[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren und Einrichtungen zum Entfernen und/oder Schädigen
von Schlichte auf und/oder von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen
Gebilden oder räumlichen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung
eines Verbundwerkstoffs.
[0002] Bei der Herstellung von Faserverbundwerkstoffen werden als Verstärkungsfasern verschiedene
hochfeste Materialien wie Glas, Carbon oder Basalt verwendet. Um aus diesen zwar hochfesten
aber leicht brüchigen Fasern/Filamenten ein textiles Flächengebilde wie Vliesstoff,
Gewebe oder Gelege herzustellen, werden die Fasern/Filamente mit einer Schlichte/Avivage
überzogen. Die Schlichte hat eine ölige oder silikonartige Konsistenz und legt sich
wie ein Mantel um die Fasern/Filamente herum. Dadurch wird das Bruchverhalten der
Fasern/Filamente herabgesetzt. Es ermöglicht das Biegen der Fasern/Filamenten in kleineren
Radien und das Gleiten mit geringerer Reibung untereinander. Bei der Verarbeitung
dieser textilen Flächengebilde zu Faserverbundwerkstoffen mit thermoplastischer oder
duroplastischer Matrix können Schlichte, Beläge oder Verunreinigungen auf den Fasern
und/oder Filamenten zu Störungen bei der Haftung mit der Matrix führen. Eine feste
Verbundausbildung ist dann fehlerhaft oder nicht vorhanden. Schlichte, Beläge oder
Verunreinigungen müssen zum Zwecke der fehlerfreien Verbundausbildung entfernt werden.
Bisher werden die Schlichten, Beläge und Verunreinigungen von textilen Flächengebilden
aus hitzebeständigen Faserstoffen thermisch, also in einem Ofen, energieaufwändig
entfernt. Die Temperaturen werden so hoch gewählt, dass die Schlichten verdampfen
oder verbrennen. Die Fasern/Filamente liegen dann in einem unbeschichteten Zustand
vor, so dass eine störungsfreie, feste Haftung zwischen Fasern/Filamenten und Matrix
gewährleistet werden kann. Weiterhin bestehen die textilen Flächengebilde nicht in
jedem Fall aus hitzebeständigen Faserstoffen, so dass Beläge oder Verunreinigungen
auf den Fasern/Filamenten nicht thermisch und ohne Schädigung der Fasern/Filamente
entfernt werden können.
[0003] Durch die Druckschrift
DE 31 32 405 A1 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Kantenverfestigung von Flächengebilden
während eines Füge- und/oder Trennvorganges bekannt, wobei auf die Füge- und/oder
Trennstelle des oder der zu fügenden oder zu trennenden Flächengebilde mindestens
einseitig ein Klebstoff aufgetragen ist. Zur Verfestigung der Füge- und/oder Trennstelle
können dazu insbesondere elektromagnetische Wellen verwendet werden. Überlagert oder
nachgeordnet können Elektronenstrahlbrenner angeordnet sein, die ausschließlich dem
Trennen von Flächengebilden verwendet werden.
[0004] Die Druckschrift
DE 30 00 582 A1 offenbart ein Verfahren zum Aufpfropfen eines feuerhemmenden Zusatzstoffes auf entflammbare
Stoffe, Fasern und andere Werkstoffe. Dabei wird auf die Stoffe, die Fasern oder die
Werkstoffe eine Lösung des Zusatzstoffes aufgebracht und wenigstens teilweise getrocknet.
Anschließend wird der Werkstoff mit einem Elektronenbestrahlungsstrahl ausgesetzt,
so dass der feuerhemmende Zusatzstoff auf den entflammbaren Stoff, die entflammbare
Faser oder den entflammbaren Werkstoff aufgepfropft ist. Der Elektronenstrahl führt
dabei zu einer strahlungsinduzierten chemischen Haftverbindung und Oberflächenbeschichtungsaushärtung
des feuerhemmenden Zusatzstoffes.
[0005] Die Druckschrift
DE 195 46 187 C2 beinhaltet ein Verfahren und eine Einrichtung zur plasmagestützten Oberflächenbehandlung,
insbesondere zur Plasmasterilisation, der Oberflächenmodifikation von Kunststoffen
und der Abscheidung von Polymerschichten. Zur Behandlung der Oberfläche wird ein Plasma
gleichmäßiger Dichte verwendet, welches aus einem zugeführten Reaktivgas zwischen
einem Fenster vor einem Elektronenbandstrahler und dem Material ausgebildet ist.
