[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrisch geschirmte Kupplungsanordnung mit einem Kupplungsteil
und einem Gegenkupplungsteil sowie eine Verwendung einer solchen Kupplungsanordnung.
[0002] Elektrisch geschirmte Kupplungsanordnungen sind beispielsweise von Kabeleinführungen,
elektrischen und/oder steckbaren Verbindungen bekannt. Bei diesen wird ein Kupplungsteil
mit einem Kabel verbunden. Anschließend kann das Kupplungsteil mit einem Gegenkupplungsteil
zum Anschluss des Kabels z.B. an einen Kontaktstecker verbunden werden. Es ist bekannt,
derartige Kupplungsanordnungen z.B. durch Crimpen zu sichern.
[0003] Insbesondere dann, wenn die Kupplungsanordnungen zur Verbindung von Kabeln, die mit
dynamisch bewegten Abnehmern verbunden sind, eingesetzt werden, besteht das Problem,
dass sich die hergestellten Verbindungen lockern können. Dies kann dazu führen, dass
die elektrische Schirmung der Kupplungsanordnung beeinträchtigt wird, so dass elektrische
Störfelder in das Innere der Kupplungsanordnung eindringen können.
[0004] Zur Verbindung von Ansteuerungskabeln für Elektromotoren oder andere Geräte, die
empfindlich für hochfrequente Störfelder sind, ist eine verlässliche Abschirmung der
Anschlussstellen, an denen derartige Kupplungsanordungen eingesetzt werden, besonders
wichtig. Durch Schwingungen, Bewegungen und/oder Vibrationen können Spalte oder Öffnungen
zwischen den Kupplungsteilen der bisher bekannten Kupplungsanordnungen entstehen,
die die effektive Abschirmung beeinträchtigen können. Eine Abschirmung gegen hochfrequente
Störfelder kann bereits durch kleinste Spalte oder Öffnungen stark beeinträchtigt
werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine elektrisch geschirmte Kupplungsanordnung
bereitzustellen, die sich in besonderem Maße zur Abschirmung auch gegen hochfrequente
Störfelder eignet.
[0006] Zur Lösung der Aufgabe wird zunächst eine elektrisch geschirmte Kupplungsanordnung
mit den Mitteln und Merkmalen des unabhängigen, auf eine derartige Kupplungsanordnung
gerichteten Anspruchs vorgeschlagen. Insbesondere wird zur Lösung der Aufgabe somit
eine elektrisch geschirmte Kupplungsanordnung vorgeschlagen, die ein Kupplungsteil
und ein Gegenkupplungsteil umfasst. Das Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil sind
bei geschlossener Kupplungsanordnung durch eine Rastverbindung miteinander verbunden.
Bei eingerasteter Rastverbindung sind das Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil
unter Pressung miteinander verbunden, so dass sie sich in einem geschlossen um eine
Längsachse der Kupplungsanordnung umlaufenden Kontaktbereich unter Vorspannung kontaktieren.
Dadurch dass sich das Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil in dem geschlossen
umlaufenden Kontaktbereich unter Vorspannung kontaktieren, wenn die Rastverbindung
eingerastet ist, kann der Eintritt von elektromagnetischen Störfeldern in das Innere
der Kupplungsanordnung effektiv verhindert werden. Aufgrund der Vorspannung kann die
zwischen dem Kupplungsteil und dem Gegenkupplungsteil bei geschlossener Kupplungsanordnung
vorhandene Verbindung, die letztendlich die zuverlässige Abschirmung bewirkt, besonders
dicht auch gegen hochfrequente Störfelder sein. Durch die Rastverbindung ist die Kupplungsanordnung
gegen ein ungewolltes Lösen gesichert. So kann die elektromagnetische Abschirmung
auch dann aufrechterhalten werden, wenn die Kupplungsanordnung dynamischen Bewegungen
ausgesetzt ist.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Kupplungsanordnung ist der geschlossen
umlaufende Kontaktbereich bei eingerasteter Rastverbindung innerhalb der Rastverbindung
ausgebildet. Auf diese Weise übernimmt die Rastverbindung eine Doppelfunktion: Einerseits
sorgt sie dafür, dass sich die Kupplungsanordnung nicht ungewollt löst, andererseits
bewirkt sie eine besonders dichte Abschirmung gegen Störfelder.
[0008] Bei einer Ausführungsform der Kupplungsanordnung sind ein Rastbereich der Rastverbindung
an dem Kupplungsteil und ein Gegenrastbereich der Rastverbindung an dem Gegenkupplungsteil
der Kupplungsanordnung ausgebildet. Bei dieser Ausführungsform kontaktieren sich das
Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil über ihren Rastbereich und Gegenrastbereich
in dem geschlossen um die Längsachse der Kupplungsanordnung umlaufenden Kontaktbereich
unter Vorspannung, wenn die Rastverbindung hergestellt und die Kupplungsanordnung
geschlossen ist. Somit ist der geschlossen umlaufende Kontaktbereich bei dieser Ausführungsform
der Kupplungsanordnung zwischen dem Rastbereich des Kupplungsteils und dem Gegenrastbereich
des Gegenkupplungsteils und damit innerhalb der Rastverbindung und/oder innerhalb
eines von dem Rastbereich des Kupplungsteils und dem Gegenrastbereich des Gegenkupplungsteils
definierten Abschnitts der Kupplungsanordnung ausgebildet oder angeordnet.
[0009] So kann die Kupplungsanordnung durch ihren Rastbereich und Gegenrastbereich, die
sich bei eingerasteter Rastverbindung und geschlossener Kupplungsanordnung unter Vorspannung
kontaktieren, sicherstellen, dass der abschirmende Kontakt zwischen dem Kupplungsteil
und dem Gegenkupplungsteil ohne Unterbrechung aufrechterhalten bleibt, selbst wenn
die Kupplungsanordnung dynamisch belastet wird.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Kupplungsanordnung kann der Rastbereich
zumindest einen geschlossen umlaufenden Rastvorsprung und der Gegenrastbereich zumindest
eine dazu passende, geschlossen umlaufende Rasthinterschneidung aufweisen. Bei einer
anderen Ausführungsform der Kupplungsanordnung kann der Rastbereich eine geschlossen
umlaufende Rasthinterschneidung und der Gegenrastbereich einen geschlossen umlaufenden
Rastvorsprung aufweisen.
[0011] Bei beiden zuvor beschriebenen Ausführungsformen sind sowohl der Rastvorsprung als
auch die Rasthinterschneidung vorzugsweise unterbrechungsfrei, um einen Durchtritt
von elektromagnetischen Störfeldern effektiv zu verhindern. Dies gilt insbesondere
bei den Ausführungsformen der Kupplungsanordnung, bei denen der geschlossen um die
Längsachse der Kupplungsanordnung umlaufende Kontaktbereich bei eingerasteter Rastverbindung
zwischen dem Rastvorsprung und der Rasthinterschneidung angeordnet ist.
[0012] Bei einer Ausführungsform der Kupplungsanordnung ist zur Erzeugung der Pressung ein
Durchmesser des Rastbereichs kleiner als ein Durchmesser des Gegenrastbereichs an
dem Gegenkupplungsteil. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Rastbereich
und der Gegenrastbereich entlang des geschlossen um die Längsachse der Kupplungsanordnung
umlaufenden Kontaktbereichs unter Vorspannung aneinander liegen. Wenn das Kupplungsteil
das Gegenkupplungsteil bei geschlossener Kupplungsanordnung zumindest teilweise in
sich aufnimmt, kann der zuvor erwähnte Durchmesser des Rastbereichs ein Innendurchmesser
des Rastbereichs sein, während der zuvor erwähnte Durchmesser des Gegenrastbereichs
ein Außendurchmesser des Gegenrastbereichs ist.
[0013] Bei der Ausführungsform der Kupplungsanordnung, bei der der Rastbereich einen Rastvorsprung
und der Gegenrastbereich eine Rasthinterschneidung aufweisen und das Kupplungsteil
das Gegenkupplungsteil zumindest teilweise in sich aufnimmt, wenn die Kupplungsanordnung
geschlossen ist, kann es zur Erzeugung der Pressung und der in Kupplungsstellung des
Kupplungsteils an dem Gegenkupplungsteil wirkenden Vorspannung zweckmäßig sein, wenn
ein Innendurchmesser des Rastvorsprungs kleiner als ein Außendurchmesser der Rasthinterschneidung
ist.
[0014] Zur Erzeugung der Pressung können Durchmesser des Rastbereichs und der Durchmesser
des Gegenrastbereichs eine Differenz zueinander aufweisen.
[0015] Bei einer anderen Ausführungsform der Kupplungsanordnung kann das Kupplungsteil einen
Buchsenabschnitt und das Gegenkupplungsteil einen unter Pressung in den Buchsenabschnitt
passenden Steckabschnitt aufweisen. Ein Durchmesser, insbesondere ein Innendurchmesser,
des Buchsenabschnitts kann kleiner als Durchmesser, insbesondere ein Außendurchmesser,
des Steckabschnitts sein. Bei geschlossener Kupplungsanordnung und eingerasteter Rastverbindung
können sich das Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil über den Buchsenabschnitt
und den Steckabschnitt dann aufgrund der Pressung unter Vorspannung berühren, so dass
ein, beispielsweise der bereits zuvor erwähnte, geschlossen um die Längsachse der
Kupplungsanordnung umlaufende Kontaktbereich zwischen dem Steckabschnitt und dem Buchsenabschnitt
angeordnet ist.
[0016] Bei geschlossener Kupplungsanordnung kann das Kupplungsteil mit seinem Buchsenabschnitt
somit über den Steckabschnitt des Gegenkupplungsteils geschoben bzw. das Gegenkupplungsteil
mit seinem Steckabschnitt in den Buchsenabschnitt gesteckt und aufgrund des Durchmesserunterschieds
unter Vorspannung mit dem Gegenkupplungsteil verbunden sein. Die Durchmesser können
eine Differenz zueinander aufweisen.
[0017] Es ist auch möglich, dass das Gegenkupplungsteil einen umlaufenden Vorsprung aufweist,
mit dem es bei eingerasteter Rastverbindung unter Pressung an dem Kupplungsteil, insbesondere
an einer Innenseite des Kupplungsteils, anliegt, so dass der geschlossen um die Längsachse
der Kupplungsanordnung umlaufende Kontaktbereich zwischen dem Kupplungsteil und dem
umlaufenden Vorsprung des Gegenkupplungsteils ausgebildet ist. Auch hier kann ein
Durchmesser des umlaufenden Vorsprungs eine Differenz zu einem Durchmesser, insbesondere
Innendurchmesser, des Kupplungsteils aufweisen.
