[0001] Die Erfindung betrifft eine Streuvorrichtung zum Ausbringen von flüssigem und granulatförmigem
Streugut gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Streuvorrichtungen weisen ein drehbares Streuteller mit einer Verteilnabe
und einer Streutellerwelle auf, über die das Streuteller in Umdrehung versetzt werden
kann. Die Streutellerwelle ist hierzu in einem Gehäusezentralkörper drehbar gelagert.
Weiterhin umfasst die Streuvorrichtung eine Streugutabgabeeinrichtung zur Abgabe des
flüssigen Streuguts auf die Verteilnabe, wobei die Streugutabgabeeinrichtung eine
Streugutauslassöffnung aufweist, die auf die Verteilnabe hin gerichtet ist. Mittels
einer Zuführleitung wird das flüssige Streugut der Streugutabgabeeinrichtung zugeführt.
[0003] Derartige Streuvorrichtungen werden üblicherweise im Heckbereich von Winterdienstfahrzeugen,
beispielsweise Lastkraftwagen, angebracht, um flüssiges und/oder granulatförmiges
Streutgut auf Straßen oder anderen Flächen auszubringen. Das Streugut soll hierbei
durch das sich drehende Streuteller möglichst gleichmäßig und in einer vorbestimmten
Streubreite auf den Boden aufgebracht werden.
[0004] Als flüssiges Streugut wird häufig eine Sole, d.h. eine Salzlösung, verwendet, während
es sich bei granulatförmigem Streugut beispielsweise um Streusalz handelt. Hierbei
wird häufig Feuchtsalz verwendet, d.h. ein Streusalz, das mit einer Salzlösung (Sole)
angefeuchtet wird. Ein derartiges Feuchtsalz hat gegenüber trockenem Streusalz insbesondere
den Vorteil, dass die gewünschte Auftauwirkung sehr schnell eintritt und eine deutlich
geringere Verwehungsgefahr besteht.
[0005] Das Zusammenführen der Sole und des trockenen Streusalzes erfolgt üblicherweise im
Bereich der Streuteller-Verteilnabe, die vorzugsweise als kegelförmiger Prallkörper
ausgebildet ist, dem einerseits die Sole mittels einer Soleabgabeeinrichtung und andererseits
das Streusalz über eine Streugutrutsche zugeführt wird.
[0006] Unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten, verschiedene Mischungsverhältnisse des flüssigen
und granulatförmigen Streuguts sowie verschiedene Streubreiten, z.B. 3 Meter oder
8 Meter, erfordern unterschiedliche Auftreffpunkte des Streuguts auf dem Streuteller
bzw. auf der Verteilnabe, um ein gleichmäßiges Streubild und eine gezielte Positionierung
des Streuguts auf dem Boden zu erreichen. Hierzu ist es beispielsweise bekannt, die
Neigung der Streugutrutsche für das granulatförmige Streugut zu verändern oder die
Streuvorrichtung insgesamt um eine Hochachse zu verschwenken. Weiterhin ist es bekannt,
an der Streuvorrichtung mehrere Solezuführleitungen vorzusehen, welche die Sole an
unterschiedlichen Stellen der Verteilnabe zuführen. Diese unterschiedlichen Solezuführleitungen
werden mittels Magnetventilen geöffnet oder geschlossen.
[0007] Bei den bekannten Streuvorrichtungen besteht jedoch Verbesserungsbedarf im Hinblick
auf das genaue Mischen des flüssigen und granulatförmigen Streuguts sowie im Hinblick
auf ein möglichst gleichmäßiges und gezieltes Verteilen des Streuguts auf dem Boden.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Streuvorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, mit der eine möglichst gute Vermischung von flüssigem und
granulatförmigem Streugut sowie eine möglichst gleichmäßige und gezielte Verteilung
des Streuguts auf dem Boden erreicht werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Streuvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren
Ansprüchen beschrieben.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Streuvorrichtung ist die Position der Streugutauslassöffnung
für das flüssige Streugut mittels eines elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen
Aktuators in Umfangsrichtung der Verteilnabe gesehen veränderbar.
[0011] Mittels der erfindungsgemäßen Streuvorrichtung kann der Auftreffpunkt des flüssigen
Streuguts, insbesondere der Sole, auf die Verteilnabe um die Drehachse der Verteilnabe
herum, d.h. in Umfangsrichtung der Verteilnabe, motorisch und vorzugsweise stufenlos
verändert werden. Der Ort der Vermischung zwischen dem flüssigen Streugut und dem
granulatförmigen Streugut ändert sich hierdurch entsprechend, wodurch in Abhängigkeit
der Zusammensetzung des flüssigen und granulatförmigen Streuguts, der Fahrgeschwindigkeit
und der gewünschten Streubreite der Mischvorgang optimiert werden kann. Durch die
motorische Verstellung der Position der Streugutauslassöffnung für das flüssige Streugut
kann der Mischvorgang - gegebenenfalls durch Zusammenwirken mit einer motorischen
Verstellung der Streugutrutsche und/oder einem motorischen Verschwenken der Streuvorrichtung
oder von Teilen davon um eine oder mehrere Hochachsen - jederzeit und auf sehr feine
Weise verbessert und an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.
