[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern eines Injektors,
der beispielsweise als Kraftstoffeinspritzventil genutzt werden kann.
[0002] In Brennkraftmaschinen wie Dieselmotoren oder auch Benzinmotoren wird in der Regel
über einen Injektor Kraftstoff mit einer bestimmten Menge und für eine bestimmte Zeitdauer
in einen Brennraum eingespritzt. Dabei ist es aufgrund der sehr geringen Einspritzdauern,
die im Mikrosekundenbereich liegen, herausfordernd die genaue Menge des mit dem Injektor
einzuspritzenden Kraftstoffs zu bestimmen. Dabei gibt es auch die kontinuierlichen
Bestrebungen den durch einen Injektor in Anspruch genommenen Bauraum zu verkleinern,
um insgesamt die Abmaße einer Brennkraftmaschine zu reduzieren.
[0003] Für das Verständnis der Erfindung ist die grundlegende Funktionalität eines Injektors
hilfreich, die nachfolgend in Teilen näher betrachtet werden soll. Ein Injektor verfügt
über eine Düsennadel (auch: Injektornadel), die einen mit einem hohen Druck beaufschlagten
Kraftstoff bei Freigeben eines Austrittslochs des Injektors nach außen treten lässt.
Diese Düsennadel wirkt im Zusammenspiel mit dieser Austrittsöffnung wie ein Pfropfen,
der bei einem Anheben ein Austreten des Kraftstoffs ermöglicht. Demnach ist es also
erforderlich, diese Nadel in relativ kurzen Zeitabständen anzuheben und nach einer
kurzen Zeit erneut in die Austrittsöffnung zurückgleiten zu lassen. Für das Auslösen
der Bewegung dieser Düsennadel werden hydraulische Servoventile verwendet, die durch
Elektromagnetventile gesteuert werden. Die Servoventile sind für das kontrollierte
Öffnen und Schließen der Düsennadel erforderlich. Dadurch ist es möglich, den Einspritzbeginn,
die Einspritzdauer und das Einspritzende zu bestimmen.
[0004] Aufgrund der hohen Einspritzdrücke von über 2500 bar ist es nicht möglich, die Düsennadel
direkt mit Hilfe eines Magnetventils anzusteuern (= zu bewegen). Hierbei wären die
erforderlichen Kräfte zum Öffnen und Schließen der Düsennadel zu groß, sodass ein
solches Verfahren nur mit Hilfe von sehr großen Elektromagneten realisierbar wäre.
Eine solche Konstruktion scheidet aber aufgrund des nur beschränkt zur Verfügung stehenden
Bauraums in einen Motor aus.
[0005] Typischerweise werden anstelle der direkten Ansteuerung sogenannte Servoventile verwendet,
die die Düsennadel ansteuern und selbst über ein Elektromagnetventil gesteuert werden.
Dabei wird in einem mit der Düsennadel zusammenwirkenden Steuerraum mit Hilfe des
unter hohem Druck zur Verfügung stehenden Kraftstoffs ein Druckniveau aufgebaut, das
auf die Düsennadel in Verschlussrichtung wirkt. Dieser Steuerraum ist typischerweise
über eine Zulaufdrossel mit dem Hochdruckbereich des Kraftstoffs verbunden. Ferner
weist dieser Steuerraum eine kleine verschließbare Ablaufdrossel auf, aus der der
Kraftstoff entweichen kann. Tut er dies, ist der Druck in dem Steuerraum und die auf
die Düsennadel wirkende Verschlusskraft verringert. Dadurch kommt es zu einer Bewegung
der Düsennadel, welche die Austrittsöffnung an der Injektorspitze freigibt. Das Servoventil
umfasst dabei die Zulaufdrossel, den Steuerraum wie auch die Ablaufdrossel. Um nun
die Bewegung der Düsennadel steuern zu können, wird die Ablaufdrossel des Steuerraums
mit Hilfe eines Elektromagnetventils oder einem anderen geeigneten Ventil wahlweise
geschlossen oder geöffnet. Durch die kontrollierte Öffnung dieser Ablaufdrossel wird
in Kombination mit der Zulaufdrossel der Druck im Steuerraum des Ventils bestimmt.
Dieser Druck ist dann, wie bereits oben kurz erläutert, für das Öffnen und Schließen
der Düsennadel verantwortlich.
[0006] Um die Einspritzung zu beenden und die Ablaufdrossel des Ventils zwischen den Einspritzungen
geschlossen zu halten, ist eine bestimmte Federkraft erforderlich, welche ein Verschlussglied
(im Fachjargon auch: Anker) gegen die Ablaufdrossel gedrückt, um das Ablaufen von
Kraftstoff und dabei das Vermindern von Druck in dem Steuerraum aus der Ablaufdrossel
zu verhindern. Zum Öffnen hingegen muss die eingestellte Federkraft, mit der das Verschlussglied
gegen die Dichtstelle der Ablaufdrossel gepresst wird, überwunden werden, damit das
Verschlussglied die Ablaufdrossel möglichst schnell freigibt. Typische erforderliche
Einschaltzeiten, also die Zeit vom Beginn der Bestromung bis zum Anschlagen des Verschlussglieds
an einer oberen Hubbegrenzung von solchen Magnetventilen liegen im Bereich von ca.
200 Mikrosekunden.
[0007] Ein aus dem Stand der Technik bekanntes Kraftstoffeinspritzventil mit sämtlichen
Merkmalen aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zeigt die
DE 10 2015 113 980 A1.
[0008] Dabei ist es das Ziel der vorliegenden Erfindung, das Öffnen und das Schließen der
Düsennadel unabhängig voneinander zu optimieren.
