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EP 3 663 079 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.06.2022 Patentblatt 2022/25 |
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Anmeldetag: 18.09.2019 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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FEINSCHNEIDPRESSE
FINE BLANKING PRESS
PRESSE DE DÉCOUPAGE FIN
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
06.12.2018 DE 102018131166
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.06.2020 Patentblatt 2020/24 |
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Patentinhaber: Hülshorst, Johannes |
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32105 Bad Salzuflen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hülshorst, Johannes
32105 Bad Salzuflen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rolf, Gudrun |
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Rosenstein, Rolf, Frohoff
Rechtsanwälte und Patentanwalt
Partnerschaft mbB
Ritterstrasse 19 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102009 017 624 JP-A- H04 172 133 US-A1- 2007 193 331
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DE-B3-102009 017 626 US-A1- 2005 039 510
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Feinschneidpresse gemäß dem Oberbegriff des ersten Patentanspruches.
[0002] Es ist eine Feinschneidpresse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt,
EP 3 184 291 A1, die einen feststehender Pressentisch aufweist, dort "oberes Querhaupt" genannt,
mit einem oberen Werkzeug, einer dagegen beweglichen Gegenhalteebene und einer dazwischen
separat beweglichen Schneidebene mit einem dem Oberwerkzeug entgegengesetzt angeordneten
Unterwerkzeug sowie einer auf der dem Oberwerkzeug entgegengesetzten Seite des oberen
Querhauptes separat beweglichen Ringzackenebene, wobei diese verschiedenen Ebenen
mit hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheiten als Bewegungsantrieben ausgestattet sind.
[0003] Nachteilig an einer solchen bekannten Feinschneidpresse mit hydraulischen Antrieben
ist insbesondere, dass diese hydraulischen Antriebe in der Pressenwelt als sog. "weiche
Systeme" gelten, da Rohre und Schläuche der hydraulischen Kraftübertragung kompressibel
sind, wobei gerade beim Schneiden von Stahl innerhalb kürzester Zeit extreme Kraftschwankungen
auftreten. Um jedoch den teilweise extremen Genauigkeitsanforderungen zu genügen,
sind deswegen solche hydraulische Antriebe was die Positionierbarkeit und die Reproduzierbarkeit
angeht, nur bedingt tauglich. Zudem gelten die hydraulischen Antriebe als ungünstige
Energieverbraucher, ebenso wie das Hydrauliköl temperaturabhängige Volumenänderungen
erfährt und zudem altert und somit einen hohen Wartungsaufwand der mit der Hydraulik
ausgestatteten Feinschneidpresse erfordert.
[0004] Nachteilig an dieser bekannten und auch an anderen hydraulischen Feinschneidpressen
ist, dass sich die Gegenhaltekraft an der Schneidebene abstützt. Dadurch reduziert
sich die Schneidkraft um die Gegenhaltekraft.
[0005] Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Feinschneidpresse ist, dass sie sich durch
einen nur sehr kleinen Werkzeugraum auszeichnet, wobei dies der Tatsache geschuldet
ist, dass der Kraftangriff bei den hydraulischen Antriebssystemen immer mittig ist.
Will man jedoch längere Pressentische realisieren, damit auch längere Werkzeuge in
einer Feinschneidpresse Platz finden, kann daraus resultieren, dass weit außermittige
Kräfte relativ zur Pressenmitte angreifen, was die bekannten Feinschneidpressen vor
große Probleme stellt, da die dabei entstehenden großen Momente dann im Maschinenständer
abgefangen werden müssen. Ein weiterer Nachteil solcher nach dem Stand der Technik
bekannten Feinschneidpressen ist, dass sie nur kurze Wege für die einzelnen Bewegungsebenen
aufweisen, ebenso wie es nachteilig ist, dass die Höhe des Werkzeugraumes für das
Oberwerkzeug und das Unterwerkzeug relativ hoch über der Aufstellfläche einer Feinschneidpresse
angeordnet ist, was der Ergonomie einer solchen Presse entgegenwirkt.