[0018] An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Rastverbindung derart ausgestaltet sein kann,
dass sie axial wirkt. Ferner kann die Kupplungsanordnung eine Schraubverbindung umfassen.
Diese Schraubverbindung kann ein an dem Kupplungsteil ausgebildetes Gewinde und ein
an dem Gegenkupplungsteil ausgebildetes Gegengewinde umfassen. Auf diese Weise ist
es möglich, die Kupplungsanordnung zusätzlich zu der Rastverbindung durch eine Schraubverbindung
zu sichern.
[0019] Dabei kann der zuvor erwähnte Rastbereich des Kupplungsteils in Bezug auf eine Längsachse
des Kupplungsteils axial benachbart zu dem Gewinde angeordnet oder ausgebildet sein.
Der zuvor erwähnte Gegenrastbereich des Gegenkupplungsteils kann in Bezug auf eine
Längsachse des Gegenkupplungsteils axial benachbart zu dem Gegengewinde angeordnet
oder ausgebildet sein
[0020] Wie zuvor bereits angedeutet, kann der Rastbereich den Gegenrastbereich außenseitig
umgeben. Bei einer Kupplungsanordnung, die zudem eine Schraubverbindung ermöglicht,
durch die das Kupplungsteil mit dem Gegenkupplungsteil bei geschlossener Kupplungsanordnung
miteinander verbunden ist, kann das Gewinde an dem Kupplungsteil das Gegengewinde
an dem Gegenkupplungsteil zumindest teilweise außenseitig umgeben, wenn die Kupplungsanordnung
geschlossen ist.
[0021] Bei einer Ausführungsform der Kupplungsanordnung weist der Rastbereich eine abgeflachte,
spitze und/oder scharfkantige oder mit einem Radius versehene und/oder abgerundete
Kontaktkontur auf. Bei einer Ausführungsform der Kupplungsanordnung weist der Gegenrastbereich
eine abgeflachte, spitze und/oder scharfkantige oder mit einem Radius versehene und/oder
abgerundete Kontaktkontur auf.
[0022] Um ein Einrasten der Rastverbindung beim Verbinden des Kupplungsteils mit dem Gegenkupplungsteil
zu erleichtern, können der Rastbereich und/oder der Gegenrastbereich eine Anlaufschräge
aufweisen. Vorteilhaft ist es, wenn sowohl der Rastbereich als auch der Gegenrastbereich
jeweils eine derartige, passend zueinander ausgebildete Anlaufschrägen aufweisen.
Die Anlaufschräge/die Anlaufschrägen kann/können im Querschnitt beispielsweise sinusförmig
sein und/oder einen Radius aufweisen.
[0023] Die Anlaufschrägen können an dem bereits zuvor erwähnten zumindest einen Rastvorsprung
und/oder an der zuvor erwähnten zumindest einen Rasthinterschneidung ausgebildet sein.
[0024] Vorteilhaft ist es, wenn das Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil der Kupplungsanordnung
jeweils zumindest teilweise aus einem elektrisch abschirmenden, insbesondere metallischen,
Material bestehen. Es ist auch möglich, dass das Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil
eine abschirmende und/oder elektrisch leitfähige Beschichtung aufweisen.
[0025] Zwar ist es möglich, dass das Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil aus demselben
Material gefertigt sind. Es hat sich jedoch als günstig erwiesen, wenn das Kupplungsteil
oder Gegenkupplungsteil, an dem der zumindest eine Rastvorsprung ausgebildet ist,
aus einem etwas weicheren Material besteht als das Kupplungsteil oder Gegenkupplungsteil
der Kupplungsanordnung, an dem die zumindest eine Rasthinterschneidung vorgesehen
ist, in die der Rastvorsprung bei eingerasteter Rastverbindung eingreift. Dies erleichtert
das Einrasten der Rastverbindung.
[0026] Bei einer Ausführungsform der Kupplungsanordnung ist vorgesehen, dass das Kupplungsteil
aus einer crimpfähigen Metalllegierung gefertigt ist, während das Gegenkupplungsteil
aus anderem Metall bestehen kann. Diese Materialpaarung ist vorteilhaft, da die Temperaturkoeffizienten
der verwendeten Materialien ausreichend übereinstimmen. So sind auch bei Temperaturschwankungen,
denen die Kupplungsanordnung ausgesetzt sein kann, keine Unterbrechungen des bei eingerasteter
Rastverbindung geschlossen um die Längsachse der Kupplungsanordnung umlaufenden Kontaktbereichs
zu befürchten, durch die Störfelder in das Innere der Kupplungsanordnung eintreten
könnten.
[0027] Natürlich ist es auch möglich, dass das Gegenkupplungsteil aus einer crimpfähigen
Metalllegierung gefertigt ist, während das Kupplungsteil aus anderem Metall besteht.
Denkbar ist es auch, dass sowohl das Kupplungsteil als auch das Gegenkupplungsteil
aus einer crimpfähigen Metalllegierung bestehen oder beide aus anderem Metall gefertigt
sind.
