[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Dichtungsprofil für ein Rahmenprofil nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Anordnung aus einem Rahmenprofil und einem Dichtungsprofil
und ein Fenster oder eine Tür mit einem oder mehreren derartigen Rahmenprofilen.
[0002] Die
EP 2 754 842 offenbart ein Dichtungsprofil, das als Mitteldichtung verwendbar ist. Es weist eine
erste Wand auf, an der ein Fußteil zur Fixierung an einem Rahmenprofil ausgebildet
ist, und eine zweite Wand, die von der ersten Wand beabstandet angeordnet ist und
über mehrere Zwischenwände mit der ersten Wand verbunden ist. Dabei ist ferner an
der zweiten Wand ein das Abichtungsverhalten optimierender wulstförmiger Dichtvorsprung
ausgebildet und die innere zweite Wand ist mit dem wulstförmigen Dichtvorsprung über
die Zwischenwände relativ zu der ersten Wand nach Art eines Parallelogrammlenkers
verschiebbar gelagert ist.
[0003] Auch die
EP 20 2010 008 921 offenbart ein Dichtungsprofil, das als Mitteldichtung verwendbar ist. Es weist wiederum
eine erste Wand auf, an der ein Fußteil zur Fixierung an einem Rahmenprofil ausgebildet
ist, und eine zweite Wand, die von der ersten Wand beabstandet angeordnet ist und
über mehrere Zwischenwände mit der ersten Wand verbunden ist. Dabei sind an der ersten
Wand ein erster Verankerungsfuß und ein zweiter Verankerungsfuß zum Befestigen der
Mitteldichtung am Blendrahmen vorgesehen. Die Verankerungsfüße sind in Nuten des Blendrahmens
angeordnet und weisen Hinterschneidungen auf, mit denen sie jeweils einen Rand der
Nuten hintergreifen, so dass nach Art eines Nut-/Federsystems, bei dem die Nut am
Rahmenprofil ausgebildet ist und bei dem der eingerastete Fuß das Federelement bildet,
eine robuste Verbindung der Verankerungsfüße mit dem Blendrahmen sichergestellt ist.
[0004] Alternativ ist es auch bekannt, die Mitteldichtungen nicht mittels eines Nut-/Federsystems
am Rahmenprofil festzulegen sondern an ihnen Befestigungshaken auszubilden, die zum
rastenden Hintergreifen von komplementär ausgebildeten Rasthaken am Rahmenprofil ausgebildet
sind.
[0005] Derart wird die Befestigungsschnittstelle zwischen der Mitteldichtung und dem Rahmenprofil
besonders einfach ausgestaltet. Nachteilig ist, dass die Mitteldichtung derart in
der Regel weniger fest sitzt, so dass die Dichtigkeit etwas weniger optimal ist als
nach der
EP 20 2010 008 921. Es wurde zwar bereits versucht, diesem Effekt konstruktiv entgegenzuwirken, allerdings
brachten diese Versuche keinen ausreichenden Erfolg.
[0006] Die Lösung dieses Problems ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Dichtungsprofil mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Zudem schafft die Erfindung die Anordnung des Anspruchs 6 und ein Fenster oder eine
Tür nach Anspruch 11, die Verwendung nach Anspruch 12 und die Anordnung des Anspruchs
13.
[0008] Nach Anspruch 1 wird folgender Gegenstand geschaffen: Ein Dichtungsprofil für ein
Rahmenprofil, insbesondere ein Dichtungsprofil, das als eine Mitteldichtung für ein
Rahmenprofil in einem Falzbereich zwischen einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen
eines Fensters oder einer Tür ausgebildet ist, mit einem Grundkörper mit einer äußeren
Wand und mit wenigstens zwei oder mehr sich von der äußeren Wand winklig, insbesondere
ganz oder nahezu rechtwinklig von der äußeren Wand erstreckenden Wandstegen, wobei
von diesen Wandstegen einer oder mehrere an ihren Enden einen Hakenabschnitt aufweist/aufweisen,
wobei wenigstens eines, zwei oder mehr Dichtfederelement(e) an dem Grundkörper der
Mitteldichtung ausgebildet oder angeordnet sind.
[0009] Derart wird eine als Dichtungsprofil ausgebildete Mitteldichtung geschaffen, das/die
leichter und besser als das bekannte Dichtungsprofil an einem Rahmenprofil befestigbar
ist, zumal sie dort nach einem Aufklipsen sicher mit leichter Vorspannung sitzt. Das
Mitteldichtungsprofil dient dabei vorzugsweise auch als Anschlagprofil für einen Falzvorsprung
an einem parallel anzuordnenden Profil eines Fensters oder einer Tür, um den Falz
im geschlossenen Zustand des Fensters oder der Tür abzudichten.
[0010] Diese Erfindung kann auf vielerlei Weise vorteilhaft weitergebildet werden.
[0011] So kann der Grundkörper kann aus einem ersten Kunststoff bestehen und das oder die
Dichtelemente aus einem zweiten Kunststoff, wobei der zweite Kunststoff vorzugsweise
ein Elastomer ist. Das Elastomer eignet sich sehr gut zur Realisierung des jeweiligen
Dichtfederelementes. Der erste Kunststoff kann hingegen auch weniger elastisch ausgestaltet
sein.
[0012] Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Wandstege zwei äußere Wandstege sowie
einen, zwei oder mehrere Mittelstege umfassen. In diesem Fall kann weiter zweckmäßig
vorgesehen sein, dass die Mittelstege diejenigen Wandstege sind, die an ihren Enden
Hakenabschnitte aufweisen. Dann liegen die äußeren Wandstege vorzugsweise auf dem
zugehörigen Profil auf und der eigentliche Halt wird hierzu beabstandet realisiert.
[0013] Es kann weiter bevorzugt vorgesehen sein, dass wenigstens eines, zwei oder mehr der
Dichtfederelement(e) an einem oder beiden freien Enden der äußeren Wandstege der Mitteldichtung
angeordnet oder ausgebildet sind. Es kann aber auch alternativ oder optional vorgesehen
sein, dass wenigstens eines, zwei oder mehrere der Dichtfederelement(e) an dem einen
oder einem der Querstege der Mitteldichtung ausgebildet ist/sind.
[0014] Es kann zudem vorgesehen sein, dass wenigstens eines, zwei oder mehrere der Dichtfederelement(e)
an die Mitteldichtung anextrudiert ist/sind. Alternativ ist es aber auch denkbar,
dass wenigstens eines, zwei oder mehrere der Dichtfederelement(e) an die Mitteldichtung
angeklebt und/oder an dieser festgeklemmt ist/sind.
[0015] Die Erfindung schafft auch eine Anordnung aus einem Rahmenprofil und einer Mitteldichtung,
wobei das Rahmenprofil zwei oder mehrere korrespondierende Wandstege aufweist, die
von dem Rahmenprofil in den Falzraum F vorstehen und die an ihren freien Enden Hakenabschnitte
bzw. Rasthaken aufweisen, wobei im aufgesetzten Zustand der Mitteldichtung die korrespondierenden
Hakenabschnitte der Mitteldichtung und des Rahmenprofil miteinander verrastet sind,
so dass die Mitteldichtung an dem Rahmenprofil verrastet und befestigt ist, wobei
ferner wenigstens ein Dichtfederelement oder mehrere Dichtfederelemente zwischen der
Mitteldichtung und dem Rahmenprofil angeordnet ist/sind.
[0016] Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass das eine oder mehrere der Dichtfederelemente
zwischen der Mitteldichtung und dem Rahmenprofil in einen komprimierten Zustand versetzt
ist/sind, wenn die Mitteldichtung an dem Rahmenprofil festgerastet ist, um derart
einen besonders definierten und abgedichteten Sitz der Mitteldichtung an dem Rahmenprofil
sicherzustellen.
[0017] Es kann auch vorgesehen sein, dass wenigstens eines der Dichtfederelemente zwischen
der Mitteldichtung und einem der Raststege des Rahmenprofils liegt. Es kann aber auch
optional oder alternativ vorgesehen sein, dass wenigstens eines der Dichtfederelemente
zwischen der Mitteldichtung und einer Stelle am Rahmenprofil neben einem der Raststege
des Rahmenprofils liegt. Denkbar ist weiter, dass wenigstens eines der Dichtfederelemente
zwischen einem äußeren Wandsteg der Mitteldichtung und dem Rahmenprofil liegt und/oder
dass wenigstens eines der Dichtfederelemente zwischen einem Quersteg der Mitteldichtung
und dem Rahmenprofil liegt. Denkbar ist schließlich auch, dass wenigstens eines der
Dichtfederelemente unterhalb eines Dichtvorsprunges zwischen der Mitteldichtung und
dem Rahmenprofil liegt.
[0018] Die Erfindung schafft schließlich auch einen Fenster- oder Türrahmen mit wenigstens
einer Anordnung nach einem der vorstehenden auf die Anordnung bezogenen Ansprüche.
Bevorzugt liegt dann ein Dichtvorsprung der Mitteldichtung mit leichter Vorspannung
an einem korrespondierenden Falzvorsprung eines weiteren Rahmenprofils, das parallel
zu dem Rahmenprofil mit der Mitteldichtung ausgebildet ist. Das Fenster oder die Tür
können auf verschiedenste Weise ausgebildet sein, so in einem Blendrahmen einer Gebäudeöffnung
oder dgl. oder aber beispielsweise auch in einer Fassade.
[0019] Das Dichtungsprofil wird durch diese Maßnahmen nicht oder nicht erheblich teurer
und die Montage des Dichtungsprofils an einem Rahmenprofil ist weiter einfach und
sicher durchführbar. Durch das Federelement, insbesondere eine Elastomerfeder, wird
dabei ein fester definierter Sitz der Sicherung sichergestellt, so dass diese mit
einer Dichtkraft an einer komplementären Gegendichtfläche an einem gegenüberliegenden
Rahmenprofil anliegen kann. Dies resultiert zu einer im Vergleich zum gattungsgemäßen
Stand der Technik verbesserten Dichtigkeit an dieser Gegendichtfläche und im Bereich
der Befestigungsschnittstelle zwischen der Mitteldichtung und dem Rahmenprofil.
[0020] Dabei kann der Dichtvorsprung als dünnerer Steg oder als Dichtlippe ausgebildet sein
oder aber als wulstförmiger Dichtvorsprung. Als wulstförmiger Dichtvorsprung kann
eine Materialverdickung angesehen werden, die an der zweiten Wand angeformt ist und
mit einer Anlagefläche eines relativ zum Dichtungsprofil bewegbaren Bauteils zusammenwirkt.
