[0001] Die Erfindung betrifft eine Direktdruckmaschine und ein Direktdruckverfahren zur
Bedruckung von Behältern mit einem mehrfarbigen Direktdruck nach dem Oberbegriff von
Anspruch 1 bzw. 13.
[0002] Üblicherweise werden Behälter, wie beispielsweise Getränkebehälter, in einer Etikettiermaschine
mit einem Etikett versehen, um den Behälterinhalt zu kennzeichnen und/oder zu bewerben.
[0003] In jüngster Zeit werden dazu jedoch zunehmend Direktdruckmaschinen und -verfahren
eingesetzt, wobei die Behälter anstatt oder zusätzlich zu den Etiketten mit einem
Direktdruck nach dem Tintenstrahlprinzip versehen werden. Dadurch ist es möglich,
die Behälter in einem Behälterstrom jeweils individuell zu bedrucken.
[0004] Derartige Direktdruckmaschinen umfassen üblicherweise einen Transporteur zum Transport
der Behälter und mehreren daran angegliederten, stationären Direktdruckstationen mit
Direktdruccköpfen, um die Behälter mit dem mehrfarbigen Direktdruck zu bedrucken.
Mit dem Transporteur werden die Behälter beispielsweise in Behälteraufnahmen aufgenommen
und zu den stationären Direktdruckstationen transportiert. An den stationären Direktdruckstationen
werden die Behälter jeweils mittels der Behälteraufnahmen gedreht und dabei mit einem
oder mehreren Direktdruckköpfen aus einer Vielzahl von Druckdüsen mit einer Druckfarbe
bedruckt. Die Druckdüsen werden so gesteuert, dass die auf den Behälter abgegebenen
Tintentropfen das gewünschte Druckbild erzeugen. Für den mehrfarbigen Direktdruck
werden die Behälter an den Direktdruckstationen vorbeitransportiert und dort sequenziell
mit unterschiedlichen Druckfarben, beispielsweise Weiß, Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz
bedruckt. Denkbar ist auch der Druck mit Sonderfarben, wie beispielsweise Silber oder
Gold. Zudem umfassen derartige Direktdruckmaschinen ein Tintenversorgungssystem zur
Versorgung der Direktdruckstationen mit den Druckfarben, das je Druckfarbe an der
stationären Direktdruckstation einen Vorratstank umfasst.
[0005] Nachteilig bei den bekannten Tintenversorgungssystemen ist, dass das Nachfüllen der
Druckfarbe in die Vorratstanks von einer Bedienperson häufig durchzuführen und dabei
zeitaufwändig ist. Ferner gibt es bei den bekannten Tintenversorgungssystemen keine
Kontrolle von Fehlbedienungen durch die Bedienperson, wodurch es beispielsweise zu
einer Verschmutzung der Maschine oder zu einem Nachfüllen von unpassender oder abgelaufener
Druckfarbe in die Vorratsbehälter kommen kann. Darüber hinaus müssen die Druckfarben
in den Vorratstanks bei einem hohen Behälterdurchsatz entsprechend oft aus Kunststoffbehältern
nachgefüllt werden, wodurch ein entsprechend hohes Abfallaufkommen an Kunststoffen
entsteht.
[0006] Die
DE 10 2015 215224 A1 offenbart eine Behälterbehandlungsmaschine und ein Verfahren zur Bedruckung von Behältern.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Direktdruckmaschine und ein
Direktdruckverfahren zur Bedruckung von Behältern mit einem Direktdruck bereitzustellen,
bei dem das Tintenversorgungssystem bezüglich der oben genannten Nachteile verbessert
ist.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabenstellung stellt die Erfindung eine Direktdruckmaschine
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bereit. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen genannt.
[0009] Dadurch, dass die Direktdruckmaschine die Nachfüllstation mit mehreren Aufnahmeplätzen
für austauschbare Nachfülltanks umfasst, kann die Bedienperson die austauschbaren
Nachfülltanks zentral in die Aufnahmeplätze der Nachfüllstation einbringen. Folglich
muss die Bedienperson nicht mehr die Vorratstanks an den einzelnen Direktdruckstationen
befüllen, wodurch entsprechende Laufwege eingespart werden. Durch das automatische
Umpumpen der Druckfarbe aus den austauschbaren Nachfülltanks in die Vorratstanks kann
zudem das Nachfüllen der Druckfarben ohne Eingriff der Bedienperson erfolgen, woraus
eine weitere Zeitersparnis resultiert. Dadurch, dass die austauschbaren Nachfülltanks
in den Aufnahmeplätzen aufgenommen werden, ist es möglich, die korrekte Zuordnung
der austauschbaren Nachfülltanks und/oder die Qualität der darin abgefüllten Druckfarbe
maschinell zu kontrollieren. Dadurch kann eine Fehlbedienung durch die Bedienperson
verhindert werden.
[0010] Die Direktdruckmaschine kann in einer Getränkeverarbeitungsanlage angeordnet sein.
Die Direktdruckmaschine kann einer Abfüllanlage zum Abfüllen eines Produkts in die
Behälter und/oder einem Verschließer zum Verschließen der Behälter mit Verschlüssen
nachgeordnet sein. Die Direktdruckmaschine kann dem Füllprozess aber auch vorgeschaltet
sein und/oder einem Behälterherstellungsprozess direkt nachgeschaltet sein. Losgelöst
davon, kann es sich auch um eine Direktdruckmaschine handeln, die keiner Anlage zugeordnet
ist, sondern im sogenannten Stand-Alone-Betrieb arbeitet.
[0011] Die Behälter können dazu vorgesehen sein, Getränke, Hygieneartikel, Pasten, chemische,
biologische und/oder pharmazeutische Produkte aufzunehmen. Im Allgemeinen können die
Behälter für jegliche fließfähige bzw. abfüllbare Medien vorgesehen sein. Die Behälter
können aus Kunststoff, Glas und/oder Metall bestehen, aber auch hybride Behälter mit
Materialmischungen sind denkbar. Die Behälter können Flaschen, Dosen, Getränkebehälter
und/oder Tuben sein.
[0012] Der Transporteur kann ein Karussell und/oder daran mitlaufend angeordnete Behälteraufnahmen
umfassen. Dadurch können die Behälter in einem vorbestimmten Raster transportiert
und gegenüber der Direktdruckstation beim Bedrucken gedreht werden. Vorzugsweise kann
das Karussell um eine vertikale Achse mittels eines Antriebs drehbar sein. Mit "vertikal"
kann hier die Richtung gemeint sein, die auf den Erdmittelpunkt zeigt bzw. in Richtung
der Schwerkraft verläuft. Der Transporteur kann dazu ausgebildet sein, die Behälter
intermittierend oder kontinuierlich zu transportieren. Bei einem intermittierenden
Transport werden die Behälter jeweils beim Bedrucken gegenüber der wenigstens einen
stationären Direktdruckstation kurz angehalten und anschließend weitertransportiert.
Denkbar ist jedoch auch der kontinuierliche Transport, bei dem die Behälter während
des Druckvorgangs durch den Transporteur weitertransportiert werden.
[0013] Die stationären Direktdruckstationen können jeweils einen oder mehrere Direktdruckköpfe
umfassen, um damit eine der Druckfarben zu drucken. Vorzugsweise können die stationären
Direktdruckstationen jeweils einen der Vorratstanks des Tintenversorgungssystems für
die jeweilige Druckfarbe umfassen. Die Direktdruckköpfe können mit einem Digital-
bzw. Tintenstrahldruckverfahren arbeiten, bei dem die Tinte mittels einer Vielzahl
von Druckdüsen an die Behälter abgegeben wird. "Tintenstrahldruckverfahren" kann hier
bedeuten, dass in Kammern einer Druckdüse ein plötzlicher Druckanstieg über Piezo-
oder Thermoelemente derart erzeugt wird, dass eine kleine Menge an Druckflüssigkeit
durch die Druckdüse gedrückt und als Drucktropfen an den Behälter abgegeben wird.
Die Direktdruckköpfe können jeweils eine Anzahl von Druckdüsen in einem Bereich von
100 bis 10000, insbesondere in einem Bereich von 500 bis 5000 Düsen aufweisen. Die
Druckdüsen können in einer oder mehreren Düsenreihen angeordnet sein (beispielsweise
1 - 4), die insbesondere parallel zur Behälterachse angeordnet sind.
[0014] Mit "stationären" Direktdruckstationen kann hier gemeint sein, dass die Direktdruckstationen
gegenüber einer Maschinenbasis oder einer Standfläche für die Direktdruckmaschine
stationär bzw. feststehend angeordnet sind.
[0015] Das Tintenversorgungssystem kann je Direktdruckkopf wenigstens einen Headertank umfassen,
um einen Meniskusdruck des Direktdruckkopfs einzustellen. Dadurch kann eine besonders
hohe Druckqualität gewährleistet werden. Mit "Meniskusdruck" kann hier eine Druckdifferenz
zwischen einem Vorlauf und einem Rücklauf an dem Direktdruckkopf gemeint sein. Ebenso
kann damit ein Betriebsdruck der Druckfarbe im Direktdruckkopf gemeint sein. Vorzugsweise
kann nach dem jeweiligen Vorratstank eine Verteilereinheit angeordnet sein, um die
Druckfarbe auf mehrere Direktdruckköpfe zu verteilen, vorzugsweise über den wenigstens
einen Headertank. Dadurch können die Direktdruckköpfe aus demselben Vorratstank mit
derselben Druckfarbe versorgt werden, wodurch der Druckbereich an den Behältern vergrößert
wird. Vorzugsweise kann das Tintenversorgungssystem je Vorratstank einen Vorlauf und/oder
einen Rücklauf umfassen, um die Druckfarbe aus dem entsprechenden Vorratstank durch
wenigstens einen der Direktdruccköpfe hindurch zu zirkulieren bzw. zu wenigstens einem
der Direktdruckköpfe zu fördern. Dadurch wird eine Sedimentation im Tintenversorgungssystem
vermieden. Vorzugsweise kann der Vorlauf und/oder der Rücklauf über die Verteilereinheit
zu mehreren Direktdruckköpfen hin aufgeteilt werden. Folglich kann die Druckfarbe
aus einem Vorratstank durch mehrere Direktdruckköpfe hindurch zirkuliert werden. Das
Tintenversorgungssystem kann je Vorratstank wenigstens eine Tintenpumpe umfassen,
um daraus die Druckfarbe zu entnehmen und zu einem oder mehreren der Direktdruckköpfe
hin- bzw. zurück zu fördern. Denkbar ist, dass jeweils im Vorlauf und/oder im Rücklauf
eine Tintenpumpe angeordnet ist.
[0016] Die Vorratstanks können das gleiche oder ein größeres Volumen aufweisen, als die
austauschbaren Nachfülltanks, um den gesamten Inhalt an Druckfarbe eines austauschbaren
Nachfülltanks in einen der Vorratstanks auf einmal umzupumpen. Die Vorratstanks können
jeweils dazu vorgesehen sein, einen Vorrat an Druckfarbe für die jeweilige Direktdruckstation
aufzunehmen.
[0017] Die austauschbaren Nachfülltanks können für eine Bedienperson mit der Nachfüllstation
koppelbar ausgebildet sein, vorzugsweise mit einem Anschluss zur Entnahme der Druckfarbe.
"Austauschbar" kann hier bedeuten, dass die austauschbaren Nachfülltanks während eines
Druckbetriebs der Direktdruckmaschine entnehmbar ausgebildet sind, beispielsweise
in dem sie in die Aufnahmeplätze eingelegt und/oder mittels eines Schnellverschlusses
gesichert werden. Ebenso kann "austauschbar" bedeuten, dass die Nachfülltanks während
des Druckbetriebs für die Bedienperson von außen direkt zugänglich sind, um sie auszutauschen.
[0018] Die Direktdruckmaschine kann eine Steuerungseinheit zur Steuerung der Direktdruckstationen,
der Direktdruckköpfe und/oder des Transporteurs, vorzugsweise der daran angeordneten
Behälteraufnahmen und/oder des Tintenversorgungssystems umfassen oder mit dieser zusammenarbeiten
bzw. damit verbunden sein. Die Steuerungseinheit kann eine CPU, einen Bildschirm und/oder
eine Eingabeeinheit umfassen.
[0019] Alle Aufnahmeplätze können zusammen als Einheit in der Nachfüllstation angeordnet
sein. Vorzugsweise kann die Nachfüllstation separat von den Direktdruckstationen angeordnet
sein. Die Aufnahmeplätze können jeweils dazu ausgebildet sein, einen der austauschbaren
Nachfülltanks aufzunehmen bzw. zu haltern. Beispielsweise können die Aufnahmeplätze
jeweils mit einer Aufnahme zum Halten eines der austauschbaren Nachfülltanks umfassen.
[0020] Die Aufnahmeplätze können benachbart in einer regalartigen Aufnahmefront angeordnet
sein, vorzugsweise übereinander, nebeneinander oder als Matrix. Damit können die Aufnahmeplätze
besonders kompakt in der Nachfüllstation angeordnet werden, so dass die Bedienperson
sie leicht und schnell zum austauschen der Nachfülltanks erreichen kann. Dass die
"Aufnahmeplätze benachbart in einer regalartigen Aufnahmefront angeordnet sind" kann
hier bedeuten, dass sie kaskadenartig in der Aufnahmefront angeordnet sind.
[0021] Die Nachfüllstation kann als von den stationären Direktdruckstationen und den Vorratstanks
separate Schrankeinheit ausgebildet und damit über Verbindungsleitungen für die Druckfarbe
verbunden sein. Dadurch kann die Bedienperson die austauschbaren Nachfülltanks an
einer zentralen Stelle besonders schnell austauschen. Die Verbindungsleitungen können
jeweils wenigstens einen der austauschbaren Nachfülltanks mit einem Vorratstank verbinden.
Die Aufnahmefront kann eine Vorderseite oder Oberseite der separaten Schrankeinheit
sein.
[0022] Denkbar ist, dass die Nachfüllstation wenigstens einen weiteren Aufnahmeplatz für
einen Versorgungstank mit einem Reinigungsfluid und/oder für einen Abfalltank für
die Druckfarbe umfasst. Dadurch kann die Nachfüllstation auch für eine Reinigungsprozedur
der Direktdruckstationen genutzt werden. Zudem kann das Reinigungsfluid zentral nachgefüllt
bzw. der Abfalltank zentral entleert werden. Mit "Reinigungsfluid" kann hier eine
Flüssigkeit gemeint sein, mit der die Direktdruckköpfe reinigbar sind. Mit "Abfalltank"
kann hier ein Behältnis gemeint sein, in das verbrauchte Druckfarbe, beispielsweise
nach dem Spülen des Tintenversorgungssystems oder dem Purgen wenigstens eines der
Direktdruckköpfe entsorgt werden kann.
[0023] Die austauschbaren Nachfülltanks können jeweils einen Beutel zur Aufnahme der Druckfarbe
und ein den Beutel wenigstens teilweise umgebendes Stützgebilde umfassen, wobei der
Beutel den Anschluss zur Entnahme der Druckfarbe aufweist, vorzugsweise wobei der
Beutel wenigstens teilweise aus Kunststoff besteht und/oder das Stützgebilde als Stützschachtel
ausgebildet ist. Dadurch fällt für die austauschbaren Nachfülltanks nach der Entnahme
der Druckfarbe weniger zu entsorgender Kunststoffabfall an. Mit "Beutel" kann hier
eine in sich geschlossene Blase gemeint sein, um die Druckfarbe aufzunehmen. Der Anschluss
kann ein Kupplungselement umfassen, um den austauschbaren Nachfülltank mit einer Verbindungskupplung
einer der Aufnahmeplätze zu verbinden. Vorzugsweise kann der Beutel aus einer flüssigkeitsdichten
Kunststofffolie bestehen. Das Stützgebilde kann eine Rahmenstruktur oder eine schachtelartige
Struktur sein, um den Beutel mechanische Stabilität zu verleihen. Das als Stützschachtel
ausgebildete Stützgebilde kann aus Karton und/oder einem papierartigen Material bestehen.
Dadurch entsteht statt dem Kunststoffabfall leichter zu recycelnder Kartonabfall.
Das Stützgebilde, vorzugsweise die Stützschachtel kann eine Öffnung aufweisen, durch
die hindurch der Anschluss des Beutels zur Entnahme der Druckfarbe nach außen hin
ragt. Das Stützgebilde, insbesondere die Stützschachtel kann faltbar ausgebildet sein,
um sie nach Gebrauch besonders raumsparend zusammen zu falten.