[0009] Dies gelingt der Erfindung mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1. Dabei weist diese
Vorrichtung zum Steuern eines Injektors unter anderem einen Durchgangsraum, der in
einer seiner beiden Seiten durch ein Ankerelement (=Verschlussglied) verschließbar
ist, um damit wahlweise einen Hochdruckbereich von einem Niederdruckbereich des Injektors
zu trennen, einen Steuerraum zum Ausüben eines variablen Drucks, eine Injektorkomponente,
vorzugsweise eine Injektornadel (=Düsennadel), ein Ventil, das zwischen einer anderen
der beiden Seiten des Durchgangsraums und dem Steuerraum angeordnet ist, eine erste
Verbindung, die den Hochdruckbereich des Injektors mit dem Durchgangsraum verbindet
und eine zur ersten Verbindung verschiedene zweite Verbindung, die den Durchgangsraum
mit dem Steuerraum verbindet, auf. Ferner ist unter anderem vorgesehen, dass das Ventil
dazu ausgelegt ist, eine direkte Verbindung zwischen der Hochdruckseite und dem Steuerraum
zu erstellen, wenn das Druckniveau in den Durchgangsraum gleich oder größer einem
vorbestimmten Wert ist oder wenn ein bestimmtes Verhältnis des Drucks in dem Steuerraum
zu dem Druck in dem Durchgangsraum unterschritten wird.
[0010] Das hierin beschriebene Ventil kann dabei das im einleitenden Teil der Beschreibung
näher betrachtete Servoventil sein.
[0011] Nach dem Stand der Technik erfolgt nach dem Öffnen des Verschlussglieds bzw. des
Ankerelements, das den Durchgangsraum verschließen kann, ein Druckabfall in den Durchgangsraum,
da das unter einem hohen Druck stehende Fluid (=Kraftstoff) über die Ablaufdrossel
den Durchgangsraum in Richtung eines Niederdruckbereichs verlässt. Somit kommt es
aufgrund der zweiten Verbindung, die den Durchgangsraum mit dem Steuerraum verbindet,
auch zu einem Abströmen von unter hohem Druck stehenden Fluid aus dem Steuerraum in
Richtung Durchgangsraum, sodass sich die auf die Injektorkomponente wirkende Kraft
aufgrund des Drucknachlasses verringert. Wird das Verschlussglied dann wieder dichtend
mit der Ablaufdrossel des Durchgangsraums in Verbindung gebracht, erfolgt ein Unterbinden
des Ausströmens von Kraftstoff. Mit Hilfe der ersten Verbindung strömt dann der Kraftstoff
von dem Hochdruckbereich mit hohem Druck in den Durchgangsraum ein, sodass es hierin
zu einem Druckanstieg kommt. Der Steuerraum wird dabei mit Hilfe der zweiten Verbindung
ebenfalls mit dem unter hohem Druck stehenden Kraftstoff geflutet, sodass die auf
die Injektorkomponente (bspw. Düsennadel) wirkende Kraft ansteigt und zu einem Schließen
des Injektors führt.
[0012] Im Gegensatz dazu reagiert das Ventil der vorliegenden Erfindung anders. Bei Übersteigen
eines gewissen Drucks in dem Durchgangsraum oder bei Überschreiten eines bestimmten
Verhältnisses von einem Druck in dem Durchgangsraum zu einem Druck in dem Steuerraum,
wobei der Druck in dem verschlossenen Durchgangsraum durch den Zulauf über die erste
Verbindung ansteigt, ist das Ventil dazu ausgelegt, eine direkte Verbindung zwischen
dem Hochdruckbereich des Kraftstoffs und dem Steuerraum zu erstellen. Dadurch gelingt
es den Steuerraum schneller mit dem unter einem hohen Druck stehenden Fluid (=Kraftstoff)
zu befüllen, sodass ein Ausgeben von Kraftstoff durch den Injektor besonders abrupt
und schnell durch die Bewegung der Injektorkomponente unterbunden wird. So kann die
Einspritzmenge des Kraftstoffs besser bestimmt werden, da die Übergangsphase des Injektors
von einem offenen zu einem geschlossenen Zustand, in dem kein Kraftstoff durch den
Injektor ausgegeben wird, schneller verläuft.
[0013] Vorzugsweise verläuft die direkte Verbindung zwischen dem Hochdruckbereich und dem
Steuerraum dabei nicht über den Durchgangsraum. Vielmehr ist die direkte Verbindung
also eine Ankopplung des unter einem hohen Druck stehenden Kraftstoffs an den Steuerraum.
[0014] Nach einer optionalen Modifikation der Erfindung ist die erste Verbindung mit Hilfe
einer Zulaufdrossel vorgesehen, die eine gedrosselte Verbindung von dem Durchgangsraum
zu dem Hochdruckbereich des Injektors darstellt, wobei vorzugsweise diese Verbindung
unabhängig von einem Zustand des Ventils vorhanden ist.
[0015] Ist der Durchgangsraum unverschlossen, ist das Ankerelement also nicht auf eine Öffnung
des Durchgangsraums gesetzt, entweicht unter hohem Druck stehendes Fluid (wie der
Kraftstoff) in Richtung des durch das Ankerelement freigegeben Niederdruckbereich,
sodass auch ein kontinuierlicher Zustrom durch die Zulaufdrossel einer Druckabnahme
in dem Durchgangsraum bzw. in dem Steuerraum in einem solchen Zustand nicht entgegenwirken
kann.
[0016] Nach einer Fortbildung der vorliegenden Erfindung ist das Ventil ferner dazu ausgelegt,
die direkte Verbindung zwischen dem Hochdruckbereich und dem Steuerraum nur dann zu
erstellen, wenn das Druckniveau in dem Durchgangsraum gleich oder größer einem vorbestimmten
Wert ist wohingegen ansonsten diese Verbindung geschlossen ist.
