1. Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Leuchtmodul für ein Lichtbandsystem sowie
ein Lichtbandsystem aufweisend ein solches Leuchtmodul.
2. Hintergrund
[0002] Aus dem Stand der Technik sind prinzipiell Leuchtmodule der eingangs genannten Art
bekannt. Bei diesen handelt es sich oft um entsprechende Notleuchtenkomponenten oder
Notleuchtmodule, die in ein Lichtbandsystem eingesetzt sind. Bekannt ist ferner, dass
das Leuchtmodul ein Betriebsgerät aufweist, welches ein Leuchtmittel des Leuchtmoduls
betreibt. Im Stand der Technik sind Leuchtmittel und Betriebsgerät in Reihe angeordnet,
insbesondere um eine gute Zugänglichkeit zu dem Leuchtmittel zu gewährleisten, beispielsweise
zur Einstellung des Leuchtmittels und/oder zur Wartung des Leuchtmittels.
[0003] Nachteilig an dem aus dem Stand der Technik bekannten Leuchtmodul ist, dass das Leuchtmodul
konstruktionsbedingt verhältnismäßig lang ausgebildet werden muss, da Leuchtmittel
und Betriebsgerät - insbesondere wegen der Notwendigkeit von in dem Betriebsgerät
vorgesehenen Treibern und/oder Energiespeichern bzw. Akkus - in Reihe angeordnet sind.
Dies bedingt wiederum die ungewünschte Dunkelstelle in dem Bereich, in dem das Leuchtmodul
in dem Lichtbandsystem vorgesehen ist.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich die vorliegende Erfindung die
Aufgabe, ein Leuchtmodul bereitzustellen, welches kürzer ausgeführt ist, um somit
insbesondere Dunkelstellen im Lichtbandsystem zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren.
Darüber hinaus stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, ein entsprechendes
Lichtbandsystem bereitzustellen.
[0005] Diese und andere Aufgaben, die beim Lesen der folgenden Beschreibung noch genannt
werden oder vom Fachmann erkannt werden können, werden mit dem Gegenstand der unabhängigen
Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der hierauf rückbezogenen
Unteransprüche.
3. Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0006] Ein erfindungsgemäßes Leuchtmodul für ein Lichtbandsystem weist auf: ein Leuchtmittel
zum Abstrahlen von Licht zu einer Vorderseite des Leuchtmittels, und ein Betriebsgerät
zum Betrieb des Leuchtmittels, welches an einer Rückseite des Leuchtmittels angeordnet
ist. Das Betriebsgerät ist werkzeuglos zwischen einer Einbauposition, in der das Betriebsgerät
eine Zugänglichkeit zur Rückseite von außerhalb des Leuchtmoduls versperrt, und einer
Freigabeposition, in der das Betriebsgerät die Zugänglichkeit zur Rückseite von außerhalb
des Leuchtmoduls zulässt, bewegbar.
[0007] "Werkzeuglos" wird erfindungsgemäß so verstanden, dass keine zusätzlichen Werkzeuge
oder Vorrichtungen für den jeweiligen Vorgang notwendig sind, also beispielsweise
die Bewegung zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition ausschließlich händisch
erfolgen kann.
[0008] Mit anderen Worten ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Betriebsgerät in einer
Art Huckepack bzw. "Rucksacklösung" rückseitig des Leuchtmittels vorgesehen ist. Somit
kann das Leuchtmodul in Längsrichtung verkürzt werden, während die werkzeuglose Bewegbarkeit
des Betriebsgeräts zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition weiterhin
eine gute Zugänglichkeit zum Leuchtmittel gewährleistet, beispielsweise zur Einstellung
des Leuchtmittels und/oder zur Wartung des Leuchtmittels. Durch die verkürzte Ausführung
des Leuchtmoduls können neben der Einsparung von Material somit gleichzeitig die Dunkelstellen
des Leuchtmoduls, insbesondere beim Einsatz in einem Lichtbandsystem, erheblich reduziert
werden. Mithin ist auch das optische Erscheinungsbild des Leuchtmoduls, insbesondere
beim Einsatz in einem Lichtbandsystem, optimiert.
[0009] Vorzugsweise weist das Leuchtmodul ein Gehäuse und eine Erdungsverbindung auf, wobei
die Erdungsverbindung derart ausgestaltet ist, dass das Betriebsgerät sowohl in der
Einbauposition als auch in der Freigabeposition über die Erdungsverbindung mit dem
Gehäuse elektrisch leitend verbunden ist, um das Betriebsgerät zu erden. Somit kann
vorteilhaft bezweckt werden, dass das Betriebsgerät stets geerdet ist, also elektrische
Ströme des Betriebsgeräts stets zuverlässig über das Gehäuse in das Erdreich abgeleitet
werden und folglich nicht einen Monteur gefährden.
[0010] Das Leuchtmodul kann wenigstens ein Gelenk zum Bewegen des Betriebsgeräts zwischen
der Einbauposition und der Freigabeposition aufweisen. Dies stellt sicher, dass das
Betriebsgerät wenigstens in der Einbauposition und der Freigabeposition vom Leuchtmodul
gehalten ist und einfach zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition bewegt
werden kann.
[0011] Das Gelenk stellt vorzugsweise die Erdungsverbindung zwischen Betriebsgerät und Gehäuse
bereit. Das heißt, das Gelenk stellt vorzugsweise eine elektrisch leitende Verbindung
zwischen Gehäuse und Betriebsgerät bereit, beispielsweise indem das Gelenk wenigstens
teilweise elektrisch leitend, insbesondere metallisch ausgeführt ist. Zum Beispiel
kann das Gelenk Gelenkelemente aufweisen, die jeweils wenigstens teilweise einen elektrisch
leitenden bzw. metallischen Bereich aufweisen, die miteinander in elektrisch leitenden
Kontakt stehen und zudem mit dem Gehäuse bzw. Betriebsgerät in elektrisch leitenden
Kontakt stehen, um somit die elektrisch leitende Verbindung und somit die Erdungsverbindung
zwischen Gehäuse und Betriebsgerät bereitzustellen.
[0012] Das Gelenk kann ein Drehgelenk sein, sodass das Betriebsgerät durch Drehung zwischen
der Einbauposition und der Freigabeposition bewegbar ist. Durch eine derartige verschwenkbare
Aufnahme des Betriebsgeräts kann somit das Betriebsgerät besonders einfach zwischen
der Einbauposition und der Freigabeposition bewegt werden. Und da die Dreh- bzw. Schwenkbewegung
das Betriebsgerät nur in Richtung der Rückseite bzw. der Vorderseite des Leuchtmittels
bewegt, also die Drehachse des Drehgelenks im Wesentlichen parallel zur Rückseite
bzw. Vorderseite des Leuchtmittels und/oder zur Längsachse des Leuchtmoduls ist, kann
somit das Leuchtmodul in Längsrichtung kompakter ausgeführt werden.
[0013] Das Gelenk kann ein Schubgelenk sein, sodass das Betriebsgerät durch Verschiebung
zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition bewegbar ist. Mit anderen Worten
kann das Betriebsgerät in dem Leuchtmodul über das Schubgelenk schienenartig geführt
sein, damit das Betriebsgerät zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition
bewegbar ist. Dies ermöglicht eine einfache Bewegung des Betriebsgeräts zwischen der
Einbauposition und der Freigabeposition, während das Leuchtmodul weniger hoch ausgeführt
ist, da das Betriebsgerät im Wesentlichen nur parallel zur Rückseite bzw. Vorderseite
des Leuchtmittels und/oder zur Längsachse des Leuchtmoduls bewegbar ist.
[0014] Das Leuchtmodul kann eine Haltevorrichtung aufweisen, die zum Bewegen des Betriebsgeräts
zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition derart ausgebildet ist, dass
das Betriebsgerät in der Freigabeposition bezüglich des Leuchtmoduls, insbesondere
bezüglich des Gehäuses, komplett demontiert ist. Auf diese Weise kann, insbesondere
wegen des von dem Leuchtmodul komplett abgenommen Betriebsgeräts, eine besonders gute
Zugänglichkeit zum Leuchtmittel bereitgestellt werden. Und da die Haltevorrichtung
für die Zugänglichkeit in der Freigabeposition keinerlei Gelenke benötigt, um beispielsweise
eine Bewegung entlang und/oder um die Längsachse des Leuchtmoduls zu bewirken, kann
das Leuchtmodul insgesamt kompakter, d. h. insbesondere weniger hoch und weniger lang
ausgeführt werden.
[0015] Das Leuchtmodul kann ferner eine Befestigungsvorrichtung aufweisen, die ausgebildet
ist, das Betriebsgerät in der Einbauposition (wahlweise) zu halten und werkzeuglos
zu lösen, um das Betriebsgerät in die Freigabeposition zu bewegen.
[0016] Beispielsweise weist die Befestigungsvorrichtung wenigstens ein Befestigungselement
und wenigstens ein dem Befestigungselement korrespondierendes Halteelement auf, welche
in der Einbauposition miteinander in Eingriff stehen, um das Betriebsgerät in der
Einbauposition zu halten. Somit kann die Befestigungsvorrichtung ohne weitere Befestigungselemente
das Betriebsgerät sicher in der Einbauposition halten.
[0017] Das Befestigungselement und/oder das Halteelement kann/können derart elastisch verformbar
sein, dass durch werkzeuglose elastische Verformung des Befestigungselements und/oder
des Halteelements der Eingriff zwischen Befestigungselement und Halteelement lösbar
ist, um das Betriebsgerät in die Freigabeposition zu bewegen. Folglich kann durch
einfaches Umbiegen des Befestigungselements und/oder des Halteelements der Eingriff
zwischen dem Befestigungselement und dem Halteelement gelöst werden, wobei die jeweilige
elastische Verformbarkeit bewirkt, dass das Befestigungselement und das Halteelement
weiterhin miteinander in sicheren Eingriff bringbar sind, um das Betriebsgerät in
der Einbauposition sicher zu halten.
[0018] Das Halteelement und/oder das Befestigungselement kann/können ein Federelement aufweisen,
welches derart elastisch verformbar ist, dass durch werkzeuglose elastische Verformung
des Federelements der Eingriff zwischen Befestigungselement und Halteelement lösbar
ist, um das Betriebsgerät in die Freigabeposition zu bewegen. Somit kann die jeweilige
elastische Verformbarkeit einfach bereitgestellt werden, beispielsweise weil das Federelement
aus einem Blech gebogen ist.
[0019] Vorzugsweise stehen das Befestigungselement und das Halteelement in der Einbauposition
miteinander in Rastverbindung. Dies ist insbesondere für einen besonders guten Eingriff
zwischen Befestigungselement und Halteelement von Vorteil. Außerdem ist die Rastverbindung
verhältnismäßig einfach werkzeuglos zu lösen.
[0020] Das Halteelement kann eine Rastaufnahme wie beispielsweise eine Durchgriffsöffnung
aufweisen, in die das Befestigungselement eingreifen kann, um das Betriebsgerät in
der Einbauposition zu halten. Beispielsweise ist die Rastaufnahme in dem zuvor beschriebenen
Federelement (integral) ausgebildet.
[0021] Das Befestigungselement kann ein Rastelement sein, insbesondere ein Rastvorsprung
wie beispielsweise ein Rastnippel oder ein Rasthaken.
[0022] Vorzugsweise weist die Befestigungsvorrichtung wenigstens zwei Befestigungselemente
und wenigstens zwei den Befestigungselementen korrespondierende Halteelemente auf.
Wenigstens ein Befestigungselement und wenigstens ein Halteelement der Befestigungselemente
und Halteelemente stehen miteinander derart in Eingriff, um ein Gelenk oder das Gelenk
zum Bewegen des Betriebsgeräts zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition
bereitzustellen. Somit kann das Gelenk einfach bereitgestellt werden und - wegen der
lösbaren Verbindung zwischen dem weiteren Befestigungselement und dem weiteren Halteelement
- auch einfach montiert bzw. demontiert werden.
[0023] Das Leuchtmittel kann bezüglich des Leuchtmoduls derart bewegbar, insbesondere drehbar
angeordnet sein, dass die Lichtabgaberichtung des Leuchtmittels definiert einstellbar
ist. Da der Zugang zu dem Leuchtmittel über die Rückseite des Leuchtmittels erfolgt,
kann somit die Lichtabgaberichtung des Leuchtmittels durch die Bewegbarkeit des Leuchtmittels
besonders flexibel eingestellt werden, beispielsweise um die Anzeige eines Fluchtweges
entsprechend an die gegebenen Bedingungen anzupassen.
[0024] Die Zugänglichkeit (zur Rückseite) kann eine Einstellung des Leuchtmittels ermöglichen,
beispielsweise um die Lichtabgaberichtung des Leuchtmittels über Bewegen bzw. Drehen
des Leuchtmittels einzustellen. Alternativ oder zusätzlich kann die Zugänglichkeit
auch eine Wartung des Leuchtmittels ermöglichen, beispielsweise um das Leuchtmittel
auszutauschen und/oder das Leuchtmittel mit anderen Komponenten wie dem Betriebsgerät
elektrisch leitend zu verbinden, insbesondere zu verkabeln.
[0025] Das Leuchtmodul weist vorzugsweise eine Leuchtmodul-Befestigungsvorrichtung zur elektrischen
und mechanischen Verbindung des Leuchtmoduls mit einem Lichtbandsystem auf. Somit
kann auf einfache Weise gleichzeitig eine elektrische und eine mechanische Verbindung
zwischen Leuchtmodul und Lichtbandsystem bereitgestellt werden, beispielsweise indem
durch eine einzige Manipulationsbewegung der Leuchtmodul-Befestigungsvorrichtung gleichzeitig
die elektrische und mechanische Verbindung zwischen Leuchtmodul und Lichtbandsystem
bereitgestellt wird.
[0026] Die Erfindung betrifft ferner ein Lichtbandsystem, welches ein wie zuvor beschriebenes
Leuchtmodul aufweist.
[0027] Das Lichtbandsystem kann ein Primärleuchtmittel aufweisen, wobei das Leuchtmittel
des Leuchtmoduls ein Sekundärleuchtmittel des Lichtbandsystems ist. Das Primärleuchtmittel
kann zur Allgemeinbeleuchtung vorgesehen sein, um beispielsweise einen Gang, einen
Raum oder dergleichen auszuleuchten. Das Sekundärleuchtmittel kann als ein Hinweisleuchtmittel,
beispielsweise zum Hinweis auf einen Fluchtweg, vorgesehen sein.
[0028] Das Leuchtmodul kann ein Notleuchtmodul des Lichtbandsystems sein. Das heißt, das
Lichtbandsystem kann einfach mit dem zuvor beschriebenen Leuchtmodul nachgerüstet
oder erweitert werden, um somit gleichzeitig eine Notleuchte bereitzustellen.
4. Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform:
[0029] Nachfolgend wird eine detaillierte Beschreibung der Figuren gegeben. In den Figuren
zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Leuchtmoduls in der Einbauposition;
- Figur 2
- das in Figur 1 gezeigte Leuchtmodul in einer Seitenansicht;
- Figur 3
- eine schematische perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Leuchtmoduls
in der Freigabeposition;
- Figur 4
- das in Figur 3 gezeigte Leuchtmodul in einer Seitenansicht; und
- Figur 5
- eine schematische perspektivische Ansicht des in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Leuchtmoduls
in einer Position zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition.
