[0001] Die Erfindung betrifft ein Herstellungsverfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung einen Kolbenrohling, einen Kolben sowie
eine Axialkolbenmaschine mit dem Kolben.
[0002] Es sind Axialkolbenmaschinen bekannt, welche als Pumpe und/oder als Motor arbeiten.
Derartige Axialkolbenmaschinen weisen eine Mehrzahl von sogenannten Axialkolben auf.
Beispielsweise werden die Axialkolben spanend gefertigt.
[0003] Die Druckschrift
DE 10 2004 061 863 A1, die wohl den nächstkommenden Stand der Technik beschreibt, offenbart einen Kolben
für eine Kolbenmaschine, insbesondere für eine Axialkolbenmaschine in Schrägachsenbauweise,
umfassend einen konischen Abschnitt, einen Halsbereich und einen an dem Halsbereich
angeformten Kugelkopf, eine in dem Kolben ausgebildete Ausnehmung und einen in der
Ausnehmung ausgebildeten Zapfen. Ferner offenbart die Druckschrift ein Verfahren zur
Herstellung des Kolbens, wobei das Verfahren die Verfahrensschritte Abstechen von
Rundmaterial auf gewünschte Länge, Herstellen einer Innenkontur durch Kaltfließpressen,
Vorbereiten der Außenkontur durch Vordrehen, Herstellen der Außenkontur durch Rundkneten
und Nachbearbeiten umfasst.
[0004] Die
DE 20 2007 017 659 U1 beschreibt eine hydrostatische Verdrängereinheit mit längsverschieblich gelagerten
Kolben. Ein solcher Kolben weist einen Kolbenkopf, einen Kolbenschaft und einen Kolbenfuß
auf. Dieser Kolben besitzt eine Durchgangsbohrung und wird pulvermetallurgisch hergestellt.
[0005] Die
DE 199 34 216 A1 offenbart einen Hohlkolben mit einem ringförmigen Hohlraum für eine Kolbenmaschine
und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
[0006] Die
DE 10 2006 060015 A1 beschreibt einen Hohlkolben mit einem ringförmigen Hohlraum für eine Axialkolbenmaschine,
[0007] Die
KR 2012 0037241 A offenbart einen Kolben mit Kugelkopf und einer Durchgangsöffnung.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Herstellungsverfahren vorzuschlagen,
welches sich durch eine kostengünstige Herstellung eines Kolbenrohlings bzw. eines
Kolbens auszeichnet. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung einen entsprechenden Kolbenrohling,
einen Kolben sowie eine Axialkolbenmaschine mit dem Kolben vorzuschlagen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Herstellungsverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1, einen Kolbenrohling mit den Merkmalen des Anspruchs 7, einen Kolben mit den Merkmalen
des Anspruchs 8 sowie eine Axialkolbenmaschine mit dem Merkmal des Anspruchs 9 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung sowie den Figuren offenbart.
[0010] Gegenstand der Erfindung ist ein Herstellungsverfahren, welches insbesondere zur
Herstellung eines Kolbenrohlings für einen Kolben und/oder des Kolbens dient. Der
Kolbenrohling ist bevorzugt ein Zwischenprodukt und kann in weiteren Verfahrensschritten
zu dem Kolben hergestellt werden. Vorzugsweise ist der Kolben für eine Axialkolbenmaschine
ausgebildet und/oder geeignet. Besonders bevorzugt ist der Kolben als ein Axialkolben
und/oder die Axialkolbenmaschine als eine Axialkolbenpumpe ausgebildet. Im Speziellen
ist die Axialkolbenmaschine für eine Landmaschine ausgebildet und/oder geeignet. Insbesondere
ist die Axialkolbenmaschine als ein Axialkolbenmotor ausgebildet, und kann beispielsweise
in eine Radnabe der Landmaschine integriert sein. Der Kolben kann in einer Zylinderbohrung
der Axialkolbenmaschine aufgenommen und/oder geradgeführt sein. Im Rahmen der Erfindung
wird vorgeschlagen, dass in einem Verfahrensschritt, vorzugsweise in einem ersten
Verfahrensschritt, des Herstellungsverfahrens ein Zwischenrohling durch Fließpressen
hergestellt wird. Insbesondere wird hierzu ein Rohteil, vorzugsweise ein Vollkörper,
mittels eines Fließpresswerkzeuges umgeformt. Bevorzugt werden durch das Fließpressen
ein Schaftabschnitt und/oder ein Kugelkopfabschnitt und/oder ein Dichtabschnitt hergestellt,
sodass der Zwischenrohling gebildet wird. Insbesondere wird durch das Fließpressen
eine Grundform des fertigen Kolbens erzeugt. Optional wird durch das Fließpressen
eine in Bezug auf die Hauptachse umlaufende Erhebung an dem Kugelkopfabschnitt erzeugt.
Die Erhebung wird insbesondere aufgrund eines Volumenausgleiches während des Fließpressens
gebildet.
