[0001] Die Erfindung betrifft eine Messvorrichtung und ein Verfahren zur Erfassung einer
von einer Ladestation übergebenen elektrischen Energie.
[0002] Elektrofahrzeuge bzw. zumindest teilweise mit elektrischer Energie angetriebene Fahrzeuge
weisen mindestens einen Akkumulator auf, welcher in einem laufenden Betrieb des Elektro-fahrzeugs
regelmäßig zu laden ist. Ein Laden des Elektrofahr-zeugs erfolgt an einer Ladestation
- in der Fachwelt auch als Electric Vehicle Supply Equipment oder abkürzend EVSE bekannt
- welche über ein Ladekabel mit dem Elektrofahrzeug verbunden wird.
[0003] Eine in der Ladestation vorgesehene oder dieser zugeordnete Messvorrichtung dient
einer Erfassung der von der Ladestation an das Elektrofahrzeug übergebenen elektrischen
Energie. Diese übergebene elektrische Energie wird dem Fahrzeughalter üblicherweise
in Rechnung gestellt. Im Stand der Technik sind verschiedene Maßnahmen zur Bestimmung
der übergebenen elektrischen Energie bekannt.
[0004] Die
DE102011089567A1 offenbart ein Verfahren zur Performanzbewertung eines Speisestromkreises in einer
Ladestation. Hierbei wird eine elektrische Verbindung zwischen einem Fahrzeugstromkreis
und dem Speisestromkreis mit einer Wechselstromenergiequelle hergestellt. Ein oder
mehrere Spannungsmesseinheiten sowie ein oder mehrere Strommesseinheiten werden von
einer Steuereinheit so angesteuert, dass Spannungs- und Strommessungen zur Berechnung
von Widerstandswerten durchgeführt werden können. Die Steuereinheit vergleicht die
berechneten Widerstandswerte mit vorgegebenen Widerstandsdaten, um die Leistung der
Versorgungsschaltung zu bewerten.
[0005] Eichrechtlichen Vorgaben gemäß ist die übergebene elektrische Energie am Übergabepunkt
zu messen, d.h. an dem Ort, an dem die elektrische Energie in das Elektrofahrzeug
eingespeist wird. Derzeit erfolgt eine Energiemessung allerdings überwiegend in einer
Messvorrichtung der Ladestation. Die dort gemessene Energie beinhaltet jedoch auch
einen Energieanteil, welche in einem ohmschen Widerstand des Ladekabels in thermische
Energie umgesetzt wird und somit am Übergabepunkt nicht als elektrische Energie übergeben
wird. Bei heute angestrebten Schnellladevorgängen mit hohen Ladeleistungen - in der
Fachwelt auch als High Power Charging bekannt - kann der in thermische Energie umgesetzte
Energieanteil - im Folgenden thermischen Blindenergie - durchaus zwei Prozent der
von der Ladestation gelieferten Energie überschreiten.
[0006] Aufgrund der Gegebenheiten im Umfeld einer Ladestation wäre der Übergabepunkt am
fahrzeugseitigen Ende des Ladekabels, also am Stecker zu messen, welcher in eine entsprechende
Buchse am Fahrzeug eingesteckt wird. An dieser Stelle eine Messeinrichtung vorzusehen
ist - unter anderem aufgrund von Größen- und Gewichtseinschränkungen des Steckers
- allerdings nicht praktikabel.
[0007] Eine pauschale Berücksichtigung der thermischen Blindenergie bei der Verrechnung
der elektrischen Energie, etwa durch Abzug eines prozentualen Anteils, ist eichrechtlich
nicht zulässig, da dieser Abzug auf einem bloßen Schätzwert beruhen würde, welche
aufgrund von technischen Gegebenheiten Schwankungen unterliegt. Eine eichrechtskonforme
Verrechnung erfordert insbesondere einen nachweisbaren und nicht bestreitbaren Beleg
der an einem Übergabepunkt übergebenen elektrischen Energie.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, Mittel für eine eichrechtskonforme Bestimmung der von
einer Ladestation übergebenen elektrischen Energie anzugeben, welche eine Messung
am Übergabepunkt, also am fahrzeugseitigen Ende des Ladekabels, unnötig machen.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Messvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0010] Der erfindungsgemäße Messvorrichtung zur Erfassung einer von einer Ladestation übergebenen
elektrischen Energie basiert auf einer bekannten Konstellation, bei der zumindest
zeitweise ein Ladekabel zur Ausbildung einer elektrischen Verbindung zwischen einem
Anschlusspunkt des Ladekabels an der Ladestation und einen Übergabepunkt des Ladekabels
an einer Energiesenke - beispielsweise ein Elektrofahrzeug - zuordenbar ist. Dieses
Ladekabel umfasst eine Leitergarnitur mit einer Mehrzahl von Leitern. Die vorbeschriebene
aus dem Stand der Technik bekannte Konstellation umfasst zwei Messeinheiten . Eine
erste Messeinheit ist zur Messung einer ersten elektrischen Leistung an mindestens
zwei Leitern im Anschlusspunkt des Ladekabels eingerichtet. Im Fall eines alternierenden
einphasigen Ladestroms oder im Fall eines Gleichstroms erfolgt die Messung der ersten
elektrischen Leitung an zwei Leitern, im Fall eines mehrphasigen Ladestroms an mindestens
drei Leitern des Ladekabels. Eine zweite Messeinheit ist zur Messung zumindest einer
zweiten elektrischen Größe am Anschlusspunkt vorgesehen.
