[0001] Die Erfindung betrifft ein Schaufelblatt für eine Turbinenschaufel gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, wie beispielsweise in der
DE 10 2016 123 525 A1 offenbart.
[0002] Ein dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechendes Schaufelblatt ist aus dem umfangreichen
vorhandenen Stand der Technik längstens bekannt. Das Schaufelblatt und insbesondere
auch die gesamte Gasturbinenschaufel werden in der Regel in einem Feingussverfahren
hergestellt, so dass im Inneren des Schaufelblatts Hohlräume vorhanden sind. Diese
Hohlräume sind von einem Kühlmittel, zumeist Kühlluft, durchströmbar, damit das metallische
Material des Schaufelblatts und der Turbinenschaufel den im Betrieb auftretenden hohen
Temperaturen dauerhaft Stand halten kann.
[0003] Zur Kühlung werden längst bekannte unterschiedliche Kühlkonzepte verwendet, von denen
eines als Prallkühlung bezeichnet wird. Bei dieser treffen Kühlluftstrahlen in einem
nahezu senkrechten Winkel auf die Innenflächen der metallischen Schaufelwand auf,
um die darin enthaltene Wärmeenergie aufzunehmen und anschließend mit sich abzutransportieren.
Die zur Ausbildung der Prallkühlung erforderlichen Prallkühlwände können einerseits
mit gegossen werden oder andererseits durch Einbau metallischer Blecheinsätze bereitgestellt
werden. Gegossene Prallkühlungen bedürfen aufgrund der Herstellung jedoch einem Mindestabstand
zwischen der zu kühlenden Wandfläche und der die Prallkühlöffnungen aufweisenden Prallkühlwand,
da die dafür erforderlichen Gusskerne selber eine Mindestwandstärke für eine ausreichende
Festigkeit benötigen. Sofern die perforierte Prallkühlwand als Einsatz in einem Schaufelblatt
montiert ist, bedarf es dafür weiterer Herstellungs- und Montageschritte, die den
Aufwand zur Herstellung der Turbinenschaufel erhöhen. Darüber hinaus können zum einen
Undichtigkeiten an der Nahtstelle zwischen dem eingesetzten Prallkühleinsatz und Gussbauteil
und zum anderen Verschleißerscheinungen auftreten, was die Kühleffizienz bzw. die
Lebensdauer beeinträchtigen kann.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung eines langlebigen Schaufelblatts
für eine Turbinenschaufel, welches eine besonders effiziente Kühlung der Seitenwände
des Schaufelblatts ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Schaufelblatt gemäß Anspruch
1. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind jeweils Gegenstand
abhängiger Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.
[0006] Die vorliegende Erfindung schlägt vor, dass bei einem Schaufelblatt für eine Turbinenschaufel,
umfassend eine saugseitige Seitenwand und eine druckseitige Seitenwand, die sich entlang
einer Profilmittenlinie von einer gemeinsamen Vorderkante zu einer gemeinsamen Hinterkante
und in einer Spannweiterichtung von einem fußseitigen Ende zu einem kopfseitigen Ende
erstreckend einen Hohlraum zumindest teilweise umschließen, wobei längs der Spannweite
im Inneren eine erste perforierte Prallkühlwand zur Prallkühlung der Vorderkante und
zumindest eine weitere perforierte Prallkühlwand zur Prallkühlung eines Abschnitts
der saugseitigen und/oder druckseitigen Seitenwand vorgesehen ist, die Prallkühlöffnungen
der ersten Prallkühlwand und die Prallkühlöffnungen der zumindest einen weiteren Prallkühlwand
strömungstechnisch in Reihe geschaltet sind. Mit anderen Worten: Es wird eine kaskadierte
Prallkühlung im Inneren des Schaufelblatts vorgeschlagen, wobei ausgehend von einer
ersten Prallkühlung an der Vorderkante saugseitig und/oder druckseitig zumindest einen
weiteren Prallkühlabschnitt, vorzugsweise zwei weitere Prallkühlabschnitte, je Seitenwand
kaskadierend nachgeschaltet ist bzw. sind.
