[0001] Die Erfindung betrifft eine Reinigungsmittelkombination, welches in einem Verpackungsmittel
getrennt voneinander, mindestens eine gerüststoffhaltige Zubereitung, welche 8 bis
30 Gew.-% mindestens eines Komplexbildners ausgewählt aus Glutaminsäure-
N,
N-diessigsäure und/oder Methylglycindiessigsäure und/oder deren Salzen, sowie mindestens
eine enzymhaltige Zubereitung enthält.
[0002] Die Konfektions- und Angebotsformen von Reinigungsmitteln unterliegen immer neuen
Änderungen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei seit geraumer Zeit auf der bequemen Dosierung
von Reinigungsmitteln und der Vereinfachung der zur Durchführung eines Reinigungsverfahrens
notwendigen Arbeitsschritte.
[0003] Insbesondere Vorrichtungen zur Mehrfachdosierung von Reinigungsmitteln werden vom
Verbraucher gewünscht. Dabei können Vorrichtungen in zwischen in die Geschirrspülmaschine
integrierten Dosierbehältern einerseits und eigenständigen, von der Geschirrspülmaschine
unabhängigen Vorrichtungen andererseits unterschieden werden. Mittels dieser Vorrichtungen,
welche die mehrfache der für die Durchführung eines Reinigungsverfahrens notwendigen
Reinigungsmittelmenge enthalten, werden Reinigungsmittelportionen in automatischer
oder halbautomatischer Weise im Verlauf mehrerer aufeinander folgender Reinigungsverfahren
in den Innenraum der Reinigungsmaschine dosiert. Für den Verbraucher entfällt damit
die Notwendigkeit der Dosierung des Reinigungsmittels vor Beginn jedes einzelnen Reinigungsgangs.
Beispiele für derartige Vorrichtungen werden in der europäischen Patentanmeldung
EP 1 759 624 A2 (Reckitt Benckiser) oder in der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2005 062 479 A1 (BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH) beschrieben.
[0004] Insbesondere wünschen Verbraucher mit eher geringem Spül-/Wäscheaufkommen eine Lösung,
die unkompliziert und einfach zu bedienen ist.
[0005] Unabhängig von der exakten Bauart der im Innenraum von Geschirrspülmaschinen eingesetzten
Dosiervorrichtungen sind die in diesen Vorrichtungen zur Mehrfachdosierung enthaltenen
Reinigungsmittel darüber hinaus über eine längere Zeitdauer insbesondere wechselnden
Temperaturen ausgesetzt, wobei diese Temperaturen in erster Näherung den zur Durchführung
der Reinigungsverfahren eingesetzten Wassertemperaturen gleichen. Diese Temperaturen
können bis zu 95°C betragen, wobei im Bereich der maschinellen Geschirrreinigung üblicherweise
nur Temperaturen zwischen 50 und 75°C erreicht werden. Ein in einer zur Mehrfachdosierung
vorgesehenen Vorrichtung enthaltenes Reinigungsmittel wird demnach im Verlaufe mehrerer
Reinigungsverfahren wiederholt auf Temperaturen deutlich oberhalb der zum Transport
und zur Lagerung üblichen Temperaturen erwärmt, wobei insbesondere temperaturempfindliche
Aktivsubstanzen in Mitleidenschaft gezogen werden.
[0006] Insbesondere Verbraucher, die die Geschirrspülmaschine über mehrere Tage mit Geschirr
beladen und bei denen das verschmutzte Spülgut einige Zeit ungereinigt im Inneren
der Geschirrspülmaschine verbleibt, bevor ein Spülzyklus durchgeführt wird, haben
das Problem, dass die Reinigungsleistung der Produkte, insbesondere bei hartnäckigen,
insbesondere aufgetrockneten Speiseresten auf dem Spülgut, beispielsweise Haferflocken
oder Tee, im Vergleich zum zeitnahen Spülen nach Benutzung des Spülguts zu wünschen
übrig lässt. Das Abspülen von Speiseresten vor Einsortierung in die Spülmaschine ist
aber aus ökologischen und zeitlichen Gründen sowie hinsichtlich der zusätzlichen Wasserkosten
nicht vorteilhaft.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Anmeldung bestand demnach in der Bereitstellung einer
Reinigungsmittelangebotsform, welche eine gute Reinigungsleistung, insbesondere auf
eingetrockneten Speiseresten, insbesondere Hackfleisch, Haferflocken und/oder Tee
liefert, auch wenn mehrere Tage zwischen den einzelnen Nutzungszyklen liegen. Dieses
System soll insbesondere für den Verbraucher wenig aufwendig sein.
[0008] Ein erster Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist daher eine Reinigungsmittelangebotsform,
umfassend
- a) eine flüssige (20°C) Reinigungsmittelzubereitung A, enthaltend
a1) Gerüststoff;
a2) 8 bis 30 Gew.-% mindestens eines Komplexbildners ausgewählt aus Glutaminsäure-N,N-diessigsäure und/oder Methylglycindiessigsäure und/oder deren Salzen,
- b) eine flüssige (20°C) von der Reinigungsmittelzubereitung A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung
B enthaltend
b1) mindestens 5 Gew.-% mindestens einer reinigungsaktiven Enzymzubereitung
b2) optional ein Tensid, bevorzugt ein nichtionisches Tensid, und
b3) optional 2,5 Gew.-% oder weniger Komplexbildner,
- c) optional eine flüssige (20°C) von den Reinigungsmittelzubereitungen A und B verschiedene
Reinigungsmittelzubereitung C, enthaltend
c1) ein Acidifizierungsmittel,
c2) einen Glaskorrosionsinhibitor,
c3) optional ein nichtionisches Tensid,
c4) optional ein Hydrotrop, und
c5) optional weniger als 1 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,5 Gew.-%, insbesondere
weniger als 0,1 Gew.-% Enzymzubereitung, und
d) ein Verpackungsmittel, in welchem die Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C
getrennt voneinander vorliegen.
[0009] Die Kombination einer solchen Zusammensetzung mit den erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
hat für den Verbraucher den Vorteil, dass er sich um die Erneuerung bzw. den Ersatz
der Wirkstoffzusammensetzung und der Reinigungsmittel-zubereitungen nicht viele Gedanken
machen muss. Er tauscht die Kombination gemeinsam aus und muss sich nicht separat
um den Ersatz einzelner Produkte kümmern.
[0010] Überraschenderweise wurde gefunden, dass die erfindungsgemäße Reinigungsmittelangebotsform
eine gute Reinigungsleistung, bevorzugt bei hartnäckigen, insbesondere aufgetrockneten
Speiseresten auf dem Spülgut, beispielsweise Haferflocken oder Tee. Das Abspülen von
Speiseresten vor Einsortierung in die Spülmaschine kann daher entfallen, was aus ökologischen
und zeitlichen Gründen sowie hinsichtlich der zusätzlichen Wasserkosten besonders
vorteilhaft ist.
[0011] Der Gegenstand dieser Anmeldung sind entsprechende Reinigungsmittelangebotsformen,
die durch die Kombination von zwei flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen A und B
erhalten werden. Die flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen A und B und die Wirkstoffzusammensetzung
unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zusammensetzung voneinander.
[0012] Alle Prozentangaben, die im Zusammenhang mit den hierin beschriebenen Zusammensetzungen
gemacht werden, beziehen sich, sofern nicht explizit anders angegeben, auf Gew.-%,
jeweils bezogen auf die betreffende Mischung. Werden in der vorliegenden Anmeldung
Aggregatzustände (fest, flüssig) genannt, so beziehen diese sich, wenn nicht anders
angegeben, auf Raumtemperatur (20°C) bei Normaldruck von 1bar.
[0013] Die Reinigungsmittelangebotsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitungen
phosphatfrei sind, d.h. dass sie weniger als 1 Gew.-% Phosphat, vorzugsweise weniger
als 0,5 Gew.-% Phosphat, besonders bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% Phosphat und insbesondere
kein Phosphat enthalten.
[0014] Die Reinigungszusammensetzung A enthält als Komplexbildner von 8,0 bis 30 Gew.-%
L-Glutaminsäure-
N,
N-diessigsäure und/oder das entsprechende Alkalisalz (GLDA), bevorzugt das Tetranatriumsalz,
und/oder Methylglycindiessigsäure und/oder das entsprechende Alkalisalz, bevorzugt
das Trinatriumsalz, enthalten. Ganz besonders bevorzugt ist das Trinatriumsalz der
Methylglycindiessigsäure (MGDA) bzw. die entsprechenden Natriumsalze enthalten. Die
Bezeichnung Methylglycindiessigsäure bzw. L-Glutaminsäure-
N,
N-diessigsäure umfasst neben den freien Säuren auch deren Salze, beispielsweise deren
Natrium- oder Kaliumsalze. Bevorzugte Reinigungsmittelzubereitungen A dadurch gekennzeichnet
sind, dass diese, bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitungen
A, 10 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 11 bis 18 Gew.-% und insbesondere 12 bis 15,5 Gew.-%,
ganz besonders bevorzugt 13 bis 15 Gew.-% Glutaminsäure-
N,
N-diessigsäure und/oder Methylglycindiessigsäure und/oder deren Salze, bevorzugt 10
bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 11 bis 18 Gew.-% und insbesondere 12 bis 15,5 Gew.-%,
ganz besonders bevorzugt 13 bis 15 Gew.-% Methylglycindiessigsäure und/oder deren
Salze, insbesondere ihres Trinatriumsalzes enthält.
[0015] Für diesen vergleichsweise engen Konzentrationsbereich von 11 bis 18 Gew.-% und insbesondere
12 bis 15,5 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 13 bis 15 Gew.-% des Trinatriumsalzes
der Methylglycindiessigsäure wurde überraschenderweise gefunden, dass die Kombination
aus den genannten Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C, eine gute Reinigungsleistung
auf eingetrocknete Speisereste, wie Hackfleisch, Haferflocken und/oder Tee, insbesondere
im Hinblick auf die Teereinigung ergibt, wobei gleichzeitig der negative Effekt der
Glaskorrosion eingedämmt werden kann.
[0016] Die Reinigungsmittelzubereitung A enthält als ersten wesentlichen Bestandteil einen
oder mehrere Gerüststoffe. Zu den Gerüststoffen zählen insbesondere Carbonate, organische
Cobuilder und Silikate. Erfindungsgemäße Reinigungsmittelangebotsformen sind vorzugsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der Gerüststoff a1) ausgewählt ist aus der Gruppe der
Carbonate, der Hydrogencarbonate, der Citrate, der Silikate, der polymeren Carboxylate
und der Sulfonsäuregruppen-haltigen Polymeren oder Mischungen davon.
[0017] Als Sulfongruppenhaltiges Polymer, wird vorzugsweise ein Sulfopolymer, vorzugsweise
ein copolymeres Polysulfonat, vorzugsweise ein hydrophob modifiziertes copolymeres
Polysulfonat eingesetzt. Die Copolymere können zwei, drei, vier oder mehr unterschiedliche
Monomereinheiten aufweisen. Bevorzugte copolymere Polysulfonate enthalten neben Sulfonsäuregruppen-haltigem(n)
Monomer(en) wenigstens ein Monomer aus der Gruppe der ungesättigten Carbonsäuren.
[0018] Als ungesättigte Carbonsäure(n) wird/werden mit besonderem Vorzug ungesättigte Carbonsäuren
der Formel R
1(R
2)C=C(R
3)COOH eingesetzt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für -H, -CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit -NH2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder
Alkenylreste wie vorstehend definiert oder für -COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist.
[0019] Besonders bevorzugte ungesättigte Carbonsäuren sind Acrylsäure, Methacrylsäure, Ethacrylsäure,
α-Chloroacrylsäure, α-Cyanoacrylsäure, Crotonsäure, α-Phenyl-Acrylsäure, Maleinsäure,
Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Methylenmalonsäure, Sorbinsäure,
Zimtsäure oder deren Mischungen. Einsetzbar sind selbstverständlich auch die ungesättigten
Dicarbonsäuren.
[0020] Bei den Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren sind solche der Formel R
5(R
6)C=C(R
7)-X-SO
3H bevorzugt, in der R
5 bis R
7 unabhängig voneinander für -H, -CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit - NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste oder für -COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist, und X für eine optional vorhandene Spacergruppe
steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-, - C(O)-NH-C(CH
3)
2-CH
2- und -C(O)-NH-CH(CH
3)-CH
2-.
[0021] Unter diesen Monomeren bevorzugt sind solche der Formeln H
2C=CH-X-SO
3H, H
2C=C(CH
3)-X-SO
3H oder HO
3S-X-(R
6)C=C(R
7)-X-SO
3H, in denen R
6 und R
7 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -H, -CH
3, -CH
2CH
3, - CH
2CH
2CH
3 und -CH(CH
3)
2 und X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-, - C(O)-NH-C(CH
3)
2-CH
2- und -C(O)-NH-CH(CH
3)-CH
2-.
[0022] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält Gemäß einer besonders bevorzugten
Ausführungsform enthält eine Reinigungsmittelzubereitung, bevorzugt Reinigungsmittelzubereitung
A, ein solches Polymer umfassend als sulfonsäuregruppenhaltiges Monomer Acrylamidopropansulfonsäuren,
Methacrylamidomethylpropansulfonsäuren oder Acrylamidomethylpropansulfonsäure.
[0023] Besonders bevorzugte Sulfonsäuregruppen-haltige Monomere sind dabei 1-Acrylamido-1-propansulfonsäure,
2-Acrylamido-2-propansulfonsäure, 2-Acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure, 2-Methacrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure,
3-Methacrylamido-2-hydroxy-propansulfonsäure, Allylsulfonsäure, Methallylsulfonsäure,
Allyloxybenzolsulfonsäure, Methallyloxybenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-(2-propenyloxy)propansulfonsäure,
2-Methyl-2-propen1-sulfonsäure, Styrolsulfonsäure, Vinylsulfonsäure, 3-Sulfopropylacrylat,
3-Sulfopropylmethacrylat, Sulfomethacrylamid, Sulfomethylmethacrylamid sowie Mischungen
der genannten Säuren oder deren wasserlösliche Salze. In den Polymeren können die
Sulfonsäuregruppen ganz oder teilweise in neutralisierter Form vorliegen, das heißt
dass das acide Wasserstoffatom der Sulfonsäuregruppe in einigen oder allen Sulfonsäuregruppen
gegen Metallionen, vorzugsweise Alkalimetallionen und insbesondere gegen Natriumionen,
ausgetauscht sein kann. Der Einsatz von teil- oder vollneutralisierten Sulfonsäuregruppen-haltigen
Copolymeren ist erfindungsgemäß bevorzugt.
