Stand der Technik
[0001] Im Möbelbereich sind Möbel bekannt, die eine Schublade aufweisen, welche relativ
zu einem Korpus bewegbar ist, wobei an Schubladenseitenteilen ein Schubladenfrontbauteil
über eine Schubladen-Verbindungsvorrichtung angebracht ist. Die Schubladenfront ist
vorzugsweise lösbar bzw. austauschbar an den beiden Schubladenseitenteilen, auch Zarge
oder Seitenzarge genannt, anbringbar.
[0002] Die Befestigung der Schubladenfront an den Schubladenseitenteilen im Bereich von
vorderen Stirnseiten der beiden Schubladenseitenteile, insbesondere wenn es sich um
schwere bzw. große Fronten handelt, erfordert Geschick bzw. ist häufig schwierig.
Darüber hinaus müssen im Verbindungszustand hohe Kräfte von der Verbindungsvorrichtung
aufgenommen werden. Aufgrund dieser Kräfte sind auch Verstellmöglichkeiten der Verbindungsvorrichtung,
um eine Position der Schubladenfront relativ zum Schubladenseitenteil einzustellen,
vergleichsweise kompliziert und robust aufgebaut oder eine sichere Funktion der Verstellmöglichkeiten
ist nicht immer zuverlässig gewährleistet. Bekannte Verstellmöglichkeiten sind beispielsweise
mittels einer Verstellvorrichtung am Schubladenseitenteil und/oder an der Verbindungsvorrichtung
realisiert.
[0003] Bisherige Schubladenfront-Verbindungsvorrichtungen sind außerdem kompliziert herstellbar
und/oder vielteilig aufgebaut und benötigen einen vergleichsweise großen Freiraum
an den beiden Schubladenseitenteilen, sodass nicht für alle Schubladendesigns zufriedenstellende
Lösungen bereitstehen.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Schubladen-Verstellvorrichtung
zur Verstellung, insbesondere zur Höhenverstellung, einer Schubladenfront relativ
zu einem Schubladenseitenteil bzw. einer Seitenzarge der einleitend bezeichneten Art
bereitzustellen, insbesondere im Hinblick auf eine wirtschaftlich vorteilhafte Herstellung,
einer erleichterten Montagesituation bei der Montage einer Schubladenfront an einem
beliebig gestalteten Schubladenseitenteil und/oder verbesserten Einstellmöglichkeiten,
um eine Position der Schubladenfront relativ zum Schubladenseitenteil einzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0006] In den abhängigen Ansprüchen sind zweckmäßige und vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung aufgezeigt.
[0007] Die Erfindung geht von einer Schubladen-Verstellvorrichtung zur Verstellung eines
Frontverbinders aus, wobei der Frontverbinder zur Anordnung einer Schubladenfront
an eine Schubladenseitenwand ausgebildet ist. Beispielsweise umfasst die Schubladen-Verstellvorrichtung
den Frontverbinder.
[0008] Eine Schublade umfasst beispielsweise eine Schubladenfront, einen Schubladenboden,
eine Schubladenrückwand und zwei Schubladenseitenwände bzw. zwei Schubladenseitenteile
oder zwei Schubladenseitenzargen, wobei jeweils eine Schubladenseitenwand im angeordneten
Zustand der Schublade die Schubladenfront mit der Schubladenrückwand verbindet. Die
Schubladenfront umfasst eine Außenfläche und eine Innenfläche. Die Innenfläche der
Schubladenfront begrenzt im angeordneten Zustand an der Schublade einen Schubladeninnenraum
und ist einer Schmalseite der Schubladenseitenwand gegenüberliegend und/oder an der
Schubladenseitenwandschmalseite anstehend und/oder anliegend vorhanden. Der Schubladenboden
begrenzt im angeordneten Zustand mit einer Schubladenbodenoberseite den Schubladeninnenraum.
[0009] Eine seitliche Verstellung der Schubladenfront relativ zur Seitenzarge der Schublade
erfolgt beispielsweise parallel zur Erstreckungsebene der Schubladenbodenoberseite
und parallel zur Seitenzargenschmalseite. Eine Höhenverstellung der Schubladenfront
relativ zur Seitenzarge der Schublade erfolgt quer, insbesondere senkrecht zur Erstreckungsebene
der Schubladenbodenoberseite und parallel zur Seitenzargenschmalseite.
[0010] Die Schubladenseitenwand erstreckt sich in einer Längserstreckung zwischen der Schubladenfront
und der Schubladenrückwand. Die Schubladenseitenwand besitzt eine Schubladenseitenwandinnenseite,
welche den Schubladeninnenraum begrenzt. Eine seitliche Verstellung der Schubladenfront
relativ zur Schubladenseitenwand der Schublade erfolgt beispielsweise quer, insbesondere
senkrecht zur Längserstreckung der Schubladenseitenwand und quer insbesondere senkrecht
zu einer Erstreckungsebene der Schubladenseitenwandinnenseite. Eine Höhenverstellung
der Schubladenfront relativ zur Schubladenseitenwand der Schublade erfolgt quer, insbesondere
senkrecht zur Längserstreckung der Schubladenseitenwand und insbesondere parallel
zu der Erstreckungsebene der Schubladenseitenwandinnenseite.
[0011] Die Schubladenseitenwand ist vorteilhafterweise als eine Hohlkammerzarge ausgebildet.
Die Schubladen-Verstellvorrichtung ist im angeordneten Zustand beispielsweise insbesondere
vollständig in einem Innenraum der Schubladenseitenwand, z.B. einer Hohlkammer der
Schubladenseitenwand, angeordnet.
[0012] Die Schubladen-Verstellvorrichtung ist vorzugsweise jeweils zwischen einer Schubladenseitenwand
in deren vorderem Stirnseitenbereich und der Innenfläche der Schubladenfront vorgesehen,
sodass die Schubladenfront über zwei entsprechende Schubladen-Verstellvorrichtungen
mit den beiden Schubladenseitenwänden bzw. mit dem restlichen Teil der Schublade verbunden
ist.