[0007] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass eine in Reihe geschaltete Prallkühlung
(kaskadierte Prallkühlung) es erlaubt, die Kühlluft mehrfach zu nutzen und damit eine
Vergleichmäßigung der Temperaturverteilung längs des Querschnitts zu erzielen. Der
thermisch am höchsten belastete Bereich des Schaufelblatts, d.h. der Bereich um die
Vorderkante herum, wird in einem ersten Prallkühlabschnitt mit der kühlsten Kühlluft
bespeist und prallgekühlt. Während der ersten Prallkühlung heizt sich die Kühlluft
erstmalig auf und die Schaufeltemperatur in der Umgebung der Vorderkante wird auf
ein erträgliches Maß reduziert. Die aufgeheizte Kühlluft wird anschließend in einem
stromab gelegenen Abschnitt des Schaufelblatts geführt und dort erneut zur Prallkühlung
der Seitenwand verwendet, wodurch die dortige Seitenwand ebenso in ihrer Temperatur
abgesenkt und die Kühlluft wiederum aufgeheizt wird. Damit wird eine effiziente Verwendung
von Kühlluft erreicht, so dass - verglichen mit konventionellen Schaufelblättern -
die eingesparte Kühlluft zur Effizienzsteigerung der Gasturbine herangezogen werden
kann.
[0008] Weil die aufgeheizte Kühlluft gezielt in nachfolgenden Abschnitten eine geringere
Kühlwirkung erzielt, kann die thermische Verzwängung über den Schaufelquerschnitt
reduziert werden. Dies kann die thermo-mechanische Belastung des metallischen Schaufelblatts
reduzieren, was zu einer erhöhten Lebensdauer des Schaufelblatts führen kann. Aufgrund
der Tatsache, dass die in Reihe geschaltete Prallkühlung geringe Querströmungskomponenten
in Spannweiterichtung aufweist, ist diese vergleichsweise effizient.
[0009] Zwischen der betreffenden Prallkühlwand und der Innenseite der zugehörigen Seitenwand
ist zudem ein Prallkühlraum vorgesehen, wobei stromab des betreffenden Prallkühlraums
ein Sammelraum vorgesehen ist, der unmittelbar stromauf an der stromab gelegenen weiteren
Prallkühlwand angrenzt. Die relativen Begriffe "stromauf" und "stromab" beziehen sich
auf die Strömungsrichtung der Kühlluft im Inneren des Schaufelblatts, sofern nichts
anderes erwähnt. Die Sammelräume dienen als Kavitäten, in denen das nach einer Prallkühlung
weiter aufgeheizte Kühlmittel einerseits gesammelt werden kann und es aus dem andererseits
durch die Prallkühlöffnungen der nachfolgenden Prallkühlwand zur weiteren Prallkühlung
hindurchtreten kann. Für den Fall, dass aufgrund von Bauteiltoleranzen längs der Spannweite
betrachtet unterschiedliche Durchströmungsquerschnitte lokal vorhanden sind, erstrecken
sich die Sammelräume in Spannweiterichtung vorzugsweise über die gesamte Länge des
Schaufelblatts. Folglich kann eine Vergleichmäßigung des Drucks im Sammelraum erfolgen.
[0010] Weiter ist der Sammelraum teilweise von einem Vorsprung begrenzt, welcher prallgekühlt
ist. Dafür sind seitenwandnahe Auslassöffnungen in einer Rippe angeordnet, die sich
gemäß einer Querschnittsebene von einem saugseitigen Rippenende zu einem druckseitigen
Rippenende erstreckt. Mit dieser Ausgestaltung kann eine vergleichmäßigte Temperatur
der saugseitigen und/oder druckseitigen Seitenwand längs des Schaufelprofils, also
von Vorderkante in Richtung der Hinterkante, erreicht werden.
[0011] Weiter bevorzugt ist zwischen dem ersten Sammelraum und dem ersten Prallkühlraum
ein Versorgungskanal zum Zuführen von Kühlmittel zur Kühlung der Vorderkante vorgesehen.
Dieser Versorgungskanal erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Spannweite des
Schaufelblatts. Dabei kann er, weiter bevorzugt, von seinem fußseitigen Ende zu dem
kopfseitigen Ende spitzer werdend zulaufend sein, so dass unter der Voraussetzung,
dass die Zuführung des Kühlmittels in den Versorgungskanal am fußseitigen Ende erfolgt,
er am fußseitigen Ende einen größeren Durchströmungsquerschnitt aufweist als an seinem
kopfseitigen Ende. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass durch das Vorhandensein
von Prallkühlöffnungen in der Prallkühlwand mit zunehmender Entfernung vom fußseitigen
Ende die im Versorgungskanal vorhandene Kühlmittelmenge abnimmt. Die konische Form
des Versorgungskanals führt daher zu einer Vergleichmäßigung der Strömungsgeschwindigkeit
des Kühlmittels längs der Spannweiterichtung.