[0011] Der Zwischenrohling weist den Schaftabschnitt, den Kugelkopfabschnitt und den Dichtabschnitt
auf. Der Kugelkopfabschnitt dient insbesondere zur gelenkigen Verbindung mit einer
Scheibe der Axialkolbenmaschine. Der Dichtabschnitt dient insbesondere zur Aufnahme
eines Dichtmittels und/oder zur Abdichtung des Kolbens gegenüber der Zylinderbohrung.
Der Schaftabschnitt verbindet den Kugelkopfabschnitt mit dem Dichtabschnitt. Insbesondere
sind der Kugelkopfabschnitt und der Dichtabschnitt unmittelbar an den Schaftabschnitt
angeformt. Der Schaftabschnitt definiert mit seiner Längsachse und/oder seiner Symmetrieachse
eine Hauptachse. Vorzugsweise ist der Dichtabschnitt als eine Art Flansch oder Kragen
ausgebildet, welcher sich in Bezug auf die Hauptachse in radialer Richtung erstreckt.
Der Dichtabschnitt und/oder der Kugelkopfabschnitt können einen größeren Außendurchmesser
aufweisen als der Schaftabschnitt. Bevorzugt weist der Schaftabschnitt eine konische
oder eine zylindrische Form auf.
[0012] In einem weiteren Verfahrensschritt, vorzugsweise in einem zweiten Verfahrensschritt,
des Herstellungsverfahrens wird ein Kolbenrohling hergestellt. Hierzu wird in den
Zwischenrohling eine Durchgangsöffnung durch Zerspanen eingebracht. Die Durchgangsöffnung
kann durch ein zerspanendes Werkzeug in den Zwischenrohling eingebracht werden. Vorzugsweise
wird die Durchgangsöffnung durch Fräsen oder durch Bohren in den Zwischenrohling eingebracht.
Hierzu wird das zerspanende Werkzeug in axialer Richtung in Bezug auf die Hauptachse
durch den Dichtabschnitt, den Schaftabschnitt und den Kugelabschnitt mit einem Vorschub
bewegt, während das zerspanende Werkzeug rotiert.
[0013] Die Durchgangsöffnung erstreckt sich innerhalb des Kolbenrohlings in Längsrichtung.
Die Durchgangsöffnung ist vorzugsweise als eine Durchgangsbohrung und/oder eine Längsbohrung
und/oder als eine Stufenbohrung ausgebildet. Die Durchgangsöffnung ist besonders bevorzugt
koaxial und/oder konzentrisch zu der Hauptachse angeordnet. Bevorzugt erstreckt sich
die Durchgangsöffnung in axialer Richtung in Bezug auf die Hauptachse zwischen dem
Kugelabschnitt und dem Dichtabschnitt. Insbesondere durchsetzt die Durchgangsöffnung
den Kolbenrohling. Die Durchgangsöffnung kann beispielsweise als eine hydraulische
Entlastung dienen.
[0014] Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch das Fließpressen des Zwischenrohlings
der Aufwand der spanenden Nachbearbeitung hin zum Fertigteil, insbesondere dem Kolben,
deutlich reduziert wird. Durch das Fließpressen weist der Kolbenrohling bereits eine
hohe Oberflächengüte sowie eine hohe Bauteilgenauigkeit auf. Ferner stellt sich in
dem fließprozesstechnisch hergestellten Kolben ein gerichteter Faserverlauf ein, welcher
sich positiv auf die Bauteileigenschaften, beispielsweise die Bauteilfestigkeit, auswirkt.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Kolbenrohling mittels des erfindungsgemäßen
Herstellungsverfahrens kostengünstig hergestellt werden kann.
[0015] Erfindungsgemäß wird durch das Fließpressen eine Einprägung in dem Kugelkopfabschnitt
erzeugt. Insbesondere ist die Einprägung als eine Kegelsenkung ausgebildet. Die Einprägung
ist vorzugsweise koaxial und/oder konzentrisch zu der Hauptachse angeordnet. Im Speziellen
ist die Einprägung an einer axialen Stirnseite des Kugelkopfabschnitts angebracht
und erstreckt sich vorzugsweise axial in Richtung des Schaftabschnitts.
[0016] Die Einprägung bildet einen Austritt für die Durchgangsöffnung. Insbesondere wird
die Durchgangsöffnung separat in einem nachfolgenden spanenden Bearbeitungsprozess
in den Zwischenrohling eingebracht. Vorzugsweise weist die Einprägung einen größeren
Durchmesser als die Durchgangsöffnung auf, sodass die Einprägung bevorzugt eine Fase
an der Durchgangsöffnung bildet. Besonders bevorzugt mündet die Durchgangsöffnung
des Kolbenrohlings innerhalb der Einprägung. Dadurch wird sichergestellt, dass kein
Grat an der axialen Stirnseite des Kugelkopfabschnitts entsteht bzw. vorhanden ist.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung wird durch das Fließpressen
eine Aussparung in dem Dichtabschnitt erzeugt. Die Aussparung dient insbesondere zur
Gewichtsreduzierung des Kolbens. Bevorzugt werden die Form des Zwischenrohlings sowie
die Aussparung und/oder die Einprägung in einem Prozessschritt erzeugt. Insbesondere
ist die Aussparung als eine kegelförmige und/oder eine zylindrische und/oder eine
konkave und/oder eine halbkugelartige Vertiefung ausgebildet. Die Aussparung ist vorzugsweise
koaxial und/oder konzentrisch zu der Hauptachse angeordnet. Im Speziellen ist die
Aussparung an einer axialen Stirnseite des Dichtabschnitts angebracht und erstreckt
sich vorzugsweise axial in Richtung des Schaftabschnitts.
