(19)
(11) EP 3 682 980 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.07.2020  Patentblatt  2020/30

(21) Anmeldenummer: 20156761.7

(22) Anmeldetag:  22.03.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B21C 51/00(2006.01)
G06K 19/06(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 22.03.2018 EP 18163493
12.02.2019 EP 19156796
27.02.2019 EP 19159835

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
19718254.6 / 3562603

(71) Anmelder: Austria Metall GmbH
5282 Braunau am Inn - Ranshofen (AT)

(72) Erfinder:
  • Aumayr, Werner
    4030 Linz (AT)

(74) Vertreter: Jell, Friedrich 
Bismarckstrasse 9
4020 Linz
4020 Linz (AT)

 
Bemerkungen:
Diese Anmeldung ist am 11.02.2020 als Teilanmeldung zu der unter INID-Code 62 erwähnten Anmeldung eingereicht worden.
 


(54) BUND AUS EINEM AUFGEWICKELTEN METALLBAND MIT EINER MARKIERUNG UND VERWENDUNG DIESER MARKIERUNG


(57) Es wird ein Bund (1) aus einem aufgewickelten Metallband (2), insbesondere Aluminiumband, mit einer Markierung (3, 103) auf einer Flachseite (2.1) des Metallbands (2) gezeigt. Unter anderem, um die von diesem Bund (1) abgetrennten Bandabschnitte (7) eindeutig identifizieren zu können, wird vorgeschlagen, dass die Markierung (3, 103) zur Zuordnung von vom Bund (1) abgetrennten Bandabschnitten (7) sowohl dem Bund (1) als auch ihrer ursprünglichen Position am Bund (1) eine über die, vorzugsweise gesamte, Bandlänge (L) des Metallbands (2) vorgesehene Informationsspur (4) mit einer de-Bruijn-Folge (5) aus nacheinander angeordneten Wörtern (5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 bzw. 5.6 bis 5.25) dieser de-Bruijn-Folge (5) oder aus einer Teilmenge der Wörter (5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 bzw. 5.6 bis 5.25) dieser de-Bruijn-Folge (5) aufweist.




Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die Erfindung betrifft einen Bund aus einem aufgewickelten Metallband, insbesondere Aluminiumband, mit einer Markierung auf einer Flachseite des Metallbands.

Stand der Technik



[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, einen Bund aus einem aufgewickelten bzw. gehaspelten Metallband endseitig zu markieren, um damit dem Bund eine eindeutige Identifikation zu geben. Nachteilig verliert sich solch eine Identifikation auf einer Flachseite des Metallbands nach einem Trennschritt des Bunds - beispielsweise bei einer endseitigen Beschneidung des Bandendes. Auch fehlt allen vom Bund abgetrennten Bandabschnitten, beispielsweise Bleche, Spaltbänder, Platinen etc., jegliche Markierung - abgesehen vom endseitigen Blechabschnitt. Somit ist eine Rückverfolgung der Bandabschnitte zumindest erschwert oder überhaupt nicht mehr möglich. Auch auf die Position des Bandabschnitts am ursprünglichen Metallband kann nicht mehr rückgeschlossen werden.

Darstellung der Erfindung



[0003] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die Markierung eines Bunds derart zu verändern, dass Bandabschnitte sowohl dem Bund, von dem sie abgetrennt wurden, als auch ihrer ursprünglichen Position an diesem Bund zugeordnet werden können. Außerdem soll die Markierung einfach visuell lesbar und verarbeitbar sein.

[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe hinsichtlich des Bunds durch die Merkmale des Anspruchs 1.