[0030] Die Figuren lassen ein erfindungsgemäßes Leuchtmodul 1 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
erkennen. Das Leuchtmodul 1 ist bevorzugt als Lichtbalken und/oder länglich, also
mit einer Längsachse, ausgebildet. Länglich bedeutet hierbei, dass die Länge des Leuchtmoduls
1 einem Vielfachen der Breite des Leuchtmoduls 1 entspricht. Das Leuchtmodul 1 weist
ein nicht näher erkennbares Leuchtmittel wie beispielsweise eine LED, beispielsweise
ein LED-Spot, auf; das Leuchtmodul 1 ist also vorzugsweise eine LED-Einheit. Das Leuchtmittel
ist vorgesehen, um Licht zu einer Vorderseite des Leuchtmittels bzw. des Leuchtmoduls
1, also in den Figuren in eine Richtung nach unten, abzustrahlen. Vorzugsweise weist
das Leuchtmodul 1 an dessen Vorderseite eine (transparente) Abdeckung 2 auf, über
welche das Leuchtmittel Licht nach außerhalb des Leuchtmoduls 1 bzw. zur Vorderseite
des Leuchtmoduls 1 abstrahlt.
[0031] Das Leuchtmodul 1 ist nicht auf eine bestimmte Anwendung beschränkt. Bevorzugt kommt
das Leuchtmodul 1 als Notleuchte und/oder in einem länglichen Lichtbandsystem zum
Einsatz. In dem Lichtbandsystem kann das Leuchtmodul 1 beispielsweise als ein Notleuchtmodul
zum Einsatz kommen, welches in das Lichtbandsystem eingesetzt ist. Beispielsweise
weist das Lichtbandsystem ein Primärleuchtmittel auf, um über das Primärleuchtmittel
Licht für eine Allgemeinbeleuchtung abzustrahlen, wobei das Leuchtmittel des Leuchtmoduls
1 ein Sekundärleuchtmittel des Lichtbandsystems ist, beispielsweise um in der Funktion
als Notleuchte einen Fluchtweg anzuzeigen. Kommt das Leuchtmodul 1 als Notleuchte
bzw. Notleuchtmodul zum Einsatz kann die Abdeckung 2 ein entsprechendes Piktogramm
aufweisen, durch welches das Leuchtmittel Licht abstrahlt, um auf einen Fluchtweg
hinzuweisen.
[0032] In dem in den Figuren beispielhaft gezeigten Leuchtmodul 1 ist das Leuchtmittel bezüglich
des Leuchtmoduls 1 bevorzugt derart drehbar angeordnet, dass die Lichtabgaberichtung
des Leuchtmittels definiert einstellbar ist. Somit kann beispielsweise bei Anwendung
des Leuchtmoduls 1 als Notleuchte ermöglicht werden, die Lichtabgaberichtung zur Anzeige
eines Fluchtweges entsprechend an die gegebenen Bedingungen anzupassen. Das Leuchtmittel
kann jedoch auch anderweitig bewegbar angeordnet sein, um die Lichtabgaberichtung
des Leuchtmittels definiert einzustellen; beispielsweise ist das Leuchtmittel zusätzlich
oder alternativ translatorisch bewegbar, um die Lichtabgaberichtung des Leuchtmittels
definiert einzustellen.
[0033] Vorzugsweise ist das Leuchtmittel in dem weiter unten näher beschriebenen Gehäuse
bewegbar bzw. drehbar angeordnet.
[0034] Das Leuchtmodul 1 kann ferner eine Leuchtmodul-Befestigungsvorrichtung 3 zur elektrischen
und mechanischen Verbindung des Leuchtmoduls 1 mit dem Lichtbandsystem aufweisen.
In dem in den Figuren beispielhaft gezeigten Leuchtmodul 1 weist die Leuchtmodul-Befestigungsvorrichtung
3 einen Drehknebel auf, um somit über eine Drehbewegung des Drehknebels gleichzeitig
eine elektrische und mechanische Verbindung zwischen Leuchtmodul 1 und Lichtbandsystem
bereitzustellen. Eine solche Befestigungsvorrichtung ist auch als TECTON-System bekannt.
In anderen Beispielen kann die Leuchtmodul-Befestigungsvorrichtung 3 auch auf andere
Weise manipulierbar sein, beispielsweise über eine translatorische Manipulationsbewegung.
Ferner sind auch andere elektrische und mechanische Verbindungsmöglichkeiten zwischen
Leuchtmodul 1 und Lichtbandsystem denkbar.
[0035] Das Leuchtmodul 1 weist ferner ein Betriebsgerät 4 zum Betrieb bzw. zur elektrischen
Versorgung des Leuchtmittels auf. Das Betriebsgerät 4 ist dabei an einer Rückseite
R des Leuchtmittels bzw. des Leuchtmoduls 1 angeordnet; das Betriebsgerät 4 ist also
auf einer der Vorderseite des Leuchtmittels bzw. des Leuchtmoduls 1 abgewandten Seite
vorgesehen, in den Figuren also oberhalb des Leuchtmittels. Das Betriebsgerät 4 kann
beispielsweise die Lichtabgabe des Leuchtmittels einstellen, beispielsweise die Helligkeit
und/oder die Lichtfarbe des Leuchtmittels. Das Betriebsgerät 4 weist vorzugsweise
einen Gleichspannungswandler (AC/DC-Wandler) auf, um das Leuchtmittel mit einer entsprechenden
Spannung zu versorgen. Die elektrische Versorgung des Betriebsgeräts 4 erfolgt vorzugsweise
über eine nach außen führbare Stromversorgung, welche beispielsweise über die Leuchtmodul-Befestigungsvorrichtung
3 bereitgestellt ist. Die elektrische Verbindung zwischen Betriebsgerät 4 und Leuchtmittel
zum Betrieb des Leuchtmittels erfolgt bevorzugt über eine entsprechende Verkabelung.