[0018] Die Aussparung bildet einen Eintritt für die Durchgangsöffnung. Vorzugsweise weist
die Aussparung einen größeren Durchmesser als die Durchgangsöffnung auf. Besonders
bevorzugt wird die Durchgangsöffnung in einem Bodenbereich der Aussparung in den Zwischenrohling
eingebracht. Der Vorteil der Aussparung besteht vorzugsweise darin, dass durch die
Aussparung eine geringere Masse in der späteren Anwendung bewegt werden muss. Dadurch
kann insbesondere das Betriebsverhalten der Axialkolbenmaschine verbessert werden.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Realisierung wird durch das Fließpressen an dem Zwischenrohling
eine endkonturnahe Oberfläche des Schaftabschnitts erzeugt. Insbesondere ist die endkonturnahe
Oberfläche durch eine Mantelfläche des Schaftabschnitts gebildet. Alternativ oder
optional ergänzend ist die endkonturnahe Oberfläche durch einen Übergangsbereich zwischen
dem Schaftabschnitt und dem Dichtabschnitt und/oder zwischen dem Schaftabschnitt und
dem Kugelkopfabschnitt gebildet. Vorzugsweise ist der Übergangsbereich als ein Radius
und/oder ein Konus ausgebildet, mit welchem der Schaftabschnitt auf den Kugelkopfabschnitt
und/oder den Dichtabschnitt übergeht.
[0020] Alternativ oder optional ergänzend wird eine endkonturnahe Stirnfläche des Dichtabschnitts
erzeugt. Insbesondere ist die endkonturnahe Stirnfläche in Bezug auf die Hauptachse
durch eine axiale Stirnfläche des Dichtabschnitts gebildet. Bevorzugt ist die Stirnfläche
als eine Kreisringfläche ausgebildet.
[0021] Insbesondere ist durch das Fließpressen eine Oberflächengüte der endkonturnahen Oberfläche
bzw. Stirnfläche erzeugt, welche den Oberflächenanforderungen des fertigen Kolbens
entspricht. Somit müssen die endkonturnahe Oberfläche bzw. Stirnfläche in den weiteren
Bearbeitungsprozessen nicht nachbearbeitet werden, wodurch die Herstellungskosten
des Kolbens deutlich reduziert sind. Ferner bilden die Oberflächenbeschaffenheit der
endkonturnahen Flächen sowie der Faserverlauf im Inneren des Kolbenrohlings bzw. des
Kolbens eindeutige Identifizierungsmerkmale für einen durch Fließpressen hergestellten
Kolben.
[0022] In einer weiteren Ausführung wird an dem Zwischenrohling oder an dem Kolbenrohling
eine Kalottengeometrie an einer Umfangsfläche des Dichtabschnitts durch Zerspanen
erzeugt. Die Kalottengeometrie verhindert insbesondere ein Verkeilen des Kolbens in
der Zylinderbohrung der Axialkolbenmaschine. Vorzugsweise ist die Kalottengeometrie
als eine rotationssymmetrische Mantelfläche eines Kugelsegmentes ausgebildet. Besonders
bevorzugt wird die Kalottengeometrie durch Drehen gefertigt. Im Speziellen werden
die Kalottengeometrie und die Durchgangsöffnung in einem gemeinsamen Zerspanungsprozess
erzeugt.
[0023] In einer weiteren Konkretisierung der Erfindung wird in einem weiteren Verfahrensschritt
ein Kolben hergestellt. Insbesondere ist der Kolben als der Axialkolben für die Axialkolbenmaschine
ausgebildet. Der Kolben wird durch Nachbearbeiten des Kolbenrohlings hergestellt.
Die Nachbearbeitung dient vorzugsweise zur Änderung der Stoffeigenschaften und/oder
der geometrischen Eigenschaften und/oder der Oberflächengüte des Kolbenrohlings, sodass
der Kolben gebildet wird.
[0024] In einer konkreten Umsetzung wird in einem ersten Teilschritt des weiteren Verfahrensschritts
der Kolbenrohling gehärtet. Insbesondere wird ein Toleranzausgleich, beispielsweise
ein Aufgehen bzw. eine Maßveränderung des Kolbenrohlings durch den Härteprozess, bereits
bei der Herstellung des Zwischenrohlings berücksichtigt. Vorzugsweise ist das Fließpresswerkzeug
entsprechend dem Toleranzausgleich ausgelegt. Bevorzugt weisen die nicht nachzubearbeitenden
Flächen, vorzugsweise die endkonturnahe Oberfläche des Schaftabschnitts und/oder die
endkonturnahe Stirnfläche des Dichtabschnitts, ein Untermaß auf, sodass die nicht
nachzubearbeitenden Flächen nach dem Härteprozess der Endkontur entsprechen.
