Stand der Technik
[0001] Im Möbelbereich sind Möbel mit einer Schublade, die relativ zu einem Korpus bewegbar
sind bekannt, wobei an Schubladenseitenteilen ein Schubladenfrontbauteil über eine
Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung angebracht ist. Die Schubladenfront ist vorzugsweise
lösbar bzw. austauschbar an den beiden Schubladenseitenteilen anbringbar.
[0002] Die Befestigung der Schubladenfront an den Schubladenseitenteilen im Bereich von
vorderen Stirnseiten der beiden Schubladenseitenteile, insbesondere wenn es sich um
schwere bzw. große Fronten handelt, erfordert Geschick bzw. ist häufig schwierig.
Darüber hinaus müssen im Verbindungszustand hohe Kräfte von der Verbindungsvorrichtung
aufgenommen werden.
[0003] Bisherige Schubladenfront-Verbindungsvorrichtungen sind außerdem hinsichtlich einer
exakten Höhen- und/oder Seitenverstellung der Schubladenfront nur bedingt geeignet.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung
der einleitend bezeichneten Art verbessert bereitzustellen, insbesondere im Hinblick
auf eine einfache und exakte Höhen- und/oder Seitenverstellung der Schubladenfront.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0006] In den abhängigen Ansprüchen sind zweckmäßige und vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung aufgezeigt.
[0007] Die Erfindung geht aus von einer Schubladenfront-Verstellvorrichtung zur Verstellung
einer Schubladenfront relativ zu einem Schubladenseitenteil in einer Verstellrichtung
insbesondere zur Seitenverstellung der Schubladenfront.
[0008] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass die Schubladenfront-Verstellvorrichtung
ein Gehäuse, einen Frontverbinder und ein durch ein Bedienen von außen drehbares Stellelement
umfasst, wobei der Frontverbinder relativ zum Gehäuse versetzbar ist und durch Anbringen
des Gehäuses an dem Schubladenseitenteil anordenbar ist, und wobei der Frontverbinder
mit der Schubladenfront koppelbar ist, wobei der Frontverbinder durch die Bedienung
des Stellelements relativ zum Gehäuse versetzbar ist, um den Frontverbinder in eine
Versetzposition an dem Gehäuse von einer Mehrzahl von möglichen Versetzpositionen
des Frontverbinders an dem Gehäuse zu bringen, so dass im angeordneten Zustand an
dem Schubladenseitenteil das Versetzten des mit der Schubladenfront gekoppelten Frontverbinders
die Verstellung der Schubladenfront bewirkt, wobei eine Reibstruktur mit Reibflächen
am Stellelement und/oder an einem Gegenabschnitt an dem Gehäuse derart ausgebildet
sind, dass mit fortschreitender Drehbewegung des Stellelements zumindest zwei Reibflächen
aneinander in Anlage bringbar und wieder voneinander trennbar sind, so dass Reibeffekte
durch aneinander anliegende Reibflächen sich ändern, insbesondere auftreten und wieder
verschwinden, womit aufgrund der sich ändernden Reibeffekte während der Drehbewegung
des Stellelements eine haptische und/oder hörbare Rückmeldung auf eine Bedienperson,
welche das Stellelement bedient, eingerichtet ist. An einer Schublade sind in aller
Regel genau zwei Schubladenseitenteile vorhanden, jeweils mit einem Frontverbinder
an deren vorderen Stirnseite versenkt. Jeder Frontverbinder wirkt jeweils mit einem
zugeordneten Einhängebauteil an der Schubladenfront zusammen. Demgemäß sind zwei Einhängebauteile
an jeweils vorgegebener Stelle auf der Innenseite der Schubladenfront befestigt zum
Beispiel angeschraubt.
[0009] Die Schubladenfront-Verstellvorrichtung ist vorzugsweise als Höhenverstellvorrichtung
für die Schubladenfront oder als Seitenverstellvorrichtung für die Schubladenfront
ausgebildet. So wird im angeordneten Zustand der Schubladenfront an den Schubladenseitenteilen
die Schubladenfront relativ zur verbleibenden Schublade in Höhenrichtung bzw. Seitenrichtung
verstellt. Damit wird durch Versetzten des mit der Schubladenfront gekoppelten Frontverbinders
die Verstellung der Schubladenfront in eine Höhenrichtung bzw. im Nutzzustand in vertikaler
Richtung bzw. im Nutzzustand quer zur Vertikalen und in Seiten- bzw. Breitenrichtung
der Schubladenfront bewirkt. Damit lässt sich insbesondere ein Frontbild des Möbels
einrichten, so dass vordere Seitenränder der Schubladenfront zu benachbarten Schubladenfronten
oder anderen Möbelkanten einstellbar ist. Im Ergebnis können am Möbel einheitlich
gleiche Spaltbreiten zwischen Ränder der benachbarten Schubladenfronten und fluchtende
Rändern der benachbarten Schubladenfronten oben und unten und rechts und links eingerichtet
werden.
[0010] Da es häufig für den Monteur schwierig ist, die Verstellung bzw. einen Verstellweg
der Schubladenfront zu quantifizieren ist die vorgeschlagene Reibstruktur und die
damit eingerichtete Rückmeldung an den Monteur während der Drehung des Stellelements
zum Beispiel mit einem Schraubendrehwerkzeug vorteilhaft. Der Verstellweg zwischen
zwei sich ändernden Reibeffekten beträgt vorzugsweise ein Bruchteil eines Millimeters
zum Beispiel 0,2 bis 0,8 Millimeter, insbesondere zum Beispiel 0,5 Millimeter. Damit
kann in beispielsweise 0,5 Millimeter-Schritten die Verstellung der Schubladenfront
in der Höhe bzw. in der Seite bzw. in Breitenrichtung vorgenommen werden.
[0011] Der Reibwiderstand beim Drehen des Stellelements bzw. gegen die von außen aufgezwungene
Drehbewegung ist vorzugsweise alternierend stark und schwach spürbar für den Monteur
beim Drehen des Stellelements. Vorzugsweise ist der Reibwiderstand abwechselnd deutlich
spürbar und verschwindend bzw. nicht spürbar bzw. abwechselnd zunehmend und abnehmend
spürbar. Die Verstellrichtung entspricht der Richtung der Drehachse, um welche das
Stellelement drehbar ist. Bei einer Höhenverstellung weist das Stellelement eine senkrecht
ausgerichtete Längsachse auf und in einer Seitenverstellung weist das Stellelement
eine horizontal ausgerichtete Längsachse auf. Vorzugsweise ist die Längsachse des
Stellelements in Richtung einer Breite der Schubladenfront bzw. in Seitenrichtung
ausgerichtet.
[0012] Durch ein Bedienen von außen durch z. B. einen Monteur wird das Stellelement gedreht,
wahlweise in eine von beiden möglichen Drehrichtungen und davon abhängig nach oben
oder unten bzw. nach rechts oder links verstellt. Der Frontverbinder ist demgemäß
entlang einer bereitgestellten und durch Anschläge begrenzten Verstellstrecke des
Frontverbinders hin- und herverstellbar. Der Frontverbinder ist vorzugsweise versetzbar
am Gehäuse aufgenommen.
[0013] Bevorzugt ist am Stellelement zumindest eine Reibfläche an einem Wirkabschnitt am
Stellelement vorhanden, insbesondere sind mehrere Reibflächen entlang des Wirkabschnitt
am Stellelement vorhanden, z. B. wenn am Gegenabschnitt genau eine Reibfläche ausgebildet
ist. Bevorzugt ist an dem Gegenabschnitt zumindest eine Reibfläche an einem Wirkabschnitt
am Gegenabschnitt vorhanden, insbesondere sind mehrere Reibflächen entlang eines Wirkabschnitts
am Gegenabschnitt vorhanden, z. B. wenn am Stellelement genau eine Reibfläche ausgebildet
ist. Zumindest einzelne der Reibflächen am Stellelement wirken mit zumindest einzelnen
Reibflächen am Gegenabschnitt zusammen bzw. kommen aneinander in Reibanlage, abhängig
von der Drehstellung des Stellelements am Gehäuse. Demgemäß sind die Reibflächen am
Stellelement untereinander nicht in Reibanlage bringbar, ebenso sind die Reibflächen
am Gegenabschnitt untereinander nicht in Reibanlage bringbar.
[0014] Weiter ist es vorteilhaft, dass die Reibflächen einstückig am Gehäuse ausgebildet
sind. Dies ist insbesondere herstellungstechnisch vorteilhaft. Vorzugsweise ist zusätzlich
zumindest eine Reibfläche der Reibstruktur am Stellelement vorhanden, die auf die
Reibfläche am Gehäuse abgestimmt ist.
[0015] Ein anderer Vorteil ergibt sich, dass die Reibflächen einstückig am Stellelement
ausgebildet sind. Eine oder mehrere einstückige Reibflächen am Stellelement sind vorteilhaft
ausbildbar.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung sind die Reibflächen alternierend
mit benachbarten Zwischenbereichen ausgebildet.
Vorzugsweise ist entlang einer betrachteten Verstellstrecke der gesamte Verstellweg
mit Reibflächen und Zwischenbereichen ausgebildet die alternierend vorhanden sind.
Die Reibflächen sind alternierend entlang der Verstellstrecke bzw. eines Weges ausgebildet,
der von den anderen Reibflächen überstrichen wird. Der Verstellweg verläuft insbesondere
entlang eines zur Dreh- bzw. Längsachse des Stellelements umfänglichen Weges.
[0017] Damit kann über einen maximal bzw. insgesamt möglichen Drehweg des Stellelements
immer eine Rückmeldung an den Monteur gegeben werden. Der Monteur erkennt dabei die
regelmäßige Reibeffektänderung und weiß daher immer, wie weit die Drehbewegung bereits
vorangeschritten ist und damit wie groß der seit Beginn der Drehbewegung zurückgelegte
Verstellweg ist, also wie weit die Schubladenfront in der Höhenrichtung oder in der
Breitenrichtung bereits verstellt ist.
[0018] Auch ist es von Vorteil, wenn die Reibstruktur an einem axial zur Längsachse des
Stellelements ausgerichteten Abschnitt am Stellelement ausgebildet ist. Das Stellelement
weist vorzugsweise einen Kopf und einen daran anschließenden länglichen Schaft auf,
wobei der Schaft ein geringeres Außenmaß bzw. einen geringeren Durchmesser als der
Kopf aufweist. Am Kopf ist vorzugsweise ein Bedienabschnitt zum Ansetzen eines Abschnitts
eines Bedien- bzw. Drehwerkzeugs zur Drehmomentübertragung ausgebildet z. B. eine
Dreh-Eingriffkontur wie eine Schlitz- oder Kreuzschlitzkontur.
[0019] Der axial ausgerichtete Abschnitt ist beispielsweise eine Stirnfläche an einem Schaft
des Stellelements wie z. B. eine stirnseitige Endfläche des Stellelements. Auch kann
der axial ausgerichtete Abschnitt eine Fläche eines Kopfes des Stellelements sein,
zum Beispiel eine stirnseitige Oberseite des Stellelements oder eine der Oberseite
gegenüberliegenden bzw. abgewandte Rück- bzw. Unterseite des Kopfabschnitts, der über
den durchmesserkleineren Schaft übersteht. Der axial ausgerichtete Abschnitt kann
auch an einem Absatz am Kopf und/oder am Schaft oder an einem Gewindegang des Stellelements
ausgebildet sein.
[0020] Nach einer weiteren Modifikation der Erfindung ist die Reibstruktur an einem umfänglich
zur Längsachse des Stellelements ausgerichteten Abschnitt am Stellelement ausgebildet.
Dies kann ebenfalls eine Außenseite wie eine zylindrische Mantelfläche eines Schraubelements
sein. Der umfängliche Abschnitt kann auch ein Gewindegrund eines Gewindegangs am Stellelement
sein.
[0021] Bei einem zylindrischen Stellelement zum Beispiel einer Schraube mit zylindrischen
Mantelflächen, die eine zylindrische Schaftmantelfläche oder eine zylindrische Kopfmantelfläche
umfassen, ist die Reibstruktur auf zumindest einer dieser Flächen ausbildbar bzw.
ausgebildet.
[0022] An der Zylindermantelfläche ist die Reibstruktur bzw. deren Reibfläche zum Beispiel
durch eine konvexe oder anders geformte Erhöhung wie Noppe, Zacke oder Rippe oder
Steg zum Beispiel mit punktförmigem oder länglichem Umriss.
[0023] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, dass eine Reibfläche der Reibstruktur an einer
Axialsicherung des Stellelements ausgebildet ist. Damit wird eine Doppelfunktion mit
der Axialsicherung und der Rückmeldefunktion für den Monteur beim Drehen des Stellelements
realisiert, was eine einfache und kompakte Bauweise ermöglicht.
[0024] Die Axialsicherung dient insbesondere zur Sicherung der axialen Position des Stellelements
am Gehäuse bzw. einem Aufnahmeabschnitt zur drehbaren Aufnahme des Stellelements.
Die Axialsicherung kann zum Beispiel ein umfänglich zur Längsachse des Stellelements
sich erstreckender umfänglich unterbrochener Sicherungselement umfassen, wie z. B.
eine Klemmscheibe oder ein Sprengring, der in einer umfänglichen Nut außen am Stellelement
insbesondere federnd lösbar eingerastet ist. Die Axialsicherung kann alternativ ein
quer zur Längsachse des Stellelements ausgerichteter und durch dieses bzw. durch eine
Durchgangsbohrung greifender Sicherungsstift umfassen, der einseitig oder beidseitig
außen am Stellelement bzw. radial zur Längsachse des Stellelements übersteht.
[0025] Gemäß einem Vorteil der Erfindung ist eine erste Reibfläche der Reibstruktur an einem
ersten radial außen am Umfang des Stellelements überstehenden Abschnitt der Axialsicherung
ausgebildet und eine zweite Reibfläche der Reibstruktur an einem zweiten radial außen
am Umfang des Stellelements überstehenden Abschnitt der Axialsicherung ausgebildet.
Dies ist kompakt bauend.
[0026] Eine Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Reibflächen
der Reibstruktur an einer Außenseite und/oder einer Innenseite des Gehäuses ausgebildet
sind. Damit wird das Gehäuse nutzbar für die Reibflächen, was z. B. herstellungstechnisch
vorteilhaft ist. Außerdem steht an dem Gehäuse eine Reihe von Bereichen zur Verfügung,
welche an die Erfordernisse zur Bereitstellung der Reibflächen angepasst werden können.
[0027] Außerdem ergibt sich ein Vorteil, wenn eine Reibfläche der Reibstruktur als Erhöhungsstruktur
ausgebildet ist. Eine Erhöhungsstruktur ist in Form und Größe variabel ausbildbar.
Durch die Erhöhungsform ist bereits durch die Form vorgebbar, dass eine sichere Reibanlage
an einer Gegen-Reibfläche bei entsprechender Drehstellung des Stellelements erfolgt.
[0028] Damit ist die Zuverlässigkeit der Rückmeldung durch die Reibstruktur vorteilhaft
erhöht.
[0029] Ein anderer Vorteil basiert darauf, dass die Reibstruktur mehrere umfänglich zur
Längsachse des Stellelements angeordnete und voneinander in Umfangsrichtung getrennte
Reibflächen umfasst. Dies ist eine vorteilhafte Ausbildung aufgrund der Relativbewegung
des drehbaren Stellelements und des Gegenabschnitts, der in der Regel positionsfest
ist.
[0030] Auch vorteilhaft ist es, dass die Reibstruktur mehrere regelmäßig angeordnete Reibflächen
umfasst. Damit kann ein hoher Informationsgehalt an den Monteur rückgemeldet werden,
da aufgrund der Regelmäßigkeit ein sicherer Rückschluss auf den zurückgelegten Verstellweg
gegeben ist.
[0031] Insbesondere sind mehrere regelmäßig voneinander beabstandete Reibflächen vorhanden.
Die Reibflächen sind in Verstellrichtung entlang des Verstellweges der mit dem Stellelement
mitbewegbaren Reibflächen vorgesehen. Vorzugsweise sind die mehreren Reibflächen gleichartig
bzw. identisch untereinander, jeweils für das Stellelement und den Gegenabschnitt
betrachtet.
[0032] Die Reibflächen am Gegenabschnitt umfassen z. B. voneinander in Umfangsrichtung zur
Dreh- bzw. Längsachse des Stellelements getrennte Reibflächen. Die mehreren Reibflächen
am Gegenabschnitt sind beispielsweise umfänglich zur Längsachse des Stellelements
über den gesamten Umfang zur Längsachse des Stellelements oder vorzugsweise über einen
Teilumfang zur Längsachse des Stellelements wie z. B. über den halben Umfang verteilt
vorhanden.
[0033] Vorteilhaft ist auch, wenn die Reibstruktur eine Reibfläche aufweist, die an einem
Rand einer Durchgangsöffnung im Gehäuse ausgebildet ist, durch welche ein Abschnitt
des Stellelements durchgreift. Damit ist platzsparend und sicher die Kontaktierung
der betreffenden Reibflächen beim Drehen des Stellelements vorgebbar.
[0034] Schließlich wird vorgeschlagen, dass die Reibstruktur eine Reibfläche umfasst, die
an einem außenliegenden Abschnitt des Stellelements ausgebildet ist, wobei der außenliegende
Abschnitt benachbart zu einem Rand einer Durchgangsöffnung im Gehäuse vorhanden ist,
durch welche das Stellelement durchgreift. Auch dies ermöglicht eine kompakte und
zuverlässige wirkende Anordnung der Reibstruktur.
[0035] Zur Bereitstellung der Reibstruktur mit Reibflächen am Stellelement existiert eine
Vielzahl von möglichen Ausgestaltungsbeispielen, zum Beispiel mit einer umfänglichen
Nut außen auf einer axialen Stelle an einem Schaft des Stellelements. Ein Nutgrund
der Nut weist vorzugsweise eine regelmäßige vieleckige Gestalt auf mit mehreren gleichen
ebene Konturflächen auf, von denen benachbarte Konturflächen über Kanten voneinander
getrennt sind. Die Kanten bilden jeweils Reibflächen, welche mit einer Gegenkontur
zum Beispiel einer Kante einer Lasche an einem Seitenteil des Außengehäuses in Anlage
und wieder außer Anlage bringbar ist beim Drehen des Stellelements in eine Drehrichtung.
[0036] Auch ist ein zylindrischer Nutgrund mit beabstandeten Erhöhungen und Vertiefungen
denkbar.
[0037] Reibflächen durch an ebenen Abschnitten ausgebildete Erhöhungen sind zum Beispiel
an einem Gewindegrund eines spiralförmigen Gewindeganges auf dem Schaft des Stellelements
möglich und/oder an den Seitenflanken des Gewindeganges. Eine Gegenkontur wie ein
Zahn eines Verschiebelements am Frontverbinder greift in den Gewindegang ein und wird
je nach Drehung des Stellelements samt Frontverbinder zum Außengehäuse verstellt.
Beim Drehen überstreichen die Erhöhungen den Zahn ratschend.
[0038] Auch ein z. B. einzelner Steg außen am Schaft des Stellelements, der mit einer Zackenkontur
an einem Rand einer Öffnung im Seitenteil des Außengehäuses zusammenwirkt, wobei der
Schaft des Stellelements durch die Öffnung durchgreift, ist als Reibstruktur denkbar.
Abhängig von der Drehung des Stellelements kommt der Steg in Reibanlage mit einem
Zahn der Zahnkontur bzw. kommt davon wieder fei.
[0039] Die Erfindung erstreckt sich zudem auf eine Schublade mit einer Schubladenfront und
einem Schubladenseitenteil, wobei eine Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einer
der vorbeschriebenen Ausführungen vorgesehen ist. Damit lassen sich die Vorteile an
der Schublade beim Verstellen der Schubladenfront zur restlichen Schublade erzielen.
Figurenbeschreibung
[0040] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand von in den Figuren schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung näher erläutert. Im Einzelnen zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht schräg von oben auf ein erfindungsgemäßes Möbel mit einer
daran aufgenommenen und geöffnet dargestellten Schublade, wobei das Möbel ohne eine
oberseitige Abdeckplatte gezeigt ist,
- Fig. 2
- die Schublade gemäß Fig. 1 ohne eine Schubladenfront der Schublade in perspektivischer
Ansicht,
- Fig. 3
- ein vorderes Ende eines Schubladenseitenteils der Schublade gemäß Fig. 2 mit einer
erfindungsgemäßen Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung in Explosionsdarstellung,
- Fig. 3a
- ein Einhängebauteil der Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung gemäß Fig. 3 in einer
perspektivischen Ansicht schräg von oben,
- Fig. 4
- ein Frontverbinder der Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung gemäß Fig. 3 in Explosionsdarstellung,
- Fig. 5
- der zusammengebaute Frontverbinder gemäß Fig. 4 perspektivisch,
- Fig. 6
- die verbundene Schubladenfront-Verstellvorrichtung in einer erfindungsgemäßen Variante,
- Fig. 7
- die Anordnung von Fig. 6 von vorne im Ausschnitt ohne ein Einhängebauteil im Bereich
eines Stellelements und
- Fig. 8
- weitere erfindungsgemäße Anordnungen.
bis 21
[0041] Fig. 1 zeigt ein Möbel 1 mit einer vorderseitig am Möbel 1 vorstehenden bzw. am Möbel
1 maximal weit herausbewegten erfindungsgemäßen Schublade 2. Die Schublade 2 ist bewegbar
bzw. im gezeigten Möbelnutzzustand linear in horizontaler Richtung verschieblich über
Führungsmittel 4 an einem Möbelkorpus 3 des Möbels 1 aufgenommen. Das Möbel 1 ist
ein Kastenmöbel mit gegenüberliegenden Seitenwänden 5, 6, einem Boden 7, einer Rückwand
8 und zwei oberseitig vorhandenen Querbrettern 10, 11.
[0042] Das Querbrett 10 ist horizontal oben zwischen den beiden Seitenwänden 5, 6 im vorderen
Bereich des Möbels 1 und das Querbrett 11 ist horizontal oben zwischen den beiden
Seitenwänden 5, 6 im hinteren Bereich des Möbels 1 vorhanden, womit die beiden Seitenwände
5, 6, der Boden 7 und die Rückwand 8 stabil miteinander verbunden sind. Eine oberhalb
der beiden Querbretter 10, 11 am Möbel 1 abdeckend vorzusehende Abdeckplatte ist nicht
dargestellt.
[0043] Die Führungsmittel 4 umfassen eine linke Schienenführung 13 und eine rechte Schienenführung
14, wobei die Schienenführungen 13, 14 zwischen dem Möbelkorpus 3 und der Schublade
2 wirken und zum Beispiel als Vollauszug 12 ausgebildet sind mit jeweils drei zueinander
teleskopisch verschieblichen Schienen. Die zur Schienenführung 12 gespiegelt am Möbel
1 vorhandene rechte Schienenführung 14 ist in Fig. 1 vollständig verdeckt.
[0044] Die Schublade 2 ist in Fig. 2 in Alleindarstellung ohne eine Schubladenfront 15 dargestellt.
Weitere Elemente der Schublade 2 sind ein Schubladenboden 16, ein linkes Schubladenseitenteil
17, ein rechtes Schubladenseitenteil 18 und eine Schubladenrückseite 19.
[0045] Die beiden gleichartigen Schubladenseitenteile 17 und 18 sind hier als Schubladenzargen
bzw. als Hohlkammerzargen aus einem umgekanteten Blechmaterial gebildet. Die Schubladenseitenteile
17 und 18 sind an ihrem frontseitigen Ende 17a bzw. 18a offen und für die Verbindung
mit der Schubladenfront 15 mittels jeweils einer erfindungsgemäßen Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung
9 ausgestaltet. Für die Verbindung der Schubladenfront 15 mit dem Schubladenseitenteil
17 ist eine erste Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung 9 vorgesehen und für die
Verbindung der Schubladenfront 15 mit dem Schubladenseitenteil 18 ist eine zweite
Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung 9 vorgesehen. Die Verbindung der Schubladenfront
15 mit dem jeweiligen Schubladenseitenteil 17 bzw. 18 ist identisch eingerichtet bzw.
mit jeweils einer identischen Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung 9 realisiert,
also mit zwei Schubladenfront-Verbindungsvorrichtungen 9 an der Schublade 2.
[0046] In Fig. 3 ist die Schubladenfront 15 nicht gezeigt, sondern lediglich ausschnittsweise
umrissartig bzw. schematisch gestrichelt angedeutet.
[0047] Die als eine mehrteilige Baueinheit ausgestaltete Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung
9 umfasst als Elemente ein Außengehäuse 20, ein Innengehäuse 21, einen Frontverbinder
22, Stellelemente 23, 24 und ein Einhängebauteil 25.
[0048] Dabei sind die Elemente 20, 21, 22, 23 und 24 zusammengefasst in einem vertieften
Aufnahmebereich am fronseitigen Ende 18a des Schubladenseitenteils 18 fest aber lösbar
unterbringbar. Das Einhängebauteil 25 ist ausgebildet, an einer Innenseite 15a der
Schubladenfront 15 fixiert zum Beispiel angeschraubt zu werden.
[0049] Die Verbindung der Schubladenfront 15 mit den Schubladenseitenteilen 17 und 18 erfolgt
über das jeweilige Zusammenwirken eines Einhängebauteils 25 mit einem dazugehörigen
Frontverbinder 22. Hierfür ist an jedem Schubladenseitenteil 17, 18 jeweils frontseitig
das Bauteil aus den zusammengefassten Elementen 20, 21, 22, 23 und 24 untergebracht.
Diese Bauteile wirken für den Verbindungszustand mit einem jeweils zugeordneten Einhängebauteil
25 zusammen. Hierfür sind an der Innenseite 15a der Schubladenfront 15 genau zwei
Einhängebauteile 25 an einer dafür abgestimmten Stelle fixiert.
[0050] Die Verbindung erfolgt dann durch Einhängen der Schubladenfront 15 über die daran
vorhandenen beiden Einhängebauteile 25 an den jeweiligen Frontverbindern 22 an den
beiden Schubladenseitenteilen 17 und 18.
[0051] Am Einhängebauteil 25 sind an einer Bauteilrückseite 42 eines Grundkörpers 41 des
Einhängebauteils 25 Öffnungen 47, 48 und 49 zum Durchgreifen von nicht gezeigten Verbindungselementen
wie Schrauben ausgebildet (s. Fig. 3). Mit den Verbindungselementen ist das Einhängebauteil
25 an der Innenseite 15a anschraubbar.
[0052] Der vorzugsweise aus einem gebogenen bzw. gekanteten Blechmaterial gebildete Grundkörpers
41 des Einhängebauteil 25 umfasst außerdem an gegenüberliegenden Außenrändern der
Bauteilrückseite 42 nach vorne vorstehende obere Seitenflanken 43, 44 und untere Seitenflanken
45, 46. Zwischen den oberen Seitenflanken 43, 44 ist ein oberer Stützabschnitt 37
aufgenommen und zwischen den unteren Seitenflanken 45, 46 ist ein unterer Stützabschnitt
38 aufgenommen. Beide Stützabschnitte 37 und 38 bzw. deren jeweilige zentrische Längsachse
weisen den gleichen Abstand zur Bauteilrückseite 42 auf (. In Höhenrichtung H sind
die beiden Stützabschnitte 37, 38 exakt übereinander bzw. fluchtend zueinander.
[0053] Am Einhängebauteil 25 ist im Bereich des unteren Stützabschnitts 38 ein Erhebungsabschnitt
55 mit zwei sich fluchtend gegenüberliegenden Erhebungs-Teilabschnitten 56 und 57
vorhanden (s. Fig. 3a). Die zwei Erhebungs-Teilabschnitten 56 und 57 sind in Breitenrichtung
B des Einhängebauteils 25 über einen Freiraum bzw. einen materialfreien Abstand c
getrennt voneinander. Der Abstand c ist auf eine Abmessung einer Einhängekontur 50
bzw. deren Konturabschnitts 51 des Frontverbinders 22 insbesondere in einer Breitenrichtung
B passend abgestimmt. Diese Breitenabmessung ist etwas geringer als die Breite des
Frontverbinders 22, die durch die jeweilige flächige Außenseite von zwei Verbinderplatten
26 und 27 des Frontverbinders 22 vorgegeben ist. Hierfür weist der Konturabschnitt
51 zwei etwas nach innen aufeinander zu gebogene zahnförmige Abschnitte 58, 59 an
der jeweiligen Verbinderplatte 26 und 27 auf. Die Abschnitte 58, 59 bilden eine Führungskante
der Einhängekontur 50.
[0054] Die beiden Erhebungs-Teilabschnitten 56 und 57 sind vorzugsweise identisch und gleich
lang. Der Erhebungs-Teilabschnitten 56 ist innenseitig an der Seitenflanke 45 vorstehend
vorhanden und der Erhebungs-Teilabschnitten 57 ist innenseitig an der Seitenflanke
46 vorstehend vorhanden. Beispielhaft sind die Erhebungs-Teilabschnitte 56, 57 als
Achsstummel mit zylindrischer Außenform und flacher gegebenenfalls leicht konvex gewölbter
Stirnseite ausgestaltet.
[0055] Der Frontverbinder 22 weist die zwei schmalen vorzugsweise im Wesentlichen plattenförmigen
Verbinderplatten 26 und 27 auf, eine Feder 28, ein Rastorgan 29 und ein Lagerelement
30 für die ausweichbare Lagerung des Rastorgans 29 an den Verbinderplatten 26, 27.
Die Feder 28 ist an den beiden Verbinderplatten 26, 27 aufgenommen und bewirkt, dass
das Rastorgan 29 um die Längsachse des Lagerelements 30 etwas ausweichbar bzw. schwenkbar
ist und in eine Schwenkrichtung R1 vorgespannt ist. In die zur Schwenkrichtung R1
entgegengesetzte Schwenkrichtung R2 ist das Rastorgan 29 ausweichbar. Die Ausweichbarkeit
dient zur Aufhebung einer Verrastung, welche durch das Rastorgan 29 selbsttätig einrichtbar
ist, womit das Einhängebauteil 25 am Frontverbinder 22 verrastbar ist. Die Aufhebung
der Verrastung erfolgt durch manuelles Drücken von außen gegen einen Bedienabschnitt
29a am Rastorgan 29 gegen die Kraft- bzw. Federwirkung der Feder 28.
[0056] Zwischen der ersten Verbinderplatte 26 und der zweiten Verbinderplatte 27 ist das
zur Seitenverstellung gehörige Verschiebeelement 31 aufgenommen. Hierfür ist das um
seine Längsachse von außen drehbare Stellelement 24 vorgesehen. Das Stellelement 24
greift hierfür quer durch darauf abgestimmte Öffnungen in dem Außengehäuse 20, dem
Innengehäuse 21, den beiden Verbinderplatten 26, 27 und dem Verschiebeelement 31.
[0057] Die beiden Verbinderplatten 26, 27 sind parallel zueinander ausgerichtet und in einer
Breitenrichtung B des Frontverbinders 22 über einen Abstand a (s. Fig. 5) über die
überwiegende Erstreckung voneinander beabstandet und fest miteinander verbunden durch
nicht konkret dargestellte Elemente wie beispielsweise zwei Querbolzen. Im oberen
Bereich des Frontverbinders 22 ist ein plättchenförmiger Abstandshalter 60 mit der
Breite a zwischen den Verbinderplatten 26 und 27 vorhanden. Die Längsachsen 32 der
Elemente bzw. der Querbolzen sind in Fig. 4 gestrichelt angedeutet, wobei jedes Element
jeweils mit seinen beiden Enden an der dazugehörigen Verbinderplatte 26 bzw. 27 fest
verbunden ist. Die beiden Elemente sind vorzugsweise parallel in Breitenrichtung B
bzw. insbesondere parallel zum Lagerelement 30 ausgerichtet.
[0058] In einer Höhenrichtung H des Frontverbinders 22 beabstandet voneinander sind eine
obere Rampe 33 und eine untere Rampe 34 am Frontverbinder 22 vorhanden. Die ebenen
Rampen 33, 34 sind in einer Tiefenrichtung T des Frontverbinders 22 schräg ausgerichtet
und bzw. in Richtung weg von einer Vorderseite 35 des Frontverbinders 22 nach hinten
abfallend bzw. in Richtung einer Rückseite 36 des Frontverbinders 22 abfallend.
[0059] Die obere Rampe 33 weist eine obere Schmalseite 33a der ersten Verbinderplatte 26
und eine obere Schmalseite 33b der zweiten Verbinderplatte 27 auf. Die Schmalseiten
33a und 33b liegen in einer gemeinsamen aufgespannten ersten Raumebene.
[0060] Entsprechend weist die untere Rampe 34 eine untere Schmalseite 34a der ersten Verbinderplatte
26 und eine untere Schmalseite 34b der zweiten Verbinderplatte 27 auf. Die Schmalseiten
34a und 34b liegen in einer gemeinsamen aufgespannten zweiten Raumebene, die zur ersten
Raumebene parallel liegt.
[0061] Die beiden oberen Schmalseiten 33a und 33b sind mit dem Abstand a voneinander in
Breitenrichtung B beabstandet, wie auch die beiden unteren Schmalseiten 34a und 34b.
[0062] Die beiden oberen Schmalseiten 33a, 33b bilden eine zweispurige Abstützung 39 für
den oberen Stützabschnitt 37 des Einhängebauteils 25 und die beiden unteren Schmalseiten
34a und 34b bilden eine zweispurige Abstützung 40 für den unteren Stützabschnitt 38
des Einhängebauteils 25.
[0063] Die Stützabschnitte 37 und 38 sind vorzugsweise gleichartig bzw. identisch. Bevorzugt
sind die Stützabschnitte 37, 38 als stiftartige bzw. längliche Bauteile gebildet,
hier beispielsweise jeweils als Stift bzw. Bolzen mit konkaver bzw. zylindrischer
Außenform. Auch andere Formen wie z. B. eine Mehrkant-Außenform der Stützabschnitte
37, 38 sind möglich.
[0064] Beim Verbinden der Schubladenfront 15 mit den Schubladenseitenteilen 17, 18 rutscht
der obere Stützabschnitt 37 entlang der beiden oberen Schmalseiten 33a, 33b der Abstützung
39 schräg nach unten in Rutschrichtung R (s. Fig. 5) bzw. in Richtung eines Endes
53 der Ausschnitte 52. Entsprechend bzw. gleichzeitig rutscht der untere Stützabschnitt
38 entlang der beiden unteren Schmalseiten 34a, 34b der Abstützung 40 beim Verbinden
der Schubladenfront 15 mit den Schubladenseitenteilen 17, 18 schräg nach unten in
Rutschrichtung R bzw. etwas in die in Tiefenrichtung T und nach unten entgegen der
Höhenrichtung H. Die Rutschbewegung wird durch das Eigengewicht der Schubladenfront
15 unterstützt.
[0065] Die untere Rampe 34 ist durch jeweils einen schlitzförmigen Ausschnitt 52 in den
Verbinderplatten 26 und 27 gebildet. Damit ist die untere Rampe 34 zur Vorderseite
35 des Frontverbinders 22 offen, so dass der untere Stützabschnitt 38 in die seitlich
fluchtenden Ausschnitte 52 einfädelbar ist. Die Schubladenfront 15 kommt mit dem unteren
Endbereich der Innenseite 15a im Bereich einer frontseitigen Unterkante des Schubladenseitenteils
17 in Kontakt.
[0066] Anschließend wird die Schubladenfront 15 geringfügig abgesenkt, entgegen der Höhenrichtung
H. Dabei sitzt der Stützabschnitt 38 in einer Vertiefung 54 auf. Damit wird eine korrekte
räumliche Ausrichtung der Schubladenfront 15 an den Schubladenseitenteilen 17, 18
begünstigt. Der Stützabschnitt 38 wird dabei insbesondere so ausgerichtet, dass die
Längsachse des Stützabschnitts 38 horizontal verläuft.
[0067] Die Elemente 20, 21, 23, 24 und 31 und ein Verschiebeelement 31 am Frontverbinder
22 dienen zur Höhenverstellung und zur Seitenverstellung der Schubladenfront 15 an
der restlichen Schublade bzw. an den Schubladenseitenteilen 17 und 18.
[0068] Das Innengehäuse 21 ist vorteilhafterweise U-förmig ausgebildet, mit zwei sich gegenüberliegend
und voneinander beabstandeten Seitenelementen 61, 62. Die Seitenelemente 61, 62 sind
vorteilhafterweise zueinander parallel ausgerichtet vorhanden. Beispielsweise sind
die Seitenelemente 61, 62 über einen Mittelabschnitt 63 miteinander beabstandet verbunden,
so dass das Innengehäuse 21 in einem Querschnitt U-förmig ausgebildet ist. Das Innengehäuse
21 ist vorteilhafterweise als ein Blechbiegeteil ausgebildet.
[0069] Vorzugsweise zylindrische Führungselemente 64, 65 verbinden die Seitenelemente 61,
62 miteinander. Die Führungselemente 64, 65 erstrecken sich vorteilhafterweise entlang
ihren Längsachsen zwischen den Seitenelementen 61, 62. Die Führungselemente 64, 65
sind voneinander beabstandet, insbesondere in einer Höhenrichtung H, am Innengehäuse
21 angeordnet, insbesondere positionsfest oder unbeweglich.
[0070] Die Verbinderplatten 26, 27 besitzen vorteilhafterweise Führungsöffnungen 66, 67,
welche beispielsweise als Längsführungen ausgebildet sind. Die Führungsöffnungen 66,
67 sind bevorzugterweise auf die Führungselemente 64, 65 des Innengehäuses 21 abgestimmt
ausgebildet. Die Führungselemente 64, 65 sind auf die zylinderartigen Führungsöffnungen
66, 67 abgestimmt. Im angeordneten Zustand des Frontverbinders 22 am Innengehäuse
21 durchgreifen die Führungselemente 64, 65 vorteilhafterweise die Verbinderplatten
26, 27 an den Führungsöffnungen 66, 67, so dass der Frontverbinder 22 linear verschieblich
am Innengehäuse 21 gelagert ist.
[0071] Das Verschiebeelement 31 ist vorteilhafterweise plattenförmig ausgebildet und umfasst
eine Durchgangsöffnung 68, durch welche das Stellelement 24 im montierten Zustand
das Verschiebeelement 31 durchgreift. Die Durchgangsöffnung 68 ist beispielsweise
als eine zylinderförmige Durchgangsöffnung vorhanden. Das Stellelement 24 ist vorteilhafterweise
schraubenartig ausgebildet. Das Stellelement 24 ist beispielsweise zylinderförmig
ausgebildet und umfasst auf einem Zylindermantel 69 eine gewindeartige Struktur 70,
welche beispielsweise als ein Gewinde ausgebildet ist. Um das Stellelement 24 mit
dem Verschiebeelement 31 zu koppeln besitzt das Verschiebeelement 31 ein Eingreifelement
71. Das Eingreifelement 71 kann beispielsweise ebenfalls entsprechend komplementär
zur Struktur 70 des Stellelements 24 ausgebildet sein, z. B. gewindeartig. Denkbar
ist aber auch, wie in Figur 4 dargestellt, dass das Eingreifelement 71 zahnartig in
die Durchgangsöffnung 68 am Verschiebeelement 31 hineinragt und derart ausgebildet
ist, im angeordneten Zustand in die Struktur 70 des Stellelements 24 einzugreifen,
so dass eine Kopplung von Stellelement 24 und Verschiebeelement 31 eingerichtet ist.
Beim Drehen des axial fixierten Stellelements 24 um seine Längsachse verschiebt sich
das Verschiebeelement 31 je nach Drehrichtung des Stellelements 24 nach links oder
rechts parallel zur Breitenrichtung B.
[0072] Um das Stellelement 24 am Verschiebeelement 31 anordnen zu können, umfassen sowohl
der Frontverbinder 22 als auch die Seitenelemente 61, 62 des Innengehäuses 21 schlitzartige
Ausnehmungen 72-75, durch welche das Stellelement 24 durchgreift. Die Ausnehmungen
72-75 sind vorteilhafterweise derart ausgebildet, dass das Stellelement 24 die Ausnehmungen
72-75, insbesondere Randbereiche der Ausnehmungen 72-75 in keiner der unterschiedlichen
Stellpositionen der verschiedenen Elemente der Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung
9 zueinander berührt.
[0073] Das Stellelement 24 ist vorteilhafterweise an Seitenteilen 76, 77 des Außengehäuses
20 drehbar gelagert. Die Seitenteile 76, 77 des Außengehäuses 20 sind beispielsweise
voneinander beabstandet und sich parallelgegenüberliegend ausgebildet.
[0074] Die Verbinderplatten 26, 27 sind an jeweiligen Innenseiten 78, 79 vorteilhafterweis
gleitlagerartig ausgebildet, so dass das Verschiebeelement 31 zwischen den Verbinderplatten
26, 27 entlang einer Höhenerstreckung H beispielsweise gleitend gelagert ist.
[0075] Damit mit fortschreitender Drehbewegung des Stellelements 24 Reibflächen einer Reibstruktur
80 aneinander in Anlage bringbar und wieder voneinander trennbar sind, so dass Reibeffekte
durch aneinander anliegende Reibflächen 81 sich ändern, insbesondere auftreten und
wieder verschwinden, sind nachfolgend unterschiedliche Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargelegt.
[0076] Dabei ist aufgrund sich ändernder Reibeffekte während der Drehbewegung des Stellelements
24 eine haptische und/oder hörbare Rückmeldung auf eine Bedienperson, welche das Stellelement
24 bedient bzw. verdreht, eingerichtet.
[0077] Gemäß der Fig. 6 und 7, welche die zusammengebaute Schubladenfront-Verstellvorrichtung
9 zeigt, sind die Reibflächen 81 der Reibstruktur 80 an einer Axialsicherung 82 des
Stellelements 24 ausgebildet. Das Stellelement 24 weist einen Schaft 24a und einen
zum Schaft 24a durchmessergrößeren Kopf 24b auf, der sich vorne an den Schaft 24a
anschließt. Das Stellelement 24 ist mit dem Kopf 24b, der in eine zum Kopf 24b passenden
Aufnahmeöffnung 83 im Seitenteil 77 des Außengehäuses 20 greift, drehbar geführt aufgenommen.
Der Schaft 24a erstreckt sich durch das Innengehäuse 21 und den Frontverbinder 22,
durch die Durchgangsöffnung 68 des Verschiebeelements 31, und greift am Ende durch
eine Aufnahmeöffnung 84 im Seitenteil 76 des Außengehäuses 20. Der Schaft 24a steht
mit einer endseitigen Teillänge des Schaftes 24a außen an dem Seitenteil 76 etwas
über.
[0078] Das Stellelement 24 ist durch Anlage eines Randes 106 des Kopfes 24b außen an dem
Seitenteil 77 gegen eine axiale Bewegung in eine erste Axialrichtung A1 gesichert.
Zur Sicherung des Stellelements 24 gegen eine axiale Bewegung in eine zweite Axialrichtung
A2 ist die Axialsicherung 82 vorgesehen, welche einen Sicherungsstift 85 umfasst,
der quer zur Längsachse des Stellelements 24 durch eine entsprechende Bohrung 87 in
der überstehenden Teillänge des Schaftes 24a reicht und darin festgehalten ist. Der
Sicherungsstift 85 ist länger als ein Durchmesser des überstehenden Schaftes 24a und
steht beidseitig außen an dem Schaft 24a in radialer Richtung mit einem ersten Abschnitt
85a und einem zweiten Abschnitt 85b über. Der Sicherungsstift 85 ist über seinen wesentlichen
Umfang zylindrisch und weist eine in Längsrichtung des Sicherungsstifts 85 verlaufende
ebene Flachseite 86 auf, die zum Seitenteil 76 gerichtet ist.
[0079] Eine erste Reibfläche 81a der Reibstruktur 80 ist an dem ersten radial außen am Umfang
des Stellelements überstehenden Abschnitt 85a der Axialsicherung 82 ausgebildet und
eine zweite Reibfläche 81b der Reibstruktur 80 ist an dem zweiten radial außen am
Umfang des Stellelements überstehenden Abschnitt 85b der Axialsicherung 82 ausgebildet.
[0080] Als Gegen-Reibflächen zu der ersten Reibfläche 81a und zu der zweiten Reibfläche
81b sind mehrere voneinander über Vertiefungen 89 getrennte Erhöhungen 88 an der Außenseite
des Seitenteils 76 vorhanden. Die Erhöhungen 88 und Vertiefungen 89 sind regelmäßig
angeordnet bzw. mit jeweils gleichem umfänglichen Abstand zueinander und fest bzw.
einstückig an dem Außengehäuse 20 ausgebildet. Die Erhöhungen 88 und Vertiefungen
89 liegen über eine Halbkreislinie bzw. umfänglich verteilt um die Aufnahmeöffnung
84 mit einem geringen Abstand zum Rand der Aufnahmeöffnung 84, so dass die Erhöhungen
88 abhängig von der jeweiligen Drehstellung des Stellelements 24 in Reibkontakt mit
der jeweiligen Flachseite 86 bzw. mit der ersten Reibfläche 81a oder mit der zweiten
Reibfläche 81b über einen geringen überstrichenen Drehwinkel des Stellelements 24
von zum Beispiel 10 bis 20 Winkelgraden aneinander in Anlage-Reibkontakt gelangen.
Dabei wird durch elastische Eigenschaften der betreffenden Abschnitte bzw. Bauteile
das Verdrehen des Stellelements 24 nicht blockiert, sondern mit einem manuell problemlos
aufbringbaren Drehmoment der wirkende Widerstand aufgrund der Erhöhungen 88 überwunden,
bis die Reibfläche 81a bzw. 81b unter Beibehaltung der Drehrichtung die betreffende
Erhöhung überstrichen hat und der Reibkontakt bzw. Reibwiderstand aufgrund der nach
der Erhöhung folgenden Vertiefung 89 verringert bzw. aufgehoben ist. Beim Weiterdrehen
des Stellelements 24 kommt die jeweilige Reibfläche 81a oder 81b in Reibkontakt mit
der in Drehrichtung nächsten Erhöhung 88 und so weiter. Damit wird über kurze Verstellweg-Intervalle
des Frontverbinders 22 von z. B. einem halben Millimeter eine haptische und/oder hörbare
Rückmeldung über den Verstellweg des Frontverbinders 22 und damit der an der restlichen
Schublade 2 montierten Schubladenfront 15 an den Monteur beim Verdrehen des Stellelements
24 rückgekoppelt. Die beschriebenen Zusammenhänge wirken identisch in beide Verstellrichtungen
des Frontverbinders 22 in Breitenrichtung B bzw. in beide Drehrichtungen des Stellelements
24. Je nach Drehstellung des Stellelements 24 kommt entweder die Reibfläche 81a oder
die radial gegenüberliegende Reibfläche 81b in Kontakt mit einer Erhöhung 88, weshalb
die Erhöhungen 88 nur über einen Halbkreis-Abschnitt umfänglich zum Rand der Aufnahmeöffnung
84 ausgebildet sind. Alternativ können die Erhöhungen auch auf einer Kreislinie bzw.
über den gesamten Umfangsabschnitt um die Aufnahmeöffnung 84 herum angeordnet sein.
Der Sicherungsstift 85 kann dann entweder einseitig oder beidseitig am Schaft 24a
radial überstehen. Bei beidseitigem Überstand können die Erhöhungen so angeordnet
sein, dass beide Reibfläche 81a und 81b gleichzeitig an jeweils einer zugeordneten
Erhöhung in Reibkontakt sind oder immer nur genau eine der beiden Reibflächen 81a
und 81b.
[0081] Alternative Reibstrukturen 80 zeigen die weiteren Figuren, wobei immer das gleiche
Grundprinzip der im Verlauf der Drehbewegung des Stellelements 24 aneinander in Anlage
und wieder voneinander freikommenden Reibflächen 81 verwirklicht ist.
[0082] Weitere erfindungsgemäße Anordnungen mit einer Axialsicherung zeigen die Figuren
8 bis 21.
[0083] Das Stellelement 24 ist hierbei in seinem hinteren Endabschnitt des Schafts 24a mit
einer umfänglich geschlossen verlaufenden Nut 90 versehen, die so ausgebildet ist,
dass die Nut 90 im eingesteckten Zustand innerhalb einer Aufnahmeöffnung 91 im Seitenteil
76 des Außengehäuses 20 positioniert ist. Ein umfänglich umlaufender Nutgrund 92 ist
als regelmäßige Vieleckkontur mit einer Vielzahl abgeflachter ebener untereinander
gleichflächige hier beispielhaft acht Konturflächen 93 gebildet, die winklig zueinander
stehen. Die Aufnahmeöffnung 91 ist durch eine Ausschneidung im Blechmaterial des Seitenteils
76 derart gebildet, dass zwei gegenüberliegenden stirnseitig kreisbogenförmig begrenzte
Stege 94, 95 des Blechmaterials etwas weiter nach innen vorstehen als ein verbleibender
kreisbogenausschnitt-förmiger Rand der Aufnahmeöffnung 91. Der Nutgrund 92 und die
Stege 94, 95 sind so abgestimmt, dass bei eingesteckten Stellelement 24 zum Beispiel
zwei Konturflächen 93 innerhalb der jeweiligen gebogenen Stirnseite der beiden Stege
94, 95 anstehen. Damit wird beim Verdrehen des Stellelements 24 die Rückkopplung an
den Monteur realisiert, da mit dem Vorbeistreifen der Konturflächen 93 an den Stegen
94, 95 abwechselnd ein Reibwiderstand zwischen diesen Abschnitten zu- und abnimmt.
Die Stege 94, 95 sind zum Durchstecken des hinteren zum Nutgrund 92 durchmessergrößeren
Abschnitts des Schafts 24a des Stellelements 24 elastisch ausweichbar. Die aneinander
in Reibkontakt beim Drehen des Stellelements 24 kommende Reibflächen sind durch Abschnitte
der Konturflächen 93 und durch Abschnitte der Stirnseiten der beiden Stege 94, 95
bereitgestellt.
[0084] Weitere nach dem in den Fig. 8-10 dargestellten Prinzip ausgestaltete alternative
vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung zeigen die Figuren 11 bis 17. Dabei ist jeweils
ein Stellelement 24 mit einer Nut 90 und mit vieleckiger Gestaltung des Nutgrunds
92 und mehreren gleichen Konturflächen 93 gemäß Fig. 8 zugrundegelegt. Die Nut 90
ist im eingesteckten Zustand des Stellelements 24 nicht innerhalb der Aufnahmeöffnung
84 im Seitenteil 76 sondern dazu versetzt, so dass die Nut anschließend zu bzw. außen
vor einer Außenseite des Seitenteils 76 positioniert ist.
[0085] Die Ausbildung des Seitenteils 76 im Bereich der Durchgreifung des Stellelements
24 ist in den Fig. 8-10 jeweils abgewandelt, daher wird nachfolgend allein auf die
Ausbildung des Seitenteils 76 eingegangen.
[0086] Gemäß Fig. 11 ist die Gegenkontur zur Anlage an gegenüberliegenden Konturflächen
93 als lösbar und mit einer Arretieranordnung 102 arretierbar außen am Seitenteil
76 ansteckbare Lasche 96 mit einer Ausnehmung 97 ausgestaltet. Die Ausnehmung 97 bildet
zwei etwas ausweichbare Arme 98, 99 die jeweils innen an den Konturflächen 93 des
Nutgrunds 92 anliegen. Zur seitlichen bzw. oberseitigen und unterseitigen Führung
der Lasche 96 beim Anbringen und zum Halten der Lasche 96 sind aus dem Material des
Seitenteils 76 freigeschnittene und herausgebogene Klammern 100, 101 vorgesehen.
[0087] Fig. 12 zeigt eine Variante mit einer steckbaren Lasche 103 ähnlich wie in Fig. 11
ohne eine Arretieranordnung 102.
[0088] Eine wieder andere steckbare Lasche 104 zeigt Fig. 13.
[0089] Eine alternative Lasche 105 gemäß Fig. 14 ist nicht wie gemäß der Fig. 11-13 horizontal
ansteckbar an dem Seitenteil 76, sondern vertikal von unten ansteckbar am hinteren
Schaftabschnitt des eingesteckten Stellelements 24. Die Laschen 104 und 105 weisen
einen umgebogenen Rand 106 bzw. Rand 107 auf zum leichteren Anstecken und wieder Lösen
vom Seitenteil 76.
[0090] Bei der Erfindungsvariante gemäß Fig. 15 sind zwei gegenüberliegende rechteckige
Laschen 108, 109 mit jeweils zwei seitlich freigeschnittenen Federabschnitten zur
stirnseitigen Anlage an Konturflächen 93 außen am Seitenteil 76 stoffschlüssig angebracht
z. B. angeschweißt.
[0091] Eine horizontal ansteckbare Lasche 110 zeigt Fig. 16, wobei die Lasche 110 einen
zweiarmigen Keilabschnitt 111 zum Verklemmen der Lasche 110 außen am Seitenteil 76
im angesteckten Zustand aufweist.
[0092] Eine einseitig bzw. oberseitig am Nutgrund 92 bzw. an Kanten der Konturflächen 93
in Reib-Anlage bringbare steckbare Lasche 112 ist in Fig. 17 dargestellt.
[0093] Die in Fig. 18 gezeigte alternative erfindungsgemäße Ausbildung ist am Seitenteil
76 gemäß der Variante aus Fig. 11 ausgestaltet, wobei die Lasche 96 zur Axialsicherung
82 und zur haptischen Rückmeldung noch nicht aufgesteckt ist am Seitenteil 76. Ein
Stellelement 113 unterscheidet sich von den in den Fig. 3, 7 und 10-17 gezeigten Stellelementen
24. Das Stellelement 113 weist zusätzlich zur oben beschriebenen Nut 90 mit den Konturflächen
93 am Schaft 113a am Außenumfang eines Kopfes 113b eine Vieleck-Außenkontur mit regelmäßigen
gleichartigen und zueinander geneigten hier beispielhaft acht Konturflächen 114 in
der Art der Konturflächen 93 auf. Dies dient einer verstärkten Rückmeldung bei der
Drehbewegung des Stellelements 113. Der Kopf 113b des Stellelements ist bei axial
richtig positioniertem Stellelement 113 außenumfänglich von einer Vierecköffnung 115
in dem Seitenteil 77 des Außengehäuses 20 umgeben.
[0094] Zwischen zwei benachbarten Konturflächen 114 ist jeweils eine axial verlaufende Kante
gebildet, so dass beim Drehen des Stellelements 113 einzelne Kanten in Reibkontakt
mit flächigen, rechtwinklig zueinander stehenden Öffnungswandungen 116 der Vierecköffnung
115 gelangen. Die acht Konturflächen 93 und die acht Konturflächen 114 sind zueinander
identisch ausgerichtet, lediglich auf unterschiedlichen radialen Abständen, da der
Kopf 113b und der Nutgrund 92 bezogen zur zentralen Längsachse des Stellelements 113
jeweils entlang eines anderen Umfangs angeordnet sind. Damit kommen Kanten zwischen
Konturflächen 114 und Kanten zwischen Konturflächen 93 jeweils simultan in Anlage
an dazugehörigen Gegenflächen an der Vierecköffnung 115 und der Lasche 96.
[0095] Nach der erfindungsgemäßen Variante aus Fig. 19 kommt ein am hinteren Endabschnitt
eines Schaftes 117a eines Stellelements 117 axial ausgerichteter im Schnitt zahnförmiger
vorstehender Steg 118 beim Drehen des Stellelements 117 abwechselnd in Anlage an einem
von mehreren Vorsprüngen 119 einer zahnkranzförmigen Gegenkontur 120, welche zwischen
zwei Vorsprüngen 119 jeweils eine Vertiefung 121 aufweist. Die Gegenkontur 120 ist
umfänglich an einem Rand einer Durchgangsöffnung 122 in dem Seitenteil 76 des Außengehäuses
20 ausgebildet.
[0096] Schließlich ist anhand der Fig. 20 und 21 eine Alternative der Erfindung dargestellt
mit einem Stellelement 123, umfassend einen länglichen Schaft 123a und einen endseitigen
Kopf 123b. Im Schaft 123a ist über eine Teillänge des Schaftes 123a wie bei den anderen
beschriebenen Stellelementen gemäß der Erfindung ein spiralförmig verlaufender Gewindegang
124 ausgebildet. An einem Gewindegrund 124a des Gewindegangs 124 sind als Reibflächen
der Reibstruktur über den Verlauf des Gewindegangs 124 mehrere radial nach außen vorstehende,
untereinander gleiche linsenförmige bzw. konvexe Erhöhungen 125 ausgebildet, die voneinander
über nicht radial erhöhte Bereiche getrennt sind. Abhängig von der Drehstellung des
Stellelements 123 kommt kurzzeitig jeweils eine der Erhöhungen 125 in Anlage an dem
Eingreifelement 71 an dem Verschiebeelement 31. Damit wird beim Drehen des Stellelements
123 eine haptische bzw. akustische Rückmeldung an den Monteur gegeben.
[0097] Grundsätzlich können die Reibflächen der Reibstruktur zum Beispiel mehrere voneinander
getrennte Erhöhungen an einem Stellelement wie z. B. dem Stellelement 123 an den umfänglichen
bzw. radialen Flächen 126 und 127 am Kopf 123b oder der Fläche 128 am Schaft 123a
vorhanden sein.
[0098] Die Reibflächen wie z. B. Erhöhungen können auch an den axialen Flächen 129, 130
und/oder 131 bzw. an den schrägen Ringflächen 132 oder 133 ausgestaltet sein.
[0099] Entsprechend können die Reibflächen auch an den Gegenabschnitten am Außengehäuse
20 vorhanden sein.
[0100] Denkbar ist auch, dass die Reibflächen wie z. B. Erhöhungen an zumindest einer Flanke
von gegenüberliegenden spiralförmigen Flanken 134, 135 des Gewindegangs 124 ausgeformt
sind.
Bezugszeichenliste:
[0101]
- 1
- Möbel
- 2
- Schublade
- 3
- Möbelkorpus
- 4
- Führungsmittel
- 5
- Seitenwand
- 6
- Seitenwand
- 7
- Boden
- 8
- Rückwand
- 9
- Schubladenfront-Verbindungsvorrichtung
- 10
- Querbrett
- 11
- Querbrett
- 12
- Vollauszug
- 13
- Schienenführung
- 14
- Schienenführung
- 15
- Schubladenfront
- 15a
- Innenseite
- 16
- Schubladenboden
- 17
- Schubladenseitenteil
- 17a
- Ende
- 18
- Schubladenseitenteil
- 18a
- Ende
- 19
- Schubladenrückseite
- 20
- Außengehäuse
- 21
- Innengehäuse
- 22
- Frontverbinder
- 23
- Stellelement
- 24
- Stellelement
- 24a
- Schaft
- 24b
- Kopf
- 25
- Einhängebauteil
- 26
- Verbinderplatte
- 27
- Verbinderplatte
- 28
- Feder
- 29
- Rastorgan
- 29a
- Bedienabschnitt
- 29b
- Vorsprung
- 30
- Lagerelement
- 31
- Verschiebeelement
- 32
- Längsachse
- 33
- Rampe
- 33a
- Schmalseite
- 33b
- Schmalseite
- 34
- Rampe
- 34a
- Schmalseite
- 34b
- Schmalseite
- 35
- Vorderseite
- 36
- Rückseite
- 37
- Stützabschnitt
- 38
- Stützabschnitt
- 39
- Abstützung
- 40
- Abstützung
- 41
- Grundkörper
- 42
- Bauteilrückseite
- 43
- Seitenflanke
- 44
- Seitenflanke
- 45
- Seitenflanke
- 46
- Seitenflanke
- 47
- Öffnung
- 48
- Öffnung
- 49
- Öffnung
- 50
- Einhängekontur
- 51
- Konturabschnitt
- 52
- Ausschnitt
- 53
- Ende
- 54
- Vertiefung
- 55
- Erhebungsabschnitt
- 56
- Erhebungs-Teilabschnitt
- 57
- Erhebungs-Teilabschnitt
- 58
- Abschnitt
- 59
- Abschnitt
- 60
- Abstandhalter
- 61
- Seitenelement
- 62
- Seitenelement
- 63
- Mittelabschnitt
- 64
- Führungselement
- 65
- Führungselement
- 66
- Führungsöffnung
- 67
- Führungsöffnung
- 68
- Durchgangsöffnung
- 69
- Zylindermantel
- 70
- Struktur
- 71
- Eingreifelement
- 72
- Ausnehmung
- 73
- Ausnehmung
- 74
- Ausnehmung
- 75
- Ausnehmung
- 76
- Seitenteil
- 77
- Seitenteil
- 78
- Innenseite
- 79
- Innenseite
- 80
- Reibstruktur
- 81
- Reibfläche
- 81a
- Reibfläche
- 81b
- Reibfläche
- 82
- Axialsicherung
- 83
- Aufnahmeöffnung
- 84
- Aufnahmeöffnung
- 85
- Sicherungsstift
- 85a
- Abschnitt
- 85b
- Abschnitt
- 86
- Flachseite
- 87
- Bohrung
- 88
- Erhöhung
- 89
- Vertiefung
- 90
- Nut
- 91
- Aufnahmeöffnung
- 92
- Nutgrund
- 93
- Konturfläche
- 94
- Steg
- 95
- Steg
- 96
- Lasche
- 97
- Ausnehmung
- 98
- Arm
- 99
- Arm
- 100
- klammer
- 101
- Klammer
- 102
- Arretieranordnung
- 103
- Lasche
- 104
- Lasche
- 105
- Lasche
- 106
- Rand
- 107
- Rand
- 108
- Lasche
- 109
- Lasche
- 110
- Lasche
- 111
- Keilabschnitt
- 112
- Lasche
- 113
- Stellelement
- 113a
- Schaft
- 113b
- Kopf
- 114
- Konturfläche
- 115
- Vierecköffnung
- 116
- Öffnungswandung
- 117
- Stellelement
- 117a
- Schaft
- 118
- Steg
- 119
- Vorsprung
- 120
- Gegenkontur
- 121
- Vertiefung
- 122
- Durchgangsöffnung
- 123
- Stellelement
- 123a
- Schaft
- 123b
- Kopf
- 124
- Gewindegang
- 124a
- Gewindegrund
- 125
- Erhöhung
- 126
- Fläche
- 127
- Fläche
- 128
- Fläche
- 129
- Fläche
- 130
- Fläche
- 131
- Fläche
- 132
- Ringfläche
- 133
- Ringfläche
- 134
- Flanke
- 135
- Flanke
1. Schubladenfront-Verstellvorrichtung (9) zur Verstellung einer Schubladenfront (15)
relativ zu einem Schubladenseitenteil (17, 18) in einer Verstellrichtung zur Verstellung
der Schubladenfront (15), insbesondere zur Seitenverstellung, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubladenfront-Verstellvorrichtung (9) ein Gehäuse (20), einen Frontverbinder
22) und ein durch ein Bedienen von außen drehbares Stellelement (24, 113, 117, 123)
umfasst, wobei der Frontverbinder (22) relativ zum Gehäuse (20) versetzbar ist und
durch Anbringen des Gehäuses (20) an dem Schubladenseitenteil (17, 18) anordenbar
ist, und wobei der Frontverbinder (22) mit der Schubladenfront (15) koppelbar ist,
wobei der Frontverbinder (22) durch die Bedienung des Stellelements (24, 113, 117,
123) relativ zum Gehäuse (20) versetzbar ist, um den Frontverbinder (22) in eine Versetzposition
an dem Gehäuse von einer Mehrzahl von möglichen Versetzpositionen des Frontverbinders
(22) an dem Gehäuse zu bringen, so dass im angeordneten Zustand an dem Schubladenseitenteil
das Versetzten des mit der Schubladenfront gekoppelten Frontverbinders (22) die Verstellung
der Schubladenfront bewirkt, wobei eine Reibstruktur (80) mit Reibflächen (81) am
Stellelement (24, 113, 117, 123) und/oder an einem Gegenabschnitt an dem Gehäuse (20)
derart ausgebildet sind, dass mit fortschreitender Drehbewegung des Stellelements
(24, 113, 117, 123) zumindest zwei Reibflächen (81) aneinander in Anlage bringbar
und wieder voneinander trennbar sind, so dass Reibeffekte durch aneinander anliegende
Reibflächen (81) sich ändern, insbesondere auftreten und wieder verschwinden, womit
aufgrund der sich ändernden Reibeffekte während der Drehbewegung des Stellelements
(24, 113, 117, 123) eine haptische und/oder hörbare Rückmeldung auf eine Bedienperson,
welche das Stellelement (24, 113, 117, 123) bedient, eingerichtet ist.
2. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibflächen (81) einstückig am Gehäuse (20) ausgebildet sind.
3. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibflächen (81) einstückig am Stellelement (24, 113, 117, 123) ausgebildet sind.
4. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibflächen (81) alternierend mit benachbarten Zwischenbereichen ausgebildet
sind.
5. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibstruktur (80) an einem axial zur Längsachse des Stellelements (24, 113, 117,
123) ausgerichteten Abschnitt am Stellelement (24, 113, 117, 123) ausgebildet ist.
6. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibstruktur (80) an einem umfänglich zur Längsachse des Stellelements (24, 113,
117, 123) ausgerichteten Abschnitt am Stellelement (24, 113, 117, 123) ausgebildet
ist.
7. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reibfläche (81) der Reibstruktur (80) an einer Axialsicherung (82) des Stellelements
(24, 113, 117, 123) ausgebildet ist.
8. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Reibfläche (81) der Reibstruktur (80) an einem ersten radial außen am
Umfang des Stellelements (24, 113, 117, 123) überstehenden Abschnitt der Axialsicherung
(82) ausgebildet ist und eine zweite Reibfläche (81) der Reibstruktur (80) an einem
zweiten radial außen am Umfang des Stellelements (24, 113, 117, 123) überstehenden
Abschnitt der Axialsicherung (82) ausgebildet ist.
9. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Reibflächen (81) der Reibstruktur (80) an einer Außenseite und/oder einer
Innenseite des Gehäuses (20) ausgebildet sind.
10. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reibfläche (81) der Reibstruktur (80) als Erhöhungsstruktur ausgebildet ist.
11. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibstruktur (80) mehrere umfänglich zur Längsachse des Stellelements (24, 113,
117, 123) angeordnete und voneinander in Umfangsrichtung getrennte Reibflächen (81)
umfasst.
12. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibstruktur (80) mehrere regelmäßig angeordnete Reibflächen (81) umfasst.
13. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibstruktur (80) eine Reibfläche (81) an einem Rand einer Durchgangsöffnung
(84, 122) im Gehäuse (20) ausgebildet ist, durch welche ein Abschnitt des Stellelements
(24, 113, 117, 123) durchgreift.
14. Schubladenfront-Verstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibstruktur (80) eine Reibfläche (81) an einem außenliegenden Abschnitt des
Stellelements (24, 113, 117, 123) ausgebildet ist, wobei der außenliegende Abschnitt
benachbart zu einem Rand einer Durchgangsöffnung (84, 122) im Gehäuse (20) vorhanden
ist, durch welche das Stellelement (24, 113, 117, 123) durchgreift.
15. Schublade (2) mit einer Schubladenfront (15) und einem Schubladenseitenteil (17, 18),
wobei eine Schubladenfront-Verstellvorrichtung (9) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
vorgesehen ist.