[0006] Eine Feinschneidpresse ist aus der
DE 10 2009 017 626 B3 bekannt die teilweise mit Hubspindeln und teilweise mit Hydraulikzylindern arbeitet
und die einen Maschinenständer mit einem damit einteiligen oberen Pressentisch aufweist,
die unter Zwischenschaltung eines Stößels einen Werkzeugraum begrenzen Eine andere
bekannte, zum Teil 3-fach wirkende Tiefziehpresse,
DE 10 2009 017 624 A1, arbeitet ebenfalls mit Hubspindeln und Hydraulikzylindern.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Feinschneidpresse zur Verfügung zu stellen, deren
Öffnungsbewegung des Werkzeuges üppig groß gestaltet werden kann, wobei die Ergonomie
der Feinschneidpresse verbessert sein soll, ebenso wie deren Wirtschaftlichkeit bei
der Konstruktion und im Betrieb. Eine weitere wesentliche Aufgabe besteht jedoch in
der Erfüllung auch extrem hoher Genauigkeitsanforderungen, welche mit den bekannten
hydraulischen Antrieben nicht erzielbar sind.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes
des Hauptanspruches dadurch, dass die Feinschneidpresse als dreifachwirkende Spindelpresse
ausgebildet ist und zumindest einige oder alle Bewegungsantriebe der Ebenen aus elektrischen
Servomotoren bestehen. Im Vergleich zur hydraulisch betriebenen Feinschneidpressen
entfällt also zunächst die Hydraulikflüssigkeit und damit auch die verbundenen Umwelt-
und Sicherheitsprobleme. Auch die Positions- und Geschwindigkeitsregelung ist aufgrund
der hohen Steifigkeit solcher Spindelantriebe deutlich einfacher als bei hydraulischen
Antriebssystemen. Weiterhin wird dadurch, dass sich die Gegenkraft nicht mehr an der
Schneidebene abstützt, die Schneidkraft auch nicht mehr nachteilig reduziert.
[0009] Außerdem stützen sich beim Gegenstand der Erfindung die Gegenhaltekräfte aus der
Gegenhalteebene, die Schneidkräfte aus der Schneidebene und die Ringzackenkräfte aus
der Ringzackenebene unabhängig voneinander am feststehenden Pressentisch der Feinschneidpresse
ab, wodurch erreicht wird, dass sich in der Feinschneidpresse entgegengesetzt wirkende
Kräfte nicht gegenseitig negativ beeinflussen können, wie dies etwa bei bekannten
hydraulischen Feinschneidpressen des Standes der Technik der Fall ist, bei denen sich
beispielsweise die Schneidkräfte um die Gegenhaltekräfte reduzieren.
[0010] Vorteilhaft ist des Weiteren, dass durch eine beliebig lange Gestaltung der Spindeln
der Öffnungsweg eines Werkzeuges so groß gestaltet werden kann wie gewünscht, was
den Maschinenbediener in die Lage versetzt, ein Werkzeug in der Presse weit zu öffnen,
um z.B. Wartungsarbeiten erledigen zu können, ohne das Werkzeug dazu ausbauen zu müssen.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich
mit und in Kombination aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0012] Entsprechend einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Hubspindeln
der Feinschneidpresse mit Spindelmuttern ausgestattet, die als Planetenrollengewindetriebe
ausgebildet sind, welche sich insbesondere für lineartechnische Antriebe hoher Lasten
eignen, wobei bei einem solchen Planetenrollengewindetrieb weiterhin die vorteilhafte
Möglichkeit besteht, sehr kleine Gewindesteigerungen zu realisieren, sodass mit der
damit ausgestatteten Feinschneidpresse jede geforderte Genauigkeitsanforderung beliebig
oft wiederholgenau erfüllt werden kann.