[0025] In weiteren Teilschritten werden die Kugelgeometrie des Kugelkopfabschnitts und die
Kalottengeometrie des Dichtabschnitts spanend bearbeitet. Vorzugsweise werden die
Kalottengeometrie und die Kugelgeometrie in einem gemeinsamen Bearbeitungsprozess
bearbeitet. Alternativ werden die Kalottengeometrie und die Kugelgeometrie in zwei
separaten Bearbeitungsprozessen bearbeitet. Insbesondere werden die Kugelgeometrie
und/oder die Kalottengeometrie durch Hartdrehen und/oder durch Schleifen und/oder
durch Superfinishing bearbeitet. Beispielsweise wird die umlaufende Erhebung des Kugelkopfabschnitts
entfernt. Beispielsweise wird mindestens eine in Bezug auf die Drehachse umlaufende
Nut zur Aufnahme des Dichtmittels in den Dichtabschnitt eingebracht.
[0026] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft einen Kolbenrohling gemäß Anspruch
7 beziehungsweise wie dieser zuvor beschrieben wurde. Der Kolbenrohling ist fließgepresst
und weist den Schaftabschnitt, den Kugelkopfabschnitt und den Dichtabschnitt auf,
wobei der Schaftabschnitt den Kugelkopfabschnitt mit dem Dichtabschnitt verbindet
und wobei eine Einprägung in dem Kugelkopfabschnitt durch das Fließpressen erzeugt
ist. Ferner weist der Kolbenrohling die zerspanend eingebrachte Durchgangsöffnung
auf, wobei sich die Durchgangsöffnung innerhalb des Kolbenrohlings in Längsrichtung
erstreckt und wobei die Einprägung einen Austritt für die Durchgangsöffnung bildet.
Alternativ oder optional ergänzend ist der Kolbenrohling nach dem Herstellungsverfahren,
wie dieses bereits zuvor beschrieben wurde, hergestellt. Optional ergänzend kann der
Kolbenrohling die Aussparung und/oder die Kalottengeometrie und/oder die endkonturnahe
Oberfläche des Schaftabschnitts und/oder die endkonturnahe Stirnfläche des Dichtabschnitts
aufweisen.
[0027] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft einen Kolben gemäß Anspruch 8 beziehungsweise
wie dieser zuvor beschrieben wurde. Der Kolben ist für eine Axialkolbenmaschine ausgebildet
und/oder geeignet. Der Kolben ist gehärtet. Insbesondere entsprechen die Oberfläche
des Schaftabschnitts und/oder die Stirnfläche des Dichtabschnitts nach dem Härtungsprozess
der Endkontur des Kolbens. Die Kugelgeometrie des Kugelkopfabschnitts sowie die Kalottengeometrie
des Dichtabschnitts sind spanend bearbeitet. Alternativ oder optional ergänzend ist
der Kolbenrohling nach dem Herstellungsverfahren, wie dieses bereits zuvor beschrieben
wurde, hergestellt. Optional ergänzend kann der Kolben die Einprägung und/oder die
Aussparung und/oder die Kalottengeometrie aufweisen.
[0028] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft eine Axialkolbenmaschine mit dem Kolben
nach Anspruch 9 beziehungsweise wie dieser zuvor beschrieben ist. Der Kolben ist als
ein Axialkolben ausgebildet. Insbesondere ist die Axialkolbenmaschine als eine Axialkolbenpumpe
oder ein Axialkolbenmotor ausgebildet. Die Axialkolbenpumpe setzt insbesondere mechanische
Energie in hydraulische Energie um. Der Axialkolbenmotor setzt insbesondere hydraulische
Energie in mechanische Energie um. Diese Axialkolbenmaschinen können ein Gehäuse umfassen,
in dem sich ein Rotor und eine Scheibe jeweils um eine Rotationsachse dreht, wobei
die beiden Rotationsachse einen Winkel bilden, sodass der Rotor relativ zu der Scheibe
gewinkelt ist. Der Rotor weist jeweils eine oder mehrere Zylinderbohrungen zur Aufnahme
des Kolbens auf. Der Kolben ist einerseits, beispielsweise über einen Kugelkopf, gelenkig
mit der Scheibe und andererseits in der Aufnahme des Kolbens geführt aufgenommen.
Wenn sich der Rotor in Bezug auf das Gehäuse dreht, bewegt sich jeder Kolben axial
in der Aufnahme. Vorzugsweise ist die Axialkolbenmaschine als eine Schrägachsenmaschine
oder eine Schrägscheibenmaschine oder eine Taumelscheibenmaschine ausgebildet. Insbesondere
weist die Axialkolbenmaschine mehr als zwei, vorzugsweise mehr als vier, im Speziellen
mehr als acht der Kolben auf. Bevorzugt weist die Axialkolbenmaschine eine ungerade
Anzahl der Kolben auf.
[0029] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung. Dabei zeigen:
- Figur 1
- in einer Schnittdarstellung eine Axialkolbenmaschine mit einem Axialkolben als ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Figur 2
- in einer Schnittdarstellung einen Zwischenrohling des Kolbens aus der Figur 1;
- Figur 3
- in einer Schnittdarstellung einen Kolbenrohling des Kolbens aus der Figur 1.
