Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Mehrfachdüsenanschluss einer Absaugleitung einer
Textilmaschine nach dem unabhängigen Patentanspruches und auf eine damit ausgerüsteten
Textilmaschine.
Stand der Technik
[0002] Aus der Praxis ist bereits eine Vielzahl von Ausführungen bekannt, wobei zum Kompaktieren
(Verdichten) des von einer Streckwerkseinheit abgegebenen Fasergutes (Faserstrang)
eine Verdichtungseinrichtung nachgeordnet ist. Im Anschluss an eine solche Verdichtungseinrichtung
wird das verdichtete Fasergut, nach Passieren einer Klemmstelle, einer Drallerzeugungsvorrichtung
zugeführt. Eine solche Drallerzeugungsvorrichtung besteht z.B. bei einer Ringspinnmaschine
aus einem Läufer, der auf einem Ring umläuft, wobei das erzeugte Garn auf eine rotierende
Hülse aufgewickelt wird. Als Verdichtungseinrichtungen kommen im Wesentlichen besaugte
umlaufende, perforierte Saugtrommeln oder umlaufende, mit Perforationen versehene
Riemchen zum Einsatz. Dabei wird unter Verwendung von entsprechenden Einsätzen innerhalb
der Saugtrommel, bzw. innerhalb der umlaufenden Riemchen ein spezieller Saugbereich
auf dem Verdichtungselement definiert. Derartige Einsätze können dabei z.B. mit entsprechend
geformten Saugschlitzen versehen werden, an welche ein Unterdruck angelegt wird, wodurch
eine entsprechende Luftströmung an der Peripherie des jeweiligen Verdichtungselementes
erzeugt wird. Durch diese Luftströmung, welche im Wesentlichen quer zur Transportrichtung
des Fasergutes ausgerichtet ist, werden insbesondere abstehende Fasern in das Garn
mit eingebunden.
[0003] Bei den bekannten Lösungen wird das von der Streckwerkseinheit abgegebene Fasergut
oberhalb oder auch unterhalb der verwendeten Verdichtungsvorrichtungen geführt. Insbesondere
beim Einsatz an einer Ringspinnmaschine ist es erforderlich, im Anschluss an die Saugzone
eine zusätzliche Klemmstelle vorzusehen, um eine Drallsperrung zu erhalten.
[0004] Derartige solche Einrichtungen sind beispielsweise in den Veröffentlichungen
EP947614B1,
DE102005010903A1,
DE19846268C2,
EP1612309B1,
DE10018480A1 oder der
CN1712588A gezeigt und beschrieben worden. Bei den zuvor genannten Veröffentlichungen handelt
es sich im Wesentlichen um Verdichtungseinrichtungen, welche im Anschluss an das jeweilige
Streckwerk fest installiert sind. Der Antrieb dieser Verdichtungseinrichtungen erfolgt
teilweise über spezielle, über die Länge der Spinnmaschine angeordnete Antriebswellen,
welche entweder mit einer Saugwalze oder einem umlaufenden Riemchen in Antriebsverbindung
stehen oder über fest installierte Antriebsverbindung zu entsprechend angeordneten
Druckwalzen der Verdichtungseinrichtung.
[0005] CN101275316 umfasst eine Luftzugvorrichtung mit einem Baumwollsaug-Windrohr, einem Aggregationsrohr,
einem Baumwollsaugrohr und einem Mehrkanal-Verbindungsrohr, wobei Kanäle an einer
Seite des Mehrkanal-Verbindungsrohrs mit dem Baumwollsaug-Windrohr verbunden sind.
Einer der Kanäle auf der anderen Seite des Mehrkanal-Verbindungsrohrs is mit dem Baumwollsaugrohr
verbunden. Die anderen Kanäle sind mit dem Aggregatrohr verbunden.
[0006] EP2573227 offenbart ein Streckwerk, eine Spinneinheit und eine Spinnmaschine.
DE9015353U1 offenbart eine Vorrichtung zum Absaugen von Fasermaterial an Textilmaschinen. Mehrere
Ansaugkanäle sind dabei zu einer Absaugflöte verbunden.
[0007] In der Praxis besteht die Forderung vorhandene Spinnmaschinen mit einer herkömmlichen
Streckwerkseinheit mit einer solchen Verdichtungsvorrichtung nachzurüsten, um sich
auch bei diesen Maschinen die Möglichkeit der Herstellung von qualitativ hochwertigen
Garnen zu sichern. Es wurden deshalb Vorrichtungen vorgeschlagen, mit welchen herkömmliche
Streckwerke mit einer solchen Verdichtungsvorrichtung nachgerüstet werden können.
Eine solche ist beispielsweise aus der
DE10227463C1 zu entnehmen, wobei die Stanze der Streckwerkseinheit verlängert wird, um eine zusätzliche
Antriebswalze zu lagern. Die Antriebswalze, die sich über die ganze Länge der Spinnmaschine
erstreckt, ist für den Antrieb der nachgerüsteten Verdichtungsvorrichtung vorgesehen.
Die Anbringung und Installation einer solchen Nachrüstung ist sehr zeitaufwändig und
unflexibel, d.h. bei einem gewünschten Rückbau auf ein normales Streckwerk ohne Verdichtungseinrichtung
ist wiederum ein sehr hoher Zeitaufwand notwendig.
[0008] In der veröffentlichten
DE10050089A1 wird eine Ausführung mit einer Verdichtungsvorrichtung gezeigt, welche für den nachträglichen
Anbau an eine konventionelle Streckwerkseinrichtung vorgesehen ist.
[0009] Aus der
CN2851298Y ist eine Vorrichtung bekannt, wobei eine Verdichtungswalze mit einer Drehungssperrwalze
in einem Lagerelement aufgenommen werden, welches über eine Platte über Schrauben
mit einem verschwenkbaren Belastungsarm einer Streckwerksvorrichtung verbunden wird.
In montierter und verriegelter Stellung wird hierbei der Antrieb über Friktion von
einer direkt mit einem Antrieb verbundenen Ausgangswalze und der ihr zugeordneten
Druckwalze auf die Verdichtungswalze und die Drehungssperrwalze übertragen. Die hier
gezeigte Verdichtungsvorrichtung ist ebenfalls für den nachträglichen Anbau an bestehende
Streckwerkseinrichtungen von Spinnmaschinen ohne Verdichtung vorgesehen. Die Anbringung
der hier gezeigten Verdichtungseinheit an eine bestehende Streckwerkseinheit über
eine Schraubverbindung, sowie das Einfädeln bei der Achse der Druckwalze ist relativ
zeitaufwendig und erfordert eine zusätzliche Einjustierung der Abstände. Zusätzlich
muss auch die Verbindung zu einer Unterdruckquelle separat hergestellt werden.
[0010] Bei den zuvor beschriebenen Ausführungen werden die Saugelemente, welche einem definierten
Verdichtungsbereich zum Komprimieren des Fasergutes zugeordnet sind, über zusätzlich
angeordnete Leitungen, die mit einer Unterdruckquelle verbunden sind, mit einem Unterdruck
beaufschlagt.
[0011] Zur Vereinfachung derartiger Verdichtungsvorrichtungen, wobei eine einfache und schnelle
Installation an konventionelle Streckwerkseinheiten ermöglicht wird, ohne dass zusätzliche
Antriebselemente installiert werden müssen, wird in der
WO2012068692A1 eine Ausführung vorgeschlagen, wobei das Verdichtungselement in Form einer Saugtrommel
und die Klemmwalze an einem Tragelement drehbeweglich gelagert sind. Das Tragelement
ist über Befestigungsmittel an der Spinnmaschine demontierbar befestigt. Um eine Antriebsverbindung
zwischen den Streckwerkswalzen und der demontierbar angebrachten Verdichtungsvorrichtung
herzustellen, wird die Verdichtungsvorrichtung über das Tragelement um eine Schwenkachse
in Richtung des Ausgangswalzenpaares des Streckwerks verschwenkt, wobei jeweils ein
koaxial auf der jeweiligen Saugtrommel befestigtes Reibrad mit der Unterwalze des
Ausgangswalzenpaares des Streckwerks eine Reibschlussverbindung (über Friktion) einnimmt.
Über entsprechend angeordnete Federelemente (z. B. am Belastungsarm des Streckwerks)
wird die Verdichtungsvorrichtung in dieser Antriebsverbindung gehalten. Um den Antrieb
der Verdichtungsvorrichtung flexibler zu gestalten schlägt
WO2012068692A1 weiter vor, zwischen dem Antriebselement des Verdichtungselementes der ersten Getriebestufe
und dem Verdichtungselement eine zweite Getriebestufe vorzusehen.
[0012] Nachteilig an dieser Ausführungsform ist jedoch, dass die Umrüstung der Textilmaschine
von einer Verdichtungsvorrichtung zu einer konventionellen Fadenabsaugung relativ
kosten- und zeitintensiv ist.
Darstellung der Erfindung
[0013] Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zu Grunde, die aus
WO2012068692A1bekannte Verdichtungsvorrichtungen für zwei nebeneinander angeordnete Streckwerkseinheiten
zu vereinfachen und zu verbessern, um eine einfache Umrüstung von einer Verdichtungsvorrichtung
zu einer konventionellen Fadenabsaugung zu erreichen.
[0014] Insbesondere wird diese Aufgabe durch eine Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss
und entweder einer Absaugvorrichtung oder einer Verdichtungsvorrichtung gemäß dem
Anspruch 1 gelöst.
[0015] Diese erfindungsgemässe Ausführungsform ist vorteilhaft, da eine einfache Umrüstung
der Maschine möglich ist. Weiter können vorteilhaft zwischen dem Anschlussstutzen
und der Verdichtungsvorrichtung oder der Absaugvorrichtung ein Abstandhalter und eine
Dichtung vorhanden sein, die eine Ausrichtung und eine Abdichtung der Verdichtungsvorrichtung
oder der Absaugvorrichtung erlauben.
[0016] Lösbar und schwenkbar um eine Achse gehalten werden die Verdichtungsvorrichtung bzw.
die Absaugrohrvorrichtung durch einen Halter des Mehrfachdüsenanschlusses. Der Halter
kann aus zwei beabstandeten Halteelementen, wobei die Verdichtungsvorrichtung zwei
seitliche Hervorhebungen und die Absaugrohrvorrichtung eine rundes Verbindungselement
zum Verbinden mit den beabstandenten Halteelementen aufweist. Es kann sich dabei um
eine Klipp-Verbindung handeln. Durch zwei Rastnasen, die in Verbindung mit Öffnungen
in den Halteelementen stehen, kann die Absaugvorrichtung zwei Positionen einnehmen,
wobei in einer oberen Position die Absaugrohre rechtwinklig zum Absaugkanal bzw. in
einer Flucht mit dem Mehrfachdüsenanschluss ausgerichtet sind und in einer unteren
Position die Absaugrohre im Vergleich zur oberen Position nach unten geneigt sind.
Die Halteelemente können vorteilhaft an einem Halteprofil der Textilmaschine befestigt
sein.
[0017] Die Aufgabe wird auch gelöst durch eine Textilmaschine, die insbesondere Ringspinnmaschine
ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine erfindungsgemäße Kombination aus einem
Mehrfachdüsenanschluss und einer Absaugvorrichtung oder einer Verdichtungsvorrichtung
aufweist.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform der ersten Variante der Erfindung ist an den Mehrfachdüsenanschluss
eine Verdichtungsvorrichtung angeschlossen, die folgende Merkmale umfasst
- zwei Saugtrommeln, wobei jeweils eine Saugtrommel einem Ausgangswalzenpaar einer Streckwerkseinheit
der Textilmaschine zuordenbar ist, wobei das Ausgangswalzenpaar aus einer Ausgangsunterwalze
und einer Ausgangsoberwalze besteht;
- wobei die Saugtrommeln auf einer, an einem Tragelement befestigten Welle mit einem
Lager drehbar gelagert sind;
- wobei innerhalb des Tragelementes ein Saugkanal verläuft,
- wobei die Saugtrommeln jeweils ein Antriebselement aufweisen, das in Betriebsstellung
mit der Ausgangsunterwalze eine Antriebsverbindung bildet, und
- wobei am Tragelement zwei Klemmwalzen drehbar auf einer gemeinsamen Achse mittig in
einer Lagerung gelagert sind, wobei jede der Klemmwalzen zur Bildung einer Klemmlinie
jeweils auf dem Aussenumfang einer der beiden Saugtrommeln unter Einwirkung einer
Federbelastung aufliegen,
- wobei jeweils eine Saugtrommel dem Ausgangswalzenpaar einer Streckwerkseinheit zugeordnet
ist,
- wobei am Tragelement zwei Klemmwalzen drehbar auf einer gemeinsamen Achse mittig gelagert
sind, und
- wobei jede der Klemmwalzen zur Bildung einer Klemmlinie jeweils auf dem Aussenumfang
einer der beiden Saugtrommeln unter Einwirkung einer Federbelastung aufliegen.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform der zweiten Variante der Erfindung ist an den Mehrfachdüsenanschluss
alternativ eine Absaugvorrichtung anschliessbar, welche folgende Merkmale umfasst:
zwei beabstandete Absaugrohre, die durch mindestens ein Verbindungselement miteinander
verbunden sind; und eine zentrale Platte, mit welchen ein mittlerer Anschluss des
Anschlussstutzens verschliessbar ist. Vorteilhaft sind die Verdichtungsvorrichtung
bzw. die Absaugrohrvorrichtung weiter durch den Halter des Mehrfachdüsenanschlusses
lösbar und schwenkbar um eine Achse gehalten, wobei der Halter aus zwei beabstandeten
Elementen besteht und an einem Halteprofil befestigbar ist, wobei die Absaugrohrvorrichtung
zwei verschiedene Positionen einnehmen kann.
[0020] Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur lösbaren Befestigung der Verdichtungsvorrichtung
oder der Absaugrohrvorrichtung an dem Mehrfachdüsenanschluss einer Ringspinnmaschine.
[0021] Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand eines nachfolgend beschriebenen und gezeigten
Ausführungsbeispiels zu entnehmen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0022] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert, wobei
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines einer Spinnstelle einer Ringspinnmaschine;
- Fig. 2
- ein erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss mit angeschlossener Absaugrohrvorrichtung;
- Fig. 3
- ein erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss mit angeschlossener Verdichtungsvorrichtung;
und
- Fig. 4
- einen Schnitt durch den Mehrfachdüsenanschluss mit angeschlossener Absaugvorrichtung
gemäss der Linie A-A in der Fig. 2;
darstellen. Es werden nur für die Erfindung wichtigen Merkmale dargestellt. Gleiche
Bezugszeichen bezeichnen in unterschiedlichen Figuren gleiche Merkmale.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0023] Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Spinnstelle 1 einer Spinnmaschine
(Ringspinnmaschine) mit einer Streckwerkseinheit 2, welche mit einem Eingangswalzenpaar
3, 4, einem Mittelwalzenpaar 5, 6 und einem Ausgangswalzenpaar 7, 8 versehen ist.
Um die Mittelwalzen 5, 6 ist jeweils ein Riemchen 12, 13 geführt, die jeweils um einen
nicht näher gezeigten Käfig in ihrer dargestellten Lage gehalten werden. Die oberen
Walzen 4, 6, 8 der genannten Walzenpaare sind als Druckwalzen ausgeführt, welche über
die Achsen 4a, 6a, 8a an einem schwenkbar gelagerten Druckarm 10 drehbeweglich gelagert
sind. Einem Druckarm 10 sind zwei benachbarten Streckwerkseinheiten 2 (Zwillingsstreckwerk)
zugeordnet. Der Druckarm 10 ist um eine Achse 15 schwenkbar gelagert und wird, wie
schematisch dargestellt, über ein Federelement 9 beaufschlagt. Dieses Federelement
kann beispielsweise auch ein Luftschlauch sein. Über die schematisch gezeigte Federbelastung
werden die Walzen 4, 6, 8 gegen die unteren Walzen 3, 5 und 7 der Walzenpaare gedrückt.
Die Walzenpaare 3, 5, 7 werden über einen nicht gezeigten Antrieb angetrieben. Dabei
können Einzelantriebe, wie auch andere Antriebsformen (Zahnräder, Zahnriemen, usw.)
eingesetzt werden. Über die angetriebenen Unterwalzen 3, 5, 7 werden die Druckwalzen
4, 6, 8, bzw. das Riemchen 13 über das Riemchen 12 über Friktion angetrieben. Die
Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Walze 5 ist etwas höher als die Umfangsgeschwindigkeit
der angetriebenen Walze 3, sodass das der Streckwerkeinheit 2 zugeführte Fasergut
11 in Form einer Lunte zwischen dem Eingangswalzenpaar 3, 4 und dem Mittenwalzenpaar
5, 6 einem Vorverzug unterworfen wird. Der Hauptverzug des Fasergutes 11 erfolgt zwischen
dem Mittenwalzenpaar 5, 6 und dem Ausgangswalzenpaar 7, 8, wobei die Ausgangswalze
7 eine wesentlich höhere Umfangsgeschwindigkeit als die Mittenwalze 5 aufweist.
[0024] Das von dem jeweiligen Ausgangswalzenpaar 7, 8 abgegebene verstreckte Fasergut 11
wird nach unten abgelenkt und gelangt in den Bereich einer Saugzone 16 einer nachfolgenden
Saugtrommel 17, die Teil der erfindungsgemässen Verdichtungsvorrichtung 46b ist. Die
jeweilige Saugtrommel 17 ist mit auf ihrem Umfang verlaufenden Perforationen, bzw.
Öffnungen 39 versehen. Im Anschluss an die Saugzone 16 ist für jede der Saugtrommeln
17 eine Klemmwalze 18 vorgesehen, die über eine Druckbelastung auf der jeweiligen
Saugtrommel 17 aufliegt und mit dieser eine Klemmlinie bildet. Dabei ist die jeweilige
Klemmwalze 18 auf einer Achse 19 drehbar gelagert, welche in einem Führungsschlitz
20 einer U-förmigen Aufnahme eines Druckarmes 21 gehalten wird. Die Achse 19 ist innerhalb
des Führungsschlitzes 20 quer zu ihrer Längsachse verschiebbar gelagert. In den Führungsschlitz
20 ragt durch eine Öffnung des Druckarmes 21 ein Stössel, welcher auf dem Aussenumfang
der Achse 19 aufsitzt und von einer schematisch gezeigten Druckfeder 22 beaufschlagt
wird. Die Öffnung ist etwa mittig am Ende des Führungsschlitzes 20 angebracht und
mündet in einen, im Wesentlichen geschlossenen Hohlraum des Druckarmes 21, in welchem
die Druckfeder 22 angeordnet ist. Diese stützt sich am geschlossenen Ende des Hohlraumes
ab und liegt mit dem gegenüberliegenden Ende auf einem Kopf des Stössels auf.
[0025] Der Druckarm 21 wird schwenkbar um eine, an seinem Ende angebrachte Achse in einem
Lagerelement gelagert. In dieser Schwenkstellung werden die Achsen über eine schematisch
in Fig.1 gezeigte Anschlagkante quer zu ihrer Schwenkachse am Ende einer jeweiligen
Führung gehalten. Über die Kraft der Druckfeder 22 werden dann die am Druckarm 21
drehbar gelagerten Klemmwalzen 18 gegen die jeweilige Saugtrommel 17 belastet, wobei
die Klemmlinie entsteht. Der Druckarm 21 wird über Totpunkt verschwenkt, bis er auf
einem Anschlag aufliegt. In dieser Stellung befindet sich die Achse 19 der Klemmwalzen
18 unterhalb der Ebene, die durch die Schwenkachse und die Mittelachse der Saugtrommeln
17 verläuft, d.h. die Klemmwalze 33 wird über Totpunkt in dieser Lage gehalten. Weitere
Details in Bezug auf die Anbringung und Ausführung der Klemmwalzen 18 können aus der
CH705308 entnommen werden.
[0026] Anschliessend wird der Druckhebel 10 um seine Schwenkachse 15 von einer gestrichelt
gezeichneten oberen Lage in eine untere Lage verschwenkt, in welcher über eine, mittels
Schrauben 23 am Druckhebel 10 befestigte Blattfeder 24 und den an der Blattfeder befestigten
Steg 25 eine Druckkraft auf die Verdichtungsvorrichtung 46b in Richtung der Walze
7 ausgeübt wird. Über ein weiter unten beschriebenes Antriebselement 40 wird die damit
verbundene Saugtrommel 17 über Friktion von der Walze 7 angetrieben.
[0027] In dieser "Betriebsstellung" wird das vom Streckwerk 2 verzogene und abgegebene Fasergut
11 der nachfolgenden Saugzone 16 der jeweiligen Saugtrommel 17 zugeführt und in bekannter
Weise unter dem Einfluss des erzeugten Saugluftstromes verdichtet. Oberhalb der Saugzone
16 kann noch ein im Abstand angeordneter Umlenkschirm angebracht sein, wie beispielsweise
in der
DE4426249 gezeigt und beschrieben wird. In dieser Veröffentlichung ist auch der Ablauf der
Verdichtung des Fasergutes beschrieben.
[0028] Zur Erzeugung des benötigten Unterdruckes im Bereich der Saugzone 16 ist eine Unterdruckquelle
26 vorgesehen, die mit einem zentralen Absaugkanal 27 in Verbindung steht. Der Absaugkanal
27 steht über eine Leitung 28, einen flexiblen Mehrfachdüsenanschluss 29 mit dem jeweiligen,
in Richtung des Absaugkanals 27 ragenden Ende des Saugkanals 31 der Verdichtungsvorrichtung
46b, in Verbindung. Durch die Flexibilität des Mehrfachdüsenanschlusses 29 wird die
Schwenkbarkeit der Verdichtungsvorrichtung 46b um eine Achse ermöglicht. Die Verdichtungseinrichtung
46b weist zu diesem Zweck zwei seitliche Hervorhebungen 30 auf, die in einen in Bezug
auf Fig. 2 erläuterten Halter eingreifen. Der schematisch gezeigte Mehrfachdüsenanschluss
29 kann derart ausgebildet sein, so dass es beim Zusammenfügen zweier Halbschalen
formschlüssig und nach aussen hin dicht mit einem gebildeten Saugkanal 31 verbunden
wird. Die Konstruktion und das Zusammensetzen der Halbschalen bei einem solchen Tragelement
sind aus der
WO2012068692A1 bekannt. Die Spinnmaschine kann vorteilhaft mit der Verdichtungsvorrichtung 46b nachgerüstet
werden. Der Aufbau, die Funktionsweise und Vorteile des erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschlusses
29 wird in Fig. 2 näher erläutert.
[0029] Die durch die Klemmwalze 18 erzeugte Klemmlinie bildet gleichzeitig einen so genannten
"Drehungssperrspalt", von welchem das Fasergut 11 in der Förderrichtung in Form eines
komprimierten Garnes 32 unter Drehungserteilung einer schematisch ge-zeigten Ringspinneinrichtung
zugeführt wird. Diese ist mit einem Ring 33 und einem Läufer 34 versehen, wobei das
Garn auf eine Hülse 35 zur Bildung einer Spule 36 (Kops) aufgewickelt wird. Zwischen
der Klemmlinie und dem Läufer 34 ist ein Fadenführer 37 angeordnet. Der Ring 33 ist
an einem Ringrahmen 38 befestigt, welcher während dem Spinnprozess eine Auf- und Abbewegung
durchführt.
[0030] Fig. 2 und Fig. 3 zeigen den erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss 29. Er dient
zum alternativen Anschluss einer Verdichtungsvorrichtung 46b, wie sie in Fig. 1 in
Zusammenhang mit einer Ringspinnmaschine erläutert wurde, oder zum Anschluss einer
Absaugrohrvorrichtung 46a an den Absaugkanal 27 der Ringspinnmaschine.
[0031] Fig. 2 zeigt den erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss 29 mit einer angeschlossenen
Absaugrohrvorrichtung 46a an den Absaugkanal 27 der Ringspinnmaschine. Die Absaugvorrichtung
46a besteht aus zwei, nebeneinander angeordneten Absaugrohren 47, die über ein zentrales,
rundes Verbindungselement 50 verbunden sind. Eine zweite Verbindung zwischen zwei
Absaugrohren 47 befindet sich am vorderen Ende der Absaugrohrvorrichtung 46a. Der
universelle Mehrfachdüsenanschluss 29 weist einen Anschlussstutzen 42 mit drei, nebeneinander
gelegenen Anschlüssen 43 auf, die je nach angeschlossener Vorrichtung verwendet werden.
Zwischen den Anschlüssen 43 und der Vordichtungsvorrichtung oder der Absaugrohrvorrichtung
46a befinden sich ein Adapter bzw. Abstandshalter 44, der mit den Anschlüssen 43 des
Anschlussstutzens 42 verbunden werden kann, und eine Dichtung 45. Die Verdichtungsvorrichtung
46b ist mit dem mittleren Anschluss 43 verbindbar, wobei die seitlichen Anschlüsse
43 verschlossen werden. Eine Absaugrohrvorrichtung 46a ist mit den seitlichen Anschlüssen
43 verbindbar, wobei dann der mittlere Anschluss 43 durch eine Platte 48 verschlossen
wird.
[0032] Die Verdichtungsvorrichtung 46b (Fig. 1, 3) bzw. die Absaugrohrvorrichtung 46a (Fig.
2) sind durch einen Halter des Mehrfachdüsenanschlusses 29 lösbar gehalten. Der Halter
besteht in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus zwei beabstandeten Halteelementen
49. Die Absaugrohrvorrichtung 46a greift mit dem runden Verbindungselement 50 in die
beabstandeten Halteelementen 49 ein, es besteht eine lösbare Verbindung, beispielsweise
eine Klipp-Verbindung. Die Halteelemente 49 sind an einem Halteprofil 51 der Textilmaschine
befestigt und halten gleichzeitig den Adapter bzw. Abstandshalter 44 fest.
[0033] Fig. 3 zeigt den erfindungsgemässen Mehrfachdüsenanschluss 29 mit einer angeschlossenen
Verdichtungsvorrichtung 46b, wie sie in Fig. 1 in Zusammenhang mit einer Ringspinnmaschine
erläutert wurde. Der universelle Mehrfachdüsenanschluss 29 entspricht der Ausführung
der Fig. 2, er weist die drei Anschlussstutzen 42 mit den drei, nebeneinander gelegenen
Anschlüssen 43 auf. Zwischen den Anschlüssen 43 und der Vordichtungsvorrichtung oder
der Absaugrohrvorrichtung 46a befinden sich ein Adapter bzw. Abstandshalter 44, der
mit den Anschlüssen 43 des Anschlussstutzens 42 verbunden werden kann, und eine Dichtung
45. Zu Befestigungszwecken weist die Verdichtungsvorrichtung 46b zwei seitliche Hervorhebungen
30 auf, die in die zwei Elemente 49 des Halters eingreifen. Die Verdichtungsvorrichtung
46b ist mit dem mittleren Anschluss 43 verbindbar, wobei dann die seitlichen Anschlüsse
43 durch Platten 48 verschlossen sind.
[0034] Fig. 4 zeigt einen Schnitt
A-A durch den Mehrfachdüsenanschluss 29 mit angeschlossener Absaugvorrichtung gemäss
Fig. 2. Die Verdichtungsvorrichtung 46b und die Absaugrohrvorrichtung 46a sind um
die erwähnte Achse schwenkbar und können so durch eine Dreh- bzw. Kippbewegung lösbar
an dem Anschlusstutzen 42 befestigt werden. Durch zwei Rastnasen 52 kann die Absaugvorrichtung
46a zwei Positionen einnehmen, wobei in einer oberen Position die Absaugrohre 47 rechtwinklig
zum Absaugkanal bzw. in einer Flucht mit dem Mehrfachdüsenanschluss ausgerichtet sind
und in einer unteren Position die Absaugrohre 47 im Vergleich zur oberen Position
leicht nach unten geneigt sind (nicht dargestellt).
[0035] Die erfindungsgemässe Ausführungsform ist vorteilhaft, da eine einfache Umrüstung
der Maschine möglich ist. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur lösbaren
Befestigung der Verdichtungsvorrichtung 46b oder der Absaugrohrvorrichtung 46a an
dem Mehrfachdüsenanschluss 29 einer Textilmaschine, insbesondere Ringspinnmaschine.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Spinnstelle
- 2
- Streckwerkseinheit
- 3
- Eingangsunterwalze
- 4
- Eingangsoberwalze
- 4a
- Achse
- 5
- Mittelunterwalze
- 6
- Mitteloberwalze
- 6a
- Achse
- 7
- Ausgangsunterwalze
- 7a
- Achse
- 8
- Ausgangsoberwalze
- 8a
- Achse
- 9
- Federelement
- 10
- Druckarm
- 11
- Faserlunte
- 12
- Riemchen
- 13
- Riemchen
- 14
- Saugzone
- 15
- Achse
- 16
- Saugzone
- 17
- Saugtrommel
- 18
- Klemmwalze
- 19
- Achse der Klemmwalzen 18
- 20
- Führungsschlitz / Lagerung
- 21
- Druckarm
- 22
- Druckfeder
- 23
- Schrauben
- 24
- Blattfeder
- 25
- Steg
- 26
- Unterdruckquelle
- 27
- Absaugkanal
- 28
- Leitung
- 29
- Kupplungselement
- 30
- Hervorhebung
- 31
- Saugkanal
- 32
- Garn
- 33
- Ring
- 34
- Ringläufer
- 35
- Kops
- 36
- Spule
- 37
- Fadenführer
- 38
- Ringrahmen
- 39
- Öffnungen
- 40
- Reibrad, Antriebsrad
- 41
- Tragelement
- 42
- Anschlussstutzen
- 43
- Anschluss
- 44
- Abstandshalter
- 45
- Dichtung
- 46a
- Absaugrohrvorrichtung
- 46b
- Verdichtungsvorrichtung
- 47
- Absaugrohr
- 48
- Platte
- 49
- Halteelement
- 50
- rundes Verbindungselement
- 51
- Halteprofil
- 52
- Rastnasen
1. Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss (29) und entweder einer Absaugvorrichtung
(46a) oder einer Verdichtungsvorrichtung (46b), wobei der Mehrfachdüsenanschluss (29)
an einen Absaugkanal (27) einer Textilmaschine, insbesondere einer Ringspinnmaschine,
anschliessbar ist, umfassend einen Anschlussstutzen (42) zum alternativen Anschluss
der Verdichtungsvorrichtung (46b) oder der Absaugrohrvorrichtung (46a) mit mindestens
einem Absaugrohr (47) an den Absaugkanal (27) der Textilmaschine, wobei der Anschlussstutzen
(42) drei nebeneinander gelegene Anschlüsse (43) aufweist, wobei alternativ die Verdichtungsvorrichtung
(46b) mit dem mittleren Anschluss (43) lösbar verbunden ist, wobei die seitlichen
Anschlüsse (43) verschlossen sind, oder die Absaugrohrvorrichtung (46a), die zwei
Absaugrohre (47) aufweist, mit den seitlichen Anschlüssen (43) lösbar verbunden ist,
wobei der mittlere Anschluss (43) verschlossen ist.
2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugrohrvorrichtung (46a) zwei verschiedene Positionen einnehmen kann, wobei
in einer ersten Position das oder die Absaugrohre (47) in einer Flucht mit dem Mehrfachdüsenanschluss
ausgerichtet sind und in einer zweiten Position das oder die Absaugrohre (47) im Vergleich
mit der oberen Position nach unten geneigt sind.
3. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Anschlussstutzen (42) und der Verdichtungsvorrichtung (46b) oder der
Absaugvorrichtung (46a) ein Abstandhalter (44) und eine Dichtung (45) vorhanden sind.
4. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungsvorrichtung (46b) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) durch einen
Halter des Mehrfachdüsenanschlusses (29) lösbar und schwenkbar um eine Achse gehalten
sind, welcher Halter aus zwei beabstandeten Halteelementen (49) besteht, wobei die
Verdichtungsvorrichtung (46b) zwei seitliche Hervorhebungen (30) und die Absaugrohrvorrichtung
(46a) ein zentrales Verbindungselement (50) zum lösbaren Verbinden mit den beabstandeten
Halteelementen (49) aufweist.
5. Kombination nach dem vorausgegangen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (49) an einem Halteprofil (51) der Textilmaschine befestigbar sind.
6. Textilmaschine, insbesondere Ringspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss (29) und entweder einer Absaugvorrichtung
(46a) oder einer Verdichtungsvorrichtung (46b) gemäss einem der vorrangegangene Ansprüche
aufweist, umfassend einen Anschlussstutzen (42) zum alternativen Anschluss der Verdichtungsvorrichtung
(46b) oder der Absaugrohrvorrichtung (46a) mit mindestens einem Absaugrohr (47) an
den Absaugkanal (27) der Textilmaschine, wobei der Anschlussstutzen (42) drei, nebeneinander
gelegene Anschlüsse (43) aufweist, wobei alternativ die Verdichtungsvorrichtung (46b)
mit mittleren Anschluss (43) lösbar verbunden ist, wobei die seitlichen Anschlüsse
(43) verschlossen sind, oder wobei eine Absaugrohrvorrichtung (46a), die zwei Absaugrohre
(47) aufweist, mit den seitlichen Anschlüssen (43) lösbar verbunden ist, wobei der
mittlere Anschluss (43) verschlossen ist.
7. Textilmaschine nach dem vorrangegangen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass an den Anschlussstutzen (42) die Verdichtungsvorrichtung (46b) lösbar anschliessbar
ist, umfassend
• zwei Saugtrommeln (17), wobei jeweils eine Saugtrommel (17) einem Ausgangswalzenpaar
(7, 8) einer Streckwerkseinheit (2) der Textilmaschine zuordenbar ist, wobei das Ausgangswalzenpaar
(7, 8) aus einer Ausgangsunterwalze (7) und einer Ausgangsoberwalze (8) besteht;
• wobei die Saugtrommeln (17) auf einer, an einem Tragelement (41) befestigten Welle
mit einem Lager drehbar gelagert sind;
• wobei innerhalb des Tragelementes (41) ein Saugkanal (31) verläuft,
• wobei die Saugtrommeln (17) jeweils ein Antriebselement (40) aufweisen, das in Betriebsstellung
mit der Ausgangsunterwalze (7) eine Antriebsverbindung bildet, und
• wobei am Tragelement (41) zwei Klemmwalzen (18) drehbar auf einer gemeinsamen Achse
(19) mittig in einer Lagerung (20) gelagert sind, wobei jede der Klemmwalzen (18)
zur Bildung einer Klemmlinie jeweils auf dem Aussenumfang einer der beiden Saugtrommeln
(17) unter Einwirkung einer Federbelastung aufliegen,
• wobei jeweils eine Saugtrommel (17) dem Ausgangswalzenpaar (7, 8) einer Streckwerkseinheit
(2) zugeordnet ist,
• wobei am Tragelement (42) zwei Klemmwalzen (18) drehbar auf einer gemeinsamen Achse
(19) mittig gelagert sind, und
• wobei jede der Klemmwalzen (18) zur Bildung einer Klemmlinie jeweils auf dem Aussenumfang
einer der beiden Saugtrommeln (17) unter Einwirkung einer Federbelastung aufliegen.
8. Textilmaschine nach einem der vorrangegangen Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass an den Anschlussstutzen (42) die Absaugrohrvorrichtung (46a) lösbar anschliessbar
ist, umfassend
• zwei beabstandete Absaugrohre (47), die durch mindestens ein Verbindungselement
(50) miteinander verbunden sind; und
• eine zentrale Platte (48), mit welchen ein mittlerer Anschluss (43) des Anschlussstutzens
(42) verschliessbar ist.
9. Textilmaschine nach einem der vorrangegangen Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Verdichtungsvorrichtung (46b) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) durch einen Halter
mit zwei Haltelementen (49) lösbar am Mehrfachdüsenanschluss (29) gehalten sind.
10. Textilmaschine nach dem vorrangegangen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Verdichtungsvorrichtung (46b) bzw. die Absaugrohrvorrichtung (46a) durch den Halter
lösbar gehalten sind, wobei die Verdichtungsvorrichtung (46b) zwei seitliche Hervorhebungen
(30) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) ein zentrales Verbindungselement (50) zum
Verbinden mit den beabstandeten Haltelementen (49) aufweist.
11. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungsvorrichtung (46b) und die Absaugrohrvorrichtung (46a) durch den Halter
des Mehrfachdüsenanschlusses (29) lösbar und schwenkbar um eine Achse gehalten sind,
welcher Halter aus zwei beabstandeten Halteelementen (49) besteht und an einem Halteprofil
(51) befestigbar ist, wobei die Absaugrohrvorrichtung (46a) zwei verschiedene Positionen
einnehmen kann.
12. Textilmaschine nach einem der vorrangegangen Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen der Verdichtungsvorrichtung (46b) oder der Absaugrohrvorrichtung (46a)
und einem Anschlussstutzen (42) ein Abstandhalter (44) und eine Dichtung (45) befinden.
13. Verfahren zum Betreiben einer Textilmaschine, insbesondere Ringspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kombination aus einem Mehrfachdüsenanschluss (29) und entweder einer Absaugvorrichtung
(46a) oder einer Verdichtungsvorrichtung (46b) gemäss einem der vorrangegangenen Ansprüche
1 bis 5 aufweist, umfassend den Verfahrensschritt lösbare Befestigung der Verdichtungsvorrichtung
oder der Absaugrohrvorrichtung (46a) an dem Mehrfachdüsenanschluss (29).
1. Combination of a multiple nozzle connector (29) and either a suction device (46a)
or a compaction device (46b), wherein the multiple nozzle connector (29) is connectable
to a suction channel (27) of a textile machine, in particular a ring spinning machine,
comprising a connecting piece (42) for alternative connection of the compaction device
(46b) or the suction tube device (46a) to the suction channel (27) of the textile
machine via at least one suction tube (47), wherein the connecting piece (42) has
three connectors (43) located next to one another, wherein, alternatively, the compaction
device (46b) is detachably connected to the central connector (43), wherein the lateral
connectors (43) are closed, or the suction tube device (46a), which has two suction
tubes (47), is detachably connected to the lateral connectors (43), wherein the central
connector (43) is closed.
2. Combination according to claim 1, characterized in that the suction tube device (46a) can assume two different positions, the suction tube
or tubes (47) being aligned with the multiple nozzle connector in a first position
and the suction tube or tubes (47) being inclined downward in comparison with the
upper position in a second position.
3. Combination according to either of claims 1 to 2, characterized in that a spacer (44) and a seal (45) are present between the connecting piece (42) and the
compaction device (46b) or the suction device (46a).
4. Combination according to any of claims 1 to 3, characterized in that the compaction device (46b) and the suction tube device (46a) are held by a holder
of the multiple nozzle connector (29) in a detachable manner and so as to be pivotable
about an axis, which holder consists of two spaced-apart holding elements (49, the
compaction device (46b) having two lateral protrusions (30) and the suction tube device
(46a) having a central connecting element (50) for releasable connection to the spaced-apart
holding elements (49).
5. Combination according to the preceding claim, characterized in that the holding elements (49) can be fastened to a holding profile (51) of the textile
machine.
6. Textile machine, in particular a ring spinning machine, characterized in that said textile machine has a combination of a multiple nozzle connector (29) and either
a suction device (46a) or a compaction device (46b) according to any of the preceding
claims, comprising a connecting piece (42) for alternative connection of the compaction
device (46b) or the suction tube device (46a) to the suction channel (27) of the textile
machine via at least one suction tube (47), the connecting piece (42) having three
connectors (43) located next to one another, the compaction device (46b) alternatively
being detachably connected to a central connector (43), the lateral connectors (43)
being closed, or a suction tube device (46a), which has two suction tubes (47), being
detachably connected to the lateral connectors (43), the central connector (43) being
closed.
7. Textile machine according to the preceding claim,
characterized in that the compaction device (46b) can be detachably connected to the connecting piece (42),
comprising
• two suction drums (17), it being possible for a suction drum (17) to be associated
with a pair of output rollers (7, 8) of a drawing unit (2) of the textile machine
in each case, the pair of output rollers (7, 8) consisting of a lower output roller
(7) and an upper output roller (8);
• wherein the suction drums (17) is rotatably mounted on a shaft attached to a support
element (41) by means of a bearing;
• wherein a suction channel (31) extends inside the support element (41),
• wherein the suction drums (17) each have a drive element (40) which, in the operating
position, forms a drive connection together with the output lower roller (7), and
• wherein two nip rollers (18) are rotatably mounted centrally on a common axle (19)
in a bearing (20) on the support element (41), each of the nip rollers (18), in order
to form a nip line, resting on the outer circumference of one of the two suction drums
(17) under the action of a spring load,
• wherein a suction drum (17) is associated with the pair of output rollers (7, 8)
of a drawing unit (2) in each case,
• wherein two nip rollers (18) are rotatably mounted centrally on a common axle (19)
on the support element (42), and
• wherein each of the nip rollers (18), in order to form a nip line, rest on the outer
circumference of one of the two suction drums (17) under the action of a spring load.
8. Textile machine according to either of the preceding claims 6 or 7,
characterized in that the suction tube device (46a) can be detachably connected to the connecting piece
(42), comprising
• two spaced-apart suction tubes (47) which are interconnected by at least one connecting
element (50); and
• a central plate (48), by means of which a central connector (43) of the connecting
piece (42) can be closed.
9. Textile machine according to any of the preceding claims 6 to 8, characterized in that the compaction device (46b) and the suction tube device (46a) are detachably held
on the multiple nozzle connector (29) by a holder having two holding elements (49).
10. Textile machine according to the preceding claim, characterized in that the compaction device (46b) and the suction tube device (46a) are detachably held
by the holder, the compaction device (46b) having two lateral protrusions (30), and
the suction tube device (46a) having a central connecting element (50) for connecting
to the spaced-apart holding elements (49).
11. Textile machine according to either claim 9 or claim 10, characterized in that the compaction device (46b) and the suction tube device (46a) are held by the holder
of the multiple nozzle connector (29) in a detachable manner and so as to be pivotable
about an axis, which holder consists of two spaced-apart holding elements (49) and
can be fastened to a holding profile (51), it being possible for the suction tube
device (46a) to assume two different positions.
12. Textile machine according to any of the preceding claims 6 to 11, characterized in that a spacer (44) and a seal (45) are located between the compaction device (46b) or
the suction tube device (46a) and a connecting piece (42).
13. Method for operating a textile machine, in particular a ring spinning machine, characterized in that said textile machine has a combination of a multiple nozzle connector (29) and either
a suction device (46a) or a compaction device (46b) according to any of the preceding
claims 1 to 5, comprising the method step of releasably fastening the compaction device
or the suction tube device (46a) to the multiple nozzle connector (29).
1. Combinaison d'un raccordement à buses multiples (29) et soit d'un dispositif d'aspiration
(46a) soit d'un dispositif de compression (46b), dans laquelle le raccordement à buses
multiples (29) peut être raccordé à un canal d'aspiration (27) d'une machine textile,
en particulier d'un métier à filer à anneaux, comprenant une tubulure de raccordement
(42) servant au raccordement alternatif du dispositif de compression (46b) ou du dispositif
à tube d'aspiration (46a) avec au moins un tube d'aspiration (47) au niveau du canal
d'aspiration (27) de la machine textile, dans laquelle la tubulure de raccordement
(42) présente trois raccordements (43) juxtaposés, dans laquelle le dispositif de
compression (46b) est raccordé de manière amovible au raccordement central (43), dans
laquelle les raccordements latéraux (43) sont fermés, ou le dispositif à tube d'aspiration
(46a), qui présente deux tubes d'aspiration (47), est relié de manière amovible aux
raccordements latéraux (43), dans laquelle le raccordement central (43) est fermé.
2. Combinaison selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif à tube d'aspiration (46a) peut prendre deux positions différentes,
dans laquelle le ou les tubes d'aspiration (47) sont alignés avec le raccordement
à buses multiples dans une première position et en ce que le ou les tubes d'aspiration (47) sont inclinés vers le bas par rapport à la position
supérieure.
3. Combinaison selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisée en ce qu'un espaceur (44) et un joint (45) sont prévus entre la tubulure de raccordement (42)
et le dispositif de compression (46b) ou le dispositif d'aspiration (46a).
4. Combinaison selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) sont
maintenus de manière amovible et pivotante autour d'un axe par un support du raccordement
à buses multiples (29), lequel support est constitué de deux éléments de retenue (49)
espacés, dans laquelle le dispositif de compression (46b) présente deux saillies latérales
(30) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) présente un élément de raccordement
central (50) destiné au raccordement amovible avec les éléments de retenue (49) espacés.
5. Combinaison selon la revendication précédente, caractérisée en ce que les éléments de retenue (49) peuvent être fixés à un profilé de retenue (51) de la
machine textile.
6. Machine textile, en particulier machine à filer à anneaux, caractérisée en ce qu'elle présente une combinaison d'un raccordement à buses multiples (29) et soit d'un
dispositif d'aspiration (46a) soit d'un dispositif de compression (46b) selon l'une
des revendications précédentes, comprenant une tubulure de raccordement (42) servant
au raccordement alternatif du dispositif de compression (46b) ou du dispositif à tube
d'aspiration (46a) avec au moins un tube d'aspiration (47) au niveau du canal d'aspiration
(27) de la machine textile, dans laquelle la tubulure de raccordement (42) présente
trois raccordements (43) juxtaposés, dans laquelle le dispositif de compression (46b)
est raccordé de manière amovible au raccordement central (43), dans laquelle les raccordements
latéraux (43) sont fermés, ou dans laquelle le dispositif à tube d'aspiration (46a),
qui présente deux tubes d'aspiration (47), est relié de manière amovible aux raccordements
latéraux (43), dans laquelle le raccordement central (43) est fermé.
7. Machine textile selon la revendication précédente,
caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) peut être raccordé de manière amovible à la tubulure
de raccordement (42), comprenant
• deux tambours d'aspiration (17), dans laquelle un tambour d'aspiration (17) peut
être associé respectivement à une paire de rouleaux de sortie (7, 8) d'une unité de
train d'étirage (2) de la machine textile, dans laquelle la paire de rouleaux de sortie
(7, 8) est constituée d'un rouleau de sortie inférieur (7) et d'un rouleau de sortie
supérieur (8) ;
• dans laquelle les tambours d'aspiration (17) sont montés en rotation sur un arbre
fixé à un élément de support (41) à l'aide d'un palier ;
• dans laquelle un canal d'aspiration (31) s'étend à l'intérieur de l'élément de support
(41),
• dans laquelle les tambours d'aspiration (17) présentent chacun un élément d'entraînement
(40) qui, dans la position de fonctionnement, forme une liaison d'entraînement avec
le rouleau inférieur de sortie (7), et
• dans laquelle deux rouleaux de pincement (18) sont montés en rotation sur un axe
commun (19) dans la partie centrale d'un palier (20) au niveau de l'élément de support
(41), dans laquelle chacun des rouleaux de pincement (18) repose sur la circonférence
extérieure de l'un des deux tambours d'aspiration (17) pour former une ligne de pincement
sous l'action d'une sollicitation par ressort,
• dans laquelle un tambour d'aspiration (17) est associé à la paire de rouleaux de
sortie (7, 8) d'une unité de train d'étirage (2),
• dans laquelle deux rouleaux de pincement (18) sont montés en rotation dans la partie
centrale d'un axe commun (19) au niveau de l'élément de support (42), et
• dans laquelle chacun des rouleaux de pincement (18) repose sur la circonférence
extérieure de l'un des deux tambours d'aspiration (17) pour former une ligne de pincement
sous l'action d'une sollicitation par ressort.
8. Machine textile selon l'une des revendications 6 ou 7 précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif à tube d'aspiration (46a) peut être raccordé de manière amovible à
la tubulure de raccordement (42), comprenant
• deux tubes d'aspiration (47) espacés qui sont reliés par au moins un élément de
raccordement (50) ; et
• une plaque centrale (48) par laquelle un raccordement central (43) de la tubulure
de raccordement (42) peut être fermée.
9. Machine textile selon l'une des revendications 6 à 8 précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) sont
maintenus de manière amovible au niveau du raccordement à buses multiples (29) par
un support comportant deux éléments de retenue (49).
10. Machine textile selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) ou le dispositif à tube d'aspiration (46a) sont
maintenus de manière amovible par le support, dans laquelle le dispositif de compression
(46b) présente deux saillies latérales (30) et le dispositif à tube d'aspiration (46a)
présente un élément de raccordement central (50) destiné au raccordement aux éléments
de retenue (49) espacés.
11. Machine textile selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisée en ce que le dispositif de compression (46b) et le dispositif à tube d'aspiration (46a) sont
maintenus de manière amovible et pivotante autour d'un axe par le support du raccordement
à buses multiples (29), lequel support est constitué de deux éléments de retenue (49)
espacés et peut être fixé à un profilé de retenue (51), dans laquelle le dispositif
à tube d'aspiration (46a) peut prendre deux positions différentes.
12. Machine textile selon l'une des revendications 6 à 11 précédentes, caractérisée en ce qu'un espaceur (44) et un joint (45) sont prévus entre le dispositif de compression (46b)
ou le dispositif à tube d'aspiration (46a) et une tubulure de raccordement (42).
13. Procédé permettant de faire fonctionner une machine textile, en particulier un métier
à filer à anneaux, caractérisé en ce qu'elle présente une combinaison d'un raccordement à buses multiples (29) et soit d'un
dispositif d'aspiration (46a) soit d'un dispositif de compression (46b) selon l'une
des revendications 1 à 5 précédentes, comprenant l'étape de procédé de fixation amovible
du dispositif de compression ou du dispositif à tube d'aspiration (46a) au raccordement
à buses multiples (29).