[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen von Aufgabegut, mit einer Mehrzahl
von als Schneckenwellen ausgebildeten Rotationselementen, wobei die Rotationselemente
ein Deck bilden.
[0002] Die Erfindung betrifft insbesondere das technische Gebiet der Sortierung und/oder
Klassierung von Aufgabegut, vor allem im Bereich der Abfalltrennung. Eine saubere
bzw. hinreichend genaue Trennung des Aufgabegutes in unterschiedliche Fraktionen ergibt
die Möglichkeit, unterschiedliche Fraktionen des Aufgabegutes unmittelbar verwerten
oder unterschiedlichen Nachbehandlungsverfahren zuführen zu können. So können beispielsweise
große und/oder langgestreckte Teile von kleineren Partikeln bzw. Bestandteilen des
Aufgabegutes getrennt werden.
[0003] Im Zusammenhang mit der Erfindung umfasst der Begriff "Trennen" sowohl das Klassieren
als auch das Sortieren. Dabei ist unter Klassieren ein mechanisches Trennverfahren
für Feststoffgemische zu verstehen, wobei unterschiedliche geometrische Merkmale,
beispielsweise die Größe, für den Trennprozess ausgenutzt werden. Dabei kann eine
Aufteilung u.a. in Grob- und Feingut erfolgen. Als Sortieren wird in diesem Zusammenhang
ein mechanisches Trennverfahren verstanden, bei dem ein Feststoffgemisch mit unterschiedlichen
stofflichen Merkmalen in Fraktionen mit gleichen stofflichen Merkmalen aufgeteilt
wird. Zum Sortieren eignen sich beispielsweise die Dichte, Farbe, Form sowie Benetzbarkeit
oder Magnetisierbarkeit des Aufgabegutes. Demzufolge umfasst der Begriff Trennung
in der vorliegenden Erfindung eine Auftrennung des Aufgabegutes, so dass eine Einteilung
in unterschiedliche Fraktionen erfolgen kann. Meist wird diese Trennung bzw. Auftrennung
zur Aufbereitung von Recyclingmaterial oder zur Klassierung von zumindest im Wesentlichen
festen Material verwendet.
[0004] Aus der
EP 1 570 919 B1 ist eine Vorrichtung zum Sortieren von im Wesentlichen festen Material bekannt, wobei
bei der dort offenbarten Vorrichtung sogenannte Spiralwalzen um ihre Längsachsen rotieren
und wobei die Spiralwalzen parallel zueinander in annähernd einer Ebene angeordnet
sind. Die Spiralwalzen sind lediglich einseitig gelagert und greifen ineinander und
weisen dieselbe Drehrichtung auf. Eine Zuführung des Aufgabegutes erfolgt seitlich
zu den Längsachsen der Spiralwalzen. Die in der
EP 1 570 919 B1 offenbarte Vorrichtung ist zur Trennung der zu sortierenden Materialien in zwei Fraktionen,
und zwar in eine Langteilfraktion und eine Fraktion aus kubischen Teilen oberhalb
der Spiralwalzen ausgebildet. Bei der
EP 1 570 919 B1 ist demzufolge vorgesehen, dass die einseitige Lagerung zur Auftrennung in wenigstens
zwei Fraktionen oberhalb der Spiralwalzen genutzt wird. Eine dritte Fraktion kann
unterhalb der Spiralwalzen abgeschieden werden, wobei die dritte Fraktion beispielsweise
das Feingut des Aufgabegutes umfassen kann. Im Zusammenhang mit der Sortierung bzw.
Trennung von Abfall kann als Feingut u.a. Erde oder Lehm dienen. Ein Abwurf wenigstens
einer Fraktion oberhalb der Spiralwalzen kann über die offene Seite der Spiralwalzen
erfolgen, da diese lediglich einseitig gehalten sind.
[0005] Nachteilig bei der vorgenannten Vorrichtung zum Trennen ist, dass es abhängig vom
Aufgabegut dazu kommen kann, dass Schneckenwellen verschmutzen, und zwar insbesondere
die anfangsseitig und/oder endseitig des Decks vorgesehenen Schneckenwellen. Gerade
bei zum Wickeln neigenden Aufgabegütern, wie Plastikbänder, lange Folienteile oder
ähnliches, kann eine Anhaftung des Aufgabegutes an der Außenseite der Schneckenwellen
nicht verhindert werden. Dies kann zu Störungen im Betrieb oder gar zu Schäden an
der Vorrichtung führen.
[0006] Die
GB 2 274 380 A offenbart eine Vorrichtung mit einer Mehrzahl von Rotationselementen in einer ersten
Ebene, wobei weitere Rotationselemente in einer weiteren Ebene angeordnet sind, die
fingerähnliche Vorsprünge zum Reinigen der Rotationselemente aufweisen.
[0007] Die
DE 19 845 651 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Abscheiden und Sortieren von Übergrößen aus bindigen
Stoffgemischen, vorzugsweise Lehm. Die Vorrichtung weist quer zur Transportrichtung
des Stoffgemisches mehrere untere und obere parallele Wellen auf, auf denen sich in
regelmäßigen Abständen Scheiben befinden, deren äußerer Rand unrund ist.
[0008] Die
EP 0 344 851 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Sortieren von Getreide, in der eine Mehrzahl von Rotationselementen
angeordnet ist.
[0009] Die
EP 2 050 326 A1 betrifft eine Förder- und Trennvorrichtung für Hackfrüchte. Die Vorrichtung weist
zumindest zwei rotierend angetriebene Trennwalzen auf, auf denen oberseitig im Wesentlichen
das Erntegut weiterleitbar ist.
[0010] Die
BE 861 618 A betrifft eine Vorrichtung mit einer Mehrzahl von Rotationselementen zur Behandlung
von Aufgabegut aus dem Agrarbereich.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden oder aber zumindest im Wesentlichen zu reduzieren bzw. abzuschwächen.
Insbesondere ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Trennen
bereitzustellen, die eine Reinigung der, insbesondere äußeren und/oder als Schneckenwellen
ausgebildeten, Rotationselemente gewährleistet und/oder die langgestrecktes Aufgabegut,
wie lange Folien und/oder lange Plastikbänder, sicher abfördert.
[0012] Die vorgenannte Aufgabe ist bei einer Vorrichtung zum Trennen der eingangs gennannten
Art zumindest im Wesentlichen dadurch gelöst, dass unterhalb der das Deck bildenden
Rotationselemente wenigstens ein als Schneckenwelle ausgebildetes weiteres Rotationselement
angeordnet ist und dass das weitere Rotationselement zur Reinigung eines Zwischenraums
zwischen zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen des Decks vorgesehen ist.
[0013] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung ermöglicht es, dass das unerwünschte Wickeln,
insbesondere von langen Folienteilen und/oder Folienbändern, vermieden oder aufgewickeltes
Aufgabegut vom jeweiligen Rotationselement gelöst und entfernt werden kann. Das weitere
Rotationselement wirkt damit als Reinigungsrotationselement, das unterhalb der Rotationselemente
und somit unterhalb des Decks angeordnet sein kann. Dadurch, dass das weitere Rotationselement
in dem Zwischenraum, und zwar insbesondere mittig, zwischen zwei unmittelbar benachbarten
Rotationselementen des Decks vorgesehen ist, kann das weitere Rotationselement in
den Arbeitsraum der Rotationselemente greifen, und damit etwaig aufgewickeltes Aufgabegut
von den jeweiligen Rotationselementen lösen.
[0014] Im Zusammenhang mit der Erfindung ist erkannt worden, dass eine Selbstreinigung des
Decks und zwar auch der in Förderrichtung ersten und letzten Rotationselemente durch
Einsatz weiterer Rotationselemente möglich ist. Dies führt letztlich dazu, dass es
nicht mehr zu Betriebsstillständen durch notwendige Reinigungsvorgänge oder aber durch
Beseitigung von Schäden, hervorgerufen durch aufgewickeltes Aufgabegut insbesondere
an den äußeren Rotationselementen, kommt. Hierdurch wird gleichzeitig die Arbeitseffizienz
der erfindungsgemäßen Vorrichtung deutlich erhöht, da Betriebsstillstände durch aufwändige
Reinigungs- und Wartungsarbeiten vermieden werden können. Insbesondere gewährleistet
die Erfindung, dass die Reinigung insbesondere der äußeren Rotationselemente nicht
mehr händisch durch das Bedienpersonal erfolgen muss, sondern letztlich selbsttätig
durch die weiteren Rotationselemente erfolgt. Im Ergebnis wird durch die Erfindung
die Betriebseffizienz der Vorrichtung um bis zu 30% erhöht.
[0015] Die Oberseite des Decks dient zum Aufgeben und Fördern des Aufgabegutes. Als Aufgabegut
kann sehr heterogenes Aufgabegut vorgesehen sein, insbesondere Abfall, insbesondere
mit unterschiedlichster Zusammensetzung, und/oder Restmüll, Bauschutt, Abrissmaterial
aus dem Abbruch von Gebäuden und/oder Anlagen und/oder Material aus dem Bereich der
Deponiesanierung und/oder aus dem Forstbereich.
[0016] An der Unterseite des Decks ist das wenigstens eine weitere Rotationselement angeordnet.
Die Länge des weiteren Rotationselements entspricht vorzugsweise der Länge der Rotationselemente,
so dass das weitere Rotationselement bevorzugt längs des gesamten Zwischenraums zwischen
zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen eingreifen kann.
[0017] Darüber hinaus ermöglicht die weitere Reinigungswalze - das weitere Rotationselement
- die Abförderung von langgestrecktem, langem Aufgabegut, welches insbesondere zum
Wickeln um die Rotationselemente und/oder zum Anhaften an den Rotationselementen neigt.
Sofern sich langgestrecktes Aufgabegut um ein Rotationselement wickelt und/oder haftendes
Aufgabegut an Rotationselementen anhaftet, kann durch das weitere Rotationselement
gezielt in den Zwischenraum zwischen zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen
eingegriffen werden, in dem sich insbesondere ein langgestrecktes und/oder anhaftendes
Aufgabegut festgesetzt haben könnte. Demgemäß lässt sich dieses Aufgabegut von dem
jeweiligen Rotationselement lösen und anschließend abfördern. Demzufolge erhöht das
weitere Rotationselement die Sicherheit, die Betriebsdauer und die Anlageneffizienz
der erfindungsgemäßen Vorrichtung, da Stillstände aufgrund einer Umwicklung mit langgestrecktem
und/oder anhaftendem Aufgabegut bzw. einer Verstopfung durch das Aufgabegut zumindest
im Wesentlichen verhindert werden können und/oder die Häufigkeit eines derartigen
Störfalls deutlich gesenkt werden kann.
[0018] Vorzugsweise ist das weitere Rotationselement mittig zwischen und unterhalb von zwei
unmittelbar benachbarten Rotationselementen angeordnet. Sofern das weitere Rotationselement
als Schneckenwelle ausgebildet ist, kann es mit seiner Wendel in den Arbeitsraum der
unmittelbar benachbarten Rotationselemente eingreifen. Zur Erhöhung des Selbstreinigungseffektes
kann der lichte Abstand zwischen der Wendelaußenkante des weiteren Rotationselements
und dem Kernrohr des unmittelbar benachbarten Rotationselements möglichst gering gewählt
werden, so dass der Selbstreinigungsprozess ziel- und zweckgerichtet durchführbar
ist.
[0019] Die Breite des Decks kann der Länge der Rotationselemente entsprechen, wobei vorgesehen
sein kann, dass die Rotationselemente zumindest im Wesentlichen eine gleich große
Länge aufweisen.
[0020] Die Länge des Decks kann in Abhängigkeit der Anzahl der Rotationselemente und ihrer
jeweiligen Außendurchmesser gewählt werden, wobei die Länge entsprechend dem Aufgabegut
und des gewünschten Förderergebnisses angepasst werden kann.
[0021] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann das weitere Rotationselement
im Bereich unterhalb des Decks in den Bereich zwischen dem ersten und dem zweiten
Rotationselement ragen. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass das weitere Rotationselement
in den Arbeitsraum und/oder in den Zwischenraum zwischen dem ersten und dem zweiten
Rotationselement eingreift. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass
das weitere Rotationselement im Bereich unterhalb des Decks in den Bereich zwischen
dem vorletzten und dem letzten Rotationselement ragt. Das weitere Rotationselement
kann in den Zwischenraum und/oder den Arbeitsraum zwischen dem vorletzten und dem
letzten Rotationselement eingreifen. Die Anordnung der Rotationselemente versteht
sich dabei so, dass das erste Rotationselement zu Beginn der Aufgabe des Aufgabegutes
angeordnet sein kann und dass das letzte Rotationselement im Bereich eines möglichen
Abwurfes quer zu den Längsachsen der Rotationselemente angeordnet sein kann. Demgemäß
kann sich die aufsteigende Nummerierung der Rotationselemente in Förderrichtung ergeben.
[0022] Die vorgenannte Ausführungsform bietet sich insbesondere deshalb an, da beim Zustandekommen
der Erfindung festgestellt worden ist, dass sich gerade die äußeren Rotationselemente
zusetzen, während dieser Effekt bei den zwischen den äußeren Rotationselementen angeordneten
Rotationselementen des Decks nicht eintritt. Der Grund dafür liegt darin, dass mittige
Rotationselemente jeweils zu zwei Rotationselementen benachbart sind, so dass bei
den mittigen Rotationselementen gewährleistet ist, dass die jeweiligen Wendeln in
den jeweils zugehörigen Arbeitsraum bzw. den Zwischenraum zwischen den Rotationselementen
eingreifen und auf diese Weise ein Anlagern von Aufgabegut vermeiden und/oder Aufgabegut
entsprechend abfördern. Bei dem äußeren, also dem ersten und dem letzten Rotationselement
des Decks ist dies nicht der Fall, da zu dem ersten und dem letzten Rotationselement
jeweils nur ein Rotationselement benachbart ist. Durch das dem ersten und/oder dem
letzten Rotationselement zugeordnete weitere Rotationselement, das jedoch nicht zum
Deck gehört und sich auch nicht in der Deckebene befindet, wird der Selbstreinigungseffekt
der äußeren Rotationselemente und damit der gesamten Trennvorrichtung verbessert.
[0023] Die Förderrichtung erstreckt sich schräg und/oder quer zu den Rotationsachsen und/oder
zu den Längsachsen der Rotationselemente, das heißt die Förderrichtung kann sich schräg
und/oder quer zu den jeweiligen Rotationsachsen erstrecken. In diesem Zusammenhang
muss nicht zwingend vorgesehen sein, dass sich die Förderrichtung im 90°-Winkel zu
den Rotationsachsen erstreckt.
[0024] Bei der Auftrennung in mehr als eine Fraktion können auch weitere Förderrichtungen
resultieren, beispielsweise eine weitere Förderrichtung, die zur Unterseite des Decks
hin gerichtet ist, so dass diese Feinkorn-Fraktion in den Zwischenraum zwischen benachbarten
Rotationselementen unterhalb des Decks entlang der weiteren Förderrichtung abgeworfen
werden kann.
[0025] Eine weitere Förderrichtung kann zur Förderung einer dritten Überkorn-Fraktion auch
schräg und/oder quer zur Förderrichtung angeordnet sein.
[0026] Letztlich versteht es sich, dass das erste Rotationselement zu Beginn der Aufgabe
des Aufgabegutes und das zweite Rotationselement in Förderrichtung nachfolgend zu
dem ersten Rotationselement angeordnet sein können. Die vorgenannte Nummerierung gilt
auch für die sich an das zweite Rotationselement anschließenden Rotationselemente
des Decks.
[0027] Die Rotationselemente des Decks können in einer gemeinsamen, gerade verlaufenden
Ebene angeordnet werden und demgemäß ein zumindest im Wesentlichen gerades Deck zur
oberseitigen Aufgabe des Aufgabegutes bilden. Weiterhin kann auch grundsätzlich vorgesehen
sein, dass die Rotationselemente in einer gewölbten Trennfläche angeordnet sind, wobei
wenigstens drei Rotationselemente nicht in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
Eine Wölbung kann insbesondere endseitig des Decks vorgesehen sein. Bei einer endseitig
gewölbten Deckoberfläche kann eine Trennung beispielsweise derart vorgesehen sein,
dass ein Abwurf in Richtung der Längsachse und/oder in Richtung der Rotationsachse
der Rotationselemente erfolgt, ein Abwurf in Förderrichtung der Rotationselemente
jedoch nicht erfolgen muss.
[0028] Darüber hinaus ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgedankens
vorgesehen, dass wenigstens zwei Rotationselemente den gleichen Drehsinn aufweisen.
Vorzugsweise weisen alle Rotationselemente den gleichen Drehsinn auf, so dass sich
eine schräg und/oder quer zu den Rotationsachsen der jeweiligen Rotationselemente
erstreckende Förderrichtung ergibt.
[0029] Wenn alle Rotationselemente den gleichen Drehsinn aufweisen, wird wenigstens eine
Fraktion des Aufgabegutes über das letzte Rotationselement abgeworfen. Der Abwurf
kann letztlich an dem letzten Rotationselement quer und/oder schräg zur Längsachse
bzw. Rotationsachse des letzten Rotationselements erfolgen.
[0030] Sofern das Aufgabegut nicht schräg und/oder quer zur Rotationsachse des letzten Rotationselements
abgeworfen werden soll, können auch unterschiedliche Drehsinne bei unmittelbar benachbarten
Rotationselementen vorgesehen sein, so dass das Aufgabegut eine größere Zeitdauer
auf der Oberseite des Decks verweilt und gegebenenfalls durch das Deck - als Feinkorn-Fraktion
- zwischen den Rotationselementen hindurchfallen als auch oberhalb des Decks in Rotationsrichtung
- als Überkorn-Fraktion - abgeworfen werden kann.
[0031] Vorzugsweise weist das weitere Rotationselement den gleichen Drehsinn wie das unmittelbar
benachbarte Rotationselement auf. Besonders bevorzugt weist das weitere Rotationselement
den gleichen Drehsinn wie beide unmittelbar benachbarten Rotationselemente auf. Die
Effizienz der Selbstreinigung kann erhöht werden, wenn sowohl die beiden unmittelbar
benachbarten Rotationselemente, in deren Zwischenraum das weitere Rotationselement
eingreift, als auch das weitere Rotationselement den gleichen Drehsinn aufweisen.
Der gleiche Drehsinn ist insbesondere vorteilhaft zur Vermeidung eines Aufeinanderstoßens
bzw. Zusammenstoßens des weiteren Rotationselements zu dem unmittelbar benachbarten
Rotationselement. Bei Realisierung des gleichen Drehsinns kann eine sehr große Außenoberfläche
des unmittelbar benachbarten Rotationselements gereinigt werden und insbesondere frei
von an ihr anhaftenden und/oder sie umwickelnden Aufgabegut gehalten werden.
[0032] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Rotationselement und das weitere Rotationselement
ein Kernrohr und eine Wendel aufweist. Die Wendel verläuft spiralförmig um das Kernrohr.
Die Wendel ist insbesondere stegförmig ausgebildet, wobei der Abstand zwischen zwei
unmittelbar benachbarten Rotationselementen von der Außenkante der Wendel bis zum
Kernrohr des unmittelbar benachbarten Rotationselements möglichst gering ist, so dass
sehr gute Ergebnisse des Selbstreinigungsprozesses erreicht werden können. Der vorgenannte
Abstand ist vorzugsweise größer 1 mm und liegt insbesondere zwischen 2 und 30 mm.
Zwischen den beiden vorgenannten Werten ist jeder Einzelwert möglich.
[0033] Die Wendeln unmittelbar benachbarter Rotationselemente können jeweils in den Arbeitsraum
bzw. den Zwischenraum zwischen zwei unmittelbar benachbarten Kernrohren eingreifen.
Insbesondere greift auch die Wendel des weiteren Rotationselements in den Zwischenraum
zwischen zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen ein, so dass in dem Zwischenraum
zwischen den Kernrohren des ersten und des zweiten und/oder des vorletzten und des
letzten Rotationselements bevorzugt drei Wendeln angeordnet sind, und zwar die jeweiligen
Wendeln der unmittelbar benachbarten Rotationselemente und die Wendel des weiteren
Rotationselements. Durch die spiralförmig umlaufenden Wendeln benachbarter Rotationselemente
und/oder weiterer Rotationselemente kann eine sehr große Fläche der äußeren, freiliegenden
Bereiche des Kernrohrs, die nicht zur Anordnung der Wendel dienen, gereinigt werden.
[0034] Vorzugsweise greifen die Wendeln unmittelbar benachbarter Rotationselemente und/oder
die Wendel des weiteren Rotationselements und die Wendel wenigstens eines unmittelbar
benachbarten Rotationselements ineinander. Durch das Ineinandergreifen der Wendeln
kann der Selbstreinigungsprozess gewährleistet werden, wobei die Wendeln einander
zugewandt sein können und gemeinsam, wie zuvor erläutert, in den Zwischenraum zwischen
zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen greifen können. Besonders bevorzugt
ist es, wenn auch die Wendeln unmittelbar benachbarter Rotationselemente, die unterseitig
kein weiteres Rotationselement aufweisen, ineinandergreifen, so dass unerwünschte
Materialanhaftungen bzw. Umwicklungen vermieden werden können.
[0035] Zudem ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die Rotationselemente
und/oder das wenigstens eine weitere Rotationselement einseitig und/oder beidseitig
in einer Halterung drehbar gelagert sind. Sowohl bei der einseitigen als auch bei
der beidseitigen Lagerung können die erfindungswesentlichen Vorteile erreicht werden,
da die Gefahr eines Zusetzens, insbesondere der äußeren Rotationselemente, mit langgestrecktem
Aufgabegut, wie Plastikbänder, oder anhaftendem Aufgabegut bei beiden Arten der Lagerung
der Rotationselemente vorhanden ist, so dass für beide Ausführungsformen der Lagerung
der Selbstreinigungsprozess der Trennvorrichtung durch das weitere Rotationselement
deutlich verbessert werden kann.
[0036] Vorteilhaft an der einseitigen Halterung und/oder Lagerung ist, dass durch die kragenden
Rotationselemente ein Abwurf einer Fraktion in Richtung der Rotations- bzw. Längsachsen,
das heißt quer zur Förderrichtung, ermöglicht wird. Die über die freien Enden der
Rotationselemente abgeworfene Fraktion des Aufgabegutes kann dabei nicht in den Bereich
einer Halterung gelangen, so dass Schäden an der Vorrichtung durch den Abwurf der
Fraktion verhindert werden können. Bei einer beidseitigen Halterung und/oder Lagerung
der Rotationselemente und/oder des weiteren Rotationselements kann ein Abwurf in Förderrichtung
und unterhalb des Decks bzw. durch das Deck hindurch vorgesehen sein. Dabei können
die Rotationselemente durch die beidseitige Lagerung sicher, auch bei etwaig während
des Betriebes auftretenden Belastungsspitzen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, gelagert
werden.
[0037] Letztlich ist die Lagerung und/oder Halterung der Rotationselemente und/oder des
wenigstens einen weiteren Rotationselements derart vorgesehen, dass die Rotationselemente
und/oder das wenigstens eine weitere Rotationselement sicher gehalten werden und auch
hohen Belastungen aufgrund des zu trennenden Aufgabegutes standhalten können.
[0038] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung
werden die Rotationselemente und/oder das wenigstens eine weitere Rotationselement
über eine insbesondere gemeinsame Antriebseinrichtung angetrieben. Vorzugsweise sind
die Rotationselemente und das wenigstens eine weitere Rotationselement über eine Antriebseinrichtung
miteinander verbunden. Zur Verbindung kann insbesondere ein Antriebsmittel zum Antrieb
der Rotationselemente und des wenigstens einen weiteren Rotationselements genutzt
werden. Als Antriebsmittel kann beispielsweise wenigstens eine Rollenkette vorgesehen
sein. Die Rollenkette kann als Antriebsmittel unmittelbar benachbarte Rotationselemente
und/oder das weitere Rotationselement mit unmittelbar benachbarten Rotationselementen
verbinden.
