[0001] Die Anmeldung betrifft eine Kolbenmaschine, welche ein Gehäuse mit einer Kammer,
die einen im Wesentlichen kreissektorförmigen Querschnitt aufweist, einen als Schwenkelement
ausgebildeten schwenkbaren und in dem Gehäuse angeordneten Kolben mit einer ersten
Arbeitsfläche, wobei das Gehäuse und der Kolben mindestens eine erste variable Arbeitskammer
definieren, einen mit dem Kolben verbundenen Antrieb oder Abtrieb sowie einen in der
Arbeitskammer angeordneten Auslass zum Auslassen eines Arbeitsfluids aufweist.
[0002] Kolbenmaschinen der eingangs erwähnten Art, die als Arbeitsmaschinen in Form von
Kolbenpumpen und Kolbenverdichtern oder als Kraftmaschinen in Form von Verbrennungsmotoren,
Druckgasmotoren oder Hydraulikmotoren zur Umsetzung von dem Arbeitsraum erzeugten
Druck in Bewegung eingesetzt werden, sind aus dem Stand der Technik bekannt.
[0003] Beispielsweise ist in der
DE 10 2008 04 05 74 A1 eine Kolbenmaschine offenbart, welche einen als Doppelschwenkplatte ausgebildeten
Kolben aufweist. Der in einem etwa kreissektorförmigen Gehäuse angeordnete Kolben
ist mittels eines an dieser ausgebildeten Drehzylinders verschwenkbar eingelagert
und teilt das Gehäuse in zwei voneinander getrennte, jeweils mit Ein- und Auslassventilen
versehene Arbeitskammern.
[0004] In der
DE 10 2010 036 977 B3 ist ebenfalls eine Kolbenmaschine offenbart. Die Kolbenmaschine ist mit zwei als
Doppelschwenkplatten ausgebildeten Kolben ausgestattet. Ein Gehäuse der Kolbenmaschine
ist gebildet aus zwei oder mehreren jeweils kreiszylindersegmentförmigen, jedoch um
180 Grad gedreht, einstückig aneinandergefügten, einen gemeinsamen Hohlraum bildenden
Gehäuseteilen mit jedem Gehäuseteil zugeordneten, jeweils in entgegengesetzter Richtung
synchron angetriebenen parallel zueinander angeordneten Kolben, die mit der jeweils
benachbarten schrägen Seitenwand jeweils eine äußere Arbeitskammer und zwischen den
Doppelkolbenplatten jeweils eine innere Arbeitskammer mit in einer Gehäuserückwand
in Höhe einer gedachten Trennlinie zwischen den aneinander grenzenden Gehäuseteilen
ausgebildeten dritten und vierten Ein- und Auslassventilen definieren.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kolbenmaschine der eingangs erwähnten
Art so weiterzuentwickeln, dass sie mit größerer Effektivität betrieben werden kann.
Die Aufgabe wird mit einer gemäß den Merkmalen des Hauptanspruchs ausgebildeten Kolbenmaschine
gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen der Anmeldung sind Gegenstand der Unteransprüche
und der Ausführungsbeispiele.
[0006] Die Kolbenmaschine umfasst ein Gehäuse mit einer Kammer, die einen im Wesentlichen
kreissektorförmigen Querschnitt aufweist, sowie einen als Schwenkelement ausgebildeten
schwenkbaren und in dem Gehäuse angeordneten Kolben mit einer ersten Arbeitsfläche,
wobei das Gehäuse und der Kolben mindestens eine erste variable Arbeitskammer definieren.
Weiterhin umfasst die Kolbenmaschine einen mit dem Kolben verbundenen Antrieb oder
Abtrieb sowie einem in der Arbeitskammer angeordneten Auslass zum Auslassen eines
Arbeitsfluids. Das Gehäuse weist in mindestens einer Gehäusewand eine Kühlöffnung
zur Kammer auf zumindest zur konvektiven Kühlung einer der ersten Arbeitsfläche gegenüberliegenden
Seite des Kolbens mittels eines Kühlfluids. Durch die Kühlöffnung kann ein Kühlfluid
in die Kammer eingeführt werden, wodurch die Temperatur des Kolbens und/oder des Arbeitsfluids
und/oder des Gehäuses und/oder der Kammer verringert werden kann. Hierdurch lässt
sich der Wirkungsgrad der Kolbenmaschine steigern. Typischerweise wird durch die Kühlöffnung
zwar ein Arbeitsvolumen der variablen Arbeitskammer verringert. Die Kolbenmaschine
kann jedoch durch Kühlung mit einer größeren Effektivität betrieben werden. Je nach
Lage der Kühlöffnung können neben der genannten Fläche des Kolbens z.B. auch weitere
Flächen des Kolbens sowie eine oder mehrere Gehäusewände oder Teile der Kammer intensiv
gekühlt werden.
[0007] In einer Weiterbildung ist die Kammer durch eine im Querschnitt kreisbogenförmige
Wand begrenzt. Im Folgenden wird die im Querschnitt kreisbogenförmige Wand mit "kreisbogenförmiger
Wand" bezeichnet. Die Kühlöffnung kann beispielsweise in der kreisbogenförmigen Wand
vorgesehen sein. Durch die Öffnung in der kreisbogenförmigen Wand kann die Kammer
mittels eines Kühlfluids gespült werden, wodurch eine effektive Kühlung der Kammer
stattfinden kann. Beispielsweise können heiße Rückexpansionsgase nach Verdichtung
in der Kammer durch einen Spülvorgang mittels des Kühlfluids aus der Kammer beseitigt
werden. Hierdurch lässt sich der Wirkungsgrad der Kolbenmaschine weiter steigern.
[0008] Ein Schwenkwinkel (vgl. z.B. Winkel α in den Figuren 1-6) des Kolbens kann die maximale
Auslenkung einer Schwenkbewegung des Kolbens von einem Totpunkt bis zum nächsten Totpunkt
definieren. Vorzugsweise beträgt der Schwenkwinkel ≤ 90°, typischerweise ≤ 60°. Bevorzugt
ist der Schwenkwinkel jedoch größer als 40°. Abhängig von den Druckverhältnissen können
unterschiedliche Schwenkwinkel zum Einsatz kommen. Insbesondere für Dosierpumpen können
auch kleinere Schwenkwinkel zum Einsatz kommen, beispielsweise ≤ 10°.
[0009] Typischerweise wird ein Mittelpunktswinkel in einem Kreis durch das Verhältnis eines
Kreisbogens zum Radius r des zugehörigen Kreises angegeben. Es kann vorgesehen sein,
dass die Öffnung in der kreisbogenförmigen Wand durch einen ersten Mittelpunktswinkel
(vgl. z.B. Winkel β in der Fig. 2) definiert ist, welcher höchstens so groß ist wie
der Schwenkwinkel (a) des Kolbens. In einer Weiterbildung definiert die kreisbogenförmige
Wand einen zweiten Mittelpunktswinkel (vgl. z.B. Winkel γ in der Fig. 6), welcher
z.B. höchstens so groß ist wie der Schwenkwinkel. Vorzugweise beträgt der zweite Mittelpunktswinkel
weniger als 50% des Schwenkwinkels. Eine der kreisbogenförmigen Wand zugewandte Kolbenseite
ist bevorzugt in einem Querschnitt kreisbogenförmig und kann einen dritten Mittelpunktswinkel
(vgl. z.B. Winkel δ in der Fig. 10) definieren. Der zweite Mittelpunktswinkel (γ)
der kreisbogenförmigen Wand ist beispielsweise genau so groß wie der dritte Mittelpunktswinkel
(δ) der Kolbenseite. Der zweite Mittelpunktswinkel kann aber auch kleiner oder größer
sein als der dritte Mittelpunktswinkel. Der erste Mittelpunktswinkel (β) kann größer
oder kleiner als oder genauso groß sein wie der genannte zweite (γ) und/oder dritte
Mittelpunktswinkel (δ). Die Abmessungen der genannten im Querschnitt kreisbogenförmigen
Kolbenseite, der kreisbogenförmigen Wand und der Öffnung in der kreisbogenförmigen
Wand können somit variiert und abgestimmt werden, je nachdem wieviel Kühlung benötigt
ist oder je nachdem wie groß ein Förder- oder Arbeitsvolumen der Kolbenmaschine sein
soll.
[0010] Typischerweise ist der Kolben um eine Schwenkachse schwenkbar. Die Schwenkachse kann
hierbei eine axiale Richtung definieren. Senkrecht zur axialen Richtung und senkrecht
zur Schwenkrichtung kann eine radiale Richtung definiert werden. Es kann z.B. vorgesehen
sein, dass die Öffnung in der kreisbogenförmigen Wand sich über eine gesamte axiale
Ausdehnung der kreisbogenförmigen Wand erstreckt.
[0011] In einer Ausführung definiert eine Schwenkbewegung des Kolbens eine Schwenkebene.
Die Kammer ist vorzugsweise durch eine Vorderwand und eine Rückwand begrenzt, wobei
die Vorderwand und die Rückwand parallel zur Schwenkebene ausgebildet sein können.
Es kann vorgesehen sein, dass die Kühlöffnung in der Vorderwand und/oder in der Rückwand
ausgebildet ist. Mit dieser Ausbildung kann in ähnlicher Weise eine Kühlung erreicht
werden, wie bei der oben beschriebenen Ausbildung der Kühlöffnung in der kreisbogenförmigen
Wand. Die Kühlöffnung in der Rückwand und/oder Vorderwand erstreckt sich beispielsweise
über eine gesamte radiale Ausdehnung der Rückwand und/oder der Vorderwand.