[0011] Die erfindungsgemäße Messvorrichtung zur Erfassung einer von einer Ladestation übergebenen
elektrischen Energie umfasst die vorbeschriebene Konstelation in Zusammenwirkung mit
einer erfindungsgemäßen Bestimmungseinheit, welche aus der mindestens einen zweiten
elektrischen Größe einen Blindleistungsanteil bestimmt, aus der eine am Übergabepunkt
übergebene elektrische Energie anhand der um den Blindleistungsanteil kompensierten
ersten elektrischen Leistung bestimmt wird, wobei die zweite elektrische Größe zu
einer für die übergebene elektrische Energie relevanten analogen elektrischen Größe
in einem festen Verhältnis steht. Die erste und die zweite Messeinheit sowie die Bestimmungseinheit
sind optional auch in einer oder mehreren Einheiten zusammengefasst und können jeweils
oder insgesamt als analoge, digitale oder hybride Einheiten ausgeführt sein.
[0012] Die Begriffe »Blindleistungsanteil« oder »Blindleistung« sind in diesem Zusammenhang
als elektrische Energie zu erstehen, welche entlang des Ladekabels in Wärmenergie
umgesetzt wird (»ohmscher Übertragungsverlust«) und daher am Übergabepunkt nicht als
elektrische Energie zur Verfügung steht. Eine Blindleistung im Sinne dieser Beschreibung
ist nicht mit dem aus der Wechselstromtechnik bekannten Begriff zu verwechseln, welcher
eine zum Auf- und Abbau elektromagnetischer Felder über das Wechselstromnetz als Blindleistung
in Abgrenzung zu einer Wirkleistung versteht.
[0013] Die erfindungsgemäße Messvorrichtung löst die gestellte Aufgabe einer eichrechtskonformen
Bestimmung der von einer Ladestation übergebenen elektrischen Energie durch eine Messung
der Energie vor dem Übergabepunkt, wobei der Blindleistungsanteil vom Abschlusspunkt
bis zum Übergabepunkt durch die Messvorrichtung kompensiert werden.
[0014] Hierzu wird der Blindleistungsanteil aus mindestens einer zweiten elektrischen Größe
- beispielsweise ein ohmscher Widerstand eines Leiters oder einer Leiterschirmung
- bestimmt, welche zu einer für die übergebene elektrische Energie relevanten analogen
elektrischen Größe - beispielsweise ein ohmscher Gesamtwiderstand mindestens zweier
an einem Ladestromkreis beteiligten Leiter - in einem festen Verhältnis steht.
[0015] Zur Bestimmung der zweiten elektrischen Größe, welche zu einer für die übergebene
elektrische Energie relevanten analogen elektrischen Größe in einem festen Verhältnis
steht könnte gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung beispielsweise vorgesehen sein,
den Widerstand einer Leiterschirmung zu erfassen, welche bei gegebener Ladekabellänge
in einem festen Verhältnis zum ohmschen Widerstand des am Ladestromkreis beteiligten
Leiters steht. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass eine Widerstandsänderung
aufgrund einer Temperaturerhöhung sowohl die erfindungsgemäß bestimmte zweiten elektrischen
Größe - den ohmschen Widerstand der Leiterschirmung - als auch die relevante analogen
elektrischen Größe - den ohmsche Gesamtwiderstand der am Ladestromkreis beteiligten
Leiter - in gleicher Weise verändert, so dass in eichrechtlich nicht zu beanstandender
Weise aus der zweiten elektrischen Größe nachweisbar und nicht bestreitbar eine Bestimmung
des Blindleistungsanteils und schließlich eine Bestimmung der übergebenen elektrischen
Energie erfolgen kann.
[0016] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass Austausch des
Ladekabels sowohl die erfindungsgemäß bestimmte zweiten elektrischen Größe - beispielsweise
den ohmschen Widerstand der Leiterschirmung oder eines anderen Leiters - als auch
die relevante analogen elektrischen Größe - den ohmsche Gesamtwiderstand der am Ladestromkreis
beteiligten Leiter - in gleicher Weise verändert, so dass auch in diesem Fall in eichrechtlich
nicht zu beanstandender Weise aus der zweiten elektrischen Größe nachweisbar und nicht
bestreitbar eine Bestimmung des Blindleistungsanteils und schließlich eine Bestimmung
der übergebenen elektrischen Energie erfolgen kann.
[0017] Durch eine derartige mechanische Kopplung der erfindungsgemäß bestimmten zweiten
elektrischen Größe mit der analogen für eine Kompensation der Blindleistung verwendeten
elektrischen Größe wäre eine Manipulation in vorteilhafter Weise erschwert und zudem
leicht erkennbar.
[0018] Außerdem ist es in vorteilhafter Weise zulässig, ein Kabel bei der Montage zu kürzen,
durch weitere Kabel mit möglicherweise andersgearteten Leitermaterialen zu verlängern
oder bei einer Reparatur zu ersetzen.
[0019] Die erfindungsgemäße Messvorrichtung gestattet es ferner, den Abstand zwischen dem
Anschlusspunkt - dem Ort der Messung - und dem Übergabepunkt - dem Ort der Einspeisung
an die Energiesenke - deutlich größer zu wählen und damit die Messvorrichtung in vorteilhafter
Weise auch in einer vom eigentlichen Ladeort abgesetzten Einheit - z.B. in einer mehrere
Ladesäulen versorgenden Zentraleinheit - vorzusehen. Eine derartige Zentraleinheit
beherbergt die Einrichtungen einer Ladestation und wird über Verbindungskabel mit
mehreren abgesetzten Ladesäulen versehen. Eine von der Zentraleinheit abgesetzte Ladesäule
beinhaltet im Vergleich zu einer Ladestation dann lediglich die Mechanik zur Handhabung
des Ladekabels.
[0020] Die Vorsehung einer abgesetzten Zentraleinheit mit daran angeschlossenen Ladesäulen
erleichtert wiederum einen Betrieb der Messvorrichtung innerhalb vorgeschriebener
Temperaturgrenzen, da eine Mehrzahl von Messvorrichtungen in einer klimatisierten
Behausung der Zentraleinheit verbaut werden kann.
[0021] Außerdem wird durch die Vorsehung einer abgesetzten Zentraleinheit ein jeweiliger
Bauraumbedarf von damit verbundenen Ladesäulen deutlich reduziert. Zudem entfällt
ein Bedarf für eine Hilfsstromversorgung derartiger Ladesäulen in der Nähe des Übergabepunktes
zumindest für einen Betrieb einer jeweiligen Messvorrichtung, welche in vorteilhafter
Weise in der abgesetzten Zentraleinheit betrieben werden kann.
[0022] Aufgrund der verschiedenen Vorteile der Erfindung kann beispielsweise eine Zentraleinheit
für eine Mehrzahl von Schnellladevorgänge mit hoher Ladeleistung ermöglichende Ladesäulen
deutlich einfacher und kostengünstiger aufgebaut und gewartet werden.
[0023] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0024] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Messung der zumindest einen zweiten
elektrischen Größe an mindestens einem Leiter, welcher mit keinem der zur Messung
der ersten elektrischen Leistung vorgesehenen Leiter übereinstimmt, also nicht an
den mindestens zwei Leiter, an der die Messung der ersten elektrischen Leitung erfolgt.
Wenngleich im Rahmen der Erfindung eine Messung der zweiten elektrischen Größe auch
auf denselben Leitern erfolgen kann, an denen auch die Messung der ersten elektrischen
Leistung erfolgt, bietet die Messung der zweiten elektrischen Größe an anderen Leitern
des Ladekabels gemäß dieser Ausgestaltung in vielen Fällen Vorteilen. Während eine
Messung der zweiten elektrischen Größe auf denselben Leitern zu berücksichtigen ist,
dass Messungen einer bestimmten zweiten elektrischen Größe - z.B. eine Messung des
elektrischen Widerstands - nicht während des Ladevorgangs - und daher nur vor, nach
oder umschaltend während eines Ladevorgangs - erfolgen können, ist eine kontinuierliche
Messung auf anderen Leitern durchaus möglich. Diese vorteilhafte Ausgestaltung bietet
sich also beispielsweise an, wenn die zweite elektrische Größe laufend, also während
des Ladevorgangs bestimmt werden soll.