[0013] Dadurch, dass die als Bewegungsantriebe der Gegenhalteebene ausgebildeten elektrischen
Servomotoren auf der der Gegenhalteebene entgegengesetzten Seite des Pressentischen
angeordnet sind und sich die Hubspindeln durch den Pressentisch bis in die Gegenhalteebene
erstrecken und auch die als Bewegungsantriebe der Schneidebene ausgebildeten elektrischen
Servomotoren auf der der Schneidebene entgegengesetzten Seite des Pressentisches angeordnet
sind und sich die Hubspindeln durch den Pressentisch bis zur Schneidebene erstrecken
und auch die als Bewegungsantriebe der Ringzackenebene ausgebildeten elektrischen
Servomotoren über einem Portal auf der der Gegenhalteebene entgegengesetzten Seite
des Pressentisches angeordnet sind und sich die deren Hubspindeln durch das Portal
und die Ringzackenebene erstrecken und in dem Pressentisch drehgelagert sind, ergibt
sich durch den unter der Gegenhalteebene frei bleibenden Bauraum die Möglichkeit,
die Höhe des Werkzeugraumes abzusenken, sodass der Werkzeugraum in einer ergonomischen
Höhe für das Bedienpersonal der Feinschneidpresse angeordnet werden kann.
[0014] An der Schneidebene sind dabei Vorschub-/Rückzugsgeräte angeordnet, die zusammen
mit dieser vertikal verfahren werden.
[0015] Entsprechend einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Schneidpresse
auf Führungssäulen aufgebaut, die auf einer Pressenbasis mit Pressenfüßen aufstehen,
wobei die Führungssäulen den Pressentisch tragen und sich dabei durch die Gegenhalteebene,
die Schneidebene und auch durch die Ringzackenebene erstrecken, die auf der den anderen
Ebenen entgegengesetzten Seite des Pressentisches angeordnet ist. Diese Konstruktionsweise
ohne einen massiven Pressenrahmen, erlaubt eine hohe Flexibilität in der Ausgestaltung
der Feinschneidpresse, ebenso wie dadurch eine große Stabilität der Gesamtkonstruktion
erreicht wird.
[0016] Vorteilhafterweise weist die Feinschneidpresse dabei vier solcher Führungssäulen
auf, die jeweils in den Eckbereichen einer in einer Draufsicht rechteckigen Grundfläche
angeordnet sind, wobei die Führungssäulen seitlich beabstandet von den Werkzeugen
verlaufend vorgesehen sind.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung ist die Gegenhalteebene
und die Schneidebene unterhalb des Pressentisches angeordnet und die Ringzackenebene
oberhalb des Pressentisches, sodass das erste Teilwerkzeug ein oberes Werkzeug bildet
und das zweite Teilwerkzeug ein unteres Werkzeug. Eine umgekehrte Anordnung der Ebenen
wäre ebenfalls denkbar, wobei dann der Vorteil eines ergonomisch zugänglichen Werkzeugraumes
möglicherweise geringfügig leiden würde.
[0018] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfinderischen Feinschneidpresse wird die
Ringzackenebene von vier Bewegungsantrieben über vier Hubspindeln angetrieben, die
jeweils in den Eckbereichen einer in Draufsicht rechteckigen Grundfläche angeordnet
sind, die innerhalb der Grundfläche der Führungssäulen ausgebildet ist, wobei die
Fortsetzung ihre gedachten Spindeldrehachsen seitlich außerhalb der Werkzeuge verlaufen.
Hierdurch wird ein Verkanten der Ebene bei außermittigem Werkzeugangriff wirkungsvoll
vermieden.
[0019] Bevorzugterweise wird auch die Gegenhalteebene von vier Bewegungsantrieben über vier
Hubspindeln angetrieben, die jeweils in den Eckbereichen einer in Draufsicht rechteckigen
Grundfläche angeordnet sind, die außerhalb der Grundfläche der Führungssäule ausgebildet
ist. Auch die Schneidebene wird von vier Bewegungsantrieben über vier Hubspindeln
angetrieben, wobei auch diese Hubspindeln in den Eckbereichen einer in Draufsicht
rechteckigen Grundfläche angeordnet sind.
[0020] Vorteilhaft an der erfinderischen Feinschneidpresse ist des Weiteren, dass das Größenmaß
des Öffnungsabstandes der beiden Teilwerkzeuge durch eine Auswahl des Maßes der Länge
der Führungssäulen, der Hubspindeln, der Gegenhalteebene und der Schneideebene frei
auswählbar ist, ohne dass hierbei Rücksicht auf Anforderungen einer Hydraulikanlage
genommen werden muss.
[0021] Bevorzugterweise weist die Feinschneidpresse dazu eine Maschinensteuerung auf, die
als PC-Steuerung ausgebildet ist, sodass alle Produktionsparameter und Überwachungswerte
der Feinschneidpresse übergeordneten Systemen, wie einer Maschinen- oder Betriebsdatenerfassung,
zur Verfügung gestellt werden können, was die Wirtschaftlichkeit der Feinschneidpresse
und Ihres Umfeldes wesentlich verbessert.
[0022] Ein weiterer sehr wesentlicher Vorteil dieser Feinschneidpresse ergibt sich dadurch,
dass die Bewegungsebenen unabhängig voneinander sowohl kraftabhängig als auch wegabhängig
steuerbar ausgebildet sind, sodass jeweils das für einen feinzuschneidenden Gegenstand
optimale Fertigungsverfahren angewandt werden kann.
[0023] Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine geschnittene Ansicht einer Feinschneidpresse entlang Linie 1-1 der Fig. 2,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Feinschneidpresse gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine verkleinerte Ansicht der Feinschneidpresse gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Feinschneidpresse gemäß Fig. 3.
[0024] Die Feinschneidpresse 1 besteht aus vier Führungssäulen 15, die auf einer Pressenbasis
16 mit Pressenfüßen 17 auf dem Boden aufstehen. An den Führungssäulen 15 ist ein Pressentisch
2 festgelegt sowie ein nach unten gerichtetes oberes erste Teilwerkzeug 3 angeordnet.
Unterhalb des Pressentisches 2 ist eine Schneidebene 5 vorgesehen, mit einem nach
oben gerichteten unteren zweiten Teilwerkzeug 6. Unterhalb der Schneidebene 5 ist
die Gegenhalteebene 4 angeordnet, die über vier im Rechteck angeordnete Hubspindeln
12 über jeweils eigene Bewegungsantriebe 9 angetrieben ist.
[0025] Seitlich der Schneidebene 5 sind Vorschub-/Rückzuggeräte 14 daran gelagert. Mittig
oberhalb der Teilwerkzeuge 3; 6 ist ein Portal 20 angeordnet, auf dem vier im Quadrat
angeordnete Bewegungsantriebe 10 von Hubspindeln 13 zur Bewegung der Ringzackenebene
7 angeordnet sind, sodass insgesamt alle Bewegungsantriebe 8; 9; 10 der Ebenen 4;
5; 7 oberhalb des Pressentisches 2 angeordnet sind.
[0026] Die Oberseite der Schneidebene 5 weist im geöffneten Zustand der Feinschneidpresse
1 eine Höhe von nur etwa 110 cm auf, sodass ein Pressenbediener, wie in den Fig. 3,
4 dargestellt ist, eine ergonomische Zugangsmöglichkeit zu den Teilwerkzeugen 3; 6
besitzt. Die Bewegungsantriebe 8; 9; 10 der Feinschneidpresse 1 sind dabei alle als
elektrische Servomotoren ausgebildet und weisen Hubspindeln mit Spindelmuttern auf,
die als Planetenrollengewindetriebe ausgebildet sind.
[0027] Die elektrischen Servomotoren der Bewegungsantriebe 9 der Gegenhalteebene 4 sind
auf der der Gegenhalteebene 4 entgegengesetzten Seite des Pressentisches 2 angeordnet,
wobei sich die Hubspindeln 12 durch den Pressentisch 2 und die Schneidebene 5 bis
in die Gegenhalteebene 4 erstrecken. Die elektrischen Servomotoren der Bewegungsantriebe
8 der Schneidebene 5 sind ebenfalls auf der der Schneidebene 5 entgegengesetzten Seite
des Pressentisches 2 angeordnet, wobei sich die Hubspindeln 11 durch den Pressentisch
2 durch die Schneidebene 5 hindurch erstrecken.