[0030] Figur 1 zeigt in einer Schnittdarstellung eine Axialkolbenmaschine 1, welche beispielsweise
für eine Agrar- oder Baumaschine ausgebildet und/oder geeignet ist. Die Axialkolbenmaschine
1 ist als eine Schrägachsenpumpe ausgebildet, welche bevorzugt mechanische Energie
in hydraulische Energie umwandelt. Die Axialkolbenmaschine 1 weist mehrere Kolben
2, einen Rotor 3 sowie eine Scheibe 4 auf. Die Axialkolbenmaschine 1 weist beispielsweise
neun der Kolben 2 auf, wobei die Kolben 2 als Axialkolben ausgebildet sind. Die Kolben
2 sind über ein Kugelgelenk 5 mit der Scheibe 4 gelenkig verbunden.
[0031] Der Rotor 3 rotiert in einem Betrieb der Axialkolbenmaschine 1 um eine erste Rotationsachse
R1. Der Rotor 3 ist als ein Kolbengehäuse ausgebildet und weist hierzu mehrere Zylinderbohrungen
6 auf, wobei jeder Kolben 2 in einer der Zylinderbohrungen 6 beweglich angeordnet
und in axialer Richtung in Bezug auf die Rotationsachse R geradgeführt ist. Die Zylinderbohrungen
6 sind gleichmäßig voneinander beabstandet um die Rotationsachse R angeordnet.
[0032] Die Scheibe 4 rotiert in einem Betrieb der Axialkolbenmaschine 1 um eine zweite Rotationsachse
R2, wobei sich die erste und die zweite Rotationsachse R1, R2 schneiden, sodass der
Rotor 3 relativ zu der der Scheibe 4 gewinkelt angeordnet ist. Durch eine Drehung
der Scheibe 4 werden die Kolben 2 in den Zylinderbohrungen 6 hin und her bewegt, sodass
diese beispielsweise eine Hydraulikflüssigkeit fördern.
[0033] Figur 2 zeigt einen Zwischenrohling 7 des Kolbens 2 aus der Figur 1, in einem Längsschnitt
entlang einer Hauptachse H. Der Zwischenrohling 7 ist beispielsweise aus einem Rohteil,
z.B. aus einem Vollmaterial mit rundem Querschnitt, durch Fließpressen mit einem Fließpresswerkzeug
hergestellt. Beispielsweise umfasst das Fließpresswerkzeug einen Stempel und eine
Matrize. Der Zwischenrohling 7 weist einen Kugelkopfabschnitt 7a, einen Schaftabschnitt
7b und einen Dichtabschnitt 7c auf. Der Schaftabschnitt 7b verbindet den Kugelkopfabschnitt
7a und den Dichtabschnitt 7c unmittelbar miteinander, wobei der Zwischenrohling 7
fließgepresst ist.
[0034] Der Kugelkopfabschnitt 7a weist eine Einprägung 8 auf, welche in der Detailansicht
A dargestellt ist. Die Einprägung 8 ist als eine Kegelsenkung ausgebildet und ist
koaxial und/oder konzentrisch zu der Hauptachse H an einer axialen Stirnseite des
Kugelkopfabschnitts 7a angeordnet.
[0035] Der Kugelkopfabschnitt 7a weist eine um die Hauptachse H umlaufende Erhebung auf,
welche in der Detailansicht B dargestellt ist. Beispielsweise weist die Matrize des
Fließpresswerkzeugs eine umlaufende Nut auf, welche als Volumenausgleich für überschüssiges
Material dient. Das Rohteil weist beispielsweise ein geringes Übermaß auf, wobei während
des Fließpressens das überschüssige Material in die Nut der Matrize ausweichen kann,
sodass die Erhebung 9 gebildet wird.
[0036] Der Dichtabschnitt 7c ist in Bezug auf die Hauptachse H als ein umlaufender Kragen
ausgebildet, welcher sich radial nach außen hin erstreckt. Der Dichtabschnitt 7c weist
eine Aussparung 10 auf, welche in der Detailansicht C dargestellt ist. Die Aussparung
10 ist als eine Zylindersenkung mit einem nach innen gewölbten Bodenbereich ausgebildet.
Die Aussparung 10 ist koaxial und/oder konzentrisch zu der Hauptachse H an einer axialen
Stirnseite des Dichtabschnitts 7c angeordnet. Die Aussparung 10 dient zur Gewichtsreduzierung
des Kolbens 2 und erstreckt sich hierzu über beispielsweise mehr als 60%, vorzugsweise
mehr als 70%, im Speziellen mehr als 80% der Stirnfläche des Dichtabschnitts 13. Die
Einprägung 8, die Erhebung 9 und die Aussparung 10 können gemeinsam durch das Fließpressen
in einem Prozessschritt zusammen mit der Formgebung des Zwischenrohlings 7 hergestellt
werden.
