[0001] Die Erfindung betrifft eine Gargerätevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und ein Verfahren zu einem Betrieb einer Gargerätevorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 11.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind bereits Gargerätevorrichtungen und insbesondere Kochfelder
bekannt, welche Induktoren aufweisen, welche zur Vermeidung von akustisch wahrnehmbaren
Kopplungsgeräuschen mit aneinander angepassten Heizfrequenzen betrieben werden, wobei
Steuerungsschemas zur Steuerung von Induktoren zur Beheizung von Gargeschirren als
Folge von gestiegenen Kundenanforderungen an Steuerungsqualität und Funktionalität
eines Kochfelds in einem komplexen Findungs- und Berechnungsprozess bestimmt werden,
was hohe Anforderungen an Herstellung und an verbaute Komponenten stellt und demnach
in einem hohen Kostenaufwand resultiert.
[0003] Die Druckschriften
EP 1 951 003 B1 und
EP 2 911 472 A2 (BSH HAUSGERÄTE GMBH [DE]) 26. August 2015 (2015-08-26) offenbaren in diesem Zusammenhang ein Verfahren zu einem gleichzeitigen,
induktiven Betrieb von zwei Induktoren eines Induktionskochfelds zur Vermeidung einer
Entstehung von Kopplungsgeräuschen und einer zeitlich ungleichmäßigen Stromnetzbelastung,
wobei bei dem Verfahren in einem ersten Zeitintervall die Induktoren gemeinsam mit
einer ersten Heizfrequenz und in einem zweiten Zeitintervall mit einer zweiten, von
der ersten Heizfrequenz verschiedenen Heizfrequenz betrieben werden.
[0004] Ferner offenbart die Druckschrift
US 7,910,865 B2 eine Methode zum Betrieb eines Induktionskochfelds, bei welcher die Induktoren während
eines Betriebsmodus mit einer gemeinsamen Heizfrequenz und während eines weiteren
Betriebsmodus jeweils mit verschiedenen Heizfrequenzen betrieben werden, wobei die
Heizfrequenzen einen Frequenzabstand zwischen 15 kHz und 25 kHz aufweisen.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Gargerätevorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Ansteuerung bereitzustellen. Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 11 gelöst, während
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen
entnommen werden können.
[0006] Die Erfindung geht aus von einer Gargerätevorrichtung, insbesondere einer Kochfeldvorrichtung
und vorzugsweise einer Induktionskochfeldvorrichtung, mit einer Steuereinheit, welche
in zumindest einem periodischen Dauerheizbetriebszustand zu einer repetitiven Ansteuerung
und Energieversorgung zumindest eines ersten Induktionsziels und zumindest eines zweiten
Induktionsziels mit einer Betriebsperiode vorgesehen ist.
[0007] Es wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, jedes der Induktionsziele
in zumindest einem Zeitintervall der Betriebsperiode mit einem Leistungsüberschuss
und in zumindest einem weiteren Zeitintervall der Betriebsperiode mit einem Leistungsdefizit
gegenüber der jeweiligen Sollheizleistung zu betreiben.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann eine gattungsgemäße Gargerätevorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer insbesondere vereinfachten Ansteuerung
und insbesondere hinsichtlich eines geräuscharmen Betriebs bereitgestellt werden.
Durch eine vereinfachte Ansteuerung kann insbesondere ein Aufwand zur Findung von
realisierbaren Steuerungsschemas signifikant reduziert werden. Hierdurch können insbesondere
kostengünstige und/oder leistungsschwächere Komponenten eingesetzt werden. Vorteilhaft
kann ein mit einer Anzahl an Induktionszielen wachsender Aufwand zur Steuerung einer
von einem Bediener gewünschten Sollheizleistung reduziert werden. Insbesondere kann
eine einfache Leistungskontrolle ermöglicht werden. Hierdurch kann insbesondere eine
unvorteilhafte akustische Belastung eines Bedieners vermieden werden, wodurch insbesondere
ein hoher Bedienkomfort sowie insbesondere ein positiver Bedieneindruck bei dem Bediener
insbesondere hinsichtlich einer akustischen Qualität erreicht werden kann. Vorzugsweise
kann Flicker nach einer Flicker-Norm, insbesondere nach der DIN EN 61000-3-3-Norm,
durch eine vorteilhafte Steuerung von einzelnen Induktionszielen zumindest weitgehend
vermieden werden. Insbesondere kann eine zuverlässige Ausgestaltung vorzugsweise in
Bezug auf eine durch den Bediener angeforderte Sollheizleistung erzielt werden. Insbesondere
können mehrere Induktionsziele vorteilhaft geräuscharm und mit einer Flicker-kontrollierten
Belastung eines Versorgungsnetzes gemeinsam gleichzeitig betrieben werden.
[0009] Unter einer "Gargerätevorrichtung", vorteilhaft unter einer "Kochfeldvorrichtung"
und besonders vorteilhaft unter einer "Induktionskochfeldvorrichtung" soll insbesondere
zumindest ein Teil, insbesondere eine Unterbaugruppe eines Gargeräts, insbesondere
eines Backofens, beispielsweise eines Induktionsbackofens, und vorteilhaft eines Kochfelds
und besonders vorteilhaft eines Induktionskochfelds verstanden werden. Vorteilhaft
handelt es sich bei einem die Gargerätevorrichtung aufweisenden Haushaltsgerät um
ein Gargerät. Ein als Gargerät ausgebildetes Haushaltsgerät könnte beispielsweise
ein Backofen und/oder eine Mikrowelle und/oder ein Grillgerät und/oder ein Dampfgargerät
sein. Vorteilhaft ist ein als Gargerät ausgebildetes Haushaltsgerät ein Kochfeld und
vorzugsweise ein Induktionskochfeld.
[0010] Unter einer "Energieversorgung" soll insbesondere eine Bereitstellung einer elektrischen
Energie in Form einer elektrischen Spannung, eines elektrischen Stroms und/oder eines
elektrischen und/oder elektromagnetischen Felds aus zumindest einer Energiequelle
verstanden werden. Unter einer "Energiequelle" soll insbesondere eine Einheit verstanden
werden, welche eine elektrische Energie in Form einer elektrischen Spannung, eines
elektrischen Stroms und/oder eines elektrischen und/oder elektromagnetischen Feldes
zumindest einer weiteren Einheit und/oder zumindest einem elektrischen Stromkreis
bereitstellt. Die Energiequelle kann insbesondere eine elektrische Stromphase eines
Stromversorgungsnetzes sein. Insbesondere kann die Energiequelle eine maximale Leistung
von 3,7 kW bereitstellen. Vorteilhaft kann zwischen der Energiequelle und zumindest
einem Induktionsziel, bevorzugt allen Induktionszielen eine Wechselrichtereinheit
angeordnet sein zur Bereitstellung einer hochfrequenten Versorgungsspannung mit einer
geeigneten Heizfrequenz. Jedoch kann die Energiequelle insbesondere auch eine Wechselrichtereinheit
aufweisen. Insbesondere kann die Wechselrichtereinheit zumindest einen, insbesondere
zumindest zwei oder auch mehrere Wechselrichter, aufweisen zur Bereitstellung einer
hochfrequenten Versorgungsspannung mit einer geeigneten Heizfrequenz für Induktionsziele.
[0011] Unter einer "Steuereinheit" soll insbesondere eine elektronische Einheit verstanden
werden, die vorzugsweise in einer Steuer- und/oder Regeleinheit einer Gargerätevorrichtung,
insbesondere einer Kochfeldvorrichtung, vorteilhaft einer Induktionskochfeldvorrichtung,
zumindest teilweise integriert ist und die insbesondere dazu vorgesehen ist, zumindest
eine Wechselrichtereinheit der Gargerätevorrichtung mit zumindest einem Wechselrichter,
insbesondere einem Resonanzinverter und/oder einem dualen Halbbrückeninverter, zu
steuern und/oder zu regeln. Insbesondere wertet die Steuereinheit ein von einer Einheit,
insbesondere von einer Sensor- und/oder Erfassungseinheit, bereitgestelltes Signal
aus, wonach die Steuereinheit insbesondere bei einem Erfüllen zumindest einer Bedingung
einen speziellen Vorgang und/oder Betriebszustand initiieren kann. Vorzugsweise umfasst
die Steuereinheit eine Recheneinheit und insbesondere zusätzlich zur Recheneinheit
eine Speichereinheit mit einem darin gespeicherten Steuer- und/oder Regelprogramm,
das dazu vorgesehen ist, von der Recheneinheit ausgeführt zu werden.
[0012] Insbesondere kann die Gargerätevorrichtung eine Schalteinheit aufweisen. Insbesondere
ist die Schalteinheit durch die Steuereinheit gesteuert, wobei die Schalteinheit insbesondere
eine elektrische Verbindung zwischen zumindest einer Energiequelle und zumindest einem
Energieverbraucher, beispielsweise einem der Induktionsziele, herstellt. Die Schalteinheit
kann insbesondere zumindest ein elektromechanisches oder auf Halbleiter basierendes
Schaltelement aufweisen und dazu vorgesehen sein, zumindest eine elektrische Verbindung
zwischen zumindest der einen Energiequelle und zumindest dem einen Induktionsziel
herzustellen. Unter einem "Schaltelement" soll insbesondere ein Element verstanden
werden, das dazu vorgesehen ist, zwischen zwei Punkten, insbesondere Kontakten des
Schaltelements, eine elektrisch leitende Verbindung herzustellen und/oder zu trennen.
