[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verriegelungsbügel mit Sperre nach dem Gegenstand
des unabhängigen Anspruchs 1 sowie einem Verfahren zur Verriegelung und Entriegelung
einer Steckverbindung nach Anspruch 5 und Anspruch 7.
[0002] Steckverbinder oder Steckverbindungen mit Verriegelungsbügeln werden benötigt, um
einen zuverlässigen elektrischen Kontakt zu gewährleisten und ein versehentliches
Auseinanderziehen der Gehäuse einer Steckverbindung zu verhindern.
[0003] Ferner ist bei derartigen Steckverbindungen eine Kniehebelwirkung des Verriegelungsbügels
erforderlich, um einen einwandfreien Andruck der beiden Steckverbindungshälften, sprich
der beiden Gehäuse, aneinander zu gewährleisten. In Bezug auf den Verriegelungsbügel
dient diese Kniehebelwirkung dazu, ein relativ leichtes Erreichen der Verschlussstellung
mit definierter Endlage zu ermöglichen.
Stand der Technik
[0004] Aus der
DE 26 32 338 C2 ist es bekannt den Verriegelungsbügel aus Blechmaterial U-förmig zu biegen und die
Seitenteile mit Übergreifteilen zu versehen, die die Verriegelungszapfen der anderen
Steckverbindungshälfte beim Verriegeln übergreifen. Die Lagerung des Verriegelungsbügels
erfolgt über Zapfen an der einen Steckverbindungshälfte, die in einer schlitzförmigen
Öffnung im Seitenteil geführt und durch ein Federelement gehalten sind.
[0005] Ferner ist es aus der
EP 0 352 579 A1 bekannt, an den Verriegelungsbügeln etwa halbkreisförmige Federelemente vorzusehen,
deren unteres Ende auf Lagerzapfen der einen Steckverbindungshälfte gehalten ist und
deren oberes, mit einer Rolle versehenes Ende beim Verriegeln der Steckverbindung
über einen Verriegelungszapfen der anderen Steckverbindungshälfte gleitet, wonach
die Steckverbindungshälften federnd aneinandergepresst sind.
[0006] Aus der
US 4,303,292 A ist ein mehrpoliger Verbinder für ein mehraderiges Kabel bekannt. Dabei handelt es
sich bei dem Verbinder um einen hermaphroditischen Verbinder mit Bügeln, wobei die
Bügel der Verriegelung dienen. Dafür weist jeder Bügel Verriegelungsarme auf, welche
jeweils in ein Differentialverriegelungselement enden und so eine sichere Verriegelung
des Verbinders definieren. Des Weiteren verfügt der Verbinder über eine Anzeige des
Verriegelungszustandes.
[0007] Die
DE 195 08 605 C1 offenbart eine elektrische Steckverbindung mit einem oder zwei um Lagerzapfen, der
einen Steckverbindungshälfte schwenkbaren, U-förmigen Verriegelungsbügel, wobei bei
verriegelter Steckverbindung an dessen Seitenteilen angeordnete Federelemente an der
anderen Steckverbindungshälfte angeordnete Verriegelungszapfen übergreifen und wobei
das obere Ende der Federelemente beim Schließen des Verriegelungsbügels über den jeweiligen
Verriegelungszapfen der anderen Steckverbindungshälfte greift und dabei derart auf
den Verriegelungszapfen einwirkt, dass die beiden Steckverbindungshälften federnd
gegeneinandergepresst sind.
[0008] Die
US 6,056,582 A zeigt eine Steckverbindung mit Verriegelungsbügel mit Sperrelement, wobei das Sperrelement,
zur Fixierung des Verriegelungsbügels, über einen Haken an der Steckverbinderbuchse
verrastbar ist.
[0009] Bei der
US 7,052,294 B1 sind die Rasthaken zur Fixierung des Verriegelungsbügels direkt an selbigen angeformt.
[0010] Bei der Steckverbindung der
EP 2 410 618 B1 können die Verriegelungsbügel über zusätzliche Laschen am Steckverbindergehäuse fixiert
werden.
[0011] Der Verriegelungsbügel der
EP 0 6 910 40 B1 weist ein Rastloch auf, in welches, zur Fixierung des Verriegelungsbügels, ein Rastzapfen
des Gegensteckverbindergehäuses einrastet.