[0025] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Messung der zweiten
elektrischen Größe zumindest teilweise an mindestens einer Leiterschirmung oder an
einer Ladekabelschirmung, also beispielsweise einem Schirmgeflecht, welches einen
Leiter die vollständige Leitergarnitur innerhalb des Ladekabels umgibt. Eine Zweipol-Messung,
beispielsweise des Widerstands, erfolgt entweder vollständig über zwei Leiterschirmungen,
also auf einem Stromkreis hin zur Energiesenke und zurück auf einer Leiterschirmung
eines anderen Leiters, oder teilweise, also auf einem Stromkreis hin zur Energiesenke
und zurück auf einem anderen Leiter. Im Fall einer Messung des ohmschen Widerstands
als zweite elektrische Größe steht auch unter Beteiligung einer Leiterschirmung der
gemessene ohmsche Widerstand in einem bestimmten vorbekannten Verhältnis zu dem des
Leiters, was sich bei Verwendung des gleichen leitenden Materials in einem bestimmten
Verhältnis der Querschnitte niederschlägt. Das Verhältnis kann für gefertigte Leitungen
in vorteilhafter Weise leicht überprüft aber - ebenso vorteilhaft - nur schwer verändert
werden. Darüber hinaus erfolgt eine Änderung des elektrischen Widerstands - insbesondere
aufgrund einer ansteigenden Temperatur des Ladekabels beim Ladevorgang - sowohl auf
die ladestromführenden Leitungen als auch auf die Leiterschirmung ein, sodass der
mit Hilfe des gemessenen ohmschen Widerstands ermittelte Blindleistungsanteil exakt
bestimmbar ist.
[0026] Eine Energiemessung umfasst beispielsweise eine Messung des elektrischen Widerstands
eines Leiterschirms, multipliziert mit dem proportionalen Verhältnis zum elektrischen
Widerstand der Ladestromleitungen und multipliziert mit dem Quadrat eines anderweitig
gemessenen Integrals eines Ladestroms. Alternativ wird gegenüber einem Massepotential
eine äquivalente Spannung an eine Leiterschirmung angelegt und die Spannung am zweiten
Ende der Leiterschirmung so eingestellt, dass der Strom durch den Schirm wiederum
in einem festen Verhältnis zum gemessenen Strom steht, wobei dieses Verhältnis wiederum
durch das Querschnittsverhältnis von Leiter und Schirm bestimmt wird wodurch die zweite
Spannung die Spannung am Übergabepunkt repräsentiert. Auf diese Weise ist eine Bestimmung
des Blindleistungsanteils aus der Spannung, der zweiten elektrischen Größe, möglich,
ohne dass diese gemessen wird.
[0027] Im Weiteren werden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen
Steuerungsvorrichtung unter Bezug auf die beigefügten Figuren beschrieben.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild zur Darstellung einer Ladeinfrastruktur in Zusammenwirkung mit
erfindungsgemäßen Funktionseinheiten; und;
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild zur Darstellung einer Messvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0029] FIG.1 zeigt eine Ladeinfrastruktur mit drei Elektrofahrzeugen EC, welche über ein
jeweiliges Ladekabel CC mit einer Ladesäule CP verbunden sind. Die Ladesäulen CP sind
jeweils mit einem Verbindungskabel C mit einer Ladestation EVSE verbunden. Die Ladestation
EVSE enthält eine Vorrichtung PU zur fachüblichen Bereitstellung, Aufbereitung und
Steuerung eines elektrischen Ladestromstroms, auf die hier nicht näher eingegangen
wird. An jeweiligen drei Ausgangsleitungen dieser Vorrichtung PU ist eine jeweilige
Messvorrichtung MD installiert, an welche das Verbindungskabel C angeschlossen ist.
[0030] Diese Ausgestaltung der Erfindung betrifft also eine eingangs angesprochene Konstellation,
bei der die als Zentraleinheit ausgestaltete Ladestation EVSE mehrere Ladesäulen CP
versorgt. Die von der Ladestation EVSE abgesetzten Ladesäulen CP beinhalten dann -
von einigen Anzeigen- und Steuerelementen abgesehen - im Wesentlichen lediglich die
Mechanik zur Handhabung des Ladekabels CC, nicht aber Vorrichtungen zur Bereitstellung,
Aufbereitung und Steuerung des elektrischen Ladestromstroms, welche in der Vorrichtung
PU der zentralen Ladestation EVSE vorgesehen sind.
[0031] Diese Konstellation ermöglicht es, den Abstand zwischen dem Anschlusspunkt - dem
Ort der Messung - und dem Übergabepunkt - dem Ort der Einspeisung am Elektrofahrzeug
EV - deutlich größer zu wählen und damit die Messvorrichtung MD in vorteilhafter Weise
auch in der vom eigentlichen Ladeort abgesetzten Ladestation EVSE vorzusehen.
[0032] Ein übliches Ladekabel CC umfasst eine Kabelgarnitur bestehend aus mehreren Leitungen
zur jeweiligen Ladestromführung - beispielsweise Außenleiter bzw.
[0033] Phasenleiter, Neutralleiter, Schutzleiter etc. - sowie mindestens eine Signalleitung.
Ein Schutzleiter in der Kabelgarnitur bildet dabei aus Sicherheitsgründen eine Rückleitung
für die Signalleitung. Die Durchgängigkeit der Geräteerde zwischen der Signalleitung
und dem Elektrofahrzeug wird seitens der Ladesteuerungseinrichtung durch Messung des
Stromflusses (des sog. »Pilotsignals«) in der Signalleitung überprüft. Ein Stromfluss
in die Kabel-garnitur und somit ein Laden des Akkumulators darf nur erfolgen, wenn
der Signalleitungsstromkreis ordnungsgemäß geschlossen ist.
