[0001] Die Erfindung betrifft einen isolierten Boden, eine isolierte Wand und eine isolierte
Decke eines Kühlraumes auf einem Schiff.
[0002] Die Marine verwendet Zubringerschiffe (Tender) für die Versorgung größerer Schiffe
(z.B. Korvetten oder Fregatten) mit Lebensmitteln, Treibstoff, Munition und anderen
Verbrauchsmaterialien. Für den Transport von Kühlwaren weisen Zubringerschiffe große
Kühlräume auf. Diese können insbesondere Kühlräume für Fleisch oder Fisch (Kühlbereich:
1°C), für Tiefkühlkost (Kühlbereich: -21 bis - 23°C), für Gemüse (Kühlbereich: +4°C),
für Brot (Kühlbereich: +4 °C) oder für Kartoffeln (Kühlbereich +8 °C) umfassen.
[0003] Bei der Auslegung der Isolierung der Begrenzungen (Boden, Wände, Decken) von Kühlräumen
bei den Tender-Schiffen wird von einer Außenlufttemperatur von -15 °C bis +35 °C,
einer relativen Raumfeuchte von 80 % und einer maximalen Raumtemperatur von +45 °C
ausgegangen.
[0004] Herkömmliche Isolierungen von Kühlräumen auf Zubringerschiffen umfassen mehrere Lagen
Isoliermaterial, die nacheinander auf den Stahlwänden (Wände (Außenhaut, Schotten),
Decken, Böden) aufgebaut werden. Der Aufbau der Isolierungen unter Anpassung an die
jeweiligen Begrenzungen ist aufwendig. Aufgrund von Ausbeulungen, Knicken und Profilen
kommt es zu Lufteinschlüssen in den Isolierungen sowie zu einem Luftwechsel mit der
Luft außerhalb der Isolierungen. Durch diverse Kältebrücken kann die immer wieder
erneuerte, feuchte Außenluft in der Isolierung zum Kondensieren gebracht werden. Zudem
sind die Isolierungen der Zellenböden nur versiegelt, sodass Wasser kapillar durch
Ritzen und defekte Versiegelungsfugen in die Isolierung des Bodens gelangen kann.
Durch das eingedrungene Wasser kann es zu Korrosion und Beschädigung der Schiffsstruktur
kommen.
[0005] Bei der schiffbaulichen Untersuchung (SBU) werden alle zehn Jahre die Schiffsstrukturen
durch die Klasse kontrolliert. Die Untersuchung umfasst insbesondere eine Stahldickenmessung.
Hierfür muss die gesamte Kühlzelle einschließlich der Isolierungen ausgebaut werden.
Nach der Untersuchung müssen die Kühlzellen neu aufgebaut werden, wobei nur wenige
Teile wie Türen und Regale wiederverwendet werden können.
[0006] Auch andere Marineschiffe, Handelsschiffe und Kreuzfahrtschiffe sind für die Verproviantierung
mit größeren Kühlräumen ausgestattet.
[0007] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine isolierte Begrenzung
eines Kühlraumes auf einem Schiff zur Verfügung zu stellen, die die Kondensatbildung
verhindert und die Lebensdauer der Kühlzellen erhöht.
[0008] Die Aufgabe wird durch einen isolierten Boden gemäß Anspruch 1 und durch eine isolierte
Wand oder Decke gemäß Anspruch 8 gelöst. Weitere Ausführungsarten der Erfindung sind
in Unteransprüchen angegeben. Vorzugsweise werden die Lösungen der Ansprüche 1 und
8 miteinander kombiniert, sodass an sämtlichen Begrenzungen des Kühlraumes Kondensatbildung
vermieden wird. Grundsätzlich ist aber jede der Lösungen gemäß den Ansprüchen 1 und
8 eine selbstständige Lösung der Aufgabe und ist mit einer herkömmlichen Isolierung
der übrigen Begrenzungen des Kühlraumes kombinierbar.
[0009] Erfindungsgemäß umfasst der isolierte Boden eines Kühlraumes auf einem Schiff
- vom Boden vorstehende Bolzen,
- eine an den Bolzen gehaltene Unterkonstruktion,
- mindestens eine an der Unterkonstruktion in einem Abstand vom Boden gehaltene Lage
von Isolierplatten aus Mineralwolle, mit einer äußeren Abdeckung aus Blech auf der
dem Boden zugewandten Außenseite und
- eine auf den Isolierplatten angeordnete Druckverteilungsschicht umfassend mindestens
eine Lage von Sperrholzplatten mit einer inneren Abdeckung aus Blech auf der dem Inneren
des Kühlraumes zugewandten Innenseite.
[0010] Durch die auf dem Bolzen gehaltene Unterkonstruktion kann eine gleichmäßige, ebene
Basis zum Aufbringen eines Bodenmoduls der Isolierung des Kühlraumes (Kühlzelle) bereitgestellt
werden. Das Bodenmodul (Bodenisolierung) wird von den Isolierplatten, der Druckverteilungsschicht
und den inneren und äußeren Abdeckungen gebildet. Auf der Unterkonstruktion kann die
Isolierung ohne Lufteinschlüsse aufgebaut werden. Die Isolierung wird so ausgelegt,
dass der Taupunkt innerhalb der Isolierplatten bleibt. Isolierplatten aus Mineralwolle
enthalten nur wenig Luft. Hierdurch wird ein Auskondensieren von Wasser vermieden.
Durch die äußere Abdeckung (Trägerplatten) werden die Kräfte von der Unterkonstruktion
gleichmäßig auf die Isolierplatten übertragen. Durch die mindestens eine Lage Sperrholzplatten
und die innere Abdeckung (Beplattung) aus Blech werden auf der Unterkonstruktion die
von den Regalfüßen eingeleitete Lasten auf die Fläche der Isolierplatten verteilt,
sodass sie diese nicht beschädigen. Durch Verschweißen der Bleche der inneren Abdeckung
wird die Ansammlung von Wasser oder anderen Flüssigkeiten auf dem Boden des Kühlraumes
(bzw. der Schiffsstruktur) wirksam verhindert.
