[0001] Die Erfindung betrifft ein Kunststoffbauteil mit einem eine duromere Matrix aufweisenden
Kern und einem daran verankerten Anbauteil, das zumindest in seinem Verankerungsbereich
aus einem thermoplastischen Kunststoff gebildet ist und am Kern des Kunststoffbauteils
mit seinem Verankerungsbereich festgelegt ist.
[0002] Es ist bekannt, in einem Kunststoffbauteil, das einen eine duromere Matrix aufweisenden
Kern enthält, einen aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial bestehenden Ankerstift
in den Kern des Kunststoffbauteils einzubringen und darin mit Hilfe von mechanischer
Anregung, z. B. mittels einer Sonotrode erzeugter Ultraschallschwingungen, zu erweichen,
so dass ein Anteil des Kunststoffmaterials des Ankerstifts in den Kern fließt und
nach dem Verfestigen darin den Ankerstift fest verankert hält. Mit einem solchen Ankerstift
kann ein Anbauteil an dem Kunststoffbauteil befestigt werden.
[0003] Aus der
WO 2014/075200 A1 ist eine solche Befestigung eines Anbauteils mittels eines thermoplastischen Ankerstifts
bekannt geworden, der in eine Ausnehmung in dem Kunststoffbauteil eingesetzt und darin
mit Hilfe einer Sonotrode erweicht worden ist und nach seinem Verfestigen das Anbauteil
am Kunststoffbauteil fest hält.
[0004] Weiterhin ist es bekannt, thermoplastische Dübel in eine duromere Matrix eines Kunststoffbauteils
einzudrücken, so dass anschließend Schrauben in die Dübel einschraubbar sind und Anbauteile
fixieren können. Die duromere Matrix besteht dabei vorzugsweise aus einem porösen
Grundwerkstoff oder alternativ aus einer im Kern offenen Sandwichstruktur.
[0005] Zur Befestigung von Anbauteilen sind somit zusätzliche Verbindungs- oder Ankerbauteile
wie Ankerstifte oder auch thermoplastische Dübel erforderlich.
[0006] Aus der
WO 2015/181300 A1 ist ein eingangs genanntes Kunststoffbauteil mit einem eine duromere Matrix aufweisenden
Kern und einem daran verankerten Anbauteil bekannt geworden. Das Anbauteil ist zumindest
in seinem Verankerungsbereich aus einem thermoplastischen Kunststoff gebildet. Der
Verankerungsbereich weist einen Einsetzabschnitt auf, der in eine im Kern gebildete
Öffnung mittels Presspassung eingesetzt ist. Der Einsetzabschnitt des Anbauteils verbindet
sich in einem mittels Ultraschallschwingungen erzeugten fließfähigen Zustand mit der
duromeren Matrix des Kerns und ist darin in erstarrtem Zustand als Verbindungsanker
verankert.
[0007] Aus der
JP H01 146725 A ist ein Kunststoffbauteil bekannt geworden, das ein plattenförmiges Bauteil aus thermoplastischem
Kunststoff und eine aus einem duroplastischen Kunststoff geschäumte Schicht aufweist,
die mit dem plattenförmigen Bauteil flächig verbunden ist. Die Verbindung erfolgt
mittels einer Vielzahl von zylindrischen Vorsprüngen, die vom plattenförmigen Bauteil
vorragen und auch aus thermoplastischem Kunststoff gebildet sind. Das plattenförmige
Bauteil und die geschäumte Schicht werden bei der Herstellung ihrer Verbindung derart
gegeneinander gepresst, dass die Vorsprünge in den duroplastischen Kunststoff der
geschäumten Schicht eindringen. Dabei werden die Vorsprünge durch Energiezufuhr, z.
B. durch Ultraschallschwingungen, erwärmt und derart verformt, dass sie in erstarrtem
Zustand eine feste Verankerung in der geschäumten Schicht bilden.