[0024] Die Aufnahmeplätze können jeweils eine Aufnahme für einen der austauschbaren Nachfülltanks,
eine Verbindungskupplung zur lösbaren Verbindung mit dem aufgenommenen, austauschbaren
Nachfülltank und/oder eine Tintenpumpe zum Pumpen der Druckfarbe aus dem aufgenommenen,
austauschbaren Nachfülltank zu einem der Vorratstanks hin umfassen. Dadurch können
die austauschbaren Nachfülltanks an den Aufnahmeplätzen besonders einfach abgelegt
und zum automatischen Umpumpen der Druckfarbe verbunden werden. Mit Aufnahme kann
hier eine Ablagefläche, eine Schiene und/oder eine werkzeuglose Befestigung für einen
der austauschbaren Nachfülltanks gemeint sein. Mit Verbindungskupplung kann hier ein
Anschlusselement gemeint sein, das mit dem Anschluss des austauschbaren Nachfülltanks
koppelbar ist. Vorzugsweise kann dies der Anschluss zur Entnahme der Druckfarbe des
zuvor beschriebenen Beutels sein. Die Verbindungskupplung kann zum Anschluss und zur
Entnahme der Druckfarbe aus dem aufgenommenen, austauschbaren Nachfülltank ausgebildet
sein, beispielsweise als koppelbares Rohrelemente. Die Tintenpumpe kann einerseits
über ein erstes Schlauchelement mit dem aufgenommenen austauschbaren Nachfülltank
und andererseits mit einem zweiten Schlauchelement mit dem Vorratstank verbunden sein.
[0025] Die Aufnahmeplätze können jeweils einen der Tintenpumpe vorgeordneten Ventilblock
umfassen, um wahlweise Druckfarbe aus dem aufgenommenen, austauschbaren Nachfülltank
oder Umgebungsluft zum Vorratstank hin zu pumpen. Dadurch können die Verbindungsleitungen
zum Vorratstank sowohl mit Druckfarbe als auch mit der Umgebungsluft gefüllt werden.
Folglich kann auch die in den Verbindungsleitungen nach dem automatischen Umpumpen
verbleibende Druckfarbe in den Vorratstank entleert werden, um eine Sedimentation
in den Verbindungsleitungen zu vermeiden.
[0026] Die Aufnahmeplätze können jeweils wenigstens ein Anzeigeelement zur Anzeige eines
Betriebszustands umfassen. Dadurch kann die Bedienperson besonders einfach und zuverlässig
erfassen, ob sich die Druckfarben in den austauschbaren Nachfülltanks in einem ordnungsgemäßen
Zustand befinden. Ebenso kann angezeigt werden, ob einer der austauschbaren Nachfülltanks
ersetzt werden muss.
[0027] Die Aufnahmeplätze können jeweils einen Datentransmitter, vorzugsweise einen RFID-schreib-Lesekopf
und die austauschbaren Nachfülltanks jeweils eine Datenmarke, vorzugsweise eine RFID-Marke
umfassen, um vorzugsweise verschlüsselte Daten über die in dem jeweiligen austauschbaren
Nachfülltank vorhandene Druckfarbe auszutauschen und/oder zu speichern. Dadurch können
alle anfallenden Daten über die austauschbaren Nachfülltanks bzw. die darin enthaltenen
Druckfarben in den Datenmarken gespeichert werden, so dass eine zentrale Datenbank
unnötig ist. Zudem kann in der Datenmarke das Ablaufdatum der in dem zugehörigen austauschbaren
Nachfülltank enthaltenen Druckfarbe gespeichert werden. Ebenso ist denkbar, dass in
der Datenmarke ein Zeitpunkt gespeichert wird, an dem der austauschbaren Nachfülltank
zuletzt geschüttelt wurde oder zukünftig geschüttelt werden muss. Dadurch wird eine
Sedimentation der Druckfarbe in dem austauschbaren Nachfülltank vermieden. Ferner
ist es mit den Datenmarken möglich, das Zuführen von Druckfarbe eines Fremdherstellers
in die Vorratstanks zu verhindern. Sind die Daten in der Datenmarke verschlüsselt,
so werden sie vor einer Manipulation besonders gut geschützt. Denkbar ist auch, dass
Tintenverbräuche der Druckfarben in den Datenmarken gespeichert werden, um der Bedienperson
rechtzeitig einen Hinweis zum Nachbestellen von neuen austauschbaren Nachfülltanks
zu geben. Die Datenmarke und der Datentransmitter können vorzugsweise zur drahtlosen
Datenübertragung ausgebildet sein. Umfassen die austauschbaren Nachfülltanks jeweils
eine RFID-Marke, so benötigen Sie keine eigene Stromversorgung und können dennoch
drahtlos ausgelesen bzw. beschrieben werden.
[0028] Die Aufnahmeplätze können jeweils als austauschbares Modul ausgebildet sein und über
wenigstens ein Befestigungselement mit der Nachfüllstation verbunden sein. Dadurch
können Sie bei einer Wartung und/oder bei Versagen besonders schnell durch die Bedienperson
ausgetauscht werden. Beispielsweise können die Aufnahmeplätze an einer Trägerwand
der separaten Schrankeinheit angeordnet und damit jeweils über das wenigstens eine
Befestigungselement verbunden sein.
[0029] Die Aufnahmeplätze können jeweils einen Träger für die Tintenpumpe und/oder den Ventilblock
und ein den Träger wenigstens teilweise umgebendes Gehäuse mit der Aufnahme für den
austauschbaren Nachfülltank umfassen, wobei die Aufnahme vorzugsweise an einer Außenseite
des Gehäuses als Ablagefläche angeordnet ist. Dadurch sind die Aufnahmeplätze besonders
einfach aufgebaut und sind zur Wartung schneller zugänglich.
[0030] Die Steuerungseinheit kann dazu ausgebildet sein, die Nachfüllstation mit den Aufnahmeplätzen
anzusteuern, insbesondere die Tintenpumpe, den Ventilblock, dass Anzeigeelement und/oder
den Datentransmitter. Vorzugsweise kann die Steuerungseinheit dazu ausgebildet sein,
die zwischen dem Datentransmitter und der Datenmarke übertragenen Daten zu verschlüsseln.
[0031] Darüber hinaus kann die Direktdruckmaschine einen austauschbaren Nachfülltank umfassen,
wobei der austauschbare Nachfülltank einen Beutel zur Aufnahme der Druckfarbe und
ein den Beutel wenigstens teilweise umgebendes Stützgebilde umfasst, wobei der Beutel
einen Anschluss zur Entnahme der Druckfarbe aufweist, vorzugsweise wobei der Beutel
wenigstens teilweise aus Kunststoff besteht und/oder das Stützgebilde als Stützschachtel
ausgebildet ist. Dadurch fällt für die austauschbaren Nachfülltank nach der Entnahme
der Druckfarbe weniger zu entsorgender Kunststoffabfall an. Der austauschbare Nachfülltank
kann die weiter oben diesbezüglich beschriebenen Merkmale einzelnen oder in beliebigen
Kombinationen umfassen.
[0032] Ferner stellt die Erfindung zur Lösung der Aufgabenstellung ein Direktdruckverfahren
zur Bedruckung von Behältern mit einem mehrfarbigen Direktdruck nach den Merkmalen
des Anspruchs 13 bereit. Vorteilhafte Ausführungsformen des Direktdruckverfahrens
sind den Unteransprüchen genannt.
[0033] Dadurch, dass die austauschbaren Nachfülltanks mit den Druckfarben in mehreren Aufnahmeplätzen
einer Nachfüllstation aufgenommen und die Druckfarben jeweils aus einem der austauschbaren
Nachfülltanks in einen der Vorratstanks automatisch umgepumpt werden, kann die Bedienperson
die austauschbaren Nachfülltanks zunächst zentral in die Nachfüllstation an den Aufnahmeplätzen
einbringen. Folglich muss die Bedienperson nicht mehr die Vorratstanks an den Direktdruckstationen
einzelnen befüllen, wodurch entsprechende Laufwege eingespart werden. Durch das automatische
Umpumpen der Druckfarbe aus den austauschbaren Nachfülltanks in die Vorratstanks kann
das Nachfüllen mehrerer Druckfarben ohne Eingriff der Bedienperson erfolgen, woraus
eine weitere Zeitersparnis für die Bedienperson resultiert. Dadurch, dass die austauschbaren
Nachfülltanks in den Aufnahmeplätzen aufgenommen werden, ist es möglich, die korrekte
Zuordnung der austauschbaren Nachfülltanks und/oder die Qualität der darin abgefüllten
Druckfarbe unabhängig von der Bedienperson zu kontrollieren. Dadurch kann eine Fehlbedienung
durch die Bedienperson verhindert werden.
