(19)
(11) EP 3 680 386 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
06.07.2022  Patentblatt  2022/27

(21) Anmeldenummer: 20400001.2

(22) Anmeldetag:  10.01.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D06M 10/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
D06M 10/008

(54)

VERFAHREN UND EINRICHTUNG ZUM ENTFERNEN UND/ODER SCHÄDIGEN VON SCHLICHTE AUF UND/ODER VON FASERN UND/ODER FILAMENTEN

METHOD AND DEVICE FOR REMOVING AND / OR DAMAGING COATING ON FIBRES AND / OR FILAMENTS

PROCÉDÉ ET DISPOSITIF D'ÉLIMINATION ET/OU DE DESTRUCTION D'UN EMPOIS SUR ET/OU DES FIBRES ET/OU DES FILAMENTS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 12.01.2019 DE 102019000251

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.07.2020  Patentblatt  2020/29

(73) Patentinhaber:
  • EVONTA-Technology GmbH
    01109 Dresden (DE)
  • Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V.
    09125 Chemnitz (DE)

(72) Erfinder:
  • Fischer, Björn
    09212 Limbach-Oberfrohna (DE)
  • Schimanz, Barbara
    09212 Limbach-Oberfrohna (DE)
  • Jurgeleit, Georg
    09114 Chemnitz (DE)

(74) Vertreter: Krause, Wolfgang 
Luppaer Straße 6
04779 Wermsdorf
04779 Wermsdorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CN-U- 207 259 839
US-A1- 2017 226 689
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft Verwendung von beschleunigten Elektronen wenigstens einer Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen.

    [0002] Bei der Herstellung von Faserverbundwerkstoffen werden als Verstärkungsfasern verschiedene hochfeste Materialien wie Glas, Carbon oder Basalt verwendet. Um aus diesen zwar hochfesten aber leicht brüchigen Fasern/Filamenten ein textiles Flächengebilde wie Vliesstoff, Gewebe oder Gelege herzustellen, werden die Fasern/Filamente mit einer Schlichte/Avivage überzogen. Die Schlichte hat eine ölige oder silikonartige Konsistenz und legt sich wie ein Mantel um die Fasern/Filamente herum. Dadurch wird das Bruchverhalten der Fasern/Filamente herabgesetzt. Es ermöglicht das Biegen der Fasern/Filamenten in kleineren Radien und das Gleiten mit geringerer Reibung untereinander. Bei der Verarbeitung dieser textilen Flächengebilde zu Faserverbundwerkstoffen mit thermoplastischer oder duroplastischer Matrix können Schlichte, Beläge oder Verunreinigungen auf den Fasern und/oder Filamenten zu Störungen bei der Haftung mit der Matrix führen. Eine feste Verbundausbildung ist dann fehlerhaft oder nicht vorhanden. Schlichte, Beläge oder Verunreinigungen müssen zum Zwecke der fehlerfreien Verbundausbildung entfernt werden. Bisher werden die Schlichten, Beläge und Verunreinigungen von textilen Flächengebilden aus hitzebeständigen Faserstoffen thermisch, also in einem Ofen, energieaufwändig entfernt. Die Temperaturen werden so hoch gewählt, dass die Schlichten verdampfen oder verbrennen. Die Fasern/Filamente liegen dann in einem unbeschichteten Zustand vor, so dass eine störungsfreie, feste Haftung zwischen Fasern/Filamenten und Matrix gewährleistet werden kann. Weiterhin bestehen die textilen Flächengebilde nicht in jedem Fall aus hitzebeständigen Faserstoffen, so dass Beläge oder Verunreinigungen auf den Fasern/Filamenten nicht thermisch und ohne Schädigung der Fasern/Filamente entfernt werden können.

    [0003] Durch die Druckschrift DE 31 32 405 A1 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Kantenverfestigung von Flächengebilden während eines Füge- und/oder Trennvorganges bekannt, wobei auf die Füge- und/oder Trennstelle des oder der zu fügenden oder zu trennenden Flächengebilde mindestens einseitig ein Klebstoff aufgetragen ist. Zur Verfestigung der Füge- und/oder Trennstelle können dazu insbesondere elektromagnetische Wellen verwendet werden. Überlagert oder nachgeordnet können Elektronenstrahlbrenner angeordnet sein, die ausschließlich dem Trennen von Flächengebilden verwendet werden.

    [0004] Die Druckschrift DE 30 00 582 A1 offenbart ein Verfahren zum Aufpfropfen eines feuerhemmenden Zusatzstoffes auf entflammbare Stoffe, Fasern und andere Werkstoffe. Dabei wird auf die Stoffe, die Fasern oder die Werkstoffe eine Lösung des Zusatzstoffes aufgebracht und wenigstens teilweise getrocknet. Anschließend wird der Werkstoff mit einem Elektronenbestrahlungsstrahl ausgesetzt, so dass der feuerhemmende Zusatzstoff auf den entflammbaren Stoff, die entflammbare Faser oder den entflammbaren Werkstoff aufgepfropft ist. Der Elektronenstrahl führt dabei zu einer strahlungsinduzierten chemischen Haftverbindung und Oberflächenbeschichtungsaushärtung des feuerhemmenden Zusatzstoffes.

    [0005] Die Druckschrift DE 195 46 187 C2 beinhaltet ein Verfahren und eine Einrichtung zur plasmagestützten Oberflächenbehandlung, insbesondere zur Plasmasterilisation, der Oberflächenmodifikation von Kunststoffen und der Abscheidung von Polymerschichten. Zur Behandlung der Oberfläche wird ein Plasma gleichmäßiger Dichte verwendet, welches aus einem zugeführten Reaktivgas zwischen einem Fenster vor einem Elektronenbandstrahler und dem Material ausgebildet ist.

    [0006] Durch die Druckschrift RU 2 064 024 C1 ist ein Verfahren zum Entschlichten von zellulosehaltigen Textilmaterialien zum folgenden Bleichen oder Färben bekannt. Zum Entschlichten wird das Textilmaterial mit einem wässrigen Medium imprägniert, gepresst, mit Elektronenstrahlen beaufschlagt und gewaschen. Das wässrige Medium zur Imprägnierung und damit zum Entschlichten beinhaltet Natriumhydroxid und ein Netzmittel.

    [0007] Durch die Druckschrift US 2017/226689 A1 sind Textilien sowie Verfahren und Systeme zur Herstellung von Textilien bekannt. Dabei werden durch eine Bestrahlung von Cellulose- oder Lignocellulosematerialien, beispielsweise Cellulosefasern, mit einer geeigneten Dosis ionisierender Strahlung die physikalischen Eigenschaften der Materialien günstig beeinflusst. Dadurch können die mechanischen und/oder anderen Eigenschaften von Textilien, die Cellulosematerialien enthalten, günstig verändert werden. Es werden Cellulose- und andere Fasern mit einem erhöhten Molekulargewicht bereitgestellt, die bei der Herstellung von Garnen und bei der Herstellung von Textilien verwendet werden können. Damit kann die thermische Stabilität des Materials im Vergleich zu einem unbehandelten Material verbessert werden.

    [0008] Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verbundwerkstoffe mit einer festen Verbindung zwischen Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden oder räumlichen textilen Gebilden zur Verstärkung des Verbundwerkstoffs und einer Matrix des Verbundwerkstoffes bereitzustellen.

    [0009] Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

    [0010] Die Verwendungen von beschleunigten Elektronen wenigstens einer Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass Verbundwerkstoffe mit einer festen Verbindung zwischen Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden oder räumlichen textilen Gebilden zur Verstärkung des Verbundwerkstoffs und einer Matrix des Verbundwerkstoffes bereitstellbar sind.

    [0011] Dazu werden beschleunigte Elektronen wenigstens eines Bandstrahlers zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges als Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf und/oder von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden oder räumlichen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs und einer Matrix des Verbundwerkstoffes verwendet, wobei der Bandstrahler beabstandet zu dem flächenförmigen textilen Gebilde oder dem räumlichen textilen Gebilde so angeordnet ist, dass beschleunigte Elektronen von der Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf die Oberfläche des flächenförmigen textilen Gebildes oder räumlichen textilen Gebildes gelangen.