[0024] Die Monomerenverteilung der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Copolymere beträgt
bei Copolymeren, die nur Carbonsäuregruppen-haltige Monomere und Sulfonsäuregruppen-haltige
Monomere enthalten, vorzugsweise jeweils 5 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt beträgt
der Anteil des Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomers 50 bis 90 Gew.-% und der Anteil
des Carbonsäuregruppen-haltigen Monomers 10 bis 50 Gew.-%, die Monomere sind hierbei
vorzugsweise ausgewählt aus den zuvor genannten. Die Molmasse der erfindungsgemäß
bevorzugt eingesetzten Sulfo-Copolymere kann variiert werden, um die Eigenschaften
der Polymere dem gewünschten Verwendungszweck anzupassen. Bevorzugte Reinigungsmittel
sind dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere Molmassen von 2000 bis 200.000 g·mol
-1, vorzugsweise von 4000 bis 25.000 g·mol
-1 und insbesondere von 5000 bis 15.000 g·mol
-1 aufweisen.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfassen die Copolymere neben Carboxylgruppen-haltigem
Monomer und Sulfonsäuregruppen-haltigem Monomer weiterhin wenigstens ein nichtionisches,
vorzugsweise hydrophobes Monomer. Durch den Einsatz dieser hydrophob modifizierten
Polymere konnte insbesondere die Klarspülleistung erfindungsgemäßer Geschirrspülmittel
verbessert werden.
[0026] Besonders bevorzugt umfassen die Reinigungsmittelzubereitungen, insbesondere Reinigungsmittelzubereitung
A, ein Copolymer, umfassend
- i) Carbonsäuregruppen-haltige Monomere
- ii) Sulfonsäuregruppen-haltige Monomere
- iii) optional nichtionische Monomere, insbesondere hydrophobe Monomere.
[0027] Als nichtionische Monomere werden vorzugsweise Monomere der allgemeinen Formel R
1(R
2)C=C(R
3)-X-R
4 eingesetzt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für -H, -CH
3 oder - C
2H
5 steht, X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus
-CH
2-, - C(O)O- und -C(O)-NH-, und R
4 für einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 22 Kohlenstoffatomen
oder für einen ungesättigten, vorzugsweise aromatischen Rest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen
steht.
[0028] Besonders bevorzugte nichtionische Monomere sind Buten, Isobuten, Penten, 3-Methylbuten,
2-Methylbuten, Cyclopenten, Hexen, Hexen-1, 2-Methlypenten-1, 3-Methlypenten-1, Cyclohexen,
Methylcyclopenten, Cyclohepten, Methylcyclohexen, 2,4,4-Trimethylpenten-1, 2,4,4-Trimethylpenten-2,2,3-Dimethylhexen-1,
2,4-Diemthylhexen-1, 2,5-Dimethlyhexen-1, 3,5-Dimethylhexen-1, 4,4-Dimethylhexan-1,
Ethylcyclohexyn, 1-Octen, α-Olefine mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen wie beispielsweise
1-Decen, 1-Dodecen, 1-Hexadecen, 1-Oktadecen und C
22-α-Olefin, 2-Styrol, α-Methylstyrol, 3-Methylstyrol, 4-Propylstryol, 4-Cyclohexylstyrol,
4-Dodecylstyrol, 2-Ethyl-4-Benzylstyrol, 1-Vinylnaphthalin, 2-Vinylnaphthalin, Acrylsäuremethylester,
Acrylsäureethylester, Acrylsäurepropylester, Acrylsäurebutylester, Acrylsäurepentylester,
Acrylsäurehexylester, Methacrylsäuremethylester,
N-(Methyl)acrylamid, Acrylsäure-2-Ethylhexylester, Methacrylsäure-2-Ethylhexylester,
N-(2-Ethylhexyl)acrylamid, Acrylsäureoctylester, Methacrylsäureoctylester,
N-(Octyl)acrylamid, Acrylsäurelaurylester, Methacrylsäurelaurylester,
N-(Lauryl)acrylamid, Acrylsäurestearylester, Methacrylsäurestearylester,
N-(Stearyl)acrylamid, Acrylsäurebehenylester, Methacrylsäurebehenylester und N-(Behenyl)acrylamid
oder deren Mischungen, insbesondere Acrylsäure, Ethylacrylat, 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure
(AMPS) sowie deren Mischungen.
[0029] Bevorzugte Reinigungsmittelangebotsformen umfassen eine Reinigungsmittelzubereitung
A, die, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 2 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 6 bis 45 Gew.-%
und insbesondere 10 bis 40 Gew.-% Gerüststoff enthält.
[0030] Besonders bevorzugt ist der Einsatz von Gerüststoffen a1) aus der Gruppe der Carbonate
und/oder Hydrogencarbonate, vorzugsweise Alkalicarbonate, besonders bevorzugt Natriumcarbonat,
in Mengen von 2 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 3 bis 20 Gew.-% und insbesondere von
4 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht der Reinigungsmittelzubereitung A.
[0031] Als organische Cobuilder sind insbesondere Polycarboxylate / Polycarbonsäuren, polymere
Carboxylate, (Poly-)Asparaginsäure, Polyacetale, Dextrine und organische Cobuilder
zu nennen. Diese Stoffklassen werden nachfolgend beschrieben.
[0032] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form der freien
Säure und/oder ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren
solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise
sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen
Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugt sind unter
Polycarbonsäuren nicht polymere Polycarboxylate zu verstehen. Solche polymeren Polycarboxylate
weisen eine größere Zahl, bevorzugt 4 und mehr carbonsäurehaltige Monomere auf. Die
freien Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft
einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines niedrigeren
und milderen pH-Wertes von Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure,
Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus
diesen zu nennen.
[0033] Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitungen A enthalten als
einen ihrer wesentlichen Gerüststoffe Citrat. Reinigungsmittelangebotsformen, dadurch
gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht
2 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% und insbesondere 7 bis 20 Gew.-% Citrat
enthalten, sind erfindungsgemäß bevorzugt. Citrat bzw. Citronensäure haben sich insbesondere
in Kombination mit Phosphonat, insbesondere 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, und/oder
den Sulfonsäuregruppen-haltigen Polymeren als die in Bezug auf die Reinigungsleistung
wie die Klarspülleistung und insbesondere Belagsinhibierung wirksamsten Gerüststoffe
erwiesen.
[0034] Besonders bevorzugt sind Reinigungsmittelangebotsform bei denen, die Reinigungsmittelzubereitung
A, jeweils bezogen auf ihr Gesamtgewicht, Citrat in Mengen von 3 bis 20 Gew%, insbesondere
von 4 bis 15 Gew.-% sowie Carbonat in Mengen von 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere 7 bis
20 Gew.-% enthält.
[0035] Als Gerüststoffe sind weiterhin polymere Polycarboxylate geeignet, dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise
solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70000 g/mol.
[0036] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse
von 2000 bis 20000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können
aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 2000 bis
10000 g/mol, und besonders bevorzugt von 3000 bis 5000 g/mol, aufweisen, bevorzugt
sein.
[0037] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse,
bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise
20000 bis 50000 g/mol und insbesondere 30000 bis 40000 g/mol.
[0038] Der Gehalt der maschinellen Geschirrspülmittel an (co-)polymeren Polycarboxylaten
beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-% und insbesondere 3 bis 10 Gew.-%.
[0039] Erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel können als Gerüststoff kristalline
schichtförmige Silikate der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O, worin M Natrium oder Wasserstoff darstellt,
x eine Zahl von 1,9 bis 22, vorzugsweise von 1,9 bis 4, wobei besonders bevorzugte
Werte für
x 2, 3 oder 4 sind, und y für eine Zahl von 0 bis 33, vorzugsweise von 0 bis 20 steht.
[0040] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche vorzugsweise löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen.
[0041] In bevorzugten erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmitteln wird der Gehalt
an Silikaten, bezogen auf das Gesamtgewicht des maschinellen Geschirrspülmittels,
auf Mengen unterhalb 10 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 5 Gew.-% und insbesondere unterhalb
2 Gew.-% begrenzt. Besonders bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel
sind Silikat-frei.
[0042] Selbstverständlich können die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel die
vorgenannten Gerüststoffe sowohl in Form einzelner Substanzen als auch in Form von
Substanzgemischen aus zwei, drei, vier oder mehr Gerüststoffen enthalten.
[0043] Besonders bevorzugte flüssige maschinelle Geschirrspülmittel sind dadurch gekennzeichnet,
dass das Geschirrspülmittel mindestens zwei Gerüststoffe aus der Gruppe der Carbonate
und Citrate, und der Sulfonsäuregruppen-haltigen Polymeren enthält, wobei der Gewichtsanteil
dieser Gerüststoffe, bezogen auf sein Gesamtgewicht des maschinellen Geschirrspülmittels,
bevorzugt 2 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 45 Gew.-% und insbesondere 10 bis 40
Gew.-% beträgt. Die Kombination von zwei oder mehr Gerüststoffen aus der oben genannten
Gruppe hat sich für die Reinigungs- und Klarspülleistung erfindungsgemäßer maschineller
Geschirrspülmittel als vorteilhaft erwiesen.
[0044] Als zweiten wesentlichen Bestandteil enthält die Reinigungsmittelzubereitung A einen
Komplexbildner, der von den vorstehend genannten Gerüststoffen verschieden ist. Der
Gewichtsanteil des Komplexbildners am Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung
A beträgt dabei vorzugsweise 2 bis 60 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 55 Gew.-%, vorzugsweise
4 bis 55 Gew.-% und insbesondere 8 bis 50 Gew.-%.
[0045] Eine weitere Gruppe bevorzugter Komplexbildner bilden die Phosphonate, sofern sie
aus regulatorischen Gründen einsetzbar sind. Die komplexbildenden Phosphonate umfassen
neben der 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure eine Reihe unterschiedlicher Verbindungen
wie beispielsweise Diethylentriaminpenta-(methylenphosphonsäure) (DTPMP). In dieser
Anmeldung bevorzugt sind insbesondere Hydroxyalkan- bzw. Aminoalkanphosphonate. Unter
den Hydroxyalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP) von besonderer
Bedeutung als Cobuilder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt, wobei das
Dinatriumsalz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH 9) reagiert. Als Aminoalkanphosphonate
kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat
(DTPMP) sowie deren höhere Homologe in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der
neutral reagierenden Natriumsalze, z. B. als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta-
und Octa-Natriumsalz der DTPMP, eingesetzt. Als Builder wird dabei aus der Klasse
der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die Aminoalkanphosphonate besitzen zudem
ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend kann es, insbesondere
wenn die Mittel auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate, insbesondere
DTPMP, einzusetzen, oder Mischungen aus den genannten Phosphonaten zu verwenden.
[0046] Eine im Rahmen dieser Anmeldung bevorzugte Reinigungsmittelzubereitung A enthält
ein oder mehrere Phosphonat(e) aus der Gruppe
- a) Aminotrimethylenphosphonsäure (ATMP) und/oder deren Salze;
- b) Ethylendiamintetra(methylenphosphonsäure) (EDTMP) und/oder deren Salze;
- c) Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure) (DTPMP) und/oder deren Salze;
- d) 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP) und/oder deren Salze;
- e) 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBTC) und/oder deren Salze;
- f) Hexamethylendiamintetra(methylenphosphonsäure) (HDTMP) und/oder deren Salze;
- g) Nitrilotri(methylenphosphonsäure) (NTMP) und/oder deren Salze.
[0047] Besonders bevorzugt werden Reinigungsmittelzubereitungen A, welche als Phosphonate
1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP) oder Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure)
(DTPMP) enthalten.
[0048] Selbstverständlich können die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel zwei
oder mehr unterschiedliche Phosphonate enthalten. Der Gewichtsanteil der Phosphonate
am Gesamtgewicht erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen A beträgt vorzugsweise
1 bis 8 Gew.-%, vorzugsweise 1,2 bis 6 Gew.-%, bevorzugt 1,3 bis 4,5 Gew.-%, besonders
bevorzugt 1,4 bis 4,5 Gew.-% und insbesondere 1,5 bis 4 Gew.-%.
[0049] Besonders bevorzugte Reinigungsmittelangebotsformen sind dadurch gekennzeichnet,
dass sie zusätzlich weitere Komplexbildner ausgewählt aus der Gruppe Hydroxyethylethylendiamintriessigsäure,
Ethylendiamintetraessigsäure, Diethylentriaminpentaessigsäure, Iminodibernsteinsäure,
Hydroxyimino-dibernsteinsäure, Asparaginsäurediessigsäure, Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
oder Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure) sowie deren Salzen oder deren Mischungen
enthalten können.
[0050] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die Reinigungsmittelzubereitung
A die Komplexbildner ausgewählt aus Phosphonaten, insbesondere HEDP, sofern aus regulatorischen
Gründen zulässig, und/oder MGDA und deren jeweiligen Salzen. Insbesondere umfassen
dann die Gerüststoffe Citrat sowie Carbonat und/oder Hydrogencarbonat sowie optional
mindestens ein Sulfonsäuregruppen-haltiges Polymer.
[0051] Gemäß einer besonders bevorzugt Ausführungsform der Reinigungsmittelangebotsform,
enthält die Reinigungsmittelzubereitung A, jeweils bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
MGDA und/oder deren Salze in Mengen von 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere 8 bis 25 Gew.-%,
beispielsweise 10 bis 15 Gew.-%, Citrat in Mengen von 3 bis 20 Gew%, insbesondere
von 4 bis 15 Gew.-% sowie Carbonat in Mengen von 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere 7 bis
20 Gew.-%. Ebenfalls bevorzugt ist neben diesen genannten Aktivstoffen, sofern dies
aus regulatorischen Gründen zulässig ist, Phosphonat und/oder dessen Salz, in Mengen
von 1,2 bis 6 Gew.-%, bevorzugt 1,3 bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt 1,4 bis 4,5
Gew.-% insbesondere 1,5 bis 4 Gew.-% enthalten.
[0052] In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform enthält eine der Reinigungsmittelzubereitung,
bevorzugt Reinigungsmittelzubereitung B, weiterhin mindestens ein Tensid, insbesondere
ausgewählt aus anionischen, nichtionischen, zwitterionischen und amphoteren Tensiden.
Alternativ können die Tenside auch in einer von den Reinigungsmittelzubereitungen
A und B verschiedenen Reinigungsmittelzubereitung enthalten sein. Tenside sind in
einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitung B, soweit eingesetzt, vorzugsweise
in einer Menge bis zu 40 Gew.-%, insbesondere 2 bis 40 Gew.-% oder 4 bis 40 Gew.-%,
besonders bevorzugt in einer Menge von 5 bis 35 Gew.-%, insbesondere 10 bis 30 Gew.-%,
enthalten.
[0053] Bevorzugt enthält Reinigungsmittelzubereitung A weniger als 2 Gew.-% Tensid, bevorzugt
weniger als 1 Gew.-% Tensid, besonders bevorzugt weniger als 1 Gew.-% Tensid, insbesondere
kein Tensid, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung
A.
[0054] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, zum Beispiel aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO, 4 EO oder 7 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 7 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Auch nichtionische Tenside, die EO- und PO-Gruppen
zusammen im Molekül enthalten, sind erfindungsgemäß einsetzbar. Hierbei können Blockcopolymere
mit EO-PO-Blockeinheiten bzw. PO-EO-Blockeinheiten eingesetzt werden, aber auch EO-PO-EO-Copolymere
bzw. PO-EO-PO-Copolymere. Selbstverständlich sind auch gemischt alkoxylierte Niotenside
einsetzbar, in denen EO- und PO-Einheiten nicht blockweise, sondern statistisch verteilt
sind. Solche Produkte sind durch gleichzeitige Einwirkung von Ethylen- und Propylenoxid
auf Fettalkohole erhältlich.
[0055] Der Gehalt an nichtionischen Tensiden in der Reinigungszubereitung B beträgt in einer
bevorzugten Ausführungsform 5 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 7 bis 20 Gew.-% und insbesondere
9 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Reinigungszubereitung B.
[0056] Neben den nichtionischen Tensiden kann die Reinigungszubereitung B auch anionische
Tenside enthalten. Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der
Sulfonate und Sulfate eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise
C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), zum Beispiel die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-,
Palmkern- oder Talgfettsäuren geeignet. Die anionischen Tenside einschließlich der
Seifen können in Form ihrer Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche
Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise
liegen die anionischen Tenside in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere
in Form der Natriumsalze vor.
[0057] Der Gehalt der Reinigungszubereitung B an anionischen Tensiden beträgt in einer bevorzugten
Ausführungsform 0,1 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge
der Reinigungszubereitung A.
[0058] Ein bevorzugter pH-Wert erfindungsgemäßer Reinigungszubereitungen A liegt zwischen
9 und 14, insbesondere 9 und 12. Die Einstellung des pH-Wertes kann, falls erforderlich,
durch entsprechende pH-Stellmittel, insbesondere Natrium- oder Kaliumhydroxid, erfolgen.
[0059] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen B enthalten als ihren ersten
wesentlichen Bestandteil mindestens ein reinigungsaktives Enzym. Der Gewichtsanteil
der reinigungsaktiven Enzymzubereitung am Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung
B beträgt vorzugsweise 5 und 80 Gew.-%, bevorzugt 5 und 60 Gew.-%, besonders bevorzugt
10 und 50 Gew.-% und insbesondere 10 und 30 Gew.-%. Dabei enthalten die so eingesetzten
Enzym-Zubereitungen jeweils von 0,1 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 30 Gew.-%
und besonders bevorzugt von 0,4 bis 20 Gew.-% und insbesondere von 0,8 bis 10 Gew.-%
aktives Enzymprotein.
[0060] Zu den mit besonderem Vorzug eingesetzten Enzymen zählen dabei insbesondere Proteasen,
Amylasen, Lipasen, Hemicellulasen, Cellulasen, Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen,
sowie vorzugsweise deren Gemische. Diese Enzyme sind im Prinzip natürlichen Ursprungs;
ausgehend von den natürlichen Molekülen stehen für den Einsatz in Reinigungsmitteln
verbesserte Varianten zur Verfügung, die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden.
Reinigungsmittel enthalten Enzyme vorzugsweise in Gesamtmengen von 1 × 10
-6 bis 5 Gew.-% bezogen auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe
bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren bestimmt
werden.
[0061] Die erfindungsgemäße stabilisierende Wirkung wurde in besonderem Maße bei den Amylasen,
Proteasen, Cellulasen und Mannanasen beobachtet, weshalb erfindungsgemäße flüssige
Reinigungsmittelzubereitungen B, dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens ein
reinigungsaktives Enzym aus der Gruppe der Amylasen und/oder Proteasen und/oder Cellulasen
und/oder Mannanasen, insbesondere aus der Gruppe der Amylasen und/oder Proteasen,
enthalten, bevorzugt werden.
[0062] Unter den Proteasen sind solche vom Subtilisin-Typ bevorzugt. Beispiele hierfür sind
die Subtilisine BPN' und Carlsberg sowie deren weiterentwickelte Formen, die Protease
PB92, die Subtilisine 147 und 309, die Alkalische Protease aus
Bacillus lentus, Subtilisin DY und die den Subtilasen, nicht mehr jedoch den Subtilisinen im engeren
Sinne zuzuordnenden Enzyme Thermitase, Proteinase K und die Proteasen TW3 und TW7.
[0063] Erfindungsgemäß bevorzugte flüssige Reinigungsmittelzubereitungen B enthalten, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung, 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise
7 bis 40 Gew.-% und insbesondere 10 bis 30 Gew.-% Protease-Zubereitungen. Besonders
bevorzugt werden Reinigungsmittelzubereitungen B, die bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
15 bis 25 Gew.-% Protease-Zubereitungen enthalten.
[0064] Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare Amylasen sind die α-Amylasen aus
Bacillus licheniformis, aus B.
amyloliquefaciens, aus B.
stearothermophilus, aus
Aspergillus niger und
A. oryzae sowie die für den Einsatz in Reinigungsmitteln verbesserten Weiterentwicklungen der
vorgenannten Amylasen. Desweiteren sind für diesen Zweck die α-Amylase aus
Bacillus sp. A 7-7 (DSM 12368) und die Cyclodextrin-Glucanotransferase (CGTase) aus B.
agaradherens (DSM 9948) hervorzuheben.
[0065] Erfindungsgemäß bevorzugte flüssige Reinigungsmittelzubereitungen B enthalten, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung, 0,1 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
1,0 bis 25 Gew.-% und insbesondere 2,0 bis 20 Gew.-% Amylase-Zubereitungen. Besonders
bevorzugt werden Reinigungsmittelzubereitungen B, die bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
4,0 bis 16 Gew.-% Amylase-Zubereitungen enthalten.
[0066] Weitere erfindungsgemäß bevorzugte flüssige Reinigungszubereitungen B enthalten,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung, 0,1 bis 30 Gew.-%,
vorzugsweise 1,0 bis 25 Gew.-% und insbesondere 2,0 bis 20 Gew.-% Cellulase-Zubereitungen.
[0067] Weitere erfindungsgemäß bevorzugte flüssige Reinigungszubereitungen B enthalten,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung, 0,1 bis 30 Gew.-%,
vorzugsweise 1,0 bis 25 Gew.-% und insbesondere 2,0 bis 20 Gew.-% Mannanase-Zubereitungen.
[0068] Erfindungsgemäß einsetzbar sind weiterhin Lipasen oder Cutinasen, insbesondere wegen
ihrer Triglycerid-spaltenden Aktivitäten, aber auch, um aus geeigneten Vorstufen
in situ Persäuren zu erzeugen. Hierzu gehören beispielsweise die ursprünglich aus
Humicola lanuginosa (
Thermomyces lanuginosus) erhältlichen, beziehungsweise weiterentwickelten Lipasen, insbesondere solche mit
dem Aminosäureaustausch D96L. Des weiteren sind beispielsweise die Cutinasen einsetzbar,
die ursprünglich aus
Fusarium solani pisi und
Humicola insolens isoliert worden sind. Einsetzbar sind weiterhin Lipasen, beziehungsweise Cutinasen,
deren Ausgangsenzyme ursprünglich aus
Pseudomonas mendocina und
Fusarium solanii isoliert worden sind.
[0069] Weitere erfindungsgemäß bevorzugte flüssige Reinigungszubereitungen B enthalten,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung, 0,1 bis 30 Gew.-%,
vorzugsweise 1,0 bis 25 Gew.-% und insbesondere 2,0 bis 20 Gew.-% Lipase-Zubereitungen.
[0070] Weiterhin können Enzyme eingesetzt werden, die unter dem Begriff Hemicellulasen zusammengefaßt
werden. Neben der bereits zuvor genannten Mannanase gehören hierzu beispielsweise
Xanthanlyasen, Pektinlyasen (=Pektinasen), Pektinesterasen, Pektatlyasen, Xyloglucanasen
(=Xylanasen), Pullulanasen und β-Glucanasen.
[0071] Zur Erhöhung der bleichenden Wirkung können erfindungsgemäß Oxidoreduktasen, beispielsweise
Oxidasen, Oxygenasen, Katalasen, Peroxidasen, wie Halo-, Chloro-, Bromo-, Lignin-,
Glucose- oder Mangan-peroxidasen, Dioxygenasen oder Laccasen (Phenoloxidasen, Polyphenoloxidasen)
eingesetzt werden. Vorteilhafterweise werden zusätzlich vorzugsweise organische, besonders
bevorzugt aromatische, mit den Enzymen wechselwirkende Verbindungen zugegeben, um
die Aktivität der betreffenden Oxidoreduktasen zu verstärken (Enhancer) oder um bei
stark unterschiedlichen Redoxpotentialen den oxidierenden Enzymen und den Anschmutzungen
den Elektronenfluss zu gewährleisten (Mediatoren).
[0072] Reinigungsaktive Enzyme, insbesondere Proteasen und Amylasen, werden in der Regel
nicht in Form des reinen Proteins, sondern vielmehr in Form stabilisierter, lager-
und transportfähiger Zubereitungen bereitgestellt. Zu diesen vorkonfektionierten Zubereitungen
zählen beispielsweise die durch Granulation, Extrusion oder Lyophilisierung erhaltenen
festen Präparationen oder, insbesondere bei flüssigen oder gelförmigen Mitteln, Lösungen
der Enzyme, vorteilhafterweise möglichst konzentriert, wasserarm und/oder mit Stabilisatoren
oder weiteren Hilfsmitteln versetzt.
[0073] Alternativ können die Enzyme sowohl für die feste als auch für die flüssige Darreichungsform
verkapselt werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung
zusammen mit einem vorzugsweise natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise
solchen, bei denen die Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind oder
in solchen vom Kern-Schale-Typ, bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-,
Luft- und/oder Chemikalien-undurchlässigen Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten
Schichten können zusätzlich weitere Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren,
Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach
an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Schüttel- oder Rollgranulation oder
in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise sind derartige Granulate, beispielsweise
durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.
[0074] Weiterhin ist es möglich, zwei oder mehrere Enzyme zusammen zu konfektionieren, so
dass ein einzelnes Granulat mehrere Enzymaktivitäten aufweist.
[0075] Wie aus den vorherigen Ausführungen ersichtlich, bildet das Enzym-Protein nur einen
Bruchteil des Gesamtgewichts üblicher Enzym-Zubereitungen. Erfindungsgemäß bevorzugt
eingesetzte Enzymzubereitungen, insbesondere die Protease- und Amylase-Zubereitungen,
enthalten von 0,1 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt
von 0,4 bis 20 Gew.-% und insbesondere von 0,8 bis 10 Gew.-% des Enzymproteins.
[0076] Erfindungsgemäß besonders bevorzugte flüssige Reinigungsmittelzubereitungen B enthalten
daher, bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung, 7 bis 40 Gew.-%,
insbesondere 10 bis 30 Gew.-% Protease-Zubereitungen und 2 bis 20 Gew.-%, insbesondere
4,0 bis 16 Gew.-% Amylase-Zubereitungen eingesetzt, welche jeweils 0,4 bis 20 Gew.-%,
insbesondere von 0,8 bis 10 Gew.-% aktives Protein enthalten.
[0077] Bevorzugt werden mehrere Enzyme und/oder Enzymzubereitungen, vorzugsweise flüssige
Protease-Zubereitungen und/oder Amylase-Zubereitungen, sowie optional Cellulase-Zubereitungen
und/oder Mannanase-Zubereitungen eingesetzt.
[0078] Ein bevorzugter pH-Wert erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen B liegt zwischen
6 und 9.
[0079] Die Reinigungsmittelzubereitungen B der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsformen
enthalten bevorzugt weniger als 2,5 Gew.-% Komplexbildner. Dabei enthalten sie bevorzugt
weniger als 2,5 Gew.-% Komplexbildner und/oder Gerüststoffe. Die Absenkung des Komplexbildner-Gehalts
unter diese Obergrenzen hat sich als für die Reinigungsleistung als vorteilhaft erwiesen.
Durch eine weitere Absenkung des Gehaltes an Komplexbildner deutlich unterhalb die
Obergrenzen ist überraschenderweise eine weitere Steigerung der Reinigungsleistung
erfindungsgemäßer Reinigungsmittelangebotsformen realisierbar.
[0080] Entsprechend sind erfindungsgemäß bevorzugte Reinigungsmittelangebotsformen dadurch
gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung B weniger als 2,0 Gew.-% Komplexbildner,
vorzugsweise weniger als 1,0 Gew.-% Komplexbildner, besonders bevorzugt weniger als
0,5 Gew.-% Komplexbildner und insbesondere keine Komplexbildner enthält.
[0081] Die Gesamtmenge des in der Reinigungsmittelzubereitung B enthaltenen Komplexbildners
und/oder Gerüststoffe beträgt bevorzugt weniger als 10 Gew.-%, vorzugsweise weniger
als 6 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger als 2 Gew.-% und insbesondere 0 Gew.-%.
[0082] Ein optionaler Bestandteil der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen, insbesondere
der Reinigungsmittelzubereitung B, sind organische Lösungsmittel. Bevorzugte organische
Lösungsmittel stammen aus der Gruppe der ein- oder mehrwertigen Alkohole, Alkanolamine
oder Glykolether. Vorzugsweise sind die Lösungsmittel ausgewählt aus Ethanol, n- oder
i-Propanol, Butanol, Glykol, Propan- oder Butandiol, Glycerin, Monoethanolamin, Diglykol,
Propyl- oder Butyldiglykol, Hexylenglycol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether,
Ethylenglykolpropylether, Etheylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykolmethylether,
Diethylenglykolethylether, Propylenglykolmethyl-, -ethyl- oder -propylether, Dipropylenglykolmethyl-,
oder -ethylether, Methoxy-, Ethoxy- oder Butoxytriglykol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol,
3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether sowie Mischungen dieser Lösungsmittel.
Bevorzugte Lösungsmittel sind vorzugsweise ausgewählt aus Glycerin, 1,2-Propylenglycol,
1,3-Propylenglycol, Dipropylenglycol sowie Polyethylenglycolen, insbesondere solchen
Polyethylenglycolen, welche mittleres Molekulargewicht zwischen 100 und 800, bevorzugt
200 und 600 g/mol aufweisen. Der Gewichtsanteil dieser organischen Lösungsmittel am
Gesamtgewicht der jeweiligen erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen beträgt
vorzugsweise 5 bis 80 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 60 Gew.-% und insbesondere 20 bis 50
Gew.-%.
[0083] Ein besonders bevorzugtes und in Bezug auf die Stabilisierung der Reinigungsmittelzubereitung,
insbesondere der Reinigungsmittelzubereitung B, besonders wirksames organisches Lösungsmittel
ist das 1,2-Propylenglykol. Der Gewichtsanteil des 1,2-Propylenglykols am Gesamtgewicht
der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen B kann in weiten Grenzen variieren,
jedoch haben sich solche Zubereitungen als besonders stabil erwiesen, die, bezogen
auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Reinigungsmittelzubereitung B, 5 bis 80 Gew.-%,
vorzugsweise 10 bis 60 Gew.-% und insbesondere 20 bis 50 Gew.-% 1,2-Propylenglykol
enthalten. Entsprechende Zubereitungen werden daher erfindungsgemäß bevorzugt.
[0084] Ein weiterer optionaler Bestandteil der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
B ist eine Borsäure bzw. ein Borsäurederivat. Neben der Borsäure werden dabei vorzugsweise
insbesondere die Boronsäuren oder deren Salze oder Ester eingesetzt, darunter vor
allem Derivate mit aromatischen Gruppen, etwa ortho-, meta- oder para-substituierte
Phenylboronsäuren, insbesondere 4-Formylphenyl-Boronsäure (4-FPBA), beziehungsweise
die Salze oder Ester der genannten Verbindungen. Der Gewichtsanteil der Borsäure bzw.
der Borsäurederivate am Gesamtgewicht erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen
B beträgt vorzugsweise 0,001 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,002 bis 6 Gew.-% und insbesondere
0,05 bis 3 Gew.-%.
[0085] Ein besonders bevorzugtes und in Bezug auf die Stabilisierung der Reinigungsmittelzubereitung
besonders wirksames Borsäurederivat ist 4-Formylphenyl-Boronsäure. Der Gewichtsanteil
der 4-Formylphenyl-Boronsäure am Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Reinigungsmittel-zubereitungen
kann in weiten Grenzen variieren, jedoch haben sich solche Zubereitungen als besonders
stabil erwiesen, die, bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung
B, 0,001 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,002 bis 6 Gew.-% und insbesondere 0,05 bis 3 Gew.-%
enthalten. Entsprechende Zubereitungen werden daher erfindungsgemäß bevorzugt.
[0086] Ein weiterer optionaler Bestandteil der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
ist eine Ca- oder Mg-Ionenquelle. Der Gewichtsanteil der Ca- oder Mg-Ionenquelle am
Gesamtgewicht erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen B beträgt vorzugsweise
0,01 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 8 Gew.-% und insbesondere 0,5 bis 5 Gew.-%.
[0087] Als besonders bevorzugte und in Bezug auf die Stabilisierung der Reinigungsmittelzubereitung
B besonders wirksame Ca-Ionenquellen haben sich die organischen Calciumsalze erwiesen.
[0088] Der Gewichtsanteil der organischen Calciumsalze am Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitungen kann in weiten Grenzen variieren, jedoch haben sich
solche Zubereitungen als besonders stabil erwiesen, die, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Reinigungsmittelzubereitung, 0,01 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 8 Gew.-% und
insbesondere 0,5 bis 5 Gew.-% enthalten. Entsprechende Zubereitungen werden daher
erfindungsgemäß bevorzugt.
[0089] Zur Enzymstabilisierung können in erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
B weiterhin auch Polyole enthalten sein, insbesondere Sorbitol.
[0090] Die flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen B enthalten bezogen auf ihr Gesamtgewicht
vorzugsweise 30 Gew.-% und weniger, vorzugsweise 25 Gew.-% und weniger, insbesondere
15 Gew.-% und weniger Wasser. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten
die Reinigungsmittelzubereitungen B bezogen auf ihr Gesamtgewicht 0,5 bis 30 Gew.-%,
bevorzugt 1,0 bis 25 Gew.-% und insbesondere 1,5 bis 30 Gew.-% Wasser.
[0091] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Reinigungsmittelangebotsform weiterhin
eine flüssige Reinigungsmittelzubereitung C, wobei die Reinigungsmittelzubereitung
C von den Reinigungsmittelzubereitungen A und B verschieden ist.
[0092] In dem erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülverfahren werden die Reinigungsmittelzubereitungen
A und B und die Wirkstoffzusammensetzung D in einer bevorzugten Ausführungsform in
Kombination mit mindestens einer weiteren Reinigungsmittelzubereitung C eingesetzt.
Bei Einsatz in einem Geschirrspülverfahren ist diese Reinigungsmittelzubereitung C
vorzugsweise Tensid- und/oder Säure-haltig, bevorzugt Tensid- und Säurehaltig.
[0093] Durch den Einsatz einer Tensid- und/oder Säure-haltigen Reinigungsmittelzubereitung
C kann die in den erfindungsgemäßen Geschirrspülverfahren erzielte Klarspülleistung
verbessert werden. Dies gilt insbesondere für solche bevorzugten Verfahrensvarianten,
bei denen die Dosierung der Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C zeitversetzt
erfolgt. Als tensidische Zusatzstoffe für die Reinigungsmittelzubereitung C eignen
sich insbesondere die weiter oben beschriebenen nichtionischen Tenside. Vorzugsweise
werden jedoch nichtionische Tenside der allgemeinen Formel R
1-CH(OH)CH
2O-(AO)
w-(A'O)
x-(A"O)
y-(A'''O)
z-R
2, in der
- R1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C6-24-Alkyl-oder -Alkenylrest steht;
- R2 für einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
- A, A', A" und A''' unabhängig voneinander für einen Rest aus der Gruppe -CH2CH2, -CH2CH2-CH2, -CH2-CH(CH3), -CH2-CH2-CH2-CH2, -CH2-CH(CH3)-CH2-, -CH2-CH(CH2-CH3) stehen,
- w, x, y und z für Werte zwischen 0,5 und 120 stehen, wobei x, y und/oder z auch 0
sein können
eingesetzt. Als besonders wirkungsvoll haben sich hierbei die nichtionischen Tenside
der allgemeine Formel R
1-CH(OH)CH
2O-(AO)
w-R
2 erwiesen, in der
- R1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht;
- R2 für einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
- A für einen Rest aus der Gruppe CH2CH2, -CH2CH2-CH2, -CH2-CH(CH3) steht, und
- w für Werte zwischen 1 und 120, vorzugsweise 10 bis 80, insbesondere 20 bis 40 steht.
[0094] Zur Gruppe dieser nichtionischen Tenside zählen beispielsweise die C
4-22 Fettatkohot-(EO)
10-80-2-hydroxyalkylether, insbesondere auch die C
8-12 Fettalkohol-(EO)
22-2-hydroxydecylether und die C
4-22Fettatkohot-(EO)
40-80-2-hydroxyatkytether.
[0095] Der Gewichtsanteil des nichtionischen Tensids am Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung
C beträgt vorzugsweise von 1,0 bis 20 Gew.-%, bevorzugt von 2,0 bis 18, besonders
bevorzugt von 4,0 bis 15 Gew.-% und insbesondere von 6,0 bis 12 Gew.-%.
[0096] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform enthält mindestens eine Reinigungsmittelzubereitung,
insbesondere mindestens eine Reinigungsmittelzubereitung umfassend weiterhin ein nichtionisches
Tensid, besonders bevorzugt zumindest die Reinigungsmittelzubereitung B und/oder D
mindestens ein Hydrotrop (im weiteren auch als Lösevermittler bezeichnet). Bevorzugte
Hydrotrope sind Xylolsulfonat, Cumolsulfonat, Harnstoff und/oder
N-Methylacetamid, besonders bevorzugt Cumolsulfonat und/oder Xylolsulfonat, insbesondere
Cumolsulfonat. Es wurde festgestellt, dass der Einsatz von Hydrotropen, insbesondere
von Cumolsulfonat, die Phasenstabilität hinsichtlich der Temperaturschwankungen enorm
verbessert. Insbesondere ist dies für solche Zubereitungen zu beobachten, welche mindestens
ein nichtionisches Tensid enthalten. Insbesondere bevorzugt ist es, dass zumindest
die Reinigungsmittelzubereitung C, insbesondere die Reinigungsmittelzubereitungen
C und B mindestens ein Hydrotrop, bevorzugt Xylolsulfonat, Cumolsulfonat, Harnstoff
und/oder N-Methylacetamid, besonders bevorzugt Cumolsulfonat und/oder Xylolsulfonat,
insbesondere Cumolsulfonat., bevorzugt in einer Menge von 2 bis 25 Gew.-%, insbesondere
von 4 bis 20 Gew.-% und besonders bevorzugt in einer Menge von 6 bis 15, beispielsweise
von 7 bis 12 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Reinigungsmittelzubereitung,
enthält.
[0097] Bevorzugt beträgt das Gewichtsverhältnis des mindestens einen nichtionischen Tensids
zu dem mindestens einen Hydrotrop, bevorzugt Xylolsulfonat, Cumolsulfonat, Harnstoff
und/oder N-Methylacetamid, besonders bevorzugt Cumolsulfonat und/oder Xylolsulfonat,
insbesondere Cumolsulfonat. 2:1 bis 1:2, insbesondere 1,6:1 bis 1:1.
[0098] In Ergänzung oder alternativ zu den nichtionischen Tensiden enthalten die erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitungen C bei Einsatz in einem Geschirrspülverfahren vorzugsweise
mindestens ein Acidifizierungsmittel. Acidifizierungsmittel können den erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitungen C zugesetzt werden, um den pH-Wert der Flotte im Klarspülgang
zu erniedrigen. Hier bieten sich sowohl anorganische Säuren als auch organische Säuren
an, sofern diese mit den übrigen Inhaltsstoffen verträglich sind. Aus Gründen des
Verbraucherschutzes und der Handhabungssicherheit sind insbesondere die festen Mono-,
Oligo- und Polycarbonsäuren einsetzbar. Aus dieser Gruppe wiederum bevorzugt sind
Ameisensäure, Citronensäure, Weinsäure, Bernsteinsäure, Malonsäure, Adipinsäure, Maleinsäure,
Fumarsäure, Oxalsäure sowie Polyacrylsäure. Organische Sulfonsäuren wie Amidosulfonsäure
sind ebenfalls einsetzbar. Kommerziell erhältlich und als Acidifizierungsmittel im
Rahmen der vorliegenden Erfindung ebenfalls bevorzugt einsetzbar ist Sokalan® DCS
(Warenzeichen der BASF), ein Gemisch aus Bernsteinsäure (max. 31 Gew.-%), Glutarsäure
(max. 50 Gew.-%) und Adipinsäure (max. 33 Gew.-%). Reinigungsmittelzubereitungen C,
die bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung C ein oder mehrere
Acidifizierungsmittel, vorzugsweise Mono-, Oligo- und Polycarbonsäuren, besonders
bevorzugt Ameisensäure, Weinsäure, Bernsteinsäure, Malonsäure, Adipinsäure, Maleinsäure,
Fumarsäure, Oxalsäure sowie Polyacrylsäure und insbesondere Ameisensäure, Essigsäure
und/oder Citronensäure in Mengen von 0,1 bis 12 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 10 Gew.-%
und insbesondere 0,3 bis 8,0 Gew.-% sind bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung.
[0099] Der Einsatz von Ameisensäure ist bevorzugt, da sie neben der Säurefunktion zur Verbesserung
des Klarspülergebnisses auch positiven Einfluss auf die Lagerstabilität der Reinigungszubereitung
C hat, welche aufgrund der Lagerung im Innenraum der Spülmaschine, wie oben ausgeführt,
starken Temperaturschwankungen unterworfen ist. Weiterhin weist sie eine desinfizierende
Wirkung auf, so dass bei Anwendung von Ameisensäure im Klarspülgang, sowohl die Anzahl
der Bakterien reduziert wird. Das gilt sowohl für solche Bakterien, welche sich in
der Spülflotte des Klarspülgangs befinden als auch für solche, die während und nach
dem Spülvorgang im Sumpf der Spülmaschine verbleibende Spülflotte als auch der Innenraum
der Spülmaschine befinden, reduziert wird. Auch kann dadurch die Anzahl von Restkeimen
auf dem gespülten Geschirr vermindert werden.
[0100] Besonders von Vorteil ist es, wenn eine Wirkstoffzusammensetzung D, insbesondere
umfassend Duftstoffe und/oder Duftfänger, und gleichzeitig Ameisensäure als Acidifizierungsmittel
in der Zubereitung C eingesetzt wird. Die Ameisensäure hat selbst einen leicht stechenden
Geruch, der empfindlichen Verbrauchern unangenehm auffällt. Durch die abgetrennte
Lagerung der Wirkstoffzusammensetzung und die Freisetzung des mindestens einen Wirkstoffs
D, insbesondere wenn es sich dabei um ein oder mehrere Duftstoffe, insbesondere die
vorstehend bevorzugten, und/oder ein oder mehrere Duftfänger, insbesondere z.B. Zinkricinoleat,
handelt, entsteht weder während des Geschirrspülprozesses noch in der Zeit zwischen
den Reinigungszyklen ein unangenehmer Geruch im Inneren der Spülmaschine.
[0101] Die zuvor beschriebenen Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C unterscheiden sich
hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, sind also nicht identisch.
[0102] Weiterhin enthalten die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen A, B und/oder
C bei Einsatz in einem Geschirrspülverfahren vorzugsweise mindestens einen Glaskorrosionsinhibitor.
Besonders bevorzugt enthalten die Zubereitung(en) A und/oder die Zubereitung(en) C,
bevorzugt mindestens Zubereitung(en) C, eine entsprechende Menge an Glaskorrosionsinhibitor(en).
Bevorzugt sind diese Glaskorrosionsinhibitoren ausgewählt aus wasserlöslichen Zinksalzen,
bevorzugt Zinkchlorid, Zinksulfat und/oder Zinkacetat, besonders bevorzugt Zinkacetat,
Polyalkyleniminien, insbesondere Polyethyleniminen.
[0103] Die erfindungsgemäßen Zubereitungen, insbesondere Zubereitungen A und/oder C, enthalten
in einer bevorzugten Ausführungsform als weiteren Bestandteil mindestens ein Zinksalz,
insbesondere anorganisch oder organisch, als Glaskorrosionsinhibitor. Das anorganische
Zinksalz ist vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zinkbromid, Zinkchlorid,
Zinkiodid, Zinknitrat und Zinksulfat. Das organische Zinksalz ist vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Zinksalzen monomerer oder polymerer organischer Säuren,
insbesondere aus der Gruppe Zinkacetat, Zinkacetylacetonat, Zinkbenzoat, Zinkformiat,
Zinklactat, Zinkgluconat, Zinkricinoleat, Zinkabietat, Zinkvalerat und Zink-p-toluolsulfonat.
In einer erfindungsgemäß besonders bevorzugten Ausführungsform wird als Zinksalz Zinkacetat
eingesetzt.
[0104] Das Zinksalz ist in erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen vorzugsweise
in einer Menge von 0,01 Gew.-% bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt in einer Menge von
0,05 Gew.-% bis 3 Gew.-%, insbesondere in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-%,
enthalten, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Reinigungsmittelzubereitung,
insbesondere der jeweiligen Reinigungsmittelzubereitung A oder C.
[0105] Polyethylenimine, wie sie beispielsweise unter dem Namen Lupasol® (BASF) erhältlich
sind, werden vorzugsweise in einer Menge von 0 bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,01 bis
2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Zubereitung, als Glaskorrosionsinhibitoren
eingesetzt werden.
[0106] Die Zusammensetzung einiger beispielhafter erfindungsgemäßer Reinigungsmittelangebotsformen,
umfassend die Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C kann den folgenden Tabellen
entnommen werden.
| |
Rezeptur 1 |
Rezeptur 2 |
Rezeptur 3 |
Rezeptur 4 |
| Inhaltsstoffe W.-u.R.-Zubereitung A |
[Gew.-%] |
[Gew.-%] |
[Gew.-%] |
[Gew.-%] |
| Gerüststoff |
2 bis 50 |
2 bis 50 |
2 bis 30 |
4 bis 30 |
| MGDA |
2 bis 60 |
8 bis 30 |
10 bis 20 |
12 bis 15 |
| Phosphonate, sofern regulatorisch zulässig |
0 bis 10 |
1 bis 8 |
1,2 bis 6 |
1,5 bis 4 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| Inhaltsstoffe W.-u.R.-Zubereitung B |
|
|
|
|
| Enzymzubereitung, bevorzugt Protease- und/oder Amylasezubereitung |
mindestens 5 |
mindestens 5 |
mindestens 5 |
mindestens 5 |
| Tenside |
2 bis 40 |
4 bis 40 |
5 bis 35 |
5 bis 35 |
| Komplexbildner |
< 2,5 |
< 2,5 |
< 2,5 |
< 2,5 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| Inhaltsstoffe W.-u.R.-Zubereitung C |
|
|
|
|
| Tenside, bevorzugt nichtionische Tenside |
0-40 |
2,0-35 |
5,0-30 |
6,0-12,0 |
| Säure, bevorzugt Ameisensäure |
0,1-12 |
0,2-10 |
0,3-8,0 |
0,3-8,0 |
| Zinksalz |
0,01-5,0 |
0,05-3,0 |
0,05-3,0 |
0,1-2,0 |
| Hydrotrop, insbesondere Cumolsulfonat |
2-25 |
4-20 |
6-15 |
6-15 |
| Misc |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
[0107] Die Konfektionierung der zuvor beschriebenen Kombination von Reinigungsmitteln erfolgt
mittels eines Verpackungsmittels, in dem die Reinigungsmittelzubereitungen A und B
bzw. A, B und C getrennt voneinander vorliegen. Diese Trennung kann beispielsweise
durch voneinander getrennte Aufnahmekammern erreicht werden, wobei jede dieser Aufnahmekammern
eines der miteinander kombinierten Reinigungsmittel enthält. Beispiele für derartige
Konfektionsformen sind Kartuschen mit zwei, drei, vier oder mehr voneinander getrennten
Aufnahmekammern, beispielsweise Zwei-, Drei-, Vier- oder Mehrkammerflaschen. Durch
die Trennung der Reinigungsmittel unterschiedlicher Zusammensetzung können unerwünschte
Reaktionen aufgrund chemischer Unverträglichkeit ausgeschlossen werden.
[0108] Bevorzugt beträgt die Viskosität aller Reinigungsmittelzubereitungen A und B bzw.
A, B und C weniger als 120 mPas, insbesondere von 1 bis 100 mPas, insbesondere 10
bis 80 mPas, bevorzugt 20 bis 60 mPas (gemessen bei 20 °C mit einem Brookfield Instrument
LVDV II+, Spindel 31, 100 rpm). Dies hat den Vorteil, dass die Reinigungsmittelzubereitungen
aus dem Verpackungsmittel nur durch Öffnen eines Ventils auf der Unterseite des Verpackungsmittels
(insbesondere der Kartusche) auf Basis der Schwerkraft, bevorzugt ohne die Beteiligung
elektrischer oder elektronischer Mittel, wie z.B. Pumpen etc. dosiert werden können.
Gleichzeitig entleeren sich die Kammern bevorzugt weitgehend vollständig, d.h. ohne
größere Restmengen an den zu dosierenden Reinigungsmittelzubereitungen. Das ist für
den Verbraucher und für die Umwelt vorteilhaft, weil nur geringe Mengen der Reinigungsmittelzubereitungen
ungenutzt in den Kammern des Verpackungsmittels bzw. der Kartusche verbleiben.
[0109] Neben den Zubereitungen A und B befindet sich gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
in dem Verpackungsmittel zusätzlich mindestens eine, bevorzugt von den Reinigungsmittel-zubereitungen,
insbesondere von den Reinigungsmittelzubereitungen A und B, getrennt vorliegende Wirkstoffzusammensetzung
befindet, die mindestens ein Trägermaterial, bevorzugt ein wasserunlösliches Trägermaterial,
und mindestens einen Wirkstoff D enthält. Dabei handelt es sich bevorzugt um
[0110] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht
das polymere Trägermaterial der Partikel wenigstens anteilsweise aus Ethylen/Vinylacetat-Copolymer.
Ein weiterer bevorzugter Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist daher eine Reinigungsmittelangebotsform
wie vorstehend beschrieben, dadurch gekennzeichnet, dass ein polymeres Trägermaterial
mindestens 10 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 30 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens
70 Gew.-% Ethylen/Vinylacetat-Copolymer enthält, vorzugsweise vollständig aus Ethylen/Vinylacetat-Copolymer
hergestellt ist.
[0111] Ethylen/Vinylacetat-Copolymere ist die Bezeichnung für Copoylmere aus Ethylen und
Vinylacetat. Die Herstellung dieses Polymers erfolgt grundsätzlich in einem der Herstellung
von Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE; low density polyethylene) vergleichbaren
Verfahren. Mit einem zunehmenden Anteil an Vinylacetat wird die Kristallinität des
Polyethylens unterbrochen und auf diese Weise die Schmelz- und Erweichungspunkte bzw.
die Härte der resultierenden Produkte herabgesetzt. Das Vinylacetat macht das Copolymer
zudem polarer und verbessert damit dessen Adhäsion an polare Substrate.
[0112] Die vorstehend beschriebenen Ethylen/Vinylacetat-Copolymere sind kommerziell breit
verfügbar, beispielsweise unter dem Warenzeichen Elvax® (Dupont). Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung besonders geeignete Polyvinylalkohole sind beispielsweise Elvax® 265, Elvax®
240, Elvax® 205 W, Elvax® 200 W sowie Elvax® 360. Weiter geeignet sind beispielsweise
Produkte verfügbar unter dem Warenzeichen Evatane® (Arkema).
[0113] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung, insbesondere im Bereich der Beduftung der Innenräume
von maschinellen Geschirrspülmaschinen sind Wirkstoffzusammensetzungen besonders bevorzugt,
in welchen als polymeres Trägermaterial Ethylen/Vinylacetat-Copolymer eingesetzt wird
und dieses Copolymer 5 bis 50 Gew.-% Vinylacetat, vorzugsweise 10 bis 40 Gew.-% Vinylacetat
und insbesondere 20 bis 30 Gew.-% Vinylacetat, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
des Copolymers, enthält. Weitere geeignete Trägermaterialien sind die Cyclodextrine.
[0114] Alternativ oder in Ergänzung zu den vorgenannten Trägermaterialien werden mit Vorzug
weiterhin anorganische Trägermaterialien eingesetzt. Insbesondere bevorzugt werden
Reinigungsmittelangebotsformen, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei mindestens
einem der Trägermaterialien um ein anorganisches Trägermaterial, vorzugsweise um ein
Silikat, Phosphat oder Borat handelt.
[0115] Die Silikate, Phosphate oder Borate liegen dabei vorzugsweise in Form eines Glases,
besonders bevorzugt in Form eines wasserlöslichen Glases vor. Besonders bevorzugtes
Gläser sind Zink- und/oder bismuthhaltige Gläser, insbesondere Bismuthphosphathaltige
und/oder Zinkphosphathaltige Gläser. In einem solchen Fall ist das Trägermaterial
wasserlöslich und enthält in seiner Substanz bereits direkt den Wirkstoff, insbesondere
die Glaskorrosionsinhibitoren Zink und/oder Bismuth) im Trägermaterial.
[0116] In einer bevorzugten Ausführungsform können die Reinigungsmittelangebotsformen solche
Zink- oder Bismuthhaltigen Gläser, besonders bevorzugt Zinkphosphat-haltiges Glas,
neben einer weiteren Wirkstoffzusammensetzung, umfassend ein Trägermaterial, bevorzugt
ein wasserunlösliches Trägermaterial und mindestens einen Wirkstoff D enthalten. Diese
können dann in einer gemeinsamen Kammer oder in getrennten Kammern, insbesondere in
einer oder mehreren Kammern, welche Öffnungen aufweist, insbesondere solche Öffnungen,
so dass die Spülflotte und/oder die Luft diese durchströmen können, enthalten sein.
Bevorzugt sind solche Reinigungsmittelangebotsformen, die ein Zinkphosphat- oder Bismuthphosphathaltiges
Glas enthalten und weiterhin mindestens eine, bevorzugt zwei, drei, oder mehrere Wirkstoffzusammensetzungen
enthalten, die ein oder mehrere Duftstoffe und/oder ein oder mehrere Duftfänger als
Wirkstoffe umfassen.
[0117] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden insbesondere thermoplastische Trägermaterialien
bzw. Trägermaterialien, die sich unter Einwirkung der bei Gebrauch auftretenden Umgebungstemperaturen
plastisch verformen, besonders bevorzugt. Durch die plastische Verformung der Trägermaterialien
im Verlaufe einer oder mehrerer Anwendungen wird eine Änderung der Trägermaterialoberfläche,
insbesondere eine Änderung der Größe der Trägermaterialoberfläche, erreicht, welche
sich wiederum vorteilhaft auf das Freisetzungsprofil und die Freisetzungskinetik der
in den Wirkstoffzusammensetzungen enthaltenen reinigungsaktiven Wirkstoffe auswirkt.
Dosiervorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein polymeres Trägermaterial
einen Schmelz- oder Erweichungspunkt zwischen 40 und 125°C, vorzugsweise zwischen
60 und 100°C, besonders bevorzugt einen Schmelzpunkt von 70 bis 90°C und insbesondere
zwischen 73 und 80°C aufweist (bevorzugte Bestimmungsmethode für den Schmelzpunkt
gemäß ISO 11357-3), sind erfindungsgemäß bevorzugt.
[0118] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsformen eignen sich insbesondere zur
Mehrfachdosierung der in ihnen umfassten Wirkstoffe. Um eine solche Mehrfachdosierung
über eine Vielzahl von Reinigungsverfahren zu gewährleisten, hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, ausschließlich wasserunlösliche Trägermaterialien einzusetzen. Diese wasserunlöslichen
Trägermaterialien vereinfachen zudem die Herstellung erfindungsgemäßer Angebotsformen.
Bevorzugte Angebotsformen sind daher dadurch gekennzeichnet, dass alle eingesetzten
Trägermaterialien wasserunlöslich sind.
[0119] Die Wirkstoffzusammensetzungen können grundsätzlich alle, in Abhängigkeit von den
chemischen und physikalischen Eigenschaften der Trägermaterialien realisierbaren Aggregatzustände
und/oder Raumformen einnehmen. In einer weiteren Ausführungsform liegt mindestens
eine der Wirkstoffzusammensetzungen als Gel vor.
[0120] In einer weiteren Ausführungsform liegt mindestens eine der Wirkstoffzusammensetzungen
als Feststoff vor. Mit besonderem Vorzug werden Wirkstoffzusammensetzungen in Form
einzelner, eine gesamte Wirkstoffzusammensetzungen umfassender Blöcke eingesetzt.
[0121] Bevorzugt können die Wirkstoffzusammensetzungen in partikulärer Form vorliegen, wobei
die Wirkstoffzusammensetzungen, bei denen das Trägermaterial mindestens einer der
Wirkstoffzusammensetzungen in Partikelform vorliegt, wobei diese Partikel vorzugsweise
einen mittleren Durchmesser von 0,5 bis 20 mm, bevorzugt von 1 bis 10 mm und insbesondere
von 3 bis 6 mm aufweisen, besonders bevorzugt werden.
[0122] Besonders bevorzugt werden Wirkstoffzusammensetzungen eingesetzt, die mindestens
eine gefärbte Wirkstoffzusammensetzung umfassen. Durch die Einfärbung mindestens einer
der Wirkstoffzusammensetzungen kann eine optische Differenzierung dieser Zusammensetzungen
erreicht und der Mehrfachnutzen dieser unterschiedlichen Zusammensetzungen in einfacher
Weise verdeutlicht werden. Weiterhin eignen sich die Farbstoffe aber auch als Indikator,
insbesondere als Verbrauchsindikator für die eingefärbten Wirkstoffzusammensetzungen.
[0123] Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet,
besitzen eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen
der Mittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber den mit
den farbstoffhaltigen Mitteln zu behandelnden Substraten wie beispielsweise Glas,
Keramik oder Kunststoffgeschirr, um diese nicht anzufärben.
[0124] Bei der Wahl des Färbemittels muss beachtet werden, dass die Färbemittel eine hohe
Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber Licht sowie keine zu starke Affinität
gegenüber Glas, Keramik oder Kunststoffgeschirr aufweisen. Gleichzeitig ist auch bei
der Wahl geeigneter Färbemittel zu berücksichtigen, dass Färbemittel unterschiedliche
Stabilitäten gegenüber der Oxidation aufweisen. Im allgemeinen gilt, dass wasserunlösliche
Färbemittel gegen Oxidation stabiler sind als wasserlösliche Färbemittel. Abhängig
von der Löslichkeit und damit auch von der Oxidationsempfindlichkeit variiert die
Konzentration des Färbemittels in den Reinigungsmitteln. Bei gut wasserlöslichen Färbemitteln
werden typischerweise Färbemittel-Konzentrationen im Bereich von einigen 10
-2 bis 10
-3 Gew.-% gewählt. Bei den auf Grund ihrer Brillanz insbesondere bevorzugten, allerdings
weniger gut wasserlöslichen Pigmentfarbstoffen liegt die geeignete Konzentration des
Färbemittels in Reinigungsmitteln dagegen typischerweise bei einigen 10
-3 bis 10
-4 Gew.-%.
[0125] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Reinigungsmittelangebotsform dadurch
gekennzeichnet, dass der mindestens eine Wirkstoff D ausgewählt ist aus der Gruppe
der Duftstoffe, bevorzugt Linalylacetat, Dihydromyrcenol, Citronellonitrile, Menthylacetat,
Methylphenylbutanol, Eucalyptol und deren Mischungen, Duftfänger, wie z.B. Zinkricinoleat,
Cyclodextrine, 2-menthyl-5-cyclohexylpentanol und 1-Cyclohexylethanol, insbesondere
Zinkricinoleat; Farbstoffe, Glaskorrosionsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe,
Germizide oder Fungizide sowie Mischungen davon, bevorzugt Mischungen aus mindestens
einem Duftfänger, bevorzugt mit einem, zwei, drei oder mehr Duftstoffen und/oder mindestens
einem Farbstoff. Weiter bevorzugt sind Mischungen aus mindestens einem Duftstoff,
bevorzugt zwei, drei oder mehr Duftstoffen und mindestens einem Farbstoff.
[0126] Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können im Rahmen der vorliegenden Erfindung einzelne
Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether,
Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Bevorzugt werden
jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende
Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten,
wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-,
Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl.
[0127] Um wahrnehmbar zu sein, muss ein Riechstoff flüchtig sein, wobei neben der Natur
der funktionellen Gruppen und der Struktur der chemischen Verbindung auch die Molmasse
eine wichtige Rolle spielt. So besitzen die meisten Riechstoffe Molmassen bis etwa
200 Dalton, während Molmassen von 300 Dalton und darüber eher eine Ausnahme darstellen.
Auf Grund der unterschiedlichen Flüchtigkeit von Riechstoffen verändert sich der Geruch
eines aus mehreren Riechstoffen zusammengesetzten Parfüms bzw. Duftstoffs während
des Verdampfens, wobei man die Geruchseindrücke in "Kopfnote" (top note), "Herz- bzw.