[0012] Nachteilig bei den bekannten Lösungen ist jedoch, dass die Verriegelungsbügel nur
schwer gegen ein ungewolltes Öffnen gesichert werden können.
[0013] Das Deutsche Patent- und Markenamt hat in der Prioritätsanmeldung zu vorliegender
Anmeldung den folgenden Stand der Technik recherchiert:
US 4 303 292 A.
Aufgabenstellung
[0014] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Verriegelungsbügel vorzuschlagen,
welcher einen einfachen und gleichzeitig effektiven Schutz gegen ungewolltes Trennen
zweier verbundener Gehäuse einer Steckverbindung aufweist. Dieser Schutz soll zudem
einfach herstellbar und kostengünstig sein.
[0015] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 sowie durch ein
Verfahren zur Verriegelung und Entriegelung eines Steckverbinders nach Anspruch 5
und Anspruch 7 gelöst.
[0016] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0017] Die Erfindung betrifft einen Verriegelungsbügel mit einer Sperre zur Verriegelung
und Entriegelung zweier Gehäuse einer Steckverbindung, wobei der Verriegelungsbügel
an einem Gehäuse drehbar montiert ist. Der Verriegelungsbügel weist eine verriegelte
Position und eine entriegelte Position auf. Die Sperre ist an dem Verriegelungsbügel
angeordnet. Sie weist mindestens eine gelenkige Verbindung auf, wobei die Sperre eine
ausgeklappte Position und eine eingeklappte Position einnehmen kann, wodurch die Steckverbindung
einen verriegelten Zustand und einen entriegelten Zustand aufweist.
[0018] Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um einen Verriegelungsbügel mit einer
erfindungsgemäßen Sperre zur Verriegelung und Entriegelung zweier Gehäuse einer Steckverbindung.
Der Verriegelungsbügel ist an einem Gehäuse drehbar montiert und weist eine verriegelte
Position und eine entriegelte Position auf.
[0019] Die erfindungsgemäße Sperre besteht aus mindestens einem Teil und ist an dem Verriegelungsbügel
angeordnet. Sie weist eine ausgeklappte
[0020] Position und eine eingeklappte Position auf. Ferner weist die Sperre mindestens eine
gelenkige Verbindung auf.
[0021] Verriegelungsbügel sind im Stand der Technik zur Verriegelung und Entriegelung von
Gehäusen von Steckverbindungen hinreichend bekannt, vergleiche hierzu beispielsweise
die Druckschriften
DE 26 32 338 C2,
EP 0 352 579 A1 und
DE 195 08 605 C1. Die bekannten Verriegelungsbügel weisen jedoch keinen Schutz gegen ein ungewolltes
Öffnen, sei es durch Vibrationen, Umwelteinflüsse oder eine fahrlässige Handlung,
auf.
[0022] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Sperre liegt vor allem darin, dass sie eine ausgeklappte
und eine eingeklappte Position aufweist. In der eingeklappten Position können zwei
verbundene Gehäuse voneinander getrennt oder zwei getrennte Gehäuse verbunden werden.
In dieser Position beeinflusst die Sperre die Funktionsweise des Verriegelungsbügels
nicht. In der ausgeklappten Position verhindert die Sperre ein Zusammenstecken zweier
getrennter Gehäuse und, was noch wichtiger ist, ein Trennen zweier verbundener Gehäuse.
Die Sperre blockiert den Verriegelungsbügel vollständig.
[0023] Durch die Positionen von Sperre und Verriegelungsbügel sind auch die Zustände der
Steckverbindung definiert. Die Steckverbindung befindet sich im verriegelten Zustand,
wenn der Verriegelungsbügel in der verriegelten Position und die Sperre in der ausgeklappten
Position ist. Der entriegelte Zustand ist definiert durch die entriegelte Position
des Verriegelungsbügels und die eingeklappte Position der Sperre.
[0024] Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sperre durch die Montage am Verriegelungsbügel
verliersicher ist. Sie kann also nicht wie eine Verriegelung im Sinne eines Sperrbolzens
verloren gehen. Ebenso ist die Sperre so montiert, dass auch keine Schlaufe, Drahtverbindung
oder ähnliches als Verliersicherung notwendig ist, denn durch die Schlaufe hängt die
Sperre in der ungenutzten Zeit herum und kann, zu weiteren Problematiken führen, wie
beispielsweise eine Stromübertragung, wenn die Sperre aus Metall ist und in Kontakt
mit einer Stromquelle käme. Dies hätte ein Risiko für den Anwender zur Folge, welches
vermeidbar ist. Daher ist die erfindungsgemäße Sperre fest und damit auch verliersicher
am Verriegelungsbügel montiert.
[0025] Die Sperre besteht bevorzugt aus einem Kunststoff. Alternativ kann die Sperre auch
aus Metall bestehen. Wichtig ist bei dem verwendeten Material, dass es stabil gegenüber
wirkenden Kräften, insbesondere Druckkräften ist.
[0026] Mindestens eine gelenkige Verbindung, idealerweise im Bereich der Montage an den
Verriegelungsbügel, ist von Vorteil, um die Sperre ohne großen Aufwand von der eingeklappten
Position in die ausgeklappte Position und umgekehrt zu bewegen. Wenn das Gelenk an
dieser Stelle angeordnet ist, ist es angeraten die Sperre mindestens einteilig auszugestalten.
Eine einteilige oder zweiteilige Ausgestaltung sichert eine einfache, kostengünstige
Herstellbarkeit der Sperre. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist daher die Sperre
mittels der mindestens einen gelenkigen Verbindung an dem Verriegelungsbügel montiert.
[0027] Vorteilhafterweise weisen Sperre und Verriegelungsbügel jeweils mindestens eine Öffnung
auf, durch welche sich ein Bolzen oder ein Schloss oder ein Draht für eine Plombierung
hindurch stecken lässt. Dadurch ist der verriegelnde Zustand der Steckverbindung nicht
nur durch den Verriegelungsbügel und die Sperre gesichert. Es kann bei Bedarf zusätzlich
durch ein gängiges, im Stand der Technik sperrendes Mittel, also ein Schloss, ein
Bolzen oder eine Plombe, doppelt gesichert werden gegen unerlaubten Zugriff oder ein
ungewolltes Öffnen.
[0028] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die mindestens eine gelenkige Verbindung ein
Drehgelenk. Das Drehgelenk ist vorteilhaft, da es die rotierende Bewegung zwischen
der eingeklappten Position und der ausgeklappten Position ohne großen Kraftaufwand
des Anwenders ermöglicht. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Verschleiß und die
einfache Herstellbarkeit eines Drehgelenks im Vergleich zu aufwendigeren Gelenkverbindungen.
Dieses dient wiederum der Kostenreduktion.
[0029] Erfindungsgemäß ist die Sperre in Form eines z-Trägers ausgebildet. z-Träger sind
im Stand der Technik vor allem im Bereich der Profilstähle bekannt. Sie weisen im
Querschnitt die Form eines "Z" auf. Dabei können die beiden parallelen Schenkel des
"Z" unterschiedliche Längen aufweisen oder sie sind gleich lang. Die Form des z-Trägers
bietet für die Sperre den Vorteil, dass sie sich so in der eingeklappten Position
nahtlos um die Kanten, also die äußeren Ränder, des Verriegelungsbügels legen kann
und in der ausgeklappten Position eine deutlich erhöhte Stabilität, beispielsweise
gegenüber einem geraden Stab aufweist. Diese Form erhöht die Langlebigkeit der Sperre
und damit auch des Verriegelungsbügels.
[0030] In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die beiden parallelen Schenkel des z-Trägers
unterschiedliche Längen auf. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn der Schenkel,
welcher in der eingeklappten Position von dem Gehäuse entfernt angeordnet ist, kürzer
ist, als der Schenkel, welcher dem Gehäuse nahe ist. Durch die geringere Länge schließt
der eine Schenkel dann mit der Oberseite, also der, der Sperre gegenüberliegenden
Seite des Verriegelungsbügels ab. Dies minimiert das Verletzungsrisiko für den Anwender,
da keine zusätzliche Kante oder Erhöhung am Verriegelungsbügel erzeugt wird, sondern
ein glatter Abschluss besteht.
[0031] Erfindungsgemäß besteht die Sperre aus einem ersten Teil und mindestens einem zweiten
Teil. Dabei sind der erste Teil und der zweite Teil miteinander verbunden um die Verliersicherheit
zu erhalten. Vorteilhafterweise sind der erste Teil und der zweite Teil über ein Scharniergelenk
oder alternativ ein Drehgelenk miteinander verbunden. Diese Kombination aus der Montage
mittels Drehgelenk am Verriegelungsbügel und der gelenkigen Verbindung zwischen dem
ersten Teil und dem zweiten Teil der Sperre vereinfacht die Handhabung für den Anwender
ohne Stabilitätsverlust.
[0032] Die Aufgabe der Erfindung ist in Summe durch das oben beschriebene System der Steckverbindung,
bestehend aus zwei Gehäusen, einem Verriegelungsbügel und einer erfindungsgemäßen
Sperre gelöst.
[0033] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verriegelung einer Steckverbindung
mittels eines Verriegelungsbügels mit einer Sperre, welches die folgenden Schritte
umfasst:
- a) Zusammenstecken zweier Gehäuse einer Steckverbindung,
- b) Bewegen des Verriegelungsbügels von einer entriegelten Position in eine verriegelte
Position,
- c) Bewegen der Sperre von einer eingeklappten Position in eine ausgeklappte Position.
[0034] Vorteilhafter Weise folgt an den Verfahrensschritt c) der Verfahrensschritt d), welcher
ein zusätzliches Sichern der Sperre durch einen Draht einer Plombierung oder einen
Bolzen oder ein Schloss umfasst. So ist die Sperre und somit auch die Steckverbindung
optimal gesichert.
[0035] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Entriegelung einer Steckverbindung
mittels eines Verriegelungsbügels mit einer Sperre, welches die folgenden Schritte
umfasst:
x) Bewegen der Sperre von einer ausgeklappten Position in eine eingeklappte Position,
y) Bewegen des Verriegelungsbügels von einer verriegelten Position in eine entriegelte
Position,
z) Trennen der beiden Gehäuse einer Steckverbindung.
[0036] Vorteilhafter Weise erfolgt vor dem Verfahrensschritt x) der Verfahrensschritt v),
welcher ein Entsichern der Sperre ermöglicht, wenn diese durch einen Draht oder einen
Bolzen oder ein Schloss gesichert wurde.
[0037] Diese beiden Verfahren ermöglichen den korrekten Prozess um zwei Gehäuse einfach
miteinander zu verbinden oder um sie sicher voneinander zu trennen. Sie schließen
dadurch auch ein ungewolltes Trennen oder Verbinden zweier Gehäuse aus.
Ausführungsbeispiel
[0038] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Verriegelungsbügels mit einer ersten Variante
der Sperre, die nicht Teil der Erfindung ist(ausgeklappt)
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des Verriegelungsbügels aus Figur 1 mit eingeklappter
Sperre
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines Verriegelungsbügels mit einer erfindungsgemäßen
Sperre (ausgeklappt)
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung des Verriegelungsbügels aus Figur 3 mit eingeklappter
Sperre
[0039] Die Figuren enthalten teilweise vereinfachte, schematische Darstellungen. Zum Teil
werden für gleiche, aber gegebenenfalls nicht identische Elemente identische Bezugszeichen
verwendet. Verschiedene Ansichten gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert
sein.
[0040] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines an einem ersten Gehäuse
3.1 einer Steckverbindung montierten Verriegelungsbügels 1. Ferner ist das zweite
Gehäuse 3.2 dargestellt. Bei dem ersten Gehäuse 3.1 handelt es sich in allen Figuren
um ein sogenanntes Anbaugehäuse, welche beispielsweise an einer Maschine montierbar
sind. Das zweite Gehäuse 3.2 ist in allen Figuren als ein sogenanntes Tüllengehäuse
dargestellt. Hiermit wird beispielsweise die Maschine mit Strom und/oder Steuersignalen
versorgt. Natürlich sind auch andere, miteinander verbindbare Gehäusetypen denkbar.
