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(11) |
EP 3 686 368 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.08.2021 Patentblatt 2021/32 |
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Anmeldetag: 28.01.2019 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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GELÄNDERBRÜSTUNG
RAILING
GARDE-CORPS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.07.2020 Patentblatt 2020/31 |
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Patentinhaber: Feigl, Bernhard |
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6911 Lochau (AT) |
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Erfinder: |
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- Feigl, Bernhard
6911 Lochau (AT)
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| (74) |
Vertreter: Engelhardt, Volker |
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Engelhardt & Engelhardt
Patentanwälte
Montafonstrasse 35 88045 Friedrichshafen 88045 Friedrichshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-B1- 2 423 409 US-A- 4 067 548
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FR-A1- 2 194 850 US-A- 4 103 874
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Geländerbrüstung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Aus der
EP 2 423 409 B1 ist eine Schutzwand zu entnehmen, die als Geländerbrüstung auf einem Untergrund oder
an einer Gebäudefassade befestigt werden kann. Solche Geländerbrüstungen sind üblicherweise
als Absturzsicherungen an Balkonen, Fassaden mit Fensteröffnungen oder Brüstungen
vorzusehen, um die begehbare Ebene zu sichern, so dass eine zuverlässige Sicherheitseinrichtung
geschaffen ist. Aus optisch-ästhetischen Gründen besteht die Geländerbrüstung aus
einer oder mehreren Platten, die insbesondere aus dem Werkstoff Glas, hergestellt
ist.
[0003] Zur Befestigung solcher Glas-Platten an einem Untergrund bzw. Gebäudefassaden werden
üblicherweise Trageschienen aus Metall verwendet, die mithilfe von Befestigungsschrauben
an dem Untergrund bzw. der Gebäudefassade eingeschraubt sind und folglich die die
Geländerbrüstung bildenden Platten sowohl in vertikaler Richtung nach unten als auch
in horizontaler Richtung abstützen, wenn das freie Ende der Platte mit einer Kraft
beaufschlagt ist, die beispielsweise von einer Person erzeugt ist.
[0004] Darüber hinaus ist es erforderlich, dass die die Geländerbrüstung bildenden Platten
lotrecht ausgerichtet werden können. Hierzu dienen sogenannte Fest-/Los-Lagerungen
zwischen einer äußeren dem Untergrund bzw. der Gebäudefassade zugeordneten Tragschiene
und einem der jeweiligen Platte zugewandten und diese bereichsweise umgreifenden U-Profilschiene.
Die der Glasplatte zugewandte innere U-Profilschiene kann mittels Schrauben an der
Platte befestigt sein. Die beiden parallel zueinander verlaufenden Schenkel der inneren
U-Profilschiene weisen nach außen gebogene Aufnahmetaschen auf die nach unten offen
sind, so dass die Aufnahmetaschen in Stützstege, die an den freien Stirnseiten der
Seitenwände der äußeren Tragschiene vorgesehen sind, eingehängt werden können und
folglich die innere U-Profilschiene zusammen mit der darin befestigten Platte in vertikaler
Richtung nach unten als Loslager abstützt.
[0005] Im unteren Bereich, also auf dem Boden der äußeren Tragschiene, ist eine kugelförmige
Stützleiste vorgesehen, auf die der Steg der inneren U-Profilschiene aufgesetzt ist.
Der Steg der inneren U-Profilschiene ist dabei mit einer im Querschnitt an die Außenkontur
der Stützleiste angepassten Innenkontur versehen. Somit nimmt dieses Festlager sowohl
vertikal nach unten als auch horizontal gerichtete Kräfte auf. Sobald die Befestigung
der inneren U-Profilschiene an die äußere Tragschiene erfolgt ist, wird mittels seitlich
versetzten zueinander angeordneten Befestigungsschrauben die lotrechte Einstellung
vorgenommen und durch entsprechendes Kontern oder Festsetzen dieser Befestigungsschrauben
eine Veränderung dieser Positionierung verhindert.
[0006] Solche Geländerbrüstungen oder Schutzwände haben sich in der Praxis zwar bewährt,
weisen jedoch den Nachteil auf, dass die Montage solcher miteinander zu verbindenden
inneren U-Profilschiene an äußere Tragschienen äußerst zeitintensiv und kostspielig
ist, da die lotrechte Ausrichtung durch Verdrehen der Befestigungsschrauben erfolgt
und eine Vielzahl von Bauteilen erforderlich sind, die zudem miteinander zusammenpassen
müssen, als auch deren Montage notwendig ist.
[0007] Darüber hinaus schreiben gesetzliche Bauvorschriften vor, dass die eingesetzte Platte
in einer vorgegebenen Mindesthöhe zum Umgreifen und damit abzustützen sind. Dies bedeutet,
dass insbesondere das äußere Tragprofil diese gesetzlich vorgeschriebene Bauhöhe aufzuweisen
hat. Da jedoch das äußere Tragprofil oftmals aus einer an die Bausituation anzupassenden
Gitterstruktur aufzuweisen hat, sind insbesondere die Herstellungskosten für solche
äußeren Tragprofile hoch.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Geländerbrüstung oder Schutzwand
der eingangs genannten Gattung derart weiterzubilden, dass zum einen die Montage,
insbesondere die lotrechte Ausrichtung der die Geländerbrüstung bildenden Platten,
einfach und schnell realisiert werden kann und dass zum anderen die Herstellungskosten
gegenüber den bislang bekannten Bauteilen für solche Geländerbrüstungen reduziert
sind.
[0009] Diese Aufgaben sind durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Patentanspruch
1 gelöst.
[0010] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Dadurch, dass das Tragprofil im Querschnitt als U-förmige Profilschiene ausgebildet
ist, dass die jeweiligen Schenkel und der Steg bzw. Boden der beiden U-Profilschienen
im montierten Zustand jeweils parallel zueinander verlaufen, dass zwischen den Schenkeln
der ersten U-Profilschiene und der Platte und zwischen der ersten und zweiten U-Profilschiene
jeweils eine Klebeschicht vorgesehen ist, durch die die Platte und die erste und zweite
U-Profilschiene lageorientiert miteinander arretiert sind, ist erreicht, dass bereits
werksseitig eine Montage zwischen der Platte und der ersten inneren U-Profilschiene
vorgenommen werden kann, so dass auf der Baustelle lediglich die vorgefertigten Bauteile
miteinander zu verbinden sind. Zudem ist die Bauhöhe der äußeren zweiten U-Profilschiene
reduziert, da die erste innere U-Profilschiene die Platte in der gesetzlich geforderten
Bauhöhe umgreift und da die zwischen der Platte und den Schenkeln der inneren ersten
U-Profilschiene vorgesehene erste Klebeschicht eine stabile Versteifung bildet, dass
diese insbesondere Torsionskräfte, Drehmomente oder sonstige Querkräfte ohne weiteres
abgestützt sind. Da die innere erste U-Profilschiene im Strangpressverfahren hergestellt
ist und lediglich aus zwei parallel zueinander verlaufenden Schenkel und einem dazwischen
angeordneten Steg besteht, sind deren Herstellungskosten wesentlich geringer als die
Herstellungskosten für die äußere zweite U-Profilschiene mit einer entsprechend komplizierten
bzw. komplexen Gitterstruktur.
[0012] Die Steifigkeit der Verbindung zwischen der ersten und zweiten U-Profilschiene kann
durch eine oder mehrere Spannschrauben erhöht sein, denn durch diese werden die Schenkel
der ersten inneren U-Profilschiene gegen die jeweils parallel dazu verlaufenen Schenkeln
der äußeren zweiten U-Profilschiene oder umgekehrt gedrückt. Es ist besonders vorteilhaft,
wenn die Spannschrauben in einer Ebene verlaufen, die von der Aufnahmetasche und den
Stützstegen der freien Enden der parallel verlaufenen Schenkel der beiden U-Profilschienen
gebildet sind.
[0013] Da die beiden Schenkel der inneren ersten U-Profilschiene länger ausgestaltet sind
als die beiden dazu parallel verlaufenen Schenkeln der zweiten U-Profilschiene, sind
die gesetzlichen Vorgaben für die Lagerung und Halterung solcher aus Glas hergestellten
Geländerbrüstungen erfüllt und gleichzeitig kann das voluminöse zweite U-Profilschienenmaterial
eingespart werden, so dass dessen Herstellungskosten gesenkt sind.
