Hintergrund
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen multifunktionalen Kleiderbügel, insbesondere
einen Kleiderbügel, der auf Reisen praktisch verwendet werden kann. Insbesondere handelt
es sich bei dem Kleiderbügel um einen multifunktionalen Kleider- und Hosenklappbügel,
der sowohl als normaler Kleiderbügel sowie auch als Hosenklappbügel - auch gleichzeitig
für beides - einsetzbar ist.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Dokument
US2620952 A ist ein Kleiderbügel bekannt, der mit einer Haltevorrichtung für Kleidungsstücke
ausgestattet ist. Die Haltevorrichtung besteht aus zwei Greifbalken, die mittels eines
Gestänges an einer ebenfalls als Drahtgestänge ausgebildeten Bügeleinheit befestigt
sind. Die Bügeleinheit umfasst zwei Arme, die zur Aufnahme einer Jacke oder eines
Hemds ausgebildet sind. Das Gestänge jedes der Greifbalken ist in Form einer Schlaufe
um das Drahtgestänge der Bügeleinheit gewickelt und hierdurch auf der Bügeleinheit
drehbar gelagert. Oberhalb der Bügeleinheit erstreckt sich das Gestänge jedes der
Greifbalken bogenförmig, wobei der Bogen des ersten Greifbalkens innerhalb des Bogens
des zweiten Greifbalkens verläuft. Zwischen den Bögen der ersten und zweiten Greifbalken
befindet sich der Haken, welcher die Bügeleinheit trägt. Der Haken ist mittels eines
Drehgelenks mit der Bügeleinheit verbunden. Mittels des Drehgelenks ist der Haken
in Bezug auf die Bügeleinheit drehbar gelagert. Der Haken weist einen Stiel und einen
Hakenbogen auf. Der Stiel kann in einer ersten Stellung normal zur Tangente der Bügeleinheit
an der Stelle, an welcher deren Symmetrieebene angeordnet ist, angeordnet sein. Der
Stiel kann um einen Winkel von ungefähr +/- 90 Grad in Bezug auf die erste Stellung
in einen zweite oder dritte Stellung bewegt werden, je nach gewünschter Drehrichtung.
Der Stiel befindet sich zwischen den Bögen der ersten und zweiten Greifbalken. Wenn
sich der Stiel in der ersten Stellung befindet, wird das Kleidungsstück zwischen dem
ersten und zweiten Greifbalken eingeklemmt. Wenn der Haken von der ersten in die zweite
oder dritte Stellung bewegt wird, bewegen sich die Greifbalken voneinander weg und
die Klemme öffnet sich. Ein Federelement ist vorgesehen, um sicherzustellen, dass
eine ausreichende Öffnungsweite erzielt werden kann, um das Kleidungsstück, beispielsweise
eine Hose, einfach zu entnehmen.
[0003] Diese recht aufwändige Mechanik hat sich im Gebrauch als störanfällig erwiesen. Mit
zunehmender Gebrauchsdauer tendieren solche Klappbügelhänger auszuleiern. Zudem ist
das Drahtgestänge schwierig zu fertigen, weil eine genaue Justierung der Bögen sowie
des Drehgelenks und des Stiels sowie des Federelements erforderlich sind. Daher finden
sich derartige Kleiderbügel nicht mehr am Markt oder waren möglicherweise nie am Markt
erhältlich. Zudem besteht durch die Verwendung eines Drahtgestänges und der zumindest
in der zweiten oder dritten Stellung abstehenden Bögen Verletzungsgefahr, es ist möglich,
sich die Finger beim Betätigen des Klemmmechanismus einzuklemmen.
[0004] Aufgrund der durch den Klemmmechanismus bedingten Materialbeanspruchung kommt für
das Gestänge der Greifbalken sowie den Haken eigentlich nur ein Metalldraht in Frage,
was in der heutigen Zeit dazu führen würde, dass ein Flugpassagier selbiges Produkt
nicht mehr im Handgepäck mitführen könnte, da es von Metalldetektoren erfasst würde.
Ein derartiger Kleiderbügel könnte zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit als mögliche
Waffe klassifiziert werden.
[0005] Zudem darf der Kleiderbügel keinerlei Verformung ausgesetzt werden, sonst wird der
Drehmechanismus sowie der Klemmmechanismus nicht mehr funktionieren. Ausserdem wird
eine vergleichsweise hohe Zahl an Einzelbauteilen, was in der Herstellung teuer ist.
[0006] Daher besteht Bedarf an einem konstruktiv einfachen und universell verwendbaren Kleiderbügel.
Aufgabe der Erfindung
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen multifunktionalen Kleiderbügel in Leichtbauweise
zu entwickeln, der sich insbesondere für den Gebrauch auf Reisen eignet.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es weiters, einen multifunktionalen Kleiderbügel mit einer
einfach zu bedienenden Klemmvorrichtung zu entwickeln.
Beschreibung der Erfindung
[0009] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch einen Kleiderbügel gemäss Anspruch
1. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele des Kleiderbügels sind Gegenstand der Ansprüche
2 bis 15.
[0010] Wenn der Begriff "beispielsweise" in der nachfolgenden Beschreibung verwendet wird,
bezieht sich dieser Begriff auf Ausführungsbeispiele und/oder Ausführungsformen, was
nicht notwendigerweise als eine bevorzugtere Anwendung der Lehre der Erfindung zu
verstehen ist. In ähnlicher Weise sind die Begriffe "vorzugsweise", "bevorzugt" zu
verstehen, indem sie sich auf ein Beispiel aus einer Menge von Ausführungsbeispielen
und/oder Ausführungsformen beziehen, was nicht notwendigerweise als eine bevorzugte
Anwendung der Lehre der Erfindung zu verstehen ist. Dementsprechend können sich die
Begriffe "beispielsweise", "vorzugsweise" oder "bevorzugt" auf eine Mehrzahl von Ausführungsbeispielen
und/oder Ausführungsformen beziehen.
[0011] Die nachfolgende detaillierte Beschreibung enthält verschiedene Ausführungsbeispiele
für den erfindungsgemässen Kleiderbügel. Die Beschreibung einer bestimmten Vorrichtung
eines bestimmten Kleiderbügels ist nur als beispielhaft anzusehen. In der Beschreibung
und den Ansprüchen werden die Begriffe "enthalten", "umfassen", "aufweisen" als "enthalten,
aber nicht beschränkt auf" interpretiert.
[0012] Im Folgenden bedeutet der Begriff Gebrauchsposition, dass sich ein Kleidungsstück
zwischen der Bügeleinheit und dem Klemmelement befindet, welches vom Klemmelement
gehalten wird.
[0013] Im Folgenden kann auch der Begriff Drehbügel für Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen
Kleiderbügels verwendet werden, welche über ein Hakenelement verfügen, welches in
Bezug auf die Bügeleinheit drehbar gelagert ist. Ein erfindungsgemässer Kleiderbügel
umfasst eine Bügeleinheit und ein Hakenelement. Die Bügeleinheit umfasst ein Klemmelement
zur Sicherung eines Kleidungsstücks, wobei das Hakenelement drehbar auf der Bügeleinheit
befestigt ist. Das Hakenelement weist einen Klemmbügel auf, wobei das Klemmelement
mittels des Klemmbügels gegen die Oberfläche der Bügeleinheit pressbar ist, wenn das
Hakenelement sich in der Gebrauchsposition befindet. Unter der Gebrauchsposition wird
hierbei die Position des Kleiderbügels verstanden, in welcher ein Kleidungsstück zwischen
dem Klemmelement und der Bügeleinheit eingeklemmt ist und damit verliersicher auf
dem Kleiderbügel gehalten wird, sodass das Kleidungsstück am Kleiderbügel hängend
in einen Kleiderschrank aufbewahrt werden kann.