[0041] Der Verriegelungsbügel 1 befindet sich in einer verriegelten Position vr und verbindet
so die beiden Gehäuse 3.1 und 3.2 miteinander. Dafür ist der Verriegelungsbügel drehbar
an dem ersten Gehäuse 3.1 montiert. Die Drehung erfolgt in diesem Beispiel über sogenannte
Lagerzapfen, welche an dem ersten Gehäuse 3.1 angeordnet sind und an denen der Verriegelungsbügel
1 montiert ist. Um den Verriegelungsbügel 1 in der entriegelten Position er zu bringen,
muss dieser in Richtung des ersten Gehäuses 3.1, also nach unten in Richtung des Pfeils
P, weg vom zweiten Gehäuse 3.2, bewegt werden. Die entriegelte Position er ist in
den Figuren nicht gezeigt.
[0042] In der entriegelten Position er können das erste Gehäuse 3.1 und das zweite Gehäuse
3.2 miteinander verbunden oder voneinander getrennt werden. Eine feste Verbindung
zwischen dem ersten Gehäuse 3.1 und dem zweiten Gehäuse 3.2 besteht, wenn sich der
Verriegelungsbügel in der verriegelten Position vr befindet.
[0043] An dem Verriegelungsbügel 1 ist die Sperre 2 montiert.
[0044] Diese befindet sich in der Figur 1 in der ausgeklappten Position ak. Bei der Sperre
2 handelt es sich um einen z-Träger-förmigen Gegenstand, welcher mittels eines Drehgelenks
an dem Verriegelungsbügel 1 montiert ist.
[0045] Durch die z-Träger-förmige Ausgestaltung fügt sich die Sperre 2 in der eingeklappten
Position ek optimal an den Verriegelungsbügel 1 an. Dies ist in der Figur 2 gezeigt.
Durch die Montage der Sperre 2 an den Verriegelungsbügel 1 ist das Verletzungsrisiko
für den Anwender, aber auch das Risiko der Beschädigung der Sperre 2 deutlich reduziert.
[0046] Die Sperre 2 ist zwischen einer ausgeklappten Position ak und einer eingeklappten
Position ek bewegbar. Die Bewegung ist durch ein Drehgelenk möglich. Auch eine andere
gelenkige Verbindung für die Bewegung zwischen den beiden Positionen ist denkbar.
Die eingeklappte Position ek ist in der Figur 2 und in der Figur 4 dargestellt. Die
ausgeklappte Position ak ist hingegen in den Figuren 1 und 3 gezeigt.
[0047] Die Sperre 2 ist am Verriegelungsbügel 1, in Richtung des ersten Gehäuses 3.1, angeordnet.
So kann sie in einer einzigen Bewegung gemeinsam mit dem Verriegeln oder dem Entriegeln
vom Anwender betätigt werden. Weitere Handgriffe an der Steckverbindung entfallen,
was wiederum eine Zeitersparnis für den Anwender bringt. Zusätzlich bietet diese Anordnung
noch den Vorteil, dass die Sperre 2 mit der an eine Wand anbaubaren Seite des ersten
Gehäuses 3.1 zusammenwirken kann und so die sperrende Wirkung der Sperre 2 noch verstärkt.
[0048] Die Sperre 2 und der Verriegelungsbügel 1 weisen jeweils eine Öffnung auf. Die beiden
Öffnungen liegen fluchtend zueinander. In diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden
Öffnungen nahe des Drehgelenks angeordnet.
[0049] Die Sperre 2 ist in der Figur 1 und in der Figur 2 einteilig ausgeführt. Eine zweiteilige
Ausführung der Sperre 2' ist in den Figuren 3 und 4 gezeigt.
[0050] Die Figur 2 zeigt die gleiche Steckverbindung mit dem gleichen ersten und zweiten
Gehäusen 3.1 und 3.2 wie die Figur 1. Der Verriegelungsbügel 1 befindet sich in der
verriegelten Position vr. Die Sperre 2' befindet sich in der eingeklappten Position
ek, in welchem ein Öffnen, oder bei noch offenen Verriegelungsbügel 1, ein Schließen
des Verriegelungsbügels 1 möglich ist.
[0051] Hier liegen die beiden Öffnungen im Winkel zueinander, da eine zusätzliche Sicherung
in der eingeklappten Position nicht notwendig ist.