[0028] Das Eindringen von gegebenenfalls auch hochfrequenten Störfeldern in das Innere der
geschlossenen Kupplungsanordnung kann besonders zuverlässig verhindert werden, wenn
das Gewinde und der Rastbereich des Kupplungsteils eine, insbesondere stofflich homogene,
monolithische Einheit bilden. Ferner kann es günstig sein, wenn das Gegengewinde und
der Gegenrastbereich des Gegenkupplungsteils eine, insbesondere stofflich homogene,
monolithische Einheit bilden. So können Spalte, Öffnungen oder dergleichen Durchtrittsstellen
für Störfelder zwischen dem Gewinde und dem Rastbereich bzw. zwischen dem Gegengewinde
und dem Gegenrastbereich vermieden werden.
[0029] Bei einer Ausführungsform der Kupplungsanordnung kann zumindest das Kupplungsteil
zumindest außenseitig, insbesondere mit einem Kunststoff oder Kunstharz, umspritzt
sein. So lässt sich der Widerstand des Kupplungsteils z.B. gegen Korrosion erhöhen.
[0030] Bei einer Ausführungsform der zuvor ausführlich beschriebenen Kupplungsanordnung
können das Kupplungsteil und/oder das Gegenkupplungsteil Teil eines Gehäuses sein
und/oder als Gehäusestutzen ausgebildet sein. Es ist auch möglich, dass die Kupplungsanordnung
als elektrischer Steckverbinder ausgebildet ist.
[0031] Schließlich wird die zuvor genannte Aufgabe auch durch die Verwendung einer Kupplungsanordnung
nach einem der auf eine solche Kupplungsanordnung gerichteten Schutzansprüche zur
Signalanbindung von Antrieben, insbesondere zur Signalanbindung von Antrieben in dynamisch
bewegten Achsen, gelöst. Bei den zuvor genannten Antrieben kann es sich um Servoantriebe
handeln.
[0032] Anhand der nachfolgenden Zeichnung werden unterschiedliche Ausführungsformen der
Erfindung näher erläutert. Es sei ausdrücklich erwähnt, dass sich die Erfindung nicht
auf die in der Zeichnung gezeigten Ausführungsformen beschränkt. Weitere Ausführungsformen
der Erfindung ergeben sich aus einer Kombination von Merkmalen der Erfindung, die
den Schutzansprüchen, dem allgemeinen Beschreibungsteil und der nachfolgenden Figurenbeschreibung
entnommen werden können. Es zeigen in zum Teil stark schematisierter Darstellung:
Figur 1: Eine teilgeschnittene Halbansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, bei der ein Kupplungsteil und ein Gegenkupplungsteil
der Kupplungsanordnung durch eine Rastverbindung und eine Schraubverbindung miteinander
verbunden sind, wobei das Kupplungsteil einen geschlossen umlaufenden Rastvorsprung
mit einer abgeflachten Kontaktkontur aufweist, mit der er eine Rasthinterschneidung,
die an dem Gegenkupplungsteil ausgebildet ist, in ihrem Nutgrund kontaktiert;
Figur 2: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, bei der nur eine Rastverbindung vorgesehen
ist, durch die das Kupplungsteil und das Gegenkupplungsteil miteinander verbunden
sind;
Figur 3: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, wobei hier der geschlossen umlaufende Kontaktbereich
zwischen dem Kupplungsteil und dem Gegenkupplungsteil an einem umlaufenden Vorsprung
ausgebildet ist, der die Rasthinterschneidung des Gegenkupplungsteils seitlich begrenzt;
Figur 4: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, deren Gegenkupplungsteil eine in ihrem Nutgrund
geschlitzte Rasthinterschneidung aufweist;
Figur 5: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, wobei das Kupplungsteil dieser Kupplungsanordnung
einen Verschlussbügel aufweist, der bei geschlossener Kupplungsanordnung mit einem
Gegenbefestigungsmittel verbunden ist;
Figur 6: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, wobei die Kupplungsanordnung hier als gepresste
Rohrverbindung ausgebildet ist;
Figur 7: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, wobei hier das Kupplungsteil der Kupplungsanordnung
einen umlaufenden Rastvorsprung aufweist, der eine spitze oder scharfkantige Kontaktkontur
aufweist;
Figur 8: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, die einen Rastvorsprung am Kupplungsteil der
Kupplungsanordnung aufweist, welcher eine mit einem Radius versehene Kontaktkontur
hat;
Figur 9: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, wobei hier das Kupplungsteil der Kupplungsanordnung
zwei axial voneinander beanstandete, umlaufende Rastvorsprünge und das Gegenkupplungsteil
korrespondierend dazu zwei axial voneinander beanstandete, umlaufende Rasthinterschneidungen,
die auch als Rastnuten bezeichnet werden können, aufweisen;
Figur 10: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, wobei hier das Gegenkupplungsteil axial benachbart
zu seiner Rasthinterschneidung eine Anlaufschräge oder Rampe aufweist, die im Querschnitt
eine sinusförmige Kontur zeigt;
Figur 11: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, wobei das Gegenkupplungsteil der Kupplungsanordnung
ein Anschlussstutzen eines Gehäuseteils ist, sowie
Figur 12: eine teilgeschnittene Halbansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kupplungsanordnung in Schließstellung, wobei hier das Kupplungsteil als eine außenseitig
umspritzte Hülse ausgebildet ist, die auf ein Kabel gecrimpt wurde.
