[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einschießen einer Schußwaffe mit einer Zieleinrichtung,
die ein Erfassen eines Wärmebilds ermöglicht, insbesondere eines Gewehrs, wobei in
einem Abstand zur Schußwaffe eine zu treffende Zielsimulation angeordnet wird, nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
8.
[0002] Es ist bekannt, für Schießen bei Dunkelheit Zielfernrohre oder andere Nachtsichtgeräte
zu verwenden, die auf Infrarotlicht reagieren, also abgegebene Wärmestrahlung, etwa
eines Tiers, erfassen können.
[0003] Beim Schießen in der Dunkelheit ist es - ebenso wie am Tage - erforderlich, zunächst
die Schußwaffe "einzuschießen", also zu prüfen, ob die gewünschte Schußbahn der angepeilten
entspricht oder ob der Schuß zu weit links oder rechts und/oder zu weit oben oder
unten vom angepeilten Ziel landet.
[0004] Das Ziel ist jedoch bei Dunkelheit optisch nicht zu erkennen.
[0005] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, auch bei schlechter oder fehlender Sicht
eine einfache und preiswerte Möglichkeit einer Kalibrierung einer auf Wärmestrahlung
basierenden Zielerfassung bereitzustellen.
[0006] Die Erfindung löst dieses Problem durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1, das selbstverständlich nicht nur im Dunkeln, sondern auch bei zur Verfügung stehender
Sicht angewendet werden kann, sowie durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
8. Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die abhängigen Ansprüche
2 bis 7 und 9 bis 15 verwiesen.
[0007] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird es dadurch, daß die Zielsimulation mit einem
wärmeabgebenden Zielkörper von geringer Kantenlänge versehen wird, möglich, auch bei
fehlender Sicht, etwa bei Dunkelheit, eine Kalibrierung der Wärmebilderfassung zu
ermöglichen. Die Wärmeabstrahlung des Zielkörpers kann etwa über ein Wärmebild-Nachtsichtgerät,
das auch als Zielfernrohr ausgebildet sein kann, erfaßt werden. Mit der geringen Kantenlänge
des Zielkörpers wird eine hohe Präzision für eine genaue Kalibrierung erreicht.
[0008] Insbesondere weist so ein Zielkörper eine Temperatur von ca. 35°C bis mehr als 50°C
auf und kann diese über mehrere Stunden halten. Er kann als Einwegkörper ausgebildet
und zumindest auf einer Seite selbstklebend sein.
[0009] Günstig ist der wärmeabgebende Zielkörper pflasterartig ausgebildet und kann so auf
zum Beispiel eine an sich bekannte Zielkarte aufgeklebt werden. Ein solcher, eher
flacher, Heizkörper wird auch als Heizpad bezeichnet.
[0010] Um die Wärmeabgabe zu ermöglichen, kann vorteilhaft der wärmeabgebende Zielkörper
mit einer Substanz nach Art eines Handwärmers versehen oder befüllt sein.
[0011] Hierbei ist beispielsweise preiswert möglich, daß der wärmeabgebende Zielkörper Eisenpulver
enthält, das mit Luftsauerstoff in einer exothermen Reaktion zu Eisenoxid reagiert.
Dann reicht das Aufreißen einer luftdichten Verpackung des Zielkörpers, um die Wärmeabgabe
zu starten.
[0012] Derartige Zielkörper sind vorteilhaft Einwegprodukte. Sie können besonders vorteilhaft
in einzeln abreißbaren Vakuumverpackungen gehalten sein. Diese bilden zum Beispiel
zusammenhängende Streifen von 5 bis 20 Stück zusammengefaßt sein.
[0013] Sehr günstig hat der wärmeabgebende Zielkörper eine regelmäßige geometrische Umrißgestalt,
etwa einen Kreis, ein Quadrat oder ein Sechseck, so daß er aus einiger Entfernung
(typisch bis über 100 Meter) eine in etwa punktförmige Anmutung und -symmetrie aufweist.
[0014] Um dabei eine möglichst hohe Exaktheit des Kalibrierens zu erreichen, sollte der
wärmeabgebende Zielkörper relativ klein sein und maximale Kantenlängen von weniger
als 40 Millimetern, insbesondere weniger als 30 Millimetern, aufweisen.
[0015] Wenn etwa das o. g. Eisenpulver oder andere exotherm reagierende Stoffe an einen
Träger wie beispielsweise Aktivkohle gebunden ist oder sind, ist es möglich, daß der
wärmeabgebende Zielkörper vor seiner Anbringung auf der Zielkarte zurechtgeschnitten
wird und so auf die gewünschte Größe und Umrißgestalt gebracht wird. Es ist auch möglich,
daß Zielkörper in verschiedener Größe und Umrißgestalt (zum Beispiel Quadrate mit
Kantenlängen von 40 Millimetern, Quadrate mit Kantenlängen von 30 Millimetern, Kreise
mit Durchmessern von 20 Millimetern...).
[0016] In jedem Fall kann der wärmeabgebende Zielkörper vor Benutzung in das Zentrum einer
Zielkarte, die zum Beispiel Kantenlängen von 20 bis 30 Zentimetern aufweist, geklebt
werden, so daß auch leicht versetzte Schüsse umliegend auf der Zielkarte einschlagen
und dadurch in ihrer Abweichung bei anschließender Auswertung der Zielkarte sichtbar
sind.
[0017] Sofern der wärmeabgebende Zielkörper zusätzlich mit einem phosphoreszierenden und/oder
fluoreszierenden Stoff versehen ist und Licht im sichtbaren Bereich abgibt, kann zusätzlich
oder alternativ auch eine optische Erkennbarkeit des Zielkörpers möglich sein. Dann
kann auch eine optische Zielerfassung erfolgen, zum Beispiel über eine Restlichtzielerfassung.
[0018] Eine Zielsimulation mit zumindest einem wärmeabgebenden Zielkörper zum Kalibrieren
einer Schußwaffe mit einer Zieleinrichtung, die ein Erfassen eines Wärmebilds ermöglicht,
insbesondere eines so ausgestatteten Gewehrs, ist gesondert beansprucht. Der Zielkörper
kann unabhängig von beispielsweise Zielkarten oder anderen Teilen der Zielsimulation
konfektioniert sein. Die beanspruchte Zielsimulation kann auch nur aus einem Zielkörper
bestehen, der zum Beispiel geklebt oder genagelt werden kann.
[0019] Insbesondere kann ein solcher wärmeabgebender Zielkörper pflasterartig ausgebildet
sein und am Zentrum einer Zielkarte befestigt oder befestigbar sein. Zum Beispiel
ist der Zielkörper hierfür mit einer selbstklebenden Rückseite versehen. Der Zielkörper
ist insbesondere regelmäßig geometrisch geformt, beispielsweise quadratisch oder rund,
so daß die Abweichungen der tatsächlichen von der gewünschten Schußbahn in jeder Richtung
gleichwertig nachverfolgt werden können.
[0020] Insbesondere ist der wärmeabgebende Zielkörper mit einer Substanz nach Art eines
Handwärmers versehen oder befüllt und reagiert mit Luft exotherm zum Ermöglichen der
Wärmeabgabe. Ein weiteres Zutun, etwa eine elektrische Spannung oder ein Anfeuchten,
ist dann nicht erforderlich. Die Bedienung ist werkzeuglos und besonders einfach möglich.
[0021] Dabei kann der wärmeabgebende Zielkörper bis zum Einsatz in einer luftdichten Verpackung
gehalten sein, die insbesondere für jeden einzelnen Zielkörper ein luftdichtes Abteil
vorsieht. Die Zielkörper können dann einzeln entnommen und jeweils bei Bedarf aktiviert
werden.
[0022] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus in der Zeichnung dargestellten
und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen des Gegenstandes der Erfindung.
[0023] In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine beispielhafte Gesamtansicht eines Szenarios zum Einschießen einer Schußwaffe
mit einem Hochstand und beabstandet hierzu stehenden Bäumen, von denen zumindest einer
als Halterung für die Zielsimulation dient,
- Fig. 2
- eine Einzelteilansicht einer Zielkarte mit einem aufgeklebten Zielkörper im Zentrum,
- Fig. 3
- einen runden Zielkörper in Ansicht von vorne und in schematischer Seitenansicht,
- Fig. 4
- unterschiedliche Formen von Zielkörpern in Ansicht von vorne.
[0024] In Figur 1 ist schematisch ein Verfahren zum Kalibrieren einer Wärmebilderfassung
einer Schußwaffe, insbesondere eines Gewehrs, angedeutet, wobei das Gewehr - selbst
nicht dargestellt - hier von einem Hochstand 2 was natürlich nicht zwingend ist, auf
eine Zielsimulation 1 abgeschossen wird. Das Verfahren kann bei Helligkeit oder insbesondere
auch bei Nebel, Dunkelheit oder anderer Sichteinschränkung durchgeführt werden.
[0025] Insbesondere wird eine derartige Schußwaffe zunächst bei Sicht eingeschossen und
ggf. auch hinsichtlich einer Wärmebilderfassung optimiert. Wenn dann in der folgenden
Nacht gejagt werden soll, wird die Wärmebilderfassung dann im Dunkeln mit dem genannten
Verfahren kalibriert. Die Schußwaffe ist hierfür mit einer Wärmebilderfassung versehen,
die beispielsweise mit Hilfe eines Nachtsichtzielgeräts oder eines Wärmebildzielgeräts
arbeitet. Dabei kann eine Feinjustierung in jeder Richtung möglich sein, etwa auch
eines Monitors, der ein Wärmebild optisch anzeigen kann.
[0026] Unter einem Einschießen und der zugehörigen Kalibrierung wird hier jedwedes Schießen
auf eine Zielsimulation 1 verstanden. Diese kann auch beispielsweise beweglich sein
- hier nicht dargestellt -, zum Beispiel über einen motorischen Antrieb. Das Kalibrieren
muß nicht am Anfang eines Jagens stehen, sondern kann auch zwischendrin immer wieder
durchgeführt werden.
[0027] Für das Verfahren wird in einem Abstand zur Schußwaffe eine zu treffende (feste oder
bewegliche) Zielsimulation 1 angeordnet. Der Abstand kann dem entsprechen, der üblichen
Jagd- und Schußbedingungen entspricht, also in Horizontalrichtung typisch 50 Meter
bis deutlich über 100 Meter betragen.
[0028] Diese Zielsimulation 1 ist in Funktion zumindest mit einem wärmeabgebenden Zielkörper
3 versehen - oder besteht aus diesem -, der beispielsweise auf eine Zielkarte 4 in
deren Zentrum aufgeklebt ist. Die Verwendung einer Zielkarte 4 ist natürlich nicht
zwingend. Der Zielkörper 3 kann auch für sich eine Zielsimulation 1 darstellen.
[0029] Der Zielkörper 3 oder die diesen haltende Zielkarte 4 kann ihrerseits an einem Baum
5, einem Zaun oder einer anderen Halterung festgelegt sein. Die Art der Festlegung
ist variabel: beispielsweise kommt einfach ein Kleben oder Nageln in Frage.
[0030] Durch den wärmeabgebenden Zielkörper 3 ist dieser auch aus großer Entfernung über
eine Infraroterfassung, beispielsweise über ein Nachtsichtzielgerät oder ein Wärmebildzielgerät,
erkennbar, auch wenn kein oder zu wenig Licht im sichtbaren Bereich vorhanden ist.
Dabei kann ein gesondertes Nachtsichtgerät und/oder insbesondere ein Zielfernrohr
mit Infraroterfassung an der Schußwaffe verwendet werden, um das Wärmesignal (Infrarotstrahlung)
über den Abstand zu erfassen. Die Temperatur des Zielkörpers 3 liegt in Funktion vorzugsweise
bei über 35°C. Bei der angesprochenen chemischen Reaktion treten über 6 bis 24 Stunden
Temperaturen von ca. 50°C auf.