[0052] Die Figur 3 zeigt ebenfalls die gleiche Steckverbindung mit den gleichen ersten und
zweiten Gehäusen 3.1 und 3.2 wie die Figur 1 oder die Figur 2. Der Verriegelungsbügel
1 befindet sich in der verriegelten Position vr. Die Sperre 2' befindet sich in der
ausgeklappten Position ak. In dieser Position ist ein Öffnen oder Schließen, je nach
Position des Verriegelungsbügels 1, nicht möglich.
[0053] Die Figuren 3 und 4 unterscheiden sich von den Figuren 1 und 2 durch die Ausgestaltung
der Sperre 2'. In der Figur 1 und der Figur 2 ist die Sperre 2 einteilig ausgeführt
und mittels eines Drehgelenks 4 an dem Verriegelungsbügel 1 montiert. In der Figur
3 und der Figur 4 ist die Sperre 2' ebenfalls mittels eines Drehgelenks 4 an dem Verriegelungsbügel
1 montiert, jedoch ist die Sperre 2' an sich zweiteilig ausgeführt.
[0054] Der erste Teil und der zweite Teil der Sperre 2' sind dabei mittels eines Scharniergelenks
miteinander verbunden. Auch die Verbindung mittels eines weiteren Drehgelenks ist
denkbar. Durch das zusätzliche Gelenk kann der Komfort und die Zugänglichkeit für
den Anwender bei der Montage oder Demontage des ersten Gehäuses 3.1 erhöht werden,
falls dieses noch nicht montiert/ demontiert war. Denn durch das zweite Gelenk lässt
sich die Sperre 2' auch in der ausgeklappten Position ak entsperren um beispielsweise
die Dichtung zwischen den beiden Gehäusen 3.1 und 3.2 zu kontrollieren.
[0055] Die Sperre 2' und der Verriegelungsbügel 1 weisen jeweils eine Öffnung auf. Die beiden
Öffnungen liegen fluchtend zueinander. In diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden
Öffnungen wie folgt angeordnet. Die Öffnung des Verriegelungsbügels 1 ist seitlich
an diesem angeordnet. Die Öffnung der Sperre 2' ist an dem Scharniergelenk, genauer
in einer Öffnung im Scharniergelenk, angeordnet.
[0056] Die Figur 4 zeigt im Unterschied zur Figur 3 die zweiteilige Sperre 2' in der eingeklappten
Position ek. Ansonsten sind dieselbe Steckverbindung mit denselben Gehäusen 3.1 und
3.2, sowie dem Verriegelungsbügel 1 gezeigt. Der Verriegelungsbügel befindet sich
auch in dieser Figur in der verriegelten Position vr.
[0057] Hier liegen die beiden Öffnungen im Winkel zueinander, da eine zusätzliche Sicherung
in der eingeklappten Position nicht notwendig ist Die Ausgestaltung der zweiteiligen
Sperre 2', wie sie in den Figuren 3 und 4 gezeigt ist, ist eine Alternative zu der
einteiligen Ausgestaltung der Sperre 2. Die einteilige Ausführung, die nicht Teil
der Erfindung ist, ist immer dann zu bevorzugen, wenn eine hohe Stabilität gewährleistet
sein soll. Die zweiteilige Ausführung ist dagegen der Kompromiss zwischen Stabilität
und Zugänglichkeit.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Verriegelungsbügel
- 2, 2'
- Sperre
- 3.1
- Gehäuse
- 3.2
- Gehäuse
- 4
- gelenkige Verbindung
- vr
- verriegelte Position
- er
- entriegelte Position
- ek
- eingeklappte Position
- ak
- ausgeklappte Position
1. Steckverbindung mit zwei Gehäusen (3.1, 3.2) und einem
Verriegelungsbügel (1) mit einer Sperre (2, 2') zur Verriegelung und Entriegelung
der zwei Gehäuse (3.1, 3.2),
wobei der Verriegelungsbügel (1) an einem der beiden Gehäuse (3.1) drehbar montiert
ist,
wobei die Sperre (2, 2') an dem Verriegelungsbügel (1) angeordnet ist,
wobei die Sperre (2, 2') mindestens eine gelenkige Verbindung (4) aufweist,
wobei die Sperre (2, 2') eine ausgeklappte Position (ak) und eine eingeklappte Position
(ek) einnehmen kann,
wobei sich die Steckverbindung im verriegelten Zustand befindet, wenn der Verriegelungsbügel
(1) in der verriegelten Position und die Sperre (2, 2') in der ausgeklappten Position
(ak) ist und
wobei sich die Steckverbindung im entriegelten Zustand befindet, wenn der Verriegelungsbügel
in der entriegelten Position und due Sperre (2, 2') in der eingeklappten Position
(ek) ist, und
wobei die Sperre (2, 2') in Form eines z-Trägers ausgebildet ist. dadurch gekennzeichnet, dass
die Sperre (2') aus einem ersten Teil und mindestens einem zweiten Teil besteht,
wobei der erste Teil und der zweite Teil über ein zusätzliches Gelenk, welches als
ein Scharniergelenk oder ein Drehgelenk ausgebildet ist, miteinander verbunden sind.