[0033] Bei der nachfolgenden Figurenbeschreibung erhalten in ihrer Funktion übereinstimmende
Elemente auch bei abweichender Gestaltung übereinstimmende Bezugszeichen.
[0034] Sämtliche Figuren zeigen eine im Ganzen mit 1 bezeichnete Kupplungsanordnung. Die
Kupplungsanordnungen 1 sind jeweils elektrisch geschirmt und weisen jeweils ein Kupplungsteil
2 und ein passend dazu gestaltetes Gegenkupplungsteil 3 auf.
[0035] Bei geschlossener Kupplungsanordnung 1 sind das Kupplungsteil 2 und das Gegenkupplungsteil
3 durch eine Rastverbindung 4 miteinander verbunden, wodurch die Kupplungsanordnung
1 gegen ungewolltes Lösen gesichert ist. Allen gezeigten Kupplungsanordnungen 1 ist
gemein, dass das Kupplungsteil 2 und das Gegenkupplungsteil 3 derart unter Pressung
miteinander verbunden sind, dass sich das Kupplungsteil 2 und das Gegenkupplungsteil
3 in einem geschlossen um eine Längsachse 5 der Kupplungsanordnung 1 umlaufenden Kontaktbereich
6 unter Vorspannung kontaktieren, wenn die Rastverbindung 4 eingerastet ist. Dies
bewirkt, dass die Kupplungsanordnung 1 und ihre elektrische Schirmung den ungewünschten
Eintritt von elektromagnetischen Störfeldern in das Innere der Kupplungsanordnung
1 besonders effektiv verhindern.
[0036] Bei allen gezeigten Ausführungsformen ist an dem jeweiligen Kupplungsteil 2 ein Rastbereich
7 und an dem jeweiligen Gegenkupplungsteil 3 ein Gegenrastbereich 8 der Rastverbindung
4 ausgebildet. Bei einigen gezeigten Ausführungsbeispielen einer Kupplungsanordnung
1, insbesondere bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1, 2, 4, 5, 6, 10,
11 und 12, ist der geschlossen umlaufende Kontaktbereich 6 bei eingerasteter Rastverbindung
4 innerhalb der Rastverbindung 4 zwischen dem Rastbereich 7 und dem Gegenrastbereich
8 und damit innerhalb eines Abschnitts 9 angeordnet, der von dem Rastbereich 7 des
Kupplungsteils 2 und von dem Gegenrastbereich 8 des Gegenkupplungsteils 3 definiert
wird. Die Pressung zwischen dem Kupplungsteil 2 und dem Gegenkupplungsteil 3 wird
hier aufgrund entsprechender Maße des Rastbereich 7 einerseits und des Gegenrastbereich
8 andererseits erzielt.
[0037] Der Rastbereich 8 weist bei sämtlichen Ausführungsbeispielen der Kupplungsanordnung
1 jeweils zumindest einen geschlossen umlaufenden, unterbrechungsfreien Rastvorsprung
10 auf. Passend dazu ist der Gegenrastbereich 8 bei fast allen Ausführungsbeispielen
der Kupplungsanordnung 1 mit jeweils zumindest einer geschlossen umlaufenden, unterbrechungsfreien
Rasthinterschneidung 11 versehen. Lediglich die in Figur 4 dargestellte Kupplungsanordnung
1 weist eine Rasthinterschneidung 11 auf, deren Nutgrund geschlitzt ist.
[0038] Bei dem Ausführungsbeispiel der Kupplungsanordnung 1 gemäß Figur 9 weist das Kupplungsteil
2 insgesamt zwei Rastvorsprünge 10 auf, während das Gegenkupplungsteil 3 passend dazu
mit insgesamt zwei Rasthinterschneidungen 11 ausgestattet ist.
[0039] Zur Erzeugung der Pressung ist ein von den Rastvorsprüngen 10 vorgegebener Innendurchmesser
der Rastbereiche 7 bei den in den Figuren 1, 2, 4, 5, 6, 10, 11 und 12 kleiner als
ein Außendurchmesser, der von den Rasthinterschneidungen 11 im Gegenrastbereich 8
der Gegenkupplungsteil 3 vorgegeben wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass
sich die Kupplungsteile 2 und die Gegenkupplungsteil 3 bei eingerasteter Rastverbindung
4 unter Vorspannung kontaktieren.
[0040] Sämtliche Figuren zeigen, dass die dargestellten Rastverbindung in 4 axial wirken.
Die in den Figuren 1, 3, 4, 7, 8 und 10 dargestellten Kupplungsanordnungen weisen
neben ihrer Rastverbindung 4 jeweils auch eine Schraubverbindung 12 auf. Jede Schraubverbindung
12 umfasst ein Gewinde 13 am Kupplungsteil 2 und ein dazu passendes Gegengewinde 14
am Gegenkupplungsteil 3 der Kupplungsanordnung 1.