[0011] Gemäß einer Ausführungsart der Erfindung sind mehrere übereinander angeordnete Lagen
von Isolierplatten aus Mineralwolle von der Unterkonstruktion in einem Abstand vom
Boden gehalten. Gemäß einer weiteren Ausführungsart weist nur die unterste Lage von
Isolierplatten die Abdeckung an der Außenseite auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart
sind nur zwei Lagen von Isolierplatten aus Mineralwolle vorhanden. Gemäß einer weiteren
Ausführungsart ist auf einer ersten Lage von Isolierplatten eine zweite Lage von Isolierplatten
schwimmend verlegt. Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind auf der mindestens einen
Lage von Isolierplatten mehrere im Kreuzversatz verlegte Sperrholzplatten verlegt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die mehreren Lagen Sperrholzplatten wasserdicht
miteinander verleimt und verklebt. Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind nur zwei
Lagen Sperrholzplatten auf der mindestens einen Lage von Isolierplatten verlegt.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsart besteht die Beplattung aus mehreren Blechen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst die Beplattung mehrere Bleche, die an
den Rändern miteinander verschweißt sind. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist
die Beplattung wannenartig ausgebildet, um Flüssigkeit an einem seitlichen Ablaufen
zu hindern. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist die Beplattung aus Blech am äußeren
Rand mit nach oben vorstehenden Leisten oder Winkeln Fußleisten aus Blech verschweißt,
um eine Wanne aus Blech zu bilden
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen die Isolierplatten an der Außenseite eine
Beschichtung aus Blech auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist die Beschichtung
aus Blech mit den Isolierplatten verklebt. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist
die Beschichtung aus Blech vollflächig mit den Isolierplatten verklebt. Gemäß einer
weiteren Ausführungsart sind die Bleche an der Unterkonstruktion befestigt, beispielsweise
mittels Schrauben und/oder durch Verkleben.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsart liegt die äußere Abdeckung aus Blech unmittelbar
(ohne Material dazwischen) auf der Unterkonstruktion auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart
liegen die Isolierplatten der zweiten Lage unmittelbar auf den Isolierplatten der
ersten Lage auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart liegen die Sperrholzplatten unmittelbar
auf der mindestens einen Lage aus Isolierplatten auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart
liegen die Bleche der inneren Abdeckung unmittelbar auf den Sperrholzplatten auf.
Hierdurch wird der Aufbau des isolierten Bodens weiter vereinfacht. Gemäß einer weiteren
Ausführungsart liegt die innere Abdeckung auf den Sperrholzplatten auf und wird verklebt.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsart bestehen sämtliche Bleche aus Edelstahl, sodass
sie nicht korrodieren. Gemäß einer alternativen Ausführungsart sind die Bleche auf
andere Weise korrosionsgeschützt, beispielsweise durch Verzinken oder einen Korrosionsschutzanstrich.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen benachbarte Isolierplatten an Stoßstellen
Nut-Feder-Verbindungen miteinander auf. Hierdurch wird die Montage der Paneele erleichtert
und die Dampfdurchlässigkeit herabgesetzt.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die Nut-Feder-Verbindungen gebildet durch
Nuten an den benachbarten Rändern von Isolierplatten und in die benachbarten Nuten
eingesetzten Federn aus Streifen aus Mineralwolle. Die Federn sind zusätzliche Bauteile,
die in die Nuten der Isolierplatten eingesetzt werden. Für die Federn können Materialreste
aus dem Zuschnitt der Isolierplatten verwendet werden. Diese Ausführung ist besonders
materialsparend und einfach herstellbar.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist zwischen der Unterkonstruktion und dem Boden
(Schiffstruktur) eine Grundisolierung vorhanden, die vorzugsweise von mit Aluminium
kaschierter Mineralwolle gebildet wird. Diese Grundisolierung am Boden sowie die Grundisolierung
der Außenhaut, der Schotte und teilweise des darüber liegenden Decks bildet eine eigenständige
Isolierung schiffbaulicher Strukturen, die den Wärmedurchgang z.B. aus umliegenden
Räumen, Tanks usw. verringert.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die Bolzen auf dem Boden festgeschweißte
Schweißbolzen. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist die Unterkonstruktion über
elastische Pufferelemente mit dem Bolzen verbunden. Die Pufferelemente verhindern
eine Übertragung von Schwingungen der Schiffs struktur über den Boden auf die Isolierung
der Kühlzelle. Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die elastischen Pufferelemente
außen an den Bolzen und innen an der Unterkonstruktion befestigt.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst die Unterkonstruktion Hutprofile oder
andere Profilelemente. Gemäß einer weiteren Ausführungsart bestehen die Profilelemente
aus Aluminium oder aus einer Aluminiumlegierung. Gemäß einer anderen Ausführungsart
bestehen die Profilelemente aus Edelstahl. Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind
die Profilelemente oben auf den Bolzen oder auf den Pufferelementen befestigt. Mittels
der Profilelemente wird unter verhältnismäßig geringem Materialeinsatz und entsprechend
geringem Gewicht eine stabile Unterkonstruktion erreicht.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführung sind die Profilelemente gitterförmig angeordnet,
wobei vorzugsweise die Profilelemente die Stöße der darauf angeordneten Paneele abdecken,
um höhere Festigkeiten zur erreichen. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist an den
Kreuzungsstellen jeweils ein durchgehendes Hutprofil mit zwei voneinander getrennten
Abschnitten eines diese kreuzenden Hutprofils an den Flanschen verbunden, beispielsweise
durch Verschrauben.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführungsart bestehen die Isolierplatten aus hochverdichteter
Mineralwolle. Gemäß einer weiteren Ausführungsart weist die hochverdichtete Mineralwolle
eine Dichte von mindestens 150 kg/m
3 auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart bestehen die Isolierplatten aus Steinwolle
oder aus Glaswolle. Gemäß einer weiteren Ausführungsart haben die Paneele einen senkrechten
Verlauf der Fasern. Gemäß einer weiteren Ausführungsart wird für die Isolierplatten
das Material Conrock™ der Firma Rockwool verwendet.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen die Isolierplatten der ersten Lage eine
Dicke von 120 mm, die Isolierplatten der zweiten Lage eine Dicke von 38 mm, die Sperrholzplatten
eine Dicke von 21 mm, und die Bleche eine Dicke von 2 bis 3 mm, auf. Bei Einbehaltung
dieser Abmessungen befindet sich bei den vorgegebenen Parametern der Taupunkt innerhalb
der Isolierplatten.
[0024] Erfindungsgemäß umfasst die isolierte Wand oder Decke eines Kühlraumes auf einem
Schiff
- von der Wand oder Decke vorstehende Bolzen,
- eine an den Bolzen gehaltene Unterkonstruktion und
- mindestens eine von der Unterkonstruktion in einem Abstand von der Wand oder Decke
gehaltene Lage von Paneelen umfassend Isolierplatten aus Mineralwolle mit einer äußeren
Abdeckung aus Blech auf der der Wand oder Decke zugewandten Außenseite und einer inneren
Abdeckung aus Blech auf der dem Inneren des Kühlraumes zugewandten Innenseite.
[0025] Durch die an den Bolzen gehaltene Unterkonstruktion kann eine gleichmäßige Basis
zum Aufbringen eines Wandmoduls oder eines Deckenmoduls der Isolierung des Kühlraumes
bereitgestellt werden. Das Wand- oder Deckenmodul (Wand- oder Deckenisolierung) wird
von den Paneelen, der äußeren Abdeckung und der inneren Abdeckung gebildet. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung bildet die Unterkonstruktion eine ebene
Montagefläche für die Paneele. Die Isolierung des Wandmoduls kann so ausgelegt werden,
dass der Taupunkt innerhalb der Paneele liegt. Die Paneele enthalten wiederum nur
wenig Lufteinschlüsse. Hierdurch wird ein Auskondensieren von Wasser vermieden. Die
Abdeckungen aus Blech bilden eine Dampfsperre und verhindert einen Luftwechsel mit
feuchter Außenluft. Durch Vorfertigung der Paneele mit vollflächigem Verkleben der
Abdeckungen aus Blech mit den Isolierplatten sowie montageseitig der Stöße zwischen
den Paneelen kann eine zuverlässige Dampfsperre hergestellt werden. Mittels stoßversetzter
Anordnung der Paneele in mehreren Lagen kann die Kondensation noch weiter herabgesetzt
werden. Durch die innere und äußere Abdeckung aus Blech werden von der Unterkonstruktion
und von Wandhalterungen der Regale eingeleitete Lasten auf die Flächen der Isolierplatten
verteilt, sodass sie diese nicht beschädigen. Insgesamt verbessern die Abdeckungen
aus Blech die Haltbarkeit der Paneele und schützen sie vor äußeren Einflüssen.
[0026] Gemäß einer Ausführungsart der Erfindung liegen die Paneele unmittelbar (ohne Material
dazwischen) auf der Unterkonstruktion auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart liegen
die Bleche der inneren und äußeren Abdeckungen unmittelbar auf den Isolierplatten
auf. Hierdurch wird der Aufbau der isolierten Wand oder Decke vereinfacht.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die Paneele mit der Unterkonstruktion rückseitig
verschraubt und verklebt. Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die Bleche mit
den Isolierplatten verklebt. Hierdurch wird der Aufbau der isolierten Wand oder Decke
weiter vereinfacht.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist auf der Unterkonstruktion eine äußere Vorsatzschale
aus äußeren Paneelen angeordnet. Auf der äußeren Vorsatzschale ist eine Kernisolierung
aus Kernisolier-Paneelen stoßversetzt zu den äußeren Paneelen montiert. Durch die
stoßversetzte Anordnung der beiden Lagen von Paneelen aufeinander wird die Dampfdurchlässigkeit
weiter herabgesetzt. Zudem wird durch die Aufteilung der Isolierung auf eine äußere
Vorsatzschale und eine Kernisolierung die Montage erleichtert, da die Paneele kompakter
und damit besser handhabbar ausgeführt werden können. Gemäß einer weiteren Ausführungsart
sind die Kernisolier-Paneele mit den äußeren Paneelen vollflächig verklebt und versiegelt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die äußeren Paneele an den Stößen miteinander
verklebt und versiegelt. Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die Kernisolier-Paneele
an den Stößen miteinander verklebt und versiegelt.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen die äußeren Paneele auf der Außenseite
(d.h. der Schiffsstruktur zugewandten Seite) einer Isolierplatte eine äußere Abdeckung
aus Blech auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen die Kernisolier-Paneele
auf der Außenseite und auf der Innenseite einer Isolierplatte eine äußere und/oder
innere Abdeckung aus Blech auf. Hierdurch werden die Paneele geschützt, ihre Haltbarkeit
erhöht und bei Ausführung der Abdeckungen aus "Edelstahl" auch korrosionsgeschützt.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist auf den Kernisolier-Paneelen eine innere
Vorsatzschale aus inneren Paneelen stoßversetzt angeordnet. Durch die stoßversetzte
Anordnung der inneren Paneele zu den Kernisolier-Paneelen wird die Dampfdurchlässigkeit
weiter herabgesetzt. Zudem wird durch die Aufteilung der Isolierung auf eine äußere
Vorsatzschale, eine Kernisolierung und eine innere Vorsatzschale die Montage erleichtert,
da die Paneele kompakter und damit besser handhabbar ausgeführt werden können. Gemäß
einer weiteren Ausführungsart sind die inneren Paneele unmittelbar auf den Kernisolier-Paneelen
angebracht. Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die inneren Paneele vollflächig
mit den Kernisolier-Paneelen verklebt und versiegelt. Gemäß einer weiteren Ausführungsart
sind die inneren Paneele an den Stößen miteinander verklebt und versiegelt.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen die inneren Paneele auf der Innenseite
(d.h. der dem Kühlraum zugewandten Seite) eine innere Abdeckung aus Blech auf. Hierdurch
wird die dem Inneren des Kühlraums zugewandte Seite gegen äußere Einflüsse geschützt
und die Haltbarkeit der inneren Paneele erhöht.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen die Isolierplatten der Kernisolier-Paneele
an Stoßstellen Nut-Feder-Verbindungen miteinander auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart
umfassen die Nut-Feder-Verbindungen Nuten in den benachbarten Rändern der Isolierplatten
der Kernisolier-Paneele und in zwei benachbarte Nuten eingesetzte Federn. Hierdurch
wird die Montage der Kernisolier-Paneele erleichtert und die Dampfdurchlässigkeit
weiter herabgesetzt.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist die Abdeckung aus Blech eine Schale aus Blech,
welche die Isolierplatte zumindest teilweise aufnimmt. Gemäß einer weiteren Ausführungsart
handelt es sich hierbei um die äußere Abdeckung der äußeren Paneele und/oder um die
innere Abdeckung der inneren Paneele und/oder um die äußere und/oder innere Abdeckung
der Kernisolier-Paneele. Die Schale aus Blech deckt die Isolierplatte auf einer Seite
vollständig und den Rand der Isolierplatte zumindest teilweise ab. Gemäß einer weiteren
Ausführungsart weist die schalenförmige Abdeckung einen abgewinkelten Rand auf. Die
Isolierplatte liegt vollflächig auf dem Boden der Abdeckung auf und die Abwinklung
liegt entweder am Rand der gegenüberliegenden Seite oder an einer Flanke einer randseitig
in die Isolierplatte eingebrachten Nut für eine Nut-Feder-Verbindung an.
[0034] Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist die Abdeckung aus Blech unmittelbar auf der
Isolierplatte angeordnet.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die äußeren Paneele und/oder die Kernisolier-Paneele
und/oder die inneren Paneele vollflächig mit den Abdeckungen verklebt.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist zwischen der Unterkonstruktion und der Wand
oder der Decke eine Grundisolierung vorhanden, die vorzugsweise mit Aluminium kaschierte
Mineralwolle umfasst. Die Grundisolierung bildet eine eigenständige Isolierung schiffbaulicher
Strukturen, die den Wärmedurchgang verringert.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die Bolzen auf der Wand oder Decke festgeschweißte
Schweißbolzen. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist die Unterkonstruktion über
elastische Pufferelemente mit den Bolzen verbunden. Hierdurch wird eine Übertragung
von Schwingungen der Schiffs struktur über die Wand oder Decke auf die Isolierung
der Kühlzelle verhindert. Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die Pufferelemente
außen an den Bolzen befestigt und innen an der Unterkonstruktion befestigt.
[0038] Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst die Unterkonstruktion horizontale Profilelemente,
die bei Befestigung an der Wand auch als "Wegerungen" bezeichnet werden, insbesondere
U-Profile.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsart der isolierten Wand sind die Paneele vertikal
ausgerichtet.
[0040] Gemäß einer weiteren Ausführungsart bestehen die Paneele aus hochverdichteter Mineralwolle.
Gemäß einer weiteren Ausführungsart weist die hochverdichtete Mineralwolle eine Dichte
von mindestens 150 kg/m
3 auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart bestehen die Paneele aus Steinwolle oder
aus Glaswolle. Gemäß einer weiteren Ausführungsart haben die Fasern einen zur Hauptausdehnungsrichtung
der Paneele senkrechten Verlauf. Gemäß einer weiteren Ausführungsart bestehen die
Paneele aus Steinwolle oder aus Glaswolle. Gemäß einer weiteren Ausführungsart wird
für die Paneele das Material Conrock™ der Firma Rockwool verwendet.
[0041] Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen die äußeren Paneele eine Dicke von 40
mm, und/oder die Kernisolier-Paneele eine Dicke von 120 mm, und/oder die inneren Paneele
eine Dicke von 40 mm, und/oder die Bleche eine Dicke von 0,5 bis 1 mm auf.
[0042] Gemäß einer weiteren Ausführungsart sind die Paneele vom Hersteller mit der Beplattung
oder Beschichtung aus Blechen versehen.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausführungsart der isolierten Decke umfasst die Unterkonstruktion
an den Bolzen gehaltene Profilelemente mit einem vertikalen Steg und horizontalen
Flanschen auf beiden Seiten des Steges. Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst
die Unterkonstruktion mehrere parallele Profilelemente. Gemäß einer weiteren Ausführungsart
sind die äußeren Vorsatzschalen an den Flanschen der Profilelemente gehalten. Gemäß
einer weiteren Ausführungsart sind die Flansche mittels Schrauben an den äußeren Abdeckungen
der äußeren Paneele befestigt.
[0044] Gemäß einer weiteren Ausführungsart der isolierten Decke umfasst die Unterkonstruktion
mindestens eine Bolzenplatte, die über eine Stange aus einem Kunststoff oder einem
anderen schlecht wärmeleitenden Material mit einer Wärmeleitfähigkeit von maximal
1 W/mK mit dem Bolzen verbunden ist, wobei das Bolzenteil der Bolzenplatte und die
Stange durch einen Stoß zwischen benachbarten Kernisolier-Paneelen hindurchgeführt
sind und das Plattenteil der Bolzenplatte die Ränder der benachbarten Kernisolier-Paneele
untergreift.
[0045] Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst die Wand eine Tür. Gemäß einer weiteren
Ausführungsart ist die Tür eine Kühlraum-Drehtür mit einem Einschubrahmen aus Blech
(vorzugsweise aus Edelstahl) und mit einem Türblatt mit einer Isolation aus Mineralwolle.
Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist das Türblatt mit Blech beschichtet, vorzugsweise
mit Edelstahlblech. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist der Türrahmen beheizt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist das Türblatt gegenüber dem Türrahmen durch
eine Ballondichtung abgedichtet. Gemäß einer weiteren Ausführungsart ist diese Dichtung
beheizt.
[0046] Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst der Boden zur Ableitung von Kondensat
Speigatte (
scupper). Gemäß einer weiteren Ausführungsart weisen die Scupper eine Begleitheizung in den
Kühl- und Tiefkühlräumen mit einer Temperatur <= 1°C auf.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst die isolierte Wand oder der Decke Wandhalter
zum Fixieren von Regalen, z.B. Ankerschrauben.
[0048] Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst ein isolierter Kühlraum auf einem Schiff
einen isolierten Boden nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 16, mindestens eine isolierte
Wand und eine isolierte Decke nach einem der Ansprüche 8 bis 16.
[0049] Gemäß einer weiteren Ausführungsart umfasst der isolierte Kühlraum eine isolierte
Wand zwischen zwei voneinander getrennten Kühlzellen des Kühlraumes, die aus einem
Wandmodul (Wandisolierung) wie bei der isolierten Wand gemäß einem der Ansprüche 8
bis 16 oder einer ihrer vorstehenden Ausführungsarten besteht. Die isolierte Wand
zwischen zwei Kühlzellen umfasst somit keine Bolzen und keine an den Bolzen gehaltene
Unterkonstruktion. Das Wandmodul kann vielmehr durch einen unteren Anschluss an einem
isolierten Boden und/oder durch einen oberen Anschluss an einer isolierten Decke gehalten
werden. Der untere Anschluss kann auf beiden Seiten der isolierten Wand entsprechend
der dem Kühlraum zugewandten (linken) Seite von Fig. 2 ausgebildet sein. Der obere
Anschluss kann entsprechend Fig. 12 ausgebildet sein.
[0050] Nachfolgend wird die Erfindung einer der anliegenden Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- isolierter Boden in einem vertikalen Teilschnitt;
- Fig. 2
- der isolierte Boden mit Wandanschluss in einem Vertikalschnitt;
- Fig. 3
- Aufständerung der Unterkonstruktion des isolierten Bodens in einem Vertikalschnitt
- Fig. 4
- isolierte Wand in einem vertikalen Teilschnitt;
- Fig. 5
- isolierte Wand mit Nut-Feder-Verbindungen der Kernisolier-Paneele in einem vertikalen
Teilschnitt;
- Fig. 6
- isolierte Wand der Schiffstruktur in einem Vertikalschnitt;
- Fig. 7
- isolierte Decke in einem vertikalen Teilschnitt;
- Fig. 8
- Abhängung von Kernisolier-Paneelen der isolierten Decke in einem Vertikalschnitt;
- Fig. 9
- dieselbe Abhängung in einem vergrößerten vertikalen Teilschnitt;
- Fig. 10
- Abhängung der äußeren Vorsatzschale der isolierten Decke in einem Vertikalschnitt;
- Fig. 11
- Deckenanschluss der isolierten Wand in einem Vertikalschnitt;
- Fig. 12
- isolierte Wand mit Drehtür in einem Vertikalschnitt.
- Fig. 13
- Regal an einer isolierten Wand in einem Vertikalschnitt,
- Fig. 14
- seitliche Befestigung des Regals an der isolierten Wand in einem Vertikalschnitt;
[0051] Gemäß Fig. 1 und 2 umfasst ein isolierter Boden 1 Profilelemente 2 in Form von Hutschienen
3 aus Aluminium oder Edelstahl, auf denen eine Bodenisolierung 4 angeordnet ist. Die
Bodenisolierung 4 weist einen Lagenaufbau mit einer äußeren Abdeckung 5 aus Blech
aus Edelstahl mit einer Wandstärke von 1 mm und einer darauf angeordneten ersten Lage
6 aus Isolierplatten 7 mit 120 mm Wandstärke aus Mineralwolle mit stehender Faser
auf. Für die Isolierplatten 7 wird das Isoliermaterial der Firma Rockwool mit der
Handelsbezeichnung Conrock 15 verwendet.
[0052] Darauf ist eine zweite Lage 8 aus 38mm starken Isolierplatten 9, ebenfalls aus Conrock
15, schwimmend verlegt. Die Isolierplatten 9 sind stoßversetzt zu den Isolierplatten
7 angeordnet.
[0053] Auf den Isolierplatten 9 ist eine erste Lage 10 aus Sperrholzplatten 11 (Schichtholz)
mit einer Stärke von ca. 20 mm angeordnet. Die erste Lage 10 ist mit den Isolierplatten
9 verklebt. Darauf ist eine zweite Lage 12 aus Sperrholzplatten 13 angeordnet, die
kreuzweise zu den Sperrholzplatten 11 verlegt und mit diesen verklebt sind. Auch die
zweite Lage 12 hat eine Dicke von ca. 20 mm. Die beiden Lagen 11, 12 aus Sperrholzplatten
11, 13 bilden eine Druckverteilungsschicht 14.
[0054] Auf der Druckverteilungsschicht 14 ist eine innere Abdeckung (Beplattung) 15 aus
Blechen 16 aus Edelstahl angeordnet. Die Bleche 16 haben eine Wandstärke von 2-3 mm
und eine rutschhemmende Oberseite. Sie sind an den Stößen miteinander verschweißt.
Gemäß Fig. 2 sind die Bleche 16 an den äußeren Rändern mit nach oben vorstehenden
Winkeln 17 aus Edelstahlblech verschweißt.
[0055] Gemäß Fig. 2 und 3 sind auf dem Boden 18 aus Stahl des Schiffes vertikal hochstehende
Bolzen 19 festgeschweißt. Jeder Bolzen 19 trägt ein elastisches Pufferelement 20.
Auf den Pufferelementen 20 ist eine Unterkonstruktion 21 abgestützt. Hierfür liegen
Hutschienen 22 mit der Innenseite ihres Mittelteils 23 auf der Oberseite der Pufferelemente
20 auf. Jede Kreuzungsstelle umfasst eine durchgehende Hutschiene 22, die mit zwei
Abschnitten einer senkrecht dazu erstreckte Hutschienen 24 an den Flanschen verschraubt
ist. Die Hutschienen 22 bilden mit den senkrecht dazu erstreckten Hutschienen 24 eine
Gitterstruktur.
[0056] Auf dem Boden 18 ist unterhalb der Unterkonstruktion 21 eine Grundisolierung 25 angeordnet,
die aus mit Aluminium kaschierter Mineralwolle mit einer Dicke von 50 mm und einer
Rohdichte von 24 oder 36 kg/m
3 besteht.
[0057] Aufgrund des Lagenaufbaus kommt es nicht zur Kondensatbildung, weil der Taupunkt
in die Isolierplatten 7, 9 fällt. Die Beplattung 15 bildet gemeinsam mit den Winkeln
17 eine Wanne, die Flüssigkeit an einem Eintritt in die Bodenisolierung 4 hindert.
[0058] Gemäß Fig. 4 umfasst die Wandisolierung 26 eine äußere Vorsatzschale 27 gebildet
aus äußeren Paneelen 28. Diese umfassen Isolierplatten 29 aus Mineralwolle mit zur
Hauptausdehnungsrichtung der Paneele 28 senkrechter Faser und einer Wandstärke von
38 mm. Ferner umfassen die Paneele Bleche 30, 31 aus Edelstahl, mit denen die Isolierplatten
29 beidseitig beschichtet sind. Die Bleche 30, 31 sind an den Stößen miteinander verklebt
und versiegelt.
[0059] Ferner umfasst die Wandisolierung 26 eine Kernisolierung 32 gebildet aus Kernisolier-Paneelen
33. Die Kernisolier-Paneele 33 umfassen Isolierplatten 34 aus Mineralwolle mit einer
Dicke von 118 mm. Ferner umfassen die Kernisolier-Paneele 33 Bleche 35, 36 aus Edelstahl,
mit denen Isolierplatten 34 beidseitig beklebt sind. Die äußeren Paneele 28 und die
Kernisolier-Paneele 33 sind jeweils vertikal ausgerichtet. Die Kernisolier-Paneele
33 sind stoßversetzt zu den äußeren Paneelen 28 angeordnet und mit diesen verklebt.
[0060] Auf der Innenseite der Kernisolierung 32 ist eine innere Vorsatzschale 37 gebildet
aus inneren Paneelen 38 angeordnet. Die inneren Paneele 38 umfassen Isolierplatten
39 aus Mineralwolle mit einer Stärke von 38 mm und senkrecht zur Hauptausdehnungsrichtung
der Isolierplatten 39 gerichteten Fasern. Die inneren Paneele umfassen Bleche 40,
41 aus Edelstahl, mit denen die Isolierplatten 39 beidseitig beschichtet sind. Die
Bleche 40, 41 sind mit den Isolierplatten 39 verklebt. Die inneren Paneele 38 sind
vertikal ausgerichtet, stoßversetzt zu den Kernisolier-Paneelen 33 angeordnet und
mit diesen verklebt. Die Gesamtdicke der Lagenstruktur beträgt 200 mm.
[0061] Die Bleche 30 bilden eine äußere Abdeckung 42 und die Bleche 41 eine innere Abdeckung
43 der Wandisolierung.
[0062] Für die Isolierplatten 29, 34, 39 wird Conrock 15 verwendet.
[0063] Gemäß Fig. 5 sind die Kernisolier-Paneele 33 randseitig über Nut-Feder-Verbindungen
44 miteinander verbunden, die Nuten 45, 46 in den seitlichen Rändern der Isolierplatten
34 und eine in beiden Nuten eingreifende, fliegende Feder 47 umfasst. Die Isolierplatten
7 der Bodenisolierung 4 sind in derselben Weise miteinander verbunden.
[0064] Gemäß Fig. 6 sind zum Halten der Wandisolierung 26 auf einer Wand 48 der Schiffsstruktur
(Außenhaut oder Schott) horizontal gerichtet Bolzen 49 aufgeschweißt. Darauf sind
elastische Pufferelemente 50 angeordnet, ähnlich wie in Fig. 2 und 3 für die Aufständerung
auf dem Boden 17 gezeigt. Die restlichen Pufferelemente 50 tragen U-Profile 51 aus
Edelstahl, die horizontal ausgerichtet sind und eine Unterkonstruktion 52 bilden.
Die äußere Vorsatzschale 27 liegt an den Außenseiten der Mittelteile der U-Profile
an und ist mit diesen verschraubt und/oder verklebt.
[0065] Gemäß Fig. 2 ist die Kernisolierung 32 der Wandisolierung 26 direkt mit den Isolierplatten
7 der Bodenisolierung 4 verbunden. In einen Zwischenraum 53 zwischen der inneren Vorsatzschale
37 und den Isolierplatten 7 greifen die Isolierplatten 9 und die Sperrholzplatten
11 der Bodenisolierung 4 ein. Die hochstehenden Schenkel der Winkel 17 sind mit der
inneren Abdeckung 43 aus Blech 41 der inneren Paneele 38 verklebt und versiegelt.
[0066] Eine isolierte Wand zwischen zwei benachbarten Kühlzellen, besteht nur aus der Wandisolierung
26. Hierbei ist der Anschluss an die Bodenisolierung 4 auf beiden Seiten der Wandisolierung
26 ausgebildet, wie der Anschluss auf der Innenseite (linken Seite) von Fig. 2.
[0067] Gemäß Fig. 7 ist eine Deckenisolierung 54 entsprechend der Wandisolierung 26 aufgebaut.
Dementsprechend sind die verschiedenen Lagen der Deckenisolierung 54 mit denselben
Bezugsziffern wie bei der Wandisolierung 26 versehen.
[0068] Gemäß Fig. 8 und 9 sind zur Abhängung der Deckenisolierung 54 ein als Winkelschweißbolzen
ausgebildeter Bolzen 55 an eine Profilträger 56 eines Schiffsdecks festgeschweißt.
Mit dem vertikalen Schenkel des Winkelschweißbolzens ist über eine Muffe 57 und eine
Verbindungsstange 58 ein elastisches Pufferelement 59 oder anderes Schwingelement
verbunden. Das elastische Pufferelement 59 wiederum ist über eine Gewindestange 60
mit einer als Hülse ausgebildeten Stange 61 aus Hart-PVC oder einem anderen schlecht
wärmeleitenden Material verbunden. Die Stange 61 ist mit einem vertikal hochstehenden
Bolzenteil 62 einer Bolzenplatte 63 verbunden. Das horizontale Plattenteil 64 der
Bolzenplatte 63 ist mit dem unteren Ende des Bolzenteils 62 verbunden. Der Plattenteil
64 ist quadratisch ausgebildet und der Bolzenteil 62 steht vom Zentrum des Plattenteiles
64 vor.
[0069] Das elastische Pufferelement 51 ist oberhalb der Deckenisolierung 54 angeordnet.
Die Verbindungsstange 52 ist durch eine vertikale Bohrung in der äußeren Vorsatzschale
27 hindurch geführt greift in einen Stoß zwischen zwei benachbarten Kernisolier-Paneelen
33 ein. Der Plattenteil 64 untergreift die Randbereiche der beiden Kernisolier-Paneele
33 und der Bolzenteil 62 greift von unten zwischen die beiden aneinanderstoßenden
Kernisolier-Paneele 33 ein. Die Feder 47 hat Durchbohrungen, die das untere Ende der
Verbindungsstange 60, das obere Ende des Bolzenteils 62 und die Stange 61 aus schlecht
wärmeleitendem Material aufnehmen.
[0070] Gemäß Fig. 10 ist die äußere Vorsatzschale 37 der Deckenisolierung 54 zusätzlich
mit den Mittelteilen von U-Profilen 65 verschraubt. Die U-Profile 65 sind an schwingelastischen
Haltern 66 gehalten, die oben mit vertikalen Bolzen 67 verbunden sind. Die Bolzen
67 sind mit einem Strukturelement 68 verschweißt, beispielsweise mit einem Trägerprofil
eines Schiffsdecks.
[0071] Fig. 11 zeigt den oberen Anschluss der Wandisolierung 26 an die Deckenisolierung
54. Hierbei greifen die inneren Paneele 38 der Deckenisolierung 54 mit ihren seitlichen
Rändern in Auskehlungen 69 am oberen Rand der inneren Paneele 38 der Wandisolierung
ein. Die äußeren Paneele 28 der Wandisolierung 26 greifen mit ihren oberen Rändern
in Auskehlungen 70 an den seitlichen Rändern der Kernisolier-Paneele 33 der Deckenisolierung
54 ein.
[0072] Gemäß Fig. 12 umfasst eine Wand eine Kühlraum-Drehtür 71 mit einem Einschubrahmen
72 aus Edelstahl und einem mit einer Isolation 73 aus Mineralwolle versehenen Türblatt
74.
[0073] Gemäß Fig. 13 und 14 ist ein Regal 75 vor einer Wandisolierung 26 angeordnet. Das
Regal 75 umfasst Winkelprofile 76 an den beiden Seiten und von den Winkelprofilen
76 aufgenommene Einlegeböden 77. Regalstützen 78 der Winkelprofile 76 sind unten über
Schraubfüße 79 auf der inneren Abdeckung 15 der Bodenisolierung 4 und oben über Schraubfüße
80 auf der inneren Abdeckung 43 der Deckenisolierung 54 abgestützt. Zur seitlichen
Halterung des Regales ist eine Einsetzmutter 81 in einer Sackbohrung 82 hinter der
äußeren Abdeckung aus Blech 36 des Kernisolier-Paneels 33 angeordnet. Ferner weisen
die inneren Paneele 38 eine Bohrung 83 auf, denen ein Distanzstück 84 aus POM oder
einem anderen Kunststoff zwischen den inneren und der äußeren Blechen 40, 41 der inneren
Paneele 38 gehalten ist. Eine Schraube 85 durchgreift eine horizontale Bohrung einer
Regalstütze 78 und ist durch das Distanzstück 84 hindurch in die Einsetzmutter 81
eingeschraubt, bis der Schraubenkopf 86 an der Seite der Regalstütze 78 anliegt. Hierdurch
ist das Regal 75 an der Wandisolierung 26 befestigt.
Bezugszeichenliste
[0074]
- 1
- isolierter Boden
- 2
- Profilelement
- 3
- Hutschiene
- 4
- Bodenisolierung
- 5
- äußere Abdeckung
- 6
- erste Lage
- 7
- Isolierplatten
- 8
- zweite Lage
- 9
- Isolierplatte
- 10
- erste Lage
- 11
- Sperrholzplatte
- 12
- zweite Lage
- 13
- Sperrholzplatte
- 14
- Druckverteilungsschicht
- 15
- innere Abdeckung (Beplattung)
- 16
- Blech
- 17
- Winkel
- 18
- Boden
- 19
- Bolzen
- 20
- Pufferelement
- 21
- Unterkonstruktion
- 22
- Hutschiene
- 23
- Mittelteil
- 24
- Hutschiene
- 25
- Grundisolierung
- 26
- Wandisolierung
- 27
- äußere Vorsatzschale
- 28
- äußeres Paneel
- 29
- Isolierplatte
- 30, 31
- Bleche
- 32
- Kernisolierung
- 33
- Kernisolier-Paneel
- 34
- Isolierplatte
- 35, 36
- Blech
- 37
- innere Vorsatzschale
- 38
- innere Paneel
- 39
- Isolierplatte
- 40, 41
- Blech
- 42
- äußere Abdeckung
- 43
- innere Abdeckung
- 44
- Nut-Feder-Verbindung
- 45, 46
- Nut
- 47
- Feder
- 48
- Wand
- 49
- Bolzen
- 50
- Pufferelement
- 51
- U-Profil
- 52
- Unterkonstruktion
- 53
- Zwischenraum
- 54
- Deckenisolierung
- 55
- Bolzen
- 56
- Profilträger
- 57
- Muffe
- 58
- Verbindungsstange
- 59
- elastisches Pufferelement
- 60
- Gewindestange
- 61
- Hülse
- 62
- Bolzenteil
- 63
- Bolzenplatte
- 64
- Plattenteil
- 65
- U-Profil
- 66
- Halter
- 67
- vertikaler Bolzen
- 68
- Strukturelement
- 69
- Auskehlung
- 70
- Auskehlung
- 71
- Kühlraum-Drehtür
- 72
- Einschubrahmen
- 73
- Isolation
- 74
- Türblatt
- 75
- Regal
- 76
- Winkelprofil
- 77
- Einlegeboden
- 78
- Regalstütze
- 79
- Schraubfuß
- 80
- Schraubfuß
- 81
- Einsetzmutter
- 82
- Sackbohrung
- 83
- Bohrung
- 84
- Distanzstück
- 85
- Schraube
- 86
- Schraubenkopf
1. Isolierter Boden eines Kühlraumes auf einem Schiff umfassend
• vom Boden (18) vorstehende Bolzen (19),
• eine an den Bolzen (19) gehaltene Unterkonstruktion (20),
• mindestens eine an der Unterkonstruktion (21) in einem Abstand vom Boden (18) gehaltene
Lage von Isolierplatten (7, 9) aus Mineralwolle mit einer äußeren Abdeckung (5) aus
Blech auf der dem Boden (18) zugewandten Außenseite und
• eine auf den Isolierplatten (7, 9) angeordnete Druckverteilungsschicht (14) umfassend
mindestens eine Lage von Sperrholzplatten (11, 13) mit einer inneren Abdeckung (15)
aus Blech auf der dem Inneren des Kühlraumes zugewandten Innenseite.
2. Isolierter Boden nach Anspruch 1, bei dem auf einer ersten Lage (6) von Isolierplatten
(7) eine zweite Lage (8) von Isolierplatten (9) schwimmend verlegt ist.
3. Isolierter Boden nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Druckverteilungsschicht (14)
zwei Lagen (10, 12) von Sperrholzplatten (11, 13) umfasst, wobei die Lagen von Sperrholzplatten
(11, 13) kreuzweise zueinander verlegt sind.
4. Isolierter Boden gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Unterkonstruktion
über elastische Pufferelemente (20) auf den Bolzen (19) abgestützt ist.
5. Isolierter Boden nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Unterkonstruktion (21)
Profilelemente umfasst, insbesondere Hutschienen (22), wobei die Außenseite eines
Mittelteils der Profilelemente eine Montagefläche für die äußere Abdeckung (5) bildet.
6. Isolierter Boden nach Anspruch 5, bei dem die Profilelemente (22) gitterförmig angeordnet
sind.
7. Isolierter Boden nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Beplattung (15) aus
Blech wannenartig mit seitlich hochstehenden Leisten oder Winkeln (17) ausgebildet
ist.
8. Isolierte Wand oder Decke eines Kühlraumes auf einem Schiff umfassend:
• von der Wand (48) oder Decke (56, 58) vorstehende Bolzen (49, 55, 67),
• eine an den Bolzen (49, 55, 67) gehaltene Unterkonstruktion (52, 65) und
• mindestens eine an der Unterkonstruktion (52, 65) in einem Abstand von der Wand
(48) oder Decke (56, 68) gehaltene Lage von Paneelen (28, 33, 38) aus Isolierplatten
aus Mineralwolle mit einer äußeren Abdeckung (42) aus Blech auf der der Wand oder
Decke zugewandten Außenseite und einer inneren Abdeckung (43) aus Blech auf der dem
Inneren des Kühlraumes zugewandten Innenseite.
9. Isolierte Wand oder Decke nach Anspruch 8, bei der auf der Unterkonstruktion (52,
65) eine äußere Vorsatzschale (27) aus äußeren Paneelen (28) angeordnet ist und auf
der äußeren Vorsatzschale (27) eine Kernisolierung (32) aus Kernisolier-Paneelen (33)
stoßversetzt zu den äußeren Paneelen (28) angeordnet ist.
10. Isolierte Wand oder Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Außenseite
der äußeren Paneele (28) eine äußere Abdeckung (42) aus Blech und/oder die Außenseite
der Kernisolier-Paneele (33) eine äußere Abdeckung aus Blech und/oder die Innenseite
der Kernisolier-Paneele (33) eine innere Abdeckung aus Blech und/oder die Innenseite
der inneren Paneele (38) eine innere Abdeckung (43) aus Blech aufweist.
11. Isolierte Wand oder Decke nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei der die äußere Abdeckung
(42) vollflächig mit der Außenseite der Isolierplatten (29, 34) der äußeren Paneele
(28) und/oder der Kernisolier-Paneele (33) verklebt sind und/oder bei der die Bleche
der inneren Abdeckung (43) vollflächig mit der Innenseite der Isolierplatten (34,
39) der Kernisolier-Paneele (33) und/oder der inneren Paneele (38) verklebt sind.
12. Isolierte Wand oder Decke nach einem der Ansprüche 8 bis 9, bei der auf der Kernisolierung
(32) eine innere Vorsatzschale (37) aus stoßversetzt zu den Kernisolier-Paneelen (33)
angeordneten inneren Paneelen (38) angeordnet ist.
13. Isolierte Wand oder Decke nach einem der Ansprüche 8 bis 12, bei der die Bolzen (49,
55, 67) auf der Wand (28) oder Decke (56, 68) festgeschweißt sind und/oder die Unterkonstruktion
(51, 65) über elastische Pufferelemente (50, 59, 66) mit den Bolzen verbunden ist
und/oder bei der die Unterkonstruktion (50, 59,66) horizontale Profilelemente umfasst.
14. Isolierte Wand gemäß einem der Ansprüche 8 bis 13, bei der die Abdeckung (42, 43)
aus Blech eine Schale aus Blech ist, welche die Isolierplatte (29, 39) zumindest teilweise
aufnimmt.
15. Isolierte Decke gemäß einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei die Unterkonstruktion an
den Bolzen (67) gehaltene Profilelemente (65) mit einem vertikalen Steg und horizontalen
Flanschen auf beiden Seiten des Steges umfasst, an denen die äußeren Vorsatzschalen
(27) gehalten sind, und/oder die Unterkonstruktion mindestens eine Bolzenplatte (63)
umfasst, die über eine Stange (61) aus einem schlecht wärmeleitenden Material mit
dem Bolzen (55) verbunden ist, wobei das Bolzenteil (62) der Bolzenplatte und die
Stange durch einen Stoß zwischen benachbarten Kernisolier-Paneelen (33) hindurchgeführt
sind und das Plattenteil (64) der Bolzenplatte die Ränder der benachbarten Kernisolier-Paneele
(33) untergreift.
16. Isolierte Begrenzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 15, umfassend eines oder mehrere
der nachfolgenden Merkmale:
• benachbarte Isolierplatten (34) weisen an Stoßstellen eine Nut-Feder-Verbindung
(44) auf,
• zwischen der Unterkonstruktion und der Begrenzung ist eine Grundisolierung (25)
vorhanden, wobei vorzugsweise die Grundisolierung mit Aluminium kaschierte Mineralwolle
umfasst,
• die äußeren Paneele (28) weisen eine Dicke von 38 mm, und/oder die Kernisolier-Paneele
(33) weisen eine Dicke von 120 mm, und/oder die inneren Paneele (38) weisen eine Dicke
von 38 mm auf,
• die Isolierplatten (7, 9, 29, 34, 39) umfassen Mineralwolle mit einer Dichte von
mindestens 150 kg/m3
• die Mineralwolle der Isolierplatten (7, 9, 29, 34, 39) ist Steinwolle oder Glaswolle,
• die Bleche (5, 15, 30, 31, 35, 36, 40, 41) sind Edelstahlbleche,
• die Edelstahlbleche weisen eine Dicke von 0,5 bis 1 mm auf.
17. Isolierter Kühlraum auf einem Schiff umfassend einen isolierten Boden nach einem der
Ansprüche 1 bis 7 und 16, eine isolierte Wand und eine isolierte Decke nach einem
der Ansprüche 8 bis 16.
18. Isolierter Kühlraum nach Anspruch 17, umfassende eine isolierte Wand zwischen zwei
benachbarten Kühlzellen, die aus einer Isolierung (26) wie bei der Isolierung einer
isolierten Wand oder Decke gemäß einem der Ansprüche 8 bis 16 besteht.