Das Betriebsgerät 4 ist vorzugsweise länglich ausgebildet und/oder erstreckt sich
vorzugsweise entlang der Längsachse des Leuchtmoduls 1.
[0036] Das Betriebsgerät 4 ist werkzeuglos zwischen einer Einbauposition und einer Freigabeposition
bewegbar. Die Einbauposition ist beispielhaft in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
Die Figuren 3 und 4 zeigen beispielhaft die Freigabeposition. Figur 5 zeigt eine Position
des Betriebsgeräts 4 zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition.
[0037] In der Einbauposition, die beispielhaft in den Figuren 1 und 2 gezeigt ist, versperrt
das Betriebsgerät 4 einen Zugänglichkeit zur Rückseite R des Leuchtmittels von außerhalb
des Leuchtmoduls 1. Bevorzugt ist, wenn in einer Draufsicht des Leuchtmoduls 1, also
in die (Haupt-) Lichtabstrahlrichtung des Leuchtmittels gesehen, das Betriebsgerät
4 in der Einbauposition die Rückseite R des Leuchtmittels wenigstens teilweise und
bevorzugt komplett abdeckt, sodass eine Zugänglichkeit zur Rückseite R des Leuchtmittels
nicht möglich ist bzw. versperrt ist. Durch diese Anordnung erhält das Leuchtmodul
1 in der Einbauposition eine besonders kompakte Bauweise.
[0038] Damit das Betriebsgerät 4 in der Einbauposition vom Leuchtmodul 1 sicher gehalten
ist, ist es bevorzugt, wenn das Leuchtmodul 1 eine Befestigungsvorrichtung 5 aufweist.
In dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Befestigungsvorrichtung
5 ein Befestigungselement 51 (beispielsweise auf Seiten des Betriebsgeräts 4) und
ein zu dem Befestigungselement 51 korrespondierend ausgestaltetes Halteelement 52
(beispielsweise auf Seiten des Leuchtmittels) auf. Diese sind insbesondere in den
Figuren 3 und 5 gut zu erkennen. Die Befestigungsvorrichtung 5 weist vorzugsweise
ein Tragelement 53 auf, welches das Betriebsgerät 4 vorzugsweise über dessen komplette
Länge trägt und auf welchem das Befestigungselement 51 vorzugsweise integral ausgebildet
ist, beispielsweise durch Biegen des Tragelements 53. Die Befestigungsvorrichtung
5 weist vorzugsweise ein Basiselement 54 auf Seiten des Leuchtmittels auf, auf welchem
das Haltelement 52 vorzugsweise integral ausgebildet ist, beispielsweise durch Biegen
des Basiselements 54.
[0039] In der Einbauposition stehen das Befestigungselement 51 und das Halteelement 52 miteinander
in Eingriff, um das Betriebsgerät 4 in der Einbauposition sicher zu halten. Wie in
den Figuren beispielhaft dargestellt, kann dieser Eingriff über eine Rastverbindung
bereitgestellt sein. Beispielsweise kann, wie in den Figuren 3 und 5 gut zu erkennen
ist, das Befestigungselement 51 als Rastelement oder Rastvorsprung, insbesondere als
Rastnippel oder Rasthaken, ausgebildet sein, und/oder das Halteelement 52 als eine
Rastaufnahme wie beispielsweise eine Durchgriffsöffnung ausgebildet sein. Dementsprechend
greift das Befestigungselement 51, bevorzugt als Rastelement ausgebildet, in der Einbauposition
in das bevorzugt als Rastaufnahme ausgebildete Halteelement 52 ein, um das Betriebsgerät
4 in der Einbauposition zu halten. In dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel
durchgreift also das als Rastnippel ausgebildete Befestigungselement 51 das als Durchgriffsöffnung
ausgebildete Halteelement 52, um das Halteelement 52 zu hintergreifen.
[0040] Die Befestigungsvorrichtung 5 ist ferner ausgebildet, das Betriebsgerät 4 in der
Einbauposition werkzeuglos zu lösen, um das Betriebsgerät 4 in die Freigabeposition
zu bewegen. In dem in den Figuren beispielhaft gezeigten Leuchtmodul 1 wird die Einbauposition
werkzeuglos gelöst, indem (nur) das Halteelement 52 elastisch verformbar ist und/oder
das Halteelement 52 ein Federelement aufweist bzw. als Federelement ausgestaltet ist.
Wie insbesondere in den Figuren 3 und 5 gut erkennbar, kann in der Ausgestaltung des
Halteelements 52 als Feder das Halteelement 52 aus einem an das Leuchtmodul 1 befestigten
Blech gebogen sein, um somit die zuvor genannte elastische Verformbarkeit des Halteelements
52 bereitzustellen. Befindet sich nunmehr das Befestigungselement 51 in Eingriff mit
dem Halteelement 52, so kann das Halteelement 52 einfach elastisch verbogen werden,
um den Eingriff zu lösen; in dem in den Figuren beispielhaft gezeigten Leuchtmodul
1 wird also das Halteelement 52 soweit elastisch verbogen, bis der Rastnippel 51 die
Durchgriffsöffnung 52 nicht mehr durchgreift. Der Eingriff zwischen Befestigungselement
51 und Halteelement 52 ist somit gelöst, und das Betriebsgerät 4 kann in die Freigabeposition
bewegt werden.
[0041] Zur einfachen händischen elastischen Verformung des Halteelements 52 kann das Halteelement
52 einen abgeschrägten Bereich 52a aufweisen, welcher beispielsweise durch Biegen
des Halteelements bzw. Federelements 52 erhalten ist. Der abgeschrägte Bereich 52a
kann dabei gleichzeitig als Anlaufschräge für das Befestigungselement 51 dienen, um
das Befestigungselement 51 einfach mit dem Halteelement 52 in Eingriff zu bringen.
[0042] Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt, dass (nur) das Halteelement 52
elastisch verformbar ausgebildet ist, um den Eingriff zwischen Befestigungselement
51 und Halteelement 52 werkzeuglos zu lösen. Alternativ oder zusätzlich kann auch
das Befestigungselement 51 in der wie zuvor beschriebenen Weise elastisch verformbar
ausgebildet sein, um den Eingriff zwischen Befestigungselement 51 und Halteelement
52 zu lösen, sodass das Betriebsgerät 4 in die Freigabeposition bewegt werden kann.
[0043] Zum Bewegen des Betriebsgeräts 4 zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition
kann das Leuchtmodul 1 ein Gelenk 6 aufweisen. In dem in den Figuren beispielhaft
gezeigten Leuchtmodul 1 ist das Gelenk 6 ein Drehgelenk. Durch die von dem Drehgelenk
6 bereitgestellte Drehachse kann sich somit das Betriebsgerät 4 durch Drehung zwischen
der Einbauposition und der Freigabeposition bewegen. Die Drehachse des Drehgelenks
6 erstreckt sich in dem in den Figuren beispielhaft gezeigten Leuchtmodul 1 parallel
zur Längsachse des Leuchtmoduls 1 und/oder parallel zur Rückseite R des Leuchtmittels.
Das Drehgelenk 6 stellt vorzugsweise einen definierten Drehbewegungsspielraum für
das Betriebsgerät 4 bereit. Beispielsweise kann der Drehbewegungsspielraum von 0°
bis 90° betragen, sodass in der Einbauposition (vergleiche Figuren 1 und 2) das Betriebsgerät
4 mit der Rückseite R des Leuchtmittels bzw. der Längserstreckungsebene des Leuchtmoduls
1 einen Winkel von ungefähr 0° einschließt, wobei in der Freigabeposition (vergleiche
Figuren 3 und 4) der von Betriebsgerät 4 und der Rückseite R des Leuchtmittels eingeschlossene
Winkel ungefähr 90° beträgt. Figur 5 zeigt eine Position, in der der zwischen Betriebsgerät
4 und Rückseite R des Leuchtmittels eingeschlossene Winkel ungefähr 45° beträgt. Der
Drehbewegungsspielraum kann auch größer als 90° sein.
[0044] Das Gelenk bzw. Drehgelenk 6 weist zwei miteinander drehbar verbundene Gelenkelemente
auf, die die Bewegbarkeit bzw. Drehbewegbarkeit des Gelenks 6 bereitstellen. In dem
in den Figuren beispielhaft gezeigten Leuchtmodul 1 sind die Gelenkelemente 61, 62
entsprechend zu den bzw. identisch zu dem zuvor beschriebenen Befestigungselement
51 und Halteelement 52 ausgebildet; das heißt, die Befestigungsvorrichtung 5 weist
wenigstens ein weiteres Befestigungselement als erstes Gelenkelement 61 und wenigstens
ein weiteres Halteelement als zweites Gelenkelement 62 auf. Das weitere Befestigungselement
bzw. erste Gelenkelement 61 und das weitere Halteelement bzw. zweite Gelenkelement
62 sind also wie das Befestigungselement 51 bzw. Halteelement 52 ausgestaltet, sodass
das für das Befestigungselement 51 und Halteelement 52 Gesagte für die Gelenkelemente
61, 62 analog gilt. Die Gelenkelemente 61, 62 stehen somit miteinander derart in Eingriff,
dass das Gelenk bzw. Drehgelenk 6 zum Bewegen bzw. Drehen des Betriebsgeräts 4 zwischen
der Einbauposition der Freigabeposition bereitgestellt ist. Da die Gelenkelemente
61, 62 entsprechend zu dem Befestigungselement 51 und Halteelement 52 ausgestaltet
sind, kann der Eingriff zwischen Gelenkelement 61 und Gelenkelement 62 in der wie
zuvor beschriebenen Weise einfach gelöst werden, um somit beispielsweise das Betriebsgerät
4 komplett von dem Leuchtmodul 1 abzunehmen bzw. zu demontieren.
[0045] Vorzugsweise weist das Leuchtmodul 1 zwei der wie zuvor beschriebenen Drehgelenke
6 auf, die bevorzugt einander gegenüberliegend angeordnet sind. Vorzugsweise stellen
die Drehgelenke 6 zusammen die Drehachse zur Bewegung des Betriebsgeräts 4 zwischen
der Einbauposition und der Freigabeposition bereit.
[0046] Die Erfindung ist jedoch nicht auf ein Drehgelenk als Gelenk 6 beschränkt. Beispielsweise
kann das Gelenk 6 zusätzlich oder alternativ als Schubgelenk ausgebildet sein. Somit
kann das Betriebsgerät 4 durch Verschiebung, beispielsweise entsprechend einer Schienenführung
entlang der Längsachse des Leuchtmoduls 1, zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition
bewegt werden. Ferner kann vorgesehen sein, dass das Leuchtmodul 1 zur Bewegung des
Betriebsgeräts 4 zwischen der Einbauposition und der Ausbauposition kein Gelenk aufweist.
In diesem Fall kann vorgesehen sein, dass das Leuchtmodul 1 eine Haltevorrichtung
aufweist, welche bewirkt, dass das Betriebsgerät 4 in der Freigabeposition bezüglich
des Leuchtmoduls 1 komplett demontiert ist. Beispielsweise weist eine solche Haltevorrichtung
Befestigungsmittel auf, die das Betriebsgerät 4 in der Einbauposition sicher halten
und in der Freigabeposition komplett von dem Betriebsgerät 4 entkoppelt sind; solche
Befestigungsmittel können beispielsweise entsprechend zu dem Befestigungselement 51
und Halteelement 52 ausgebildet sein, also insbesondere als Schnapp- oder Rastverbindung.
[0047] In der Freigabeposition, die insbesondere in Figur 3 gut erkennbar ist, lässt das
Betriebsgerät 4 also die Zugänglichkeit zur Rückseite R von außerhalb des Leuchtmoduls
zu. Das heißt, die Rückseite R ist freigelegt und wird somit nicht mehr von dem Betriebsgerät
abgedeckt. Folglich kann ein Monteur wegen der so bereitgestellten Zugänglichkeit
zur Rückseite R des Leuchtmittels das Leuchtmittel einstellen, beispielsweise um die
Lichtabgaberichtung des Leuchtmittels definiert einzustellen, insbesondere über Bewegen
bzw. Drehen des Leuchtmittels. Alternativ oder zusätzlich kann die Zugänglichkeit
auch eine Wartung des Leuchtmittels ermöglichen, beispielsweise um das Leuchtmittel
auszutauschen und/oder um eine elektrische Verbindung wie eine Verkabelung, insbesondere
mit Bezug zum Betriebsgerät 4, einzustellen. Ferner ermöglicht die Zugänglichkeit
auch eine einfache Montage des Leuchtmoduls 1, insbesondere des Leuchtmittels.
[0048] Das Leuchtmodul 1 kann ferner ein Gehäuse 7 aufweisen, welches insbesondere vorgesehen
ist, um das Betriebsgerät 4 zu erden. Genauer gesagt kann das Leuchtmodul 1 eine Erdungsverbindung
aufweisen, die das Betriebsgerät 4 mit dem Gehäuse 7 derart elektrisch leitend verbindet,
dass das Betriebsgerät 4 sowohl in der Einbauposition als auch in der Freigabeposition
über die Erdungsverbindung mit dem Gehäuse 7 elektrisch leitend verbunden ist, um
das Betriebsgerät 4 zu erden. In dem in den Figuren beispielhaft gezeigten Leuchtmodul
1 wird diese Erdungsverbindung bereitgestellt, indem das Gelenk 6 nicht nur zur Bewegung
des Betriebsgeräts 4 zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition vorgesehen
ist, sondern auch die Erdungsverbindung zwischen Betriebsgerät 4 und Gehäuse 7 bereitstellt.
Dies erfolgt bevorzugt derart, dass wenigstens die Bereiche der Gelenkelemente 61,
62, die das Betriebsgerät 4 direkt mit dem Gehäuse 7 verbinden, elektrisch leitend,
also vorzugsweise metallisch ausgebildet sind. Die elektrischen Ströme des Betriebsgeräts
4 können somit einfach auf das Gehäuse 7 übertragen werden. Alternativ oder zusätzlich
ist es auch denkbar, ein Erdungskabel vorzusehen, welches das Betriebsgerät 4 mit
dem Gehäuse 7 elektrisch leitend verbindet, um das Betriebsgerät 4 zu erden. Um die
von dem Betriebsgerät 4 auf das Gehäuse 7 abgeleiteten Ströme nach außerhalb des Leuchtmoduls
1 zu führen, können weitere Erdungsmittel wie beispielsweise eine Erdungsspange vorgesehen
sein. Somit können die elektrischen Ströme von dem Leuchtmodul 1 beispielsweise auf
ein Lichtbandsystem und schließlich in das Erdreich abgeführt werden. Vorzugsweise
wird das Leuchtmodul 1 bzw. das Gehäuse 7 über die Leuchtmodul-Befestigungsvorrichtung
3 geerdet.
[0049] Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf das vorhergehende bevorzugte Ausführungsbeispiel
beschränkt, solange sie vom Gegenstand der folgenden Ansprüche umfasst ist.
1. Leuchtmodul (1) für ein Lichtbandsystem, aufweisend:
ein Leuchtmittel zum Abstrahlen von Licht zu einer Vorderseite des Leuchtmittels,
und
ein Betriebsgerät (4) zum Betrieb des Leuchtmittels, welches an einer Rückseite (R)
des Leuchtmittels angeordnet ist,
wobei das Betriebsgerät (4) werkzeuglos zwischen einer Einbauposition, in der das
Betriebsgerät (4) eine Zugänglichkeit zur Rückseite (R) von außerhalb des Leuchtmoduls
(1) versperrt, und einer Freigabeposition, in der das Betriebsgerät (4) die Zugänglichkeit
zur Rückseite (R) von außerhalb des Leuchtmoduls (1) zulässt, bewegbar ist.
2. Leuchtmodul (1) nach Anspruch 1, ferner aufweisend ein Gehäuse (7) und eine Erdungsverbindung,
wobei die Erdungsverbindung derart ausgestaltet ist, dass das Betriebsgerät (4) sowohl
in der Einbauposition als auch in der Freigabeposition über die Erdungsverbindung
mit dem Gehäuse (7) elektrisch leitend verbunden ist, um das Betriebsgerät (4) zu
erden.
3. Leuchtmodul (1) nach Anspruch 1 oder 2, ferner aufweisend wenigstens ein Gelenk (6)
zum Bewegen des Betriebsgeräts (4) zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition.
4. Leuchtmodul (1) nach Anspruch 3, wobei das Gelenk (6) die Erdungsverbindung zwischen
Betriebsgerät (4) und Gehäuse (7) bereitstellt, und/oder
wobei das Gelenk (6) ein Drehgelenk ist, sodass das Betriebsgerät (4) durch Drehung
zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition bewegbar ist, und/oder
wobei das Gelenk (6) ein Schubgelenk ist, sodass das Betriebsgerät (4) durch Verschiebung
zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition bewegbar ist.
5. Leuchtmodul (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 4, ferner aufweisend eine Haltevorrichtung,
die zum Bewegen des Betriebsgeräts (4) zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition
derart ausgebildet ist, dass das Betriebsgerät (4) in der Freigabeposition bezüglich
des Leuchtmoduls (1), insbesondere bezüglich des Gehäuses (7), komplett demontiert
ist.
6. Leuchtmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend eine Befestigungsvorrichtung
(5), die ausgebildet ist, das Betriebsgerät (4) in der Einbauposition zu halten und
werkzeuglos zu lösen, um das Betriebsgerät (4) in die Freigabeposition zu bewegen.
7. Leuchtmodul (1) nach Anspruch 6, wobei die Befestigungsvorrichtung (5) wenigstens
ein Befestigungselement (51) und wenigstens ein dem Befestigungselement (51) korrespondierendes
Haltelement (52) aufweist, welche in der Einbauposition miteinander in Eingriff stehen,
um das Betriebsgerät (4) in der Einbauposition zu halten.
8. Leuchtmodul (1) nach Anspruch 7, wobei das Befestigungselement (51) und/oder das Halteelement
(52) derart elastisch verformbar ist/sind, dass durch werkzeuglose elastische Verformung
des Befestigungselements (51) und/oder des Halteelements (52) der Eingriff zwischen
Befestigungselement (51) und Halteelement (52) lösbar ist, um das Betriebsgerät (4)
in die Freigabeposition zu bewegen, und/oder wobei das Halteelement (52) und/oder
das Befestigungselement (51) ein Federelement aufweist, welches derart elastisch verformbar
ist, dass durch werkzeuglose elastische Verformung des Federelements der Eingriff
zwischen Befestigungselement (51) und Halteelement (52) lösbar ist, um das Betriebsgerät
(4) in die Freigabeposition zu bewegen.
9. Leuchtmodul (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 8, wobei das Befestigungselement (51)
und das Haltelement (52) in der Einbauposition miteinander in Rastverbindung stehen,
und/oder
wobei das Halteelement (52) eine Rastaufnahme wie beispielsweise eine Durchgriffsöffnung
aufweist, in die das Befestigungselement (51) eingreifen kann, um das Betriebsgerät
(4) in der Einbauposition zu halten, und/oder
wobei das Befestigungselement (51) ein Rastelement wie beispielsweise ein Rastvorsprung,
insbesondere ein Rastnippel oder Rasthaken, ist.
10. Leuchtmodul (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Befestigungsvorrichtung
(5) wenigstens zwei Befestigungselemente (51, 61) und wenigstens zwei den Befestigungselementen
(51, 61) korrespondierende Haltelemente (52, 62) aufweist, wobei wenigstens ein Befestigungselement
(61) und wenigstens ein Halteelement (62) der Befestigungselemente (51, 61) und Haltelemente
(51, 61) miteinander derart in Eingriff stehen, um ein Gelenk oder das Gelenk (6)
zum Bewegen des Betriebsgeräts (4) zwischen der Einbauposition und der Freigabeposition
bereitzustellen.
11. Leuchtmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Leuchtmittel bezüglich
des Leuchtmoduls (1) derart bewegbar, insbesondere drehbar angeordnet ist, dass die
Lichtabgaberichtung des Leuchtmittels definiert einstellbar ist, wobei vorzugsweise
das Gehäuse (7) das Leuchtmittel bewegbar aufnimmt.
12. Leuchtmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zugänglichkeit
eine Einstellung des Leuchtmittels, beispielsweise der Lichtabgaberichtung über Bewegen
bzw. Drehen des Leuchtmittels, und/oder eine Wartung des Leuchtmittels, beispielsweise
einen Austausch des Leuchtmittels, ermöglicht.
13. Leuchtmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend eine Leuchtmodul-Befestigungsvorrichtung
(3) zur elektrischen und mechanischen Verbindung des Leuchtmoduls (1) mit einem Lichtbandsystem.
14. Lichtbandsystem, aufweisend ein Leuchtmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Lichtbandsystem nach Anspruch 14, wobei das Lichtbandsystem ein Primärleuchtmittel
aufweist, und wobei das Leuchtmittel des Leuchtmoduls (1) ein Sekundärleuchtmittel
des Lichtbandsystems ist, und/oder
wobei das Leuchtmodul (1) ein Notleuchtmodul des Lichtbandsystems ist.