[0001] Die Erfindung betrifft ein Feststoffventil für Druckdosen, insbesondere für die Ausbringung
von Montageschäumen, mit einem Ventilteller, einem in dem Ventilteller angeordneten
Ventilkörper, einem in einer zentralen Ausnehmung des Ventilkörpers gelagerten Stem
mit wenigstens einer durch Betätigung des Stems freigebbaren Eintrittsöffnung für
den Druckdoseninhalt, wenigstens einer Austrittsöffnung, einem die Eintrittsöffnung
mit der Austrittsöffnung verbindenden Kanal, wenigstens einem zwischen den Ventilkörper
und dem Stem wirkenden Dichtelement, sowie einem Federelement.
[0002] Feststoffventile können insbesondere für die Ausbringung von Montage- und Dichtschäumen
aus Aerosoldosen eingesetzt werden, eignen sich jedoch grundsätzlich für alle Formen
von Aerosoldosen, aus denen Materialien mit einem Feststoffgehalt ausgebracht werden,
beispielsweise auch für die Ausbringung von Lack, Klebstoff, Dicht- und Reinigungsmitteln.
Ein Ventil für eine Aerosoldose wird beispielsweise in Dokument
GB1446858 offenbart. Montageschäume insbesondere Polyurethanschäume haben in der Technik ein
großes Anwendungsgebiet gefunden. Sie dienen im Baubereich der Befestigung von Elementen
wie Fensterrahmen, Türzargen und anderen Fertigteilen, zum Schließen von Öffnungen
und zum Ausschäumen von Hohlräumen und Taschen. Sie werden vielfach zur Wärme- und
Schalldämmung eingesetzt. Ferner sind sie geeignet in damit gefüllten Hohlräumen die
Schwitzwasserbildung mit nachfolgender Korrosion zu vermeiden.
[0003] Zur Schaumbildung werden zumeist im Behälter enthaltene Prepolymere verwandt, die
häufig durch Einwirkung von Feuchtigkeit, insbesondere von Luftfeuchtigkeit, aushärten.
Nach der Freisetzung des Gemisches aus Treibmittel und Schaumbildner findet eine Reaktion
zwischen dem Prepolymer und der in der Luft enthaltenen Luftfeuchtigkeit statt. Das
führt zur Bildung eines dauerhaften Schaums. Je nach Feuchtigkeitsgehalt der Luft
erfolgt die Aushärtung in mehr oder weniger kurzer Zeit. Bei hoher Luftfeuchtigkeit
benötigt die Härtung nur wenige Minuten. Zweikomponentenschäume enthalten in der Druckdose
zusätzlich eine separate Vernetzerkomponente.
[0004] Zum Ausbringen oder Austragen des Schaums dienen Spezialventile, die durch Kippen
oder Eindrücken den Weg des Schaums freigeben. Während des Transports und der Zwischenlagerung
müssen sie hingegen für eine sichere Abdichtung sorgen. Falls die Abdichtung nicht
ausreicht, diffundiert Feuchtigkeit in den Ventilmechanismus ein, die die Prepolymere
in dem Ventil aushärten lässt, was dessen einwandfreie Funktion beeinträchtigt. Im
Extremfall wird das Ventil durch darin gebildetes Polymer vollständig blockiert.
[0005] Da der Innendruck des Druckbehälters in der Regel nicht ausreicht, eine vollständige
Rückstellung des Ventils nach Auslösung zu bewirken, werden Federelemente eingesetzt.
Bekannt sind Tellerventile, in denen das Ventilverschlusselement über eine Schraubenfeder
mit einem Halteteil als Widerlager verbunden ist. Das Halteteil ragt frei in das Innenteil
des Druckbehälters. Die Feder ist zwischen Halteteil und Ventilverschlusselement eingesetzt
und stellt dessen festen Sitz am Ventilteller sicher. Ein Problem bei der Verwendung
von Schraubenfedern ist, dass diese durch Ablagerungen in ihrer Funktion beeinträchtigt
oder blockiert werden können.