[0005] Weist die Markierung eine über die, vorzugsweise gesamte, Bandlänge des Metallbands vorgesehene Informationsspur auf, kann zunächst jedem vom Metallband abgetrennten Bandabschnitt eine Information vom Metallband mitgegeben werden, über die zumindest auf den Bund rückgeschlossen werden kann, von welchem der Bandabschnitt abgetrennt worden ist. Eine Zuordnung von vom Bund abgetrennten Bandabschnitten zum Bund wird sohin möglich.
Weist zudem diese Informationsspur eine de-Bruijn-Folge aus nacheinander angeordneten Wörtern dieser de-Bruijn-Folge auf, kann über die jeweilige Markierung auf den abgetrennten Bandabschnitten auch auf deren ursprüngliche Position im Metallband rückgeschlossen werden. Auf jedem abgetrennten Bandabschnitt befindet sich nämlich zumindest ein Wort einmal als Teilfolge der de-Bruijn-Folge, beispielsweise B(k,n) über einem, vorzugsweise alphanumerischen, Alphabet mit einer Menge von k Zeichen und einer Länge n der Wörter. Anhand eines Teils der Informationsspur am abgetrennten Bandabschnitt steht sohin eine eindeutige Information zur Position am Metallband des Bunds bzw. zum diesbezüglichen Ursprungsbund zur Verfügung. Die Zuordnung von vom Bund abgetrennten Bandabschnitten zu ihrer ursprünglichen Position am Bund wird sohin möglich.
Alternativ kann diese Informationsspur auch eine de-Bruijn-Folge aus einer Teilmenge der Wörter dieser de-Bruijn-Folge aufweisen, wodurch nicht nur die ehemalige Lage des Bandabschnitts am Band ermitteln lässt, sondern auch unterschieden werden kann, von welchem Bund der betreffende Bandabschnitt stammt. Jeder Bund weist nämlich über die Teilfolge einen eindeutigen Abschnitt der de-Bruijn-Folge auf, was es möglich macht, über den Abschnitt auch jenen Bund zu identifizieren, von dem der Bandabschnitt stammt.
Mit bekannten Daten zur Informationsspur am Band kann anhand eines Worts oder gegebenenfalls mehrerer Wörter am Bandabschnitt beispielsweise auf die Lage dieses Bandabschnitts am Band rückgeschlossen werden.

[0006] Aufgrund der Erfindung kann sohin die Rückverfolgung aller aus dem Bund abgetrennter Bandabschnitte bzw. damit auch auf die daraus hergestellten Teile, Bauteile etc. ermöglicht werden. Zudem ist die Informationsspur vergleichsweis einfach visuell lesbar und einfach, insbesondere auch maschinell, verarbeitbar.

[0007] Die Wörter der de-Bruijn-Folge können sich aus einem ein Alphabet mit voneinander unterscheidbaren Symbolen bilden. Solch ein Alphabet kann sich aus Symbolen, Farben, Zeichen, Buchstaben, Zahlen, Morsezeichen etc. oder einer Kombination daraus bilden.

[0008] Beispielsweise kann die Informationsspur eine ein- oder zweidimensionale de-Bruijn-Folge aufweisen. Anhand einer eindimensionalen de-Bruijn-Folge ist zudem die Verarbeitbarkeit - wie etwa das Auslesen und damit auch die Zurverfügungstellung von Daten - der Informationsspur zu erleichtern.

[0009] Vorzugsweise kann die de-Bruijn-Folge die Ordnung k und Wörter der Länge n aufweisen. Als besonders robust zur Markierung eines Bunds hat sich eine de-Bruijn-Folge der Ordnung 10 mit Wörtern der Länge größer gleich 6 herausgestellt.

[0010] Bilden sich die Wörter der de-Bruijn-Folge aus einem alphanumerischen oder numerischen Alphabet, kann dies die Verarbeitbarkeit - wie etwa das Auslesen und damit auch die Zurverfügungstellung von Daten - der Informationsspur weiter erleichtern.

[0011] Weist die Informationsspur vor und/oder nach jedem Wort der de-Bruijn-Folge je eine gleiche Kennzeichnung auf, kann neben einer Information über die ehemalige Position des Bandabschnitts am Band auch noch eine feste Information am Bandabschnitt zur Verfügung gestellt werden - etwa eine Information über das Band, den Produzenten, Kunden, über das Produktionsdatum etc. Für die Kennzeichnung können sich beispielsweise ein oder mehrere Zeichen des, vorzugsweise alphabetischen, Alphabets, beispielsweise lateinische Buchstaben, zur Verwendung eignen. Vorzugsweise unterscheidet sich das Alphabet der Kennzeichnung vom Alphabet der de-Bruijn-Folge, um Kennzeichnung und de-Bruijn-Folge leichter voneinander trennen zu können. Dies kann die Verarbeitbarkeit der Informationsspur weiter erleichtern.