[0041] Bei sämtlichen Ausführungsformen der Kupplungsanordnung 1, die eine Schraubverbindung
12 aufweisen, ist der Rastbereich 7 axial benachbart zu dem Gewinde 13 am Kupplungsteil
2 ausgebildet, während der Gegenrastbereich 8 axial benachbart zu dem Gegengewinde
13 am Gegenkupplungsteil 3 angeordnet ist. Bei sämtlichen gezeigten Ausführungsbeispielen
der Kupplungsanordnung 1, die eine Schraubverbindung 12 aufweisen, sind der Rastbereich
7 und das Gewinde 13 am Kupplungsteil 2 wie auch das Gegengewinde 14 und der jeweilige
Gegenrastbereich 8 drehfest miteinander verbunden.
[0042] Sämtliche Figuren verdeutlichen, dass der Rastbereich 7 am Kupplungsteil 2 bei geschlossener
Kupplungsanordnung 1 den Gegenrastbereich 8 am Gegenkupplungsteil 3 zumindest teilweise
außenseitig umgibt. Dies gilt auch für das Gewinde 13, das das Gegengewinde 14 bei
geschlossener Kupplungsanordnung 1 zumindest abschnittsweise außenseitig umgibt. So
ist das Gegenkupplungsteil 3 bei geschlossener Kupplungsanordnung 1 zumindest abschnittsweise
innerhalb des Kupplungsteils 2 angeordnet.
[0043] Bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung 1 weist
der Rastvorsprung 10 des Rastbereichs 7 eine abgeflachte Kontaktkontur auf, mit der
er im Nutgrund der nutförmigen Rasthinterschneidung 11 an dem Gegenkupplungsteil 3
anliegt.
[0044] Bei dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung 1 ist die
Kupplungsanordnung 1 außer durch die Rastverbindung 4 auch noch durch einen Verschluss
17 gesichert. Dieser Verschluss 17 weist einen Sicherungsbügel 18 auf. Der Sicherungsbügel
18 ist mit dem Kupplungsteil 2 verbunden und greift in Schließstellung in eine an
dem Gegenkupplungsteil 3 ausgebildete Hinterschneidung 19 ein.
[0045] Die Figuren 2, 5, 6, 11 und 12 zeigen ferner, dass der geschlossen um die Längsachse
5 der Kupplungsanordnung 1 umlaufende Kontaktbereich 6, an dem sich das Kupplungsteil
2 und das Gegenkupplungsteil 3 unter Vorspannung gegenseitig berühren, bei diesen
Kupplungsanordnungen 1 in einem der Rastverbindung 4 axial benachbarten Bereich ausgebildet
ist. Dies liegt daran, dass das Kupplungsteil 2 bei den in diesen Figuren gezeigten
Ausführungsbeispielen einer Kupplungsanordnung 1 auf einen Steckabschnitt 20 des Gegenkupplungsteils
3, der axial benachbart zu dem Gegenrastbereich 8 Gegenkupplungsteils 3 angeordnet
ist, aufgepresst ist. Zur Erzeugung der Pressung zwischen dem Kupplungsteil 2 und
dem Gegenkupplungsteil 3 ist dabei ein Außendurchmesser des Steckabschnitts 20 etwas
größer als ein Innendurchmesser des Kupplungsteils 2 in einem Buchsenabschnitt 21,
mit dem das Kupplungsteil 2 den Steckabschnitt 20 des Gegenkupplungsteils 3 unter
Vorspannung klemmend kontaktiert.
[0046] Bei den in den Figuren 3, 7, 8 und 9 gezeigten Kupplungsanordnungen 1 ist der geschlossen
umlaufende Kontaktbereich 6 zwischen einer Innenseite des Kupplungsteils 2 und einer
Außenseite eines umlaufenden Vorsprungs 22 angeordnet, der an dem Gegenkupplungsteil
3 ausgebildet ist. Der umlaufende Vorsprung 22 des Gegenkupplungsteils 3 kann auch
als Schulter bezeichnet werden und ist unterbrechungsfrei, so dass er keine Durchtritte
für elektromagnetische Störfelder aufweist.
[0047] Bei dem in Figur 7 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung 1 ist der
Rastvorsprung 10 des Rastbereichs 7 mit einer scharfkantigen oder spitzen Kontur versehen.
[0048] Bei dem in Figur 8 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung 1 weist
der Rastvorsprung 10 des Rastbereichs 7 eine mit einem Radius versehene und dadurch
abgerundete Kontur auf.
[0049] Sämtliche Ausführungsbeispiele einer Kupplungsanordnung 1, die in den Figuren abgebildet
sind, zeigen Anlaufschrägen 15 an den Rastvorsprüngen 10 und an den Rasthinterschneidungen
11, die das Einrasten der Rastverbindung 4 erleichtern.
[0050] Bei dem in Figur 10 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung 1 weist
das Gegenkupplungsteil 3 eine Anlaufschräge 15 benachbart zu seiner Rasthinterschneidung
11 auf, die im Querschnitt sinusförmig ist.
[0051] Bei sämtlichen Kupplungsanordnungen 1 weisen das Kupplungsteil 2 und das Gegenkupplungsteil
3 eine abschirmende und damit elektrisch leitfähige Beschichtung auf oder bestehen
zumindest teilweise aus einem elektrisch abschirmenden und/oder elektrisch leitfähigen
Material.