[0012] Der An- oder Abtrieb umfasst typischerweise zumindest eine Kurbelwelle mit einem
Kurbelzapfen. Der Kurbelzapfen greift beispielsweise in ein Pleuelauge einer mit dem
Kolben verbundenen Pleuelstange oder in eine Führungsnut einer fest mit dem Kolben
verbundenen Pleuelschlaufe ein. Einem Fachmann ist geläufig, dass es viele Möglichkeiten
für die Konstruktion des Antriebs oder des Abtriebs gibt. Eine Drehzahl der Kurbelwelle
beträgt typischerweise mehr als 1500 min
-1. Die Drehzahl kann sogar bis zu 8000 min
-1 oder mehr betragen.
[0013] Die Arbeitsfläche des Kolbens ist typischerweise die Fläche des Kolbens, durch die
oder an der Arbeit geleistet wird. Es kann weiter vorgesehen sein, dass der Kolben
auf einer der ersten Arbeitsfläche gegenüberliegenden Seite eine zweite Arbeitsfläche
aufweist und der Kolben und das Gehäuse eine zweite variable Arbeitskammer mit einem
darin angeordneten zweiten Auslassventil definieren, wobei die Kühlöffnung die erste
Arbeitskammer von der zweiten Arbeitskammer trennt oder zumindest auf einer Trennlinie
zwischen der ersten Arbeitskammer und der zweiten Arbeitskammer liegt. Arbeit kann
dann jeweils abwechselnd von der ersten Arbeitsfläche und von der zweiten Arbeitsfläche
geleistet werden, je nach dem, welche variable Arbeitskammer gerade geschlossen und
geöffnet ist. Die konvektive Kühlung mittels des Kühlfluids findet dann üblicherweise
zumindest an der jeweils gegenüberliegenden Seite der Arbeitsfläche des Kolbens statt.
Die Kühlöffnung liegt bevorzugt in der kreisbogenförmigen Wand, z.B. in der Mitte
der kreisbogenförmigen Wand, und/oder in der Vorderwand und/oder in der Rückwand.
Die beiden Arbeitskammern werden typischerweise während einer kompletten Schwenkbewegung
oder einer Umdrehung der Kurbelwelle von 360° abwechselnd geöffnet und geschlossen.
Die geöffnete Arbeitskammer wird z.B. mittels des Kühlfluids gespült, während bei
der geschlossenen Arbeitskammer ein Arbeitsfluid gefördert oder komprimiert werden
kann. Bei dieser Ausbildung der Kolbenmaschine lassen sich der genannte Spül- und
Kühlvorgang somit besonders effektiv durchführen.
[0014] In einer weiteren Ausbildung ist die Arbeitskammer je nach Schwenklage des Kolbens
geöffnet oder geschlossen. Bei geöffneter Arbeitskammer strömt vorzugsweise das Kühlfluid
in die Arbeitskammer und kühlt zumindest konvektiv die der Arbeitsfläche gegenüberliegende
Seite des Kolbens und/oder spült die Arbeitskammer.
[0015] Die Kammer kann weiterhin durch eine der ersten Arbeitsfläche abgewandte erste Seitenwand
begrenzt sein, wobei die Kühlöffnung in der ersten Seitenwand vorgesehen ist. Typischerweise
ist die Kammer durch eine der ersten Arbeitsfläche zugewandte zweite Seitenwand begrenzt.
Ferner kann die variable Arbeitskammer durch den Kolben, die zweite Seitenwand, die
kreisbogenförmige, die Vorderwand und die Rückwand begrenzt sein. Falls die Kühlöffnung
lediglich in der der Arbeitsfläche abgewandten ersten Seitenwand vorgesehen ist, findet
eine Spülung der Arbeitskammer mittels des Kühlfluids somit üblicherweise nicht statt.
Stattdessen erlaubt diese Ausbildung eine permanente konvektive Kühlung der der Arbeitsfläche
gegenüberliegenden Seite des Kolbens.
[0016] Die Kühlöffnung in der ersten Seitenwand kann sich über eine gesamte radiale und/oder
axiale Ausdehnung der Seitenwand erstrecken. Vorzugsweise erstreckt sich die Kühlöffnung
sogar über die gesamte erste Seitenwand, d.h. die erste Seitenwand wird weggelassen.
Hierdurch kann die Kühlwirkung weiter vergrößert werden.
[0017] Zur Bildung der Kühlöffnung im Gehäuse können eine oder mehrere Gehäusewände ganz
oder zum Teil entfernt sein, wodurch zwar ein Arbeitsvolumen der Kammer verringert
wird, aber insgesamt die Arbeitsqualität der Kolbenmaschine verbessert werden kann.
[0018] Es kann vorgesehen sein, dass die kreisbogenförmige Wand und/oder die Vorderwand
und/oder die Rückwand und/oder die genannte Seitenwand durch die Kühlöffnung zweigeteilt
ist/sind. Die Kühlöffnung kann insbesondere in einer Gehäusewand vorgesehen sein,
wo Platz ist und eine gute Durchströmung des Kühlfluids gewährleistet ist. Die Kühlöffnung
kann durch verschiedenste Formen in der Gehäusewand ausgebildet sein, wie z.B. eine
Nut, einen Kreissektor oder einen Kreis oder eine andere Form. Es können auch mehrere
Kühlöffnungen in jeweils verschiedenen Wänden vorgesehen sein, z.B. in der kreisbogenförmigen
Wand und/oder der Vorderwand und/oder der Rückwand und/oder der Seitenwand. Die genannten
Kühlöffnungen können miteinander kombiniert werden.
[0019] Falls mehrere Kühlöffnungen vorgesehen sind, kann eine Kühlöffnung als Kühlfluideinlass
und die andere Kühlöffnung als Kühlfluidauslass ausgebildet sein. Z.B. ist in einer
Ausführung eine Kühlöffnung jeweils in der Rückwand und in der Vorderwand ausgebildet.
Das Kühlfluid kann z.B. durch die Kühlöffnung der Rückwand oder der Vorderwand in
die Kammer eingelassen werden und durch die Kühlöffnung der Vorderwand oder der Rückwand
ausgelassen werden. Weiterhin kann die Kühlöffnung auch jeweils in der kreisbogenförmigen
Wand und in der Rückwand und/oder in der Vorderwand vorgesehen sein. Das Kühlfluid
kann in dieser Ausbildung z.B. durch die Kühlöffnung in der kreisbogenförmigen Wand
in die Kammer eingelassen werden und durch die Kühlöffnung in der Rückwand und/oder
in der Vorderwand ausgelassen werden. Auch andere Kombinationen von Kühlöffnungen
in jeweils verschiedenen Gehäusewänden sind denkbar, bei denen das Kühlfluid durch
eine Kühlöffnung in die Kammer eingelassen wird und durch die jeweils andere Kühlöffnung
aus der Kammer ausgelassen wird. Die Kammer kann in diesen Ausführungen besonders
gut mittels des Kühlfluids gespült werden.
[0020] Falls mehrere Kühlöffnungen vorgesehen sind, können diese verschieden groß oder sogar
geteilt sein. Die Kühlöffnungen können anders in der Breite und in der Länge gestaltet
sein.
[0021] Als Kühlfluid oder Arbeitsfluid können z.B. Luft, CO
2 oder andere Gase oder eine Flüssigkeit wie z.B. Wasser verwendet werden. Für den
Fachmann ist es ersichtlich, dass die Wahl des Kühlfluids und des Arbeitsfluids von
der jeweiligen Ausführungsform der Kolbenmaschine abhängt. Die Kolbenmaschine kann
beispielsweise als Pumpe, Vakuumpumpe, Verdichter oder Motor betreibbar sein.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform kann an dem Kolben eine zweite im Querschnitt kreisbogenförmige
Wand befestigt sein, welche auf einem kleineren Radius als eine maximale radiale Ausdehnung
des Kolbens angeordnet ist und zumindest in einer Schwenklage des Kolbens in einen
Durchlass einer Seitenwand eingreift, wobei die Kühlöffnung bevorzugt ebenfalls in
dieser Seitenwand vorgesehen ist. In einer Ausführung bildet die Kühlöffnung den Einlass
für die zweite im Querschnitt kreisbogenförmige Wand. Die in der Seitenwand vorgesehene
Kühlöffnung kann von der Schwenkachse aus gesehen oberhalb oder unterhalb der zweiten
kreisbogenförmigen Wand vorgesehen sein. Vorzugsweise wird die zweite kreisbogenförmige
Wand ebenfalls durch das Kühlfluid gekühlt. Eine zweite variable Arbeitskammer kann
dann zumindest durch die zweite bogenförmige Wand, den Kolben und die Seitenwand definiert
sein. Mit dieser Ausführung ist beispielsweise eine zweistufige Verdichtung möglich.
[0023] In einer weiteren Ausführung ist in der Arbeitskammer ein Einlassventil angeordnet
zumindest zum Einlassen des Arbeitsfluids in die Arbeitskammer. Typischerweise unterscheidet
sich die Kühlöffnung von dem Einlassventil. In einer bevorzugten Ausführung ist der
Auslass als Auslassventil ausgebildet. Typischerweise unterscheidet sich die Kühlöffnung
von dem Auslassventil. Es können somit in der Arbeitskammer ein Einlass- und ein Auslassventil
angeordnet sein, beispielsweise in der Rückwand, Vorderwand, Seitenwand und/oder in
der kreisbogenförmigen Wand. Auf das Einlassventil kann aber alternativ auch verzichtet
werden. Bei geöffneter Kammer wird die Kammer und/oder des Kolbens mittels des Kühlfluids
zumindest konvektiv gekühlt und/oder gespült. Bei fortschreitender Schwenkbewegung
des Kolbens schließt sich die Kammer anschließend. Das noch in der Kammer verbleibende
Kühlfluid kann dann durch das Auslassventil abtransportiert werden.
