[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff.
[0002] In Brennkraftmaschinen wie Dieselmotoren oder auch Benzinmotoren wird in der Regel
über einen Injektor Kraftstoff mit einer bestimmten Menge und für eine bestimmte Zeitdauer
in einen Brennraum eingespritzt. Dabei ist es aufgrund der sehr geringen Einspritzdauern,
die in Mikrosekunden-Bereich liegen, erforderlich, die Austrittsöffnung des Injektors
mit einer sehr hohen Frequenz zu öffnen bzw. zu schließen.
[0003] Ein Injektor verfügt typischerweise über eine Düsennadel (auch: Injektornadel), die
einen mit einem hohen Druck beaufschlagten Kraftstoff bei Freigeben eines Austrittslochs
des Injektors nach Außen treten lässt. Diese Düsennadel wirkt im Zusammenspiel mit
dieser Austrittsöffnung wie ein Pfropfen, der bei einem Anheben ein Austreten des
Kraftstoffs ermöglicht. Demnach ist es also erforderlich, diese Nadel in relativ kurzen
Zeitabständen anzuheben und nach einer kurzen Zeit erneut in die Austrittsöffnung
zurückgleiten zu lassen. Dabei können hydraulische Servoventile verwendet werden,
die das Auslösen dieser Bewegung ansteuern.
[0004] Solche Ventile wiederum werden mit Hilfe eines Elektromagneten angesteuert.
[0005] Dokument
DE 10 2005 052 252 A1 zeigt ein Brennstoffeinspritzventil. Nach außen hin wird das Brennstoffeinspritzventil
von einem mehrere Bauteile umfassenden Ventilgehäuse begrenzt. Wenigstens eines der
das Ventilgehäuse bildenden Bauteile ist dabei mittels Metal-Injection-Molding ausgeformt,
insbesondere wenigstens eines der Bauteile Anschlussstutzen, Magnettopf und Düsenkörper.
[0006] Aufgrund der hohen Einspritzdrucke von über 2500 bar ist es nicht möglich, die Düsennadel
direkt mit Hilfe eines Magnetventils anzusteuern bzw. zu bewegen. Hierbei wäre die
erforderliche Kraft zum Öffnen und Schließen der Düsennadel zu groß, sodass ein solches
Verfahren nur mit Hilfe von sehr großen Elektromagneten realisierbar wäre. Eine solche
Konstruktion scheidet aber aufgrund des nur beschränkt zur Verfügung stehenden Bauraums
in einem Motor aus. Typischerweise werden anstelle der direkten Ansteuerung sogenannte
Servoventile verwendet, die die Düsennadel ansteuern und selbst über ein Elektromagnetventil
gesteuert werden. Dabei wird in einem mit der Düsennadel zusammenwirkenden Steuerraum
mit Hilfe des unter hohen Druck zur Verfügung stehenden Kraftstoffs ein Druckniveau
aufgebaut, das auf die Düsennadel in Verschlussrichtung wirkt. Dieser Steuerraum ist
typischerweise über eine Zulaufdrossel mit dem Hochdruckbereich des Kraftstoffs verbunden.
Ferner weist dieser Steuerraum eine kleine verschließbare Ablaufdrossel auf, aus der
der Kraftstoff entweichen kann. Tut er dies, ist der Druck in dem Steuerraum und die
auf die Düsennadel wirkende Verschlusskraft verringert, da der unter hohem Druck stehende
Kraftstoff des Steuerraums abfließen kann. Dadurch kommt es zu einer Bewegung der
Düsennadel, welche die Austrittsöffnung an der Injektorspitze freigibt. Um die Bewegung
der Düsennadel steuern zu können, wird also die Ablaufdrossel des Ventils mit Hilfe
eines Ankerelements wahlweise verschlossen oder geöffnet.
[0007] Das Ventil selbst wiederum ist mit Hilfe eines Elektromagneten in die gewünschte
Stellung bringbar. Befindet sich der Elektromagnet in einem unbestromten Zustand,
ist eine bestimmte Federkraft erforderlich, die das Ankerelement gegen die Ablaufdrossel
(=Öffnung des Ventils) drückt. In einem bestromten Zustand des Elektromagnets wird
das Ankerelement gegen die von dem Federelement ausgeübte Federkraft angezogen, sodass
es zu einer Stauchung der Feder kommt, und gibt die Ablaufdrossel des Ventils frei.