Der wulstförmige Dichtvorsprung kann aufgrund der Elastizität des Materials in gewissem
Maße komprimierbar sein, ist aber nicht wie eine dünnwandige Dichtlippe nur verschwenkbar.
[0021] Die Erfindung schafft noch eine Verwendung (Anspruch 18) eines Dichtungsprofils nach
einem der Ansprüche 1 bis 9 als Mitteldichtung eines Fensters oder einer Tür, insbesondere
nach Anspruch 17.
[0022] Nach einer weiteren Erfindung - siehe Anspruch 10 - wird folgender Gegenstand geschaffen:
eine Anordnung aus einem Rahmenprofil eines Blendrahmens oder eines Flügelrahmens
eines Fensters oder einer Tür und einer Leiste, wobei die Leiste an die Falzseite
des Rahmenprofils angesetzt ist und wobei die an das Rahmenprofil an der Falzseite
angesetzte und an diesem befestigte Leiste gemeinsam eine hinterschnittene Nut ausbilden,
die als Beschlagnut nutzbar ist.
[0023] Derart kann auf besonders kostengünstige Weise an einem Rahmenprofil, beispielsweise
ausgebildet als Verbundprofil, eine Beschlagnut ausgebildet werden. Vorteilhafte Optionen
dieser Erfindung sind in den Ansprüchen 19 ff. angegeben. Die Beschlagnut kann auch
als Weiterbildung der Erfindung der Ansprüche 1 bis 17 genutzt werden.
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Diese sind nicht einschränkend zu verstehen
sondern zeigen lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel. Es sind insoweit im
Rahmen der Ansprüche auch andere Ausführungsbeispiele wortsinngemäß oder auf äquivalente
Weise realisierbar, die unter den Schutzbereich fallen. Insbesondere ist auch zu beachten,
dass auch einzelne Merkmale der nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispiele auf andere
Ausgestaltungen und Ausführungsbeispiele übertragbar sind und daher zur Formulierung
von Ansprüchen herangezogen werden können. Es zeigen:
- Figur 1a
- einen Schnitt durch zwei aneinander liegende Rahmen-profile für ein Fenster oder eine
Tür, wobei das eine Rahmenprofil als Blendrahmenprofil und das andere Rahmenprofil
als Flügelrahmenprofil ausgebildet ist und wobei in einen Falzbereich zwischen diesen
Rahmenprofilen eine Mitteldichtung eingesetzt ist;
- Figur 1b
- einen Schnitt durch drei aneinander liegende Rahmenprofile für ein Fenster oder eine
Tür, wobei das eine Rahmenprofil als Blendrahmenprofil und die anderen beiden Rahmenprofile
als Flügelrahmenprofile ausgebildet sind und wobei jeweils in Falzbereiche zwischen
diesen Rahmenprofilen eine Mitteldichtung eingesetzt ist;
- Figuren 2a bis 2e
- Schnittansichten durch verschiedene Dichtungsprofile und einen Randbereich eines Rahmenprofils
für ein Fenster oder eine Tür oder dgl.; und
- Figur 3
- einen Schnitt durch zwei weitere aneinander liegende Rahmenprofile für ein Fenster
oder eine Tür, wobei das eine Rahmenprofil als Blendrahmenprofil und das andere Rahmenprofil
als Flügelrahmenprofil ausgebildet ist und wobei in einen Falzbereich zwischen diesen
Rahmenprofilen eine Mitteldichtung eingesetzt ist; und
- Figur 4
- einen Schnitt durch zwei nochmals weitere aneinander liegende Rahmenprofile für ein
Fenster oder eine Tür, wobei das eine Rahmenprofil als Blendrahmenprofil und das andere
Rahmenprofil als Flügelrahmenprofil ausgebildet ist und wobei in einen Falzbereich
zwischen diesen Rahmenprofilen eine Mitteldichtung eingesetzt ist.
[0025] Eine Rahmenanordnung 1 für ein Fenster oder eine Tür umfasst nach Fig. 1a und 1b
zumindest ein erstes Rahmenprofil und ein zweites Rahmenprofil, die parallel zueinander
ausgerichtet sind. Das erste Rahmenprofil ist als ein Blendrahmenprofil 2 und das
zweite Rahmenprofil ist als ein Flügelrahmenprofil 3 ausgebildet.
[0026] Die beiden Rahmenprofile verlaufen parallel zueinander. Sie sind in nicht dargestellter
Weise relativ zueinander beweglich, so beispielsweise um eine horizontale Achse verschwenkbar
und/oder verdrehbar oder parallel ausstellbar.
[0027] Aus diesen Rahmenprofilen werden an einem Fenster jeweils umfangsgeschlossene Rahmen
gebildet, von denen der eine als Flügelrahmen und der andere als Blendrahmen bezeichnet
wird. An einer Tür kann der Blendrahmen nicht umfangsgeschlossen oder ebenfalls umfangsgeschlossen
ausgebildet sein.
[0028] In den Flügelrahmen 3 ist ein Flächenelement wie eine Glasscheibe G eingesetzt. Dieses
kann an dem jeweiligen Flügelrahmenprofil 3 mit Halte- und Dichtmitteln wie einer
Glashalteleiste 4 und einer oder mehreren Dichtungen 5, 6 gehalten sein.
