispatch locations (40) in the dispatch station (14).
10. A method for operating an order-picking installation as claimed in one of claims 1
to 9, characterized in that the goods associated with a plurality of orders are first stored in the dynamic store
(18) of the at least one temporary store (12; 12.1, 12.2; 12a-d), then pre-sorted
into the standby store (19), and subsequently transferred to the individual dispatch
locations (40) in the dispatch station (14) such that all goods associated with one
order are present at the respective dispatch location (40).
11. The method as claimed in claim 10, characterized in that the goods are pre-sorted when in transit from the dynamic store (18) to the standby
store (19), wherein preferably the goods which for pre-sorting emanate from the dynamic
store (18) are selectively returned to the dynamic store (18) or conveyed onward to
the standby store (19).
12. The method as claimed in claim 11, characterized in that the selective returning of the goods to the dynamic store (18) takes place by way
of at least one return section (28; 28a-c) which by way of a controllable egress turnout
(57; 57a,b) is connected to the continuous conveyor (20).
1. Installation de préparation de commandes (10, 10', 10'', 10‴) pour la préparation
de commandes de différentes marchandises, en particulier de marchandises pouvant être
transportées à l'état suspendu, ladite installation de préparation de commandes (10,
10', 10", 10‴) comprenant au moins une station de remplissage (11) ayant une pluralité
du places de remplissage (35, 36) qui sont disposés en parallèle pour fournir les
marchandises à préparer à l'installation de préparation des commandes (10, 10', 10",
10‴), ainsi qu'au moins une station d'expédition (14) comportant plusieurs places
d'expédition (40) qui sont disposés en parallèle pour distribuer les marchandises
préparées pour l'expédition, dans lequel au moins un stockage intermédiaire (12 ;
12.1, 12.2 ; 12a-d) est prévu pour la préparation des commandes entre la station de
remplissage (11) et la station d'expédition (14), dans lequel au moins un magasin
temporaire (12 ; 12.1, 12.2 ; 12a-d) comporte un magasin dynamique (18) pour le stockage
temporaire des marchandises fournies pour la préparation des commandes, et un magasin
de réserve (19), en aval du magasin dynamique (18), pour le stockage des marchandises
qui sont extraites du magasin dynamique (18) et donc pré-triées, et qui sont disposées
à l'intérieur d'un convoyeur à circulation commun (20) et reliées les unes aux autres
par l'intermédiaire du convoyeur à circulation commun (20), le convoyeur à circulation
(20) comportant plusieurs sections de convoyeur (20a-d), et en ce que le magasin dynamique
(18) et le magasin de réserve (19) sont chacun formés par une pluralité de sections
de stockage (23, 26) qui, en tant que branches, partent de sections de transport pré-définies
(20a, 20c) du convoyeur à circulation (20), qui comprennent chacune une entrée et
une sortie, et en ce que les sections de stockage (23, 26) par l'entrée sont chacune
reliées à une première section de transport (20a, ou 20c, respectivement), et par
la sortie sont dans chaque cas reliées à une deuxième section de convoyeur (20c, ou
20a, respectivement), dans laquelle les directions de transport de la première (20a
respectivement 20c) et de la deuxième (20c respectivement 20a) section de convoyeur
sont mutuellement opposées et dans laquelle chacune des sections de stockage (23,
26) est reliée aux sections de convoyeur associées (20a, 20c) du convoyeur à circulation
(20) à l'entrée au moyen d'un aiguillage de sortie activable (22, 25) et à la sortie
au moyen d'un aiguillage d'accès activable (24, 27), caractérisées en ce que les sections de stockage (23, 26) sont dans chaque cas configurées comme des sections
de gravité qui comprennent une pente de l'entrée à la sortie, et sur lesquelles les
marchandises transportées se déplacent en vertu de la gravité de manière autonome
de l'entrée à la sortie.
2. Installation de préparation de commandes selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'une unité de tri matriciel (13) pour un tri supplémentaire est disposée entre le magasin
temporaire (12 ; 12.1, 12.2 ; 12a-d) et la station d'expédition (14).
