(19)
(11) EP 3 669 021 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.09.2021  Patentblatt  2021/35

(21) Anmeldenummer: 18755914.1

(22) Anmeldetag:  20.07.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D01H 5/66(2006.01)
D01H 5/72(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/IB2018/055406
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2019/034946 (21.02.2019 Gazette  2019/08)

(54)

MEHRFACHDÜSENANSCHLUSS EINER TEXTILMASCHINE, TEXTILMASCHINE UND VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER TEXTILMASCHINE

MULTIPLE NOZZLE JUNCTION OF A TEXTILE MACHINE, TEXTILE MACHINE, AND METHOD FOR OPERATING A TEXTILE MACHINE

RACCORDEMENT À BUSES MULTIPLES D'UNE MACHINE TEXTILE, MACHINE TEXTILE ET PROCÉDÉ POUR FAIRE FONCTIONNER UNE MACHINE TEXTILE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 17.08.2017 CH 10312017

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.06.2020  Patentblatt  2020/26

(73) Patentinhaber: Maschinenfabrik Rieter AG
8406 Winterthur (CH)

(72) Erfinder:
  • KAPPELER, Hanspeter
    9535 Wilen Bei Wil (CH)
  • FARNER, Markus
    8477 Oberstammheim (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 2 573 227
CN-A- 101 275 316
WO-A1-2012/068692
DE-U1- 9 015 353
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Mehrfachdüsenanschluss einer Absaugleitung einer Textilmaschine nach dem unabhängigen Patentanspruches und auf eine damit ausgerüsteten Textilmaschine.

    Stand der Technik



    [0002] Aus der Praxis ist bereits eine Vielzahl von Ausführungen bekannt, wobei zum Kompaktieren (Verdichten) des von einer Streckwerkseinheit abgegebenen Fasergutes (Faserstrang) eine Verdichtungseinrichtung nachgeordnet ist. Im Anschluss an eine solche Verdichtungseinrichtung wird das verdichtete Fasergut, nach Passieren einer Klemmstelle, einer Drallerzeugungsvorrichtung zugeführt. Eine solche Drallerzeugungsvorrichtung besteht z.B. bei einer Ringspinnmaschine aus einem Läufer, der auf einem Ring umläuft, wobei das erzeugte Garn auf eine rotierende Hülse aufgewickelt wird. Als Verdichtungseinrichtungen kommen im Wesentlichen besaugte umlaufende, perforierte Saugtrommeln oder umlaufende, mit Perforationen versehene Riemchen zum Einsatz. Dabei wird unter Verwendung von entsprechenden Einsätzen innerhalb der Saugtrommel, bzw. innerhalb der umlaufenden Riemchen ein spezieller Saugbereich auf dem Verdichtungselement definiert. Derartige Einsätze können dabei z.B. mit entsprechend geformten Saugschlitzen versehen werden, an welche ein Unterdruck angelegt wird, wodurch eine entsprechende Luftströmung an der Peripherie des jeweiligen Verdichtungselementes erzeugt wird. Durch diese Luftströmung, welche im Wesentlichen quer zur Transportrichtung des Fasergutes ausgerichtet ist, werden insbesondere abstehende Fasern in das Garn mit eingebunden.

    [0003] Bei den bekannten Lösungen wird das von der Streckwerkseinheit abgegebene Fasergut oberhalb oder auch unterhalb der verwendeten Verdichtungsvorrichtungen geführt. Insbesondere beim Einsatz an einer Ringspinnmaschine ist es erforderlich, im Anschluss an die Saugzone eine zusätzliche Klemmstelle vorzusehen, um eine Drallsperrung zu erhalten.

    [0004] Derartige solche Einrichtungen sind beispielsweise in den Veröffentlichungen EP947614B1, DE102005010903A1, DE19846268C2, EP1612309B1, DE10018480A1 oder der CN1712588A gezeigt und beschrieben worden. Bei den zuvor genannten Veröffentlichungen handelt es sich im Wesentlichen um Verdichtungseinrichtungen, welche im Anschluss an das jeweilige Streckwerk fest installiert sind. Der Antrieb dieser Verdichtungseinrichtungen erfolgt teilweise über spezielle, über die Länge der Spinnmaschine angeordnete Antriebswellen, welche entweder mit einer Saugwalze oder einem umlaufenden Riemchen in Antriebsverbindung stehen oder über fest installierte Antriebsverbindung zu entsprechend angeordneten Druckwalzen der Verdichtungseinrichtung.

    [0005] CN101275316 umfasst eine Luftzugvorrichtung mit einem Baumwollsaug-Windrohr, einem Aggregationsrohr, einem Baumwollsaugrohr und einem Mehrkanal-Verbindungsrohr, wobei Kanäle an einer Seite des Mehrkanal-Verbindungsrohrs mit dem Baumwollsaug-Windrohr verbunden sind. Einer der Kanäle auf der anderen Seite des Mehrkanal-Verbindungsrohrs is mit dem Baumwollsaugrohr verbunden. Die anderen Kanäle sind mit dem Aggregatrohr verbunden.

    [0006] EP2573227 offenbart ein Streckwerk, eine Spinneinheit und eine Spinnmaschine. DE9015353U1 offenbart eine Vorrichtung zum Absaugen von Fasermaterial an Textilmaschinen. Mehrere Ansaugkanäle sind dabei zu einer Absaugflöte verbunden.

    [0007] In der Praxis besteht die Forderung vorhandene Spinnmaschinen mit einer herkömmlichen Streckwerkseinheit mit einer solchen Verdichtungsvorrichtung nachzurüsten, um sich auch bei diesen Maschinen die Möglichkeit der Herstellung von qualitativ hochwertigen Garnen zu sichern. Es wurden deshalb Vorrichtungen vorgeschlagen, mit welchen herkömmliche Streckwerke mit einer solchen Verdichtungsvorrichtung nachgerüstet werden können. Eine solche ist beispielsweise aus der DE10227463C1 zu entnehmen, wobei die Stanze der Streckwerkseinheit verlängert wird, um eine zusätzliche Antriebswalze zu lagern. Die Antriebswalze, die sich über die ganze Länge der Spinnmaschine erstreckt, ist für den Antrieb der nachgerüsteten Verdichtungsvorrichtung vorgesehen. Die Anbringung und Installation einer solchen Nachrüstung ist sehr zeitaufwändig und unflexibel, d.h. bei einem gewünschten Rückbau auf ein normales Streckwerk ohne Verdichtungseinrichtung ist wiederum ein sehr hoher Zeitaufwand notwendig.