[0029] Die Glasscheibe G erstreckt sich in einer Ebene (X-/Z-Ebene), die auch als Hauptebene
bezeichnet wird. Die Richtung senkrecht zu dieser Hauptebene wird als X-Richtung definiert.
Die Richtung senkrecht zur Blattebene ist bei einer solchen Betrachtung beispielsweise
die Z-Richtung.
[0030] Die Glasscheibe G bzw. allgemeiner das Flächenelement trennt im Einbauzustand, in
dem das Fenster in eine Wandöffnung eines Gebäudes eingebaut ist, einen ersten Raum
I von einem zweiten Raum II, oder einen Raum in einem Gebäude (innen) von der Umgebung
(außen)
[0031] Die beiden relativ zueinander beweglichen Rahmenprofile können nach innen hin und/oder
außen hin in einem oder mehreren Anschlagbereichen A1 und A2, in denen sie sich einander
überlappen, aneinander oder fast aneinanderstoßen. Zwischen diesen Anschlagbereich
verläuft der Falzbereich F. Dieser kann auch als eine Beschlagkammer genutzt werden.
[0032] Um in dem Falzbereich F eine gute Wärmedämmung und Dichtigkeit zwischen dem Raum
I und dem Raum II zu erreichen, ist auch in diesem Bereich ein Anschlagbereich ausgebildet,
der Mittelanschlagsbereich A
M genannt wird. In diesem Mittelanschlagsbereich A
M liegen eine Mitteldichtung 100, die an dem einen Rahmenprofil befestigt ist und ein
vom gegenüberliegenden Rahmenprofil in den Falzbereich vorstehender Falzvorsprung
10 aneinander. Dabei kann an dem Falzvorsprung 10 des anderen Rahmenprofils (Fig.
1) oder desselben Rahmenprofils (Fig. 3, Fig. 4) eine Dichtung 11 angeordnet sein,
die einen Spalt zwischen der Mitteldichtung 100 und dem Falzvorsprung 10 bzw. diesen
Anlagebereich A
M zusätzlich abdichten kann. Die Mitteldichtung 100 kann mit einem Dichtvorsprung/Faltvorsprung
106 an dem Falzvorsprung 10 und/oder der Dichtung 11 anliegen. Nach Fig. 3 und 4 liegt
die Dichtung 11 der Mitteldichtung 100 jeweils an dem Falzvorsprung 10 an.
[0033] Nach Fig. 1a ist die Mitteldichtung 100 an dem Blendrahmenprofil 2 und der Falzvorsprung
10 an dem Flügelrahmenprofil 3 ausgebildet. Sie erstreckt sich senkrecht zur Bildebene
der Fig.1 und 2 und ist als Dichtungsprofil ausgebildet.
[0034] Die Anordnung kann aber insoweit "umgekehrt" sein, dass die Mitteldichtung 100 an
dem Flügelrahmenprofil 3 und der Falzvorsprung 10 an dem Blendrahmenprofil 2 ausgebildet
ist, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
[0035] Der Begriff des Blendrahmenprofils ist nicht zu eng zu fassen. Ein gebäudeseitiges
Profil, so ein Mittelanschlagsprofil eines Doppelfensters mit zwei Flügeln (siehe
Fig. 1b) kann ebenfalls ein Blendrahmenprofil 2 im Sinne dieser Schrift ausbilden.
An diesem kann dann auch an zwei voneinander abgewandten Seiten jeweils eine der Mitteldichtungen
100 vorgesehen sein um zu jedem Flügel hin den entsprechenden Falzbereich F1, F2 abzudichten.
[0036] Zwischen der Mitteldichtung 100 und dem zugehörigen Rahmenprofil, an dem es befestigt
ist, ist eine Befestigungsschnittstelle ausgebildet. Diese weist erste Befestigungsmittel
an der Mitteldichtung auf und korrespondierende zweite Befestigungsmittel an dem Rahmenprofil,
an dem sie befestigt ist.
[0037] In den beiden in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Rahmenprofile
2, 3 jeweils als Verbundprofile ausgestaltet, die eine erste und eine zweite Materialschale,
beispielsweise Metallschale 7, 8, und eine dazwischenliegende Dämmzone aus Isolierprofilen
9 aus Kunststoff aufweisen. Dabei sind die zweiten Befestigungsmittel des Rahmenprofils
an dem oder an einem der Isolierprofile 9 ausgebildet, welches die zwei Metallschalen
7, 8 miteinander verbindet. Dies ist eine bevorzugte aber keine zwingende Ausgestaltung.
Die zweiten Befestigungsmittel können im Falzbereich an ihrem Rahmenprofil weitgehend
beliebig verteilt sein. So könnten sie auch ergänzend oder alternativ ganz oder teilweise
an einem oder beiden Metallschalen/-profilen 7, 8 ausgebildet sein oder auch an auch
ganz oder teilweise an einer oder beiden Metallschalen 7, 8 ausgebildet sein. Eine
oder mehrere der Metallschalen könnten auch aus einem anderen Material wie Holz bestehen.
[0038] Das Rahmenprofil zum Festlegen der Mitteldichtung 100 (und auch das andere Rahmenprofil
am Falz) kann/können auch einen anderen Aufbau als den dargestellten Aufbau aufweisen,
beispielweise kann es nur aus Metall oder Kunststoff bestehen. Es könnte auch aus
einer einzigen Metallschale und einer einzigen Kunststoffschale zusammengesetzt sein.
Wesentlich ist, dass im Falzbereich genügend Raum vorhanden ist, um dort die zweiten
Befestigungsmittel zu verteilen.
[0039] In einem Eckbereich des Flügelrahmens oder des Blendrahmens kann das die Mitteldichtung
100 bildende Dichtungsprofil mit kleinem Radius umgebogen sein oder auf Gehrung geschnitten
sein oder überlappend geschnitten sein.
[0040] Bevor die ersten und zweiten Befestigungsmittel näher erläutert werden, sei ein bevorzugter
Aufbau des Mitteldichtungsprofils 100 beschrieben.
[0041] Das Dichtungsprofil bzw. die Mitteldichtung 100 der Fig. 1a und 1b ist separat in
Fig. 2d dargestellt.
[0042] Die Mitteldichtung 100 weist einen Grundkörper 100a auf. Dieser Grundkörper 100a
kann aus einem (ersten) Kunststoff bestehen, der kein Elastomer sein muss. Der Grundkörper
100a weist eine äußere Wand 101 auf. Sie erstreckt sich hier im Wesentlichen von innen
nach außen in Y-Richtung. Diese äußere Wand 101 ist im montierten Zustand zum gegenüberliegenden
Rahmenprofil hin orientiert. Der Grundkörper 100a kann in einem Extrudiervorgang hergestellt
worden sein (siehe auch Fig. 2a bis 2e). Er ist vorzugsweise leistenförmig.
[0043] Von der äußeren Wand 101 des Grundkörpers 100a erstrecken sich winklig, insbesondere
ganz oder nahezu rechtwinklig zu dieser Wand orientierte Wandstege 102, 103, 104,
105. Diese sind im eingebauten Zustand zu dem Rahmenprofil hin orientiert, an dem
die Mitteldichtung 100 befestigt ist.
[0044] Dabei sind zwei äußere Wandstege 102, 103 vorgesehen. Damit wird die im Falz im geöffneten
Zustand sichtbare Außenkontur der Mitteldichtung 100 von der äußeren Wand 101 und
den zwei dazu winkligen äußeren Wandstegen 102, 103 gebildet. Es entsteht damit im
geöffneten Zustand des Fensters oder der Tür der Eindruck eines trapezförmigen Dichtgebildes.
[0045] Von der Äußeren Dichtlippe steht vorzugsweise ein Dichtvorsprung 106 vor. Dieser
kann wulstartig oder stegartig ausgebildet sein. Er dient vorzugsweise als Anlageelement
zur Anlage an dem Falzvorsprung 10 des gegenüberliegenden Rahmenprofils 3.
[0046] Insoweit gleichen sich die Mitteldichtungen der Fig. 2a, b, c, d und e.
[0047] Zwischen den beiden äußeren Wandstegen 102, 103, sind nach Fig. 1a und 1b sowie 2d)
zwei Mittelstege 104, 105 sichtbar.
[0048] Diese Mittelstege 104, 105 sind als Mitteldichtungs-Raststege ausgebildet. Sie weisen
an ihren freien Enden - also an den von der ersten Wand 101 abgewandten Enden - Hakenabschnitte
110, 111 auf. Die Hakenabschnitte 110, 11 werden auch synonym als Rasthaken bezeichnet.
[0049] Die Hakenabschnitte 110, 111 an den freien Enden der Mitteldichtungs-Raststege können
nach der dargestellten bevorzugten Ausgestaltung in entgegengesetzte Richtungen zeigen.
[0050] Die Mittelstege 104, 105, die als Mitteldichtungs-Raststege ausgebildet sind, sind
-wiederum ausgebildet in gerade verlaufender Form oder in sich gestufter Form - bei
sämtlichen dargestellten Varianten der Mitteldichtungen der Fig. 2a, b, c, d und e
vorgesehen.
[0051] Die Mittelstege bzw. hier Mitteldichtungs-Raststege 104, 105 können zwischen der
Wand 101 und ihren freien Enden über eine oder mehrere Querstege107 miteinander und/oder
mit den Außenstegen 102, 103 verbunden sein. Derart können auch eine oder mehrere
Hohlkammern H1, H2, H3, ... in der Mitteldichtung 100 ausgebildet werden (siehe Fig.
2c, 2d, 2e). Der oder die Querstege 107 können auch an einem der Außenstege 102, 103
oder einem der Mittelstege 104, 405 ansetzen und sich nicht bis zu einer weiteren
Wand bzw. zu einem weiteren Steg erstrecken. Derart werden hohlkammerartige Bereiche
geschaffen, die aber nicht umfangsgeschlossen ausgebildet sind.
[0052] An dem zugehörigen Rahmenprofil - in Fig. 1a an dem Blendrahmenprofil 2 - sind zwei
oder mehrere korrespondierende Raststege 201, 202, 203 und/oder 204 vorgesehen, die
von dem Rahmenprofil in den Falzraum F vorstehen. Diese Raststege 201, 202, 203 und/oder
204 können - müssen aber nicht - in ihrem Zusammenspiel auch eine oder mehrere Nuten
ausbilden. Sie weisen an ihren freien Enden im Falzraum F Hakenabschnitte bzw. Rasthaken
210, 211 auf.