Mittelnote" (middle note bzw. body) sowie "Basisnote" (end note bzw. dry out) unterteilt.
Da die Geruchswahrnehmung zu einem großen Teil auch auf der Geruchsintensität beruht,
besteht die Kopfnote eines Parfüms bzw. Duftstoffs nicht allein aus leichtflüchtigen
Verbindungen, während die Basisnote zum größten Teil aus weniger flüchtigen, d.h.
haftfesten Riechstoffen besteht. Bei der Komposition von Parfüms können leichter flüchtige
Riechstoffe beispielsweise an bestimmte Fixative gebunden werden, wodurch ihr zu schnelles
Verdampfen verhindert wird. Bei der nachfolgenden Einteilung der Riechstoffe in "leichter
flüchtige" bzw. "haftfeste" Riechstoffe ist also über den Geruchseindruck und darüber,
ob der entsprechende Riechstoff als Kopf- oder Herznote wahrgenommen wird, nichts
ausgesagt.
[0128] Die Duftstoffe können direkt verarbeitet werden, es kann aber auch vorteilhaft sein,
die Duftstoffe auf Träger aufzubringen, die durch eine langsamere Duftfreisetzung
für langanhaltenden Duft sorgen. Als solche Trägermaterialien haben sich beispielsweise
Cyclodextrine bewährt, wobei die Cyclodextrin-Parfüm-Komplexe zusätzlich noch mit
weiteren Hilfsstoffen beschichtet werden können.
[0129] Besonders bevorzugte Duftstoffe sind erfindungsgemäß Linalylacetat, Dihydromyrcenol,
Citronellonitrile, Menthylacetat, Methylphenylbutanol und/oder Eucalyptol sowie deren
Mischungen.
[0130] Als Duftfänger (oder wie im weiteren auch synonym verwendet Geruchsneutralisatoren
oder Duftneutralisatoren, Agentien gegen Malodour oder Schlechtgerüche) sind beispielsweise
die bekannten Ricenolate, insbesondere die Zinkricenoleate einsetzbar. Ebenfalls bevorzugt
sind als Duftfänger 2-menthyl-5-cyclohexylpentanol und 1-Cyclohexylethanol. Mit besonderem
Vorzug können weiterhin Aktivkohle und/oder Cyclodextrine und/oder Zeolithe, vorzugsweise
sauer modifizierte Zeolithe, eingesetzt werden. Zinkricinoleat allein oder in Kombination
mit einem oder mehreren der vorstehend bevorzugt genannten Duftstoffe und/oder Duftfänger,
ist dabei besonders bevorzugt, da es sich auch positiv auf die Inhibierung der Glaskorrosion
beim Spülprozess auswirkt.
[0131] Zur Bekämpfung von Mikroorganismen können alternativ oder zusätzlich zu den o.g.
Duftstoffen und/oder Duftfängern antimikrobielle Wirkstoffe eingesetzt werden. Hierbei
unterscheidet man je nach antimikrobiellem Spektrum und Wirkungsmechanismus zwischen
Bakteriostatika und Bakteriziden, Fungistatika und Fungiziden usw. Wichtige Stoffe
aus diesen Gruppen sind beispielsweise Benzalkoniumchloride, Alkylarlylsulfonate,
Halogenphenole und Phenolmercuriacetat, wobei auch gänzlich auf diese Verbindungen
verzichtet werden kann.
[0132] Die Wirkstoffe können in den Wirkstoffzubereitungen grundsätzlich in beliebigen Mengen
enthalten sein. Besonders bevorzugt werden jedoch Dosiervorrichtungen, bei denen der
Gewichtsanteil des/der Wirkstoffe 1 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 60 Gew.-%,
besonders bevorzugt 20 bis 50 Gew.-%, insbesondere 30 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht des/der Wirkstoffzusammensetzung(en) beträgt.
[0133] Wenn mehr als eine Wirkstoffzusammensetzung in der Reinigungsmittelangebotsform vorhanden
ist, können diese getrennt voneinander oder nebeneinander in dem Verpackungsmittel
der Reinigungsmittelangebotsform vorliegen. Die unterschiedlichen Wirkstoffzusammensetzungen
können bevorzugt nebeneinander, das heißt in unmittelbarem Kontakt miteinander, in
dem Verpackungsmittel der Reinigungsmittelangebotsform vorliegen.
[0134] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist eine Reinigungsmittelangebotsform,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge;
- c) gegebenenfalls eine weitere von A und B verschiedene Reinigungsmittelzubereitung
C in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge;
- d) gegebenenfalls mindestens eine weitere von A und B verschiedene Wirkstoffzusammensetzung
in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge, die mindestens ein Trägermaterial, bevorzugt ein wasserunlösliches Trägermaterial,
und mindestens einen Wirkstoff D enthält;
- e) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitungen A und B, bzw. A, B und C bzw.
A, B, C und D, in welcher die Reinigungsmittelzubereitungen A und B, bzw. A, B, C
bzw. A, B, C und D in voneinander getrennten Aufnahmekammern vorliegen.
[0135] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge;
- c) gegebenenfalls eine weitere von A und B verschiedene Reinigungsmittelzubereitung
C in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge;
- d) gegebenenfalls mindestens eine weitere von A und B verschiedene Wirkstoffzusammensetzung
in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge, die mindestens ein Trägermaterial, bevorzugt ein wasserunlösliches Trägermaterial,
und mindestens einen Wirkstoff D enthält;
- e) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C bzw. A, B, C und
D, in welcher die Reinigungsmittelzubereitungen A, B, C bzw. A, B, C und D in voneinander
getrennten Aufnahmekammern vorliegen;
- f) ein mit der Kartusche lösbar verbundenes Dosiergerät.
[0136] In einer bevorzugten Ausführungsform werden die zuvor beschriebenen Kartuschen der
Reinigungsmittelangebotsformen mit einer von der Kartusche lösbaren Dosiergerät versehen.
Ein solches Dosiergerät kann mit der Kartusche beispielsweise mittels einer Haft-,
Rast-, Schnapp- oder Steckverbindung verbunden sein. Durch die Trennung von Kartusche
und Dosiergerät wird beispielsweise die Befüllung der Kartusche vereinfacht. Alternativ
ermöglich die lösbare Verbindung von Kartusche und Dosiergerät den Austausch der Kartuschen
an dem Dosiergerät. Ein solcher Austausch kann beispielsweise bei einer Änderung des
Reinigungsprogramms oder nach der vollständigen Leerung der Kartusche angezeigt sein.
[0137] Ein besonders bevorzugter Gegenstand dieser Anmeldung ist ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelangebotsform, umfassend eine für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichende Menge an Reinigungsmittelzubereitungen
A und B bzw. A, B und C bzw. A, B, C und D;
- b) ein mit der Reinigungsmittelangebotsform lösbar verbundenes Dosiergerät.
[0138] Selbstverständlich sind auch Reinigungsmittelangebotsformen denkbar, bei denen die
Kartusche und das Dosiergerät unlösbar miteinander verbunden sind.
[0139] Ein Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist weiterhin ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelangebotsform, umfassend eine für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichende Menge an Reinigungsmittelzubereitungen
A und B, bzw. A, B und C bzw. A, B, C und D;
- b) ein mit der Reinigungsmittelangebotsform unlösbar verbundenes Dosiergerät
[0140] Die vorgenanten Reinigungsmitteldosiersysteme, umfassend die erfindungsgemäße Reinigungsmittelangebotsform
(sowie optional ein oder zwei weitere, von dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
A und B bzw. A, B und C bzw. A, B, C sowie D verschiedene Zusammensetzungen, eine
Kartusche und ein lösbar mit der Kartusche verbundenes Dosiergerät liegen in einer
bevorzugten Ausführungsform in einer gemeinsamen Umverpackung vor, wobei die befüllte
Kartusche und das Dosiergerät besonders bevorzugt getrennt voneinander in der Umverpackung
enthalten sind. Die Umverpackung dient der Lagerung, dem Transport und der Präsentation
der erfindungsgemäßen Reinigungsmitteangebotsform und schütz diese vor Verschmutzung,
Schlag und Stoß. Insbesondere zum Zweck der Präsentation sollte die Umverpackung wenigstens
anteilsweise transparent ausgestaltet sein.
[0141] Alternativ oder in Ergänzung zu einer Umverpackung besteht selbstverständlich die
Möglichkeit, die erfindungsgemäße Reinigungsmittelangebotsform in Verbindung mit einer
Geschirrspülmaschine zu vermarkten. Eine solche Kombination ist insbesondere in den
Fällen vorteilhaft, in denen der Verlauf des maschinellen Geschirrspülverfahrens (z.B.
Dauer, Temperaturverlauf, Wasserzufuhr) und die Reinigungsmittelrezeptur bzw. die
Steuerelektronik des Dosiergeräts aufeinander abgestimmt sind.
[0142] Das erfindungsgemäße Dosiersystem besteht aus den Grundbauelementen einer mit dem
erfindungsgemäßen Reinigungsmittel befüllten Kartusche und einem mit der Kartusche
kuppelbarem Dosiergerät, welches wiederum aus weiteren Baugruppen, wie beispielsweise
Bauelementträger, Aktuator, Verschlusselement, Sensor, Energiequelle und/oder Steuereinheit,
gebildet ist.
[0143] Es ist bevorzugt, dass das erfindungsgemäße Dosiersystem beweglich ist. Beweglich
im Sinne dieser Anmeldung bedeutet, dass das Dosiersystem nicht unlösbar mit einer
wasserführenden Vorrichtung wie beispielsweise einer Geschirrspülmaschine, oder dergleichen
verbunden ist, sondern beispielsweise aus einer Geschirrspülmaschine durch den Benutzer
entnehmbar oder in einer Geschirrspülmaschine positionierbar, also eigenständig handhabbar,
ist
[0144] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist es auch denkbar, dass das
Dosiergerät für den Benutzer nicht lösbar mit einer wasserführenden Vorrichtung wie
beispielsweise einer Geschirrspülmaschine oder dergleichen verbunden ist und lediglich
die Kartusche beweglich ist.
[0145] Da die zu dosierenden Zubereitungen je nach beabsichtigtem Verwendungszweck einen
pH-Wert zwischen 2 und 14, insbesondere 2 und 12, aufweisen können, sollten alle Komponenten
des Dosiersystems, die in Kontakt mit den Zubereitungen kommen, eine entsprechende
Säure- und/oder Alkaliresistenz aufweisen. Ferner sollten diese Komponenten durch
eine geeignete Materialauswahl weitestgehend chemisch inert, beispielsweise gegen
nichtionische Tenside, Enzyme und/oder Duftstoffe sein.
[0146] Unter einer Kartusche im Sinne dieser Anmeldung wird ein Packmittel verstanden, das
dazu geeignet ist, fließfähige oder streufähige Zubereitungen zu umhüllen oder zusammenzuhalten
und das zur Abgabe der Zubereitung an ein Dosiergerät koppelbar ist. Insbesondere
kann eine Kartusche auch mehrere Kammern umfassen, die mit voneinander verschiedenen
Zusammensetzungen befüllbar sind. Auch ist es denkbar, dass eine Behältermehrzahl
zu einer Kartuscheneinheit angeordnet wird.
[0147] Es ist vorteilhaft, dass die Kartusche wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die
derart angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Zubereitungsfreisetzung aus dem
Behälter in der Gebrauchsstellung des Dosiergeräts bewirkt werden kann. Hierdurch
werden keine weiteren Fördermittel zur Freisetzung von Zubereitung aus dem Behälter
benötigt, wodurch der Aufbau des Dosiergeräts einfach und die Herstellungskosten niedrig
gehalten werden können.
[0148] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist wenigstens eine zweite
Kammer zur Aufnahme wenigstens einer zweiten fließ- oder streufähigen Zubereitung
vorgesehen, wobei die zweite Kammer wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die derart
angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Produktfreisetzung aus der zweiten Kammer
in der Gebrauchsstellung des Dosiergeräts bewirkt wird. Die Anordnung einer zweiten
Kammer ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn in den voneinander getrennten Behältern
Zubereitungen bevorratet sind, die üblicherweise nicht miteinander lagerstabil sind,
wie beispielsweise Bleichmittel und Enzyme.
[0149] Des Weiteren ist es erfindungsmäß notwendig, dass mehr als zwei, insbesondere drei,
vier oder fünf Kammern in bzw. an einer Kartusche vorgesehen sind. Insbesondere ist
mindestens eine der Kammern zur Abgabe von Wirkstoff(en) D, wie etwa eines Glaskorrosionsinhibitors,
eines Duftstoffs oder insbesondere eine Geruchsneutralisators an die Umgebung, so
ausgestaltet, dass sie Öffnungen aufweist, die von der Spülflotte und/oder der Luft
durchströmt werden können.
[0150] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Kartusche einstückig ausgebildet.
Hierdurch lassen sich die Kartuschen, insbesondere durch geeignete Blasformverfahren,
kostengünstig in einem Herstellungsschritt ausbilden. Die Kammern einer Kartusche
können hierbei beispielsweise durch Stege oder Materialbrücken voneinander separiert
sein.
[0151] Die Kartusche kann auch mehrstückig durch im Spritzguss hergestellte und anschließend
zusammengefügte Bauteile gebildet sein. Ferner ist es denkbar, dass die Kartusche
in derart mehrstückig ausgeformt ist, dass wenigstens eine Kammer, vorzugsweise alle
Kammern, einzeln aus dem Dosiergerät entnehmbar oder in das Dosiergerät einsetzbar
sind. Hierdurch ist es möglich, bei einem unterschiedlich starken Verbrauch einer
Zubereitung aus einer Kammer, eine bereits entleerte Kammer auszutauschen, während
die übrigen, die noch mit Zubereitung befüllt sein können, in dem Dosiergerät verbleiben.
Somit kann ein gezieltes und bedarfsgerechtes Nachfüllen der einzelnen Kammern bzw.
deren Zubereitungen erreicht werden.
[0152] Die Kammern einer Kartusche können durch geeignete Verbindungsmethoden aneinander
fixiert sein, so dass eine Behältereinheit gebildet ist. Die Kammern können durch
eine geeignete formschlüssige, kraftschlüssige oder stoffschlüssige Verbindung lösbar
oder unlösbar gegeneinander fixiert sein.
[0153] Insbesondere kann die Fixierung durch eine oder mehrere der Verbindungsarten aus
der Gruppe der Snap-In Verbindungen, Klettverbindungen, Pressverbindungen, Schmelzverbindungen,
Klebverbindungen, Schweißverbindungen, Lötverbindungen, Schraubverbindungen, Keilverbindungen,
Klemmverbindungen oder Prellverbindungen erfolgen. Insbesondere kann die Fixierung
auch durch einen Schrumpfschlauch (sog. Sleeve) ausgebildet sein, der in einem erwärmten
Zustand über die gesamte oder Abschnitte der Kartusche gezogen wird und die Kammern
bzw. die Kartusche im abgekühlten Zustand fest umschließt.
[0154] Um vorteilhafte Restentleerungseigenschaften der Kammern bereitzustellen, kann der
Boden der Kammern trichterförmig zur Abgabeöffnung hin geneigt sein. Des Weiteren
kann die Innenwand einer Kammer durch geeignete Materialwahl und/oder Oberflächenausgestaltung
in derart ausgebildet sein, dass eine geringe Materialanhaftung der Zubereitung an
der inneren Kammerwand realisiert ist. Auch durch diese Maßnahme lässt sich die Restentleerbarkeit
einer Kammer weiter optimieren.
[0155] Die Kammern einer Kartusche können gleiche oder voneinander verschiedene Füllvolumina
aufweisen. Bei einer Konfiguration mit zwei Kammern beträgt das Verhältnis der Behältervolumina
bevorzugt 5:1, bei einer Konfiguration mit drei Kammern bevorzugt 4:1:1, wobei diese
Konfigurationen insbesondere zur Verwendung in Geschirrspülmaschinen geeignet sind.
[0156] Wie oben erwähnt, besitzt die Kartusche vorzugsweise 3, 4, 5 oder 6 Kammern. Für
den Einsatz einer derartigen Kartusche in einer Geschirrspülmaschine ist es insbesondere
bevorzugt, dass die erste Kammer eine alkalische Reinigungszubereitung, die zweite
Kammer eine enzymatische Zubereitung und die dritte Kammer einen Klarspüler beinhaltet,
wobei das Volumenverhältnis der Kammern in etwa 4:1:1 beträgt. Die vierte Kammer beinhaltet
dabei die mindestens eine Wirkstoffzusammensetzung, umfassend den mindestens einen
Wirkstoff D und ein Trägermaterial, bevorzugt ein wasserunlösliches Trägermaterial.
[0157] In oder an einer Kammer kann eine Dosierkammer, in Fließrichtung der Zubereitung
vor der Auslassöffnung ausgebildet sein. Durch die Dosierkammer wird die Zubereitungsmenge,
die bei der Freisetzung von Zubereitung aus der Kammer an die Umgebung abgegeben werden
soll, festgelegt. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Verschlusselement
des Dosiergeräts, das die Zubereitungsabgabe aus einer Kammer an die Umgebung bewirkt,
nur in einen Abgabe- und einen Verschlusszustand ohne Kontrolle der Abgabemenge versetzt
werden kann. Durch die Dosierkammer wird dann gewährleistet, dass ohne eine unmittelbare
Rückkopplung der abgegebenen Zubereitungsmenge eine vordefinierte Menge an Zubereitung
freigesetzt wird. Die Dosierkammern können einstückig oder mehrstückig ausgeformt
sein.
[0158] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung weist eine oder
weisen mehrere Kammern neben einer Auslassöffnung jeweils eine flüssigkeitsdicht verschließbare
Kammeröffnung auf. Durch diese Kammeröffnung ist es beispielsweise ermöglicht, in
dieser Kammer aufbewahrte Zubereitung nachzufüllen.
[0159] Zur Belüftung der Kartuschenkammern können insbesondere im Kopfbereich der Kartusche
Belüftungsmöglichkeiten vorgesehen sein, um einen Druckausgleich bei fallendem Befüllstand
der Kammern zwischen dem Inneren der Kartuschenkammern und der Umgebung zu gewährleisten.
Diese Belüftungsmöglichkeiten können beispielsweise als Ventil, insbesondere Silikonventil,
Micro-Öffnungen in der Kartuschenwand oder dergleichen ausgebildet sein.
[0160] Sollte gemäß einer weiteren Ausgestaltung nicht die Kartuschenkammern direkt belüftet
werden, sondern über das Dosiergerät oder keine Belüftung, z.B. bei der Verwendung
flexibler Behältnisse, wie beispielsweise Beutel, vorgesehen sein, so hat dies den
Vorteil, dass bei erhöhten Temperaturen im Laufe eines Spülzyklus eines Geschirrspülers
durch die Erwärmung des Kammerinhalts ein Druck aufgebaut wird, der die zu dosierenden
Zubereitungen in Richtung der Auslassöffnungen drückt, so dass hierdurch eine gute
Restentleerbarkeit der Kartusche erreichbar ist. Ferner besteht bei einer derartigen,
luftfreien Verpackung nicht die Gefahr einer Oxidation von Substanzen der Zubereitung,
was eine Beutelverpackung oder auch Bag-In-Bottle-Verpackung insbesondere für oxidationsempfindliche
Zubereitungen zweckmäßig erscheinen lässt.
[0161] Die Kartusche weist üblicherweise ein Füllvolumen von <5.000 ml, insbesondere <1.000
ml, bevorzugt <500ml, besonders bevorzugt <250 ml, ganz besonders bevorzugt < 50 ml
auf.
[0162] Die Kartusche kann jede beliebige Raumform annehmen. Sie kann beispielsweise würfelartig,
kugelförmig oder plattenartig ausgebildet sein.
[0163] Die Kartusche und das Dosiergerät können insbesondere derart bezüglich ihrer Raumform
ausgestaltet sein, dass sie einen möglichst geringen Nutzvolumenverlust insbesondere
in einer Geschirrspülmaschine gewährleisten.
[0164] Zur Verwendung des Dosiergeräts in Geschirrspülmaschinen ist es besonders vorteilhaft,
das Gerät in Anlehnung an in Geschirrspülmaschinen zu reinigendem Geschirr auszuformen.
So kann dieses beispielsweise plattenförmig, in etwa in den Abmessungen eines Tellers,
ausgebildet sein. Hierdurch kann das Dosiergerät platzsparend z.B. im Unterkorb des
Geschirrspülers positioniert werden. Ferner erschließt sich die richtige Positionierung
der Dosiereinheit dem Benutzer unmittelbar intuitiv durch die tellerartige Formgebung.
Bevorzugt weist die Kartusche ein Verhältnis von Höhe:Breite:Tiefe zwischen 5:5:1
und 50:50:1, insbesondere bevorzugt von etwa 10:10:1 auf. Durch die "schlanke" Ausbildung
des Dosiergeräts und der Kartusche ist es insbesondere möglich, das Gerät in dem unteren
Besteckkorb einer Geschirrspülmaschine in den für Teller vorgesehenen Aufnahmen zu
positionieren. Dies hat den Vorteil, dass die aus dem Dosiergerät abgegeben Zubereitungen
direkt in die Spülflotte gelangen und nicht an anderem Spülgut anhaften können.
[0165] Üblicherweise sind handelsübliche Haushaltsgeschirrspülmaschinen in derart konzipiert,
dass die Anordnung von größerem Spülgut, wie etwa Pfannen oder große Teller, im unteren
Korb der Geschirrspülmaschine vorgesehen ist. Um eine nicht optimale Positionierung
des Dosiersystems durch den Benutzer im oberen Korb zu vermeiden, ist in einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung das Dosiersystem derart dimensioniert, dass eine Positionierung
des Dosiersystems lediglich in den dafür vorgesehenen Aufnahmen des unteren Korbes
ermöglicht ist. Hierzu können die Breite und die Höhe des Dosiersystems insbesondere
zwischen 150mm und 300mm, besonders bevorzugt zwischen 175mm und 250mm gewählt sein.
Es ist jedoch auch denkbar, die Dosiereinheit in Becherform mit einer im Wesentlichen
kreisrunden oder quadratischen Grundfläche auszubilden.
[0166] Um hitzeempfindliche Bestandteile einer in einer Kartusche befindlichen Zubereitung
vor Wärmeeinwirkung zu schützen, ist es von Vorteil, die Kartusche aus einem Material
mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit herzustellen.
[0167] Eine weitere Möglichkeit zur Verminderung des Hitzeeinflusses auf eine Zubereitung
in einer Kammer der Kartusche ist es, die Kammer durch geeignete Maßnahmen zu isolieren
z.B. durch die Verwendung von Wärmedämmmaterialien wie etwa Styropor, die die Kammer
oder die Kartusche in geeigneter Weise ganz oder teilweise umschließen.
[0168] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, weist die Kartusche ein RFID-Etikett
auf, dass zumindest Informationen über den Inhalt der Kartusche beinhaltet und das
durch die Sensoreinheit auslesbar ist.
[0169] Diese Informationen können verwendet werden, um ein in der Steuereinheit gespeichertes
Dosierprogramm auszuwählen. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass stets ein für
eine bestimmte Zubereitung optimales Dosierprogramm verwendet wird. Es kann auch vorgesehen
sein, dass bei nicht Vorhandensein eines RFID-Labels oder bei einem RFID-Label mit
einer falschen oder fehlerhaften Kennung, keine Dosierung durch das Dosiergerät erfolgt
und stattdessen ein optisches oder akustisches Signal erzeugt wird, dass den Benutzer
auf den vorliegenden Fehler hinweist.
[0170] Um einen Fehlgebrauch der Kartusche auszuschließen, können die Kartuschen auch strukturelle
Elemente aufweisen, die mit korrespondierenden Elementen des Dosiergeräts nach dem
Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirken, so dass beispielsweise nur Kartuschen eines
bestimmten Typs an das Dosiergerät koppelbar sind. Ferner ist es durch diese Ausgestaltung
möglich, dass Informationen über die an das Dosiergerät gekoppelten Kartusche an die
Steuereinheit übertragen werden, wodurch eine auf den Inhalt des dementsprechenden
Behälters abgestimmte Steuerung des Dosiergeräts erfolgen kann.
[0171] Die Kartusche ist insbesondere zur Aufnahme von fließfähigen Reinigungsmittel ausgebildet.
Besonders bevorzugt weist eine derartige Kartusche eine Mehrzahl von Kammern zur räumlich
separierten Aufnahme jeweils voneinander verschiedener Zubereitungen eines Reinigungsmittels
auf. Die Kartusche kann so ausgebildet sein, dass sie lösbar oder fest in oder an
der Geschirrspülmaschine angeordnet werden kann.
[0172] In dem Dosiergerät sind die zum Betrieb notwendige Steuereinheit, Sensoreinheit sowie
wenigstens ein Aktuator integriert. Bevorzugt ist ebenfalls eine Energiequelle in
dem Dosiergerät angeordnet.
[0173] Vorzugsweise besteht das Dosiergerät aus einem spritzwassergeschütztem Gehäuse, dass
das Eindringen von Spritzwasser, wie es beispielsweise bei der Verwendung in einer
Geschirrspülmaschine auftreten kann, in das Innere des Dosiergeräts verhindert.
[0174] Es ist besonders bevorzugt, dass das Dosiergerät wenigstens eine erste Schnittstelle
umfasst, welche mit einer in oder an einem wasserführenden Gerät, insbesondere einem
wasserführenden Haushaltsgerät, bevorzugt einer Geschirrspülmaschine ausgebildeten
korrespondierenden Schnittstelle derart zusammenwirkt, dass eine Übertragung von elektrischer
Energie von dem wasserführenden Gerät zum Dosiergerät verwirklicht wird.
[0175] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Schnittstellen durch Steckverbinder
ausgebildet. In einer weiteren Ausgestaltung können die Schnittstellen derart ausgebildet
sein, dass eine drahtlose Übertragung von elektrischer Energie bewirkt wird.
[0176] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist jeweils eine zweite Schnittstelle
am Dosiergerät und dem wasserführenden Gerät, wie etwa einer Geschirrspülmaschine,
zur Übertragung von elektromagnetischen Signalen, welche insbesondere Betriebszustands-,
Mess- und/oder Steuerinformationen des Dosiergeräts und/oder des wasserführenden Geräts
wie einer Geschirrspülmaschine repräsentieren, ausgebildet.
[0177] Durch einen Adapter kann eine einfache Kopplung des Dosiersystems mit einem wasserführenden
Haushaltsgerät realisiert werden. Der Adapter dient der mechanischen und/oder elektrischen
Verbindung des Dosiersystems mit dem wasserführenden Haushaltsgerät.
[0178] Der Adapter ist, bevorzugt fest, mit einer wasserführenden Leitung des Haushaltsgeräts
verbunden. Es ist jedoch auch denkbar, den Adapter für eine Positionierung im oder
am Haushaltsgerät vorzusehen, in der der Adapter vom Wasserfluss und/oder Sprühstrahl
des Haushaltsgeräts erfasst ist.
[0179] Durch den Adapter wird es möglich, ein Dosiersystem sowohl für eine autarke als auch
"build-in" Version auszuführen. Auch ist es möglich, den Adapter als eine Art Aufladestation
für das Dosiersystem auszubilden, in der beispielsweise die Energiequelle des Dosiergeräts
aufgeladen wird oder Daten zwischen dem Dosiergerät und dem Adapter ausgetauscht werden.
[0180] Der Adapter kann in einer Geschirrspülmaschine an einer der inneren Wände der Spülkammer,
insbesondere an der inneren Seite der Geschirrspülmaschinentür, angeordnet sein. Es
ist jedoch auch denkbar, dass der Adapter als solches nicht zugänglich für den Benutzer
im wasserführenden Haushaltsgerät positioniert ist, so dass das Dosiergerät beispielsweise
während der Montage des Haushaltsgeräts in den Adapter eingesetzt wird, wobei der
Adapter, das Dosiergerät und das Haushaltsgerät derart ausgebildet sind, dass eine
Kartusche vom Benutzer mit dem Dosiergerät gekoppelt werden kann.
[0181] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsformen eignen sich für den Einsatz
in der Geschirrreinigung, gleichwohl ist die Verwendung einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsform
oder eines Reinigungsmitteldosiersystems zur Geschirreinigung in einem maschinellen
Geschirrspülverfahren bevorzugt.
[0182] Wie eingangs ausgeführt, zeichnen sich die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel durch
eine besondere physikalische und chemische Stabilität, insbesondere gegenüber Temperaturschwankungen,
aus. Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel eignen sich damit ausnehmend für die Dosierung
mittels eines im Innenraum einer Geschirrspülmaschine befindlichen Dosiersystems.
Ein derartiges Dosiersystem, das unbeweglich in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
integriert sein kann (Maschinen-integriertes Dosiergerät), aber selbstverständlich
auch als bewegliche Vorrichtung in den Innenraum eingebracht werden kann (autarkes
Dosiergerät), enthält die mehrfache zur Durchführung eines maschinellen Reinigungsverfahrens
benötigte Menge des Reinigungsmittels.
[0183] Beweglich im Sinne dieser Anmeldung bedeutet, dass das Abgabe- und Dosiersystem nicht
unlösbar mit einer Vorrichtung wie beispielsweise einer Geschirrspülmaschine oder
dergleichen verbunden ist, sondern beispielsweise aus einer Geschirrspülmaschine entnehmbar
oder in einer Geschirrspülmaschine positionierbar ist.
[0184] Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsform zur Befüllung
- i) einer unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine integrierten Kartusche
eines Dosiersystems oder
- ii) einer für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine vorgesehenen
beweglichen Kartusche eines Dosiersystems
mit einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge dieser Reinigungsmittelangebotsform sind ebenfalls Gegenstände dieser Anmeldung.