[0034] Das Direktdruckverfahren kann mit der zuvor beschriebenen Direktdruckmaschine, vorzugsweise
nach einem der Ansprüche 1-11 durchgeführt werden. Das Direktdruckverfahren kann die
zuvor in Bezug auf die Direktdruckmaschine beschriebenen Merkmale einzelnen oder in
beliebigen Kombinationen sinngemäß umfassen.
[0035] Die austauschbaren Nachfülltanks können zum Nachfüllen der Druckfarbe jeweils als
Ganzes von einer Bedienperson ausgetauscht werden. Dadurch werden die austauschbaren
Nachfülltanks nicht aufgefüllt sondern ersetzt, wodurch für die Bedienperson eine
entsprechende Zeitersparnis möglich ist.
[0036] Denkbar ist, dass jeweils bei Bedarf der gesamte Inhalt an Druckfarbe eines austauschbaren
Nachfülltanks in einen der Vorratstanks umgepumpt wird. Dadurch entsteht in dem Tintenversorgungssystem
besonders wenig Sedimentation. Dazu können die Vorratstanks das gleiche oder ein größeres
Volumen aufweisen, als die austauschbaren Nachfülltanks.
[0037] Einer der Nachfülltanks kann von einer Bedienperson zur Vermeidung von Sedimentation
geschüttelt werden und ein Zeitpunkt des Schüttelns kann in einer Datenmarke des Nachfülltanks
abgelegt werden, vorzugsweise in einer RFID-Marke. Dadurch kann verhindert werden,
dass die Qualität der in dem Nachfülltank enthaltenen Druckfarbe durch Sedimentation
vermindert wird. Alternativ kann auch ein zukünftiger Zeitpunkt zum erneuten Schütteln
in der Datenmarke abgelegt werden.
[0038] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Direktdruckmaschine zur Bedruckung
von Behältern mit einem mehrfarbigen Direktdruck in einer Draufsicht;
- Figur 2
- die Nachfüllstation der in der Figur 1 dargestellten Direktdruckmaschine in einer
perspektivischen Darstellung;
- Figur 3A - 3B
- einer der Aufnahmeplätze der in der Figur 2 dargestellten Nachfüllstation in zwei
perspektivischen Darstellungen, mit bzw. ohne austauschbaren Nachfülltank;
- Figur 4
- der Aufnahmeplatz der Figur 3A - 3B in einer zerlegten, perspektivischen Darstellung;
und
- Figur 5
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen, austauschbaren Nachfülltanks in einer
Draufsicht.
[0039] In der Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Direktdruckmaschine
1 zur Bedruckung von Behältern 2 mit einem mehrfarbigen Direktdruck in einer Draufsicht
dargestellt. Zu sehen ist, dass die Behälter 2, beispielsweise von einem Füller und
einem Verschließer kommend, mit dem Zulaufstern 8 an den Transporteur 3 übergeben
und dort in die Behälteraufnahmen 4 aufgenommen werden. Derart aufgenommen werden
sie vom Transporteur 3 an den daran angegliederten, stationären Direktdruckstationen
5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K vorbeitransportiert und jeweils mit unterschiedlichen Druckfarben mittels der Direktdruckköpfe
52 bedruckt, hier beispielsweise mit Weiß, Cyan, Magenta, Gelb, einer Spezialfarbe
(z.B. Silber) und Schwarz. Diese ergeben zusammen einen mehrfarbigen Direktdruck auf
den Behältern 2. Nachfolgend wird der auf den Behältern aufgebrachte mehrfarbigen
Direktdruck mit der Aushärtestation 7 ausgehärtet und dadurch dauerhaft stabilisiert,
beispielsweise mittels UV-Licht. Die fertig bedruckten Behälter 2 werden dann an den
Ablaufstern 9 übergeben und zu nachfolgenden Behandlungsstationen weitergeleitet,
beispielsweise zu einer Verpackungsmaschine. Ferner ist eine Steuerungseinheit 10
zu sehen, mit der die Direktdruckmaschine 1 über hier nicht dargestellte Steuerleitungen
gesteuert wird.
[0040] Der Transporteur 3 ist beispielhaft als Karussell ausgebildet, das sich in der Transportrichtung
T um die vertikale Achse A dreht, denkbar ist jedoch auch ein Lineartransporteur.
Die an dem Transporteur 3 angeordneten Behälteraufnahmen 4 umfassen jeweils einen
Drehteller und eine Zentrierglocke, so dass die Behälter 2 beim Druckvorgang gegenüber
der jeweiligen stationären Direktdruckstation 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K um ihre Längsachsen gedreht werden können. Dadurch kann ein flächiger Direktdruck
erzeugt werden.
[0041] Zu sehen ist auch, dass die Direktdruckstationen 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K jeweils einen Vorratstank 51 des Tintenversorgungssystems und mehrere zugeordnete
Direktdruckköpfe 52 umfassen, in diesem Ausführungsbeispiel beispielsweise drei Direktdruckköpfe
52. Denkbar sind jedoch auch nur ein, zwei oder noch mehr Direktdruckköpfe 52 pro
Direktdruckstation 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K. Durch den Einsatz mehrerer Direktdruckköpfe 52 kann der Druckbereich an den Behältern,
der gleichzeitig bedruckt werden kann, vergrößert werden. In dem jeweiligen Vorratstank
51 befindet sich ein Vorrat an Druckfarbe zur Versorgung des damit über Tintenleitungen
verbunden Direktdruckkopfs 52. Beispielsweise befindet sich im Vorratstank 51 der
Direktdruckstation 5
W ein Tintenvorrat mit weißer Druckfarbe für die Direktdruckköpfe 52. Entsprechend
befindet sich in den anderen Vorratstanks 51 der Direktdruckstationen 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K ein Vorrat der Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb, der Sonderfarbe und Schwarz zur Versorgung
der Direktdruckköpfe 52.
[0042] Die Direktdruckköpfe 52 umfassen jeweils wenigstens eine Düsenreihe mit Druckdüsen,
die nach dem Tintenstrahlprinzip arbeiten. Dadurch ist es möglich, auf die Behälter
2 in einem Raster Drucktropfen abzugeben und so zusammen mit der Drehbewegung der
Behälter 2 um ihre Längsachsen einen flächigen Direktdruck zu erzeugen. Darüber hinaus
überlagern sich auf den Behältern 2 jeweils die aufgedruckten Druckfarben zu einem
mehrfarbigen Direktdruck.
[0043] Das Tintenversorgungssystem umfasst in den Direktdruckstationen 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K angeordnet jeweils eine Verteilereinheit, um die Druckfarbe aus dem Vorratstank 51
in einem Vorlauf und optional einem Rücklauf auf die Direktdruckköpfe 52 aufzuteilen.
Darüber hinaus umfasst das Tintenversorgungssystem jeweils zwischen dem Vorratstank
51 und dem zugeordneten Direktdruckkopf 52 wenigstens einen hier nicht dargestellten
Headertank, um einen Betriebsdruck des zugeordneten Direktdruckkopfs zu gewährleisten.
[0044] Ferner ist die Nachfüllstation 6 zu sehen, mit der die Vorratstanks 51 ihrerseits
mit der jeweiligen Druckfarbe versorgt werden können. Dazu umfasst die Nachfüllstation
mehrere Aufnahmeplätze 630
W, 630
C, 630
M, 630
Y, 630
S, 630
K für die austauschbaren Nachfülltanks 631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K, die jeweils zum automatischen Umpumpen von Druckfarbe aus den Nachfülltanks in die
jeweiligen Vorratstanks 51 ausgebildet sind.
[0045] Zu sehen ist auch, dass die Nachfüllstation 6 als von den stationären Direktdruckstation
5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K und den Vorratstanks 51 separate Schrankeinheit ausgebildet ist und damit über Verbindungsleitungen
für die Druckfarben verbunden ist. Zudem sind die Aufnahmeplätze 630
W, 630
C, 630
M, 630
Y, 630
S, 630
K benachbart in der regalartigen Aufnahmefront 610 angeordnet, die nachfolgend in Bezug
auf die Figur 2 näher erläutert wird. Dadurch ist es für die Bedienperson möglich,
den Tintenvorrat zentral an der Nachfüllstation 6 mittels eines Austausches der Nachfülltanks
631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K zu bewerkstelligen. Dadurch ist ein sicheres und schnelles Nachfüllen des Tintenvorrats
möglich.