[0053] Dabei ist die Ausgestaltung derart, dass bei einem Aufsetzen der Mitteldichtung 100
auf das Rahmenprofil, an dem es befestigt werden soll (hier "2") die korrespondierenden
Hakenabschnitte 110, 210 bzw. 111, 211 an der Mitteldichtung 100 und an dem Rahmenprofil
miteinander verrasten. Derart ist die Mitteldichtung 100 an dem Rahmenprofil an dem
sie befestigt sein soll, sicher verrastet und befestigt.
[0054] Um diese Art der Befestigung zu optimieren, ist vorgesehen, dass wenigstens ein Dichtfederelement
120 zwischen der Mitteldichtung 100 bzw. dessen Grundkörper und dem Rahmenprofil angeordnet
ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass zwei oder mehr Dichtfederelemente 120, 121
zwischen der Mitteldichtung 100 und dem Rahmenprofil angeordnet und verteilt sind.
[0055] Derart wird zunächst zumindest an einer Stelle die Spaltzone zwischen der Mitteldichtung
und dem Rahmenprofil 2 weiter abgedichtet. Die Dichtfederelement 120 kann nach einer
bevorzugten Ausgestaltung an der Mitteldichtung 100 bzw. dessen Grundkörper ausgebildet
sein. So kann vorgesehen sein, dass die Dichtfederelement 120 als Elastomerfeder 100
ausgebildet ist, die an der Mitteldichtung 100, die im Übrigen aus einem nichtelastomeren
Kunststoff bestehen kann, festgelegt ist. Dieses Festlegen kann durch Koextrusion
erfolgt sein, bei dem beispielsweise in einem Zweikomponenten-Extrusionsverfahren
die Dichtfederelement(e) 120 an der Mitteldichtung 100 bei deren Herstellung mit ausgebildet
wird, wobei die Mitteldichtung 100 an sich und die daran ausgebildete Dichtfederelement
120 aus verschiedenen Kunststoffen bestehen können. Das oder die Dichtfederelemente
120 könnten auch durch einen elastischen Klebstoff realisiert werden, der schnurartig
an der Mitteldichtung bzw. dem Grundkörper entlang gezogen worden ist.
[0056] Alternativ kann das Dichtfederelement 120 als Dichtprofil oder Dichtschnur ausgebildet
sein, die in einer Nut der Mitteldichtung verrastet ist. Denkbar ist auch, dass die
Dichtfederelement 120 als Dichtprofil oder Dichtschnur ausgebildet sein, die an die
Mitteldichtung angeklebt worden ist. Das Dichtfederelement kann auch an den Grundkörper
in einem Postextrusionsverfahren angebracht sein oder an ihn angeschäumt sein. Es
soll ein federndes Werkstoffverhalten aufweisen.
[0057] Dabei ist die Auslegung derart, dass das Dichtfederelement 120 infolge des Verrastens
der Mitteldichtung 100 an dem Rahmenprofil 2 komprimiert worden ist, so dass im Bereich
eines oder beider der Raststege eine Kraft auf die Rastverbindung wirkt, welche die
Mitteldichtung 100 von dem Rahmenprofil 2 wegdrückt, was die korrespondierenden Hakenabschnitte
gegeneinander presst. Hierdurch wird der Sitz der Mitteldichtung 100 am Rahmenprofil
2 in einfacher Weise verbessert. Dazu ist es wiederum vorteilhaft, wenn parallel zur
Haupterstreckungsrichtung des Flächenelementes G der Federweg des Dichtfederelementes
relativ gering ist. Bewährt haben sich insoweit Federwege kleiner 2mm, vorzugsweise
kleiner 1,5 mm, weiter bevorzugt kleiner 1,0 mm und besonders bevorzugt kleiner 0,5
mm.
[0058] Ist nur ein einziges Dichtfederelement 120 vorgesehen, liegt dieses vorzugsweise
im Bereich der oder nahe zu der Rastverbindung, so beispielsweise zwischen korrespondierenden
Wandstegen, welche am nächsten zu dem Dichtvorsprung/Falzvorsprung 106 liegt. Denn
derart kann erreicht werden, dass sich der Dichtvorsprung in eine maximal vom Rahmenprofil
2 beabstandete Position gedrückt wird, was die Dichtwirkung am Anlagebereich des Dichtvorsprunges
an der korrespondierenden Dichtfläche am weiteren Rahmenprofil auf einfache Weise
verbessert.
[0059] Dabei kann bevorzugt vorgesehen sein, dass das eine oder eines der Dichtfederelemente
120 unterhalb eines der äußeren Wandstege 102, 103 an dessen zum Rahmenprofil gewandten
Ende liegt. Es ist aber auch denkbar, dass das eine oder eines der Dichtfederelemente
120 zwischen einem Quersteg der Mitteldichtung 102 oder einem Mittelsteg der Mitteldichtung
100 und einem der Wandstege des Blendrahmens 2 derart liegt, dass sie im montierten
Zustand auf das freie Ende von einem der Wandstege mit Hakenabschnitt des Rahmenprofils
drückt. Derart wird besonders vorsteilhaft direkt im Bereich dieses Wandsteges bzw.
Raststeges die Federkraft zwischen der Mitteldichtung 100 und dem Rahmenprofil - hier
dem Blendrahmenprofil 2 - wirksam.
[0060] Die als Raststege ausgebildeten Mittelstege 104, 105 - ausgebildet in gerade verlaufender
Form oder in sich gestufter Form - sind wiederum bei sämtlichen dargestellten Varianten
der Mitteldichtungen der Fig. 2a, b, c, d und e vorgesehen.
[0061] Wie bereits ausgeführt, liegt nach Fig. 3 und 4 liegt die Dichtung 11 der Mitteldichtung
100 jeweils an dem Falzvorsprung 10 an.
[0062] Davon unabhängig offenbart die Fig. 4 weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten.
So ist das als Mitteldichtung ausgebildete Dichtungsprofil 100 nach Fig. 4 nicht am
Blendrahmenprofil 2 sondern am Flügelrahmenprofil 3 angeordnet. Der Falzvorsprung
10 ist dann am Blendrahmenprofil 2 ausgebildet. Insoweit handelt es sich um eine Art
Umkehr zu den Lösungen der Fig. 1 und 3. Das Dichtungsprofil ist wiederum als Mitteldichtung
100 ausgebildet.
[0063] Zudem offenbart Fig. 4 eine anderes vorteilhaftes Merkmal, das auch separat für sich
als eine Erfindung betrachtet werden kann.
[0064] Nach diesem Merkmal bilden das Rahmenprofil - hier das Flügelrahmenprofil 3 - und
eine an das Rahmenprofil angesetzte und an diesem befestigte Leiste gemeinsam eine
Nut 300, insbesondere eine hinterschnittene Nut aus. Diese Nut kann als Beschlagnut
genutzt werden. Dann können einer oder mehrere Beschläge in ihr angeordnet und gehalten
werden (hier nicht dargestellt).
[0065] Die Leiste kann und ist nach Fig. 4 als leistenförmiger Grundkörper 100a ausgebildet.
Der Grundkörper 100a kann dabei den Grundkörper 100a einer Mitteldichtung 100 (z.B.
nach Art der Fig. 2 plus weiterem Steg) bilden. Dabei können an dem Grundkörper 100a
eines oder mehrere der Dichtfederelement(e) 120 angeordnet sein. Dies ist vorteilhaft
aber für diese weitere Erfindung nicht zwingend.
[0066] Die Beschlagnut 300 wird nach Fig. 4 insgesamt aus einer der Metallschalen - hier
der Metallschale 7 - (wenn vorhanden:) einem zum Falz gewandten Isolierprofil 9, an
dem der Grundkörper 100a festgelegt ist, und zwei zueinander gewandten Stegen 301,
302 an der Metallschale 7 und dem Grundkörper 100a gebildet. Diese Stege 301, 302
können bevorzugt senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Flächenelementes G im Falzbereich
verlaufen.
[0067] Insgesamt ist es sehr vorteilhaft, dass derart eine nachträglich an einem Rahmenprofil
- insbesondere einem Flügelrahmenprofil 3, das auch als Verbundprofil ausgebildet
sein kann, - auf dessen Falzseite montierbare Leiste (Grundkörper 100a und/oder Mitteldichtung
100) auch zum Ausbilden einer Beschlagnut genutzt wird.
Bezugszeichen
[0068]
- Rahmen
- 1
- Blendrahmenprofil
- 2
- Flügelrahmenprofil
- 3
- Glashalteleiste
- 4
- Dichtungen
- 5, 6
- Metallschale
- 7, 8
- Isolierprofilen
- 9
- Falzvorsprung
- 10
- Dichtung
- 11
- Mitteldichtung
- 100
- Grundkörper
- 100a
- äußere Wand
- 101
- äußere Wandstege
- 102, 103
- Dichtvorsprung
- 106
- Quersteg
- 107
- Mittelstege
- 104, 105
- Hakenabschnitte
- 110, 111
- Raststege
- 201, 202, 203, 204
- Hakenabschnitte
- 210, 211
- Beschlagnut
- 300
- Stege
- 301, 302
- Anschlagbereiche
- A1, A2
- Mittelanschlagsbereich
- A3
- Falzbereich
- F, F1, F2
- Glasscheibe
- G
- Hohlkammern
- H1, H2, H3, ...
- Raum
- I
- Raum
- II
1. Dichtungsprofil für ein Rahmenprofil (2, 3), insbesondere Dichtungsprofil, das als
eine Mitteldichtung (100) für ein Rahmenprofil in einem Falzbereich (F) zwischen einem
Blendrahmen (2) und einem Flügelrahmen (3) eines Fensters oder einer Tür ausgebildet
ist, mit einem Grundkörper (100a) mit einer äußeren Wand (101) und mit wenigstens
zwei sich von der äußeren Wand (101) winklig, insbesondere ganz oder nahezu rechtwinklig,
erstreckenden Wandstegen (102 103, 104, 105), wobei von diesen Wandstegen einer oder
mehrere an ihren Enden einen Hakenabschnitt aufweist/aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines, zwei oder mehr Dichtfederelement(e) (120) an dem Grundkörper (100a)
ausgebildet oder angeordnet ist oder sind.
2. Dichtungsprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Anschlagprofil für einen Falzvorsprung an einem parallel anzuordnenden Profil
eines Fensters oder einer Tür ausgebildet ist, um den Falz im geschlossenen Zustand
des Fensters oder der Tür abzudichten.
3. Dichtungsprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstege zwei äußere Wandstege (102, 103) sowie einen, zwei oder mehrere Mittelstege
umfassen, vorzugsweise derart, dass die Mittelstege diejenigen Wandstege (104, 105)
sind, die an ihren Enden Hakenabschnitte aufweisen.
4. Dichtungsprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens eines, zwei oder mehr der Dichtfederelement(e) (120) an einem oder beiden
freien Enden der äußeren Wandstege (102, 103) des Grundkörpers (100a) der Mitteldichtung
(120) angeordnet oder ausgebildet sind, und/oder
b. wenigstens eines, zwei oder mehrere der Dichtfederelement(e) (120) an einem Quersteg
(106, 107) der Mitteldichtung (100) ausgebildet ist/sind.
5. Dichtungsprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens eines, zwei oder mehrere der Dichtfederelement(e) (120) an die Mitteldichtung
(100) anextrudiert ist/sind oder dass wenigstens eines, zwei oder mehrere der Dichtfederelement(e)
(120) nach Art einer Dichtschnur ausgebildet ist/sind und an die Mitteldichtung (100)
angeklebt und/oder an dieser festgeklemmt ist/sind, und/oder
b. der Grundkörper aus einem ersten Kunststoff besteht und das oder die Dichtfederelemente
(120) aus einem zweiten Kunststoff besteht/bestehen, wobei der zweite Kunststoff vorzugsweise
ein federndes Werkstoffverhalten aufweist.
6. Anordnung aus einem Rahmenprofil für einen Blendrahmen oder einen Flügelrahmen für
ein Fenster oder eine Tür, und einer Mitteldichtung (100) nach einem oder mehreren
der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenprofil zwei oder mehrere korrespondierende Wandstege (201, 202, 203 und/oder
204) aufweist, die von dem Rahmenprofil in den Falzraum (F) vorstehen und die an ihren
freien Enden Hakenabschnitte bzw. Rasthaken (210, 211) aufweisen, wobei im aufgesetzten
Zustand der Mitteldichtung (100) die korrespondierenden Hakenabschnitte (110, 210)
der Mitteldichtung (100) und des Rahmenprofil miteinander verrastet sind, so dass
die Mitteldichtung (100) an dem Rahmenprofil befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass ferner wenigstens ein Dichtfederelement (120) oder mehrere Dichtfederelemente (120)
zwischen der Mitteldichtung (100) und dem Rahmenprofil angeordnet ist/sind.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das eine oder mehrere der Dichtfederelemente (120, 121) zwischen der Mitteldichtung
(100) und dem Rahmenprofil in einen komprimierten Zustand versetzt ist/sind, wenn
die Mitteldichtung (100) an dem Rahmenprofil festgerastet ist.
8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Dichtfederelemente (120, 121) zwischen der Mitteldichtung (100)
und einem der als Raststege dienenden Wandstege des Rahmenprofils liegt und/oder dass
wenigstens eines der Dichtfederelemente (120, 121) zwischen der Mitteldichtung (100)
und einer Stelle am Rahmenprofil neben einem der als Raststeg dienenden Wandstege
des Rahmenprofils liegt.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens eines der Dichtfederelemente (120, 121) zwischen einem äußeren Wandsteg
der Mitteldichtung (100) und dem Rahmenprofil liegt und/oder
b. wenigstens eines der Dichtfederelemente (120, 121) zwischen einem Quersteg (106,
107) und dem Rahmenprofil liegt, und/oder
c. wenigstens eines der Dichtfederelemente (120, 121) unterhalb eines Dichtvorsprunges
(106) zwischen der Mitteldichtung (100) und dem Rahmenprofil liegt.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Federweg des Dichtfederelementes (120) parallel zur Haupterstreckungsrichtung
des Flächenelementes G kleiner 2mm, vorzugsweise kleiner 1,5 mm, weiter bevorzugt
kleiner 1,0 mm und besonders bevorzugt kleiner 0,5 mm ist.
11. Fenster- oder Türrahmen mit wenigstens einer Anordnung nach einem der vorstehenden
auf die Anordnung bezogenen Ansprüche.
12. Verwendung eines Dichtungsprofils nach einem der Ansprüche 1 bis 5 als Mitteldichtung
eines Fensters oder einer Tür.
13. Anordnung aus einem Rahmenprofil für einen Blendrahmen oder einen Flügelrahmen für
ein Fenster oder eine Tür und einer Leiste, insbesondere einer Leiste einer Mitteldichtung
(100) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste an die Falzseite des Rahmenprofils angesetzt ist und dass die an das Rahmenprofil
an der Falzseite angesetzte und an diesem befestigte Leiste gemeinsam eine hinterschnittene
Nut (300) ausbilden, die als Beschlagnut nutzbar ist.
14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste als leistenförmiger Grundkörper (100a) ausgebildet ist, vorzugsweise derart,
dass der leistenförmige Grundkörper (100a) den Grundkörper einer Mitteldichtung (100)
bildet.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Grundkörper (100a) eines oder mehrere Dichtfederelement(e) angeordnet sind.
16. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenprofil als Verbundprofil ausgebildet ist und dass die Nut insgesamt aus
einer Metallschale und optional einem Isolierprofil (9) und zwei zueinander gewandten
Stegen (301, 302) an der Metallschale (7) und dem leistenförmigen Grundkörper (100a)
gebildet ist.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste durch Rasthaken und/oder weitere Befestigungsmittel an dem Rahmenprofil
festgelegt ist.