[0028] Auch die elektrischen Servomotoren der Bewegungsantriebe 10 der Ringzackenebene 7
sind über einem Portal 20 auf der der Gegenhalteebene 4 entgegengesetzten Seite des
Pressentisches 2 angeordnet, wobei sich deren Hubspindeln 13 durch das Portal 20 und
die Ringzackenebene 7 erstrecken und in dem Pressentisch 2 drehgelagert sind.
[0029] Die vier Führungssäulen 15 der Feinschneidpresse 1 erstrecken sich durch die Gegenhalteebene
4, die Schneidebene 5 und die Ringzackenebene 7, wobei die Führungssäulen 15 jeweils
in den Eckbereichen in einer in Draufsicht rechteckigen Grundfläche angeordnet sind
und seitlich beabstandet von den Werkzeugen 3; 6 vorgesehen sind, wie dies in Fig.
2 dargestellt ist. Auch die Ringzackenebene 7 wird ebenso wie die Gegenhalteebene
4 von vier Bewegungsantrieben 10 bzw. 9 über vier Hubspindeln 13 bzw. 12 angetrieben,
die jeweils in den Eckbereichen der Grundfläche der Führungssäulen 15 bzw. außerhalb
der Grundfläche der Führungssäulen 15 angeordnet sind.
[0030] Ebenfalls die vier Hubspindeln 11 der Schneidebene 5 werden von vier Bewegungsantrieben
8 angetrieben, die ihrerseits in den Eckbereichen einer in Draufsicht rechteckigen
Grundfläche angeordnet sind.
1. Feinschneidpresse mit einem feststehenden Pressentisch (2) mit einem ersten Teilwerkzeug
(3), einer dagegen bewegliche Gegenhalteebene (4) und einer dazwischen separat beweglichen
Schneidebene (5) mit einem dem erster Teilwerkzeug (3) gegenüberliegenden zweiten
Teilwerkzeug (6), einer auf der dem ersten Teilwerkzeug (3) entgegengesetzten Seite
des Pressentisches (2) separat beweglichen Ringzackenebene (7) sowie mit Bewegungsantrieben
(8; 9; 10) für diese Ebenen (5; 4; 7), dadurch gekennzeichnet, dass die Feinschneidpresse (1) als dreifach wirkende Spindelpresse ausgebildet ist, wobei
die Gegenhalteebene (4), die Schneidebene (5) und die Ringzackenebene (7) durch Hubspindeln
(11; 12;13) angetrieben sind und zumindest einige oder alle Bewegungsantriebe (8;
9; 10) der Ebenen (5; 4; 7) aus elektrischen Servomotoren bestehen und dass Gegenhaltekräfte
aus der Gegenhalteebene (4), Schneidkräfte aus der Schneidebene (5) und Ringzackenkräfte
aus der Ringzackenebene (7) unabhängig voneinander am feststehenden Pressentisch (2)
abgestützt sind.
2. Feinschneidpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie Hubspindeln (11; 12; 13) mit Spindelmuttern aufweist, die als Planetenrollengewindetriebe
ausgebildet sind.
3. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die als Bewegungsantriebe (9) der Gegenhalteebene (4) ausgebildeten elektrischen
Servomotoren auf der der Gegenhalteebene (4) entgegengesetzten Seite des Pressentisches
(2) angeordnet sind und sich die Hubspindeln (12) durch den Pressentisch (2) und seitlich
der Schneidebene (5) bis in die Gegenhalteebene (4) erstrecken.
4. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die als Bewegungsantriebe (8) der Schneideebene (5) ausgebildeten elektrischen Servomotoren
auf der der Schneidebene (5) entgegengesetzten Seite des Pressentisches (2) angeordnet
sind und sich die Hubspindeln (11) durch den Pressentisch (2) bis in die Schneidebene
(5) erstrecken.
5. Feinschneidpresse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schneidebene (5) Vorschub-/Rückzugsgeräte (14) angeordnet sind, die mit der
Bewegung der Schneidebene (5) mitbewegt sind.
6. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die als Bewegungsantriebe (10) der Ringzackenebene (7) ausgebildeten elektrischen
Servomotoren über einem Portal auf der der Gegenhalteebene (4) entgegengesetzten Seite
des Pressentisches (2) angeordnet sind und sich die Hubspindeln (13) durch das Portal
und die Ringzackenebene (7) erstrecken und in dem Pressentisch (2) drehgelagert sind.
7. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Führungssäulen (15) aufweist, die auf einer Pressenbasis (16) mit Pressenfüßen
(17) aufstehen und die den Pressentisch (2) tragen und sich durch die Gegenhalteebene
(4), die Schneidebene (5) und die Ringzackenebene (7) erstrecken.
8. Feinschneidpresse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie vier Führungssäulen (15) aufweist, die in den Eckbereichen einer in einer Draufsicht
rechteckigen Grundfläche angeordnet sind.
9. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalteebene (4) und die Schneidebene (5) unterhalb des Pressentisches (2)
angeordnet sind und die Ringzackenebene (7) oberhalb des Pressentisches (2) und dass
das erste Teilwerkzeug (3) ein oberes Werkzeug bildet und das zweite Teilwerkzeug
(6) ein unteres Werkzeug.
10. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringzackenebene (7) von vier Bewegungsantrieben (10) und vier Hubspindeln (13)
angetrieben ist, die in den Eckbereichen einer in Draufsicht rechteckigen Grundfläche
angeordnet sind, die innerhalb der Grundfläche der Führungssäulen (15) ausgebildet
ist.
11. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalteebene (4) von vier Bewegungsantrieben (9) und vier Hubspindeln (12)
angetrieben ist, die in den Eckbereichen einer in Draufsicht rechteckigen Grundfläche
angeordnet sind.
12. Feinschneidpresse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichneten, dass die Schneidebene (5) von vier Bewegungsantrieben (8) und vier Hubspindeln
(11) angetrieben ist, die in den Eckbereichen einer in Draufsicht rechteckigen Grundfläche
angeordnet sind, die innerhalb der Grundfläche der Hubspindeln (12) der Gegenhalteebene
(4) ausgebildet ist.
13. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche 7, 8 oder 10 dadurch gekennzeichnet, dass das Größenmaß des Öffnungsabstandes der beiden Teilwerkzeuge (3;6) durch eine Auswahl
des Maßes der Länge der Führungssäulen (15) und der Hubspindeln (11; 12) der Gegenhalteebene
(4) und der Schneideebene (5) auswählbar ist.
14. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Maschinensteuerung aufweist, die als PC-Steuerung ausgebildet ist und dass
alle Produktionsparameter und Überwachungswerte der Feinschneidpresse (1) übergeordneten
Systemen, wie einer Maschinen- und/ oder Betriebsdatenerfassung, zur Verfügung stellbar
sind.
15. Feinschneidpresse nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsebenen (5; 4; 7) unabhängig voneinander entweder kraftabhängig oder
wegabhängig steuerbar ausgebildet sind.
1. A fine blanking press with a fixed press table (2) with a first partial tool (3),
a counter-holding plane (4) moveable thereagainst and a separately moveable blanking
plane (5) therebetween with a second partial tool (6) opposite the first partial tool
(3), a separately moveable ring tooth plane (7) on the opposite side of the press
table (2) from the first partial tool (3) and with motion drives (8; 9; 10) for these
planes (5; 4; 7), characterized in that the fine blanking press (1) is embodied as a triple acting spindle press, wherein
the counter-holding plane (4), the blanking plane (5) and the ring tooth plane (7)
are driven by lifting spindles (11; 12; 13) and at least some or all motion drives
(8; 9; 10) of the planes (5; 4; 7) consist of electrical servomotors and in that counter-holding forces from the counter-holding plane (4), blanking forces from the
blanking plane (5) and ring tooth forces from the ring tooth plane (7) are supported
independently from one another on the fixed press table (2).
2. The fine blanking press according to claim 1, characterized in that it comprises lifting spindles (11; 12; 13) with spindle nuts which are embodied as
a planetary roller thread drive.
3. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims, characterized in that the electrical servomotors embodied as motion drives (9) of the counter-holding plane
(4) are arranged on the side of the press table (2) opposite the counter-holding plane
(4) and the lifting spindles (12) extend through the press table (2) and laterally
of the blanking plane (5) to the counter-holding plane (4).
4. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims, characterized in that the electrical servo motors embodied as motion drives (8) of the blanking plane (5)
motion drives are arranged on the side of the press table (2) opposite the blanking
plane (5) and the lifting spindles (11) extend through the press table (2) to the
blanking plane (5).
5. The fine blanking press according to claim 4, characterized in that feed/retracting devices (14) are arranged on the blanking plane (5) which are moved
along with the movement of the blanking plane (5).
6. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims, characterized in that the electrical servomotors embodied as motion drives (10) of the ring tooth plane
(7) are arranged above a portal on the side of the press table (2) opposite the counter-holding
plane (4) and that the lifting spindles (13) extend through the portal and the ring
tooth plane (7) and are pivoted in the press table (2).
7. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims, characterized in that it comprises guide columns (15) which stand on a press base (16) with press feet
(17) and which bear the press table (2) and extend through the counter-holding plane
(4), the blanking plane (5) and the ring tooth plane (7).
8. The fine blanking press according to claim 7, characterized in that it comprises four guide columns (15) which are arranged in the corner regions of
a rectangular base area in a top view.
9. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims, characterized in that the counter-holding plane (4) and the blanking plane (5) are arranged beneath the
press table (2) and the ring tooth plane (7) is arranged above the press table (2)
and in that the first partial tool (3) forms an upper tool and the second partial tool (6) forms
a lower tool.
10. The find blanking press according to any of the aforementioned claims 7 or 8, characterized in that the ring tooth plane (7) is driven by four motion drives (10) and four lifting spindles
(13), which are arranged in the corner regions of a rectangular base area in top view,
which is embodied within the base area of the guide columns (15).
11. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims, characterized in that the counter-holding plane (4) is driven by four motion drives (9) and four lifting
spindles (12), which are arranged in the corner regions of a rectangular base area
in top view.
12. The fine blanking press according to claim 11, characterized in that the blanking plane (5) is driven by four motion drives (8) and four lifting spindles
(11), which are arranged in the corner regions of a rectangular base area in top view,
which is embodied within the base area of the lifting spindles (12) of the counter-holding
plane (4).
13. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims 7, 8 or 10,
characterized in that the size dimension of the opening distance of the two partial tools (3; 6) can be
selected by a selection of the measurement of the length of the guide columns (15)
and the lifting spindles (11; 12) of the counter-holding plane (4) and of the blanking
plane (5).
14. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims, characterized in that it comprises a machine controller which is embodied as a PC controller and in that all production parameters and monitoring values of the parent systems of the fine
blanking press (1), such a machine and/or operating data recording, can be made available.
15. The fine blanking press according to any of the aforementioned claims, characterized in that the motion planes (5; 4; 7) are embodied either forcedependently or travel-dependently
controllable separately from one another.
1. Presse de découpage fin avec une table de presse (2) fixe avec un premier outil partiel
(3), un plan de contre-maintien (4) mobile contre celui-ci et un plan de découpage
(5) mobile de manière séparée entre ceux-ci avec un deuxième outil partiel (6) opposé
au premier outil partiel (3), un plan d'anneau de retenue (7) mobile séparément sur
la face de la table de presse (2) opposée au premier outil partiel (3) ainsi qu'avec
des entraînements en mouvement (8 ; 9 ; 10) pour ces plans (5 ; 4 ; 7), caractérisée en ce que la presse de découpage fin (1) est réalisée sous la forme d'une presse à vis à triple
effet, dans laquelle le plan de contre-maintien (4), le plan de découpage (5) et le
plan d'anneau de retenue (7) sont entraînés par des vis de levage (11 ; 12; 13) et
au moins certains des ou tous les entraînements en mouvement (8 ; 9; 10) des plans
(5 ; 4 ; 7) sont constitués de servomoteurs électriques et que les forces de contre-maintien
provenant du plan de contre-maintien (4), les forces de découpage provenant du plan
de découpage (5) et les forces d'anneau de retenue provenant du plan d'anneau de retenue
(7) sont supportées indépendamment les unes des autres sur la table de presse (2)
fixe.
2. Presse de découpage fin selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'elle présente des vis de levage (11 ; 12 ; 13) avec des écrous de vis qui sont réalisés
sous la forme de mécanismes de vis-écrou à galets planétaires.
3. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les servomoteurs électriques réalisés sous la forme d'entraînements en mouvement
(9) du plan de contre-maintien (4) sont disposés sur la face de la table de presse
(2) opposée au plan de contre-maintien (4) et les vis de levage (12) s'étendent à
travers la table de presse (2) et à côté du plan de découpage (5) jusque dans le plan
de contre-maintien (4).
4. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les servomoteurs électriques réalisés sous la forme d'entraînements en mouvement
(8) du plan de découpage (5) sont disposés sur la face de la table de presse (2) opposée
au plan de découpage (5) et les vis de levage (11) s'étendent à travers la table de
presse (2) jusque dans le plan de découpage (5).
5. Presse de découpage fin selon la revendication 4, caractérisée en ce que des appareils d'avance/de recul (14), qui sont déplacés conjointement avec le mouvement
du plan de découpage (5), sont disposés sur le plan de découpage (5).
6. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les servomoteurs électriques réalisés sous la forme d'entraînements en mouvement
(10) du plan d'anneau de retenue (7) sont disposés par l'intermédiaire d'un portique
sur la face de la table de presse (2) opposée au plan de contre-maintien (4) et les
vis de levage (13) s'étendent à travers le portique et le plan d'anneau de retenue
(7) et sont montées en rotation dans la table de presse (2).
7. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle présente des colonnes de guidage (15), qui reposent sur une base de presse (16)
avec des pieds de presse (17) et qui portent la table de presse (2) et s'étendent
à travers le plan de contre-maintien (4), le plan de découpage (5) et le plan d'anneau
de retenue (7).
8. Presse de découpage fin selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'elle présente quatre colonnes de guidage (15), qui sont disposées dans les zones de
coin d'une surface de base rectangulaire en vue en élévation.
9. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le plan de contre-maintien (4) et le plan de découpage (5) sont disposés au-dessous
de la table de presse (2) et le plan d'anneau de retenue (7) au-dessus de la table
de presse (2) et que le premier outil partiel (3) forme un outil supérieur et le deuxième
outil partiel (6) un outil inférieur.
10. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes 7 ou
8, caractérisée en ce que le plan d'anneau de retenue (7) est entraîné par quatre entraînements en mouvement
(10) et quatre vis de levage (13), qui sont disposés dans les zones de coin d'une
surface de base rectangulaire en vue en élévation, qui est réalisée à l'intérieur
de la surface de bade des colonnes de guidage (15).
11. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le plan de contre-maintien (4) est entraîné par quatre entraînements en mouvement
(9) et quatre vis de levage (12), qui sont disposées dans les zones de coin d'une
surface de base rectangulaire en vue en élévation.
12. Presse de découpage fin selon la revendication 11, caractérisée en ce que le plan de découpage (5) est entraîné par quatre entraînements en mouvement (8) et
quatre vis de levage (11), qui sont disposées dans les zones de coin d'une surface
de base rectangulaire en vue en élévation, qui est réalisée à l'intérieur de la surface
de base des vis de levage (12) du plan de contre-maintien (4).
13. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes 7, 8
ou 10, caractérisée en ce que la dimension de la distance d'ouverture des deux outils partiels (3 ; 6) peut être
sélectionnée par une sélection de la grandeur de la longueur des colonnes de guidage
(15) et des vis de levage (11 ; 12) du plan de contre-maintien (4) et du plan de découpage
(5).
14. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle présente une commande de machine qui est réalisée sous la forme d'une commande
PC et que tous les paramètres de production et valeurs de surveillance de la presse
de découpage fin (1) peuvent être mis à la disposition de systèmes supérieurs, tels
qu'une acquisition de données de machine et/ou de fonctionnement.
15. Presse de découpage fin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les plans de mouvement (5 ; 4 ; 7) sont réalisés de manière à pouvoir être commandés
indépendamment les uns des autres soit en fonction de la force soit en fonction de
la course.
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