Vorzugsweise weist das Schaltelement zumindest einen Steuerkontakt auf, über den es
geschaltet werden kann. Insbesondere ist das Schaltelement als Halbleiterschaltelement,
insbesondere als Transistor, beispielsweise als Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor
(MOSFET), vorteilhaft als Bipolartransistor mit vorzugsweise isolierter Gate-Elektrode
(IGBT), ausgebildet. Alternativ ist das Schaltelement als mechanisches und/oder elektromechanisches
Schaltelement, insbesondere als ein Relais ausgebildet.
[0013] Unter einem "Induktionsziel" soll insbesondere ein Induktor oder eine Vielzahl von
Induktoren, welcher/welche insbesondere Teil der Gargerätevorrichtung ist/sind, mit
einem über dem Induktor und/oder der Vielzahl von Induktoren aufgestellten Gargeschirr
verstanden werden, wobei der Induktor oder die Vielzahl von Induktoren in zumindest
einem insbesondere speziellen Betriebszustand, insbesondere in zumindest einem Dauerheizbetriebszustand,
insbesondere gemeinsam dazu vorgesehen sind, das über dem Induktor oder der Vielzahl
an Induktoren aufgestellte Gargeschirr induktiv zu beheizen. Dabei können die Induktoren
des Induktionsziels im Vergleich untereinander in zumindest dem Dauerheizbetriebszustand
jeweils eine gleiche Heizleistung bereitstellen. Vorteilhaft steuert die Steuereinheit
die Induktoren eines Induktionsziels mit einer gleichen Heizfrequenz an. Ferner kann
insbesondere ein einzelner Induktor des Induktionsziels zeitlich während zumindest
des Dauerheizbetriebszustands eine unterschiedliche Heizleistung liefern. Die Steuereinheit
ist insbesondere dazu vorgesehen, zumindest ein Induktionsziel zu definieren. Insbesondere
kann die Steuereinheit mehrere Induktionsziele definieren. Die Gargerätevorrichtung
weist insbesondere zumindest einen Induktor, insbesondere eine Vielzahl an Induktoren
auf. Unter einem "Induktor" soll hier insbesondere ein Element verstanden werden,
welches in wenigstens einem Dauerheizbetriebszustand zumindest einem Gargeschirr Energie
zum Zweck einer Beheizung des Gargeschirrs zuführt, insbesondere in Form eines magnetischen
Wechselfelds, das dazu vorgesehen ist, in einem metallischen, vorzugsweise zumindest
teilweise ferromagnetischen Heizmittel, insbesondere einem Gargeschirr, Wirbelströme
und/oder Ummagnetisierungseffekte hervorzurufen, die in Wärme umgewandelt werden.
Der Induktor weist insbesondere zumindest eine Induktionsspule auf und ist insbesondere
dazu vorgesehen, Energie in Form eines magnetischen Wechselfelds mit einer Heizfrequenz
dem Gargeschirr zuzuführen. Der Induktor ist insbesondere unterhalb und vorteilhaft
in einem Nahbereich zumindest einer Aufstellplatte der Gargerätevorrichtung angeordnet.
Insbesondere kann die Vielzahl an Induktoren matrixartig angeordnet sein, wobei die
matrixartig angeordneten Induktoren eine variable Kochfläche bilden können. Insbesondere
sind die Induktoren zu beliebig großen Induktionszielen, insbesondere mit unterschiedlichen
Konturen, miteinander kombinierbar. Alternativ können Induktoren auch in Form eines
klassischen Kochspiegels, insbesondere mit zwei, drei, vier oder fünf Heizzonen, angeordnet
sein.
[0014] Unter einem "Dauerheizbetriebszustand" soll insbesondere ein Betriebszustand verstanden
werden, in welchem eine spezielle Ansteuerung einer Einheit, insbesondere von zumindest
zwei Induktionszielen, erfolgt und/oder ein spezielles Verfahren und/oder ein spezieller
Algorithmus auf die Einheit, insbesondere auf die Induktionsziele angewandt wird,
wobei insbesondere die Steuereinheit die Induktionsziele aufeinander abgestimmt betreibt.
Insbesondere dauert der Dauerheizbetriebszustand, insbesondere zeitlich ununterbrochen,
zumindest 1 s, bevorzugt zumindest 10 s, vorteilhaft zumindest 60 s und besonders
bevorzugt zumindest 300 s, wobei insbesondere zumindest einem Induktionsziel elektrische
Energie in Form einer Ausgangsheizleistung zugeführt wird, welche vorteilhaft ungleich
0 ist und insbesondere in einem zeitlichen Mittel einer Sollheizleistung entspricht.
Insbesondere findet in dem Dauerheizbetriebszustand eine Temperaturerhöhung eines
Gargeschirrs des Induktionsziels und/oder eine Temperaturerhöhung und/oder ein zumindest
teilweiser Phasenübergang eines in dem Gargeschirr befindlichen Garguts statt. Insbesondere
beträgt die Temperaturerhöhung des Gargeschirrs und/oder des Garguts insbesondere
0,5 °C, vorteilhaft 1 °C, bevorzugt 5 °C und besonders vorteilhaft mehr als 10 °C.
Insbesondere beträgt ein Massenanteil des Garguts, welcher einen Phasenübergang erfährt,
1 %, vorteilhaft 5 %, bevorzugt 10 % und besonders vorteilhaft mehr als 20 %.
[0015] In dem Dauerheizbetriebszustand stellt die Steuereinheit insbesondere zumindest eine
Ausgangsheizleistung zumindest des ersten und/oder zweiten Induktionsziels, vorteilhaft
zumindest einen Großteil der Ausgangsheizleistung des ersten und/oder zweiten Induktionsziels
und vorzugsweise alle Ausgangsheizleistungen des ersten und/oder zweiten Induktionsziels
mittels einer Heizfrequenz und/oder mittels von gegeneinander phasenverschobenen Ansteuerungssignalen
und/oder mittels eines Tastgrads ein. Unter einer "Ausgangsheizleistung" des ersten
und/oder zweiten Induktionsziels soll insbesondere eine elektrische Leistung verstanden
werden, welche Induktoren des ersten und/oder zweiten Induktionsziels in wenigstens
einem Dauerheizbetriebszustand einem Gargeschirr des ersten und/oder zweiten Induktionsziels
zu einer Beheizung innerhalb eines Zeitintervalls bereitstellt.
[0016] Unter einer "repetitiven Ansteuerung" einer Einheit soll hier insbesondere eine sich
in zumindest einem Dauerheizbetriebszustand periodisch wiederholende Ansteuerung der
Einheit, insbesondere mit einem elektrischen Signal, verstanden werden. Unter einer
"elektrischen Durchschnittsleistung" soll insbesondere über eine Zeitspanne, insbesondere
über eine Betriebsperiode, gemittelte, insbesondere dem Induktionsziel, zugeführte
elektrische Leistung verstanden werden. Vorzugsweise entspricht die elektrische Durchschnittsleistung
einer vom Bediener eingestellten Sollheizleistung. Unter einer "Betriebsperiode" soll
insbesondere eine Zeitspanne verstanden werden, während welcher das Induktionsziel
in einem Dauerheizbetriebszustand betrieben wird. Insbesondere ist das Induktionsziel
während der Betriebsperiode aktiviert, wobei dem Induktionsziel eine elektrische Energie
zuführbar ist, wobei die elektrische Energie verschwindend gering sein kann. Vorzugsweise
ist die Betriebsperiode in zumindest zwei Zeitintervalle geteilt, während welcher
insbesondere das Induktionsziel mit einer jeweiligen konstanten elektrischen Energie
versorgt wird. Unter einem "Zeitintervall" soll insbesondere eine Zeitspanne verstanden
werden, deren Dauer länger als 0 s und kürzer als die Betriebsperiode ist, wobei eine
Dauer aller Zeitintervalle der Betriebsperiode genau einer Dauer der Betriebsperiode
entspricht. Insbesondere können einzelne Zeitintervalle untereinander eine unterschiedliche
Dauer aufweisen.
[0017] Unter einem "Leistungsüberschuss" eines Induktionsziels soll insbesondere eine Leistung
verstanden werden, deren Mittelwert bezogen auf ein Zeitintervall die Durchschnittsleistung
des Induktionsziels übersteigt. Insbesondere kann der Leistungsüberschuss durch das
Anlegen eines elektromagnetischen Wechselfelds mit einer von einer Zielfrequenz verschiedenen
Heizfrequenz erzielt werden, wobei bei einem Betrieb des Induktionsziels mit der Zielfrequenz
eine vom Bediener benötigte und/oder eingestellte Sollheizleistung bereitgestellt
wird. Insbesondere ist der Leistungsüberschuss bei einem Betrieb der Kochfeldvorrichtung
in einem ZVS-Modus mit einer Heizfrequenz, welche kleiner ist als die Zielfrequenz
erzielbar. Insbesondere ist der Leistungsüberschuss bei einem Betrieb der Kochfeldvorrichtung
in einem ZCS-Modus mit einer Heizfrequenz, welche höher ist als die Zielfrequenz,
erzielbar. Unter einem "ZVS-Modus" soll insbesondere ein zero-voltageswitching-Modus
verstanden werden, in welchem bei einem Schaltvorgang eines Schalterelements eine
Spannung mit einem Wert von annähernd gleich Null vorliegt. Unter einem "ZCS-Modus"
soll insbesondere ein zero-current-switching-Modus verstanden werden, in welchem bei
einem Schaltvorgang eines Schalterelements ein Strom mit einem Wert annähernd gleich
Null vorliegt. Insbesondere erfolgt eine Wahl der Heizfrequenzen durch die Steuereinheit
derart, dass die Heizfrequenzen keine vom Menschen mit einem durchschnittlichen Gehör
akustisch wahrnehmbaren Intermodulationsstörsignale erzeugen. Insbesondere entstehen
die Intermodulationsstörsignale durch eine Kopplung zumindest zweier Heizfrequenzen,
welche einen Frequenzabstand zueinander von weniger als 17 kHz aufweisen.
[0018] Zur Vermeidung von Intermodulationsstörsignalen kann die Steuereinheit insbesondere
in dem Dauerheizbetriebszustand für ein Ansteuerungsschema zur Ansteuerung von Induktionszielen
aus einem Katalog an Aktivierungssequenzen eine Aktivierungssequenz auswählen. Beispielsweise
könnte die Steuereinheit in dem Dauerheizbetriebszustand zu der Vermeidung von Intermodulationsstörsignalen
die Induktionsziele mit einer im Wesentlichen gleichen Heizfrequenz betreiben. Alternativ
oder zusätzlich könnte die Steuereinheit in dem Dauerheizbetriebszustand zu der Vermeidung
von Intermodulationsstörsignalen die Induktionsziele jeweils mit Heizfrequenzen betreiben,
welche sich um mindestens 17 kHz unterscheiden. Beispielsweise könnte die Steuereinheit
alternativ oder zusätzlich in dem Dauerheizbetriebszustand zu der Vermeidung von Intermodulationsstörsignalen
zumindest ein Induktionsziel deaktivieren und zumindest ein weiteres, von dem Induktionsziel
verschiedenes Induktionsziel mit einer bestimmten Heizfrequenz betreiben. Alternativ
oder zusätzlich könnte die Steuereinheit in dem Dauerheizbetriebszustand zu der Vermeidung
von Intermodulationsstörsignalen die Induktionsziele mit gegeneinander phasenverschobenen
Ansteuerungssignalen gleicher Heizfrequenz betreiben.
[0019] Unter einem "Leistungsdefizit" soll insbesondere eine Leistung verstanden werden,
deren Mittelwert bezogen auf ein Zeitintervall die Durchschnittsleistung eines Induktionsziels
unterschreitet. Insbesondere kann das Leistungsdefizit durch das Anlegen eines elektromagnetischen
Wechselfelds mit einer von einer Zielfrequenz verschiedenen Heizfrequenz erzielt werden,
wobei bei einem Betrieb des Induktionsziels mit der Zielfrequenz eine vom Bediener
benötigte und/oder eingestellte Leistung bereitgestellt wird. Insbesondere ist das
Leistungsdefizit bei einem Betrieb der Gargerätevorrichtung in einem ZVS-Modus mit
einer Heizfrequenz, welche höher ist als die Zielfrequenz, erzielbar. Insbesondere
ist das Leistungsdefizit bei einem Betrieb der Gargerätevorrichtung in einem ZCS-Modus
mit einer Heizfrequenz, welche kleiner ist als die Zielfrequenz, erzielbar.
[0020] Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet
verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion
in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand und/oder Dauerheizbetriebszustand
erfüllt und/oder ausführt.
[0021] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, jedes der Induktionsziele
in genau einem Zeitintervall der Betriebsperiode mit einem Leistungsüberschuss und
in genau einem weiteren Zeitintervall der Betriebsperiode mit einem Leistungsdefizit
gegenüber der jeweiligen Sollheizleistung zu betreiben. Hierdurch kann insbesondere
ein physikalisch plausibles Ansteuerungsschema erstellt werden, wobei insbesondere
sichergestellt werden kann, dass die berechneten Dauern der Zeitintervalle stets positive
Werte aufweisen. Insbesondere weisen der Leistungsüberschuss und das Leistungsdefizit
betragsmäßig einen gleichen Wert auf. Vorteilhaft ist eine zeitliche Reihenfolge des
Zeitintervalls mit dem Leistungsüberschuss und des weiteren Zeitintervalls mit dem
Leistungsdefizit eines Induktionsziels beliebig. Insbesondere kann ein Zeitintervall
eine beliebige Anzahl an Leistungsüberschüssen und/oder an Leistungsdefiziten aufweisen,
wobei die Anzahl an Leistungsüberschüssen und/oder an Leistungsdefiziten insbesondere
maximal einer Anzahl der Induktionsziele entsprechen kann.
[0022] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die Induktionsziele
in den restlichen, von dem Zeitintervall und dem weiteren Zeitintervall verschiedenen
Zeitintervallen der Betriebsperiode mit der jeweiligen Sollheizleistung zu betreiben.
Insbesondere beträgt eine Anzahl von restlichen Zeitintervallen einen Wert von größer
oder gleich 1. Insbesondere ist eine Anzahl der Induktionsziele, welche die Steuereinheit
mit der jeweiligen Sollheizleistung betreibt, in einem der restlichen Zeitintervalle
beliebig, insbesondere maximal gleich der Anzahl der Induktionsziele. Hierdurch kann
eine vorteilhafte Ansteuerung von Induktionszielen realisiert werden.
[0023] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass eine Anzahl der Zeitintervalle der Betriebsperiode
größer ist als eine Anzahl der Induktionsziele. Hierdurch kann insbesondere ein verlässlicher
Auswahlvorgang von Aktivierungssequenzen des Ansteuerungsschemas zur Steuerung von
Heizleistungen der Induktionsziele realisiert werden.
[0024] Bevorzugt ist die Anzahl der Zeitintervalle genau um 1 größer als die Anzahl der
Induktionsziele. Insbesondere kann dadurch eine zeitliche Dauer des Auswahlvorgangs
von Aktivierungssequenzen minimiert werden. Vorteilhaft kann hierdurch eine verlässliche
und/oder physikalisch plausible Anpassung der Zeitintervalle ermöglichet werden. Insbesondere
ist eine minimale Anzahl an Zeitintervallen in dem Dauerheizbetriebszustand gleich
3. Insbesondere ist eine minimale Anzahl an Induktionszielen in dem Dauerheizbetriebszustand
gleich 2.
[0025] Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, bei
der Ansteuerung der Induktionsziele Flicker kontrolliert zuzulassen und dabei zumindest
eine Flickerkenngröße innerhalb zumindest eines Zulässigkeitsintervalls zu halten.
Insbesondere gibt die Flickerkenngröße ein Verhältnis zwischen einer Änderung der
Gesamtausgangsheizleistung in einem Zeitintervall in Bezug auf ein vorangegangenes
Zeitintervall und einer Dauer des Zeitintervalls wider. Vorteilhaft beträgt das Zulässigkeitsintervall
einen maximalen Wert von 400 Ws
-1. Hierdurch kann eine Vereinfachung des Auswahlvorgangs von Aktivierungssequenzen
zur Ansteuerung der Induktionsziele erreicht werden. Ferner kann dadurch eine kontrollierte
Belastung eines Versorgungsspannungsnetzes ermöglicht werden. Unter "Flicker" soll
insbesondere ein subjektiver Eindruck einer Instabilität einer visuellen Wahrnehmung
verstanden werden, der insbesondere durch einen Lichtreiz hervorgerufen ist, dessen
Leuchtdichte oder Spektralverteilung mit der Zeit schwankt. Insbesondere kann Flicker
durch einen Spannungsabfall einer Netzspannung hervorgerufen werden.
[0026] Insbesondere unterschreitet eine Gesamtausgangsheizleistung der Induktionsziele in
zumindest einem Zeitintervall eine Gesamtausgangssollheizleistung der Induktionsziele.
Insbesondere überschreitet die Gesamtausgangsheizleistung der Induktionsziele in zumindest
einem Zeitintervall die Gesamtausgangssollheizleistung der Induktionsziele. Unter
einer "Gesamtausgangsheizleistung" soll in einem Dauerheizbetriebszustand insbesondere
eine Summe der Ausgangslheizeistungen aller Induktionsziele in einem Zeitintervall
verstanden werden. Unter einer "Ausgangsheizleistung" einer der Induktionsziele soll
insbesondere eine elektrische Leistung verstanden werden, welche das Induktionsziel
in wenigstens einem Dauerheizbetriebszustand mit wenigstens einem aufgestellten Gargeschirr
zu einer Beheizung des Gargeschirrs verbraucht. Beispielsweise könnte die Ausgangsheizleistung
durch zumindest einen elektrischen Strom charakterisiert sein. Das Induktionsziel
könnte in wenigstens einem Dauerheizbetriebszustand beispielsweise die Ausgangsheizleistung
in zumindest einem Leitungselement wenigstens eines Induktors des Induktionsziels
wenigstens teilweise, vorteilhaft wenigstens zu einem Großteil und vorzugsweise vollständig
in einen Wärmestrom umwandeln und den Wärmestrom insbesondere zu der Beheizung wenigstens
eines Gargeschirrs bereitstellen. Alternativ oder zusätzlich könnte der Induktor insbesondere
in wenigstens einem Dauerheizbetriebszustand, insbesondere mittels des elektrischen
Stroms, ein insbesondere hochfrequentes elektromagnetisches Wechselfeld bereitstellen,
welches insbesondere in einem Gargeschirr in Wärme umgewandelt werden könnte. Unter
einer "Gesamtausgangssollheizleistung" soll eine Summe an Sollheizleistungen aller
Induktionsziele verstanden werden. Insbesondere weist die Gesamtausgangssollheizleistung
in allen Zeitintervallen über die gesamte Betriebsperiode einen konstanten Wert auf.