[0046] Darüber hinaus ist zu sehen, dass die Nachfüllstation 6 zwei weitere Aufnahmeplätze
650, 660 für einen Versorgungstank mit Reinigungsfluid bzw. für einen Abfalltank für
die Druckfarbe umfasst. Dadurch können auch die zur Reinigung der Direktdruckmaschine
1 notwendigen Maßnahmen zentral an der Nachfüllstation 6 durchgeführt werden.
[0047] Nachfolgend wird die Nachfüllstation 6 anhand der Figuren 2-4 näher erläutert.
[0048] In der Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Nachfüllstation 6 aus der Figur 1
in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Zu sehen ist, dass die Nachfüllstation
6 mehrere benachbarte Aufnahmeplätze 630
W, 630
C, 630
M, 630
Y, 630
S, 630
K für die auswechselbaren Nachfülltanks 631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K umfasst, die regalartige in der Aufnahmefront 610 als Matrix angeordnet sind. In
diesem Ausführungsbeispiel sind für die sechs Druckfarben Weiß, Cyan, Magenta, Gelb,
die Sonderfarbe und Schwarz je drei Aufnahmeplätze vorhanden, die in der 6 x 3 Matrix
angeordnet sind. Darüber hinaus ist in der Figur 2 zu sehen, dass die Nachfüllstation
6 als von den in der Figur 1 gezeigten stationären Direktdruckstation 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K und den Vorratstanks 51 separate Schrankeinheit ausgebildet ist.
[0049] Die Aufnahmeplätze 630
W, 630
C, 630
M, 630
Y, 630
S, 630
K bzw. die auswechselbaren Nachfülltanks 631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K weisen den gleichen Aufbau auf und werden weiter unten anhand der Figuren 3A, 3B
und 4 bzw. 5 genauer erläutert. Die Nachfülltanks 631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K unterscheiden sich nicht als solches sondern lediglich durch die darin abgefüllte
Druckfarbe.
[0050] Ferner ist in der Figur 2 zu sehen, dass die Nachfüllstation 6 zwei weitere Aufnahmeplätze
650, 660 für einen Versorgungstank mit einem Reinigungsfluid und für einen Abfalltank
für die Druckfarbe umfasst. Dadurch kann die Direktdruckmaschine 1 beim Reinigen mit
der Reinigungsflüssigkeit versorgt werden und der Ausschuss an Druckfarbe in den Abfalltank
ausgeschieden werden. Folglich kann die Bedienperson auch den Versorgungstank und
den Abfalltank zentral an der Nachfüllstation 6 auswechseln.
[0051] In den Figuren 3A - 3B ist einer der Aufnahmeplätze 630 der in der Figur 2 dargestellten
Nachfüllstation 6 in zwei perspektivischen Darstellungen, mit bzw. ohne austauschbaren
Nachfülltank 631 dargestellt.
[0052] Zu sehen ist, dass der austauschbare Nachfülltank 631 in der Aufnahme 632 des Aufnahmeplatzes
630 abgelegt ist. Der austauschbare Nachfülltank 631 umfasst einen Anschluss 631a,
der über die Verbindungskupplung 633 mit dem Aufnahmeplatz 630 zur Entnahme der Druckfarbe
verbunden ist. Die Verbindungskupplung 633 ist ihrerseits über die Tintenleitung 634
mit dem nachfolgend in der Figur 4 gezeigten Ventilblock 639 und der Tintenpumpe 638
verbunden, um die Druckfarbe zum in der Fig. 1 dargestellten Vorratsbehälter 51 hin
zu pumpen. Zudem ist zu sehen, dass der Aufnahmeplatz 630 das Anzeigeelement 635 umfasst,
um den Betriebszustand an den Bediener anzuzeigen. Leuchtet die Anzeigeelement 635
grün, so befindet sich der Aufnahmeplatz 630 in einem ordnungsgemäßen Zustand und
im aufgenommenen, austauschbaren Nachfülltank 631 ein ausreichender Tintenvorrat.
Leuchtet das Anzeigeelement 635 dagegen rot, ist ein Eingriff der Bedienperson notwendig.
Folglich kann die Bedienperson an der Nachfüllstation 6 auf einen Blick erkennen,
ob sich alle Aufnahmeplätze 630 in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden oder ob
ein Austauschen oder Schütteln des entsprechenden Nachfülltanks 631 notwendig ist.
[0053] Darüber hinaus ist das Rastelement 636 zu sehen, an das die Verbindungskupplung 633
angekoppelt werden kann, falls sich auf der Aufnahme 632 kein austauschbarer Nachfülltank
631 befindet. Dadurch wird ein unbeabsichtigtes herausfließen von Druckfarbe vermieden.
[0054] Des Weiteren ist zu sehen, dass an der rückwärtigen Seite des Aufnahmeplatz 630 ein
Datentransmitter 637 angeordnet ist, der hier beispielsweise als RFID-Schreib-Lesekopf
ausgebildet ist. Damit können von einer an der rückwärtigen Seite des austauschbaren
Nachfülltanks 631 angeordneten Datenmarke 631d (lediglich in der Fig. 5 dargestellt),
hier beispielsweise eine RFID-Marke, verschlüsselte Daten über die in dem austauschbaren
Nachfülltank 631 vorhandene Druckfarbe ausgelesen und/oder darin gespeichert werden.
[0055] Beispielsweise ist es mit dem Datentransmitter 637 und der Datenmarke möglich, ein
Ablaufdatum der Druckfarbe zu speichern und falls dieses überschritten wird, einen
entsprechenden Betriebszustand mit dem Anzeigeelement 635 anzuzeigen. Ebenso ist es
möglich, die aus dem austauschbaren Nachfülltanks 631 bereits entnommene Menge an
Druckfarbe in der Datenmarke zu speichern, um die Bedienperson rechtzeitig vor einem
Leerlauf zu warnen bzw. ein Nachbestellen von Druckfarbe zu veranlassen. Darüber hinaus
ist es möglich, in der Datenmarke ein Schütteldatum zu speichern, an dem zuletzt der
austauschbare Nachfülltank 631 geschüttelt wurde. Dadurch kann der Bedienperson zukünftig
angezeigt werden, wann der austauschbare Nachfülltank 631 zu schütteln ist, um eine
Sedimentation zu vermeiden. Ebenso ist denkbar, dass in der Datenmarke eine Codierung
gespeichert wird, sodass ausschließlich vom Hersteller der Direktdruckmaschine 1 autorisierte
Druckfarbe verwendet wird.
[0056] Ferner ist in den Figuren 3A - 3B zu sehen, dass der Aufnahmeplatz 630 als austauschbares
Modul ausgebildet ist und über die Befestigungselemente 8 mit der Nachfüllstation
6 verbunden ist (in diesem Fall Schrauben). Diese können einfach gelöst werden, sodass
der Aufnahmeplatz 630 bei einem Fehler oder einer Wartung einfach aus der Nachfüllstation
6 ausgebaut werden kann.
[0057] Der innere Aufbau des Aufnahmeplatzes 630 wird anhand der Figur 4 genauer erläutert.
Darin ist eine perspektivische Darstellung des zerlegten Aufnahmeplatzes 630 aus der
Figur 3A - 3B gezeigt.
[0058] Zu sehen ist, dass der Aufnahmeplatz 630 den Träger 642 und das Gehäuse 643 umfasst,
die ineinandergeschoben und über Schrauben miteinander verbunden werden können. Dadurch
kann der Aufnahmeplatz 630 zur Wartung oder zur Reparatur einfach geöffnet werden.
Des Weiteren ist im Detail der Ventilblock 639 zu sehen, der über den Anschluss 639a
und die Tintenleitung 634 mit der Verbindungskupplung 633 zur Entnahme von Druckfarbe
aus dem austauschbaren Nachfülltank 631 verbunden ist. Andererseits ist zu sehen,
dass der Ventilblock 639 eine Einsaugöffnung 639b für Umgebungsluft aufweist. Folglich
ist es mit dem Ventilblock 639 möglich, die Zwischenleitung 640 wahlweise mit dem
austauschbaren Nachfülltanks 631 oder mit der Einsaugöffnung 639b für die Umgebungsluft
zu verbinden.
[0059] Die Zwischenleitung 640 ist ihrerseits mit der Tintenpumpe 638 verbunden, durch die
die Druckfarbe bzw. die Umgebungsluft in die Verbindungsleitung 641 gefördert wird.
[0060] Bei einem Nachfüllbetrieb wird die Tintenpumpe 638 zunächst über den Ventilblock
639 und die Verbindungskupplung 633 mit dem austauschbaren Nachfülltank 631 verbunden.
Dadurch kann die Druckfarbe automatisch aus dem austauschbaren Nachfülltank 631 in
den in der Fig. 1 dargestellten Vorratstank 51 umgepumpt werden. Anschließend wird
in einem Entleerungsbetrieb der Ventilblock 639 auf die Einsaugöffnung 639b umgeschaltet,
darüber die Umgebungsluft angesaugt und in die Verbindungsleitung 641 bis hin zum
Vorratstank 51 gepumpt. Dadurch wird die Druckfarbe weitestgehend aus der Verbindungsleitung
641 entfernt, so dass eine Sedimentation verhindert wird.
[0061] Zu sehen ist auch, dass die Tintenpumpe 638 und der Ventilblock 639 auf dem Träger
642 befestigt sind, der in das Gehäuse 643 eingeschoben und damit verschraubt werden
kann. Das Gehäuse 643 weist an der Oberseite die Aufnahme 632 für den austauschbaren
Nachfülltank 631 auf. Zudem ist die Öffnung 644 für die rückwärtige Anordnung des
in der Figur 3B gezeigten Datentransmitters 634 zu sehen. Dadurch wird die drahtlose
Übertragung der Daten sowie die induktive Stromversorgung durch den Datentransmitter
637 möglichst wenig gestört.
[0062] In der Figur 5 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen, austauschbaren
Nachfülltanks 631 in einer Draufsicht dargestellt. Zu sehen ist, dass der austauschbare
Nachfülltank 631 den Beutel 631b zur Aufnahme der Druckfarbe und ein den Beutel 631b
umgebendes Stützgebilde 631c umfasst. Der Beutel 631b besteht hier aus Kunststofffolie
und das Stützgebilde 631c ist als Stützschachtel aus Karton ausgeführt. Mit dem Stützgebilde
631c wird dem Beutel 631b die notwendige Stabilität geben. Darüber hinaus ist der
Anschluss 631a zu sehen, über den die Druckfarbe D aus dem Beutel 631b entnommen werden
kann. Dazu ist der Anschluss 631a durch die Öffnung 631e des Stützgebildes 631c hindurch
nach außen geführt.
[0063] Durch den hybriden Aufbau des austauschbaren Nachfülltanks 631 aus Beutel 631b und
das Stützgebilde 631c wird ein hohes Abfallaufkommen in Form von Kunststoff vermieden,
so dass er einfacher recycelt werden kann. Da das Stützgebilde 631c als Stützschachtel
aus Karton besteht, kann dies besonders umweltschonend recycelt werden.
[0064] Die Direktdruckmaschine 1 mit dem Transporteur 3, den daran angegliederten stationären
Direktdruckstation 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K, dem Tintenversorgungssystem, der Nachfüllstation 6 und mit dem austauschbaren Nachfülltank
631 aus den Figuren 1-5 wird wie folgt eingesetzt:
[0065] Die Behälter 2 werden mit dem Transporteur 3 zu den daran angegliederten stationären
Direktdruckstationen 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K transportiert. Hier werden die Behälter 2 mittels der Behälteraufnahmen 4 um ihre
Längsachsen gedreht und dabei von den in den stationären Direktdruckstation 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K angeordneten Direktdruckköpfen 52 mit einem mehrfarbigen Direktdruck bedruckt. Dazu
werden die Direktdruckstationen 5
W, 5
C, 5
M, 5
Y, 5
S, 5
K von dem Tintenversorgungssystem mit mehreren Druckfarben aus je einem Vorratstank
51 versorgt. Zum Nachfüllen setzt eine Bedienperson die austauschbaren Nachfülltanks
631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K mit entsprechenden Druckfarben in die Aufnahmeplätze 630
W, 630
C, 630
M, 630
Y, 630
S, 630
K der Nachfüllstation 6 ein, worauf hin bei Bedarf das automatische Umpumpen der Druckfarben
aus den austauschbaren Nachfülltanks 631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K in die jeweils zugehörigen Vorratstanks 51 gestartet wird. Dabei wird vorzugsweise
der gesamte Inhalt an Druckfarbe eines austauschbaren Nachfülltanks 631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K in den zugehörigen Vorratstank 51 umgepumpt, so dass möglichst wenig Sedimentation
entsteht.
[0066] Denkbar ist auch, dass die austauschbaren Nachfülltanks 631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K von einer Bedienperson zur Vermeidung von Sedimentation in regelmäßigen Abständen
geschüttelt werden und der Zeitpunkt des Schüttelns in der jeweiligen Datenmarke 631d
abgelegt wird. Dadurch wird eine gleichbleibende Qualität der Druckfarbe gewährleistet.
[0067] Zum Nachfüllen der Druckfarbe werden die austauschbaren Nachfülltanks 631
W, 631
C, 631
M, 631
Y, 631
S, 631
K jeweils als Ganzes von der Bedienperson ausgetauscht.
[0068] Insgesamt ist es mit der erfindungsgemäßen Direktdruckmaschine 1 bzw. dem Direktdruckverfahren
möglich, die Druckfarbe besonders einfach und schnell nachzufüllen, wobei eine gleichbleibend
hohe Qualität des Direktdrucks gewährleistet wird. Zudem entsteht durch den erfindungsgemäßen,
austauschbaren Nachfülltank weniger schwer zur recycelnder Kunststoffabfall.
1. Direktdruckmaschine (1) zur Bedruckung von Behältern mit einem mehrfarbigen Direktdruck,
mit
- einem Transporteur (3) zum Transport der Behälter (2),
- mehreren daran angegliederten, stationären Direktdruckstationen (5W, 5C, 5M, 5Y, 5S, 5K) mit Direktdruckköpfen (52) zur Bedruckung der Behälter (2) mit dem mehrfarbigen
Direktdruck, und
- mit einem Tintenversorgungssystem zur Versorgung der Direktdruckstationen (5W, 5C, 5M, 5Y, 5S, 5K) mit mehreren Druckfarben, wobei das Tintenversorgungssystem je Druckfarbe einen
Vorratstank (51) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Direktdruckmaschine (1) eine Nachfüllstation (6) mit mehreren Aufnahmeplätzen
(630) für austauschbare Nachfülltanks (631) umfasst, wobei die Aufnahmeplätze (630)
jeweils zum automatischen Umpumpen von Druckfarbe aus einem der Nachfülltanks (631)
in einen der Vorratstanks (51) ausgebildet sind.
2. Direktdruckmaschine nach Anspruch 1, wobei die Aufnahmeplätze (630) benachbart in
einer regalartigen Aufnahmefront (610) angeordnet sind, vorzugsweise übereinander,
nebeneinander oder als Matrix.
3. Direktdruckmaschine nach Anspruch 2, wobei die Nachfüllstation (6) als von den stationären
Direktdruckstationen (5W, 5C, 5M, 5Y, 5S, 5K) und den Vorratstanks (51) separate Schrankeinheit ausgebildet und damit über Verbindungsleitungen
für die Druckfarben verbunden ist.
4. Direktdruckmaschine nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Nachfüllstation
(6) wenigstens einen weiteren Aufnahmeplatz (650, 660) für einen Versorgungstank mit
einem Reinigungsfluid und/oder für einen Abfalltank für die Druckfarbe umfasst.
5. Direktdruckmaschine nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die austauschbaren
Nachfülltanks (631) jeweils einen Beutel (631b) zur Aufnahme der Druckfarbe und ein
den Beutel (631b) wenigstens teilweise umgebendes Stützgebilde (631c) umfasst, wobei
der Beutel (631b) einen Anschluss (631a) zur Entnahme der Druckfarbe aufweist, vorzugsweise
wobei der Beutel (631b) wenigstens teilweise aus Kunststoff besteht und/oder das Stützgebilde
(631c) als Stützschachtel ausgebildet ist.
6. Direktdruckmaschine nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Aufnahmeplätze
(630) jeweils eine Aufnahme (632) für einen der austauschbaren Nachfülltanks (631),
eine Verbindungskupplung (633) zur lösbaren Verbindung mit dem aufgenommenen, austauschbaren
Nachfülltank (631) und/oder eine Tintenpumpe (638) zum Pumpen der Druckfarbe aus dem
aufgenommenen, austauschbaren Nachfülltanks (631) zu einem der Vorratstanks (51) hin
umfassen.
7. Direktdruckmaschine nach Anspruch 6, wobei die Aufnahmeplätze (630) jeweils einen
der Tintenpumpe (638) vorgeordneten Ventilblock (639) umfassen, um wahlweise Druckfarbe
aus dem aufgenommenen, austauschbaren Nachfülltank (631) oder Umgebungsluft zum Vorratstank
(51) hin zu pumpen.
8. Direktdruckmaschine nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei die Aufnahmeplätze (630)
jeweils wenigstens ein Anzeigeelement (635) zur Anzeige eines Betriebszustands umfassen.
9. Direktdruckmaschine nach einem der Ansprüche 6 - 8, wobei die Aufnahmeplätze (630)
jeweils einen Datentransmitter (637), vorzugsweise einen RFID-Schreib-Lesekopf und
die austauschbaren Nachfülltanks (631) jeweils eine Datenmarke (631d), vorzugsweise
eine RFID-Marke umfassen, um vorzugsweise verschlüsselte Daten über die in dem jeweiligen
austauschbaren Nachfülltank (631) vorhandene Druckfarbe auszutauschen und/oder zu
speichern.
10. Direktdruckmaschine nach einem der Ansprüche 5 - 8, wobei die Aufnahmeplätze (630)
jeweils als austauschbares Modul ausgebildet sind und über wenigstens ein Befestigungselement
(B) mit der Nachfüllstation (6) verbunden sind.
11. Direktdruckmaschine nach einem der Ansprüche 5 - 9, wobei die Aufnahmeplätze (630)
jeweils einen Träger (642) für die Tintenpumpe (638) und/oder den Ventilblock (639)
und ein den Träger (642) wenigstens teilweise umgebendes Gehäuse (643) mit der Aufnahme
(632) für den austauschbaren Nachfülltank (631) umfasst, wobei die Aufnahme (632)
vorzugsweise an einer Außenseite des Gehäuses (643) als Ablagefläche angeordnet ist.
12. Direktdruckmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 - 11, wobei die Direktdruckmaschine
einen austauschbaren Nachfülltank (631) umfasst, wobei der austauschbare Nachfülltank
(631) einen Beutel (631b) zur Aufnahme der Druckfarbe und ein den Beutel (631b) wenigstens
teilweise umgebendes Stützgebilde (631c) umfasst, wobei der Beutel (631b) einen Anschluss
(631a) zur Entnahme der Druckfarbe aufweist, vorzugsweise wobei der Beutel (631b)
wenigstens teilweise aus Kunststoff besteht und/oder das Stützgebilde (631c) als Stützschachtel
ausgebildet ist.
13. Direktdruckverfahren zur Bedruckung von Behälter (2) mit einem mehrfarbigen Direktdruck,
wobei die Behälter (2) mit einem Transporteur (3) transportiert werden, wobei die
Behälter (2) von am Transporteur (3) angegliederten, stationären Direktdruckstationen
(5W, 5C, 5M, 5Y, 5S, 5K) mittels Direktdruckköpfen (52) mit einem mehrfarbigen Direktdruck bedruckt werden,
und wobei die Direktdruckstationen (5W, 5C, 5M, 5Y, 5S, 5K) von einem Tintenversorgungssystem mit mehreren Druckfarben aus je einem Vorratstank
(51) versorgt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
austauschbare Nachfülltanks (631) mit den Druckfarben in mehreren Aufnahmeplätzen
(630) einer Nachfüllstation (6) aufgenommen und die Druckfarben jeweils aus einem
der austauschbaren Nachfülltanks (631) in einen der Vorratstanks (51) automatisch
umgepumpt werden.
14. Direktdruckverfahren nach Anspruch 13, wobei die austauschbaren Nachfülltanks (631)
zum Nachfüllen der Druckfarbe jeweils als Ganzes von einer Bedienperson ausgetauscht
werden.
15. Direktdruckverfahren nach Anspruch 13 oder 14, wobei jeweils bei Bedarf der gesamte
Inhalt an Druckfarbe eines austauschbaren Nachfülltanks (631) in einen der Vorratstanks
(51) umgepumpt wird.
16. Direktdruckverfahren nach einem der Ansprüche 13 - 15, wobei einer der austauschbaren
Nachfülltanks (631) von einer Bedienperson zur Vermeidung von Sedimentation geschüttelt
wird und ein Zeitpunkt des Schüttelns in einer Datenmarke (631d) des Nachfülltanks
(631), vorzugsweise in einer RFID-Marke, abgelegt wird.
1. A direct printing machine (1) for printing containers with multicolour direct printing,
with
- a conveyor (3) for conveying the containers (2),
- several stationary direct printing stations (5w, 5c, 5M, 5γ, 5s, 5K) attached thereto, with direct printing heads (52) for printing the containers (2)
with the multicolour direct printing, and
- with an ink supply system for supplying the direct printing stations (5w, 5c, 5M, 5γ, 5s, 5K) with several printing inks, wherein the ink supply system comprises a reservoir
tank (51) for each ink colour,
characterised in that
the direct printing machine (1) comprises a refill station (6) with several mounting
locations (630) for exchangeable refill tanks (631), wherein the mounting locations
(630) are respectively designed to automatically pump printing ink from one of the
refill tanks (631) into one of the reservoir tanks (51).
2. A direct printing machine according to claim 1, wherein the mounting locations (630)
are arranged adjacent to a shelf-like receiving front (610), preferably above one
another, next to one another or as a matrix.
3. A direct printing machine according to claim 2, wherein the refill station (6) is
designed as a cabinet unit that is separate from the stationary direct printing stations
(5w, 5c, 5M, 5y, 5s, 5K) and the reservoir tanks (51), and is connected to them via connecting lines for
the printing inks.
4. A direct printing machine according to one of the preceding claims, wherein the refill
station (6) comprises at least one additional mounting location (650, 660) for a supply
tank with a cleaning fluid and/or for a waste tank for the printing ink.
5. A direct printing machine according to one of the preceding claims, wherein the exchangeable
refill tanks (631) each comprise a bag (631b) for holding the printing ink and a support
structure (631c) that surrounds the bag (631b) at least partially, wherein the bag
(631b) has an connection (631a) for extracting the printing ink, preferably wherein
the bag (631b) consists at least partly of plastic and/or the support structure (631c)
is designed as a support box.
6. A direct printing machine according to one of the preceding claims, wherein the mounting
locations (630) each comprise a receptacle (632) for one of the exchangeable refill
tanks (631), a connection coupling (633) for detachable connection to the accommodated
exchangeable refill tank (631), and/or an ink pump (638) for pumping the printing
ink out of the accommodated exchangeable refill tank (631) towards one of the reservoir
tanks (51).
7. A direct printing machine according to claim 6, wherein the mounting locations (630)
each comprise a valve block (639) upstream of the ink pump (638), in order optionally
to pump printing ink out of the accommodated exchangeable refill tank (631) or ambient
air towards the reservoir tank (51).
8. A direct printing machine according to one of the claims 6 or 7, wherein the mounting
locations (630) each comprise at least one display element (635) for displaying an
operating status.
9. A direct printing machine according to one of the claims 6 - 8, wherein the mounting
locations (630) each comprise a data transmitter (637), preferably an RFID read/write
head, and the exchangeable refill tanks (631) each have a data mark (631d), preferably
an RFID mark, in order to exchange and/or store preferably encrypted data about the
printing ink present in the respective exchangeable refill tank (631).
10. A direct printing machine according to one of the claims 5 - 8, wherein the mounting
locations (630) are each designed as an exchangeable module and are connected to the
refill station (6) via at least one fastening element (B).
11. A direct printing machine according to one of the claims 5 - 9, wherein the mounting
locations (630) each comprise a carrier (642) for the ink pump (638) and/or the valve
block (639) and a housing (643) at least partly surrounding the carrier (642) with
the receptacle (632) for the exchangeable refill tank (631), wherein the receptacle
(632) is preferably arranged as a storage surface on an outer face of the housing
(643).
12. A direct printing machine (1) according to one of the claims 1 - 11, wherein the direct
printing machine comprises an exchangeable refill tank (631), wherein the exchangeable
refill tank (631) comprises a bag (631b) for accommodating the printing ink and a
support structure (631c) which at least partly surrounds the bag (631b), wherein the
bag (631b) has a connection (631a) for extracting the printing ink, preferably wherein
the bag (631b) consists at least partly of plastic and/or the support structure (631c)
is designed as a support box.
13. Direct printing method for printing containers (2) with multicoloured direct printing,
wherein the containers (2) are conveyed with a conveyor (3), wherein the containers
(2) are printed with multicoloured direct print by stationary direct printing stations
(5w, 5c, 5M, 5Y, 5s, 5K) attached to the conveyor (3), by means of direct printing heads (52), and wherein
the direct printing stations (5w, 5c, 5M, 5Y, 5s, 5K) are supplied by an ink supply system with several printing inks, each out of one
reservoir tank (51),
characterised in that
exchangeable refill tanks (631) with the printing inks are accommodated in several
mounting locations (630) of a refill station (6) and the printing inks are respectively
automatically pumped from one of the exchangeable refill tanks (631) into one of the
reservoir tanks (51).
14. Direct printing method according to claim 13, wherein the exchangeable refill tanks
(631) for refilling the printing ink are in each case exchanged as a whole by an operator.
15. Direct printing method according to claim 13 or 14, wherein the entire content of
printing ink in an exchangeable refill tank (631) is pumped into one of the reservoir
tanks (51) as required.
16. Direct printing method according to one of the claims 13 - 15, wherein one of the
exchangeable refill tanks (631) is shaken by an operator to avoid sedimentation and
a time of shaking is recorded in a data mark (631d) of the refill tank (631), preferably
in an RFID mark.
1. Machine d'impression directe (1) pour effectuer une impression directe multicolore
sur des contenants (2), comprenant
- un dispositif de transport (3) pour le transport des contenants (2) ;
- plusieurs postes d'impression directe stationnaires (5W, 5C, 5M, 5Y, 5S, 5K) s'y raccordant, avec des têtes d'impression directe (52) pour l'impression des contenants
(2) par l'impression directe multicolore, et
- comprenant un système d'alimentation en encres pour alimenter les postes d'impression
directe (5W, 5W, 5M, 5Y, 5S, 5K) avec plusieurs couleurs d'impression, le système d'alimentation en encres comprenant
un réservoir de stockage (51) pour chaque couleur d'impression,
caractérisée en ce que
la machine d'impression directe (1) comprend un poste de remplissage (6) avec plusieurs
emplacements de réception pour des réservoirs de remplissage remplaçables (631), les
emplacements de réception (630) étant réalisés à chaque fois de manière à pomper automatiquement
la couleur d'impression à partir de l'un des réservoirs de remplissage jusque dans
l'un des réservoirs de stockage (51).
2. Machine d'impression directe selon la revendication 1, dans laquelle les emplacements
de réception (630) sont agencés de manière adjacente dans une face de réception (610)
en forme de rayonnage, de préférence les uns au-dessus des autres, les uns à côté
des autres ou sous forme de matrice.
3. Machine d'impression directe selon la revendication 2, dans laquelle le poste de remplissage
(6) est réalisé sous la forme d'une unité d'armoire séparée des postes d'impression
directe stationnaires (5W, 5W, 5M, 5Y, 5S, 5K) et des réservoirs de stockage (51) et est ainsi relié par des conduites de liaison
pour les couleurs d'impression.
4. Machine d'impression directe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans laquelle le poste de remplissage (6) comprend au moins un emplacement de réception
supplémentaire (650, 660) pour un réservoir de stockage avec un fluide de nettoyage
et/ou pour un réservoir à déchets pour la couleur d'impression.
5. Machine d'impression directe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans laquelle les réservoirs de remplissage remplaçables (631) comprennent chacun
une poche (631b) pour recevoir l'encre d'impression et une structure de support (631c)
entourant au moins partiellement la poche (631b), la poche (631b) présentant un raccord
(631a) pour retirer la couleur d'impression, de préférence dans laquelle la poche
(631b) est constituée au moins partiellement de matière plastique et/ou la structure
de support (631c) est réalisée sous forme de boîte de support.
6. Machine d'impression directe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans laquelle les emplacements de réception (630) comprennent chacun un logement (632)
pour l'un des réservoirs de remplissage remplaçables (631), un couplage de liaison
(633) pour une liaison amovible avec le réservoir de remplissage remplaçable (631)
reçu et/ou une pompe à encre (638) pour pomper la couleur d'impression à partir du
réservoir de remplissage remplaçable (631) reçu vers l'un des réservoirs de stockage
(51).
7. Machine d'impression directe selon la revendication 6, dans laquelle les emplacements
de réception (630) comprennent chacun un bloc de vannes (639) agencé en amont de la
pompe à encres (638) pour pomper sélectivement la couleur d'impression à partir du
réservoir de remplissage remplaçable (631) reçu ou de l'air ambiant vers le réservoir
de stockage (51).
8. Machine d'impression directe selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7, dans
laquelle les emplacements de réception (630) comprennent chacun au moins un élément
d'affichage (635) pour afficher un état de fonctionnement.
9. Machine d'impression directe selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, dans
laquelle les emplacements de réception (630) comprennent respectivement un transmetteur
de données (637), de préférence une tête de lecture-écriture RFID et les réservoirs
de remplissage remplaçables (631) comprennent respectivement une marque de données
(631d), de préférence une marque RFID, pour échanger et/ou stocker de préférence des
données cryptées concernant la couleur d'impression présente dans le réservoir de
remplissage remplaçable (631) respectif.
10. Machine d'impression directe selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, dans
laquelle les emplacements de réception (630) sont respectivement réalisés sous la
forme d'un module remplaçable et sont reliés au poste de remplissage (6) par au moins
un élément de fixation (B).
11. Machine d'impression directe selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, dans
laquelle les emplacements de réception (630) comprennent chacun un support (642) pour
la pompe à encres (638) et/ou le bloc de vannes (639) et un boîtier (643) entourant
au moins partiellement le support (642) avec le logement (632) pour le réservoir de
remplissage remplaçable (631), dans lequel le logement (632) est agencé de préférence
sur un côté extérieur du boîtier (643) en tant que surface de dépôt.
12. Machine d'impression directe (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
dans laquelle la machine d'impression directe comprend un réservoir de remplissage
remplaçable (631), dans laquelle le réservoir de remplissage remplaçable (631) comprend
une poche (631b) pour recevoir la couleur d'impression et une structure de support
(631c) entourant au moins partiellement la poche (631b), dans laquelle la poche (631b)
présente un raccord (631a) pour retirer l'encre d'impression, de préférence dans laquelle
la poche (631b) est au moins partiellement en plastique et/ou dans laquelle la structure
de support (631c) est réalisée sous forme de boîte de support.
13. Procédé d'impression directe pour imprimer des contenants (2) avec une impression
directe multicolore, dans lequel les contenants (2) sont transportés à l'aide d'un
dispositif de transport (3), dans lequel les contenants (2) sont imprimés avec une
impression directe multicolore par des postes d'impression directe stationnaires (5w,
5W, 5M, Y, S, 5K) reliés au dispositif de transport (3) au moyen de têtes d'impression directe (52),
et dans lequel les postes d'impression directe (5W, 5W, 5M, 5Y, 5S, 5K) sont alimentés par un système d'alimentation en encres avec plusieurs encres d'impression
provenant chacune d'un réservoir de stockage (51),
caractérisé en ce que
les réservoirs de remplissage remplaçables (631) sont reçus avec les couleurs d'impression
dans plusieurs emplacements de réception (630) d'un poste de remplissage (6) et les
couleurs d'impression sont à chaque fois pompées automatiquement à partir de l'un
des réservoirs de remplissage remplaçables (631) jusque dans l'un des réservoirs de
stockage (51).
14. Procédé d'impression directe selon la revendication 13, dans lequel les réservoirs
de remplissage remplaçables (631) pour recharger la couleur d'impression sont chacun
remplacés sous la forme d'un tout par un opérateur.
15. Procédé d'impression directe selon la revendication 13 ou 14, dans lequel chaque fois
que cela est nécessaire, la totalité du contenu de couleur d'impression d'un réservoir
de remplissage remplaçable (631) est pompée jusque dans l'un des réservoirs de stockage
(51).
16. Procédé d'impression directe selon l'une quelconque des revendications 13 à 15, dans
lequel l'un des réservoirs de remplissage remplaçables (631) est secoué par un opérateur
pour éviter une sédimentation et un moment de versement est enregistré dans une marque
de données (631d) du réservoir de remplissage (631), de préférence dans une marque
RFID.