[0012] Vorteilhafterweise ist die Streugutabgabeeinrichtung für das flüssige Streugut um
das Wellengehäuse herum drehbar. In diesem Fall beschreibt die Streugutauslassöffnung
bei der Positionsverstellung einen Kreisbogen um die Längsachse des Wellengehäuses
und damit um die Drehachse der Verteilnabe.
[0013] Vorteilhafterweise besteht die Streugutabgabeeinrichtung aus einer Streugutabgabedose,
die sich um das Wellengehäuse herum erstreckt und diesem drehbar gelagert ist. Mit
Hilfe einer derartigen Streugutabgabedose kann das flüssige Streugut zunächst in unmittelbarer
Nachbarschaft des Streuteller etwas gesammelt und von dort über die Streugutauslassöffnung
gezielt der Verteilnabe zugeführt werden. Hierdurch kann auf einfache Weise erreicht
werden, dass das flüssige Streugut bei Bedarf immer im Bereich des Streutellers zur
Verfügung steht und von dort in jeder Drehstellung der Streugutabgabeeinrichtung optimal
auf die Verteilnabe ausgegeben werden kann.
[0014] Vorteilhafterweise weist der Aktuator einen längenveränderbaren Betätigungsarm auf,
der mit der Streugutabgabeeinrichtung derart bewegungsgekoppelt ist, dass eine Längenänderung
des Betätigungsarms eine Drehbewegung der Streugutabgabeeinrichtung um die Drehachse
der Verteilnabe herum bewirkt.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn der Betätigungsarm des Aktuators mit der
Zuführleitung für das flüssige Streugut bewegungsgekoppelt ist, derart, dass die Zuführleitung
Teil einer Kraftübertragungseinrichtung zum Drehen der Streugutabgabeeinrichtung ist.
Dies bedeutet mit anderen Worten, dass der Betätigungsarm des Aktuators nicht direkt
mit der Streugutabgabeeinrichtung, beispielsweise Streugutabgabedose, sondern mit
der Zuführleitung für das flüssige Streugut verbunden ist und mittels dieser Zuführleitung
die Streugutabgabeeinrichtung bewegt. Die Zuführleitung ist in diesem Fall zwischen
der Verbindungsstelle mit dem Betätigungsarm und der Streugutabgabeeinrichtung derart
starr ausgebildet, dass die Bewegungsübertragung auf die Streugutabgabeeinrichtung
ohne nennenswerte Verformung der Zuführleitung erfolgt. Mittel einer derartigen Ausführungsform
ist ein sehr einfacher Aufbau möglich. Vorteilhafterweise ist die Streugutabgabeeinrichtung
mittels der Zuführleitung für das flüssige Streugut axial am Wellengehäuse gehaltert.
Hierdurch entfallen zusätzliche Axiallager zwischen der Streugutabgabeeinrichtung
und dem Wellengehäuse. Die Streugutabgabeeinrichtung wird allein durch die Zuführleitung
in der richtigen Höhe am Wellengehäuse gehalten, wobei die Zuführleitung zweckmäßigerweise
relativ nah an der Streugutabgabeeinrichtung durch eine passende Führungseinrichtung
geführt wird.
[0016] Vorteilhafterweise weist die Streuvorrichtung eine am Wellenkörper befestigte Führungsplatte
und ein Schlittenelement auf, das auf der Führungsplatte derart verschiebbar geführt
ist, dass es vom Aktuator auf einem Kreisbogen um die Streutellerwelle herum bewegbar
ist, wobei das Schlittenelement mit der Streugutabgabeeinrichtung bewegungsgekoppelt
ist.
[0017] Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Führungsplatte ein bogenförmiges Langloch
aufweist, das eine Führungskulisse bildet, in die mindestens ein am Schlittenelement
befestigter Führungsbolzen eingreift. Mittels einer derartigen Ausführungsform kann
die Längsbewegung des Betätigungsarms auf einfache und sichere Weise in eine Kreisbewegung
des Schlittenelements um die Streutellerwelle herum umgewandelt werden. Diese Kreisbewegung
kann dann vom Schlittenelement - vorzugsweise über die Zuführleitung für das flüssige
Streugut - auf die Streugutabgabeeinrichtung übertragen werden, so dass sich diese
ebenfalls entsprechend relativ zur Verteilnabe dreht, wodurch die Position der Streugutauslassöffnung
relativ zur Verteilnabe variierbar ist. Vorzugsweise besteht der Aktuator zur Veränderung
der Position der Streugutauslassöffnung für das flüssige Streugut aus einem elektrisch
betriebenen Antriebsmotor. Dies ermöglicht einen relativ einfachen Aufbau, da keine
zusätzliche hydraulische oder pneumatische Leitung erforderlich ist. Ein hydraulischer
oder pneumatischer Antrieb ist jedoch ebenfalls möglich.