[0008] Aus der
EP 2 246 178 A1 ist ein Kunststoffbauteil bekannt geworden, an dem ein Kunststoffanbauteil mittels
Ultraschallschweißen angebracht ist.
[0009] Weiterhin ist aus der
WO 2011/003891 A1 ein Kunststoffbauteil bekannt geworden, an dem ein Kunststoffanbauteil mittels torsionalem
Ultraschallschweißen angebracht ist. Das Kunststoffanbauteil weist beim Schweißvorgang
schmelzende Kopplungselemente auf, die als Auskragungen gebildet sind und so angeordnet
sind, dass ihre Schmelze auf einer Schweißfläche des Kunststoffbauteils verbleibt.
[0010] Ferner ist aus
WO2016/198547A1 ein Kunststoffbauteil 1 ("first object") bekannt geworden, in dessen Kern 13 ("interlining
layer") ein Verankerungsteil 3 ("connector") eingepresst wird.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Kunststoffbauteil
zu schaffen, an dem ein Anbauteil mit geringem Aufwand festlegbar ist.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Kunststoffbauteil mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0014] Dadurch, dass das Anbauteil selbst oder zumindest ein Verankerungsbereich als Teil
oder Abschnitt des Anbauteils die Verankerung oder den Verbindungsanker breit stellt,
sind keine weiteren Verankerungsteile erforderlich. Da der Verankerungsbereich oder
zumindest ein Abschnitt davon durch Energiezufuhr plastifiziert und in einen fließfähigen
oder teilfließfähigen Zustand überführt wird, kann der Verankerungsbereich in das
Kernmaterial oder in die duromere Matrix des Kerns eindringen und sich mit diesem
innig verbinden. Nach dem Erstarren und Verfestigen des thermoplastischen Kunststoffmaterials
des Verankerungsbereichs bildet dieser eine feste Verankerung in dem Kunststoffbauteil.
Die Energiezufuhr erfolgt bevorzugt mittels Ultraschallschwingungen unter Verwendung
einer Sonotrode.
[0015] Der Verankerungsbereich des Anbauteils enthält zumindest eine Vertiefung, die in
den Kern eingesetzt oder eingepresst ist. Die Vertiefung ist insbesondere derart gebildet,
dass sie vom Anbauteil oder von einer äußeren Deckplatte des Anbauteils einwärts gegen
das Kunststoffbauteil vorragt. Die Vertiefung ist z. B. als ringförmiger oder topfförmiger
Abschnitt des Verankerungsbereichs bzw. des Anbauteils gebildet. Die Vertiefung ist
demnach ein vom Anbauteil vorragender Abschnitt oder Vorsprung, der in die Tiefe des
Kerns eingesetzt ist.
[0016] Das Anbauteil enthält zumindest ein Funktions- oder Anbindungsbauteil, beispielsweise
einen Gleiter, eine Führung oder eine Öffnung oder eine Bohrung z. B. an einem Steg
des Anbauteils, aufweisen, das aus dem thermoplastischen Kunststoff des Anbauteils
geformt ist. Damit kann der Herstellungsaufwand wesentlich verringert werden.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Anbauteil zumindest
in seinem Verankerungsbereich oder in seiner Gesamtheit ausschließlich aus einem thermoplastischen
Kunststoff gebildet ist. Bei einer solchen materialeinheitlichen Gestaltung ist das
Anbauteil insbesondere als Kunststoff-Spritzgussteil kostengünstig herstellbar und
einfach zu plastifizieren.
[0018] Zweckmäßigerweise ist der Kern aus einem porösen Grundwerkstoff oder aus einer im
Kern offenen Sandwichstruktur, insbesondere einem PU-Composite-Bauteil (z. B. Sandwichstruktur
aus Polyurethan, Glasfaser und Papierwabe) gebildet.
[0019] Der Kern kann eine Deckschicht aufweisen, an der das Anbauteil anliegt und durch
die der Verankerungsbereich bzw. die Vertiefung des Anbauteils eingepresst ist. Die
Deckschicht ist z. B. aus mit Glasfasern verstärktem PU gebildet. Der Kern kann auch
an seiner gegenüberliegenden Seite von einer Deckschicht abgedeckt sein.
[0020] Der Verankerungsbereich kann noch weitere Verankerungsabschnitte aufweisen, die in
den Kern eingesetzt oder eingepresst werden und gleichfalls eine Verankerung bilden.
Ein solcher Verankerungsabschnitt ist z. B. als Stift oder als Platte oder auch ringförmig
gebildet und kann außerhalb neben der Vertiefung und z. B. ringförmig oder ringabschnittsförmig
um die Vertiefung herum angeordnet sein.
[0021] Zweckmäßigerweise ist der Verankerungsbereich oder die Vertiefung zum Aufnehmen einer
Sonotrode geformt, die im Eingriff in dieser Vertiefung mittels Ultraschallschwingungen
Energie unmittelbar auf das thermoplastische Kunststoffmaterial des Verankerungsbereichs
des Anbauteils überträgt.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Kunststoffbauteils unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- in einer Schnittansicht in Explosionsdarstellung ein PU-Composite-Bauteil mit einem
Anbauteil und einer Sonotrode vor dem Befestigen des Anbauteils; und
- Fig. 2
- in einer Schnittansicht das PU-Composite-Bauteil mit daran festgelegtem Anbauteil.
[0023] Ein Kunststoffbauteil 1 ist z. B. als PU-Composite-Bauteil gebildet und weist einen
Kern 15 mit einer duromeren Matrix auf, der beispielsweise als offene Sandwichstruktur,
z. B. einer Papierwabenstruktur, oder aus einem porösen Grundwerkstoff wie z. B. Polyurethan-Hartschaum
gebildet ist und jeweils von einer Deckschicht (nicht dargestellt) z. B. aus mit Glasfasern
verstärktem PU abgedeckt sein kann.
[0024] Ein Anbauteil 2 ist zum Festlegen an dem Kern 15 des Kunststoffbauteils 1 vorgesehen.
Über das Anbauteil 2 kann eine Verbindung zu anderen Teilen hergestellt werden und
es können Kräfte auf das Kunststoffbauteil 1 übertragen werden. Das Anbauteil 2 kann
Funktions- oder Anbauteile wie z. B. einen Gleiter 11 enthalten, der an einer Führung
12 zu lagern ist, die das z. B. einen Schiebehimmel bildende Kunststoffbauteil 1 über
den Gleiter 11 verschiebbar lagert. Das Anbauteil 2 kann auch mit einem Steg 13 gebildet
sein, der ein Durchgangsloch 14 oder dergleichen zur Verbindung mit einem anderen
Bauteil enthält.
[0025] Das Anbauteil 2 ist zumindest in einem Verankerungsbereich 3 und bevorzugt in seiner
Gesamtheit aus thermoplastischem Kunststoffmaterial hergestellt. Der Verankerungsbereich
3 des in Fig. 1 dargestellten Anbauteils 2 weist eine beispielsweise zylindrisch geformte
Vertiefung 4 auf, die von einem als Deckplatte 5 geformten Abschnitt vorragt, sowie
Verankerungsabschnitte 6, die neben der Vertiefung 4 von der Deckplatte 5 vorragen.
Die Verankerungsabschnitte 6 sind stift- oder plattenförmige Elemente oder als ein
die Vertiefung 4 ringförmig umgebendes Element gebildet.
[0026] Das Anbauteil 2 wird am Kunststoffbauteil 1 befestigt, indem es gegen die Seitenfläche
7 des Kunststoffbauteils 1 geführt und - durch eine fakultativ vorhandene Deckschicht
- in den Kern 15 des Kunststoffbauteils 1 eingepresst wird, bis es seine vorgesehene
Position erreicht hat, in der die Deckplatte 5 an der Seitenfläche 7 des Kunststoffbauteils
1 bzw. des Kerns 15 anliegt. Beim Einpressen des Verankerungsbereichs 3 mit der Vertiefung
4 und den Verankerungsabschnitten 6 in den Kern 15 wird das nachgebende Kernmaterial
dementsprechend verdrängt.
[0027] Eine Sonotrode 8 wird an das Anbauteil 2 herangeführt und mit ihm in Kontakt gebracht.
Die Sonotrode 8 enthält beispielsweise einen von einer Basis 9 aus vorstehenden zylindrischen
Zapfen 10, der in seiner Form und Größe an die Vertiefung 4 des Verankerungsbereichs
3 des Anbauteils 2 angepasst ist und der in seiner Arbeitsstellung in der Vertiefung
4 durch Ultraschallschwingungen das thermoplastische Kunststoffmaterial erweicht und
soweit plastifiziert, dass das fließfähige Kunststoffmaterial der Vertiefung 4 eine
innige Verbindung mit dem umgebenden Kernmaterial des Kerns 15 des Kunststoffbauteils
1 sowie der gegebenenfalls vorhandenen Deckschicht eingehen kann. Bei ausreichend
hoher Leistung der Sonotrode 8 können die Ultraschallschwingungen auch die Verankerungsabschnitte
6 plastifizieren, so dass auch sie in einem fließfähigen Zustand eine innige Verbindung
mit dem Kernmaterial des Kerns 15 des Kunststoffbauteils 1 bzw. der Deckschicht eingehen
können. Die duromere Matrix des Kernmaterials, die im Bereich des eingepressten Anbauteils
verformt oder verdrängt wird und durch das plastische Kunststoffmaterial wieder verfestigt
wird, wird ansonsten durch die Energiezufuhr nicht beeinträchtigt.
[0028] Nachdem die Sonotrode 8 die Erzeugung der Ultraschallschwingungen beendet hat, verfestigt
sich das Kunststoffmaterial des Verankerungsbereichs 3 des Anbauteils 2 und der Verankerungsbereich
3 bildet einen stabilen und dauerhaften Verbindungsanker, der das Anbauteil 2 an dem
Kern 15 und der ggfs. vorhandenen Deckschicht des Kunststoffbauteils 1 fixiert hält.
Die Sonotrode 8 wird beim Verfestigen des Kunststoffmaterials oder danach entfernt.
[0029] Fig. 2 zeigt das Kunststoffbauteil 1 mit dem daran verankerten Anbauteil 2. Die Gestaltung
des Verankerungsbereichs 3, der Vertiefung 4 und der Verankerungsabschnitte 6 sind
beispielhaft dargestellt. Auch andere Gestaltungen des Verankerungsbereichs 3 mit
in das offene oder offenporige Kernmaterial eindringenden oder daran aufliegenden
Teilen oder Verbindungsanker können verwendet werden, soweit sie eine innige Verbindung
oder Verankerung ermöglichen.
[0030] Bei diesem Kunststoffbauteil 1 benötigt somit die Verankerung des Anbauteils 2 keine
zusätzlichen Bauteile wie Schrauben, Nieten oder Dübel oder dergleichen.
[0031] Da sich der Verankerungsbereich 3 bei eingebautem Anbauteil 2 unterhalb der Deckplatte
5 im Kernmaterial befindet und im Wesentlichen von der Deckplatte 5 abgedeckt ist,
ergibt sich ein bevorzugtes optisches Erscheinungsbild ohne zusätzliche Schrauben
oder Nieten.
[0032] Das Einpressen des Anbauteils 2 in das Kernmaterial des Kerns 15 des Kunststoffbauteils
1, gegebenenfalls durch eine Deckschicht hindurch, kann von einer eigenen Pressvorrichtung
oder auch mittels der Sonotrode 8 erfolgen.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann in dem Kernmaterial des Kunststoffbauteils
1 zumindest eine Ausnehmung gebildet werden, die im Wesentlichen der Form des Verankerungsbereichs
3 angepasst ist oder mit dieser übereinstimmt, so dass beim Einpressen des Anbauteils
2 weniger Kernmaterial verformt werden muss. Diese Vorbereitung des Kunststoffbauteils
1 ist insbesondere bei Verwendung eines weniger verformbaren Kernmaterials zweckmäßig.
[0034] Das Anbauteil 2 kann gänzlich aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial gebildet
sein oder zumindest in seinem Verankerungsbereich 3.
[0035] Das Anbauteil 2 kann abweichend von der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform
auch zumindest in seinem Verankerungsbereich 3 auch eben geformt sein, so dass es
in ebenflächiger Anlage auf dem gleichfalls zumindest im Anlagebereich ebenflächigen
Kern 15 des Kunststoffbauteils 1 befestigt und verankert ist. Verankerung bedeutet
daher nicht nur ein verdrängendes und verformendes Eindringen in das Kernmaterial,
sondern auch eine flächige Verbindung. Eine hierbei verwendete Sonotrode hat eine
dementsprechend angepasste Form.
[0036] Wenn auch der Einsatz einer Sonotrode 8 zum Erzeugen der Energie, die zum Plastifizieren
des thermoplastischen Kunststoffmaterials des Verankerungsbereichs 3 des Anbauteils
2 benötigt wird, besonders bevorzugt ist, so kann dennoch auch ergänzend oder alternativ
die Energiezufuhr z. B. durch eine Heizeinrichtung wie eine Infrarotheizung erfolgen.
[0037] Die in der Beschreibung und anhand des Ausführungsbeispiels sowie in den Figuren
offenbarten einzelnen Merkmale der Erfindung können in beliebigen technisch zweckmäßigen
Anordnungen und Gestaltungen mit dem Erfindungsgegenstand in seiner allgemeinen Form
kombiniert werden.
Bezugszeichenliste
[0038]
| 1 |
Kunststoffbauteil |
9 |
Basis |
| 2 |
Anbauteil |
10 |
Zapfen |
| 3 |
Verankerungsbereich |
11 |
Gleiter |
| 4 |
Vertiefung |
12 |
Führung |
| 5 |
Deckplatte |
13 |
Steg |
| 6 |
Verankerungsabschnitt |
14 |
Durchgangsloch |
| 7 |
Seitenfläche |
15 |
Kern |
| 8 |
Sonotrode |
|
|
1. Kunststoffbauteil (1) mit einem eine duromere Matrix aufweisenden Kern (15) und einem
daran verankerten Anbauteil (2), das zumindest in seinem Verankerungsbereich (3) aus
einem thermoplastischen Kunststoff gebildet ist und am Kern (15) des Kunststoffbauteils
(1) mit seinem Verankerungsbereich (3) festgelegt ist,
wobei der Verankerungsbereich (3) zumindest eine Vertiefung (4) aufweist, die in den
Kern (15) eingepresst ist, sich in einem mittels Energiezufuhr und insbesondere mittels
Ultraschallschwingungen erzeugten fließfähigen Zustand mit der duromeren Matrix des
Kerns (15) verbindet und darin in erstarrtem Zustand insbesondere als Verbindungsanker
verankert ist, und wobei das Anbauteil (2) zumindest ein Funktions- oder Anbindungsbauteil
(11, 13) aufweist, das aus dem thermoplastischen Kunststoff geformt ist.
2. Kunststoffbauteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Anbauteil (2) zumindest in seinem Verankerungsbereich (3) oder in seiner Gesamtheit
ausschließlich aus einem thermoplastischen Kunststoff gebildet ist.
3. Kunststoffbauteil (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (15) aus einem porösen Grundwerkstoff oder aus einer im Kern (15) offenen
Sandwichstruktur, insbesondere einem PU-Composite-Bauteil, besteht.
4. Kunststoffbauteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsbereich (3) des Anbauteils (2) zumindest einen Verankerungsabschnitt
(6) aufweist, der insbesondere als Stift, Platte oder Ring gebildet ist und in den
Kern (15) eingepresst ist.
5. Kunststoffbauteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsbereich (3) oder die Vertiefung (4) zum Aufnehmen einer Sonotrode
(8) geformt ist.
6. Kunststoffbauteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (15) eine Deckschicht aufweist, an der das Anbauteil (2) anliegt und durch
die der Verankerungsbereich (3) bzw. die Vertiefung (4) des Anbauteils (2) eingepresst
ist.
1. Plastics component (1) with a core (15) having a thermoset matrix and an add-on part
(2) which is anchored thereon and, at least in its anchoring region (3), is formed
from a thermoplastic material and the anchoring region (3) of the add-on part is fixed
on the core (15) of the plastics component (1),
wherein the anchoring region (3) has at least one depression (4) which is pressed
into the core (15), is bonded to the thermoset matrix of the core (15) in a fluid
state created by means of an input of energy and in particular by means of ultrasound
vibrations, and is anchored therein in the solidified state, in particular as a connection
anchor, and wherein the add-on part (2) has at least one functional or attachment
component (11, 13), which is formed from the thermoplastic material.
2. Plastics component (1) according to Claim 1, characterized in that the add-on part (2), at least in its anchoring region (3) or in its entirety, is
formed exclusively from a thermoplastic material.
3. Plastics component (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the core (15) consists of a porous base material or a sandwich structure with an
open core (15), in particular a PU composite component.
4. Plastics component (1) according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that the anchoring region (3) of the add-on part (2) has at least one anchoring portion
(6) which is formed in particular as a pin, plate or ring and is pressed into the
core (15).
5. Plastics component (1) according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that the anchoring region (3) or the depression (4) is formed to receive a sonotrode (8).
6. Plastics component (1) according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that the core (15) has a cover layer, against which the add-on part (2) bears and through
which the anchoring region (3) or the depression (4) of the add-on part (2) is pressed
in.
1. Composant en matière plastique (1) comprenant un noyau (15) présentant une matrice
duromère et une partie rapportée (2) ancrée à celui-ci, qui est constituée, au moins
dans sa zone d'ancrage (3), d'une matière plastique thermoplastique et qui est fixée,
par sa zone d'ancrage (3), au noyau (15) du composant en matière plastique (1), la
zone d'ancrage (3) présentant au moins un évidement (4) qui est enfoncé dans le noyau
(15), se lie, dans un état apte à l'écoulement obtenu par apport d'énergie et notamment
par des vibrations ultrasonores, à la matrice duromère du noyau (15), et y est ancré
à l'état solidifié, notamment en tant qu'ancre de liaison, et la partie rapportée
(2) présentant au moins un composant fonctionnel ou d'attache (11, 13) qui est formé
à partir de la matière plastique thermoplastique.
2. Composant en matière plastique (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la partie rapportée (2) est formée, au moins dans sa zone d'ancrage (3) ou dans son
intégralité, exclusivement d'une matière plastique thermoplastique.
3. Composant en matière plastique (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le noyau (15) est constitué d'un matériau de base poreux ou d'une structure sandwich
ouverte dans le noyau (15), en particulier d'un composant composite en PU.
4. Composant en matière plastique (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la zone d'ancrage (3) de la partie rapportée (2) présente au moins une section d'ancrage
(6), qui est formée notamment sous forme de tige, de plaque ou d'anneau et qui est
enfoncée dans le noyau (15).
5. Composant en matière plastique (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la zone d'ancrage (3) ou l'évidement (4) est formé pour recevoir une sonotrode (8).
6. Composant en matière plastique (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le noyau (15) présente une couche de recouvrement contre laquelle la partie rapportée
(2) est en appui et à travers laquelle la zone d'ancrage (3) ou l'évidement (4) de
la partie rapportée (2) est enfoncé.