    [0012] Dazu wird das flächenförmige textile Gebilde oder räumliche textile Gebilde mit beschleunigten Elektronen wenigstens einer Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges beaufschlagt.

    [0013] Dazu ist wenigstens eine Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges beabstandet zu dem flächenförmigen textilen Gebilde oder räumlichen textilen Gebilde so angeordnet, dass beschleunigte Elektronen von der Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf die Oberfläche des flächenförmigen textilen Gebildes oder räumlichen textilen Gebildes gelangen.

    [0014] Das verwendete Elektronenstrahlverfahren wirkt mittels beschleunigter Elektronen nach dem Prinzip der Braunschen Röhre. Durch Anlegen einer elektrischen Spannung zwischen Kathode und Anode werden die Elektronen in Richtung Austrittsfenster beschleunigt, treten durch das Austrittsfenster und gelangen auf die Oberfläche von Fasern und/oder Filamenten des jeweiligen Gebildes. Beim Kontakt der Elektronen mit den Fasern und/oder Filamenten setzen diese nahezu ihre komplette kinetische Energie durch Stoßprozesse in Wärme um. In Abhängigkeit der Beschleunigungsspannung und/oder der Energie der beschleunigten Elektronen sowie den Schlichteeigenschaften und/oder Fasereigenschaften und/oder Filamenteigenschaften dringen die Elektronen bis in eine gewisse Tiefe ein. Anhaftende Beläge oder Schlichten werden damit entfernt und/oder geschädigt. Über die Variation der Beschleunigungsintensität kann die Eindringtiefe der Elektronen gesteuert werden, so dass auch Beläge oder Schlichten von Fasern und/oder Filamenten im Inneren des jeweiligen Gebildes entfernbar sind.

    [0015] Die Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen ist ein Bandstrahler mit einem sehr dünnen Elektronenaustrittsfenster, so dass eine flächige und kontinuierliche Behandlung des jeweiligen Gebildes gegeben ist. Es können auch mehrere Strahler angeordnet sein, um größere Breiten und/oder mehrere Seiten des Gebildes beaufschlagen zu können.

    [0016] Ein besonderer Vorteil bei der Verwendung von Elektronenstrahlen zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf Fasern und/oder Filamenten besteht im niedrigen Energieeinsatz gegenüber bekannten Wärmeverfahren zum Verbrennen von Schlichte, wie beispielsweise mittels Pyrolyseöfen. Je nach Größe des Ofens kann die Leistung 50 kW bis 100 kW betragen. Die Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen kann dagegen ein Zehntel der Leistung eines Ofens benötigen. Die thermische Behandlung im Ofen ist weiterhin ein diskontinuierlicher Prozess. Nach jedem Bestücken und Öffnen des Ofens muss dieser aufgeheizt oder nachgeheizt werden. Die Verwendung einer Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen führt dagegen zu einem kontinuierlichen Ablauf. Das Gebilde kann kontinuierlich an der Quelle vorbeigeführt werden, so dass Elektronenstrahlen und damit Elektronen kontinuierlich auf die bewegte Oberfläche des Gebildes gelangen.

    [0017] Das Elektronenstrahlverfahren verursacht durch die auf die direkte Behandlungszone begrenzte Wärmeentwicklung gleichmäßigere Emissionen an gasförmigen Abprodukten der Schlichten, die während der Bewegung des Gebildes kontinuierlich abgesaugt und gefiltert werden können.

    [0018] Die Verwendung des Elektronenstrahlverfahrens gewährleistet eine gegenüber des Einsatzes eines Ofens einfachere, ökonomisch günstigere und umweltfreundlichere Handhabung der Entfernung und/oder Schädigung von Schlichten auf Fasern und/oder Filamenten von textilen Gebilden. Zudem ist es möglich, die Eindringtiefe und Elektronendichte pro Behandlungsfläche zu steuern und damit in Abhängigkeit individueller Materialeigenschaften eine optimale Behandlung zu erzielen.

    [0019] Das Gebilde als flächenförmiges textiles Gebilde oder räumliches textiles Gebilde kann insbesondere ein Gewebe, ein Gelege, ein Vliesstoff, eine Garnschar und/oder eine Filamentschar sein.

    [0020] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 7 angegeben.

    [0021] Das Gebilde wird nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 2 an zwei beabstandet zueinander angeordneten Quellen zur Erzeugung von Elektronenstrahlen vorbeigeführt, so dass die Elektronenstrahlen der Quellen zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf zwei sich gegenüberliegende Oberflächen des Gebildes gelangen.

    [0022] Das Gebilde befindet sich nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 3 auf und/oder an mindestens einer angetriebenen Transportvorrichtung.

    [0023] Nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 4 wird wenigstens eine der Quelle oder den Quellen zur Erzeugung von Elektronenstrahlen nachgeordnete Vorrichtung zum Absaugen von Abprodukten verwendet. Die Abprodukte können so leicht kontinuierlich und unmittelbar nach deren Entstehen entfernt werden.

    [0024] Zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf und/oder von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden oder räumlichen textilen Gebilden werden nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 5 die Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen eine Kammer mit einem Vakuum oder einem Schutzgas verwendet, wobei sich wenigstens die beaufschlagte Oberfläche des Gebildes in der Kammer mit einem Vakuum oder einem Schutzgas befinden.

    [0025] Nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 6 wird eine Kammer mit einem Eingang und einem Ausgang für das Gebilde mit der Quelle zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und wenigstens der die beaufschlagten Oberfläche des Gebildes verwendet, so dass das Gebilde kontinuierlich durch die Kammer transportierbar ist.

    [0026] Nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 7 wird als Gebilde ein Gewebe, ein Gelege, ein Vliesstoff, eine Garnschar und/oder eine Filamentschar verwendet.

    [0027] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen jeweils prinzipiell dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

    [0028] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs in einer Seitenansicht und
    Fig. 2
    eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs in einer Vorderansicht.


    [0029] Im nachfolgenden Ausführungsbeispiel wird eine Verwendung von beschleunigten Elektronen wenigstens einer Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen am Beispiel eines Verfahrens und einer Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs zusammen näher erläutert. Im Folgenden wird das flächenförmige textile Gebilde 1 nur als Gebilde 1 bezeichnet.

    [0030] Eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder Filamenten von Gebilde 1 zur besseren Haftung bei Verstärkung eines Verbundwerkstoffs besteht im Wesentlichen aus wenigstens einer Quelle 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges.

    [0031] Die Fig. 1 zeigt eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder Filamenten von Gebilden 1 zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs in einer prinzipiellen Seitenansicht.

    [0032] Über und unter des bewegten Gebildes 1 sind Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen als Bandstrahler zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges beabstandet zu dem Gebilde 1 so angeordnet, dass beschleunigte Elektronen der Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf die Oberflächen des Gebildes 1 gelangen. Das Gebilde 1 befindet sich auf und/oder an mindestens einer angetriebenen Transportvorrichtung. Das können beispielsweise angetriebene Transportrollen 3 auch in Verbindung mit Trägern sein. In Transportrichtung nach den Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen ist wenigstens eine Vorrichtung 4 zum Absaugen von Abprodukten 5 nachgeordnet. Die Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen, der wenigstens eine Antrieb der Transportrollen 3 und die Vorrichtung 4 zum Absaugen von Abprodukten 5 sind mit einer Steuereinrichtung 6 verbunden.

    [0033] Eine Quelle 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen in Form eines Elektronenvorhanges ist ein bekanntes Triodensystem mit einer Kathode, einer Steuerelektrode und einer Anode in Form eines Wehnelt-Zylinders. Die Kathode und die Anode sind mit einer Hochspannungsquelle mit einer Spannung beispielsweise von gleich/größer 60 kV bis kleiner/gleich 300 kV verbunden.

    [0034] Die Fig. 2 zeigt eine Einrichtung zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte von Fasern und/oder Filamenten von Gebilden 1 zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs in einer prinzipiellen Vorderansicht.

    [0035] Wenigstens oder teilweise sind über die Breite des Gebildes 1 jeweils mehrere Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen unterhalb und oberhalb des Gebildes 1 angeordnet. Die Elektronenstrahlen der Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen gelangen so auf die sich gegenüberliegenden Oberflächen des Gebildes 1.

    [0036] Die Quellen 2 zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und wenigstens die beaufschlagten Oberflächen des Gebildes 1 können sich in einer Kammer mit einem Vakuum oder einem Schutzgas befinden. Die Kammer kann dazu vorteilhafterweise einen Eingang und einen Ausgang für das Gebilde 1 aufweisen, so dass dieses kontinuierlich durch die Kammer transportierbar ist.

    [0037] Das Gebilde 1 kann ein Gewebe, ein Gelege, ein Vliesstoff, eine Garnschar und/oder eine Filamentschar sein.


    Ansprüche

    1. Verwendung von beschleunigten Elektronen wenigstens einer Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen, dadurch gekennzeichnet, dass beschleunigte Elektronen wenigstens eines Bandstrahlers zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges als Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf und/oder von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden (1) oder räumlichen textilen Gebilden zur besseren Haftung bei der Verstärkung eines Verbundwerkstoffs und einer Matrix des Verbundwerkstoffes verwendet werden, wobei der Bandstrahler beabstandet zu dem flächenförmigen textilen Gebilde (1) oder dem räumlichen textilen Gebilde so angeordnet ist, dass beschleunigte Elektronen von der Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf die Oberfläche des flächenförmigen textilen Gebildes (1) oder räumlichen textilen Gebildes gelangen.
     
    2. Verwendung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei beabstandet zueinander angeordneten Quellen (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen verwendet werden, wobei das Gebilde (1) vorbeigeführt wird, so dass die Elektronenstrahlen der Quellen (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen auf zwei sich gegenüberliegende Oberflächen des Gebildes (1) gelangen.
     
    3. Verwendung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine angetriebene Transportvorrichtung verwendet wird, wobei sich das Gebilde (1) auf und/oder an der Transportvorrichtung befindet.
     
    4. Verwendung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur kontinuierlichen Entfernung und zur Entfernung unmittelbar nach deren Entstehen wenigstens eine Vorrichtung (4) zum Absaugen von Abprodukten (5) verwendet wird, welche der Quelle (2) oder den Quellen (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen nachgeordnet ist.
     
    5. Verwendung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf und/oder von Fasern und/oder Filamenten von flächenförmigen textilen Gebilden (1) oder räumlichen textilen Gebilden die Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und eine Kammer mit einem Vakuum oder einem Schutzgas verwendet werden, wobei sich wenigstens die beaufschlagte Oberfläche des Gebildes (1) in der Kammer mit einem Vakuum oder einem Schutzgas befinden.
     
    6. Verwendung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kammer mit einem Eingang und einem Ausgang für das Gebilde (1) mit der Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen und wenigstens der die beaufschlagten Oberfläche des Gebildes (1) verwendet werden, so dass das Gebilde (1) kontinuierlich durch die Kammer transportierbar ist.
     
    7. Verwendung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beschleunigte Elektronen wenigstens eines Bandstrahlers zur Erzeugung eines Elektronenvorhanges als Quelle (2) zur Erzeugung von Elektronenstrahlen zum Entfernen und/oder Schädigen von Schlichte auf und/oder von Fasern und/oder Filamenten eines flächenförmigen textilen Gebildes (1) oder räumlichen textilen Gebildes als ein Gewebe (1), ein Gelege, ein Vliesstoff, eine Garnschar und/oder eine Filamentschar verwendet wird.
     


    Claims

    1. A use of accelerated electrons from at least one source (2) for generating electron beams, characterized in that accelerated electrons of at least one tube emitter for generating an electron curtain are used as a source (2) for generating electron beams for removing and/or damaging coating on and/or of fibres and/or filaments of two-dimensional textile structures (1) or three-dimensional textile structures for better adhesion in reinforcing a composite material and a matrix of the composite material, wherein the tube emitter is arranged at a distance from the two-dimensional textile structure (1) or the three-dimensional textile structure in such a way that accelerated electrons from the source (2) for generating electron beams reach the surface of the two-dimensional textile structure (1) or three-dimensional textile structure.
     
    2. The use according to claim 1, characterized in that two sources (2) arranged at a distance from each other are used to generate electron beams, wherein the structure (1) is passed so that the electron beams of the sources (2) reach two opposing surfaces of the structure (1) to generate electron beams.
     
    3. The use according to claim 1, characterized in that at least one driven transport device is used, wherein the structure (1) is located on and/or at the transport device.
     
    4. The use according to claim 1, characterized in that for continuous removal and for removal immediately after their formation, at least one device (4) for suctioning off waste products (5) is used, which device is placed downstream of the source(s) (2) for generating electron beams.
     
    5. The use according to claim 1, characterized in that, for removing and/or damaging coating on and/or of fibres and/or filaments of two-dimensional textile structures (1) or three-dimensional textile structures, the source (2) for generating electron beams and a chamber with a vacuum or an inert gas are used, wherein at least the impinged surface of the structure (1) are located in the chamber with a vacuum or an inert gas.
     
    6. The use according to claim 1, characterized in that a chamber with an input and an output for the structure (1) is used with the source (2) for generating electron beams and at least the surface of the structure (1) exposed to the electron beams, so that the structure (1) can be transported continuously through the chamber.
     
    7. The use according to claim 1, characterized in that accelerated electrons of at least one tube emitter for generating an electron curtain are used as source (2) for generating electron beams for removing and/or damaging coating on and/or of fibres and/or filaments of a two-dimensional textile structure (1) or three-dimensional textile structure as a woven fabric (1), a scrim, a nonwoven fabric, a yarn bundle, and/or a filament bundle.
     


    Revendications

    1. Utilisation d'électrons accélérés d'au moins une source (2) pour la production de faisceaux d'électrons, caractérisée en ce que des électrons accélérés d'au moins un émetteur à tubes sont utilisés pour la production d'un rideau d'électrons en tant que source (2) pour la production de faisceaux d'électrons destinés à l'élimination et/ou la destruction d'un empois sur et/ou des fibres et/ou des filaments de structures textiles planes (1) ou de structures textiles spatiales pour une meilleure adhérence lors du renforcement d'un matériau composite et d'une matrice du matériau composite, l'émetteur à tubes étant disposé à une distance de la structure textile (1) plane ou de la structure textile spatiale de telle sorte que des électrons accélérés provenant de la source (2) destinés à la production de faisceaux d'électrons parviennent sur la surface de la structure textile plane (1) ou de la structure textile spatiale.
     
    2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que deux sources (2) disposées à distance l'une de l'autre sont utilisées pour produire des faisceaux d'électrons, la structure (1) étant passée de telle sorte que les faisceaux d'électrons des sources (2) de production de faisceaux d'électrons atteignent deux surfaces opposées de la structure (1).
     
    3. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un dispositif de transport entraîné est utilisé, la structure (1) se trouvant sur et/ou au niveau du dispositif de transport.
     
    4. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que, pour l'élimination continue et pour l'élimination immédiatement après leur apparition, on utilise au moins un dispositif (4) d'aspiration de produits résiduels (5), placé en aval de la source (2) ou des sources (2) de production de faisceaux d'électrons.
     
    5. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que pour éliminer et/ou détruire les empois sur et/ou les fibres et/ou les filaments de structures textiles planes (1) ou de structures textiles spatiales, on utilise la source (2) pour produire des faisceaux d'électrons et une chambre à vide ou à gaz inerte, la surface exposée de la structure (1) au moins se trouvant dans la chambre à vide ou à gaz inerte.
     
    6. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une chambre avec une entrée et une sortie pour la structure (1) est utilisée avec la source (2) pour générer des faisceaux d'électrons, avec au moins la surface de la structure (1) exposée à ces faisceaux, de sorte que la structure (1) puisse être transportée en continu à travers la chambre.
     
    7. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que des électrons accélérés d'au moins un émetteur à tubes de production d'un rideau d'électrons sont utilisés comme source (2) de génération de faisceaux d'électrons pour éliminer et/ou détruire l'empois sur et/ou des fibres et/ou des filaments d'une structure textile plane (1) ou d'une structure textile spatiale sous forme d'un tissu (1), d'un canevas, d'un non-tissé, d'un assemblage de fils et/ou d'un faisceau de filaments.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente