Einleitung
[0001] Fugenüberbrückungsvorrichtung mit
- zwei Verankerungseinrichtungen, mittels derer die Fugenüberbrückungsvorrichtung an
zwei durch eine Fuge voneinander getrennten Bauwerksteilen verankerbar ist und
- einer Überbrückungseinrichtung, die an ihren gegenüber liegenden Längsseiten jeweils
mit einer der Verankerungseinrichtungen verbunden ist, wobei Lageänderungen der Bauwerksteile
relativ zueinander durch eine Formänderung der Überbrückungseinrichtung kompensierbar
sind,
wobei die Verankerungseinrichtungen aus einem mit dem jeweiligen Bauwerksteil verankerbaren
Unterteil und einem mit dem Unterteil in Kraft übertragender Weise mittels einer Mehrzahl
von Schrauben verbundenen Oberteil zusammengesetzt sind, das mit der Überbrückungseinrichtung
verbunden ist, wobei das Oberteil im eingebauten Zustand des Unterteils von letzterem
zumindest im Wesentlichen zerstörungsfrei entfernbar ist.
Stand der Technik
[0002] Um umweit- oder lastbedingten Spannungsrissen in Bauwerken vorzubeugen, werden die
Bauwerke häufig mit gezielten Fugen versehen, welche die Bauwerke in einzelne Bauwerksteile
gliedern. Die Fugen ermöglichen relative Lageänderungen der Bauwerksteile zueinander
und wenden die auf das Bauwerk wirkenden Kräfte, welche die Spannungsrisse induzieren,
vorzeitig ab.
[0003] Mittels Fugenüberbrückungsvorrichtungen lassen sich die einzelnen Bauwerksteile trotz
der Relativbewegungen zueinander überbrücken, um eine ebene, spaltfreie Übergangsfläche
zu schaffen. Hierzu sind die Fugenüberbrückungsvorrichtungen mit den Bauwerksteilen
kraftschlüssig verbunden und gleichen die Relativbewegungen mittels beweglich miteinander
verbundener Überbrückungs- und Verankerungseinrichtungen aus. Während die Verankerungseinrichtungen
mit dem jeweiligen Bauwerksteilen verschraubt sind und teilweise von dem Fußbodenbelag
überdeckt werden, verlaufen die Überbrückungseinrichtungen hingegen in möglichst einer
Ebene mit der Oberfläche des Fußbodenbelags über den Fugen.
[0004] Im Hinblick auf Verschleißerscheinungen der Überbrückungseinrichtung (z.B. Abnutzung
einer der Rutschhemmung dienenden Profilierung der Oberfläche) oder aufgrund von Wartungsarbeiten
kann es erforderlich sein, dass zumindest Teile der Fugenüberbrückungseinrichtung,
insbesondere die Überbrückungseinrichtung, ausgetauscht oder zeitweise entnommen werden
können.
[0005] Aber auch Wünsche hinsichtlich einer geänderten Optik der sichtbaren Oberfläche der
Fugenüberbrückungsvorrichtung können einen Austausch der Überbrückungseinrichtung
und der damit verbundenen Oberteile der Verankerungseinrichtungen erforderlich machen.
So lässt sich beispielsweise der Wechsel zwischen unterschiedlichen Arten der Eloxierung
von Aluminium-Strangpressprofilen oder von einer eloxierten zu einer nicht eloxierten
Oberfläche oder umgekehrt realisieren. Schließlich können auch notwendige Änderungen
in der Dicke des Fußbodenbelags einen Bedarf für einen Austausch von Überbrückungseinrichtung
und Oberteilen der Verankerungseinrichtungen erzeugen.
[0006] Eine vorstehend beschriebene Vorrichtung zur Überbrückung von Fugen zwischen zwei
Bauwerksteilen geht aus der Patentanmeldung
DE 38 28 980 A1 hervor. Hier wird eine Fugenüberbrückungsvorrichtung offenbart, die aus zwei Verankerungseinrichtungen
und einer Überbrückungseinrichtung besteht. Die Überbrückungseinrichtung besitzt zwei
Überbrückungsglieder, welche teleskopartig ineinander greifen und jeweils mit einer
der Verankerungseinrichtungen gelenkig über eine im Querschnitt bogenförmige Nut mit
daran angepasster bogenförmiger Feder verbunden sind, um Relativbewegungen zwischen
den Bauwerksteilen auszugleichen. Die Verankerungseinrichtungen werden mit den Bauwerksteilen
verschraubt und anschließend teilweise durch eine Mörtelschicht oder einen anderen
Fußbodenbelag überdeckt, sodass insgesamt eine ebene Bodenfläche entsteht. Vorzugsweise
sind die Verankerungseinrichtungen zweiteilig als Ober- und Unterteil ausgebildet,
um durch die Wahl des Oberteils eine Anpassung der Fugenüberbrückungsvorrichtung an
die Dicke des Fußbodenbelags zu ermöglichen.
[0007] Nachteiliger Weise grenzen die Ober- und Unterteile der Verankerungseinrichtungen
jedoch unmittelbar an den Fußbodenbelag an. Dies führt dazu, dass die Verankerungseinrichtungen
zum Austausch der selbigen nicht von den Bauwerksteilen getrennt werden können, ohne
dabei den angrenzenden Fußbodenbelag zu entfernen. Dies muss mit umfangreichen Trenn-,
Schleif- und Stemmarbeiten einhergehen, die eine große Lärm- und Schmutzbelastung
bedeuten und anschließend aufwändige Reinigungsarbeiten erfordern, bevor eine erneute
Montage erfolgen kann. Ein Austausch der Überbrückungsglieder, welche vor dem Einbau
der Fugenüberbrückungsvorrichtung in die bogenförmige Nut der Oberteile eingeschoben
werden, ist somit ebenfalls nur unter erheblichem Aufwand möglich. Außerdem erfordert
die Trennung von Oberteil und Unterteil eine Relativverschiebung vorgenannter Bauteile
über ihre gesamte Länge, so dass ein Ausbau des Oberteils in der Praxis kaum sinnvoll
realisierbar ist.
[0008] Eine weitere Fugenüberbrückungsvorrichtung, welche sich insbesondere für den Einsatz
in feuchteren Umgebungen eignet, geht aus dem Produkt "FPG 90 NI kF" von "MIGUA" hervor.
Die hier beschriebene Fugenüberbrückungsvorrichtung weist eine elastische Überbrückungseinrichtung
auf, welche an den der Fugen abgewandten Seite zwischen einem Unterteil und einem
Oberteil einer Verankerungseinrichtung eingeklemmt ist. Die Randbereiche der Überbrückungseinrichtung
dienen als Abdichtung gegen Wasser und werden von einem nach unten gekanteten Abschnitt
des Oberteils der Verankerungseinrichtungen umschlossen. Die Unterteile der Verankerungseinrichtungen
sind mit dem jeweiligen Bauwerksteil verschraubt und werden von dem Fußbodenbelag
umgeben.
[0009] Um die Überbrückungseinrichtung aus einer bereits installierten Fugenüberbrückungsvorrichtung
zu entnehmen, ohne dabei den Fußbodenbelag zu entfernen, muss der Fußbodenbelag aufgrund
des nach unten gekanteten Abschnitts des Oberteils nachteiliger Weise derart aufgebracht
werden, dass zwischen dem Oberteil der Verankerungseinrichtung und dem Fußbodenbelag
ein Spalt entsteht, sodass das Oberteil nicht mit dem Fußbodenbelag in Kontakt kommt.
Die Ausbildung eines Spalts führt jedoch zu einer ungewollten Anlagerung von Feuchtigkeit
und Schmutz in dem selbigen.
[0010] Aus der
DE 30 15 011 A1 ist eine Dehnungsfugen-Überbrückungsvorrichtung bekannt, bei der ein zungenförmiges
Überbrückungselement in ein gabelförmiges Überbrückungselement eingreift, wobei die
solchermaßen gebildete Überbrückungseinheit an beiden gegenüber liegenden Seiten mittels
jeweils eines Rundstegs in einer entsprechend komplementär ausgebildeten Lagernut
der jeweiligen Verankerungseinheit befestigt ist, ohne dass eine gelenkige Verbindung
gegeben wäre, so dass die vorbekannte Vorrichtung lediglich zum Ausgleich horizontaler
Bewegungen der die Fuge definierenden Bauwerksteile geeignet ist, nicht jedoch zum
Ausgleich vertikaler Bewegungen, wie dies durch die gelenkige Verbindung zwischen
Überbrückungseinheit und Verankerungseinheiten, insbesondere deren Oberteil, bei der
vorliegenden Erfindung der Fall ist. Darüber hinaus sind die Oberteile der Verankerungseinheiten
lediglich auf die Unterteile aufgesteckt, wobei sämtliche Haltekräfte allein von Reibungskräften
bzw. Klemmkräften erzeugt werden.
[0011] Aus der
DE 38 11 082 C1 ist eine weitere Vorrichtung zur Überbrückung einer Fuge bekannt, bei der eine Gelenkigkeit
innerhalb der Überbrückungseinrichtung gegeben ist, und bei der die Oberteile der
Verankerungseinheiten mittels Schrauben mit dem jeweiligen Unterteil verbunden sind.
Die Schrauben greifen in Muttern ein, die in hinterschnittenen Nuten in den Unterteilen
der Verankerungseinrichtung längsverschieblich gelagert sind. Um die nötigen in vertikale
Richtung wirkenden Kräfte im Betrieb der Vorrichtung aufnehmen zu können, besitzen
die Oberteile eine nicht zu geringe Dicke, weshalb bei einem Ausbau der Oberteile
daran angrenzende Bereiche des Fußbodens in nicht unerheblichem Ausmaß mit entfernt
bzw. beschädigt werden müssen.
[0012] Weitere Überbrückungsvorrichtungen sind aus den Dokumenten
DE 102 08 359 A1,
DE 43 03 369 C1 und
US 5,384,996 bekannt. Sämtlichen vorbekannten Vorrichtungen ist gemein, dass bei einem Austausch
des Oberteils der Verankerungseinheiten größere Beschädigungen an dem angrenzenden
Fußbodenbelag unvermeidbar sind, oder dass vergleichsweise schwach ausgeführte Oberteile
lediglich mittels Klemm- oder Reibkräften mit den zugordneten Unterteilen verbunden
sind.
[0013] Generell bedeuten Schwierigkeiten und Aufwand bei einem Auswechseln der Überbrückungseinrichtung
tendenziell einen längeren Nutzungsausfall des betroffenen Gebäudeabschnitts und damit
nicht selten erhebliche finanzielle Einbußen.
Aufgabe
[0014] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine alternative Fugenüberbrückungsvorrichtung
zu entwickeln, welche sich durch eine besonders einfache Möglichkeit zur Entnahme
der Überbrückungseinrichtung auszeichnet.
Lösung
[0015] Ausgehend von der eingangs genannten Fugenüberbrückungsvorrichtung wird die vorstehende
Aufgabe dadurch gelöst, dass sich ein Trennsteg des Unterteils, der sich auf einem
der Fuge abgewandten Seite des Oberteils neben diesem in Richtung auf die Oberfläche
eines sich an die Fugenüberbrückungsvorrichtung anschließenden Fußbodenbelags erstreckt,
wobei der Abstand einer der Oberfläche des Fußbodenbelags zugewandten Stirnfläche
des Stegs von der Oberfläche des Fußbodenbelags maximal 8 mm, vorzugsweise maximal
6 mm, weiter vorzugsweise maximal 4 mm, beträgt, wobei sich das Oberteil und das Unterteil
im Bereich einander gegenüber liegender Kontaktflächen gegeneinander abstützen, sodass
im Betrieb der Fugenüberbrückungsvorrichtung auftretende, senkrecht zu der Oberfläche
des Fußbodenbelags gerichtete Kräfte übertragbar sind und wobei die Kontaktflächen
einen größeren Abstand von der Oberfläche des Fußbodenbelags besitzen als die Stirnfläche
des Trennstegs. "Neben" bedeutet in diesem Zusammenhang eine Anordnung mit einem -
in horizontale Richtung gemessenen - größeren Abstand des Trennstegs von der Fuge
als der des Oberteils von der Fuge.
[0016] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass eine
Höhe einer Kontaktfläche zwischen dem Oberteil der Verankerungseinrichtung und dem
Fußbodenbelag maximal 8 mm, vorzugsweise maximal 6 mm, weiter vorzugsweise maximal
4 mm, beträgt. Hierdurch wird verhindert, dass der Fußbodenbelag, beispielsweise eine
Mörtelmasse, ein Klebstoff oder eine elastische Fugenmasse, die Oberteile der Verankerungseinrichtungen
derart festhält, dass eine Entnahme der selbigen lediglich durch die Entfernung oder
Zerstörung des umgebenden Fußbodenbelags möglich ist. Vielmehr wird das Oberteil lediglich
an der kleinen Kontaktfläche mit dem Bodenmaterial verbunden, weshalb die Beschädigungen
bei der Demontage gering bzw. Demontagekräfte klein gehalten werden können.
[0017] Bei der erfindungsgemäßen Fugenüberbrückungsvorrichtung besitzt somit jedes Unterteil
der Verankerungseinheit vorzugsweise eine L-Form und zwar dergestalt, dass in das
L, dessen senkrecht zu dem Fußbodenbelag verlaufender Schenkel von dem Trennsteg gebildet
wird, das Oberteil eingelegt wird. Das jeweilige Oberteil besitzt dabei eine senkrecht
zu der Ebene dieses Fußbodenbelags gemessene Dicke, die mindestens 50 % der gesamten
Dicke der Verankerungseinheit, d.h. dem Abstand der dem jeweiligen Bauteil zugewandten
Unterseite des Unterteils von der eine Oberseite der Fugenüberbrückungsvorrichtung
bildenden Oberseite des jeweiligen Oberteils, beträgt.
[0018] Darüber hinaus ist vorzugsweise eine oberste horizontale Tangentialebene an das Unterteil
und zwar in einem Abschnitt desselben außerhalb des Trennstegs, d.h. auf der der Fuge
zugewandten Seite des Trennstegs, tiefer gelegen als die obere Stirnfläche des Trennstegs.
Typischerweise entspricht die vorgenannte Tangentialebene in dem der Fuge zugewandten
Abschnitt des Unterteils im Wesentlichen der weiter oben definierten Kontaktfläche
des Unterteils. Weiter vorzugsweise sollte sich in der vorgenannten Tangentialebene
ein Öffnungsquerschnitt einer vorzugsweise hinterschnittenen Nut befinden, die zur
Aufnahme von Muttern dient, um darin durch das Oberteil hindurch geführte Schrauben
eindrehen zu können, um damit Oberteil und Unterteil miteinander zu verbinden.
[0019] Vorzugsweise ist die Demontagerichtung der Oberteile der Verankerungseinrichtung
senkrecht zu einer Aufstandsfläche der Unterteile der Verankerungseinrichtung. Außerdem
ist bevorzugt, dass die Überbrückungseinrichtung gemeinsam, d.h. zusammenhängend,
mit den beiden damit gekoppelten Oberteilen der Verankerungseinheiten demontiert oder
montiert werden.
[0020] Vorzugsweise wird der zu dem Oberteil der Verankerungseinrichtung benachbarte Bereich
nicht vollständig mit dem Fußbodenbelag aufgefüllt, sondern mittels eines elastischen
Fugenmaterials verschlossen. Die Dicke der Schicht muss hierbei lediglich dem vorstehend
beschriebenen Abstand (sofern er überhaupt vorhanden ist) zwischen der Oberfläche
des Fußbodenbelags und der Stirnfläche des Trennstegs entsprechen. Hierdurch kann
der Austausch oder die Entnahme des Oberteils, und damit auch der Überbrückungseinrichtung,
durch die Abtrennung des elastischen Fugenmaterials besonders einfach, beispielsweise
mittels eines Messers, erfolgen, ohne dabei einen Teil des eigentlichen, massiven
Fußbodenbelags entfernen zu müssen.
[0021] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fugenüberbrückungsvorrichtung erstreckt
sich die Stirnfläche des Trennstegs bis zu einer Oberfläche des Oberteils der Verankerungseinrichtung.
Diese Ausführung hat den Vorteil, dass sichergestellt wird, dass das Oberteil der
Verankerungseinrichtung vollständig durch den Trennsteg des Unterteils von dem Fußbodenbelag
abgetrennt wird. Dies führt dazu, dass kein elastisches Fugenmaterial nötig ist, um
die an den Trennsteg angrenzenden Flächen zu verschließen. Der angrenzende Bereich
kann vollständig durch den Fußbodenbelag aufgefüllt werden. Die Oberteile der Verankerungseinrichtungen
sowie die Überbrückungseinrichtung können somit besonders einfach - ohne eine Entfernung
des Fußbodenbelags - im Falle von Verschleißerscheinungen oder geänderten Anforderungen
an die Fugenüberbrückungsvorrichtung ausgetauscht werden.
[0022] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die von dem Unterteil
weg gerichtete Stirnfläche des Trennstegs durchgängig eben ausgebildet. Dies bedeutet,
dass die Stirnfläche keinerlei Stufen, Wellen, Rücksprünge, Einkerbungen oder ähnliches
aufweist, sondern geradlinig und insbesondere parallel zu einer Auflagefläche des
Unterteils der Verankerungseinrichtung verläuft. Auf diese Weise kann der Trennsteg
seine Aufgabe, eine das Ablösen des Oberteils von dem Unterteil erleichternde Abschirmung
bzw. Abtrennung gegenüber dem Fußbodenbelag zu bilden, am besten gerecht werden. Insbesondere
wenn sich die Stirnfläche des Trennstegs bis zu der Oberfläche des Fußbodenbelags
erstreckt, ist eine nicht ebene Gestalt der Stirnfläche unter ästhetischen Gesichtspunkten
kaum akzeptabel, würde aber auch im Bereich von Vertiefungen in der Stirnfläche das
Ablösen des Fußbodenbelags oder einer elastischen Fugenmasse von dem Oberteil nur
unnötig erschweren, wenn im Bereich der Vertiefungen Material des Fußbodenbelags oder
Fugenmaterial bis an das Oberteil heranreichen würde.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung erstreckt sich das Oberteil der Verankerungseinrichtung
nicht weiter von der Fuge weg als bis zu einer der Fuge abgewandten Seitenfläche des
Trennstegs des Unterteils. Eine derartige Ausführung hat den Vorteil, dass das Oberteil
der Verankerungseinrichtung nicht über den eingangs beschriebenen Kontaktbereich hinaus
mit dem Fußbodenbelag in Kontakt kommt. Dies führt dazu, dass die Oberteile mit der
daran befestigten Überbrückungseinrichtung besonders einfach entfernbar sind, ohne
einen Spalt zwischen dem Oberteil und dem Fußbodenbelag frei halten zu müssen.
[0024] Die Überbrückungseinrichtung kann beispielsweise als elastisches Kunststoffelement
(insbesondere Gummi oder andere Elastomere) ausgebildet sein. Bei einer auftretenden
Bewegung der Bauwerksteile relativ zueinander wird durch die Verformbarkeit des Kunststoffelements
sichergestellt, dass die Fuge trotz der Bewegung ohne Rissbildung überbrückt wird.
Im Hinblick auf die mechanische Belastbarkeit der Fugenüberbrückungsvorrichtung kann
es jedoch alternativ vorteilhaft sein, wenn die Überbrückungseinrichtung nicht von
einem elastischen Überbrückungsglied gebildet wird, sondern von einer Mehrzahl von
starren Überbrückungsgliedern (aus Metall oder Kunststoff, insbesondere solchen mit
Faserverstärkung), die relativ zueinander beweglich sind, wobei Lageänderungen der
Bauwerksteile relativ zueinander durch mindestens eine Relativbewegung benachbarter
Überbrückungsglieder zueinander kompensierbar sind. Vorstellbar ist, dass die Überbrückungseinrichtung
von zwei, teleskopartig ineinander greifenden, metallischen Überbrückungsgliedern
gebildet wird, welche die Relativbewegungen der Bauwerksteile zueinander ausgleichen
und durch ihre Materialeigenschaften einer höheren Belastung standhalten. Dies führt
dazu, dass die Fugenüberbrückungsvorrichtung beispielsweise auch für schwere Fahrzeuge
befahrbar ist.
[0025] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fugenüberbrückungsvorrichtung sind beide
Oberteile sowie die damit verbundene Überbrückungseinrichtung gemeinsam im Wesentlichen
zerstörungsfrei im eingebauten Zustand der Unterteile der Verankerungseinrichtung
von den Unterteilen entfernbar. Durch die zerstörungsfreie Entfernbarkeit der Oberteile
von den Unterteilen können im Falle eines Defektes oder von Verschleiß eines Oberteils
oder der Überbrückungseinrichtung besonders einfach entsprechende Neuteile eingesetzt
werden, ohne dabei ebenfalls das Unterteil ersetzen zu müssen. Dies führt insbesondere
zu einem verringerten Arbeits- und Materialaufwand.
[0026] Gemäß einer vorzugsweisen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Fugenüberbrückungsvorrichtung
mindestens ein Verbindungselement, vorzugsweise eine Mehrzahl derselben, aufweist,
mittels dessen das Oberteil der Verankerungseinrichtung an dem Unterteil der Verankerungseinrichtung
verankerbar ist. Um einen sicheren Halt des Oberteils und der damit verbundenen Überbrückungseinrichtung
zu erhalten, muss das Oberteil mit dem mit den jeweiligen Bauwerksteilen verschraubten
bzw. daran eingemörtelten Unterteilen der Verankerungseinrichtung kraftschlüssig verbunden
werden. Die Verbindungselemente, welche beispielsweise jeweils in Form einer Schraube
und (Rechteck-)Mutter ausgebildet sein können, werden hierzu in das Ober- bzw. Unterteil
eingesetzt, wobei durch das Oberteil der Verankerungseinrichtung geführte Schrauben
mit in dem Unterteil gelagerten Muttern verbunden werden.
[0027] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Unterteil der Verankerungseinrichtung
eine vorzugsweise hinterschnittene Nut aufweist, wobei ein Querschnitt der Nut vorzugsweise
T-förmig ist. Eine Nut ist insoweit wünschenswert, als hierdurch eine Aufnahme für
die Mutter des mindestens eines Verbindungselements, welche formschlüssig mit dem
Unterteil verbunden wird, geschaffen wird, wobei hierdurch auch Querkräfte, die in
die Oberteile und/oder die Überbrückungseinrichtung von außen eingeleitet werden,
in die Unterteile abgetragen werden können. Vorzugsweise ist die Nut in ihrem Querschnitt
T-förmig ausgebildet, sodass das das Oberteil durch die Ausbildung eines entsprechenden
Querschnitts mit dem Unterteil gekoppelt werden kann.
[0028] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fugenüberbrückungsvorrichtung ist eine
Breite einer Mutter eines Verbindungselements kleiner als eine Länge der Mutter des
Verbindungselements, wobei die Breite der Mutter kleiner ist als eine minimale Breite
der Nut des Unterteils der Verankerungseinrichtung und die Länge des Verbindungselements
größer ist als die minimale Breite der Nut des Unterteils der Verankerungseinrichtung.
[0029] Durch das vorstehende Seitenverhältnis wird ermöglicht, dass die Mutter in einer
ersten Orientierung einfach in die Nut des Unterteils eingelegt werden kann. Durch
die gegenüber der minimalen Breite der Nut des Unterteils vergrößerten Länge der Mutter
wird sichergestellt, dass sich die Mutter, welche vorzugsweise im Wesentlichen als
Rechteckmutter ausgebildet ist, beim Verbinden mit einer Schraube nicht anschlagslos
in der Nut drehen lässt. Vielmehr blockiert die Mutter in einer zweiten Orientierung
in der Nut des Unterteils und verhindert somit ein weiteres Mitdrehen, so dass sich
bei fortgesetztem Eindrehen der Schraube eine kraftschlüssige Verbindung zwischen
Ober- und Unterteil der Verankerungseinrichtung erzielen lässt.
[0030] Vorzugsweise ist vorgesehen, zwei diagonal zueinander angeordnete Kanten der Mutter
abgerundet sind. Eine derartige Ausgestaltung ist besonders gut geeignet, die Oberteile
mit den Unterteilen der Verankerungseinrichtung zu verbinden. Durch die Ausbildung
der abgerundeten Kanten wird bewirkt, dass die Mutter bei einer Drehung der selbigen
in der Nut des Unterteils der Verankerungseinrichtung verkantet werden kann. Dazu
muss die Mutter derart gedreht wird, dass die abgerundeten Kanten in Richtung der
gegenüberliegenden Seitenflächen der Nut des Unterteils zeigen. Aufgrund der in Bezug
zur der maximalen Breite der Nut vergrößerten Länge der Mutter kommt es schließlich
zu einem Verkanten des selbigen in der Nut. Hierdurch ist das manuelle Festhalten
der Mutter, wie beispielsweise bei der Verwendung einer frei drehbaren Mutter, nicht
mehr nötig.
Ausführungsbeispiel:
[0031] Die vorstehend beschriebene Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen,
die in den Figuren dargestellt sind, näher erläutert.
[0032] Es zeigt:
- Figur 1:
- einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Fugenüberbrückungsvorrichtung,
- Figur 2:
- eine dreidimensionale Ansicht der Fugenüberbrückungsvorrichtung aus Figur 1,
- Figur 3:
- wie Figur 2, wobei einzelne Bauteile beabstandet zueinander dargestellt sind,
- Figur 4:
- einen Vertikalschnitt durch eine weitere erfindungsgemäße Fugenüberbrückungsvorrichtung
[0033] Figur 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Fugenüberbrückungsvorrichtung
1, welche an zwei nicht in der Figur 1 dargestellten Bauwerksteilen verankerbar ist.
Die Fugenüberbrückungsvorrichtung 1 ist schienenartig ausgebildet und umfasst zwei
spiegelbildlich angeordnete, jeweils langgestreckte und parallel zu einer Fuge 4 verlaufende
Verankerungseinrichtungen 2 sowie eine Überbrückungseinrichtung 3. Die Verankerungseinrichtungen
2 umfassen jeweils ein Oberteil 7 und ein Unterteil 8, wobei das Oberteil 7 mit dem
Unterteil 8 form- und kraftschlüssig verbunden ist. Die beiden Unterteile 8 der Verankerungseinrichtungen
2 werden an den durch die Fuge 4 voneinander getrennten Bauwerksteilen befestigt.
Die die Fuge 4 überspannende Überbrückungseinrichtung 3 weist zwei Überbrückungsglieder
5, 6, auf, welche in Form einer Nut-Feder-Verbindung teleskopartig ineinander greifen.
[0034] Das erste Überbrückungsglied 5 der Überbrückungseinrichtung 3 ist im Querschnitt
I-förmig ausgebildet und mit dem bogenförmigen Ende 9 gelenkig in einer angepasst
bogenförmigen Nut 10 des Oberteils 7 der ersten Verankerungseinrichtung 2 verankert.
Die Nut 10 des Oberteils 7 wird durch einen im außenzylindrischen und einen innenzylindrischen
Wandabschnitt gebildet. Um den Eintritt von Feuchtigkeit oder Verschmutzungen in die
Nut 10 des Oberteils 7 zu verhindern - und somit eine Beeinträchtigung des Bewegungsausgleichs
zu vermeiden - besitzt das Oberteil 7 in dem außenzylindrischen Abschnitt eine Nut,
in welche eine Dichtungsschnur 11 eingelegt ist. Das geradlinige Ende 12 des I-förmigen
Überbrückungsglieds 5 wirkt als Feder 16 und greift teleskopartig in eine entsprechend
ausgebildete Nut 13 des zweiten Überbrückungsglieds 6. An einer der Fuge 4 abgewandten
Seitenfläche besitzt das erste Überbrückungsglied 5 ebenfalls eine mit einer Dichtungsschnur
11 versehene Nut, welche verhindert, dass Feuchtigkeit oder Verschmutzungen in die
Nut 13 des zweiten Überbrückungsglieds 6 eintreten.
[0035] Die Nut 13 des zweiten Überbrückungsglieds 6 wird von zwei in ihrem Querschnitt spitz
zulaufenden Schenkeln 14 begrenzt. Analog zum ersten Überbrückungsglied 5 ist das
der Fuge 4 abgewandte, bogenförmige Ende 15 des zweiten Überbrückungsglieds 6 gelenkig
in einer entsprechenden Nut 10 des Oberteils der zweiten Verankerungseinrichtung 2
verankert.
[0036] Durch das teleskopartige Eingreifen des ersten Überbrückungsglieds 5 in die Nut 13
des zweiten Überbrückungsglieds 6 können zum einen horizontale Bewegungen der beiden
Bauwerksteile im Wesentlichen zueinander durch eine Verschiebung der Feder 16 in der
Nut 13 ausgeglichen werden. Mittels der gelenkigen Verbindung der Überbrückungsglieder
5, 6 zu den jeweiligen Oberteilen 7 der Verankerungseinrichtungen 2 lassen sich zum
anderen auch etwaige vertikale Relativbewegungen der Bauwerksteile zueinander ausgleichen,
ohne dabei eine Stufe im Bereich des Übergang zwischen den Bauwerksteilen zu schaffen.
[0037] Die Unterteile 8 der Verankerungseinrichtungen 2 sind in Form einer T-Nutschiene
17 ausgebildet. Die Bodenfläche der T-Nutschiene ist einseitig verlängert. Die Verlängerung
18 der T-Nutschiene 17 ist mit Lochungen und Langlöchern versehen, welche im Zusammenhang
mi Figur 2 beschrieben werden, um die Fugenüberbrückungsvorrichtung 1 mittels Schrauben
mit den Bauwerksteilen zu verbinden. Weiterhin besitzt die T-Nutschiene 17 auf der
der Fuge 4 abgewandten Seitenfläche in Verlängerung der selbigen einen Trennsteg 19,
welcher über der der Fuge 4 zugewandten Oberfläche der T-Nutschiene 17 hervorsteht.
[0038] Der den Bauwerksteilen zugewandte Abschnitt der Oberteil 7 der Verankerungseinrichtungen
2 ist als Gegenstück zum Unterteil T-förmig ausgebildet und lässt sich somit formschlüssig
in eine angepasste Nut 20 des Unterteils 8 einsetzen. Der hinterschnittene untere
Abschnitt 21 der Nut 20 wird jedoch nicht durch das Oberteil ausgefüllt und bleibt
für den Einsatz von Muttern 31, welche im Zusammenhang mit Figur 3 beschrieben werden,
frei.
[0039] An der der Fuge 4 zugewandten Seite ist das Oberteil 7 mit der eingangs beschriebenen
Nut 10 versehen, um das jeweilige Überbrückungsglied 5, 6 zu halten. Die Querschnittsform
des Oberteils 7 ist auf der der Fuge 4 abgewandten Seite an die Form des Unterteils
8 angepasst. Ein oberer, horizontaler Steg 23 des Oberteils 7 liegt auf einer Stirnfläche
24 des Trennstegs 19 auf.
[0040] In einem regelmäßigen Abstand ist das Oberteil 7 mit Bohrungen 25 versehen. Um die
Oberteile 7 mit den bereits mit den Bauwerksteilen verschraubten Unterteilen 8 zu
verbinden, werden Schrauben 26 durch die Bohrungen 25 der Oberteile 7 geführt und
an der Unterseite mit Muttern 31 verschraubt. Eine Schraube 26 und Mutter 31 bilden
jeweils paarweise ein Verbindungselement 22.
[0041] Um einen möglichst ebenen Übergang zwischen der Fugenüberbrückungsvorrichtung 1 und
dem angrenzenden Boden zu erreichen, wird der Raum oberhalb einer durch die verlängerte
Bodenfläche des Unterteils 8 definierten Ebene mit einem Fußbodenbelag, beispielsweise
Estrich oder Bodenplatten, gefüllt. Durch die Ausbildung des Trennstegs 19 beträgt
eine Kontaktfläche 27 zwischen dem Fußbodenbelag und dem Oberteil 7 im vorliegenden
Fall ca. 3 mm. Um eine einfache Entnahme der Oberteile 7 und der Überbrückungseinrichtung
3 zu gewährleisten, wird der unmittelbar an die Kontaktfläche 27 angrenzende Bereich
nicht mit dem Fußbodenbelag, sondern mittels eines elastischen Fugenmaterials verschlossen,
welches relativ einfach z.B. mittels eines Cuttermessers durchtrennt und danach wieder
entfernt werden kann, um die Kontaktfläche 27 frei zu legen.
[0042] Sämtliche Bauteile der Fugenüberbrückungsvorrichtung 1 (abgesehen von den Dichtungsschnüren)
bestehen aus stranggepresstem Aluminium, können aber grundsätzlich auch aus Stahl
oder anderen Metallen gefertigt sein. Alternativ sind auch Kunststoffmaterialien,
insbesondere solche mit Faserverstärkung, denkbar.
[0043] Die Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Fugenüberbrückungsvorrichtung 1 aus Figur
1 in einer dreidimensionalen Ansicht. In der Figur 2 sind die Bohrungen 28 und Langlöcher
29 der Unterteile 8 der Verankerungseinrichtungen 2 gut zu erkennen. Durch die Wahl
von Langlöchern 29 ist es möglich, die Befestigungsmittel, wie beispielsweise Schrauben,
beliebig auf der Oberfläche der Bauwerksteile zu platzieren, um die Fugenüberbrückungsvorrichtung
1 zu befestigen. In der Figur 2 sind die Oberteile 7 mittels Schrauben 26 und in der
Nut 20 befindlichen Muttern 31 kraftschlüssig mit den Unterteilen 8 verbunden.
[0044] Die Figur 3 entspricht im Wesentlichen der Figur 1, wobei jedoch eine Schraube 26,
das Oberteil 7 der Verankerungseinrichtung 2, die Mutter 31 sowie das Unterteil 8
der Verankerungseinrichtung 2 nach Art einer Explosionszeichnung beabstandet zueinander
abgebildet sind, um eine bessere Übersicht der einzelnen Bestandteile zu geben.
[0045] Die Mutter 31 ist in ihrer Breite 32 kleiner ausgebildet als die minimale Breite
B
min der Nut 20 des Unterteils 8. Die Länge 33 der Mutter 31 hingegen ist größer ausgebildet
als zum einen die maximale Breite B
max der Nut 20 des Unterteils 8 und zum anderen als die minimale Breite B
min. Weiterhin sind diagonale Kanten der Mutter 31 abgerundet.
[0046] Um das Oberteil 7 an einem bereits mit dem jeweiligen Bauwerksteil verschraubten
Unterteil 8 zu verbinden, wird, wie in der Figur 3 durch die Linie 30 dargestellt,
eine Schraube 26 durch die Bohrung 28 des Oberteils 7 geführt. An dessen Unterseite
wird die mit einem an die Schraube 26 angepassten Gewinde versehene Mutter 31 mit
der Schraube 26 verschraubt. Anschließend kann das mit der Schraube 26 und der Mutter
31 versehene Oberteil 7 in die Nut 20 des Unterteils 8 eingelegt werden. Hierzu muss
die Mutter 31 in eine Stellung senkrecht zur dargestellten Ausrichtung gedreht werden.
Da die Breite 32 der Mutter 31 kleiner ausgebildet ist als die minimale Breite B
min der Nut 20 des Unterteils 8, lässt sich das Oberteil 7 mit der Mutter 31 in die Nut
20 einsetzen. Um eine feste Verbindung zwischen den beiden Profilen zu erhalten, wird
die Schraube 26 verdreht. Die in der Nut 20 liegende Mutter 31 wird in einem ersten
Schritt mit bewegt und verkantet anschließend, sobald die nicht abgerundeten Kanten
mit den Wandungen der Nut 20 in Berührung kommen. Vorteilhafter Weise müssen die Muttern
31 durch die vorstehende Formgebung nicht vor der Installation der Unterteile 8 seitlich
über lange Wege in die Nut 20 eingeschoben und möglichst präzise an die Position der
jeweiligen Bohrung 25 des Oberteils 7 gebracht werden.
[0047] Figur 4 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Fugenüberbrückungsvorrichtung 1, bei
der sich die wiederum ebene und durchgängig gerade Stirnfläche 24 der Trennstege 19
bis zu der Oberfläche 34 der Oberteile 7 der Verankerungseinrichtungen 2 erstreckt.
Die Oberteile 7 der Verankerungseinrichtungen 2 werden somit vollständig durch die
Trennstege 19 von dem Fußbodenbelag getrennt. Für die Entnahme der Oberteile 7 und
der damit verbundenen Überbrückungseinrichtung 3 ist eine derartige Ausgestaltung
der Trennstege 19 besonders vorteilhaft, da die vorstehenden Bestandteile somit entfernt
werden können, ohne den Fußbodenbelag zu entfernen oder zu beschädigen. Andererseits
ist die Stirnfläche 24 der Trennstege 19 bei dieser Ausgestaltung sichtbar, so dass
Materialunterschiede zwischen den Oberteilen 7 und den Unterteilen 8 auffallen würden,
was bei der Ausgestaltung nach den Figuren 1 bis 3 nicht der Fall ist.
Bezugszeichenliste:
[0048]
- 1
- Fugenüberbrückungsvorrichtung
- 2
- Verankerungseinrichtung
- 3
- Überbrückungseinrichtung
- 4
- Fuge
- 5
- Überbrückungsglied
- 6
- Überbrückungsglied
- 7
- Oberteil
- 8
- Unterteil
- 9
- Ende
- 10
- Nut des Oberteils
- 11
- Dichtungsschnur
- 12
- Ende
- 13
- Nut des zweiten Überbrückungsglieds
- 14
- Schenkel
- 15
- Ende
- 16
- Feder
- 17
- T-Nutschiene
- 18
- Verlängerung
- 19
- Trennsteg
- 20
- Nut des Unterteils
- 21
- Hinterschnitt
- 22
- Verbindungselement
- 23
- Steg
- 24
- Stirnfläche
- 25
- Bohrung
- 26
- Schraube
- 27
- Kontaktfläche
- 28
- Bohrung
- 29
- Langloch
- 30
- Linie
- 31
- Mutter
- 32
- Breite
- 33
- Länge
- 34
- Oberfläche
- A
- Abstand
- Bmax
- maximale Breite
- Bmin
- minimale Breite
- KO
- Kontaktfläche
- KU
- Kontaktfläche
1. Fugenüberbrückungsvorrichtung (1) mit
- zwei Verankerungseinrichtungen (2), mittels derer die Fugenüberbrückungsvorrichtung
(1) an zwei durch eine Fuge (4) voneinander getrennten Bauwerksteilen verankerbar
ist und
- einer Überbrückungseinrichtung (3), die an ihren gegenüber liegenden Längsseiten
jeweils mit einer der Verankerungseinrichtungen (2) verbunden ist, wobei Lageänderungen
der Bauwerksteile relativ zueinander durch eine Formänderung der Überbrückungseinrichtung
(3) kompensierbar sind,
wobei die Verankerungseinrichtungen (2) jeweils aus einem mit dem jeweiligen Bauwerksteil
verankerbaren Unterteil (8) und einem mit dem Unterteil (8) in Kraft übertragender
Weise mittels einer Mehrzahl von Schrauben (26) verbundenen Oberteil (7) zusammengesetzt
sind, das mit der Überbrückungseinrichtung (3) verbunden ist, wobei das Oberteil (7)
im eingebauten Zustand des Unterteils (8) von letzterem zumindest im Wesentlichen
zerstörungsfrei entfernbar ist,
gekennzeichnet durch einen Trennsteg (17) des Unterteils (8), der sich auf einer der Fuge (4) abgewandten
Seite des Oberteils (7) neben diesem in Richtung auf eine Oberfläche eines sich an
die Fugenüberbrückungsvorrichtung (1) anschließenden Fußbodenbelags erstreckt, wobei
ein Abstand (27) einer der Oberfläche des Fußbodenbelags zugewandten Stirnfläche (24)
des Trennstegs (17) von der Oberfläche des Fußbodenbelags maximal 8 mm, vorzugsweise
maximal 6 mm, weiter vorzugsweise maximal 4 mm, beträgt, wobei sich das Oberteil (7)
und das Unterteil (8) im Bereich einander gegenüberliegender Kontaktflächen (KO, KU)
gegeneinander abstützen, so dass im Betrieb der Fugenüberbrückungsvorrichtung (1)
auftragende, senkrecht zu der Oberfläche des Fußbodenbelags gerichtete Kräfte übertragbar
sind und wobei die Kontaktflächen (KO, KU) einen größeren Abstand (A) von der Oberfläche
des Fußbodenbelags besitzen als die Stirnfläche (24) des Trennstegs (17).
2. Fugenüberbrückungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stirnfläche (24) des Trennstegs (17) bis zu einer Oberfläche des Oberteils
(7) der Verankerungseinrichtung (2) erstreckt.
3. Fugenüberbrückungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (24) des Trennstegs (17) durchgängig eben ausgebildet ist.
4. Fugenüberbrückungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Oberteil (7) der Verankerungseinrichtung (2) nicht weiter erstreckt als
bis zu einer der Fuge (4) abgewandten Seitenfläche des Unterteils (8), vorzugsweise
einer der Fuge (4) abgewandten Seitenfläche des Trennstegs (17) der Verankerungseinrichtung.
5. Fugenüberbrückungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Überbrückungseinrichtung (3) mindestens zwei Überbrückungsglieder (5, 6) aufweist,
die relativ zueinander beweglich sind, wobei Lageänderungen der Bauwerkteile relativ
zueinander durch mindestens eine Relativbewegung benachbarter Überbrückungsglieder
(5, 6) zueinander kompensierbar sind.
6. Fugenüberbrückungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass beide Oberteile (7) sowie die damit verbundene Überbrückungseinrichtung (3) gemeinsam
im Wesentlichen zerstörungsfrei im eingebauten Zustand der Unterteile (8) der Verankerungseinrichtungen
(2) von den Unterteilen (8) entfernbar sind.
7. Fugenüberbrückungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch mindestens ein zweiteiliges Verbindungselement (22), mittels dessen das Oberteil
(7) der Verankerungseinrichtung (2) an dem Unterteil (8) der Verankerungseinrichtung
(2) verankerbar ist, wobei das mindestens eine Verbindungselement (22) vorzugsweise
jeweils aus einer Schraube (26) und einer damit verbundenen Mutter (32) besteht.
8. Fugenüberbrückungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite (31) der Mutter (32) des mindestens einen Verbindungselements (22) kleiner
ist als eine Länge (33) der Mutter (32) des Verbindungselements (22), wobei die Breite
(31) der Mutter (32) des Verbindungselements kleiner ist als eine minimale Breite
(Bmin) einer Nut des Unterteils (8) der Verankerungseinrichtung (2), die Länge (33) der
Mutter (32) des Verbindungselements (22) größer als die minimale Breite (Bmin) der Nut des Unterteils (8) der Verankerungseinrichtung (2) und vorzugsweise die
Länge (33) der Mutter (32) des Verbindungselements (22) größer ist als eine maximale
Breite (Bmax) der Nut des Unterteils (8) der Verankerungseinrichtung (2).
9. Fugenüberbrückungsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei diagonal zueinander angeordnete Kanten der Mutter (32) des mindestens einen
Verbindungselements (22) abgerundet sind.
10. Fugenüberbrückungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (8) der Verankerungseinrichtung (2) eine Nut (20) aufweist, wobei ein
Querschnitt der Nut (20) vorzugsweise T-förmig ist.