2. Steckverbindung nach Anspruch 1 wobei die Sperre (2, 2') an dem Verriegelungsbügel
(1) verliersicher montiert ist.
3. Steckverbindung nach einem der vorstehenden Ansprüche wobei die mindestens eine gelenkige Verbindung (4) ein Drehgelenk ist.
4. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 wobei die beiden parallelen Schenkel des z-Trägers unterschiedliche Längen aufweisen.
5. Verfahren zur Verriegelung einer Steckverbindung gemäß Anspruch 1 mittels des Verriegelungsbügels
(1) mit der Sperre (2'), welches die folgenden Schritte umfasst:
a) Zusammenstecken der zwei Gehäuse (3.1, 3.2) der Steckverbindung,
b) Bewegen des Verriegelungsbügels (1) von der entriegelten Position (er) in die verriegelte
Position (vr),
c) Bewegen der Sperre (2, 2') von der eingeklappten Position (ek) in die ausgeklappte
Position (ak).
6. Verfahren zur Verriegelung einer Steckverbindung nach Anspruch 5, wobei sich an den Verfahrensschritt c) der Verfahrensschritt
d) Zusätzliches Sichern der Sperre (2, 2') durch einen Draht einer Plombierung oder
einen Bolzen oder ein Schloss anschließt.
7. Verfahren zur Entriegelung einer Steckverbindung gemäß Anspruch 1 mittels des Verriegelungsbügels
(1) mit der Sperre (2'), welches die folgenden Schritte umfasst:
x) Bewegen der Sperre (2, 2') von der ausgeklappten Position (ak) in die eingeklappte
Position (ek),
y) Bewegen des Verriegelungsbügels (1) von der verriegelten Position (vr) in die entriegelte
Position (er),
z) Trennen der beiden Gehäuse (3.1, 3.2) der Steckverbindung.
8. Verfahren zur Entriegelung einer Steckverbindung nach Anspruch 7, wobei vor dem Verfahrensschritt x) der Verfahrensschritt
v) Entsichern der Sperre (2, 2') erfolgt.
1. Plug connection with two housings (3.1, 3.2) and a locking clip (1) having a catch
(2, 2') for locking and unlocking the two housings (3.1, 3.2),
wherein the locking clip (1) is mounted on one of the two housings (3.1) in a rotatable
manner,
wherein the catch (2, 2') is arranged on the locking clip (1),
wherein the catch (2, 2') has at least one hinged connection (4),
wherein the catch (2, 2') can adopt a folded-out position (ak) and a folded-in position
(ek),
wherein the plug connection is in the locked state if the locking clip (1) is in the
locked position and the catch (2, 2') is in the folded-out position (ak) and wherein
the plug connection is in the unlocked state if the locking clip is in the unlocked
position and the catch (2, 2') is in the folded-in position (ek), and
wherein the catch (2, 2') is formed in the shape of a z-beam,
characterized in that
the catch (2') consists of a first part and at least one second part,
wherein the first part and the second part are connected to one another via an additional
joint which is formed as a hinge joint or a swivel joint.
2. Plug connection according to Claim 1, wherein
the catch (2, 2') is mounted on the locking clip (1) in a captive manner.
3. Plug connection according to either of the preceding claims, wherein
the at least one hinged connection (4) is a swivel joint.
4. Plug connection according to one of Claims 1 to 3, wherein
the two parallel legs of the z-beam are different lengths.