[0034] Der Übergabepunkt ist definiert als der Ort, an die elektrische Energie in die Energiesenke
- Elektrofahrzeug EV - eingespeist wird. Dieser Übergabepunkt entspricht in der Zeichnung
dem fahrzeugseitigen Ende des Ladekabels CC.
[0035] Der Anschlusspunkt ist definiert als der Ort, an die elektrische Energie zum Betrieb
bzw. zum Laden der Energiesenke - Elektrofahrzeug EV - entnommen wird. Dieser Anschlusspunkt
entspricht in der Zeichnung dem Anschluss des Verbindungskabels C der Ladestation
EVSE, an der auch die jeweilige Messung durch die jeweilige Messvorrichtung MD vorgenommen
wird.
[0036] Fig. 2 zeigt ein eine Messvorrichtung MD gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Messvorrichtung MD umfasst eine erste Messeinheit M1 zur Messung einer ersten
elektrischen Leistung an zwei Leiter L1,L2 im Anschlusspunkt, eine zweite Messeinheit
zur Messung zumindest einer zweiten elektrischen Größe an den Leiterschirmen der beiden
Leiter L1,L2 und Bestimmungseinheit DU zur Bestimmung eines Blindleistungsanteils
aus der zweiten elektrischen Größe und zur Bestimmung der am Übergabepunkt übergebenen
elektrischen Energie anhand der um den Blindleistungsanteil kompensierten ersten elektrischen
Leistung.
[0037] Die Messeinheit M1 erfasst die erste elektrische Leistung in fachüblicher Weise durch
eine Messung der an den Leitungen L1, L2 anliegenden elektrischen Spannung und des
Ladestroms.
[0038] Auf der linken Seite der schematisch dargestellten Messvorrichtung MD sind zwei interne
Leitungen mit entsprechenden Kontakten, jeweils ohne Bezugszeichen dargestellt. Diese
internen Leitungen dienen der Verbindung der Messvorrichtung MD mit der Vorrichtung
PU innerhalb der Ladestation EVSE.
[0039] Gemäß der hier erläuterten Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Messung der zweiten
elektrischen Größe am Schirmgeflecht der beiden Leiterschirmen L1,L2. Die beiden Leiterschirmen
L1,L2 sind hierzu galvanisch mit den Eingängen der zweiten Messeinheit M2 verbunden.
In alternativen Varianten kann die zweite Messeinheit M2 beliebig mit anderen oder
weiteren - nicht dargestellten - Leiter oder Leiterschirmen des Ladekabels bzw. mit
der Ladekabelschirmung selbst verbunden sein.
[0040] Eine Zweipol-Messung, beispielsweise eines komplexen Wechselstromwiderstands, erfolgt
über den ersten Leiterschirm L1 auf einem geschlossenen Stromkreis hin zur - nicht
dargestellten - Energiesenke, dem Elektrofahrzeug EV, und zurück auf einer Leiterschirmung
S2 des anderen Leiters L2.
[0041] Der Stromkreis wird im Elektrofahrzeug durch eine galvanische Verbindung der beiden
Leiterschirme, einen definierten Widerstand oder eine definierte Kapazität geschlossen,
wobei dieser definierte Widerstand in der Messung berücksichtigt wird. Im Fall einer
galvanischen Verbindung wird der Stromkreis im Elektrofahrzeug EV über einen gemeinsamen
Bezugspunkt bzw. Massepotential geschlossen. Im Fall einer Messung des ohmschen Widerstands
oder des komplexen Wechselstromwiderstands mit Ermittlung des ohmschen Widerstands
als zweite elektrische Größe steht der gemessene oder bestimmte ohmsche Widerstand
in einem bestimmten vorbekannten Verhältnis zu dem der Leiters L1,L2, was sich bei
Verwendung des gleichen leitenden Materials in einem bestimmten Verhältnis der Querschnitte
niederschlägt.
[0042] Das Verhältnis kann für gefertigte Leitungen in vorteilhafter Weise leicht überprüft
aber nur schwer verändert werden, was eichrechtlichen Vorgabe eines nachweisbaren
und nicht bestreitbaren Belegs entspricht. Die Messergebnisse werden hierzu protokolliert.
[0043] Insbesondere aufgrund einer ansteigenden Temperatur des Ladekabels beim Ladevorgang
wird eine laufende oder zyklische Erhebung der zweiten elektrischen Größe erforderlich
sein, da der Widerstand der ladestromführenden Leiter L1,L2 im Ladekabel und mit ihm
der Blindleistungsanteil ebenfalls temperaturbedingt ansteigt.
[0044] Dieser Anstieg des elektrischen Widerstands wirkt allerdings sowohl auf die ladestromführenden
Leitungen L1,L2 als auch auf die Leiterschirmung S1,S2 ein, sodass der mit Hilfe des
gemessenen ohmschen Widerstands ermittelte Blindleistungsanteil weiterhin exakt bestimmbar
ist.