[0037] Der Schaftabschnitt 7b weist eine zylindrische Form auf, wobei der Schaftabschnitt
7b mit dem Kugelkopfabschnitt 7a in einem ersten Übergangsbereich 11a über einen Radius
verbunden ist. In einem zweiten Übergangsbereich 11b ist der Schaftabschnitt 7b über
eine in Richtung des Dichtabschnitts 7c verlaufende konusförmige Verbreiterung und
über einen weiteren Radius mit dem Dichtabschnitt 7c verbunden. Der erste und der
zweite Übergangsbereich 11a, b sowie die Mantelfläche des zylindrischen bilden eine
endkonturnahe Oberfläche 12 des Schaftabschnitts 7b.
[0038] Der Dichtabschnitt 7c weist an seiner axialen Stirnseite in Bezug auf die Hauptachse
H eine endkonturnahe Stirnfläche 13 auf. Die Stirnfläche 13 ist als eine Kreisringfläche
ausgebildet und ist durch die Aussparung 10 in radialer Richtung begrenzt. Die endkonturnahe
Oberfläche 12 und die endkonturnahe Stirnfläche 13 sind durch das Fließpressen erzeugt
und weisen beispielsweise nach dem Fließpressprozess die Endkontur des fertigen Kolbens
2 auf. Bevorzugt erfüllen die Oberfläche 12 und die Stirnfläche 13 bereits nach dem
Fließpressen eine ausreichend hohe Oberflächengüte und/oder Bauteilgenauigkeit auf,
sodass die die Oberfläche 12 und die Stirnfläche 13 nicht mehr nachgearbeitet werden
müssen.
[0039] Die Figur 3 zeigt einen Kolbenrohling 14, des Kolbens 2 aus der Figur 1, in einem
Längsschnitt entlang der Hauptachse H. Der Kolbenrohling 14 weist eine Durchgangsöffnung
15 auf, welche sich innerhalb des Kolbenrohlings 14 in axialer Richtung in Bezug auf
die Hauptachse H erstreckt. Zur Herstellung des Kolbenrohlings 14 wird die Durchgangsöffnung
15 zerspanend in den Zwischenrohling 7 eingebracht. Die Durchgangsöffnung 15 ist koaxial
und/oder konzentrisch zu der Hauptachse H angeordnet. Die Durchgangsöffnung 15 ist
als eine gestufte Durchgangsbohrung ausgebildet und erstreckt sich ausgehend von der
Aussparung 10 in Richtung der Einprägung 8. Dabei bildet die Aussparung 10 einen Eintritt
und die Einprägung 8 einen Austritt für die Durchgangsöffnung 15. Die Durchgangsöffnung
15 mündet innerhalb der Einprägung 8 bzw. im Bereich einer Fase der Einprägung 8,
wie in der Detailansicht D dargestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Grat
an der Stirnseite des Kugelabschnitts 7a durch den Bohrungsaustritt entsteht.
[0040] Der Dichtabschnitt 7c weist an einer Umfangsfläche eine Kalottengeometrie 16 auf,
welche in der Detailansicht F dargestellt ist. Die Kalottengeometrie 16 dient beispielsweise
dazu, um ein Verkeilen des Kolbens 2 in der Kolbenaufnahme 6 zu verhindern. Hierzu
wird die Umfangsfläche des Dichtabschnitts 7c des Zwischenrohlings 7 spanend bearbeitet,
sodass die Kalottengeometrie 16 erzeugt wird. Beispielsweise können die Durchgangsbohrung
15 und die Kalottengeometrie in einem gemeinsamen Zerspanungsprozess an dem Zwischenrohling
7 erzeugt werden, sodass der Kolbenrohling 14 gebildet wird.
[0041] Zur Herstellung des Kolbens 2 wird der Kolbenrohling 14 beispielsweise gehärtet,
bevor der Kugelabschnitt 7a, insbesondere eine Kugelgeometrie 17, und der Dichtabschnitt
7c, insbesondere die Kalottengeometrie 16, auf Endkontur bearbeitet werden. Beispielsweise
werden in einem Nachbearbeitungsprozess die Kugelgeometrie 17 und die Kalottengeometrie
16 durch einen Hartdreh-, Schleif- und/oder Superfinish-Prozess bearbeitet. Dabei
wird z.B. die Erhebung 9 abgetragen und/oder eine Dichtmittelaufnahme, welche beispielsweise
zur Aufnahme mindestens eines Kolbenrings ausgebildet ist, im Bereich der Kalottengeometrie
16 eingebracht.
[0042] Ein Aufgehen bzw. eine Maßveränderung des Kolbenrohlings 14 durch den Härteprozess
wird bereits in der Auslegung des Fließpresswerkzeugs berücksichtigt. Das Fließpresswerkzeug
bzw. der -Prozess wird entsprechend optimiert, so dass alle nicht nachzubearbeitenden
Konturen und Maße, insbesondere die endkonturnahe Oberfläche 12 und die endkonturnahe
Stirnfläche 13, nach einem Härteprozess der Endkontur entsprechen.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Axialkolbenmaschine
- 2
- Kolben
- 3
- Rotor
- 4
- Scheibe
- 5
- Kugelgelenk
- 6
- Zylinderbohrung
- 7
- Zwischenrohling
- 7a
- Kugelkopfabschnitt
- 7b
- Schaftabschnitt
- 7c
- Dichtabschnitt
- 8
- Einprägung
- 9
- Erhebung
- 10
- Aussparung
- 11a
- erster Übergangsbereich
- 11b
- zweiter Übergangsbereich
- 12
- endkonturnahe Oberfläche
- 13
- endkonturnahe Stirnfläche
- 14
- Kolbenrohling
- 15
- Durchgangsöffnung
- 16
- Kalottengeomtrie
- 17
- Kugelgeometrie
- A-F
- Detailansichten
- H
- Hauptachse
- R1
- erste Rotationsachse
- R2
- zweite Rotationsachse
1. Herstellungsverfahren, wobei das Herstellungsverfahren folgende Verfahrensschritte
umfasst:
- Herstellen eines Zwischenrohlings (7) von einem Kolben (2) für eine Axialkolbenmaschine
(1) durch Fließpressen, wobei der Zwischenrohling (7) einen Schaftabschnitt (7b),
einen Kugelkopfabschnitt (7a) und einen Dichtabschnitt (7c) aufweist, wobei der Schaftabschnitt
(7b) den Kugelkopfabschnitt (7a) mit dem Dichtabschnitt (7c) verbindet und wobei an
dem Zwischenrohling (7) eine Einprägung (8) in dem Kugelkopfabschnitt (7a) durch das
Fließpressen erzeugt wird;
- Herstellen eines Kolbenrohlings (14) von dem Kolben (2) aus dem Zwischenrohling
(7), wobei in den Zwischenrohling (7) eine Durchgangsöffnung (15) durch Zerspanen
eingebracht wird, wobei sich die Durchgangsöffnung (15) innerhalb des Kolbenrohlings
(7) in Längsrichtung erstreckt, wobei die Einprägung (8) einen Austritt für die Durchgangsöffnung
(15) bildet.
2. Herstellungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zwischenrohling (7) eine Aussparung (10) in dem Dichtabschnitt (7c) durch
das Fließpressen erzeugt wird, wobei die Aussparung (10) einen Eintritt für die Durchgangsöffnung
(15) bildet.
3. Herstellungsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zwischenrohling (7) eine endkonturnahe Oberfläche (12) des Schaftabschnitts
(7b) und/oder eine endkonturnahe Stirnfläche (13) des Dichtabschnitts (7c) durch das
Fließpressen erzeugt wird.
4. Herstellungsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zwischenrohling (7) oder an dem Kolbenrohling (14) eine Kalottengeometrie
(16) an einer Umfangsfläche des Dichtabschnitts (7c) durch Zerspanen erzeugt wird.
5. Herstellungsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren Verfahrensschritt der Kolben (2) hergestellt wird, wobei der Kolben
(2) durch Nachbearbeiten des Kolbenrohlings (14) hergestellt wird.
6. Herstellungsverfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbearbeiten des Kolbenrohlings (14) folgende Teilschritte umfasst:
- Härten des Kolbenrohlings (14);
- Spanende Bearbeitung einer Kugelgeometrie (17) des Kugelkopfabschnitts (7a);
- Spanende Bearbeitung der Kalottengeometrie (16) des Dichtabschnitts (7c).
7. Kolbenrohling (14), wobei der Kolbenrohling (14) fließgepresst ist, wobei der Kolbenrohling
(14) einen Schaftabschnitt (7b), einen Kugelkopfabschnitt (7a) und einen Dichtabschnitt
(7c) aufweist, wobei der Schaftabschnitt (7b) den Kugelkopfabschnitt (7a) mit dem
Dichtabschnitt (7c) verbindet und wobei eine Einprägung (8) in dem Kugelkopfabschnitt
(7a) durch das Fließpressen erzeugt ist; und dass der Kolbenrohling (14) eine zerspanend
eingebrachte Durchgangsöffnung (15) aufweist, wobei sich die Durchgangsöffnung (15)
innerhalb des Kolbenrohlings (14) in Längsrichtung erstreckt, wobei die Einprägung
(8) einen Austritt für die Durchgangsöffnung (15) bildet.
8. Kolben (2) für eine Axialkolbenmaschine (1), dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (14) nach dem Herstellungsverfahren gemäß Anspruch 6 hergestellt ist.
9. Axialkolbenmaschine (1) mit dem Kolben (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (2) als ein Axialkolben ausgebildet ist.
1. A production method, wherein the production method comprises the following method
steps:
- production of an intermediate blank (7) from a piston (2) for an axial piston machine
(1) by means of extrusion, wherein the intermediate blank (7) has a shaft section
(7b), a ball head section (7a) and a sealing section (7c), wherein the shaft section
(7b) connects the ball head section (7a) to the sealing section (7c) and wherein on
the intermediate blank (7) an impression (8) is produced in the ball head section
(7a) by the extrusion;
- production of a piston blank (14) from the piston (2) from the intermediate blank
(7), wherein a through opening (15) is machined into the intermediate blank (7), wherein
the through opening (15) extends within the piston blank (7) in the longitudinal direction,
wherein the impression (8) forms an outlet for the through opening (15).
2. The production method according to claim 1, characterised in that a recess (10) in the sealing section (7c) is produced on the intermediate blank (7)
by the extrusion, wherein the recess (10) forms an inlet for the through opening (15).
3. The production method according to one of the preceding claims, characterised in that a near-net-shape surface (12) of the shaft section (7b) and/or a near-net-shape end
face (13) of the sealing section (7c) is/are generated on the intermediate blank (7)
by the extrusion.
4. The production method according to one of the preceding claims, characterised in that a dome geometry (16) is produced on a peripheral surface of the sealing section (7c)
on the intermediate blank (7) or on the piston blank (14) by machining.
5. The production method according to one of the preceding claims, characterised in that the piston (2) is generated in a further method step, wherein the piston (2) is produced
by reworking the piston blank (14).
6. The production method according to claim 5,
characterised in that the reworking of the piston blank (14) comprises the following sub-steps:
- curing the piston blank (14);
- machining of a spherical geometry (17) of the ball head section (7a);
- machining of the dome geometry (16) of the sealing section (7c).
7. A piston blank (14), wherein the piston blank (14) is extruded, wherein the piston
blank (14) has a shaft section (7b), a ball head section (7a) and a sealing section
(7c), wherein the shaft section (7b) connects the ball head section (7a) to the sealing
section (7c) and wherein an impression (8) is generated in the ball head section (7a)
by the extrusion; and that the piston blank (14) has a through opening (15) introduced
by machining, wherein the through opening (15) extends within the piston blank (14)
in the longitudinal direction, wherein the impression (8) forms an outlet for the
through opening (15).
8. A piston (2) for an axial piston machine (1), characterised in that the piston (14) is produced according to the production method according to claim
6.
9. An axial piston machine (1) having the piston (2) according to claim 8, characterised in that the piston (2) is designed as an axial piston.
1. Procédé de fabrication, le procédé de fabrication comprenant les étapes de procédé
suivantes :
- fabrication par extrusion d'une ébauche intermédiaire (7) d'un piston (2) pour une
machine à pistons axiaux (1), l'ébauche intermédiaire (7) présentant une partie de
tige (7b), une partie de tête sphérique (7a) et une partie d'étanchéité (7c), la partie
de tige (7b) reliant la partie de tête sphérique (7a) à la partie d'étanchéité (7c)
et une empreinte (8) étant produite par extrusion sur l'ébauche intermédiaire (7)
dans la partie de tête sphérique (7a) ;
- fabrication d'une ébauche de piston (14) du piston (2) à partir de l'ébauche intermédiaire
(7), une ouverture de passage (15) étant usinée dans l'ébauche intermédiaire (7),
l'ouverture de passage (15) s'étendant dans le sens longitudinal à l'intérieur de
l'ébauche de piston (7), l'empreinte (8) formant une sortie pour l'ouverture de passage
(15).
2. Procédé de fabrication selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un évidement (10) est produit par extrusion dans la partie d'étanchéité (7c) sur l'ébauche
intermédiaire (7), l'évidement (10) formant une entrée pour l'ouverture de passage
(15).
3. Procédé de fabrication selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une surface proche des cotes finales (12) de la partie de tige (7b) et/ou une face
avant proche des cotes finales (13) de la partie d'étanchéité (7c) sont produites
par extrusion sur l'ébauche intermédiaire (7).
4. Procédé de fabrication selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une géométrie de calotte (16) est produite par usinage au niveau d'une surface périphérique
de la partie d'étanchéité (7c) sur l'ébauche intermédiaire (7) ou sur l'ébauche de
piston (14).
5. Procédé de fabrication selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le piston (2) est fabriqué dans une autre étape de procédé, le piston (2) étant fabriqué
par post-traitement de l'ébauche de piston (14).
6. Procédé de fabrication selon la revendication 5,
caractérisé en ce que le post-traitement de l'ébauche de piston (14) comprend les sous-étapes suivantes
:
- durcissement de l'ébauche de piston (14) ;
- traitement par usinage d'une géométrie sphérique (17) de la partie de tête sphérique
(7a) ;
- traitement par usinage de la géométrie de la calotte (16) de la partie d'étanchéité
(7c).
7. Ébauche de piston (14), l'ébauche de piston (14) étant extrudée, l'ébauche de piston
(14) présentant une partie de tige (7b), une partie de tête sphérique (7a) et une
partie d'étanchéité (7c), la partie de tige (7b) reliant la partie de tête sphérique
(7a) à la partie d'étanchéité (7c) et une empreinte (8) étant produite par l'extrusion
dans la partie de tête sphérique (7a) ; et l'ébauche de piston (14) présentant une
ouverture de passage (15) réalisée par usinage, l'ouverture de passage (15) s'étendant
dans le sens longitudinal à l'intérieur de l'ébauche de piston (14), l'empreinte (8)
formant une sortie pour l'ouverture de passage (15).
8. Piston (2) pour une machine à pistons axiaux (1), caractérisé en ce que le piston (14) est fabriqué selon le procédé de fabrication selon la revendication
6.
9. Machine à pistons axiaux (1) comprenant le piston (2) selon la revendication 8, caractérisée en ce que le piston (2) est réalisé sous la forme d'un piston axial.