[0006] Ein weiteres Problem herkömmlicher Tellerventile ist die Abdichtung im Bereich des
Stems. Der Stem ist innerhalb des Ventilkörpers beweglich angeordnet, wobei die Dichtigkeit
zumeist durch Dichtlippen herbeigeführt wird. Auch hier kann es zu Ablagerungen kommen,
die die einwandfreie Dichtfunktion beeinträchtigen.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist deshalb, ein Ventil bereitzustellen, welches die zuvor
beschriebenen Nachteile herkömmlicher Ventile vermeidet. Es soll gegen das Eindringen
von Feuchtigkeit in den im Druckbehälter liegenden Ventilbereich schützen. Gleichzeitig
müssen aber auch Ausbringhilfen wie Spritzpistolen angeschlossen werden können. Es
soll einfach aufgebaut sein und eine hohe Betriebssicherheit gewährleisten. Insbesondere
soll ein solches Ventil auch einen wenig anfälligen Federmechanismus aufweisen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von einem Ventil der eingangs
genannten Art vor, den Stem zweiteilig auszubilden, wobei der obere Teil die wenigstens
eine Austrittsöffnung aufweist und integral über eine umlaufende elastische Membran
mit dem Ventilkörper verbunden ist und der untere Teil die wenigstens eine Eintrittsöffnung
aufweist, wobei der untere und obere Teil des Stems form- und/oder kraftschlüssig
miteinander verbunden sind.
[0009] Die Begriffe "dosenseitig" und "ventilseitig", wie sie in der Beschreibung und in
den Ansprüchen verwandt werden, bezeichnen, in einer Ausrichtung entlang der zentralen
Achse einer Druckdose, das der Druckdose zugewandte Ende eines Teils (dosenseitig)
und das aus der Dose in Richtung des Ventils herausweisende Ende eines Teils (ventilseitig).
[0010] Das erfindungsgemäße Feststoffventil für Druckdosen weist einen üblichen Ventilteller
auf, der eine kreisförmige zentrale Ausnehmung hat. Der Ventilteller hat in der Regel
zwischen der Ausnehmung und dem Außenrand ein wannenförmiges Profil mit einem hochgezogenen
Innenrand, an dem der Ventilkörper festgelegt ist.
[0011] Der Ventilkörper selbst kann in an und für sich bekannter Weise an den Ventilteller
angespritzt sein, d.h. der hochgezogene Innenrand des Ventiltellers befindet sich
im Innern des Ventilkörpers. Alternativ und hier bevorzugt ist eine Ausführungsform,
bei der der Ventilkörper an die Form des Ventiltellers angepasst ist, einen aufgehenden
Rand aufweist, der mit einem nach außenweisenden Vorsprung über den Innenrand des
Ventiltellers greift. Ein solcher Ventilkörper wird in den Ventilteller von der Unterseite
her eingepresst.
[0012] Gleichzeitig weist der Ventilkörper einen nach außen weisenden Bereich auf, der die
dosenseitige Kontur des Ventiltellers aufnimmt und sich eng an diesen anschmiegt.
Der nach außen weisende und über den Innenrand des Ventiltellers greifende Vorsprung
sichert den Ventilkörper am Ventilteller. Der Innendruck der Druckdose sorgt für einen
großen Anpressdruck und für die Dichtigkeit in diesem Bereich.
[0013] Es kann zweckmäßig sein, den Ventilkörper im Kontaktbereich zum Ventilteller mit
konzentrisch umlaufenden Dichtlippen auszustatten, die eine zusätzliche Abdichtung
herbeiführen.
[0014] Der Ventilkörper weist eine zentrale Ausnehmung auf, in der der Stem des Ventils
vertikal beweglich gelagert ist. Dosenseitig weist der Stem wenigstens eine Eintrittsöffnung
für den Doseninhalt auf, ventilseitig wenigstens eine Austrittsöffnung, durch die
der Doseninhalt nach Betätigung des Ventils austreten kann.
[0015] Erfindungsgemäß ist der Stem in einen oberen und einen unteren Teil unterteilt. Beide
Teile sind miteinander form- und/oder kraftschlüssig verbunden. Der untere, dosenseitige
Teil des Stems weist die Eintrittsöffnung auf, der obere, ventilseitige Teil die Austrittsöffnung,
wobei die Öffnungen durch einen Kanal miteinander verbunden sind.
[0016] Erfindungsgemäß ist der obere Teil des Stems über eine Membran integral mit dem Ventilkörper
verbunden. Integral verbunden heißt, dass der Ventilkörper und der obere Teil des
Stems einstückig ausgebildet sind, wobei eine konzentrisch ausgebildete Membran die
Verbindung zwischen den beiden Teilen herstellt. Eine solche Konstruktion ist im Spritzgussverfahren
ohne weiteres herstellbar. Hierdurch wird erreicht, dass der sich zwischen Ventilkörper
und Stem befindliche schmale Spalt, der für die Beweglichkeit des Stems Sorge trägt,
ventilseitig geschlossen ist; ein Austritt von Doseninhalt bei offenem oder geschlossenem
Ventil ist auf diesem Wege nicht möglich.
[0017] Vorzugsweise verläuft die elastische Membran entlang des ventilseitigen Randes des
unteren Teils des Stems. Dabei kann die Membran stufenartig ausgebildet sein, d.h.
in Wellen gestaltet sein. Dies bildet eine Flächenreserve, die die Bewegung des Stems
erlaubt, ohne dass die Membran unter übermäßige Spannung gerät. Zwischen dem oberen
Rand des Ventilkörpers und der elastischen Membran verläuft dabei eine konzentrisch
umlaufende Eintiefung, die zur Elastizität und Flächenreserve der Membran beiträgt.
Außerdem verhindert dies, dass sich die Bewegung des Stems unmittelbar auf den oberen
Rand des Ventilkörpers überträgt, der für die Festlegung und Abdichtung des Ventilkörpers
wichtig ist. Geometrie und Stärke der Membran bewirken die Elastizität.
[0018] Bei der Betätigung des Ventils wird zur Ausbringung des Doseninhalts der Stem vertikal
eingedrückt - zumeist über eine Ausbringhilfe oder eine Spritzpistole - wobei der
Stem bei seiner Abwärtsbewegung die Membran mitnimmt. Dies führt zu einer Veränderung
der Kontur, die eine gewisse Spannung ausübt und durch die Elastizität aufgefangen
wird. Ist die Membran stufenförmig gestaltet, wird diese Bewegung und Spannung im
Bereich der Stufen aufgefangen.
[0019] Die beiden Teile des Stems sind form- und/oder kraftschlüssig miteinander verbunden.
Dies bedeutet, dass sie in der Funktion eine Einheit darstellen und fest miteinander
verbunden sind. Die beiden Teile weisen zentral einen Kanal zur Ausbringung des Doseninhalts
auf.
[0020] Insbesondere weist der Kanal des unteren Teils des Stems im ventilseitigen Bereich
eine zentrale Aufnahme auf, in die das dosenseitige Ende des oberen Teils des Stems
eingepasst ist. Dazu kann im Bereich der Aufnahme des unteren Teils eine umlaufende
Erweiterung angeordnet sein, in die ein außen umlaufender Wulst des oberen Teils formschlüssig
eingreift. Zwischen dem Ventilkörper und dem unteren Teil des Stems befindet sich
ein Dichtelement. Vorzugsweise ist dies eine dosenseitig am Ventilkörper umlaufende
Dichtlippe, die mit einem umlaufenden Vorsprung des unteren Teils des Stems zusammenwirkt.
Bei geschlossenem Ventil schließt diese Dichtlippe zuverlässig gegen den Vorsprung
ab, gibt aber einen Durchtritt für den Doseninhalt frei, sobald der Stem nach unten
ausgelöst wird.
[0021] Wie schon angesprochen braucht das erfindungsgemäße Feststoffventil für eine einwandfreie
Schließfunktion ein Federelement. Hierzu weist der Ventilkörper vorzugsweise dosenseitig
eine Verlängerung auf, die den unteren Teil des Stems umgibt und als Halteelement
für das Federelement dient. Diese Verlängerung, die den unteren Teil des Stems konzentrisch
umgibt, erhöht auch die Stabilität und Rigidität des Ventilkörpers.
[0022] Das Federelement kann aus einer üblichen Schraubenfeder bestehen, die in einem Federkorb
gelagert ist, der seinerseits an der Verlängerung des Ventilkörpers angeordnet ist.
Vorzugsweise ist das Federelement aber ein Federbügel, der über Haltearme am Ventilkörper
festgelegt ist. Diese Haltearme greifen dazu in Aussparungen der Verlängerung des
Ventilkörpers ein, sei es durch in Richtung auf den Ventilkörper gebogene Enden der
Arme oder durch ausgeklinkte Haltezungen, die in die Aussparungen eingreifen und die
neben der Sperr- gleichzeitig auch eine Federwirkung ausüben.
[0023] Der Federbügel selbst ist vorzugsweise in Richtung auf das Ventil eingewölbt und
weist zentral im Bereich der Einwölbung eine Delle oder Eintiefung auf, in die ein
Vorsprung des unteren Teils des Stems eingreift. Diese Maßnahme dient der Zentrierung
des Stems, der auf diese Art und Weise in der Mitte des Innenraums des Ventilkörpers
gehalten wird.
[0024] Vorzugsweise weist der obere Teil des Stems eine Dichtmanschette auf, die aus einem
elastischen Material, beispielsweise einem thermoplastischen Elastomer gefertigt ist
und geeignet ist, den Dichtsitz zu einer Verschäumpistole herzustellen. Diese Dichttülle
wird ventilseitig durch einen Fixierring begrenzt, der im Gegensatz dazu aus einem
harten Material, etwa einem Polyoxymethylen gefertigt ist, und als Widerlager des
Auslösers der Verschäumpistole dient. Zweckmäßigerweise sind Fixierring und Dichtmanschette
miteinander formschlüssig verbunden, beispielsweise dergestalt, dass der Fixierring
dosenseitig eine umlaufende Nut aufweist, in die ein umlaufender Vorsprung der Dichtmanschette
eingreift. Gleichzeitig sind Fixierring und/oder Dichtmanschette in einen Rücksprung
im oberen Teil des Stems eingepasst, sodass eine feste Verbindung besteht. Zusätzlich
oder gelichzeitig kann der Fixierring über einen Presssitz am ventilseitigen Ende
des oberen Teils des Stems festgelegt sein.
[0025] Der Ventilkörper ist auf übliche Art und Weise aus einem thermoplastischen Material
gefertigt, beispielsweise aus einem Polyalkylen, insbesondere Polyethylen oder Polypropylen.
[0026] Die Erfindung wird durch die beiliegende Abbildung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1:
- Eine Schnittzeichnung des erfindungsgemäßen Ventils in einem Ventilteller;
- Fig. 2:
- Eine Schnittzeichnung der Kombination aus oberem Teil des Stems und Ventilkörper;
- Fig. 3:
- Den unteren Teil des Stems im Schnitt;
- Fig. 4:
- Den oberen Teil des Stems mit Dichtmanschette und Fixierring; und
- Fig. 5:
- Das Federelement.
[0027] Fig. 1 zeigt im Schnitt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Feststoffventils,
eingebracht in einen Ventilteller 1. Das Feststoffventil ist über den Ventilteller
1 am Dom der Dose festgeklemmt, wobei der Ventilteller mit seinem Krimprand 15 über
und um den oberen Rand des Dosendoms greift. Der Ventilteller 1 selbst weist eine
zentrale Ausnehmung auf, um die ein rinnen- oder wannenförmiger zentraler Teil 11
umläuft. Auf der Innenseite ist der Ventilteller 1 durch den aufgehenden Rand 12 begrenzt,
außen steigt die Wanne zum Krimprand 15 an.
[0028] Innerhalb des Ventiltellers 1 befindet sich der Ventilkörper 2, in dessen zentraler
runder Ausnehmung der Ventilstem 3 geführt wird. Der Ventilkörper 1 ist über einen
aufgehenden Rand 24 mit nach außen vorkragendem Vorsprung 25 am aufgehend Innenrand
12 des Ventiltellers 1 festgelegt; eine nach außen weisende runde Fläche 26 schmiegt
sich an der Unterseite der Wanne 11 des Ventiltellers 1 an. Die Form des Ventilkörpers
1 wird durch den dosenseitig umlaufenden Außenrand 26 stabilisiert.
[0029] Der Ventilkörper 2 weist die notwendigen Dichtmittel auf, um die Dichtigkeit des
Ventils gegenüber dem Ventilteller 1 um den Stem 3 sicherzustellen. Dies sind gegebenenfalls
Dichtlippen, die gegen den gerundeten Bereich des Ventiltellers 1 im Übergang von
der Wanne 11 zum aufgehenden Rand 12 angeordnet sind. Dosenseitig, d.h. auf der dem
Doseninneren zugewandten Seite des Ventilkörpers 2, befindet sich wenigstens eine
umlaufende Dichtlippe 23, die im Wesentlichen parallel zum Verlauf der zentralen Ausnehmung
21 läuft und gegen den Fuß 31 des Stems wirkt. Der Fuß 31 dient als Dichtsitz und
ist eine konzentrische Erweiterung des Stems 3 mit leicht gewölbtem Verlauf. In der
hier dargestellten Ruhe- oder Verschlussstellung des Stems 3 wirkt die Dichtlippe
23 gegen den Fuß 31 und verhindert den Eintritt von Doseninhalt in die Eintrittsöffnung
33 des Stems.
[0030] In der zentralen Ausnehmung 21 des Ventilkörpers 2 ist der Stem geführt, der einen
zentralen Kanal 34 aufweist, der als Austrittskanal für den Doseninhalt dient. Dosenseitig
weist der Stem wenigstens eine seitliche Durchbrechung 33 auf, die als Eintrittsöffnung
für den Doseninhalt dient. In der dargestellten Ruhestellung ist diese Eintrittsöffnung
33 durch die Dichtwirkung der Lippe 23 des Ventilkörpers 2 gegen den Dichtsitz 31
des Stems verschlossen. Bei Eindrücken des Stems verliert die Lippe ihre Dichtwirkung
und Doseninhalt kann über die Eintrittsöffnung 33 in den Kanal 34 gelangen und austreten.
[0031] In der dargestellten Ausführungsform weist der Stem in seinem unteren Teil 3b Eintrittsöffnungen
33 auf, die gleichmäßig über dem Umfang verteilt sind.
[0032] Erfindungsgemäß ist der Stem 3 des Feststoffventils zweigeteilt in einen oberen Teil
3a und einen unteren Teil 3b. Der obere Teil 3a umschließt den größeren Teil des Kanals
34 und ist über eine Membran 22 mit dem Ventilkörper 2 verbunden. Ventilkörper 2 und
oberer Teil 3a des Stems 3 sind einstückig im Spritzgussverfahren gefertigt und bestehen
vorzugsweise aus dem gleichen Material.
[0033] Der untere Teil 3b des Stems wirkt mit der Dichtlippe 23 zusammen, die gegen den
Fuß 31 des unteren Teils 3b wirkt. Es können mehrere Dichtlippen vorhanden sein.
[0034] Der obere Teil 3a umfasst die Austrittsöffnung des erfindungsgemäßen Ventils und
der untere Teil 3b die Eintrittsöffnungen 33 für den Doseninhalt.
[0035] Die Membran 22, die den oberen Teil 3a des Stems mit dem Ventilkörper 2 verbindet
ist konzentrisch um den Stem herum angeordnet und hat einen im Wesentlichen stufenförmigen
Verlauf entlang der Außenseite des unteren Teils 3b des Stems. Die Membran 22 ist
dabei hinreichend elastisch und die Bewegung des Stems 3 bei der Auslösung der Druckdose
aufzufangen. Der stufenförmige Verlauf gibt eine Flächenreserve, die der Längung der
Membran bei der Auslösung durch die Verlagerung des Stems 3 kompensiert. Hierzu dient
auch eine umlaufende Eintiefung 27 in den Ventilkörper 2, die einen Spalt zwischen
dem oberen Ende 24 des Ventilkörpers 2 und der Membran 22 lässt. Die Membran 22 setzt
an der Innenseite des Ventilkörpers 2 an, folgt im dosenseitigen Bereich dem Verlauf
von dessen Innenwandung und setzt sich dann in Stufen fort zur Außenwandung des oberen
Teils 3a des Stems.
[0036] Der untere Teil 3b des Stems weist neben seinem Fuß eine dosenseitige Verlängerung
35 auf, die als Widerlager für das Federelement 40 dient. Dargestellt ist nur der
zentrale Teil des Federelements 40. Das Federelement 40 wird bei Betätigung des Stems
doseneinwärts bewegt und gibt damit den Weg zwischen der Dichtlippe 23 und dem Fuß
31 am unteren Teil 3b des Stems frei.
[0037] Der Ventilkörper weist im dosenwärts ragenden Teil 26 zwei Aussparungen 29 auf, die
in die Haltearme des Federelements eingreifen.
[0038] Der obere Teil 3a und der untere Teil 3b des Stems sind formschlüssig miteinander
verbunden. Dazu weist der obere Teil 3a des Stems einen umlaufenden Wulst 28 an seinem
dosenseitigen Ende auf, der passgenau in eine entsprechende Erweiterung des Kanals
34 im Bereich des unteren Teils 3b des Stems hineinragt.
[0039] Der obere Teil 3a des Stems weist eine Manschette auf, die dazu dient eine Ausbringhilfe,
etwa eine Verschäumungspistole, dichtend anzuschließen. Vorzugsweise ist eine solche
Dichtmanschette aus einem thermoplastischen Elastomer, das die erforderlichen Dichtungseigenschaften
mit sich bringt. Abgeschlossen wird der obere Teil 3a des Stems durch einen Fixierring
43 aus einem relativ harten Material, das in die Aufnahme einer Verschäumungspistole
hineinragt und den Druck des Auslösers auf den Stem weiterleitet. Dichtungsmanschette
42 und Fixierring 43 sind fest miteinander verbunden. Hierzu weist der Fixierring
einen ringförmigen Einschnitt 44 auf, in den ein Vorsprung 45 der Dichtmanschette
hineinragt. Die Dichtmanschette 42 ist zugleich an einem Rücksprung 46 im oberen Teil
3a des Stems gesichert.
[0040] Fig. 2 zeigt die Kombination aus oberem Teil 3a des Stems und Ventilkörper 2. Der
obere Teil des Stems 3a ist über die Membran 22 mit dem Ventilkörper 2 verbunden,
wobei die Membran 22 einen stufenförmigen Verlauf nimmt. Der stufenförmige Verlauf
garantiert die Flächenreserve und gleichzeitig die Elastizität der Membran und damit
die flexible Einbindung des oberen Teils 3a des Stems in den Ventilkörper.
[0041] Der außen vorkragene Vorsprung 25 des Ventilkörpers dient der Festlegung am Innenrand
des Ventiltellers, wobei die umlaufende Nut 27 die notwendige Elastizität zur Einbringung
des Ventilkörpers 2 in den Ventilteller 1 bereitstellt.
[0042] Die dosenseitige Erweiterung 26 des Ventilkörpers 2 bewirkt zum einen einen festen
Sitz an der Unterseite der Wanne 11 des Ventiltellers 1 und stellt zum anderen die
Aussparungen 29 zur Fixierung des Federelements 40 bereit.
[0043] Der dosenseitige Teil des Stemteils 3a weist eine umlaufende Erweiterung 28 auf,
die passgenau in eine entsprechende Erweiterung des Kanals 34 im Bereich des unteren
Teils 3b des Stems hinein passt, siehe Fig. 3. Dargestellt sind die Eintrittsöffnungen
33 für den Doseninhalt bei Betätigung des Ventils und der Fuß 31, der als Dichtsitz
gegen den Ventilkörper 2 wirkt. Eine dosenseitige Verlängerung 35 des unteren Teils
3b des Stems 3 wirkt mit dem Federelement 40 zusammen und dient gleichzeitig der Führung
und Abstützung des Ventils 3.
[0044] Fig. 4 zeigt den Kanal 34 des Stems mit daran angeordneter Dichtmanschette 42 für
den Anschluss einer Ausbringhilfe, etwa einer Pistole. Am oberen Rand des oberen Stemteils
befindet sich der Fixierring 43, der aus einem harten Material gefertigt ist und den
Druck der Ausbringhilfe bei Betätigung des Ventils aufnimmt.
[0045] In Fig. 4 sind die Dichtmanschette 42 und der Fixierring 43 im Schnitt dargestellt,
der obere Teil 3a des Stems dagegen in der Draufsicht. Zu erkennen ist, dass Dichtmanschette
42 und Fixierring 43 in einer Art Verzahnung aneinander gesichert sind und die Dichtmanschette
42 an einem Rücksprung des Stemteils 3a gesichert ist. Manschette und Fixierring sind
in einer Art Presssitz miteinander verbunden.
[0046] Fig. 5 zeigt den Federbügel 40, der über zwei nach innen ausgeklinkte Zähne 47 verfügt,
die der Fixierung des Federbügels 40 in den Aussparungen 29 des Ventilkörpers 2 dienen.
Die Zähne 47 bewirken einen sehr elastischen Sitz und rasten in den Aussparungen 29
ein, sie dienen als Haltearme des Federbügels.
[0047] Der Federbügel 40 weist in seinem zentralen unteren Bereich eine Delle 48 auf, die
doseneinwärts ragt. Die Delle 48 liegt dicht an der Verlängerung 35 des unteren Teils
3b des Stems an und nimmt den Druck, der von der Ausbringhilfe auf den Stem ausgeübt
wird, auf. Unter dem Druck biegt sich der Federbügel 40 dosenwärts ein und bewirkt
die Rückstellung des Stems in die geschlossene Position nach Beendigung eines Ausbringvorgangs.
1. Feststoffventil für Druckdosen, insbesondere für die Ausbringung von Montageschäumen,
mit einem Ventilteller (1), einem in dem Ventilteller (1) angeordneten Ventilkörper
(2), einem in einer zentralen Ausnehmung (21) des Ventilkörpers (2) gelagerten Stem
(3) mit wenigstens einer durch Betätigung des Stems (3) freigebbaren Eintrittsöffnung
(33) für den Druckdoseninhalt, wenigstens einer Austrittsöffnung, einem die Eintrittsöffnung
(33) mit der Austrittsöffnung verbindenden Kanal (34), wenigstens einem zwischen dem
Ventilkörper (2) und dem Stem (3) wirkenden Dichtelement (23), sowie einem Federelement
(40), dadurch gekennzeichnet, dass der Stem (3) zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein oberer Teil (3a) mit einem unteren
Teil (3b) form- oder kraftschlüssig verbunden ist, eine umlaufende elastische Membran
(22) den Ventilkörper (2) mit dem oberen Teil (3a) des Stems (3) integral verbindet
und die beiden Teile (3a, 3b) des Stems (3) eine funktionale Einheit bilden, welche
den Kanal (34) aufnimmt.
2. Feststoffventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Membran (22) stufenförmig ausgebildet ist und um den ventilseitigen
Rand des unteren Teils (3b) des Stems (3) verläuft.
3. Feststoffventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem oberen Rand des Ventilkörpers (2) und der elastischen Membran (22) eine
umlaufende Eintiefung (27) angeordnet ist.
4. Feststoffventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Membran (22) eine Flächenreserve aufweist, um eine bei der Betätigung
des Stems (3) auftretende Längung zu kompensieren.
5. Feststoffventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Aufnahme des unteren Teils (3b) eine innen umlaufende Erweiterung aufweist,
in die ein außen umlaufender Wulst (28), des oberen Teils (3a) des Stems (3) formschlüssig
eingreift.
6. Feststoffventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (2) eine dosenseitig umlaufende Dichtlippe (23) aufweist, die mit
einem umlaufenden Vorsprung (3) des unteren Teils (3b) des Stems zusammenwirkt.
7. Feststoffventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper dosenseitig eine Verlängerung (26) aufweist, die den unteren Teil
des Stems (3) umgibt und als Halteelement für das Federelement (40) dient.
8. Feststoffventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (40) ein Federbügel mit zwei Armen ist, von dem die Arme in Aussparungen
(29) am Ventilkörper (2) festgelegt sind.
9. Feststoffventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Federbügel einwärts gebogen ist und zentral eine Auswölbung aufweist, in die
ein zentraler Vorsprung (35) des unteren Teils (3b) des Stems (3) hineinragt und der
der Zentrierung des Stems (3) dient.
10. Feststoffventil nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme des Federelements (40) dosenseitige Ausklinkungen aufweisen, die in die
Ausnehmung des Ventilkörpers eingreifen.
11. Feststoffventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Dichtmanschette (42), die den oberen Teil (3a) des Stems (3) umgibt.
12. Feststoffventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil (3a) des Stems (3) in einem Fixierring (43) endet, wobei der Fixierring
(43) dosenseitig eine umlaufende Nut (44) aufweist, in die ein umlaufender Vorsprung
(45) der Dichtmanschette (42) formschlüssig eingreift.
1. Solid matter valve for pressurized cans, in particular for the dispensing/discharging
of assembly foams, with a valve disk (1), a valve body (2) arranged in the valve disk
(1), a stem (3) mounted in a central cutout (21) of the valve body (2) and having
at least one inlet opening (33) for the contents of the pressurized can, said opening
being cleared by actuation of the stem (3), with at least one discharge opening, a
duct (34) connecting the inlet opening (33) with the discharge opening, at least one
sealing element (23) acting between the valve body (2) and the stem (3), as well as
a spring element (40), characterized in that the stem (3) is designed so as to form two parts, on upper part (3a) being connected
to a lower part (3b) in a form-closed or force-closed manner, a circumferential elastic
diaphragm (22) integrally connecting the valve body (2) to the upper part (3a) of
the stem (3), and the two parts (3a, 3b) of the stem (3) forming a functional unit
which accommodates the duct (34).
2. Solid matter valve according to claim 1, characterized in that the elastic diaphragm (22) has a stepped configuration and extends around the valve-side
edge of the lower part (3b) of the stem (3).
3. Solid matter valve according to claim 1 or 2, characterized in that a circumferential depression (27) is arranged between the upper edge of the valve
body (2) and the elastic diaphragm (22).
4. Solid matter valve according to any one of the preceding claims, characterized in that the flexible diaphragm (22) has a reserve in surface area to compensate for elongation
occurring when the stem (3) is actuated.
5. Solid matter valve according to any one of the preceding claims, characterized in that the central seating area of the lower part (3b) has been provided with an inner circumferential
enlargement with a view to accommodating in a form-closed way an outer circumferential
bead (28) of the upper part (3a) of the stem (3).
6. Solid matter valve according to any one of the preceding claims, characterized in that the valve body (2) has been provided with a circumferential sealing lip (23) on the
can side which interacts with a circumferential projection (31) of the lower part
(3b) of the stem.
7. Solid matter valve according to any one of the preceding claims, characterized in that the valve body has an extension (26) on the can side which surrounds the lower part
of the stem (3) and serves as a retaining element for the spring element (40).
8. Valve body according to claim 7, characterized in that the spring element (40) is a spring clip having two arms, wherein the arms are secured
in recesses (29) on the valve body (2).
9. Solid matter valve according to claim 8, characterized in that the spring clip is bent inwards and has a central bulge into which a central projection
(35) of the lower part (3b) of the stem (3) protrudes and which serves for the centering
of stem (3).
10. Solid matter valve according to claim 8 or 9, characterized in that the arms of the spring element (40) are provided with can-side notched-out elements
engaging in the recess of the valve body.
11. Solid matter valve according to any one of the preceding claims, characterized by a sealing sleeve surrounding the upper part (3a) of the stem (3).
12. Solid matter valve according to claim 11, characterized in that the upper part (3a) of the stem (3) terminates in a fixing ring (43), wherein the
fixing ring (43) having a circumferential groove (44) on the can side, into which
a circumferential projection (45) of the sealing sleeve engages in a form-closed manner.
1. Soupape en matière solide pour des boîtes pressurisées, en particulier pour la distribution
de mousses de montage, avec une tête de soupape (1), un corps de soupape (2) disposé
dans la tête de soupape (1), une tige (3) montée dans un évidement central (21) du
corps de soupape (2), avec au moins une ouverture d'entrée (33) pouvant être dégagée
par l'actionnement de la tige (3) pour le contenu de boîte pressurisée, au moins une
ouverture de sortie, un canal (34) reliant l'ouverture d'entrée (33) à l'ouverture
de sortie, au moins un élément d'étanchéité (23) agissant entre le corps de soupape
(2) et la tige (3), ainsi qu'un élément de ressort (40), caractérisée en ce que la tige (3) est réalisée en deux parties, dans lequel une partie supérieure (3a)
est reliée par complémentarité de forme ou à force à une partie inférieure (3b), une
membrane élastique (22) périphérique relie de manière intégrale le corps de soupape
(2) à la partie supérieure (3a) de la tige (3) et les deux parties (3a, 3b) de la
tige (3) forment une unité fonctionnelle, laquelle reçoit le canal (34).
2. Soupape en matière solide selon la revendication 1, caractérisée en ce que la membrane élastique (22) est réalisée de manière étagée et s'étend autour du bord,
côté soupape, de la partie inférieure (3b) de la tige (3).
3. Soupape en matière solide selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'un renfoncement (27) périphérique est disposé entre le bord supérieur du corps de
soupape (2) et la membrane élastique (22).
4. Soupape en matière solide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la membrane flexible (22) présente une réserve de surface pour compenser un allongement
apparaissant lors de l'actionnement de la tige (3).
5. Soupape en matière solide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le logement central de la partie inférieure (3b) présente un élargissement périphérique
côté intérieur, avec lequel un bourrelet (28) périphérique côté extérieur de la partie
supérieure (3a) de la tige (3) vient en prise par complémentarité de forme.
6. Soupape en matière solide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps de soupape (2) présente une lèvre d'étanchéité (23) périphérique du côté
de la boîte, qui coopère avec une partie faisant saillie (3) périphérique de la partie
inférieure (3b) de la tige.
7. Soupape en matière solide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps de soupape présente côté boîte un prolongement (26), qui entoure la partie
inférieure de la tige (3) et fait office d'élément de maintien pour l'élément de ressort
(40).
8. Soupape en matière solide selon la revendication 7, caractérisée en ce que l'élément de ressort (40) est un étrier de ressort avec deux bras, dont les bras
sont fixés dans des évidements (29) sur le corps de soupape (2).
9. Soupape en matière solide selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'étrier de ressort est cintré vers l'intérieur et présente un bombement convexe
de manière centrale, dans lequel une partie faisant saillie centrale (35) de la partie
inférieure (3b) de la tige (3) dépasse et qui sert au centrage de la tige (3).
10. Soupape en matière solide selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que les bras de l'élément de ressort (40) présentent des encoches côté boîte, qui viennent
en prise avec l'évidement du corps de soupape.
11. Soupape en matière solide selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par un manchon d'étanchéité (42), qui entoure la partie supérieure (3a) de la tige (3).
12. Soupape en matière solide selon la revendication 11, caractérisée en ce que la partie supérieure (3a) de la tige (3) se termine en une bague de blocage (43),
dans laquelle la bague de blocage (43) présente côté boîte une rainure (44) périphérique,
avec laquelle une saillie (45) périphérique du manchon d'étanchéité (42) vient en
prise par complémentarité de forme.