3. Installation de préparation de commandes selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le convoyeur à circulation (20) est subdivisé en deux régions (UF1 , UF2), que le
magasin dynamique (18) est disposé dans l'une des deux régions (UF1, UF2) et que le
magasin de réserve (19) est disposé dans l'autre des deux régions (UF1, UF2), et par le fait que le convoyeur à circulation (20) est prévu pour transporter les marchandises du magasin
dynamique (18) au magasin de réserve (18).
4. Installation de préparation de commandes selon la revendication 1, caractérisée par le fait que les marchandises à préparer en vue d'un stockage temporaire et d'un pré-tri entre
les deux zones (UF1, UF2) du convoyeur à circulation (20) au moyen d'une ligne d'alimentation
(30) peuvent être introduites dans le convoyeur à circulation (20) et, au moyen d'une
ligne de sortie (31), peuvent également être récupérées dans un état de pré-tri à
partir du magasin de réserve (19).
5. Installation de préparation de commandes selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'au moins une section de retour (18 ; 18a-c) ayant un aiguillage de sortie associé
(57 ; 57a) est prévue à la sortie du magasin dynamique (18) vers le magasin de réserve
(19), les marchandises en transit du magasin dynamique (18) vers le magasin de réserve
(19) par le biais de ladite section de retour (18 ; 18a-c) pouvant être sélectivement
transportées de la deuxième section de convoyeur (20c) vers la première section de
convoyeur (20a).
6. Installation de préparation de commandes selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le convoyeur à circulation (20) comprend un convoyeur suspendu et par le fait que les marchandises à préparer dans le convoyeur à circulation (20) sont de préférence
transportées de manière suspendue sur des chariots individuels (50) le long d'un rail
de roulement (44), et que les chariots (50) du convoyeur à circulation (20) sont déplacés
par une chaîne de convoyeur entraînée (46) qui, pour être parallèle au rail de roulement
(44), est guidée dans un rail dédié (43) et qui s'engage de manière amovible avec
les chariots (50).
7. Installation de préparation de commandes selon la revendication 1, caractérisée par le fait que plusieurs magasins temporaires (12.1, 12.2) fonctionnant en parallèle sont prévus
dans l'installation de préparation de commandes (10').
8. Installation de préparation de commandes selon la revendication 6, caractérisée par le fait qu'un retour (17) des chariots (50) non chargés de marchandises de la station d'expédition
(14) à la station de remplissage (11) est prévu et en ce que, de préférence, au moins
un magasin vide (37, 37') pour les chariots (50) non chargés de marchandises est prévu
dans le retour (17).
9. Installation de préparation de commandes selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'un contrôleur (56) est prévu pour le fonctionnement de l'installation de préparation
de commandes (10, 10', 10", 10‴), ledit contrôleur (56) assemblant les marchandises
respectives par commande comme stipulé par les commandes entrantes, et dirigeant lesdites
marchandises sous la forme assemblée vers les places d'expédition (40) dans la station
d'expédition (14).
10. Méthode d'exploitation d'une installation de préparation de commandes selon l'une
des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que les marchandises associées à une pluralité de commandes sont d'abord stockées dans
le magasin dynamique (18) d'au moins un magasin temporaire ( 12 ; 12.1, 12.2 ; 12a-d),
puis pré-triées dans le magasin de réserve (19), et ensuite transférées vers les différents
places d'expédition (40) dans la station d'expédition (14) de sorte que toutes les
marchandises associées à une commande soient présentes à l'emplacement d'expédition
respectif (40).
11. Méthode selon la revendication 10, caractérisée par le fait que les marchandises sont pré-triées lorsqu'elles sont en transit entre le magasin dynamique
(18) et le magasin de réserve (19), de préférence les marchandises qui doivent être
pré-triées à partir du magasin dynamique (18) sont renvoyées sélectivement au magasin
dynamique (18) ou acheminées vers le magasin de réserve (19).
12. Méthode selon la revendication 11, caractérisé par le fait que le retour sélectif des marchandises vers le magasin dynamique (18) s'effectue au
moyen d'au moins une section de retour (28 ; 28a-c) qui, au moyen d'un aiguillage
de sortie contrôlable (57 ; 57a,b), est reliée au convoyeur à circulation (20).