[0006] Durch die Druckschrift
RU 2 064 024 C1 ist ein Verfahren zum Entschlichten von zellulosehaltigen Textilmaterialien zum folgenden
Bleichen oder Färben bekannt. Zum Entschlichten wird das Textilmaterial mit einem
wässrigen Medium imprägniert, gepresst, mit Elektronenstrahlen beaufschlagt und gewaschen.
Das wässrige Medium zur Imprägnierung und damit zum Entschlichten beinhaltet Natriumhydroxid
und ein Netzmittel.
[0007] Der in den Patentansprüchen 1, 3 und 11 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
Verbundwerkstoffe mit einer festen Verbindung zwischen Fasern und/oder Filamenten
von flächenförmigen textilen Gebilden oder räumlichen textilen Gebilden zur Verstärkung
des Verbundwerkstoffs und einer Matrix des Verbundwerkstoffes bereitzustellen.
[0008] Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1, 3 und 11 aufgeführten Merkmalen gelöst.
[0009] Die Verfahren und Einrichtungen zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf
und/oder von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden oder
räumlichen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs
zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass Verbundwerkstoffe mit einer festen Verbindung
zwischen Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden oder räumlichen
textilen Gebilden zur Verstärkung des Verbundwerkstoffs und einer Matrix des Verbundwerkstoffes
bereitstellbar sind.
[0010] Dazu wird das flächenförmige textile Gebilde oder räumliche textile Gebilde mit beschleunigten
Elektronen wenigstens einer Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler
zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges beaufschlagt.
[0011] Dazu ist wenigstens eine Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler
zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges beabstandet zu dem flächenförmigen textilen
Gebilde oder räumlichen textilen Gebilde so angeordnet, dass beschleunigte Elektronen
von der Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf die Oberfläche des flächenförmigen
textilen Gebildes oder räumlichen textilen Gebildes gelangen.
[0012] Das verwendete Elektronenstrahlverfahren wirkt mittels beschleunigter Elektronen
nach dem Prinzip der Braunschen Röhre. Durch Anlegen einer elektrischen Spannung zwischen
Kathode und Anode werden die Elektronen in Richtung Austrittsfenster beschleunigt,
treten durch das Austrittsfenster und gelangen auf die Oberfläche von Fasern und/oder
Filamenten des jeweiligen Gebildes. Beim Kontakt der Elektronen mit den Fasern und/oder
Filamenten setzen diese nahezu ihre komplette kinetische Energie durch Stoßprozesse
in Wärme um. In Abhängigkeit der Beschleunigungsspannung und/oder der Energie der
beschleunigten Elektronen sowie den Schlichteeigenschaften und/oder Fasereigenschaften
und/oder Filamenteigenschaften dringen die Elektronen bis in eine gewisse Tiefe ein.
Anhaftende Beläge oder Schlichten werden damit entfernt und/oder geschädigt. Über
die Variation der Beschleunigungsintensität kann die Eindringtiefe der Elektronen
gesteuert werden, so dass auch Beläge oder Schlichten von Fasern und/oder Filamenten
im Inneren des jeweiligen Gebildes entfernbar sind.
[0013] Die Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen ist ein Bandstrahler mit einem sehr
dünnen Elektronenaustrittsfenster, so dass eine flächige und kontinuierliche Behandlung
des jeweiligen Gebildes gegeben ist. Es können auch mehrere Strahler angeordnet sein,
um größere Breiten und/oder mehrere Seiten des Gebildes beaufschlagen zu können.
[0014] Ein besonderer Vorteil bei der Verwendung von Elektronenstrahlen zum Entfernen und/oder
Schädigen von Schlichte auf Fasern und/oder Filamenten besteht im niedrigen Energieeinsatz
gegenüber bekannten Wärmeverfahren zum Verbrennen von Schlichte, wie beispielsweise
mittels Pyrolyseöfen. Je nach Größe des Ofens kann die Leistung 50 kW bis 100 kW betragen.
Die Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen kann dagegen ein Zehntel der Leistung
eines Ofens benötigen. Die thermische Behandlung im Ofen ist weiterhin ein diskontinuierlicher
Prozess. Nach jedem Bestücken und Öffnen des Ofens muss dieser aufgeheizt oder nachgeheizt
werden. Die Verwendung einer Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen führt dagegen
zu einem kontinuierlichen Ablauf. Das Gebilde kann kontinuierlich an der Quelle vorbeigeführt
werden, so dass Elektronenstrahlen und damit Elektronen kontinuierlich auf die bewegte
Oberfläche des Gebildes gelangen.
[0015] Das Elektronenstrahlverfahren verursacht durch die auf die direkte Behandlungszone
begrenzte Wärmeentwicklung gleichmäßigere Emissionen an gasförmigen Abprodukten der
Schlichten, die während der Bewegung des Gebildes kontinuierlich abgesaugt und gefiltert
werden können.
[0016] Die Verwendung des Elektronenstrahlverfahrens gewährleistet eine gegenüber des Einsatzes
eines Ofens einfachere, ökonomisch günstigere und umweltfreundlichere Handhabung der
Entfernung und/oder Schädigung von Schlichten auf Fasern und/oder Filamenten von textilen
Gebilden. Zudem ist es möglich, die Eindringtiefe und Elektronendichte pro Behandlungsfläche
zu steuern und damit in Abhängigkeit individueller Materialeigenschaften eine optimale
Behandlung zu erzielen.
[0017] Das Gebilde als flächenförmiges textiles Gebilde oder räumliches textiles Gebilde
kann insbesondere ein Gewebe, ein Gelege, ein Vliesstoff, eine Garnschar und/oder
eine Filamentschar sein.
[0018] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 und 4 bis
9 angegeben.
[0019] Das Gebilde wird nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 2 an zwei beabstandet
zueinander angeordneten Quellen zur Erzeugung von Elektronenstrahlen vorbeigeführt,
so dass die Elektronenstrahlen der Quellen zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf
zwei sich gegenüberliegende Oberflächen des Gebildes gelangen.
[0020] Zwei Quellen zur Erzeugung von Elektronenstrahlen sind nach der Weiterbildung des
Patentanspruchs 4 beabstandet zueinander angeordnet. Das Gebilde ist oder wird weiterhin
zwischen den Quellen so geführt und/oder transportiert, dass die Elektronenstrahlen
der Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf zwei sich gegenüberliegende Oberfläche
des Gebildes gelangen.
[0021] Das Gebilde befindet oder befinden sich nach der Weiterbildung des Patentanspruchs
5 auf und/oder an mindestens einer angetriebenen Transportvorrichtung.
[0022] Die Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und der Antrieb der Transportvorrichtung
sind nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 6 mit einer Steuereinrichtung verbunden.
[0023] Der Quelle oder den Quellen zur Erzeugung von Elektronenstrahlen ist nach der Weiterbildung
des Patentanspruchs 7 wenigstens eine Vorrichtung zum Absaugen von Abprodukten nachgeordnet.
Die Abprodukte können so leicht kontinuierlich und unmittelbar nach deren Entstehen
entfernt werden.
[0024] Die Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und wenigstens die beaufschlagte
Oberfläche des Gebildes befinden sich nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 8
in einer Kammer mit einem Vakuum oder einem Schutzgas.
[0025] Die Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und wenigstens die beaufschlagte
Oberfläche des Gebildes befinden sich nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 9
in einer Kammer mit einem Eingang und einem Ausgang für das Gebilde, so dass dieses
kontinuierlich durch die Kammer transportierbar ist.
[0026] Nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 10 ist das Gebilde ein Gewebe, ein Gelege,
ein Vliesstoff, eine Garnschar und/oder eine Filamentschar.
[0027] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen jeweils prinzipiell
dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder
Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung
eines Verbundwerkstoffs in einer Seitenansicht und
- Fig. 2
- eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder
Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung
eines Verbundwerkstoffs in einer Vorderansicht.
[0029] Im nachfolgenden Ausführungsbeispiel werden ein Verfahren und eine Einrichtung zum
Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen
textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs
zusammen näher erläutert. Im Folgenden wird das flächenförmige textile Gebilde 1 nur
als Gebilde 1 bezeichnet.
[0030] Eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder
Filamenten von Gebilde 1 zur besseren Haftung bei Verstärkung eines Verbundwerkstoffs
besteht im Wesentlichen aus wenigstens einer Quelle 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen
als Bandstrahler zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges.
[0031] Die Fig. 1 zeigt eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte
von Fasern und/oder Filamenten von Gebilden 1 zur besseren Haftung bei der Verstärkung
eines Verbundwerkstoffs in einer prinzipiellen Seitenansicht.
[0032] Über und unter des bewegten Gebildes 1 sind Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen
als Bandstrahler zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges beabstandet zu dem Gebilde
1 so angeordnet, dass beschleunigte Elektronen der Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen
auf die Oberflächen des Gebildes 1 gelangen. Das Gebilde 1 befindet sich auf und/oder
an mindestens einer angetriebenen Transportvorrichtung. Das können beispielsweise
angetriebene Transportrollen 3 auch in Verbindung mit Trägern sein. In Transportrichtung
nach den Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen ist wenigstens eine Vorrichtung
4 zum Absaugen von Abprodukten 5 nachgeordnet. Die Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen,
der wenigstens eine Antrieb der Transportrollen 3 und die Vorrichtung 4 zum Absaugen
von Abprodukten 5 sind mit einer Steuereinrichtung 6 verbunden.
[0033] Eine Quelle 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen in Form eines Elektronenvorhanges
ist ein bekanntes Triodensystem mit einer Kathode, einer Steuerelektrode und einer
Anode in Form eines Wehnelt-Zylinders. Die Kathode und die Anode sind mit einer Hochspannungsquelle
mit einer Spannung beispielsweise von gleich/größer 60 kV bis kleiner/gleich 300 kV
verbunden.
[0034] Die Fig. 2 zeigt eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte
von Fasern und/oder Filamenten von Gebilden 1 zur besseren Haftung bei der Verstärkung
eines Verbundwerkstoffs in einer prinzipiellen Vorderansicht.
[0035] Wenigstens oder teilweise sind über die Breite des Gebildes 1 jeweils mehrere Quellen
2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen unterhalb und oberhalb des Gebildes 1 angeordnet.
Die Elektronenstrahlen der Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen gelangen
so auf die sich gegenüberliegenden Oberflächen des Gebildes 1.
[0036] Die Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und wenigstens die beaufschlagten
Oberflächen des Gebildes 1 können sich in einer Kammer mit einem Vakuum oder einem
Schutzgas befinden. Die Kammer kann dazu vorteilhafterweise einen Eingang und einen
Ausgang für das Gebilde 1 aufweisen, so dass dieses kontinuierlich durch die Kammer
transportierbar ist.
[0037] Das Gebilde 1 kann ein Gewebe, ein Gelege, ein Vliesstoff, eine Garnschar und/oder
eine Filamentschar sein.
1. Verfahren zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf und/oder von Fasern und/oder
Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden (1) oder räumlichen textilen Gebilden
zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs, dadurch gekennzeichnet, dass das flächenförmige textile Gebilde (1) oder das räumliche textile Gebilde mit beschleunigten
Elektronen wenigstens einer Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler
zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges beaufschlagt wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebilde (1) an zwei beabstandet zueinander angeordneten Quellen (2) zur Erzeugung
von Elektronenstrahlen vorbeigeführt wird, so dass die Elektronenstrahlen der Quellen
(2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf zwei sich gegenüberliegende Oberflächen
des Gebildes (1) gelangen.
3. Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf und/oder von Fasern
und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden (1) oder räumlichen textilen
Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler
zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges beabstandet zu dem flächenförmigen textilen
Gebilde (1) oder dem räumlichen textilen Gebilde so angeordnet ist, dass beschleunigte
Elektronen von der Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf die Oberfläche
des flächenförmigen textilen Gebildes (1) oder räumlichen textilen Gebildes gelangen.
4. Einrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Quellen (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen beabstandet zueinander angeordnet
sind und dass das Gebilde (1) zwischen den Quellen so geführt und/oder transportiert
ist, dass die Elektronenstrahlen der Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen
auf zwei sich gegenüberliegende Oberfläche des Gebildes (1) gelangen.
5. Einrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Gebilde (1) auf und/oder an mindestens einer angetriebenen Transportvorrichtung
befindet.
6. Einrichtung nach den Patentansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und der Antrieb der Transportvorrichtung
mit einer Steuereinrichtung (6) verbunden sind.
7. Einrichtung nach Patentanspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Quelle (2) oder den Quellen (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen wenigstens
eine Vorrichtung (4) zum Absaugen von Abprodukten (5) nachgeordnet ist.
8. Einrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und wenigstens die beaufschlagte
Oberfläche des Gebildes (1) in einer Kammer mit einem Vakuum oder einem Schutzgas
befinden.
9. Einrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und wenigstens die beaufschlagte
Oberfläche des Gebildes (1) in einer Kammer mit einem Eingang und einem Ausgang für
das Gebilde (1) befinden, so dass das Gebilde (1) kontinuierlich durch die Kammer
transportierbar ist.
10. Einrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebilde (1) ein Gewebe (1), ein Gelege, ein Vliesstoff, eine Garnschar und/oder
eine Filamentschar ist oder sind.
11. Flächenförmiges textiles Gebilde (1) oder räumliches textiles Gebilde zur Verstärkung
eines Verbundwerkstoffs, dadurch gekennzeichnet, dass das flächenförmige textile Gebilde (1) oder das räumliche textile Gebilde zur Verstärkung
eines Verbundwerkstoffs eine durch Beaufschlagung mit beschleunigten Elektronen wenigstens
einer Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler zur Erzeugung
eines Elektronenvorhanges keine und/oder eine geschädigte Schlichte auf Fasern und/oder
Filamenten zur besseren Haftung des Matrixmaterials aufweist.