    [0008] In der veröffentlichten DE10050089A1 wird eine Ausführung mit einer Verdichtungsvorrichtung gezeigt, welche für den nachträglichen Anbau an eine konventionelle Streckwerkseinrichtung vorgesehen ist.

    [0009] Aus der CN2851298Y ist eine Vorrichtung bekannt, wobei eine Verdichtungswalze mit einer Drehungssperrwalze in einem Lagerelement aufgenommen werden, welches über eine Platte über Schrauben mit einem verschwenkbaren Belastungsarm einer Streckwerksvorrichtung verbunden wird. In montierter und verriegelter Stellung wird hierbei der Antrieb über Friktion von einer direkt mit einem Antrieb verbundenen Ausgangswalze und der ihr zugeordneten Druckwalze auf die Verdichtungswalze und die Drehungssperrwalze übertragen. Die hier gezeigte Verdichtungsvorrichtung ist ebenfalls für den nachträglichen Anbau an bestehende Streckwerkseinrichtungen von Spinnmaschinen ohne Verdichtung vorgesehen. Die Anbringung der hier gezeigten Verdichtungseinheit an eine bestehende Streckwerkseinheit über eine Schraubverbindung, sowie das Einfädeln bei der Achse der Druckwalze ist relativ zeitaufwendig und erfordert eine zusätzliche Einjustierung der Abstände. Zusätzlich muss auch die Verbindung zu einer Unterdruckquelle separat hergestellt werden.

    [0010] Bei den zuvor beschriebenen Ausführungen werden die Saugelemente, welche einem definierten Verdichtungsbereich zum Komprimieren des Fasergutes zugeordnet sind, über zusätzlich angeordnete Leitungen, die mit einer Unterdruckquelle verbunden sind, mit einem Unterdruck beaufschlagt.

    [0011] Zur Vereinfachung derartiger Verdichtungsvorrichtungen, wobei eine einfache und schnelle Installation an konventionelle Streckwerkseinheiten ermöglicht wird, ohne dass zusätzliche Antriebselemente installiert werden müssen, wird in der WO2012068692A1 eine Ausführung vorgeschlagen, wobei das Verdichtungselement in Form einer Saugtrommel und die Klemmwalze an einem Tragelement drehbeweglich gelagert sind. Das Tragelement ist über Befestigungsmittel an der Spinnmaschine demontierbar befestigt. Um eine Antriebsverbindung zwischen den Streckwerkswalzen und der demontierbar angebrachten Verdichtungsvorrichtung herzustellen, wird die Verdichtungsvorrichtung über das Tragelement um eine Schwenkachse in Richtung des Ausgangswalzenpaares des Streckwerks verschwenkt, wobei jeweils ein koaxial auf der jeweiligen Saugtrommel befestigtes Reibrad mit der Unterwalze des Ausgangswalzenpaares des Streckwerks eine Reibschlussverbindung (über Friktion) einnimmt. Über entsprechend angeordnete Federelemente (z. B. am Belastungsarm des Streckwerks) wird die Verdichtungsvorrichtung in dieser Antriebsverbindung gehalten. Um den Antrieb der Verdichtungsvorrichtung flexibler zu gestalten schlägt WO2012068692A1 weiter vor, zwischen dem Antriebselement des Verdichtungselementes der ersten Getriebestufe und dem Verdichtungselement eine zweite Getriebestufe vorzusehen.

    [0012] Nachteilig an dieser Ausführungsform ist jedoch, dass die Umrüstung der Textilmaschine von einer Verdichtungsvorrichtung zu einer konventionellen Fadenabsaugung relativ kosten- und zeitintensiv ist.

    Darstellung der Erfindung



    [0013] Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zu Grunde, die aus WO2012068692A1bekannte Verdichtungsvorrichtungen für zwei nebeneinander angeordnete Streckwerkseinheiten zu vereinfachen und zu verbessern, um eine einfache Umrüstung von einer Verdichtungsvorrichtung zu einer konventionellen Fadenabsaugung zu erreichen.

    [0014] Insbesondere wird diese Aufgabe durch eine Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss und entweder einer Absaugvorrichtung oder einer Verdichtungsvorrichtung gemäß dem Anspruch 1 gelöst.

    [0015] Diese erfindungsgemässe Ausführungsform ist vorteilhaft, da eine einfache Umrüstung der Maschine möglich ist. Weiter können vorteilhaft zwischen dem Anschlussstutzen und der Verdichtungsvorrichtung oder der Absaugvorrichtung ein Abstandhalter und eine Dichtung vorhanden sein, die eine Ausrichtung und eine Abdichtung der Verdichtungsvorrichtung oder der Absaugvorrichtung erlauben.

    [0016] Lösbar und schwenkbar um eine Achse gehalten werden die Verdichtungsvorrichtung bzw. die Absaugrohrvorrichtung durch einen Halter des Mehrfachdüsenanschlusses. Der Halter kann aus zwei beabstandeten Halteelementen, wobei die Verdichtungsvorrichtung zwei seitliche Hervorhebungen und die Absaugrohrvorrichtung eine rundes Verbindungselement zum Verbinden mit den beabstandenten Halteelementen aufweist. Es kann sich dabei um eine Klipp-Verbindung handeln. Durch zwei Rastnasen, die in Verbindung mit Öffnungen in den Halteelementen stehen, kann die Absaugvorrichtung zwei Positionen einnehmen, wobei in einer oberen Position die Absaugrohre rechtwinklig zum Absaugkanal bzw. in einer Flucht mit dem Mehrfachdüsenanschluss ausgerichtet sind und in einer unteren Position die Absaugrohre im Vergleich zur oberen Position nach unten geneigt sind. Die Halteelemente können vorteilhaft an einem Halteprofil der Textilmaschine befestigt sein.

    [0017] Die Aufgabe wird auch gelöst durch eine Textilmaschine, die insbesondere Ringspinnmaschine ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine erfindungsgemäße Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss und einer Absaugvorrichtung oder einer Verdichtungsvorrichtung aufweist.

    [0018] Gemäß einer Ausführungsform der ersten Variante der Erfindung ist an den Mehrfachdüsenanschluss eine Verdichtungsvorrichtung angeschlossen, die folgende Merkmale umfasst
    • zwei Saugtrommeln, wobei jeweils eine Saugtrommel einem Ausgangswalzenpaar einer Streckwerkseinheit der Textilmaschine zuordenbar ist, wobei das Ausgangswalzenpaar aus einer Ausgangsunterwalze und einer Ausgangsoberwalze besteht;
    • wobei die Saugtrommeln auf einer, an einem Tragelement befestigten Welle mit einem Lager drehbar gelagert sind;
    • wobei innerhalb des Tragelementes ein Saugkanal verläuft,
    • wobei die Saugtrommeln jeweils ein Antriebselement aufweisen, das in Betriebsstellung mit der Ausgangsunterwalze eine Antriebsverbindung bildet, und
    • wobei am Tragelement zwei Klemmwalzen drehbar auf einer gemeinsamen Achse mittig in einer Lagerung gelagert sind, wobei jede der Klemmwalzen zur Bildung einer Klemmlinie jeweils auf dem Aussenumfang einer der beiden Saugtrommeln unter Einwirkung einer Federbelastung aufliegen,
    • wobei jeweils eine Saugtrommel dem Ausgangswalzenpaar einer Streckwerkseinheit zugeordnet ist,
    • wobei am Tragelement zwei Klemmwalzen drehbar auf einer gemeinsamen Achse mittig gelagert sind, und
    • wobei jede der Klemmwalzen zur Bildung einer Klemmlinie jeweils auf dem Aussenumfang einer der beiden Saugtrommeln unter Einwirkung einer Federbelastung aufliegen.


    [0019] Gemäß einer Ausführungsform der zweiten Variante der Erfindung ist an den Mehrfachdüsenanschluss alternativ eine Absaugvorrichtung anschliessbar, welche folgende Merkmale umfasst:
    zwei beabstandete Absaugrohre, die durch mindestens ein Verbindungselement miteinander verbunden sind; und eine zentrale Platte, mit welchen ein mittlerer Anschluss des Anschlussstutzens verschliessbar ist. Vorteilhaft sind die Verdichtungsvorrichtung bzw. die Absaugrohrvorrichtung weiter durch den Halter des Mehrfachdüsenanschlusses lösbar und schwenkbar um eine Achse gehalten, wobei der Halter aus zwei beabstandeten Elementen besteht und an einem Halteprofil befestigbar ist, wobei die Absaugrohrvorrichtung zwei verschiedene Positionen einnehmen kann.

    [0020] Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur lösbaren Befestigung der Verdichtungsvorrichtung oder der Absaugrohrvorrichtung an dem Mehrfachdüsenanschluss einer Ringspinnmaschine.

    [0021] Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand eines nachfolgend beschriebenen und gezeigten Ausführungsbeispiels zu entnehmen.

    Kurze Beschreibung der Figuren



    [0022] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert, wobei
    Fig. 1
    eine schematische Seitenansicht eines einer Spinnstelle einer Ringspinnmaschine;
    Fig. 2
    ein erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss mit angeschlossener Absaugrohrvorrichtung;
    Fig. 3
    ein erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss mit angeschlossener Verdichtungsvorrichtung; und
    Fig. 4
    einen Schnitt durch den Mehrfachdüsenanschluss mit angeschlossener Absaugvorrichtung gemäss der Linie A-A in der Fig. 2;
    darstellen. Es werden nur für die Erfindung wichtigen Merkmale dargestellt. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in unterschiedlichen Figuren gleiche Merkmale.

    Wege zur Ausführung der Erfindung



    [0023] Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Spinnstelle 1 einer Spinnmaschine (Ringspinnmaschine) mit einer Streckwerkseinheit 2, welche mit einem Eingangswalzenpaar 3, 4, einem Mittelwalzenpaar 5, 6 und einem Ausgangswalzenpaar 7, 8 versehen ist. Um die Mittelwalzen 5, 6 ist jeweils ein Riemchen 12, 13 geführt, die jeweils um einen nicht näher gezeigten Käfig in ihrer dargestellten Lage gehalten werden. Die oberen Walzen 4, 6, 8 der genannten Walzenpaare sind als Druckwalzen ausgeführt, welche über die Achsen 4a, 6a, 8a an einem schwenkbar gelagerten Druckarm 10 drehbeweglich gelagert sind. Einem Druckarm 10 sind zwei benachbarten Streckwerkseinheiten 2 (Zwillingsstreckwerk) zugeordnet. Der Druckarm 10 ist um eine Achse 15 schwenkbar gelagert und wird, wie schematisch dargestellt, über ein Federelement 9 beaufschlagt. Dieses Federelement kann beispielsweise auch ein Luftschlauch sein. Über die schematisch gezeigte Federbelastung werden die Walzen 4, 6, 8 gegen die unteren Walzen 3, 5 und 7 der Walzenpaare gedrückt. Die Walzenpaare 3, 5, 7 werden über einen nicht gezeigten Antrieb angetrieben. Dabei können Einzelantriebe, wie auch andere Antriebsformen (Zahnräder, Zahnriemen, usw.) eingesetzt werden. Über die angetriebenen Unterwalzen 3, 5, 7 werden die Druckwalzen 4, 6, 8, bzw. das Riemchen 13 über das Riemchen 12 über Friktion angetrieben. Die Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Walze 5 ist etwas höher als die Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Walze 3, sodass das der Streckwerkeinheit 2 zugeführte Fasergut 11 in Form einer Lunte zwischen dem Eingangswalzenpaar 3, 4 und dem Mittenwalzenpaar 5, 6 einem Vorverzug unterworfen wird. Der Hauptverzug des Fasergutes 11 erfolgt zwischen dem Mittenwalzenpaar 5, 6 und dem Ausgangswalzenpaar 7, 8, wobei die Ausgangswalze 7 eine wesentlich höhere Umfangsgeschwindigkeit als die Mittenwalze 5 aufweist.

    [0024] Das von dem jeweiligen Ausgangswalzenpaar 7, 8 abgegebene verstreckte Fasergut 11 wird nach unten abgelenkt und gelangt in den Bereich einer Saugzone 16 einer nachfolgenden Saugtrommel 17, die Teil der erfindungsgemässen Verdichtungsvorrichtung 46b ist. Die jeweilige Saugtrommel 17 ist mit auf ihrem Umfang verlaufenden Perforationen, bzw. Öffnungen 39 versehen. Im Anschluss an die Saugzone 16 ist für jede der Saugtrommeln 17 eine Klemmwalze 18 vorgesehen, die über eine Druckbelastung auf der jeweiligen Saugtrommel 17 aufliegt und mit dieser eine Klemmlinie bildet. Dabei ist die jeweilige Klemmwalze 18 auf einer Achse 19 drehbar gelagert, welche in einem Führungsschlitz 20 einer U-förmigen Aufnahme eines Druckarmes 21 gehalten wird. Die Achse 19 ist innerhalb des Führungsschlitzes 20 quer zu ihrer Längsachse verschiebbar gelagert. In den Führungsschlitz 20 ragt durch eine Öffnung des Druckarmes 21 ein Stössel, welcher auf dem Aussenumfang der Achse 19 aufsitzt und von einer schematisch gezeigten Druckfeder 22 beaufschlagt wird. Die Öffnung ist etwa mittig am Ende des Führungsschlitzes 20 angebracht und mündet in einen, im Wesentlichen geschlossenen Hohlraum des Druckarmes 21, in welchem die Druckfeder 22 angeordnet ist. Diese stützt sich am geschlossenen Ende des Hohlraumes ab und liegt mit dem gegenüberliegenden Ende auf einem Kopf des Stössels auf.

    [0025] Der Druckarm 21 wird schwenkbar um eine, an seinem Ende angebrachte Achse in einem Lagerelement gelagert. In dieser Schwenkstellung werden die Achsen über eine schematisch in Fig.1 gezeigte Anschlagkante quer zu ihrer Schwenkachse am Ende einer jeweiligen Führung gehalten. Über die Kraft der Druckfeder 22 werden dann die am Druckarm 21 drehbar gelagerten Klemmwalzen 18 gegen die jeweilige Saugtrommel 17 belastet, wobei die Klemmlinie entsteht. Der Druckarm 21 wird über Totpunkt verschwenkt, bis er auf einem Anschlag aufliegt. In dieser Stellung befindet sich die Achse 19 der Klemmwalzen 18 unterhalb der Ebene, die durch die Schwenkachse und die Mittelachse der Saugtrommeln 17 verläuft, d.h. die Klemmwalze 33 wird über Totpunkt in dieser Lage gehalten. Weitere Details in Bezug auf die Anbringung und Ausführung der Klemmwalzen 18 können aus der CH705308 entnommen werden.

    [0026] Anschliessend wird der Druckhebel 10 um seine Schwenkachse 15 von einer gestrichelt gezeichneten oberen Lage in eine untere Lage verschwenkt, in welcher über eine, mittels Schrauben 23 am Druckhebel 10 befestigte Blattfeder 24 und den an der Blattfeder befestigten Steg 25 eine Druckkraft auf die Verdichtungsvorrichtung 46b in Richtung der Walze 7 ausgeübt wird. Über ein weiter unten beschriebenes Antriebselement 40 wird die damit verbundene Saugtrommel 17 über Friktion von der Walze 7 angetrieben.

    [0027] In dieser "Betriebsstellung" wird das vom Streckwerk 2 verzogene und abgegebene Fasergut 11 der nachfolgenden Saugzone 16 der jeweiligen Saugtrommel 17 zugeführt und in bekannter Weise unter dem Einfluss des erzeugten Saugluftstromes verdichtet. Oberhalb der Saugzone 16 kann noch ein im Abstand angeordneter Umlenkschirm angebracht sein, wie beispielsweise in der DE4426249 gezeigt und beschrieben wird. In dieser Veröffentlichung ist auch der Ablauf der Verdichtung des Fasergutes beschrieben.

    [0028] Zur Erzeugung des benötigten Unterdruckes im Bereich der Saugzone 16 ist eine Unterdruckquelle 26 vorgesehen, die mit einem zentralen Absaugkanal 27 in Verbindung steht. Der Absaugkanal 27 steht über eine Leitung 28, einen flexiblen Mehrfachdüsenanschluss 29 mit dem jeweiligen, in Richtung des Absaugkanals 27 ragenden Ende des Saugkanals 31 der Verdichtungsvorrichtung 46b, in Verbindung. Durch die Flexibilität des Mehrfachdüsenanschlusses 29 wird die Schwenkbarkeit der Verdichtungsvorrichtung 46b um eine Achse ermöglicht. Die Verdichtungseinrichtung 46b weist zu diesem Zweck zwei seitliche Hervorhebungen 30 auf, die in einen in Bezug auf Fig. 2 erläuterten Halter eingreifen. Der schematisch gezeigte Mehrfachdüsenanschluss 29 kann derart ausgebildet sein, so dass es beim Zusammenfügen zweier Halbschalen formschlüssig und nach aussen hin dicht mit einem gebildeten Saugkanal 31 verbunden wird. Die Konstruktion und das Zusammensetzen der Halbschalen bei einem solchen Tragelement sind aus der WO2012068692A1 bekannt. Die Spinnmaschine kann vorteilhaft mit der Verdichtungsvorrichtung 46b nachgerüstet werden. Der Aufbau, die Funktionsweise und Vorteile des erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschlusses 29 wird in Fig. 2 näher erläutert.

    [0029] Die durch die Klemmwalze 18 erzeugte Klemmlinie bildet gleichzeitig einen so genannten "Drehungssperrspalt", von welchem das Fasergut 11 in der Förderrichtung in Form eines komprimierten Garnes 32 unter Drehungserteilung einer schematisch ge-zeigten Ringspinneinrichtung zugeführt wird. Diese ist mit einem Ring 33 und einem Läufer 34 versehen, wobei das Garn auf eine Hülse 35 zur Bildung einer Spule 36 (Kops) aufgewickelt wird. Zwischen der Klemmlinie und dem Läufer 34 ist ein Fadenführer 37 angeordnet. Der Ring 33 ist an einem Ringrahmen 38 befestigt, welcher während dem Spinnprozess eine Auf- und Abbewegung durchführt.

    [0030] Fig. 2 und Fig. 3 zeigen den erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss 29. Er dient zum alternativen Anschluss einer Verdichtungsvorrichtung 46b, wie sie in Fig. 1 in Zusammenhang mit einer Ringspinnmaschine erläutert wurde, oder zum Anschluss einer Absaugrohrvorrichtung 46a an den Absaugkanal 27 der Ringspinnmaschine.

    [0031] Fig. 2 zeigt den erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss 29 mit einer angeschlossenen Absaugrohrvorrichtung 46a an den Absaugkanal 27 der Ringspinnmaschine. Die Absaugvorrichtung 46a besteht aus zwei, nebeneinander angeordneten Absaugrohren 47, die über ein zentrales, rundes Verbindungselement 50 verbunden sind. Eine zweite Verbindung zwischen zwei Absaugrohren 47 befindet sich am vorderen Ende der Absaugrohrvorrichtung 46a. Der universelle Mehrfachdüsenanschluss 29 weist einen Anschlussstutzen 42 mit drei, nebeneinander gelegenen Anschlüssen 43 auf, die je nach angeschlossener Vorrichtung verwendet werden. Zwischen den Anschlüssen 43 und der Vordichtungsvorrichtung oder der Absaugrohrvorrichtung 46a befinden sich ein Adapter bzw. Abstandshalter 44, der mit den Anschlüssen 43 des Anschlussstutzens 42 verbunden werden kann, und eine Dichtung 45. Die Verdichtungsvorrichtung 46b ist mit dem mittleren Anschluss 43 verbindbar, wobei die seitlichen Anschlüsse 43 verschlossen werden. Eine Absaugrohrvorrichtung 46a ist mit den seitlichen Anschlüssen 43 verbindbar, wobei dann der mittlere Anschluss 43 durch eine Platte 48 verschlossen wird.

    [0032] Die Verdichtungsvorrichtung 46b (Fig. 1, 3) bzw. die Absaugrohrvorrichtung 46a (Fig. 2) sind durch einen Halter des Mehrfachdüsenanschlusses 29 lösbar gehalten. Der Halter besteht in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus zwei beabstandeten Halteelementen 49. Die Absaugrohrvorrichtung 46a greift mit dem runden Verbindungselement 50 in die beabstandeten Halteelementen 49 ein, es besteht eine lösbare Verbindung, beispielsweise eine Klipp-Verbindung. Die Halteelemente 49 sind an einem Halteprofil 51 der Textilmaschine befestigt und halten gleichzeitig den Adapter bzw. Abstandshalter 44 fest.

    [0033] Fig. 3 zeigt den erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss 29 mit einer angeschlossenen Verdichtungsvorrichtung 46b, wie sie in Fig. 1 in Zusammenhang mit einer Ringspinnmaschine erläutert wurde. Der universelle Mehrfachdüsenanschluss 29 entspricht der Ausführung der Fig. 2, er weist die drei Anschlussstutzen 42 mit den drei, nebeneinander gelegenen Anschlüssen 43 auf. Zwischen den Anschlüssen 43 und der Vordichtungsvorrichtung oder der Absaugrohrvorrichtung 46a befinden sich ein Adapter bzw. Abstandshalter 44, der mit den Anschlüssen 43 des Anschlussstutzens 42 verbunden werden kann, und eine Dichtung 45. Zu Befestigungszwecken weist die Verdichtungsvorrichtung 46b zwei seitliche Hervorhebungen 30 auf, die in die zwei Elemente 49 des Halters eingreifen. Die Verdichtungsvorrichtung 46b ist mit dem mittleren Anschluss 43 verbindbar, wobei dann die seitlichen Anschlüsse 43 durch Platten 48 verschlossen sind.

    [0034] Fig. 4 zeigt einen Schnitt A-A durch den Mehrfachdüsenanschluss 29 mit angeschlossener Absaugvorrichtung gemäss Fig. 2. Die Verdichtungsvorrichtung 46b und die Absaugrohrvorrichtung 46a sind um die erwähnte Achse schwenkbar und können so durch eine Dreh- bzw. Kippbewegung lösbar an dem Anschlusstutzen 42 befestigt werden. Durch zwei Rastnasen 52 kann die Absaugvorrichtung 46a zwei Positionen einnehmen, wobei in einer oberen Position die Absaugrohre 47 rechtwinklig zum Absaugkanal bzw. in einer Flucht mit dem Mehrfachdüsenanschluss ausgerichtet sind und in einer unteren Position die Absaugrohre 47 im Vergleich zur oberen Position leicht nach unten geneigt sind (nicht dargestellt).

    [0035] Die erfindungsgemässe Ausführungsform ist vorteilhaft, da eine einfache Umrüstung der Maschine möglich ist. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur lösbaren Befestigung der Verdichtungsvorrichtung 46b oder der Absaugrohrvorrichtung 46a an dem Mehrfachdüsenanschluss 29 einer Textilmaschine, insbesondere Ringspinnmaschine.

    Bezugszeichenliste



    [0036] 
    1
    Spinnstelle
    2
    Streckwerkseinheit
    3
    Eingangsunterwalze
    4
    Eingangsoberwalze
    4a
    Achse
    5
    Mittelunterwalze
    6
    Mitteloberwalze
    6a
    Achse
    7
    Ausgangsunterwalze
    7a
    Achse
    8
    Ausgangsoberwalze
    8a
    Achse
    9
    Federelement
    10
    Druckarm
    11
    Faserlunte
    12
    Riemchen
    13
    Riemchen
    14
    Saugzone
    15
    Achse
    16
    Saugzone
    17
    Saugtrommel
    18
    Klemmwalze
    19
    Achse der Klemmwalzen 18
    20
    Führungsschlitz / Lagerung
    21
    Druckarm
    22
    Druckfeder
    23
    Schrauben
    24
    Blattfeder
    25
    Steg
    26
    Unterdruckquelle
    27
    Absaugkanal
    28
    Leitung
    29
    Kupplungselement
    30
    Hervorhebung
    31
    Saugkanal
    32
    Garn
    33
    Ring
    34
    Ringläufer
    35
    Kops
    36
    Spule
    37
    Fadenführer
    38
    Ringrahmen
    39
    Öffnungen
    40
    Reibrad, Antriebsrad
    41
    Tragelement
    42
    Anschlussstutzen
    43
    Anschluss
    44
    Abstandshalter
    45
    Dichtung
    46a
    Absaugrohrvorrichtung
    46b
    Verdichtungsvorrichtung
    47
    Absaugrohr
    48
    Platte
    49
    Halteelement
    50
    rundes Verbindungselement
    51
    Halteprofil
    52
    Rastnasen



    Ansprüche

    1. Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss (29) und entweder einer Absaugvorrichtung (46a) oder einer Verdichtungsvorrichtung (46b), wobei der Mehrfachdüsenanschluss (29) an einen Absaugkanal (27) einer Textilmaschine, insbesondere einer Ringspinnmaschine, anschliessbar ist, umfassend einen Anschlussstutzen (42) zum alternativen Anschluss der Verdichtungsvorrichtung (46b) oder der Absaugrohrvorrichtung (46a) mit mindestens einem Absaugrohr (47) an den Absaugkanal (27) der Textilmaschine, wobei der Anschlussstutzen (42) drei nebeneinander gelegene Anschlüsse (43) aufweist, wobei alternativ die Verdichtungsvorrichtung (46b) mit dem mittleren Anschluss (43) lösbar verbunden ist, wobei die seitlichen Anschlüsse (43) verschlossen sind, oder die Absaugrohrvorrichtung (46a), die zwei Absaugrohre (47) aufweist, mit den seitlichen Anschlüssen (43) lösbar verbunden ist, wobei der mittlere Anschluss (43) verschlossen ist.
     
    2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugrohrvorrichtung (46a) zwei verschiedene Positionen einnehmen kann, wobei in einer ersten Position das oder die Absaugrohre (47) in einer Flucht mit dem Mehrfachdüsenanschluss ausgerichtet sind und in einer zweiten Position das oder die Absaugrohre (47) im Vergleich mit der oberen Position nach unten geneigt sind.
     
    3. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Anschlussstutzen (42) und der Verdichtungsvorrichtung (46b) oder der Absaugvorrichtung (46a) ein Abstandhalter (44) und eine Dichtung (45) vorhanden sind.
     
    4. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungsvorrichtung (46b) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) durch einen Halter des Mehrfachdüsenanschlusses (29) lösbar und schwenkbar um eine Achse gehalten sind, welcher Halter aus zwei beabstandeten Halteelementen (49) besteht, wobei die Verdichtungsvorrichtung (46b) zwei seitliche Hervorhebungen (30) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) ein zentrales Verbindungselement (50) zum lösbaren Verbinden mit den beabstandeten Halteelementen (49) aufweist.
     
    5. Kombination nach dem vorausgegangen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (49) an einem Halteprofil (51) der Textilmaschine befestigbar sind.
     
    6. Textilmaschine, insbesondere Ringspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss (29) und entweder einer Absaugvorrichtung (46a) oder einer Verdichtungsvorrichtung (46b) gemäss einem der vorrangegangene Ansprüche aufweist, umfassend einen Anschlussstutzen (42) zum alternativen Anschluss der Verdichtungsvorrichtung (46b) oder der Absaugrohrvorrichtung (46a) mit mindestens einem Absaugrohr (47) an den Absaugkanal (27) der Textilmaschine, wobei der Anschlussstutzen (42) drei, nebeneinander gelegene Anschlüsse (43) aufweist, wobei alternativ die Verdichtungsvorrichtung (46b) mit mittleren Anschluss (43) lösbar verbunden ist, wobei die seitlichen Anschlüsse (43) verschlossen sind, oder wobei eine Absaugrohrvorrichtung (46a), die zwei Absaugrohre (47) aufweist, mit den seitlichen Anschlüssen (43) lösbar verbunden ist, wobei der mittlere Anschluss (43) verschlossen ist.
     
    7. Textilmaschine nach dem vorrangegangen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den Anschlussstutzen (42) die Verdichtungsvorrichtung (46b) lösbar anschliessbar ist, umfassend

    • zwei Saugtrommeln (17), wobei jeweils eine Saugtrommel (17) einem Ausgangswalzenpaar (7, 8) einer Streckwerkseinheit (2) der Textilmaschine zuordenbar ist, wobei das Ausgangswalzenpaar (7, 8) aus einer Ausgangsunterwalze (7) und einer Ausgangsoberwalze (8) besteht;

    • wobei die Saugtrommeln (17) auf einer, an einem Tragelement (41) befestigten Welle mit einem Lager drehbar gelagert sind;

    • wobei innerhalb des Tragelementes (41) ein Saugkanal (31) verläuft,

    • wobei die Saugtrommeln (17) jeweils ein Antriebselement (40) aufweisen, das in Betriebsstellung mit der Ausgangsunterwalze (7) eine Antriebsverbindung bildet, und

    • wobei am Tragelement (41) zwei Klemmwalzen (18) drehbar auf einer gemeinsamen Achse (19) mittig in einer Lagerung (20) gelagert sind, wobei jede der Klemmwalzen (18) zur Bildung einer Klemmlinie jeweils auf dem Aussenumfang einer der beiden Saugtrommeln (17) unter Einwirkung einer Federbelastung aufliegen,

    • wobei jeweils eine Saugtrommel (17) dem Ausgangswalzenpaar (7, 8) einer Streckwerkseinheit (2) zugeordnet ist,

    • wobei am Tragelement (42) zwei Klemmwalzen (18) drehbar auf einer gemeinsamen Achse (19) mittig gelagert sind, und

    • wobei jede der Klemmwalzen (18) zur Bildung einer Klemmlinie jeweils auf dem Aussenumfang einer der beiden Saugtrommeln (17) unter Einwirkung einer Federbelastung aufliegen.


     
    8. Textilmaschine nach einem der vorrangegangen Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass an den Anschlussstutzen (42) die Absaugrohrvorrichtung (46a) lösbar anschliessbar ist, umfassend

    • zwei beabstandete Absaugrohre (47), die durch mindestens ein Verbindungselement (50) miteinander verbunden sind; und

    • eine zentrale Platte (48), mit welchen ein mittlerer Anschluss (43) des Anschlussstutzens (42) verschliessbar ist.


     
    9. Textilmaschine nach einem der vorrangegangen Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Verdichtungsvorrichtung (46b) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) durch einen Halter mit zwei Haltelementen (49) lösbar am Mehrfachdüsenanschluss (29) gehalten sind.
     
    10. Textilmaschine nach dem vorrangegangen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Verdichtungsvorrichtung (46b) bzw. die Absaugrohrvorrichtung (46a) durch den Halter lösbar gehalten sind, wobei die Verdichtungsvorrichtung (46b) zwei seitliche Hervorhebungen (30) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) ein zentrales Verbindungselement (50) zum Verbinden mit den beabstandeten Haltelementen (49) aufweist.
     
    11. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungsvorrichtung (46b) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) durch den Halter des Mehrfachdüsenanschlusses (29) lösbar und schwenkbar um eine Achse gehalten sind, welcher Halter aus zwei beabstandeten Halteelementen (49) besteht und an einem Halteprofil (51) befestigbar ist, wobei die Absaugrohrvorrichtung (46a) zwei verschiedene Positionen einnehmen kann.
     
    12. Textilmaschine nach einem der vorrangegangen Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen der Verdichtungsvorrichtung (46b) oder der Absaugrohrvorrichtung (46a) und einem Anschlussstutzen (42) ein Abstandhalter (44) und eine Dichtung (45) befinden.
     
    13. Verfahren zum Betreiben einer Textilmaschine, insbesondere Ringspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss (29) und entweder einer Absaugvorrichtung (46a) oder einer Verdichtungsvorrichtung (46b) gemäss einem der vorrangegangenen Ansprüche 1 bis 5 aufweist, umfassend den Verfahrensschritt lösbare Befestigung der Verdichtungsvorrichtung oder der Absaugrohrvorrichtung (46a) an dem Mehrfachdüsenanschluss (29).
     


    Claims

    1. Combination of a multiple nozzle connector (29) and either a suction device (46a) or a compaction device (46b), wherein the multiple nozzle connector (29) is connectable to a suction channel (27) of a textile machine, in particular a ring spinning machine, comprising a connecting piece (42) for alternative connection of the compaction device (46b) or the suction tube device (46a) to the suction channel (27) of the textile machine via at least one suction tube (47), wherein the connecting piece (42) has three connectors (43) located next to one another, wherein, alternatively, the compaction device (46b) is detachably connected to the central connector (43), wherein the lateral connectors (43) are closed, or the suction tube device (46a), which has two suction tubes (47), is detachably connected to the lateral connectors (43), wherein the central connector (43) is closed.
     
    2. Combination according to claim 1, characterized in that the suction tube device (46a) can assume two different positions, the suction tube or tubes (47) being aligned with the multiple nozzle connector in a first position and the suction tube or tubes (47) being inclined downward in comparison with the upper position in a second position.
     
    3. Combination according to either of claims 1 to 2, characterized in that a spacer (44) and a seal (45) are present between the connecting piece (42) and the compaction device (46b) or the suction device (46a).
     
    4. Combination according to any of claims 1 to 3, characterized in that the compaction device (46b) and the suction tube device (46a) are held by a holder of the multiple nozzle connector (29) in a detachable manner and so as to be pivotable about an axis, which holder consists of two spaced-apart holding elements (49, the compaction device (46b) having two lateral protrusions (30) and the suction tube device (46a) having a central connecting element (50) for releasable connection to the spaced-apart holding elements (49).
     
    5. Combination according to the preceding claim, characterized in that the holding elements (49) can be fastened to a holding profile (51) of the textile machine.
     
    6. Textile machine, in particular a ring spinning machine, characterized in that said textile machine has a combination of a multiple nozzle connector (29) and either a suction device (46a) or a compaction device (46b) according to any of the preceding claims, comprising a connecting piece (42) for alternative connection of the compaction device (46b) or the suction tube device (46a) to the suction channel (27) of the textile machine via at least one suction tube (47), the connecting piece (42) having three connectors (43) located next to one another, the compaction device (46b) alternatively being detachably connected to a central connector (43), the lateral connectors (43) being closed, or a suction tube device (46a), which has two suction tubes (47), being detachably connected to the lateral connectors (43), the central connector (43) being closed.
     
    7. Textile machine according to the preceding claim, characterized in that the compaction device (46b) can be detachably connected to the connecting piece (42), comprising

    • two suction drums (17), it being possible for a suction drum (17) to be associated with a pair of output rollers (7, 8) of a drawing unit (2) of the textile machine in each case, the pair of output rollers (7, 8) consisting of a lower output roller (7) and an upper output roller (8);

    • wherein the suction drums (17) is rotatably mounted on a shaft attached to a support element (41) by means of a bearing;

    • wherein a suction channel (31) extends inside the support element (41),

    • wherein the suction drums (17) each have a drive element (40) which, in the operating position, forms a drive connection together with the output lower roller (7), and

    • wherein two nip rollers (18) are rotatably mounted centrally on a common axle (19) in a bearing (20) on the support element (41), each of the nip rollers (18), in order to form a nip line, resting on the outer circumference of one of the two suction drums (17) under the action of a spring load,

    • wherein a suction drum (17) is associated with the pair of output rollers (7, 8) of a drawing unit (2) in each case,

    • wherein two nip rollers (18) are rotatably mounted centrally on a common axle (19) on the support element (42), and

    • wherein each of the nip rollers (18), in order to form a nip line, rest on the outer circumference of one of the two suction drums (17) under the action of a spring load.


     
    8. Textile machine according to either of the preceding claims 6 or 7, characterized in that the suction tube device (46a) can be detachably connected to the connecting piece (42), comprising

    • two spaced-apart suction tubes (47) which are interconnected by at least one connecting element (50); and

    • a central plate (48), by means of which a central connector (43) of the connecting piece (42) can be closed.


     
    9. Textile machine according to any of the preceding claims 6 to 8, characterized in that the compaction device (46b) and the suction tube device (46a) are detachably held on the multiple nozzle connector (29) by a holder having two holding elements (49).
     
    10. Textile machine according to the preceding claim, characterized in that the compaction device (46b) and the suction tube device (46a) are detachably held by the holder, the compaction device (46b) having two lateral protrusions (30), and the suction tube device (46a) having a central connecting element (50) for connecting to the spaced-apart holding elements (49).
     
    11. Textile machine according to either claim 9 or claim 10, characterized in that the compaction device (46b) and the suction tube device (46a) are held by the holder of the multiple nozzle connector (29) in a detachable manner and so as to be pivotable about an axis, which holder consists of two spaced-apart holding elements (49) and can be fastened to a holding profile (51), it being possible for the suction tube device (46a) to assume two different positions.
     
    12. Textile machine according to any of the preceding claims 6 to 11, characterized in that a spacer (44) and a seal (45) are located between the compaction device (46b) or the suction tube device (46a) and a connecting piece (42).
     
    13. Method for operating a textile machine, in particular a ring spinning machine, characterized in that said textile machine has a combination of a multiple nozzle connector (29) and either a suction device (46a) or a compaction device (46b) according to any of the preceding claims 1 to 5, comprising the method step of releasably fastening the compaction device or the suction tube device (46a) to the multiple nozzle connector (29).
     


    Revendications

    1. Combinaison d'un raccordement à buses multiples (29) et soit d'un dispositif d'aspiration (46a) soit d'un dispositif de compression (46b), dans laquelle le raccordement à buses multiples (29) peut être raccordé à un canal d'aspiration (27) d'une machine textile, en particulier d'un métier à filer à anneaux, comprenant une tubulure de raccordement (42) servant au raccordement alternatif du dispositif de compression (46b) ou du dispositif à tube d'aspiration (46a) avec au moins un tube d'aspiration (47) au niveau du canal d'aspiration (27) de la machine textile, dans laquelle la tubulure de raccordement (42) présente trois raccordements (43) juxtaposés, dans laquelle le dispositif de compression (46b) est raccordé de manière amovible au raccordement central (43), dans laquelle les raccordements latéraux (43) sont fermés, ou le dispositif à tube d'aspiration (46a), qui présente deux tubes d'aspiration (47), est relié de manière amovible aux raccordements latéraux (43), dans laquelle le raccordement central (43) est fermé.
     
    2. Combinaison selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif à tube d'aspiration (46a) peut prendre deux positions différentes, dans laquelle le ou les tubes d'aspiration (47) sont alignés avec le raccordement à buses multiples dans une première position et en ce que le ou les tubes d'aspiration (47) sont inclinés vers le bas par rapport à la position supérieure.
     
    3. Combinaison selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisée en ce qu'un espaceur (44) et un joint (45) sont prévus entre la tubulure de raccordement (42) et le dispositif de compression (46b) ou le dispositif d'aspiration (46a).
     
    4. Combinaison selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) sont maintenus de manière amovible et pivotante autour d'un axe par un support du raccordement à buses multiples (29), lequel support est constitué de deux éléments de retenue (49) espacés, dans laquelle le dispositif de compression (46b) présente deux saillies latérales (30) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) présente un élément de raccordement central (50) destiné au raccordement amovible avec les éléments de retenue (49) espacés.
     
    5. Combinaison selon la revendication précédente, caractérisée en ce que les éléments de retenue (49) peuvent être fixés à un profilé de retenue (51) de la machine textile.
     
    6. Machine textile, en particulier machine à filer à anneaux, caractérisée en ce qu'elle présente une combinaison d'un raccordement à buses multiples (29) et soit d'un dispositif d'aspiration (46a) soit d'un dispositif de compression (46b) selon l'une des revendications précédentes, comprenant une tubulure de raccordement (42) servant au raccordement alternatif du dispositif de compression (46b) ou du dispositif à tube d'aspiration (46a) avec au moins un tube d'aspiration (47) au niveau du canal d'aspiration (27) de la machine textile, dans laquelle la tubulure de raccordement (42) présente trois raccordements (43) juxtaposés, dans laquelle le dispositif de compression (46b) est raccordé de manière amovible au raccordement central (43), dans laquelle les raccordements latéraux (43) sont fermés, ou dans laquelle le dispositif à tube d'aspiration (46a), qui présente deux tubes d'aspiration (47), est relié de manière amovible aux raccordements latéraux (43), dans laquelle le raccordement central (43) est fermé.
     
    7. Machine textile selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) peut être raccordé de manière amovible à la tubulure de raccordement (42), comprenant

    • deux tambours d'aspiration (17), dans laquelle un tambour d'aspiration (17) peut être associé respectivement à une paire de rouleaux de sortie (7, 8) d'une unité de train d'étirage (2) de la machine textile, dans laquelle la paire de rouleaux de sortie (7, 8) est constituée d'un rouleau de sortie inférieur (7) et d'un rouleau de sortie supérieur (8) ;

    • dans laquelle les tambours d'aspiration (17) sont montés en rotation sur un arbre fixé à un élément de support (41) à l'aide d'un palier ;

    • dans laquelle un canal d'aspiration (31) s'étend à l'intérieur de l'élément de support (41),

    • dans laquelle les tambours d'aspiration (17) présentent chacun un élément d'entraînement (40) qui, dans la position de fonctionnement, forme une liaison d'entraînement avec le rouleau inférieur de sortie (7), et

    • dans laquelle deux rouleaux de pincement (18) sont montés en rotation sur un axe commun (19) dans la partie centrale d'un palier (20) au niveau de l'élément de support (41), dans laquelle chacun des rouleaux de pincement (18) repose sur la circonférence extérieure de l'un des deux tambours d'aspiration (17) pour former une ligne de pincement sous l'action d'une sollicitation par ressort,

    • dans laquelle un tambour d'aspiration (17) est associé à la paire de rouleaux de sortie (7, 8) d'une unité de train d'étirage (2),

    • dans laquelle deux rouleaux de pincement (18) sont montés en rotation dans la partie centrale d'un axe commun (19) au niveau de l'élément de support (42), et

    • dans laquelle chacun des rouleaux de pincement (18) repose sur la circonférence extérieure de l'un des deux tambours d'aspiration (17) pour former une ligne de pincement sous l'action d'une sollicitation par ressort.


     
    8. Machine textile selon l'une des revendications 6 ou 7 précédentes, caractérisée en ce que le dispositif à tube d'aspiration (46a) peut être raccordé de manière amovible à la tubulure de raccordement (42), comprenant

    • deux tubes d'aspiration (47) espacés qui sont reliés par au moins un élément de raccordement (50) ; et

    • une plaque centrale (48) par laquelle un raccordement central (43) de la tubulure de raccordement (42) peut être fermée.


     
    9. Machine textile selon l'une des revendications 6 à 8 précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) sont maintenus de manière amovible au niveau du raccordement à buses multiples (29) par un support comportant deux éléments de retenue (49).
     
    10. Machine textile selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) ou le dispositif à tube d'aspiration (46a) sont maintenus de manière amovible par le support, dans laquelle le dispositif de compression (46b) présente deux saillies latérales (30) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) présente un élément de raccordement central (50) destiné au raccordement aux éléments de retenue (49) espacés.
     
    11. Machine textile selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) sont maintenus de manière amovible et pivotante autour d'un axe par le support du raccordement à buses multiples (29), lequel support est constitué de deux éléments de retenue (49) espacés et peut être fixé à un profilé de retenue (51), dans laquelle le dispositif à tube d'aspiration (46a) peut prendre deux positions différentes.
     
    12. Machine textile selon l'une des revendications 6 à 11 précédentes, caractérisée en ce qu'un espaceur (44) et un joint (45) sont prévus entre le dispositif de compression (46b) ou le dispositif à tube d'aspiration (46a) et une tubulure de raccordement (42).
     
    13. Procédé permettant de faire fonctionner une machine textile, en particulier un métier à filer à anneaux, caractérisé en ce qu'elle présente une combinaison d'un raccordement à buses multiples (29) et soit d'un dispositif d'aspiration (46a) soit d'un dispositif de compression (46b) selon l'une des revendications 1 à 5 précédentes, comprenant l'étape de procédé de fixation amovible du dispositif de compression ou du dispositif à tube d'aspiration (46a) au raccordement à buses multiples (29).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente