[0001] Die Erfindung betrifft eine Betonschwelle für einen Eisenbahnfahrweg, mit einem Betonkörper
und einer einen Sensor aufweisenden Messeinrichtung zum Erfassen von während des Betriebs
auf die Betonschwelle einwirkenden Lasten und/oder Verformungen.
[0002] Für die Auslegung von Betonschwellen existieren Dimensionierungsrichtlinien, die
auf Erfahrungswerten beruhen. Darin sind vergleichsweise große Sicherheitsfaktoren
berücksichtigt. Die Dimensionierung von Betonschwellen ist allerdings mit gewissen
Unsicherheiten behaftet, da die tatsächlichen, im Betrieb auftretenden Belastungen
unbekannt sind. Während des Betriebs sind die Betonschwellen sowohl Druckbelastungen
als auch Biegebelastungen ausgesetzt. Betonschwellen müssen so dimensioniert werden,
dass über die geplante Lebensdauer keine Rissbildung und kein Bruch auftritt.
[0003] In der Vergangenheit sind bereits verschiedene Versuche unternommen worden, um die
während des Betriebs auftretenden Lasten zu erfassen.
[0004] In der
DE 40 23 745 A1 wird eine Schwelle vorgeschlagen, die zweiteilig ausgebildet ist und einen trogartigen
Grundkörper aufweist, in dem ein Messkolben vertikal beweglich gelagert ist. Die Oberseite
des Messkolbens dient als Auflage für eine Schiene. Zwischen dem Grundkörper und dem
Messkolben befindet sich im Inneren der Betonschwelle ein Drucksensor. Beim Befahren
der Betonschwelle durch ein Schienenfahrzeug können die momentan auftretenden Vertikalkräfte
erfasst werden.
[0005] In der
EP 2 602 169 A1 wird eine Betonschwelle vorgeschlagen, die fest eingebaute Messeinrichtungen aufweist.
Die Messeinrichtungen befinden sich im Inneren der Betonschwelle.
[0006] Die
DE 38 44 663 A1 schlägt eine Schwelle für einen Eisenbahnfahrweg vor, die integrierte faseroptische
Sensoren aufweist, um Druck- und Biegebeanspruchungen zu erfassen.
[0007] In der
DE 10 2010 009 754 A1 wird eine Schwelle vorgeschlagen, die einen lösbar befestigbaren Infrarot-Sensor
besitzt. Der Infrarot-Sensor dient zur Überwachung der Temperatur von Schienenfahrzeugkomponenten.
[0008] Die herkömmlichen Betonschwellen mit fest eingebauten Messaufnehmern ermöglichen
eine zuverlässige Erfassung der während des Betriebs auftretenden Belastungen. Allerdings
sind derartige, mit Messeinrichtungen ausgerüstete Betonschwellen vergleichsweise
teuer, weshalb in der Praxis nur eine geringe Anzahl von Betonschwellen damit ausgerüstet
werden kann.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Betonschwelle anzugeben, mit der die
Erfassung von während des Betriebs auftretenden Lasten einfacher und flexibler durchgeführt
werden kann.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Betonschwelle der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß vorgesehen, dass sie wenigstens eine durch ein fest und integral mit
dem Betonkörper der Betonschwelle verbundenes Hohlprofil gebildete Ausnehmung aufweist,
in der die Messeinrichtung entnehmbar einsetzbar oder eingesetzt ist, wobei das Hohlprofil
eine exakte Anlagefläche für die Messeinrichtung bildet und auf die Betonschwelle
einwirkende Lasten unmittelbar über das Hohlprofil auf die Messeinrichtung übertragbar
sind.
[0011] Im Gegensatz zu den beschriebenen herkömmlichen Betonschwellen, bei denen die Messeinrichtung
fest eingebaut, insbesondere im Inneren vergossen ist, ermöglicht die erfindungsgemäße
Betonschwelle das bedarfsweise Einbringen der Messeinrichtung, wenn tatsächlich eine
Messung durchgeführt werden soll. Sofern keine Messung durchzuführen ist, kann die
Betonschwelle wie eine herkömmliche Betonschwelle, die keine Messeinrichtung aufweist,
benutzt werden. Auf diese Weise können entlang eines Schienenfahrwegs beliebig viele
erfindungsgemäße Betonschwellen eingebaut werden, die für die Aufnahme einer Messeinrichtung
vorbereitet und geeignet sind. Bei Bedarf werden dann ein oder mehrere erfindungsgemäße
Betonschwellen mit der Messeinrichtung versehen. Dazu wird die Messeinrichtung in
die jeweilige Aufnahme der Betonschwelle eingesetzt. Auf diese Weise können unterschiedliche
Abschnitte der Schienenfahrbahn untersucht werden. Durch die Erfindung ergibt sich
der Vorteil, dass lediglich eine einzige Messeinrichtung oder gegebenenfalls mehrere
Messeinrichtungen erforderlich sind, die nicht dauerhaft installiert werden und zur
Durchführung einer Messung an einer gewünschten Position installiert werden. Da die
Messeinrichtung bzw. die mehreren Messeinrichtungen jedoch exakt an einer bestimmten
Stelle des Schienenfahrwerks eingebaut werden können, um eine Messung durchzuführen,
ist eine effiziente Nutzung möglich. Im Gegensatz dazu ermöglichen die erwähnten herkömmlichen
Betonschwellen jeweils nur eine Messung an dem Einbauort der entsprechenden Betonschwelle.
Daraus ergibt sich der Vorteil, dass die Erfassung von während des Betriebs auftretenden
Lasten einfach, flexibel, zielgerichtet und kostengünstig durchgeführt werden kann.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Betonschwelle ist die Ausnehmung durch ein Hohlprofil gebildet,
das integral mit dem Beton verbunden ist. das Hohlprofil kann beispielsweise ein Metallprofil
sein, insbesondere ein Stahlprofil oder ein Aluminiumprofil. Das Hohlprofil bildet
eine exakte Anlagefläche für die Messeinrichtung, sodass Messungen genau und reproduzierbar
durchgeführt werden können. Das Hohlprofil ist fest mit dem Betonkörper der Betonschwelle
verbunden, sodass auf die Betonschwelle einwirkende Lasten unmittelbar über das Hohlprofil
auf die Messeinrichtung übertragen werden. Ein als Metallprofil ausgebildetes Hohlprofil
weist einen höheren Elastizitätsmodul als der ihn umgebende Beton auf. Durch das Hohlprofil
wird die durch die Ausnehmung in dem Betonkörper hervorgerufene Verringerung der Steifigkeit
näherungsweise kompensiert. Das Hohlprofil ist so ausgelegt, dass sich die erfindungsgemäße
Betonschwelle näherungsweise wie eine herkömmliche, keine Ausnehmung aufweisende Betonschwelle
verhält. Die Durchführung einer Messung mittels der erfindungsgemäßen Betonschwelle
ermöglicht somit eine realistische Erfassung der auf herkömmliche Betonschwellen einwirkenden
Belastungen während des Betriebs der Schienenfahrbahn.
[0013] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Hohlprofil der erfindungsgemäßen
Betonschwelle einen rechteckigen oder quadratischen oder runden Querschnitt aufweist.
Derartige Hohlprofile sind kommerziell erhältlich. Vorzugsweise ist der Querschnitt
rechteckig oder quadratisch. Ein rechteckiger oder quadratischer Querschnitt weist
eine obere und eine untere Innenfläche auf, die einander gegenüberliegen. Diese Flächen
können benutzt werden, um die Messeinrichtung exakt an einer gewünschten Position
so anzuordnen, dass die auftretenden Lasten von der Betonschwelle über das Hohlprofil
auf die Messeinrichtung übertragen werden.
[0014] Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, dass der Sensor der Messeinrichtung in einem
Sensorgehäuse aufgenommen ist, das in die Ausnehmung einsetzbar oder eingesetzt ist.
Der Sensor der Messeinrichtung kann somit entweder direkt in das Hohlprofil eingesetzt
werden, alternativ kann der Sensor in einem Sensorgehäuse aufgenommen sein. Das Sensorgehäuse
schützt die Messeinrichtung vor Umwelteinflüssen und gewährleistet eine hohe Qualität
der erfassten Messdaten. Das Sensorgehäuse ist allerdings optional. Sofern die Messeinrichtung
ohne Sensorgehäuse benutzt wird, kann die Ausnehmung, insbesondere das Hohlprofil
am freien Ende verschlossen werden, beispielsweise durch einen Stopfen, eine Klappe,
einen Deckel oder dergleichen.
[0015] In diesem Zusammenhang kann es vorgesehen sein, dass der Sensor mittels einer Klemmvorrichtung
formschlüssig und/oder kraftschlüssig in der Ausnehmung befestigbar oder befestigt
ist. Sofern ein Sensorgehäuse vorgesehen ist, in dem der Sensor aufgenommen ist, kann
es alternativ vorgesehen sein, dass das Sensorgehäuse mittels einer Klemmvorrichtung
formschlüssig und/oder kraftschlüssig in der Ausnehmung befestigbar oder befestigt
ist. Sofern die Ausnehmung durch ein Hohlprofil gebildet ist, wird der Sensor bzw.
das Sensorgehäuse mittels der Klemmvorrichtung in dem Hohlprofil formschlüssig und/oder
kraftschlüssig befestigt. Durch die formschlüssige bzw. kraftschlüssige Befestigung
wird sichergestellt, dass die im Betrieb auftretenden Lasten, insbesondere Vertikalkräfte,
auf die Messeinrichtung übertragen werden, sodass eine genaue messtechnische Erfassung
der Lasten möglich ist. Die kraftschlüssige Befestigung kann auch durch einen Magneten
erfolgen.
[0016] Eine bevorzugte Variante der erfindungsgemäßen Betonschwelle sieht vor, dass die
Klemmvorrichtung in die Ausnehmung einsetzbar ist und sich einerseits an einer Innenfläche
der Ausnehmung und andererseits an einer Außenfläche des Sensorgehäuses abstützt.
Die Klemmvorrichtung kann somit in die Ausnehmung, gegebenenfalls in das Hohlprofil,
eingesetzt und dort verspannt werden.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Betonschwelle kann die Klemmvorrichtung
eine erste Klemmplatte aufweisen, die mit einer zweiten Klemmplatte derart zusammenwirkt,
dass durch eine Längsverschiebung der beiden aufeinander liegenden Klemmplatten relativ
zueinander deren Gesamtdicke einstellbar ist. Die erste und/oder die zweite Klemmplatte
ist dazu so geformt, dass sich bei einer Längsverschiebung der beiden Klemmplatten
die gewünschte Dickenänderung ergibt. Vorzugsweise umfasst die Betonschwelle die erste
Klemmplatte und die zweite Klemmplatte. Optional kann eine der Klemmplatten fest mit
der Messeinrichtung verbunden sein. Eine der Klemmplatten kann somit auch als eine
Außenseite der Messeinrichtung ausgebildet sein. Bei dieser Variante ist eine Klemmplatte
einstückig mit der Messeinrichtung verbunden.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Betonschwelle kann die erste
Klemmplatte eine Gewindebohrung aufweisen und die zweite Klemmplatte kann mittels
einer die Gewindebohrung durchsetzenden Schraube längsverschiebbar sein. Somit kann
durch Drehen der Schraube die erforderliche Längsverschiebung einer Klemmplatte bewirkt
werden, wodurch die andere Klemmplatte verschoben wird, damit sich die Gesamtdicke
der beiden Klemmplatten ändert. Durch Vergrößern der Gesamtdicke können die beiden
Klemmplatten in der Ausnehmung, insbesondere in dem Hohlprofil, verklemmt werden.
Eine der Klemmplatten stützt sich dabei an einer Innenseite der Ausnehmung, insbesondere
an der Innenseite des Hohlprofils ab. Die andere Klemmplatte stützt sich an der Messeinrichtung,
gegebenenfalls an einem Sensorgehäuse ab. Eine gegenüberliegende Seite der Messeinrichtung,
gegebenenfalls des Sensorgehäuses, stützt sich an einer gegenüberliegenden Seite der
Ausnehmung, insbesondere des Hohlprofils, ab.
[0019] Mit besonderem Vorteil kann es bei der erfindungsgemäßen Betonschwelle vorgesehen
sein, dass die Klemmplatten jeweils ein Rampenprofil aufweisen, wobei die beiden Rampenprofile
zumindest näherungsweise gegengleich zueinander ausgebildet sind. Ein Rampenprofil
weist eine oder mehrere schräge Flächen auf. Die Klemmplatten können auch ein Sägezahnprofil
mit mehreren schrägen Flächen aufweisen. Im einfachsten Fall könnten die beiden Klemmplatten
auch als Keilprofile ausgebildet sein, sodass bei einer Relativverschiebung zueinander
in Längsrichtung die benötigte Änderung der Gesamtdicke bewirkt wird, wodurch die
Klemmung erzielt wird.
[0020] Sofern der Sensor der Messeinrichtung in einem Sensorgehäuse aufgenommen ist, kann
das Sensorgehäuse vorzugsweise als Rohr ausgebildet sein. Das Rohr kann vorzugsweise
einen runden oder einen eckigen Querschnitt aufweisen.
[0021] Eine Variante der erfindungsgemäßen Betonschwelle sieht vor, dass die Ausnehmung
als Durchgangsöffnung ausgebildet ist. Die Durchgangsöffnung kann von dem Hohlprofil
durchsetzt sein. Die Durchgangsöffnung erstreckt sich vorzugsweise in Längsrichtung
der Betonschwelle. In der Durchgangsöffnung kann ein Anschlag für die Messeinrichtung,
gegebenenfalls auch zwei Anschläge, vorhanden sein. Auf diese Weise ist es einfach
möglich, die Messeinrichtung exakt an einer bestimmten Position in Längsrichtung in
die Ausnehmung einzusetzen und dort mittels der Klemmvorrichtung zu arretieren. Wenn
die Ausnehmung als Durchgangsöffnung ausgebildet ist, kann eine erste Messeinrichtung
ausgehend von einem Ende und eine zweite Messeinrichtung von dem gegenüberliegenden
Ende ausgehend eingesetzt werden.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Betonschwelle kann sie zwei
oder mehr Ausnehmungen aufweisen, die sich vorzugsweise in Längsrichtung von beiden
Enden nach innen erstrecken. Insbesondere können die Ausnehmungen so positioniert
sein, dass die Messeinrichtungen unterhalb der Schienenauflagen der Betonschwelle
positionierbar sind. Alternativ kann eine Messeinrichtung in der Schwellenmitte, vorzugsweise
in der Nähe der Oberseite der Schwelle, angeordnet sein.
[0023] Bei der erfindungsgemäßen Betonschwelle kann es vorgesehen sein, dass der Sensor
als Lasersensor ausgebildet ist, der einen Laserlicht emittierenden Sender und einen
Empfänger aufweist, die voneinander beabstandet angeordnet sind, wobei der Lasersensor
dazu ausgebildet ist, eine durch eine auf die Betonschwelle einwirkende Last und/oder
eine Verformung zu erfassen. Der Lasersensor umfasst eine Messtrecke, die zwischen
dem Sensor und dem Empfänger gebildet ist. Der Sender und der Empfänger sind aufeinander
ausgerichtet, sodass das Laserlicht auf eine bestimmte Position des Empfängers auftrifft.
Sofern der Sensor eine Belastung, insbesondere ein Vertikalkraft, erfährt, bewirkt
diese Kraft, dass auf die Messeinrichtung eine Biegebelastung ausgeübt wird und das
Laserlicht an einer anderen Position auf den Empfänger auftrifft. Diese Abweichung
wird von dem Sensor erfasst. Die Abweichung ist abhängig von der auf die Betonschwelle
einwirkenden Last. Dementsprechend kann durch die Auswertung des Sensorsignals die
auftretende Last erfasst und charakterisiert werden.
[0024] Bei der erfindungsgemäßen Betonschwelle wird es bevorzugt, dass die Messeinrichtung
so in der Ausnehmung positioniert ist, dass sich der Sensor zumindest näherungsweise
unterhalb einer Schienenauflagefläche oder im Bereich der Schwellenmitte befindet.
Gegebenenfalls können sich unter beiden Schienenauflageflächen entsprechende Sensoren
befinden.
[0025] Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Betonschwelle kann es vorgesehen
sein, dass sie einen weiteren Sensor aufweist, der an der Oberfläche oder zumindest
in der Nähe der Oberfläche der Betonschwelle, in deren mittleren Bereich, angeordnet
ist. Bei diesem Sensor kann es sich um einen Kraftsensor oder um einen Sensor zum
Erfassen einer Zug- oder Druckbelastung handeln.
[0026] Daneben betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Erfassen von während des Betriebs
auf einer Betonschwelle für einen Eisenbahnfahrweg einwirkenden Lasten und/oder Verformungen.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass eine eine Ausnehmung
für eine Messeinrichtung ausweisende Betonschwelle der beschriebenen Art verwendet
wird, und die Messeinrichtung entnehmbar in der Ausnehmung eingesetzt ist.
[0028] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens können vorab die folgenden
Schritte durchgeführt werden: Positionieren wenigstens eines Kraftsensors bei mehreren
Betonschwellen zum Erfassen von Stützpunktkräften, Feststellen, welche Betonschwelle
die maßgebende, insbesondere die größte, Belastung erfährt, und Einsetzen der Messeinrichtung
in diejenige Betonschwelle mit der größten Belastung.
[0029] In der Praxis hat es sich herausgestellt, dass mehrere Betonschwellen, die nah beieinander,
beispielsweise benachbart zueinander, angeordnet sind, unterschiedliche Belastungen
erfahren. Ein Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Bettung der einzelnen Betonschwellen
bei einem Schotterunterbau. Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich,
diejenige Betonschwelle zu identifizieren, die die maßgebende, insbesondere die größte,
Belastung erfährt. Anschließend wird die Messeinrichtung in diejenige Betonschwelle
eingesetzt, bei der die größte Belastung auftritt. Durch das erfindungsgemäße Verfahren
kann somit festgestellt werden, an welcher Position innerhalb eines bestimmten Abschnitts
einer Schienenfahrbahn die Messung am zweckmäßigsten vorgenommen werden kann.
[0030] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen sind schematische
Darstellungen und zeigen:
- Fig. 1
- eine geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Betonschwelle,
- Fig. 2
- eine dem gegenüber um 90 Grad gedrehte Ansicht in Längsrichtung,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Ansicht der linken Hälfte von Fig. 1,
- Fig. 4
- eine geschnittene Seitenansicht eines Sensorgehäuses,
- Fig. 5
- eine Draufsicht des in Fig. 4 gezeigten Sensorgehäuses,
- Fig. 6
- eine Ansicht des Profils des Sensorgehäuses,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht einer ersten Klemmplatte,
- Fig. 8
- die in Fig. 7 gezeigte Klemmplatte in einer Ansicht von unten,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht einer zweiten Klemmplatte,
- Fig. 10
- eine Draufsicht der in Fig. 9 gezeigten zweiten Klemmplatte, und
- Fig. 11
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0031] Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Betonschwelle 1, Fig. 2 ist eine demgegenüber
um 90 Grad gedrehte Ansicht der Betonschwelle 1 in Längsrichtung. Die Betonschwelle
1 umfasst einen quaderförmigen Grundkörper 2 aus Beton. An beiden Enden der Betonschwelle
1 sind Schwellenblöcke 4 ausgebildet, in diesem Bereich weist die Betonschwelle 1
eine erhöhte Oberseite 5 mit einer Schienenauflage 6 auf.
[0032] In Fig. 2 erkennt man, dass die Betonschwelle 1 für mehrere Spannstäbe 7 vorgesehen
ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind insgesamt sechs Spannstäbe 7 vorgesehen,
die Anzahl der Spannstäbe wird in Abhängigkeit der zu erwartenden Lasten festgelegt
und kann variieren.
[0033] Im unteren Teil des Grundkörpers 2 der Betonschwelle 1 befindet sich eine Ausnehmung
8. In diesem Ausführungsbeispiel wird die Ausnehmung 8 durch ein Hohlprofil 9 gebildet.
Das Hohlprofil 9 besteht aus einer Stahllegierung und besitzt einen Rechteckquerschnitt.
Das Hohlprofil 9 ist so in dem Grundkörper 2 angeordnet, dass die längeren Rechteckseiten
in Vertikalrichtung ausgerichtet sind. Das Hohlprofil 9 wird bei der Herstellung des
Grundkörpers 2 der Betonschwelle 1 vergossen, wodurch es fest mit dem Grundkörper
2 verbunden ist.
[0034] In der Seitenansicht von Fig. 1 erkennt man, dass die durch das Hohlprofil 9 gebildete
Ausnehmung 8 als Durchgangsöffnung ausgebildet ist und sich somit von einem Ende der
Betonschwelle 1 bis zum entgegengesetzten Ende erstreckt.
[0035] Die Ausnehmung 8 ist dazu ausgebildet, eine Messeinrichtung aufzunehmen. Durch die
Ausgestaltung des Hohlprofils 9 als Durchgangsöffnung kann von beiden Enden der Betonschwelle
1 eine Messeinrichtung in das Hohlprofil 9 eingesetzt werden. Die Messeinrichtung
wird nur bei Bedarf eingesetzt, sofern keine Messung vorgenommen werden soll, ist
die Ausnehmung 8 leer bzw. hohl. Zum Schutz vor Umwelteinflüssen kann die Ausnehmung
8 mit einem Stopfen oder einem Deckel verschlossen werden.
[0036] In Fig. 1 ist dargestellt, dass in die Ausnehmung 8 zwei Messeinrichtungen eingesetzt
sind. Unterhalb jeder Schienenauflage 6 befindet sich jeweils eine Messeinrichtung.
[0037] Nachfolgend wird auf Fig. 3 Bezug genommen, die eine vergrößerte Ansicht der linken
Hälfte von Fig. 1 zeigt. Die Messeinrichtung 10 umfasst ein Sensorgehäuse 11. Das
Sensorgehäuse 11 ist als Einschubrohr ausgebildet und nimmt den Sensor 12 in seinem
Inneren auf.
[0038] Fig. 4 ist eine geschnittene Seitenansicht und zeigt das als Einschubrohr ausgebildete
Sensorgehäuse 11 mit dem darin angeordneten Sensor 12.
[0039] Fig. 5 ist eine Draufsicht des Sensorgehäuses 11 und Fig. 6 ist eine Ansicht des
Sensorgehäuses 11 in Längsrichtung. In Fig. 6 erkennt man, dass das Sensorgehäuse
11 an seiner Oberseite mehrere Öffnungen 13 aufweist. In diesem Ausführungsbeispiel
sind zwei sich in Längsrichtung erstreckende Öffnungen 13 vorgesehen, zusätzlich sind
zwei kleinere Öffnungen 14 vorhanden, die eine ovale Kontur aufweisen.
[0040] Die Größe, Position und Anzahl der Öffnungen 13, 14 ist so gewählt, dass die durch
die Ausnehmung 8 in dem Grundkörper 2 der Betonschwelle 1 verursachte Verringerung
der Steifigkeit durch das Sensorgehäuse 11 zumindest näherungsweise ausgeglichen wird.
[0041] Das quadratische Profil des Sensorgehäuses 11 ist so gewählt, dass das als Einschubrohr
ausgebildete Sensorgehäuse 11 in das Hohlprofil 9 einsetzbar ist, wie in den Figuren
1 und 3 gezeigt ist.
[0042] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Sensor 12 als Lasersensor ausgebildet. Der
Lasersensor umfasst - wie in Fig. 4 gezeigt ist -, einen Sender 15 und einen davon
beabstandeten Empfänger 16. Zwischen dem Sender 15 und dem Empfänger 16 ist eine Messtrecke
gebildet. Der Sender 15 sendet Laserlicht aus, das auf den Empfänger 16 auftrifft.
Der Sender 15 und der Empfänger 16 sind so aufeinander abgestimmt, dass das Laserlicht
auf eine bestimmte Stelle des Empfängers 16 auftrifft. In Fig. 1 erkennt man, dass
sich der Sensor 12 im eingebauten Zustand exakt unterhalb einer Schienenauflage 6
befindet. Wenn die Betonschwelle 1 von einem Schienenfahrzeug überfahren wird, wird
die Vertikalkraft über die Schiene auf die Schienenauflagen in den Grundkörper 2 der
Betonschwelle 1 übertragen.
[0043] Diese Vertikalkraft verursacht eine auf das Sensorgehäuse 11 wirkende Biegebelastung.
Diese zwischen dem Sender 15 und dem Empfänger 16 auftretende Biegebelastung führt
dazu, dass das von dem Sender 15 ausgesendete Laserlicht an einer anderen Stelle auf
dem Empfänger 16 auftritt. Ein von dem Lasersensor geliefertes Messsignal ist ein
Maß für die Biegebelastung. Das Messsignal gibt die Abweichung zwischen der Position,
auf die das Laserlicht ohne Belastung auftritt und der Position, an der das Laserlicht
bei einer Belastung durch ein Schienenfahrzeug auftrifft an. Dementsprechend kann
durch die Erfassung und Auswertung des von dem Sensor 12 gelieferten Messsignals auf
die Größe und den zeitlichen Verlauf einer auftretenden Belastung geschlossen werden.
[0044] Um ein genaues Messsignal zu erhalten, ist es erforderlich, dass das Sensorgehäuse
11 formschlüssig und/oder kraftschlüssig mit der Ausnehmung 8 bzw. dem die Ausnehmung
8 bildenden Hohlprofil 9 gekoppelt ist. In diesem Fall werden die durch das die Betonschwelle
1 überfahrende Schienenfahrzeug erzeugten Lasten auf das Sensorgehäuse 11 und den
Sensor 12 übertragen. Wesentlich ist somit, dass das Sensorgehäuse 11 fest in der
Betonschwelle 1 aufgenommen ist.
[0045] Das den Sensor 12 aufnehmende Sensorgehäuse 11 ist mittels einer Klemmvorrichtung
formschlüssig und/oder kraftschlüssig in der Ausnehmung 8 befestigt. Die Klemmvorrichtung
ist in die Ausnehmung 8 einsetzbar und umfasst eine erste Klemmplatte 17, die in Fig.
7 in einer Seitenansicht und in Fig. 8 in einer Ansicht von unten dargestellt ist.
An einem Ende, das im montierten Zustand das äußere Ende der Klemmplatte 17 bildet,
weist die Klemmplatte 17 einen um 90 Grad abgewinkelten Endabschnitt 18 auf, der mit
einer Gewindebohrung 19 versehen ist. Die Klemmplatte 17 weist ein Rampenprofil 20
auf. Insgesamt sind - wie in den Figuren 7 und 8 zu sehen ist - zwei mit dem Rampenprofil
20 versehene Abschnitte vorhanden. Ein erster Abschnitt befindet sich näherungsweise
in der Mitte der ersten Klemmplatte 17, ein zweiter Abschnitt befindet sich an dem
inneren Ende der Klemmplatte 17. Das Rampenprofil umfasst in diesem Ausführungsbeispiel
eine bzw. zwei Rampen 21, die sich ausgehend von dem plattenförmigen Grundkörper der
Klemmplatte 17 schräg nach unten erstrecken. Die Richtungsangabe "unten" bezieht sich
dabei auf den Montagezustand. Die in den Figuren 7 und 8 gezeigten, das Rampenprofil
aufweisenden Abschnitte sind lediglich beispielhaft zu verstehen. Ein Rampenprofil
kann alternativ auch aus einer anderen Anzahl von einzelnen Rampen bestehen und die
Rampen können einen anderen Neigungswinkel besitzen. Wesentlich ist jedoch, dass sich
die Rampe 21 ausgehend von dem Grundkörper der Klemmplatte 17 nach unten und nach
innen erstreckt.
[0046] Die in den Figuren 7 und 8 gezeigte erste Klemmplatte 17 wirkt mit einer zweiten
Klemmplatte 22 zusammen, die in den Figuren 9 und 10 gezeigt ist. Fig. 9 ist eine
Seitenansicht und zeigt die zweite Klemmplatte 22 im montierten Zustand, Fig. 10 ist
eine Draufsicht auf die zweite Klemmplatte 22.
[0047] Die zweite Klemmplatte 22 weist an ihrem äußeren Ende einen um 90 Grad abgewinkelten
Abschnitt 23 auf. Der abgewinkelte Abschnitt 23 weist ein Sackloch 24 auf. Die zweite
Klemmplatte 22 weist ein Rampenprofil 25 auf, das an zwei Abschnitten ausgebildet
ist. Die Positionen der das Rampenprofil 25 aufweisenden Abschnitte entsprechen denjenigen
der ersten Klemmplatte 17. In Fig. 9 ist die zweite Klemmplatte im Einbauzustand dargestellt,
das Rampenprofil 25 weist nach oben. Das Rampenprofil 25 umfasst eine oder zwei zur
horizontalen Achse geneigten Rampen 26. Eine Rampe 26 erstreckt sich von dem Grundkörper
2 der zweiten Klemmplatte 22 nach oben und nach außen, bezogen auf den Einbauzustand.
Die Richtungsangabe "außen" bezeichnet dabei ein axiales Ende der Betonschwelle 1.
[0048] Die erste Klemmplatte 17 und die zweite Klemmplatte 22 bilden gemeinsam eine Klemmvorrichtung
27. In Fig. 3 ist die Klemmvorrichtung 27 im montierten Zustand, d. h. in der Betonschwelle
1, dargestellt. Die Klemmvorrichtung 27 wird montiert, indem die erste Klemmplatte
17 und die zweite Klemmplatte 22 so aufeinander gelegt werden, dass sich die jeweiligen
Rampenprofile 20, 25 gegenüberliegen. Die beiden Rampenprofile 20, 25 sind näherungsweise
gegengleich zueinander ausgebildet. Demnach liegen sich die schrägen Rampen 21, 26
der beiden Klemmplatten 17, 22 jeweils gegenüber. Die Klemmvorrichtung 27 wird - wie
in Fig. 3 gezeigt ist - auf der Oberseite des Sensorgehäuses 11 positioniert und gemeinsam
mit dem Sensorgehäuse 11 in das Hohlprofil 9 eingesetzt. Die Dicke der zweiteiligen
Klemmvorrichtung 27 und die Dicke des Sensorgehäuses 11 ist so an die lichte Höhe
des Hohlprofils 9 angepasst, dass die Klemmvorrichtung gemeinsam mit dem Sensorgehäuse
11 von außen in die Ausnehmung 8 bzw. das Hohlprofil 9 des Grundkörpers 2 der Betonschwelle
1 eingeschoben werden kann. Anschließend erfolgt die Klemmung des Sensorgehäuses 11
mittels der Klemmvorrichtung 27. Dazu wird eine Schraube in die Gewindebohrung 19
des abgewinkelten Abschnitts 18 der ersten Klemmplatte 17 geschraubt. Durch Drehen
der Schraube gelangt deren äußeres Ende in das Sackloch 24 des abgewinkelten Abschnitts
23 der zweiten Klemmplatte 22. Durch Drehen der Schraube wird die zweite Klemmplatte
22 relativ zur ersten Klemmplatte 17 in Längsrichtung verschoben. Die zweite Klemmplatte
22 wird in das Innere der Ausnehmung 8 verschoben. Die einander gegenüberliegenden
und einander berührenden Rampen 21, 26 der beiden Klemmplatten 17, 22 gleiten aufeinander,
wodurch sich deren Gesamtdicke erhöht. Die Schraube wird solange gedreht, bis die
Oberseite der ersten Klemmplatte 17 die obere Innenfläche des Hohlprofils 9 berührt.
Auf diese Weise klemmt die Klemmvorrichtung 27 das Sensorgehäuse in dem Hohlprofil
9 fest.
[0049] In Fig. 3 ist erkennbar, dass sich die die Klemmung bewirkenden Rampenprofile 20,
25 jeweils an der Stelle befinden, an der sich auch der Sender 15 und der Empfänger
16 des Lasersensors befinden. Mittels der Klemmvorrichtung 27 wird somit die das Sensorgehäuse
11 und den Sensor 12 umfassende Messeinrichtung 10 formschlüssig und/oder kraftschlüssig
mit dem Grundkörper 2 der Betonschwelle 1 verbunden. Um die Messeinrichtung 10 nach
der Durchführung einer Messung wieder zu entnehmen, wird die Schraube in die umgekehrte
Richtung gedreht, dadurch sind die beiden Klemmplatten 17, 22 wieder in Längsrichtung
verschiebbar, sodass sie gemeinsam mit dem Sensorgehäuse 11 aus der Ausnehmung 8 entfernt
werden können.
[0050] Die Betonschwelle 1 kann optional einen weiteren, dritten Sensor aufweisen, der auf
der Oberseite der Betonschwelle, in der Mitte angebracht ist. Ein derartiger (nicht
gezeigter) Sensor dient zum Erfassen einer Zug- oder Druckbelastung.
[0051] Fig. 11 zeigt ein Verfahren zum Erfassen von während des Betriebs auf eine Betonschwelle
eines Eisenbahnfahrwegs einwirkenden Lasten und/oder Verformungen. In Fig. 11 ist
eine Anordnung mit einer Mehrzahl von Betonschweller 1 dargestellt. Jede der Betonschwellen
1 entspricht der zuvor beschriebenen Betonschwelle und weist Kraftsensoren 28, 29
auf die zum Erfassen von Stützpunktkräften ausgebildet sind und an der Oberseite der
Betonschwelle 1 in einer Zwischenlage unterhalb der Schienen 30 angeordnet sind. Durch
Lösen von Schienenbefestigungen und Positionieren der Kraftsensoren in eine speziell
dafür ausgebildete Zwischenlage können die Kraftsensoren 28, 29 auch nachträglich
installiert werden. Die Kraftsensoren 28, 29 erfassen Vertikalkräfte, die beim Befahren
des Eisenbahnfahrwegs auftreten. Der Einfachheit halber sind in Fig. 11 lediglich
bei einer Betonschwelle die Kraftsensoren dargestellt. In dem mehrere benachbarte
oder in einem bestimmten Bereich verlegte Betonschwellen mit den Kraftsensoren versehen
werden, kann festgestellt werden, welche Betonschwelle die größte Belastung erfährt.
Unterschiede können sich beispielsweise durch den Zustand des Unterbaus ergeben, insbesondere
bei Schotterstrecken. Nachdem festgestellt worden ist, welche der mehreren Betonschwellen
1 die größte Belastung erfährt, wird in die identifizierte Betonschwelle die Messeinrichtung
10 eingesetzt. Anschließend werden mittels der Messeinrichtung 10 - wie zuvor beschrieben
- die während des Betriebs einwirkenden Lasten und/oder Verformungen ermittelt.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Betonschwelle
- 2
- Grundkörper
- 4
- Schwellenblock
- 5
- Oberseite
- 6
- Schienenauflage
- 7
- Spannstab
- 8
- Ausnehmung
- 9
- Hohlprofil
- 10
- Messeinrichtung
- 11
- Sensorgehäuse
- 12
- Sensor
- 13
- Öffnung
- 14
- Öffnung
- 15
- Sender
- 16
- Empfänger
- 17
- Klemmplatte
- 18
- Abschnitt
- 19
- Gewindebohrung
- 20
- Rampenprofil
- 21
- Rampe
- 22
- Klemmplatte
- 23
- Abschnitt
- 24
- Sackloch
- 25
- Rampenprofil
- 26
- Rampen
- 27
- Klemmvorrichtung
- 28
- Sensor
- 29
- Auswerteeinrichtung
1. Betonschwelle (1) für einen Eisenbahnfahrweg, mit einem Betonkörper und einer einen
Sensor (12) aufweisenden Messeinrichtung (10) zum Erfassen von während des Betriebs
auf die Betonschwelle (1) einwirkenden Lasten und/oder Verformungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Betonschwelle (1) wenigstens eine durch ein fest und integral mit dem Betonkörper
der Betonschwelle (1) verbundenes Hohlprofil (9) gebildete Ausnehmung (8) aufweist,
in die die Messeinrichtung (10) entnehmbar einsetzbar oder eingesetzt ist, wobei das
Hohlprofil (9) eine exakte Anlagefläche für die Messeinrichtung (10) bildet und auf
die Betonschwelle (1) einwirkende Lasten unmittelbar über das Hohlprofil (9) auf die
Messeinrichtung (10) übertragbar sind.