[0012] Es ist zudem die Aufgabe der Erfindung, zu ermöglichen, dass Bandabschnitte sowohl dem Bund, von dem sie abgetrennt wurden, als auch ihrer ursprünglichen Position an diesem Bund zugeordnet werden können.

[0013] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe hinsichtlich einer Verwendung nach den Merkmalen des Anspruchs 7.

[0014] Wird eine Markierung auf einer Flachseite eines zu einem Bund aufgewickelten Metallbands verwendet, wobei die Markierung eine über die, vorzugsweise gesamte, Bandlänge des Metallbands vorgesehene Informationsspur mit einer de-Bruijn-Folge aus nacheinander angeordneten Wörtern dieser de-Bruijn-Folge oder aus einer Teilmenge der Wörter dieser de-Bruijn-Folge aufweist, kann eine Zuordnung von vom Bund abgetrennten Bandabschnitten sowohl dem Bund als auch ihrer ursprünglichen Position am Bund möglich werden.
Auf jedem abgetrennten Bandabschnitt befindet sich nämlich zumindest ein Wort einmal als Teilfolge der de-Bruijn-Folge, beispielsweise B(k,n) über einem, vorzugsweise alphanumerischen, Alphabet mit einer Menge von k Zeichen und einer Länge n der Wörter. Anhand eines Teils der Informationsspur am abgetrennten Bandabschnitt steht sohin eine eindeutige Information zur Position am Metallband des Bunds bzw. zum diesbezüglichen Ursprungsbund zur Verfügung. Die Zuordnung von vom Bund abgetrennten Bandabschnitten zu ihrer ursprünglichen Position am Bund wird sohin möglich.
Aufgrund der Erfindung kann sohin die Rückverfolgung aller aus den Bund abgetrennter Bandabschnitte bzw. damit auch der daraus hergestellten Teile, Bauteile etc. ermöglicht werden. Zudem ist die Informationsspur vergleichsweis einfach visuell lesbar und einfach, insbesondere auch maschinell, verarbeitbar.

[0015] Beispielsweise kann die Informationsspur eine ein- oder zweidimensionale de-Bruijn-Folge aufweisen. Anhand einer eindimensionalen de-Bruijn-Folge ist zudem die Verarbeitbarkeit - wie etwa das Auslesen und damit auch die Zurverfügungstellung von Daten - der Informationsspur zu erleichtern. Die Handhabung der verwendeten Informationsspur kann sohin erleichtert werden.

[0016] Vorzugsweise kann die de-Bruijn-Folge bei ihrer Verwendung die Ordnung k und Wörter der Länge n aufweisen. Als besonders robust zur Markierung eines Bunds hat sich eine de-Bruijn-Folge der Ordnung 10 mit Wörtern der Länge größer gleich 6 herausgestellt.

[0017] Für eine ausreichend lange de-Bruijn-Folge kann gesorgt werden, wenn die Wörter der de-Bruijn-Folge aus einem alphanumerischen oder numerischen Alphabet gebildet werden. Außerdem kann dies die Verwendung - wie etwa das Auslesen und damit auch die Zurverfügungstellung von Daten - der Informationsspur weiter erleichtern.

[0018] Information über das Band, den Produzenten, Kunden, über das Produktionsdatum etc. können der Markierung auf zuverlässige Weise hinzugefügt werden, wenn die Informationsspur vor und/oder nach jedem Wort der de-Bruijn-Folge je eine gleiche Kennzeichnung, beispielsweise aus einem oder mehreren Zeichen des, vorzugswiese alphabetischen, Alphabets, aufweist.

[0019] Vorzugsweise unterscheidet sich das Alphabet der Kennzeichnung vom Alphabet der de-Bruijn-Folge, um Kennzeichnung und de-Bruijn-Folge leichter voneinander unterscheiden zu können. Dies kann die Verarbeitbarkeit der Informationsspur weiter erleichtern.

[0020] Wird ein Hashwert über die Informationsspur des Bunds gebildet, kann dieser verwendet werden, um Authentizität und/oder Integrität von Daten und/oder eines Dokuments zu prüfen, die bzw. das auf den Bund bezogen oder auf davon abgetrennte Bandabschnitte bezogen sind bzw. ist. Mit diesem Hashwert versehene Daten bzw. ein mit diesem versehenes Dokument, z.B.: ein Lieferschein, elektronische Dokumente, etc., werden somit eindeutig einem Bund zuordbar. Fälschungen, Manipulation etc. werden sohin ohne Weiteres erkannt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen



[0021] In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand mehrerer Ausführungsvarianten näher dargestellt.
Fig. 1
zeigt eine Draufsicht auf ein von einem Bund abgewickeltes Metallband nach einem ersten Ausführungsbeispiel und
Fig. 2
zeigt eine Draufsicht auf ein von einem Bund abgewickeltes Metallband nach einem zweiten Ausführungsbeispiel.

Wege zur Ausführung der Erfindung



[0022] Nach Fig. 1 wird beispielsweise ein zu einem Bund 1 bzw. Coil aufgewickeltes Metallband 2, nämlich Aluminiumband, nach einem ersten Ausführungsbeispiel dargestellt, das eine Markierung 3 zur vorzugsweise eindeutigen Identifikation des Bunds 1 auf einer Flachseite 2.1 aufweist. Die Markierung 3 ist auf das Metallband 2 aufgedruckt. Diese Markierung 3 kann aber auch auf einer am Metallband 2 aufgeklebten Etikette vorgesehen sein, was nicht näher dargestellt ist.

[0023] Erfindungsgemäß weist diese aufgedruckte Markierung 3 eine Informationsspur 4 auf. Diese Informationsspur 4 ist über die gesamte Bandlänge L des Metallbands 2 vorgesehen - und zwar vorzugsweise im Bereich des Längsrands des Metallbands 2. Zudem weist diese Informationsspur 4 nacheinander angeordnete Wörter 5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 einer de-Bruijn-Folge 5 auf. Diese Wörter 5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 sind zur besseren Veranschaulichung durch Leerzeichen voneinander beabstandet in der Fig. 1 dargestellt - es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass die Markierung 3 leerzeichenfrei ausgebildet ist - wie in der Fig. 2 an der Markierung 103 ersichtlich.

[0024] Es handelt sich hier beispielsweise um eine de-Bruijn-Folge B(5,3) über dem, vorzugsweise numerischen, Alphabet {0,1,2,3,4} aus insbesondere natürlichen Zahlen. Die Wörter 5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 weisen somit die Länge n, nämlich 3, auf - und die de-Bruijn-Folge B(k,n) weist die Ordnung k, nämlich 5, auf. Von dieser de-Bruijn-Folge B(5,3) sind in Fig. 1 die Wörter {402}, {301}, {201}, {101} und {401} erkennbar. Durch diese Maßnahme kommt jedes Wort 5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 der de-Bruijn-Folge nur einmal in der Informationsspur 4 am Metallband 2 vor.

[0025] Außerdem weist die Informationsspur 4 vor jedem Wort 5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 der de-Bruijn-Folge B(5, 3) eine gleiche Kennzeichnung 6, nämlich "amag" auf, welche den Hersteller bezeichnet. Auch ist vorstellbar, über die Kennzeichnung 6 die Bundnummer, Herstellercode etc. in der Informationspur 4 vorzusehen. Für diese gleiche Kennzeichnung 6 werden mehrere Zeichen des alphabetischen Alphabets aus beispielsweise lateinischen Buchstaben verwendet.