[0018] Gemäß einer vorteilhafter Ausführungsform umfasst die Streuvorrichtung ein Streutellermodul,
welches das Streuteller, eine Streutellerabdeckung und das Wellengehäuse umfasst,
sowie eine Streugutrutsche und eine an der Streugutrutsche befestigte Haltestruktur
zur schwenkbaren Lagerung des Streutellermoduls relativ zur Streugutrutsche, wobei
das Streutellermodul mittels eines zweiten elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen
Aktuators relativ zur Streugutrutsche derart schwenkbar ist, dass der Auftreffpunkt
des über die Streugutrutsche zugeführten granulatförmigen Streuguts auf der Verteilnabe
veränderbar ist. Mit Hilfe dieses zweiten Aktuators ist es möglich, das gesamte Streutellermodul
derart um eine Hochachse zu verschwenken, dass das granulatförmige Streugut von der
Streugutrutsche entweder mittig oder seitlich weiter links oder rechts auf die Verteilnabe
trifft. Hierdurch kann ebenfalls das Streubild und Positionierung des Streuguts auf
dem Boden auf sehr einfache und vorzugsweise stufenlose Weise verändert werden.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Streugutrutsche einen
unteren Ausgabeabschnitt auf, der mittels eines dritten elektrischen, hydraulischen
oder pneumatischen Aktuators um eine Horizontalachse derart schwenkbar ist, dass der
Auftreffpunkt des granulatförmigen Streuguts auf der Verteilnabe in Höhenrichtung
der Verteilnabe veränderbar ist. Dies stellt eine weitere motorische Verstellmöglichkeit
dar, um das Streubild und die Positionierung des Streuguts auf dem Boden zu verändern
und zu optimieren.
[0020] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Streugutrutsche einen
oberen Rutschenabschnitt und einen unteren Rutschenabschnitt auf, an dem die Haltestruktur
zur schwenkbaren Lagerung des Streutellermoduls befestigt ist, wobei der untere Rutschenabschnitt
drehbar am oberen Rutschenabschnitt gelagert und mittels eines vierten elektrischen,
hydraulischen oder pneumatischen Aktuators drehbar ist. Mittels eines derartigen vierten
Aktuators kann der gesamte untere Abschnitt der Streuvorrichtung auf sehr einfache
und präzise Weise um eine Hochachse geschwenkt werden, wodurch eine weitere motorische
Einstellmöglichkeit geschaffen wird, um das Streugut weiter nach links oder rechts
relativ zur Fahrrichtung auszubringen.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Streuvorrichtung, wobei einige Teile im Schnitt
dargestellt sind,
- Figur 2:
- eine räumliche Darstellung eines Teils der Streuvorrichtung von Figur 1,
- Figur 3:
- einen mittigen Vertikalschnitt durch einen unteren Endabschnitt der Streuvorrichtung,
- Figur 4:
- einen Schnitt längs der Linie IV-IV von Figur 1, und
- Figur 5:
- eine vergrößerte Detailansicht einer Einzelheit im Schnitt zur Verdeutlichung der
Halterung und Führung des Schlittenelementes.
[0022] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Streuvorrichtung 1, die an einem lediglich angedeuteten
Streugutbehälter 2 befestigt ist. Der Streugutbehälter 2 ist üblicherweise auf einem
Fahrzeug, insbesondere Lastwagen, angeordnet und dient zur Aufnahme von granulatförmigem
Streugut, insbesondere Streusalz. Zusätzlich zu diesem Streugutbehälter 2 für granulatförmiges
Streugut ist üblicherweise ein nicht dargestellter, weiterer Streugutgehälter für
flüssiges Streugut, insbesondere Sole, vorhanden, der auf dem Fahrzeug neben dem Streugutbehälter
2 montiert sein kann.
[0023] Die Streuvorrichtung 1 umfasst eine Förderschnecke 3, welche das granulatförmige
Streugut vom Streubehälter 2 in die Streuvorrichtung 1 fördert. Die Drehgeschwindigkeit
der Förderschnecke 3 ist mittels eines Antriebsmotors 4, der beispielsweise ein Hydraulik-
oder Elektromotor ist, vorzugsweise stufenlos regelbar.
[0024] Das granulatförmige Streugut gelangt vom Bereich der Förderschnecke 3 in eine Streugutrutsche
5, die ein oberes Streugutrutschenteil 6 und ein unteres Streugutrutschenteil 7 umfasst.