[0013] Der Kern der Erfindung ist nun darin zu sehen, dass die Schubladen-Verstellvorrichtung
ein Gehäuse, ein Federorgan, ein Verstellelement und eine Verriegelungsanordnung aufweist,
wobei das Gehäuse zur Anordnung an eine Schubladenseitenwand ausgebildet ist, wobei
die Verstellung des Frontverbinders durch das Verstellelement relativ zum Gehäuse
der Schubladen-Verstellvorrichtung erfolgt, wobei die Verriegelungsanordnung ein Riegelelement
und ein Verriegelungsorgan aufweist, wobei das Riegelelement, insbesondere durch das
Verstellelement, relativ zum Gehäuse beweglich ist, wobei das Verstellelement drehbeweglich
am Gehäuse gelagert ist, wobei das Verriegelungsorgan am Gehäuse ausgebildet ist,
wobei das Federorgan derart an der Schubladen-Verstellvorrichtung vorhanden ist, dass
das Riegelelement von einer ersten Position am Gehäuse in eine zweite Position am
Gehäuse gegen eine Federkraft des Federorgans verlagerbar ist, wobei das Riegelelement
in der ersten Position mit dem Verriegelungsorgan und dem Verstellelement in einer
Weise gekoppelt ist, dass eine Drehbewegung des Verstellelements blockiert ist, wobei
das Riegelelement in der zweiten Position vom Verriegelungsorgan entkoppelt vorhanden
ist, sodass eine Drehbewegung des Verstellelements realisierbar ist. Hierdurch ist
eine vergleichsweise einfache Sicherung einer Höhenverstellung realisiert.
[0014] Vorteilhafterweise erfolgt die Verstellung des Frontverbinders durch das Verstellelement
relativ zum Gehäuse der Schubladen-Verstellvorrichtung. Beispielsweise ist der Frontverbinder
relativ zum Gehäuse der Schubladen-Verstellvorrichtung bewegbar und/oder verstellbar
vorhanden.
[0015] Bevorzugterweise sind das Riegelelement und das Verstellelement derart vorhanden,
dass die Elemente in eine gleiche Richtung, insbesondere gemeinsam bewegbar vorhanden
sind. Denkbar ist auch, dass eine Verschiebebewegung des Riegelelements unabhängig
vom Verstellelement realisierbar ist. Beispielsweise ist das Riegelelement unabhängig
vom Verstellelement von der ersten in die zweite Position bewegbar. Vorteilhafterweise
ist das Riegelelement entlang und/oder parallel zu einer Rotationsachse des Verstellelements
relativ zum Verstellelement beweglich vorhanden.
[0016] Auch ist es von Vorteil, dass das Verstellelement und das Riegelelement derart gekoppelt
sind, dass in der ersten Position des Riegelelements eine Schwenkbewegung des Verstellelements
und des Riegelelements, insbesondere eine Drehbewegung des Verstellelements und des
Riegelelements, beispielsweise durch die Kopplung des Riegelelements mit dem Verriegelungsorgan,
verhindert, z.B. gesperrt oder blockiert ist. Vorteilhaft ist außerdem, dass das Verstellelement
und das Riegelelement derart gekoppelt sind, dass in der zweiten Position des Riegelelements
eine insbesondere gemeinsame Schwenkbewegung und/oder eine insbesondere gemeinsame
Drehbewegung des Verstellelements und des Riegelelements realisierbar ist.
[0017] Vorteilhafterweise erfolgt eine Drehbewegung des Riegelelements um eine Drehachse,
insbesondere um eine Drehachse des Riegelelements, welche parallel zu einer Verschieberichtung
des Riegelelements ausgebildet ist.
[0018] Überdies ist es von Vorteil, dass das Riegelelement in der ersten Position mit dem
Verriegelungsorgan verrastet ist, insbesondere verriegelt ist. Hierdurch ist eine
Drehbewegung des Riegelelements, insbesondere um die Drehachse des Riegelelements
verhindert, beispielsweise blockiert oder unmöglich.
[0019] Vorteilhafterweise bildet das Riegelelement mit dem Verriegelungsorgan in der ersten
Position einen Formschluss aus. Beispielsweise sind das Riegelelement und das Verriegelungsorgan
in der ersten Position miteinander verzahnt.
[0020] Vorteilhafterweise umfasst das Riegelelement einen zylindrischen Körper, beispielsweise
ist das Riegelelement als ein zylindrischer Körper ausgebildet. Zum Beispiel sind
auf dem zylindrischen Körper umfänglich Rastzähne abstehend ausgebildet. Denkbar ist
auch, dass auf dem zylindrischen Körper umfänglich vertiefte Rastaufnahmen vorhanden
sind. Die Rastzähne und/oder die Rastaufnahmen sind vorteilhafterweise gleichmäßig
und/oder regelmäßig zueinander beabstandet vorhanden. Beispielsweise ist das Riegelelement
zahnkranzartig vorhanden, z.B. als ein Zahnkranz ausgebildet. Vorstellbar ist auch,
dass das Riegelelement umfänglich ein Vieleck aufweist oder in Form eines Vielecks
ausgebildet ist, z.B. als ein Fünfeck oder als ein Sechseck. Das Verriegelungsorgan
ist vorteilhafterweise zum Riegelelement komplementär ausgebildet. Beispielsweise
ist das Verriegelungsorgan sternförmig oder bienenwabenartig vorhanden. Hierdurch
sind mehrere, insbesondere verschiedene Rastpositionen des Riegelelements relativ
zum Verriegelungsorgan und/oder zum Gehäuse realisierbar.
[0021] Als vorteilhaft erweist sich ebenfalls, dass das Verstellelement als ein Exzenterelement,
insbesondere als ein Exzenter, ausgebildet ist. Hierdurch ist eine Positionierung
des Frontverbinders relativ zum Gehäuse vergleichsweise einfach realisierbar, z.B.
durch einfaches Drehen des Verstellelements. Auch ist es vorstellbar, dass das Verstellelement
als eine Welle, insbesondere als eine Hohlwelle ausgebildet ist. Beispielsweise besitzt
das Verstellelement, insbesondere in Form einer Welle oder in Form einer Hohlwelle,
auf seiner umfänglichen Mantelfläche ein Gewinde. Zum Beispiel ist das Verstellelement
als eine Schneckenwelle ausgebildet.
[0022] Denkbar ist auch, dass das Verstellelement als eine Welle, eine Schnecke und/oder
eine Schraube ausgebildet ist.
[0023] Außerdem wird vorgeschlagen, dass das Federorgan in einer Weise an der Schubladen-Verstellvorrichtung
vorhanden ist, dass das Riegelelement aufgrund einer Federkraft des Federorgans selbsttätig
von der zweiten Position in die erste Position bewegt wird. Hierdurch ist eine vergleichsweise
einfache und sichere Selbsthemmung, Selbstblockierung und/oder Selbstverrastung des
Riegelelements und damit des Verstellelements realisierbar.
[0024] Vorteilhafterweise ist das Federorgan derart an der Schubladen-Verstellvorrichtung
angeordnet, dass zumindest eine Hauptkraftkomponente der Federkraft des Federorgans
parallel zur Drehachse des Riegelelements und/oder zu einer Rotationsachse des Verstellelements
auf das Riegelelement wirkt.
[0025] Überdies ist es von Vorteil, dass Bedienmittel vorhanden sind, um das Verstellelement
zu bewegen, wobei die Bedienmittel am Verstellelement ausgebildet sind. Hierdurch
ist das Verstellelement vergleichsweise einfach durch einen Nutzer, z.B. mittels eines
Werkzeugs bedienbar. Auch erweist es sich als vorteilhaft, dass Bedienmittel vorhanden
sind, um das Riegelelement zu bewegen, wobei die Bedienmittel am Riegelelement ausgebildet
sind. Hierdurch ist das Riegelelement und insbesondere das Verstellelement vergleichsweise
einfach durch einen Nutzer, z.B. mittels eines Werkzeugs bedienbar.
[0026] Die Bedienmittel umfassen vorteilhafterweise einen Schraubenkopf in bekannter Art
und Weise, z.B. in Form eines Kreuzschlitz, eines Innen- und/oder eines Außensechskants.
Vorstellbar ist auch, dass die Bedienmittel einen Drehknopf und/oder einen Drehschalter
zur beispielsweise manuellen, insbesondere werkzeuglosen Bedienung des Verstellelements
und/oder des Riegelelements umfassen.
[0027] Des Weiteren erweist es sich von Vorteil, dass das Verstellelement einstückig mit
den Bedienmitteln und/oder dem Riegelelement vorhanden ist. Hierdurch sind das Verstellelement,
die Bedienmittel und das Riegelelement vergleichsweise kostengünstig herstellbar.
[0028] Vorteilhafterweise sind an einem ersten Ende des Verstellelements die Bedienmittel
vorhanden und an einem zweiten Ende des Verstellelements das Riegelelement, wobei
das erste und das zweite Ende voneinander beabstandet und sich gegenüberliegend am
Verstellelements ausgebildet sind. Denkbar ist aber auch, dass die Bedienmittel und
das Riegelelement zueinander benachbart vorhanden sind. Beispielsweise sind die Bedienmittel
und das Riegelelement einstückig ausgebildet.
[0029] Denkbar ist auch, dass das Verstellelement, die Bedienmittel und das Riegelelement
einstückig vorhanden sind. Hierdurch ist die Schubladen-Verstellvorrichtung vergleichsweise
einfach und/oder kostengünstig ausgebildet.
[0030] Ebenfalls erweist es sich von Vorteil, dass das Federorgan als eine U-förmige Blechfeder
ausgebildet ist.
[0031] Das Federorgan ist beispielsweise als eine Feder ausgebildet. Beispielsweise ist
das Federorgan als eine Schraubenfeder, eine Spiralfeder, eine Schenkelfeder, eine
Torsionsfeder, eine Tellerfeder und/oder eine Blattfeder vorhanden. Eine Federkraft
des Federorgans wirkt beispielsweise zwischen einem Anschlag des Riegelelements und
dem Gehäuse. Beispielsweise steht das Federorgan mit einem Ende am Anschlag des Riegelelements
und/oder mit einem weiteren Ende am Gehäuse an. Vorstellbar ist auch, dass die Federkraft
des Federorgans zwischen einem Anschlag des Riegelelements und einem Anschlag des
Verstellelements wirkt. Beispielsweise ist das Federorgan zwischen dem Anschlag des
Riegelelements und dem Anschlag des Verstellelements ausgebildet, insbesondere an
den Anschlägen anstehend.
[0032] In einer vorteilhaften Ausbildung der Schubladen-Verstellvorrichtung ist das Gehäuse
U-förmig ausgebildet, wobei das Gehäuse ein Mittelelement und ein erstes und ein zweites
Seitenelement umfasst, wobei das Mittelelement die beiden Seitenelemente miteinander
verbindet, wobei das Verriegelungsorgan am ersten Seitenelement ausgebildet ist, wobei
das Verstellelement am zweiten Seitenelement beweglich, insbesondere drehbar, gelagert
ist. Denkbar ist auch, dass das Verstellelement an beiden Seitenelementen des Gehäuses
beweglich, insbesondere drehbar, gelagert ist. Beispielsweise ist das Verriegelungsorgan
am gleichen Seitenelement ausgebildet, an welchem das Verstellelement drehbar gelagert
ist. Denkbar ist auch, dass das Verstellelement ausschließlich über das Riegelelement
drehbar gelagert ist. Insbesondere in diesem Fall ist das Riegelelement an zumindest
einer, insbesondere an beiden Seitenelementen des Gehäuses beweglich, insbesondere
drehbar, gelagert.
[0033] Vorteilhafterweise sind die beiden Seitenelemente sich gegenüberliegend und voneinander
beabstandet vorhanden. Das erste und das zweite Seitenelement sind vorteilhafterweise
abstehend, insbesondere in eine gleiche Richtung abstehend am Mittelelement angeordnet.
Beispielsweise ist das Gehäuse einstückig ausgebildet. Z.B. ist das Gehäuse als ein
Biegeteil vorhanden.
[0034] Außerdem wird vorgeschlagen, dass das Verriegelungsorgan einstückig mit dem Gehäuse
vorhanden ist. Beispielsweise ist das Verriegelungsorgan als eine Stanzöffnung und/oder
als ein Biegeelement an einem Seitenelement des Gehäuses vorhanden.
[0035] Beispielsweise umfasst die Schubladen-Verstellvorrichtung ein Einhängebauteil, um
die Schubladenfront mit dem Frontverbinder zu verbinden. Das Einhängebauteil ist beispielsweise
mit der Schubladenfront verbindbar ausgebildet. Vorteilhafterweise ist das Einhängebauteil
mit dem Frontverbinder verbindbar, z.B. einhängbar, insbesondere mit dem Frontverbinder
verrastbar. Der Frontverbinder und das Einhängebauteil bestehen vorzugsweise jeweils
aus einem Metallwerkstoff bzw. sind vorzugsweise jeweils als ein Blechbauteil ausgebildet.
Vorteilhafterweise umfasst der Frontverbinder zwei voneinander beabstandete Verbinderplatten,
welche vorzugsweise fest miteinander verbunden sind. Die Verbinderplatten sind beispielsweise
spiegelsymmetrisch zueinander vorhanden. Jede Verbinderplatte weist insbesondere parallele
Flächenseiten und dazwischen gemäß der Dicke der Platten vorhandenen Schmalseiten
auf, umfassend die obere und die untere Schmalseite.
[0036] Ein anderer Vorteil ist gegeben, wenn eine erste und/oder eine zweite Verbinderplatte
des Frontverbinders als ein durchgehendes Plattenbauteil ausgebildet ist. Dies ist
herstellungstechnisch vorteilhaft. Vorteilhafterweise sind die Verbinderplatten des
Frontverbinders über ein Fügeverfahren miteinander verbunden. Der Frontverbinder kann
dadurch vorteilhaft zu einem starren und mechanisch stabilen Bauteil hergestellt werden.
