[0001] Die Erfindung betrifft ein Schleif- und/oder Trennwerkzeug, das zumindest einen Oberflächenbereich
zum Seitenschleifen und einen Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder/und Trennen
und einen Grundkörper, der zumindest in dem Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen
und/oder Trennen als Schleifkörper oder Schneidkörper ausgebildet ist, aufweist, wobei
die Oberflächenbereiche voneinander unterschiedliche Abtragseigenschaften aufweisen
und der Oberflächenbereich zum Seitenschleifen durch eine Schleifauflage in Form eines
Schleifblatts, eines Schleifpapiers oder einer Schleiffolie gebildet ist.
[0002] In
US 1,269,653 B und
US 1,139,817 B sind Kreissägeblätter beschrieben, die in einem Umfangsbereich zum Trennen mit Sägezähnen
versehen sind und in einem Oberflächenbereich zum Seitenschleifen angeordnetes Schleifpapier
aufweisen.
US 2005/0268898 A1 beschreibt ein Kreissägeblatt, das Elemente zum Schleifen von gebildeten Schnittfugen
aufweist, die je näher sie an dem Mittelpunkt des Kreissägeblatts angeordnet sind,
weiter von dessen Seitenfläche vorstehen.
[0003] Aus
US 5,704,828 ist ein Kreissägeblatt bekannt, welches neben umfangsseitig angeordneten Schneidezähnen
an einer Seitenfläche zusätzlich einen Schleifbelag aufweist. Aus
JP H05 9861U ist eine Schleifscheibe zum Schleifen von V-förmigen Nuten bekannt, bei welcher eine
im Querschnitt V-förmige Schleifschicht durch Oberflächenbereiche mit unterschiedlicher
Härte gebildet ist. Aus
WO 99/41040A1 ist eine Schleifscheibe zum Schleifen von Elastomeren bekannt, welche aus mehreren
Segmenten besteht. Umfangsseitig weisen die Segmente einen Schleifbelag mit unterschiedlicher
Korngröße auf.
[0004] Durch Benutzung sind Schleifscheiben, Schruppscheiben und Trennscheiben bekannt.
Die Schleifscheiben werden in verschiedenen Anwendungen wie Umfangschleifen, Seitenschleifen,
Außen- oder Innenrundschleifen verwendet. Die Schruppscheiben sind dazu vorgesehen,
vergleichsweise großen Materialabtrag zu erreichen. Anders als die Schleif- und die
Schruppscheiben werden die Trennscheiben nicht zum flächigen Materialabtrag von einem
Werkstück verwendet, sondern dienen dazu, ein Werkstück entlang einer Linie zu schneiden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schleif- und/oder Trennwerkzeug zu
schaffen, das flexibler einsetzbar ist als die bekannten Werkzeuge.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Schleif- und/oder Trennwerkzeug, bzw.
ein Verfahren gemäß der unabhängigen Ansprüche 1 und 14 gelöst.
[0007] Vorteilhaft lassen sich zum einen die Abtragseigenschaften des jeweiligen Oberflächenbereichs
entsprechend der für das Schleif- und/oder Trennwerkzeug vorgesehenen Beanspruchung
anpassen, zum anderen wird ein Kombinationswerkzeug geschaffen, das sich flexibel
in unterschiedlichen Funktionen anwenden lässt. Die Abtragseigenschaften lassen sich
dadurch beispielsweise so vorsehen, dass sie bei Bearbeitung eines Werkstücks unterschiedliche
Wirkungen erzielen, z.B. Schruppschleifen, Feinschleifen oder Schneiden, unterschiedliche
Standzeiten aufweisen oder unterschiedlichen mechanischen Belastungen standhalten
können. Es ist z.B. dann zweckmäßig, die Abtragseigenschaften der verschiedenen Oberflächenbereiche
mit unterschiedlichen Standzeiten vorzusehen, wenn abzusehen ist, dass die verschiedenen
Oberflächenbereiche während unterschiedlich langen Zeiträumen oder in unterschiedlichen
Belastungen benutzt werden. Werden beispielsweise die beiden Oberflächenbereiche mit
derselben Wirkung, beispielsweise zum Feinschleifen, benutzt, aber etwa 80 % der Schleifdauer
mit dem Oberflächenbereich zum Seitenschleifen und lediglich 20 % der Schleifdauer
mit dem Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen benutzt, können die Abtragseigenschaften
derart vorgesehen werden, dass die Standzeiten dementsprechend angepasst sind. Ein
Beispiel für eine solche Anwendung ist, dass mit dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug
Kanten geschliffen werden sollen, sich aber mit dem Oberflächenbereich zum Seitenschleifen
lediglich geradlinige und konvex gekrümmte Bereiche der Kante bearbeiten lassen und
für konkav gekrümmte Bereiche der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen benutzt
werden muss.
[0008] Sind die verschiedenen Oberflächenbereiche zum Erreichen unterschiedlicher Wirkungen
bei der Bearbeitung des Werkstücks vorgesehen, lässt sich das Schleif- und/oder Trennwerkzeug
vorteilhaft an die jeweilig zu erwartenden mechanischen Belastungen anpassen. Da beispielsweise
beim Trennen oder Schruppschleifen wesentlich größere Belastungen an dem jeweiligen
Oberflächenbereich anliegen als z.B. beim Feinschleifen, können die Materialeigenschaften
dementsprechend angepasst werden.
[0009] Zweckmäßigerweise unterscheiden sich die Oberflächenbereiche in ihren Materialeigenschaften
voneinander, vorzugsweise dadurch, dass sie unterschiedliche Abrasivstoffe, die bevorzugt
als Schleifkörner aus z.B. Korund, Quarz, Bims, Diamant, Siliziumkarbid oder/und kubisches
Bornitrid vorliegen, unterschiedliche Schleifkornformen und -größen, Kornstreuungen,
Körnungen, Härten, Gefüge, Trägermaterialien und/oder Bindemittel aufweisen.
[0010] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist das Schleif- und/oder Trennwerkzeug eine
rotationssymmetrische Form auf.
[0011] Der Oberflächenbereich zum Seitenschleifen weist zweckmäßigerweise die Form einer
Grundfläche eines Kreiszylinders oder einer Mantelfläche eines Ellipsoids, eines Konus
oder eines Abschnitts eines Konus oder eines Ellipsoids auf. In dem Fall, dass der
Oberflächenbereich zum Seitenschleifen die Form einer Mantelfläche eines Konus aufweist,
beträgt ein Winkel zwischen den Mantellinien des Oberflächenbereichs und der Symmetrieachse
der Mantelfläche ("halber Öffnungswinkel") zweckmäßigerweise mehr als 60 °, besonders
bevorzugt mehr als 65 °, wobei er vorzugsweise kleiner als 85 °, besonders bevorzugt
kleiner 80 ° ist.
[0012] In einer Ausführungsform der Erfindung weist der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen
oder Trennen zumindest abschnittsweise die Form einer Mantelfläche eines geraden Kreiszylinders
oder eines Konus und/oder eine gewölbte, vorzugsweise konvexe, Form auf. In dem Fall,
dass der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder/und Trennen die Form einer Konusmantelfläche
aufweist, ist ein Winkel zwischen den Mantellinien des Oberflächenbereichs und der
Symmetrieachse der Mantelfläche ("halber Öffnungswinkel") < 3 °, besonders bevorzugt
< 2 °.
[0013] Ist der Oberflächenbereich zum Trennen vorgesehen, kann er die Form einer Schneidkante
aufweisen. Er weist dann vorzugsweise eine Breite von maximal 5 mm, vorzugsweise maximal
3,5 mm, auf. In einer Ausführungsform der Erfindung ist der Oberflächenbereich zum
Trennen, insbesondere an seinem radial äußeren Rand, abgesehen von einer für das Schleifen
bzw. Trennen notwendigen Rauigkeit, vorzugsweise durchgehend, rund. Er ist bevorzugt
frei von Sägezähnen. Während es vorstellbar wäre, den Oberflächenbereich zum Trennen
am radial äußeren Rand mit Materialaussparungen wie Schlitzen zu versehen, um eine
Segmenttrennscheibe zu bilden, weist er in der bevorzugten Ausführungsform am radial
äußeren Rand eine ununterbrochene Randfläche auf.
[0014] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen dem Oberflächenbereich zum Seitenschleifen
und dem Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder/und Trennen ein Übergangsbereich
gebildet, in dem das Schleif- und/oder Trennwerkzeug sowohl zum Seitenschleifen als
auch zum Umfangsschleifen oder/und Trennen verwendbar ist.
[0015] Zweckmäßigerweise umfasst das Schleif- und/oder Trennwerkzeug eine gerade Scheibe,
einen Schleiftopf oder einen Schleifteller. Der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen
oder/und Trennen ist vorzugsweise auf einem äußeren Rand oder einer äußeren Mantelfläche
der Schleifscheibe oder des Schleiftopfs oder an einem äußeren Rand des Schleiftellers
gebildet. Der Oberflächenbereich zum Seitenschleifen ist zweckmäßigerweise an zumindest
einer der Grundflächen der Schleifscheibe oder des Schleiftopfs bzw. an einer an den
Rand angrenzenden Ober- und/oder Unterseite des Schleiftellers gebildet.
[0016] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist das Schleif- und/oder Trennwerkzeug zwei
der Oberflächenbereiche zum Seitenschleifen auf und die beiden Oberflächenbereiche
zum Seitenschleifen sind vorzugsweise im Abstand voneinander angeordnet. Zweckmäßigerweise
sind die verschiedenen Oberflächenbereiche zum Seitenschleifen auf einander gegenüberliegenden
Grundflächen der Schleifscheibe oder des Schleiftopfs oder auf einerseits einer Unterseite
und andererseits einer Oberseite des Schleiftellers, die einander gegenüberliegen,
angeordnet. Durch Wenden des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs an einer Schleifmaschine
können beide Grundflächen bzw. die Ober- und die Unterseite zum Seitenschleifen benutzt
werden.
[0017] Zweckmäßigerweise ist der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder Trennen zwischen
den beiden Oberflächenbereichen zum Seitenschleifen angeordnet und trennt diese vorzugsweise
voneinander.
[0018] In einer Ausgestaltung der Erfindung grenzt zumindest einer der Oberflächenbereiche
zum Seitenschleifen an den Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder Trennen an
oder ist im Abstand davon angeordnet.
[0019] In einer Ausführungsform der Erfindung weisen zumindest der Oberflächenbereich zum
Umfangsschleifen oder Trennen einerseits und zumindest einer der Oberflächenbereiche
zum Seitenschleifen andererseits unterschiedliche Materialeigenschaften auf. Vorzugsweise
können die Oberflächenbereiche zum Seitenschleifen, zum Schruppschleifen (Vorschleifen),
zum Mittel- oder zum Fertigschleifen und der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen
oder Trennen zum Mittelschleifen, Fertigschleifen zum Trennen vorgesehen sein.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unterscheiden sich die
verschiedenen Oberflächenbereiche zum Seitenschleifen in ihren Formen voneinander.
Weisen die verschiedenen Oberflächenbereiche zum Seitenschleifen voneinander unterschiedliche
Formen auf, können in dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug die obengenannten Formen
der Oberflächenbereiche zum Seitenschleifen, z.B. kreiszylindrische, konische oder
ellipsoidische Formen, miteinander kombiniert werden. Ferner kann einer der Oberflächenbereiche
zum Seitenschleifen beispielsweise zum Schruppschleifen und der andere Oberflächenbereich
zum Seitenschleifen oder zum Feinschleifen vorgesehen sein.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Schleif- und/oder Trennwerkzeug
einen Seitenschleifkörper, der den Oberflächenbereich zum Seitenschleifen umfasst,
und einen Umfangsschleif- oder/und Trennkörper, der den Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen
oder/und Trennen umfasst, auf. Zweckmäßigerweise ist das Schleif- und/oder Trennwerkzeug
derart vorgesehen, dass sich der Seitenschleifkörper und/oder der Umfangsschleif-
oder/und Trennkörper lösbar an dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug befestigen lässt,
wobei die lösbare Befestigung vorzugsweise mittels Schrauben erfolgen kann. Der Seitenschleifkörper
und/oder der Umfangsschleif- oder/und Trennkörper sind vorzugsweise lösbar miteinander
verbindbar. Der Seitenschleifkörper oder der Umfangsschleif- oder/und Trennkörper
kann von dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug abgenommen und ggf. ausgetauscht werden,
wenn er durch Gebrauch abgenutzt ist. Vorteilhaft lassen sich die Kosten für den Betrieb
des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs dadurch erheblich reduzieren, da sich der jeweilige
Körper je nach Abnutzung ersetzen lässt.
[0022] Darüber hinaus wird die Möglichkeit geschaffen, das Schleif- und/oder Trennwerkzeug
mit Seitenschleifkörpern und/oder mit Umfangsschleif- oder/und Trennkörpern zu bestücken,
die sich jeweilig in ihren Eigenschaften, insbesondere den Abtragseigenschaften unterscheiden.
Vorteilhaft können somit die Bearbeitungseigenschaften des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs
verändert und an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.
[0023] Es versteht sich, dass die Idee, das Schleif- und/oder Trennwerkzeug an dem der Seitenschleifkörper
und/oder der Umfangsschleif- oder/und Trennkörper lösbar zu befestigen, eine eigene
Erfindung darstellt, die auch dann vorteilhaft nutzbar ist, wenn der Oberflächenbereich
zum Seitenschleifen und der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder/und Trennen
keine voneinander unterschiedlichen Abtragseigenschaften aufweisen.
[0024] Erfindungsgemäß ist der Grundkörper als Schleifkörper, vorzugsweise als Schleifscheibe,
Schleiftopf oder Schleifteller, und/oder als Trennkörper, insbesondere als Trennscheibe,
ausgebildet. Der Grundkörper ist vorzugsweise aus einer Stoffkombination aus Abrasivstoff
und einem Bindemittel als Träger für den Abrasivstoff gebildet, die bevorzugt eine
Verstärkung aus Fasern, z.B. Glasfasern, umfasst. Er kann einheitlich aus einem einzigen
Material gebildet sein. Ferner könnte der Grundkörper mit einem den Abrasivstoff aufweisenden
Belag versehen sein. Der Belag kann eine Beschichtung, die Schleifkörner umfasst,
beispielsweise eine Diamantbeschichtung, sein. In einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung ist der Grundkörper abschnittsweise aus unterschiedlichen Materialien gebildet.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, den Grundkörper in Bereichen, die
beim Schleifen und/oder Trennen stark durch das Schleifen oder Trennen beansprucht
werden, aus einem anderen Material zu bilden als in weniger stark mechanisch beanspruchten
Bereichen. Beispielsweise könnte der Grundkörper in stark beanspruchten Bereichen
aus widerstandsfähigerem Material gebildet werden, um dort eine hohe Lebensdauer zu
erreichen, und in anderen Bereichen aus weniger widerstandsfähigem Material. Vorteilhaft
lassen sich dadurch die Materialkosten zur Herstellung des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs
reduzieren, da für die weniger stark belasteten Bereiche kostengünstigeres Material
verwendet werden kann.
[0025] Erfindungsgemäß ist der Grundkörper zumindest in dem Bereich des Grundkörpers, der
beim Schleifen und/oder Trennen zum Angriff an das zu bearbeitende Material vorgesehen
wird, mit dem Abrasivstoff versehen. Vorzugsweise ist der Grundkörper ausschließlich
in diesem Bereich des Grundkörpers mit dem Abrasivstoff versehen.
[0026] In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Grundkörper lediglich in
einem einzigen oder mehreren der Oberflächenbereiche mit Abrasivstoff versehen und
außerhalb des bzw. der Oberflächenbereiche frei von Abrasivstoff. Zweckmäßigerweise
weist der Oberflächenbereich zum Seitenschleifen, in dem der Abrasivstoff vorgesehen
ist, eine Dicke von maximal 7 mm, vorzugsweise maximal 5 mm, auf. Vorteilhaft sind
im Vergleich zu einem vollständig mit Abrasivstoff versehenen Grundkörper die Herstellungskosten
geringer, da für den Abrasivstoff an sich schon vergleichsweise hohe Kosten verursacht.
[0027] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Grundkörper vorgesehen derart, dass
er beidseitig, insbesondere an beiden Grundflächen, benutzbar ist. Der Grundkörper
kann in dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug in zwei Nutzungspositionen angeordnet
werden. Vorteilhaft kann der Grundkörper nach Abnutzung auf einer ersten Grundfläche
in dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug gewendet angeordnet werden und damit die Lebensdauer
des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs verdoppelt werden. Dies erweist sich als besonders
vorteilhaft, wenn zumindest die als der genannte Oberflächenbereich nutzbare Außenkontur
des Grundkörpers flächensymmetrisch ist.
[0028] Der Grundkörper kann den obengenannten Umfangsschleif- oder/und Trennkörper bilden.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Schleif- und/oder Trennwerkzeug
einen Trägerkörper, der zur Anordnung an dem Grundkörper und zur Aufnahme eines Schleifkörpers
wie beispielsweise eine, insbesondere platten- oder folienförmige, Schleifauflage
vorgesehen ist. Der Trägerkörper lässt sich vorzugsweise an dem Grundkörper, besonders
bevorzugt lösbar, befestigen, bevorzugt mittels Schrauben.
[0030] Der Trägerkörper ist zweckmäßigerweise aus Kunststoff, aus einem Verbundwerkstoff,
vorzugsweise mit Faserverstärkung, aus Metall, beispielsweise einem Blech, aus in
mehreren Lagen miteinander verklebter Pappe oder aus in mehreren Lagen miteinander
verklebtem Papier gebildet. Er kann zur Materialeinsparung mit einer oder mehreren
Ausnehmungen versehen sein, die optional mit einem vibrationshemmenden Stoff, ggf.
einem Gummi o der dergleichen, gefüllt sein kann bzw. können.
[0031] Zweckmäßigerweise ist zumindest einer der Oberflächenbereiche zum Seitenschleifen
durch eine, insbesondere platten- oder folienförmige, Schleifauflage gebildet, die
auf dem Grundkörper und/oder dem Trägerkörper angeordnet ist und mit ihm verbunden
ist.
[0032] Der Trägerkörper kann den obengenannten Seitenschleifkörper bilden.
[0033] Die Schleifauflage wird in der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit dem
Grundkörper und/oder dem Trägerkörper fest verbunden, beispielsweise verklebt. Schon
durch diese Maßnahme wird dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug eine zusätzliche mechanische
Stabilität verliehen, die sich besonders beim Seitenschleifen, insbesondere Schruppschleifen,
positiv auswirkt. Um dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug eine besonders gute Stabilität
zu geben, ist die Schleifauflage bevorzugt durch einen Verbundwerkstoff gebildet.
Der Verbundwerkstoff weist zweckmäßigerweise ein Trägergewebe aus Fasern, z.B. Glasfasern,
und eine Matrix aus Kunststoff, in dem der Abrasivstoff verteilt ist, auf.
[0034] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Grundkörper und/oder dem
Trägerkörper zumindest eine Aussparung auf, in die sich die Schleifauflage einlegen
lässt.
[0035] Zweckmäßigerweise ist die Aussparung in dem Grundkörper und/oder dem Trägerkörper
als Mulde ausgebildet, die eine derartige Tiefe aufweist, dass die Schleifauflage,
wenn sie an dem Grundkörper und/oder dem Trägerkörper befestigt ist, dieselbe Höhe
erreicht wie ein Rand der Mulde oder über den Rand hinaus vorsteht. Die Aussparung
ist zweckmäßigerweise im Abstand von dem Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder
Trennen angeordnet. Ist der letztgenannte Oberflächenbereich durch den Grundkörper
und/oder den Trägerkörper gebildet, kann er einerseits den äußeren Rand des Schleif-
und/oder Trennwerkzeugs und andererseits den Rand der Aussparung bilden.
[0036] Zweckmäßigerweise schließt der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder Trennen
das Schleif- und/oder Trennwerkzeug in radialer Richtung nach außen hin ab. Vorteilhaft
kommt zumindest der radiale Rand der zum Seitenschleifen vorgesehene Schleifauflage
beim Umfangsschleifen und/oder Trennen nicht mit dem zu bearbeitenden Werkstück in
Kontakt. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, den Oberflächenbereich zum
Umfangsschleifen oder Trennen derart vorzusehen, dass er die Schleifauflagen des Oberflächenbereichs
zum Seitenschleifen in radialer Richtung von außen umgreift.
[0037] Zweckmäßigerweise weist der Grundkörper und/oder der Trägerkörper zumindest einen
Vorsprung, vorzugsweise mehrere Vorsprünge, zum Abstützen der Schleifauflage gegen
eine Verschiebung im Verhältnis zu dem Grundkörper und/oder dem Trägerkörper auf,
wobei der Vorsprung vorzugsweise durch einen, insbesondere sich in radialer Richtung
erstreckenden, Steg gebildet ist, der von einer zur Aufnahme der Schleifauflage vorgesehenen
Oberfläche des Grundkörpers und/oder des Trägerkörpers vorsteht.
[0038] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Grundkörper und/oder dem Trägerkörper
an der Oberfläche zum Seitenschleifen und/oder an der Oberfläche zum Umfangsschleifen
und/oder Trennen zumindest eine Stufe, vorzugsweise mehrere Stufen, zur Aufnahme von
die Schleifauflage bildenden Schleifauflageabschnitten gebildet. Die Schleifauflagen
sind vorzugsweise derart auf den Stufen angeordnet, dass sie mit jeweils einem ihrer
Ränder am Rand jeweils einer der Stufen anliegen. Vorteilhaft lassen sich die Schleifauflagen
dann zum einen besonders gut an dem Grundkörper bzw. dem Trägerkörper befestigen,
zum anderen können sie auch besonders gut übereinanderliegend angeordnet werden. Zweckmäßigerweise
weist die Stufe eine Höhe auf, die der Höhe eines Schleifauflagenabschnittes, ggf.
samt Klebung zu seiner Befestigung an dem Grundkörper und/oder dem Trägerkörper, entspricht.
[0039] Ist die Stufe bzw. sind die Stufen in radialer Richtung aufeinander folgend gebildet,
können, insbesondere wenn die Stufe bzw. die Stufen in radialer Richtung nach innen
aufsteigend gebildet ist bzw. sind, im Oberflächenbereich zum Seitenschleifen an dem
Schleif- und/oder Trennwerkzeug in Richtung radial nach außen hin zwei oder mehrere
der Auflageabschnitte übereinander liegend angeordnet werden. Vorteilhaft kann dadurch
im äußeren Bereich des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs, der normalerweise besonders
stark beansprucht wird, eine größere Dicke an die Schleifauflage bildenden Material
angeordnet werden und damit die Nutzungsdauer verlängert werden.
[0040] Sind mehrere der Stufen in Umfangsrichtung auf- bzw. absteigend gebildet, eignet
sich der Grundkörper und/oder der Trägerkörper besonders gut zur Bildung einer Fächerscheibe,
bei der die Auflageabschnitte im Oberflächenbereich zum Seitenschleifen fächerartig
abschnittsweise aufeinanderliegend angeordnet werden. Vorteilhaft können die einzelnen
Auflageabschnitte dann ausschließlich mit dem Grundkörper und/oder dem Trägerkörper
verklebt und ansonsten lediglich aufeinanderliegend und ohne Verklebung untereinander
gebildet werden.
[0041] In einer Ausführungsform der Erfindung sind die Stufen in Umfangsrichtung auf- bzw.
absteigend im Grundkörper für den Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen und/oder
trennen gebildet, damit sich auch dort die Auflageabschnitte wie bei einer Fächerscheibe
abschnittsweise übereinanderliegend anordnen lassen.
[0042] In einer weiteren Ausgestaltung sind in dem Grundkörper und/oder dem Trägerkörper,
der vorzugsweise im Wesentlichen scheibenförmig ist, Kanten der Stufen in radialer
Richtung oder/und entlang zumindest einer Kreislinie, die zu einem Rand des Schleif-
und/oder Trennwerkzeugs parallel ist, angeordnet.
[0043] Es versteht sich, dass die oben beschriebenen Merkmale sowohl der unterschiedlichen
Grundkörper und/oder der Trägerkörper als auch der Schleifauflagen unabhängig voneinander
vorteilhaft genutzt werden können und per se schon eine Erfindung darstellen. Insbesondere
lassen sich die Grundkörper und/oder die Trägerkörper und die Schleifauflagen auch
bei Schleifwerkzeugen und/oder bei Trennwerkzeugen anwenden, die lediglich zum Seitenschleifen
oder lediglich zum Umfangsschleifen oder Trennen vorgesehen sind.
[0044] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen
und/oder Trennen zumindest einen Abschnitt zum Umfangsschleifen und einen Abschnitt
zum Trennen auf, der in radialer Richtung nach außen von dem Abschnitt zum Umfangsschleifen
vorsteht. Zweckmäßigerweise ist der Trennabschnitt durch eine Scheibe gebildet, die
eine Dicke < 5 mm, vorzugsweise < 4mm, aufweist. Ist auf einer Seite des Trennabschnitts
ein Abschnitt zum Umfangsschleifen oder sind auf beiden Seiten des Trennabschnitts
Abschnitte zum Umfangsschleifen gebildet, kann mit dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug
zunächst mit dem Trennabschnitt ein Werkstück geschnitten und danach direkt mittels
des Abschnitts zum Umfangsschleifen bearbeitet werden.
[0045] Ein derartiges Schleif- und/oder Trennwerkzeug eignet sich insbesondere zur Bearbeitung
eines Rohrs. So kann z.B. eine Rohrwand mittels des Trennabschnitts durchgetrennt
werden und an dem Rand, an dem das Rohr mittels des Trennabschnitts getrennt worden
ist, mit dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug direkt und ohne dass ein Wechsel des
Werkzeugs notwendig ist, eine Formung geschliffen werden. So kann der Rand z.B. glattgeschliffen
werden oder an dem Rand des Rohrs beispielsweise eine Fase eingebracht werden, die
zum Verschweißen der Rohre vorteilhaft ist.
[0046] In einer Weiterbildung der Erfindung ist das Schleif- und/oder Trennwerkzeug mit
einer Schleifmaschine zum Antreiben und/oder Halten des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs
versehen.
[0047] In einer Weiterbildung der Erfindung ist für die Schleifmaschine eine Einrichtung
zum Halten der Schleifmaschine in einer Position zur Bearbeitung eines Werkstücks
vorgesehen.
[0048] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Halteeinrichtung einen
Anschlag, mit dem sich die Schleifmaschine kippstabil an dem zu bearbeitenden Werkstück
abstützen und in einer Position zur Bearbeitung des Werkstücks zum Schleifen oder
Trennen anordnen lässt. Zweckmäßigerweise weist der Anschlag zumindest eine Rolle
oder einen Gleitschuh auf, die oder der gegen das Werkstück anlegbar ist.
[0049] Vorteilhaft lässt sich die Schleifmaschine durch die Halteeinrichtung am Werkstück
in einer Position anordnen, in der der Oberflächenbereich zum Trennen oder Umfangsschleifen
oder der Oberflächenbereich zum Seitenschleifen derart angeordnet sind, dass sich
das Werkstück mit beiden Oberflächenbereichen bearbeiten lässt.
[0050] In einer Ausführungsform der Erfindung ist für die Schleifmaschine eine Führungseinrichtung
vorgesehen, mit der die Schleifmaschine in Richtung senkrecht zur Drehachse einer
Welle, in der das Schleif- und/oder Trennwerkzeug befestigt ist, abgestützt wird.
Zweckmäßigerweise ist die Führungseinrichtung durch zumindest einen Steg gebildet,
der von der Schleifmaschine vorsteht. Der Steg steht vorzugsweise so weit von der
Schleifmaschine vor, dass er bezogen auf das Schleif- oder Trennwerkzeug in radialer
Richtung über das Schleif- und/oder Trennwerkzeug hinausragt.
[0051] Ist das zu bearbeitende Werkstück ein Rohr, das vorzugsweise einen runden, insbesondere
kreisrunden Querschnitt, aufweist, ist die Halteeinrichtung zweckmäßigerweise dazu
vorgesehen, die Schleifmaschine an einer Kante an einem Ende eines Rohres zu halten.
[0052] Die Halteeinrichtung ist zweckmäßigerweise dazu vorgesehen, die Schleifmaschine derart
zu halten, dass sie sich bei Bearbeitung der Rohrkante entlang der Rohrkante bewegen
lässt und dabei an dem Rohr abstützt.
[0053] Das erfindungsgemäße Schleif- und/oder Trennwerkzeug lässt sich in Zusammenstellung
mit der Schleifmaschine und der Halteeinrichtung besonders vorteilhaft nutzen. Wenn
in den Rand des Rohrs beispielsweise eine Formung eingebracht werden soll, die beim
Verbinden des Rohrendes durch Schweißen förderlich ist, beispielsweise eine sogenannte
Tulpenform, lässt sich das Schleif- und/oder Trennwerkzeug mit der Halteeinrichtung
einerseits besonders einfach und exakt führen, andererseits können die Abtragseigenschaften
des Oberflächenbereichs zum Seitenschleifen und des Oberflächenbereichs zum Umfangsschleifen,
die bei der Bearbeitung der Kante beide wirken, in ihren Abtragseigenschaften vorgesehen
werden derart, dass sie sich gleichmäßig abnutzen.
[0054] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Halteeinrichtung
zumindest eine drehbare Rolle auf, die an der Rohrinnenseite oder der Rohraußenseite
anlegbar ist und mittels derer ein Verbindungsteil der Halteeinrichtung, an dem die
Schleifmaschine anzuordnen ist, entlang der Kante bewegbar ist.
[0055] Zweckmäßigerweise weist die Halteeinrichtung zumindest zwei der Rollen auf und die
Rollen sind gleichzeitig an der Rohrinnenseite und/oder der Rohraußenseife anlegbar.
Vorzugsweise ist die Halteeinrichtung derart vorgesehen, dass die Rollen gleichzeitig
lediglich an der Rohrinnenseite, lediglich an der Rohraußenseite oder an der Rohrinnenseite
und an der Rohraußenseite anlegbar sind.
[0056] Eine besonders stabile Anordnung der Halteeinrichtung an dem Rohr lässt sich erreichen,
wenn bei Anlage der Rollen an dem Rohr zumindest an der Rohrinnenseite oder an der
Rohraußenseife zwei der Rollen vorgesehen sind.
[0057] In einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Halteeinrichtung eine an dem Schleif-
und/oder Trennwerkzeug anzuordnende zusätzliche Stützrolle, die um eine zur Drehachse
des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs koaxiale Drehachse drehbar ist und mittels derer
die Halteeinrichtung am Rohr abstützbar ist. Zweckmäßigerweise ist die Stützrolle
auf der Seite des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs angeordnet, die der Seite des Schleif-
und/oder Trennwerkzeugs abgewandt ist, an welcher eine das Schleif- und/oder Trennwerkzeug
tragende Welle der Schleifmaschine angeordnet ist.
[0058] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Position der Rolle bzw. der Rollen von
der Schleifmaschine oder dem Schleif- und/oder Trennwerkzeug verstellbar, um die Halteeinrichtung
an den jeweiligen Rohrdurchmesser oder/und das jeweilige Schleif- und/oder Trennwerkzeug
anpassen zu können.
[0059] Ferner kann der Abstand der Rollen voneinander verstellbar sein. Die Halteeinrichtung
lässt sich an die Größe des Durchmessers sowie die Dicke des zu bearbeitenden Rohrs
anpassen. Insbesondere wenn der Abstand der Rollen stufenlos verstellbar ist, lassen
sich die Rollen unter Spannung gegeneinander an dem Rohr anordnen.
[0060] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Halteeinrichtung
eine Einrichtung zur Verstellung der Position der Rollen auf, die von Hand, motorisch,
vorzugsweise elektromotorisch, hydraulisch oder pneumatisch, beispielsweise über ein
Spindelgetriebe verstellbar, bedienbar ist.
[0061] In einer Ausführungsform der Erfindung weist die Halteeinrichtung eine Versteileinrichtung
zur Anordnung der zumindest eine Rolle unter Spannung an dem Rohr auf.
[0062] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Halteeinrichtung eine Einrichtung
zu ihrer Befestigung an der Rohrinnenseite auf. Vorteilhaft bildet die Befestigungseinrichtung
für die Halteeinrichtung und damit für die Schleifmaschine einen Bezugspunkt in Richtung
der Rohrsymmetrieachse. Ferner lässt sich die Halteeinrichtung einfach an dem Rohr
befestigen, ohne dass sie bei der Bearbeitung der Kante stört. Dies wird unter anderem
dadurch erreicht, dass die Befestigungseinrichtung, wie es in einer besonders bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen ist, im Abstand von der zu bearbeiteten Kante
auf der Rohrinnenseite angreift. Das Schleif- und/oder Trennwerkzeug und die Rolle
können bei Bearbeitung der Rohrkante entlang der Rohrinnenseite und/oder der Rohraußenseite
bewegt werden, ohne an der Befestigungseinrichtung anzustoßen.
[0063] Zweckmäßigerweise ist die Befestigungseinrichtung zur Verklemmung der Halteeinrichtung
an der Rohrinnenseite eingerichtet.
[0064] In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Halteeinrichtung ein Mittel zur
Drehung der Schleifmaschine um die Rohrsymmetrieachse, um eine Bearbeitung der Kante
des Rohrs zu ermöglichen.
[0065] Die Befestigungseinrichtung umfasst zweckmäßigerweise zumindest zwei, vorzugsweise
zumindest drei, Klemmelemente zur Abstützung der Halteeinrichtung an der Rohrinnenseite.
Insbesondere wenn die Klemmelemente in gleichgroßen Winkeln zueinander von dem Führungskörper
vorstehen, lässt sich die Halteeinrichtung in dem Rohr zentriert anordnen.
[0066] Zweckmäßigerweise sind die Klemmelemente zur Verklemmung der Halteeinrichtung in
radialer Richtung von dem Führungskörper weg bewegbar. Die Klemmelemente können dazu
von dem Führungskörper ausfahrbar oder wegklappbar sein. Sie umfassen dazu vorzugsweise
eine, vorzugsweise verspannbare, Gewindespindel oder Zahnstange, eine Parallelogrammführung,
einen Scherenspanner, einen ausklappbaren Hebelrahmen, welcher vorzugsweise mit einer
Hebelseite mittels des Führungskörpers betätigbar und mit der anderen Hebelseite an
der Rohrinnenseite anlegbar ist, und/oder einen Linearmotor zum Ausfahren eines Klemmglieds.
Um eine zentrierte Anordnung der Befestigungseinrichtung im Rohrinneren zu erreichen,
ist die Befestigungseinrichtung zweckmäßigerweise derart eingerichtet, dass auf der
Rohrinnenseite anzusetzende Stützglieder der Klemmelemente auch in unterschiedlichen
Positionen stets in gleichgroßem radialem Abstand von dem Führungskörper angeordnet
sind.
[0067] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und den beigefügten
Zeichnungen, die sich auf die Ausführungsbeispiele beziehen, näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 bis 10
- verschiedene erfindungsgemäße Schleif- und/oder Trennwerkzeuge jeweilig in verschiedenen
Ansichten,
- Fig. 11 bis 12
- das Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach Fig. 8 montiert an einer Schleifmaschine
bei Bearbeitung eines Werkstücks,
- Fig. 13
- das Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach Fig. 8 montiert an einer weiteren Schleifmaschine
bei Bearbeitung eines Werkstücks,
- Fig. 14
- ein weiteres erfindungsgemäßes Schleif- und/oder Trennwerkzeug montiert an einer Schleifmaschine,
und
- Fig. 15 bis 27
- weitere verschiedene erfindungsgemäße Schleif- und/oder Trennwerkzeuge jeweilig im
Schnitt und in perspektivischer Ansicht.
[0068] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Schleif- und Trennwerkzeug 1 dargestellt, das
im Wesentlichen scheibenförmig ist. Es umfasst eine Manschette 11, mit der es sich
an einer Schleifmaschine, beispielsweise einem Winkelschleifer, befestigen lässt,
und einen fest mit der Manschette 11 verbundenen Grundkörper 6, der aus einer Stoffkombination,
die ein mit Abrasivstoff versetztes Bindemittel umfasst, gebildet ist. Aufeinander
gegenüberliegenden Grundflächen des Grundkörpers 6 sind Schleifauflagen 7,7' angeordnet,
die Oberflächenbereiche 2,4 zum Seitenschleifen bilden. Ein Oberflächenbereich 3 zum
Trennen an einem äußeren Rand 5 des Schneid- und Trennwerkzeugs 1 wird durch den Grundkörper
6 gebildet. Die Manschette 11 weist eine derartige Form auf, dass sie sich mit beiden
Seiten an der Schleifmaschine befestigen lässt.
[0069] Die Stoffkombination, aus der der Grundkörper 6 gebildet ist, eignet sich, um mit
dem Schleif- und Trennwerkzeug 1 an einem Werkstück mit dem Oberflächenbereich 3 einen
Schnitt einzubringen, um es zu trennen. Die Schleifauflagen 7,7' sind zur Verwendung
zum Seitenschleifen vorgesehen. Es kann vorgesehen sein, die beiden Schleifauflagen
7,7' aus demselben Material oder aus verschiedenen Materialien zu bilden. Im erstgenannten
Fall vergrößert sich die Lebensdauer des Schleif- und Trennwerkzeugs 1 im Vergleich
zu einem lediglich mit einer Seite benutzbaren Schleifwerkzeug, da sich das Schleif-
und Trennwerkzeug 1 an einer Schleifmaschine wenden und umgekehrt befestigen lässt,
wenn einer der Oberflächenbereiche 2,4 abgenutzt ist. Im letztgenannten Fall können
mit den verschiedenen Oberflächenbereichen 2,4 unterschiedliche Schleifwirkungen an
einem zu bearbeitenden Werkstück erreicht werden.
[0070] Es wird nun auf die Figuren 2 bis 12 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende
Teile mit derselben Bezugszahl wie in Fig. 1 bezeichnet sind und der betreffenden
Bezugszahl je ein Buchstabe beigefügt ist.
[0071] Ein in Fig. 2 gezeigtes Schleif- und Trennwerkzeug 1a weist im Wesentlichen die Form
eines Schleiftellers auf. Ein Grundkörper 6a des Schleif- und Trennwerkzeugs 1a, der
mit einer Manschette 11a zur Befestigung an einer Schleifmaschine verbunden ist, weist
an seiner Oberfläche eine Aussparung 8 auf, in die eine Schleifauflage 7a eingelegt
ist, die einen Oberflächenbereich 2a zum Seitenschleifen bildet. Der Oberflächenbereich
2a zum Seitenschleifen weist die Form einer Mantelfläche eines Konus auf. Ein radial
äußerer Rand des Grundkörpers 6a bildet einen Oberflächenbereich 3a zum Trennen. Mit
dem Schleif- und Trennwerkzeug 1 lässt sich einerseits mittels des konischen Oberflächenbereichs
2a Seitenschleifen und mittels des Oberflächenbereichs 3a Material eines Werkstücks
schneiden.
[0072] Fig. 3 zeigt ein weiteres Schleif- oder Trennwerkzeug 1 b, das sich von demjenigen
nach Fig. 2 im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass ein Oberflächenbereich 2b
zum Seitenschleifen, der durch eine Schleifauflage 7b gebildet ist, eine konvex gewölbte
Form aufweist. Mit einem Oberflächenbereich 3b am radial äußeren Rand eines Grundkörpers
6b kann Material getrennt werden.
[0073] Ein weiteres Schleif- und Trennwerkzeug 1c, das in Fig. 4 gezeigt ist, unterscheidet
sich von demjenigen nach Fig. 3 insbesondere dadurch, dass ein Grundkörper 6c zwei
unterschiedliche Materialbereiche aufweist. Anders als bei den oben beschriebenen
Ausführungsbeispielen weist der Grundkörper 6c lediglich in einem Randbereich 20,
der einen Oberflächenbereich 3c zum Schleifen oder/und Trennen bildet, Abrasivstoff
auf und ist außerhalb des Randbereichs 20 frei von dem Abrasivstoff. Vorteilhaft braucht
zur Herstellung des Grundkörpers 6c lediglich in dem Randbereich 20 der vergleichsweise
kostenintensive Abrasivstoff vorgesehen werden. Aus diesem Grund kann der Grundkörper
6c und damit das gesamte Schleif- und Trennwerkzeug kostengünstiger hergestellt werden.
[0074] Fig. 5 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Schleif- und Trennwerkzeug 1d, das im
Wesentlichen die Form eines Schleiftellers aufweist. Es umfasst einen Grundkörper
6d, der aus einer Stoffkombination gebildet ist, die ein mit Abrasivstoff versetztes
Bindemittel umfasst. Eine äußere Grundfläche des Grundkörpers 6d ist als Oberflächenbereich
4d zum Seitenschleifen ausgebildet. Ferner bildet ein Rand des Grundkörpers 6d einen
Oberflächenbereich 3d zum Trennen. Auf der anderen Grundfläche des Grundkörpers 6d
ist ein Trägerkörper 15 angeordnet, an dem eine Schleifauflage 7d befestigt ist, die
einen Oberflächenbereich 2d zum Seitenschleifen bildet. Der Trägerkörper 15 ist derart
geformt, dass der Oberflächenbereich 2d die Form einer Mantelfläche eines Konus aufweist.
Das Schleif- und Trennwerkzeug 1d kann in drei verschiedenen Funktionen benutzt werden,
nämlich mit dem Oberflächenbereich 2d zum Seitenschleifen mit konischer Oberflächenform,
mit dem Oberflächenbereich 4d zum Seitenschleifen zum Schleifen mit ebener Oberflächenform
und mit dem Oberflächenbereich 3d zum Trennen eines Werkstücks.
[0075] Ein in Fig. 6 gezeigtes Schleif- und Trennwerkzeug 1e umfasst einen Grundkörper 6e
aus einer Stoffkombination aus Bindemittel und Abrasivstoff. Der Grundkörper 6e weist
einen radial äußeren Rand auf, der im Vergleich zu einem innenliegenden Bereich des
Grundkörpers 6e verdickt ist. Der äußere Rand bildet einen Oberflächenbereich 3e,
mittels dessen sich ein Werkstück trennen oder durch Umfangsschleifen bearbeiten lässt.
Innen neben dem Randbereich 20e sind auf beiden Seiten des Grundkörpers 6e Trägerkörper
15e, 1 6e angeordnet, in denen Aussparungen 8e,8e' zur Aufnahme von Schleifauflagen
7e,7e' vorgesehen sind, die Oberflächenbereiche 2e,4e zum Seitenschleifen bilden.
Die Ober- und die Unterseite des Randbereichs 20e und die Trägerkörper 15e, 16e sowie
die Auflagen 7e,7e' sind in ihren Größen derart aufeinander abgestimmt, dass die jeweiligen
Oberflächen des Randbereichs 20e und der Schleifauflagen 7e,7e' auf derselben Höhe
angeordnet sind, sodass dort keine Stufe gebildet ist. Der Trägerkörper 15e ist derart
geformt, dass der Oberflächenbereich 2e die Form einer Mantelfläche eines Konus aufweist.
Der Trägerkörper 16e weist eine derartige Form auf, dass der Oberflächenbereich 4e
konvex gewölbt ist. Auch mit dem Schleif- und Trennwerkzeug 1e kann ein Werkstück
mit den verschiedenen Oberflächenbereichen 2e,3e,4e in unterschiedlicher Weise bearbeitet
werden.
[0076] Ein weiteres Schleif- und Trennwerkzeug 1f, das in Fig. 7 gezeigt ist, unterscheidet
sich von demjenigen nach Fig. 6 insbesondere dadurch, dass Schleifauflagen 7f,7f'
auch auf einem Oberflächenbereich 20f am Rand eines Grundkörpers 6f angeordnet sind.
Auf diese Weise werden auf beiden Oberflächenbereichen 2f,4f zum Seitenschleifen größere
Schleifflächen geschaffen.
[0077] In Fig. 21 ist ein weiteres Schleif- und/oder Trennwerkzeug 1x dargestellt, das einen
Grundkörper 6x, dessen Rand einen Oberflächenbereich 3x zum Umfangsschleifen bildet,
und einen Trägerkörper 5 aufweist, der sich lösbar am Schleif- und/oder Trennwerkzeug
1x befestigen bzw. lösbar mit dem Grundkörper 6x verbinden lässt. Auf dem Trägerkörper
5 eine Schleifauflage 7x, z.B. durch Verklebung, befestigt ist. Der Grundkörper 6x
ist mit einer kreisförmigen Nut 45 versehen, in den der äußere Rand des Trägerkörpers
5 samt Schleifauflage 7x vorsteht. Im vorliegenden Beispiel umfasst das Schleif- und/oder
Trennwerkzeug 1x eine Welle 46 mit Außengewinde, an der der Grundkörper 6x und der
Trägerkörper 5 gegeneinander mittels einer Spannmutter 47 verspannt werden. Alternativ
könnte die lösbare Verbindung dadurch gebildet sein, dass der Trägerkörper 5 direkt
an den Grundkörper 6x geschraubt wird.
[0078] Ein Schleif- und/oder Trennwerkzeug 1x', das in Fig. 22 gezeigt ist, unterscheidet
sich von demjenigen nach Fig. 21 dadurch, dass in einem Grundkörper 6x' koaxial drei
kreisförmige Nuten 45x,45x',45x" gebildet sind. Auf den Grundkörper 6x' lassen sich
das Trägerkörper 5x,5 x',5x" unterschiedlichen Durchmessers aufsetzen. Vorteilhaft
kann das Schleif- und/oder Trennwerkzeug 1x' auch dann noch weiterbenutzt werden,
wenn sich der Durchmesser des Grundkörpers 6 x' durch Materialabtrag beim Umfangsschleifen
oder Trennen reduziert. Sobald der Durchmesser so weit verkleinert ist, dass sein
radial äußerer Rand in radialer Richtung auf derselben Höhe liegt wie der radial äußere
Rand des Trägerkörpers 5x,5x', wird der jeweilige Trägerkörper 5x,5x' abgenommen und
mit einem kleineren weitergearbeitet. Zwar ist es vorstellbar, wie in Fig. 22 gezeigt
gleichzeitig drei verschiedene Trägerkörper 5x,5 x',5x" auf dem Grundkörper 6x' anzuordnen.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung aber wird anders als in Fig. 22 gezeigt
jeweils lediglich einer der Trägerkörper 5x,5 x',5x" an dem Grundkörper 6x' befestigt.
In einer ersten Phase wird das Schleif- und/oder Trennwerkzeug 1x' mit dem Trägerkörper
5x mit dem größten Durchmesser verwendet. Sobald der Grundkörper 6x' durch Umfangsschleifen
oder Trennen so weit abgenutzt ist, dass sein Durchmesser gleich groß oder kleiner
ist als derjenige des Trägerkörpers 5x, wird der Trägerkörper 5x abgenommen und der
Trägerkörper 5x' aufgesetzt. Das Schleif- und/oder Trennwerkzeug 1x' kann bei Handhabung
in analoger Weise auch unter Benutzung des Trägerkörpers 5x'' so lange zum Umfangsschleifen
benutzt werden, bis sich der Durchmesser des Grundkörper 6x' so weit reduziert hat,
dass gleich groß oder kleiner ist als derjenige des Trägerkörpers 5x".
[0079] Ein weiteres erfindungsgemäßes Schleifwerkzeug 1g, das in Fig. 8 gezeigt ist, ähnelt
in seinem Aufbau dem Schleif- und Trennwerkzeug 1a nach Fig. 2. Es unterscheidet sich
von dem Schleif- und Trennwerkzeug nach Fig. 2 allerdings dadurch, dass ein Rand eines
Grundkörpers 6g, der einen Oberflächenbereich 3g zum Umfangsschleifen bildet, wesentlich
dicker ist als der Oberflächenbereich 3a zum Trennen des Werkzeugs nach Fig. 2. Eine
Aussparung 8g zur Aufnahme einer Schleifauflage 7g ist im Abstand von einem radial
äußeren Rand des Grundkörpers 6g gebildet, so dass ein Oberflächenbereich 3g zum Umfangsschleifen
breiter ist als der Bereich zum Trennen 3a des Werkzeugs nach Fig. 2. Wie Fig. 8a
zeigt, weist die Schleifauflage 7g Ausschnitte 9 auf, die in radialer Richtung und
im Abstand voneinander angeordnet sind und der Grundkörper 6g weist Stege 10 auf,
die in radialer Richtung vom Rand vorstehen und eine zu den Ausschnitten 9 passende
Form aufweisen. Vorteilhaft wird durch diese Formgestaltung die Schleifauflage 7g
besser an dem Grundkörper 6 fixiert, in Umfangsrichtung zusätzlich gestützt und ihr
radial äußerer Rand vor Ablösen beim Arbeiten mit dem Schleifwerkzeug 1a geschützt,
da der Rand des Grundkörpers 6g über das Ende der Schleifauflage 7g vorsteht und diese
umgreift. Darüber hinaus lässt sich die Schleifauflage 7g dank der vorgegebenen Position
einfacher am Grundkörper 6g befestigen.
[0080] Ein weiteres, in Fig. 9 gezeigtes Schleifwerkzeug 1h unterscheidet sich von demjenigen
nach Fig. 8 dadurch, dass auf einem Grundkörper 6h ein Trägerkörper 15h angeordnet
ist, der eine Schleifauflage 7h trägt. Auch hier fasst ein Randbereich, der einen
Oberflächenbereich 3h zum Umfangsschleifen bildet, die Schleifauflage 7h und den Trägerkörper
15h ein. Der Grundkörper 6h, der aus einer Stoffkombination aus Bindemittel und Abrasivstoff
gebildet ist, ist an seiner Unterseite eben, sodass die Unterseite als Oberflächenbereich
4h zum Seitenschleifen benutzt werden kann.
[0081] Fig. 10 zeigt eine Variante eines Schleifwerkzeugs 1i, das im Prinzip so aufgebaut
ist wie das Schleifwerkzeug 1g nach Fig. 9, bei dem aber ein Oberflächenbereich 2i
zum Seitenschleifen konkav gewölbt ist.
[0082] In Fig. 15 ist ein weiteres erfindungsgemäßes konisches Schleif- und Trennwerkzeug
1p dargestellt, das einen Grundkörper 6b und auf dem Trennkörper 6b angeordnete Schleifauflagen
7p,7p',7p" aufweist. Auf dem Grundkörper 6p sind Stufen 40,41,42 gebildet, die in
radialer Richtung von außen nach innen hin aufeinanderfolgend aufsteigen, wobei Kanten
der Stufen 40,41,42 kreisförmig sind. Ausgehend von der obersten Stufe 40 sind in
radialer Richtung geradlinige Stege 10p gebildet, die von den Stufen 41,42 nach oben
vorstehen. Ferner sind von der Stufe 41 ausgehend Stege 10p' gebildet, die von der
Stufe 42 nach oben vorstehen.
[0083] Um die Schleifauflagen 7p,7p',7p" auf dem Grundkörper anordnen zu können, sind die
Schleifauflagen 7p',7p" ringförmig, wobei ihr Außendurchmesser dem Außendurchmesser
des Grundkörpers 6p entspricht und ihr Innendurchmesser derart groß gewählt ist, dass
die Schleifauflagen 7p,7p',7p" jeweilig an der Außenseite des Kragens 17 bzw. den
äußeren Rändern der Stufen 40,41 anliegen. Darüber hinaus sind die Schleifauflagen
7p',7p'' mit Ausnehmungen versehen, die jeweilig den Formen der Stege 10p,10p' entsprechen,
sodass sich die Schleifauflagen jeweilig unter Eingriff der Stege 10p, 10p' in die
Ausnehmungen auf die Stufen 40,41,42 auflegen lassen.
[0084] Vorteilhaft weist das Schleif- und Trennwerkzeug 1p in einem äußeren Ringbereich,
der normalerweise besonders stark beansprucht wird, die drei Schleifauflagen 7p,7p',7p"
auf und kann deshalb besonders lange verwendet werden.
[0085] Der Grundkörper 6p ist durch eine Stoffkombination aus Bindemittel und Abrasivstoff
gebildet und kann deshalb mit seinem Rand 3p zum Umfangsschleifen oder zum Trennen
verwendet werden.
[0086] Fig. 15e zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Schleif- und Trennwerkzeug 1q, das
sich von dem Schleif- und Trennwerkzeug 1p dadurch unterscheidet, dass ein Grundkörper
6q auf einer zur Aufnahme von Schleifauflagen 7q,7q',7q" vorgesehenen Seite eben ist
und dadurch auf der ebenen Seite in einer anderen Funktion zum Schleifen verwendet
werden kann.
[0087] Fig. 16 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Schleif- und Trennwerkzeug 1r, das sich
von denjenigen nach Fig. 15 insbesondere dadurch unterscheidet, dass eine Oberfläche
eines Grundkörpers 6r eine konvexe Form aufweist.
[0088] Fig. 16c zeigt ein Schleif- und Trennmittel 1s, dessen Grundkörper 6s auf einer Seite,
die von einer zur Aufnahme von Schleifauflagen 7s vorgesehenen Seite abgewandt ist,
eben ist. Vorteilhaft lassen sich auch hier mit den verschiedenen Seiten unterschiedliche
Schleifwirkungen erzielen.
[0089] Ein weiteres erfindungsgemäßes Schleif- und Trennwerkzeug 1r' ist in Fig. 24 gezeigt.
Es unterscheidet sich von denjenigen nach Fig. 15 und 16 insbesondere dadurch, dass
ein Grundkörper 6r' scheibenförmig ist und an seinem radial äußeren Rand einen krangenförmigen
Vorsprung aufweist, der einen Oberflächenbereich 3r' zum Umfangsschleifen bildet.
Das Schleif- und Trennwerkzeug 1r' umfasst ferner einen Trägerkörper 5r', der eine
ähnliche Form aufweist wie der Grundkörper 6r aus Fig. 16. Der Grundkörper 6r' und
der Trägerkörper 5r' lassen sich mittels einer Welle 46r' und einer Spannmutter 47r'
miteinander verbinden. Vorteilhaft lässt sich der Grundkörper 6r' oder der Trägerkörper
5r' austauschen, wenn er abgenutzt ist.
[0090] Bei einem in Fig. 17 gezeigten weiteren erfindungsgemäßen Schleif- und Trennwerkzeug
1t sind auf einem Grundkörper 3t fächerförmig Schleifauflagen 7t angeordnet.
[0091] Der Grundkörper 6t weist an seinem äußeren Rand einen kragenförmigen Vorsprung auf,
der einen Rand 3t zum Umfangsschleifen bildet. Zwischen dem kragenförmigen Vorsprung
und einer inneren Auskragung 17t des Grundkörpers 6t ist eine ringförmige Fläche zur
Aufnahme von Schleifauflagen 7t gebildet. Die Schleifauflagen 7t weisen einen schmaleren
Bereich 45 auf, der eine derartige Breite aufweist, dass sie sich passend zwischen
der Auskragung 17t und dem äußeren Rand 3t auf dem Grundkörper 6t auflegen und dort
festkleben lassen. Mit seitlichen Vorsprüngen 46,47 lassen sich die Schleifauflagen
auf den äußeren Rand 3t und die innere Auskragung 17t auflegen. Abgesehen von den
Abschnitten, mit denen die Schleifauflagen 7t direkt auf den Grundkörper aufgelegt
und dort festgelegt werden, liegen die Schleifauflagen 7t lose aufeinander auf.
[0092] Wie insbesondere Fig. 17d zeigt, ist der Grundkörper bei 6t in dem Bereich zwischen
dem äußeren Rand 3t und der Auskragung 17t konvex gewölbt.
[0093] Ein in Fig. 18 gezeigtes Schleif- und Trennwerkzeug 1u unterscheidet sich von demjenigen
nach Fig. 17 dadurch, dass ein Grundkörper 6u eine ebene Form aufweist. Ferner sind
Schleifauflagen 7u in einem Bereich, in dem sie zwischen einem äußeren Rand 3u und
einer Auskragung 17u auf den Grundkörper 6u festgeklebt werden, mit Stufen 38,39 versehen,
mit denen sie sich auf dem Rand 3u bzw. auf der Auskragung 17u festkleben lassen.
[0094] In Fig. 19 ist ein weiteres erfindungsgemäßes Schleif- und Trennwerkzeug 1v dargestellt,
das einen Grundkörper 6v und einem Trägerkörper 5v, die sich ineinander setzen lassen,
gebildet ist. An einem Rand 3v des Grundkörpers 6v und in Umfangsrichtung sind Stufen
43 und an dem Grundkörper 6v und dem Trägerkörper 5v in Umfangsrichtung 43' gebildet,
die zur Aufnahme fächerförmig auf den dem Grundkörper 6v und dem Trägerkörper 5v in
geeigneter Position aufzulegenden Schleifauflagen 7v vorgesehen sind. Sind der Grundkörper
6v und der Trägerkörper 5 passend aufeinander angeordnet, sind die Stufen in radialer
Richtung bis zum äußeren Rand des Grundkörpers 6v durchgehend gebildet.
[0095] Die körperliche Trennung des Grundkörpers 6v und des Trägerkörpers 5v ermöglicht
es, den Grundkörper 6v und damit den Rand 3v aus einem mit Abrasivstoff versehenen
Material herzustellen und den Trägerkörpers 5v aus Kunststoff herzustellen, der frei
von dem Abrasivstoff und damit kostengünstiger ist. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,
den Grundkörper 6v oder den Trägerkörper 5v von dem Schleif- und Trennwerkzeug 1v
abzunehmen und auszutauschen, wenn er abgenutzt ist. Vorteilhaft kann das Werkzeug
kostengünstig weiterbenutzt werden, wenn der der lediglich einer der Körper abgenutzt
ist, der andere aber weiterbenutzt werden kann.
[0096] Durch die in Umfangsrichtung gebildeten Stufen 43,43' wird die Möglichkeit geschaffen,
die Schleifauflagen 7v in einer derartigen Position auf dem Grundkörper 6v und dem
Trägerkörper 5v anzuordnen und ggf. zu verkleben, dass sie bei Auflage aufeinander
nicht gewölbt angeordnet werden müssen. Vorteilhaft wird dadurch die Möglichkeit geschaffen,
mehrere Lagen der Schleifauflagen bei besonders guter Verklebung mit dem Grundkörper
6v und ggf. dem Trägerkörper 5v auf dem Schleif- und Trennwerkzeug 1v zu bilden.
[0097] Fig. 20 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Schleif- und Trennwerkzeug 1w, das sich
von demjenigen nach Fig. 19 insbesondere dadurch unterscheidet, dass es eine im Wesentlichen
ebene Form aufweist. Ferner ist unterhalb eines unteren Teils 6w eines Grundkörpers
ein Stützring 44 gebildet.
[0098] Ein weiteres, in Fig. 23 gezeigtes erfindungsgemäßes Schleif- und Trennwerkzeug 1y
unterscheidet sich von denjenigen nach den Fig. 17 bis 20 insbesondere dadurch, dass
eine Oberflächenbereich 3y zum Umfangsschleifen, der an einem Grundkörper 6y gebildet
ist, einen kragenförmigen Vorsprung aufweist. Der Vorsprung steht etwa senkrecht von
einem Flächenabschnitt des Grundkörpers 6y, auf dem ein Trägerkörper 5y, an dem die
Schleifauflagen 7y durch Klebung befestigt sind, angeordnet ist. Der Vorsprung ist
in einer derartigen Position vorgesehen und weist eine derartige Höhe auf, dass er
die Schleifauflagen 7y topfartig einfasst. Auch an dem Schleif- und Trennwerkzeug
1y sind der Grundkörper 6y und der Trägerkörper 5y lösbar befestigbar, sodass sie
jeweilig abgenommen ausgetauscht werden können,
wenn sie abgenutzt sind. Der Grundkörper 6y und der Trägerkörper 6y lassen sich mittels einer
Spannschraube 47y gegenseitig an einer Welle 46y verspannen.
[0099] Fig. 11 zeigt die Verwendung eines weiteren Schleif- und Trennwerkzeugs 1j, das im
Wesentlichen so aufgebaut ist wie das Schleifwerkzeug 1g nach Fig. 8, aber an seinem
Rand, der einen Oberflächenbereich 3g zum Trennen bildet, eine geringere Dicke aufweist
als das Schleifwerkzeug 1g und sich deshalb besonders gut zum Trennen eignet. Das
Schleif- und Trennwerkzeug 1j ist an einem Winkelschleifer 18 befestigt und wird verwendet,
um einen Bolzen 19, die an einer Metallplatte 20 befestigt sind und von ihr vorstehen,
zu trennen und die Trennfläche direkt nach dem Trennen zu schleifen. Dazu wird, wie
in Fig. 11a gezeigt, die Schleifmaschine 18 derart gehalten, dass ein Oberflächenbereich
2j zum Seitenschleifen entlang einer Linie auf der Metallplatte 20 aufliegt und das
Schleif- und Trennwerkzeug 1j unter Rotation in Richtung der Bolzen 19 geführt, sodass
ein Rand des Schleif- und Trennwerkzeugs 1j, der einen Oberflächenbereich 3j zum Trennen
bildet, den Bolzen 19 von der Metallplatte 20 trennt. Mittels des Oberflächenbereichs
2j kann die Metallplatte in dem Trennbereich danach direkt geschliffen werden.
[0100] Fig. 11c zeigt eine Stützhalterung 21, die sich an dem Winkelschleifer 18 befestigen
lässt. Die Stützhalterung 21 weist eine Rolle 22 auf, mit der sich der Winkelschleifer
bei Auflage des Schleif- und Trennwerkzeugs 1j auf einem Untergrund kippstabil anordnen
lässt. Zum Bearbeiten der Metallplatte 20 bzw. der Bolzen 19 kann der Winkelschleifer
nun an der Stützhalterung abgestützt werden und wird automatisch in der Winkellage
zu der Metallplatte 20 gehalten, in der sie sich mit dem Oberflächenbereich 2j schleifen
lässt.
[0101] Eine weitere Zusammenstellung aus einer Schleifmaschine 18n, die mit einem Schleif-
und Trennwerkzeug 1n versehen ist, mit einer Stützhalterung 21n ist in Fig. 12 gezeigt.
Sie unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 11 dadurch, dass an einem Teil 36
eines Gehäuses der Schleifmaschine 18n eine Führungseinrichtung 33 angeordnet ist,
die zwei im Abstand voneinander angeordnete Stege 34,35 umfasst. Die Stege 34,35 sind
in einem derartigen Abstand voneinander angeordnet, dass sich zwischen ihnen der Bolzen
19 einschieben lässt. Vorteilhaft stützen sich die Stege 34,35 beim Abtrennen des
Bolzens 19 am Bolzen 19 ab. Dadurch lässt sich die Schleifmaschine 18n beim Trennen
der Bolzen 19 wesentlich leichter in der korrekten Position zum Trennen des Bolzens
19 halten und es wird vermieden, dass Sie beim Trennen seitlich vom Bolzen 19 abgleitet.
[0102] Bei der in Fig. 12d gezeigten Ausführungsform der Führungseinrichtung 33p ist am
Ende von Stegen 34p,35p ein Ansatz 37 vorgesehen, der sich beim Trennen bzw. Schleifen
auf der Metallplatte 20 abstützt und dadurch eine zusätzliche Führung bildet.
[0103] In Fig. 13 ist die Verwendung eines weiteren Schleifwerkzeug 1k gezeigt, das im Wesentlichen
so aufgebaut ist wie das Schleifwerkzeug 1j nach Fig. 11 und an einer Schleifmaschine
18k sitzt. Die Schleifmaschine 18k ist an einer Halteeinrichtung 23 befestigt, die
an einem Rohr 24 mit kreisförmigem Querschnitt angeordnet ist und die Schleifmaschine
18k in einer Position zur Bearbeitung der Kante 25 hält.
[0104] Die Halteeinrichtung 23 umfasst eine Einrichtung 26 zu ihrer Befestigung an dem Rohr
24, die drei Stützen 27 aufweist, die je eine verspannbare Gewindespindel umfassen
können und sich unter Spannung auf der Innenseite des Rohrs 24 anordnen lassen. Eine
Halteeinheit 28 der Halteeinrichtung 23, an der die Schleifmaschine 18k befestigt
ist, ist über eine Verbindungseinheit 29, die ein Drehgelenk umfasst, drehbar mit
der Befestigungseinrichtung 26 verbunden. Die Halteeinheit 28 ist über Stangen 30
mit der Verbindungseinheit 29 verbunden und in Längsrichtung der Stangen 30 gegenüber
der Verbindungseinheit 29 verschiebbar. Die Halteeinheit 28 umfasst eine Rolle 31,
die sich an der Innenseite des Rohrs 24 abstützt und dadurch bezogen auf das Rohr
24 in radialer Richtung die Position der Schleifmaschine 18k bzw. des Schleifwerkzeugs
1k an der Kante 25 festlegt. Die Halteeinheit 28 wird mittels einer Feder 32 von der
Verbindungseinrichtung 29 in Längsrichtung der Stangen 30 weggedrückt, sodass die
Rolle 31 bei Anordnung der Gesamtheit aus Schleifmaschine 18k und Halteeinrichtung
23 an dem Rohr 24 stets unter Spannung an der Rohrinnwand anliegt.
[0105] Zur Bearbeitung der Kante 25 des Rohrs 24 wird die Schleifmaschine 18, nachdem sie
wie oben erläutert und in Fig. 13 gezeigt mittels der Halteeirichtung 23 am Rohr 24
befestigt worden ist, zunächst so angeordnet, dass sie mit dem Schleifwerkzeug 1k
auf dem Bereich der Kante 24 aufliegt, der bearbeitet werden soll. Dann wird die Schleifmaschine
18k eingeschaltet und das Schleifwerkzeug 1k in Rotation versetzt. Nun wird die Schleifmaschine
18k um die Befestigungseinrichtung 29 und damit um die Rohrachse herum gedreht (wie
in Fig. 13 mit dem Pfeil D gezeigt) und dadurch entlang der Rohrkante 24 bewegt. Die
Halteeinheit 28 wird durch die Feder 32 weg von der Befestigungseinrichtung 26 hin
zu einer Innenwand des Rohrs 24 gedrückt und die Rolle 31 damit gegen die Rohrinnenwand
gedrückt. Da die Position der Schleifmaschine 18k gegenüber der Rolle 31 fest ist,
ist das Schleifwerkzeugs 1k bei der Bewegung entlang der Kante 25 stets in der vorgesehenen
Bearbeitungsposition. Die gezeigte Anordnung des Schleifwerkzeug 1k eignet sich insbesondere
zur Bildung einer Ausnehmung an der Rohrkante, bspw. zur Bildung einer sogenannten
Tulpenform, die zum Verschweißen des Rohrs 24 vorteilhaft ist.
[0106] Da das Schleifwerkzeug 1k bei der Bearbeitung der Rohrkante besonders stark in seinem
Oberflächenbereich 3k zum Umfangsschleifen und im Bereich der Kante zwischen den Oberflächenbereichen
2k und 3k mechanisch und auch durch Erhitzung beansprucht wird, ist ein Grundkörper
6k des Schleifwerkzeugs 1 k, der den Oberflächenbereich 3k zum Umfangsschleifen bildet,
mit einem besonders verschleißfesten Abrasivstoff versehen worden und ein besonders
verschließfestes Bindemittel gewählt worden. Zur Bildung des Oberflächenbereichs 2k
zum Seitenschleifen ist eine Schleifauflage 7k ausgewählt worden, die einen im Vergleich
größeren Abtrag erzielen kann. Sie kann im Vergleich zu dem Grundkörper 6k größere
Schleifkörner aufweisen. Ferner können die Schleifkörner der Schleifauflage 7k vergleichsweise
weniger in Bindemittel eingebunden sein und dadurch freier an der Oberfläche liegen,
um einen größeren Abtrag zu verursachen. Aufgrund der geringeren Beanspruchung kann
das Bindemittel der Schleifauflage 7k weniger verschleißfest vorgesehen werden und
deshalb kostengünstiger sein.
[0107] Für die in den Fig. 11 bis 13 gezeigten Verwendungen eignen sich insbesondere auch
die in den Fig. 26 und 27 im Querschnitt gezeigten Schleif- und Trennwerkzeuge 1j',1j".
Das Schleif- und Trennwerkzeuge 1j' aus Fig. 26 weist als Grundkörper 6j' eine Diamanttrennscheibe
auf, das Schleif- und Trennwerkzeuge 1j" aus Fig. 26 weist als Grundkörper 6j" eine
kunstharzgebundene Trennscheibe auf. Der Grundkörper 6j',6j" weist einen topfförmigen
Innenabschnitt auf, in den sich ein Schleifkörper 7j',7j" einsetzen lässt. Zwischen
dem Grundkörper 6j',6j" und dem Schleifkörper 7j',7j" ist als Abstandhalter eine Scheibe
48,48' angeordnet. Durch Verwendung von Abstandhalterscheiben 48,48' unterschiedlicher
Dicke kann die Position der Schleifkörpers 7j',7j" im Verhältnis zum Grundkörper 6j',6j"
geändert werden.
[0108] Ein Schleif- und Trennwerkzeug 1m, das in Fig. 14 dargestellt ist, unterscheidet
sich von den oben erläuterten Schleif- und/oder Trennwerkzeugen insbesondere dadurch,
dass sein Rand sowohl zwei Oberflächenbereiche 3m,3m' zum Umfangsschleifen als auch
einen Oberflächenbereich 3m'' zum Trennen aufweist. Die Oberflächenbereiche 3m,3m'
sind, wie oben für die anderen Schleif- und/oder Trennwerkzeuge erläutert, an je einem
Grundkörper 6m, 6m' gebildet, die eine Stoffkombination aus einem mit Abrasivstoff
versetztem Bindemittel aufweisen. Zwischen den Grundkörpern 6m,6m' ist eine ebenfalls
aus einer Stoffkombination aus Bindemittel und Abrasivstoff gebildete Trennscheibe
6m'' angeordnet, die einen größeren Durchmesser aufweist als die Grundkörper 6m, 6m'
und deshalb nach außen vorsteht.
[0109] Eine vorteilhafte Anwendung des Schleif- und Trennwerkzeugs 1m ist, dass sich ein
Werkstück zunächst mittels des Oberflächenbereichs 3m'' zunächst trennen lässt und
anschließend eine durch den Trennvorgang gebildete Kante direkt durch Umfangsschleifen
mittels der Oberflächenbereiche 3m,3m' oder die Oberflächenbereiche 2m,2m' zum Seitenschleifen
bearbeiten lässt. Eine solche Anwendung eignet sich insbesondere zur Bearbeitung von
Rohren.
[0110] Fig. 25 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Schleifwerkzeug 1z, das einen Grundkörper
6z zeigt, der eine konische Form aufweist. Auf einer Mantelfläche des Grundkörpers
6z sind in Umfangsrichtung aufsteigende Stufen gebildet. Auf jede der Stufen ist je
eine Schleifauflage 7z aufgeklebt. An einem unteren Rand des Grundkörpers 6z ist ein
umlaufender Steg 2z gebildet, dessen untere Seite als Schleiffläche zum Seitenschleifen
benutzt werden kann.
[0111] In einem weiteren, hier nicht gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Grundkörper
6z nach Fig. 25 anstatt einer konischen eine zylindrische Form auf.
[0112] In weiteren, hier nicht gezeigten Ausführungsformen der Erfindung weist ein Schleifwerkzeug
dieselbe äußere Form auf wie das Schleifwerkzeug 1z aus Fig. 25 oder weist eine zylindrische
Form auf, ist aber mit einem Trägerkörper versehen, der die Schleiflagen 7z trägt
und lösbar mit einem Grundkörper verbunden, an dem sich der Trägerkörper befestigen
lässt. Der Grundkörper ist aus einem derartigen Material gebildet und geformt derart,
dass seine untere Seite als Schleiffläche zum Seitenschleifen benutzt werden kann.
Vorteilhaft lässt sich der Trägerköper oder der Grundkörper austauschen, wenn er abgenutzt
ist.
[0113] Die Oberflächenbereiche der oben beschriebenen Schleif- und/oder Trennwerkzeuge können
sich untereinander in ihren Abtragseigenschaften unterscheiden, insbesondere dadurch,
dass sie verschiedene Materialeigenschaften aufweisen. Die verschiedenen Materialeigenschaften
können vorgesehen sein dadurch, dass die Oberflächenbereiche unterschiedliche Abrasivstoffe
aufweisen. Die Abrasivstoffe können sich durch die Stoffe der Schleifkörner, z.B.
Korund, Quarz, Bims, Diamant, Siliziumkarbid oder/und kubisches Bornitrid unterscheiden.
Ferner können sich die Oberflächenbereiche unterschiedliche Schleifkornformen und
-größen, Kornstreuungen, Körnungen, Härten, Gefüge, Porosität, Verstärkungsmaterialien
(Fasern, insbesondere Glas- oder Kohlefasern), Trägermaterialien und/oder Bindemittel
unterscheiden.
1. Schleif- und/oder Trennwerkzeug, das zumindest einen Oberflächenbereich (2,4) zum
Seitenschleifen und einen Oberflächenbereich (3) zum Umfangsschleifen oder/und Trennen
und einen Grundkörper (6), der zumindest in dem Oberflächenbereich (3) zum Umfangsschleifen
und/oder Trennen als Schleifkörper oder Schneidkörper ausgebildet ist, aufweist, wobei
die Oberflächenbereiche (2,3,4) voneinander unterschiedliche Abtragseigenschaften
aufweisen und der Oberflächenbereich (2,4) zum Seitenschleifen durch eine Schleifauflage
(7) in Form eines Schleifblatts, eines Schleifpapiers oder einer Schleiffolie gebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (6) zumindest in einem Bereich des Grundkörpers (6), der beim Schleifen
und/oder Trennen zum Angriff an ein zu bearbeitendes Material vorgesehen ist, mit
einem Abrasivstoff versehen ist.
2. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Oberflächenbereiche (2,3,4) in ihren Materialeigenschaften unterscheiden,
vorzugsweise dadurch, dass sie unterschiedliche Abrasivstoffe, Schleifkornformen,
Kornstreuungen, Körnungen, Härten, Gefüge und/oder Bindemittel voneinander aufweisen.
3. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schleif- und/oder Trennwerkzeug (1) zwei der Oberflächenbereiche (2,4) zum Seitenschleifen
aufweist und die beiden Oberflächenbereiche (2,4) zum Seitenschleifen im Abstand voneinander
angeordnet sind, wobei der Oberflächenbereich (3) zum Umfangsschleifen oder Trennen
vorzugsweise zwischen den beiden Oberflächenbereichen (2,4) zum Seitenschleifen angeordnet
ist.
4. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest der Oberflächenbereich (3) zum Umfangsschleifen oder Trennen einerseits
und die beiden Oberflächenbereiche (2,4) zum Seitenschleifen andererseits unterschiedliche
Formen und/oder unterschiedliche Materialeigenschaften aufweisen, wobei sich vorzugsweise
auch die beiden Oberflächenbereiche (2,4) zum Seitenschleifen in ihren Formen und/oder
Materialeigenschaften unterscheiden.
5. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Oberflächenbereich (3) zum Umfangsschleifen oder Trennen an einem in radialer
Richtung äußeren Rand des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs (1) gebildet ist, wobei
der Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen oder Trennen das Schleif- und/oder Trennwerkzeug
vorzugsweise in radialer Richtung nach außen hin abschließt.
6. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Oberflächenbereich (2,4) zum Seitenschleifen eine die Form einer Grundfläche
eines Kreiszylinders oder einer Mantelfläche eines Konus oder eine, vorzugsweise konvex,
gewölbte Form aufweist, wobei in dem Fall, dass der Oberflächenbereich (2,4) zum Seitenschleifen
die Form einer Konusmantelfläche aufweist, ein Winkel zwischen den Mantellinien des
Oberflächenbereichs (3) und der Achse eines den Oberflächenbereich (2,4) bildenden
Konusabschnitts ("halber Öffnungswinkel") vorzugsweise > 60 °, besonders bevorzugt
> 65 °, ist.
7. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
das der Oberflächenbereich (3) zum Umfangsschleifen oder Trennen zumindest abschnittsweise
die Form einer Mantelfläche eines geraden Kreiszylinders oder eines Konus und/oder
eine gewölbte, vorzugsweise konvexe, Form aufweist, wobei in dem Fall, dass der Oberflächenbereich
(3) zum Umfangsschleifen oder Trennen eine konische Form aufweist, ein Winkel zwischen
den Mantellinien des Oberflächenbereichs (3) und der Achse eines den Oberflächenbereich
(3) bildenden Konusabschnitts ("halber Öffnungswinkel") vorzugsweise < 3 °, besonders
bevorzugt < 2 °, ist.
8. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schleif- und/oder Trennwerkzeug (1) einen Seitenschleifkörper, der den Oberflächenbereich
zum Seitenschleifen (2,4) umfasst, und einen Umfangsschleif- oder/und Trennkörper,
der den Oberflächenbereich zum Umfangsschleifen (3) oder/und Trennen umfasst, aufweist.
9. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schleif- und/oder Trennwerkzeug (1) derart vorgesehen ist, dass sich der Seitenschleifkörper
und/oder der Umfangsschleif- oder/und Trennkörper lösbar an dem Schleif- und/oder
Trennwerkzeug (1) befestigen lässt.
10. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (6) ausschließlich im Oberflächenbereich (3) zum Umfangsschleifen
oder Trennen als Schleifkörper oder Schneidkörper ausgebildet ist.
11. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleifauflage (7) mit dem Grundkörper (6) fest verbunden, insbesondere verklebt,
ist und vorzugsweise durch einen Verbundwerkstoff gebildet ist, der ein Trägergewebe
aufweist.
12. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (6) zumindest eine Aussparung (8) aufweist, in die sich die Schleifauflage
(7) einlegen lässt, wobei die Aussparung (8) vorzugsweise im Abstand von dem Oberflächenbereich
(3) zum Umfangsschleifen oder Trennen angeordnet ist.
13. Schleif- und/oder Trennwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Grundkörper (6) Stufen (40,41,42;43) zur Aufnahme von die Schleifauflage bildenden
Schleifauflageabschnitten (7p;7q;7r;7s;7v;7w) gebildet sind, wobei die Stufen (40,41,42;43)
in radialer Richtung oder/und in Umfangsrichtung des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs
(1p;1q;1r;1s;1v;1w) aufeinander folgend gebildet sind, wobei vorzugsweise Kanten der
Stufen (40,41,42;43) in radialer Richtung oder/und entlang zumindest einer Kreislinie,
die zu einem Rand des Schleif- und/oder Trennwerkzeugs (1p;1q;1r;1s;1v;1w) parallel
ist, angeordnet sind.
14. Verfahren zum Schleifen und/oder Trennen, bei dem ein Gegenstand mittels einer Schleifvorrichtung,
die ein Schleif- und/oder Trennwerkzeug (1) gemäß einem der Ansprüche 1-13 umfasst,
das einen Oberflächenbereich (2,4) zum Seitenschleifen und einen Oberflächenbereich
(3) zum Umfangsschleifen oder Trennen und einen Grundkörper (6), der zumindest in
dem Oberflächenbereich (3) zum Umfangsschleifen und/oder Trennen als Schleifkörper
oder Schneidkörper ausgebildet ist, aufweist, bearbeitet wird, wobei der Gegenstand
dadurch unterschiedlich bearbeitet wird, dass die Oberflächenbereiche (2,3,4) voneinander
unterschiedliche Materialeigenschaften aufweisen und der Oberflächenbereich (2,4)
zum Seitenschleifen durch eine Schleifauflage (7) in Form eines Schleifblatts gebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das der Grundkörper (6) zumindest in einem Bereich des Grundkörpers (6) mit einem
Abrasivstoff versehen ist, der beim Schleifen und/oder Trennen an ein zu bearbeitendes
Material angreift.
1. Grinding and/or cutting tool having at least one surface region (2, 4) for face grinding
and a surface region (3) for circumferential grinding and/or cutting and a main body
(6) which is formed as a grinder or cutter at least in the surface region (3) for
circumferential grinding and/or cutting, wherein the surface regions (2, 3, 4) have
removal properties differing from one another and the surface region (2, 4) for face
grinding is formed by an abrasive onlay (7) in the form of an abrasive sheet, an abrasive
paper or an abrasive film,
characterized
in that the main body (6) is provided with an abrasive at least in a region of the main body
(6) that is intended to engage on a material to be machined during the grinding and/or
cutting.
2. Grinding and/or cutting tool according to Claim 1, characterized
in that the surface regions (2, 3, 4) differ in terms of their material properties, preferably
in that they have different abrasives, abrasive particle shapes, particle scatter,
granules, degrees of hardness, structures, and/or binders.
3. Grinding and/or cutting tool according to Claim 1 or 2,
characterized
in that the grinding and/or cutting tool (1) has two of the surface regions (2, 4) for face
grinding, and the two surface regions (2, 4) for face grinding are arranged at a distance
from one another, wherein the surface region (3) for circumferential grinding or cutting
is preferably arranged between the two surface regions (2, 4) for face grinding.
4. Grinding and/or cutting tool according to Claims 1 to 3,
characterized
in that at least the surface region (3) for circumferential grinding or cutting, on the one
hand, and the two surface regions (2, 4) for face grinding, on the other hand, have
different shapes and/or different material properties, wherein the two surface regions
(2, 4) for face grinding preferably also differ in terms of their shapes and/or material
properties.
5. Grinding and/or cutting tool according to one of Claims 1 to 4,
characterized
in that the surface region (3) for circumferential grinding or cutting is formed at a radially
outer edge of the grinding and/or cutting tool (1), wherein the surface region for
circumferential grinding or cutting preferably terminates the grinding and/or cutting
tool radially outwardly.
6. Grinding and/or cutting tool according to one of Claims 1 to 5,
characterized
in that the surface region (2, 4) for face grinding has the shape of a base of a circular
cylinder or a lateral surface of a cone or a, preferably convexly, curved shape, wherein,
in the case that the surface region (2, 4) for face grinding has the shape of a lateral
surface of a cone, an angle between the surface lines of the surface region (3) and
the axis of a cone portion forming the surface region (2, 4) ("semi-vertical angle")
is preferably > 60°, particularly preferably > 65°.
7. Grinding and/or cutting tool according to one of Claims 1 to 6,
characterized
in that the surface region (3) for circumferential grinding or cutting at least sectionally
has the shape of a lateral surface of a right circular cylinder or of a cone and/or
a curved, preferably convex, shape, wherein, in the case that the surface region (3)
for circumferential grinding or cutting has a conical shape, an angle between the
surface lines of the surface region (3) and the axis of a cone portion forming the
surface region (3) ("semi-vertical angle") is preferably < 3°, particularly preferably
< 2°.
8. Grinding and/or cutting tool according to one of Claims 1 to 7,
characterized
in that the grinding and/or cutting tool (1) has a face grinder body, which comprises the
surface region (2, 4) for face grinding, and a circumferential grinder and/or cutter
body, which comprises the surface region (3) for circumferential grinding and/or cutting.
9. Grinding and/or cutting tool according to Claim 8, characterized
in that the grinding and/or cutting tool (1) is provided in such a way that the face grinder
body and/or the circumferential grinder and/or cutter body can be fastened releasably
to the grinding and/or cutting tool (1) .
10. Grinding and/or cutting tool according to one of Claims 1 to 9,
characterized
in that the main body (6) is formed as a grinder or cutter exclusively in the surface region
(3) for circumferential grinding or cutting.
11. Grinding and/or cutting tool according to Claim 1, characterized
in that the abrasive onlay (7) is firmly connected to the main body (6), in particular by
adhesive bonding, and is preferably formed by a composite material that has a backing
fabric.
12. Grinding and/or cutting tool according to Claim 11, characterized
in that the main body (6) has at least one recess (8) into which the abrasive onlay (7) can
be placed, wherein the recess (8) is preferably arranged at a distance from the surface
region (3) for circumferential grinding or cutting.
13. Grinding and/or cutting tool according to one of Claims 1 to 12,
characterized
in that steps (40, 41, 42; 43) for receiving abrasive- onlay portions (7p; 7q; 7r; 7s; 7v;
7w) forming the abrasive onlay are formed in the main body (6), wherein the steps
(40, 41, 42; 43) are formed in succession in the radial direction and/or in the circumferential
direction of the grinding and/or cutting tool (1p; 1q; 1r; 1s; 1v; 1w), wherein preferably
edges of the steps (40, 41, 42; 43) are arranged in the radial direction and/or along
at least one circular line which is parallel to an edge of the grinding and/or cutting
tool (1p; 1q; 1r; 1s; 1v; 1w).
14. Method for grinding and/or cutting, in which method an item is machined by means of
a grinding device which comprises a grinding and/or cutting tool (1) according to
one of Claims 1-13,
said grinding and/or cutting tool having a surface region (2, 4) for face grinding
and a surface region (3) for circumferential grinding or cutting and a main body (6)
which is formed as a grinder or cutter at least in the surface region (3) for circumferential
grinding and/or cutting, wherein the item is machined differently by the surface regions
(2, 3, 4) having material properties differing from one another and the surface region
(2, 4) for face grinding is formed by an abrasive onlay (7) in the form of an abrasive
sheet,
characterized
in that the main body (6) is provided with an abrasive at least in a region of the main body
(6) that engages on a material to be machined during the grinding and/or cutting.
1. Outil de meulage et/ou de tronçonnage, présentant au moins une zone de surface (2,
4) destinée au meulage latéral et une zone de surface (3) destinée au meulage périphérique
et/ou au tronçonnage, ainsi qu'un corps de base (6) qui est conçu, au moins dans la
zone de surface (3) destinée au meulage périphérique et/ou au tronçonnage, comme un
corps de meulage ou un corps de coupe, les zones de surface (2, 3, 4) présentant des
propriétés d'enlèvement de matière différentes les unes des autres, et la zone de
surface (2, 4) destinée au meulage latéral étant constituée par un support abrasif
(7) sous la forme d'une feuille abrasive, d'un papier abrasif ou d'un film abrasif,
caractérisé en ce que le corps de base (6) est muni d'un abrasif au moins dans une zone du corps de base
(6) destinée, lors du meulage et/ou du tronçonnage, à venir en contact avec un matériau
à usiner.
2. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les zones de surface (2, 3, 4) se distinguent par leurs propriétés matérielles, de
préférence en ce qu'elles présentent des abrasifs, des formes de grains abrasifs, des distributions granulométriques,
des granulométries, des duretés, des structures et/ou des liants différents les uns
des autres.
3. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'outil de meulage et/ou de tronçonnage (1) présente deux des zones de surface (2,
4) destinées au meulage latéral, et en ce que les deux zones de surface (2, 4) destinées au meulage latéral sont disposées à distance
l'une de l'autre, la zone de surface (3) destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage
étant de préférence disposée entre les deux zones de surface (2, 4) destinées au meulage
latéral.
4. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'au moins la zone de surface (3) destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage,
d'une part, et les deux zones de surface (2, 4) destinées au meulage latéral, d'autre
part, présentent des formes différentes et/ou des propriétés matérielles différentes,
les deux zones de surface (2, 4) destinées au meulage latéral se distinguant de préférence
également par leurs formes et/ou leurs propriétés matérielles.
5. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la zone de surface (3) destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage est formée
sur un bord radialement extérieur de l'outil de meulage et/ou de tronçonnage (1),
la zone de surface destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage délimitant de
préférence l'outil de meulage et/ou de tronçonnage radialement vers l'extérieur.
6. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la zone de surface (2, 4) destinée au meulage latéral présente la forme d'une base
d'un cylindre circulaire ou d'une surface latérale d'un cône, ou une forme bombée,
de préférence convexe, et, dans le cas où la zone de surface (2, 4) destinée au meulage
latéral présente la forme d'une surface latérale de cône, un angle entre les génératrices
de la zone de surface (3) et l'axe d'un tronçon conique constituant la zone de surface
(2, 4) (« demi-angle au sommet ») est de préférence > 60°, et de préférence encore
> 65°.
7. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la zone de surface (3) destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage présente
au moins localement la forme d'une surface latérale d'un cylindre circulaire droit
ou d'un cône et/ou une forme bombée, de préférence convexe, et, dans le cas où la
zone de surface (3) destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage présente une
forme conique, un angle entre les génératrices de la zone de surface (3) et l'axe
d'un tronçon conique constituant la zone de surface (3) (« demi-angle au sommet »)
est de préférence < 3°, et de préférence encore < 2 °.
8. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que l'outil de meulage et/ou de tronçonnage (1) comporte un corps de meulage latéral
qui présente la zone de surface destinée au meulage latéral (2, 4), et un corps de
meulage périphérique et/ou de tronçonnage qui présente la zone de surface destinée
au meulage périphérique (3) et/ou au tronçonnage.
9. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon la revendication 8,
caractérisé en ce que l'outil de meulage et/ou de tronçonnage (1) est conçu de telle sorte que le corps
de meulage latéral et/ou le corps de meulage périphérique et/ou de tronçonnage puisse
être fixé de manière amovible à l'outil de meulage et/ou de tronçonnage (1).
10. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que le corps de base (6) est conçu comme un corps de meulage ou un corps de coupe exclusivement
dans la zone de surface (3) destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage.
11. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le support abrasif (7) est solidement relié au corps de base (6), notamment par collage,
et est de préférence constitué d'un matériau composite muni d'un tissu porteur.
12. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon la revendication 11,
caractérisé en ce que le corps de base (6) présente au moins un évidement (8) dans lequel peut être inséré
le support abrasif (7), l'évidement (8) étant de préférence disposé à distance de
la zone de surface (3) destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage.
13. Outil de meulage et/ou de tronçonnage selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que le corps de base (6) comporte des gradins (40, 41, 42 ; 43) destinés à recevoir des
tronçons de support abrasif (7p ; 7q ; 7r ; 7s ; 7v ; 7w) qui constituent le support
abrasif, les gradins (40, 41, 42 ; 43) étant formés successivement dans la direction
radiale et/ou dans la direction circonférentielle de l'outil de meulage et/ou de tronçonnage
(1p ; 1q ; 1r ; 1s ; 1v ; 1w), et les arêtes des gradins (40, 41, 42 ; 43) sont de
préférence disposées dans la direction radiale et/ou le long d'au moins une ligne
circulaire parallèle à un bord de l'outil de meulage et/ou de tronçonnage (1p ; 1q
; 1r ; 1s ; 1v ; 1w).
14. Procédé de meulage et/ou de tronçonnage, dans lequel un objet est usiné à l'aide d'un
dispositif de meulage comprenant un outil de meulage et/ou de tronçonnage (1) selon
l'une des revendications 1 à 13, qui présente une zone de surface (2, 4) destinée
au meulage latéral et une zone de surface (3) destinée au meulage périphérique ou
au tronçonnage, ainsi qu'un corps de base (6) qui est conçu, au moins dans la zone
de surface (3) destinée au meulage périphérique ou au tronçonnage, comme un corps
de meulage ou un corps de coupe, l'objet étant usiné de manières différentes du fait
que les zones de surface (2, 3, 4) présentent des propriétés matérielles différentes
les unes des autres et que la zone de surface (2, 4) destinée au meulage latéral est
constituée par un support abrasif (7) sous la forme d'une feuille abrasive,
caractérisé en ce que le corps de base (6) est muni d'un abrasif au moins dans une zone du corps de base
(6) qui, lors du meulage et/ou du tronçonnage, vient en contact avec un matériau à
usiner.