[0027] Vorteilhaft betreibt die Steuereinheit die Induktionsziele derart, dass eine durchschnittliche
Gesamtausgangsheizleistung mit einer Gesamtsollheizleistung zumindest im Wesentlichen
übereinstimmt. Unter einer "durchschnittlichen Gesamtausgangsheizleistung" soll insbesondere
eine über die Betriebsperiode gemittelte Gesamtausgangsheizleistung verstanden werden.
Unter "zumindest im Wesentlichen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden
werden, dass eine Abweichung von einem vorgegebenen Wert insbesondere weniger als
25%, vorzugsweise weniger als 10% und besonders bevorzugt weniger als 5% des vorgegebenen
Werts beträgt. Hierdurch kann insbesondere eine durch den Bediener eingestellte Heizleistung
zumindest im Wesentlichen geliefert werden und dadurch insbesondere Kundenzufriedenheit
gefördert werden.
[0028] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Gargerätevorrichtung eine Resonanzkondensatoreinheit
aufweist, welche in zumindest einem speziellen Dauerheizbetriebszustand mit beiden
Induktionszielen verbunden ist. Insbesondere tritt bei einem Anschluss von Induktionszielen
an eine gemeinsame Resonanzkondensatoreinheit, insbesondere an einen gemeinsamen Kondensator
der Resonanzkondensatoreinheit, eine elektrische Kopplung auf, wodurch vorteilhaft
eine Ansteuerung der Induktionsziele zur Steuerung von Ausgangsheizleistungen mit
gegeneinander phasenverschobenen Ansteuerungssignalen ermöglicht ist. Hierdurch kann
eine kostengünstige Bauweise realisiert werden. Insbesondere kann die Steuereinheit
beide Induktionsziele mit einer gleichen Heizfrequenz ansteuern.
[0029] Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, in dem speziellen
Dauerheizbetriebszustand die Induktionsziele mit gegeneinander phasenverschobenen
Ansteuerungssignalen zu betreiben. Dadurch kann insbesondere eine zusätzliche Möglichkeit
zu einer intermodulationsstörsignalfreien Ansteuerung von Induktionszielen geschaffen
werden. Insbesondere kann eine Phasenverschiebung der Ansteuerungssignale einen Wert
zwischen -180 ° und +180 ° annehmen. Vorteilhaft liegt das Ansteuerungssignal als
elektrische Spannung und/oder elektrischer Strom vor.
[0030] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Ansteuerungssignale eine gleiche Heizfrequenz
aufweisen. Hierdurch kann eine vorteilhafte Kontrolle von Heizfrequenzen erfolgen.
[0031] Zudem wird ein Gargerät, insbesondere ein Kochfeld vorgeschlagen mit zumindest einer
erfindungsgemäßen Gargerätevorrichtung, wodurch insbesondere ein störgeräuscharmer
Betrieb und vorteil-haft ein vereinfachter Auswahlvorgang von Aktivierungssequenzen
zur Ansteuerung der Induktionsziele erfolgen kann.
[0032] Die Erfindung geht ferner aus von einem Verfahren zum Betrieb einer Gargerätevorrichtung,
insbesondere einer Kochfeldvorrichtung, bei welchem in zumindest einem periodischen
Dauerheizbetriebszustand zumindest ein erstes Induktionsziel und zumindest ein zweites
Induktionsziel repetitiv mit einer Betriebsperiode angesteuert und mit Energie versorgt
werden.
[0033] Es wird vorgeschlagen, dass jedes der Induktionsziele in zumindest einem Zeitintervall
der Betriebsperiode mit einem Leistungsüberschuss und in zumindest einem weiteren
Zeitintervall der Betriebsperiode mit einem Leistungsdefizit gegenüber der jeweiligen
Sollheizleistung betrieben wird.
[0034] Dadurch kann eine insbesondere vereinfachte Ansteuerung und insbesondere ein geräuscharmer
Betrieb ermöglicht werden. Durch eine vereinfachte Ansteuerung kann insbesondere ein
Aufwand zur Findung von realisierbaren Steuerungsschemas signifikant reduziert werden.
Hierdurch können insbesondere kostengünstige und/oder leistungsschwächere Komponenten
eingesetzt werden. Vorteilhaft kann ein mit einer Anzahl an Induktionszielen wachsender
Aufwand zur Steuerung einer von einem Bediener gewünschten Sollheizleistung reduziert
werden. Insbesondere kann eine einfache Leistungskontrolle ermöglicht werden. Hierdurch
kann insbesondere eine unvorteilhafte akustische Belastung eines Bedieners vermieden
werden, wodurch insbesondere ein hoher Bedienkomfort sowie insbesondere ein positiver
Bedieneindruck bei dem Bediener insbesondere hinsichtlich einer akustischen Qualität
erreicht werden kann. Vorzugsweise kann Flicker nach einer Flicker-Norm, insbesondere
nach der DIN EN 61000-3-3-Norm, durch eine vorteilhafte Steuerung von einzelnen Induktionszielen
zumindest weitgehend vermieden werden. Insbesondere kann eine zuverlässige Ausgestaltung
vorzugsweise in Bezug auf eine durch den Bediener angeforderte Sollheizleistung erzielt
werden. Insbesondere können mehrere Induktionsziele vorteilhaft geräuscharm und mit
einer Flicker-kontrollierten Belastung eines Versorgungsnetzes gemeinsam gleichzeitig
betrieben werden.
[0035] Zudem wird vorgeschlagen, dass jedes Induktionsziel in genau einem Zeitintervall
der Betriebsperiode mit einem Leistungsüberschuss und in genau einem weiteren Zeitintervall
der Betriebsperiode mit einem Leistungsdefizit gegenüber der jeweiligen Sollheizleistung
betrieben wird. Hierdurch kann insbesondere ein physikalisch plausibles Ansteuerungsschema
erstellt werden, wobei insbesondere eine jeweilige Dauer der Zeitintervalle positiv
ist.
[0036] Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Induktionsziele in den restlichen, von dem
Zeitintervall und dem weiteren Zeitintervall verschiedenen Zeitintervallen der Betriebsperiode
mit der jeweiligen Sollheizleistung betrieben werden. Hierdurch kann eine vorteilhafte
Ansteuerung von Induktionszielen realisiert werden. Zudem können dadurch Leistungsverluste,
welche zu thermischen Verlusten und somit zu einer Verschlechterung eines Garvorgangs
führen können, minimiert werden.
[0037] Die Gargerätevorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und
Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die Gargerätevorrichtung zu einer
Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten
Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.
[0038] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0039] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kochfeld mit einer Gargerätevorrichtung,
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel der Gargerätevorrichtung in einer ersten Ausführung mit zwei
von einer Steuereinheit der Gargerätevorrichtung definierten Induktionszielen,
- Fig. 3
- eine beispielhafte Darstellung eines Ansteuerungsschemas für zwei Induktionsziele,
- Fig. 4
- eine beispielhafte Darstellung eines Ansteuerungsschemas für drei Induktionsziele,
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Gargerätevorrichtung in einer kosteneffizienten
Ausführung mit vier von einer Steuereinheit der Gargerätevorrichtung definierten Induktionszielen,
- Fig. 6
- ein vereinfachtes Schaltbild eines Teils des weiteren Ausführungsbeispiels der Gargerätevorrichtung
in der kosteneffizienten Ausführung mit zwei Induktionszielen,
- Fig. 7
- eine beispielhafte Darstellung eines Ansteuerungsschemas für zwei Induktionsziele
in der kosteneffizienten Ausführung der Gargerätevorrichtung,
- Fig. 8
- eine beispielhafte Darstellung eines weiteren Ansteuerungsschemas für zwei Induktionsziele
in der kosteneffizienten Ausführung der Gargerätevorrichtung und
- Fig. 9
- ein Verfahrensdiagramm eines Verfahrens zum Betrieb der Gargerätevorrichtung.
[0040] Figur 1 zeigt ein als Kochfeld 32 ausgebildetes Gargerät 30. Das Gargerät 30 ist
als Induktionskochfeld 40 ausgebildet. Das Gargerät 30 ist als klassisches Induktionskochfeld
38 mit vier Kochzonen 82 ausgebildet. Es ist vorstellbar, dass das Gargerät 30 als
Matrixkochfeld ausgebildet ist.
[0041] Zwei der vier Kochzonen 82 sind jeweils mit einem Gargeschirr 44 belegt. Das Gargerät
30 weist eine Gargerätevorrichtung 10 auf. Die Gargerätevorrichtung 10 ist als eine
Induktionskochfeldvorrichtung ausgebildet.
[0042] Von mehrfach vorhandenen Objekten ist in den Figuren jeweils lediglich eines mit
einem Bezugszeichen versehen.
[0043] Die Gargerätevorrichtung 10 weist eine Aufstellplatte 42 für zumindest ein Gargeschirr
44 auf. Die Aufstellplatte 42 ist zu einem Aufstellen von Gargeschirr 44 vorgesehen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Aufstellplatte 42 als eine Kochfeldplatte
ausgebildet.
[0044] Die Gargerätevorrichtung 10 weist eine Vielzahl an Induktoren 36 auf. Ein Induktor
36 ist genau einer Kochzone 82 zugeordnet. Es ist vorstellbar, dass im Falle eines
Matrixkochfelds die Induktoren 36 matrixartig angeordnet sind. Die Induktoren 36 sind
jeweils unter der jeweiligen Kochzone 82 angeordnet. Jeder Induktor 36 weist zumindest
eine Induktionsspule auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Gargerätevorrichtung
10 vier Induktoren 36 auf.
[0045] Die Induktoren 36 sind in einem eingebauten Zustand unterhalb der Aufstellplatte
42 angeordnet. Die Induktoren 36 sind jeweils dazu vorgesehen, in einem Dauerheizbetriebszustand
ein auf der Aufstellplatte 42 über den Induktoren 36 aufgestelltes Gargeschirr 44
zu beheizen.
[0046] Die Gargerätevorrichtung 10 weist ein Bedienfeld 34 zu einer Eingabe und/oder Auswahl
von Betriebsparametern durch einen Bediener auf, beispielsweise einer Sollheizleistung
24 und/oder einer Gardauer. Das Bedienfeld 34 ist als Display 46 ausgebildet. Das
Bedienfeld 34 ist zu einer Ausgabe eines Werts eines Betriebsparameters an den Bediener
vorgesehen.
[0047] Die Gargerätevorrichtung 10 weist eine Steuereinheit 12 auf. Die Steuereinheit 12
ist dazu vorgesehen, in Abhängigkeit von durch einen Bediener eingegebenen Betriebsparametern,
wie beispielsweise einer Sollheizleistung 24 und/oder einer Gardauer, Aktionen und/oder
Algorithmen auszuführen und/oder Einstellungen zu verändern.
[0048] Basierend auf den auf der Aufstellplatte 42 aufgestellten Gargeschirren 44 definiert
die Steuereinheit 12 Induktionsziele 14, 50. Im vorliegenden Beispiel sind zwei Induktionsziele
14, 50 durch die Steuereinheit 12 basierend auf den auf der Aufstellplatte 42 aufgestellten
Gargeschirren 44 und von den Induktoren 36, über welche die Gargeschirre 44 platziert
sind, definiert. Ein Induktionsziel 14, 50 weist genau einen Induktor 36 auf. Alternativ
kann ein Induktionsziel 14, 50 mehrere Induktoren 36 aufweisen. Ein Induktionsziel
14, 50 weist zumindest ein Gargeschirr 44 auf. Die Steuereinheit 12 kann eine Vielzahl
an Induktionszielen 14, 50 definieren.
[0049] Eine Ausgangsheizleistung 48 eines jeden Induktionsziels 14, 50 ist maßgeblich von
der am Induktionsziel 14, 50 angelegten Heizfrequenz abhängig. In einem ZVS-Modus
steigt die Ausgangsheizleistung 48 eines Induktionsziels 14, 50 mit abnehmender Heizfrequenz.
In einem ZCS-Modus sinkt die Ausgangsheizleistung 48 eines Induktionsziels 14, 50
mit steigender Heizfrequenz. Bevorzugt betreibt die Steuereinheit 12 die Gargerätevorrichtung
10 im ZVS-Modus.
[0050] Eine Energiequelle versorgt in dem Dauerheizbetriebszustand die Induktionsziele 14,
50 mit einer elektrischen Energie. Die Energiequelle ist eine elektrische Stromphase
eines Stromversorgungsnetzes. Die Gargerätevorrichtung 10a kann zumindest eine Wechselrichtereinheit
70a zur Bereitstellung zumindest einer Heizfrequenz für das jeweilige Induktionsziel
14a, 50a aufweisen (vgl. Figur 2).
[0051] Die Steuereinheit 12 ist in dem Dauerheizbetriebszustand zu einer repetitiven Ansteuerung
und Energieversorgung des ersten Induktionsziels 14und des zweiten Induktionsziels
14aus der Energiequelle vorgesehen. Die Steuereinheit 12 ist in dem Dauerheizbetriebszustand
zur periodischen Ansteuerung und Energieversorgung der Induktionsziele 14, 50 vorgesehen.
[0052] Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Gargerätevorrichtung 10a in einer ersten
Ausführung mit zwei von einer Steuereinheit 12a der Gargerätevorrichtung 10a definierten
Induktionszielen 14a, 50a. Die Steuereinheit 12a definiert ein erstes und ein zweites
Induktionsziel 14a, 50a. Die Gargerätevorrichtung 10a weist eine erste und eine zweite
resonante Wechselrichtereinheit 70a, 84a auf. Die Wechselrichtereinheiten 70a, 84a
stellen eine Heizfrequenz für die Induktionsziele 14a, 50a bereit. Die Wechselrichtereinheiten
70a, 84a versorgen die Induktionsziele 14a, 50a unabhängig voneinander mit elektrischer
Energie. Die erste Wechselrichtereinheit 70a ist dem ersten Induktionsziel 14a zugeordnet.
Die zweite Wechselrichtereinheit 84a ist dem zweiten Induktionsziel 50a zugeordnet.
[0053] Die Gargerätevorrichtung 10a weist je ein elektromechanisches Schalterelement 60a
pro ein Induktionsziel 14a, 50a auf. Das Schalterelement 60a ist als Relais 62a ausgebildet.
Die Induktionsziele 14a, 50a sind durch die Relais 62a an die elektrische Energieversorgung
zuschaltbar. Die Gargerätevorrichtung 10a weist jeweils eine Resonanzkondensatoreinheit
28a pro ein Induktionsziel 14a, 50a auf. Jedes Induktionsziel 14a, 50a ist einzeln
mit einer jeweiligen Heizfrequenz ansteuerbar.
[0054] Die Steuereinheit 12a betreibt in dem Dauerheizbetriebszustand die Induktionsziele
14a, 50a unter Vermeidung von Intermodulationsstörsignalen (vgl. Fig. 3). In dem Dauerheizbetriebszustand
stellt die Steuereinheit 12a Ausgangsleistungen der Induktionsziele 14a, 50a über
eine jeweilige Heizfrequenz ein.
[0055] Zur Vermeidung von Intermodulationsstörsignalen wählt die Steuereinheit 12a in dem
Dauerheizbetriebszustand aus einem Katalog an Aktivierungssequenzen eine Aktivierungssequenz
aus. Beispielsweise könnte die Steuereinheit 12a in dem Dauerheizbetriebszustand zur
Vermeidung von Intermodulationsstörsignalen das erste Induktionsziel 14a und/oder
das zweite Induktionsziel 50a wenigstens im Wesentlichen mit einer im Wesentlichen
gleichen Heizfrequenz betreiben.
[0056] Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuereinheit 12a in dem Dauerheizbetriebszustand
zur Vermeidung von Intermodulationsstörsignalen das erste Induktionsziel 14a und/oder
das zweite Induktionsziel 50a mit Heizfrequenzen betreiben, welche sich um mindestens
17 kHz unterscheiden.
[0057] Beispielsweise könnte die Steuereinheit 12a alternativ oder zusätzlich in dem Dauerheizbetriebszustand
zur Vermeidung von Intermodulationsstörsignalen zumindest eines der Induktionsziele
14a, 50a deaktivieren und zumindest eines der Induktionsziele 14a, 50a mit einer bestimmten
Heizfrequenz betreiben.
[0058] Die Steuereinheit 12a betreibt in dem Dauerheizbetriebszustand die Induktionsziele
14a, 50a jeweils über eine gesamte Gardauer periodisch. Die Gardauer ist in Betriebsperioden
16a aufgeteilt.
[0059] Die Betriebsperiode 16a weist drei Zeitintervalle 18a t
1, t
2, t
3 auf (vgl. Figur 3).
[0060] Die Steuereinheit 12a betreibt in dem Dauerheizbetriebszustand das erste Induktionsziel
14a in einem ersten Zeitintervall 18a t
1 der Betriebsperiode 16a mit einem Leistungsüberschuss 20a gegenüber der Sollheizleistung
24a des ersten Induktionsziels 14a.
[0061] Die Steuereinheit 12a betreibt in dem Dauerheizbetriebszustand das erste Induktionsziel
14a in einem zweiten Zeitintervall t
2 18a der Betriebsperiode 16a mit einem Leistungsdefizit 22a gegenüber der Sollheizleistung
24a des ersten Induktionsziels 14a.
[0062] Die Steuereinheit 12a betreibt in dem Dauerheizbetriebszustand das erste Induktionsziel
14a in einem dritten Zeitintervall 18a t
3 der Betriebsperiode 16a mit der Sollheizleistung 24a des ersten Induktionsziels 14a.