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist an zumindest einer Seitenwand
des Schaufelblatts, vorzugsweise an beiden Seitenwänden jeweils zumindest eine weitere
Prallkühlwand vorgesehen. Mithin folgen der ersten Prallkühlung (der Vorderkante des
Schaufelblatts) jeweils in Reihe die saugseitige Prallkühlung und die druckseitige
Prallkühlung, wobei jedoch die beiden weiteren, beidseitig der Profilmittellinie angeordneten
Prallkühlungen allein für sich betrachtet, parallel geschaltet sind.
[0013] Weiter ist es von besonderem Vorteil, wenn gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung
der eine der beiden weiteren Prallkühlräume saugseitig und der andere der beiden weiteren
Prallkühlräume druckseitig angeordnet und jedem dieser beiden Prallkühlräume ein separater
Sammelraum vorgeschaltet ist. Diese lassen sich vorzugsweise durch die Bereitstellung
einer ersten Trennrippe bereitstellen. In diesem Fall können die in den betreffenden
Sammelräumen erforderlichen Drücke des Kühlmittels gemäß der lokalen thermischen Belastung
der saugseitigen und druckseitigen Seitenwände so eingestellt werden, dass hier eine
effiziente sowie lokal angepasste Verwendung von Kühlmitteln erfolgt.
[0014] Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn zwischen zwei beidseitig der Profilmittenlinie
angeordneten Sammelräume ein weiterer Hohlraum vorgesehen ist. Vorzugsweise wird dieser
weitere Hohlraum durch zwei zweite Trennrippen von den Sammelräumen abgetrennt. Der
besagte Hohlraum kann einerseits genutzt werden um die Größe der Sammelräume auf ein
gewünschtes Maß zu reduzieren, wenn in den Sammelräumen eine bestimmte Strömungsgeschwindigkeit
erreicht werden soll. Andererseits kann der weitere Hohlraum auch dafür genutzt werden,
ein weiteres Kühlmittel von einem kopfseitigen Ende zu einem fußseitigen Ende des
Schaufelblatts zu führen, wenn dieses Kühlmittel nach Möglichkeit ohne Aufnahme von
Wärmeenergie lediglich durch das Schaufelblatt hindurchgeführt werden soll.
[0015] Zur Vermeidung von Leckagen an Kühlmittel innerhalb des Schaufelblatts ist es von
Vorteil, wenn dieses monolithisch, d.h. einstückig ausgestaltet ist. Derartige Schaufelblätter
lassen sich insbesondere mittels eines additiven Verfahrens herstellen. Unter einem
additiven Verfahren wird insbesondere die sogenannten SLM-Technik verstanden, die
als "Selective Laser Melting" bekannt ist. Diese auch als 3D-Druck-Technik bezeichnete
Technologie ermöglich es für metallische Bauteile, im Vergleich zu konventionell gegossen
hergestellten Turbinenschaufeln vergleichsweise kleine und in ihren Abmaßen exakte
Hohlräume und Durchtrittsöffnungen herzustellen.
[0016] Auch wenn in der Beschreibung bzw. in den Patentansprüchen einige Begriffe jeweils
im Singular oder in Verbindung mit einem Zahlwort verwendet werden, so soll der Umfang
der Erfindung für diese Begriffe nicht auf den Singular oder das jeweilige Zahlwort
eingeschränkt sein. Ferner sind die Wörter "ein" bzw. "eine" nicht als Zahlwörter,
sondern als unbestimmte Artikel zu verstehen.
[0017] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der Erfindung sowie die
Art und Weise wie diese erreicht werden, werden verständlich im Zusammenhang mit der
folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der nachfolgenden Figuren näher
erläutert.
[0018] Hierbei sind die Figuren lediglich schematisch dargestellt, wodurch insbesondere
keine Einschränkung der Ausführbarkeit der Erfindung die Folge ist.
[0019] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Turbinenschaufel in einer perspektivischen schematischen Darstellung,
- Figur 2
- den Querschnitt gemäß der Schnittlinie II-II durch das Schaufelblatt der Turbinenschaufel
gemäß Figur 1 als ein erstes Ausführungsbeispiel und
- Figur 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schaufelblatts einer Turbinenschaufel.
[0020] Nachfolgend sind die technischen Merkmale, welche mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind, solche, die die gleiche technische Wirkung aufweisen.
[0021] Eine die Erfindung betreffende Turbinenschaufel 10 ist in Figur 1 perspektivisch
dargestellt. Die Turbinenschaufel 10 ist gemäß Figur 1 als Laufschaufel ausgebildet.
Die Erfindung kann auch in einer nicht dargestellten Leitschaufel einer Leitschaufel
verwendet werden. Die Turbinenschaufel 10 umfasst einen im Querschnitt tannenbaumförmigen
Schaufelfuß 12 sowie eine daran angeordnete Plattform 14. An die Plattform 14 schließt
sich ein Schaufelblatt 16 an, welches aerodynamisch gekrümmt ist. Ob das Schaufelblatt
16 von einer thermischen Schutzschicht überzogen ist oder nicht, ist für die Erfindung
unerheblich. Das Schaufelblatt 16 umfasst eine Saugseitenwand 22 sowie eine Druckseitenwand
24, die sich, bezogen auf ein das Schaufelblatt 16 umströmendes Heißgas, von einer
Vorderkante 18 zu einer Hinterkante 20 erstrecken. Entlang der Hinterkante 20 sind
eine Vielzahl von Öffnungen 28 zur Ausblasung von Kühlmittel vorgesehen, welche durch
dazwischen angeordnete Stege 30 voneinander getrennt sind. Das Schaufelblatt 16 erstreckt
sich längs einer Spannweiterichtung von einem fußseitigen Ende 26 zu einem kopfseitigen
Ende 27. Bei einer Verwendung der gezeigten Turbinenschaufel 10 in einer axial durchströmten
Gasturbine deckt sich die Spannweiterichtung mit der Radialrichtung der Gasturbine.
[0022] Figur 2 zeigt eine Schnittdarstellung durch das Schaufelblatt 16 gemäß der Schnittlinie
II-II als erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schaufelblatts 16, wohingegen
Figur 3 ein zweites Ausführungsbeispiel dafür zeigt. In beiden Figuren ist lediglich
der in Bezug auf das Heißgas der Gasturbine vorderkantenseitiger Bereich des Schaufelblatts
16 dargestellt, der hintere Teil und die Hinterkante des Schaufelblatts 16 sind nicht
ersichtlich. Das Schaufelblatt 16 und dessen druckseitige Seitenwand 24 und saugseitige
Seitenwand 22 erstrecken sich - wie bereist erläutert - von der Vorderkante 18 ausgehend
entlang einer Profilmittenlinie 32 zur Hinterkante. Im Inneren des Schaufelblatts
16 ist eine erste perforierte, d.h. mit Prallkühlöffnungen 42 versehene Prallkühlwand
34 unter Abstand zur Innenfläche der Vorderkante 18 angeordnet, so dass dazwischen
ein erster Prallkühlraum 36 ausgebildet ist. Ein Versorgungskanal 38 ist auf der dem
ersten Prallkühlraum 36 gegenüberliegenden Seite der ersten Prallkühlwand 34 vorgesehen.
Dieser wird durch eine erste Rippe 40 von dem restlichen Hohlraum des Schaufelblatts
16 getrennt. Die erste Rippe 40 erstreckt sich gemäß der Querschnittsebene von einem
saugseitigen Rippenende 37 zu einem druckseitigen Rippenende 37 und weist seitenwandnahe
Auslassöffnungen 39 für den ersten Prallkühlraum 36 auf.
[0023] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind in der ersten Prallkühlwand 34 vier
in der Schnittebene liegende Prallkühlöffnungen 42 vorgesehen zur flächigen Kühlung
der Vorderkante 18 und der unmittelbar daran angrenzenden saugseitigen und druckseitigen
Bereiche der Seitenwände 22, 24.
[0024] Entlang der Profilmittenlinie 32 betrachtend in Richtung der Hinterkante, folgt der
ersten Rippe 40 ein erster Sammelraum 44, der durch eine zweite Rippe 46 von einem
zweiten Sammelraum 48 abgetrennt ist. Letzter ist ebenso durch eine dritte Rippe 50
begrenzt, sodass weiter in Richtung Hinterkante sich ein dritter Sammelraum 52 anschließt.
Der erste Sammelraum 44 wird sowohl saugseitig als druckseitig von zwei weiteren Prallkühlwänden
54 begrenzt. Auch in diesen sind Prallkühlöffnungen 42 angeordnet, so dass erste weitere
Prallkühlräume 56 bereitgestellt sind, mit denen entsprechende Abschnitte der saugseitigen
und druckseitigen Seitenwände 22 bzw. 24 prallkühlbar sind. Zweite weitere Prallkühlräume
59 sind durch Prallkühlwände 55 von dem zweiten Sammelraum 48 getrennt.
[0025] Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind alle weiteren Prallkühlräume 56, 59
durch sich von den Seitenwänden 22, 24 nach innen erstreckemde Vorsprünge 57 seitlich
begrenzt. Analog zur ersten Rippe 40 gehen die zweite und dritte Rippen 46, 50 an
ihren Rippenenden 37 in die saugseitige bzw. druckseitige Seitenwand 22, 24 über und
weisen dort seitenwandnahe Auslassöffnungen 39 auf.
[0026] Aufgrund der gewählten Anordnung von Sammelräumen 44, 48, 52, Prallkühlwänden 34,
54, Prallkühlräumen 36, 56, Auslassöffnungen 39 und Vorsprüngen 57 ist es offensichtlich,
dass das Kühlmittel sowohl saugseitig als auch druckseitig in mehreren nacheinander
geschalteten Prallkühlanordnungen mehrfach prallkühlend verwendet wird, um die Temperaturen
der Schaufelwände 22, 24 auf ein gewünschtes Niveau zu reduzieren.
[0027] Es versteht sich von selbst, dass nicht nur die dargestellten Prallkühlöffnungen
42, Auslassöffnungen 39 vorhanden sind, sondern dass in den entsprechenden Wänden
weitere davon an der entsprechenden Position, vorzugsweise in einer Reihe liegend,
längs der Spannweite verteilt sind.
[0028] Im Detail wird beim Betrieb durch eine nicht gezeigte Öffnung der Turbinenschaufel
10 ein Kühlmittel dem Versorgungskanal 38 zugeführt. Dort verteilt es sich über die
Spannweite des Schaufelblatts und durchströmt luftstrahlenbildend die einzelnen Prallkühlöffnungen
42 der ersten Prallkühlwand 34. Die Luftstrahlen prallen in bekannter Manier auf die
Innenfläche der Vorderkante und kühlen diese bestimmungsgemäß. Anschließend strömt
das Kühlmittel durch die Auslassöffnungen 39 der ersten Rippe 40, wonach es prallkühlend
auf die Vorsprünge 57 trifft und von diesen in den ersten Sammelraum 44 umgelenkt
wird. Von dort aus strömt es durch die ersten und zweiten weiteren Prallkühlwande
54, 55 zur Kühlung der zugehörigen Seitenwandabschnitte. Aus den ersten und zweiten
Prallkühlräumen 56, 59 gelangt es durch die Auslassöffnungen der Rippen 46, 50 in
die nachfolgenden Sammelräume 48, 52.
[0029] Nachdem das Kühlmittel die voran beschriebene kaskadierte Prallkühlanordnung durchströmt
hat, gelangt es in den Sammelraum 52. Von dort aus kann das Kühlmittel in bekannter
Art und Weise zur Kühlung weitere Abschnitte des Schaufelblatts 16 verwendet werden.
Es ist denkbar, dass es einerseits in eine Art Mäanderkühlung umgeleitet und abschließend
durch die Hinterkantenöffnungen 28 ausgeblasen wird. Ebenso ist es möglich, dass das
Kühlmittel aus dem Inneren des Schaufelblatts 16 durch in den Seitenwänden 22, 24
angeordnete Filmkühlöffnungen (64, Fig. 3) nach außen geleitet wird. Auch die Kombination
beider Variante kann technisch Sinn ergeben.
[0030] Figur 3 zeigt eine alternative Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Turbinenschaufel
10 als zweites Ausführungsbeispiel. In Analogie zu Figur 2 sind in Figur 3 die identischen
Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen versehen, so dass nachfolgend lediglich auf
die Unterschiede gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel eingegangen wird.