Dabei ist festzuhalten, dass der Magnetkreis des Elektromagneten einem wesentlichen
Kostenbestandteil des ganzen Injektors darstellt, da dieser ca. 42% der gesamten Injektor-Herstellkosten
ausmacht.
[0008] Es ist daher das Ziel der vorliegenden Erfindung bei gleichbleibenden oder verringerten
Dimensionen des Injektors die Herstellkosten zu verringern, insbesondere mit Hinblick
auf die für den Magnetkreis bzw. den Elektromagneten anfallenden Kosten.
[0009] Dies gelingt mit Hilfe des erfindungsgemäßen Injektors, der sämtliche Merkmale des
Anspruchs 1 aufweist. Demnach umfasst der erfindungsgemäße Injektor zum Einspritzen
von Kraftstoff ein Injektorgehäuse zum Aufnehmen von mindestens einer Injektorkomponente
und einen Elektromagnet zum Ansteuern eines Ventils für das Öffnen und das Schließen
des Injektors, wobei der Elektromagnet eine Spulenwicklung und einen Magnetkörper
aufweist. Der erfindungsgemäße Injektor zeichnet sich dadurch aus, dass das Injektorgehäuse
einstückig mit dem Magnetkörper gebildet ist.
[0010] Durch das einstückige Vorsehen von Injektorgehäuse und Magnetkörper des Elektromagneten
wird die Bauteilanzahl und die Komplexität gesenkt, was wiederum zu einer Verringerung
der Herstellkosten des Injektors führt. Aus dem Stand der Technik sind lediglich Injektoren
bekannt, die eine separate Magnetbaugruppe aufweisen, die unabhängig vom Injektorgehäuse
ausgelegt ist und auch unabhängig von dieser hergestellt wird. Dabei verhält es sich
so, dass das Injektorgehäuse im montierten Zustand eher eine Störgröße im Magnetkreis
darstellt und weiter das Problem mit sich bringt, das aufgrund des nur verringert
zur Verfügung stehenden Durchmessers bei einem gleichzeitigen Vorsehen von Injektorgehäuse
und einer davon separaten Magnetbaugruppe nur geringe Polflächen vorgesehen werden
können, was die Notwendigkeit mit sich bringt, sehr hochwertige und teure Werksstoffe
für den Magnetkern verwenden zu müssen.
[0011] Diese Problematik wird mit Hilfe der vorliegenden Erfindung umgangen bzw. gelöst,
da das Injektorgehäuse einstückig mit dem Magnetkörper gebildet ist. Mit einer solchen
Umsetzung lassen sich die Herstellkosten für das Magnetventil, das den Elektromagneten
und ein Ankerelement umfasst, um ca. 85% gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten
Umsetzungen senken.
[0012] Nach einer Fortbildung der vorliegenden Erfindung ist die Spulenwicklung direkt auf
das Injektorgehäuse montiert, vorzugsweise ist die Spulenwicklung um eine Außenumfangsfläche
des Injektorgehäuses gewickelt.
[0013] Durch das direkte Montieren der Magnetspule auf das Injektorgehäuse lässt sich eine
größere Polfläche erzeugen, sodass ein weniger hochwertiger Werksstoff für den Magnetkern
als für im Stand der Technik bekannte Injektoren verwendet werden kann. Dies führt
zu beträchtlichen Einspareffekten.
[0014] Nach der vorliegenden Erfindung weist der Magnetkörper einen Magnetinnenpol, der
innerhalb der Spulenwicklung vorgesehen ist, und einen Magnetaußenpol, der außerhalb
der Spulenwicklung vorgesehen ist, auf, wobei das Injektorgehäuse einstückig mit dem
Magnetinnenpol und/oder dem Magnetaußenpol verbunden ist.
[0015] Erfindungsgemäss, wird das Injektorgehäuse einstückig mit dem Magnetinnenpol oder
mit dem Magnetaußenpol gebildet. Weiter ist von der Erfindung umfasst, dass sowohl
der Magnetinnenpol als auch der Magnetaußenpol einstückig mit dem Injektorgehäuse
gebildet sind.
[0016] Nach einer bevorzugten Variante der Erfindung umfasst das Injektorgehäuse einen Cr-Mo-legierten
Vergütungsstahl oder besteht aus diesem, wobei vorzugsweise der Cr-Mo-legierte Vergütungsstahl
50CrMo4 ist.