[0063] Die Steuereinheit 12a betreibt das erste Induktionsziel 14a in genau einem Zeitintervall
18a mit einem Leistungsüberschuss 20a. Die Steuereinheit 12a betreibt das erste Induktionsziel
14a in genau einem Zeitintervall 18a mit einem Leistungsdefizit 22a.
[0064] Die Steuereinheit 12a betreibt in dem Dauerheizbetriebszustand das zweite Induktionsziel
50a in einem ersten Zeitintervall 18a t
1 der Betriebsperiode 16a mit der Sollheizleistung 24a des zweiten Induktionsziels
50a.
[0065] Die Steuereinheit 12a betreibt das zweite Induktionsziel 50a in einem zweiten Zeitintervall
18a t
2 der Betriebsperiode 16a mit einem Leistungsüberschuss 20a gegenüber der Sollheizleistung
24a des zweiten Induktionsziels 50a.
[0066] Die Steuereinheit 12a betreibt das zweite Induktionsziel 50a in dem dritten Zeitintervall
18a t
3 der Betriebsperiode 16a mit einem Leistungsdefizit 22a gegenüber der Sollheizleistung
24a des zweiten Induktionsziels 50a.
[0067] Die Steuereinheit 12a betreibt das zweite Induktionsziel 50a in genau einem Zeitintervall
18a mit einem Leistungsüberschuss 20a. Die Steuereinheit 12a betreibt das zweite Induktionsziel
50a in genau einem Zeitintervall 18a mit einem Leistungsdefizit 22a.
[0068] Das in Figur 3 gezeigte Ansteuerungsschema 64a für zwei Induktionsziele 14a, 50a
weist eine Betriebsperiode 16a mit drei Zeitintervallen 18a t
1, t
2, t
3 auf. Die Steuereinheit 12a betreibt zwei Induktionsziele 14a, 50a in drei Zeitintervallen
18a t
1, t
2, t
3. Eine Anzahl der Zeitintervalle 18a ist um genau 1 größer als eine Anzahl der Induktionsziele
14a, 50a.
[0069] Entsprechende Abweichungen von Ausgangsheizleistungen 48a der Induktionsziele 14a,
50ain den einzelnen Zeitintervallen 18a gegenüber Sollheizleistungen 24a sind in Form
einer S-Matrix 56a gezeigt. Die S-Matrix 56a enthält Zeichen + und -. Das Pluszeichen
+ steht für einen Leistungsüberschuss 20a. Das Minuszeichen - steht für ein Leistungsdefizit
22a. Die Ausgangsheizleistungen 48a, welche den jeweiligen Sollheizleistungen 24a
entsprechen, sind als Nullen dargestellt. Die S-Matrix 56a gibt das in Figur 3 dargestellte
Ansteuerungsschema 64a wider.
[0070] Die Steuereinheit 12a lässt bei der Ansteuerung der Induktionsziele 14a, 50a Flicker
kontrolliert zu. Im ersten Zeitintervall 18a t
1 liegt eine Gesamtausgangsheizleistung 52a der Induktionsziele 14a, 50a über einer
Gesamtausgangssollheizleistung 54a. Die Gesamtausgangssollheizleistung 54a ist eine
Summe aus den Sollheizleistungen der Induktionsziele 14a, 50a. Im zweiten Zeitintervall
18a t2 entspricht die Gesamtausgangsheizleistung 52a der Induktionsziele 14a, 50a
der Gesamtausgangssollheizleistung 54a. Im dritten Zeitintervall 18a t3 liegt die
Gesamtausgangsheizleistung 52a der Induktionsziele 14a, 50a unter der Gesamtausgangssollheizleistung
54a.
[0071] Eine Differenz □P gibt eine größte Differenz zwischen den Gesamtausgangsheizleistungen
52a von zeitlich benachbarten Zeitintervallen 18a in einem kontinuierlichen Dauerheizbetriebszustand
an. Die größte Differenz ist zwischen der Gesamtausgangsheizleistung 52a im ersten
Zeitintervall 18a t
1 und der Gesamtausgangsheizleistung 52a im letzten Zeitintervall 18a t
3 vorhanden, da bei dem kontinuierlichen Dauerheizbetriebszustand das Ansteuerungsschema
64a sich wiederholt und somit das erste Zeitintervall 18a t
1 dem letzten Zeitintervall 18a t
3 in einer nächsten Betriebsperiode nachfolgt.
[0072] Die Differenz ΔP bezogen auf eine Dauer der Betriebsperiode 16a bestimmt eine Flickerkenngröße
26a. Die Steuereinheit 12a hält die Flickerkenngröße 26a innerhalb eines Zulässigkeitsintervalls.
Das Zulässigkeitsintervall ist nach einer Flicker-Norm, insbesondere nach der DIN
EN 61000-3-3-Norm, geregelt.
[0073] In Figur 4 ist eine beispielhafte Darstellung eines Ansteuerungsschemas 64a für drei
Induktionsziele 14a, 50a, 66a gezeigt. Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich
im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Darstellungen der Ansteuerungsschemas
64a, wobei bezüglich gleich bleibender Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung
der Figur 3 verwiesen werden kann.
[0074] Die Betriebsperiode 16a weist vier Zeitintervalle 18a t
1, t
2, t
3, t
4 auf.
[0075] Die Steuereinheit 12a betreibt das erste Induktionsziel 14a in einem ersten Zeitintervall
18a t, mit einem Leistungsüberschuss 20a. Die Steuereinheit 12a betreibt das erste
Induktionsziel 14a in einem zweiten Zeitintervall 18a t
2 mit einem Leistungsdefizit 22a. Die Steuereinheit 12a betreibt das erste Induktionsziel
14a in einem dritten und vierten Zeitintervall 18a t
3, t
4 jeweils mit einer Sollheizleistung 24a.
[0076] Die Steuereinheit 12a betreibt das zweite Induktionsziel 50a in einem ersten und
vierten Zeitintervall 18a t
1, t
4 jeweils mit einer Sollheizleistung 24a. Die Steuereinheit 12a betreibt das zweite
Induktionsziel 50a in einem zweiten Zeitintervall 18a t
2 mit einem Leistungsüberschuss 20a. Die Steuereinheit 12a betreibt das zweite Induktionsziel
50a in einem dritten Zeitintervall 18a t
3 mit einem Leistungsdefizit 22a.
[0077] Die Steuereinheit 12a betreibt das dritte Induktionsziel 66a in einem ersten und
zweiten Zeitintervall 18a t
1, t
2 jeweils mit einer Sollheizleistung 24a. Die Steuereinheit 12a betreibt das dritte
Induktionsziel 66a in einem dritten Zeitintervall 18a t
3 mit einem Leistungsüberschuss 20a. Die Steuereinheit 12a betreibt das dritte Induktionsziel
66a in einem vierten Zeitintervall 18a t
4 mit einem Leistungsdefizit 22a.
[0078] Entsprechende Aktivierungssequenzen 58a sind in Form einer S-Matrix 56a gezeigt.
Die S-Matrix 56a weist in jeder Zeile genau einen Leistungsüberschuss 20a und genau
ein Leistungsdefizit 22a auf. Eine Anzahl der Spalten der S-Matrix 56a ist um 1 höher
als eine Anzahl der Zeilen der S-Matrix 56a. Die Anzahl der Spalten der S-Matrix 56a
repräsentiert eine Anzahl der Zeitintervalle 18a. Die Anzahl der Zeilen der S-Matrix
56a repräsentiert eine Anzahl der Induktionsziele 14a, 50a, 66a.
[0079] Die Steuereinheit 12a lässt bei der Ansteuerung der Induktionsziele 14a, 50a, 66a
Flicker kontrolliert zu. Im ersten Zeitintervall 18a t1 liegt eine Gesamtausgangsheizleistung
52a der Induktionsziele 14a, 50a, 66a über einer Gesamtausgangssollheizleistung 54a.
Die Gesamtausgangssollheizleistung 54a ist eine Summe aus den Sollheizleistungen 24a
der Induktionsziele 14a, 50a, 66a. Im zweiten Zeitintervall 18a t2 entspricht die
Gesamtausgangsheizleistung 52a der Induktionsziele 14a, 50a, 66a der Gesamtausgangssollheizleistung
54a. Im dritten und vierten Zeitintervall 18a t3, t4 liegt die Gesamtausgangsheizleistung
52a der Induktionsziele 14a, 50a, 66a unter der Gesamtausgangssollheizleistung 54a.
[0080] Eine Differenz □P gibt eine größte Differenz zwischen den Gesamtausgangsheizleistungen
52a von benachbarten Zeitintervallen 18a bei einem kontinuierlichen Dauerheizbetriebszustand
an. Die größte Differenz ist zwischen der Gesamtausgangsheizleistung 52a im letzten
Zeitintervall 18a t
4 und der Gesamtausgangsheizleistung 52a im ersten Zeitintervall 18a t
1 vorhanden, da bei dem kontinuierlichen Dauerheizbetriebszustand das Ansteuerungsschema
64a sich wiederholt und somit das erste Zeitintervall 18a t
1 dem letzten Zeitintervall 18a t
4 nachfolgt. Die Steuereinheit 12a hält die Flickerkenngröße 26a innerhalb eines Zulässigkeitsintervalls.
Das Zulässigkeitsintervall ist nach einer Flicker-Norm, insbesondere nach der DIN
EN 61000-3-3-Norm, geregelt.
[0081] In Figuren 5 und 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die
nachfolgenden Beschreibungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede
zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bleibender Bauteile, Merkmale
und Funktionen auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figur 2 verwiesen
werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den
Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 2 bis 4 durch den Buchstaben
b in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels der Figuren 5 bis 8 ersetzt. Bezüglich
gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen,
kann grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung des Ausführungsbeispiels
der Figuren 1 bis 4 verwiesen werden.
[0082] Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Gargerätevorrichtung 10b in einer
kosteneffizienten Ausführung mit vier von einer Steuereinheit 12b der Gargerätevorrichtung
10b definierten Induktionszielen 14b, 50b, 66b, 68b. Die Gargerätevorrichtung 10b
weist eine Steuereinheit 12b auf. Die Steuereinheit 12b definiert vier Induktionsziele
14b, 50b, 66b, 68b. Die Gargerätevorrichtung 10b weist zwei resonante Wechselrichtereinheiten
70b, 84b jeweils mit einer Halbbrücke 80b auf. Die Gargerätevorrichtung 10b weist
sechs Schalterelemente 60b auf. Die Schalterelemente 60b sind als Relais 62b ausgebildet.
Die Steuereinheit 12b steuert die Schalterelemente 60b in Abhängigkeit von einer Anzahl
der Induktionsziele 14b, 50b, 66b, 68b. Im Fall dass weniger als drei Induktionsziele
14b, 50b, 66b, 68b definiert sind, betreibt die Steuereinheit 12b die Induktionsziele
14b, 50b, 66b, 68b aus verschiedenen resonanten Wechselrichtereinheiten 70b, 84b.
Im Fall, dass drei oder mehr Induktionsziele 14b, 50b, 66b, 68b definiert sind, steuert
die Steuereinheit 12b die Schalterelemente 60b derart, dass diese zumindest eine der
beiden resonanten Wechselrichtereinheiten 70b, 84b zwischen zwei Induktionszielen
14b, 50b, 66b, 68b umschalten. Bei Vorliegen von drei und mehr Induktionszielen 14b,
50b, 66b, 68b sind zumindest zwei Induktionsziele 14b, 50b, 66b, 68b mit einer der
beiden resonanten Wechselrichtereinheiten 70b, 84b durch die Schalterelemente 60 b
verbunden. Bei Vorliegen von drei und mehr Induktionszielen 14b, 50b, 66b, 68b sind
zumindest zwei Induktionsziele 14b, 50b, 66b, 68b mit einer der beiden Resonanzkondensatoreinheit
28b verbunden.
[0083] In Figur 5 sind vier durch die Steuereinheit 12 b definierte Induktionsziele 14b,
50b, 66b, 68b dargestellt. Je zwei Induktionsziele 14b, 50b, 66b, 68b sind durch die
Schalterelemente 60b mit einer der resonanten Wechselrichtereinheiten 70b, 84b verbunden.
Je zwei Induktionsziele 14b, 50b, 66b, 68b sind mit einer der Resonanzkondensatoreinheiten
28b verbunden.
[0084] Figur 6 zeigt in einem vereinfachten Schaltbild zwei Induktionsziele 14b, 50b aus
Figur 5, die mit einer gemeinsamen Resonanzkondensatoreinheit 28b verbunden sind.
Die Induktionsziele 14b, 50b sind mit unterschiedlichen resonanten Wechselrichtereinheiten
70b, 84b verbunden. Zur Vereinfachung der Darstellung sind in Figur 6 keine Schalterelemente
60b dargestellt.
[0085] Durch einen Anschluss an dieselbe Resonanzkondensatoreinheit 28b entsteht eine elektrische
Kopplung zwischen den Induktionszielen 14b, 50b. Die Steuereinheit 12b geht in einen
speziellen Dauerheizbetriebszustand über. Die Steuereinheit 12b betreibt die Induktionsziele
14b, 50b gleichzeitig. Die Steuereinheit 12b betreibt in dem speziellen Dauerheizbetriebszustand
beide resonante Wechselrichtereinheiten 70b, 84b gleichzeitig.
[0086] Die Steuereinheit 12b steuert Ausgangsheizleistungen 48b der Induktionsziele 14b,
50b mittels gegeneinander phasenverschobenen Ansteuerungssignalen zu Ansteuerung der
beiden Induktionsziele 14b, 50b. Eine Phasenverschiebung zwischen den Ansteuerungssignalen
kann durch eine Ansteuerung der resonanten Wechselrichtereinheiten 70b, 84b durch
die Steuereinheit 12b realisierbar sein. Die gegeneinander phasenverschobenen Ansteuerungssignale
weisen eine gleiche Heizfrequenz auf.
[0087] Figur 7 zeigt eine beispielhafte Darstellung eines Ansteuerungsschemas 64b für zwei
Induktionsziele 14b, 50b in der kosteneffizienten Ausführung der Gargerätevorrichtung
10b.
[0088] Die Steuereinheit 12b betreibt die Induktionsziele 14b, 50b bei einem gleichzeitigen
Betrieb mit gegeneinander phasenverschobenen Ansteuerungssignalen gleicher Heizfrequenz.
[0089] Die Betriebsperiode 16b weist drei Zeitintervalle 18b t
1, t
2, t
3 auf.
[0090] Die Steuereinheit 12b betreibt das erste Induktionsziel 14b in einem ersten Zeitintervall
18b t, mit einem Leistungsüberschuss 20b. Die Steuereinheit 12b betreibt das erste
Induktionsziel 14b in einem zweiten Zeitintervall 18b t
2 mit einem Leistungsdefizit 22b. Die Steuereinheit 12b betreibt das erste Induktionsziel
14b in einem dritten Zeitintervall 18b t
3 mit einer Sollheizleistung 24b.
[0091] Die Steuereinheit 12b betreibt das zweite Induktionsziel 50b in einem ersten Zeitintervall
18b t
1 mit einer Sollheizleistung 24b. Die Steuereinheit 12b betreibt das zweite Induktionsziel
50b in einem zweiten Zeitintervall 18b t
2 mit einem Leistungsüberschuss 20b. Die Steuereinheit 12b betreibt das zweite Induktionsziel
50b in einem dritten Zeitintervall 18b t
3 mit einem Leistungsdefizit 22b
[0092] Im ersten Zeitintervall 18b t
1 betreibt die Steuereinheit 12b in dem speziellen Dauerheizbetriebszustand das erste
und das zweite Induktionsziel 14b, 50b mit Ansteuerungssignalen gleicher Heizfrequenz
f
1. Die Ansteuerungssignale weisen eine gegenseitige Phasenverschiebung φ
1 auf.
[0093] Im zweiten Zeitintervall 18b t
2 betreibt die Steuereinheit 12b in dem speziellen Dauerheizbetriebszustand das erste
und das zweite Induktionsziel 14b, 50b mit Ansteuerungssignalen gleicher Heizfrequenz
f
2. Die Ansteuerungssignale weisen eine gegenseitige Phasenverschiebung φ
2 auf.
[0094] Entsprechende Abweichungen von Ausgangsheizleistungen 48b der Induktionsziele 14b,
50bin den einzelnen Zeitintervallen 18b gegenüber Sollheizleistungen 24b sind in Form
einer S-Matrix 56b gezeigt. Die S-Matrix 56b weist in jeder Zeile genau einen Leistungsüberschuss
20b und genau ein Leistungsdefizit 22b auf. Eine Anzahl der Spalten der S-Matrix 56b
ist um 1 höher als eine Anzahl der Zeilen der S-Matrix 56b. Die Anzahl der Spalten
der S-Matrix 56b repräsentiert eine Anzahl der Zeitintervalle 18b. Die Anzahl der
Zeilen der S-Matrix 56b repräsentiert eine Anzahl der Induktionsziele 14b, 50b.
[0095] Die Steuereinheit 12b lässt bei der Ansteuerung der Induktionsziele 14b, 50b Flicker
kontrolliert zu. Im ersten Zeitintervall 18b t1 liegt eine Gesamtausgangsheizleistung
52b der Induktionsziele 14b, 50b über einer Gesamtausgangssollheizleistung 54b. Die
Gesamtausgangssollheizleistung 54b ist eine Summe aus den Sollheizleistungen 24b der
Induktionsziele 14b, 50b. Im zweiten Zeitintervall 18b t2 entspricht die Gesamtausgangsheizleistung
52b der Induktionsziele 14b, 50b der Gesamtausgangssollheizleistung 54b. Im dritten
Zeitintervall 18b t3 liegt die Gesamtausgangsheizleistung 52b der Induktionsziele
14b, 50b unter der Gesamtausgangssollheizleistung 54b (vgl. Figur 7).
[0096] Eine Differenz □P gibt eine größte Differenz zwischen den Gesamtausgangsheizleistungen
52b von benachbarten Zeitintervallen 18b bei einem kontinuierlichen Dauerheizbetriebszustand
an. Die größte Differenz ist zwischen der Gesamtausgangsheizleistung 52b im letzten
Zeitintervall 18b t
3 und der Gesamtausgangsheizleistung 52b im ersten Zeitintervall 18b t
1 vorhanden, da bei dem kontinuierlichen Dauerheizbetriebszustand das Ansteuerungsschema
64b sich wiederholt und somit das erste Zeitintervall 18b t
1 dem letzten Zeitintervall 18b t
3 nachfolgt.
[0097] Die Differenz ΔP bezogen auf eine Dauer der Betriebsperiode 16b bestimmt eine Flickerkenngröße
26b. Die Steuereinheit 12b hält die Flickerkenngröße 26b innerhalb eines Zulässigkeitsintervalls.
Das Zulässigkeitsintervall ist nach einer Flicker-Norm, insbesondere nach der DIN
EN 61000-3-3-Norm, geregelt.
[0098] Figur 8 zeigt eine beispielhafte Darstellung eines weiteren Ansteuerungsschemas 64b
für zwei Induktionsziele 14b, 50b in der kosteneffizienten Ausführung der Gargerätevorrichtung
10b.
[0099] Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Unterschiede
zwischen den Darstellungen der Ansteuerungsschemas 64b, wobei bezüglich gleich bleibender
Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figur 3
verwiesen werden kann.
[0100] Die Steuereinheit 12b betreibt die Induktionsziele 14b, 50b bei einem gleichzeitigen
Betrieb mit gegeneinander phasenverschobenen Ansteuerungssignalen gleicher Heizfrequenz.
[0101] Die Betriebsperiode 16b weist drei Zeitintervalle 18b t
1, t
2, t
3 auf.
[0102] Die Steuereinheit 12b betreibt das erste Induktionsziel 14b in einem ersten Zeitintervall
18b t, mit einem Leistungsüberschuss 20b. Die Steuereinheit 12b betreibt das erste
Induktionsziel 14b in einem zweiten Zeitintervall 18b t
2 mit einem Leistungsdefizit 22b. Die Steuereinheit 12b betreibt das erste Induktionsziel
14b in einem dritten Zeitintervall 18b t
3 mit einer Sollheizleistung 24b.
[0103] Die Steuereinheit 12b betreibt das zweite Induktionsziel 50b in einem ersten Zeitintervall
18b t
1 mit einer Sollheizleistung 24b. Die Steuereinheit 12b betreibt das zweite Induktionsziel
50b in einem zweiten Zeitintervall 18b t
2 mit einem Leistungsüberschuss 20b. Die Steuereinheit 12b betreibt das zweite Induktionsziel
50b in einem dritten Zeitintervall 18b t
3 mit einem Leistungsdefizit 22b.
[0104] Im ersten Zeitintervall 18b t
1 betreibt die Steuereinheit 12b das erste und das zweite Induktionsziel 14b, 50b mit
Ansteuerungssignalen gleicher Heizfrequenz f
1 mit einer gegenseitigen Phasenverschiebung φ
1.
[0105] Entsprechende Aktivierungssequenzen 58b sind in Form einer S-Matrix 56b gezeigt.
Die S-Matrix 56b weist in jeder Zeile genau einen Leistungsüberschuss 20b und genau
ein Leistungsdefizit 22b auf. Eine Anzahl der Spalten der S-Matrix 56b ist um 1 höher
als eine Anzahl der Zeilen der S-Matrix 56b. Die Anzahl der Spalten der S-Matrix 56b
repräsentiert eine Anzahl der Zeitintervalle 18b. Die Anzahl der Zeilen der S-Matrix
56b repräsentiert eine Anzahl der Induktionsziele 14b, 50b.
[0106] Figur 9 zeigt ein Verfahren zum Betrieb der Gargerätevorrichtung 10.
[0107] In einem Feststellungsschritt 72 des Verfahrens wird eine Anzahl von Induktionszielen
14, 50, 66, 68 festgestellt und eine Dimension einer S-Matrix 56 festgelegt. Eine
Anzahl von Zeilen der S-Matrix 56 ist gleich einer Anzahl der Induktionsziele 14,
50, 66, 68. Eine Anzahl von Spalten der S-Matrix 56 ist um 1 höher als eine Anzahl
der Zeilen der S-Matrix 56. Die Anzahl der Spalten der S-Matrix 56 ist gleich einer
Anzahl von Zeitintervallen 18 einer Betriebsperiode 16.
[0108] In einem Suchschritt 74 des Verfahrens wird ein Ansteuerungsschema 64 unter Berücksichtigung
von in der S-Matrix 56 festgelegten Randbedingungen gesucht. Das Ansteuerungsschema
64 weist Aktivierungssequenzen 58 auf. Die Aktivierungssequenzen 58 weisen intermodulationsstörsignalfreie
Ansteuerungen der Induktionsziele 14, 50, 66, 68 aus einem Katalog an Aktivierungssequenzen
58 auf.
[0109] In einem Berechnungsschritt 76 des Verfahrens wird zur Ermittlung von Zeitdauern
der Zeitintervalle 18 ein Gleichungssystem
Px=b gelöst.
[0110] In einer Leistungsmatrix
P werden Ausgangsheizleistungen 48 bei einer Anwendung des im Suchschritt 74 bestimmten
Ansteuerungsschemas 64 auf die Induktionsziele 14, 50, 66, 68 zusammengefasst. Eine
Anzahl von Zeilen n der Leistungsmatrix
P ist gleich einer Anzahl der Induktionsziele 14, 50, 66, 68. Eine Anzahl von Spalten
m der Leistungsmatrix
P ist gleich einer Anzahl der Zeitintervalle 18. Die Anzahl der Spalten m der Leistungsmatrix
P ist um 1 größer als die Anzahl der Zeilen n der Leistungsmatrix
P. Eine Komponente P
nm gibt eine Ausgangsleistung eines n-ten Induktionsziels in einem m-ten Zeitintervall
18 an. Beispielsweise gibt eine Komponente P
11 eine Ausgangsleistung des ersten Induktionsziels 14 im ersten Zeitintervall 18 an.
[0111] In einem Sollheizleistungsvektor
b werden von einem Bediener für die Induktionsziele 14, 50, 66, 68 angeforderte Sollheizleistungen
24 zusammengefasst. Der Sollheizleistungsvektor
b ist ein Spaltenvektor der Länge n. Eine n-te Komponente b
1 des Sollheizleistungsvektors
b gibt eine vom Bediener eingestellte Sollheizleistung 24 eines n-ten Induktionsziels
14 wieder. Eine zweite Komponente b
2 des Sollheizleistungsvektors
b gibt beispielsweise eine vom Bediener eingestellte Sollheizleistung 24 des zweiten
Induktionsziels 50 wieder.
[0112] In einem Zeitdauervektor
x werden Zeitdauer der Zeitintervalle 18 zusammengefasst. Der Zeitdauervektor
x ist ein Spaltenvektor der Länge m. Eine m-te Komponente x
m des Zeitdauervektors
x gibt die Zeitdauer eines m-ten Zeitintervalls 18 wieder. Eine zweite Komponente x
2 des Zeitdauervektors
x gibt beispielsweise die Zeitdauer des zweiten Zeitintervalls 18 wieder.
[0113] Der Zeitdauervektor
x ist unbekannt. In dem Berechnungsschritt 76 wird der Zeitdauervektor
x berechnet. In dem Berechnungsschritt 76 werden die Zeitdauern der Zeitintervalle
18 berechnet. Die Komponenten des Zeitdauervektors
x nehmen nicht-negative Werte an.
[0114] Das Gleichungssystem
Px=b weist eine Unbekannte, nämlich den Zeitdauervektor
x auf. Der Zeitdauervektor x wird aus
x=P-1 b mittels allgemein bekannter Lösungsverfahren für Gleichungssysteme bestimmt.
[0115] In einem Anwendungsschritt 78 des Verfahrens werden die Induktionsziele 14, 50, 66,
68 in einem Dauerheizbetriebszustand entsprechend dem Ansteuerungsschema 64 unter
Berücksichtigung des Zeitdauervektors x betrieben.
Bezugszeichen
[0116]
- 10
- Gargerätevorrichtung
- 12
- Steuereinheit
- 14
- erstes Induktionsziel
- 16
- Betriebsperiode
- 18
- Zeitintervall
- 20
- Leistungsüberschuss
- 22
- Leistungsdefizit
- 24
- Sollheizleistung
- 26
- Flickerkenngröße
- 28
- Resonanzkondensatoreinheit
- 30
- Gargerät
- 32
- Kochfeld
- 34
- Bedienfeld
- 36
- Induktor
- 38
- klassisches Induktionskochfeld
- 40
- Induktionskochfeld
- 42
- Aufstellplatte
- 44
- Gargeschirr
- 46
- Display
- 48
- Ausgangsheizleistung
- 50
- Induktionsziel
- 52
- Gesamtausgangsheizleistung
- 54
- Gesamtausgangssollheizleistung
- 56
- S-Matrix
- 58
- Aktivierungssequenz
- 60
- Schalterelement
- 62
- Relais
- 64
- Ansteuerungsschema
- 66
- Induktionsziel
- 68
- Induktionsziel
- 70
- Wechselrichtereinheit
- 72
- Feststellungsschritt
- 74
- Suchschritt
- 76
- Berechnungsschritt
- 78
- Anwendungsschritt
- 80
- Halbbrücke
- 82
- Kochzone
- 84
- Wechselrichtereinheit