2. Betonschwelle (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Hohlprofil (9) in Längsrichtung des Betonkörpers erstreckt.
3. Betonschwelle (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (9) einen rechteckigen oder quadratischen oder runden Querschnitt
aufweist.
4. Betonschwelle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (12) der Messeinrichtung (10) in einem Sensorgehäuse (11) aufgenommen
ist, das in die Ausnehmung (8) einsetzbar oder eingesetzt ist.
5. Betonschwelle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (12), gegebenenfalls das Sensorgehäuse (11), mittels einer Klemmvorrichtung
(27) formschlüssig und/oder kraftschlüssig in der Ausnehmung (8) befestigbar oder
befestigt ist.
6. Betonschwelle (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (27) in die Ausnehmung (8) einsetzbar ist und sich einerseits
an einer Innenfläche der Ausnehmung (8) und andererseits an einer Außenfläche des
Sensorgehäuses (11) abstützt.
7. Betonschwelle (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (28) eine erste Klemmplatte (17) aufweist, die mit einer zweiten
Klemmplatte (22) derart zusammenwirkt, dass durch eine Längsverschiebung der beiden
aufeinander liegenden Klemmplatten (17, 22) relativ zueinander deren Gesamtdicke einstellbar
ist.
8. Betonschwelle (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klemmplatte (17) eine Gewindebohrung (19) aufweist und die zweite Klemmplatte
(22) mittels einer die Gewindebohrung (19) durchsetzenden Schraube längsverschiebbar
ist.
9. Betonschwelle (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmplatten (17, 22) jeweils ein Rampenprofil (25) oder ein Sägezahnprofil aufweisen,
wobei die beiden Rampenprofile (25) vorzugsweise zumindest näherungsweise gegengleich
zueinander ausgebildet sind.
10. Betonschwelle (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgehäuse (11) als Rohr ausgebildet ist und vorzugsweise einen runden oder
eckigen Querschnitt aufweist.
11. Betonschwelle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (8) als Durchgangsöffnung ausgebildet ist.
12. Betonschwelle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei oder mehr Ausnehmungen (8) aufweist, die sich vorzugsweise in Längsrichtung
von beiden Enden nach innen erstrecken.
13. Betonschwelle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (12) als Lasersensor ausgebildet ist, der einen Laserlicht emittierenden
Sender (15) und einen Empfänger (16) aufweist, die voneinander beabstandet angeordnet
sind, wobei der Lasersensor dazu ausgebildet ist, eine durch eine auf die Betonschwelle
(1) einwirkende Last und/oder eine Verformung zu erfassen.
14. Betonschwelle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (10) so in der Ausnehmung (8) positioniert ist, dass sich der
Sensor (12) zumindest näherungsweise unterhalb einer Schienenauflagefläche oder im
Bereich der Schwellenmitte befindet.
15. Betonschwelle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen weiteren Sensor, insbesondere einen Kraftsensor, aufweist, der auf der
Oberfläche der Betonschwelle (1), insbesondere in einer Zwischenlage, angeordnet ist.
16. Verfahren zum Erfassen von während des Betriebs auf eine Betonschwelle (1) eines Eisenbahnfahrwegs
einwirkenden Lasten und/oder Verformungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine eine Ausnehmung (8) für eine Messeinrichtung (10) aufweisende Betonschwelle
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 verwendet wird und die Messeinrichtung (10)
entnehmbar in der Ausnehmung (8) eingesetzt ist.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass vorab die folgenden Schritte durchgeführt werden:
- Positionieren wenigstens eines Kraftsensors bei mehreren Betonschwellen (1) zum
Erfassen von Stützpunktkräften,
- Feststellen, welche Betonschwelle (1) die maßgebende, insbesondere die größte, Belastung
erfährt, und
- Einsetzen der Messeinrichtung (10) in diejenige Betonschwelle (1) mit der größten
Belastung.
1. Concrete sleeper (1) for a railroad track, with a concrete body and a measuring device
(10) having a sensor (12) for detecting loads and/or deformations acting on the concrete
sleeper (1) during operation, characterized in that the concrete sleeper (1) has at least one recess (8) formed by a hollow profile (9)
firmly and integrally connected to the concrete body of the concrete sleeper (1),
into which the measuring device (10) can be removably inserted or in which it is inserted,
the hollow profile (9) forming an exact contact surface for the measuring device (10)
and loads acting on the concrete sleeper (1) being able to be transmitted directly
via the hollow profile (9) to the measuring device (10).
2. Concrete sleeper (1) according to claim 1, characterized in that the hollow profile (9) extends in the longitudinal direction of the concrete body.
3. Concrete sleeper (1) according to claim 2, characterized in that the hollow profile (9) has a rectangular or square or round cross-section.
4. Concrete sleeper (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the sensor (12) of the measuring device (10) is accommodated in a sensor housing
(11) which can be inserted or is inserted into the recess (8).
5. Concrete sleeper (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the sensor (12), optionally the sensor housing (11), can be or is fastened in the
recess (8) by means of a clamping device (27) in a form-fitting and/or force-fitting
manner.
6. Concrete sleeper (1) according to claim 5, characterized in that the clamping device (27) can be inserted into the recess (8) and is supported on
one side on an inner surface of the recess (8) and on the other side on an outer surface
of the sensor housing (11).
7. Concrete sleeper (1) according to claim 5 or 6, characterized in that the clamping device (28) has a first clamping plate (17) which cooperates with a
second clamping plate (22) in such a way that the total thickness of the two clamping
plates (17, 22) lying one on top of each other can be adjusted by a longitudinal displacement
of the two clamping plates (17, 22) relative to one another.
8. Concrete sleeper (1) according to claim 7, characterized in that the first clamping plate (17) has a threaded bore (19) and the second clamping plate
(22) is longitudinally displaceable by means of a screw passing through the threaded
bore (19).
9. Concrete sleeper (1) according to claim 7 or 8, characterized in that the clamping plates (17, 22) each have a ramp profile (25) or a sawtooth profile,
the two ramp profiles (25) preferably being formed at least approximately with opposite
shapes to each other.
10. Concrete sleeper (1) according to one of claims 4 to 9, characterized in that the sensor housing (11) is designed as a tube and preferably has a round or angular
cross section.
11. Concrete sleeper (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the recess (8) is designed as a through opening.
12. Concrete sleeper (1) according to one of the preceding claims, characterized in that it has two or more recesses (8) which preferably extend longitudinally inwards from
both ends.
13. Concrete sleeper (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the sensor (12) is designed as a laser sensor which has a laser light-emitting transmitter
(15) and a receiver (16) which are arranged at a distance from one another, the laser
sensor being designed to detect a load acting on the concrete sleeper (1) and/or a
deformation.
14. Concrete sleeper (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the measuring device (10) is positioned in the recess (8) in such a way that the
sensor (12) is located at least approximately below a rail support surface or in the
region of the sleeper center.
15. Concrete sleeper (1) according to one of the preceding claims, characterized in that it has a further sensor, in particular a force sensor, which is arranged on the surface
of the concrete sleeper (1), in particular in an intermediate layer.
16. Method for detecting loads and/or deformations acting during operation on a concrete
sleeper (1) of a railroad track, characterized in that a concrete sleeper (1) having a recess (8) for a measuring device (10) according
to one of claims 1 to 15 is used and the measuring device (10) is inserted removably
in the recess (8).
17. Method according to claim 16,
characterized in that the following steps are carried out beforehand:
- positioning at least one force sensor at a plurality of concrete sleepers (1) to
detect support point forces,
- determining which concrete sleeper (1) experiences the significant, in particular
the highest, load, and
- inserting the measuring device (10) into the concrete sleeper (1) with the highest
load.
1. Traverse en béton armé (1) pour voie ferrée, comprenant un corps en béton et un dispositif
de mesure (10) pourvu d'un capteur (12) et destiné à la détection de charges et/ou
déformations agissant sur la traverse en béton armé (1) durant le fonctionnement,
caractérisée en ce que la traverse en béton armé (1) présente au moins un évidement (8) formé par un profilé
creux (9) relié à demeure et d'un seul tenant au corps en béton de la traverse en
béton armé (1), évidement dans lequel le dispositif de mesure (10) peut être placé
de manière amovible ou est inséré, en ce que le profilé creux (9) forme une surface d'appui exacte pour le dispositif de mesure
(10) et des charges agissant sur la traverse en béton armé (1) sont transmissibles
directement par l'intermédiaire du profilé creux (9) sur le dispositif de mesure (10).
2. Traverse en béton armé (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le profilé creux (9) s'étend dans le sens de la longueur du corps en béton.
3. Traverse en béton armé (1) selon la revendication 2, caractérisée en ce que le profilé creux (9) présente une section transversale rectangulaire ou carrée ou
ronde.
4. Traverse en béton armé (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le capteur (12) du dispositif de mesure (10) est logé dans un boîtier de capteur
(11) qui peut être placé ou est inséré dans l'évidement (8).
5. Traverse en béton armé (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le capteur (12), le cas échéant le boîtier de capteur (11), peut être fixé ou est
fixé par complémentarité de forme et/ou par adhérence dans l'évidement (8) au moyen
d'un dispositif de serrage (27).
6. Traverse en béton armé (1) selon la revendication 5, caractérisée en ce que le dispositif de serrage (27) peut être inséré dans l'évidement (8) et repose d'une
part sur une surface intérieure de l'évidement (8) et d'autre part sur une surface
extérieure du boîtier de capteur (11).
7. Traverse en béton armé (1) selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que le dispositif de serrage (28) comporte un premier crapaud (17) qui concourt avec
un second crapaud (22) de telle sorte que leur épaisseur totale est réglable par un
déplacement longitudinal des deux crapauds (17, 22) superposés l'un par rapport à
l'autre.
8. Traverse en béton armé (1) selon la revendication 7, caractérisée en ce que le premier crapaud (17) comporte un trou taraudé (19) et le second crapaud (22) peut
être déplacé en longueur au moyen d'une vis traversant le trou taraudé (19).
9. Traverse en béton armé (1) selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que les crapauds (17, 22) comportent chacun un profil de rampe (25) ou un profil en dents
de scie, en ce que les deux profils de rampe (25) sont réalisés de préférence au moins approximativement
à l'opposé l'un de l'autre.
10. Traverse en béton armé (1) selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisée en ce que le boîtier de capteur (11) est réalisé sous forme de tube et présente une section
transversale de préférence ronde ou polygonale.
11. Traverse en béton armé (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'évidement (8) est réalisé sous forme d'ouverture de passage.
12. Traverse en béton armé (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle comporte deux ou plusieurs évidements (8), qui s'étendent vers l'intérieur de
préférence dans le sens de la longueur à partir des deux extrémités.
13. Traverse en béton armé (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le capteur (12) est réalisé sous forme de capteur laser qui comporte un émetteur
(15) émettant de la lumière laser et un récepteur (16) qui sont espacés l'un de l'autre,
en ce que le capteur laser est conçu pour détecter une charge et/ou une déformation agissant
sur la traverse en béton armé (1).
14. Traverse en béton armé (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de mesure (10) est positionné dans l'évidement (8) de manière à ce
que le capteur (12) se trouve au moins approximativement au-dessous d'une surface
d'appui des rails ou dans la zone du centre de la traverse.
15. Traverse en béton armé (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle comporte un autre capteur, en particulier un capteur de force, qui est disposé
sur la surface de la traverse en béton armé (1), en particulier dans une semelle.
16. Procédé de détection de charges et/ou déformations agissant sur une traverse en béton
armé (1) d'une voie ferrée durant le fonctionnement, caractérisé en ce qu'une traverse en béton armé (1) comportant un évidement (8) pour un dispositif de mesure
(10) est utilisé selon l'une des revendications 1 à 15 et le dispositif de mesure
(10) est inséré de manière amovible dans l'évidement (8).
17. Procédé selon la revendication 16,
caractérisé en ce que les étapes suivantes sont préalablement effectuées :
- positionnement d'au moins un capteur de force pour plusieurs traverses en béton
armé (1) pour la détection de forces de point d'appui,
- détermination de la traverse en béton armé (1) qui subit la charge déterminante,
en particulier la plus importante, et
- insertion du dispositif de mesure (10) dans la traverse en béton armé (1) présentant
la charge la plus importante.