[0014] In der Zeichnung ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel dargestellt, das nachfolgend
näher erläutert ist. Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- eine Geländerbrüstung, die auf einem Untergrund mithilfe von zwei U-Profilschienen
befestigt ist, durch die eine Platte aus Glas lageorientiert und lotrecht gehalten
ist, in perspektivischer Ansicht,
- Figur 2
- die Geländerbrüstung gemäß Figur 1 im Schnitt,
- Figur 3
- die Geländerbrüstung gemäß Figur 2, mit einer die jeweiligen Schenkel der beiden U-Profilschienen
zusammendrückenden Spannschraube sowie mit einer Fensterbank zur Abdeckung der äußeren
zweiten U-Profilschiene und
- Figur 4
- die die Geländerbrüstung bildenden Einzelteile gemäß Figur 2, in Explosionsdarstellung,
wobei die innere erste U-Profilschiene zweiteilig ausgestaltet ist.
[0015] Aus Figur 1 ist zunächst eine allgemeingültige Einbausituation für eine Geländerbrüstung
1 an einem Untergrund 2, beispielsweise einem Balkon eines Gebäudes, zu entnehmen.
Die Geländerbrüstung 1 dient dabei als Absturzsicherung für Personen, Tiere oder sonstige
Gegenstände, so dass diese von dem Balkon oder der Gebäudebrüstung nicht unbeabsichtigt
herunterfallen können.
[0016] Die Geländerbrüstung 1 ist aus einer oder mehrerer Platten 4 aufgebaut, die vorzugsweise
aus einem Sicherheitsglas gebildet sind. Andere Werkstoffe wie beispielsweise Holz,
Kunststoff, Metall oder dergleichen sind ebenso geeignet.
[0017] Aus den Figuren 2 und 3 ist die Befestigung der Geländerbrüstung 1 an dem Untergrund
2 oder einer senkrecht dazu verlaufenen Gebäudefassade 3 zu entnehmen. Dabei ist die
Platte 4 zunächst werkseitig mit einer ersten inneren U-Profilschiene 5 durch eine
Klebeschicht 21 verbunden. Die Kontur der U-Profilschiene 5 ist dabei derart ausgestaltet,
dass zwei parallel zueinander verlaufende Schenkel 6 und 7 sowie ein dazwischen angeordneter
Steg 8 vorgesehen sind. Insbesondere in der im Querschnitt oben offenen U-Profilschiene
5 weisen die Schenkel 6 und 7 eine nach außen, also von der Platte 4 abstehenden Verlauf
auf, so dass der Abstand zwischen der Platte 4 und der Innenseite des jeweiligen Schenkels
6 bzw. 7 V-förmig vergrößert ist im Vergleich mit dem Abstand zwischen den Schenkeln
6, 7 benachbart zu dem Steg 8. Durch diese Abstandsvergrößerung im oberen offenen
Bereich der U-Profilschiene 5 kann zwischen die Platte 4 und den beiden Schenkeln
6 und 7 eine Klebeschicht 21 mit einer erheblich größeren Wandstärke eingefüllt und
zur Stabilisierung der Verbindung zwischen der Platte 4 und der U-Profilschiene 5
verwendet werden.
[0018] Auf einer Baustelle wird zunächst eine zweite äußere U-Profilschiene 11 an den Untergrund
2 und/oder an die Gebäudefassade 3 mittels einer Vielzahl von Befestigungsschrauben
19 angebracht. Die zweite U-Profilschiene 11 besteht ebenfalls aus zwei parallel zueinander
verlaufenden Schenkeln 12 und 13 sowie einem dazwischen verlaufenden Boden 14, zwischen
denen die erste U-Profilschiene 5 im montierten Zustand eingesetzt ist.
[0019] Um die gesetzlich geforderte Absturzsicherung für die Geländerbrüstung 1 zur Verfügung
zu stellen, ist zunächst an den beiden freien Stirnseiten der Schenkel 12 und 13 der
zweiten äußeren U-Profilschiene 11 ein Stützsteg 17 vorgesehen oder angeformt, dessen
Querschnittskontur im Wesentlichen rund oder ¾-rund ausgestaltet ist. An den beiden
Schenkeln 6 und 7 der ersten äußeren U-Profilschiene 5 ist jeweils eine Aufnahmetasche
9 angeformt, die durch Umkanten oder Umfalten der freien Enden der jeweiligen Schenkel
6 bzw. 7 hergestellt ist und folglich bogenförmig nach außen gekrümmt ist. Die Innenkontur
der Aufnahmetaschen 9 ist nach unten offen ausgestaltet, so dass die Stützstege 17
in die Aufnahmetasche 9 eingeführt werden können. Im montierten Zustand umgreifen
folglich die Aufnahmetaschen 9 den jeweiligen Stützsteg 17 der Schenkel 12 bzw. 13
und werden demnach in vertikaler Richtung 10 nach unten abgestützt.