[0045] Statt einer wertemäßigen Bestimmung der zweiten elektrischen Größe und des daraus
bestimmbaren Blindleistungsanteils kann eine Bestimmung der übergebenen elektrischen
Energie anhand der um den Blindleistungsanteil kompensierten ersten elektrischen Leistung
- also der zu verrechnenden elektrischen Leistung - auch durch Kompensation der ersten
elektrischen Leistungsmessung durchgeführt werden. Hierzu wird von der zweiten Messeinheit
M2 gegenüber einem - nicht dargestellten - Massepotential eine äquivalente Spannung
an eine der beiden Leiterschirmungen S1 angelegt und die Spannung am zweiten Ende
der anderen Leiterschirmung S2 so eingestellt, dass der Strom durch den Leiterschirmungen
S1,S2 in einem festen Verhältnis zu dem von der ersten Messeinheit M1 gemessenen Ladestrom
steht, wodurch die eingestellte Spannung am Ende der zweiten Leiterschirmung S2 die
Spannung am Übergabepunkt repräsentiert. Auf diese Weise ist eine Bestimmung des Blindleistungsanteils
aus der Spannung, der zweiten elektrischen Größe, möglich, ohne dass diese gemessen
wird.
[0046] Zusammenfassend stellt die vorliegende Erfindung Mittel für eine eichrechtskonforme
Bestimmung der von einer Ladestation übergebenen elektrischen zur Verfügung, welche
eine Messung am Übergabepunkt, also am fahrzeugseitigen Ende des Ladekabels, unnötig
machen. Hierbei wird die von einer Ladestation übergebene elektrische Energie durch
eine Messung der Energie vor dem Übergabepunkt bestimmt, wobei der Blindleistungs-anteil
vom Abschlusspunkt bis zum Übergabepunkt durch kompensiert werden. Der Blindleistungsanteil
wird aus mindestens einer zweiten elektrischen Größe, beispielsweise ein Widerstand
eines Leiters oder einer Leiterschirmung, bestimmt, welche zu einer für die übergebene
elektrische Energie relevanten analogen elektrischen Größe, beispielsweise ein ohmscher
Gesamtwiderstand mindestens zweier an einem Ladestromkreis beteiligten Leiter, in
einem festen Verhältnis steht.
1. Messvorrichtung zur Erfassung einer von einer Ladestation (EVSE) übergebenen elektrischen
Energie, wobei der Ladestation zumindest (EVSE) zeitweise ein Ladekabel (CC) zur Ausbildung
einer elektrischen Verbindung zwischen einem Anschlusspunkt des Ladekabels (CC) an
der Ladestation (EVSE) und einen Übergabepunkt des Ladekabels (CC) an einer Energiesenke
(EV) zuordenbar ist und wobei das Ladekabel (CC) eine Leitergarnitur mit einer Mehrzahl
von Leiter (L1,L2) umfasst, wobei die Messvorrichtung umfasst:
- eine erste Messeinheit (M1) zur Messung einer ersten elektrischen Leistung an mindestens
zwei Leiter (L1,L2) im Anschlusspunkt;
- eine zweite Messeinheit (M2) zur Messung zumindest einer zweiten elektrischen Größe
am Anschlusspunkt;
gekennzeichnet durch:
- eine Bestimmungseinheit (DU) zur Bestimmung eines Anteils einer entlang des Ladekabels
(CC) in Wärmeenergie umgesetzten elektrischen Energie aus der zweiten elektrischen
Größe und zur Bestimmung der am Übergabepunkt übergebenen elektrischen Energie anhand
der um den Anteil der entlang des Ladekabels (CC) in Wärmeenergie umgesetzten elektrischen
Energie kompensierten ersten elektrischen Leistung, wobei die zweite elektrische Größe
zu einer für die übergebene elektrische Energie relevanten analogen elektrischen Größe
in einem festen Verhältnis steht.
2. Messvorrichtung gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der zweiten elektrischen Größe an mindestens einem Leiter des Ladekabels
(CC) erfolgt, welcher mit keinem der zur Messung der ersten elektrischen Leistung
vorgesehenen Leiter übereinstimmt.
3. Messvorrichtung gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der zweiten elektrischen Größe an mindestens einer Leiterschirmung (S1,S2)
erfolgt.
4. Messvorrichtung gemäß einem der vorgenannten Patentansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der zweiten elektrischen Größe eine Messung eines elektrischen Widerstands,
eine elektrische Spannungsmessung, eine elektrische Strommessung und/oder eine Messung
einer elektrischen Energie am Anschlusspunkt umfasst.
5. Verfahren zur Erfassung einer von einer Ladestation (EVSE) übergebenen elektrischen
Energie, wobei der Ladestation (EVSE) zumindest zeitweise ein Ladekabel (CC) zur Ausbildung
einer elektrischen Verbindung zwischen einem Anschlusspunkt des Ladekabels (CC) an
der Ladestation (EVSE) und einen Übergabepunkt des Ladekabels (CC) an einer Energiesenke
(SV) zuordenbar ist und wobei das Ladekabel (CC) eine Leitergarnitur mit einer Mehrzahl
von Leiter (L1,L2) umfasst, umfassend folgende Schritte:
- Messung einer ersten elektrischen Leistung an mindestens zwei Leiter (L1,L2) im
Anschlusspunkt;
- Messung zumindest einer zweiten elektrischen Größe am Anschlusspunkt;
gekennzeichnet durch,
- Bestimmung eines Anteils einer entlang des Ladekabels (CC) in Wärmeenergie umgesetzten
elektrischen Energie aus der zweiten elektrischen Größe und zur Bestimmung der am
Übergabepunkt übergebenen elektrischen Energie anhand der um den Anteil der entlang
des Ladekabels (CC) in Wärmeenergie umgesetzten elektrischen Energie kompensierten
ersten elektrischen Leistung, wobei die zweite elektrische Größe zu einer für die
übergebene elektrische Energie relevanten analogen elektrischen Größe in einem festen
Verhältnis steht.
6. Verfahren gemäß Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der zweiten elektrischen Größe an mindestens einem Leiter des Ladekabels
(CC) erfolgt, welcher mit keinem der zur Messung der ersten elektrischen Leistung
vorgesehenen Leiter übereinstimmt.
7. Verfahren gemäß Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der zweiten elektrischen Größe an mindestens einer Leiterschirmung (S1,S2)
erfolgt.
8. Verfahren gemäß einem der vorgenannten Patentansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der zweiten elektrischen Größe eine Messung eines elektrischen Widerstands,
eine elektrische Spannungsmessung, eine elektrische Strommessung und/oder eine Messung
einer elektrischen Energie am Anschlusspunkt umfasst.
9. Verfahren gemäß einem der vorgenannten Patentansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine zweite elektrische Größe laufend, vorzugsweise zyklisch und/oder
in einstellbaren zeitlichen Abständen gemessen wird.
1. Measuring apparatus for capturing electrical energy transferred from a charging station
(EVSE), wherein a charging cable (CC) for forming an electrical connection between
a connection point of the charging cable (CC) on the charging station (EVSE) and a
transfer point of the charging cable (CC) on an energy sink (EV) can be at least occasionally
assigned to the charging station (EVSE), and wherein the charging cable (CC) comprises
a conductor set having a plurality of conductors (L1, L2), wherein the measuring apparatus
comprises:
- a first measuring unit (M1) for measuring a first electrical power on at least two
conductors (L1, L2) at the connection point;
- a second measuring unit (M2) for measuring at least one second electrical variable
at the connection point;
characterized by
- a determination unit (DU) for determining a portion of electrical energy converted
into thermal energy along the charging cable (CC) from the second electrical variable
and for determining the electrical energy transferred at the transfer point on the
basis of the first electrical power compensated for by the portion of electrical energy
converted into thermal energy along the charging cable (CC), wherein the second electrical
variable is in a fixed relationship with respect to an analogue electrical variable
relevant to the transferred electrical energy.
2. Measuring apparatus according to Patent Claim 1, characterized in that the second electrical variable is measured on at least one conductor of the charging
cable (CC) which does not correspond to any of the conductors provided for measuring
the first electrical power.
3. Measuring apparatus according to Patent Claim 1, characterized in that the second electrical variable is measured on at least one conductor shield (S1,
S2).
4. Measuring apparatus according to one of the above-mentioned patent claims, characterized in that the measurement of the second electrical variable comprises a measurement of an electrical
resistance, an electrical voltage measurement, an electrical current measurement and/or
a measurement of electrical energy at the connection point.
5. Method for capturing electrical energy transferred from a charging station (EVSE),
wherein a charging cable (CC) for forming an electrical connection between a connection
point of the charging cable (CC) on the charging station (EVSE) and a transfer point
of the charging cable (CC) on an energy sink (SV) can be at least occasionally assigned
to the charging station (EVSE), and wherein the charging cable (CC) comprises a conductor
set having a plurality of conductors (L1, L2), comprising the following steps of:
- measuring a first electrical power on at least two conductors (L1, L2) at the connection
point;
- measuring at least one second electrical variable at the connection point;
characterized by
- determining a portion of electrical energy converted into thermal energy along the
charging cable (CC) from the second electrical variable and determining the electrical
energy transferred at the transfer point on the basis of the first electrical power
compensated for by the portion of electrical energy converted into thermal energy
along the charging cable (CC), wherein the second electrical variable is in a fixed
relationship with respect to an analogue electrical variable relevant to the transferred
electrical energy.
6. Method according to Patent Claim 5, characterized in that the second electrical variable is measured on at least one conductor of the charging
cable (CC) which does not correspond to any of the conductors provided for measuring
the first electrical power.
7. Method according to Patent Claim 5, characterized in that the second electrical variable is measured on at least one conductor shield (S1,
S2).
8. Method according to one of the above-mentioned Patent Claims 5 to 7, characterized in that the measurement of the second electrical variable comprises a measurement of an electrical
resistance, an electrical voltage measurement, an electrical current measurement and/or
a measurement of electrical energy at the connection point.
9. Method according to one of the above-mentioned Patent Claims 5 to 8, characterized in that the at least one second electrical variable is measured continuously, preferably
cyclically and/or at adjustable intervals of time.
1. Dispositif de mesure de détection d'une énergie électrique transmise par une station
de charge (EVSE), dans lequel un câble de charge (CC) peut être affecté au moins temporairement
à la station de charge (EVSE) pour former une liaison électrique entre un point de
raccordement du câble de charge (CC) à la station de charge (EVSE) et un point de
transmission du câble de charge (CC) à un puits d'énergie (EV) et dans lequel le câble
de charge (CC) comprend une garniture conductrice avec une pluralité de conducteurs
(L1, L2), dans lequel le dispositif de mesure comprend :
- une première unité de mesure (M1) pour mesurer une première puissance électrique
à au moins deux conducteurs (L1, L2) dans le point de raccordement ;
- une deuxième unité de mesure (M2) pour mesurer au moins une deuxième grandeur électrique
au point de raccordement ;
caractérisé par :
- une unité de détermination (DU) pour déterminer une part d'une énergie électrique
convertie en énergie thermique le long du câble de charge (CC) à partir de la deuxième
grandeur électrique et pour déterminer l'énergie électrique transmise au point de
transmission à l'aide de la première puissance électrique compensée par la part de
l'énergie électrique convertie en énergie thermique le long du câble de charge (CC)
; dans lequel la deuxième grandeur électrique se trouve dans un rapport fixe avec
une grandeur électrique analogue pertinente pour l'énergie électrique transmise.
2. Dispositif de mesure selon la revendication 1, caractérisé en ce que la mesure de la deuxième grandeur électrique est réalisée à au moins un conducteur
du câble de charge (CC), lequel ne coïncide avec aucun des conducteurs prévus pour
mesurer la première puissance électrique.
3. Dispositif de mesure selon la revendication 1, caractérisé en ce que la mesure de la deuxième grandeur électrique est réalisée à au moins un blindage
de conducteur (S1, S2).
4. Dispositif de mesure selon l'une des revendications susmentionnées, caractérisé en ce que la mesure de la deuxième grandeur électrique comprend une mesure d'une résistance
électrique, une mesure de tension électrique, une mesure de courant électrique et/ou
une mesure d'une énergie électrique au point de raccordement.
5. Procédé de détection d'une énergie électrique transmise par une station de charge
(EVSE), dans lequel un câble de charge (CC) peut être affecté au moins temporairement
à la station de charge (EVSE) pour former une liaison électrique entre un point de
raccordement du câble de charge (CC) à la station de charge (EVSE) et un point de
transmission du câble de charge (CC) à un puits d'énergie (SV) et dans lequel le câble
de charge (CC) comprend une garniture conductrice avec une pluralité de conducteurs
(L1, L2), comprenant les étapes suivantes :
- mesure d'une première puissance électrique à au moins deux conducteurs (L1, L2)
dans le point de raccordement ;
- mesure d'au moins une deuxième grandeur électrique au point de raccordement ;
caractérisé par,
- la détermination d'une part d'une énergie électrique convertie en énergie thermique
le long du câble de charge (CC) à partir de la deuxième grandeur électrique et pour
déterminer l'énergie électrique transmise au point de transmission à l'aide de la
première puissance électrique compensée par la part de l'énergie électrique convertie
en énergie thermique le long du câble de charge (CC), dans lequel la deuxième grandeur
électrique se trouve dans un rapport fixe avec une grandeur électrique analogue pertinente
pour l'énergie électrique transmise.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la mesure de la deuxième grandeur électrique est réalisée à au moins un conducteur
du câble de charge (CC), lequel ne coïncide avec aucun des conducteurs prévus pour
mesurer la première puissance électrique.
7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la mesure de la deuxième grandeur électrique est réalisée à au moins un blindage
de conducteur (S1, S2).
8. Procédé selon l'une des revendications susmentionnées 5 à 7, caractérisé en ce que la mesure de la deuxième grandeur électrique comprend une mesure d'une résistance
électrique, une mesure de tension électrique, une mesure de courant électrique et/ou
une mesure d'une énergie électrique au point de raccordement.
9. Procédé selon l'une des revendications susmentionnées 5 à 8, caractérisé en ce que la au moins une deuxième grandeur électrique est mesurée en permanence, de préférence
d'une manière cyclique et/ou à intervalles de temps réglables.