[0025] Das obere Streugutrutschenteil 6 und das untere Streugutrutschenteil 7 sind mittels
eines Drehkranzes 8 derart miteinander verbunden, dass das untere Streugutrutschenteil
7 und damit alle daran befestigten, nachfolgend noch näher erläuterten Elemente um
eine Hochachse 9, insbesondere Vertikalachse, über einen bestimmten Winkelbereich
gedreht werden kann. Diese Drehbewegung wird durch einen Aktuator 10 bewirkt, der
einen längenveränderlichen Betätigungsarm 10a aufweist und einerseits mit dem oberen
Streugutrutschenteil 6 und andererseits mit dem unteren Streugutrutschenteil 7 in
Wirkverbindung ist. Beim Aktuator 10 kann es sich beispielsweise um einen elektrischen,
hydraulischen oder pneumatischen Aktuator handeln. Zweckmäßigerweise handelt es sich
um einen elektrischen Aktuator, wobei der Betätigungsarm 10a einen Spindelantrieb
aufweist.
[0026] Die Drehlagerung des unteren Streugutrutschenteils 7 am oberen Streugutrutschenteil
6 kann dadurch realisiert werden, dass der am oberen Streugutrutschenteil 6 befestigte
Drehkranz 8 eine am unteren Streugutrutschenteil 7 angeordnete Ringscheibe 11 (Figur
2) untergreift.
[0027] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, ist am unteren Streugutrutschenteil 7 eine
Haltestruktur 12 befestigt, an der ein Streutellermodul 13 um eine Schwenkachse 14
schwenkbar gehaltert ist. Vorteilhafterweise ist die Schwenkachse 14 vertikal angeordnet.
Die Schwenklagerung wird durch einen Lagerbolzen 15 gebildet, der an einem Lagerbock
16 der Haltestruktur 12 festgelegt ist, sowie durch eine Lagerhülse 17, welche am
Streutellermodul 13 befestigt ist und den Lagerbolzen 15 umgibt.
[0028] Wie insbesondere aus Figur 3 ersichtlich, umfasst das Streutellermodul 13 einen Streuteller
18, der zum Ausstreuen des flüssigen und granulatförmigen Streuguts, insbesondere
eines Feuchtsalzes in der Form von mit einer Sole angefeuchtetem Streusalz, dient
und um eine Drehachse 21 drehbar ist. Vorzugsweise ist die Drehachse 21 vertikal angeordnet.
Der Streuteller 18 umfasst ein Flügelrad 22 mit einer tellerförmigen Bodenplatte 23,
einer oberen Ringscheibe 24 und dazwischen angeordnete, vorzugweise vertikal ausgerichteten
Wurfplatten 25.
[0029] Weiterhin umfasst der Streuteller 18 eine Verteilnabe 26, die mittig innerhalb des
Flügelrads 22 angeordnet ist und eine kegelstumpfförmige, sich nach oben verjüngende
Form hat. Wie nachfolgend noch näher erläutert wird, wird sowohl das granulatförmige
Streugut, beispielsweise Streusalz als auch das flüssige Streugut, beispielsweise
Sole, auf die Verteilnabe 26 geleitet, wobei sich das granulatförmige und flüssige
Streugut vermischt und anschließend vom Flügelrad 22 radial nach außen geschleudert
wird.
[0030] Der Streuteller 18 wird von einer Streutellerwelle 27 gehalten und in Umdrehung versetzt,
welche die Verteilnabe 19 axial durchdringt und mit dieser drehfest verbunden ist.
Wie insbesondere aus Figur 3 ersichtlich, ist diese Streutellerwelle 27 mittels Lager
28a, 28b in einem rohrförmigen Wellengehäuse 29 drehbar gelagert. Ein mit der Streutellerwelle
27 drehfest gekoppelter Antriebsmotor 30, dessen Gehäuse auf das Wellengehäuse 29
aufgeflanscht ist, dient zum Antrieb des Streutellers 18.
[0031] Das flüssige Streugut wird über eine Zuführleitung 31 und eine daran angeschlossene
Streugutabgabeeinrichtung 32 der Verteilnabe 26 zugeführt. Die Verbindung zwischen
der Zuführleitung 31 und der Streugutabgabeeinrichtung 32 erfolgt über einen starren,
rohrförmigen Krümmer 33, bei dem es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um einen
90°-Krümmer handelt.
[0032] Die Streugutabgabeeinrichtung 32 für das flüssige Streugut besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel
aus einer Streugutabgabedose 34 mit einer äußeren, beispielsweise achteckigen Umfangswand
35 (Figur 4) und einer mit radialem Abstand angeordneten inneren, zylinderförmigen
Umfangswand 36 (Figur 3). Der Bereich zwischen den Umfangswänden 35, 36 bildet einen
ringförmigen Sammelraum 37 für das flüssige Streugut. Nach oben hin ist der Sammelraum
37 durch eine Stirnwand 38 verschlossen. Auf seiner Unterseite weist die Streugutabgabedose
34 eine Streugutauslassöffnung 39 auf, die sich lediglich über einen relativ kleinen
Umfangsbereich des Sammelraums 37 erstreckt, beispielsweise über einen Winkelbereich
von 30 bis 50°, insbesondere von etwa 40°. Mit Ausnahme der Streugutauslassöffnung
39 ist der Sammelraum 37 nach unten mittels einer unteren Stirnwand 40 verschlossen.
Die Streugutauslassöffnung 39 befindet sich weiterhin an einem am unteren Endbereich
der Streugutabgabedose 34 vorgesehenem schnabelförmigen Ausguss 41, der durch eine
nach unten vorstehende Verlängerung der äußeren Umfangswand 35 gebildet wird und sich
nach unten etwas in den Zwischenraum zwischen der oberen Ringscheibe 24 und der Bodenplatte
23 des Streutellers 18 hineinerstreckt und das flüssige Streugut gezielt auf die Verteilnabe
26 richtet.
[0033] Weiterhin kann der Sammelraum 37, wie in Figur 3 dargestellt, mittels einer ringförmig
umlaufenden, etwas schräg angeordneten Zwischenwand 42 in einen oberen und unteren
Abschnitt aufgeteilt sein. Die Zwischenwand 42 ist im Bereich oberhalb der Streugutauslassöffnung
39 mit einer Öffnung versehen, damit das flüssige Streugut vom oberen Abschnitt in
den unteren Abschnitt gelangen kann. Mittels der Zwischenwand 42 kann das flüssige
Streugut auf sehr gleichmäßige Weise der Streugutauslassöffnung 39 zugeführt werden.
[0034] Die Streugutabgabedose 34 ist mittels einer Lagerhülse 43 drehbar am Wellengehäuse
29 gelagert. Zweckmäßigerweise besteht die Lagerhülse 43 aus Kunststoff. Die Lagerhülse
43 ist mit der Streugutabgabedose 34 fest verbunden, beispielsweise indem die Lagerhülse
43 in die durch die innere Umfangswand 36 gebildete Hülse eingepresst wird.
[0035] Der untere Abschnitt des Wellengehäuses 29, an dem die Streugutabgabedose 34 gelagert
ist, ist zylindrisch mit gleichbleibendem Außendurchmesser. Hierdurch ist es möglich,
dass die Streugutabgabedose 34 bei der Montage von unten her auf das Wellengehäuse
29 aufgeschoben werden kann.
[0036] Die Position der Streugutauslassöffnung 39 relativ zur Verteilnabe 26 und damit der
Auftreffort des flüssigen Streuguts auf der Verteilnabe 26 wird sowohl durch die Höhenposition
als auch durch die Drehposition der Streugutabgabedose 34 relativ zum feststehenden
Wellengehäuse 29 bestimmt. Sowohl diese Höhenlage als auch die Drehposition der Streugutabgabedose
34 wird mittels der Zuführleitung 31 für das flüssige Streugut bestimmt bzw. eingestellt,
die in ihrem unteren Endbereich in der nachfolgend beschriebenen Weise gehaltert und
derart geführt ist, dass die Drehposition der Streugutabgabeeinrichtung 32 / Streugutabgabedose
34 relativ zur Verteilnabe 26 stufenlos verändert werden kann.
[0037] Diese Führung der Zuführleitung 31 geht insbesondere aus den Figuren 2 und 5 hervor,
wobei Figur 5 einen Vertikalschnitt im Bereich eines schraubenförmigen Führungselementes
44 und einer Befestigungsschraube 45 zeigt, die auch in Figur 2 dargestellt sind.
[0038] Die Führung der Zuführleitung 31 erfolgt mittels eines mit der Zuführleitung 31 fest
verbundenen Schlittenelementes 46, das auf einer Führungsplatte 47 verschiebbar geführt
ist. Die Führungsplatte 47 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel eben und horizontal
angeordnet. In ihrem inneren Wandbereich ist die Führungsplatte 47 mittels Befestigungsschrauben
45 an einer mit dem Wellengehäuse 29 fest verbundenen Befestigungsplatte 48 befestigt.
Die Befestigungsschrauben 45 spannen hierbei einen Plattenverbund zusammen, der eine
auf der Führungsplatte 47 aufliegende Distanzplatte 49 und eine auf der Distanzplatte
49 aufliegende obere Führungsplatte 50 umfasst. Die obere Führungsplatte 50 steht
seitlich nach außen über die Distanzplatte 49 vor, so dass zwischen der unteren Führungsplatte
47 und der oberen Führungsplatte 50 ein Zwischenraum geschaffen wird, in den ein horizontaler
Plattenabschnitt 51 des Schlittenelementes 46 verschiebbar eingreifen kann. Die obere
Führungsplatte 50 verhindert dabei, dass sich der innere Randbereich des Schlittenelementes
46 nach oben abheben kann.
[0039] Wie insbesondere aus Figur 2 ersichtlich, weist die Führungsplatte 47 ein bogenförmiges
Langloch 52 auf, das kreisbogenförmig um die Drehachse 21 der Streutellerwelle 27
und damit um die Drehachse 21 der Verteilnabe 26 herumgeführt ist. Die zwei schraubenförmigen
Führungselemente 44, die mit dem Schlittenelement 26 fest verbunden sind, erstrecken
sich durch dieses Langloch 52 hindurch. Hierdurch wird eine Kulissenführung gebildet,
mit welcher das Schlittenelement 46 auf einem Kreisbogen um die Drehachse 21 und damit
um die Streutellerwelle 27 herumgeführt werden kann.
[0040] Ein nach oben abgewinkelter Endbereich 53 des Schlittenelementes 46 bildet zusammen
mit einer äußeren Klemmplatte 54 und Klemmschrauben 55 eine Klemm- oder Halteeinrichtung,
mit welcher die Zuführleitung 31 fest am Schlittenelement 46 gehaltert ist.
[0041] Die Führungsplatte 47 erstreckt sich seitlich nach außen über die Zuführleitung 31
hinaus und weist zum Hindurchführen der Zuführleitung 31 ein bogenförmiges Langloch
56 auf.
[0042] Um den unteren Endbereich der Zuführleitung 31 und damit die Streugutabgabeeinrichtung
32 um die Drehachse 21 herum zu drehen und damit die Position der Streugutauslassöffnung
39 relativ zur Verteilnabe 26 motorisch zu verändern, ist ein elektrischer Aktuator
oder Antriebsmotor 57 vorgesehen, der mit dem Schlittenelement 46 bewegungsgekoppelt
ist. Der Aktuator 57 ist einerseits über eine Halteeinrichtung 58 am Wellengehäuse
29 festgelegt und weist andererseits einen längenveränderlichen Betätigungsarm 57a
auf, der über einen Gelenkbolzen 60 mit dem Schlittenelement 46 gekoppelt ist. Zur
Längenänderung kann der Betätigungsarm 57a beispielsweise eine motorisch aus- und
einfahrbare Spindel aufweisen.
[0043] Bei einer entsprechenden Ansteuerung des Aktuators 57 kann somit das Schlittenelement
46 stufenlos über einen bestimmten Kreisbogen bewegt werden. Da die Zuführleitung
31 am Schlittenelement 46 festgeklemmt ist, bewegt sich auch der untere Endbereich
der Zuführleitung 31 und damit die Streugutabgabedose 34 um einen bestimmten Winkelbetrag
um die Verteilnabe 26 herum. Die Streugutauslassöffnung 39 für das flüssige Streugut
wird damit ebenfalls in Umfangsrichtung der Verteilnabe 26 entsprechend mit bewegt,
so dass die Auftreffposition des flüssigen Streuguts auf der Verteilnabe 26 relativ
zur Fahrtrichtung des die Streuvorrichtung 1 tragenden Fahrzeugs verändert werden
kann.
[0044] In Figur 4 sind drei unterschiedliche Drehpositionen der Streugutauslassöffnung 39
für das flüssige Streugut eingezeichnet, wobei Linien 61a, 61b, 61c Mittelachsen der
Streugutauslassöffnung 39 darstellen. Die Linie 61a stellt eine mittige, parallel
zur Fahrtrichtung 62 ausgerichtete Position der Streugutauslassöffnung 39, die Linie
61b eine linksseitige Endposition und die Linie 61c eine rechtsseitige Endposition
dar. Die Drehposition der Streugutauslassöffnung ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
um einen Winkel
α von etwa 50° veränderbar.
[0045] Wie insbesondere aus den Figuren 1 und 3 ersichtlich ist, weist die Streugutrutsche
5 für das granulatförmige Streugut im unteren Endbereich des unteren Streugutrutschenteils
7 einen rinnenförmigen Ausgabeabschnitt 63 auf, der um eine horizontale Schwenkachse
64 schwenkbar am unteren Streugutrutschenteil 7 befestigt ist. Hierdurch ist es möglich,
die Neigung des Ausgabeabschnitts 63 und damit die Höhenposition seines unteren Endes
65 relativ zur Verteilnabe 26 derart zu ändern, dass das über die Streugutrutsche
5 zugeführte granulatförmige Streugut in unterschiedlichen Höhenpositionen auf das
Streuteller 18 und insbesondere auf die Verteilnabe 26 auftrifft, wodurch das Streubild
und die Streubreite ebenfalls variiert werden können.
[0046] Das untere Ende 65 des Ausgabeabschnitts 63 ist insbesondere derart angeordnet, dass
das granulatförmige Streugut durch eine kreisförmige Aussparung 66 (Figuren 3 und
4) der oberen Ringscheibe 24 des Streutellers 18 hindurch in den Zwischenraum zwischen
der oberen Ringscheibe 24 und der Bodenplatte 23 des Streutellers 18 fallen kann.
[0047] Wie aus Figur 2 ersichtlich, kann die Neigungsverstellung des Ausgabeabschnitts 63
für das granulatförmige Streugut stufenlos und motorisch mittels eines Aktuators 67
bewirkt werden, dessen längenveränderlicher Betätigungsarm 67a mit seinem oberen Ende
68 am feststehenden Abschnitt des unteren Streugutrutschenteils 7 angelenkt ist, während
sein unteres Ende 69 am Ausgabeabschnitt 63 angelenkt ist.
[0048] Eine weitere Veränderung des Streubilds, der Streubreite und/oder der Mischung zwischen
flüssigem und granulatförmigem Streugut kann, wie bereits beschrieben, dadurch erreicht
werden, dass das gesamte Streutellermodul 13 um die Schwenkachse 14 relativ zur Streugutrutsche
5 verschwenkt wird. Hierdurch ändert sich die Drehposition des Streutellers 18 und
damit der Verteilnabe 26 relativ zum Ausgabeabschnitt 63 der Streugutrutsche 5 für
das granulatförmige Streugut. Dieses Verschwenken erfolgt ebenfalls motorisch und
vorzugsweise stufenlos mittels eines Aktuators 70 (Figur 2). Ein längenveränderlicher
Betätigungsarm 70a dieses Aktuators 70 ist einerseits an einem Haltearm 71 abgestützt,
der mit der Haltestruktur 12 des unteren Streugutrutschenteils 7 verbunden ist, und
andererseits an einer Halterung 72, die am Wellengehäuse 29 befestigt ist.
[0049] Oberhalb des Streutellers 18 befindet sich eine Streutellerabdeckung 73, welche die
sich oberhalb der Streutellerabdeckung 73 befindenden Komponenten der Streuvorrichtung
1 vor hochspritzendem Streugut schützt. Wie insbesondere aus den Figuren 3 und 5 ersichtlich,
erstreckt sich der radial innere Bereich der Streutellerabdeckung 73 in den Bereich
zwischen der Streugutabgabedose 34 und der Führungsplatte 47 und kann dort ebenfalls
mittels der Befestigungsschrauben 45 am Wellengehäuse 29 befestigt sein. Die Zuführleitung
31 für das flüssige Streugut tritt durch eine Aussparung 74 in der Streutellerabdeckung
73 durch diese hindurch. In Figur 4 ist diese Aussparung 74 lediglich schematisch
angedeutet.
[0050] In einem Randbereich der Streutellerabdeckung 73 ist ferner eine Schürze 75 befestigt,
um das Fahrzeug vor dem austretenden Streugut zu schützen. Demgemäß erstreckt sich
die Schürze 75 nur über einen kleineren Teil des Umfangs der Streutellerabdeckung
73 und in demjenigen Umfangsbereich, der zum Fahrzeug hin gerichtet ist. Die Schürze
75 erstreckt sich von der tellerförmigen Streutellerabdeckung 73 nach unten soweit
über das Streuteller 18, dass das austretende Streugut gegen die Schürze 75 prallt
und von dort lediglich nach unten abströmen kann.
[0051] Ein Sensor 76, beispielsweise Ultraschallsensor, erfasst das Streubild des austretenden
Streuguts und kann zur Ansteuerung bzw. Regelung der Aktuatoren 10, 57, 67 und/oder
70 verwendet werden.
[0052] Erfindungsgemäß wird somit ein Aktuator 57 zur motorischen, vorzugsweise stufenlosen
Variation der Auftreffposition des flüssigen Streuguts auf dem Streuteller 18 bzw.
auf der Verteilnabe 26 und optional ein- oder mehrere weitere Aktuatoren 10, 67, 70
zur weiteren Einstellung und Variation des Streubildes des austretenden Streuguts
verwendet. Der Aktuator 57 kann hierbei als erster Aktuator, der Aktuator 70 als zweiter
Aktuator, der Aktuator 67 als dritter Aktuator und der Aktuator 10 als vierter Aktuator
bezeichnet werden. Bei den Aktuatoren 10, 57, 67, 70 handelt es sich vorzugsweise
um elektrische (bzw. elektromechanische) Aktuatoren. Hydraulische oder pneumatische
Aktuatoren 10, 57, 67, 70 sind jedoch ebenfalls möglich. Mischformen von elektrischen,
hydraulischen oder pneumatischen Aktuatoren 10, 57, 67, 70 sind ebenfalls möglich.
Zweckmäßigerweise ist der Aktuator 57 und optional einer oder mehrere der weiteren
Aktuatoren 10, 67, 70 Teil einer automatischen Steuer- oder Regeleinrichtung, mit
welcher das Streubild und die Streubreite in Abhängigkeit unterschiedlichster Streugutzusammensetzungen,
Fahrgeschwindigkeiten und Steuanforderungen auf vielfältige Weise und vorzugsweise
stufenlos variiert werden kann.
1. Streuvorrichtung zum Ausbringen von flüssigem und granulatförmigem Streugut, mit:
- einem drehbaren Streuteller (18) der eine Verteilnabe (26) aufweist,
- einer Streutellerwelle (27),
- einem Wellengehäuse (29), in dem die Streutellerwelle (27) drehbar gelagert ist,
- einer Streugutabgabeeinrichtung (32) zur Abgabe des flüssigen Streuguts auf die
Verteilnabe (26), wobei die Streugutabgabeeinrichtung (32) eine Streugutauslassöffnung
(39) aufweist, die auf die Verteilnabe (26) hin gerichtet ist,
- einer Zuführleitung (31) zum Zuführen des flüssigen Streuguts zur Streugutabgabeeinrichtung
(32),
dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Streugutauslassöffnung (39) für das flüssige Streugut mittels eines
elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Aktuators (57) in Umfangsrichtung der
Verteilnabe (26) gesehen veränderbar ist.
2. Streuvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streugutabgabeeinrichtung (32) um das Wellengehäuse (29) herum drehbar ist.
3. Streuvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Streugutabgabeeinrichtung (32) aus einer Streugutabgabedose (34) besteht, die
sich um das Wellengehäuse (29) herum erstreckt und an diesem drehbar gehaltert ist.
4. Streuvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (57) einen längenveränderbaren Betätigungsarm (57a) aufweist, der mit
der Streugutabgabeeinrichtung (32) derart bewegungsgekoppelt ist, dass eine Längenänderung
des Betätigungsarms (57a) eine Drehbewegung der Streugutabgabeeinrichtung (32) um
die Drehachse (21) der Verteilnabe (26) herum bewirkt.
5. Streuvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsarm (57a) des Aktuators (57) mit der Zuführleitung (31) für das flüssige
Streugut bewegungsgekoppelt ist, derart, dass die Zuführleitung (31) Teil einer Kraftübertragungseinrichtung
zum Drehen der Streugutabgabeeinrichtung (32) ist.
6. Streuvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Streugutabgabeeinrichtung (32) mittels der Zuführleitung (31) für das flüssige
Streugut axial am Wellengehäuse (29) gehaltert ist.
7. Streuvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine am Wellengehäuse (29) befestigte Führungsplatte (47) und ein Schlittenelement
(46), das auf der Führungsplatte (47) derart verschiebbar geführt ist, dass es vom
Aktuator (57) auf einem Kreisbogen um die Streutellerwelle (27) herum bewegbar ist,
wobei das Schlittenelement (46) mit der Streugutabgabeeinrichtung (32) bewegungsgekoppelt
ist.
8. Streuvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsplatte (47) ein bogenförmiges Langloch (52) aufweist, das eine Führungskulisse
bildet, in die mindestens ein am Schlittenelement (46) befestigtes Führungselement
(44) eingreift.
9. Streuvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Streutellermodul (13), welches das Streuteller (18), eine Streutellerabdeckung
(73) und das Wellengehäuse (29) umfasst, sowie durch eine Streugutrutsche (5) und
eine an der Streugutrutsche (5) befestigte Haltestruktur (12) zur schwenkbaren Lagerung
des Streutellermoduls (13) relativ zur Streugutrutsche (5), wobei das Streutellermodul
(13) mittels eines zweiten elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Aktuators
(70) relativ zur Streugutrutsche (5) derart schwenkbar ist, dass der Auftreffbereich
des über die Streugutrutsche (5) zugeführten granulatförmigen Streuguts auf dem Streuteller
(18) in seitlicher Richtung veränderbar ist.
10. Streuvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Streugutrutsche (5) einen unteren Ausgabeabschnitt (63) aufweist, der mittels
eines dritten elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Aktuators (67) um eine
horizontale Schwenkachse (64) derart schwenkbar ist, dass der Auftreffbereich des
granulatförmigen Streuguts auf dem Streuteller (18) in Höhenrichtung der Verteilnabe
(26) veränderbar ist.
11. Streuvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Streugutrutsche (5) ein oberes Streugutrutschenteil (6) und ein unteres Streugutrutschenteil
(7) aufweist, an dem die Haltestruktur (12) zur schwenkbaren Lagerung des Streutellermoduls
(13) befestigt ist, wobei das untere Streugutrutschenteil (7) drehbar am oberen Streugutrutschenteil
(6) gelagert und mittels eines vierten elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen
Aktuators (10) drehbar ist.
12. Streuvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (57) Teil einer Steuer- oder Regelungseinrichtung zur automatischen
Steuerung oder Regelung der Streugutausbringung ist.