Die Verbinderplatten sind z.B. einzeln vorgefertigt zum Beispiel gestanzt oder durch
Laser ausgeschnittenen.
[0037] Bevorzugterweise weist der Frontverbinder eine obere Rampe und eine untere Rampe
auf, die in einer Höhenrichtung des Frontverbinders voneinander beabstandet sind,
wobei die obere Rampe die obere Schmalseite einer ersten Verbinderplatte und die obere
Schmalseite einer zweiten Verbinderplatte umfasst, wobei die beiden oberen Schmalseiten
in einer gemeinsamen oberen Ebene liegen, und wobei die untere Rampe die untere Schmalseite
der ersten Verbinderplatte und die untere Schmalseite der zweiten Verbinderplatte
umfasst, wobei die beiden unteren Schmalseiten in einer gemeinsamen unteren Ebene
liegen, sodass für eine Festlegung des Einhängebauteils an dem Frontverbinder die
beiden oberen Schmalseiten der oberen Rampe eine zweispurige Abstützfläche für einen
oberen Stützabschnitt an dem Einhängebauteil bereitstellen und die beiden unteren
Schmalseiten der unteren Rampe eine zweispurige Abstützfläche für einen unteren Stützabschnitt
an dem Einhängebauteil bereitstellen, wenn das Einhängebauteil an dem Frontverbinder
positionsrichtig angeordnet ist, so dass beim Verbinden der Schubladenfront mit dem
Schubladenseitenteil eine Verschiebung des oberen Stützabschnitts und des unteren
Stützabschnitts entlang der jeweiligen Rampe stattfindet. Bei genau zwei Verbinderplatten
bilden jeweilige äußere Flächenseiten der beiden Verbinderplatten die Außenseiten
des Frontverbinders in Breitenrichtung. Bevorzugt sind genau ein oberer Stützabschnitt
und genau ein unterer Stützabschnitt vorhanden. Entsprechend sind vorzugsweise genau
zwei Rampen bzw. die obere Rampe und die untere Rampe vorhanden. Vorteilhafterweise
sind die obere Ebene und die untere Ebene parallel ausgerichtet. Beispielsweise bildet
die untere Rampe eine Unterseite eines schlitzförmigen Ausschnitts in den Verbinderplatten.
[0038] Außerdem ist es von Vorteil, dass der Frontverbinder eine obere Rampe und eine untere
Rampe aufweist, wobei die Rampen in einer Höhenrichtung des Frontverbinders voneinander
beabstandet sind, wobei die obere Rampe eine obere längliche Abstützfläche und die
untere Rampe eine untere längliche Abstützfläche umfasst, so dass in einem Endmontagezustand
des Einhängebauteils an dem Frontverbinder die obere Abstützfläche zur Abstützung
eines oberen Stützabschnitts an dem Einhängebauteil dient und die untere Abstützfläche
zur Abstützung eines unteren Stützabschnitts an dem Einhängebauteil dient, wobei beim
Verbinden der Schubladenfront mit dem Schubladenseitenteil der obere Stützabschnitt
entlang der oberen Rampe abwärts rutscht und der untere Stützabschnitt entlang der
unteren Rampe abwärts rutscht bis der Endmontagezustand des Einhängebauteils an dem
Frontverbinder erreicht ist, mit einer Einhängekontur am Frontverbinder im Bereich
der unteren Rampe und mit einem Erhebungsabschnitt am Einhängebauteil im Bereich des
unteren Stützabschnitts, so dass in einer Vormontageposition das Einhängebauteil an
dem Frontverbinder selbstsichernd derart eingehängt ist, dass der untere Stützabschnitt
und/oder der Erhebungsabschnitt sich an der Einhängekontur abstützen, wobei das Einhängebauteil
mit dem oberen Stützabschnitt vom Frontverbinder im Bereich der oberen Rampe beabstandet
ist, und wobei die Einhängekontur derart abgestimmt ist, dass in der Vormontageposition
zumindest der Erhebungsabschnitt an der Einhängekontur derart ansteht, dass der untere
Stützabschnitt gegen ein Abwärtsrutschen entlang der unteren Rampe gesichert ist.
[0039] Gemäß einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung weist der Frontverbinder im Bereich
der unteren Rampe eine Einhängekontur zum selbstsichernden Einhängen des Einhängebauteils
am Frontverbinder auf. Die Einhängekontur ist beispielsweise so abgestimmt, dass im
selbstsichernden Zustand das Einhängebauteil bzw. damit die Schubladenfront schräg
ausgerichtet zur Vertikalen an den Schubladenzargen bzw. der daran vorhandene weiteren
Teilen der Schublade frei abgestützt gehalten ist, was insbesondere hilfreich für
die Montage ist, wenn die Schublade an einem Möbelkorpus über Schienenführungen befestigt
ist.
[0040] Ebenfalls erweist es sich von Vorteil, dass die Einhängekontur einen ersten Konturabschnitt
und einen zweiten Konturabschnitt aufweist, wobei der erste Konturabschnitt zur Abstützung
des unteren Stützabschnitts in der Vormontageposition und der zweite Konturabschnitt
zur Abstützung des Erhebungsabschnitts in der Vormontageposition dient, wobei der
erste und der zweite Konturabschnitt in einer Höhenrichtung des Frontverbinders voneinander
beabstandet sind.
[0041] Auch ist es von Vorteil, dass in der Vormontageposition eine Abstützung des Einhängebauteils
am Frontverbinder über einen Kontakt mit dem unteren Stützabschnitt und über einen
Kontakt mit dem Erhebungsabschnitt und über einen Kontakt mit einem weiteren Bauteilabschnitt
des Einhängebauteils erfolgt.
[0042] Außerdem erweist es sich von Vorteil, dass der Frontverbinder, insbesondere die Verbinderplatten
eine Aufnahme umfassen, in welche das Verstellelement eingreifend anordenbar ist.
Beispielsweise durchgreift das Verstellelement den Frontverbinder an der Aufnahme.
Die Aufnahme ist beispielsweise als eine längliche, bzw. schlitzartige Öffnung, z.B.
Durchgangsöffnung vorhanden.
[0043] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist eine Schubladenseitenwand mit einer
Schubladen-Verstellvorrichtung nach einer der vorangegangen beschriebenen Ausführungen,
wobei das Gehäuse der Schubladen-Verstellvorrichtung an der Schubladenseitenwand angeordnet
ist.
[0044] Eine weitere vorteilhafte Modifikation der Erfindung ist ein Möbel, insbesondere
eine Schublade, mit einer Schubladen-Verstellvorrichtung nach einer der vorangegangen
beschriebenen Ausführungen und/oder einer Schubladenseitenwand wie vorangegangen genannt.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0045] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand von in den Figuren schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung näher erläutert. Im Einzelnen zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht von schräg oben auf ein Möbel mit einer daran aufgenommenen
und geöffnet dargestellten Schublade, wobei das Möbel ohne eine oberseitige Abdeckplatte
gezeigt ist,
- Fig. 2
- die Schublade gemäß Fig. 1 ohne eine Schubladenfront der Schublade in perspektivischer
Ansicht,
- Fig. 3
- ein vorderes Ende eines Schubladenseitenteils der Schublade gemäß Fig. 2 mit einer
Schubladen-Verstellvorrichtung in Explosionsdarstellung,
- Fig. 4
- ein Frontverbinder der Schubladen-Verstellvorrichtung gemäß Fig. 3 in Explosionsdarstellung,
- Fig. 5
- eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Schubladen-Verstellvorrichtung,
- Fig. 6
- ein Innengehäuse, ein Federorgan und ein Verstellelement der Schubladen-Verstellvorrichtung
gemäß Fig. 5 in einer Explosionsdarstellung und
- Fig. 7, 8
- die Schubladen-Verstellvorrichtung gemäß Fig. 5 im zusammengesetztem Zustand jeweils
in einer perspektivischen seitlichen Ansicht, wobei in Figur 7 ein Seitenelement eines
Außengehäuses teilweise transparent gehalten ist, sodass eine Montageposition eines
Federorgans sichtbar ist.
[0046] Fig. 1 zeigt ein Möbel 1 mit einer vorderseitig am Möbel 1 vorstehenden oder am Möbel
1 maximal weit herausbewegten erfindungsgemäßen Schublade 2. Die Schublade 2 ist bewegbar
oder im gezeigten Möbelnutzzustand linear in horizontaler Richtung verschieblich über
Führungsmittel 4 an einem Möbelkorpus 3 des Möbels 1 aufgenommen. Das Möbel 1 ist
z.B. in Form eines Kastenmöbels vorhanden, mit gegenüberliegenden Seitenwänden 5,
6, einem Boden 7, einer Rückwand 8 und zwei oberseitig vorhandenen Querbrettern 10,
11. Das Querbrett 10 ist horizontal oben zwischen den beiden Seitenwänden 5, 6 im
vorderen Bereich des Möbels 1 und das Querbrett 11 ist horizontal oben zwischen den
beiden Seitenwänden 5, 6 im hinteren Bereich des Möbels 1 vorhanden. Die beiden Seitenwände
5, 6 sind stabil mit dem Boden 7, der Rückwand 8 verbunden. Eine oberhalb der beiden
Querbretter 10, 11 am Möbel 1 abdeckend vorzusehende Abdeckplatte ist nicht dargestellt.
[0047] Die Führungsmittel 4 umfassen eine linke Schienenführung 13 und eine rechte Schienenführung
14, wobei die Schienenführungen 13, 14 zwischen dem Möbelkorpus 3 und der Schublade
2 wirken und zum Beispiel als Vollauszug 12 ausgebildet sind, mit jeweils zueinander
insbesondere teleskopisch verschieblichen Schienen. Die zur Schienenführung 12 gespiegelt
am Möbel 1 vorhandene rechte Schienenführung 14 ist in Fig. 1 vollständig verdeckt.
[0048] Die Schublade 2 ist in Fig. 2 in Alleindarstellung ohne eine Schubladenfront 15 dargestellt.
Weitere Elemente der Schublade 2 sind ein Schubladenboden 16, ein linkes Schubladenseitenteil
17, ein rechtes Schubladenseitenteil 18 und eine Schubladenrückseite 19.
[0049] Die beiden gleichartigen Schubladenseitenteile 17 und 18 sind hier als Schubladenzargen
oder als Hohlkammerzargen gebildet, z.B. aus einem umgekanteten Blechmaterial ausgeformt.
Die Schubladenseitenteile 17 und 18 sind an ihrem fronseitigen Ende 17a bzw. 18a offen
und für die Verbindung mit der Schubladenfront 15 mittels jeweils einer erfindungsgemäßen
Schubladen-Verstellvorrichtung ausgestaltet. Für die Verbindung der Schubladenfront
15 mit dem Schubladenseitenteil 17 ist eine erste Schubladen-Verstellvorrichtung vorgesehen
und für die Verbindung der Schubladenfront 15 mit dem Schubladenseitenteil 18 ist
eine zweite Schubladen-Verstellvorrichtung vorgesehen. Da die Verbindung der Schubladenfront
15 mit dem jeweiligen Schubladenseitenteil 17 bzw. 18 identisch eingerichtet bzw.
mit jeweils einer identischen Schubladen-Verstellvorrichtung erfolgt, wird nachfolgend
die Verbindung beispielhaft für ein Schubladenseitenteil beschrieben.
[0050] In Fig. 3 ist die Schubladenfront 15 transparent dargestellt und somit nicht gezeigt,
sondern lediglich ausschnittsweise umrissartig bzw. schematisch gestrichelt angedeutet.
[0051] Die als eine mehrteilige Baueinheit ausgestaltete Schubladen-Verstellvorrichtung
9 umfasst als Elemente z.B. ein Außengehäuse 20, ein Innengehäuse 21, einen Frontverbinder
22, Stellelemente 23, 24 und/oder ein Einhängebauteil 25.
[0052] Dabei sind die Elemente 20, 21, 22, 23 und 24 zusammengefasst in einem vertieften
Aufnahmebereich am fronseitigen Ende 18a des Schubladenseitenteils 18 fest aber lösbar
unterbringbar. Das Einhängebauteil 25 ist ausgebildet, an einer Innenseite 15a der
Schubladenfront 15 fixiert zum Beispiel angeschraubt zu werden. Die Verbindung der
Schubladenfront 15 mit den Schubladenseitenteilen 17 und 18 erfolgt über das jeweilige
Zusammenwirken eines Einhängebauteils 25 mit einem dazugehörigen Frontverbinder 22.
Hierfür ist an jedem Schubladenseitenteil 17, 18 jeweils frontseitig das Bauteil aus
den zusammengefassten Elementen 20, 21, 22, 23 und 24 untergebracht. Diese Bauteile
wirken für den Verbindungszustand mit einem jeweils zugeordneten Einhängebauteil 25
zusammen. Hierfür sind an der Innenseite 15a der Schubladenfront 15 genau zwei Einhängebauteil
25 an einer dafür abgestimmten Stelle fixiert.
[0053] Die Verbindung erfolgt dann durch Einhängen der Schubladenfront 15 über die daran
vorhandenen beiden Einhängebauteile 25 an den jeweiligen Frontverbindern 22 an den
beiden Schubladenseitenteilen 17 und 18.
[0054] Die Elemente 20, 21, 23, 24 und 25 und ein Verschiebeelement 31 am Frontverbinder
22 dienen zur Höhenverstellung und zur Seitenverstellung der Schubladenfront 15 an
der restlichen Schublade bzw. an den Schubladenseitenteilen 17 und 18.
[0055] Der Frontverbinder 22 weist z.B. zwei schmale vorzugsweise im Wesentlichen plattenförmige
Verbinderplatten 26 und 27 auf, eine Feder 28, ein Rastorgan 29 und/oder ein Lagerelement
30 für die ausweichbare Lagerung des Rastorgans 29 an den Verbinderplatten 26, 27.
Die Feder 28 ist an den beiden Verbinderplatten 26, 27 aufgenommen und bewirkt, dass
das Rastorgan 29 um die Längsachse des Lagerelements 30 etwas ausweichbar bzw. schwenkbar
ist und in eine erste Schwenkrichtung vorgespannt ist. In die zur ersten Schwenkrichtung
entgegengesetzte zweite Schwenkrichtung R2 ist das Rastorgan 29 ausweichbar. Die Ausweichbarkeit
dient zur Aufhebung einer Verrastung, welche durch das Rastorgan 29 selbsttätig einrichtbar
ist, womit das Einhängebauteil 25 am Frontverbinder 22 verrastbar ist. Die Aufhebung
der Verrastung erfolgt durch manuelles Drücken von außen gegen einen Bedienabschnitt
29a am Rastorgan 29 gegen die Kraft- bzw. Federwirkung der Feder 28.
[0056] Zwischen der ersten Verbinderplatte 26 und der zweiten Verbinderplatte 27 ist das
zur Seitenverstellung gehörige Verschiebeelement 31 aufgenommen. Hierfür ist das um
seine Längsachse von außen drehbare Stellelement 24 vorgesehen. Das Stellelement 24
greift hierfür quer durch darauf abgestimmte Öffnungen in dem Außengehäuse 20, dem
Innengehäuse 21, den beiden Verbinderplatten 26, 27 und dem Verschiebeelement 31.
[0057] Die beiden Verbinderplatten 26, 27 sind parallel zueinander ausgerichtet und in einer
Breitenrichtung B des Frontverbinders 22 über einen Abstand über die überwiegende
Erstreckung voneinander beabstandet und fest miteinander verbunden durch nicht konkret
dargestellte Elemente wie beispielsweise Querbolzen 44 bis 46. Die Längsachsen 32
der Elemente bzw. der Querbolzen 44 bis 46 sind in Fig. 4 teilweise gestrichelt angedeutet,
wobei jedes Element jeweils mit seinen beiden Enden an der dazugehörigen Verbinderplatte
26 bzw. 27 fest verbunden ist. Die Querbolzen 44 bis 46 sind vorzugsweise parallel
in Breitenrichtung B bzw. insbesondere parallel zum Lagerelement 30 ausgerichtet.
[0058] In einer Höhenrichtung H des Frontverbinders 22 beabstandet voneinander sind eine
obere Rampe 33 und eine untere Rampe 34 am Frontverbinder 22 vorhanden. Die ebenen
Rampen 33, 34 sind in einer Tiefenrichtung T des Frontverbinders 22 schräg ausgerichtet
und bzw. in Richtung weg von einer Vorderseite 35 des Frontverbinders 22 nach hinten
abfallend bzw. in Richtung einer Rückseite 36 des Frontverbinders 22 abfallend.
[0059] Die obere Rampe 33 weist eine obere Schmalseite 33a der ersten Verbinderplatte 26
und eine obere Schmalseite 33b der Verbinderplatte 27 auf. Die Schmalseiten 33a und
33b liegen in einer gemeinsamen aufgespannten Raumebene. Entsprechend weist die untere
Rampe 34 eine untere Schmalseite 34a der ersten Verbinderplatte 26 und eine untere
Schmalseite 34b der Verbinderplatte 27 auf. Die Schmalseiten 34a und 34b liegen in
einer gemeinsamen gedachten aufgespannten Raumebene, die zur Raumebene der oberen
Schmalseiten 33a, 33b parallel liegt.
[0060] Stützabschnitte 37 und 38 des Einhängebauteils 25 sind vorzugsweise gleichartig bzw.
identisch. Bevorzugt sind die Stützabschnitte 37, 38 als stiftartige bzw. längliche
Bauteile gebildet, hier beispielsweise jeweils als Stift bzw. Bolzen mit konkaver
bzw. zylindrischer Außenform. Auch andere Formen wie z.B. eine Mehrkant-Außenform
der Stützabschnitte 37, 38 sind möglich.
[0061] Zur Befestigung des Einhängebauteils 25 an der Schubladenfront 15 sind am Einhängebauteil
25 an einer Bauteilrückseite 39 eines Grundkörpers 40 des Einhängebauteil 25 Öffnungen
41, 42 und 43 zum Durchgreifen der Befestigungselementen ausgebildet (s. Fig. 3).
Am Außengehäuse 20 ist ein Montageorgan 84 ausgebildet, mittels welchem das Außengehäuse
20 an eines der Schubladenseitenteile 17 und 18 anordenbar ist.
[0062] Die in den Figuren 5 bis 8 gezeigte erfindungsgemäße Schubladen-Verstellvorrichtung
47 ist vorteilhafterweise gemäß der in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Ausführung des
Möbels 1 an die Schubladenseitenteile 17, 18 austauschbar anordenbar.
[0063] In Figur 5 ist ein erfindungsgemäßes Gehäuse in Form eines Außengehäuses 48, ein
Federorgan 49, ein Verstellelement 50 und eine Verriegelungsanordnung 51 gezeigt.
Die Verriegelungsanordnung 51 umfasst ein Riegelelement 52'und ein Verriegelungsorgan
53.
[0064] Vorteilhafterweise entspricht das Außengehäuse 48 in den Funktionen und in der Ausbildung
zumindest annährend dem Außengehäuse 20 gemäß den Fig. 1 bis 4, wobei das Außengehäuse
48 sich insbesondere vom Außengehäuse 20 dahingehend unterscheidet, dass das Außengehäuse
48 dazu ausgebildet ist eine erfindungsgemäße Schubladen-Verstellvorrichtung 47 anzuordnen.
[0065] Das Außengehäuse 48 umfasst vorteilhafterweise ein Mittelelement 54, ein erstes Seitenelement
55 und ein zweites Seitenelement 56. Zur verschieblichen Lagerung eines Innengehäuses
57 sind an den Seitenelementen 55, 56 vorteilhafterweise abstehende Laschen 58 bis
60, insbesondere von den Seitenelementen 55, 56 umgebogen vorhanden. Vorteilhafterweise
bilden das Mittelelement 54, die Seitenelemente 55, 56 und die Laschen 58 bis 60 in
einem Querschnitt des Außengehäuses 48 einen quaderförmigen Rahmen, mittels welchem
das Innengehäuse 57 insbesondere linearbeweglich in einem Innenvolumen 61 des Außengehäuses
48 im montierten Zustand geführt vorhanden ist.
[0066] Am Innengehäuse 57 ist ein alternativer Frontverbinder 62 insbesondere verschieblich
gelagert.
[0067] Bevorzugterweise entspricht der Frontverbinder 62 in den Funktionen und in der Ausbildung
zumindest annähernd dem Frontverbinder 22 gemäß den Fig. 1 bis 4. Der Frontverbinder
62 umfasst zwei Verbinderplatten 63, 64. Die Verbinderplatten 63, 64 besitzen jeweils
eine schlitzartige Öffnung 65, 66. Die Öffnungen 65, 66 durchgreift das Verstellelement
50 im montierten Zustand. Das Verstellelement 50 ist vorteilhafterweise als ein Exzenterelement
ausgebildet, mit einem extzentrisch zu einer Drehachse D des Verstellelements 50 vorhandenen
Positionierorgan 67. Das Positionierorgan 67 ist im montierten Zustand insbesondere
in jeder Drehstellung des Verstellelements 50 um seine Drehachse D anliegend an einem
Öffnungsrand 68, 69 der Öffnungen 65, 66 vorhanden, sodass im montierten Zustand der
Vorrichtung durch eine Drehung des Verstellelements 50 eine Verschiebung des Frontverbinders
62 und beispielsweise des Innengehäuses 57 relativ zum Außengehäuse 48 und damit eine
Höhenverstellung realisiert ist.
[0068] Das Verstellelement 50 umfasst neben dem Positionierorgan 67 vorteilhafterweise ein
Bedienmittel in Form eines Schraubenkopfs 70 und das Riegelelement 52. Der Schraubenkopf
70 und das Riegelelement 52 sind vorteilhafterweise an sich gegenüberliegenden und
beabstandeten Enden 71, 72 des Verstellelements 50 vorhanden.
[0069] Das Riegeelement 52 ist an einem zweiten Ende 72 zahnkranzartig am Verstellelement
50 ausgebildet. Das Riegelelement 52 ist beispielweise als ein Zahnkranz vorhanden.
[0070] Das Verriegelungsorgan 53 ist vorteilhafterweise an einem zweiten Seitenelement 56
des Außengehäuses 48 ausgebildet. Das Verriegelungsorgan 53 ist beispielsweise als
ein Innenzahnkranz an einer ersten Öffnung 73 des zweiten Seitenelements 56 ausgebildet.
Im montierten Zustand durchgreift das Verstellelement 50 mit seinem zweiten Ende 72
beispielsweise die erste Öffnung 73.
[0071] Das zweite Ende 72 des Verstellelements 50 ist vorteilhafterweise zusammen mit dem
Riegelelement 52 derart auf die erste Öffnung 73 mit dem Innenzahnkranz abgestimmt
vorhanden, dass in einer ersten Position des Verstellelements 50 relativ zum Außengehäuse
48 im montierten Zustand, das Riegelelement 52 in den Innenzahnkranz des Verriegelungsorgans
53 derart eingreift, dass die beiden Elemente 52, 53 miteinander verrasten und ein
Drehung des Verstellelements 50 um seine Drehachse D damit blockiert ist (siehe auch
Figur 8).
[0072] Am zweiten Ende 72 des Verstellelements 50 ist vorteilhafterweise eine Drehlagerfläche
75 ausgebildet. In einer zweiten Position des Verstellelements 50 relativ zum Außengehäuse
48, in welcher das Verstellelement 50 in Richtung der Drehachse D des Verstellelements
50 in Richtung Seitenelement 56 relativ zum Außengehäuse 48 verschoben vorhanden ist,
ist das Verstellelement 50 mit seiner Drehlagerfläche 75 an dem Innenzahnkranz drehbar
gelagert vorhanden, sodass eine Drehung des Verstellelements 50 um seine Drehachse
D freigeben und damit eine Verstellung des Frontverbinders 62 relativ zum Außengehäuse
48 realisierbar ist.
[0073] Das Verstellelement 50 durchgreift mit einem Bereich des ersten Endes 72 eine zweite
Öffnung 74 des ersten Seitenelements 55. Im Bereich des ersten Endes 72 besitzt das
Verstellelement 50 vorteilhafterweise eine weitere Drehlagerfläche 76, mittels welcher
das Verstellelement 50 in sowohl der ersten als auch der zweiten Position relativ
zum Außengehäuse 48 drehbar an der zweiten Öffnung 74 gelagert ist.
[0074] In Figur 7 sind Teile des ersten Seitenelements 55 transparent gehalten, um die Montagesituation
des Federorgans 49 zu visualisieren.
[0075] Am Außengehäuse 48 ist am zweiten Seitenelement 56 eine T-förmige Nase 77 in Tiefenerstreckung
T des zweiten Seitenelements 56 abstehend ausgebildet.
[0076] Das Federorgan 49 ist vorteilhafterweise als eine U-förmig Blechfeder ausgebildet.
Das Federorgan 49 stützt sich vorteilhafterweise mit einem ersten Ende 78 an der T-förmigen
Nase 77 ab und mit einem zweiten Ende 79 an einem Anschlag 81 des Verstellelements
50 und ggf., insbesondere in der ersten Position des Verstellelements 50 relativ zum
Außengehäuse 48, an einer Innenfläche 80 des ersten Seitenelements 55 (siehe auch
Figuren 7, 8). Hierdurch ist das Federorgan 49 im montierten Zustand derart vorhanden,
dass es das Verstellelement 50 in die erste Position, insbesondere aus der zweiten
Position, relativ zum Außengehäuse 48 drängt.
[0077] Das Federorgan 49 umgreift im angeordneten Zustand vorteilhafterweise das Verstellelement
50 mit seinem zweiten Ende 79, sodass das Federorgan 49 im montierten Zustand einen
Anschlag 83 für das Positionierorgan 67 bildet und damit das Verstellelement 50 gegen
ein Herausfallen am Außengehäuse 48 sichert.
[0078] Die Öffnung 74 des Außengehäuses 48 umfasst eine Ausbuchtung 82, sodass das exzenterartige
Verstellelement 50 an das Außengehäuse montierbar ist. Beispielsweise ist das Verstellelement
50 in Richtung einer Drehachse D entlang einer Erstreckungsebene des Mittelelements
54 an das Außengehäuse 48 einschiebbar.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Möbel |
33, 34 |
Rampe |
| 2 |
Schublade |
33a, 33b |
Schmalseite |
| 3 |
Möbelkorpus |
34a, 34b |
Schmalseite |
| 4 |
Führungsmittel |
35 |
Vorderseite |
| 5 - 6 |
Seitenwand |
36 |
Rückseite |
| 7 |
Boden |
37 - 38 |
Stützabschnitt |
| 8 |
Rückwand |
39 |
Bauteilrückseite |
| 9 |
Schubladen-Verstellvorrichtung |
40 |
Grundkörper |
| 10 - 11 |
Querbrett |
41 - 43 |
Öffnung |
| 12 |
Vollauszug |
44 - 46 |
Querbolzen |
| 13 - 14 |
Schienenführung |
47 |
Schubladen-Verstellvorrichtung |
| 15 |
Schubladenfront |
48 |
Außengehäuse |
| 15a |
Innenseite |
49 |
Federorgan |
| 16 |
Schubladenboden |
50 |
Verstellelement |
| 17 |
Schubladenseitenteil |
51 |
Verriegelungsanordnung |
| 17a, 18a |
Ende |
52 |
Riegelelement |
| 18 |
Schubladenseitenteil |
53 |
Verriegelungsorgan |
| 19 |
Schubladenrückseite |
54 |
Mittelelement |
| 20 |
Außengehäuse |
55, 56 |
Seitenelement |
| 21 |
Innengehäuse |
57 |
Innengehäuses |
| 22 |
Frontverbinder |
58 - 60 |
Laschen |
| 23 - 24 |
Stellelement |
61 |
Innenvolumen |
| 25 |
Einhängebauteil |
62 |
Frontverbinder |
| 26 - 27 |
Verbinderplatte |
63, 64 |
Verbinderplatte |
| 28 |
Feder |
65, 66 |
Öffnung |
| 29 |
Rastorgan |
67 |
Positionierorgan |
| 29a |
Bedienabschnitt |
68, 69 |
Öffnungsrand |
| 30 |
Lagerelement |
70 |
Schraubenkopf |
| 31 |
Verschiebeelement |
71, 72 |
Ende |
| 32 |
Längsachse |
|
|
| 73, 74 |
Öffnung |
81 |
Anschlag |
| 75, 76 |
Drehlagerfläche |
82 |
Ausbuchtung |
| 77 |
Nase |
83 |
Anschlag |
| 78, 79 |
Ende |
84 |
Montageorgan |
| 80 |
Innenfläche |
|
|
1. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) zur Verstellung eines Frontverbinders (62), wobei
der Frontverbinder (62) zur Anordnung einer Schubladenfront an eine Schubladenseitenwand
ausgebildet ist, wobei die Schubladen-Verstellvorrichtung (47) ein Gehäuse (48), ein
Federorgan (49), ein Verstellelement (50) und eine Verriegelungsanordnung (51) aufweist,
wobei das Gehäuse (48) zur Anordnung an die Schubladenseitenwand ausgebildet ist,
wobei die Verstellung des Frontverbinders (62) durch das Verstellelement (50) relativ
zum Gehäuse (48) der Schubladen-Verstellvorrichtung (47) erfolgt, wobei die Verriegelungsanordnung
(51) ein Riegelelement (52) und ein Verriegelungsorgan (53) aufweist, wobei das Riegelelement
(52) relativ zum Gehäuse (48) beweglich ist, wobei das Verstellelement (50) drehbeweglich
am Gehäuse (48) gelagert ist, wobei das Verriegelungsorgan (53) am Gehäuse (48) ausgebildet
ist, wobei das Federorgan (49) derart an der Schubladen-Verstellvorrichtung (47) vorhanden
ist, dass das Riegelelement (52) von einer ersten Position am Gehäuse (48) in eine
zweite Position am Gehäuse (48) gegen eine Federkraft des Federorgans (49) verlagerbar
ist, wobei das Riegelelement (52) in der ersten Position mit dem Verriegelungsorgan
(53) und dem Verstellelement (50) in einer Weise gekoppelt ist, dass eine Drehbewegung
des Verstellelements (50) blockiert ist, wobei das Riegelelement (52) in der zweiten
Position vom Verriegelungsorgan (53) entkoppelt vorhanden ist, sodass eine Drehbewegung
des Verstellelements (50) realisierbar ist.
2. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelelement (52) in der ersten Position mit dem Verriegelungsorgan (53) verrastet,
insbesondere verriegelt ist.
3. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (50) als ein Exzenterelement, insbesondere als ein Exzenter,
ausgebildet ist.
4. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federorgan (49) in einer Weise an der Schubladen-Verstellvorrichtung (47) vorhanden
ist, dass das Riegelelement (52) aufgrund einer Federkraft des Federorgans (49) selbsttätig
von der zweiten Position in die erste Position bewegt wird.
5. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Bedienmittel (70) vorhanden sind, um das Verstellelement (50) zu bewegen, wobei die
Bedienmittel (70) am Verstellelement (50) ausgebildet sind.
6. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (50) einstückig mit den Bedienmitteln (70) und/oder dem Riegelelement
(52) vorhanden ist.
7. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federorgan (49) als eine U-förmige Blechfeder ausgebildet ist.
8. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (48) U-förmig ausgebildet ist, wobei das Gehäuse (48) ein Mittelelement
(54), ein erstes Seitenelement (56) und ein zweites Seitenelement (55) umfasst, wobei
das Mittelelement (54) die beiden Seitenelemente (55, 56) miteinander verbindet, wobei
das Verriegelungsorgan (53) am ersten Seitenelement (56) ausgebildet ist, wobei das
Verstellelement (50) am zweiten Seitenelement (55) beweglich, insbesondere drehbar,
gelagert ist.
9. Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsorgan (53) einstückig mit dem Gehäuse (48) vorhanden ist.
10. Schubladenseitenwand, insbesondere Schubladenzarge mit einer Schubladen-Verstellvorrichtung
(47) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (48) an der Schubladenseitenwand angeordnet ist.
11. Möbel mit einer Schubladen-Verstellvorrichtung (47) nach einem der vorangegangenen
Ansprüche 1 bis 9 und/oder einer Schubladenseitenwand nach dem vorangegangenen Anspruch
10.