[0017] Die direkte Verbindung zwischen dem Hochdruckbereich des Injektors und dem Steuerraum
wird also nur dann durch das Ventil realisiert, wenn ein bestimmtes Druckniveau in
dem Durchgangsraum erreicht ist. Hat sich aufgrund der Verbindung des Steuerraums
mit dem Hochdruckbereich das Druckniveau in dem Steuerraum dem des Durchgangsraums
angeglichen, ist das Ventil optionaler Weise dazu ausgelegt, die direkte Verbindung
wieder zu schließen.
[0018] So kann ebenfalls vorgesehen sein, dass das Ventil dazu ausgelegt ist, eine direkte
Verbindung zwischen der Hochdruckseite und dem Steuerraum zu erstellen, wenn das Druckniveau
in dem Durchgangsraum gleich oder größer einem vorbestimmten Wert ist, wobei dieser
vorbestimmte Wert auf einer Differenz der Drücke zwischen dem Durchgangsraum und dem
Steuerraum basiert. So kann bspw. vorgesehen sein, dass das Ventil die direkte Verbindung
erstellt, wenn der Druck in dem Durchgangsraum größer als ein in dem Steuerraum vorherrschender
Druck ist.
[0019] Nach einer weiteren optionalen Erfindung ist die zweite Verbindung eine gedrosselte
Verbindung und/oder ist die direkte Verbindung eine ungedrosselte Verbindung. Unter
einer gedrosselten Verbindung versteht man, dass ein durch eine solche Leitung strömendes
Fluid in seiner Strömung gehemmt wird, so dass ein Druckausgleich über eine solche
gedrosselte Verbindung eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Hingegen wird bei einer
ungedrosselten Verbindung davon ausgegangen, dass keine Strömungshindernisse für das
Fluid vorhanden sind, um einen Druckausgleich des Fluides über eine solche Verbindung
nicht zu verhindern.
[0020] Nach der Erfindung ist vorgesehen, dass das Ventil eine Ventilführung, die zwischen
der anderen der beiden Seiten des Durchgangsraums und dem Steuerraum angeordnet ist,
und einen Ventileinsatz umfasst, der in der Ventilführung verschiebbar gelagert ist.
Dabei weist die Ventilführung einen Kanal auf, der bei einer ersten Lage des verschiebbaren
Ventileinsatzes in der Ventilführung keine direkte Fluidverbindung zwischen dem Hochdruckbereich
und dem Steuerraum herstellt und bei einer zweiten Lage des verschiebbaren Ventileinsatzes
in der Ventilführung eine direkte Fluidverbindung zwischen dem Hochdruckbereich und
dem Steuerraum herstellt. Demnach gibt es in der ersten Lage des Ventileinsatzes keine
direkte Verbindung zwischen dem Hochdruckbereich und dem Steuerraum. Somit wird eine
besonders einfache Umsetzung des Ventils erreicht.
[0021] Nach einer Fortbildung der Erfindung bewegt sich der Ventileinsatz bei Überschreiten
eines vorbestimmten Druckniveaus in dem Durchgangsraum zumindest vorrübergehend in
die zweite Lage, wodurch die beiden Steuerräume getrennt werden.
[0022] Nach der Erfindung ist vorgesehen, dass sich der Ventileinsatz bei Unterschreiten
eines vorbestimmten Druckniveaus in dem Durchgangsraum in die erste Lage bewegt.
[0023] Nach der Erfindung ist vorgesehen, dass sich der Ventileinsatz in die erste Lage
bewegt, wenn eine Druckdifferenz zwischen dem Durchgangsraum und dem Steuerraum einen
vorgegebenen Wert unterschreitet. So kann bspw. bei einem höheren Druck in dem Steuerraum
gegenüber einem Druckniveau in dem Durchgangsraum der Ventileinsatz in die erste Lage
bewegt werden. Vorteilhafterweise geschieht das Bewegen des Ventileinsatzes automatisch
durch die unterschiedlich anliegenden Drücke in dem Steuerraum und dem Durchgangsraum,
da diese auf der jeweiligen Seite des Ventileinsatzes (Seite im Durchgangsraum oder
Seite im Steuerraum) eine gewisse Kraft auf den Ventileinsatz ausüben und diesen entsprechenden
den vorherrschenden Druckniveaus im Zusammenhang mit der wirksamen Druckfläche des
Ventileinsatzes eine Verschiebung in eine Richtung vorgenommen werden kann.
[0024] Ebenfalls kann nach der Erfindung vorgesehen sein, dass diese ferner ein Anschlagelement
aufweist, das den Hub des Ventileinsatzes bei einer Bewegung von der ersten Lage in
die zweite Lage begrenzt. Dadurch ist es möglich, die Herstelltoleranzen an den Bauteilen
großzügiger zu gestalten und insgesamt die Kosten der beanspruchten Vorrichtung zu
senken. Zudem bewirkt das den Hub des Ventileinsatzes beschränkende Anschlagelement
den vorteilhaften Umstand, wonach der Rückstellweg des Ventileinsatzes in die erste
Lage vermindert wird, so dass die Aktivierung des Ventils bei der nächsten Einspritzung
schneller erreicht werden kann.
[0025] Nach einer optionalen Fortbildung der Erfindung ist das Anschlagelement ein scheibenförmiger
Körper, der eine oder mehrere Durchgangsöffnungen aufweist.
[0026] Dabei kann ferner vorgesehen sein, dass das Anschlagelement an der Ventilführung
befestigt, vorzugsweise verschweißt ist.
[0027] Zudem ist möglich, dass das Anschlagelement in dem Steuerraum angeordnet ist oder
an der zum Steuerraum weisenden Seite der Ventilführung angeordnet ist.
[0028] Das optionale Vorsehen von mindestens einer Durchgangsöffnung in dem Anschlagelement
dient zum Durchströmen des Kraftstoffs hin zum Steuerraum bzw. zu der zweiten Verbindung.
[0029] Nach einer weiteren vorteilhaften Modifikation der vorliegenden Erfindung weist die
Vorrichtung ferner ein Rückstellelement auf, das den Ventileinsatz mit einer Kraft
beaufschlagt, die diesen von der zweiten Lage in die erste Lage drängt. Durch ein
solches Rückstellelement wird der Ventileinsatz nach der Einspritzung automatisch
wieder in die Ausgangsposition der ersten Lage zurückgestellt. Dadurch muss der Ventileinsatz
bei der Aktivierung der nächsten Einspritzung nicht erst dem Ventilhub, also die Differenz
zwischen der ersten und der zweiten Lage überwinden, sodass sich die Reaktionszeit
verkürzt.
[0030] Dabei kann vorgesehen sein, dass das Rückstellelement ein elastisches Element ist,
vorzugsweise eine Feder oder eine Spiralfeder, die den Ventileinsatz mit einer bestimmten
Kraft in die erste Lage drängt. Vorzugsweise ist das elastische Element dabei an einer
zum Steuerraum gewandten Seite des Ventileinsatzes angeordnet.
[0031] Vorzugsweise stellt das Ventil ein 3/2-Wegeventil dar, da es gegenüber dem im Stand
der Technik verwendeten 2/2-Wegeventilen einen zusätzlichen Kraftstoffkanal im Hochdruckbereich
des Injektors aufweist, der in einem bestimmten Zustand des Ventils mit dem Steuerraum
eine direkte Fluidverbindung aufweist.
[0032] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgenden
Figurenbeschreibung ersichtlich.
[0033] Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- einen Teil einer schematischen Schnittdarstellung eines Injektors mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 2:
- eine vergrößerte Darstellung des Ventils des Injektors,
- Figs. 3a - d:
- mehrere Zustände der erfindungsgemäßen Vorrichtung während einem Arbeitszyklus des
Injektors,
- Fig. 4:
- eine erste Ausführungsform des Ventils,
- Fig. 5:
- eine zweite Ausführungsform des Ventils,
- Fig. 6:
- mehrere Draufsichten auf eine Vielzahl von möglichen Umsetzungen des Ventils in einer
schematischen Darstellung und
- Fig. 7:
- mehrere Varianten eines Anschlagelements zum Beschränken des Hubs eines Ventileinsatzes.
[0034] Fig. 1 zeigt eine Teilschnittansicht einer schematischen Darstellung eines Injektors
2. Man erkennt die bewegbare Injektornadel 6, die in Richtung des darüber angeordneten
Ventils 7 bewegt werden kann. Ist die Injektornadel 6 hin zum Ventil 7 bewegt, kommt
es an dem nicht dargestellten Ende des Injektors zu einem Ausströmen von Kraftstoff.
Im anderen Fall, bei der die Injektornadel 6 an ihrem von dem Ventil 7 entfernten
Platz angeordnet ist, strömt aus dem Injektor 2 kein Kraftstoff aus.
[0035] In direkter Nachbarschaft zu der Injektornadel 6 befindet sich zwischen dem Ventil
7 ein Steuerraum 5, in dem ein variabler Druck erzeugbar ist. Das Ventil 7 mit seiner
Durchgangsöffnung 3 schließt sich direkt an das Verschlussglied bzw. des Ankerelement
4 an, das die Durchgangsöffnung 3 fluiddicht verschließen kann. Hierzu ist ein gewisser
Druck erforderlich, der das Ankerelement 4 in Richtung der Durchgangsöffnung 3 drängt.
Dies wird mit Hilfe der mit dem Ankerelement 4 zusammenwirkenden Feder erreicht. Möchte
man nun das Ankerelement 4 von der Durchgangsöffnung 3 abheben, sodass es zu einer
Druckveränderung in der Durchgangsöffnung 3 bzw. dem Steuerraum 5 kommt, so wird mit
Hilfe eines Elektromagneten eine das Ankerelement 4 von der Durchgangsöffnung 3 wegziehende
Kraft erzeugt. Dabei sind ein Magnetinnenpol 23 und ein Magnetaußenpol 22 in dem Injektorgehäuse
21 vorgesehen, die zusammen mit einer Spule einen Elektromagneten zum Ansteuern des
Verschlussglieds bilden.
[0036] Figur 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, insbesondere
von dem Ventil 7. Man erkennt nun nur noch den unteren Bereich des Ankerelements 4,
der in einem in Richtung des Ventils wirkenden Zustand einen Durchgangsraum 3 dicht
abschließt, wohingegen in einem angezogenen Zustand des Ankerelements 4 der Durchgangsraum
3 eine Fluidverbindung mit dem das Ankerelement 4 umgebenden Bereich aufweist. Für
eine dichte Verbindung sorgt der Dichtsitz 41. Eine Durchgangsöffnung 32 wird demnach
mit Hilfe des Ankerelements 4 verschlossen. Der Durchgangsraum 3 weist darüber hinaus
eine Zulaufdrossel 8 auf, die einen unter hohem Druck stehenden Kraftstoff in den
Durchgangsraum 3 einströmen lässt. Ferner gibt es eine zweite Drossel 9, die als Ablaufdrossel
9 bezeichnet wird, welche eine Fluidverbindung zu dem Steuerraum 5 zulässt. Dabei
ist der Ventileinsatz 72 bewegbar gegenüber der Ventilführung 71 angeordnet. Bei einem
Anliegen von bestimmten Drücken in dem Steuerraum 5 bzw. dem Durchgangsraum 3 kann
demnach der Ventileinsatz 72 in Richtung Durchgangsöffnung 3 hin- bzw. wegbewegt werden.