[0031] Es werden nach Plazierung der Zielsimulation 1 mehrere Schüsse entlang der gestrichelt
eingezeichneten Schußlinie 6 auf den Wärmekörper 3 abgegeben; anschließend geht der
Schütze oder eine andere Person zur Zielkarte und betrachtet, an welcher Stelle (des
Zielkörpers 3 oder der umliegenden Zielkarte 4) die Schüsse eingeschlagen haben. Anhand
der Abweichung läßt sich die Kalibrierung der Wärmebilderfassung, zum Beispiel die
Feinausrichtung eines Monitors für das Wärmebild, korrigieren. Dann bildet das Wärmebild
exakt die Realität ab, so daß dann die Schußwaffe zielgenau eingesetzt werden kann.
Eventuell muß das Einschießen mit der genannten Kalibrierung mehrere Male durchgeführt
werden. Die Zielkörper 3 können selbst zerschossen werden, dies ist unkritisch.
[0032] Der wärmeabgebende Zielkörper 3 kann pflasterartig ausgebildet sein, wobei die Rückseite,
die etwa auf die Zielkarte 4 geklebt wird, für ein einfaches Handling insbesondere
selbstklebend ausgeführt sein kann, jedoch nicht muß. Eine Schutzfolie der Klebefläche
9 kann vor Ort abgezogen werden.
[0033] Der wärmeabgebende Zielkörper 3 kann beispielsweise mit einer Substanz nach Art eines
Handwärmers versehen oder befüllt sein. Für eine Einmalverwendung kann hierbei der
wärmeabgebende Zielkörper 3 Eisenpulver oder ein anderes Material enthalten, das mit
Luftsauerstoff in einer exothermen Reaktion zu Eisenoxid bzw. einem anderen Oxid reagiert.
Die Wärmeabgabe setzt dann automatisch durch Zufuhr von Luftsauerstoff, also durch
Öffnen der Verpackung, ein. In dem Fall ist es sinnvoll, die Zielkörper 3 bis zu ihrem
Einsatz vereinzelt in einer luftdichten Verpackung zu halten. Insbesondere kann für
jeden Zielkörper 3 ein einzelnes luftdichtes Abteil vorgesehen sein; diese können
als zusammenhängender Abreißstreifen, etwa über Perforationen, ausgebildet sein.
[0034] Auch andere chemische und/oder physikalische Mechanismen für die Wärmeabgabe können
möglich sein. Dabei ist je nach Mechanismus wie hier eine Einmalverwendung möglich,
oder es kann alternativ eine Mehrfachverwendung der Zielkörper 3 möglich sein.
[0035] Um ein exaktes Anpeilen beim Schießen zu ermöglichen, hat günstig der wärmeabgebende
Zielkörper 3 eine regelmäßige geometrische Umrißgestalt, wie etwa eine Kreisform,
eine quadratische, sechs- oder achteckige Form. In Figur 4 sind ein paar solcher Formen
angedeutet. Die Kantenlänge 7 bzw. der Durchmesser 8 liegt dabei insbesondere unterhalb
von 40 Millimetern, um eine zu breite und schwammige Wärmeabstrahlung zu vermeiden.
Besonders günstig sind Kantenlängen von ca. 30 Millimetern.
[0036] Um den Zielkörper 3 herum kann auch noch ein schmaler, nicht befüllter Saum eines
Pads oder ähnliches vorgesehen sein. Dieser kann etwa eine Dicke von 3 bis 8 Millimetern
haben.
[0037] Je nach Ausbildung des Zielkörpers 3 kann es möglich sein, diesen zurechtzuschneiden.
Sofern er jedoch Eisenpulver oder ähnliches enthält, kann dieses jedoch, sofern nicht
gebunden, beim Zuschneiden herausrieseln.
[0038] Deswegen ist alternativ vorgesehen, daß ein wärmeabgebender Zielkörper 3 in verschiedenen
Maßen und Außenumrißgestalten angeboten wird und direkt passend verwendet werden kann.
[0039] Hierfür können zum Beispiel Zielkörper 3 entweder von Anfang an vollständig vereinzelt
sein oder an einer Perforation voneinander abgetrennt und direkt vor Benutzung in
das Zentrum einer Zielkarte 4 geklebt werden.
[0040] Derartige Zielkörper 3 können eine Dicke von zum Beispiel wenigen Millimetern bis
etwa 10 Millimeter aufweisen, wie etwa in Figur 3 sichtbar ist. Der Zielkörper 3 muß
keine exakt rechtwinklige Form aufweisen, sondern kann eine leichte Kissenform und
Verformbarkeit zeigen.
[0041] Um auch eine optische Erfassung des Zielkörpers 3 zu ermöglichen, kann der wärmeabgebende
Zielkörper zusätzlich mit einem phosphoreszierenden und/oder fluoreszierenden Stoff
versehen sein und auch Licht im sichtbaren Bereich abgeben. Dies erleichtert die Kontrolle
der korrekten Schußbahn 6. Auch ein längeres Nachleuchten ist dabei möglich.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 1
- Zielsimulation,
- 2
- Hochstand,
- 3
- wärmeabgebender Zielkörper,
- 4
- Zielkarte,
- 5
- Baum,
- 6
- Schußlinie,
- 7
- Kantenlänge,
- 8
- Durchmesser,
- 9
- Klebefläche
1. Verfahren zum Einschießen einer Schußwaffe, insbesondere eines Gewehrs, mit einer
Zieleinrichtung, die ein Erfassen eines Wärmebilds ermöglicht, wobei in einem Abstand
zur Schußwaffe eine zu treffende Zielsimulation (1) angeordnet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zielsimulation (1) mit einem wärmeabgebenden Zielkörper (3) versehen wird, der
maximale Kantenlängen (7) oder einem maximalen Durchmesser (8) von weniger als 40
Millimetern aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) pflasterartig ausgebildet ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) mit einer Substanz nach Art eines Handwärmers versehen
oder befüllt ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) Eisenpulver oder ein anderes Material enthält,
das mit Luftsauerstoff in einer exothermen Reaktion zu Eisenoxid bzw. einem anderen
Oxid reagiert.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) eine regelmäßige geometrische insbesondere rechteckige
oder runde, Umrißgestalt hat.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper maximale Kantenlängen (7) bzw. Durchmesser (8) von
weniger als 30 Millimetern aufweist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) vor Benutzung in das Zentrum einer Zielkarte (4)
geklebt wird.
8. Zielsimulation (1) zum Einschießen einer Schußwaffe, insbesondere eines Gewehrs, mit
einer Zieleinrichtung, die ein Erfassen eines Wärmebilds ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zielsimulation (1) zumindest einen in Funktion wärmeabgebenden Zielkörper (3)
umfaßt, der maximale Kantenlängen (7) oder einem maximalen Durchmesser (8) von weniger
als 40 Millimetern aufweist.
9. Zielsimulation (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) pflasterartig ausgebildet und am Zentrum einer
Zielkarte (4) befestigt oder befestigbar ist.
10. Zielsimulation (1) nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) mit einer Substanz nach Art eines Handwärmers versehen
oder, befüllt ist.
11. Zielsimulation (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) maximale Kantenlängen (7) bzw. Durchmesser (8)
von weniger als 30 Millimetern, aufweist.
12. Zielsimulation (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) bis zum Einsatz in einer luftdichten Verpackung
gehalten ist.
13. Zielsimulation (1) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die luftdichte Verpackung eine Mehrzahl von einzeln abreißbaren Abteilungen umfaßt.
14. Zielsimulation (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) selbstklebend ist.
15. Zielsimulation (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wärmeabgebende Zielkörper (3) zusätzlich mit einem phosphoreszierenden und/oder
fluoreszierenden Stoff versehen ist und Licht im sichtbaren Bereich abgibt.