[0001] Die Erfindung betrifft einen Überspannungsableiter mit einer Abtrennvorrichtung.
[0002] Aus der
EP 2 011 128 B1 ist eine Abtrennvorrichtung für einen Überspannungsableiter vorbekannt. Bei dieser
Abtrennvorrichtung wird die Schaltbewegung durch eine Schaltzunge vollzogen, die über
eine permanent wirkende Federkraft in Gegenrichtung zu der über einen Schutzlot hergestellten
Haltekraft ausgerichtet ist. Die auf die Schaltzunge oder deren Lötstelle zur Erzeugung
einer Auslöt- bzw. Schaltkraft über einen Abtrennbock indirekt einwirkende permanente
Vorspannkraft wird durch mindestens eine weitere, unabhängig davon wirkende Vorspannkraft
sowie einer ergänzenden Schaltkraft mit gleicher Wirkrichtung unterstützt.
[0003] Die Kräfteverteilung stellt sich so ein, dass im Ruhezustand eine geringe resultierende
Kraft auf die Lotstelle wirkt und eine möglichst große resultierende Kraft die Schaltbewegung
während des Auslötvorganges vollzieht, indem die Vorspannkraft in der Auslötphase
durch die Ausbildung der Schaltzunge aus einem Memory- oder Bimetallstreifen oder
eine Schaltzunge aus einem Federmaterial, welches eine Ausprägung mit überbogenen
Steg aufweist, bereitgestellt und die ergänzende Schaltkraft nach Beendigung des Auslötvorganges
durch Verlagerung eines Kraftübertragungspunktes der auf die Schaltzunge hervorgerufenen
Vorspannung resultierenden Hebelkraft gebildet ist.
[0004] Die Verlagerung des Kraftübertragungspunktes ist aus einer Drehbewegung abgeleitet
und es weist insofern der Abtrennbock ein Drehlager auf.
[0005] Die Schaltbewegung der vorbekannten Schaltzunge resultiert aus einer Federspannung,
die indirekt über den Abtrennbock eine Vorspannung auf die Schaltzunge und damit die
Lotkontaktstelle ausübt. Durch die Drehbewegung des Abtrennbockes führt die abgetrennte
Schaltzunge eine schnelle Schaltbewegung über einen großen Öffnungsweg aus und stellt
damit eine sichere Trennung zwischen Ableiterelement und der durch die Schaltzunge
gebildeten Leitungsführung her. Gleichzeitig wird die vom Abtrennbock ausgeführte
Drehbewegung an ihrer Endstellung in einem Sichtfenster angezeigt, so dass nach außen
hin die Schaltstellung des Abtrennbocks anhand einer Schaufläche als Auslösezustand
erkennbar ist.
[0006] Die Lotstelle, die die Schaltzunge mit dem Ableiterelement verbindet, ist so ausgelegt
und hergestellt, dass die Abtrennung sicher und zu einem Zeitpunkt erfolgt, bei dem
noch keine thermischen Schäden durch ein überhitztes Ableiterelement abzusehen sind.
Dieser Punkt wird zunächst durch die Wahl des Lotes bestimmt, wobei auch die beschriebene
mechanische Vorspannung einen wesentlichen Anteil dazu liefert.
[0007] Bei der Schaltzunge nach
EP 2 011 128 B1 sind mehrere Biege- und damit Verformungsabschnitte vorgesehen, die zu einer unerwünschten
Stromdichteerhöhung führen. Aus diesem Grund ist die bekannte Lösung nicht geeignet,
hohe Stoßströme und hohe Kurzschlussströme sicher aufzunehmen bzw. zu führen.
[0008] Bei dem Überspannungsschutzelement nach
DE 20 2014 103 262 U1, welches für den Einsatz zwischen einem Neutralleiter und einem Potentialausgleich
in der Stromversorgung eines Niederspannungsnetzes vorgesehen ist, weist selbiges
ein Gehäuse und ein im Gehäuse angeordnetes überspannungsbegrenzendes Bauelement mit
zwei Anschlusskontakten zum elektrischen Anschluss eines zu schützenden Strompfads
auf.
[0009] Weiterhin ist ein elektrisch leitfähiges Verbindungselement sowie ein isolierendes
Trennelement und mindestens ein Federelement vorhanden.
[0010] Als überspannungsbegrenzendes Bauelement ist ein gasgefüllter Überspannungsableiter
eingesetzt, wobei das isolierende Trennelement verschiebbar am Gehäuse angeordnet
ist und durch die Kraft des mindestens einen Federelementes aus einer ersten Position
in eine zweite Position verbringbar ist.
[0011] Im Normalzustand des Überspannungsschutzelementes ist das zweite Ende eines elektrisch
leitfähigen Verbindungselementes über eine thermisch auftrennende Verbindung mit der
zweiten Elektrode des Überspannungsableiters elektrisch leitend verbunden und es ist
das isolierende Trennelement in einer ersten Position fixiert.
[0012] Bei Überschreiten einer vorgegebenen Grenztemperatur des Überspannungsschutzelementes
wird die thermische Verbindung zwischen dem zweiten Ende des elektrisch leitfähigen
Verbindungselementes und der zweiten Elektrode des Überspannungsableiters aufgetrennt
und das isolierende Trennelement durch die Kraft des Federelementes in seine zweite
Position bewegt, in der ein Abschnitt des Trennelementes zwischen dem zweiten Ende
des elektrisch leitfähigen Verbindungselementes und der zweiten Elektrode des Überspannungselementes
befindlich ist.
[0013] Das elektrisch leitfähige Verbindungselement ist als abgewinkelter metallischer Streifen
ausgebildet und weist damit vom Grundsatz her eine große Stromtragfähigkeit auf. Zum
Zwecke der Kontaktierung des leitfähigen Verbindungselementes mit dem zweiten Anschlusskontakt
ist die erwähnte Abwinkelung vorhanden, welche eine Kontaktfläche bildet, die mit
dem Anschlusskontakt verbindbar ist. Auch diesbezüglich ist im Knickbereich eine Stromengstelle
gebildet. Nachteilig ist weiterhin die geradlinige Verschiebung des isolierenden Trennelementes
mit der Gefahr eines Verkantens in der vorgesehenen Schieberführung, insbesondere
dann, wenn bereits eine thermische Belastung des Überspannungsableiters eingetreten
ist.
[0014] Aus der
US 2016/0134104 A1 ist eine Abtrennvorrichtung für einen Überspannungsleiter bekannt, in welcher ein
abgewinkelter metallischer Streifen mit einem Ende an einem Ableiterelement über eine
thermische Trennstelle verbunden ist, und wobei zusätzlich ein nicht elektrisch leitendes
Trennelement vorgesehen ist. Das Trennelement ist mittels einer Feder von einer ersten
in eine zweite Position bewegbar, wobei die Bewegung durch ein mit dem metallischen
Streifen verbundenes Blockierelement unterbunden wird. Tritt eine Überspannung auf,
die zum Lösen der thermischen Trennstelle führt, löst sich der metallische Streifen
vom Ableiterelement, sodass das Blockierelement nicht länger die Bewegung des Trennelements
unterbindet. In der zweiten Position isoliert das Trennelement das Ende des metallischen
Streifens vom Ableiterelement.
[0015] Aus dem Vorgenannten ist es Aufgabe der Erfindung, einen weiterentwickelten Überspannungsableiter
mit einer Abtrennvorrichtung anzugeben, welche in besonders einfacher Weise aufgebaut
und damit kostengünstig herstellbar ist und die bezogen auf eine stoßstrom- bzw. kurzschlussstromführende
Schaltzunge in der Lage ist, auch extrem hohe Stoßströme oder Kurzschlussströme zu
führen.
[0016] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch einen Überspannungsableiter mit
einer Abtrennvorrichtung gemäß der Merkmalskombination des Anspruches 1, wobei die
Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen darstellen.
[0017] Der Überspannungsableiter mit einer Abtrennvorrichtung, welche von einem Tragkörper
aufgenommen ist, und wobei sich vom Tragkörper Steckkontakte zum Außenanschluss erstrecken,
welche mit mindestens einem Ableiterelement des Überspannungsableiters in Verbindung
stehen, weist eine Schaltzunge auf, die an einem ersten Ende über eine thermische
Trennstelle mit dem Ableiterelement und mit einem zweiten Ende mit einem der Steckkontakte
verbunden ist.
[0018] Weiterhin umfasst die Abtrennvorrichtung einen am Tragkörper schwenkbar gelagerten,
unter Federvorspannung stehenden, isolierenden Abtrennbock, wobei die Federvorspannung
über die Schaltzunge auf die thermische Trennstelle einwirkt.
[0019] Bei dem Tragkörper, welcher sowohl das Ableiterelement als auch die eigentliche Abtrennvorrichtung
aufnimmt, handelt es sich um ein Kunststoffspritzteil, das von einem separaten Außengehäuse
umgeben ist. Die so gebildete Gesamtanordnung kann als Steckteil und damit als auswechselbarer
Überspannungsableiter realisiert werden, der in ein übliches Unterteil mit Anschlussklemmen
einbringbar ist.
[0020] Unabhängig davon ist die vorgestellte erfindungsgemäße Abtrennvorrichtung auch für
andersartige Ausbildungen von Überspannungsableitern mit Tragkörpern geeignet.
[0021] Erfindungsgemäß ist die Schaltzunge als geradflächiger, langgestreckter, metallischer,
nachgiebig elastischer Abtrennstreifen mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet.
[0022] Die Querschnittsfläche ist dabei so realisiert, dass eine Auslegung auf maximale
Stoßströme bzw. maximale Kurzschlussströme ohne weiteres möglich ist.
[0023] Die Verbindung mit einer Kontaktfläche des Ableiterelementes erfolgt mittels einer
an sich bekannten thermischen Trennstelle, zum Beispiel über eine Lotverbindung.
[0024] Die eigentliche thermische Trennstelle ist allerdings erfindungsgemäß über die Breitseite
eines ersten Abtrennstreifenendes realisiert.
[0025] Die Verbindung mit einem der Steckkontakte hingegen erfolgt über den Umfang eines
zweiten Abtrennstreifenendes, das in eine schlitzförmige Ausnehmung innerhalb eines
zum Tragkörper weisenden Abschnittes des Steckkontaktes eintaucht.
[0026] Diesbezüglich ist die Ausnehmung im Wesentlichen der Querschnittsfläche des zweiten
Abtrennstreifenendes komplementär.
[0027] Es wird also das zweite Abtrennstreifenende in die Ausnehmung mit rechteckigem Querschnitt
eingesteckt und dort zum Beispiel stoffschlüssig fixiert.
[0028] Mit dem Erreichen des Schmelzpunktes der thermischen Trennstelle unterliegt der Abtrennbock
einer Positionsverlagerung, und zwar aufgrund der Federvorspannung.
[0029] Hierdurch wird der Abtrennstreifen mit seinem ersten Abtrennstreifenende von der
Kontaktstelle abgehoben. Der Abtrennbock tritt hiernach in den sich ergebenden Zwischenraum
ein und führt zu einer sicheren Abtrennung.
[0030] Das Entstehen eines eventuellen Lichtbogens wird hierdurch von Anfang an sicher vermieden
bzw. unterdrückt.
[0031] Der Abtrennbock selbst ist als Drehhebel ausgebildet. Die Drehachse befindet sich
hier an einem Ende, das dem Punkt des Angriffes zur Erzeugung der Federvorspannung
gegenüberliegt mit der Folge einer entsprechenden Kraftverstärkung auf die zwischen
der Drehachse und dem Angriffspunkt für die Federvorspannung befindlichen Lage der
thermischen Trennstelle.
[0032] Die Positionsverlagerung des Abtrennbockes ist über ein Sichtfenster in einem den
Tragkörper umschließenden Außengehäuse erkennbar, so dass der jeweilige Zustand des
Überspannungsableiters nachvollzogen werden kann.
[0033] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist am Tragkörper ein Führungsansatz zur Aufnahme
des zweiten Abtrennstreifenendes angeformt.
[0034] Das zweite Abtrennstreifenende ist in einer Ausbildung der Erfindung mit dem Steckkontakt
verlötet oder verschweißt.
[0035] Wiederum ausgestaltend ist der Abtrennbock als Drehschieber ausgeführt und an seiner
zur thermischen Trennstelle weisenden Kante mit einer Abflachung in Form einer einfachen
Schrägfläche oder einer Keilfläche versehen. Hierdurch erfolgt ein schnelles und sicheres
Trennen der durch Lot verbundenen Kontaktflächen unter Nutzung der Elastizität der
als Abtrennstreifen ausgebildeten Schaltzunge. Der Abtrennstreifen wird bei der Abtrennbewegung
nur in seinem elastischen Bereich beansprucht. Plastische Verformungen treten weder
auf noch sind herstellungsseitig notwendig.
[0036] Durch die hebelverstärkt einwirkenden Kräfte auf die thermische Trennstelle können
möglicherweise beim Aufschmelzvorgang entstehende Blockierungen durch Lotreste oder
raue Materialoberflächen bzw. andere Unebenheiten überwunden werden.
[0037] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles sowie unter Zuhilfenahme
von Figuren näher erläutert werden.
[0038] Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Steckteiles eines Überspannungsableiters
ohne Außengehäuse und ohne Unterteil, jedoch mit äußeren elektrischen Schraubanschlussklemmen
im funktionsbereiten, das heißt nicht abgetrennten Zustand;
Fig. 2 eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 1, jedoch im abgetrennten Zustand,
wobei sich hier der Abtrennbock bereits positionsverlagert hat und in den Zwischenraum
zwischen Kontaktstelle und Abtrennstreifen eingetaucht ist;
Fig. 3 eine Detailansicht zur Ausbildung der Verbindung eines der Steckkontakte über
den Umfang eines zweiten Abtrennstreifenendes, welches in eine schlitzförmige Ausnehmung
innerhalb eines zum Tragkörper weisenden Abschnittes des Steckkontaktes eintaucht.
[0039] Die Abtrennvorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel kann Bestandteil eines Überspannungsableiters
in Form eines Steckteiles sein, wie dies in der Figur 1 und 2 angedeutet ist.
[0040] Das gezeigte Steckteil weist hier noch kein Außengehäuse auf, um den Aufbau und die
Funktion der Abtrennvorrichtung deutlich werden zu lassen.
[0041] Das Steckteil besitzt einen Tragkörper 1, der auf einer Seite eine kammerartige Ausnehmung
aufweist, die mindestens ein Ableiterelement aufweist.
[0042] Der Tragkörper besitzt einen Durchbruch 2, welcher den Zugang zu einer Kontaktstelle
3 des Ableiterelementes gestattet.
[0043] In diesem Bereich wird die an sich bekannte thermische Trennstelle realisiert.
[0044] Weiterhin weist der Tragkörper 1 eine kurvenförmige Führung 4 zur Aufnahme einer
eine Vorspannkraft erzeugenden Feder 5 auf. Weiterhin ist festzuhalten, dass die Feder
5 sich an einem Ende an einem Anschlag eines als Drehschieber ausgebildeten isolierenden
Abtrennbockes 6 abstützt.
[0045] Der Drehschieber sitzt auf einer Drehachse 7, die als Fortsatz und damit integrales
Element des Tragkörpers 1 ausgeführt sein kann.
[0046] Außenanschlüsse des Überspannungsableiters sind als Steckkontakte 8; 9 ausführbar,
die in U-förmige Gegenkontakte 10 und 11 eingreifen.
[0047] Die Gegenkontakte 10 und 11 stehen mit an sich bekannten Außenanschluss-Schraubklemmen
12 und 13 in Verbindung oder sind Bestandteil dieser.
[0048] Erfindungsgemäß ist die Schaltzunge der thermischen Trennstelle als geradflächiger,
langgestreckter, metallischer, nachgiebig elastischer Abtrennstreifen 14 ausgebildet.
[0049] Die Verbindung mit der Kontaktfläche 3 des Ableiterelementes erfolgt wie erläutert
mittels der thermischen Trennstelle, und zwar über die Breitseite eines ersten Abtrennstreifenendes
140.
[0050] Die Verbindung mit einem der Steckkontakte 9 hingegen erfolgt über den Umfang eines
zweiten Abtrennstreifenendes 141, das in eine schlitzförmige Ausnehmung 15 in einem
Verlängerungsabschnitt 16 des Steckkontaktes 9 eintaucht.
[0051] Die Ausnehmung 15 entspricht hier im Wesentlichen der Querschnittsfläche des zweiten
Abtrennstreifenendes 141 und ist diesem Ende komplementär ausgeführt.
[0052] Eine entsprechende Detaildarstellung ist der Figur 3 entnehmbar.
[0053] Mit dem Erreichen des Schmelzpunktes der thermischen Trennstelle unterliegt der Abtrennbock
6 einer Positionsverlagerung; dies ist in den Figuren 1 und 2 über eine Bewegung nach
links nachvollziehbar.
[0054] Hierbei hebt der Abtrennstreifen mit seinem ersten Abtrennstreifenende 140 von der
Kontaktstelle 3 ab. Weiterhin tritt der Abtrennbock 6 mit seinem Bereich 60 in den
sich ergebenden Zwischenraum ein (siehe Figur 2).
[0055] Die Positionsverlagerung des Abtrennbockes 6 ist über ein in den Figuren nicht gezeigtes
Sichtfenster in einen nicht dargestellten, den Tragkörper 1 umschließenden Außengehäuse
erkennbar.
[0056] Diesbezüglich ist am Abtrennbock 6 eine Anzeigefläche 61 angeformt.
[0057] Der Abtrennbock 6 ist, wie aus den Figuren 1 und 2 nachvollziehbar, als Drehschieber
ausgebildet. An seiner zur thermischen Trennstelle weisenden Kante 62 kann der Abtrennbock
6 eine Abflachung in Form einer Schrägfläche oder einer Keilfläche besitzen, um das
Eindringen in den Trennstellenbereich und den Abtrennvorgang zu optimieren.
1. Überspannungsableiter mit einer Abtrennvorrichtung , welche von einem Tragkörper (1)
aufgenommen ist, und sich vom Tragkörper (1) Steckkontakte (8; 9) erstrecken, welche
mit mindestens einem Ableiterelement des Überspannungsableiters in Verbindung stehen,
weiterhin mit einer Schaltzunge (14), die an einem ersten Ende (140) über eine thermische
Trennstelle mit dem Ableiterelement und mit einem zweiten Ende (141) mit einem der
Steckkontakte (9) verbunden ist,
einen am Tragkörper (1) schwenkbar gelagerten unter Federvorspannung stehenden, isolierenden
Abtrennbock (6),
wobei die Federvorspannung über die Schaltzunge (14) auf die thermische Trennstelle
einwirkt,
weiterhin die Schaltzunge als geradflächiger, langgestreckter, metallischer, nachgiebig
elastischer Abtrennstreifen (14) mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet ist,
wobei die Verbindung mit einer Kontaktfläche (3) des Ableiterelementes mittels der
thermischen Trennstelle über die Breitseite eines ersten Abtrennstreifenendes (140)
erfolgt und
mit dem Erreichen des Schmelzpunktes der thermischen Trennstelle der Abtrennbock (6)
einer Positionsverlagerung unterliegt und hierbei den Abtrennstreifen (14) mit seinem
ersten Abtrennstreifenende (140) von der Kontaktstelle (3) abhebt und der Abtrennbock
(6) in den sich ergebenden Zwischenraum eintritt, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindung der Schaltzunge (14) mit einem der Steckkontakte (9) über den Umfang
des zweiten Abtrennstreifenendes (141) erfolgt,
das in eine schlitzförmige Ausnehmung (15) innerhalb eines zum Tragkörper (1) weisenden
Abschnittes (16) des Steckkontaktes (9) eintaucht, wobei die Ausnehmung (15) im Wesentlichen
der Querschnittsfläche des zweiten Abtrennstreifenendes (141) komplementär ist.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtrennbock (6) als Drehhebel ausgebildet ist.
3. Überspannungsableiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsverlagerung des Abtrennbockes (6) über ein Sichtfenster in einem den
Tragkörper (1) umschließenden Außengehäuse erkennbar ist.
4. Überspannungsableiter nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Tragkörper (1) ein Führungsansatz (100) zur Aufnahme des zweiten Abtrennstreifenendes
(141) angeformt ist.
5. Überspannungsableiter nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Abtrennstreifenende (141) mit dem Steckkontakt (9) verlötet oder verschweißt
ist.
6. Überspannungsableiter nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtrennbock (6) als Drehschieber ausgebildet ist und an seiner zur thermischen
Trennstelle weisenden Kante (62) eine Abflachung in Form einer einfachen Schrägfläche
oder Keilfläche besitzt.
1. A surge arrester comprising a disconnecting device which is received by a support
body (1), and plug contacts (8; 9) which extend from the support body (1) and are
connected to at least one arrester element of the surge arrester,
further comprising a switching tongue (14) which is connected at a first end (140)
to the arrester element via a thermal disconnection point and by a second end (141)
to one of the plug contacts (9),
an insulating disconnection bracket (6) which is swivel-mounted at the support body
(1) and is spring-preloaded,
the spring preload acting on the thermal disconnection point by means of the switching
tongue (14),
the switching tongue further being configured as a straight-surfaced, elongated, metallic,
resiliently elastic disconnection strip (14) having a rectangular cross section,
the connection to a contact surface (3) of the arrester element being effected by
means of the thermal disconnection point via the broadside of a first disconnection
strip end (140), and
when the melting point of the thermal disconnection point is reached, the disconnection
bracket (6) being subjected to a shift in position and, in so doing, lifting the disconnection
strip (14) off the contact point (3) by its first disconnection strip end (140), and
the disconnection bracket (6) entering the resulting intermediate space, characterized in that
the connection of the switching tongue (14) to one of the plug contacts (9) is made
by means of the circumference of the second disconnection strip end (141),
which plunges into a slot-shaped recess (15) within a portion (16) of the plug contact
(9) facing the support body (1), the recess (15) being substantially complementary
to the cross-sectional area of the second disconnection strip end (141).
2. The surge arrester according to claim 1, characterized in that the disconnection bracket (6) is in the form of a rotary lever.
3. The surge arrester according to claim 1 or 2, characterized in that the shift in position of the disconnection bracket (6) is visible through an inspection
window in an outer housing enclosing the support body (1).
4. The surge arrester according to any of the preceding claims, characterized in that a guide projection (100) for receiving the second disconnection strip end (141) is
integrally molded with the support body (1).
5. The surge arrester according to any of the preceding claims, characterized in that the second disconnection strip end (141) is soldered or welded to the plug contact
(9).
6. The surge arrester according to any of the preceding claims, characterized in that the disconnection bracket (6) is in the form of a rotary slide and has a flattened
portion in the form of a simple sloping surface or wedge surface on its edge (62)
facing the thermal disconnection point.
1. Limiteur de surtension, comprenant un dispositif de sectionnement qui est reçu par
un corps de support (1), et des contacts enfichables (8 ; 9) s'étendant à partir du
corps de support (1), lesquels sont reliés à au moins un élément limiteur du limiteur
de surtension,
comprenant en outre une languette de commutation (14) qui est reliée, à une première
extrémité (140), à l'élément limiteur par un point de séparation thermique et, par
une deuxième extrémité (141), à l'un des contacts enfichables (9),
un support de sectionnement (6) isolant précontraint par ressort et monté pivotant
sur le corps de support (1),
la précontrainte par ressort agissant sur le point de séparation thermique par l'intermédiaire
de la languette de commutation (14),
la languette de commutation étant en outre réalisée sous forme de bande de sectionnement
(14) allongée, métallique, élastique de manière souple, à surface droite et à section
transversale rectangulaire,
la liaison avec une surface de contact (3) de l'élément limiteur étant réalisée au
moyen du point de séparation thermique sur le côté large d'une première extrémité
(140) de la bande de sectionnement, et
le support de sectionnement (6) étant soumis à un déplacement de position lorsque
le point de fusion du point de séparation thermique est atteint, et soulevant ainsi
la bande des sectionnement (14) du point de contact (3) par sa première extrémité
(140) de bande de sectionnement, et le support de sectionnement (6) pénétrant dans
l'espace intermédiaire produit, caractérisé en ce que
la liaison de la languette de commutation (14) avec l'un des contacts enfichables
(9) est réalisée sur la périphérie de la deuxième extrémité (141) de la bande de sectionnement
qui plonge dans un creux (15) en forme de fente à l'intérieur d'un tronçon (16) du
contact enfichable (9) pointant vers le corps de support (1), le creux (15) étant
sensiblement complémentaire à la surface de section transversale de la deuxième extrémité
(141) de la bande de sectionnement.
2. Limiteur de surtension selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support de sectionnement (6) est réalisé sous forme de levier rotatif.
3. Limiteur de surtension selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le déplacement de la position du support de sectionnement (6) est visible par l'intermédiaire
d'une fenêtre de visualisation dans un boîtier extérieur entourant le corps de support
(1).
4. Limiteur de surtension selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une saillie de guidage (100) pour la réception de la deuxième extrémité (141) de la
bande de sectionnement est moulée sur le corps de support (1).
5. Limiteur de surtension selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième extrémité (141) de la bande de sectionnement est brasée ou soudée sur
le contact enfichable (9).
6. Limiteur de surtension selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de sectionnement (6) est réalisé sous forme de tiroir rotatif et présente
sur son arête (62) tournée vers le point de séparation thermique un méplat en forme
d'une simple face oblique ou face biseautée.