[0020] Vor dem Einhängen der ersten inneren U-Profilschiene 5 an die zweite äußere U-Profilschiene
11 ist in diese eine ausreichende Menge von Klebstoff 22, beispielsweise ein Epoxydharz
oder ein Epoxydharzkitt, eingefüllt, der beim Einschieben der ersten U-Profilschiene
5 verdichtet und in die Luftspalte zwischen den jeweiligen Paaren von Schenkeln 6
und 12 bzw. 7 und 13 sowie zwischen der Außenseite des Steges 8 und dem Boden 14 der
beiden U-Profilschienen 5 bzw. 11 verteilt ist. Die eingefügte bzw. verwendete Klebeschicht
22 zeichnet sich zudem dadurch aus, dass diese innerhalb eines äußerst kurz bemessenen
Zeitraumes aushärtet. Während des Aushärtevorgangs der Klebeschicht 22 kann die lotrechte
Einstellung der ersten inneren U-Profilschiene 5 sowie der Platte 4 in Bezug auf die
Bausituation der zweiten äußeren U-Profilschiene 11 erfolgen. Dies geschieht beispielsweise
mittels senkrecht zu der Platte 4 verlaufenen Stellschrauben, oder die Platte 4 wird
solange manuell ausgerichtet, bis diese lotrecht steht und die Klebeschicht 22 ausgehärtet
ist. Die lotrechte Positionierung der Platte 4 kann durch manuelle Kräfte während
des Aushärtevorgangs der Klebeschicht 22 gewährleistet sein.
[0021] Die zweite äußere U-Profilschiene 11 weist Schenkel 12 und 13 mit unterschiedlichen
Wandstärken auf. Dabei ist die Wandstärke des der Gebäudefassade 3 abgewandten Schenkel
12 wesentlich kleiner bemessen als die der Gebäudefassade 3 zugewandten Schenkel 13.
Dies bewirkt eine exzentrische Anordnung der Platte 4 sowie der ersten U-Profilschiene
5 in Bezug auf die Schwerpunktachse der zweiten U-Profilschiene 11. Insbesondere die
am Untergrund 2 eingeschraubte Befestigungsschraube 19 ist demnach beabstandet zu
der Symmetrieachse 4' der Platte 4. Die Symmetrieachse 4' weist zu den Innenseiten
der Schenkel 6, 7 der ersten U-Profilschiene 5 einen identischen Abstand auf. Folglich
bildet sich eine Abstandsdifferenz zwischen der Symmetrieachse 4' und der Mittelachse
der Befestigungsschrauben 19, die mit dem Buchstaben e gekennzeichnet ist.
[0022] Um eine Demontage der beiden U-Profilschienen 5 und 11 zur Verfügung zu stellen,
ist in der Klebeschicht 22 eine Sollbruchlinie 24 vorgesehen, die beispielsweise als
Ölfilm oder als Trennfolie ausgestaltet ist. Durch entsprechende auf diese Sollbruchlinie
24 einwirkenden Kräfte kann folglich die erste U Profilschiene 5 sowie die Platte
4 aus der zweiten U-Profilschiene 11 herausgezogen werden.
[0023] Insbesondere aus Figur 3 ist darüber hinaus ersichtlich, dass an dem Boden 14 der
zweiten U-Profilschiene 11 mehrere Befestigungsschrauben 19 vorgesehen sind, da der
Boden 14 zu einer der beiden Seiten hin verlängert ist. Somit kann die Auflagefläche
des Bodens 14 vergrößert und die vorhandene Fläche für mehrere nebeneinander liegende
Befestigungsschrauben 19 verwendet sein.
[0024] Um die Stabilität der Geländerbrüstung 1 zu gewährleisten und gesetzliche Bauvorschriften
zu erfüllen, ist eine bestimmte Einspannhöhe für die jeweilige Platte 4 vorzusehen.