[0185] Ein Beispiel für eine unbeweglich Kartusche ist ein unbeweglich in den Innenraum,
beispielsweise in die Seitenwand oder die Innenverkleidung der Tür einer Geschirrspülmaschine
integrierter Behälter. Ein Beispiel für eine bewegliche Kartusche ist ein Behälter,
der vom Verbraucher in den Innenraum der Geschirrspülmaschine eingebracht wird und
dort während des gesamten Verlaufs eines Reinigungsgangs verbleibt. Eine solche Kartusche
ist, beispielsweise durch einfaches Einstellen in den Besteck- oder Geschirrkorb,
in den Innenraum integrierbar kann jedoch vom Verbraucher auch wieder aus dem Innenraum
der Geschirrspülmaschine entnommen werden. Die Dosierung des Reinigungsmittels bzw.
der Reinigungsmittelkombination aus der Kartusche in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
erfolgt wie weiter oben beschrieben vorzugsweise mittels eines von der Kartusche lösbaren
Dosiergeräts. Ein solches Dosiergerät kann mit der Kartusche mittels einer Haft-,
Rast-, Schnapp- oder Steckverbindung verbunden sein. Kartuschen mit unlösbar verbundenem
Dosiergerät sind jedoch selbstverständlich auch einsetzbar.
[0186] Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsform als Reinigungsmittelreservoir
für i) ein unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine integriertes Dosiergerät
oder ii) ein für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine vorgesehenes
bewegliches Dosiergerät ist bevorzugt.
[0187] Die Verwendung eines erfindungsgemäßen Reinigungsmitteldosiersystems als Reinigungsmittelreservoir
für eine Geschirrspülmaschine ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung.
[0188] Zwei weitere Gegenstände dieser Anmeldung sind die Verwendung einer erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelangebotsform, umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge;
- c) gegebenenfalls eine weitere von A und B verschiedene Reinigungsmittelzubereitung
C in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge;
- d) gegebenenfalls mindestens eine weitere von A und B verschiedene Wirkstoffzusammensetzung
in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichenden
Menge, die mindestens ein Trägermaterial, bevorzugt wasserunlösliches Trägermaterial,
und mindestens einen Wirkstoff D enthält;
- e) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitungen A und B, bzw. A, B und C bzw.
A, B, C und D, in welcher die Reinigungsmittelzubereitungen A, B, C bzw. A, B, C und
D in voneinander getrennten Aufnahmekammern vorliegen als Reinigungsmittelreservoir
für
- i) ein unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine integriertes Dosiergerät
oder
- ii) ein für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine vorgesehenes
bewegliches Dosiergerät.
[0189] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel und Reinigungsmittelkombinationen werden,
wie zuvor ausgeführt, vorzugsweise als maschinelle Geschirrspülmittel eingesetzt.
[0190] Maschinelles Geschirrspülverfahren unter Einsatz einer Reinigungsmittelangebotsform
oder eines Reinigungsmitteldosiersystems nach einem der vorherigen Ansprüche, in dessen
Verlauf aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine befindlichen Kartusche
- eine Teilmenge a der in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung A in
den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird, wobei eine Restmenge der in der
Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
in der Kartusche verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens
der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens
der achtfachen Menge der Teilmenge a entspricht; und
- eine Teilmenge b der in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung B in
den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird, wobei eine Restmenge der in der
Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
in der Kartusche verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens
der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens
der achtfachen Menge der Teilmenge b entspricht; und
- gegebenenfalls eine Teilmenge c der in der Kartusche gegebenenfalls befindlichen Reinigungsmittelzubereitung
C in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird, wobei eine Restmenge der
in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
in der Kartusche verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens
der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens
der achtfachen Menge der Teilmenge c entspricht.
- gegebenenfalls eine Teilmenge d der in der Kartusche gegebenenfalls befindlichen Wirkstoffe
D in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird, wobei eine Restmenge des
in der Kartusche befindlichen Wirkstoffes bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
in der Kartusche verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens
der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens
der achtfachen Menge der Teilmenge d entspricht und
[0191] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung auch ein maschinelles
Geschirrspülverfahren, bei dem die Wirkstoffzusammensetzung sich in der Kartusche
befindet und durch Öffnungen von der Spülflotte und/oder der Luft durchströmt wird.
Bei der Durchströmung mit Luft erfolgt insbesondere die Abgabe von Duftstoff(en) an
die Luft im Innenraum der Spülmaschine und führt so neben einer Beduftung der Spülflotte
während des Geschirrspülverfahrens auch zwischen den einzelnen Spülgängen zu einer
für den Verbraucher angenehmen Geruchssituation beim Öffnen und Beladen der Spülmaschine.
[0192] In den erfindungsgemäßen Geschirrspülverfahren können selbstverständlich nicht nur
die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsformen, sondern auch die erfindungsgemäßen
Reinigungsmitteldosiersysteme eingesetzt werden.
[0193] In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Dosierung der Reinigungsmittelzubereitung
A und der Reinigungsmittelzubereitung B sowie gegebenenfalls der Reinigungsmittelzubereitung
C zu unterschiedlichen Zeiten der Reinigungsgangs.
[0194] Ein weiterer bevorzugter Gegenstand dieser Anmeldung ist daher ein maschinelles Geschirrspülverfahren
unter Einsatz einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsform oder eines erfindungsgemäßen
Reinigungsmitteldosiersystems, in dessen Verlauf
- a) zu einem Zeitpunkt t1 aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine befindlichen
Kartusche eine Teilmenge a der in der Kartusche befindlichen erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitung
A in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird, wobei eine Restmenge des
in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittels bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
in der Kartusche verbleibt, welche der mindestens doppelten, vorzugsweise der mindestens
vierfachen und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge a entspricht;
- b) zu mindestens einem weiteren Zeitpunkt t2 ≠ t1 aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine
befindlichen Kartusche eine Teilmenge b der in der zweiten Kartusche befindlichen
von der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitung A unterschiedlichen Reinigungsmittelzubereitung
B in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird, wobei eine Restmenge des
in dieser Kartusche befindlichen Reinigungsmittels bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
in der Kartusche verbleibt, welche mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens
der vierfachen und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge b entspricht;
- c) gegebenenfalls zu mindestens einem weiteren Zeitpunkt t3 ≠ t2 ≠ t1 aus einer im
Innenraum der Geschirrspülmaschine befindlichen Kartusche eine Teilmenge d der in
einer weiteren Kartusche befindlichen von den erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
A und B unterschiedlichen Reinigungsmittelzubereitung C in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
dosiert wird, wobei eine Restmenge des in dieser Kartusche befindlichen Reinigungsmittels
bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens in der Kartusche verbleibt, welche mindestens
der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens
der achtfachen Menge der Teilmenge d entspricht.
[0195] In bevorzugten Ausführungsformen der zuvor beschriebenen maschinellen Geschirrspülverfahren
mit zeitversetzter Dosierung der Reinigungsmittelzubereitungen A und B bzw. A, B und
C liegt der Zeitpunkt t2 zeitlich mindestens 1 Minute, vorzugsweise mindestens 2 Minuten
und insbesondere zwischen 3 und 30 Minuten, insbesondere zwischen 3 und 20 Minuten,
vor oder nach, vorzugsweise vor dem Zeitpunkt t1. In bevorzugten Ausführungsformen
der zuvor beschriebenen maschinellen Geschirrspülverfahren mit zeitversetzter Dosierung
der Minute, vorzugsweise mindestens 2 Minuten und insbesondere zwischen 3 und 30 Minuten,
insbesondere zwischen 3 und 20 Minuten, vor oder nach, vorzugsweise nach dem Zeitpunkt
t1.
[0196] In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Reinigungszubereitung B bei einer Temperatur
von 20-35°C, anschließend die Reinigungszubereitung A bei einer Temperatur von 30-60°C
und danach die Reinigungszubereitung C bei einer Temperatur unter 20°C in den Innenraum
zudosiert.
1. Reinigungsmittelangebotsform, umfassend
a) eine flüssige (20°C) Reinigungsmittelzubereitung A, enthaltend
a1) Gerüststoff;
a2) 8 bis 30 Gew.-% mindestens eines Komplexbildners ausgewählt aus Glutaminsäure-N,N-diessigsäure und/oder Methylglycindiessigsäure und/oder deren Salzen,
b) eine flüssige (20°C) von der Reinigungsmittelzubereitung A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung
B enthaltend
b1) mindestens 5 Gew.-% mindestens einer reinigungsaktiven Enzymzubereitung
b2) optional ein Tensid, bevorzugt ein nichtionisches Tensid, und
b3) optional 2,5 Gew.-% oder weniger Komplexbildner,
c) optional eine flüssige (20°C) von den Reinigungsmittelzubereitungen A und B verschiedene
Reinigungsmittelzubereitung C, enthaltend
c1) ein Acidifizierungsmittel,
c2) einen Glaskorrosionsinhibitor,
c3) optional ein nichtionisches Tensid,
c4) optional ein Hydrotrop, und
c5) optional weniger als 1 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,5 Gew.-%, insbesondere
weniger als 0,1 Gew.-% Enzymzubereitung, und
d) ein Verpackungsmittel, in welchem die Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C
getrennt voneinander vorliegen.
2. Reinigungsmittelangebotsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 2 bis 50 Gew.-%,
vorzugsweise 6 bis 45 Gew.-% und insbesondere 10 bis 40 Gew.-% Gerüststoff enthält
und/oder der Gerüststoff a1) ausgewählt ist aus der Gruppe der Carbonate, der Hydrogencarbonate,
der Citrate, der Silikate, der polymeren Carboxylate und der Sulfonsäuregruppen-haltige
Polymere.
3. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 10 bis 20 Gew.-%,
bevorzugt 11 bis 18 Gew.-%, 12 bis 15,5 Gew.-% insbesondere 13 bis 15 Gew.-% jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitungen A, Glutaminsäure-N,N-diessigsäure und/oder Methylglycindiessigsäure und/oder deren Salze, enthält.
4. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung A, jeweils bezogen auf ihr Gesamtgewicht, Citrat
in Mengen von 3 bis 20 Gew%, insbesondere von 4 bis 15 Gew.-% sowie Carbonat in Mengen
von 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere 7 bis 20 Gew.-% enthält.
5. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als weiterer Komplexbilder ein oder mehrere Phosphonate, bevorzugt in einer Menge
von 1,2 bis 6 Gew.-%, besonders bevorzugt 1,4 bis 4,5 Gew.-%, insbesondere 1,5 bis
4 Gew.-% eingesetzt werden.
6. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung B ein reinigungsaktives Enzym aus der Gruppe der
Amylasen und/oder Proteasen und/oder Cellulasen und/oder Hemicellulasen und/oder Lipasen,
insbesondere Amylasen und/oder Proteasen, enthält.
7. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung B, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 30 Gew.-% und weniger,
vorzugsweise 25 Gew.-% und weniger, insbesondere 15 Gew.-% und weniger Wasser enthält
und/oder die Reinigungsmittelzubereitung B organisches Lösungsmittel, vorzugsweise
ausgewählt aus Glycerin, 1,2-Propylenglycol, 1,3-Propylenglycol, Dipropylenglycol
sowie Polyethylenglycolen, insbesondere 1,2-Propylenglycol enthält, wobei der Gewichtsanteil
des 1,2-Propylenglycols, bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung,
vorzugsweise 5 bis 80 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 60 Gew.-% und insbesondere 20 bis 50
Gew.-% beträgt.
8. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung C das Acidifizierungsmittel c1) ausgewählt aus Ameisensäure,
Weinsäure, Bernsteinsäure, Malonsäure, Adipinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Oxalsäure
und/oder Polyacrylsäure, insbesondere Ameisensäure, Essigsäure und/oder Citronensäure,
und/oder die Reinigungsmittelzubereitung C das Acidifizierungsmittel c1) bevorzugt
in Mengen von 0,1 bis 12 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,2 bis 10 Gew.-% und insbesondere
0,3 bis 8,0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung
C, enthält.
9. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung B und/oder C Tenside jeweils in einer Menge von 5
bis 35 Gew.-%, insbesondere 10 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen
Zubereitung, enthält.
10. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung C der Glaskorrosionsinhibitor c2) ausgewählt ist
aus Polyalkyleniminien, insbesondere Polyethyleniminen, und/oder wasserlöslichen Zinksalzen,
bevorzugt Zinkchlorid, Zinksulfat und/oder Zinkacetat, besonders bevorzugt Zinkacetat,
und/oder die Reinigungsmittelzubereitung C den Glaskorrosionsinhibitor c2) bevorzugt
in Mengen von 0,01 Gew.-% bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,05 Gew.-% bis 3
Gew.-%, insbesondere von 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Reinigungsmittelzubereitung C, enthält.
11. Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung C das Hydrotrop c3) ausgewählt ist aus Xylolsulfonat,
Cumolsulfonat, Harnstoff und/oder N-Methylacetamid, besonders bevorzugt Cumolsulfonat und/oder Xylolsulfonat, insbesondere
Cumolsulfonat, und/oder die Reinigungsmittelzubereitung C das Hydrotrop c3) in einer
Menge von 2 bis 25 Gew.-%, insbesondere von 4 bis 20 Gew.-% und besonders bevorzugt
in einer Menge von 6 bis 15, beispielsweise von 7 bis 12 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Reinigungsmittelzubereitung C, enthält.
12. Verwendung einer Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche
als Reinigungsmittelreservoir für
i) ein unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine integriertes Dosiergerät
oder
ii) ein für die Positionierung im Innenraum einer vorgesehenes bewegliches Dosiergerät.
13. Verwendung einer Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche
zur Befüllung
i) einer unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine integrierten Kartusche
eines Dosiersystems oder
ii) einer für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine vorgesehenen
beweglichen Kartusche eines Dosiersystems
mit einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge dieser Reinigungsmittelangebotsform.
14. Reinigungsmitteldosiersystem, umfassend
a) eine Reinigungsmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, umfassend
eine für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens ausreichende
Menge an Reinigungsmittelzubereitungen A und B bzw. A, B und C;
b) ein mit der Reinigungsmittelangebotsform lösbar verbundenes Dosiergerät.
15. Verwendung einer Reinigungsmittelangebotsform oder eines Reinigungsmitteldosiersystems
nach einem der vorherigen Ansprüche zur Geschirreinigung in einem maschinellen Geschirrspülverfahren.
16. Maschinelles Geschirrspülverfahren unter Einsatz einer Reinigungsmittelangebotsform
oder eines Reinigungsmitteldosiersystems nach einem der vorherigen Ansprüche, in dessen
Verlauf aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine befindlichen Kartusche
- eine Teilmenge a der in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung A
in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird, wobei eine Restmenge der in
der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
in der Kartusche verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen
und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge a entspricht; und
- eine Teilmenge b der in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung B
in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird, wobei eine Restmenge der in
der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
in der Kartusche verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen
und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge b entspricht; und
- gegebenenfalls eine Teilmenge c der in der Kartusche gegebenenfalls befindlichen
Reinigungsmittelzubereitung C in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird,
wobei eine Restmenge der in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung
bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens in der Kartusche verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen
und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge c entspricht.