[0017] Stellt man das Injektorgehäuse aus vergütetem Stahl mit einer Chrom-MolybdänLegierung
her, erreicht man ein gutes Verhältnis von Hochdruckschwellfestigkeit und den gewünschten
magnetischen Eigenschaften. Dabei stellt vergüteter 50CrMo4 das Optimum bezüglich
Hockdruckschwellfestigkeit und den magnetischen Eigenschaften dar. Insbesondere ist
es vorzuziehen, den Stahl in einer besonders hohen Reinheit herzustellen.
[0018] Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass das erste Injektorgehäuse einen ersten Injektorgehäuseabschnitt
und einen zweiten Injektorgehäuseabschnitt umfasst, und eine der beiden Injektorgehäuseabschnitte
einstückig mit dem Magnetkörper verbunden ist oder beide Injektorgehäuseabschnitte
einstückig mit dem Magnetkörper verbunden sind.
[0019] Unterteilt man das Injektorgehäuse in mehrere Abschnitte ist das Montieren und Zusammenfügen
des Injektors einfacher Ausführbar.
[0020] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Spulenwicklung des Elektromagnets direkt auf
den ersten Injektorgehäuseabschnitt montiert ist und dabei vorzugsweise um eine Außenumfangsfläche
des ersten Injektorgehäuseabschnitts gewickelt ist. Dabei kann die Spulenwicklung
direkt mit dem ersten Injektorgehäuseabschnitt in Berührung kommen.
[0021] Nach einer weiteren optionalen Fortbildung der Erfindung umfasst der Injektor ferner
ein Ventil zum Ausüben eines variablen Drucks auf eine Injektornadel, wobei der zweite
Injektorgehäuseabschnitt an das Ventil angrenzt.
[0022] Dieses Ventil weist eine Ablaufdrossel auf, die mit Hilfe eines in dem Injektor bewegbar
gelagerten Ankerelements verschließbar ist. In einem geschlossenen Zustand des Ventils
wird ein so großer Druck auf die Injektornadel ausgeübt, dass diese den Injektorauslass
verschließt. Öffnet sich hingegen die Ablaufdrossel durch ein Abheben des Ankerelements,
sinkt das Druckniveau ab und ermöglicht ein Anheben der Injektornadel aus ihrer Schließposition.
[0023] Ferner kann vorgesehen sein, dass der zweite Injektorgehäuseabschnitt das Ankerelement
zum wahlweisen Verschließen der Ablaufdrossel lagert.
[0024] Darüber hinaus kann nach der Erfindung vorgesehen sein, dass der zweite Injektorgehäuseabschnitt
mit einem außerhalb der Spulenwicklung vorgesehenen Teil des Magnetkörpers einstückig
verbunden ist. Vorteilhaft ist es, wenn der außerhalb der Spulenwicklung vorgesehene
Teil des Magnetkörpers direkt an die Spulenwicklung angrenzt.
[0025] Nach der Erfindung ist der erste Injektorgehäuseabschnitt mit einem innerhalb der
Spulenwicklung vorgesehenen Teil des Magnetkörpers einstückig verbunden.
[0026] Gemäß der Erfindung umfasst der Injektor ferner ein Ankerelement zum wahlweisen Verschließen
einer Ventilöffnung, wobei das Ankerelement durch den Elektromagneten bewegbar ist.
[0027] So ist vorgesehen, dass das Ankerelement in einem bestromten Zustand des Elektromagneten
in eine Position bewegt wird, in der das Ankerelement zusammen mit einem Magnetinnenpol
und einem Magnetaußenpol des Magnetkörpers einen Magnetkreis bildet.
[0028] Somit entsteht also ein Magnetfluss über das Injektorgehäuse und das Ankerelement,
das im Fachjargon auch Anker genannt wird.
[0029] Erfindungsgemäss ist es dabei, wenn das Ankerelement in dieser Position, die in einem
bestromten Zustand des Elektromagneten erreicht wird, sowohl den Magnetinnenpol als
auch den Magnetaußenpol berührt, wobei vorzugsweise in dieser Position die Ventilöffnung
in einer offenen Position ist.