[0031] Gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel sind Trennrippen 58, 60 im Inneren des Schaufelblatts
16 vorgesehen. Eine erste Trennrippe 58 erstreckt sich zwischen der Rippe 40 und der
weiteren Rippe 46 entlang der Profilmittenlinie 32. Die Trennrippe 58 unterteilt den
Sammelraum 44 in zwei Sammelräume 44a und 44b, von denen der erstgenannte saugseitig
und der zweitgenannte druckseitig vorgesehen ist. Zwei zweite Trennrippen 60 erstrecken
sich längs der und somit quasi parallel zur Profilmittenlinie 32 zwischen der Rippe
46 und der Rippe 50, wobei jedoch jeweils eine davon saugseitig und eine davon druckseitig
angeordnet ist.
[0032] Ebenso wie die erste Trennrippe 58 den Sammelraum 44 aufteilt, ist der Sammelraum
48 aus Fig. 2 nun in zwei Sammelräume 48a und 48b aufgeteilt, wobei jedoch aufgrund
der Verwendung von zwei zweiten Trennrippen 60 ein weiterer Hohlraum 62 bereitgestellt
werden kann. Der weitere Hohlraum 62 kann für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden.
Beispielsweise ist er geeignet, einen Teil des Kühlmittels von dem fußseitigen Ende
26 des Schaufelblatts 16 zu einem kopfseitigen Ende 27 des Schaufelblatts 16 durchzuleiten,
ohne dass dieses in Kontakt zu den vergleichsweise heißen Seitenwänden 22, 24 gelangt.
Somit kann am kopfseitigen Ende 27 des Schaufelblatts vergleichsweise kühle Kühlluft
bereitgestellt werden, was insbesondere bei Leitschaufeln von Vorteil ist. Gleichfalls
ist es denkbar, dass der Hohlraum 62 hermetisch geschlossen ist um die in den Teilsammelräumen
48a, 48b geführte Kühlluft näher zu den Prallkühlwänden 54 und den darin angeordneten
Prallkühlöffnungen 42 hinzuleiten.
[0033] Die in den betreffenden Ausführungsbeispielen beschrieben und in den abhängigen Ansprüchen
angegebenen Merkmale können in beliebiger Art und Weise miteinander kombiniert werden.
[0034] Insgesamt betrifft die Erfindung mithin ein Schaufelblatt 16 für eine Turbinenschaufel
10, umfassend eine saugseitige Seitenwand 22 und eine druckseitige Seitenwand 24,
die sich längs einer Profilmittenlinie 32 von einer gemeinsamen Vorderkante 18 zu
einer gemeinsamen Hinterkante 20 und in einer Spannweiterichtung von einem fußseitigen
Ende 26 zu einem kopfseitigen Ende 27 erstreckend einen Hohlraum zumindest teilweise
umschließen, wobei längs der Spannweite im Inneren eine erste perforierte mit Öffnungen
versehene Prallkühlwand 34 zur Prallkühlung der Vorderkante 18 und zumindest eine
weitere perforierte Prallkühlwand 54 zur Prallkühlung eines Abschnitts der saugseitigen
und/oder druckseitigen Schaufelwand 22, 24 vorgesehen ist. Um eine besonders effiziente
Kühlung der Turbinenschaufel zu erreichen wird vorgeschlagen, dass die Prallkühlöffnungen
42 der ersten Prallkühlwand 34 und der zumindest einen zweiten Prallkühlwand 54 strömungstechnisch
in Reihe geschaltet sind.
1. Schaufelblatt (16) für eine Turbinenschaufel (10), umfassend eine saugseitige Seitenwand
(22) und eine druckseitige Seitenwand (24), die sich entlang einer Profilmittenlinie
von einer gemeinsamen Vorderkante (18) zu einer gemeinsamen Hinterkante (20) und in
einer Spannweiterichtung von einem fußseitigem Ende (26) zu einem kopfseitigen Ende
(27) erstreckend einen Hohlraum zumindest teilweise umschließen,
wobei längs der Spannweite im Inneren eine erste mit Prallkühlöffnungen (42) versehene
Prallkühlwand (34) zur Prallkühlung der Vorderkante (18) und zumindest eine weitere
auch mit Prallkühlöffnungen (42) versehene Prallkühlwand (54, 55) zur Prallkühlung
eines Abschnitts der saugseitigen und/oder druckseitigen Seitenwand (22, 24) vorgesehen
ist, wobei die Prallkühlöffnungen (42) der ersten Prallkühlwand (34) und die Prallkühlöffnungen
der zumindest einen zweiten Prallkühlwand (54, 55) strömungstechnisch in Reihe geschaltet
sind und zwischen der betreffenden Prallkühlwand (34, 54, 55) und der Innenseite der
zugehörigen Seitenwand (22, 24) ein Prallkühlraum (36, 56, 59) vorgesehen ist, und
wobei stromab des betreffenden Prallkühlraums (36, 56, 59)
jeweils ein Sammelraum (44, 48, 52) vorgesehen ist, der unmittelbar stromauf an der
stromab gelegenen weiteren Prallkühlwand (34, 54, 55) angrenzt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sammelraum (44, 48) teilweise von einem Vorsprung (57) begrenzt ist, welcher
prallgekühlt ist, indem seitenwandnahe Auslassöffnungen (39) in einer Rippe (40, 46)
angeordnet sind, die sich gemäß einer Querschnittsebene von einem saugseitigen Rippenende
(37) zu einem druckseitigen Rippenende (37) erstreckt.
2. Schaufelblatt (16) nach Anspruch 1,
wobei zwischen dem ersten Sammelraum (44) und dem ersten Prallkühlraum (36) ein Versorgungskanal
(38) vorgesehen ist.
3. Schaufelblatt (16) nach Anspruch 2,
wobei an zumindest einer Seitenwand (22, 24) des Schaufelblatts (16), vorzugsweise
an beiden Seitenwände (22, 24) jeweils zumindest eine weitere Prallkühlwand vorgesehen
ist bzw. sind.
4. Schaufelblatt (16) nach Anspruch 3,
wobei einer der beiden weiteren Prallkühlräume saugseitig und der andere der beiden
weiteren Prallkühlräume druckseitig angeordnet und jedem ein separater Sammelraum
(44a, 44b, 48a, 48b) vorgeschaltet ist.
5. Schaufelblatt (16) nach Anspruch 4,
wobei zwischen zwei beidseitig der Profilmittenlinie angeordneten Sammelräumen ein
weiterer Hohlraum (62) vorgesehen ist.
6. Schaufelblatt (16) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
welches monolithisch ist.
7. Schaufelblatt (16) nach Anspruch 6,
welches mittels eines additiven Verfahrens hergestellt ist.
8. Turbinenschaufel (10) mit einem Schaufelblatt (16) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
1. Blade (16) for a turbine blade (10), comprising a suction-side side wall (22) and
a pressure-side side wall (24) which enclose a cavity at least partially in a manner
which extends along a profile centre line from a common leading edge (18) to a common
trailing edge (20) and in a span width direction from a root-side end (26) to a top-side
end (27),
a first impingement cooling wall (34) which is provided with impingement cooling openings
(42) for the impingement cooling of the leading edge (18) and at least one further
impingement cooling wall (54, 55) which is also provided with impingement cooling
openings (42) for the impingement cooling of a section of the suction-side and/or
pressure-side side wall (22, 24) being provided along the span width in the interior,
the impingement cooling openings (42) of the first impingement cooling wall (34) and
the impingement cooling openings of the at least one second impingement cooling wall
(54, 55) being connected in series in terms of flow, and an impingement cooling space
(36, 56, 59) being provided between the relevant impingement cooling wall (34, 54,
55) and the inner side of the associated side wall (22, 24), and in each case one
collecting space (44, 48, 52) being provided downstream of the relevant impingement
cooling space (36, 56, 59), which collecting space (44, 48, 52) adjoins the downstream
further impingement cooling wall (34, 54, 55) in a directly upstream manner,
characterized
in that the collecting space (44, 48) is delimited partially by a projection (57) which is
impingement cooled, by outlet openings (39) which are close to the side wall being
arranged in a rib (40, 46) which, in accordance with a cross-sectional plane, extends
from a suction-side rib end (37) to a pressure-side rib end (37).
2. Blade (16) according to Claim 1,
a supply duct (38) being provided between the first collecting space (44) and the
first impingement cooling space (36).
3. Blade (16) according to Claim 2,
in each case at least one further impingement cooling wall being provided on at least
one side wall (22, 24) of the blade (16), preferably on the two side walls (22, 24).
4. Blade (16) according to Claim 3,
one of the two further impingement cooling spaces being arranged on the suction side
and the other one of the two further impingement cooling spaces being arranged on
the pressure side, and a separate collecting space (44a, 44b, 48a, 48b) being connected
upstream of each of them.
5. Blade (16) according to Claim 4,
a further cavity (62) being provided between two collecting spaces which are arranged
on both sides of the profile centre line.
6. Blade (16) according to one of the preceding claims which is monolithic.
7. Blade (16) according to Claim 6
which is produced by means of an additive method.
8. Turbine blade (10) with a blade (16) according to one of the preceding claims.
1. Corps (16) d'aube d'une aube (10) de turbine, comprenant un extrados (22) et un intrados
(24) qui, en s'étendant, le long d'une ligne médiane de profil, d'un bord (18) avant
commun à un bord (20) arrière commun et, dans une direction d'envergure, d'une extrémité
(26) du côté de l'emplanture à une extrémité (27) du côté de la tête entoure, au moins
en partie, une cavité, dans lequel il est prévu le long de l'envergure, à l'intérieur,
une première paroi (34) de refroidissement par rebondissement, pourvue de premières
ouïes (42) de refroidissement par rebondissement, pour le refroidissement par rebondissement
du bord (18) avant et au moins une autre paroi (54, 55) de refroidissement par rebondissement,
pourvue également d'ouïes (42) de refroidissement par rebondissement, pour le refroidissement
par rebondissement d'une partie de l'extrados et/ou de l'intrados (22, 24), dans lequel
les ouïes (42) de refroidissement par rebondissement de la première paroi (34) de
refroidissement par rebondissement et les ouïes de refroidissement par rebondissement
d'au moins une deuxième paroi (54, 55) de refroidissement par rebondissement sont
montées en série en technique d'écoulement et il est prévu, entre la paroi (34, 54,
55) de refroidissement par rebondissement concernée et la face intérieure de l'extrados
(22) ou intrados (24) associé un espace (36, 56, 59) de refroidissement par rebondissement
et dans lequel il est prévu, en aval de l'espace (36, 56, 59) de refroidissement par
rebondissement concerné, respectivement un espace (44, 48, 52) de collecte, qui est
voisin immédiatement en amont de l'autre paroi (34, 54, 55) de refroidissement par
rebondissement en aval,
caractérisé en ce que l'espace (44, 48) de collecte est délimité en partie par une saillie (57), qui est
refroidie par rebondissement par le fait que des ouïes (39) de sortie, proches de
l'extrados ou de l'intrados, sont prévues dans une nervure (40, 46), qui s'étend,
suivant un plan en section transversale, d'une extrémité (37) de nervure d'extrados
à une extrémité (37) de nervure d'intrados.
2. Corps (16) d'aube suivant la revendication 1,
dans lequel un canal (38) d'alimentation est prévu entre le premier espace (44) de
collecte et le premier espace (36) de refroidissement par rebondissement.
3. Corps (16) d'aube suivant la revendication 1,
dans lequel, sur au moins l'un de l'extrados (22) et de l'intrados (24) du corps (16)
d'aube, est prévu ou sont prévus de préférence sur les deux (22, 24) respectivement,
au moins une autre paroi de refroidissement par rebondissement.
4. Corps (16) d'aube suivant la revendication 3,
dans lequel l'un des deux autres espaces de refroidissement par rebondissement est
disposé du côté de l'intrados et l'autre des deux autres espaces de refroidissement
par rebondissement est disposé du côté de l'intrados et un espace (44a, 44b, 48a,
48b) de collecte distinct est monté en amont de chacun d'entre eux.
5. Corps (16) d'aube suivant la revendication 4,
dans lequel un autre espace (62) vide est prévu entre deux espaces de collecte disposés
des deux côtés de la ligne médiane du profil.
6. Corps (16) d'aube suivant l'une des revendications précédentes,
qui est monolithique.
7. Corps (16) d'aube suivant la revendication 6,
qui est fabriqué selon un procédé additif.
8. Aube (10) de turbine ayant un corps (16) d'aube suivant l'une des revendications précédentes.