[0052] Die in den Figuren gezeigten Kupplungsteile 2, an denen die Rastvorsprünge 10 ausgebildet
sind, kann aus einem weicheren Material als die Gegenkupplungsteile 3 bestehen.
[0053] Bei dem in Figur 12 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung 1 besteht
das Kupplungsteil 2 aus einer crimpfähigen Metalllegierung, während das Gegenkupplungsteil
3 aus anderem Metall hergestellt sein kann. Figur 12 verdeutlicht auch, dass das Kupplungsteil
2 gecrimpt und dadurch mit einem Kabel 16 verbunden ist. Das Kupplungsteil 2 der in
Figur 12 gezeigten Kupplungsanordnung 1 kann daher auch als Crimphülse bezeichnet
werden. Ferner ist das Kupplungsteil 2 bei diesem Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung
1 außenseitig mit einem Kunststoff umspritzt.
[0054] Das Gewinde 13 und der Rastbereich 7 des Kupplungsteils 2 bilden bei sämtlichen gezeigten
Kupplungsanordnungen 1 mit Schraubverbindung 12 eine stofflich homogene, monolithische
Einheit, sind also einstückig miteinander verbunden.
[0055] Ebenso bilden auch das Gegengewinde 14 und der Gegenrastbereich 8 bei sämtlichen
Kupplungsanordnungen 1, die eine Schraubverbindung 12 aufweisen, eine stofflich homogene,
monolithische Einheit, sind also einstückig miteinander verbunden.
[0056] Bei dem in Figur 11 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung 1 ist
das Gegenkupplungsteil 3 der Kupplungsanordnung 1 als Gehäusestutzen ausgebildet und
damit Teil eines Gehäuses.
[0057] Die in den Figuren gezeigten Kupplungsanordnungen 1 eigenen sich in besonderem Maße
zur Signalanbindung von Antrieben, insbesondere von Servoantrieben, in oder an dynamisch
bewegten Achsen, oder in jeglicher Art störungsempfindlicher Anwendung.
[0058] Die Erfindung befasst sich mit Verbesserungen auf dem technischen Gebiet der elektrisch
geschirmten Kupplungsanordnungen. Als Verbesserung wird insbesondere eine elektrisch
geschirmte Kupplungsanordnung 1 vorgeschlagen, deren Kupplungsteil 2 und Gegenkupplungsteil
3 bei geschlossener Kupplungsanordnung 1 durch die Rastverbindung 4 gesichert sind,
wobei sich das Kupplungsteil 2 und das Gegenkupplungsteil 3 bei eingerasteter Rastverbindung
4 unter Pressung miteinander verbunden sind, so dass sie sich in einem geschlossen
um eine Längsachse 5 der Kupplungsanordnung 1 umlaufenden Kontaktbereich 6 unter Vorspannung
kontaktieren.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 1
- Kupplungsanordnung
- 2
- Kupplungsteil
- 3
- Gegenkupplungsteil
- 4
- Rastverbindung
- 5
- Längsachse
- 6
- Kontaktbereich
- 7
- Rastbereich
- 8
- Gegenrastbereich
- 9
- Abschnitt von 2
- 10
- Rastvorsprung
- 11
- Rasthinterschneidung
- 12
- Schraubverbindung
- 13
- Gewinde
- 14
- Gegengewinde
- 15
- Anlaufschräge
- 16
- Kabel
- 17
- Verschluss
- 18
- Sicherungsbügel
- 19
- Hinterschneidung
- 20
- Steckabschnitt an 3
- 21
- Buchsenabschnitt an 2
- 22
- umlaufender Vorsprung an 3
1. Elektrisch geschirmte Kupplungsanordnung (1), wobei die Kupplungsanordnung (1) ein
Kupplungsteil (2) und ein Gegenkupplungsteil (3) umfasst, die bei geschlossener Kupplungsanordnung
(1) durch eine Rastverbindung (4) miteinander verbunden sind, wobei das Kupplungsteil
(2) und das Gegenkupplungsteil (3) bei eingerasteter Rastverbindung (4) unter Pressung
miteinander verbunden sind, sodass sie sich in einem geschlossen um eine Längsachse
(5) der Kupplungsanordnung (1) umlaufenden Kontaktbereich (6) unter Vorspannung kontaktieren.
2. Kupplungsanordnung (1) nach Anspruch 1, wobei der geschlossen umlaufende Kontaktbereich
(6) bei eingerasteter Rastverbindung (4) innerhalb der Rastverbindung (4) ausgebildet
ist und/oder wobei das Kupplungsteil (2) einen Rastbereich (7) und das Gegenkupplungsteil
(3) einen Gegenrastbereich (8) aufweist, insbesondere wobei der geschlossen umlaufende
Kontaktbereich (6) bei eingerasteter Rastverbindung (4) zwischen dem Rastbereich (7)
und dem Gegenrastbereich (8) der Kupplungsanordnung (1) angeordnet ist.
3. Kupplungsanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Kupplungsteil (2) zumindest
einen geschlossen umlaufenden, vorzugsweise unterbrechungsfreien, Rastvorsprung (10)
und/oder das Gegenkupplungsteil (3) zumindest eine zu dem zumindest einen Rastvorsprung
(10) passende, geschlossen umlaufende, vorzugsweise unterbrechungsfreie, Rasthinterschneidung
(11) aufweist.
4. Kupplungsanordnung (1) nach Anspruch 2 oder 3, wobei ein Durchmesser, insbesondere
ein Innendurchmesser, des Rastbereichs (7), insbesondere des Rastvorsprungs (10),
kleiner als ein Durchmesser, insbesondere ein Außendurchmesser, des Gegenrastbereichs
(8), insbesondere der Rasthinterschneidung (11), ist.
5. Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Kupplungsteil
(2) einen Buchsenabschnitt (21) und das Gegenkupplungsteil (3) einen unter Pressung
in den Buchsenabschnitt (21) passenden Steckabschnitt (20) aufweisen, und/oder dass
das Gegenkupplungsteil (3) einen umlaufenden Vorsprung (22) aufweist, mit dem das
Gegenkupplungsteil (3) bei eingerasteter Rastverbindung (4) unter Pressung an dem
Kupplungsteil (2) anliegt, so dass der Kontaktbereich (6) zwischen dem Kupplungsteil
(2) und dem umlaufenden Vorsprung (22) ausgebildet ist.
6. Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Rastverbindung
(4) axial wirkt und/oder wobei die Kupplungsanordnung (1) eine Schraubverbindung (12)
umfasst, durch die das Kupplungsteil (2) und das Gegenkupplungsteil (3) bei geschlossener
Kupplungsanordnung (1) miteinander verbunden sind, wobei die Schraubverbindung (12)
ein Gewinde (13) am Kupplungsteil (2) und ein dazu passendes Gegengewinde (14) am
Gegenkupplungsteil (3) umfasst.
7. Kupplungsanordnung (1) nach einem Ansprüche 2 bis 6, wobei der Rastbereich (7), insbesondere
der zumindest eine Rastvorsprung (10), axial benachbart zu dem Gewinde (13) am Kupplungsteil
(2) ausgebildet ist, und/oder wobei der Gegenrastbereich (8), insbesondere die zumindest
eine Rasthinterschneidung (11), axial benachbart zu dem Gegengewinde (14) ausgebildet
ist.
8. Kupplungsanordnung (1) nach Anspruch 7, wobei das Gewinde (13) und der Rastbereich
(7) des Kupplungsteils (2) drehfest miteinander verbunden sind und/oder bei das Gegengewinde
(14) und der Gegenrastbereich (8) des Gegenkupplungsteils (3) drehfest miteinander
verbunden sind.
9. Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Rastbereich
(7) den Gegenrastbereich (8) und/oder ein oder das Gewinde (13) ein oder das Gegengewinde
(14) bei geschlossener Kupplungsanordnung (1) außenseitig umgibt.
10. Kupplungsanordnung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, wobei der Rastbereich (7)
und/oder der Gegenrastbereich (8), insbesondere der zumindest eine Rastvorsprung (10)
und/oder die zumindest eine Rasthinterschneidung (11), eine abgeflachte, eine spitze
und/oder scharfkantige oder mit einem Radius versehene und/oder abgerundete Kontaktkontur
aufweist/aufweisen.
11. Kupplungsanordnung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 10, wobei der Rastbereich (7)
und/oder der Gegenrastbereich (8) eine Anlaufschräge (15) aufweist, insbesondere die
im Querschnitt sinusförmig ist und/oder einen Radius aufweist.
12. Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Kupplungsteil
(2) und/oder das Gegenkupplungsteil (3) eine abschirmende und/oder elektrisch leitfähige
Beschichtung aufweisen und/oder zumindest teilweise aus einem elektrisch abschirmenden
und/oder elektrisch leitfähigen Material bestehen.
13. Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Kupplungsteil
(2) oder Gegenkupplungsteil (3), an dem zumindest ein Rastvorsprung (10) ausgebildet
ist, aus einem weicheren Material besteht als das Gegenkupplungsteil (3) oder Kupplungsteil
(2), an dem zumindest eine Rasthinterschneidung (11) ausgebildet ist.
14. Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Kupplungsteil
(2) und/oder das Gegenkupplungsteil (3) aus einer crimpfähigen Metalllegierung gefertigt
ist und/oder wobei das Gegenkupplungsteil (3) und/oder das Kupplungsteil (2) aus anderem
Metall besteht.
15. Kupplungsanordnung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 14, wobei das Gewinde (13) und
der Rastbereich (7) des Kupplungsteils (2) eine, insbesondere stofflich homogene,
monolithische Einheit bilden, und/oder wobei das Gegengewinde (14) und der Gegenrastbereich
(8) des Gegenkupplungsteils (3) eine, insbesondere stofflich homogene, monolithische
Einheit bilden.
16. Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Kupplungsteil
zumindest außenseitig, insbesondere mit einem Kunststoff, umspritzt ist.
17. Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Kupplungsteil
(2) und/oder das Gegenkupplungsteil (3) Teil eines Gehäuses ist/sind und/oder als
Gehäusestutzen ausgebildet sind, oder dass die Kupplungsanordnung (1) als elektrischer
Steckverbinder ausgebildet ist.
18. Verwendung einer Kupplungsanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche zur Signalanbindung
von Antrieben, insbesondere zur Signalanbindung von Antrieben in oder an dynamisch
bewegten Achsen und/oder in jeglicher Art störungsempfindlicher Anwendung.