[0030] Nach einer weiteren Modifikation der vorliegenden Erfindung umfasst das Ankerelement
einen mit Chrom und Molybdän vergüteten Stahl oder besteht aus diesem. Dabei kann
auch vorgesehen sein, dass das Ankerelement aus 50CrMo4 besteht.
[0031] Nach der Erfindung ist das Injektorgehäuse ein Injektoraußengehäuse. Somit stellt
es also zumindest abschnittsweise den äußeren Abschluss des Injektors dar.
[0032] Ferner ist vorgesehen, dass das Injektorgehäuse, der erste Injektorgehäuseabschnitt
und vorzugsweise der zweite Injektorgehäuseabschnitt einen Leitungskanal zum Strömen
oder Führen von Kraftstoff aus einer oder mehreren am Umfang verteilten Bohrungen
aufweist. Dabei befindet sich dieser Leitungskanal also in dem Injektorgehäuse selbst.
Dieser Kanal kann vorzugsweise in das Injektorgehäuse beispielsweise mit Hilfe einer
Bohrung oder einem ähnlichen Verfahren eingebracht worden.
[0033] Ferner umfasst die Erfindung eine Brennkraftmaschine mit einem Injektor, der nach
einer der vorstehend beschriebenen Varianten ausgeführt ist.
[0034] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand
der nachfolgenden Figurenbeschreibung ersichtlich. Dabei zeigen:
- Fig.1:
- einen Teilquerschnitt eines herkömmlichen Injektors,
- Fig. 2:
- einen Ausschnitt der Fig. 1 in vergrößerter Darstellung zum Erläutern der Funktionsweise
eines Injektors,
- Fig. 3:
- einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Injektors, und
- Fig. 4:
- einen Ausschnitt aus Fig. 3 in vergrößerter Darstellung zum Erläutern der Unterschiedsmerkmale
gegenüber dem Stand der Technik.
[0035] Fig. 1 zeigt eine Teilschnittansicht eines Injektors aus dem Stand der Technik. Man
erkennt den Injektor 1, der ein Gehäuse 2 aufweist, in den mehrere Injektorkomponenten
angeordnet sind. Wesentlich für die Funktion des Injektors 1 sind dabei die Injektornadel
5, das Ventil 4, das Ankerelement 6 sowie der Elektromanget 3, der eine Spulenwicklung
31, einen inneren Magnetpol 32 und einem äußeren Magnetpol 33 aufweist. Darüber hinaus
ist in den inneren Magnetpol 32 eine Ausnehmung zum Anordnen der Feder 8 vorgesehen,
die das Ankerelement 6 in Richtung des Ventils 4 drückt, um die Ablaufdrossel des
Ventils 4 in einem unbestromten Zustand des Elektromagneten fluiddicht zu verschließen.
[0036] Aktiviert man den Elektromagnet 3, zieht dieser mit Hilfe von Magnetkraft das Ankerelement
6 von dem Ventil 4 weg, sodass aus einem durch das Ventil 4 verschließbaren Steuerraum
unter hohem Druck stehender Kraftstoff ausströmen kann. Da sich hierdurch der Druck
in dem Steuerraum verringert, der auf die Injektornadel 5 wirkt, kann diese aus einer
Schließposition herausgleiten und ermöglicht das Abgeben von Kraftstoff aus dem Injektor
1. Versetzt man hingegen den Elektromagneten 3 in einen unbestromten Zustand, so lässt
die auf das Ankerelement 6 wirkende Magnetkraft nach, sodass das Federelement 8 das
Ankerelement 6 auf die Austrittsöffnung des Ventils 4 drückt und den Steuerraum abdichtet.
Dadurch steigt der auf die Injektornadel 5 wirkende Druck, wodurch diese wieder in
ihre Schließposition gedrückt wird. Es kommt demnach nicht mehr zu einem Ausströmen
von Kraftstoff aus der Austrittsöffnung des Injektors 1.
[0037] Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung im unteren Bereich des Ankerelements 6
in einem geschlossenen Zustand des Ventils 4. Man erkennt eine Ablaufdrossel 41, die
einen Auslass für in einem Steuerraum 44 unter hohem Druck gespeicherten Kraftstoff
darstellt. Liegt das Ankerelement 6 nicht auf dem Dichtsitz 45 des Ventils 4 kann
der unter hohem Druck aus dem Steuerraum 44 aufgenommene Kraftstoff über einen Durchgangsraum
42 in einen Niederdruckbereich ausströmen. Das Ventil 4 kann dabei ferner mit einem
bewegbaren Ventileinsatz 43 versehen sein, mit Hilfe dessen die auf die Injektornadel
5 wirkende Kraft besonders schnell abgebaut oder aufgebaut werden kann.
[0038] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt entlang der Längsrichtung eines erfindungsgemäßen
Injektors. Man erkennt einen Leitungskanal 7 zum Zuführen von Kraftstoff, wobei dieser
in einem ersten Gehäuseabschnitt 21 des Injektors 1 angeordnet ist. Gleichzeitig stellt
das Injektorgehäuse 2 auch einen Magnetkörper des Elektromagneten 3 dar. In der vorliegenden
Figur ist das Injektorgehäuse 2 in einen ersten Injektorgehäuseabschnitt 21 und einen
zweiten Injektorgehäuseabschnitt 22 unterteilt. Der erste Injektorgehäuseabschnitt
21 stellt dabei auch ein Außengehäuse des Injektors 1 dar. Ferner ist der erste Injektorgehäuseabschnitt
21 gleichzeitig ein Magnetinnenpol des Elektromagneten 3. Der zweite Injektorgehäuseabschnitt
22 stellt einen Magnetaußenpol des Elektromagneten 3 dar. Getrennt ist der Magnetinnenpol
von dem Magnetaußenpol durch eine Spulenwicklung 30. Weiter zeichnet sich der erste
Injektorgehäuseabschnitt 21 sowie der zweite Injektorgehäuseabschnitt 22 dadurch aus,
dass sie in ihren Körpern jeweils einen Kanal zum Führen von Kraftstoff aufweisen.
[0039] Fig. 4 zeigt einen vergrößerten Abschnitt aus Fig. 3, welche den Bereich um den Elektromagneten
3 zeigt. Man erkennt die Spulenwicklung 31, die um einen Außenumfangsabschnitt des
ersten Injektorgehäuseabschnitts 21 gewickelt ist und somit gleichzeitig auch den
Magnetinnenpol des Elektromagneten 3 darstellt. Außen um die Spulenwicklung 31 herum
ist ferner ein Magnetaußenpol 33 vorgesehen, der gleichzeitig auch ein zweiter Injektorgehäuseabschnitt
22 darstellt.
[0040] Durch den ersten Injektorgehäuseabschnitt 21 sowie auch durch den zweiten Injektorgehäuseabschnitt
22 verläuft dabei ein Kanal 7 zum Führen von Kraftstoff oder eines anderen Fluides.
[0041] In dem in Fig. 4 dargestellten Zustand ist die Spulenwicklung 31 in einem bestromten
Zustand gezeigt, da das Ankerelement 6 aus seiner Verschlussposition von der Ablaufdrossel
des Ventils abgehoben ist. Um das Ankerelement 6 in eine solche Position zu bringen,
ist es erforderlich die mit Hilfe der Feder 8 ausgeübte Verschlusskraft zu überwinden,
was durch den Elektromagneten 3 gelingt.
[0042] Vorteilhafterweise bildet sich in der darstellten Konfiguration ein Magnetfluss bzw.
ein Magnetkreis aus, der von dem Magnetinnenpol 32 über das Ankerelement 6 zum Magnetaußenpol
33 verläuft. Demnach entsteht also ein Magnetfluss über das Injektorgehäuse 2 und
das Ankerelement 6 (auch: Tauchanker).
[0043] Mit einem so gebildeten Injektor 1 lassen sich die Herstellkosten für das Magnetventil
um ca. 85% verringern. Vorteilhaft ist hieran zudem auch die geringere Bauteilanzahl,
welche aufgrund der nun nichtmehr separat notwendigen Magnetkomponenten erreichbar
ist.
1. Injektor (1) zum Einspritzen von Kraftstoff, umfassend:
ein Injektoraußengehäuse (2) zum Aufnehmen von mindestens einer Injektorkomponente,
wobei das Injektoraußengehäuse (2) einen ersten Injektorgehäuseabschnitt (21) und
einen zweiten Injektorgehäuseabschnitt (22) umfasst,
einen Elektromagnet (3) zum Ansteuern eines Ventils (4) für das Öffnen und das Schließen
des Injektors (1), und
ein Ankerelement (6) zum wahlweisen Verschließen einer Ventilöffnung (41), wobei das
Ankerelement (6) durch den Elektromagnet (3) bewegbar ist, wobei
der Elektromagnet (3) eine Spulenwicklung (31) und einen Magnetkörper (32, 33) aufweist,
der einen Magnetinnenpol (32), der innerhalb der Spulenwicklung (31) vorgesehen ist,
und einen Magnetaußenpol (33), der außerhalb der Spulenwicklung (31) vorgesehen ist,
aufweist, der erste Injektorgehäuseabschnitt (21) einstückig mit dem Magnetinnenpol
(32) gebildet ist und einen Leitungskanal (7) zum Zuführen von Kraftstoff umfasst,
das Ankerelement (6) in einem bestromten Zustand des Elektromagnets (3) in eine Position
bewegt wird, in der das Ankerelement (6) zusammen mit einem Magnetinnenpol (32) und
einem Magnetaußenpol (33) des Magnetkörpers (32, 33) einen Magnetkreis bildet, und
der Magnetinnenpol (32) von dem Magnetaußenpol (33) durch eine Spulenwicklung getrennt
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Ankerelement (6) im bestromten Zustand des Elektromagneten (3) sowohl den Magnetinnenpol
(32) als auch den Magnetaußenpol (33) berührt.
2. Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der erste Injektorgehäuseabschnitt (21) ferner einstückig mit dem Magnetaußenpol (33)
verbunden ist.
3. Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Injektorgehäuseabschnitt
(21) einen Cr-Mo-legierten Vergütungsstahl umfasst oder aus diesem besteht, wobei
vorzugsweise der Cr-Mo-legierte Vergütungsstahl 50CrMo4 ist.
4. Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Spulenwicklung (31)
des Elektromagnets (3) direkt auf den ersten Injektorgehäuseabschnitt (21) montiert
ist, vorzugsweise um eine Außenumfangsfläche des ersten Injektorgehäuseabschnitts
(21) gewickelt ist.
5. Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend ein Ventil
(4) zum Ausüben eines variablen Drucks auf eine Injektornadel (5), wobei der zweite
Injektorgehäuseabschnitt (22) an das Ventil (4) angrenzt.
6. Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Injektorgehäuseabschnitt
(22) mit einem außerhalb der Spulenwicklung (31) vorgesehenen Teil des Magnetkörpers
(33) einstückig verbunden ist.
7. Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Position, in der
das Ankerelement (6) sowohl den Magnetinnenpol (32) als auch den Magnetaußenpol (33)
berührt, die Ventilöffnung in einer offenen Position ist.
8. Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Injektorgehäuseabschnitt,
einen Leitungskanal (7) zum Strömen von Kraftstoff aufweist.
9. Brennkraftmaschine mit einem Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Injector (1) for injecting fuel, comprising:
an injector outer housing (2) for accommodating at least one injector component, wherein
the injector outer housing (2) comprises a first injector housing portion (21) and
a second injector housing portion (22),
an electromagnet (3) for controlling a valve (4) for opening and closing the injector
(1), and
an armature element (6) for selectively closing a valve opening (41), wherein the
armature element (6) is movable by the electromagnet (3), wherein
the electromagnet (3) comprises a coil winding (31) and a magnetic body (32, 33) which
has an inner magnetic pole (32) provided inside the coil winding (31), and an outer
magnetic pole (33) provided outside the coil winding (31), wherein the first injector
housing portion (21) is formed integrally with the inner magnetic pole (32) and comprises
a line channel (7) for supplying fuel,
wherein the armature element (6) is moved, in a powered state of the electromagnet
(3), to a position in which the armature element (6) forms a magnetic circuit together
with an inner magnetic pole (32) and an outer magnetic pole (33) of the magnetic body
(32, 33), and
the inner magnetic pole (32) is separated from the outer magnetic pole (33) by a coil
winding,
characterised in that
the armature element (6) contacts both the inner magnetic pole (32) and the outer
magnetic pole (33) in the powered state of the electromagnet (3).
2. Injector (1) according to any one of the preceding claims, wherein
the first injector housing portion (21) is further integrally connected to the outer
magnetic pole (33).
3. Injector (1) according to any one of the preceding claims, wherein the first injector
housing portion (21) comprises or consists of a Cr-Mo alloyed quenched and tempered
steel, wherein preferably the Cr-Mo alloyed quenched and tempered steel is 50CrMo4.
4. Injector (1) according to any one of the preceding claims, wherein the coil winding
(31) of the electromagnet (3) is mounted directly to the first injector housing portion
(21), preferably wound around an outer peripheral surface of the first injector housing
portion (21).
5. Injector (1) according to any one of the preceding claims, further comprising a valve
(4) for exerting a variable pressure on an injector needle (5), wherein the second
injector housing portion (22) is adjacent to the valve (4).
6. Injector (1) according to any one of the preceding claims, wherein the second injector
housing portion (22) is integrally connected to a part of the magnetic body (33) provided
outside the coil winding (31).
7. Injector (1) according to any one of the preceding claims, wherein in the position
in which the armature element (6) contacts both the inner magnetic pole (32) and the
outer magnetic pole (33), the valve opening is in an open position.
8. Injector (1) according to any one of the preceding claims, wherein the second injector
housing portion comprises a line channel (7) for the flow of fuel.
9. Internal combustion engine comprising an injector (1) according to any one of the
preceding claims.
1. Injecteur (1) pour injecter du carburant, comprenant :
un boîtier extérieur d'injecteur (2) pour loger au moins un composant d'injecteur,
le boîtier extérieur d'injecteur (2) comprenant une première section de boîtier d'injecteur
(21) et une deuxième section de boîtier d'injecteur (22),
un électroaimant (3) pour commander une soupape (4) pour l'ouverture et la fermeture
de l'injecteur (1), et
un élément d'armature (6) pour fermer sélectivement une ouverture de soupape (41),
l'élément d'armature (6) pouvant être déplacé par l'électroaimant (3),
l'électroaimant (3) présentant un enroulement de bobine (31) et un corps magnétique
(32, 33) qui présente un pôle magnétique intérieur (32), qui est prévu à l'intérieur
de l'enroulement de bobine (31), et un pôle magnétique extérieur (33), qui est prévu
à l'extérieur de l'enroulement de bobine (31), la première section de boîtier d'injecteur
(21) étant formée d'un seul tenant avec le pôle magnétique intérieur (32) et comprenant
un canal de conduite (7) pour l'amenée de carburant,
l'élément d'armature (6) étant déplacé dans un état alimenté de l'électroaimant (3)
dans une position dans laquelle l'élément d'armature (6) forme un circuit magnétique
conjointement avec un pôle magnétique intérieur (32) et un pôle magnétique extérieur
(33) du corps magnétique (32, 33), et
le pôle magnétique intérieur (32) étant séparé du pôle magnétique extérieur (33) par
un enroulement de bobine,
caractérisé en ce que
l'élément d'armature (6) est en contact à la fois avec le pôle magnétique intérieur
(32) et le pôle magnétique extérieur (33) à l'état alimenté de l'électroaimant (3).
2. Injecteur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
la première section de boîtier d'injecteur (21) est en outre reliée d'un seul tenant
au pôle magnétique extérieur (33).
3. Injecteur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel la
première section de boîtier d'injecteur (21) comprend un acier amélioré allié au Cr-Mo
ou est constituée de celui-ci, l'acier amélioré allié au CrMo étant de préférence
du 50CrMo4.
4. Injecteur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'enroulement
de bobine (31) de l'électroaimant (3) est monté directement sur la première section
de boîtier d'injecteur (21), de préférence enroulé autour d'une surface périphérique
extérieure de la première section de boîtier d'injecteur (21).
5. Injecteur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant en
outre une soupape (4) pour exercer une pression variable sur une aiguille d'injection
(5), dans lequel la deuxième section de boîtier d'injecteur (22) est adjacente à la
soupape (4).
6. Injecteur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel la
deuxième section de boîtier d'injecteur (22) est reliée d'un seul tenant à une partie
du corps magnétique (33) prévue l'extérieur de l'enroulement de bobine (31).
7. Injecteur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel,
dans la position dans laquelle l'élément d'armature (6) est en contact à la fois avec
le pôle magnétique intérieur (32) et le pôle magnétique extérieur (33), l'ouverture
de soupape est dans une position ouverte.
8. Injecteur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel la
deuxième section de boîtier d'injecteur présente un canal de conduite (7) pour l'écoulement
de carburant.
9. Moteur à combustion interne avec un injecteur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes.