[0001] Die Erfindung betrifft eine Schubladenstruktur, eine Lagervorrichtung, eine Aufnahmeanordnung,
ein Verfahren zum Aufnehmen eines Aufnahmekörpers an einer Schubladenstruktur und
eine Verwendung. Eine Schubladenstruktur ist bekannt aus der
FR2826896 und der
EP2428326.
[0002] Für bestimmte Anwendungszwecke ist es wünschenswert, Koffer oder andere Aufnahmekörper
für den Transport zu sichern. Für diesen Zweck gibt es verschiedene Lösungen. Zum
einen werden die Bodenseiten der Koffer aneinander gehalten und an der Griffseite
über einen Drehmechanismus miteinander verrastet, wodurch zwei Koffer aneinandergehalten
sind (siehe zum Beispiel
EP 2315701). Zum anderen können bei einem Koffer seitliche Klammern vorgesehen sein, die bei
Anordnen eines weiteren Koffers auf dem bereits vorhandenen betätigt werden und dann
zwei Koffer miteinander verrasten (siehe zum Beispiel
DE 19900361,
EP 1238602). Die bestehenden Verrastungen und Verriegelungen sind aufwändig und fehleranfällig.
Ferner ist zum Teil nachteilig, dass auftretende Kräfte über den Kofferdeckel und
einen Drehmechanismus abgeführt werden, wodurch diese fehleranfällig sind.
[0003] Das Handhaben und Befestigen von Koffern oder anderen Aufnahmekörpern unterschiedlicher
Größe in benutzerfreundlicher Weise ist immer noch schwierig.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, in flexibler Weise ein benutzerfreundliches
Montieren bzw. Lagern eines Aufnahmekörpers zu ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen
Patentansprüchen gelöst. Weitere Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen
gezeigt.
[0006] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist eine Schubladenstruktur
zum werkzeugfrei abnehmbaren Lagern eines (insbesondere portablen) Aufnahmekörpers
an und/oder in einer Lagervorrichtung geschaffen, wobei die Schubladenstruktur eine
erste Schubladenführung mit einem an einer ersten Seite (insbesondere an einer ersten
Befestigungsstruktur) der Lagervorrichtung starr zu befestigenden ersten Schubladenkörper
und mit einem an dem ersten Schubladenkörper beweglich angebrachten zweiten Schubladenkörper,
eine zweite Schubladenführung mit einem an einer zweiten Seite (insbesondere an einer
zweiten Befestigungsstruktur) der Lagervorrichtung starr zu befestigenden ersten Schubladenkörper
und mit einem an dem ersten Schubladenkörper beweglich angebrachten zweiten Schubladenkörper,
eine Verbindungsstruktur (insbesondere eine Verbindungsstrebe), welche die beweglichen
zweiten Schubladenkörper verbindet, und Kopplungsstrukturen aufweist, die ausgebildet
sind, mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen des Aufnahmekörpers in Wirkverbindung,
insbesondere in Eingriff, gebracht zu werden, um den Aufnahmekörper an der Schubladenstruktur
werkzeugfrei abnehmbar zu lagern.
[0007] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist eine Lagervorrichtung
bereitgestellt, die Befestigungsstrukturen zum Befestigen einer Schubladenstruktur
und eine Schubladenstruktur mit den oben beschriebenen Merkmalen aufweist, deren erste
Schubladenkörper an den Befestigungsstrukturen befestigt sind.
[0008] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist eine Aufnahmeanordnung
bereitgestellt, die eine Schubladenstruktur mit den oben beschriebenen Merkmalen und
einen Aufnahmekörper mit Kopplungsstrukturen aufweist, die ausgebildet sind, mit korrespondierenden
Kopplungsstrukturen der Schubladenstruktur in Wirkverbindung, insbesondere in Eingriff,
gebracht zu werden, um den Aufnahmekörper an der Schubladenstruktur werkzeugfrei abnehmbar
zu lagern.
[0009] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zum werkzeugfrei abnehmbaren Lagern eines Aufnahmekörpers an einer Schubladenstruktur
mit den oben beschriebenen Merkmalen geschaffen, welche Schubladenstruktur einer Lagervorrichtung
zugeordnet ist, wobei bei dem Verfahren die zweiten Schubladenkörper und die Verbindungsstruktur
aus der Lagervorrichtung (insbesondere gegenüber Befestigungsstrukturen der Lagervorrichtung)
herausgefahren werden, und nachfolgend die Kopplungsstrukturen der Schubladenstruktur
mit den korrespondierenden Kopplungsstrukturen des Aufnahmekörpers in Wirkverbindung,
insbesondere in Eingriff, gebracht werden, um dadurch den Aufnahmekörper an der Schubladenstruktur
werkzeugfrei abnehmbar zu lagern.
[0010] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird eine Schubladenstruktur
mit den oben beschriebenen Merkmalen und/oder eine Lagervorrichtung mit den oben beschriebenen
Merkmalen und/oder eine Aufnahmeanordnung mit den oben beschriebenen Merkmalen zum
Lagern eines Aufnahmekörpers, insbesondere eines Koffers, in einem Fahrzeug (zum Beispiel
einem Kraftfahrzeug) oder einem stationären Regal verwendet.
[0011] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter dem Begriff "werkzeugfrei abnehmbares Lagern"
insbesondere eine Prozedur bzw. ein Mechanismus verstanden werden, bei der bzw. dem
der Aufnahmekörper an der Lagervorrichtung so gelagert wird oder werden kann, dass
ein nachfolgendes Wiederabnehmen des Aufnahmekörpers durch einen Benutzer rein händisch
und ohne die Notwendigkeit des Einsatzes von Werkzeug (wie zum Beispiel ein Schraubendreher,
ein Imbusschlüssel, ein Schraubenschlüssel, etc.) ermöglicht ist.
[0012] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter dem Begriff "Schubladenstruktur" insbesondere
ein Körper verstanden werden, der zumindest eine Basis für eine Schublade bereitstellt
oder bildet. Dabei kann eine Schublade ein Fach in einer Lagervorrichtung (wie zum
Beispiel einem Regal oder einem Schrank) sein, die ein Benutzer herausziehen oder
hineinschieben kann. Unter der Schubladenstruktur einer solchen Schublade wird daher
der Mechanismus zum Herausziehen oder Hineinschieben, zur Montage an der Lagervorrichtung
und zum Aufnehmen eines Aufnahmekörpers verstanden, an und/oder in dem Lagergüter
aufgenommen werden können.
[0013] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter dem Begriff "Aufnahmekörper" insbesondere ein
Körper zur Aufnahme in der Lagervorrichtung verstanden werden, der zur Aufnahme von
zu lagernden Gegenständen ausgebildet ist. Insbesondere sind Beispiele für einen Aufnahmekörper
ein Koffer, eine Aufbewahrungsbox, etc. An einem Aufnahmekörper aufgenommenes Lagergut
kann zum Beispiel ein technischer Gegenstand oder eine Komponente sein, wie zum Beispiel
Werkzeugkomponenten (zum Beispiel Hammer, Schraubendreher, etc.) oder Verbrauchskomponenten
(zum Beispiel Schrauben, Nägel, Dübel, etc.). Beispiele für Art bzw. Typ eines Lagerguts
bzw. eines Warenelements sind Kofferinhalte, Maschinenkomponenten, der Inhalt eines
Maschinenkoffers, Werkzeugeinlagen, Kanister, Dosen, Flaschen, Kartuschen, Tuben und/oder
Schubladeninhalte.
[0014] Im Rahmen dieser Anmeldung können unter dem Begriff "Kopplungsstrukturen" insbesondere
Strukturmerkmale (insbesondere der Schubladenstruktur und/oder des Aufnahmekörpers)
verstanden werden, die zum Ausbilden einer physischen Kopplung mit einem anderen Körper
(insbesondere dem Aufnahmekörper oder der Schubladenstruktur) konfiguriert sind. Derartige
Kopplungsstrukturen können eine mechanische Kopplung mittels eines Formschlusses,
eine magnetische Kopplung mittels einer Magnetkraft, etc., bewerkstelligen.
[0015] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter dem Begriff "Lagervorrichtung" insbesondere
ein kastenartiges Gestell mit einem oder vorzugsweise mehreren Schubladenstrukturen
verstanden werden, das zum Aufstellen, Ablegen, Aufbewahren, etc. von Lagergut ausgebildet
ist. Ein solches Gestell kann auf dem Boden stehen und/oder an einer Wand befestigt
sein. Zum Beispiel kann die Lagervorrichtung als Lagerregal oder Lagerschrank stationär
oder in einem Fahrzeug ausgebildet sein. Wenn ein solches Gestell zumindest teilweise
offen ist, kann es zum Beispiel als Regal ausgebildet sein. Bei einer Ausgestaltung
als Schrank kann das Gestell mit Türen versehen sein, die optional abschließbar sein
können.
[0016] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine Schubladenstruktur
zum temporären Aufnehmen eines Aufnahmekörpers (zum Beispiel eines Koffers) bereitgestellt,
die von einem Benutzer einfach handhabbar ist und mit geringem Aufwand sowie leichtgewichtig
gefertigt werden kann. Mit einer einfachen werkzeugfreien Handhabung kann ein Benutzer
einen in einem Verbindungszustand mit der Schubladenstruktur befindlichen Aufnahmekörper
auch wieder in einen Trennzustand überführen. Hierfür ist kein Werkzeug erforderlich,
sodass das Handhaben der Schubladenstruktur für einen Benutzer schnell und einfach
möglich ist. Auch ermöglicht das werkzeugfreie Abnehmen eines Aufnahmekörpers von
der Schubladenstruktur es einem Benutzer, an ein- und derselben Schubladenstruktur
unterschiedliche Aufnahmekörper austauschbar zu halten (insbesondere lösbar zu halten)
bzw. befestigen. Insbesondere wenn dieser Aufnahmekörper von der Schubladenstruktur
wieder getrennt ist, ist diese frei zum Aufnehmen eines anderen Aufnahmekörpers. Dies
kann mit einer einfachen und intuitiven Aufsetz- und Verriegelungsbewegung bewerkstelligt
werden, die zum Trennen der Verbindung in gleichartiger, inverser Weise gehandhabt
werden kann. Mit einer einzigen, vorzugsweise schienen- und/oder strebenförmigen Schubladenstruktur
können Aufnahmekörper durch ein universelles System von Kopplungsstrukturen vorübergehend
befestigt werden. Dies erlaubt es einem Benutzer, in modularer bzw. baukastenartiger
Weise beliebige Kombinationen von Schubladenstrukturen und/oder Aufnahmekörpern zu
einer gemeinsamen Lagervorrichtung oder Aufnahmeanordnung zusammenzustellen. Anschaulich
kann gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Schubladenfunktion
lediglich durch eine Anordnung von Schubladenführungen mit Verbindungsstruktur, aber
ohne Korpus, realisiert werden. Insbesondere ermöglicht eine Schubladenstruktur gemäß
einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung eine platz- und/oder gewichtssparende
Anordnung von Aufnahmekörpern - insbesondere Koffern - in einer Lagervorrichtung (zum
Beispiel einem Regal) bei gleichzeitiger Bereitstellung eines hohen Grades an Variabilität
und Flexibilität. Ein annähernd beliebiger Aufnahmekörper (zum Beispiel ein Koffer
oder sogar ein Schubladenkorpus) kann auf die Schubladenführung aufgelegt und dort
werkzeugfrei befestigt werden. Durch die Möglichkeit, die Schubladenstruktur in minimalistischer
Weise lediglich leisten- und/oder strebenförmig auszubilden, kann eine besonders raum-
und gewichtsparende Schubladenstruktur geschaffen werden. Bei einer Montage in einem
Kraftfahrzeug führt dies zu einem geringeren Treibstoffbedarf und somit zu einem verringerten
Ausstoß an Abgasen.
[0017] Im Weiteren werden zusätzliche exemplarische Ausführungsbeispiele der Schubladenstruktur,
der Lagervorrichtung, der Aufnahmeanordnung, des Verfahrens und der Verwendung beschrieben.
[0018] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die erste Schubladenführung,
die zweite Schubladenführung und die Verbindungsstruktur im Wesentlichen eine U-Struktur
bilden. Die beiden Schubladenführungen können dabei parallel zueinander und vorzugsweise
senkrecht zu der Verbindungsstruktur angeordnet werden. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel
ist über die beschriebene U-Struktur hinaus kein weiteres Material zum Ausbilden der
Schubladenstruktur vonnöten. Dadurch kann eine besonders leichtgewichtige und kostengünstig
fertigbare Schubladenstruktur geschaffen werden, die strukturell auf das funktionell
Unerlässliche reduziert ist.
[0019] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Verbindungsstruktur eine
Verriegelungseinrichtung zum selektiven Verriegeln der Schubladenstruktur aufweisen,
insbesondere betätigbar mittels Verdrehens der Verbindungsstruktur um ihre Achse.
Insbesondere kann eine solche Verriegelungseinrichtung in einem Verbindungsbereich
zwischen der Verbindungsstruktur einerseits und einer oder beiden Schubladenführungen
andererseits angebracht werden. Wenn ein Benutzer die Schubladenstruktur aus einer
Lagervorrichtung herausgefahren hat und/oder in eine Lagervorrichtung hineingefahren
hat, kann durch einfache (insbesondere werkzeuglose) Betätigung der Verriegelungseinrichtung
die Position der Schubladenstruktur relativ zu der Lagervorrichtung mittels Verriegelns
fixiert werden. Eine Verriegelungsbetätigung kann dabei besonders intuitiv durch ein
bloßes Drehen der Verbindungsstruktur um eine Längsachse derselben, vorzugsweise senkrecht
zu einer Verfahrrichtung der beiden Schubladenführungen, erfolgen. Ein korrespondierendes
Entriegeln kann durch einen Benutzer (insbesondere ebenfalls werkzeugfrei) durch ein
Zurückdrehen der Verbindungsstruktur in die entgegengesetzte Richtung bewerkstelligt
werden. Durch ein Verriegeln der Schubladenstruktur in einer in die Lagervorrichtung
hineingefahrenen Position und/oder in einer aus der Lagervorrichtung herausgefahrenen
Position ermöglicht dabei eine besondere Betriebssicherheit, da ein unbeabsichtigtes
Verschieben der Schubladenstruktur (zum Beispiel wenn die Lagervorrichtung in einem
Fahrzeug gelagert ist und ein Fahrer unerwartet bremsen muss) dadurch zuverlässig
vermieden werden kann.
[0020] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Verriegelungseinrichtung
ausgebildet sein, zunächst zum Entriegeln betätigt werden zu müssen, bevor die Verbindungsstruktur
und die beweglichen zweiten Schubladenkörper zum Herausfahren aus der Lagervorrichtung
freigegeben werden. Anders ausgedrückt kann ein Mechanismus implementiert werden,
der ein Herausfahren der Schubladenstruktur aus der Lagervorrichtung nur dann ermöglicht,
wenn zuvor die Verriegelungsvorrichtung zum Entriegeln der Schubladenstruktur betätigt
worden ist. Dies verunmöglicht ein unerwünschtes selbsttätiges Herausfahren der Schubladenstruktur
aus der Lagervorrichtung, ohne dass dies von einem Benutzer gewünscht wird, zum Beispiel
im Falle des Auftretens plötzlicher Kräfte. Somit stellt die beschriebene Ausgestaltung
eine besonders hohe Betriebssicherheit der Schubladenstruktur sicher. Analog kann
die umgekehrte Bewegung ausgestaltet sein (erst Entriegeln, dann Reinschieben). Genauer
gesagt kann die Verriegelungseinrichtung ausgebildet sein, zunächst zum Entriegeln
betätigt werden zu müssen, bevor die Verbindungsstruktur und die beweglichen zweiten
Schubladenkörper zum Hineinfahren in die Lagervorrichtung freigegeben werden.
[0021] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die Kopplungsstrukturen Aufnahmemulden
zum Aufnehmen von Rastfüßen des Aufnahmekörpers aufweisen. Eine besonders zuverlässige
Lagerung des Aufnahmekörpers kann erreicht werden, wenn insgesamt vier Füße des Aufnahmekörpers
an insgesamt vier Mulden der Schubladenstruktur aufgenommen werden. Zum Beispiel können
zwei Mulden an der ersten Schubladenführung und zwei Mulden an der zweiten Schubladenführung
vorgesehen werden. Es ist auch möglich, eine oder mehrere separate Komponenten auf
die Schubladenführungen aufzulegen oder daran zu befestigen, die dann die Mulden für
die Aufnahme der Rastfüße des Aufnahmekörpers bereitstellen. Alternativ kann auch
der Aufnahmekörper bodenseitige Mulden und die Schubladenführung korrespondierende
Überstände zum Einführen in die Mulden aufweisen.
[0022] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die Kopplungsstrukturen an
den beweglichen zweiten Schubladenkörpern ausgebildet oder angebracht sein. Gemäß
einer solchen Ausgestaltung können die den Aufnahmekörper befestigenden Kopplungsstrukturen
(zum Beispiel Mulden) unmittelbar als Teil der beiden Schubladenführungen ausgeführt
sein. Dies ermöglicht eine besonders kompakte und leichtgewichtige Konfiguration der
Schubladenstruktur.
[0023] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Schubladenstruktur eine (insbesondere
werkzeugfrei abnehmbare) Tragplatte aufweisen, die auf die beweglichen zweiten Schubladenkörper
und ggf. optional die Verbindungsstruktur aufgesetzt oder aufsetzbar ist. Eine solche
Tragplatte kann an einer beliebigen Position ihrer zweidimensionalen Oberfläche Kopplungsstrukturen
aufweisen, die eine universelle Ankopplung auch unterschiedlicher Aufnahmekörper ermöglichen
kann. Gleichzeitig kann eine solche flächige Tragplatte kompakt und leichtgewichtig
ausgestaltet werden und erhöht dann das Gewicht und die Größe der Schubladenstruktur
nur unwesentlich.
[0024] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die Kopplungsstrukturen an
der Tragplatte ausgebildet oder angebracht sein, insbesondere über den beweglichen
zweiten Schubladenkörpern. Die Tragplatte kann also auf die beweglichen zweiten Schubkörperkörper
aufgesetzt oder daran montiert werden und kann dadurch gemeinsam mit den beweglichen
zweiten Schubladenkörpern aus der Lagervorrichtung herausgefahren oder in die Lagervorrichtung
hineingefahren werden. Selbst eine dünne leichtgewichtige Tragplatte bietet einen
großen Flächenbereich, an dem Kopplungsstrukturen ausgebildet werden können.
[0025] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Tragplatte zusätzlich zu
den Kopplungsstrukturen zum Aufnehmen des Aufnahmekörpers weitere Kopplungsstrukturen
aufweisen, die ausgebildet sind, mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen eines
gegenüber dem Aufnahmekörper schmäleren anderen Aufnahmekörpers in Wirkverbindung,
insbesondere in Eingriff, gebracht zu werden, um alternativ den anderen Aufnahmekörper
an der Schubladenstruktur zu lagern. Gemäß der beschriebenen Ausgestaltung können
somit Aufnahmekörper unterschiedlicher Größen an ein- und derselben Tragplatte der
Schubladenstruktur werkzeugfrei abnehmbar montiert werden. Zum Beispiel kann die Tragplatte
Kopplungsstrukturen zum Aufnehmen von Koffern unterschiedlicher Breite aufweisen.
[0026] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die weiteren Kopplungsstrukturen
Längsschlitze in der Tragplatte aufweisen. Solche Längsschlitze in der Tragplatte
können funktional Mulden entsprechen, die unterseitige Rastfüße eines Aufnahmekörpers
(zum Beispiel eines Koffers) aufnehmen können.
[0027] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Tragplatte einen Tragegriff
aufweisen, insbesondere eine Greifausnehmung als Durchgangsloch in der Tragplatte.
Auf diese Weise kann ein Benutzer die Tragplatte einfach und intuitiv handhaben, zum
Beispiel um diese an den Schubladenführungen zu montieren, von den Schubladenführungen
abzunehmen oder mit sich mitzuführen. Das Ausgestaltung eines solchen Tragegriffs
als Griffausnehmung ist eine besonders kostengünstige und leichtgewichtige Lösung.
[0028] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können Kopplungsstrukturen der Tragplatte
mindestens eine Aufnahmekörperverriegelungsaussparung aufweisen, die zum Aufnehmen
eines korrespondieren Rastschiebers des Aufnahmekörpers zum Verriegeln des Aufnahmekörpers
an der Schubladenstruktur ausgebildet ist. Wenn ein Aufnahmekörper an Kopplungsstrukturen
der Schubladenstruktur aufgenommen ist, kann unter besonders ungünstigen Umständen
(zum Beispiel einer plötzlich einwirkenden Beschleunigung, etwa beim Bremsen durch
einen Benutzer, wenn die Lagervorrichtung in einem Fahrzeug implementiert ist) ein
an den Kopplungsstrukturen der Schubladenstruktur aufgenommener Aufnahmekörper von
der Schubladenstruktur abfallen. Sind allerdings an der Tragplatte eine oder mehrere
Aufnahmekörperverriegelungsaussparungen vorgesehen, so können senkrecht zu der Tragplatte
verschobene Rastschieber des Aufnahmekörpers in diese eingeführt werden, um den Aufnahmekörper
vor einem unerwünschten Abfallen von der Schubladenstruktur zusätzlich zu schützen.
Dadurch kann die Betriebssicherheit weiter erhöht werden.
[0029] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die beweglich angebrachten
zweiten Schubladenkörper einen zweistufigen Auszugsmechanismus aufweisen. Durch eine
doppelte (allgemeiner mehrfache) Ausführung beweglicher Teile der Schubladenstruktur
kann die Auszugstiefe der Schubladenstruktur erhöht werden. Hierfür können zum Beispiel
die zweiten Schubladenkörper selbst aus zwei zueinander beweglichen Komponenten aufgebaut
sein. Beim Herausziehen der beweglich angebrachten zweiten Schubladenkörper aus der
Lagervorrichtung kann dann zunächst eine jeweilige erste Komponente des jeweiligen
zweiten Schubladenkörpers ausgefahren werden. Erst wenn diese erste Komponente ihre
Endposition erreicht hat und ein weiteres Ausfahren derselben nicht mehr möglich ist,
kann die jeweilige zweite Komponente ein weiteres Ausfahren der Schubladenstruktur
aus der Lagervorrichtung bewerkstelligen. Auf diese Weise ist ein besonders weites
Ausziehen der Schubladenstruktur aus der Lagervorrichtung ermöglicht, ohne dass die
räumliche Tiefe der Schubladenstruktur hierdurch erhöht wird. Auf diese Weise kann
eine benutzerfreundliche und simultan kompakte Schubladenstruktur geschaffen werden.
[0030] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Schubladenstruktur aus der
ersten Schubladenführung, der zweiten Schubladenführung, der Verbindungsstruktur und
den Kopplungsstrukturen bestehen, d.h. keine weiteren Körper aufweisen. Optional kann
in einem Ausführungsbeispiel nur noch eine Tragplatte der Schubladenstruktur zusätzlich
vorgesehen sein. Insbesondere kann die Schubladenstruktur als korpusfreie Schubladenstruktur
ausgebildet sein. Gemäß einer solchen Ausgestaltung ist die Schubladenstruktur von
einem eigentlichen Korpus, d.h. einem kastenförmigen Aufsatz, frei. Die Schubladenstruktur
ist dann auf das funktional unbedingt Erforderliche beschränkt und ist daher besonders
leichtgewichtig und einfach herstellbar.
[0031] Gemäß einem alternativen exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Schubladenstruktur
einen Schubladenkorpus aufweisen, der auf die beweglichen zweiten Schubladenkörper
und ggf. die Verbindungsstruktur und/oder die Tragplatte aufgesetzt oder aufsetzbar
ist. Dieser Schubladenkorpus kann mit Vorteil werkzeugfrei montiert und demontiert
werden.
[0032] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können bei der Schubladenstruktur
die Schubladenkörper als Schienen ausgebildet sein. Anders ausgedrückt können die
Schubladenkörper als bloße Linearführungen ausgeführt werden und daher besonders kompakt
ausgestaltet werden. Insbesondere in Kombination mit einer strebenartigen oder stangenartigen
oder plattenartigen Verbindungsstruktur kann dadurch eine besonders leichtgewichtige
Schubladenstruktur geschaffen werden.
[0033] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Verbindungsstruktur vorteilhaft
als Verbindungsstrebe ausgebildet sein. Dies fördert zudem die leichtgewichtige und
kleinvolumige Ausgestaltung der Schubladenstruktur.
[0034] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die Befestigungsstrukturen
der Lagervorrichtung zwei Seitenplatten, insbesondere Lochplatten, aufweisen, die
mit mindestens einer Befestigungsstrebe, insbesondere mittels vier Befestigungsstreben,
miteinander verbunden sind. Die flächigen Seitenplatten sorgen für eine hohe Stabilität,
wohingegen die eine oder mehreren Befestigungsstreben für eine Versteifung der Lagervorrichtung
sorgen. Die beschriebene Ausgestaltung erhöht zusätzlich die leichtgewichtige Konfiguration
der Lagervorrichtung.
[0035] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die Seitenplatten Kanäle zum
teilweisen oder vollständigen Aufnehmen der darin bzw. daran starr befestigten ersten
Schubladenkörper aufweisen. Wenn die starr befestigten ersten Schubladenkörper in
Kanäle in den Seitenplatten eingelassen bzw. befestigt bzw. versenkt sind, kommt die
gesamte Breite zwischen den Seitenplatten einem Aufnahmevolumen für den Aufnahmekörper
zugute. Dadurch kann eine kompakte und effiziente Lagervorrichtung bereitgestellt
werden.
[0036] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die Kopplungsstrukturen der
Schubladenstruktur und/oder die Kopplungsstrukturen des Aufnahmekörpers ausgebildet
sein, dass der Aufnahmekörper mittels der Kopplungsstrukturen auf der Schubladenstruktur
selektiv vertikal abnehmbar verschiebegesichert aufsetzbar und ggf. daran verriegelbar
ist. Ein vertikal abnehmbares verschiebegesichertes Stapeln kann zum Beispiel dadurch
erreicht werden, dass Rastfüße des Aufnahmekörpers in Mulden der Schubladenstruktur
eintauchen. Wird dagegen der Aufnahmekörper an der Schubladenstruktur mittels der
kooperierenden Kopplungsstrukturen verriegelt, kann ein vertikales Abnehmen des Aufnahmekörpers
bis zur Entriegelung erschwert oder sogar verunmöglicht werden.
[0037] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann der Aufnahmekörper ein Koffer
zum Transportieren von Transportgut sein. Solches Transportgut kann lose oder befestigt
bzw. gesichert im Inneren des Koffers aufgenommen sein und kann insbesondere in Aufnahmebehältern
aufgenommen sein, die wiederum im geschlossenen Zustand des Koffers in dessen Inneren
sicher untergebracht sind. Beispiele für derartiges Transportgut sind Verbrauchsmaterialien
(wie Schrauben, Nägel, Dübel, Schüttgut oder Flüssigkeiten) oder Werkzeuge (wie zum
Beispiel Schraubendreher oder Bits), etc.
[0038] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel können die Kopplungsstrukturen der
Schubladenstruktur und die Kopplungsstrukturen des Aufnahmekörpers zum Ausbilden einer
Kopplung zwischen der Schubladenstruktur und dem Aufnahmekörper Kopplungsstrukturen
zum Ausbilden einer Kopplung zwischen zwei gleichen Aufnahmekörpern entsprechen. Somit
kann eine Kopplungsstruktur zum Ausbilden einer Verbindung Koffer-Schublade einer
Kopplungsstruktur zum Ausbilden einer Verbindung Koffer-Koffer entsprechen.
[0039] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann der Koffer einen Korpus und einen
mit dem Korpus verbundenen oder verbindbaren Deckel aufweisen, wobei in einem Schließzustand
zwischen dem Korpus und dem Deckel ein Aufnahmeraum zum Aufnehmen von Transportgut
von außen unzugänglich gebildet ist, und wobei in einem Öffnungszustand der Aufnahmeraum
von außen zugänglich ist. Somit kann bei dem Koffer ein Korpus und ein mit dem Korpus
verbundener oder verbindbarer Deckel gehandhabt werden, um den Koffer zwischen einem
Schließzustand, in dem zwischen dem Korpus und dem Deckel ein Aufnahmeraum zum Aufnehmen
von Transportgut von außen unzugänglich gebildet ist, und einem Öffnungszustand, in
dem der Aufnahmeraum von außen zugänglich ist, zu überführen. Kopplungsstrukturen
an dem Korpus und/oder an dem Deckel können zum Koppeln bzw. Entkoppeln des Koffers
bezüglich der Schubladenstruktur gehandhabt werden und ggf. Koffer untereinander koppeln
(siehe zum Beispiel
DE 10 2014 118 452).
[0040] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann das Verfahren nach dem in Wirkverbindung,
insbesondere in Eingriff, Bringen ferner ein Hineinfahren der zweiten Schubladenkörper
und der Verbindungsstruktur mit dem an der Schubladenstruktur gelagerten Aufnahmekörper
in die Lagervorrichtung aufweisen. Nachdem also der Aufnahmekörper an der Schubladenstruktur
montiert worden ist, kann der Aufnahmekörper schützend in die Lagervorrichtung eingeführt
werden und dort (zum Beispiel während des Transports in einem Kraftfahrzeug) platzsparend
und zuverlässig untergebracht und bedarfsweise verriegelt werden.
[0041] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann das Verfahren nach dem Lagern
des Aufnahmekörpers an der Schubladenstruktur ein Abnehmen des Aufnahmekörpers von
der Schubladenstruktur ohne Werkzeug aufweisen. Genauso wie der Montageprozess des
Aufnahmekörpers an der Schubladenstruktur werkzeuglos ablaufen kann, benötigt ein
Benutzer auch zum Demontieren des Aufnahmekörpers von der Schubladenstruktur keinerlei
Werkzeug. Auf diese Weise ist eine besonders benutzerfreundliche Schubladenstruktur
geschaffen.
[0042] Im Folgenden werden exemplarische Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
mit Verweis auf die folgenden Figuren detailliert beschrieben.
Figur 1 zeigt einen Koffer als Aufnahmekörper einer Aufnahmeanordnung gemäß einem
exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Öffnungszustand.
Figur 2 und Figur 3 zeigen den Koffer gemäß Figur 1 in einem geschlossenen Zustand.
Figur 4 zeigt einen Koffer, wie er in Figur 1 bis Figur 3 dargestellt ist, in einem
mit einem anderen gleichartigen Koffer gekoppelten Zustand.
Figur 5 zeigt eine Schubladenstruktur gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung mit einem daran lagerbaren Koffer als Aufnahmekörper.
Figur 6 zeigt eine Lagervorrichtung mit einer Schubladenstruktur gemäß einem exemplarischen
Ausführungsbeispiel der Erfindung mit aufgesetzter Tragplatte.
Figur 7 zeigt eine Aufnahmeanordnung mit Lagervorrichtung samt Schubladenstrukturen
und Tragplatte sowie Koffern als Aufnahmekörpern gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Figur 8 zeigt ein Detail der Aufnahmeanordnung gemäß Figur 6 und Figur 7, das die
Tragplatte an der Schubladenstruktur zeigt.
Figur 9 zeigt eine räumliche Ansicht einer Schubladenstruktur mit aufgesetzter Tragplatte
gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 10 zeigt, wie auf der Tragplatte gemäß Figur 9 ein Koffer als Aufnahmekörper
aufgesetzt ist.
Figur 11 zeigt die Schubladenstruktur gemäß Figur 9 ohne Tragplatte.
[0043] Gleiche oder ähnliche Komponenten in unterschiedlichen Figuren sind mit gleichen
Bezugsziffern versehen.
[0044] Bevor bezugnehmend auf die Figuren exemplarische Ausführungsbeispiele der Erfindung
beschrieben werden, sollen noch einige allgemeine Aspekte der Erfindung erläutert
werden.
[0045] Werkzeuge und Verbrauchsartikel (beispielsweise Schrauben, Muttern und Dübel) werden
von Handwerkern häufig in Koffern aufbewahrt, um diese zu lagern bzw. um diese an
eine Baustelle zu transportieren. Die Koffer können in Regalen oder in Schubladen
stationär oder in Fahrzeugen gelagert werden.
[0046] Werden die Koffer in Schubladen gelagert, so nimmt die Schublade an sich und die
Schubladenführung einen recht großen Raum ein. Besonders ausgeprägt ist dies beispielsweise
bei einer großen Anzahl von zu lagernden Koffern oder an Stellen, wo wenig Platz zur
Verfügung steht. Ein Beispiel für ein solches Szenario sind Lagersysteme in Kraftfahrzeugen,
bei denen ein Schrank in einem Fahrzeug angeordnet ist. Ein solcher Schrank trägt
herkömmlich in unerwünschter Weise signifikant zum Gewicht des Fahrzeugs bei. Dies
beschränkt das Transportgut, das mit dem Fahrzeug mitgeführt werden kann.
[0047] Um diese Nachteile zu überwinden, ermöglicht eine Schubladenstruktur gemäß einem
exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung eine platzsparende Aufnahme für einen
Aufnahmekörper (zum Beispiel einen Koffer) in bzw. an der Schubladenstruktur einer
Lagervorrichtung (insbesondere eines Regals oder eines Schranks) in besonders gewichtsparender
Weise.
[0048] Zur Aufnahme des Aufnahmekörpers bzw. im Speziellen des Koffers ist es ausreichend,
lediglich zwei Schubladenführungen bereitzustellen, die vorzugsweise an einem Bedienende
durch eine Verbindungsstruktur (vorzugsweise mit einer Verriegelungseinrichtung) miteinander
verbunden sind, wodurch zum Beispiel eine U-Form gebildet ist. In diese U-Form kann
- optional, aber vorteilhaft - eine Tragplatte (insbesondere ein Koffertragblech,
zum Beispiel eine Metallplatte) eingelegt werden, die zu einem Aufnahmekörper (insbesondere
zu einem Systemkoffer) korrespondierende Kopplungsstrukturen aufweist. Solche Kopplungsstrukturen
können zum Beispiel Einkerbungen bzw. Mulden für Füße des Aufnahmekörpers bzw. Koffers
sowie optional Ausnehmungen für das Einschieben von vorzugsweise zwei Verriegelungsschiebern
an einer Vorderseite des Aufnahmekörpers bzw. Koffers aufweisen.
[0049] Tragplatten bzw. Koffertragbleche bieten trotz ihrer leichtgewichtigen Ausführung
eine große und frei nutzbare zweidimensionale Montagefläche. Dies ermöglicht es zum
Beispiel, an einer solchen Tragplatte Gruppen von Kopplungsstrukturen vorzusehen,
welche unterschiedlichen Koffertypen zugeordnet sind. Auf diese Weise ist es möglich,
universell verschiedenste Koffertypen an der Schubladenstruktur zu lagern.
[0050] Optional ist es möglich, auf beweglich angebrachten Schubladenkörpern bzw. beweglichen
Hälften der Schubladenführung auch einen (bevorzugt werkzeuglos montierbaren bzw.
demontierbaren) Schubladenkorpus aufzusetzen.
[0051] Im Weiteren wird bezugnehmend auf Figur 1 bis Figur 4 zunächst ein Koffer als Beispiel
für einen an einer Schubladenstruktur 100 aufzunehmenden Aufnahmekörper 10 beschrieben.
Nachfolgend werden bezugnehmend auf Figur 5 bis Figur 11 Schubladenstrukturen 100,
Lagervorrichtungen 102 bzw. Aufnahmeanordnungen 180 gemäß exemplarischen Ausführungsbeispielen
der Erfindung beschrieben, die zum Aufnehmen eines solchen Koffers als Aufnahmekörper
10 konfiguriert sind.
[0052] Figur 1 zeigt einen als Koffer ausgebildeten Aufnahmekörper 10 einer Aufnahmeanordnung 180
gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Öffnungszustand,
wie in der
DE 10 2014 118 452 beschrieben ist.
Figur 2 und
Figur 3 zeigen den Aufnahmekörper 10 gemäß Figur 1 in einem geschlossenen Zustand bzw. Schließzustand.
Figur 4 zeigt einen Aufnahmekörper 10, wie er in Figur 1 bis Figur 3 dargestellt ist, in
einem mit einem anderen gleichartigen, als Koffer ausgebildeten Aufnahmekörper 10'
gekoppelten Zustand. Figur 4 zeigt somit eine Anordnung 99, die den Aufnahmekörper
10 und den zusätzlichen gleichartigen Aufnahmekörper 10' in einem Verbindungszustand
zeigt.
[0053] Der Aufnahmekörper 10 dient zum Transportieren von Transportgut. Solches Transportgut
kann lose oder befestigt bzw. gesichert im Inneren des Aufnahmekörpers 10 aufgenommen
sein und kann insbesondere in Aufnahmebehältern (nicht gezeigt) aufgenommen sein,
die wiederum im geschlossenen Zustand des Aufnahmekörpers 10 in dessen Inneren sicher
untergebracht sind. Beispiele für derartiges Transportgut sind Verbrauchsmaterialien
(wie Schrauben, Nägel, Dübel, Schüttgut oder Flüssigkeiten) oder Werkzeuge (wie zum
Beispiel Schraubendreher oder Bits), etc.
[0054] Der Aufnahmekörper 10 weist einen Korpus 12 und einen mit dem Korpus 12 verbundenen
oder verbindbaren Deckel 14 auf. An den Innenseiten des Korpus 12 sind Verstärkungsrippen
28 zum mechanischen Verstärken des Aufnahmekörpers 10 gebildet. Diverse Kopplungsstrukturen
30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 sind gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel ausschließlich
an dem Korpus 12, nicht hingegen an dem Deckel 14 angebracht. In dem Schließzustand
zwischen dem Korpus 12 und dem Deckel 14 ist ein Aufnahmeraum zum Aufnehmen von Transportgut
von außen unzugänglich zwischen dem Korpus 12 und dem Deckel 14 eingeschlossen. In
dem Öffnungszustand ist der Aufnahmeraum von außen zugänglich, zum Beispiel um Transportgut
aus dem Aufnahmekörper 10 zu entnehmen oder in den Aufnahmekörper 10 einzubringen.
[0055] Die Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 sind derart ausgebildet, dass
der Aufnahmekörper 10 und der identische andere Aufnahmekörper 10' mittels der Kopplungsstrukturen
30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 (die somit in identischer Weise auch an dem anderen Aufnahmekörper
10' vorgesehen sind) wahlweise übereinander vertikal abnehmbar und horizontal verschiebegesichert
stapelbar sind (Zustand I), oder vertikal unabnehmbar und horizontal verschiebbar
miteinander koppelbar sind (Zustand II). Ferner können die Aufnahmekörper 10, 10'
vertikal unabnehmbar und horizontal unverschiebbar miteinander gekoppelt sein (Zustand
III). Die Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44, die sowohl das Stapeln (Zustand
I) als auch das Koppeln (Zustand II, Zustand III) der mehreren Aufnahmekörper 10,
10' bewerkstelligen, sind ausschließlich mittels Vorkehrungen an dem jeweiligen Korpus
12 (siehe Rastnocken 30 und Aufnahmenuten 36 von Rastfüßen 34, Koppelnasen 38 an den
Rastfüßen 34, eine Führungsschiene 30, 32 zwischen den Rastnocken 30 und Stufen 32
sowie miteinander zusammenwirkende Rastschieber 40 und Aufnahmenuten 44) realisiert,
ohne dass hierfür aber Vorkehrungen an dem Deckel 14 getroffen sind.
[0056] Um den Zustand I zu aktivieren, wird der andere Aufnahmekörper 10' vertikal über
dem Aufnahmekörper 10 angeordnet und nachfolgend so auf den Aufnahmekörper 10 abgesenkt,
dass die Aufnahmenuten 36 an den Rastfüßen 34 des anderen Aufnahmekörpers 10' in Eingriff
mit den Rastnocken 30 des Aufnahmekörpers 10 geraten. Die Aufnahmenuten 36 an den
Rastfüßen 34 des anderen Aufnahmekörpers 10' sowie die Rastnocken 30 des Aufnahmekörpers
10 sorgen dann dafür, dass der andere Aufnahmekörper 10' jederzeit wieder vertikal
von dem Aufnahmekörper 10 abgehoben werden kann (das heißt durch eine zur Stapelbewegung
inverse Bewegung), aber durch den Formschluss zwischen den Aufnahmenuten 36 an den
Rastfüßen 34 des anderen Aufnahmekörpers 10' und den Rastnocken 30 des Aufnahmekörpers
10 vor einer Verschiebbarkeit in horizontaler Ebene geschützt ist.
[0057] Um den Zustand II zu aktivieren, wird der andere Aufnahmekörper 10' in der Horizontalebene
vor dem Aufnahmekörper 10 angeordnet und vertikal leicht gegenüber dem Aufnahmekörper
10 angehoben, so dass die Kopplungsnasen 38 des anderen Aufnahmekörpers 10' auf Höhe
zwischen den Rastnocken 30 und den Stufen 32, mithin auf Höhe der Führungsschienen
30, 32 des Aufnahmekörpers 10 angeordnet sind. Dann wird die Aktivierung des Zustands
II abgeschlossen, indem der andere Aufnahmekörper 10' so über den Aufnahmekörper 10
aufgeschoben wird, dass die Koppelnasen 38 des anderen Aufnahmekörpers 10' zwischen
die Rastnocken 30 und die Stufen 32, mithin in die Führungsschienen 30, 32 des Aufnahmekörpers
10 einfahren. In dem Zustand II ist ein Abheben des anderen Aufnahmekörpers 10' von
dem Aufnahmekörper 10 aufgrund des Formschlusses zwischen den Koppelnasen 38 einerseits
und den Rastnocken 30 bzw. den Stufen 32, daher mit dem Führungsschienen 30, 32 andererseits,
verunmöglicht. Gleichzeitig ist ein Trennen des Aufnahmekörpers 10 von dem anderen
Aufnahmekörper 10' durch ein horizontales Abschieben des anderen Aufnahmekörpers 10'
von dem Aufnahmekörper 10 möglich, nämlich mit einer inversen Verschiebebewegung im
Vergleich zu jener, mit der der Zustand II abgeschlossen wurde.
[0058] Um ausgehend von dem Zustand II den Zustand III zu aktivieren, werden im aufeinander
aufgeschobenen Zustand der Aufnahmekörper 10, 10' durch eine vertikale Verschiebebewegung
die Rastschieber 40 des anderen Aufnahmekörpers 10' in die Aufnahmenuten 44 des Aufnahmekörpers
10' eingeführt. In dem dadurch abgeschlossenen Zustand III ist nun auch eine Verschiebesicherung
zwischen den Aufnahmekörpern 10, 10' ausgebildet, sodass nun weder ein vertikales
Abheben noch ein horizontales Abschieben der Aufnahmekörper 10, 10' voneinander möglich
ist.
[0059] Ein Teil der Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 (nämlich die Kopplungsstrukturen
mit den Bezugszeichen 30, 34 mit 38) tragen sowohl zum vertikal abnehmbar verschiebegesicherten
Stapeln als auch zum vertikal unabnehmbar miteinander Koppeln bei.
[0060] Wie bereits beschrieben, sind die Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44
ausgebildet, dass der Aufnahmekörper 10 und der andere Aufnahmekörper 10' mittels
der Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 in dem übereinander vertikal unabnehmbar
miteinander gekoppelten Zustand selektiv gegeneinander verschiebbar (Zustand II, in
dem Kopplungsstrukturen 40, 44 miteinander nicht in Eingriff sind) oder mittels Betätigens
der Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 gegeneinander verschiebesicherbar
sind (Zustand III, in dem zusätzlich Kopplungsstrukturen 40, 44 miteinander in Eingriff
sind). Ein Teil der Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 (nämlich die Kopplungsstrukturen
mit den Bezugszeichen 40 und 44), der in dem übereinander vertikal unabnehmbar miteinander
verschiebegesichert gekoppelten Zustand III zum Verschiebesichern beiträgt, ist unabhängig
von einem anderen Teil (nämlich den Kopplungsstrukturen mit den Bezugszeichen 30,
32, 34, 36, 38) der Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 ausgebildet und
betätigbar, der zum vertikal abnehmbar verschiebegesicherten Stapeln bzw. zum vertikal
unabnehmbar miteinander Koppeln beiträgt (Zustand I bzw. Zustand II).
[0061] Der Teil der Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44, mit dem der Aufnahmekörper
10 und der andere Aufnahmekörper 10' übereinander vertikal abnehmbar verschiebegesichert
stapelbar sind, ist in Form der Rastnocken 30 an äußeren oberseitigen Kantenbereichen
des Korpus 12 sowie in Form der Rastfüße 34 mit mit den Rastnocken 30 im gestapelten
Zustand zusammenwirkenden unterseitigen Aufnahmenuten 36 an äußeren unterseitigen
Kantenbereichen des Korpus 12 ausgebildet.
[0062] Der Teil der Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44, mit dem der Aufnahmekörper
10 und der andere Aufnahmekörper 10' übereinander vertikal unabnehmbar miteinander
koppelbar sind, ist in Form der Führungsschienen 30, 32 an äußeren oberseitigen Kantenbereichen
des Korpus 12 sowie in Form der mit den Führungsschienen 30, 32 im gekoppelten Zustand
zusammenwirkenden unterseitigen Koppelnasen 38 an äußeren unterseitigen Kantenbereichen
des Korpus 12 ausgebildet. Dabei bilden die Rastnocken 30 einen Teil der Führungsschienen
30, 32 und bilden die Koppelnasen 38 Teil der Rastfüße 34. Die Rastfüße 34 erstrecken
sich vertikal über eine Bodenfläche des Korpus 12 hinaus nach unten (siehe Figur 2),
sodass der Aufnahmekörper 10 mit den Rastfüßen 34 auf einem Untergrund abstellbar
ist.
[0063] Der Teil der Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44, mit dem der Aufnahmekörper
10 und der andere Aufnahmekörper 10' in dem übereinander vertikal unabnehmbar miteinander
gekoppelten Zustand gegeneinander verschiebesicherbar sind (Zustand III), ist in Form
der Aufnahmenuten 44 und der damit zusammenwirkenden Rastschieber 40 ausgebildet.
Wie mit einem Pfeil 42 in Figur 1 angedeutet, sind die Rastschieber 40 an dem Korpus
12 des anderen Aufnahmekörpers 10' in die Aufnahmenuten 44 an dem Korpus 12 des Aufnahmekörpers
10 einschiebbar (wenn der andere Aufnahmekörper 10' oberhalb des Aufnahmekörpers 10
angeordnet wird, wie in Figur 4), oder umgekehrt (wenn der Aufnahmekörper 10 oberhalb
des anderen Aufnahmekörpers 10' angeordnet wird).
[0064] Alle Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 sind an Seitenflächen des Korpus
12 vorgesehen (siehe zum Beispiel Figur 1). Im Gegensatz dazu ist der Deckel 14 von
den Kopplungsstrukturen 30, 32, 34, 36, 38, 40, 44 frei.
[0065] Der Aufnahmekörper 10 weist ferner Griffmulden 26 in Form von Vertiefungen an einander
gegenüberliegenden Seitenflächen des Korpus 12 auf.
[0066] Darüber hinaus kann eine optionale Abschließeinrichtung 46, 48, 50, 52 zum Verschließen
des Deckels 14 an dem Korpus 12 in dem Schließzustand vorgesehen sein. In dem Schließzustand
des Aufnahmekörpers 10 kann mittels eines Schlüssels 50 in einem Drehschloss 52 in
einem Aufnahmeelement 46 des Korpus 12 eine Verriegelung mit einem Gegenstück 48 des
Deckels 14 bewerkstelligt werden. Wenn der Deckel 14 mittels eines Scharniers 16 umgeschwenkt
wird, um das Innere des Korpus 12 zu verschließen, so verrasten Verschlusselemente
des Drehschlosses 52 an dem Korpus 12 mit dem Gegenstück 48 an dem Deckel 14. Das
mittels des abziehbaren Schlüssels 50 betätigbare Drehschloss 52 an dem Korpus 12
enthält einen Schwenkbügel, der in dem Gegenstück 48 an dem Deckel 14 einfährt.
[0067] Ein Griff 54 ist in einer Mulde an einer im Tragezustand oberen Seitenfläche des
Korpus 12 angebracht und zwischen einem an der Seitenfläche des Korpus 12 angeklappten
Zustand (siehe Figur 1) und einem von der Seitenfläche abgeklappten Zustand verkippbar.
Einen Übergang zwischen diesen beiden Zuständen kann der Benutzer durch Handhabung
des Griffs 54 herbeiführen. Der Griff 54 ist aus einer Hartkomponente 56 zum Stabilisieren
und Lagern des Griffs 54 und einer Weichkomponente 58 zum bequemen Berühren des Aufnahmekörpers
10 durch einen Benutzer beim Tragen des Aufnahmekörpers 10 ausgebildet. Der Griff
54 an dem Korpus 12 kann an Letzteren angelegt werden und verbleibt dort in kompakter
Stellung durch die Wirkung einer den Griff 54 im eingezogenen Zustand verrastenden
Rastnocke. Im Bereich des Griffs 54 ist ein Etikettenfeld 75 vorgesehen, in das ein
zum Beispiel für den Inhalt des Aufnahmekörpers 10 indikativer Kennzeichnungsträger
einschiebbar ist.
[0068] Der Aufnahmekörper 10 weist darüber hinaus das Scharnier 16 auf, das den Korpus 12
und den Deckel 14 klappbar miteinander verbindet und ausgebildet ist, den Aufnahmekörper
10 zwischen dem Schließzustand und dem Öffnungszustand umklappen zu können. Die Rastfüße
34 und das Scharnier 16 sind strukturell derart aufeinander angepasst und positioniert,
dass das Scharnier 16 berührungsfrei gegenüber dem Untergrund beabstandet verbleibt,
wenn der Aufnahmekörper 10 mittels der Rastfüße 34 auf dem Untergrund aufliegt.
[0069] Wie in Figur 1 erkennbar ist, ist an einer Innenseite des Deckels 14 ein Dokumentenhalter
68 angebracht, mit dem in Figur 1 nicht gezeigte Dokumente vorübergehend angeklemmt
und somit während des Transports befestigt werden können.
[0070] Sowohl der Korpus 12 als auch der Deckel 14 sind jeweils herstellungstechnisch einfach
als Spritzgussteil ausgebildet. An das jeweilige Spritzgussteil sind nachfolgend weitere
Komponenten angebracht (zum Beispiel der Rastschieber 40 an dem Korpus 12 oder der
Dokumentenhalter 68 an den Deckel 14).
[0071] Die Aufnahmekörper 10, 10' sind auch zum Aufnehmen von Sortimentboxen (nicht gezeigt)
ausgebildet, in denen zum Beispiel Werkzeugmaterialien wie Schrauben, Dübel oder anderes
aufgenommen werden können. Im Schließzustand des jeweiligen Aufnahmekörpers 10, 10'
sind die Sortimentboxen für einen Benutzer unzugänglich im Inneren des jeweiligen
Aufnahmekörpers 10, 10' gesichert, wohingegen ein Benutzer im Öffnungszustand des
jeweiligen Aufnahmekörpers 10, 10 auf die Sortimentboxen zugreifen kann.
[0072] Wie in Figur 1 und Figur 2 gezeigt, stehen an einer Innenseite des Korpus 12 sich
kreuzförmig schneidende Längsstreben 18 und Querstreben 20 erhaben über einer ebenen
Unterlage hervor. In Schnittbereichen der Längsstreben 18 und der Querstreben 20 sind
zusätzlich erhaben überstehende Rahmen 22 gebildet, die in jedem Schnittbereich gemeinsam
mit Längsstreben 18 und Querstreben 20 vier Aufnahmevertiefungen 24 zum Aufnehmen
von im Wesentlichen invers zu den Aufnahmevertiefungen 24 geformten Rastfüßen von
Sortimentboxen bilden.
[0073] Eine ringförmige Vertiefung an einer Innenseite des Deckels 14 ist mit einem ringförmigen
Passepartout 64 bedeckt, das umfänglich an dem Deckel 14 ultraschallverschweißt ist.
An dem Passepartout 64 ist mittels Kunststoffclips 66 der aus Kunststoff gebildete
Dokumentenhalter 68 zum Klemmbefestigen von nicht gezeigten Dokumenten angebracht.
[0074] Figur 5 zeigt schematisch eine korpusfreie Schubladenstruktur 100 gemäß einem exemplarischen
Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem daran lagerbaren Koffer als Aufnahmekörper
10, der in Figur 5 ebenfalls nur schematisch dargestellt ist.
[0075] Figur 5 zeigt eine als Regal mit schubladenartig ausziehbaren Regalböden ausgebildete
Lagervorrichtung 102. Die Lagervorrichtung 102 weist zwei einander gegenüberliegende
und hier als Seitenplatten ausgebildete Befestigungsstrukturen 150 zum Befestigen
der Schubladenstruktur 100 auf. Ferner bildet die Schubladenstruktur 100 einen Teil
der Lagervorrichtung 102. Zwei ortsfest montierte, sogenannte erste Schubladenkörper
106, 112 der Schubladenstruktur 100 sind an den Befestigungsstrukturen 150 befestigt.
Die in Figur 5 schematisch dargestellte Schubladenstruktur 100 ist zum werkzeugfrei
abnehmbaren Lagern des hier als Koffer ausgebildeten Aufnahmekörpers 10 (siehe Figur
1 bis Figur 4) an der Lagervorrichtung 102 ausgebildet.
[0076] Die Schubladenstruktur 100 weist hierfür eine erste Schubladenführung 104 auf, die
an der gemäß Figur 5 linken Befestigungsstruktur 150 montiert ist. Die erste Schubladenführung
104 weist den bereits angesprochenen, an einer ersten Seite bzw. der gemäß Figur 5
linksseitigen Befestigungsstruktur 150 der Lagervorrichtung 102 starr befestigten
ersten Schubladenkörper 106 auf. Ferner bildet ein an dem ersten Schubladenkörper
106 beweglich angebrachter zweiter Schubladenkörper 108 Teil der ersten Schubladenführung
104. In entsprechender Weise ist eine zweite Schubladenführung 110 der Schubladenstruktur
100 mit dem bereits genannten und an einer zweiten Seite bzw. der gemäß Figur 5 rechtsseitigen
Befestigungsstruktur 150 der Lagervorrichtung 102 starr befestigten ersten Schubladenkörper
112 sowie mit einem an dem ersten Schubladenkörper 112 beweglich angebrachten zweiten
Schubladenkörper 114 ausgestattet. Die beiden zueinander parallel angeordneten Schubladenführungen
104, 110 sind also durch zwei ineinander linear laufende Schienen in Form des jeweiligen
ersten Schubladenkörpers 106 bzw. 112 und des damit jeweils zusammenwirkenden zweiten
Schubladenkörpers 108 bzw. 114 gebildet.
[0077] Eine hier als in ihrer Längsrichtung starre Befestigungsstrebe ausgebildete Verbindungsstruktur
116 der Schubladenstruktur 100 verbindet die beweglichen zweiten Schubladenkörper
108, 114 an einer Bedienseite der Schubladenstruktur 100 miteinander und erstreckt
sich orthogonal zu den zweiten Schubladenkörpern 108, 114. Auf diese Weise bilden
die erste Schubladenführung 104, die zweite Schubladenführung 110 und die Verbindungsstruktur
116 im Wesentlichen eine U-Struktur, mit der allein bereits die Schublade bzw. Schubladenführfunktion
realisiert ist. Ein Benutzer kann die Verbindungsstruktur 116 zum Betätigen der Schubladenstruktur
100 greifen und kann zum Herausfahren der Schubladenstruktur 100 aus den Befestigungsstrukturen
150 der Lagervorrichtung 102 die Verbindungsstruktur 116 zu sich heranziehen. Um die
Schubladenstruktur 100 in die Befestigungsstrukturen 150 der Lagervorrichtung 102
hineinzufahren, kann ein Benutzer die Verbindungsstruktur 116 von sich wegdrücken
und in die Lagervorrichtung 102 drücken. Dies ist in Figur 5 durch Doppelpfeile 151
symbolisiert. Beim Herausfahren oder Hineinfahren der Schubladenstruktur 100 können
die beweglich an den ersten Schubladenkörpern 106, 112 angebrachten zweiten Schubladenkörper
108, 114 relativ zu den starr an den Befestigungsstrukturen 150 befestigten ersten
Schubladenkörpern 106, 112 linearverschoben werden. Um diese Relativbewegung besonders
reibungsarm auszugestalten, kann an den Schubladenführungen 104, 110 ein Kugellager
oder dergleichen vorgesehen werden. Dies ermöglicht einem Benutzer eine besonders
kraftsparende Bedienung der Schubladenstruktur 100.
[0078] Ferner weist die Verbindungsstruktur 116 eine Verriegelungseinrichtung 166 zum selektiven
Verriegeln der Schubladenstruktur 100 mit der Lagervorrichtung 102 auf. Wie mit einem
Drehpfeil 153 angedeutet, ist die Verriegelungseinrichtung 166 mittels Verdrehens
der Verbindungsstruktur 116 betätigbar. Anders ausgedrückt kann ein Drehen der Verbindungstruktur
116 um eine gemäß Figur 5 horizontale Längsachse der Verbindungsstruktur 116 die Schubladenstruktur
100 zwischen einem verriegelten und einem entriegelten Zustand überführen. Im entriegelten
Zustand lässt sich die Schubladenstruktur 100 aus der Lagervorrichtung 102 herausziehen.
Im verriegelten Zustand hingegen verhindert die dann blockierte Verriegelungseinrichtung
166 ein Verschieben entlang der Doppelpfeile 151. Ein Herausziehen der Schubladenstruktur
100 bezüglich der Lagervorrichtung 102 ist dann verunmöglicht. Mit Vorteil kann die
Verriegelungseinrichtung 166 so ausgebildet sein, dass sie erst zum Entriegeln betätigt
werden muss, um die Verbindungsstruktur 116 und die beweglichen zweiten Schubladenkörper
108, 114 aus der Lagervorrichtung 102 herausfahren zu können. Bei einer derartigen
Ausgestaltung des Verriegelungsmechanismus der Verriegelungseinrichtung 166 kann vermieden
werden, dass die Schubladenstruktur 100 durch eine unbewusst auf diese ausgeübte Kraft
(zum Beispiel durch einen Bremsvorgang, wenn die Lagervorrichtung 102 in einem Kraftfahrzeug
montiert ist) unerwünscht aus der Lagervorrichtung 102 herausgefahren wird. Stattdessen
ist für ein solches Herausfahren eine spezifische Benutzeraktion erforderlich, womit
ein unbeabsichtigtes Herausfahren der Schubladenstruktur 100 vermieden ist. Bevorzugt
ist die Schubladenstruktur 100 auch im ausgezogenen Zustand derartig verriegelt bzw.
gesichtert.
[0079] Darüber hinaus weist die Schubladenstruktur 100 an den jeweils beweglich angebrachten
zweiten Schubladenkörpern 108, 114 der Schubladenführungen 104, 110 Kopplungsstrukturen
118 auf, die hier als oberseitig überstehende Aufnahmemulden zum Aufnehmen von Rastfüßen
34 des Aufnahmekörpers 10 ausgebildet sind. Allgemeiner ausgedrückt sind die Kopplungsstrukturen
118 der Schubladenstruktur 100 ausgebildet, mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen
(hier den Rastfüßen 34) des Aufnahmekörpers 10 in Eingriff gebracht zu werden, um
den Aufnahmekörper 10 an der Schubladenstruktur 100 werkzeugfrei abnehmbar verschiebegesichert
zu lagern. In dem in Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Kopplungsstrukturen
118 an den beweglichen zweiten Schubladenkörpern 108, 114 mit diesen einstückig ausgebildet
oder als separate Komponenten daran angebracht (zum Beispiel angeschraubt).
[0080] Zum durch einen Benutzer rein händisch und somit werkzeugfrei bedienbaren, abnehmbaren
bzw. austauschbaren Lagern eines Aufnahmekörpers 10 an der Schubladenstruktur 100
der Lagervorrichtung 102 können zunächst die zweiten Schubladenkörper 108, 114 und
die damit gekoppelte Verbindungsstruktur 116 aus der Lagervorrichtung 102 herausgefahren
werden. Zuvor kann eine etwaige Verriegelung der Schubladenstruktur 100 an den Befestigungsstrukturen
150 der Lagervorrichtung 102 mittels Betätigens der Verriegelungsstruktur 166 gelöst
werden. Nachfolgend können die Kopplungsstrukturen 118 der beweglichen Schubladenkörper
108, 114 mit den korrespondierenden Kopplungsstrukturen, hier den Rastfüßen 34, des
Aufnahmekörpers 10 in Eingriff gebracht werden. Dies kann durch bloßes Einsetzen der
Rastfüße 34 in die als Aufnahmemulden ausgebildeten Kopplungsstrukturen 118 bewerkstelligt
werden. Dadurch wird der Aufnahmekörper 10 an der Schubladenstruktur 100 verschiebegesichert
abnehmbar gelagert. Für diesen Montageprozess bedarf es keines Werkzeugs, vielmehr
kann der Montageprozess durch den Benutzer händisch durchgeführt werden. Um die Schubladenstruktur
100 in einer festen Position zu arretieren, kann vor dem Aufsetzen des Aufnahmekörpers
10 auf die Schubladenstruktur 100 bedarfsweise wieder die Verriegelungseinrichtung
166 zum Ausbilden eines Verriegelungszustands durch einen Benutzer betätigt werden.
Nach dem in Eingriff Bringen der korrespondierenden Kopplungsstrukturen 118, 34 können
die zweiten Schubladenkörper 108, 114 samt der sie verbindenden Verbindungsstruktur
116 mit dem an der Schubladenstruktur 100 nun gelagerten Aufnahmekörper 10 in die
Lagervorrichtung 102 hineingeschoben werden und dann bedarfsweise verriegelt werden.
Auch für diesen Prozess ist kein Werkzeug vonnöten. Vielmehr ist es ausreichend, dass
ein Benutzer die Verbindungsstruktur 116 zum Hineinschieben der Schubladenstruktur
100 in die Lagervorrichtung 102 von sich wegdrückt und in die Lagervorrichtung 102
hineindrückt. Nachfolgend kann durch Drehen der Verbindungsstrebe 116 die Verriegelungseinrichtung
166 zum Verriegeln der Schubladenstruktur 100 in der in die Lagervorrichtung 102 eingefahrenen
Position betätigt werden.
[0081] Eine Sicherung in vertikaler Richtung kann zum Beispiel dadurch erreicht werden,
dass die Mulden (bzw. allgemeiner die Kopplungsstrukturen 118) der Schubladenstruktur
100 und die Füße (bzw. allgemeiner die Kopplungsstrukturen 34) des Aufnahmekörpers
10 derart aufeinander abgestimmt sind, dass der dadurch erreichte vertikale Abstand
zu der nächsten Schubladenstruktur 100 bzw. Schubladenführung so klein ist, dass ein
Herausspringen verunmöglicht ist.
[0082] Figur 6 zeigt eine Aufnahmeanordnung 180 mit einer dreidimensionalen Ansicht einer Lagervorrichtung
102 mit Schubladenstrukturen 100 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Jede der hier drei Schubladenstrukturen 100 ist mit einer jeweiligen aufgesetzten
Tragplatte 120 versehen.
Figur 7 zeigt eine unterseitige Ansicht der in Figur 6 dargestellten Aufnahmeanordnung 180
mit Lagervorrichtung 102 samt Schubladenstrukturen 100 und Tragplatte 120 sowie Koffern
als Aufnahmekörpern 10.
Figur 8 zeigt ein Detail der Aufnahmeanordnung 180 gemäß Figur 6 und Figur 7, das die Tragplatte
120 der Schubladenstruktur 100 vergrößert darstellt.
[0083] Genauer gesagt sind gemäß Figur 6 drei Schubladenstrukturen 100 zueinander parallel
auf unterschiedlichen Höhenstufen an der Lagervorrichtung 102 montiert. Zur besseren
Erkennbarkeit der einzelnen Merkmale ist gemäß Figur 6 die oberste Schubladenstruktur
100 aus der Lagervorrichtung 102 herausgefahren und ohne darauf aufgesetzten Aufnahmekörper
10 dargestellt. Die beiden unteren Schubladenstrukturen 100 sind gemäß Figur 6 in
die Lagervorrichtung 102 hineingefahren und mit einem jeweiligen Aufnahmekörper 10
bestückt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden Aufnahmekörper
10 Koffer mit den Merkmalen gemäß Figur 1.
[0084] Auf diese Weise ist mit der in Figur 6 bis Figur 8 dargestellten Konfiguration eine
Aufnahmeanordnung 180 mit drei Schubladenstrukturen 100 und zwei daran montierten
Aufnahmekörpern 10 mit Kopplungsstrukturen 34, 40 bereitgestellt. Die Kopplungsstrukturen
34, 40 der Aufnahmekörper 10 sind ausgebildet, mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen
118 der Schubladenstruktur 100 - genauer gesagt einer Tragplatte 120 der jeweiligen
Schubladenstruktur 100 - in Eingriff gebracht zu werden, um den jeweiligen Aufnahmekörper
10 an der jeweiligen Schubladenstruktur 100 zu lagern.
[0085] Gemäß Figur 6 bis Figur 8 sind die Befestigungsstrukturen 150 als als Lochplatten
ausgebildete Seitenplatten konfiguriert, die jeweils eine Vielzahl von Löchern 165
aufweisen. Die Löcher 165 dienen zur Befestigung weiterer Körper an den Befestigungsstrukturen
150. Die zueinander parallel angeordneten Lochplatten sind miteinander mittels vier
wiederum zueinander parallel verlaufender Befestigungsstreben 152 verbunden. Die Befestigungsstreben
152 können besonders leichtgewichtig als C-Profil ausgebildet sein und sorgen für
eine stabile Versteifung der Lagervorrichtung 102. Ferner können die als Lochplatte
ausgebildeten Seitenplatten Kanäle zum Aufnehmen bzw. Befestigen der darin bzw. daran
starr befestigten ersten Schubladenkörper 106, 112 aufweisen. Anschaulich können die
ersten Schubladenkörper 106, 112 in den Kanälen versenkt werden, sodass der Raum zwischen
den zueinander parallelen Lochplatten annähernd vollständig zum Aufnehmen von Aufnahmekörpern
10 zur Verfügung steht.
[0086] Mit Vorteil sind die hier drei (jede andere Anzahl ist möglich) Schubladenstrukturen
100 gemäß Figur 6 bis Figur 8 jeweils mit einer abnehmbaren Tragplatte 120 bestückt.
Eine solche Tragplatte 120 kann zum Beispiel als leichtgewichtige dünne Metallplatte
ausgebildet sein und kann auf die beweglichen zweiten Schubladenkörper 108, 114 und
die Verbindungsstruktur 116 aufgesetzt sein. Gemäß Figur 6 bis Figur 8 sind die Kopplungsstrukturen
118 der Schubladenstrukturen 100 ausschließlich an der jeweiligen Tragplatte 120 ausgebildet,
und zwar über den beweglichen zweiten Schubladenkörpern 108, 114.
[0087] An den äußeren Seitenrändern der Tragplatte 120 sind Aufnahmemulden als Kopplungsstrukturen
118 zum Aufnehmen von Rastfüßen 34 der Aufnahmekörper 10 eingeformt. Dies kann zum
Beispiel durch das Ausbilden von bloßen Vertiefungen in der als Metallplatte ausgebildeten
Tragplatte 120 einfach und zuverlässig erreicht werden.
[0088] Darüber hinaus weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Tragplatte 120
weitere Kopplungsstrukturen 118 auf. Diese weiteren Kopplungsstrukturen 118 sind vier
Längsschlitze (wobei die Längsrichtung einer Verschieberichtung der beweglichen zweiten
Schubladenkörper 108, 114 entspricht), die weiter innen in der Tragplatte 120 angeordnet
sind als die Vertiefungen an den Rändern der Tragplatte 120. Die weiteren Kopplungsstrukturen
118 der Tragplatte 120 sind ausgebildet, mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen
(zum Beispiel Rastfüßen 34) eines gegenüber den in Figur 6 dargestellten Aufnahmekörpern
10 schmäleren anderen Aufnahmekörpers 10 in Eingriff gebracht zu werden, um den anderen
Aufnahmekörper 10 an der Schubladenstruktur 100 zu lagern. Zum Beispiel können mittels
der weiteren Kopplungsstrukturen 118 der Tragplatte 120 kleinere Koffer mit entsprechenden
Kopplungsstrukturen (zum Beispiel Rastfüßen 34) an der Schubladenstruktur 100 befestigt
werden.
[0089] Darüber hinaus sind zusätzliche Kopplungsstrukturen 118 der Tragplatte 120 als zwei
Aufnahmekörperverriegelungsaussparungen ausgebildet. Gemäß Figur 6 bis Figur 8 sind
die Aufnahmekörperverriegelungsaussparungen als zwei zueinander ausgerichtete Querschlitze
(wobei die Querrichtung orthogonal zu der Längsrichtung und in der Ebene der Tragplatte
120 verläuft) in der Tragplatte 120 ausgebildet. Diese dienen zum Aufnehmen eines
Rastschiebers 40 des Aufnahmekörpers 10 zum optionalen Verriegeln des Aufnahmekörpers
10 an der Schubladenstruktur 100. Diese Verriegelung erfolgt nach Aufsetzen des Aufnahmekörpers
10 auf die Schubladenstruktur 100 dergestalt, dass erst die Rastfüße 34 in die korrespondierenden
Kopplungsstrukturen 118 der Tragplatte 120 eintauchen. Nachfolgend kann ein Benutzer
die Rastschieber 40 des Aufnahmekörpers 10 so betätigen, wie dies in Figur 1 mit Pfeil
42 dargestellt ist, um den Aufnahmekörper 10 an der Tragplatte 120 zu verriegeln.
[0090] Mittels der Kopplungsstrukturen 118 der Schubladenstruktur 100 zum Aufnehmen der
Rastfüße 34 und der Rastschieber 40 eines Aufnahmekörpers 10 und mittels der korrespondierenden
Kopplungsstrukturen 34, 40 des Aufnahmekörpers 10 ist es daher ermöglicht, dass
- (i) der Aufnahmekörper 10 auf der Schubladenstruktur 100 selektiv vertikal abnehmbar
verschiebegesichert anbringbar ist (Rastfüße 34 tauchen in Kopplungsstrukturen 118
ein und Rastschieber 40 sind nicht in Kopplungsstrukturen 118 eingeschoben)
bzw. dass
- (ii) der Aufnahmekörper 10 und die Schubladenstruktur 100 mittels Verriegelns an den
Kopplungsstrukturen 118 miteinander verriegelt sind (Rastschieber 40 sind zusätzlich
in Kopplungsstrukturen 118 eingeschoben).
[0091] Ferner weist die Tragplatte 120 einen Tragegriff 122 auf, der hier als Greifausnehmung
in der Metallplatte ausgebildet ist. Auf diese Weise kann ein Benutzer die Tragplatte
120 bequem mit sich führen und händisch tragen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Tragegriff 122 zwischen den Querschlitzen zum Aufnehmen der Rastschieber 40
angeordnet.
[0092] Figur 6 bis Figur 8 zeigen somit eine als Regal mit zwei Seitenwänden als Befestigungsstrukturen
150 ausgebildete Lagervorrichtung 102. Die Befestigungsstrukturen 150 sind hierbei
aus einem Lochblech gebildet. Ferner erstrecken sich zwischen den zueinander parallelen
Lochblechen vier Profile oder Befestigungsstreben 152. Dadurch ist ein Grundkörper
der als Regal ausgebildeten Lagervorrichtung 102 geschaffen.
[0093] Die Seitenwände weisen an gegenüberliegenden Längsseiten jeweils einen Kanal auf.
An den Kanälen sind die ortsfesten Hälften der beiden Schubladenführungen 104, 110
befestigt, d.h. die beiden ersten Schubladenkörper 106, 112. Die beiden zweiten Schubladenkörper
108, 114 sind als bewegliche Hälften der Schubladenführungen 104, 110 an dem vorderen
Bedienende durch die als Verriegelungsgriff ausgebildete Verbindungsstruktur 116 verbunden,
der die jeweilige bewegliche Hälfte (siehe Bezugszeichen 108, 114) einer jeweiligen
Schubladenführung 104, 110 aus ihrer eingefahrenen Position entriegelt. Ist die Schublade
bzw. Schubladenstruktur 100 in die als Regal ausgebildete Lagervorrichtung 102 eingefahren,
ist der Verriegelungsgriff bzw. die Verbindungsstruktur 116 zu betätigen, um die Verriegelungseinrichtung
166 zu entriegeln, wodurch ermöglicht wird, die Schubladenstruktur 100 bzw. die Schublade
aus der als Regal ausgebildeten Lagervorrichtung 102 ziehen zu können.
[0094] Auf die zweiten Schubladenkörper 108, 114 als bewegliche Teile der jeweiligen Schubladenführung
104, 110 können zum Beispiel einzelne Mulden als Kopplungsstrukturen 118 zum Aufnehmen
der Rastfüße 34 des als Systemkoffer ausgebildeten Aufnahmekörpers 10 aufgelegt und
befestigt werden (zum Beispiel vernietet, verschweißt, etc.). Es ist allerdings auch
möglich, eine Schiene mit solchen Mulden als Kopplungsstrukturen 118 auf die zweiten
Schubladenkörper 108, 114 aufzulegen und zu befestigen (zum Beispiel zu vernieten,
zu verschweißen, etc.).
[0095] Soll zum Beispiel ein Koffer als Aufnahmekörper 10 in die Schublade eingelegt bzw.
auf die Schubladenstruktur 100 aufgesetzt werden, so wird die Schubladenstruktur 100
mittels der Verriegelungseinrichtung 166 entriegelt und nachfolgend geöffnet, indem
die als Verriegelungsgriff ausgebildete Verbindungsstruktur 116 aus der Lagervorrichtung
102 herausgezogen wird. Ist die Schubladenstruktur 100 vollständig ausgezogen, so
kann ein Koffer als Aufnahmekörper 10 in die Schublade eingelegt bzw. auf die Schubladenstruktur
100 aufgesetzt werden, indem die Rastfüße 34 oder andere Kopplungsstrukturen des als
Koffer ausgebildeten Aufnahmekörpers 10 in die Mulden oder sonstigen Kopplungsstrukturen
118 der beweglichen Teile der Schubladenführungen 104, 110 eingelegt werden. Wird
die Schublade bzw. die Schubladenstruktur 100 nachfolgend wieder in die Lagervorrichtung
102 geschoben, so erfolgt eine Verriegelung durch Betätigung der als Verriegelungsgriff
ausgebildeten Verbindungsstruktur 116, wodurch der als Koffer ausgebildete Aufnahmekörper
10 im Korpus der Lagervorrichtung 102 (wobei dieser Korpus durch die Befestigungsstrukturen
150 und die Befestigungsstreben 152 gebildet ist) gesichert ist.
[0096] Gemäß Figur 6 bis Figur 8 ist auf die bewegliche Hälfte (d.h. die zweiten Schubladenkörper
108, 114) der Schubladenführungen 104, 110 und die Verbindungsstruktur 116 als Verriegelungsgriff
die Tragplatte 120 (zum Beispiel als Koffertragblech) aufgelegt. Die Tragplatte 120
weist an gegenüberliegenden Seiten Mulden als Kopplungsstrukturen 118 auf, um darin
die Rastfüße 34 des Systemkoffers als Aufnahmekörper 10 anzuordnen. Diese Mulden liegen
auf dem beweglichen Teil (d.h. den zweiten Schubladenkörpern 108, 114) der Schubladenführungen
104, 110 auf, um den vorhandenen Raum effizient auszunutzen. Soll ein schmalerer Aufnahmekörper
10 (zum Beispiel ein schmalerer Koffer) auf der Trageplatte 120 angeordnet werden,
so können die Rastfüße 34 in Längsschlitzen der Kopplungsstrukturen 118 angeordnet
werden, die mit Versatz zu den äußeren Mulden weiter innen angeordnet sind.
[0097] Die Tragplatte 120 kann mittels des Tragegriffs 122 mit einer Hand gegriffen werden,
wozu mittig am Verriegelungsgriff bzw. der Verbindungsstruktur 116 eine Greifausnehmung
in der Tragplatte 120 gebildet ist.
[0098] Rechts und links von dieser Greifausnehmung ist jeweils eine parallel zum Verriegelungsgriff
verlaufende Ausnehmung als weitere Kopplungsstruktur 118 vorgesehen, in welche der
Verriegelungsschieber bzw. Rastschieber 40 des Aufnahmekörpers 10 eingeschoben werden
kann, um den Aufnahmekörper 10 an der Tragplatte 120 zu sichern.
[0099] Figur 9 zeigt eine räumliche Ansicht einer Schubladenstruktur 100 mit aufgesetzter Tragplatte
120 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 10 zeigt, wie auf der Tragplatte 120 gemäß Figur 9 ein Koffer als Aufnahmekörper 10
aufgesetzt ist.
Figur 11 zeigt die Schubladenstruktur 100 gemäß Figur 9 ohne Tragplatte 120.
[0100] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "aufweisend" keine anderen Elemente oder Schritte
ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen,
dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten
anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen
in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Schubladenstruktur (100) zum werkzeugfrei abnehmbaren Lagern eines Aufnahmekörpers
(10) an und/oder in einer Lagervorrichtung (102), wobei die Schubladenstruktur (100)
aufweist:
eine erste Schubladenführung (104) mit einem an einer ersten Seite der Lagervorrichtung
(102) starr zu befestigenden ersten Schubladenkörper (106) und mit einem an dem ersten
Schubladenkörper (106) beweglich angebrachten zweiten Schubladenkörper (108);
eine zweite Schubladenführung (110) mit einem an einer zweiten Seite der Lagervorrichtung
(102) starr zu befestigenden ersten Schubladenkörper (112) und mit einem an dem ersten
Schubladenkörper (112) beweglich angebrachten zweiten Schubladenkörper (114);
eine Verbindungsstruktur (116), welche die beweglichen zweiten Schubladenkörper (108,
114) verbindet;
Kopplungsstrukturen (118), die ausgebildet sind, mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen
(34, 40) des Aufnahmekörpers (10) in Wirkverbindung, insbesondere in Eingriff, gebracht
zu werden, um den Aufnahmekörper (10) an der Schubladenstruktur (100) werkzeugfrei
abnehmbar zu lagern;
wobei die Verbindungsstruktur (116) eine Verriegelungseinrichtung (166) zum selektiven
Verriegeln der Schubladenstruktur (100) aufweist.
2. Schubladenstruktur (100) gemäß Anspruch 1, aufweisend zumindest eines der folgenden
Merkmale:
wobei die erste Schubladenführung (104), die zweite Schubladenführung (110) und die
Verbindungsstruktur (116) eine U-Struktur bilden;
wobei die Verriegelungseinrichtung (166) zum selektiven Verriegeln der Schubladenstruktur
(100) mittels Verdrehens der Verbindungsstruktur (116) betätigbar ist;
wobei die Verriegelungseinrichtung (166) ausgebildet ist, zum Entriegeln betätigt
werden zu müssen, bevor die Verbindungsstruktur (116) und die beweglichen zweiten
Schubladenkörper (108, 114) aus der Lagervorrichtung (102) herausgefahren werden können;
wobei die Kopplungsstrukturen (118) Aufnahmemulden zum Aufnehmen von Rastfüßen (34)
des Aufnahmekörpers (10) aufweisen;
wobei die Kopplungsstrukturen (118) an den beweglichen zweiten Schubladenkörpern (108,
114) ausgebildet oder angebracht sind.
3. Schubladenstruktur (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 2, aufweisend eine Tragplatte
(120), die auf die beweglichen zweiten Schubladenkörper (108, 114) und/oder die Verbindungsstruktur
(116) aufgesetzt oder aufsetzbar ist.
wobei insbesondere die Kopplungsstrukturen (118) an der Tragplatte (120) ausgebildet
oder angebracht sind, insbesondere über den beweglichen zweiten Schubladenkörpern
(108, 114).
4. Schubladenstruktur (100) gemäß Anspruch 3, aufweisend zumindest eines der folgenden
Merkmale:
wobei die Tragplatte (120) weitere Kopplungsstrukturen (118) aufweist, die ausgebildet
sind, mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen (34) eines gegenüber dem Aufnahmekörper
(10) schmäleren anderen Aufnahmekörpers (10) in Wirkverbindung, insbesondere in Eingriff,
gebracht zu werden, um den anderen Aufnahmekörper (10) an der Schubladenstruktur (100)
zu lagern. wobei insbesondere die weiteren Kopplungsstrukturen (118) Längsschlitze
in der Tragplatte (120) aufweisen;
wobei die Tragplatte (120) einen Tragegriff (122) aufweist, insbesondere eine Greifausnehmung;
wobei Kopplungsstrukturen (118) der Tragplatte (120) eine Aufnahmekörperverriegelungsaussparung
aufweisen, die zum Aufnehmen eines Rastschiebers (40) des Aufnahmekörpers (10) zum
Verriegeln des Aufnahmekörpers (10) an der Schubladenstruktur (100) ausgebildet ist.
5. Schubladenstruktur (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, aufweisend zumindest eines
der folgenden Merkmale:
wobei die Schubladenstruktur (100) aus der ersten Schubladenführung (104), der zweiten
Schubladenführung (110), der Verbindungsstruktur (116) und den Kopplungsstrukturen
(118), wahlweise mit oder ohne Tragplatte (120), besteht;
wobei die Schubladenstruktur (100) als korpusfreie Schubladenstruktur (100) ausgebildet
ist;
wobei die Schubladenkörper (106, 108, 112, 114) als Schienen ausgebildet sind.
wobei die Verbindungsstruktur (116) als Verbindungsstrebe ausgebildet ist.
6. Lagervorrichtung (102), aufweisend:
Befestigungsstrukturen (150) zum Befestigen einer Schubladenstruktur (100); und
eine Schubladenstruktur (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, deren erste Schubladenkörper
(106, 112) an den Befestigungsstrukturen (150) befestigt sind.
7. Lagervorrichtung (102) gemäß Anspruch 6, aufweisend zumindest eines der folgenden
Merkmale:
wobei die Lagervorrichtung (102) als Lagerregal oder Lagerschrank ausgebildet ist;
wobei die Befestigungsstrukturen (150) zwei Seitenplatten, insbesondere Lochplatten,
aufweisen, die mit mindestens einer Befestigungsstrebe (152), insbesondere mittels
vier Befestigungsstreben (152), miteinander verbunden sind;
wobei insbesondere die Seitenplatten Kanäle zum zumindest teilweisen Aufnehmen der
daran starr befestigten ersten Schubladenkörper (106, 112) aufweisen.
8. Aufnahmeanordnung (180), aufweisend:
eine Schubladenstruktur (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7;
einen Aufnahmekörper (10) mit Kopplungsstrukturen (34, 40), die ausgebildet sind,
mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen (118) der Schubladenstruktur (100) in Wirkverbindung,
insbesondere in Eingriff, gebracht zu werden, um den Aufnahmekörper (10) an der Schubladenstruktur
(100) werkzeugfrei abnehmbar zu lagern.
9. Aufnahmeanordnung (180) gemäß Anspruch 8, wobei die Kopplungsstrukturen (118) der
Schubladenstruktur (100) und/oder die Kopplungsstrukturen (34, 40) des Aufnahmekörpers
(10) ausgebildet sind, dass der Aufnahmekörper (10) mittels der Kopplungsstrukturen
(118, 34, 40) auf der Schubladenstruktur (100) selektiv:
vertikal abnehmbar verschiebegesichert anbringbar ist; und/oder verriegelt ist.
10. Aufnahmeanordnung (180) gemäß Anspruch 8 oder 9, wobei der Aufnahmekörper (10) ein
Koffer zum Transportieren von Transportgut ist.
11. Aufnahmeanordnung (180) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Kopplungsstrukturen
(118) der Schubladenstruktur (100) und die Kopplungsstrukturen (34, 40) des Aufnahmekörpers
(10) zum Ausbilden einer Kopplung zwischen der Schubladenstruktur (100) und dem Aufnahmekörper
(10) Kopplungsstrukturen (30, 34, 40, 44) zum Ausbilden einer Kopplung zwischen zwei
gleichen Aufnahmekörpern (10) entsprechen.
12. Aufnahmeanordnung (180) gemäß Anspruch 10 oder 11, wobei der Koffer aufweist:
einen Korpus (12);
einen mit dem Korpus (12) verbundenen oder verbindbaren Deckel (14);
wobei in einem Schließzustand zwischen dem Korpus (12) und dem Deckel (14) ein Aufnahmeraum
zum Aufnehmen von Transportgut von außen unzugänglich gebildet ist;
wobei in einem Öffnungszustand der Aufnahmeraum von außen zugänglich ist.
13. Verfahren zum werkzeugfrei abnehmbaren Lagern eines Aufnahmekörpers (10) an einer
Schubladenstruktur (100) gemäß einen der Ansprüche 1 bis 5 von einer Lagervorrichtung
(102), wobei das Verfahren aufweist:
Herausfahren der zweiten Schubladenkörper (108, 114) und der Verbindungsstruktur (116)
aus der Lagervorrichtung (102);
nachfolgend in Wirkverbindung, insbesondere in Eingriff, Bringen der Kopplungsstrukturen
(118) der Schubladenstruktur (100) mit korrespondierenden Kopplungsstrukturen (34,
40) des Aufnahmekörpers (10), um dadurch den Aufnahmekörper (10) an der Schubladenstruktur
(100) werkzeugfrei abnehmbar zu lagern.
14. Verfahren gemäß Anspruch 13, aufweisend zumindest eines der folgenden Merkmale:
wobei das Verfahren nach dem in Wirkverbindung, insbesondere in Eingriff, Bringen
ferner ein Hineinfahren der zweiten Schubladenkörper (108, 114) und der Verbindungsstruktur
(116) mit dem an der Schubladenstruktur (100) gelagerten Aufnahmekörper (10) in die
Lagervorrichtung (102) aufweist, insbesondere einschließlich eines Verriegelns der
Schubladenstruktur (100) an der Lagervorrichtung (102) nach dem Hineinfahren;
wobei das Verfahren nach dem Lagern des Aufnahmekörpers (10) an der Schubladenstruktur
(100) ein Abnehmen des Aufnahmekörpers (10) von der Schubladenstruktur (100) ohne
Werkzeug aufweist.
15. Verwendung einer Schubladenstruktur (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 und/oder
einer Lagervorrichtung (102) gemäß einem der Ansprüche 6 bis 7 und/oder einer Aufnahmeanordnung
(180) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 12 zum Lagern eines Aufnahmekörpers (10), insbesondere
eines Koffers, in einem Fahrzeug.
1. Drawer structure (100) for tool-freely detachably storing a receiving body (10) at
and/or in a storing device (102), wherein the drawer structure (100) comprises:
a first drawer guide (104) with a first drawer body (106) which is to be rigidly attached
to a first side of the storing device (102), and with a second drawer body (108) which
is movably attached to the first drawer body (106);
a second drawer guide (110) with a first drawer body (112) which is to be rigidly
attached to a second side of the storing device (102), and with a second drawer body
(114) which is movably attached to the first drawer body (112);
a connection structure (116) which connects the movable second drawer bodies (108,
114);
coupling structures (118) which are configured to be brought in an effective connection,
in particular in engagement, with corresponding coupling structures (34, 40) of the
receiving body (10), to tool-freely detachably store the receiving body (10) at the
drawer structure (100);
wherein the connection structure (116) comprises a locking unit (166) for selectively
locking the drawer structure (100).
2. Drawer structure (100) according to claim 1, comprising at least one of the following
features:
wherein the first drawer guide (104), the second drawer guide (110), and the connection
structure (116) form a U-structure;
wherein the locking unit (166) is operable for selectively locking the drawer structure
(100) by rotating the connection structure (116);
wherein the locking unit (166) is configured such that it has to be operated for unlocking,
before the connection structure (116) and the movable second drawer bodies (108, 114)
can be extended out of the storing device (102);
wherein the coupling structures (118) comprise receiving recesses for receiving latching
feet (34) of the receiving body (10);
wherein the coupling structures (118) are formed or attached to the movable second
drawer bodies (108, 114).
3. Drawer structure (100) according to one of the claims 1 to 2, comprising a support
plate (120) which is placed or placeable on the movable second drawer bodies (108,
114) and/or the connection structure (116);
wherein in particular the coupling structures (118) are formed or attached to the
support plate (120), in particular above the movable second drawer bodies (108, 114).
4. Drawer structure (100) according to claim 3, comprising at least one of the following
features:
wherein the support plate (120) comprises further coupling structures (118) which
are configured to be brought in an effective connection, in particular in engagement,
with corresponding coupling structures (34) of another receiving body (10) which is
more narrow with respect to the receiving body (10), to store the other receiving
body (10) at the drawer structure (100);
wherein in particular the further coupling structures (118) comprise longitudinal
slits in the support plate (120);
wherein the support plate (120) comprises a carrying handle (122), in particular a
gripping opening;
wherein the coupling structures (118) of the support plate (120) comprise a receiving
body locking recess which is configured for receiving a latching slide (40) of the
receiving body (10) for locking the receiving body (10) at the drawer structure (100).
5. Drawer structure (100) according to one of the claims 1 to 4, comprising at least
one of the following features:
wherein the drawer structure (100) consists of the first drawer guide (104), the second
drawer guide (110), the connection structure (116), and the coupling structures (118),
selectively with or without the support plate (120);
wherein the drawer structure (100) is configured as corpus-free drawing structure
(100);
wherein the drawer bodies (106, 108, 112, 114) are configured as rails;
wherein the connection structure (116) is configured as connection rod.
6. Storing device (102) comprising:
attachment structures (150) for attaching a drawer structure (100); and
a drawer structure (100) according to one of the claims 1 to 5, whose first drawer
bodies (106, 112) are attached to the attachment structures (150).
7. Storing device (102) according to claim 6, comprising at least one of the following
features:
wherein the storing device (102) is configured as storing shelf or storing cabinet;
wherein the attachment structures (150) comprise two side plates, in particular hole
plates, which are connected to each other by at least one attachment rod (152), in
particular by four attachment rods (152);
wherein in particular the side plates comprise channels for at least partially receiving
the first drawer bodies (106, 112) which are rigidly attached to them.
8. Receiving arrangement (180) comprising:
a drawer structure (100) according to one of the claims 1 to 7;
a receiving body (10) with coupling structures (34, 40) which are configured to be
brought in an effective connection, in particular in engagement, with corresponding
coupling structures (118) of the drawer structure (100), to tool-freely detachably
store the receiving body (10) at the drawer structure (100).
9. Receiving arrangement (180) according to claim 8, wherein the coupling structures
(118) of the drawer structure (100) and/or the coupling structures (34, 40) of the
receiving body (10) are configured such that the receiving body (10), by the coupling
structures (118, 34, 40), is selectively:
vertically detachably attachable in a slide-secured manner; and/or
locked
on the drawer structure (100).
10. Receiving arrangement (180) according to claim 8 or 9, wherein the receiving body
(10) is a suitcase for transporting transport goods.
11. Receiving arrangement (180) according to one of the claims 8 to 10, wherein the coupling
structures (118) of the drawer structure (100) and the coupling structures (34, 40)
of the receiving body (10) for forming a coupling between the drawer structure (100)
and the receiving body (10) correspond to coupling structures (30, 34, 40, 44) for
forming a coupling between two identical receiving bodies (10).
12. Receiving arrangement (118) according to claim 10 or 11, wherein the suitcase comprises:
a corpus (12);
a lid (14) which is connected or connectable with the corpus (12);
wherein in a locking state between the corpus (12) and the lid (14), a receiving space
for receiving transport goods is formed in a manner inaccessible from outside;
wherein in an open state, the receiving space is accessible from outside.
13. Method for tool-freely detachably storing a receiving body (10) at a drawer structure
(100) according to one of the claims 1 to 5 of a storing device (102), wherein the
method comprises:
extending the second drawer bodies (108, 114) and the connection structure (116) out
of the storing device (102);
subsequently bringing in an effective connection, in particular in engagement, the
coupling structures (118) of the drawer structure (100) with corresponding coupling
structures (34, 40) of the receiving body (10), to thereby tool-freely detachably
store the receiving body (10) at the drawer structure (100).
14. Method according to claim 13, comprising at least one of the following features:
wherein the method, subsequently to bringing in effective connection, in particular
in engagement, further comprises retracting the second drawer bodies (108, 114) and
the connection structure (116) with the receiving body (10) which is stored at the
drawer structure (100) in the storing device (102), in particular inclusively locking
the drawer structure (100) at the storing device (102) subsequently to retracting;
wherein the method, subsequently to storing the receiving body (10) at the drawer
structure (100), comprises detaching the receiving body (10) from the drawer structure
(100) without a tool.
15. Use of a drawer structure (100) according to one of the claims 1 to 5 and/or a storing
device (102) according to one of the claims 6 to 7, and/or a receiving arrangement
(180) according to one of the claims 8 to 12, for storing a receiving body (10), in
particular a suitcase, in a vehicle.
1. Structure de tiroir (100) pour le montage amovible sans outil d'un corps de réception
(10) sur et/ou dans un dispositif de montage (102), dans lequel la structure de tiroir
(100) présente :
une première coulisse de tiroir (104) avec un premier corps de tiroir (106) à fixer
de manière rigide sur un premier côté du dispositif de montage (102) et avec un deuxième
corps de tiroir (108) installé de manière mobile sur le premier corps de tiroir (106)
;
une deuxième coulisse de tiroir (110) avec un premier corps de tiroir (112) à fixer
de manière rigide sur un deuxième côté du dispositif de montage (102) et avec un deuxième
corps de tiroir (114) installé de manière mobile sur le premier corps de tiroir (112)
;
une structure de liaison (116), laquelle relie les deuxièmes corps de tiroir (108,
114) mobiles ;
des structures de couplage (118), qui sont réalisées pour être amenées en coopération,
en particulier pour être amenées en prise, avec des structures de couplage correspondantes
(34, 40) du corps de réception (10), pour monter de manière amovible sans outil le
corps de réception (10) sur la structure de tiroir (100) ;
dans laquelle la structure de liaison (116) présente un système de verrouillage (166)
pour verrouiller de manière sélective la structure de tiroir (100).
2. Structure de tiroir (100) selon la revendication 1, présentant au moins une des caractéristiques
suivantes :
dans laquelle la première coulisse de tiroir (104), la deuxième coulisse de tiroir
(110) et la structure de liaison (116) forment une structure en U ;
dans laquelle le système de verrouillage (166) peut être actionné au moyen de la rotation
de la structure de liaison (116) pour verrouiller de manière sélective la structure
de tiroir (100) ;
dans laquelle le système de verrouillage (116) est réalisé pour devoir être actionné
pour le déverrouillage avant que la structure de liaison (116) et les deuxièmes corps
de tiroir (108, 114) mobiles ne puissent sortir du dispositif de montage (102) ;
dans laquelle les structures de couplage (118) présentent des cavités de réception
pour la réception de pieds d'enclenchement (34) du corps de réception (10) ;
dans laquelle les structures de couplage (118) sont réalisées ou sont installées sur
les deuxièmes corps de tiroir (108, 114) mobiles.
3. Structure de tiroir (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, présentant
une plaque de support (120), qui est placée ou peut être placée sur les deuxièmes
corps de tiroir (108, 114) mobiles et/ou la structure de liaison (116),
dans laquelle en particulier les structures de couplage (118) sont réalisées ou installées
sur la plaque de support (120), en particulier par l'intermédiaire des deuxièmes corps
de tiroir (108, 114) mobiles.
4. Structure de tiroir (100) selon la revendication 3, présentant au moins une des caractéristiques
suivantes :
dans laquelle la plaque de support (120) présente d'autres structures de couplage
(118), qui sont réalisées pour être amenées en coopération, en particulier en prise,
avec des structures de couplage correspondantes (34) d'un autre corps de réception
(10) plus étroit par rapport au corps de réception (10) pour monter l'autre corps
de réception (10) sur la structure de tiroir (100),
dans laquelle en particulier les structures de couplage supplémentaires (118) présentent
des entailles longitudinales dans la plaque de support (120) ;
dans laquelle la plaque de support (120) présente une poignée de transport (122),
en particulier un creux de préhension ;
dans laquelle des structures de couplage (118) de la plaque de support (120) présentent
un évidement de verrouillage de corps de réception, qui est réalisé pour recevoir
un coulisseau d'enclenchement (40) du corps de réception (10) pour verrouiller le
corps de réception (10) sur la structure de tiroir (100).
5. Structure de tiroir (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, présentant
au moins une des caractéristiques suivantes :
dans laquelle la structure de tiroir (100) est constituée de la première coulisse
de tiroir (104), de la deuxième coulisse de tiroir (110), de la structure de liaison
(116) et des structures de couplage (118), au choix avec ou sans plaque de support
(120) ;
dans laquelle la structure de tiroir (100) est réalisée en tant que structure de tiroir
(100) sans corps ;
dans laquelle les corps de tiroir (106, 108, 112, 114) sont réalisés en tant que rails,
dans laquelle la structure de liaison (116) est réalisée en tant qu'entretoise de
liaison.
6. Dispositif de montage (102), présentant :
des structures de fixation (150) pour fixer une structure de tiroir (100) ; et
une structure de tiroir (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dont
les premiers corps de tiroir (106, 112) sont fixés sur les structures de fixation
(150) .
7. Dispositif de montage (102) selon la revendication 6, présentant au moins une des
caractéristiques suivantes :
dans lequel le dispositif de montage (102) est réalisé en tant que rayonnage de montage
ou armoire de montage ;
dans lequel les structures de fixation (150) présentent deux plaques latérales, en
particulier des plaques trouées, qui sont reliées l'une à l'autre par au moins une
entretoise de fixation (152), en particulier au moyen de quatre entretoises de fixation
(152) ;
dans lequel en particulier les plaques latérales présentent des canaux pour la réception
au moins en partie des premiers corps de tiroir (106, 112) fixés sur ceux-ci de manière
rigide.
8. Ensemble de réception (180), présentant :
une structure de tiroir (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7 ;
un corps de réception (10) avec des structures de couplage (34, 40), qui sont réalisées
pour être amenées en coopération, en particulier en prise, avec des structures de
couplage correspondantes (118) de la structure de tiroir (100) pour monter de manière
amovible sans outil le corps de réception (10) sur la structure de tiroir (100).
9. Ensemble de réception (180) selon la revendication 8, dans lequel les structures de
couplage (118) de la structure de tiroir (100) et/ou les structures de couplage (34,
40) du corps de réception (10) sont réalisées, que le corps de réception (10) au choix
peut être installé de manière bloquée en coulissement de manière amovible verticalement
; et/ou
est verrouillé
au moyen des structures de couplage (118, 34, 40) sur la structure de tiroir (100).
10. Ensemble de réception (180) selon la revendication 8 ou 9, dans lequel le corps de
réception (10) est un coffre pour transporter des produits à transporter.
11. Ensemble de réception (180) selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, dans
lequel les structures de couplage (118) de la structure de tiroir (100) et les structures
de couplage (34, 40) du corps de réception (10) correspondent, pour réaliser un couplage
entre la structure de tiroir (100) et le corps de réception (10), à des structures
de couplage (30, 34, 40, 44) pour réaliser un couplage entre deux corps de réception
(10) identiques.
12. Ensemble de réception (180) selon la revendication 10 ou 11, dans lequel le coffre
présente :
un corps (12) ;
un couvercle (14) relié ou pouvant être relié au corps (12) ;
dans lequel un espace de réception pour recevoir des produits à transporter est formé
de manière accessible depuis l'extérieur dans un état de fermeture entre le corps
(12) et le couvercle (14) ;
dans lequel l'espace de réception est accessible depuis l'extérieur dans un état d'ouverture.
13. Procédé pour monter de manière amovible sans outil un corps de réception (10) sur
une structure de tiroir (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5 d'un
dispositif de montage (102), dans lequel le procédé présente :
la sortie des deuxièmes corps de tiroir (108, 114) et de la structure de liaison (116)
hors du dispositif de montage (102) ;
puis la mise en coopération, en particulier en prise, des structures de couplage (118)
de la structure de tiroir (100) avec des structures de couplage correspondantes (34,
40) du corps de réception (10) pour monter ainsi de manière amovible sans outil le
corps de réception (10) sur la structure de tiroir (100).
14. Procédé selon la revendication 13, présentant au moins une des caractéristiques suivantes
:
dans lequel le procédé présente, après la mise en coopération, en particulier en prise,
en outre une introduction des deuxièmes corps de tiroir (108, 114) et de la structure
de liaison (116) avec le corps de réception (10) monté sur la structure de tiroir
(100) dans le dispositif de montage (102),
en particulier y compris un verrouillage de la structure de tiroir (100) sur le dispositif
de montage (102) après l'introduction ;
dans lequel le procédé présente après le montage du corps de réception (10) sur la
structure de tiroir (100), un retrait du corps de réception (10) de la structure de
tiroir (100) sans outil.
15. Utilisation d'une structure de tiroir (100) selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 et/ou d'un dispositif de montage (102) selon l'une quelconque des revendications
6 à 7 et/ou d'un ensemble de réception (180) selon l'une quelconque des revendications
8 à 12 pour monter un corps de réception (10), en particulier un coffre, dans un véhicule.