[0026] Durch das numerische Alphabet der Wörter der de-Bruijn-Folge und durch das alphabetische Alphabet der Kennzeichnung 6 ist die Markierung 3 einfach visuell lesbar und damit standfest verarbeitbar.
Erfindungsgemäß ist es sohin möglich, auch nach einem Abtrennen eines Bandabschnitts 7 vom Metallband 2 über die auf dem Bandabschnitt 7 verbleibende Informationsspur 4 nicht nur den ursprünglichen Bund mit der Kennzeichnung "amag", sondern auch über das Wort 5.1, nämlich {401}, und/oder das Wort 5.2, nämlich {101}, auf die ursprüngliche Position des Bandabschnitts 7 am Metallband 2 des Bunds 1 rückzuschließen. Die Informationspur 4 ist zudem vergleichsweise einfach visuell erkennbar und deren Information damit leicht zu verarbeiten.

[0027] Dies mit einem handhabungsfreundlichen, einfachen Vergleich der bekannten Position der Informationsspur am Bund 1. Eine durchgetrennte Markierung 3, wie diese am Wort 5.3, nämlich {201}, in Fig. 1 erkannt werden kann, gefährdet erfindungsgemäß die Rückverfolgung des Bandabschnitts 7 nicht.

[0028] Wie der Fig. 1 zudem zu entnehmen, weist die Informationsspur 4 eine Teilmenge aller Wörter der Bruijn-Folge B(5, 3) auf. Damit kann eine Bruijn-Folge B(5, 3) verwendet werden, mehrere Bünde mit einer eindeutigen Identifikation der davon abgetrennten Bandabschnitte 7 zu markieren.

[0029] Zum Unterschied zur Fig.1 ist die Markierung 103 am Bund 1 nach Fig. 2 im zweiten Ausführungsbeispiel auf der Flachseite 2.1 entlang gegenüberliegender Längsseiten 2.2, 2.3 vorgesehen. Damit kann die Markierung 103 auch auf einem Bandabschnitt 7 bestehen bleiben, der in zwei Spaltbänder 7.1, 7.2 gespalten worden ist. Zudem weist die Markierung 103 eine Seitennummerierung 8 - nämlich 1 oder 2 - auf, um am Spaltband 7.1, 7.2 erkennen zu können, um welche Seite es sich beim abgespaltenen Bandabschnitt 7 handelt.

[0030] Eine Kennzeichnung 6, nämlich "amag" findet sich in der Informationsspur 4. Diese Kennzeichnung 6 erfolgt gleich wie bei Fig. 1 in der de-Bruijn-Folge B(5,3) zwischen zwei Wörtern 5.6-5.24 der de-Bruijn-Folge B(5,3). Wie dargestellt, ist jedoch die Kennzeichnung 6 jeweils nach 5 Wörtern 5.6-5.10, 5.11-5.15, 5.16-5.20 und 5.21-5.25 der de-Bruijn-Folge B(5,3) vorgesehen. Die Wörter 5.6-5.10, nämlich {000}, {001}, {010}, {100}, {002}, die Wörter 5.11-5.15, nämlich {003}, {030}, {301}, {011}, {110}, die Wörter 5.16-5.20, nämlich {130}, {302}, {021}, {210}, {102}, und die Wörter 5.21-5.25, nämlich {202}, {023}, {230}, {303}, {031}, sind ebenso nacheinander angeordnet. Zwischen den Wörtern 5.10 und 5.11 befinden sich noch die Wörter {020}, {200}, zwischen den Wörtern 5.15 und 5.16 befinden sich noch die Wörter {101}, {013} und zwischen den Wörtern 5.20 und 5.21 befinden sich noch die Wörter {022}, {220} der de-Bruijn-Folge B(5,3), wobei am freien Ende des Bands 2 das Wort {120} der de-Bruijn-Folge B(5,3) zu finden ist.

[0031] Aus der Informationsspur 4 wird ein Hashwert über die, vorzugsweise gesamte, Informationsspur 4 des Bunds 1 gebildet. Beispielsweise wird aus "0001002a-mag0030110amag120" der Informationsspur 4 unter Anwendung der Hashfunktion CRC32 der Hashwert 5ce0c22a gebildet. Dieser Hashwert 5ce0c22a stellt einen eindeutigen Bezug zur informationsspur 4 her. Werden Daten oder ein Dokument mit dem Hashwert verknüpft bzw. versehen, können damit die Authentizität und/oder Integrität dieser Daten oder dieses Dokuments überprüft werden.


Ansprüche

1. Bund aus einem aufgewickelten Metallband (2), insbesondere Aluminiumband, mit einer Markierung (3, 103) auf einer Flachseite (2.1) des Metallbands (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Markierung (3, 103) zur Zuordnung von vom Bund (1) abgetrennten Bandabschnitten (7) sowohl dem Bund (1) als auch ihrer ursprünglichen Position am Bund (1) eine über die, vorzugsweise gesamte, Bandlänge (L) des Metallbands (2) vorgesehene Informationsspur (4) mit einer de-Bruijn-Folge (5) aus nacheinander angeordneten Wörtern (5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 bzw. 5.6 bis 5.25) dieser de-Bruijn-Folge (5) oder aus einer Teilmenge der Wörter (5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 bzw. 5.6 bis 5.25) dieser de-Bruijn-Folge (5) aufweist.
 
2. Bund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsspur (4) eine ein- oder zweidimensionale de-Bruijn-Folge (5) aufweist.
 
3. Bund nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die de-Bruijn-Folge (5) die Ordnung k, insbesondere 10, und Wörter (5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 bzw. 5.6 bis 5.25) der Länge n, insbesondere größer gleich 6, aufweist.
 
4. Bund nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Wörter der de-Bruijn-Folge (5) aus einem alphanumerischen oder numerischen Alphabet bilden.
 
5. Bund nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsspur (4) vor und/oder nach jedem Wort der de-Bruijn-Folge (5) je eine gleiche Kennzeichnung (6), beispielsweise aus einem oder mehreren Zeichen des, vorzugswiese alphabetischen, Alphabets, aufweist.
 
6. Bund nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Alphabet der Kennzeichnung (6) vom Alphabet der de-Bruijn-Folge (5) unterscheidet.
 
7. Verwendung einer Markierung (3, 103) auf einer Flachseite (2.1) eines zu einem Bund (1) aufgewickelten Metallbands (2), wobei die Markierung (3, 103) eine über die, vorzugsweise gesamte, Bandlänge (L) des Metallbands (2) vorgesehene Informationsspur (4) mit einer de-Bruijn-Folge (5) aus nacheinander angeordneten Wörtern (5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 bzw. 5.6 bis 5.25) dieser de-Bruijn-Folge (5) oder aus einer Teilmenge der Wörter (5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 bzw. 5.6 bis 5.25) dieser de-Bruijn-Folge (5) aufweist, zur Zuordnung von vom Bund (1) abgetrennten Bandabschnitten (7) sowohl dem Bund (1) als auch ihrer ursprünglichen Position am Bund (1).
 
8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsspur (4) eine ein- oder zweidimensionale de-Bruijn-Folge (5) aufweist.
 
9. Verwendung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die de-Bruijn-Folge (5) die Ordnung k, insbesondere 10, und Wörter (5.1, 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 bzw. 5.6 bis 5.25) der Länge n, insbesondere größer gleich 6, aufweist.
 
10. Verwendung nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wörter der de-Bruijn-Folge (5) aus einem alphanumerischen oder numerischen Alphabet gebildet werden.
 
11. Verwendung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsspur (4) vor und/oder nach jedem Wort der de-Bruijn-Folge (5) je eine gleiche Kennzeichnung (6), beispielsweise aus einem oder mehreren Zeichen des, vorzugswiese alphabetischen, Alphabets, aufweist.
 
12. Verwendung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Alphabet der Kennzeichnung (6) vom Alphabet der de-Bruijn-Folge (5) unterscheidet.
 
13. Verwendung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hashwert über die Informationsspur (4) des Bunds (1) gebildet und verwendet wird, um Authentizität und/oder Integrität von Daten und/oder eines Dokuments zu prüfen, die bzw. das auf den Bund (1) bezogen oder auf davon abgetrennte Bandabschnitte (7) bezogen sind bzw. ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht