[0001] Die Erfindung betrifft einen Türbetätiger zum Öffnen und/oder Schließen eines Türflügels.
[0002] Türbetätiger können beispielsweise als Türschließer, Servotürschließer oder Türantriebe
ausgebildet sein. Der Türbetätiger kann über dem Türflügel oder als Bodentürschließer
angeordnet werden. Des Weiteren ist es möglich, einen Türbetätiger in einem Scharnier
der Tür anzuordnen. Die hier betrachtete Art von Türbetätigern weist eine Nockenscheibe
auf. Die Nockenscheibe befindet sich auf der Abtriebswelle. Die Abtriebswelle wird
direkt oder über ein Gestänge mit dem Türflügel verbunden. Beidseitig der Nockenscheibe
sind im Türbetätiger Bewegungselemente angeordnet, beispielsweise ausgebildet als
Dämpfungskolben und Öffnungskolben. Die Bewegungselemente sind im Türbetätiger linear
beweglich. Über die Nockenscheibe erfolgt eine Umsetzung der rotatorischen Bewegung
der Abtriebswelle auf die Linearbewegung der Bewegungselemente und umgekehrt.
[0003] Es ist eine Aufgabe vorliegender Erfindung einen Türbetätiger zum Öffnen und/oder
Schließen eines Türflügels anzugeben, der bei einfachem Aufbau wartungsarm und verschleißarm
betrieben werden kann und dabei ein sicheres Öffnen und/oder Schließen des Türflügels
ermöglicht.
[0004] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs. Die
abhängigen Ansprüche haben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung zum Gegenstand.
[0005] Somit wird die Aufgabe gelöst durch einen Türbetätiger zum Öffnen und/oder Schließen
eines Türflügels. Der Türbetätiger umfasst ein Gehäuse und eine im Gehäuse drehbar
gelagerte Abtriebswelle mit einer Nockenscheibe. Die Nockenscheibe kann integraler
Bestandteil der Abtriebswelle sein oder z.B. auf die Welle aufgesteckt sein. Die Abtriebswelle
ist zur Drehmomentübertragung auf den Türflügel ausgebildet. Hierzu kann die Abtriebswelle,
beispielsweise über einen Mehrkant, direkt mit dem Türflügel oder mit einem Gestänge
verbunden werden. Das Gestänge führt dann wiederum zum Türflügel.
[0006] Des Weiteren sind in dem Gehäuse ein erstes Bewegungselement und ein zweites Bewegungselement
linear beweglich geführt. Das erste Bewegungselement weist eine erste Kontaktfläche
auf. Das zweite Bewegungselement weist eine zweite Kontaktfläche auf. Vorzugsweise
sind die beiden Kontaktflächen jeweils durch eine im Bewegungselement drehbeweglich
angeordnete Rolle gebildet. Die beiden Kontaktflächen sind zum Abwälzen auf der Nockenscheibe
angeordnet. Hierzu befindet sich die Nockenscheibe zwischen den beiden Bewegungselementen
und somit zwischen den beiden Kontaktflächen. Insbesondere wälzen die beiden Kontaktflächen
auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Nockenscheibe auf der Nockenscheibe ab.
[0007] Der Türbetätiger kann beispielsweise als Türschließer, Servotürschließer oder Türantrieb
ausgebildet sein. Die beiden Bewegungselemente im Gehäuse des Türbetätigers können
grundsätzlich passiv, beispielsweise durch Beaufschlagung mit Federkraft, oder aktiv,
beispielsweise durch Hydraulikdruck bewegt werden. Die Bewegung der Bewegungselemente
wird über die Nockenscheibe in eine rotatorische Bewegung der Abtriebswelle umgesetzt.
In der umgekehrten Richtung, beispielsweise beim manuellen Öffnen des Türflügels,
überträgt sich die auf den Türflügel aufgebrachte Kraft in eine rotatorische Bewegung
der Abtriebswelle. Diese rotatorische Bewegung der Abtriebswelle führt wiederum über
die Nockenscheibe zu einer Linearbewegung der beiden Bewegungselemente.
[0008] Bei der Ausbildung des Türbetätigers als Türschließer ist das erste Bewegungselement
insbesondere als Öffnungskolben ausgebildet. Dieser Öffnungskolben ist dabei vorzugsweise
mit einer ersten Feder (Schließfeder) derart federbelastet, sodass die erste Feder
das erste Bewegungselement in Richtung der Nockenscheibe drückt. Beim Öffnen des Türflügels
wird die Feder gespannt. Die dabei in der Feder gespeicherte Energie kann zum Bewegen
des ersten Bewegungselementes in Richtung der Nockenscheibe und somit zum Schließen
der Tür genutzt werden. Bei der Ausgestaltung des Türbetätigers als Servotürschließer
ist ebenfalls die erste Feder vorgesehen. Das Spannen der Feder erfolgt dabei jedoch
nicht ausschließlich durch die manuelle Betätigung der Türe, sondern es wird ein Öffnen
des Türflügels erkannt und dadurch eine Aktuatorik im Türbetätiger aktiviert, die
wiederum die vollständige oder teilweise Kraft zum Spannen der Feder aufbringt. Zum
Schließen des Türflügels kann dann die erste Feder entspannt werden, um das erste
Bewegungselement in Richtung der Nockenscheibe zu bewegen.
[0009] Das zweite Bewegungselement ist insbesondere als Dämpfungskolben ausgebildet. Insbesondere
befindet sich im Gehäuse eine Hydraulikkammer. Durch Bewegen des Dämpfungskolbens
wird Fluid aus der Hydraulikkammer durch eine Drossel verdrängt, wodurch es zur Dämpfung
der Bewegung des Dämpfungskolbens und somit auch zur Dämpfung der Drehbewegung der
Abtriebswelle kommt.
[0010] Die beiden Bewegungselemente sind grundsätzlich unabhängig voneinander linearbeweglich,
sodass sich grundsätzlich der Abstand zwischen den beiden Bewegungselementen verändern
kann. Dadurch liegen grundsätzlich stets beide Kontaktflächen an der Nockenscheibe
an.
[0011] Dies hat den Vorteil, dass die Geometrie der Nockenscheibe relativ frei wählbar ist
und die Nockenscheibe entsprechend nicht bei jeder Drehwinkelposition den gleichen
Durchmesser zwischen den Kontaktpunkten zu den Kontaktflächen aufweisen muss. Im Rahmen
der Erfindung wurde allerdings erkannt, dass es Drehwinkelpositionen der Nockenscheibe
bzw. der Abtriebswelle gibt, bei denen eine relativ hohe Flächenbelastung auf die
Kontaktfläche und insbesondere auf die Nockenscheibe wirkt. So kann die Nockenscheibe
beispielsweise einen Spitzbereich aufweisen. Üblicherweise steht dieser Spitzbereich
bei einer Drehwinkelposition von 0° (geschlossene Türflügel) an der zweiten Kontaktfläche,
beispielsweise des Dämpfungskolbens, an. Der Radius der Nockenscheibe an diesem Spitzbereich
ist relativ gering, sodass es zu der relativ hohen Flächenbelastung der Nockenscheibe
kommt.
[0012] Um diese Flächenbelastung in bestimmten Drehwinkelpositionen zu vermeiden, umfasst
der erfindungsgemäße Türbetätiger eine im Gehäuse angeordnete Distanzanordnung. Die
Distanzanordnung ist so ausgebildet, dass sie in zumindest einem Beschränkungs-Drehwinkelbereich
der Abtriebswelle die Minimaldistanz zwischen den Bewegungselementen beschränkt. Mit
der Beschränkung der Minimaldistanz wird hier beschrieben, dass sich bei dieser Beschränkung
die beiden Bewegungselemente nicht weiter aufeinander zu bewegen können. Eine Vergrößerung
der Distanz zwischen den beiden Bewegungselementen, also ein voneinander Wegbewegen
der beiden Bewegungselemente wird dabei durch die Distanzanordnung nicht beschränkt.
Neben dem zumindest einen Beschränkungs-Drehwinkelbereich ist zumindest ein Frei-Drehwinkelbereich
der Abtriebswelle definiert. In diesem zumindest einen Frei-Drehwinkelbereich ist
die Linearbeweglichkeit der beiden Bewegungselemente durch die Distanzanordnung nicht
beschränkt. In dem Frei-Drehwinkelbereich können die beiden Bewegungselemente ohne
Beschränkung durch die Distanzanordnung so weit aufeinander zu bewegt werden, dass
beide Kontaktflächen an der Nockenscheibe anliegen. In dem zumindest einen Beschränkungs-Drehwinkelbereich
ist allerdings die Distanzanordnung so ausgebildet, dass nur eine der beiden Kontaktflächen
an der Nockenscheibe anliegt und die andere Kontaktfläche von der Nockenscheibe beabstandet
ist. Durch diese Beabstandung der einen Kontaktfläche von der Nockenscheibe wird die
oben beschriebene Flächenpressung vermieden.
[0013] Die Distanzanordnung ist insbesondere so ausgebildet, dass in jedem Frei-Drehwinkelbereich
beide Kontaktflächen an der Nockenscheibe anliegen. Wie bereits beschrieben, können
die beiden Bewegungselemente, beispielsweise ausgebildet als Öffnungskolben und Dämpfungskolben,
auf unterschiedliche Art im Gehäuse bewegt werden. Insbesondere ist vorgesehen, dass
beide Bewegungselemente mit jeweils einer Feder in Richtung der Nockenscheibe bewegbar
sind. Die Ausgestaltung und Anordnung der Federn ist dabei so gewählt, dass im Beschränkungs-Drehwinkelbereich
die erste Kontaktfläche (des ersten Bewegungselementes) an der Nockenscheibe anliegt
und die zweite Kontaktfläche (des zweiten Bewegungselementes) von der Nockenscheibe
beabstandet ist. Hierzu ist insbesondere die auf das erste Bewegungselement wirkende
Federkraft größer als die auf das zweite Bewegungselement wirkende Federkraft.
[0014] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Nockenscheibe herzförmig ausgebildet ist. Diese
Herzform zeichnet sich durch einen Spitzbereich der Nockenscheibe und einen dem Spitzbereich
gegenüberliegenden Vertiefungsbereich der Nockenscheibe auf. Der Spitzbereich der
Nockenscheibe befindet sich insbesondere bei einer Drehwinkelposition von 0°. Mit
der Drehwinkelposition von 0° wird insb esondere der geschlossene Zustand des Türflügels
beschrieben. Der Vertiefungsbereich der herzförmigen Nockenscheibe muss nicht exakt
gegenüberliegend dem Spitzbereich liegen, befindet sich aber in etwa in dem Bereich
von 180°, ausgehend von einem Spitzbere ich bei 0°. Insbesondere liegt die Mitte des
Vertiefungsbereichs zwischen 120 und 240°. Die Drehwinkelposition von 0° der Nockenschei
be bzw. der Abtriebswelle bezieht sich somit insbesondere auf einen geschlossenen
Zustand des Türflügels. Gleichzeitig definiert der Spitzbereich der herzförmigen Nockenscheibe
die Drehwinkelposition von 0°, sodass ausgehend von diesem Spitzbereich entsprechende
Winkelbereiche der Nockenscheibe definiert werden können. Die hier definierten Drehwinkelpositionen
und Drehwinkelbereiche entsprechen somit auch Winkelpositionen und Winkelbereichen
auf der Nockenscheibe.
[0015] Bevorzugt ist somit vorgesehen, dass die Nockenscheibe herzförmig ist und dabei einen
Spitzbereich aufweist, wobei der Spitzbereich bei einer Drehwinkelposition von 0°
auf die zweite Kontaktfläche gerichtet ist. Ein erster Beschränkungs-Drehwinkelbereich
liegt dabei insbesondere zwischen -10°und +10°, vorzugsweise zwischen -5°u nd +5°.
Diese Werte geben Obergrenzen für den beschriebenen Beschränkungs-Drehwinkelbereich
an, welcher auch kleiner sein kann. Der erste Beschränkungs-Drehwinkelbereich erstreckt
sich im Wesentlichen über den Spitzbereich der Nockenscheibe. Durch die entsprechende
Ausgestaltung der Distanzanordnung wird sichergestellt, dass in dem ersten Beschränkungs-Drehwinkelbereich
die zweite Kontaktfläche von der Nockenscheibe beabstandet ist und dementsprechend
hier die Flächenpressung reduziert wird. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn der
Türbetätiger für eine pendelnde Bewegung des Türflügels ausgebildet ist. Bei der pendelnden
Bewegung des Türflügels kann der Türflügel über seine geschlossene Position hinweg
hin- und herschwingen bzw. bewegt werden. Dabei durchläuft die Nockenscheibe in einer
pendelnden Bewegung die 0°-Position, wodurch es ohne der erfin dungsgemäßen Distanzanordnung
stets zu einem sehr belastenden Kontakt mit der zweiten Kontaktfläche kommen würde.
[0016] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass die Nockenscheibe herzförmig ist und
dabei den Vertiefungsbereich aufweist, wobei die Mitte des Vertiefungsbereiches bei
einer Drehwinkelposition von V auf die zweite Kontaktfläche gerichtet ist. V liegt
dabei zwischen 120° und 240° Die Distanzanordnung ist vorzugsweise für einen zweiten
Beschränkungs-Drehwinkelbereich ausgebildet, der zwischen V -45° und V +45°, vorzugsweise
zwischen V -30° und V +30° liegt. Auch hier sind wieder Obergrenzen für den zweiten
Beschränkungs-Drehwinkelbereich angegeben, wobei der zweite Beschränkungs-Drehwinkelbereich
auch kleiner sein kann. Durch den zweiten Beschränkungs-Drehwinkelbereich wird ein
Kontakt der zweiten Kontaktfläche mit dem Vertiefungsbereich der herzförmigen Nockenscheibe
vermieden, sodass die zweite Kontaktfläche nicht in diesen Vertiefungsbereich "fällt".
[0017] Gemäß einer ersten Variante der Distanzanordnung ist vorgesehen, dass die Distanzanordnung
zumindest ein Distanzelement umfasst, wobei das Distanzelement in einem der beiden
Bewegungselemente linear geführt ist. Das Distanzelement ist dabei so ausgebildet,
dass es im Beschränkungs-Drehwinkelbereich an diesem Bewegungselement, in dem es linear
beweglich geführt ist, anschlägt. Theoretisch kann das Distanzelement auch an beiden
Bewegungselementen linear beweglich geführt sein und dann im Beschränkungs-Drehwinkelbereich
entsprechend an beiden Bewegungselementen anschlagen. In bevorzugter Ausführung ist
jedoch vorgesehen, dass das Distanzelement an nur einem Bewegungselement linear beweglich
geführt ist und am anderen Bewegungselement fest angebunden ist. Anstatt der festen
Anbindung an dem anderen Bewegungselement ist es auch möglich, das Distanzelement
integral mit diesem Bewegungselement auszubilden, sodass das Distanzelement ein integraler
Bestandteil dieses Bewegungselementes ist.
[0018] Insbesondere sind zumindest zwei der Distanzelemente vorgesehen. Diese beiden Distanzelemente
dienen dann gleichzeitig auch zur Verdrehsicherung der beiden Bewegungselemente zueinander.
Allerdings kann solch eine Verdrehsicherung auch mit nur einem Distanzelement erreicht
werden; beispielsweise wenn das Distanzelement in seinem linear geführten Bereich
keinen runden Querschnitt aufweist.
[0019] Das zumindest eine Bewegungselement, in dem das Distanzelement linear beweglich geführt
ist, weist vorzugsweise eine Aussparung auf. In dieser Aussparung steckt das Distanzelement
und ist dementsprechend in der Aussparung linearbeweglich geführt.
[0020] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass das Distanzelement einen Absatz aufweist.
Dieser Absatz dient als Anschlag und schlägt am Bewegungselement an, um die Minimaldistanz
zu beschränken.
[0021] Das zumindest eine Distanzelement ist hier insbesondere als Stange ausgebildet. Die
Stange kann in einem der beiden Befestigungselemente, beispielsweise über ein Gewinde
oder eine Presspassung, fest angebunden sein. Auf der anderen Seite steckt die Stange
linear beweglich in einem Loch des Bewegungselementes.
[0022] Bei Verwendung von zumindest zwei der Distanzelementen ist bevorzugt vorgesehen,
dass die beiden Distanzelemente auf zwei unterschiedlichen Seiten der Abtriebswelle
angeordnet sind. Die imaginäre Abtriebsachse, um die sich die Abtriebswelle dreht,
verläuft somit zwischen den beiden Distanzelementen.
[0023] Gemäß einer zweiten Variante der Distanzanordnung ist vorgesehen, dass die Distanzanordnung
eine Distanznockenscheibe auf der Abtriebswelle und ein Distanzelement umfasst. Die
Distanznockenscheibe weist eine andere Kontur auf als die vorab beschriebene Nockenscheibe.
[0024] Die Distanznockenscheibe kann sich unmittelbar an die Nockenscheibe anschließen oder
von der Nockenscheibe beabstandet sein. Das Distanzelement befindet sich in dieser
zweiten Variante am zweiten Bewegungselement. Das Distanzelement ist fest mit dem
zweiten Bewegungselement verbunden oder integral mit dem zweiten Bewegungselement
ausgebildet. Das Distanzelement gemäß dieser zweiten Variante erstreckt sich nicht
bis zum anderen Bewegungselement, sondern lediglich bis zu der Distanznockenscheibe.
In dem Beschränkungs-Drehwinkelbereich liegt die Distanznockenscheibe an dem Distanzelement
an. Die Distanznockenscheibe ist in ihrer Kontur so ausgebildet, dass sie im Frei-Drehwinkelbereich
keinen Kontakt mit dem Distanzelement hat, sondern nur in dem zumindest einen Beschränkungs-Drehwinkelbereich
mit dem Distanzelement in Kontakt tritt. Dabei sind das Distanzelement und die Distanznockenscheibe
so angeordnet und ausgebildet, dass sich in dem Beschränkungs-Drehwinkelbereich die
Nockenscheibe und die zweite Kontaktfläche voneinander beabstanden.
[0025] Insbesondere in der zweiten Variante der Distanzanordnung ist vorgesehen, dass der
Türbetätiger eine zusätzliche Verdrehsicherung zwischen den beiden Bewegungselementen
umfasst. Diese Verdrehsicherung kann beispielsweise durch zumindest zwei Stangen gebildet
sein. Die Stangen sind dabei in zumindest einem Bewegungselement linearbeweglich geführt
und weisen keine Anschläge auf, sodass die Stangen lediglich eine Verdrehsicherung
gewährleisten, jedoch keine Distanzbeschränkung zwischen den beiden Bewegungselementen.
Die Stangen der Verdrehsicherung können in einer Einschnürung der Abtriebswelle zwischen
der Nockenscheibe und der Distanznockenscheibe verlaufen.
[0026] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass der Radius am Spitzbereich der Distanznockenscheibe
größer ist als der Radius am Spitzbereich der Nockenscheibe. Durch diesen relativ
großen Radius am Spitzbereich der Distanznockenscheibe wird eine zu große Flächenbelastung
zwischen der Distanznockenscheibe und dem zugehörigen Distanzelement vermieden. Insbesondere
ist der Radius am Spitzbereich der Distanznockenscheibe zumindest um 20 % größer als
der Radius am Spitzbereich der Nockenscheibe.
[0027] Die Erfindung wird nun anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Dabei
zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Türbetätigers gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2 bis 7
- Detaildarstellungen des erfindungsgemäßen Türbetätigers gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
und
- Fig. 8 bis 11
- Detaildarstellungen des erfindungsgemäßen Türbetätigers gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0028] Anhand der Fig. 1 bis 11 werden zwei Ausführungsbeispiele eines Türbetätigers 1 erläutert.
Gleiche bzw. funktional gleiche Bauteile sind dabei in beiden Ausführungsbeispielen
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0029] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung des gesamten Türbetätigers 1 für das erste
Ausführungsbeispiel. Für das zweite Ausführungsbeispiel ist der Türbetätiger 1 genauso
ausgebildet, lediglich mit den Änderungen, die anhand den Fig. 8 bis 11 zum zweiten
Ausführungsbeispiel beschrieben werden.
[0030] Fig. 1 zeigt in schematischer Schnittansicht den Türbetätiger 1 mit seinem Gehäuse
2. In dem Gehäuse 2 ist eine Abtriebswelle 4 drehbeweglich gelagert. Die Abtriebswelle
4 ist um eine Abtriebsachse 3 drehbeweglich.
[0031] Auf der Abtriebswelle 4 befindet sich eine Nockenscheibe 5. Die Nockenscheibe 5 und
die Abtriebswelle 4 befinden sich zwischen einem ersten Bewegungselement 6 und einem
zweiten Bewegungselement 11. Das erste Bewegungselement 6 ist hier als Öffnungskolben
ausgebildet. Das zweite Bewegungselement 11 ist hier als Dämpfungskolben ausgebildet.
Der gesamte Türbetätiger 1 ist als Türschließer ausgebildet.
[0032] Die beiden Bewegungselemente 6, 11 sind im Gehäuse 2 senkrecht zur Abtriebsachse
3 linearbeweglich geführt.
[0033] Das erste Bewegungselement 6 weist eine erste Rolle 8 auf Die Umfangsfläche der ersten
Rolle 8 bildet eine erste Kontaktfläche 7. Die erste Rolle 8 ist im ersten Bewegungselement
6 um eine erste Rollenachse 9 drehbeweglich gelagert. Die erste Rollenachse 9 erstreckt
sich parallel zur Abtriebsachse 3.
[0034] Das zweite Bewegungselement 11 weist eine zweite Rolle 13 auf. Die Umfangsfläche
der zweiten Rolle 13 bildet eine zweite Kontaktfläche 12. Die zweite Rolle 13 ist
im zweiten Bewegungselement 11 um eine zweite Rollenachse 14 drehbeweglich gelagert.
Die zweite Rollenachse 14 erstreckt sich parallel zur Abtriebsachse 3.
[0035] Des Weiteren weist der Türbetätiger 1 eine erste Feder 10 auf. Die erste Feder 10
dient hier als Schließfeder. Die erste Feder 10 ist im Gehäuse 2 auf einer der Nockenscheibe
5 abgewandten Seite des ersten Bewegungselementes 6 angeordnet. Auf der einen Seite
stützt sich die erste Feder 10 gegen das erste Bewegungselement 6, auf der anderen
Seite kann sich die erste Feder 10 gegen das Gehäuse 2 oder eine nicht dargestellte
Federeinstellung abstützen. Beim Öffnen der Tür wird diese erste Feder 10 gespannt.
Durch Entspannen der ersten Feder 10 kann dann das erste Bewegungselement 6 gemäß
der Darstellung in Fig. 1 nach links bewegt werden, wodurch sich eine rotatorische
Bewegung der Nockenscheibe 5 und somit der Abtriebswelle 4 ergibt. Der Türbetätiger
1 umfasst des Weiteren eine zweite Feder 15 im Gehäuse 2. Die zweite Feder 15 befindet
sich auf der der Nockenscheibe 5 abgewandten Seite des zweiten Bewegungselementes
11. Eine Seite der zweiten Feder 15 stützt sich am zweiten Bewegungselement 11 ab.
Die Anordnung der beiden Federn 10, 15 ist in der Darstellung nach Fig. 1 nur rein
schematisch gezeigt.
[0036] Des Weiteren zeigt Fig. 1 rein schematisch eine Hydraulikkammer 16 innerhalb des
Gehäuses 2. Das zweite Bewegungselement 11 kann bei seiner linearen Bewegung Fluid
aus der Hydraulikkammer 16 verdrängen, wodurch es zu einer Dämpfung der Bewegung des
zweiten Bewegungselementes 11 kommt.
[0037] Des Weiteren zeigt Fig. 1, dass die beiden Rollen 8, 13 Rollenwellen 18 aufweisen.
Diese Rollenwellen 18 erstrecken sich entlang der ersten bzw. zweiten Rollenachse
9, 14. Diese Rollenwellen 18 werden bei der Montage in das jeweilige Bewegungselement
6, 11 eingesteckt und mit Bolzen 17 gegen Herausfallen gesichert. Diese Bolzen 17
erstrecken sich dann entsprechend senkrecht zu den Rollenachsen 9, 14.
[0038] Des Weiteren zeigt Fig. 1 eine Distanzanordnung 20 an bzw. zwischen den beiden Bewegungselementen
6, 11.
[0039] Die detaillierte Ausgestaltung der Distanzanordnung 20 nach dem ersten Ausführungsbeispiel
zeigen die Fig. 2 bis 7.
[0040] Gemäß Fig. 2 umfasst die Distanzanordnung 20 zwei Distanzelemente 21, hier ausgebildet
als Stangen.
[0041] Jedes Distanzelement 21 weist einen Fortsatz 22 auf. Dieser Fortsatz 22 steckt linearbeweglich
in einer Aussparung 23 im zweiten Bewegungselement 11. Auf der gegenüberliegenden
Seite sind die Distanzelemente 21 fest mit dem ersten Bewegungselement 6 verbunden.
[0042] Durch die Linearbeweglichkeit zwischen Fortsatz 22 und Aussparung 23 sind die beiden
Bewegungselemente 6, 11 grundsätzlich relativ zueinander senkrecht zur Abtriebsachse
3 beweglich.
[0043] Um allerdings eine Distanz 32 zwischen den beiden Bewegungselementen 6, 11 in bestimmen
Drehwinkelpositionen der Abtriebswelle 4 bzw. Nockenscheibe 5 zu beschränken, weist
das einzelne Distanzelement 21 einen Absatz 24 auf. Dieser Absatz 24 kann bei der
gewünschten Minimaldistanz an dem zweiten Bewegungselement 11 anschlagen. Insbesondere
die Darstellung in Fig. 5 zeigt, dass sich bei entsprechender Drehwinkelposition ein
Abstand zwischen dem Absatz 24 des Distanzelements 21 und dem zweiten Bewegungselement
11 ergeben kann.
[0044] Fig. 2 zeigt die Nockenscheibe 5 in einer zur Abtriebsachse 3 senkrechten Ebene.
Dabei ist gut zu erkennen, dass die Nockenscheibe 5 herzförmig ausgestaltet ist. Diese
Herzform weist einen Spitzbereich 30 und einen gegenüberliegenden Vertiefungsbereich
31 auf. In der dargestellten Stellung nach Fig. 2 ist der Spitzbereich 30 auf die
zweite Kontaktfläche 12 gerichtet. In dieser Position befindet sich der Türflügel
insbesondere in seiner Schließlage. Dementsprechend wird diese Drehwinkelposition
des Türflügels und der Abtriebswelle 4 und der Nockenscheibe 5 mit 0° beschrieben.
[0045] Ausgehend von dieser 0°-Drehwinkelposition ist ein erster Beschränkungs-Drehwinkelbereich
33 definiert. Dieser erste Beschränkungs-Drehwinkelbereich 33 erstreckt sich insbesondere
über den Spitzbereich 30 der Nockenscheibe 5. In etwa gegenüberliegend ist ein zweiter
Beschränkungs-Drehwinkelbereich 34 definiert. Der zweite Beschränkungs-Drehwinkelbereich
34 erstreckt sich in etwa über den Vertiefungsbereich 31 der Nockenscheibe 5. Die
genauen Winkelbereiche für die beiden Beschränkungs-Drehwinkelbereiche 33, 34 wurden
im allgemeinen Teil definiert. Zwischen den beiden Beschränkungs-Drehwinkelbereichen
33, 34 befinden sich zwei Frei-Drehwinkelbereiche 35.
[0046] Bei der Darstellung nach Fig. 2 befindet sich der Türbetätiger in der Drehwinkelposition
von 0°und somit innerhalb des ersten Beschränkungs-Drehwinkelbereiches 33. Die Distanzanordnung
22 ist hier so ausgebildet, dass der Absatz 24 am zweiten Bewegungselement 11 anliegt
und somit die Distanz 32 beschränkt ist. Dadurch ergibt sich ein Abstand 36 zwischen
der zweiten Kontaktfläche 12 und der Nockenscheibe 5, wodurch eine zu große Flächenbelastung
im Spitzbereich 30 vermieden wird. Die Fig. 3, 4, 6 und 7 zeigen in der Art einer
Lupe den Bereich zwischen der zweiten Rolle 13 und der Nockenscheibe 5 in einer vergrößerten
Darstellung.
[0047] In Fig. 3 ist genauso wie in Fig. 2 die 0°-Drehwinkelposition gezeigt. In dieser
vergrößerten Darstellung ist der Abstand 36 zwischen der zweiten Kontaktfläche 12
und dem Spitzbereich 30 der Nockenscheibe 5 zu sehen.
[0048] Fig. 4 zeigt den Übergang vom ersten Beschränkungs-Drehwinkelbereich 33 in den benachbarten
Frei-Drehwinkelbereich 35. Bei dieser Bewegung verringert sich der Abstand 36 kontinuierlich,
bis die zweite Kontaktfläche 12 in Kontakt mit der Nockenscheibe 5 tritt.
[0049] Fig. 5 zeigt den Türbetätiger 1 im Frei-Drehwinkelbereich 35, bei dem der Kontakt
zwischen zweiter Kontaktfläche 12 und Nockenscheibe 5 vorhanden ist. Im Gegensatz
zum Beschränkungs-Drehwinkelbereich 33, 34 hat sich hier die Distanz 32 zwischen den
beiden Bewegungselementen 6, 11 vergrößert. Dementsprechend liegt auch der Absatz
24 nicht mehr am zweiten Bewegungselement 11 an. Beide Rollen 8, 13 und somit beide
Kontaktflächen 7, 12 wälzen auf der Nockenscheibe 5.
[0050] Fig. 6 zeigt den Übergang vom Frei-Drehwinkelbereich 35 in den zweiten Beschränkungs-Drehwinkelbereich
34. In der Darstellung nach Fig. 6 ist die zweite Kontaktfläche 12 noch in Kontakt
mit der Nockenscheibe 5.
[0051] In Fig. 7 ist der zweite Beschränkungs-Drehwinkelbereich 34 dargestellt. Hier beschränkt
die Distanzanordnung 20 die Distanz 32 wieder auf eine Minimaldistanz, sodass sich
der Abstand 36 zwischen zweiter Kontaktfläche 12 und Nockenscheibe 5 einstellt. Anhand
von Fig. 7 ist zu sehen, dass im zweiten Beschränkungs-Drehwinkelbereich 34 die zweite
Rolle 13 nicht in den Vertiefungsbereich 31 der herzförmigen Nockenscheibe 5 fällt.
[0052] Anhand der Fig. 8 bis 11 wird das zweite Ausführungsbeispiel des Türbetätigers 1
beschrieben. Der grundlegende Aufbau des Türbetätigers 1 wurde bereits anhand von
Fig. 1 beschrieben. Die beiden Ausführungsbeispiele unterscheiden sich lediglich in
der Ausgestaltung der Distanzanordnung 20.
[0053] Fig. 8 zeigt in perspektivischer Ansicht zwei Verdrehsicherungen 37, ausgebildet
als Stangen. Diese beiden Verdrehsicherungen 37 stecken in den beiden Bewegungselementen
6, 11 und sind in diesen beiden Bewegungselementen 6, 11 linear beweglich geführt.
Allerdings weisen die Verdrehsicherungen 37 keinen Anschlag auf, der einen Kontakt
zwischen einer der Kontaktflächen 7, 12 und der Nockenscheibe 5 verhindern würde.
Die beiden Verdrehsicherungen 37 dienen lediglich dazu, dass sich die beiden Bewegungselemente
6, 11 nicht um eine zur Abtriebsachse 3 senkrecht liegende Achse drehen.
[0054] Die Distanzanordnung 20 des zweiten Ausführungsbeispiels umfasst ein Distanzelement
21, das hier jedoch lediglich im zweiten Bewegungselement 11 steckt. Das Distanzelement
21 ist hier fest mit dem zweiten Bewegungselement 11 verbunden. Alternativ könnte
das Distanzelement 21 auch integraler Bestandteil des zweiten Bewegungselementes 11
sein.
[0055] Ferner umfasst hier die Distanzanordnung 20 eine Distanznockenscheibe 38 auf der
Abtriebswelle 4. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Distanznockenscheibe 38
von der Nockenscheibe 5 beabstandet. Zwischen der Distanznockenscheibe 38 und der
Nockenscheibe 5 verlaufen die beiden Verdrehsicherungen 37.
[0056] Das Distanzelement 21 und die Distanznockenscheibe 38 sind hier so ausgebildet und
angeordnet, dass sie sich im ersten und zweiten Beschränkungs-Drehwinkelbereich 33,
34 berühren und dabei die Distanz 32 beschränken. In den beiden Frei-Drehwinkelbereichen
35 erfolgt kein Kontakt zwischen dem Distanzelement 21 und der Distanznockenscheibe
38.
[0057] Im zweiten Ausführungsbeispiel erfüllt das Distanzelement 21 gleichzeitig die Funktion
des Bolzens 17, da das Distanzelement 21 so angeordnet ist, dass es die Rollenwelle
18 der zweiten Rolle 13 vor Herausfallen sichert.
[0058] Fig. 9 bis 11 zeigen für das zweite Ausführungsbeispiel Darstellungen in einer zur
Abtriebsachse 3 senkrechten Ebene.
[0059] Fig. 9 zeigt den ersten Beschränkungs-Drehwinkelbereich 33. Hier stehen die Distanznockenscheibe
38 und das Distanzelement 21 in Kontakt und beschränken dabei die Distanz 32, sodass
es zu dem Abstand 36 zwischen der zweiten Kontaktfläche 12 und der Nockenscheibe 5
kommt.
[0060] Fig. 10 zeigt einen der beiden Frei-Drehwinkelbereiche 35. Hier sind beide Kontaktflächen
7, 12 in Kontakt mit der Nockenscheibe 5. Die Distanznockenscheibe 38 und das Distanzelement
21 beführen sich nicht.
[0061] Fig. 11 zeigt den zweiten Beschränkungs-Drehwinkelbereich 34, bei dem sich durch
einen Kontakt zwischen Distanzelement 21 und Distanznockenscheibe 38 wiederum der
Abstand 36 einstellt.
[0062] Wie die Fig. 8 bis 11 verdeutlichen, ist auch die Distanznockenscheibe 38 herzförmig
ausgestaltet und weist entsprechend einen Spitzbereich und einen gegenüberliegenden
Vertiefungsbereich auf.
[0063] Ein Radius 39 am Spitzbereich der Distanznockenscheibe 38 ist vorzugsweise größer
ausgestaltet als ein Radius 40 am Spitzbereich 30 der Nockenscheibe 5.
Bezugszeichenliste
[0064]
- 1
- Türbetätiger
- 2
- Gehäuse
- 3
- Abtriebsachse
- 4
- Abtriebswelle
- 5
- Nockenscheibe
- 6
- erstes Bewegungselement (Öffnungskolben)
- 7
- erste Kontaktfläche
- 8
- erste Rolle
- 9
- erste Rollenachse
- 10
- erste Feder (Schließfeder)
- 11
- zweites Bewegungselement (Dämpfungskolben)
- 12
- zweite Kontaktfläche
- 13
- zweite Rolle
- 14
- zweite Rollenachse
- 15
- zweite Feder
- 16
- Hydraulikkammer
- 17
- Bolzen
- 18
- Rollenwellen
- 20
- Distanzanordnung
- 21
- Distanzelement
- 22
- Fortsatz
- 23
- Aussparung
- 24
- Absatz
- 30
- Spitzbereich
- 31
- Vertiefungsbereich
- 32
- Distanz
- 33
- erster Beschränkungs-Drehwinkelbereich
- 34
- zweiter Beschränkungs-Drehwinkelbereich
- 35
- Frei-Drehwinkelbereich
- 36
- Abstand
- 37
- Verdrehsicherung
- 38
- Distanznockenscheibe
- 39
- Radius am Spitzbereich der Distanznockenscheibe
- 40
- Radius am Spitzbereich der Nockenscheibe
1. Türbetätiger (1) zum Öffnen und/oder Schließen eines Türflügels, umfassend
• ein Gehäuse (2),
• eine im Gehäuse (2) drehbar gelagerte Abtriebswelle (4) mit einer Nockenscheibe
(5), wobei die Abtriebswelle (4) zur Drehmomentübertragung auf den Türflügel ausgebildet
ist,
• ein im Gehäuse (2) linearbeweglich geführtes erstes Bewegungselement (6), vorzugsweise
ein Öffnungskolben, mit einer ersten Kontaktfläche (7),
• ein im Gehäuse (2) linearbeweglich geführtes zweites Bewegungselement (11), vorzugsweise
ein Dämpfungskolben, mit einer zweiten Kontaktfläche (12), und
• eine im Gehäuse (2) angeordnete Distanzanordnung (20),
• wobei die Nockenscheibe (5) zwischen den beiden Kontaktflächen (7, 12) und zum Abwälzen
auf den beiden Kontaktflächen (7, 12) angeordnet ist,
• wobei die Distanzanordnung (20) in zumindest einem Beschränkungs-Drehwinkelbereich
(33, 34) der Abtriebswelle (4) die Minimaldistanz zwischen den Bewegungselementen
(6, 11) beschränkt und in zumindest einem Frei-Drehwinkelbereich (35) die Linearbeweglichkeit
der beiden Bewegungselemente (6, 11) relativ zueinander nicht beschränkt, und
• wobei in dem zumindest einen Beschränkungs-Drehwinkelbereich (33, 34) nur eine der
beiden Kontaktflächen (7, 12) an der Nockenscheibe (5) anliegt und die andere Kontaktfläche
von der Nockenscheibe (5) beabstandet ist.
2. Türbetätiger (1) nach Anspruch 1, wobei in jedem Frei-Drehwinkelbereich (35) beide
Kontaktflächen (7, 12) an der Nockenscheibe (5) anliegen.
3. Türbetätiger (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Nockenscheibe
(5) herzförmig ist und dabei einen Spitzbereich (30) aufweist, wobei der Spitzbereich
(30) bei einer Drehwinkelposition von 0° auf die zweite Kontaktfläche (12) gerichtet
ist und ein erster Beschränkungs-Drehwinkelbereich (33) zwischen -10° und +10°, vorzugsweise
zwischen -5°und +5°, liegt.
4. Türbetätiger (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Nockenscheibe
(5) herzförmig ist und dabei einen Vertiefungsbereich (31) aufweist, wobei eine Mitte
des Vertiefungsbereichs (31) bei einer Drehwinkelposition von V auf die zweite Kontaktfläche
(12) gerichtet ist, wobei V zwischen 120° und 240° liegt, und wobei ein zweiter Beschränkungs-Dre
hwinkelbereich (34) zwischen V-45° und V+45°, vorzugsweise zwischen V-30° und V+30°,
liegt.
5. Türbetätiger (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Distanzanordnung
(20) zumindest ein Distanzelement (21) umfasst, wobei das Distanzelement (21) in einem
der beiden Bewegungselemente (11) linearbeweglich geführt ist und im Beschränkungs-Drehwinkelbereich
(33, 34) an diesem Bewegungselement (11) anschlägt.
6. Türbetätiger (1) nach Anspruch 5, wobei das Distanzelement (21) in einer Aussparung
(23), in einem der beiden Bewegungselemente (11) linearbeweglich gleitet.
7. Türbetätiger (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei das Distanzelement (21)
einen Absatz (24) als Anschlag aufweist.
8. Türbetätiger (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei das Distanzelement (21) fest
mit einem der beiden Bewegungselemente (6) verbunden oder integral mit einem der beiden
Bewegungselemente (6) ausgebildet ist.
9. Türbetätiger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Distanzanordnung (20)
eine Distanznockenscheibe (38) auf der Abtriebswelle (3) und ein Distanzelement (21)
am zweiten Bewegungselement (11) aufweist, wobei das Distanzelement (21) fest mit
dem zweiten Bewegungselement (11) verbunden oder integral mit dem zweiten Bewegungselement
(11) ausgebildet ist, wobei im zumindest einen Beschränkungs-Drehwinkelbereich (33,
34) die Distanznockenscheibe (38) am Distanzelement (21) anliegt.
10. Türbetätiger (1) nach Anspruch 9, wobei der Radius (39) am Spitzbereich der Distanznockenscheibe
(38) größer ist als der Radius (40) am Spitzbereich der Nockenscheibe (5).
11. Türbetätiger (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend eine erste Feder
(10), insbesondere Schließfeder, im Gehäuse (2), wobei das erste Bewegungselement
(6) durch die erste Feder (10) in Richtung der Nockenscheibe (5) bewegbar ist.
12. Türbetätiger (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend eine zweite Feder
(15) im Gehäuse, wobei das zweite Bewegungselement (6) durch die zweite Feder (15)
in Richtung der Nockenscheibe (5) bewegbar ist.
13. Türbetätiger (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend eine Hydraulikammer
(16) im Gehäuse (2), wobei durch Bewegen des zweiten Bewegungselementes (11) Fluid
aus der Hydraulikkammer (16) durch eine Drossel hindurch verdrängbar ist.
14. Türbetätiger (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Kontaktfläche
(7) durch eine erste Rolle (8) gebildet ist, die im ersten Bewegungselement (6) drehbar
gelagert ist, und/oder wobei die zweite Kontaktfläche (12) durch eine zweite Rolle
(13) gebildet ist, die im zweiten Bewegungselement (11) drehbar gelagert ist.