Diese Einspannhöhe der Platte 4 wird im Wesentlichen durch die innere erste U Profilschiene
5 erreicht, denn die Schenkel 6 und 7 sind wesentlich länger ausgestaltet als die
Schenkel 12 und 13 der zweiten U-Profilschiene 11, so dass die Schenkel 6 und 7 von
den Schenkeln 12 und 13 überstehen. In diesem Bereich ist auch die V-förmige Ausweitung
der Schenkel 6 und 7 vorzusehen, um in diesem Bereich eine höhere Menge der Klebeschicht
21 eindringen zu können. Um die Stabilisierung zwischen den beiden U-Profilschienen
5 und 11 zu erhöhen, sind eine oder mehrere Spannschrauben 23 vorgesehen, die senkrecht
zu der Symmetrieachse 4' der Platte 4 verlaufen. Solche Spannschrauben 23 können die
Platte 4 durchgreifen und/oder sind zwischen zwei benachbarten Platten 4 angeordnet.
Durch die Spannschrauben 23 werden demnach die Schenkel 6 und 7 der ersten U-Profilschiene
5 nach außen, also gegen die Schenkel 12 und 13 der äußeren zweiten U Profilschiene
11 gepresst. Eine umgekehrte Spannrichtung kann erfolgen oder vorgenommen sein, um
abwechselnde Spannverläufe zu erhalten.
[0025] Die Spannschrauben 23 sind im Bereich der von der Aufnahmetasche 9 und den Stützstegen
17 gebildeten Ebene des Einengungsbereiches vorzusehen, die mit der Bezugs 16 gekennzeichnet
ist. Im Wesentlichen kann die jeweilige Spannschraube 23 zwischen der mit der Bezugs
16 gekennzeichneten Ebene des Einengungsbereiches bis zum Ende des Überschneidungsbereiches
zwischen den Paaren von Schenkeln 6 und 12 bzw. 7 und 13 angeordnet sein. Dieser Spannbereich
ist mit dem Buchstaben ü gekennzeichnet.
[0026] Durch eine an den oberen Schenkeln 6 oder 7 anzuknüpfenden Wetterschutzleiste, beispielsweise
in Form eines Fenstersims 20, wird zudem der Übergangsbereich zwischen den beiden
U-Profilschienen 5 und 11 abgedeckt und kann gegen Schlagregen und sonstigen Witterungseinflüsse
geschützt sein.
[0027] Aus Figur 4 sind die jeweiligen Einzelteile der Geländerbrüstung 1 zu entnehmen.
Als weitere Ausführungsmöglichkeit für die erste innere U-Profilschiene 5 ist dort
gezeigt, dass diese aus zwei Profilteilen 5' und 5" hergestellt sein kann. Durch die
beiden Profilteile 5' und 5" ist somit die Höhe der Profil der U-Profilschiene 5,
insbesondere deren Schenkel 6 und 7, verlängert, ohne dass dies Einflüsse auf die
Einengungssituation zwischen der ersten U-Profilschiene 5 an der zweiten äußeren U-Profilschiene
11 hat.
1. Geländerbrüstung (1), die lösbar an einem Untergrund (2) oder einer Gebäudefassade
(3) befestigt ist, bestehend aus:
- einer oder mehreren eine Fläche bildende Platte (4), die insbesondere aus Glas,
Kunststoff, Holz oder Metall hergestellt ist,
- einer ersten U-Profilschiene (5), deren beide parallel verlaufenden Schenkel (6,
7) und der dazwischen angeordnete Steg (8) die Platte (4) bereichsweise umgreifen
und fest mit dieser verbunden sind,
- einer jeweils an den beiden freien Enden der Schenkel (6, 7) der U-Profilschiene
(5) nach außen abstehende und bogenförmig nach unten gekrümmte Aufnahmetasche (9)
und
- einem Tragprofil (11) mit zwei Seitenwänden (12, 13) und mit einem dazwischen verlaufenden
Boden (14), wobei die Seitenwände (12, 13) mit der Gebäudefassade (3) und/oder der
Boden (14) auf dem Untergrund (2) arretiert sind und wobei an den nach oben abstehenden
Seitenwänden (12, 13) jeweils ein im Querschnitt rund ausgestalteter Stützsteg (17)
vorgesehen oder angeformt ist, der im montierten Zustand in die Aufnahmetasche (9)
eingesetzt ist und diese in vertikaler Richtung (10) nach unten abstützt,
wobei zwischen den Schenkeln (6, 7) der ersten U-Profilschiene (5) und der Platte
(4)
eine Klebeschicht (21) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Tragprofil (11) im Querschnitt als U-förmige Profilschiene ausgebildet ist, dass
die jeweiligen Schenkel (6, 7 bzw. 12, 13) und der Steg (8) bzw. Boden (14) der beiden
U-Profilschienen (5, 11) im montierten Zustand jeweils parallel zueinander verlaufen,
und dass zwischen der ersten und zweiten U-Profilschiene (5; 11) eine Klebeschicht
(22) vorgesehen ist, durch die die Platte (4), die erste und zweite U-Profilschiene
(5, 11) lageorientiert miteinander arretiert sind.
2. Geländerbrüstung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schenkel (6, 7) der ersten U-Profilschiene (5) bereichsweise nach außen V-förmig
gebogen verlaufen, derart, dass der Abstand zwischen den Schenkeln (6, 7) der ersten
U-Profilschiene (5) und der Platte (4) im Bereich der Ebene des Einhängungsbereiches
(16) im Vergleich mit dem Abstand im unteren Bereich der U-Profilschiene (5) und der
Platte (4) vergrößert ist.
3. Geländerbrüstung nach Patentanspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schenkel (6, 7) der ersten U-Profilschiene (5) länger ausgestaltet sind als die
Schenkel (12, 13) der zweiten U-Profilschiene (11).
4. Geländerbrüstung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an die beiden Schenkel (6, 7) der ersten U-Profilschiene (5) eine Blende (20), eine
Leiste oder ein Fenstersims anclipsbar oder anbringbar ist, durch das die zweite U-Profilschiene
(11) abgedeckt bzw. gekapselt ist.
5. Geländerbrüstung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Schenkeln (6, 7 bzw. 12, 13) der beiden U-Profilschienen (5, 11) eine
oder mehrere Spannschrauben (23) angeordnet sind, durch die die Schenkel (6, 7) an
die Schenkel (12, 13) oder umgekehrt gedrückt sind.
6. Geländerbrüstung nach Patentanspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spannschraube (23) die Platte (4) durchgreift und/oder seitlich zwischen zwei
benachbarten Platten (4) angeordnet ist.
7. Geländerbrüstung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Spannschraube (23) in der Ebene des Einhängungsbereiches (16) der Aufnahmetasche
(9) und des Stützsteges (17) verläuft.
8. Geländerbrüstung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste U-Profilschiene (5) zweiteilig ausgestaltet ist.
9. Geländerbrüstung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennebene (18) der beiden Profilteile (11', 11") im montierten Zustand oberhalb
der Aufnahmetasche (9) bzw. der Ebene des Einhängungsbereiches (16) angeordnet ist.
10. Geländerbrüstung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Profilteile (11', 11") mittels einer oder mehrerer Befestigungsschrauben
(19) miteinander verbunden sind und dass die jeweilige Befestigungsschraube (19) die
Platte (4) durchgreift.
11. Geländerbrüstung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klebeschicht (22) als schnellaushärtendes Epoxydharz oder Epoxydharz-Kitt ausgebildet
ist.
12. Geländerbrüstung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in die Klebeschicht (22) eine Sollbruchlinie - oder fläche (24) eingearbeitet oder
eingefügt ist.
13. Geländerbrüstung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sollbruchline oder -fläche (24) als Ölfilm, als Trennfolie oder dgl. ausgestaltet
ist.
14. Geländerbrüstung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der der Gebäudefassade (3) zugeordnete Schenkel (12 oder 13) der zweiten U-Profilschiene
(11) eine wesentlich breitere Wandstärke oder Gitterstruktur aufweist als der dazu
gegenüberliegende Schenkel (13 oder 12) der zweiten U-Profilschiene (11).
1. A railing (1), which is releasably attached to a base (2) or to a building façade
(3), consisting of:
- one or more plates (4) forming a surface, which is particularly made from glass,
plastic, wood or metal,
- a first U-profile rail (5), of which both parallelly extending legs (6, 7) and the
web (8) arranged therebetween encompass areas of the plate (4) and are fixedly connected
thereto,
- a receiving pocket (9) respectively projecting outwardly at both of the free ends
of the legs (6,7) of the U-profile rail (5) and being curved downwardly in an arc-shaped
manner, and
- a support profile (11) having two side walls (12, 13) and a bottom (14) extending
therebetween, wherein the side walls (12, 13) are locked to the building façade (3)
and/or the bottom (14) is locked to the base (2) and wherein a supporting web (17)
designed to have a round cross-section is provided at or formed to each of the upwardly
projecting side walls (12, 13), which in the mounted state is inserted in the receiving
pocket (9) and supports the same in a vertical direction (10) downward, wherein an
adhesive layer (21) is provided between the legs (6, 7) of the first U-profile rail
(5) and the plate (4),
characterised in that
the support profile (11) has a cross-sectional design of a U-profile rail, that the
respective legs (6, 7 or 12, 13) and the web (8) or bottom (14) of both of the U-profile
rails (5, 11) are respectively extending parallelly to one another in the mounted
state, and
that an adhesive layer (22) is provided between the first and the second U-profile
rail (5, 11), by means of which the plate (4), the first and second U-profile rail
(5, 11) are locked to one another in a location-oriented manner.
2. The railing according to claim 1,
characterised in that
the legs (6, 7) of the first U-profile rail (5) extend outwardly in a V-shaped curved
manner in some areas such that the distance between the legs (6, 7) of the first U-profile
rail (5) and the plate (4) is enlarged in the region of level of the suspension area
(16) as compared with the distance in the lower region of the U-profile rail (5) and
the plate (4).
3. The railing according to claim 1 or 2,
characterised in that
the legs (6, 7) of the first U-profile rail (5) are designed to be longer than the
legs (12, 13) of the second U-profile rail (11).
4. The railing according to one of the aforementioned claims,
characterised in that
a cover (20), a strip or a window ledge can be clipped or attached to both of the
legs (6, 7) of the first U-profile rail, by means of which the second U-profile rail
(11) is covered or encapsulated.
5. The railing according to one of the aforementioned claims,
characterised in that
one or more clamping screws (23) are arranged between the legs (6, 7 or 12, 13) of
both of the U-profile rails (5, 11), by means of which the legs (6, 7) are pressed
against the legs (12, 13) or vice versa.
6. The railing according to claim 5,
characterised in that
the clamping screw (23) passes through the plate (4) and/or is arranged laterally
between two neighbouring plates (4).
7. The railing according to claim 5 or 6,
characterised in that
the respective clamping screw (23) extends in the level of the suspension area (16)
of the receiving pocket (9) of the supporting web (17).
8. The railing according to one of the aforementioned claims,
characterised in that
the first U-profile rail (5) is designed in two parts.
9. The railing according to claim 8,
characterised in that
in the mounted state, the separation level (18) of the two profile parts (11', 11")
is arranged above the receiving pocket (9), or above the level of the suspension area
(16).
10. The railing according to claim 8 or 9,
characterised in that
the two profile parts (11', 11") are connected to one another by means of one or more
attachment screws (19) and that the respective attachment screw (19) passes through
the plate (4).
11. The railing according to one of the aforementioned claims,
characterised in that
the adhesive layer (22) is designed to be a fast-curing epoxy resin or an epoxy resin
cement.
12. The railing according to one of the aforementioned claims
characterised in that
a predetermined breaking line or surface (24) is incorporated or integrated into the
adhesive layer (22).
13. The railing according to claim 12,
characterised in that
the predetermined breaking line or surface (24) is designed to be an oil film, a separating
foil or the like.
14. The railing according to one of the aforementioned claims,
characterised in that
the leg (12 or 13) of the second U-profile rail (11) assigned to the building façade
(3) has a substantially broader wall thickness or mesh structure than the leg (13
or 12) of the second U-profile rail (11) arranged on the opposite side thereof.
1. Balustrade (1) fixée de manière démontable sur un support (2) ou sur une façade d'un
bâtiment (3) et composée de ce qui suit :
- une ou plusieurs plaques (4) formant une surface et réalisée de préférence en verre,
en matière synthétique, en bois ou en métal,
- une première glissière profilée en U (5) dont les deux bras parallèles (6, 7) et
la traverse (8) entre eux entourent partiellement la plaque (4) à laquelle ils sont
rigidement fixés,
- une poche de réception (9) saillant vers l'extérieur sur les deux extrémités libres
des bras (6, 7) de la glissière profilée en U, et courbée vers le bas sous la forme
d'un arc.
- un profil portant (11) avec deux parois latérales (12, 13) et un fond (14) disposé
entre elles, les parois latérales (12, 13) étant fixées à la façade du bâtiment (3),
et/ou le fond (14) sur le sol (2), et où, sur les parois latérales (12, 13) saillant
vers le haut, il est prévu ou formé respectivement une traverse d'appui (17) à section
transversale ronde qui, en état monté, est insérée dans la poche de réception (9),
l'appuyant en direction verticale (10) vers le bas, et où, entre les bras (6, 7) de
la première glissière profilée en U (5) et la plaque (4), il est prévu une couche
collante (21),
caractérisée en ce que
la section transversale du profil portant (11) est conçue sous la forme d'une glissière
profilée en U, que, en état monté, les bras respectifs (6, 7 ou 12, 13) et la traverse
(8) ou le fond (14) des deux glissières profilées en U (5, 11) s'étendent respectivement
en direction parallèle, et que, entre la première et la deuxième glissière profilée
en U (5, 11), il est prévu une couche collante (22) qui assure le positionnement défini
de la plaque (4) ainsi que de la première et de la deuxième glissière profilée en
U (5, 11).
2. Balustrade d'après la revendication 1,
caractérisée en ce que
par endroits, les bras (6, 7) de la première glissière profilée en U (5) sont courbés
vers l'extérieur sous la forme d'un V, de sorte que l'écartement entre les bras (6,
7) de la première glissière profilée en U (5) et de la plaque (4) est agrandi dans
le plan de la section d'accrochage (16) par rapport à l'écartement au niveau de la
section inférieure de glissière profilée en U (5) et de la plaque (4).
3. Balustrade d'après les revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce que
les bras (6, 7) de la première glissière profilée en U (5) sont plus longs que les
bras (12, 13) de la deuxième glissière profilée en U (11).
4. Balustrade d'après une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
sur les deux bras (6, 7) de la première glissière profilée en U (5), il peut être
clipsé ou fixé un masque (20), une réglette ou un rebord de fenêtre qui permet de
recouvrir ou d'encapsuler la deuxième glissière profilée en U (11).
5. Balustrade d'après une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
entre les bras respectifs (6, 7 ou 12, 13) des deux glissières profilées en U (5,
11), il est prévu une ou plusieurs vis de serrage (23) qui assure/qui assurent le
serrage des bras (6, 7) aux bras (12, 13) ou inversement.
6. Balustrade d'après la revendication 5,
caractérisée en ce que
la vis de serrage (23) passe à travers la plaque (4) et/ou est prévue entre deux plaques
(4) voisines.
7. Balustrade d'après les revendications 5 ou 6,
caractérisée en ce que
la vis de serrage respective (23) s'étend dans le plan de la section d'accrochage
(16) de la poche de réception (9) et de la traverse d'appui (17).
8. Balustrade d'après une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la première glissière profilée en U (5) est réalisée en deux pièces.
9. Balustrade d'après la revendication 8,
caractérisée en ce que,
en état monté, le plan de séparation (18) des deux pièces profilées (11', 11") se
trouve au-dessus de la poche de réception (9) ou du plan de la section d'accrochage
(16).
10. Balustrade d'après les revendications 8 ou 9,
caractérisée en ce que
les deux pièces profilées (11', 11") sont raccordées ensemble par une ou par plusieurs
vis de fixation (19) et que la vis de fixation respective (19) passe à travers le
plaque (4).
11. Balustrade d'après une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la couche collante (22) est réalisée en résine époxy à durcissement rapide ou en mastic
de résine époxy.
12. Balustrade d'après une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
dans la couche collante (22), il est pratiqué ou ajouté une ligne ou une surface (24)
destinée à la rupture.
13. Balustrade d'après la revendication 12,
caractérisée en ce que
la ligne ou la surface (24) destinée à la rupture est conçue en tant que film d'huile,
de feuille de séparation etc.
14. Balustrade d'après une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le bras (12 ou 13) de la deuxième glissière profilée en U (11), assigné à la façade
du bâtiment (3), possède une paroi ou une structure de grille bien plus épaisse que
le bras correspondant opposé (13 ou 12) de la deuxième glissière profilée en U (11).
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