5. Method for locking a plug connection according to Claim 1 by means of the locking
clip (1) having the catch (2'), which comprises the following steps:
a) plugging together the two housings (3.1, 3.2) of the plug connection,
b) moving the locking clip (1) from the unlocked position (er) into the locked position
(vr),
c) moving the catch (2, 2') from the folded-in position (ek) into the folded-out position
(ak).
6. Method for locking a plug connection according to Claim 5,
wherein
method step c) is followed by method step
d) additional securing of the catch (2, 2') by way of a wire of a sealing or a bolt
or a lock.
7. Method for unlocking a plug connection according to Claim 1 by means of a locking
clip (1) having a catch (2'),which comprises the following steps:
x) moving the catch (2, 2') from the folded-out position,
y) moving the locking clip (1) from the locked position (vr) into the unlocked position
(er),
z) separating the two housings (3.1, 3.2) of the plug connection.
8. Method for unlocking a plug connection according to Claim 7, wherein
method step
v) releasing the catch (2, 2')
is carried out before method step x).
1. Connexion enfichable comprenant deux boîtiers (3.1, 3.2) et un étrier de verrouillage
(1) comprenant un élément de blocage (2, 2') pour le verrouillage et le déverrouillage
des deux boîtiers (3.1, 3.2),
l'étrier de verrouillage (1) étant monté de manière rotative sur un des deux boîtiers
(3. 1),
l'élément de blocage (2, 2') étant agencé sur l'étrier de verrouillage (1),
l'élément de blocage (2, 2') présentant au moins une connexion articulée (4),
l'élément de blocage (2, 2') pouvant prendre une position dépliée (ak) et une position
repliée (ek),
la connexion enfichable se trouvant à l'état verrouillé lorsque l'étrier de verrouillage
(1) est dans la position verrouillée et l'élément de blocage (2, 2') est dans la position
dépliée (ak), et
la connexion enfichable se trouvant à l'état déverrouillé lorsque l'étrier de verrouillage
est dans la position déverrouillée et l'élément de blocage (2, 2') est dans la position
repliée (ek), et
l'élément de blocage (2, 2') étant configuré sous la forme d'un support en z,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage (2') est constitué d'une première partie et d'au moins une deuxième
partie,
la première partie et la deuxième partie étant connectées entre elles par l'intermédiaire
d'une articulation supplémentaire, qui est configurée sous la forme d'une articulation
à charnière ou d'une articulation tournante.
2. Connexion enfichable selon la revendication 1, dans laquelle l'élément de blocage (2, 2') est monté de manière imperdable sur l'étrier de verrouillage
(1).
3. Connexion enfichable selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle l'au moins une connexion articulée (4) est une articulation tournante.
4. Connexion enfichable selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle les deux branches parallèles du support en z présentent des longueurs différentes.
5. Procédé de verrouillage d'une connexion enfichable selon la revendication 1 au moyen
de l'étrier de verrouillage (1) comprenant l'élément de blocage (2'), qui comprend
les étapes suivantes :
a) l'assemblage par enfichage des deux boîtiers (3.1, 3.2) de la connexion enfichable,
b) le déplacement de l'étrier de verrouillage (1) de la position déverrouillée (er)
dans la position verrouillée (vr),
c) le déplacement de l'élément de blocage (2, 2') de la position repliée (ek) dans
la position dépliée (ak).
6. Procédé de verrouillage d'une connexion enfichable selon la revendication 5, dans lequel l'étape de procédé c) est suivie par l'étape de procédé d) la sécurisation supplémentaire
de l'élément de blocage (2, 2') par un fil d'un plombage ou un boulon ou une serrure.
7. Procédé de déverrouillage d'une connexion enfichable selon la revendication 1 au moyen
de l'étrier de verrouillage (1) comprenant l'élément de blocage (2'), qui comprend
les étapes suivantes :
x) le déplacement de l'élément de blocage (2, 2') de la position dépliée
y) le déplacement de l'étrier de verrouillage (1) de la position verrouillée (vr)
dans la position déverrouillée (er),
z) la séparation des deux boîtiers (3.1, 3.2) de la connexion enfichable.
8. Procédé de déverrouillage d'une connexion enfichable selon la revendication 7, dans lequel, avant l'étape de procédé x), l'étape de procédé v) la désécurisation de l'élément
de blocage (2, 2') a lieu.