[0037] Anhand der nachfolgend beschriebenen Figs. 3a - 3d wird die vorliegende erfindungsgemäße
Vorrichtung bzw. die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Ventils beschrieben.
[0038] Fig. 3a zeigt den Zustand, in dem das Pilotventil, also die Öffnung des Ankerelements
4 bezüglich der Durchgangsöffnung 3, in einem geschlossenen Zustand und demnach der
Injektor 2 keine Einspritzung von Kraftstoff vornimmt. Im unbestromten Zustand des
Elektromagneten 22, 23 wird die Durchgangsöffnung 3, die auch eine Bohrung sein kann,
durch das Verschlussglied 4 (=Ankerelement) mit Hilfe der Vorspannung der Druckfeder
24 (vgl. Fig. 1) verschlossen. Die Durchgangsöffnung ist dabei in einer sogenannten
Sitzplatte 31 vorgesehen. In einem solchen Zustand trennt das Ankerelement 4 den Hochdruckbereich
HP vom Niederdruckbereich eines Kraftstoffs ab. Durch das Ansteuern des Elektromagneten
22, 23 wird das Ankerelement 4 angezogen und die Durchgangsöffnung 3 in der Sitzplatte
31 freigegeben. Der Druck unterhalb der Sitzplatte 31 bzw. innerhalb der Durchgangsöffnung
3 wird somit abgesenkt und der in der Ventilführung 71 bewegbar aufgenommene Ventileinsatz
72 gegen die Unterkante der Ventilführung 71 angezogen. Darüber hinaus wird ein Kraftstoff
mit einem hohen Druck vom Hochdruckbereich über eine Zulaufdrossel 8 dem Durchgangsbereich
zugeführt. Über den Durchgangsbereich 3 verläuft der unter einem hohen Druck stehende
Kraftstoff über eine weitere Verbindung 9 zu dem Steuerraum 5. Daher herrscht im Steuerraum
ein sehr hoher Druck, der auf die Injektornadel 6 wirkt und dafür sorgt, dass die
Injektornadel eine nicht dargestellte Austrittsöffnung verschließt. Der sich hier
einstellende Niederdruckbereich LP des Kraftstoffs wird demnach von dem Hochdruckbereich
HP, der sich nun auch in dem Durchgangsraum 3 und dem Steuerraum 5 befindet, mit Hilfe
des Ankerelements 4 getrennt.
[0039] Fig. 3b zeigt einen Zustand, in dem das Pilotventil offen ist und eine Einspritzung
durch den Injektor 2 vorgenommen wird.
[0040] Ein Öffnen des Pilotventils bedeutet ein Anheben des Ankerelements 4, sodass aus
dem Durchgangsraum 3 Kraftstoff von dem hohen Druckbereich HP hin zum Niederdruckbereich
LP strömen kann. Demnach ermöglicht das Anheben des Ankerelements 4 eine direkte Fluidverbindung
zwischen dem Durchgangsraum 3 und dem das Ankerelement 4 umgebenden Bereich. Es kommt
demnach zu einem Ausströmen von Kraftstoff aus dem Durchgangsraum 3 in Richtung Ankerelement
4. Dies führt auch dazu, dass der in dem Steuerraum 5 unter einem hohen Druck befindliche
Kraftstoff durch die Ablassdrossel 9 hin zu dem Niederdruckbereich des Injektors aufgrund
der vorhandenen Druckdifferenz strömt. Dies führt zu einer Druckreduktion oberhalb
der Injektornadel 6, wodurch die so entstandene Verminderung des Drucks auf den Injektornadelkörper
6 zu einem Anheben der Injektornadel 6 aus ihrem Düsensitz führt und eine Einspritzung
erfolgt.
[0041] Dabei sind die Zulaufdrossel 8 und die Ablaufdrossel 9 sowie der Durchgangsraum 3
so dimensioniert, dass die beschriebenen Vorgänge stattfinden.
[0042] Fig. 3c zeigt den Zustand, bei dem das Pilotventil gerade schließt und eine Einspritzung
des Injektors 2 noch vorhanden ist.
[0043] Sobald die Bestromung des Elektromagneten 22, 23 unterbrochen wird, drückt die Rückstellfeder
24 das Ankerelement 4 zurück in einen dichtenden Sitz auf der Sitzplatte 31 (vgl.
Figur 1). Nun kann kein Kraftstoff mehr aus dem Durchgangsraum 3 über die durch das
Ankerelement 4 abgedichtete Öffnung des Durchgangsraums 3 entweichen. Somit erhöht
sich nun aufgrund der Zulaufdrossel 8, die eine bestimmte Menge von unter hohem Druck
stehenden Kraftstoff in den Durchgangsraum 3 einlässt, der Druck oberhalb des Ventileinsatzes
72.
[0044] Fig. 3d zeigt einen Zustand in dem das Pilotventil geschlossen ist, die Injektornadel
6 schließt und die Einspritzung des Injektors 2 beendet wird.
[0045] Hierzu zeigt Fig.3d ebenfalls eine Schnittansicht des in den Figs. 3a-3c diskutierten
Bereichs, jedoch wird in Fig. 3d eine andere Schnittebene dargestellt, um die erfindungsgemäßen
Merkmale besser darstellen zu können. In der in Figur 3d dargestellten Situation wurde
gerade eben erst das Ankerelement 4 in eine dichtende Stellung gegenüber der Öffnung
des Durchgangsraums 3 gebracht, so dass nun ein unter hohem Druck stehender Kraftstoff
über die Zulaufdrossel 8 in den Durchgangsraum 3 einströmt. Somit erhöht sich also
das Druckniveau in dem Durchgangsraum 3, so dass aufgrund des sehr hohen Drucks in
dem Durchgangsraum 3 gegenüber dem Steuerraum 5 eine Bewegung des Ventileinsatzes
72 weg von dem Durchgangsraum 3 erzeugt wird. Aufgrund dieser Bewegung entsteht eine
direkte, drosselfreie Verbindung von dem Hochdruckbereich HP des Kraftstoffs zu dem
Steuerraum 5. Vorliegend passiert dies damit, dass bei der nach unten geführten Bewegung
des Ventileinsatzes 72 die Zuführkanäle 10 in der Ventilführung 71 eine Fluidverbindung
mit dem Steuerraum erstellen. Diese Fluidverbindung entsteht nur aufgrund der Bewegung
des Ventileinsatzes 72, die aufgrund des erhöhten Drucks in dem Durchgangsraum 3 bewirkt
worden ist. So entsteht aufgrund dieser Bohrungen 10 eine direkte Verbindung zwischen
dem Hochdruckvolumen im Injektor 2 und dem Steuerraum 5 oberhalb der Injektornadel
6.
[0046] Dadurch steigt der Druck in dem Steuerraum 5 oberhalb der Injektornadel 6 sehr schnell
an, was zu einem besonders schnellen Schließen der Düse durch die Nadel 6 führt. Es
ist nun nicht mehr länger erforderlich, auf ein Einströmen des unter hohen Drucks
stehenden Kraftstoffs von dem Durchgangsraum 3 über die Drossel 9 in den Steuerraum
5 zu warten. Insbesondere ist dies von Vorteil, da die Drossel 9 in ihrer Geometrie
für einen Öffnungsvorgang optimiert ist, so dass mit der vorliegenden Erfindung sowohl
ein Öffnungsvorgang als auch ein Schließvorgang unabhängig voneinander optimiert werden
kann.
[0047] Figur 4 zeigt eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
[0048] In ihrem Aufbau bzw. ihrer Funktion identische Bauteile werden mit den zugehörigen
Bezugszeichen der vorstehend beschriebenen Figuren bezeichnet. Man erkennt eine Spiralfeder
13, die dazu dient, den Ventileinsatz 72 nach einer Einspritzung wieder in die Ausgangsposition
zurückzustellen. Ist also der Druck in dem Steuerraum gleich dem in dem Hochdruckbereich
vorherrschenden Druck, verbleibt etwa der Ventileinsatz 72 nicht in der Lage, in der
eine Fluidverbindung durch den in der Ventilführung vorgesehenen Kanal 10 besteht,
sondern wird mit Hilfe der Feder 13 in seine Ausgangslage zurückgeführt. Dies bringt
den Vorteil mit sich, dass der Ventileinsatz 72 bei der Aktivierung der nächsten Einspritzung
nicht erst den Ventilhub überwinden muss und sich die Reaktionszeit des Injektors
dadurch verkürzt.
[0049] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der ein
Anschlagelement 11 in Form eines scheibenförmigen Körpers vorgesehen ist, um den Hub
des Ventileinsatzes 72 zu begrenzen. Vorzugsweise ist das Anschlagelement 11 mit Hilfe
von Laserschweißen an der Ventilführung 71 befestigt. Durch das Vorsehen des Anschlagelements
11 können die Herstelltoleranzen an den Bauteilen großzügiger gestaltet werden. Weiter
weist das Anschlagelement 11 Durchgangsöffnungen 12 auf, die dazu dienen, Kraftstoff
durch das Anschlagelement 11 strömen zu lassen.
[0050] Fig. 6 zeigt vier verschiedene Ausführungsformen für die Außenform der Ventilführung
71. Fügt man diese nun in eine Bohrung ein, die sich bündig mit den kreisförmigen
Außenabschnitten der Ventilführung 71 anschließt, können die abgeflachten Abschnitte
dazu dienen, Kraftstoff seitlich an der Hülse vorbeizuführen.
[0051] Fig.7 zeigt eine Draufsicht auf zwei verwendbare Anschlagelemente 11 zum Begrenzen
des Hubs des Ventileinsatzes 72. Man erkennt, dass jedes der beiden Anschlagelemente
11 mindestens eine Durchgangsöffnung 12 aufweist.
[0052] Mit der vorliegenden Erfindung wird die Funktion von zwei Bauteilen (Federhülse und
Ventilführung) in einem Bauteil vereint. Dabei kann vorgesehen sein, dass der Rohling
des Ventils 7 vorzugsweise als MIM (Metal Injection Molding) ausgeführt wird und bereits
sämtliche Bohrungen bis auf die Ablaufdrossel 9 sowie die Zulaufdrossel 8 aufweist,
welche nachträglich erodiert werden.
[0053] Bei einem Metal Injection Molding-Verfahren handelt es sich um ein Fertigungsverfahren,
bei dem ein Grünling mittels Spritzgussverfahren hergestellt wird und anschließend
in einem Ofen fertig gesintert wird. Dadurch lassen sich sehr komplexe Bauteilgeometrien
kostengünstig realisieren und die Zerspanung am Bauteil auf ein Minimum reduzieren.
[0054] Anhand von Fig. 5 erkennt man, dass nach einer Fertigung der Ablaufdrossel 9 die
seitliche Bohrung, die zum Fertigen der Drossel benötigt wird, mit Hilfe eines Laserschweißverfahrens
verschlossen wird. Die in der Fig. 5 bzw. der Fig. 4 dargestellt Kugel soll nur eine
solche Verschweißung andeuten und wird nicht in der tatsächlichen Größe verbaut.
1. Vorrichtung (1) zum Steuern eines Injektors (2), umfassend:
einen Durchgangsraum (3), der an einer seiner beiden Seiten durch ein Ankerelement
(4) verschließbar ist, um damit wahlweise einen Fluid-Hochdruckbereich (HP) von einem
Fluid-Niederdruckbereich des Injektors (2) zu trennen,
einen Steuerraum (5) zum Ausüben eines variablen Drucks auf eine Injektorkomponente,
vorzugsweise eine Injektornadel (6),
ein Ventil (7), das zwischen einer anderen der beiden Seiten des Durchgangsraums (3)
und dem Steuerraum (5) angeordnet ist,
eine erste Verbindung (8), die den Hochdruckbereich (HP) des Injektors (2) mit dem
Durchgangsraum (3) verbindet, und
eine zur ersten Verbindung verschiedene, zweite Verbindung (9), die den Durchgangsraum
(3) mit dem Steuerraum (5) verbindet, wobei
das Ventil (7) dazu ausgelegt ist, eine zur zweiten Verbindung verschiedene, direkte
Verbindung (10) zwischen dem Hochdruckbereich und dem Steuerraum (5) zu erstellen,
wenn das Druckniveau in dem Durchgangsraum (3) gleich oder größer einem vorbestimmten
Wert ist,
eine Ventilführung (71) vorgesehen ist, die zwischen der anderen der beiden Seiten
des Durchgangsraums (3) und dem Steuerraum (5) angeordnet ist, und
ein Ventileinsatz (72) vorgesehen ist, der in der Ventilführung (71) verschiebbar
gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ventilführung (71) einen einen Teil der direkten Verbindung bildenden Kanal (10)
aufweist, der bei einer ersten Lage des verschiebbaren Ventileinsatzes (72) in der
Ventilführung (71) keine Fluidverbindung zwischen dem Hochdruckbereich (HP) und dem
Steuerraum (5) herstellt und bei einer zweiten Lage des verschiebbaren Ventileinsatzes
(72) in der Ventilführung (71) eine Fluidverbindung zwischen dem Hochdruckbereich
(HP) und dem Steuerraum (5) herstellt, und
sich der Ventileinsatz (72) in die erste Lage bewegt, wenn eine Druckdifferenz zwischen
dem Durchgangsraum (3) und dem Steuerraum (5) einen vorgegebenen Wert unterschreitet.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die direkte Verbindung (10) nicht über den
Durchgangsraum (3) verläuft.
3. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Verbindung
(8), eine Zulaufdrossel ist, die eine gedrosselte Verbindung von dem Durchgangsraum
(3) zu dem Hochdruckbereich (HP) des Injektors (2) darstellt, wobei vorzugsweise diese
Verbindung (8) unabhängig von einem Zustand des Ventils (7) vorhanden ist.
4. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Ventil (7) ferner
dazu ausgelegt ist, die direkte Verbindung (10) zwischen dem Hochdruckbereich (HP)
und dem Steuerraum (5) nur dann zu erstellen, wenn das Druckniveau in dem Durchgangsraum
(3) gleich oder größer einem vorbestimmten Wert ist, und vorzugsweise ansonsten diese
Verbindung (7) zu schließen.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Verbindung
(9) eine gedrosselte Verbindung ist.
6. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die direkte Verbindung
(10) eine ungedrosselte Verbindung ist.
7. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ferner ein Anschlagelement
(11) vorgesehen ist, das den Hub des Ventileinsatzes (72) bei einer Bewegung von der
ersten Lage in die zweite Lage begrenzt.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, wobei das Anschlagelement (11) ein scheibenförmiger
Körper ist, der eine oder mehrere Durchgangsöffnungen (12) aufweist.
9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei das Anschlagelement (11)
an der Ventilführung (71) befestigt, vorzugsweise verschweißt ist.
10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 - 9, wobei das Anschlagelement (11) in
dem Steuerraum (5) angeordnet ist.
11. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner mit einem Rückstellelement
(13), das den Ventileinsatz (72) mit einer Kraft beaufschlagt, die den Ventileinsatz
(72) von der zweiten Lage in die erste Lage drängt.
12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 11 , wobei das Rückstellelement (13) ein elastisches
Element ist, vorzugsweise eine Feder oder eine Spiralfeder, die den Ventileinsatz
(72) mit einer bestimmten Kraft in die erste Lage drängt.
1. A device (1) for controlling an injector (2) comprising:
a passage space (3) that is closable by an armature element (4) at one of its two
sides to thus selectively separate a fluid high pressure region (HP) from a fluid
low pressure region of the injector (2);
a control space (5) for exerting a variable pressure on an injector component, preferably
an injector needle (6);
a valve (7) that is arranged between another of the two sides of the passage space
(3) and the control space (5);
a first connection (8) that connects the high pressure region (HP) of the injector
(2) to the passage space (3); and
a second connection (9) that is different from the first connection and that connects
the passage space (3) to the control space (5), wherein
the valve (7) is adapted to establish a direct connection (10) different from the
second connection between the high pressure region and the control space (5) when
the pressure level in the passage space (3) is equal to or greater than a predetermined
value;
a valve guide (71) is provided that is arranged between the other one of the two sides
of the passage space (3) and the control space (5); and
a valve core (72) is provided that is displaceably supported in the valve guide (71),
characterized in that
the valve guide (71) has a channel (10) that forms a part of the direct connection
and that does not establish fluid communication between the high pressure region (HP)
and the control space (5) in a first position of the displaceable valve core (72)
in the valve guide (71) and establishes fluid communication between the high pressure
region (HP) and the control space (5) in a second position of the displaceable valve
core (72) in the valve guide (71).
2. A device (1) in accordance with claim 1, wherein the direct connection (10) does not
take place via the passage space (3).
3. A device (1) in accordance with one of the preceding claims, wherein the first connection
(8) is a feed throttle that represents a restricted connection of the passage space
(3) to the high pressure region (HP) of the injector (2), with this connection (8)
preferably being independent of a state of the valve (7).
4. A device (1) in accordance with one of the preceding claims, wherein the valve (7)
is further adapted only to establish the direct connection (10) between the high pressure
region (HP) and the control space (5) when the pressure level in the passage space
(3) is equal to or greater than a predetermined value, and is adapted to otherwise
preferably close this connection (7).
5. A device (1) in accordance with one of the preceding claims, wherein the second connection
(9) is a restricted connection.
6. A device (1) in accordance with one of the preceding claims, wherein the direct connection
(10) is an unrestricted connection.
7. A device (1) in accordance with one of the preceding claims, wherein an abutment element
(11) that limits the stroke of the valve core (72) on a movement from the first position
into the second position is furthermore provided.
8. A device (1) in accordance with claim 7, wherein the abutment element (11) is a disk-shaped
member that has one or more passage openings (12).
9. A device (1) in accordance with one of the claims 7 or 8, wherein the abutment element
(11) is fastened, preferably welded, to the valve guide (71).
10. A device (1) in accordance with one of the claims 7 to 9, wherein the abutment element
(11) is arranged in the control space (5).
11. A device (1) in accordance with one of the preceding claims, furthermore having a
return element (13) that applies a force on the valve core (72) that urges the valve
core (72) from the second position into the first position.
12. A device (1) in accordance with claim 11, wherein the return element (13) is a resilient
element, preferably a spring or a coil spring, that urges the valve core (72) into
the first position with a specific force.
1. Dispositif (1) servant à commander un injecteur (2), comprenant :
un espace de passage (3), qui peut être fermé sur un de ses deux côtés par un élément
d'ancrage (4) afin de séparer ainsi sélectivement une zone à pression élevée de fluide
(HP) d'une zone à basse pression de fluide de l'injecteur (2),
un espace de commande (5) destiné à exercer une pression variable sur un composant
d'injecteur, de préférence une aiguille d'injecteur (6),
une soupape (7), qui est disposée entre un autre des deux côtés de l'espace de passage
(3) et l'espace de commande (5),
une première liaison (8) qui relie la zone à haute pression (HP) de l'injecteur (2)
à l'espace de passage (3) et
une deuxième liaison (9), différente de la première liaison, qui relie l'espace de
passage (3) à l'espace de commande (5), dans lequel
la soupape (7) est conçue pour établir une troisième liaison (10) directe, différente
de la deuxième liaison, entre la zone à haute pression et l'espace de commande (5)
quand le niveau de pression dans l'espace de passage (3) est égal ou supérieur à une
valeur prédéfinie,
un guide de soupape (71) est prévu, lequel est disposé entre l'autre des deux côtés
de l'espace de passage (3) et l'espace de commande (5) et
une garniture de soupape (72) est prévue, laquelle est montée de manière déplaçable
dans le guide de soupape (71),
caractérisé en ce que
le guide de soupape (71) comporte un conduit (10) formant une partie de la liaison
directe, qui, dans une première position de la garniture de soupape (72) déplaçable
dans le guide de soupape (71), n'établit pas de liaison fluidique entre la zone à
haute pression (HP) et l'espace de commande (5) et, dans une deuxième position de
la garniture de soupape (72) déplaçable dans le guide de soupape (71), établit une
liaison fluidique entre la zone à haute pression (HP) et l'espace de commande (5)
et
la garniture de soupape (72) se déplace dans la première position quand une différence
de pression entre l'espace de passage (3) et l'espace de commande (5) passe en dessous
d'une valeur prédéfinie.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, dans lequel la liaison (10) directe ne passe
pas par l'espace de passage (3).
3. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la première
liaison (8) est un organe d'étranglement d'admission, qui constitue une liaison étranglée
de l'espace de passage (3) à la zone à haute pression (HP) de l'injecteur (2), cette
liaison (8) existant de préférence indépendamment d'un état de la soupape (7).
4. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la soupape
(7) est en outre conçue pour établir la liaison (10) directe entre la zone à haute
pression (HP) et l'espace de commande (5) uniquement quand le niveau de pression dans
l'espace de passage (3) est égal ou supérieur à une valeur prédéfinie, et de préférence
fermer sinon cette liaison (7).
5. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la deuxième
liaison (9) est une liaison étranglée.
6. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la liaison
(10) directe est une liaison non étranglée.
7. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel un élément
de butée (11) est en outre prévu, lequel limite la course de la garniture de soupape
(72) lors d'un déplacement de la première position à la deuxième position.
8. Dispositif (1) selon la revendication 7, dans lequel l'élément de butée (11) est un
corps en forme de disque, qui comporte une ou plusieurs ouvertures de passage (12).
9. Dispositif (1) selon l'une des revendications 7 ou 8, dans lequel l'élément de butée
(11) est fixé, de préférence soudé, sur le guide de soupape (71).
10. Dispositif (1) selon l'une les revendications 7 à 9, dans lequel l'élément de butée
(11) est disposé dans l'espace de commande (5).
11. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, comportant en outre un
élément de rappel (13), qui soumet la garniture de soupape (72) à l'action d'une force,
qui pousse la garniture de soupape (72) de la deuxième position à la première position.
12. Dispositif (1) selon la revendication 11, dans lequel l'élément de rappel (13) est
un élément élastique, de préférence un ressort ou un ressort en spirale, qui pousse
la garniture de soupape (72) avec une force définie dans la première position.