[0014] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist das Klemmelement als Leiste ausgebildet. Eine
derartige Leiste ist als Balkenelement einfach herstellbar. Das Klemmelement ist beispielsweise
mittels eines Verbindungselements mit der Bügeleinheit verbunden. Das Verbindungselement
kann einen Bolzen, eine Schraubverbindung, eine Klebverbindung, eine Schrumpfverbindung,
eine elastische Tülle, beispielsweise eine Gummitülle, oder ein Rastelement umfassen.
Das Verbindungselement kann am ersten oder zweiten Bügelarm angeordnet sein. Insbesondere
kann sich das Verbindungselement an einem der Enden des Klemmelements befinden. Das
Klemmelement kann sich vom ersten zum zweiten Bügelarm erstrecken. Das Kleidungsstück,
beispielsweise die Hosenbeine einer Hose, wird zwischen dem Klemmelement und der Bügeleinheit
aufgenommen. Die vorliegende Anordnung eines Klemmelements ist platzsparend. Da das
Klemmelement in der Gebrauchsposition durch den Klemmbügel des Hakenelements gehalten
werden kann, ist es nicht erforderlich, dass das Klemmelement einen Klemmmechanismus
enthalten muss. Das Klemmelement kann daher ebenfalls mit einer Wandstärke von maximal
5 mm hergestellt werden. Der Kleiderbügel weist daher im Vergleich zu den vorbekannten
Klemmbügeln eine wesentlich geringere Dicke auf. Zudem kann auf ein zweites Klemmelement
verzichtet werden, da die Bügeleinheit 2 selbst die Funktion des zweiten Klemmelements
erfüllen kann. Der erfindungsgemässe Kleiderbügel weist daher eine deutlich geringere
Anzahl an Einzelteilen auf, was eine einfachen und kostengünstige Herstellung ermöglicht.
[0015] Die Bügeleinheit kann gemäss einem Ausführungsbeispiel einen ersten Bügelarm und
einen zweiten Bügelarm umfassen, welche sich von einem Basiskörper in gegenüberliegende
Richtungen erstrecken. Hierdurch wird ein multifunktionaler Kleiderbügel geschaffen,
der für mehrere verschiedene Kleidungsstücke gleichzeitig verwendet werden kann. Beispielsweise
können mit diesem Kleiderbügel eine Hose und ein zugehöriges Hemd oder Sakko in einer
Einheit aufbewahrt werden.
[0016] Der Basiskörper und die ersten und zweiten Bügelarme können einstückig ausgebildet
sein. Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist die Bügeleinheit als Plattenelement ausgebildet.
Die Bügeleinheit kann eine Ausnehmung zur Aufnahme des Klemmbügels des Hakenelements
aufweisen. Die Ausnehmung kann im Basiskörper angeordnet sein. Die Ausnehmung kann
bogenförmig ausgebildet sein. Die Ausnehmung kann einen Krümmungsradius aufweisen,
der zumindest abschnittsweise dem Krümmungsradius des Klemmbügels entspricht. Da die
Bügeleinheit als dünnwandiges Plattenelement ausgebildet ist, kann die Herstellung
beliebig geformter Ausnehmungen mittels automatischer Schneidverfahren erfolgen. Alternativ
kann die Herstellung auch durch ein Spritzgiessverfahren erfolgen, wenn der Kleiderbügel
aus einem Kunststoff hergestellt werden soll. Ein derartiger Kleiderbügel kann daher
in kleinen aber auch in grossen Serien unter Verwendung von unterschiedlichen Materialien
wirtschaftlich gefertigt werden.
[0017] Der erste Bügelarm weist gemäss einem Ausführungsbeispiel ein erstes Halteelement
auf, welches dazu dient, eine Halteschlaufe eines Kleidungsstücks aufzunehmen. Der
zweite Bügelarm kann ein zweites Halteelement aufweisen, welches dazu dient, eine
Halteschlaufe eines Kleidungsstücks aufzunehmen. Auch die Halteelemente können, wie
vorgehend für andere Ausnehmungen beschrieben, mittels automatischer Schneidverfahren
hergestellt werden. Auch für die Herstellung des Kleiderbügels mittels Spritzgiessverfahren
ergeben sich keine zusätzlichen Komplikationen, da eine entsprechendes Spritzgiesswerkzeug
aufgrund der einfachen Geometrie ohne Hinterschneidungen einfach herstellbar ist.
[0018] Die Dicke der Bügeleinheit kann gemäss einem Ausführungsbeispiel maximal 5 mm betragen.
Die Dicke der Bügeleinheit kann insbesondere maximal 3 mm betragen. Hierdurch ist
eine sehr platzsparende Bauweise des Kleiderbügels gewährleistet, was insbesondere
für seine Verwendung auf Reisen von Vorteil ist.
[0019] Gemäss einem Ausführungsbeispiel enthält der Basiskörper eine Bohrung zur Aufnahme
eines Drehelements für die Aufnahme des Hakenelements.
[0020] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist das Hakenelement als ein Plattenelement ausgebildet.
Insbesondere kann der Haken durch eine Ausnehmung des Hakenelements gebildet sein.
Der Klemmbügel kann als ein bogenförmiger Einschnitt des Hakenelements ausgebildet
sein. Das Hakenelement kann eine im Wesentlichen tropfenförmige Form aufweisen.
[0021] Die Dicke des Hakenelements kann maximal 5 mm betragen. Insbesondere kann die Dicke
des Hakenelements maximal 3 mm betragen. Hierdurch ist eine sehr platzsparende Bauweise
des Kleiderbügels gewährleistet, was insbesondere für seine Verwendung auf Reisen
von Vorteil ist.
[0022] Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann das Hakenelement eine Bohrung zur Aufnahme
eines Drehelements umfassen, sodass das Hakenelement in Bezug auf die Bügeleinheit
drehbar ist.
[0023] Der Kleiderbügel kann Holz oder einen Kunststoff enthalten. Insbesondere kann der
Kleiderbügel aus Holz oder einem Kunststoff bestehen.
[0024] Ein Vorteil des erfindungsgemässen Kleiderbügels ist darin zu sehen, dass nur zwei
Bauteile verwendet werden können, das Hakenelement sowie die Bügeleinheit. Verformungen
werden toleriert, da die eigentliche Mechanik ein Drehmechanismus ist.
[0025] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Kleiderbügels beruht in der Tatsache,
dass das Hakenelement bei Nichtbenutzung verschwindet und daher keine Schäden an anderen
Kleidungsstücken verursachen kann, insbesondere, wenn diese Kleidungsstücke auf engem
Raum, beispielsweise im selben Koffer gelagert sind.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0026] Nachfolgend werden die erfindungsgemässen Kleiderbügel anhand einiger Ausführungsbeispiele
dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen schematischen Aufbau eines Kleiderbügels nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 ein Detail des in Fig. 1 verwendeten Hakenelements,
Fig. 3 ein Detail der Bügeleinheit des Kleiderbügels gemäss Fig. 1,
Fig. 4 den Kleiderbügel gemäss Fig. 1, wobei das Hakenelement sich in einer anderen
Lage befindet als in Fig. 1,
Fig. 5 eine Variante einer Bügeleinheit,
Fig. 6 einen schematischen Aufbau eines Kleiderbügels nach einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 7 ein Detail des in Fig. 6 verwendeten Hakenelements
Fig. 8 ein Detail der Bügeleinheit des Kleiderbügels gemäss Fig. 6.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0027] In den Figuren sind einige Elemente gestrichelt gezeichnet. Es handelt sich dabei
um Optionen oder Stellungen, welche alternativ oder zusätzlich zum durchgezogen gezeichneten
Ausführungsbeispiel möglich sind.
[0028] Fig. 1 zeigt einen schematischen Aufbau eines beispielhaften Kleiderbügels 1, umfassend
eine Bügeleinheit 2 und ein Hakenelement 3. Die Bügeleinheit 2 umfasst ein Klemmelement
25 zur Sicherung eines Kleidungsstücks, wobei das Hakenelement 3 drehbar auf der Bügeleinheit
2 befestigt ist. Das Hakenelement 3 weist einen Klemmbügel 35 auf, wobei das Klemmelement
25 mittels des Klemmbügels 35 gegen die Oberfläche der Bügeleinheit 2 pressbar ist,
wenn das Hakenelement 3 sich in der Gebrauchsposition befindet. Unter der Gebrauchsposition
wird hierbei die Position des Kleiderbügels verstanden, in welcher ein Kleidungsstück
zwischen dem Klemmelement 25 und der Bügeleinheit 2 eingeklemmt ist und damit verliersicher
auf dem Kleiderbügel 1 gehalten wird, sodass das Kleidungsstück am Kleiderbügel hängend
in einen Kleiderschrank aufbewahrt werden kann.
[0029] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Klemmelement 25 als Leiste ausgebildet.
Das Klemmelement 25 ist mittels eines Verbindungselements 26 mit der Bügeleinheit
2 verbunden. Das Verbindungselement 26 kann am ersten oder zweiten Bügelarm 21, 22
angeordnet sein. Insbesondere kann sich das Verbindungselement 26 an einem der Enden
des Klemmelements 25 befinden. Das Klemmelement 25 kann sich vom ersten Bügelarm 21
zum zweiten Bügelarm 22 erstrecken. Das Kleidungsstück, beispielsweise die Hosenbeine
einer Hose, wird zwischen dem Klemmelement 25 und der Bügeleinheit 2 aufgenommen.
In der Gebrauchsposition ist der Klemmbügel 35 über das Klemmelement 25 geschoben,
wobei vom Klemmbügel 35 eine Druckkraft auf das Klemmelement 25 wirkt, welches das
Kleidungsstück gegen die Bügeleinheit 2 presst. Die vom Klemmbügel 35 auf das Klemmelement
25 wirkende Druckkraft ist ausreichend, um das Kleidungsstück in der vorgesehenen
Position zu halten, wenn es in hängendem Zustand aufbewahrt wird.
[0030] Gemäss diesem Ausführungsbeispiel ist die Bügeleinheit 2 als Plattenelement ausgebildet.
Die Bügeleinheit kann einen ersten Bügelarm 21 und einen zweiten Bügelarm 22 umfassen,
welche sich von einem Basiskörper 24 in gegenüberliegende Richtungen erstrecken. Die
Bügeleinheit 2 kann eine Ausnehmung 27 zur Aufnahme des Klemmbügels 35 aufweisen.
Die Ausnehmung 27 kann im Basiskörper 24 angeordnet sein. Die Ausnehmung 27 kann bogenförmig
ausgebildet sein. Die Ausnehmung kann einen Krümmungsradius aufweisen, der zumindest
abschnittsweise dem Krümmungsradius des Klemmbügels entspricht.
[0031] Der erste Bügelarm 21 weist gemäss diesem Ausführungsbeispiel ein erstes Halteelement
28 auf, welches dazu dient, eine Halteschlaufe eines Kleidungsstücks aufzunehmen.
Der zweite Bügelarm 22 weist ein zweites Halteelement 29 auf, welches dazu dient,
eine Halteschlaufe eines Kleidungsstücks aufzunehmen.
[0032] Die Dicke der Bügeleinheit 2 kann maximal 5 mm betragen. Insbesondere kann die Dicke
der Bügeleinheit 2 maximal 3 mm betragen.
[0033] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält der Basiskörper 24 eine Bohrung
23 zur Aufnahme des Hakenelements 3. Die Bohrung 23 kann ein nicht dargestelltes Drehelement
enthalten.
[0034] Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Hakenelement 3 als ein Plattenelement
ausgebildet. Insbesondere kann der Haken 31 durch eine Ausnehmung 32 des Hakenelements
gebildet sein. Der Klemmbügel 35 kann als ein bogenförmiger Einschnitt im Plattenelement
ausgebildet sein. Das Hakenelement 3 kann eine im Wesentlichen tropfenförmige Form
aufweisen.
[0035] Die Dicke des Hakenelements kann maximal 5 mm betragen. Insbesondere kann die Dicke
des Hakenelements maximal 3 mm betragen.
[0036] Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann das Hakenelement 3 eine Bohrung 33 zur Aufnahme
eines Drehelements umfassen, sodass das Hakenelement 3 in Bezug auf die Bügeleinheit
2 drehbar ist.
[0037] Der Kleiderbügel kann Holz oder einen Kunststoff enthalten. Insbesondere kann der
Kleiderbügel aus Holz oder einem Kunststoff bestehen.
[0038] Fig. 2 zeigt ein Detail des in Fig. 1 verwendeten Hakenelements 3. Das Hakenelement
3 ist als ein Plattenelement ausgebildet, welches in der vorliegenden Darstellung
in einer Aufsicht gezeigt ist. Das Plattenelement weist vorzugsweise eine Dicke von
maximal 5 mm auf. Die Dicke wird normal zur Zeichnungsebene gemessen und ist daher
in der vorliegenden Darstellung nicht ersichtlich. Das Hakenelement 3 weist gemäss
der vorliegenden Darstellung Tropfenform auf. Der Haken 31, welcher dazu dient, das
Hakenelement 3 an einer Kleiderstange verliersicher zu halten, umgibt eine Ausnehmung
32. Die Ausnehmung 32 kann im Wesentlichen der Form der Kleiderstange entsprechen.
Eine Bohrung 33 zur Aufnahme eines Drehelements ist vorgesehen, welches die Verbindung
zwischen dem Hakenelement 3 und der Bügeleinheit 2 des Kleiderbügels 1 ausbildet.
Das Hakenelement 3 enthält einen Klemmbügel 35. Der Klemmbügel 35 ist gemäss dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel bogenförmig ausgebildet. Der Klemmbügel 35 ist als Armelement
ausgebildet, welches durch einen Schnitt erhalten werden kann. Eine mögliche Schnittlinie,
die im vorliegenden Ausführungsbeispiel im Wesentlichen s-förmig ausgebildet ist,
ist in Fig. 2 gezeigt.
[0039] Fig. 3 zeigt ein Detail der Bügeleinheit 2 des Kleiderbügels 1 gemäss Fig. 1. Die
Bügeleinheit 2 ist als ein Plattenelement ausgebildet, welches in Fig. 3 in einer
Aufsicht gezeigt ist. Das Plattenelement weist eine Dicke von maximal 5 mm auf. Das
Plattenelement weist vorzugsweise eine Dicke von maximal 3 mm auf. Die Dicke wird
normal zur Zeichnungsebene gemessen und ist daher in der vorliegenden Darstellung
nicht ersichtlich. Die Bügeleinheit 2 gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
besteht aus einem ersten Bügelarm 21, einem zweiten Bügelarm 22 und einem Basiskörper
24. Der erste Bügelarm 21 erstreckt sich rechtsseitig des Basiskörpers 24, der zweite
Bügelarm 22 erstreckt sich linksseitig des Basiskörpers 24. Die Bügeleinheit 2 gemäss
Fig. 3 weist vier Ausnehmungen auf. Eine Ausnehmung ist am ersten Bügelarm 21 für
das erste Halteelement 28 vorgesehen. Eine weitere Ausnehmung ist am zweiten Bügelarm
22 für das zweite Halteelement 29 vorgesehen. Der Basiskörper 24 enthält eine Ausnehmung
27, welche der Aufnahme des Klemmbügels 35 des Hakenelements 3 dient. Der Basiskörper
enthält eine weitere Ausnehmung, die als Bohrung 23 ausgebildet ist. Diese Bohrung
23 dient der Aufnahme eines nicht dargestellten Drehelements für das Hakenelement
3.
[0040] Die Bügeleinheit 2 enthält ein Klemmelement 25, welches sich vom ersten Bügelarm
21 bis zum zweiten Bügelarm 22 erstreckt. Das Klemmelement 25 erstreckt sich daher
über den zwischen dem ersten und zweiten Bügelarm 21, 22 befindlichen Basiskörper
24.
[0041] Fig. 4 zeigt den Kleiderbügel 1 gemäss Fig. 1, wobei das Hakenelement 3 sich in einer
anderen Lage befindet als in Fig. 1, sodass das Klemmelement 25 nicht vom Hakenelement
3 erfasst wird. Das Klemmelement 25 kann daher geöffnet werden, um ein Kleidungsstück
zu entnehmen oder ein anderes Kleidungsstück zwischen die Bügeleinheit 2 und das Klemmelement
25 einzulegen.
[0042] Fig. 5 zeigt eine Variante einer Bügeleinheit 2, gemäss welcher das Klemmelement
25 nicht als Leiste ausgebildet ist, sondern Bestandteil der Bügeleinheit 2 ist. Das
Klemmelement 25 ist aus der Bügeleinheit 2 teilweise herausgeschnitten und nur an
einer Stelle, in diesem Fall über ein Verbindungselement 26, welches im ersten Bügelarm
21 angeordnet ist, mit der Bügeleinheit 2 verbunden.
[0043] Fig. 6 zeigt einen schematischen Aufbau eines Kleiderbügels 10 nach einem zweiten
Ausführungsbeispiel. Gleiche oder gleich wirkende Elemente oder Teile tragen dieselben
Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel. Für diese Elemente oder Teile soll
auf die Beschreibung zum ersten Ausführungsbeispiel verwiesen werden, die auch für
dieses Ausführungsbeispiel in analoger Weise gelten soll. Das Hakenelement 3 hat gemäss
diesem Ausführungsbeispiel eine im Wesentlichen rechteckförmige Form. Dieses Hakenelement
3 ist insbesondere für die Verwendung für eine Kleiderstange mit rechteckigem oder
quadratischen Querschnitt einsetzbar. Die Ausnehmung 32 weist daher gemäss diesem
Ausführungsbeispiel eine im Wesentlichen rechteckige Form auf. Selbstverständlich
könnte anstelle der rechteckigen Form auch eine kreisförmige oder ovale Ausnehmung
32 wie im ersten Ausführungsbeispiel verwendet werden, was zeichnerisch nicht dargestellt
ist.
[0044] Fig. 7 zeigt ein Detail des in Fig. 6 verwendeten Hakenelements 3 für einen Kleiderbügel
10 gemäss dem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0045] Fig. 8 zeigt ein Detail der Bügeleinheit 2 des Kleiderbügels gemäss Fig. 6. Die Bügeleinheit
2 unterscheidet sich von der in Fig. 3 gezeigten Bügeleinheit dadurch, dass die Ausnehmung
27 als schlitzförmige Ausnehmung ausgebildet ist. Das Hakenelement 3, welches dem
Hakenelement gemäss Fig. 7 entspricht, ist in einer Transportposition gezeigt, in
welcher es die Bügeleinheit 2 nicht oder nur unwesentlich überragt.
[0046] Für den Fachmann ist offensichtlich, dass viele weitere Varianten zusätzlich zu den
beschriebenen Ausführungsbeispielen möglich sind, ohne vom erfinderischen Konzept
abzuweichen. Der Gegenstand der Erfindung wird somit durch die vorangehende Beschreibung
nicht eingeschränkt und ist durch den Schutzbereich bestimmt, der durch die Ansprüche
festgelegt ist. Für die Interpretation der Ansprüche oder der Beschreibung ist die
breitest mögliche Lesart der Ansprüche massgeblich. Insbesondere sollen die Begriffe
"enthalten" oder "beinhalten" derart interpretiert werden, dass sie sich auf Elemente,
Komponenten oder Schritte in einer nichtausschliesslichen Bedeutung beziehen, wodurch
angedeutet werden soll, dass die Elemente, Komponenten oder Schritte vorhanden sein
können oder genutzt werden können, dass sie mit anderen Elementen, Komponenten oder
Schritten kombiniert werden können, die nicht explizit erwähnt sind. Wenn die Ansprüche
sich auf ein Element oder eine Komponente aus einer Gruppe beziehen, die aus A, B,
C bis N Elementen oder Komponenten bestehen kann, soll diese Formulierung derart interpretiert
werden, dass nur ein einziges Element dieser Gruppe erforderlich ist, und nicht eine
Kombination von A und N, B und N oder irgendeiner anderen Kombination von zwei oder
mehr Elementen oder Komponenten dieser Gruppe.
1. Kleiderbügel (1, 10) umfassend eine Bügeleinheit (2) und ein Hakenelement (3), wobei
die Bügeleinheit (2) ein Klemmelement (25) zur Sicherung eines Kleidungsstücks umfasst,
wobei das Hakenelement (3) drehbar auf der Bügeleinheit (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenelement (3) einen Klemmbügel (35) aufweist, wobei das Klemmelement (25)
mittels des Klemmbügels (35) gegen die Oberfläche der Bügeleinheit (2) pressbar ist,
wenn das Hakenelement (3) sich in der Gebrauchsposition befindet.
2. Der Kleiderbügel (1, 10) nach Anspruch 1, wobei das Klemmelement (25) mittels eines
Verbindungselements (26) mit der Bügeleinheit (2) verbunden ist.
3. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Bügeleinheit
(2) einen ersten Bügelarm (21) und einen zweiten Bügelarm (22) umfasst, welche sich
von einem Basiskörper (24) in gegenüberliegende Richtungen erstrecken.
4. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bügeleinheit
(2) eine Ausnehmung (27) zur Aufnahme des Klemmbügels (35) aufweist.
5. Der Kleiderbügel (1, 10) nach Anspruch 4, wobei die Ausnehmung (27) im Basiskörper
(24) angeordnet ist.
6. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, wobei die Ausnehmung (24)
bogenförmig ausgebildet ist.
7. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei die Ausnehmung (27)
einen Krümmungsradius aufweist, der zumindest abschnittsweise einem Krümmungsradius
des Klemmbügels (35) entspricht.
8. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dicke
der Bügeleinheit (2) maximal 5 mm beträgt.
9. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das Klemmelement
(25) vom ersten zum zweiten Bügelarm (21, 22) erstreckt.
10. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verbindungselement
(26) am ersten oder zweiten Bügelarm (21, 22) angeordnet ist.
11. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der Ansprüche 3 bis 10, wobei der Basiskörper
(24) eine Bohrung (23) zur Aufnahme eines Drehelements enthält.
12. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Klemmbügel
(35) als ein bogenförmiger Einschnitt des Hakenelements (3) ausgebildet ist.
13. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Hakenelement
(3) eine im Wesentlichen tropfenförmige Form aufweist.
14. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dicke
des Hakenelements (3) maximal 5 mm beträgt.
15. Der Kleiderbügel (1, 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Hakenelement
(3) eine Bohrung (33) zur Aufnahme eines Drehelements umfasst.