[0039] Zur Kopplung der Rollenkette mit den jeweiligen Rotationselementen weisen diese endseitig
einen Lagerzapfen auf, an dem sich ein Kopplungsbereich, beispielsweise in Form eines
Zahnrades bzw. Ritzels befinden kann. Zum Antrieb greift die Rollenkette dann in das
oder die jeweiligen Zahnräder ein.
[0040] Zudem versteht es sich, dass eine Mehrzahl von Antriebsmitteln vorgesehen sein kann,
insbesondere wobei wenigstens zwei unmittelbar benachbarte Rotationselemente und/oder
das weitere Rotationselement und wenigstens ein unmittelbar benachbartes Rotationselement
über das Antriebsmittel miteinander verbunden sein können. Demzufolge können an einem
Rotationselement auch wenigstens zwei Antriebsmittel angreifen. Dementsprechend sind
an den diesbezüglichen Lagerzapfen des Rotationselements dann zwei entsprechende Zahnräder
bzw. Ritzel vorgesehen. Besonders bevorzugt ist es im Übrigen, dass zwei unmittelbar
benachbarte Rotationselemente über ein Antriebsmittel miteinander verbunden sind.
Das weitere Rotationselement ist vorzugsweise mit dem ersten und/oder dem letzten
Rotationselement über ein Antriebsmittel verbunden.
[0041] Die Antriebseinrichtung sowie das oder die Antriebsmittel sind vorzugsweise derart
ausgebildet, dass auch ein Antrieb bei hohen Belastungen der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung
sichergestellt werden kann. Das Antriebsmittel kann letztlich als sogenannte Antriebskette
ausgebildet sein. Das Antriebsmittel ist insbesondere robust gegen Verschmutzung und
kann formschlüssig - und bei Antrieb der Rotationselemente auch ohne Schlupf - mit
den Rotationselementen gekoppelt sein. Die Rollenketten müssen dabei nicht vorgespannt
werden und können ebenfalls problemlos gekürzt sowie verlängert werden, beispielsweise
bei Veränderung der Länge des Decks und/oder der Aufnahme von zusätzlichen Rotationselementen.
[0042] Des Weiteren können die Rotationselemente und das weitere Rotationselement zumindest
im Wesentlichen baugleich ausgeführt sein. Dies vereinfacht insbesondere die Ersatzteilhaltung.
[0043] Weiterhin ist es bevorzugt, wenn die Wendeln des Rotationselements und des weiteren
Rotationselements zumindest im Wesentlichen die gleiche Steghöhe aufweisen. Insbesondere
weisen die Wendeln der unmittelbar zu dem weiteren Rotationselement benachbarten Rotationselemente
und das weitere Rotationselement die gleiche Steghöhe auf. Hierdurch kann der Zwischenraum
zwischen benachbarten Rotationselementen bzw. einem äußeren Rotationselement und dem
weiteren, dem äußeren Rotationselement zugeordneten Rotationselement optimal gereinigt
werden. Dabei sollte der Abstand der unmittelbar benachbarten Rotationselemente und
des weiteren Rotationselements zu den unmittelbar benachbarten Rotationselementen
- wie zuvor ausgeführt - gering gehalten werden. Bevorzugt liegt dieser Abstand zwischen
1 bis 30 mm, vorzugsweise zwischen 1,5 und 10 mm, bevorzugt zwischen 2 bis 6 mm, weiter
bevorzugt zwischen 3 bis 5 mm.
[0044] Weiterhin sind bevorzugt der Außendurchmesser des weiteren Rotationselements und
die Außendurchmesser der unmittelbar zu dem weiteren Rotationselement benachbarten
Rotationselemente zumindest im Wesentlichen gleich. Somit können letztlich gleiche
Bauelemente verwendet werden.
[0045] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass der
Abstand der Rotationselemente zueinander einstellbar ausgebildet ist. Als Abstand
wird in diesem Zusammenhang insbesondere der lichte Abstand zwischen zwei unmittelbar
benachbarten Rotationselementen verstanden. Der lichte Abstand bezieht sich dabei
auf die äußere Randkante der Wendel des einen Rotationselements zum Kernrohr des unmittelbar
benachbarten Rotationselements.
[0046] Zudem ist zusätzlich oder alternativ vorgesehen, dass der Abstand des weiteren Rotationselements
zu dem unmittelbar benachbarten Rotationselement einstellbar ausgebildet ist. Vorzugsweise
wird auch hierbei der lichte Abstand, also der Abstand von der Wendelaußenkante des
einen Rotationselements zum Kernrohr des unmittelbar benachbarten Rotationselements,
möglichst gering gehalten. Ein geringer lichter Abstand ermöglicht eine sehr gute
Selbstreinigung. In Abhängigkeit des Aufgabegutes kann jedoch der Abstand insgesamt
verändert werden. Eine Veränderung des Abstandes kann während eines Betriebszustandes
beispielsweise manuell vom Bedienpersonal durchgeführt werden. Insbesondere kann die
Position des gesamten Rotationselements und/oder des wenigstens einen weiteren Rotationselements
verändert werden, vorzugsweise durch Lösung der Halterung bzw. Lagerung.
[0047] Weiterhin kann die Antriebseinrichtung derart ausgebildet sein, dass sie die Rotationselemente
und das wenigstens eine weitere Rotationselement mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit
antreibt. Insbesondere ist die Winkelgeschwindigkeit für alle Rotationselemente (und
damit auch für das weitere Rotationselement) gleich, so dass sich ein synchroner Betrieb
aller Rotationselemente ergibt. Hierdurch kann - in Kombination mit dem gleichen Drehsinn
der Rotationselemente - nicht nur ein sicherer Betrieb der Trennvorrichtung gewährleistet,
sondern auch ein sehr gutes Trennergebnis sichergestellt werden. Die synchrone Winkelgeschwindigkeit
in Kombination mit der baugleichen Ausbildung der Rotationselemente und des wenigstens
einen weiteren Rotationselements ergibt eine größtmögliche Abdeckung der Reinigung
der freiliegenden Außenseiten der Kernrohre der Rotationselemente.
[0048] Im Übrigen weisen die Rotationselemente und das wenigstens eine weitere Rotationselement
je 360° zumindest im Wesentlichen die gleiche Wendelsteigung auf. Durch die spiralförmige
Anordnung der Wendel um das Kernrohr und einer Wendelsteigung, die je 360° die gleiche
Form aufweist, kann eine symmetrische Ausbildung der Rotationselemente erreicht werden,
wobei vorzugsweise die Kernrohre einen sich über die Länge der Rotationselemente erstreckenden
konstanten Durchmesser aufweisen.
[0049] Besonders bevorzugt ist, wenn die Trenneinrichtung derart ausgebildet ist, dass eine
Trennung in wenigstens zwei Fraktionen erfolgt. So kann vorgesehen sein, dass eine
Feinkorn-Fraktion durch den Zwischenraum zwischen zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen
durch das Deck hindurch abgeworfen werden kann. Eine weitere Fraktion kann in Förderrichtung
hinter dem letzten Rotationselement abgeworfen werden. Insbesondere bei einer einseitigen
Lagerung kann auch eine dritte Fraktion schräg und/oder quer zur Förderrichtung in
Richtung der Rotationsachsen und/oder Längsachsen der Rotationselemente abgeworfen
werden. Dabei können in der weiteren Förderrichtung der dritten Fraktion weniger langgestreckte
Teile des Aufgabegutes abgeworfen werden. Langgestreckte Teile des Aufgabegutes können
in Förderrichtung abgeworfen werden. Diejenigen Fraktionen bzw. diejenige Fraktion,
die oberhalb des Decks abgeworfen werden können/kann, können/kann als Überkorn bzw.
als Überkorn-Fraktion(en) bezeichnet werden.
[0050] Zudem kann das Deck sowohl in seiner Höhe als auch in seiner Neigung verstellbar
ausgebildet sein.
[0051] Des Weiteren betrifft die Offenbarung ein Verfahren zur Trennung von Aufgabegut,
wobei das Aufgabegut auf ein durch eine Mehrzahl von Rotationselementen gebildeten
Decks aufgegeben wird, insbesondere wobei die Aufgabe quer zur Längsachse der Rotationselemente
erfolgt. Das Aufgabegut kann oberhalb des Decks in einer sich schräg und/oder quer
zu den Rotationsachsen der Rotationselemente erstreckenden Förderrichtung gefördert
werden. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein unterhalb des Decks angeordnetes
weiteres Rotationselement in den Zwischenraum zwischen zwei unmittelbar benachbarten
Rotationselementen eingreift, insbesondere wobei das Aufgabegut, insbesondere die
Überkorn-Fraktion(en) des Aufgabegutes, über das unmittelbar benachbarte Rotationselementepaar
gefördert wird.
[0052] Das Verfahren wird insbesondere unter Verwendung einer zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen
Trennvorrichtung durchgeführt.
[0053] Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die obigen Ausführungen zu der erfindungsgemäßen
Trennvorrichtung verwiesen. Dabei versteht es sich letztlich, dass auch die im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung geschilderten Vorteile und bevorzugten Ausführungsformen
sich auf das Verfahren zur Trennung von Aufgabegut gleichfalls anwenden lassen.
[0054] Zudem betrifft die Offenbarung die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Trennung von Aufgabegut, insbesondere wobei die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer
selbstreinigenden Betriebsweise genutzt wird.
[0055] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung und der Zeichnung selbst.
[0056] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Trennvorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Decks,
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Decks,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Decks,
- Fig. 5
- eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Decks,
- Fig. 6
- eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Trennvorrichtung,
- Fig. 7
- eine schematische Seitenansicht auf eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Decks,
- Fig. 8
- eine schematische Seitenansicht auf eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Decks,
- Fig. 9
- eine schematische perspektivische Ansicht auf eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Decks,
- Fig. 10
- eine schematische perspektivische Ansicht auf eine weitere Ausführungsform eines Teils
eines erfindungsgemäßen Decks und
- Fig. 11
- eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Decks.
[0057] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Trennen von Aufgabegut 2. Die Vorrichtung 1 weist
eine Mehrzahl an Rotationselementen 3 auf. Die Rotationselemente 3 sind in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel als Schneckenwellen ausgebildet. Schneckenwellen können als auch
Spiralwalzen und/oder Spiralwellen bezeichnet werden. Die Rotationselemente 3 bilden
ein Deck 4.
[0058] Die Aufgabe des Aufgabegutes 2 erfolgt, wie insbesondere durch Fig. 6 gezeigt, auf
die Oberseite des durch die Rotationselemente 3 gebildeten Decks 4.
[0059] Weiterhin zeigt Fig. 1, dass unterhalb der das Deck 4 bildenden Rotationselemente
3 wenigstens ein weiteres Rotationselement 5 angeordnet ist. In den dargestellten
Ausführungsbeispielen ist das weitere Rotationselement 5, ebenfalls wie das Rotationselement
3, als Schneckenwelle ausgebildet. Das weitere Rotationselement 5 ist zur Reinigung
des Zwischenraums 6 bzw. des Arbeitsraums zwischen zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen
3 des Decks 4 vorgesehen.
[0060] Das weitere Rotationselement 5 kann in einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
der Trennvorrichtung 1 zur Vermeidung von Umwicklung von langgestreckten Aufgabegut
2, wie beispielsweise einem Plastikband, vorgesehen sein.
[0061] Darüber hinaus zeigen u.a. die Fig. 1, 2 und 6, dass die Breite des Decks 4 der Länge
der Rotationselemente 3 entsprechen kann, wobei in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
die Rotationselemente 3 zumindest im Wesentlichen die gleiche Länge aufweisen. Die
Länge des Decks 4 ist abhängig von der Anzahl der verwendeten Rotationselemente 3,
dem Außendurchmesser der Rotationselemente 3 und deren Abstand 17 zueinander.
[0062] Die Fig. 3 bis 5 zeigen unterschiedliche Anordnungsmöglichkeiten des weiteren Rotationselements
5 unterhalb des Decks 4. So kann das weitere Rotationselement 5 zwischen dem ersten
Rotationselement 7 und dem zweiten Rotationselement 8, wie dies insbesondere Fig.
5 zeigt, angeordnet sein. Das erste Rotationselement 7 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
im Anschluss an eine Beschickungseinrichtung 20 angeordnet, wie dies insbesondere
Fig. 6 zeigt. Die Aufgabe des Aufgabegutes 2 erfolgt auf das Deck 4 auf oder über
das erste Rotationselement 7 hinweg. Das zweite Rotationselement 8 schließt sich in
Förderrichtung X an das erste Rotationselement 7 an. Die Förderrichtung X verläuft
schräg und/oder quer, insbesondere im rechten Winkel, zu den Längsachsen bzw. Rotationsachsen
der Rotationselemente 3.
[0063] Fig. 4 zeigt die Anordnung des weiteren Rotationselements 5 unterhalb des - in Förderrichtung
X gesehen - letzten Rotationselements 10 und des vorletzten Rotationselements 9. Das
weitere Rotationselement 5 ragt gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel in den
mittigen Bereich bzw. den Zwischenraum 6 der unmittelbar benachbarten Rotationselemente
9, 10. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 greift ein weiteres Rotationselement 5
in den Zwischenraum 6 bzw. den Arbeitsraum des ersten Rotationselements 7 und des
zweiten Rotationselements 8 und ein weiteres Rotationselement 5 in den Zwischenraum
6 bzw. Arbeitsraum zwischen dem letzten Rotationselement 10 und dem vorletzten Rotationselement
9 ein. Ein Abwurf einer Fraktion kann quer zur Längsachse des letzten Rotationselements
10 - das heißt in Förderrichtung X - vorgesehen sein.
[0064] Aus den dargestellten Ausführungsbeispielen wird deutlich, dass das erste Rotationselement
7 und das letzte Rotationselement 10 nur jeweils von einem Rotationselement 3 des
Decks 4 unmittelbar benachbart sind. Die mittig angeordneten Rotationselemente 3 sind
jeweils von zwei Rotationselementen 3 unmittelbar benachbart, wobei die Selbstreinigung
der mittigen Rotationselemente 3 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch die
unmittelbar benachbarten Rotationselemente 3 übernommen werden kann. Anfangs- und/oder
endseitig des Decks 4 kann ein weiteres Rotationselement 5, wie insbesondere durch
Fig. 4 verdeutlicht, zusätzlich zum vorletzten Rotationselement 9 die Selbstreinigung
des letzten Rotationselements 10 übernehmen. Auch anfangsseitig des Decks 4 kann ein
weiteres Rotationselement 5 angeordnet sein, wie insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich.
Auch die Kombination der anfangs- und endseitigen Anordnung der weiteren Rotationselemente
5 kann in einem weiteren Ausführungsbeispiel durchgeführt werden, wie unter anderem
aus Fig. 3 ersichtlich.
[0065] Nicht dargestellt ist, dass es grundsätzlich auch möglich ist, dass nicht nur anfangs-
und/oder endseitig ein weiteres Rotationselement 5 vorgesehen ist. Grundsätzlich kann
ein weiteres Rotationselement 5 auch im mittigen Bereich also zwischen dem ersten
und dem letzten Rotationselement 7, 10 ergänzend zu den äußeren weiteren Rotationselementen
5 oder aber auch ohne diese vorgesehen sein.
[0066] Das weitere Rotationselement 5 dient in den dargestellten Ausführungsbeispielen nicht
zur Trennung des Aufgabegutes 2, sondern erfüllt zumindest im Wesentlichen den Effekt
der Reinigung für die unmittelbar zu dem weiteren Rotationselement 5 benachbarten
Rotationselemente 3.
[0067] Fig. 1 zeigt, dass wenigstens zwei Rotationselemente 3 den gleichen Drehsinn aufweisen.
Darüber hinaus zeigt die Fig. 1, dass alle Rotationselemente 3 den gleichen Drehsinn
aufweisen.
[0068] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass das weitere Rotationselement 5 den gleichen Drehsinn
aufweist wie ein unmittelbar zu dem weiteren Rotationselement 5 benachbartes Rotationselement
3. Dies führt in den dargestellten Ausführungsbeispielen dazu, dass sowohl alle Rotationselemente
3 als auch alle weiteren Rotationselemente 5 den gleichen Drehsinn aufweisen.
[0069] In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind im Übrigen sowohl die Rotationselemente
3 als auch das weitere Rotationselement 5 als Schneckenwellen ausgebildet. Demzufolge
weisen die Rotationselemente 3 und das weitere Rotationselement 5 ein Kernrohr 11
und eine Wendel 12 auf. Die Wendel 12 verläuft spiralförmig um das Kernrohr 11, so
dass das gesamte Rotationselement 3 einer archimedischen Schraube ähnelt. Die Wendel
12 ist stegförmig ausgebildet.
[0070] In weiteren Ausführungsbeispielen kann vorgesehen sein, dass die einzelnen Rotationselemente
3 des Decks 4 nicht alle baugleich ausgeführt sein müssen. Grundsätzlich ist es möglich,
dass wenigstens ein Rotationselement 3 anders als die anderen Rotationselemente 3
ausgebildet sein kann. Letztlich können sogar alle Rotationselemente 3 unterschiedlich
zueinander ausgebildet sein. Dies gilt im Übrigen auch für das oder die weiteren Rotationselemente
5. Letztlich muss nur sichergestellt sein, dass die Wendeln 12 benachbarter Rotationselemente
3, 5 während des Betriebes nicht kollidieren.
[0071] Des Weiteren wird anhand der dargestellten Ausführungsbeispiele deutlich, dass die
Wendeln 12 unmittelbar benachbarter Rotationselemente 3 ineinandergreifen. Dabei greifen
die Wendeln 12 in den Zwischenraum 6 ein, der sich zwischen zwei Kernrohren 11 der
unmittelbar benachbarten Rotationselemente 3 ergibt. Eine Anordnung der Rotationselemente
3 ist in den dargestellten Ausführungsbeispielen derart vorgesehen, dass die Außenkante
der Wendel 12 eines Rotationselements 3 der Außenseite des Kernrohrs 11 des unmittelbar
benachbarten Rotationselements 3 zugewandt ist.
[0072] Des Weiteren zeigen die Fig. 1 bis 6, dass die Wendel 12 des weiteren Rotationselements
5 und die Wendeln 12 der unmittelbar zu dem weiteren Rotationselement 5 benachbarten
Rotationselemente 3 ineinandergreifen. Das Ineinandergreifen der Wendeln 12 wird besonders
gut anhand der Seitenansicht des Decks 4 in den Fig. 3 bis 5 gezeigt. Die vorgenannten
Fig. zeigen, dass sich die Wendeln 12 der Rotationselemente 3 und des weiteren Rotationselements
5 in der Seitenansicht überlagern. Durch die Überlagerung der Wendeln 12 bzw. durch
das Ineinandergreifen der Wendeln 12 kann der Reinigungsprozess der Schneckenwellen
ermöglicht werden. So werden Anhaftungen des Aufgabegutes 2 an der Außenseite des
Kernrohrs 11 der Rotationselemente 3 wirksam verhindert, jedenfalls aber deutlich
vermindert. Gerade eine mögliche Umwicklung mit langgestreckten Teilen des Aufgabegutes
2 bzw. ein dauerhaftes Anhaften von zusammenklebenden Teilen des Aufgabegutes 2 kann
so verhindert werden, so dass ein Verstopfen des Decks 4 und damit eventuell ein Maschinenbruch
und/oder ein unsauberes Trennergebnis der Vorrichtung 1 verhindert werden kann.
[0073] Gemäß der in Fig. 1 und 6 gezeigten Vorrichtung 1 ist eine einseitige Halterung 13
bzw. Lagerung der Rotationselemente 3 und des weiteren Rotationselement 5 vorgesehen.
[0074] Nicht dargestellt ist, dass in weiteren Ausführungsformen die Rotationselemente 3
und/oder das weitere Rotationselement 5 in einer Halterung 13 beidseitig drehbar gelagert
sind.
[0075] Die Halterung 13 bzw. die Lagerung ist dabei an den Längsenden der Rotationselemente
3, wie dies insbesondere Fig. 1 verdeutlicht, vorgesehen. Durch die einseitige, kragende
Halterung 13 der Rotationselemente 3 kann ein Abwurf einer Fraktion in Richtung der
Rotationsachsen bzw. in Längsrichtung der Rotationselemente 3 vorgesehen sein, das
heißt quer und/oder schräg zu der Förderrichtung X. Grundsätzlich kann natürlich auch
eine Fraktionsabscheidung in Richtung der Rotationsachsen der Rotationselemente 3
bei einer beidseitigen Lagerung vorgesehen sein. In diesem Fall wäre es denkbar, diese
Fraktion oberhalb des Decks 4 bzw. von oben her durch ein geeignetes Fördermittel
zu entfernen bzw. abzufördern.
[0076] In den Fig. 1 und 6 sind letztlich keine Fördermittel zur Abförderung des in Fraktionen
abgeschiedenen Aufgabegutes 2 dargestellt. Letztlich versteht es sich, dass beispielsweise
ein Förderband unterhalb des Decks 4 zur Abförderung des Feinkorns vorgesehen sein
kann und ein weiteres Förderband sich beispielsweise in Förderrichtung X erstreckend
an das Deck 4 anordnet. Zudem kann auch ein Förderband schräg zur Förderrichtung X
- also in Richtung der Rotationsachsen der Rotationselemente 3 - angeordnet werden.
Letztlich werden Fördermittel an allen Stellen bzw. an allen Bereichen angeordnet,
an denen ein Abwurf einer Fraktion des Aufgabegutes 2 erfolgt. Die Anordnung und Ausrichtung
der Fördermittel hängt dabei unter anderem davon ab, in welche Richtung die Abförderung
erfolgen soll. Die Anzahl der Fördermittel hängt letztlich von der Anzahl der Fraktionen
ab, in die das Aufgabegut 2 aufgetrennt wird. So sind bei zwei aufzutrennenden Fraktionen
zwei Fördermittel vorgesehen, während bei drei Fraktionen dementsprechend drei Fördermittel
vorgesehen sind.
[0077] Die Geschwindigkeit der insbesondere als Förderbänder ausgebildeten Fördermittel
ist in Abhängigkeit der Durchsatzmenge des Aufgabegutes 2 und/oder der Zuführgeschwindigkeit
der Beschickungseinrichtung 19 abzustimmen. Die Beschickungseinrichtung 19 kann ein
Beschickungsband 20 aufweisen, wie dies insbesondere durch die Fig. 1 und 6 verdeutlicht
wird. Sowohl die Neigung als auch die Höhe des Beschickungsbandes 20 der Vorrichtung
1 kann dabei einstellbar ausgebildet sein.
[0078] Anhand von Fig. 1 und 6 ist ersichtlich, dass die Rotationselemente 3 und das weitere
Rotationselement 5 über eine Antriebseinrichtung 14 miteinander verbunden sind. Der
Verbund erfolgt in den dargestellten Ausführungsbeispielen über ein Antriebsmittel
15. Gemäß Fig. 10 ist das Antriebsmittel 15 als Rollenkette ausgebildet. Die Rollenkette
kann an das Kernrohr 11 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel an einen sich an
das Kernrohr 11 anschließenden Kopplungsbereich angeordnet werden. Durch den gemeinsamen
Verbund über die Rollenkette bzw. über das Antriebsmittel 15 werden die Rotationselemente
3 und das weitere Rotationselement 5 mit dem gleichen Drehsinn und der gleichen Winkelgeschwindigkeit
angetrieben. Das Antriebsmittel 15 dient zum Antrieb der Rotationselemente 3 und des
wenigstens einen weiteren Rotationselements 5.
[0079] Zudem wird anhand der Fig. 9 bis 11 ersichtlich, dass zwei unmittelbar benachbarte
Rotationselemente 3 über ein Antriebsmittel 15 verbunden sind, wobei ein Antriebsmittel
15 sich in den dargestellten Ausführungsformen lediglich über zwei Rotationselemente
3 erstreckt. An den mittigen Rotationselementen 3 sind demgemäß zwei Antriebsmittel
15 in den jeweiligen Kopplungsbereichen angeordnet. Das weitere Rotationselement 5
ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel zu dem unmittelbar benachbarten Rotationselement
3 - d.h. in den dargestellten Ausführungsbeispiel dem ersten Rotationselement 7 und/oder
dem letzten Rotationselement 10 - über ein die beiden Schneckenwellen umfassendes
Antriebsmittel 15 verbunden.
[0080] Anhand von Fig. 2 wird deutlich, dass das weitere Rotationselement 5 und das Rotationselement
3 zumindest im Wesentlichen baugleich ausgeführt sind.
[0081] Nicht dargestellt ist, dass das weitere Rotationselement 5 und wenigstens ein unmittelbar
benachbartes Rotationselement 3 unterschiedlich ausgebildet sein können. Dabei kann
in weiteren Ausführungsformen letztlich vorgesehen sein, dass die Wendeln 12 der Rotationselemente
3 und die Wendeln 12 der weiteren Rotationselemente 5 zumindest im Wesentlichen die
gleiche Steghöhe 16 aufweisen, wie insbesondere durch Fig. 11 verdeutlicht. Durch
die zumindest im Wesentlichen baugleiche Ausbildung der Wendeln 12 kann eine größtmögliche
Überdeckung des Zwischenraums 6 zwischen zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen
3 erreicht werden.
[0082] Die Fig. 7 bis 11 zeigen, dass die Rotationselemente 3 auch unterschiedlich ausgebildet
sein können und in den dargestellten Ausführungsbeispielen zwar die gleiche Steghöhe
16 der Wendeln 12 aufweisen, dennoch sich die Kernrohre 11 durch einen unterschiedlichen
Außendurchmesser voneinander unterscheiden. Das weitere Rotationselement 5 ist zumindest
im Wesentlichen baugleich zu dem letzten Rotationselement 10 und dem vorletzten Rotationselement
9 ausgebildet.
[0083] In Fig. 8 ist eine Seitenansicht auf das Deck 4 gezeigt, wobei das Kernrohr 11 des
ersten Rotationselements 7 einen anderen Außendurchmesser als das Kernrohr 11 des
letzten Rotationselements 10 und des unter dem letzten und vorletzten Rotationselement
10, 9 angeordneten weiteren Rotationselements 5 aufweist.
[0084] Letztlich sind die Rotationselemente 3 beabstandet zueinander angeordnet, wie insbesondere
anhand der Detailansichten der Fig. 11 ersichtlich ist. Durch die Beabstandung der
Rotationselemente 3 zueinander ergibt sich zwischen unmittelbar benachbarten Rotationselementen
3 jeweils ein Zwischenraum 6. Der reine Abstand 17 zwischen benachbarten Kernrohren
11 der Rotationselemente 3 entspricht letztlich der Steghöhe 16 einer Wendel 12 zuzüglich
einiger Millimeter. Eine Anordnung ohne Beabstandung würde zu einem hohen Verschleiß
sowie einer möglichen Beschädigung der Vorrichtung 1 führen. Eine entsprechende Beabstandung
ist auch zwischen dem weiteren Rotationselement 5 und benachbarten Rotationselementen
7, 8 bzw. 9, 10 vorgesehen.
[0085] Insbesondere in Fig. 3 und Fig. 11 ist der Abstand 17 der Rotationselemente 3 zueinander
gezeigt, der zwischen der Außenkante der Wendel 12 des Rotationselements 3 und dem
Kernrohr 11 des unmittelbar benachbarten Rotationselements 3 vorgesehen ist. In Fig.
11 ist zusätzlich, wie zuvor erwähnt, der reine Abstand 17 der unmittelbar benachbarten
Rotationselemente gezeigt, wobei sich der reine Abstand 17 zwischen zwei unmittelbar
benachbarten Kernrohren 11 ergibt. ^In gleicher Weise ergibt sich ein Abstand 18 des
weiteren Rotationselements 5 zum ersten Rotationselement 7 bzw. zum zweiten Rotationselement
8 und in gleicher Weise zum vorletzten Rotationselement 9 und zum letzten Rotationselement
10.
[0086] Nicht dargestellt ist, dass der Abstand 17 der Rotationselemente 3 zueinander einstellbar
ausgebildet ist. Weiterhin ist ebenfalls nicht dargestellt, dass auch der Abstand
18 des weiteren Rotationselements 5 zu dem unmittelbar benachbarten Rotationselement
3 bzw. den Rotationselementen 7, 8 und/oder 9, 10 einstellbar ausgebildet ist.
[0087] So können die Abstände 17, 18 an das Aufgabegut 2 sowie an die durch das Aufgabegut
2 hervorgerufene Belastung der Vorrichtung 1 angepasst werden. Bei Einstellung der
jeweiligen Beabstandung ist zu berücksichtigen, dass ein möglichst geringer Abstand
17, 18 einen erhöhten Selbstreinigungseffekt bzw. eine deutlich verbesserte Reinhaltung
der freiliegenden Außenseite des Kernrohrs 11 ergibt.
[0088] Im Übrigen ist den dargestellten Ausführungsbeispielen vorgesehen, dass die Rotationselemente
3 und das weitere Rotationselement 5 mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit antreibbar
sind. Sie werden in dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch die Antriebseinrichtung
14 angetrieben, so dass sich ein synchroner Betrieb und eine konstante Winkelgeschwindigkeit
der Rotationselemente 3 und des weiteren Rotationselements 5 ergibt. Dies wird insbesondere
auch dadurch begünstigt, dass die Rotationselemente 3 und das wenigstens eine weitere
Rotationselement 5 über ein Antriebsmittel 15, in den dargestellten Ausführungsbeispielen
als Rollenkette ausgebildet, miteinander verbunden sind und demgemäß auch gemeinsam
angetrieben werden.
[0089] Weiterhin wird insbesondere anhand von Fig. 2 deutlich, dass die Wendelsteigung des
Rotationselements 3 und die Wendelsteigung des weiteren Rotationselements 5 je 360°
zumindest im Wesentlichen gleich ist. Durch Verstellung des Phasenversatzes kann auch
die Anordnung der Wendel 12 und somit das Eingreifen der Wendeln 12 zueinander und
demgemäß auch die Trennkorngröße veränderbar ausgebildet sein.
[0090] Fig. 2 zeigt, dass die Vorrichtung 1 eine Trennung des Aufgabegutes 2 in wenigstens
zwei Fraktionen durchführt. So ist vorgesehen, das eine Überkorn-Fraktion oberseitig
des Decks 4 abgeschieden wird. Eine weitere Fraktion - die Feinkorn-Fraktion - kann
zwischen benachbarten Rotationselementen 3 nach unten abgeschieden werden. Die Feinkorn-Fraktion
fällt demgemäß durch das Deck 4 durch und wird unterhalb des Decks 4 abgefördert.
[0091] Fig. 6 zeigt darüber hinaus auch, dass eine weitere Fraktion quer zur Förderrichtung
X abgefördert werden kann, wobei sich die weitere Förderrichtung längs der Rotationsachse
bzw. der Längsachse der Rotationselemente 3 erstreckt. Ein Abwurf kann über die Enden
der Rotationselemente 3 und des weiteren Rotationselements 5 erfolgen. Ein Umwickeln
mit langgestrecktem Aufgabegut 2 an dem letzten Rotationselement 10 kann wirksam durch
das weitere Rotationselement 5 verhindert werden, was in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als Reinigungsrotationselement fungiert.
[0092] Das Deck 4, welches durch die Rotationselemente 3 gebildet wird, kann neigbar ausgebildet
sein. Bevorzugt kann die Halterung 13, an der die Rotationselemente 3 und auch das
oder die weiteren Rotationselemente 5 befestigt sind, über eine Neigungseinrichtung
verstellt werden. Darüber hinaus kann auch die Höhe des Decks 4 in einem nicht dargestellten
Ausführungsbeispiel verstellbar ausgebildet sein.
[0093] Des Weiteren ist nicht dargestellt, dass das Deck 4 eine gewölbte Trennoberfläche
bilden kann. In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Trennoberfläche, das
heißt die Oberseite des Decks 4, zumindest im Wesentlichen eben und/oder gerade ausgebildet.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel können die Rotationselemente 3 in einer gewölbten
Trennoberfläche angeordnet sein, wobei wenigstens drei Rotationselemente 3 nicht in
einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind. Auch bei einer gewölbten Trennoberfläche
kann vorgesehen sein, dass ein weiteres Rotationselement 5 unterhalb des Decks 4,
das heißt unterhalb der Rotationselemente 3, angeordnet werden kann, insbesondere
zur Erhöhung der Selbstreinigung der Rotationselemente 3.
[0094] Verfahrensgemäß kann in einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel des Verfahrens
vorgesehen sein, dass das Aufgabegut 2 in Förderrichtung X auf das durch die Rotationselemente
3 gebildete Deck 4 aufgegeben wird.
[0095] Dabei kann das Aufgabegut 2 auf das erste Rotationselement 7 aufgegeben werden. Das
Aufgabegut 2 wird in Förderrichtung X gefördert, wobei eine Feinkorn-Fraktion durch
den Zwischenraum 6 zwischen unmittelbar benachbarten Rotationselementen 3 abgeschieden
werden kann. Eine Überkorn-Fraktion verbleibt oberhalb des Decks 4 und kann in Förderrichtung
X und/oder in einer schräg zu der Förderrichtung X angeordneten weiteren Förderrichtung
- in Richtung der Rotations- bzw. Längsachse der Rotationselemente 3 - abgeworfen
werden.
[0096] Verfahrensgemäß ist vorgesehen, dass unter den Rotationselementen 3 ein weiteres
Rotationselement 5 rotiert. Das weitere Rotationselement 5 sorgt in diesem Zusammenhang
zur Reinhaltung bzw. (Selbst-)Reinigung der Rotationselemente 3 sowie zur Reinigung
des Zwischenraums 6 bzw. Arbeitsraums zwischen zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen
3 des Decks 4.
Bezugszeichenliste:
[0097]
- 1
- Vorrichtung zum Trennen
- 2
- Aufgabegut
- 3
- Rotationselement
- 4
- Deck
- 5
- weiteres Rotationselement
- 6
- Zwischenraum
- 7
- erstes Rotationselement
- 8
- zweites Rotationselement
- 9
- vorletztes Rotationselement
- 10
- letztes Rotationselement
- 11
- Kernrohr
- 12
- Wendel
- 13
- Halterung
- 14
- Antriebseinrichtung
- 15
- Antriebsmittel
- 16
- Steghöhe
- 17
- Abstand Rotationselemente zueinander
- 18
- Abstand des weiteren Rotationselements zu dem unmittelbar benachbarten Rotationselement
- 19
- Beschickungseinrichtung
- 20
- Beschickungsband
- X
- Förderrichtung
1. Vorrichtung (1) zum Trennen von Aufgabegut (2), mit einer Mehrzahl von als Schneckenwellen
ausgebildeten Rotationselementen (3), wobei die Rotationselemente (3) ein Deck (4)
bilden und wobei das Rotationselement (3) ein Kernrohr (11) und eine spiralförmig
um das Kernrohr (11) verlaufende Wendel (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb der das Deck (4) bildenden Rotationselemente (3) wenigstens ein als Schneckenwelle
ausgebildetes weiteres Rotationselement (5) angeordnet ist, dass das weitere Rotationselement
(5) zur Reinigung eines Zwischenraums (6) zwischen zwei unmittelbar benachbarten Rotationselementen
(3) des Decks (4) vorgesehen ist und dass das weitere Rotationselement (5) ein Kernrohr
(11) und eine spiralförmig um das Kernrohr (11) verlaufende Wendel (12) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Rotationselement (5) im Bereich unterhalb des Decks (4) in den Bereich
zwischen dem ersten Rotationselement (7) und dem zweiten Rotationselement (8) ragt
und/oder dass das weitere Rotationselement (5) im Bereich unterhalb des Decks (4)
in den Bereich zwischen dem vorletzten Rotationselement (9) und dem letzten Rotationselement
(10) ragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei, vorzugsweise alle, Rotationselemente (3) den gleichen Drehsinn aufweisen
und/oder dass das weitere Rotationselement (5) den gleichen Drehsinn wie das unmittelbar
benachbarte Rotationselement (3) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendeln (12) unmittelbar benachbarter Rotationselemente (3) ineinandergreifen
und/oder dass die Wendel (12) des weiteren Rotationselements (5) und die Wendel (12)
wenigstens eines unmittelbar benachbarten Rotationselements (3) ineinandergreifen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationselemente (3) und/oder das wenigstens eine weitere Rotationselement (5)
einseitig und/oder beidseitig in einer Halterung (13) drehbar gelagert sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationselemente (3) und das weitere Rotationselement (5) über eine Antriebseinrichtung
(14) miteinander verbunden sind, insbesondere wobei die Antriebseinrichtung (14) wenigstens
ein insbesondere als Rollenkette ausgebildetes Antriebsmittel (15) zum Antrieb der
Rotationselemente (3) und des wenigstens einen weiteren Rotationselements (5) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Rotationselement (5) und das Rotationselement (3) zumindest im Wesentlichen
baugleich ausgeführt sind und/oder dass die Wendel (12) des Rotationselements (3)
und des weiteren Rotationselements (5) zumindest im Wesentlichen die gleiche Steghöhe
(16) aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (17) der Rotationselemente (3) zueinander einstellbar ausgebildet ist
und/oder dass der Abstand (18) des weiteren Rotationselements (5) zu dem unmittelbar
benachbarten Rotationselement (3) einstellbar ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (14) derart ausgebildet ist, dass die Rotationselemente (3)
und das weitere Rotationselement (5) mit der gleichen, insbesondere synchronen, Winkelgeschwindigkeit
antreibbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendelsteigung der Rotationselemente (3) und des weiteren Rotationselements (5)
je 360° zumindest im Wesentlichen gleich ist.
1. Device (1) for separating feed material (2), having a plurality of rotation elements
(3) designed as screw conveyors, the rotation elements (3) forming a deck (4), and
the rotation element (3) having a core tube (11) and a helix (12) running spirally
around the core tube (11),
characterized in that
at least one further rotation element (5) designed as a screw conveyor is arranged
below the rotation elements (3) forming the deck (4), in that the further rotation element (5) is provided for cleaning an intermediate space (6)
between two directly adjacent rotation elements (3) of the deck (4), and in that the further rotation element (5) has a core tube (11) and a helix (12) running spirally
around the core tube (11).
2. Device according to claim 1, characterized in that the further rotation element (5) in the area below the deck (4) projects into the
area between the first rotation element (7) and the second rotation element (8) and/or
that the further rotation element (5) in the area below the deck (4) projects into
the area between the penultimate rotation element (9) and the last rotation element
(10).
3. Device according to claim 1 or 2, characterized in that at least two, preferably all, rotation elements (3) have the same direction of rotation
and/or that the further rotation element (5) has the same direction of rotation as
the immediately adjacent rotation element (3).
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the helices (12) of directly adjacent rotation elements (3) interlock and/or in that the helix (12) of the further rotation element (5) and the helix (12) of at least
one directly adjacent rotation element (3) interlock.
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the rotation elements (3) and/or the at least one further rotation element (5) are
rotatably mounted on one side and/or on both sides in a holder (13).
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the rotation elements (3) and the further rotation element (5) are connected to one
another via a drive device (14), in particular the drive device (14) having at least
one drive means (15), in particular in the form of a roller chain, for driving the
rotation elements (3) and the at least one further rotation element (5).
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the further rotation element (5) and the rotation element (3) are designed to be
at least substantially identical in construction and/or in that the helix (12) of the rotation element (3) and of the further rotation element (5)
have at least substantially the same web height (16).
8. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the distance (17) between the rotation elements (3) is designed to be adjustable
and/or in that the distance (18) between the further rotation element (5) and the immediately adjacent
rotation element (3) is designed to be adjustable.
9. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive device (14) is designed in such a way that the rotation elements (3) and
the further rotation element (5) can be driven at the same, in particular synchronous,
angular velocity.
10. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the helix pitch of the rotation elements (3) and of the further rotation element
(5) is at least substantially equal per 360°.