[0024] In einer weiteren Ausbildung weist der Kolben zur konvektiven Kühlung Kühlrippen
auf. Vorzugsweise liegen die Kühlrippen auf der der Arbeitsfläche gegenüberliegenden
Seite des Kolbens. Der Kolben kann weiterhin als Hohlkörper ausgebildet sein. Durch
die Kühlrippen und/oder die Ausbildung als Hohlkörper kann die Kühlung des Kolbens
weiter verbessert werden.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform ist eine Größe der Kühlöffnung variabel steuerbar
oder einstellbar, vorzugsweise mittels eines in einer Gehäusewand angeordneten Regelorgans,
oder Schiebers oder Drosselklappe. Hierdurch kann eine Größe der Öffnung gesteuert
oder verkleinert oder vergrößert werden, um einen Kühlluftdurchsatz zu beeinflussen
oder regulieren. Die Kolbenmaschine kann somit an unterschiedliche Leistungsanforderungen
angepasst werden, wobei die Kühlwirkung während des Betriebs gesteuert werden kann.
Die variabel steuerbare Kühlöffnung kann mechanisch, beispielsweise über eine Bewegung
einer Nockenwelle, je nach Bedarf mehr oder weniger geöffnet oder geschlossen werden.
Die variabel steuerbare Kühlöffnung kann auch durch eine elektronische Steuervorrichtung
gesteuert werden, um ein eine Größe der Kühlöffnung je nach Bedarf während des Betriebs
der Kolbenmaschine zu variieren. In einer weiteren Ausführung sind in der Kammer und/oder
im Kolben ein Drucksensor und/oder ein Temperatursensor vorgesehen, welche mit der
Steuervorrichtung und/oder einer Auswertevorrichtung verbunden sein können. Bei Erreichen
eines Schwellenwerts einer Temperatur und/oder eines Drucks in der Kammer und/oder
im Kolben kann die Kühlöffnung mehr oder weniger geöffnet oder geschlossen bzw. deren
Größe kann vergrößert oder verkleinert werden. Wenn die gemessene Temperatur z.B.
weniger als ein bestimmter Schwellenwert beträgt, kann die Kühlöffnung geschlossen
werden, um ein Fördervolumen der Kolbenmaschine zu erhöhen. Somit können während des
Betriebs der Kolbenmaschine mittels der variabel steuerbaren Kühlöffnung Fördervolumen
der Kolbenmaschine, Kühlfluiddurchsatz, Druck und Temperatur beeinflusst werden, um
die Effizienz der Kolbenmaschine zu erhöhen.
[0026] Das Kühlfluid kann durch die Bewegung des Kolbens durch die Kühlöffnung gesaugt werden.
Ferner kann eine Kühlvorrichtung, vorzugsweise ein Gebläse oder eine Pumpe, vorgesehen
sein zur Förderung des Kühlfluids durch die Öffnung des Gehäuses und in die Kammer.
Die Kühlung lässt sich hierdurch noch effizienter gestalten. Um den Kühlluftdurchsatz
noch weiter zu erhöhen, kann an der Kühlöffnung ein Venturirohr vorgesehen sein, welches
den Durchsatz erheblich zu steigern vermag.
[0027] Für den Fachmann ist es ersichtlich, dass mehrere Kammern hintereinander oder nebeneinander
geschaltet werden können. So kann das Gehäuse beispielsweise zwei oder mehrere jeweils
kreissektorförmige, jedoch um 180 Grad gedreht aneinandergefügte, einen gemeinsamen
Hohlraum bildende Gehäuseteile aufweisen, wobei jeweils jedem Gehäuseteil ein Kolben
zugeordnet ist. Zwei benachbarte Gehäuseteile definieren dann zusammen mit ihren Kolben
mindestens eine variable Arbeitskammer. Weitere Einzelheiten befinden sich z.B. in
der Druckschrift
DE 10 2010 036 977 B3. Hierbei kann in mindestens einer Kammer eine Kühlöffnung vorgesehen sein. Es können
jedoch auch mehrere oder sämtliche Kammern Kühlöffnungen aufweisen.
[0028] Mit einer als Verdichter ausgebildeten Kolbenmaschine ist z.B. eine Verdichtung auf
10 bar und höher, z.B. bis 20 bar, mit einstufiger Verdichtung möglich. Weiterhin
erlaubt die Kolbenmaschine eine ölfreie Funktionsweise, welche insbesondere für eine
Anwendung als Vakuumpumpe, Kompressor oder Expansionsmotor erwünscht ist.
[0029] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand beigefügter Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit einer Kühlöffnung in einer
kreisbogenförmigen Wand;
- Fig. 2
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit einer mittig in der kreisbogenförmigen
Wand gelegenen Kühlöffnung;
- Fig. 3
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit einer Kühlöffnung in einer
Rückwand;
- Fig. 4
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit einer Kühlöffnung, welche
mittig in der Rückwand vorgesehen ist;
- Fig. 5
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit einer Kühlöffnung in einer
Seitenwand;
- Fign. 6a bis 6c
- Ansichten eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit zwei Kühlöffnungen in verschiedenen
Wänden;
- Fig. 6d
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit einer am Kolben befestigen
zweiten im Querschnitt kreisbogenförmigen Wand;
- Fign. 7a bis 7c
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit zwei in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordneten Kolben, wobei in jeder Seitenwand des Gehäuses eine Kühlöffnung
vorgesehen;
- Fign. 8a bis 8c
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine mit zwei in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordneten Kolben, wobei in jeweils einer kreisbogenförmigen Wand eine Öffnung
vorgesehen ist;
- Fgn. 9a-9b
- eine Ansicht eines Querschnitts von zwei Kolbenmaschinen mit jeweils zwei in einem
gemeinsamen Gehäuse angeordneten Kolben, wobei in jeder Seitenwand und in jeder kreisbogenförmigen
Wand eine Kühlöffnung vorgesehen ist;
- Fig. 10
- eine Ansicht eines Querschnitts einer Kolbenmaschine gemäß dem Stand der Technik;
- Fign. 11a und 11b
- eine Ansicht eines Querschnitts einer weiteren Kolbenmaschine gemäß dem Stand der
Technik und
- Fig. 12
- eine Seitenansicht eines Querschnitts der mit einem Antrieb dargestellten Kolbenmaschine
gemäß der Fig. 11.
[0030] In den Figuren werden wiederkehrende Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0031] Nachfolgend wird zunächst auf die Fig. 10 Bezug genommen. In der Fig. 10 ist eine
Kolbenmaschine gemäß dem Stand der Technik der
DE 10 2008 040 574 A1 gezeigt, die zum Bestandteil der vorliegenden Anmeldung gemacht wird.
[0032] Wie die Fig. 10 zeigt, umfasst die Kolbenmaschine ein Gehäuse 1, das eine Kammer
2, ein Lagergehäuse 3 und ein Kurbelgehäuse 4 einschließt. Die Kammer 2 weist einen
kreissektorförmigen Querschnitt auf und wird entsprechend der Form eines Zylindersektors
durch zwei im Winkel α von etwa 53° zueinander angeordnete Seitenwände 5, 6 einer
vorderen Stirnwand (nicht dargestellt) und einer hinteren Stirnwand 7 sowie einer
im Querschnitt kreisbogenförmigen Wand 8 und einen Drehzylinder 9 begrenzt. An die
der kreisbogenförmigen Wand 8 gegenüberliegenden Enden der Seitenwände 5, 6 schließt
sich ein von zwei gegenüberliegenden Lagerschalen gebildetes Lagergehäuse 3 an. Weiterhin
ist ein teilweise mit einem Ölsumpf 12 gefülltes Kurbelgehäuse 4 vorgesehen. In dem
Lagergehäuse 3 ist der um eine Drehachse 14 drehbare Drehzylinder 9 gelagert. Die
Kammer 2 ist gegenüber dem Kurbelgehäuse 4 hermetisch, beispielsweise mit in das Lagergehäuse
3 integrierten Dichtleisten 13, abgedichtet. An dem Drehzylinder 9 sind einander diametral
gegenüberliegend ein als Schwenkplatte ausgebildeter Kolben 15 und eine Pleuelstange
16 starr befestigt oder einstückig angeformt. Die Pleuelstange 16 weist eine sich
über deren gesamte Länge erstreckende Führungsnut 17 auf, in die ein Kurbelzapfen
18 einer in dem Kurbelgehäuse 4 drehbar gelagerten Kurbelwelle 19 eingreift. Der typischerweise
als Hohlkörper ausgebildete Kolben 15 befindet sich in der Arbeitskammer 2 und liegt
abdichtend mit einer Oberkante 28 an einer Innenfläche der gewölbten kreisbogenförmigen
Wand 8 an. Die Oberkante 28 des Kolbens 15 ist im Querschnitt kreisbogenförmig und
wird durch einen Mittelpunktswinkel δ von etwa 8° definiert. In beiden Seitenwänden
5, 6 der Kammer 2 sind jeweils Einlassventile 22, 24 und Auslassventile 23, 25 ausgebildet.
Eine Schwenkbewegung des Kolbens 15 definiert eine Schwenkebene, wobei die hintere
Stirnwand 7 und die vordere Stirnwand parallel zur Schwenkebene sind. Selbstverständlich
können die genannten Winkel α und δ auch größer oder kleiner als im gezeigten Beispiel
sein.
[0033] Die zuvor beschriebene Kolbenmaschine kann wie folgt als Kolbenpumpe oder als Kolbenverdichter
arbeiten, aber auch als hier in der Funktion nicht beschriebener Verbrennungsmotor
mit innerer oder äußerer Verbrennung fungieren: Während einer Drehbewegung einer Kurbelwelle
19 gleitet ein sich auf einen Kurbelradius 11 bewegender Kurbelzapfen 18 in einer
Führungsnut 17 einer Pleuelstange 16. Diese überträgt dabei eine Schwenkbewegung auf
den Kolben 15. Bei einer Schwenkbewegung des Kolbens 15 von der in der Fig. 10 gezeigten
Position an der linken Seitenwand 5 der Kammer 2 zur rechten Seitenwand 6 sind das
linke Einlassventil 22 und das rechte Auslassventil 25 geöffnet, während das linke
Auslassventil 23 und das rechte Einlassventil 24 geschlossen sind. Ein zuvor angesaugtes
Fluid wird somit aus der Kammer 2 über das rechte Auslassventil 25 ausgestoßen. Auf
der anderen Seite wird über das linke Einlassventil 22 ein Arbeitsfluid angesaugt,
das bei weiterer Drehbewegung der Kurbelwelle 19 bei geschlossenem linken Einlassventil
22 und offenem linken Auslassventil 23 wieder ausgestoßen wird, während auf der rechten
Seite Fluid angesaugt wird über Einlassventil 24.
[0034] Der Kolben 15 arbeitet somit als Doppelkolben mit zwei Arbeitsflächen 29 und 30,
der bei einer Umdrehung der Kurbelwelle 19 zwei Schwenkbewegungen, das heißt vom linken
Totpunkt an der linken Seitenwand 5 zum rechten Totpunkt an der rechten Seitenwand
6 und zurück, ausführt. Der Ölsumpf 12 übernimmt die Schmierung des Kurbelgetriebes,
das heißt der Führungsnut 17 und des in dieser gleitenden Kurbelzapfens 18, der im
Übrigen auch mit Wälzlagern und Kulissensteinen ausgebildet sein kann.
[0035] Wie aus der
DE 10 2008 040 574 A1 bekannt ist, kann die Führungsnut 17 auch in dem Kolben 15 angeordnet sein. Hiermit
ist eine sehr kompakte Bauweise möglich.
[0036] Es kann alternativ auch vorgesehen sein, dass der Kurbelzapfen 18 der Kurbelwelle
19 in ein Pleuelauge einer gelenkig mit dem Kolben 15 verbundenen Pleuelstange eingreift.
Der Antrieb oder Abtrieb der Kolbenmaschine ist somit nicht auf die dargestellten
Ausführungsformen beschränkt.
[0037] Die Fig. 1 unterscheidet sich von der Fig. 10 dadurch, dass das Gehäuse 1 in der
kreisbogenförmigen Wand 8 eine Kühlöffnung 51 zur Kammer 2 aufweist. Außerdem sind
im Gegensatz zu der Ausführung der Fig. 10 in der Seitenwand 6 keine Ein- und Auslassventile
vorgesehen. Durch die Kühlöffnung 51 strömt ein Kühlfluid, im gezeigten Beispiel Luft,
in die Kammer 2 und kühlt diese. Außerdem wird der Kolben 15 durch die Luft zumindest
an einer der Arbeitsfläche 30 gegenüberliegenden Seite 32 konvektiv gekühlt. Die Kolbenmaschine
der Fig. 1 ist als z.B. Verdichter ausgebildet und die Kühlung mittels der Kühlöffnung
vermag den Wirkungsgrad des Verdichters zu erhöhen. Optional kann, wie in der Figur
1 dargestellt, eine zweite Kühlöffnung 51' in der Seitenwand 6 vorgesehen sein. Die
zweite Kühlöffnung ist z.B. als Kühlfluidauslass ausgebildet, durch den das Kühlfluid
ausströmen kann. Eine Strömungsrichtung des Kühlfluids ist in der Figur mittels Pfeile
angedeutet. Hierdurch kann der Spülvorgang sowie der Kühlvorgang verbessert werden.
[0038] Die Kolbenmaschine der Fig. 2 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel der
Fig. 10 darin, dass eine Kühlöffnung 52 mittig in der kreisbogenförmigen Wand 8 vorgesehen
ist. Während bei der Ausführung der Fig. 1 bei einer Umdrehung der Kurbelwelle 19
zwei Arbeitstakte, nämlich Ansaugen und Verdichten, möglich sind, sind es bei der
Ausführungsform der Fig. 2 vier Arbeitstakte. Durch die mittige Ausbildung der Kühlöffnung
52 kann die Arbeitskammer 2 abwechselnd links und rechts mit Kühlfluid gespült werden.
Je nach Schwenklage des Kolbens 15 öffnet sich die Arbeitskammer 2 oder schließt sich
die Arbeitskammer 2. Die Kühlöffnung 52 in der kreisbogenförmigen Wand 8 ist sowohl
in der Fig. 1 als auch in der Fig. 2 durch einen Mittelpunktswinkel β definiert, welcher
kleiner ist als ein Schwenkwinkel α des Kolbens 15. In den Fign. 1 und 2 erstreckt
sich die Öffnung 51 und 52 in der kreisbogenförmigen Wand 8 über eine gesamte axiale
Ausdehnung der kreisbogenförmigen Wand 8. Das heißt, die Öffnung 51 und 52 ist als
längliche Nut in der kreisbogenförmigen Wand ausgebildet und erstreckt sich von der
vorderen Stirnwand bis zur hinteren Stirnwand 7. Alternativ kann die Kühlöffnung 51
und 52 auch eine kleinere axiale Ausdehnung aufweisen.
[0039] Die Fig. 3 unterscheidet sich von der Fig. 10 dadurch, dass eine Kühlöffnung 53 in
der hinteren Stirnwand 7 angeordnet ist. Außerdem sind im Gegensatz zu der Ausführung
der Fig. 10 in der Seitenwand 6 keine Ein- und Auslassventile vorgesehen. Weiterhin
weist der Kolben 15 lediglich eine Arbeitsfläche 30 auf.
[0040] Die Ausführungsform der Fig. 4 unterscheidet sich von der Ausführungsform der Fig.
10 darin, dass eine Kühlöffnung 54 mittig in der hinteren Stirnwand 7 angeordnet ist.
Wie in der Fig. 2 ist auch hier die Öffnung 54 mittig angeordnet. Während der Kolben
15 die Öffnung 53 der Fig. 3 bei einer Schwenklage des Kolbens 15 an der rechten Seitenwand
6 schließt, schließt der Kolben 15 die Öffnung 54 bei einer mittigen Position des
Kolbens 15 in der Fig. 4. Sowohl die Öffnung 53 der Fig. 3 als auch die Öffnung 54
der Fig. 4 erstreckt sich über eine gesamte radiale Ausdehnung der Stirnwand 7 vom
Lagergehäuse 3 bis zur kreisbogenförmigen Wand 8. In beiden Ausführungen ist die Öffnung
53 und 54 auch in der vorderen Stirnwand (nicht dargestellt) vorgesehen. Es kann auch
nur eine Öffnung 53 und 54 in der vorderen Stirnwand oder in der hinteren Stirnwand
7 vorgesehen sein.
[0041] Während der Kolben 15 der Fign. 1 und 3 lediglich eine Arbeitsfläche 30 aufweist,
umfasst der Kolben 15 der Fign. 2 und 4 neben einer ersten Arbeitsfläche 30 eine zweite
Arbeitsfläche 29. Die Kühlöffnung 52 und 54 der Fign. 2 und 4 trennt eine erste Arbeitskammer
von einer zweiten Arbeitskammer. Außerdem sind die kreisbogenförmige Wand 8 der Figur
2 sowie die Stirnwand 7 der Figur 4 durch die Kühlöffnung 52 bzw. Kühlöffnung 54 zweigeteilt.
[0042] Die Kolbenmaschine der Fig. 5 unterscheidet sich von der Ausführungsform der Fig.
10 dadurch, dass eine Kühlöffnung 55 in der Seitenwand 6 vorgesehen ist. Außerdem
sind im Gegensatz zu der Ausführung der Fig. 10 in der Seitenwand 6 keine Ein- und
Auslassventile vorgesehen. Hierdurch weist der Kolben 15 lediglich eine Arbeitsfläche
30 auf. Die Kühlöffnung 55 in der Seitenwand 6 erstreckt sich über eine gesamte radiale
und axiale Ausdehnung der Seitenwand 6. D.h., in der Ausführung der Fig. 5 wurde auf
die gesamte Seitenwand 6 verzichtet. Hierdurch ist eine stetige konvektive Kühlung
des Kolbens 15 an einer der Arbeitsfläche gegenüberliegenden Seite 32 möglich. Im
Gegensatz zu den Fign. 1 bis 4 ist die variable Arbeitskammer der Fig. 5 in jeder
Schwenklage des Kolbens 15 abgeschlossen.
[0043] Die Ausführung der Fig. 6a unterscheidet sich von der Ausführung der Fig. 10 dadurch,
dass die Seitenwand 6 gänzlich weggelassen ist und dass außerdem eine Öffnung 51 in
der kreisbogenförmigen Wand 8 vorgesehen ist. Außerdem sind im Gegensatz zu der Ausführung
der Fig. 10 in der Seitenwand 6 keine Ein- und Auslassventile vorgesehen und weist
der Kolben 15 lediglich eine Arbeitsfläche 30 auf. Die Ausführung der Fig. 6a stellt
somit eine Mischform der Fign. 5 und 1 dar. Die kreisbogenförmige Wand 8 der Fig.
6a definiert einen zweiten Mittelpunktswinkel γ vοn etwa 25°, welcher kleiner ist
als der zuvor beschriebene Schwenkwinkel α des Kolbens 15. Die Öffnung 51 in der kreisbogenförmigen
Wand 8 ist durch den Mittelpunktswinkel β definiert. In der Fig. 6a sind die Winkel
β und γ gleich groß. Sie können aber in anderen Ausführungsformen auch voneinander
abweichen. So kann der Mittelpunktswinkel β größer oder auch kleiner als der Mittelpunktswinkel
γ sein.
[0044] In der Ausführung der Fig. 6b ist jeweils eine Kühlöffnung 52 und 54 in der kreisbogenförmigen
Wand 8 und in der hinteren Stirnwand 7 vorgesehen. Die Ausführung der Fig. 6b ist
somit eine Mischform der Ausbildungen der Fign. 2 und 4. Im Gegensatz zu der Ausführungsform
der Fig. 4 erstreckt sich die Kühlöffnung 54 der hinteren Stirnwand 7 jedoch nicht
über eine gesamte radiale Ausdehnung der Stirnwand 7, sondern etwa bis zu einem Drittel
der radialen Ausdehnung der Stirnwand 7. Das Kühlfluid wird mittels eines Gebläses
60 durch die als Kühlfluideinlass ausgebildete Kühlöffnung 52 in der kreisbogenförmigen
Wand 8 in die Kammer 2 eingelassen. Nach einer effektiven Spülung der Kammer 2 wird
das Kühlfluid anschließend durch die als Kühlfluidauslass ausgebildete Kühlöffnung
54 in der hinteren Stirnwand 7 aus der Kammer 2 ausgelassen. Hierbei ist die Strömungsrichtung
des Kühlfluids durch Pfeile angedeutet. Die Kammer 2 kann somit in dieser Ausführung
besonders gut mittels des Kühlfluids gespült werden. Zusätzlich kann eine Kühlöffnung
in der vorderen Stirnwand (nicht dargestellt) vorgesehen sein.
[0045] In der Ausführung der Fig. 6c ist jeweils eine Kühlöffnung 54 und 54' in der hinteren
Stirnwand 7 und in der vorderen Stirnwand vorgesehen. Eine Projektion der Kühlöffnung
54' der vorderen Stirnwand auf die hintere Stirnwand 7 ist in der Figur 6c durch gestrichelte
Linien angedeutet. In ähnlicher Weise zu der Ausführung der Fig. 6b wird Kühlfluid
mittels eines optionalen Gebläses (nicht dargestellt) durch die als Kühlfluideinlass
ausgebildete Kühlöffnung 54 in der vorderen Stirnwand in die Kammer 2 eingelassen.
Nach einer effektiven Spülung und Kühlung der Kammer 2 wird das Kühlfluid anschließend
durch die als Kühlfluidauslass ausgebildete Kühlöffnung 54' in der hinteren Stirnwand
7 aus der Kammer 2 ausgelassen. Hierbei ist die Strömungsrichtung des Kühlfluids durch
einen Pfeil angedeutet. Die Kammer 2 kann somit in dieser Ausführung besonders gut
mittels des Kühlfluids gespült werden. Selbstverständlich kann die Strömungsrichtung
auch umgedreht werden. In diesem Fall bläst ein Gebläse das Kühlfluid durch die Kühlöffnung
54 der hinteren Stirnwand in die Kammer 2 hinein. Das Kühlfluid verlässt die Kammer
2 nach Spülung der Kammer 2 durch die Kühlöffnung 54' der vorderen Stirnwand.
[0046] Wie aus den Figuren 1, 2, 4 und 6 hervorgeht, ist die variable Arbeitskammer je nach
Schwenklage des Kolbens geschlossen oder geöffnet.
[0047] Die Kolbenmaschine der Fig. 6d unterscheidet sich von der Ausführungsform der Fig.
10 dadurch, dass eine Kühlöffnung 55 in der Seitenwand 5 vorgesehen ist. Außerdem
ist am Kolben 15 eine zweite im Querschnitt kreisbogenförmige Wand 70 befestigt, welche
auf einem kleineren Radius als eine maximale radiale Ausdehnung des Kolbens 15 angeordnet
ist und in die Kühlöffnung 55 der Seitenwand 5 eingreift. Hierdurch wird eine stetige
konvexe Kühlung der zweiten kreisbogenförmigen Wand bewirkt. Die ebenfalls als Durchlass
für die zweite kreisbogenförmige Wand 70 ausgebildete Kühlöffnung 55 ist von der Schwenkachse
14 aus gesehen oberhalb der zweiten kreisbogenförmigen Wand 70 vorgesehen. Sie kann
selbstverständlich auch unterhalb der zweiten kreisbogenförmigen Wand 70 angeordnet
sein. Eine zweite variable Arbeitskammer ist durch die zweite kreisbogenförmige Wand
70, den Kolben 15, die Seitenwand 5, die Vorderwand und die Rückwand 7 definiert und
wird durch diese Wände abdichtend abgeschlossen. In der Ausführung der Fig. 6d gibt
es somit zwei variable Arbeitskammern, die in jeder Schwenklage des Kolbens 15 geschlossen
sind, wodurch z.B. eine zweistufige Verdichtung möglich ist.
[0048] Die Figuren 1-6d unterscheiden sich des Weiteren von der Figur 10 dadurch, dass eine
Größe der Kühlöffnungen 51, 51', 52, 53, 54 und 55 jeweils mittels eines in einer
entsprechenden Gehäusewand angeordneten Schiebers 61, 61', 62, 63, 64 und 65 variabel
steuerbar oder einstellbar ist. Der Schieber 61, 61', 62, 63, 64 und 65 vermag die
Kammer 2 bündig abzuschließen und ist jeweils mit einer nicht dargestellten elektronischen
Steuervorrichtung verbunden, welche weiterhin mit im Kolben 15 angeordneten, nicht-dargestellten
Drucksensor und Temperatursensor verbunden ist. Die Steuervorrichtung ist dazu ausgestaltet,
den Schieber 61, 61', 62, 63, 64 und 65 anzusteuern, um die Größe der Kühlöffnung
51, 51', 52, 53, 54 und 55 während des Betriebs der Kolbenmaschine zu regulieren oder
je nach Bedarf zu vergrößern oder zu verkleinern. Ab dem Erreichen eines Schwellenwerts
einer Temperatur und/oder eines Drucks in der Kammer 2 kann die Kühlöffnung 51, 51',
52, 53, 54 und 55 zur Kühlung des Kolbens 15 und/oder der Kammer 2 geöffnet oder geschlossen
oder deren Größe kann vergrößert oder verkleinert werden. Wenn die am Kolben 15 gemessene
Temperatur z.B. weniger oder mehr als ein bestimmter Schwellenwert beträgt, kann die
Kühlöffnung 51, 51', 52, 53, 54 und 55 geschlossen oder geöffnet werden, um ein Fördervolumen
der Kolbenmaschine zu erhöhen. Somit können während des Betriebs der Kolbenmaschine
Fördervolumen, Kühlfluiddurchsatz, Druck und Temperatur beeinflusst werden, um die
Effizienz der Kolbenmaschine zu erhöhen. Der Schieber 61, 61', 62, 63, 64 und 65 kann
alternativ auch mittels einer mechanischen Steuervorrichtung betätigt werden, beispielsweise
einer Nockenwelle, um die Kühlöffnung 51, 51', 52, 53, 54, 55 mehr oder weniger weit
zu schließen oder zu öffnen. Statt des Schiebers 61, 61', 62, 63, 64 und 65 kann z.B.
auch eine Drosselklappe oder eine andere Regeleinrichtung vorgesehen sein.
[0049] Anders als bei der Kolbenmaschine der Figur 10 sind in den Ausführungsformen der
Figuren 1, 3, 5, 6a und 6d Kühlrippen 31 auf einer der Arbeitsfläche 30 gegenüberliegenden
Seite 32 des Kolbens 15 zur Erhöhung der Kühlung vorgesehen. Weiterhin ist zur Verbesserung
der Kühlwirkung jeweils in den Ausführungsbeispielen der Figuren 1-6 ein optionales
Gebläse 60 oder eine Kühlvorrichtung vorgesehen (in den Figuren 3, 4, 6c, 7, 8 und
9 jeweils nicht dargestellt), welches je nach Bedarf Luft oder ein anderes Kühlfluid
in die Kühlöffnung 51, 52, 53, 54 und 55 hineinbläst. Auch das Gebläse 60 ist mit
der genannten Steuervorrichtung verbunden. Das Gebläse 60 wird insbesondere dann durch
die Steuervorrichtung angesteuert, wenn der Schieber 61, 62, 63, 64 und 65 die jeweilige
Öffnung 51, 52, 53, 54 und 55 öffnet oder schließt. Falls keine Kühlvorrichtung vorgesehen
ist, kann das Kühlfluid durch die Bewegung des Kolbens durch die Kühlöffnung51, 52,
53, 54 und 55 angesaugt werden. Um den Kühlluftdurchsatz weiter zu erhöhen, kann an
der in den Figuren gezeigten Kühllufteinlassöffnung ein Venturirohr vorgesehen sein.
Zur Steigerung der Kühlwirkung können auf der Außenseite des Gehäuses Kühlrippen vorgesehen
sein.
[0050] Nachfolgend wird auf die Fign. 11A, 11B und 12 Bezug genommen. In den Fign. 11A,
11B und 12 sind Ansichten von Querschnitten einer Kolbenmaschine gemäß dem Stand der
Technik der
DE 10 2010 036 977 B3 gezeigt, die ebenfalls zum Bestandteil der vorliegenden Anmeldung gemacht werden.
[0051] Gemäß den Fign. 11A, 11B und 12 sind Kolben 101 und 102 mit einem im Gehäuse 103
um eine Drehachse 104 über ein Lager 105 drehbar gelagerten Drehzylinder 106 verbunden
und weisen an einer Stirnseite jeweils eine Führungsnut 107 auf, in die ein Kurbelwellenzapfen
108 einer mit einer Antriebswelle 109 verbundenen Kurbelwelle 110 eingreift. Die Führungsnut
107 fungiert als Pleuelschlaufe oder Kolbenschlaufe, die somit integraler Bestandteil
der Kolben 101 und 102 ist. Die beiden mit dem jeweiligen Kolben 101 und 102 in Wirkverbindung
stehenden Kurbelwellen 110 sind, wie die Fig. 12 zeigt, über ein Zahnradgetriebe 126
miteinander verbunden und synchronisiert, so dass die Kolben 101, 102 synchron und
in jeweils parallel entgegengesetzter Richtung angetrieben und in den in Form eines
Zylindersektors (Tortenstück) ausgebildeten Gehäuseteilen 103a und 103b bewegt werden
können.
[0052] Das einstückig ausgebildete Gehäuse 103 umfasst - angedeutet durch eine gestrichelte
Linie X - zwei, jedoch um 180° gedrehte, aneinandergefügte Gehäuseteile 103a, 103b
mit jeweils im Wesentlichen kreissektorförmigen Querschnitt, in denen einmal an der
oberen Gehäusewand 111 und einmal an der unteren Gehäusewand 112 die Drehzylinder
106 der Kolben 101 und 102 gelagert sind. Eine von dem Gehäuse umschlossene Kammer
A1 und A2 hat somit die Form von zwei gleich großen entgegengesetzt nebeneinander
liegenden Kreissektoren. Das Gehäuse 103 umfasst weiterhin eine Gehäuserückwand 114
und einen Gehäusedeckel 113 sowie eine erste Seitenwand 115 und eine zweite Seitenwand
116. Die beiden in jeder Position parallel zueinander ausgerichteten Doppelkolben
101, 102 liegen in einer Ausgangsstellung, wie in der Fig. 11A gezeigt, an der jeweiligen
Seitenwand 115, 116 und stoßen in der Entstellung an der Trennlinie X nahezu mit einem
definierten Spalt aneinander. In den beiden Seitenwänden 115 und 116 und in der Gehäuserückwand
114 in Höhe der Trennlinie X sind Einlassventile 18a, 18b und 18c sowie Auslassventile
19a, 19b und 19c angeordnet. Durch eine synchrone, aber entgegengesetzt gerichtete
Drehbewegung der beiden Kurbelwellenzapfen 108 gemäß Pfeil 17a, 17b werden die beiden
Kolben 101 und 102 bis nahe an die Trennlinie X aufeinander zu bewegt und bis nahe
an die Seitenwände 115 und 116 voneinander weg bewegt. Es kann auch nur eine Kurbelwelle
zum Einsatz kommen, wobei die Kolben 101 und 102 z.B. über ein Zahnrad synchronisiert
werden. Die so ausgebildete Kolbenmaschine gemäß der Fig. 11 kann z.B. als Verdichter,
Pumpe oder als Motor betrieben werden.
[0053] Beispielsweise bei der Funktion als Pumpe wird ein in der inneren großen Arbeitskammer
A3 zwischen den beiden Doppelkolbenplatten 101 und 102 befindliches, zuvor über das
Einlassventil 18c angesaugtes Fördermedium während der Schwenkbewegung der Doppelkolbenplatten
101 und 102 in Richtung der Trennlinie X gemäß wieder aus der Arbeitskammer A3 ausgestoßen.
Während dieser Schwenkbewegung (Ausstoßen) wird gleichzeitig über die Einlassventile
18a und 18b ein Fördermedium in die beiden äußeren (kleinen), sich jeweils zwischen
den Doppelkolbenplatten 101 und 102 und den Seitenwänden 115 und 116 bildenden Arbeitskammern
A1 und A2 gesaugt. Bei der anschließenden Bewegung der beiden Doppelkolbenplatten
101 und 102 in Richtung der Seitenwände 115 und 116 wird das zuvor in den Arbeitskammern
A1, A2 angesaugte Fördermedium durch die Auslassventile 19a , 19b ausgestoßen und
gleichzeitig wird Fördermedium über das Einlassventil 18c in die große Arbeitskammer
A3 gesaugt. Auf diese Weise ist mit zwei zusammenwirkenden Doppelkolbenplatten 101
und 102 und drei Arbeitskammern A1, A2 und A3 in ein und demselben Gehäuse 103 ein
effektiver Förderbetrieb gewährleistet. Das Maximalvolumen der beiden kleinen äußeren
Arbeitskammern A1 und A2 entspricht dem Maximalvolumen der großen, inneren Arbeitskammer
A3. Mit gleichermaßen hoher Effektivität kann die oben beschriebene Kolbenmaschine
auch als Verdichter oder als Expansionsmotor oder als Kombination von diesen betrieben
werden. Beispielsweise kann die mittlere - große - Arbeitskammer A3 als Expansionsmotor
arbeiten, während die beiden äußeren - kleinen - Arbeitskammern A1 und A2 als Verdichter
oder als Pumpe arbeiten und von dem Expansionsmotor angetrieben werden. Beim Einsatz
der beschriebenen Kolbenpumpe als Verdichter könnten die innere Arbeitskammer A3 und
eine äußere (linke) Arbeitskammer A1 als erste Verdichterstufe und die andere äußere
Arbeitskammer A2 als zweite Verdichterstufe betrieben werden. Somit können die Arbeitskammern
A1, A2 und A3 jeweils unterschiedliche Funktionen als Verdichter, Pumpe oder Motor
erfüllen.
[0054] Die Ausführungsform der Fig. 7A-7C unterscheidet sich von der Ausführungsform der
Fig. 11 dadurch, dass Kühlöffnungen 151 in den Seitenwänden 15 und 16 vorgesehen sind,
wobei die Kühlöffnungen 151 in den Seitenwänden 115 und 116 sich über eine gesamte
radiale und axiale Ausdehnung der Seitenwände 115 und 116 erstrecken. Durch die Kühlöffnungen
151 können die Kolben 101 und 102 jeweils an einer der Arbeitsfläche des Kolbens gegenüberliegenden
Seite des Kolbens mittels eines Kühlfluids zumindest konvektiv gekühlt werden. Die
Ausführungsformen der Fign. 7a bis 7c ähneln im Übrigen der Ausführungsform der Fig.
5. Statt zwei Kühlöffnungen 151, wie in den Fign. 7a-c zu erkennen ist, kann auch
in lediglich einer der Seitenwände 115 und 116 eine Kühlöffnung 151 vorgesehen sein.
In dem Fall wird nur ein Kolben 101, 102 gekühlt.
[0055] Die Ausführungsform der Fig. 8A-8C unterscheidet sich von der Ausführungsform der
Fig. 11 dadurch, dass zwei Kühlöffnungen 152 in der kreisbogenförmigen Wand vorgesehen
sind. Wie in der Fig. 11 umfasst die Ausführungsform der Fig. 8 auch drei Arbeitskammern
A1, A2 und A3. Eine besonders gute Kühlwirkung kann bei der Arbeitskammer A3 erzielt
werden, da die Kühlöffnungen 152 einander gegenüberliegend angeordnet sind. Ein Kühlfluid,
beispielsweise Luft, kann somit z.B. von der einen bis zur anderen Seite herein- und
herausströmen, was in der Figur 8 mittels Pfeilen 130 und 131 angedeutet ist. Durch
die Kühlöffnungen 152 können die Arbeitskammern A1, A2 und A3 sowie die Kolben 101
und 102 somit zumindest konvektiv mittels eines Kühlfluids gekühlt werden. Die Kühlöffnung
152 ist hierbei genauso groß ausgebildet wie eine Oberkante 140 der Kolben 101 und
102. Die Kühlöffnung 152 kann aber auch kleiner oder größer als die Oberkante 140
der Kolben 101 und 102 sein. Wie in der Fig. 8b zu erkennen ist, gibt es somit eine
Schwenklage, in der sämtliche Arbeitskammern A1, A2 und A3 geschlossen sind. In der
Schwenklage der Fig. 8c sind Arbeitskammern A1 und A2 geöffnet, während in der Schwenklage
der Fig. 8a die Arbeitskammer A3 weitgehend geöffnet ist. Die Anordnung der Kühlöffnungen
152 in der Fig. 8 ähnelt im Übrigen der Ausführung der Fig. 2. Alternativ kann auch
hier lediglich eine Kühlöffnung 152 statt zweier Kühlöffnungen 152 vorgesehen sein.
[0056] In den Fig. 9a und 9b sind bezüglich Kühlöffnungen 151 und 152 Mischformen der Fign.
7 und 8 gezeigt, in Analogie zu der Ausführungsform der Fig. 6a. In der Fig. 9a ist
die im Querschnitt kreisbogenförmige Wand durch zwei Teile 111' und 111" bzw. 112'
und 112" gebildet, welche radial auf unterschiedlichen Positionen liegen. Es gibt
einen radialen Spalt 140 zwischen der Oberkante 140 des Kolbens und der kreisbogenförmigen
Gehäusewand 111' und 112'. Der radiale Spalt 140 erstreckt sich in Schwenkrichtung
über einen Mittelpunktswinkel ε und in axialer Richtung von dem Gehäusedeckel 113
bis zur Gehäuserückwand 114. Die Abmessungen des Spalts 140 können je nach Ausführungsform
radialer Richtung, in axialer Richtung oder in Schwenkrichtung variiert werden. In
der Fig. 9b ist die kreisbogenförmige Wand 111" und 112" lediglich so groß wie die
Oberkante 140 des Kolbens 101 und 102. Alternativ können auch die Abmessungen der
kreisbogenförmigen Wand 111" und 112" kleiner oder größer sein. Im Vergleich zu der
Ausführungsform der Fig. 8 gibt es in den Fig. 9a und 9b lediglich eine Arbeitskammer
A3. In den Ausführungsformen der Fign. 9a und 9b kann der Kolben 101 und 102 von mehreren
Seiten konvektiv gekühlt werden. Ein Verlust an Kammervolumen wird also in den Fign.
9a und 9b durch eine erhöhte Kühlwirkung kompensiert.
[0057] Die Figuren 7-9 unterscheiden sich des Weiteren von der Figur 11 dadurch, dass eine
Größe der Kühlöffnungen 151 und 152 jeweils mittels eines in einer entsprechenden
Gehäusewand angeordneten, nicht dargestellten Schiebers variabel steuerbar oder einstellbar
ist. Der Schieber vermag die Kammer bündig abzuschließen und ist jeweils mit einer
nicht dargestellten elektronischen Steuervorrichtung verbunden, welche weiterhin mit
im Kolben 101 und 102 angeordneten, nicht-dargestellten Drucksensor und Temperatursensor
verbunden ist. Die Steuervorrichtung ist dazu ausgestaltet, den Schieber anzusteuern,
um die Größe der Kühlöffnung während des Betriebs der Kolbenmaschine zu regulieren
oder zu ändern. Ab dem Erreichen eines Schwellenwerts einer Temperatur und/oder eines
Drucks in der Kammer kann die Kühlöffnung 151 und 152 zur Kühlung des Kolbens 101
und 102 und/oder der Kammer mehr oder weniger geöffnet oder geschlossen werden. Wenn
die am Kolben 101 und 102 gemessene Temperatur z.B. weniger oder mehr als ein bestimmter
Schwellenwert beträgt, kann die Kühlöffnung 151 und 152 geschlossen oder geöffnet
werden, um ein Fördervolumen der Kolbenmaschine zu erhöhen. Somit können während des
Betriebs der Kolbenmaschine Fördervolumen, Kühlfluiddurchsatz, Druck und Temperatur
beeinflusst werden, um die Effizienz der Kolbenmaschine zu erhöhen. Der Schieber kann
alternativ auch mittels einer mechanischen Steuervorrichtung betätigt werden, beispielsweise
einer Nockenwelle, um die Kühlöffnung 151 und 152 mehr oder weniger weit zu schließen
oder zu öffnen. Statt des Schiebers kann z.B. auch eine Drosselklappe oder eine andere
Regeleinrichtung vorgesehen sein.
[0058] Weiterhin ist zur Verbesserung der Kühlwirkung jeweils in den Ausführungsbeispielen
der Figuren 7-9 ein optionales Gebläse oder eine Kühlvorrichtung vorgesehen (in den
Figuren 7, 8 und 9 jeweils nicht dargestellt), welches je nach Bedarf Luft oder ein
anderes Kühlfluid in die Kühlöffnung 151 und 152 hineinbläst. Auch das Gebläse ist
mit der genannten Steuervorrichtung verbunden. Das Gebläse wird insbesondere dann
durch die Steuervorrichtung angesteuert, wenn der Schieber die jeweilige Öffnung 151
und 152 öffnet oder schließt. Falls keine Kühlvorrichtung vorgesehen ist, kann das
Kühlfluid durch die Bewegung des Kolbens durch die Kühlöffnung 151 und 152 angesaugt
werden. Um den Kühlluftdurchsatz weiter zu erhöhen, kann an der in den Figuren gezeigten
Kühllufteinlassöffnung ein Venturirohr vorgesehen sein. Zur Steigerung der Kühlwirkung
können auf der Außenseite des Gehäuses Kühlrippen vorgesehen sein.
[0059] Die Ausführungsformen der Figuren 7A bis 9B können durch weitere nebeneinander, jedoch
um 180° gedreht zueinander angeordnete Gehäuseteile mit Doppelkolbenplatten beliebig
erweitert werden.
[0060] Der Antrieb oder Abtrieb der Kolbenmaschine ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen
der Fign. 1 bis 9B beschränkt. Es kann z.B. vorgesehen sein, dass der Kurbelzapfen
der Kurbelwelle in ein Pleuelauge einer gelenkig mit dem Kolben verbundenen Pleuelstange
eingreift.
[0061] Die in den Ausführungsbeispielen offenbarten Merkmale der verschiedenen Ausführungsformen
können miteinander kombiniert und einzeln beansprucht werden.
[0062] Die vorliegende Offenbarung schließt unter anderem die folgende Aspekte ein:
1. Kolbenmaschine, umfassend
- ein Gehäuse (1, 103) mit einer Kammer, die einen im Wesentlichen kreissektorförmigen
Querschnitt aufweist,
- einen als Schwenkelement ausgebildeten schwenkbaren und in dem Gehäuse (1, 103) angeordneten
Kolben (15, 101, 102) mit einer ersten Arbeitsfläche (29, 30),
wobei das Gehäuse (1, 103) und der Kolben (15, 101, 102) mindestens eine erste variable
Arbeitskammer (2, A1, A2, A3) definieren,
- einen mit dem Kolben (15, 101, 102) verbundenen Antrieb oder Abtrieb,
- einen in der Arbeitskammer (2, A1, A2, A3) angeordneten Auslass (23, 25, 19a, 19b,
19c) zum Auslassen eines Arbeitsfluids,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (1, 103) in mindestens einer Gehäusewand (5, 6, 7, 8, 111, 112, 114,
115, 116, 117) eine Kühlöffnung (51, 51', 52, 53, 54, 54', 55, 151, 152, 160) zur
Kammer aufweist zumindest zur konvektiven Kühlung einer der ersten Arbeitsfläche (29,
30) gegenüberliegenden Seite (32) des Kolbens (15, 101, 102) mittels eines Kühlfluids.
2. Kolbenmaschine nach Aspekt 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer durch eine
im Querschnitt kreisbogenförmige Wand (8, 111, 112) begrenzt ist, und die Kühlöffnung
(52, 152) in der kreisbogenförmigen Wand (8, 111, 112) vorgesehen ist.
3. Kolbenmaschine nach Aspekt 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (52, 152)
in der kreisbogenförmigen Wand (8, 111, 112) durch einen Mittelpunktswinkel (β) definiert
ist, welcher höchstens so groß ist wie ein Schwenkwinkel (α) des Kolbens (15, 101,
102).
4. Kolbenmaschine nach einem der Aspekte 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
kreisbogenförmige Wand (8, 111, 112) einen zweiten Mittelpunktswinkel (γ) definiert,
wobei eine der kreisbogenförmigen Wand (8, 111, 112) zugewandte Kolbenseite (28, 140)
im Querschnitt kreisbogenförmig ist und einen dritten Mittelpunktswinkel (δ) definiert,
wobei der zweite Mittelpunktswinkel (γ) genau so groß ist wie der dritte Mittelpunktswinkel
(δ) oder kleiner oder größer ist als der dritte Mittelpunktswinkel (δ).
5. Kolbenmaschine nach einem der Aspekte 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Öffnung (52, 152) in der kreisbogenförmigen Wand (8, 111, 112) sich über eine gesamte
axiale Ausdehnung der kreisbogenförmigen wand (8, 111, 112) erstreckt.
6. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Schwenkbewegung des Kolbens (15, 101, 102) eine Schwenkebene definiert, und die
Kammer durch eine Vorderwand (113) und eine Rückwand (7, 114) begrenzt ist, wobei
die Vorderwand (113) und die Rückwand (7, 114) parallel zur Schwenkebene sind, und
die Kühlöffnung (54, 54') in der Vorderwand (113) und/oder in der Rückwand (7, 114)
vorgesehen ist.
7. Kolbenmaschine nach Aspekt 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (54, 54')
in der Rückwand (7, 114) und/oder Vorderwand (113) Wand sich über eine gesamte radiale
Ausdehnung der Rückwand (7, 114) und/oder Vorderwand (113) erstreckt.
8. Kolbenmaschine nach einem der Aspekte 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der
Kolben (15, 101, 102) auf einer der ersten Arbeitsfläche (29, 30) gegenüberliegenden
Seite eine zweite Arbeitsfläche (30, 29) aufweist, und der Kolben (15, 101, 102) und
das Gehäuse (1, 103) eine zweite variable Arbeitskammer (A1, A2) mit einem darin angeordneten
zweiten Auslassventil (25, 19a, 19b) definieren, wobei die Kühlöffnung (52, 54, 152)
die erste Arbeitskammer (2, A3) von der zweiten Arbeitskammer (A1, A2) trennt.
9. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass
die Arbeitskammer (2, A1, A2, A3) je nach Schwenklage des Kolbens (15, 101, 102) geöffnet
oder geschlossen ist.
10. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kammer durch eine der ersten Arbeitsfläche abgewandte Seitenwand (5, 6, 115, 116)
begrenzt ist, wobei die Kühlöffnung (51', 55, 151) in der Seitenwand (5, 6, 115, 116)
vorgesehen ist.
11. Kolbenmaschine nach Aspekt 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlöffnung (51',
55, 151) in der Seitenwand (6, 115, 116) sich über eine gesamte radiale und/oder axiale
Ausdehnung der Seitenwand (6, 115, 116) erstreckt.
12. Kolbenmaschine nach einem der Aspekte 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
kreisbogenförmige Wand (8, 111, 112) und/oder die Vorderwand (113) und/oder die Rückwand
(7, 114) und/oder die Seitenwand (5, 6, 115, 116) durch die Kühlöffnung (51', 52,
54, 152) zweigeteilt ist.
13. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Kolben (15) eine zweite im Querschnitt kreisbogenförmige Wand (70) befestigt
ist, die auf einem kleineren Radius als eine maximale radiale Ausdehnung des Kolbens
(15) angeordnet ist und zumindest in einer Schwenklage des Kolbens (15) in einen Durchlass
(55) einer Seitenwand (5) eingreift, wobei eine zweite variable Arbeitskammer zumindest
durch die zweite bogenförmige Wand (70), den Kolben (15) und die Seitenwand (5) definiert
ist.
14. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass
der Kolben (15, 101, 102) Kühlrippen (31) aufweist und/oder als Hohlkörper ausgebildet
ist.
15. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Kühlvorrichtung (60), vorzugsweise ein Gebläse oder eine Pumpe, vorgesehen ist
zur Förderung des Kühlfluids durch die Öffnung (51, 51', 52, 53, 54, 54', 55, 151,
152, 160) des Gehäuses (1, 103) und in die Kammer.
16. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Größe der Kühlöffnung (51, 51', 52, 53, 54, 54', 55, 151, 152, 160) variabel
steuerbar oder einstellbar ist, vorzugsweise mittels eines in einer Gehäusewand (5,
6, 7, 8, 111, 112, 114, 115, 116, 117) angeordneten Regelorgans oder Schiebers (61,
61', 62, 63, 64, 65) oder Drosselklappe.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Gehäuse |
55 |
Kühlöffnung |
| 2 |
Arbeitskammer |
60 |
Gebläse |
| 3 |
Lagergehäuse |
61 |
Schieber |
| 4 |
Kurbelgehäuse |
61' |
Schieber |
| 5 |
Linke Seitenwand |
62 |
Schieber |
| 6 |
Rechte Seitenwand |
63 |
Schieber |
| 7 |
Stirnwand |
64 |
Schieber |
| 8 |
Kreisbogenförmige Wand |
65 |
Schieber |
| 9 |
Drehzylinder |
70 |
kreisbogenförmige Wand |
| 10 |
Lagerschalen |
101 |
Kolben |
| 11 |
Kurbelradius |
102 |
Kolben |
| 12 |
Öfsumpf |
103 |
Gehäuse |
| 13 |
Dichtleisten |
103a |
Gehäuseteil |
| 14 |
Schwenkachse |
103b |
Gehäuseteil |
| 15 |
Kolben |
104 |
Drehachse |
| 16 |
Pleuelstange |
105 |
Lager |
| 17 |
Führungsnut |
106 |
Drehzylinder |
| 18 |
Kurbelzapfen |
107 |
Führungsnut |
| 19 |
Kurbelwelle |
108 |
Kurbelwellenzapfen |
| 22 |
Linkes Einlassventil |
109 |
Antriebswelle |
| 23 |
Linkes Auslassventil |
110 |
Kurbelwelle |
| 24 |
Rechtes Einlassventil |
111 |
Gehäusewand |
| 25 |
Rechtes Auslassventil |
111' |
kreisbogenförmige Wand |
| 28 |
Oberkante Kolben |
111" |
kreisbogenförmige Wand |
| 29 |
Arbeitsfläche |
112 |
Gehäusewand |
| 30 |
Arbeitsfläche |
112' |
kreisbogenförmige Wand |
| 31 |
Kühlrippen |
112" |
kreisbogenförmige Wand |
| 32 |
Kolbenseite |
113 |
Gehäusedeckel |
| 51 |
Kühlöffnung |
114 |
Gehäuserückwand |
| 51' |
Kühlöffnung |
115 |
erste Seitenwand |
| 52 |
Kühlöffnung |
116 |
zweite Seitenwand |
| 53 |
Kühlöffnung |
17a |
Bewegung Kurbelzapfen |
| 54 |
Kühlöffnung |
17b |
Bewegung Kurbelzapfen |
| 54' |
Kühlöffnung |
18a |
Einlassventil |
| 18b |
Einlassventil |
160 |
Spalt |
| 18c |
Einlassventil |
α |
Schwenkwinkel des Kolbens |
| 19a |
Auslassventil |
β |
Mittelpunktswinkel |
| 19b |
Auslassventil |
γ |
Mittelpunktswinkel |
| 19c |
Auslassventil |
δ |
Mittelpunktswinkel |
| 130 |
Strömungsrichtung |
ε |
Mittelpunktswinkel |
| 131 |
Strömungsrichtung |
A1 |
Arbeitskammer |
| 140 |
Oberkante Kolben |
A2 |
Arbeitskammer |
| 151 |
Kühlöffnung |
A3 |
Arbeitskammer |
| 152 |
Kühlöffnung |
|
|
1. Kolbenmaschine, umfassend
- ein Gehäuse (1) mit einer Kammer, die einen im Wesentlichen kreissektorförmigen
Querschnitt aufweist,
- einen als Schwenkelement ausgebildeten schwenkbaren und in dem Gehäuse (1) angeordneten
Kolben (15) mit einer ersten Arbeitsfläche (29, 30),
wobei das Gehäuse (1) und der Kolben (15) mindestens eine erste variable Arbeitskammer
(2) definieren,
- einen mit dem Kolben (15) verbundenen Antrieb oder Abtrieb,
- ein in der Arbeitskammer (2) angeordnetes Auslassventil (23) zum Auslassen eines
Arbeitsfluids sowie ein in der Arbeitskammer angeordnetes Einlassventil (22) zum Einlassen
des Arbeitsfluids in die Arbeitskammer (2),
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (1) in mindestens einer Gehäusewand (8) eine Kühlöffnung (52) zur Kammer
aufweist zumindest zur konvektiven Kühlung einer der ersten Arbeitsfläche (29, 30)
gegenüberliegenden Seite (32) des Kolbens (15) mittels eines Kühlfluids,
wobei die Kammer durch eine im Querschnitt kreisbogenförmige Wand (8) begrenzt ist,
und die Kühlöffnung (52) in der kreisbogenförmigen Wand (8) vorgesehen ist.
2. Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlöffnung mittig in der kreisbogenförmigen Wand vorgesehen ist.
3. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitskammer (2) je nach Schwenklage des Kolbens (15) geöffnet oder geschlossen
ist.
4. Kolbenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwenkbewegung des Kolbens (15) eine Schwenkebene definiert, und die Kammer
durch eine Vorderwand und eine Rückwand (7) begrenzt ist, wobei die Vorderwand und
die Rückwand (7) parallel zur Schwenkebene sind, und eine zusätzliche Kühlöffnung
(54, 54') in der Vorderwand und/oder in der Rückwand (7) vorgesehen ist.
5. Kolbenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer durch eine der ersten Arbeitsfläche abgewandte Seitenwand (5, 6) begrenzt
ist, wobei eine zusätzliche Kühlöffnung (51', 55) in der Seitenwand (5, 6) vorgesehen
ist.
6. Kolbenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, umfassend eine zusätzliche Kühlöffnung,
wobei im Betrieb der Kolbenmaschine das Kühlfluid durch eine der Kühlöffnungen in
die Kammer eingelassen wird und durch die jeweils andere Kühlöffnung aus der Kammer
ausgelassen wird.
7. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlvorrichtung (60), vorzugsweise ein Gebläse oder eine Pumpe, vorgesehen ist
zur Förderung des Kühlfluids durch die Öffnung (52,) des Gehäuses (1) und in die Kammer.
8. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Größe der Kühlöffnung (52,) variabel steuerbar oder einstellbar ist, vorzugsweise
mittels eines in einer Gehäusewand (8) angeordneten Regelorgans oder Schiebers (62)
oder Drosselklappe.
9. Kolbenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (52) in der kreisbogenförmigen Wand (8) durch einen Mittelpunktswinkel
(β) definiert ist, welcher höchstens so groß ist wie ein Schwenkwinkel (α) des Kolbens
(15).
10. Kolbenmaschine nach vorstehenden, dadurch gekennzeichnet, dass die kreisbogenförmige Wand (8) einen zweiten Mittelpunktswinkel (γ) definiert, wobei
eine der kreisbogenförmigen Wand (8) zugewandte Kolbenseite (28) im Querschnitt kreisbogenförmig
ist und einen dritten Mittelpunktswinkel (δ) definiert, wobei der zweite Mittelpunktswinkel
(γ) genau so groß ist wie der dritte Mittelpunktswinkel (δ) oder kleiner oder größer
ist als der dritte Mittelpunktswinkel (δ).
11. Kolbenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (52) in der kreisbogenförmigen Wand (8) sich über eine gesamte axiale
Ausdehnung der kreisbogenförmigen wand (8) erstreckt.
12. Kolbenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kolbenmaschine als
Verdichter, Druckgasmotoren, Hydraulikmotoren, Pumpe oder Vakuumpumpe ausgebildet
ist.
13. Kolbenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Kolben (15) auf einer
der ersten Arbeitsfläche (29, 30) gegenüberliegenden Seite eine zweite Arbeitsfläche
(30, 29) aufweist, und der Kolben (15) und das Gehäuse (1) eine zweite variable Arbeitskammer
mit einem darin angeordneten zweiten Auslassventil (25) und zweiten Einlassventil
(24) definieren, wobei die Kühlöffnung (52) die erste Arbeitskammer von der zweiten
Arbeitskammer trennt oder auf einer Trennlinie zwischen der ersten Arbeitskammer und
der zweiten Arbeitskammer liegt.
14. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlöffnung (52) als Nut, Kreissektor oder Kreis ausgebildet ist
15. Kolbenmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (15) Kühlrippen (31) aufweist und/oder als Hohlkörper ausgebildet ist.