[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kochfeldmodul zum Einbau unterhalb einer Arbeitsplatte
bzw. zur Integration in die Unterseite eine Arbeitsplatte. Das Kochfeldmodul umfasst
wenigstens eine Induktionseinrichtung, wenigstens eine Generatoreinrichtung und wenigstens
eine Trägereinrichtung. Die Generatoreinrichtung ist mit der Induktionseinrichtung
über wenigstens eine Leitung verbunden ist und an der Trägereinrichtung sind wenigstens
die Induktionseinrichtung und die Generatoreinrichtung aufgenommen.
[0002] In modernen Küchen spielt das Design eine immer größere Rolle. Auch im Bereich der
Kochfelder werden immer größere Anforderungen an die Optik aber auch an die einfache
Reinigung gestellt. So sollen Kochfelder möglichst unauffällig sein und zudem sollen
vorzugsweise keine Spalte zwischen Kochfeld und Arbeitsplatte verbleiben, sodass sich
keine Verschmutzungen zwischen Kochfeld und Arbeitsplatte anlagern können.
[0003] Hier sind von unten in eine nach oben hin im Wesentlichen oder vollständig geschlossene
Arbeitsplatte integrierte bzw. vollintegrierte Kochfelder vorteilhaft. Bei solchen
induktiv arbeitenden Kochfeldern dient die normale Arbeitsplatte als Aufstellfläche
für das Kochgeschirr und die notwendige Elektronik und die Induktionsspulen werden
unterhalb der Arbeitsplatte angeordnet.
[0004] So kann das Kochfeld, wenn nicht gerade gekocht wird, nicht von dem Rest der Arbeitsplatte
unterschieden werden. Da das Kochgeschirr direkt auf die geschlossene Arbeitsfläche
aufgestellt wird und mittels Induktionsspulen beheizt wird, ist zudem die Reinigung
sehr einfach.
[0005] Nachteilig ist jedoch, dass bei einem Defekt der oft sehr dünnen Arbeitsplatten die
teils sehr empfindliche Technik des Kochfeldes unterhalb der Arbeitsplatte herunterlaufenden
Flüssigkeiten und/oder mechanischen Belastungen ausgesetzt werden könnte, wodurch
ein sicherer Betrieb gefährdet sein könnte.
[0006] Ein Defekt der Arbeitsplatte kann beispielsweise durch mechanische Belastungen, Materialermüdung
oder je nach Material eventuell auch bei ungünstigen Bedingungen durch das Überkochen
von Flüssigkeiten entstehen, wenn es zu schlagartigen Temperaturunterschieden in der
Arbeitsplatte kommt. Hier können sichtbare oder auch nicht sofort erkennbare Risse
entstehen, durch welche sich Flüssigkeiten in Richtung der Kochfeldelektronik ziehen.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein vollintegriertes Kochfeld
zur Verfügung zu stellen, welches zuverlässig und sicher betrieben werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Kochfeldmodul mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
[0009] Das Kochfeldmodul zum Einbau unterhalb einer Arbeitsplatte umfasst wenigstens eine
Induktionseinrichtung, wenigstens eine Generatoreinrichtung, welche mit der Induktionseinrichtung
über wenigstens eine Leitung verbunden ist und wenigstens eine Trägereinrichtung.
An der Trägereinrichtung sind wenigstens die Induktionseinrichtung und die Generatoreinrichtung
aufgenommen. Es ist die Trägereinrichtung wenigstens abschnittsweise als im Wesentlichen
flüssigkeitsdichte Trenneinrichtung ausgebildet, wobei die Induktionseinrichtung im
eingebauten Zustand oberhalb der Trägereinrichtung auf der der Arbeitsplatte zugewandten
Seite der Trägereinrichtung angeordnet ist und wobei die Generatoreinrichtung unterhalb
der Trenneinrichtung auf der der Arbeitsplatte abgewandten Seite angeordnet ist.
[0010] Das Kochfeldmodul ist zum Einbau unterhalb einer Arbeitsplatte vorgesehen, wobei
mittels des Kochfeldmoduls ein sogenanntes vollintegriertes Kochfeld zur Verfügung
gestellt werden kann. Bei einem derartigen vollintegrierten Kochfeld, welches insbesondere
als Induktionskochfeld ausgebildet ist, werden alle notwendigen Komponenten unterhalb
einer Arbeitsplatte in einer Küchenzeile oder einer Kochinsel oder der Platte eines
Tisches angeordnet, wobei die Arbeitsplatte durchgängig ist und man insbesondere von
oben das Kochfeld auf den ersten Blick nicht vom Rest der Arbeitsplatte unterscheiden
kann. Im Folgenden ist mit dem Begriff Arbeitsplatte allgemein eine Oberfläche zur
Aufnahme von Garbehältern gemeint, was eine Tischplatte oder ähnliches einschließt.
[0011] Die Trägereinrichtung kann vorzugsweise abschnittsweise oder je nach Ausgestaltung
auch vollflächig bzw. vollständig als Trenneinrichtung ausgebildet sein. Wenn die
Trägereinrichtung vollständig als Trenneinrichtung ausgebildet ist, kann diese beispielsweise
durch eine durchgehende Platte bzw. durch ein durchgängiges Bauteil bereitgestellt
werden. Ist die Trägereinrichtung abschnittsweise als Trenneinrichtung ausgebildet,
kann diese beispielsweise durch eine Rahmenkonstruktion mit einer Platte bzw. einer
flüssigkeitsdichten Trenneinrichtung an einer kritischen Stelle zur Verfügung gestellt
werden.
[0012] Je nach Ausgestaltung kann bevorzugt die Trägereinrichtung ein Gehäusebauteil sein
bzw. auch als einziges Gehäusebauteil ausgebildet sein, welches alle anderen Komponenten
des Kochfeldmoduls aufnimmt bzw. an welchem alle anderen Komponenten befestigt sind.
[0013] Das erfindungsgemäße Kochfeldmodul bietet viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil
ist, dass die Generatoreinrichtung durch die Anordnung unterhalb der flüssigkeitsdichten
Trenneinrichtung vor herunterlaufenden Flüssigkeiten und/oder vor mechanischen Belastungen
geschützt ist.
[0014] So wird erreicht, dass auch bei einer Undichtigkeit in der Arbeitsplatte das darunter
angeordneten Kochfeldmodul bzw. die empfindlichen Bauteile wie die Generatoreinrichtung
vor Flüssigkeiten und anderen Belastungen geschützt werden.
[0015] Je nach Ausgestaltung des vollintegrierten Kochfeldes können beispielsweise Öffnungen
in der Arbeitsplatte vorgesehen sein oder es kann auch durch Beschädigungen in der
Arbeitsplatte zu einer Undichtigkeit bzw. zu einer Flüssigkeitskontamination des Kochfeldmoduls
kommen. Da die Trägereinrichtung wenigstens im Bereich der Generatoreinrichtung als
flüssigkeitsdichte Trenneinrichtung ausgebildet ist, kann dennoch ein sicherer und
gefahrloser Betrieb des Kochfeldmoduls bzw. des vollintegrierten Kochfeldes erreicht
werden.
[0016] Dabei verfügen die Leitungen vorzugsweise auch über eine Zugentlastung und die Leitungen
sind bevorzugt im Bereich des Anschlusses an die Generatoreinrichtung mechanisch gekoppelt.
Dadurch soll verhindert werden, dass man durch einen Zug an der Leitung oberhalb der
Trenneinrichtung eine Leitung abzieht, während das andere Ende der Leitung noch mit
dem Generator verbunden ist, da in diesem Fall eine unter Spannung stehende Leitung
freiliegen könnte und entweder in den zugänglichen Bereich gezogen werden könnte oder
in leitenden Kontakt mit der elektrisch leitenden Trennplatte kommen könnte. Hier
ist vorzugsweise eine geeignete Verbindung der Leitung mit der Trenneinrichtung bzw.
mit der Trägereinrichtung vorgesehen, welche in Verbindung mit geeigneten Sicherheitseinrichtungen
eine Abschaltung der elektrischen Versorgung im Falle einer elektrisch leitenden Verbindung
zu unter Spannung stehenden Bauteilen mit der Trenneinrichtung bzw. der Trägereinrichtung
gewährleisten.
[0017] Bevorzugt ist die Trenneinrichtung und/oder die Trägereinrichtung plattenartig ausgebildet.
Durch eine plattenartige Ausgestaltung kann besonders zuverlässig eine flüssigkeitsdichte
Trenneinrichtung zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere bei einer plattenartigen
Ausgestaltung kann auch ein Schutz vor mechanischen Belastungen gegeben werden, da
empfindliche Bauteile dann von der plattenartigen Trenneinrichtung, beispielsweise
durch eine Aluminiumplatte, geschützt werden. Je nach Ausgestaltung können in der
Trägereinrichtung bzw. in der Trenneinrichtung dann geeignet ausgebildete oder abgedichtete
Durchführung vorgesehen sein, um beispielsweise die Generatoreinrichtung mit der Induktionseinrichtung
zu verbinden. Die Anzahl von notwendigen Durchführungen kann je nach Ausgestaltung
durch die Verwendung von optischer, magnetischer und/oder funkgebundener Übertragungstechnik
reduziert werden.
[0018] Besonders bevorzugt wird die Trenneinrichtung und/oder die Trägereinrichtung durch
wenigstens eine Metallplatte zur Verfügung gestellt, welche insbesondere als Aluminiumplatte
ausgebildet ist. Durch die Verwendung einer Metallplatte bzw. einer Aluminiumplatte
wird ein ausreichend stabiles und zudem flüssigkeitsdichtes Bauteil zur Verfügung
gestellt, welches als Trenneinrichtung bzw. Trägereinrichtung fungieren kann.
[0019] In zweckmäßigen Ausgestaltungen ist wenigstens ein empfindliches Bauteil oberhalb
und/oder unterhalb der Trenneinrichtung angeordnet. Dabei ist wenigstens die Generatoreinrichtung
unterhalb der Trenneinrichtung angeordnet, welche insbesondere die Leistungselektronik
aller Primärspulen umfasst. Weitere Bauteile sind beispielsweise die Spulen, die Steuerungselektronik
einschließlich der Anzeige und Eingabeelektronik. Je nach Ausgestaltung können auch
diese Bauteile oberhalb und/oder unterhalb der Trenneinrichtung angeordnet sein, um
diese vor mechanischen Belastungen und vor herunterlaufenden Flüssigkeiten schützen.
[0020] In bevorzugten Ausgestaltungen ist wenigstens ein empfindliches Bauteil von wenigstens
einer Beschichtung überzogen. Je nach Ausgestaltung kann so die Anforderung an die
Trenneinrichtung herabgesetzt werden, wenn zusätzlich zu der Trenneinrichtung oder
auch ausschließlich eine Beschichtung eines Bauteils vorgesehen ist. Insbesondere
eine flüssigkeitsdichte bzw. flüssigkeitsabweisende Beschichtung oder sogar Ummantelung
bzw. Einbettung kann vorteilhaft sein.
[0021] Bevorzugt ist in der Trenneinrichtung und/oder der Trägereinrichtung wenigstens eine
Leitungsdurchführung vorgesehen. Durch eine solche Leitungsdurchführung können auch
kabelgebundene Verbindungen zwischen der Oberseite und der Unterseite der Trägereinrichtung
bzw. der Trenneinrichtung bereitgestellt werden.
[0022] Besonders bevorzugt weist die Leitungsdurchführung wenigstens eine Kontur auf, die
das Eindringen von Flüssigkeiten wenigstens zeitweise unterbindet. Dabei kann eine
derartige Kontur beispielsweise im Wesentlichen trichterförmig bzw. auch gerade nach
oben ausgeführt sein, sodass auf der Trenneinrichtung bzw. der Trägereinrichtung stehendes
Wasser nicht bzw. nicht sofort in die Durchführung laufen kann. Allgemein ist eine
aufsteigende Kontur bevorzugt, welche über die Oberfläche bzw. Oberseite der Trenneinrichtung
bzw. der Trägereinrichtung hinausragt.
[0023] Besonders bevorzugt ist in der Leitungsdurchführung wenigstens eine Dichteinrichtung
angeordnet. Zusätzlich zu einer aufsteigenden Kontur oder auch ausschließlich kann
eine derartige Dichteinrichtung das Eindringen von Flüssigkeit in die Leitungsdurchführung
und somit eine Undichtigkeit der Trenneinrichtung verhindert werden.
[0024] Bevorzugt ist die Leitung von der Induktionseinrichtung zu der Generatoreinrichtung
unterhalb der Trägereinrichtung derart geführt, dass der tiefste Punkt der Leitung
unterhalb der Generatoreinrichtung liegt. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass
der tiefste Punkt der Leitung nicht unmittelbar die Verbindung zu dem Generator bereitstellt.
Wird beispielsweise die Leitung als Schlaufe unterhalb des Generators wieder nach
oben geführt und anschließend mit dem Generator verbunden, liegt der tiefste Punkt
der Leitung unterhalb des Generators, wodurch an der Leitung nach unten laufende Tropfen
nicht in den Leitungsanschluss am Generator laufen können, sondern sicher nach unten
weg tropfen. So wird erreicht, dass Flüssigkeit entlang der Leitung nicht in die Generatoreinrichtung
gelangen kann.
[0025] In vorteilhaften Ausgestaltungen ist in der Trenneinrichtung und/oder der Trägereinrichtung
wenigstens eine Ablauföffnung vorgesehen. Eine derartige Ablauföffnung führt dazu,
dass auf die Trägereinrichtung bzw. Trenneinrichtung laufende Flüssigkeit sich nicht
auf dieser sammeln, sondern nach unten wegläuft. Dazu ist die Ablauföffnung insbesondere
nicht im Bereich von empfindlichen Bauteilen vorgesehen.
[0026] Bevorzugt ist die Oberseite und/oder die Unterseite des Kochfeldmoduls wenigstens
abschnittsweise und insbesondere im Wesentlichen vollständig von wenigstens einer
Abdeckeinrichtung abgedeckt. So kann ein von oben und/oder von unten vollständig abgedecktes
Kochfeldmodul bereitgestellt werden.
[0027] Besonders bevorzugt wird die Abdeckeinrichtung durch wenigstens eine Folienlage zur
Verfügung gestellt. Eine derartige Folienlage bzw. Folie wird insbesondere dicht an
der Oberseite und/oder an der Unterseite des Kochfeldmoduls fixiert. Es ist auch möglich,
dass eine taschenartige Folienlage vorgeformt wird, in welche das Kochfeldmodul eingeschoben
und darin dicht aufgenommen wird.
[0028] Als Folie kann beispielsweise spannungsfeste Kaptonfolie verwendet werden. Diese
eignet sich besonders gut, um beispielsweise auch Transportschäden anzuzeigen, wodurch
sich die Kaptonfolie, wenn diese stramm gespannt ist, verformt und so eine Indikation
für einen Schaden gibt. Durch eine Abdeckfolie kann insbesondere auch das Eindringen
von Flüssigkeit verhindert werden.
[0029] In zweckmäßigen Ausgestaltungen ist die Abdeckeinrichtung dauerhaft an dem Kochfeldmodul
vorgesehen oder als abnehmbarer Transportschutz ausgebildet. Insbesondere wenn die
Abdeckeinrichtung dauerhaft an dem Modul verbleibt, ist die Abdeckeinrichtung derart
ausgebildet, dass der Induktionsbetrieb jederzeit gewährleistet ist. Dies kann beispielsweise
durch die Verwendung von Kaptonfolie erreicht werden, welche elektromagnetische Strahlung
durchlässt. Verbleibt die Abdeckeinrichtung dauerhaft an dem Kochfeldmodul, wird durch
diese eine weitere Flüssigkeitsbarriere zur Verfügung gestellt, welcher noch sicheren
Betrieb gewährleisten kann. In alternativen Ausgestaltungen kann die Abdeckeinrichtung
bzw. die Folienlage auch als Transportsicherung bzw. Transportschutz ausgeführt sein,
wobei die Abdeckeinrichtung dann vor der Installation bzw. vor der Inbetriebnahme
des vollintegrierten Kochfeldes entfernt wird. Bei einer solchen Ausgestaltung werden
durch die Abdeckeinrichtung ein Transportschutz und eine Schadensindikation bereitgestellt,
sodass man mechanische Belastungen und eventuelle Flüssigkeitsschäden durch eine defekte
Abdeckeinrichtung erkennen kann.
[0030] Die Erfindung betrifft auch ein Befestigungsgestell umfassend wenigstens eine Rahmeneinrichtung
zum Befestigen eines Kochfeldmoduls an einer Arbeitsplatte umfassend wenigstens eine
Induktionseinrichtung, wobei die Rahmeneinrichtung wenigstens eine Befestigungseinrichtung
zur Befestigung des Kochfeldmoduls an der Rahmeneinrichtung umfasst.
[0031] Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass die Befestigungseinrichtung wenigstens eine
Fixiereinrichtung umfasst.
[0032] Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass die Fixiereinrichtung wenigstens eine Klebefläche
umfasst.
[0033] Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass die Fixiereinrichtung wenigstens eine Schraubeinrichtung
und/oder Klemmeinrichtung umfasst.
[0034] Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass die Befestigungseinrichtung wenigstens eine
Einhängeeinrichtung umfasst.
[0035] Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass die Einhängeeinrichtung wenigstens ein Einhängeelement
umfasst.
[0036] Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass die Einhängeeinrichtung an der dem Benutzer
abgewandten Seite vorgesehen ist.
[0037] Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass wenigstens eine Justiereinrichtung vorgesehen
ist.
[0038] Eine weitere Ausgestaltung ist es, dass die Justiereinrichtung in die Befestigungseinrichtung
integriert ist.
[0039] Das Kochfeldsystem kann umfassen, wenigstens ein Befestigungsgestell nach wenigstens
einem der vorhergehenden Ansprüche, wenigstens ein Kochfeldmodul und wenigstens eine
Arbeitsplatte, wobei das Befestigungsgestell an der Unterseite einer Arbeitsplatte
befestigt ist und wobei das Kochfeldmodul an dem Befestigungsgestell fixiert ist,
wobei die Rahmeneinrichtung des Befestigungsgestells wenigstens eine Befestigungseinrichtung
umfasst und dass das Kochfeldmodul wenigstens eine Befestigungseinrichtung umfasst,
welche mit der Befestigungseinrichtung der Rahmeneinrichtung zusammenwirkt.
[0040] Eine Ausführungsform des Kochfeldsystem sieht vor, dass die Rahmeneinrichtung des
Befestigungsgestells wenigstens eine Einhängeeinrichtung umfasst und dass das Kochfeldmodul
eine darauf abgestimmte Befestigungseinrichtung umfasst.
[0041] Das Verfahren kann Schritte zum Befestigen eines Kochfeldmoduls an der Unterseite
einer Arbeitsplatte aufweisen, und zwar in geeigneter Reihenfolge:
- Ein Montieren eines Befestigungsgestells an der Unterseite einer Arbeitsplatte;
- Ein Fixieren des Kochfeldmoduls an dem Befestigungsgestell.
[0042] Eine weitere Ausgestaltung des Verfahren ist es, dass nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass das fixierte Kochfeldmodul, insbesondere unterhalb Arbeitsplatte
in die gewünschte Position ausgerichtet wird.
[0043] Eine weitere Ausgestaltung des Verfahren ist es, dass die Rahmeneinrichtung des Befestigungsgestells
an wenigstens einer Seite wenigstens eine Befestigungseinrichtung mit wenigstens einer
Einhängeeinrichtung umfasst, wobei das Kochfeldmodul in die Einhängeeinrichtung eingehängt
wird.
[0044] Eine weitere Ausgestaltung des Verfahren ist es, dass das Kochfeldmodul in die gewünschte
Position angehoben und fixiert wird.
[0045] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
[0046] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Kochfeldmoduls
in einer Draufsicht;
- Figur 2
- eine weitere rein schematische Darstellung der Schnittansicht durch das die Schnittebene
A-A gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine rein schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Kochfeldmoduls
in einer Schnittansicht von der Seite;
- Figur 4
- eine rein schematische Darstellung eines nächsten Ausführungsbeispiels eines Kochfeldmoduls
in einer Schnittansicht von der Seite;
- Figur 5
- eine rein schematische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels eines Kochfeldmoduls
in einer Schnittansicht von der Seite;
- Figur 6
- eine rein schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Kochfeldmoduls
in einer Schnittansicht von der Seite;
- Figur 7
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Kochfeldsystems
in einer perspektivischen Explosionsansicht;
- Figur 8
- eine weitere rein schematische Darstellung des Ausführungsbeispiels eines Kochfeldsystems
gemäß Figur 7 in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 9
- eine rein schematische Darstellung einer Arbeitsplatte für ein Kochfeldsystem;
- Figur 10
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Befestigungsgestells
in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 11
- eine Detailansicht des Bereichs A aus Figur 10;
- Figur 12
- eine Detailansicht des Bereichs B aus Figur 10;
- Figur 13
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Kochfeldmoduls
für ein Kochfeldsystem in einer perspektivischen Ansicht; und
- Figur 14
- eine Detailansicht des markierten Bereichs in Figur 13.
[0047] In Figur 1 ist rein schematisch ein Kochfeldmodul 1 in einer Draufsicht dargestellt.
Ein solches Kochfeldmodul kann unterhalb einer Arbeitsplatte 200 einer Küchenzeile
oder einer Kochinsel oder eines Tisches installiert werden und so im Zusammenspiel
mit der Arbeitsplatte 200 ein vollintegriertes Kochfeld zur Verfügung stellen.
[0048] Das Kochfeld 1 umfasst in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel eine Trägereinrichtung
5, welche hier vollflächig als grundsätzlich flüssigkeitsdichte Trenneinrichtung 6
ausgebildet ist. Dabei wird die Trägereinrichtung 5 bzw. die Trenneinrichtung 6 in
dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine durchgehende Aluminiumplatte 9 zur Verfügung
gestellt.
[0049] Auf der Oberseite 17 in der Trägereinrichtung 5 bzw. der Trenneinrichtung 6, also
auf der Seite 7, welche im installierten Zustand der Arbeitsplatte 200 zugewandt ist,
sind hier vier Induktionseinrichtungen 2 angeordnet, welche oberhalb der Arbeitsplatte
200 angeordnetes Kochgeschirr induktiv erhitzen.
[0050] Auf der Unterseite 18 der Trenneinrichtung 6 bzw. auf der im installierten Zustand
der Arbeitsplatte 200 abgewandten Seite 8 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
und die Generatoreinrichtung 3 angeordnet, welche die Leistungselektronik und entsprechende
Anschlüsse zum Betrieb der Induktionseinrichtungen 2 umfasst.
[0051] Da die Generatoreinrichtung 3 unterhalb der flüssigkeitsdichten und stabilen Trenneinrichtung
6 angeordnet ist, ist diese im installierten Zustand vor Krafteinwirkungen und vor
Flüssigkeiten geschützt, sodass jederzeit ein sicherer Betrieb des Kochfeldmoduls
1 bzw. des vollintegrierten Kochfeldes gewährleistet werden kann. Dieses ist insbesondere
auch dann der Fall, wenn in der Arbeitsplatte 20 beispielsweise Öffnungen vorgesehen
sind oder die Arbeitsplatte 200 einen Defekt aufweist, sodass Flüssigkeiten von oberhalb
der Arbeitsplatte 200 bis zu dem Kochfeldmodul 1 laufen können. Durch die flüssigkeitsdichte
Trenneinrichtung 6 ist die flüssigkeitsempfindliche Generatoreinrichtung 3 unterhalb
der Trenneinrichtung 6 sicher angeordnet.
[0052] Um die Induktionseinrichtungen 2 mit der Generatoreinrichtung 3 zu verbinden, sind
Leitungen 4 vorgesehen, welche diese Verbindung bereitstellen. Um die Leitungen 4
von der Induktionseinrichtung 2 zu der Generatoreinrichtung 3 zu führen, sind in der
grundsätzlich flüssigkeitsdichten Trägereinrichtung 5 bzw. Trenneinrichtung 6 in dem
hier gezeigten Ausführungsbeispiel mehrere Leitungsdurchführung 12 vorgesehen. Zudem
sind in der Trägereinrichtung 5 auch Ablauföffnungen 16 vorgesehen, durch welche auf
die Oberseite 17 der Trägereinrichtung 5 laufende Flüssigkeiten nach unten hin abgeführt
werden können, sodass sich keine Flüssigkeit auf der Trägereinrichtung hochstaut.
[0053] Die Leitungen 4 sind in dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch bekannte und nicht
näher dargestellte Zugentlastungen gesichert, sodass sich auch bei stärkerem Zug keine
Leitung von den Induktionseinrichtungen 2 und/oder der Generatoreinrichtung 3 lösen
kann.
[0054] In Figur 1 ist weiterhin dargestellt, dass auf der Trägereinrichtung ein Bedienelement
22 vorgesehen ist, über welches das Kochfeldmodul 1 bzw. die Induktionseinrichtungen
2 gesteuert werden können. Dieses Bedienelement 22 kann auf geeignete Art in Kontakt
zur Oberseite der Arbeitsplatte 200 geführt werden, beispielsweise durch eine entsprechende
Öffnung oder durch eine geeignete Funkverbindung zu einer Bedieneinheit, welche auf
der Arbeitsplatte 200 angeordnet werden kann.
[0055] In Figur 2 ist ein Schnitt durch das Kochfeldmodul 1 gemäß Figur 1 entlang der Schnittebene
A-A rein schematisch dargestellt. Auch hier erkennt man, dass die Generatoreinrichtung
3 unterhalb der grundsätzlich flüssigkeitsdichten und stoßfesten Trenneinrichtung
6 angeordnet ist, welche hier als Aluminiumplatte 9 ausgebildet ist.
[0056] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Leitungsdurchführung 12 eine
aufsteigende Kontur 13 auf, welche in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel trichterförmig
über die Oberseite 17 der Trenneinrichtung 6 bzw. der Trägereinrichtung 5 überstehen.
Hierdurch wird erreicht, dass auf die Trägereinrichtung 5 bzw. auf die Trenneinrichtung
6 tropfende oder laufende Flüssigkeiten nicht durch die Leitungsdurchführungen 12
nach unten in Kontakt zu der Generatoreinrichtung 3 gelangen können. Dies wird jedenfalls
so lange verhindert, bis die Flüssigkeit auf der Trägereinrichtung 5 bzw. auf der
Trenneinrichtung 6 bis über die Höhe der Kontur 13 ansteigt, was jedoch durch die
Ablauföffnungen 16 verhindert wird.
[0057] In Figur 2 ist weiterhin dargestellt, dass die Leitungsdurchführungen 12 der Leitungen
4 unterhalb der Trenneinrichtung 6 bzw. der Trägereinrichtung 5 derart ausgebildet
sind, dass der tiefste Punkt 15 in der Leitung 4 unterhalb der Generatoreinrichtung
3 liegt.
[0058] Dies wird hier durch eine Schlaufenführung erreicht, sodass die Leitung 4 in der
eine Schlaufe von unten aufsteigend in Kontakt zu der Generatoreinrichtung 3 kommt.
Dadurch wird erreicht, dass im Falle von Flüssigkeitskontakt oder herunterlaufender
Flüssigkeit Tropfen an der Leitung entlang nicht bis in die Generatoreinrichtung 3
laufen können, sondern am tiefsten Punkt 15 der Leitung 4 nach unten weg tropfen,
ohne die empfindliche Technik in der Generatoreinrichtung 3 zu gefährden.
[0059] In Figur 3 ist eine weitere Variante der Kabelführung eines Kochfeldmoduls 1 rein
schematisch angedeutet. Im Gegensatz zu der zuvor gezeigten Ausführung mit einer geeigneten
Kabelführung kann ausschließlich oder auch zusätzlich zu der in Figur 2 gezeigten
Kabelführung eine jeweils wenigstens eine Dichteinrichtung 14 in den Leitungsdurchführungen
12 vorgesehen sein. Auch hierdurch kann eine geeignete Abdichtung zwischen der Oberseite
17 und der Unterseite 18 der Trägereinrichtung 5 bzw. Trenneinrichtung 6 im Bereich
der Leitungsdurchführungen 12 erreicht werden. Dabei könnten die Dichteinrichtungen
14 auch mit der Kontur 13 der Leitungsdurchführung 12 gemäß Figur 2 kombiniert oder
wie in Figur 3 gezeigt alternativ eingesetzt werden.
[0060] In Figur 4 ist rein schematisch dargestellt, dass empfindliche Bauteile wie zum Beispiel
die Generatoreinrichtung 3 und das Bedienelement 22 mit einer Beschichtung 11 versehen
sein können, welche wasserabweisend oder wasserdicht ausgeführt sind. Auch hierdurch
kann eine Beschädigung der Technik bzw. eine Gefährdung des Benutzers durch Feuchtigkeit
effektiv verhindert werden. Je nach Ausgestaltung kann durch das Vorsehen von entsprechenden
Beschichtungen 11 auch geringer Ansprüche an die Trenneinrichtung 6 gestellt werden.
[0061] In Figur 5 ist rein schematisch dargestellt, dass das Kochfeldmodul 1 an der Oberseite
17 und/oder der Unterseite 18 mit einer Abdeckeinrichtung 19 abgedeckt sein kann.
Eine derartige Abdeckeinrichtung 19 kann beispielsweise als Folienlage 20 ausgebildet
sein, wobei hier gezeigten Ausführungsbeispiel Kaptonfolie 23 vorgesehen ist. Eine
solche Folienlage 20 bzw. Abdeckeinrichtung 19 kann als Transportsicherung 24 ausgebildet
sein, welche vor oder nach Installation des Kochfeldmoduls 1 unterhalb einer Arbeitsplatte
200 entfernt wird. Eine solche Transportsicherung 24 dient insbesondere dazu, das
Eindringen von Feuchtigkeit während des Transports zu vermeiden bzw. eine Beschädigung
durch Feuchtigkeit und/oder mechanische Belastungen anzuzeigen.
[0062] In Figur 6 ist eine weitere Ausführungsform rein schematisch dargestellt, bei welcher
das Kochfeldmodul 1 an der Oberseite 17 und/oder der Unterseite 18 mittels einer Abdeckeinrichtung
19 abgedeckt ist.
[0063] Dabei ist hier die Folienlage 20 aus Kaptonfolie 23 straff mittels entsprechender
Halterungen 25 über das Kochfeldmodul 1 gespannt. So ist es möglich, Defekte 26 in
der Folie 20 durch mechanische Belastungen während des Transports nachzuweisen, da
hier die Folienlage 20 irreversibel eingedrückt wird. Solange die Folienlage 20 unbeschädigt
ist, kann zudem davon ausgegangen werden, dass keine Feuchtigkeit eingedrungen ist.
Somit wird ein Feuchtigkeitsschutz und zudem ein Indikator für mechanische Belastung
bereitgestellt.
[0064] In Figur 7 ist rein schematisch ein Kochfeldsystem 300 in einer Explosionsdarstellung
abgebildet. Das Kochfeldsystem 300 umfasst in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Arbeitsplatte 200, welche hier eine vollständig geschlossene Oberseite 203 aufweist.
Auf diese Oberseite 203 kann Kochgeschirr aufgestellt werden um dieses mittels eines
unterhalb der Arbeitsplatte 200 montierten Kochfeldmoduls 1 bzw. mit einer oder mehreren
Induktionseinrichtungen 2 des Kochfeldmoduls 1 zu erwärmen.
[0065] Die Arbeitsplatte 200 ist dabei die normale Arbeitsplatte der Küchenzeile bzw. Kochinsel,
wobei hier als Material für die Arbeitsplatte 200 Keramik 204 gewählt wurde. Da das
Kochfeldmodul 1 unterhalb der Arbeitsplatte 200 angeordnet ist und die Oberseite 203
der Arbeitsplatte 200 durchgehend bzw. geschlossen ausgebildet, wird durch das Kochfeldsystem
300 ein sogenanntes vollintegriertes Kochfeld zur Verfügung gestellt.
[0066] Bei einem solchen vollintegrierten Kochfeld sind die Kochstellen beim Nichtbetrieb
nicht zu erkennen, da lediglich die geschlossene Oberfläche 203 der Arbeitsplatte
200 sichtbar ist. Da kein eigenständiges Kochfeld von oben in eine Aussparung in die
Arbeitsplatte 200 eingesetzt ist, entstehen zudem auch keine Spalte, in welchen sich
Schmutz oder überkochende Flüssigkeiten absetzen können.
[0067] Das Kochfeldsystem 300 umfasst zudem ein Befestigungsgestell 1, welches eine Rahmeneinrichtung
402 zur Aufnahme bzw. Befestigung des Kochfeldmoduls 1 umfasst.
[0068] Zunächst wird das Befestigungsgestell 401 an einer vorbestimmten Stelle an der Unterseite
201 und/oder in einer Aussparung in der Unterseite 201 der Arbeitsplatte 200 befestigt.
Anschließend kann über geeignete Befestigungseinrichtungen 403 das Kochfeldmodul 1
an dem Befestigungsgestell 401 befestigt werden.
[0069] Da bei vollintegrierten Kochfeldern die technischen Komponenten wie Primärspulen,
Leistungselektronik etc., als Kochfeldmodul 1 zusammengefasst, in der Regel nach der
Installation der Arbeitsplatte an der Unterseite 201 der Arbeitsplatte installiert
werden, ist die Installation insbesondere durch das auf sehr geringem Platzangebot
relativ schwierig. Zudem weist ein Kochfeldmodul 1 ein nicht unerhebliches Gewicht
auf, sodass ein Monteur dieses nur schwer alleine an der Unterseite 201 der Arbeitsplatte
200 optimal ausrichten und dann befestigen kann.
[0070] Es wird deshalb ein relativ leichtes Befestigungsgestell 401 an der Unterseite 201
oder in einer Aussparung in der Unterseite 201 der Arbeitsplatte 200 vormontiert.
Hierdurch wird die Installation des Kochfeldmoduls 1 an einer Arbeitsplatte 200 bzw.
an der Rahmeneinrichtung 402 eines Befestigungsgestells 401 erheblich vereinfacht.
[0071] In Figur 8 ist rein schematisch in einer perspektivischen Ansicht dargestellt, wie
ein Kochfeldmodul 1 an der Unterseite 201 einer Arbeitsplatte 200 aufgenommen bzw.
befestigt werden kann, um ein Kochfeldsystem 300 bzw. ein vollintegriertes Kochfeld
zur Verfügung zu stellen.
[0072] Wie in den späteren Figuren noch genauer dargestellt, umfasst die Rahmeneinrichtung
402 des Befestigungsgestells 401 eine Befestigungseinrichtung 403, mittels welcher
das Kochfeldmodul 1 an der Rahmeneinrichtung 402 aufgenommen werden kann. Dabei sind
in dem gezeigten Ausführungsbeispiel im hinteren Bereich der Rahmeneinrichtung 402
Einhängeeinrichtungen 408 vorgesehen. Dadurch wird es möglich, dass ein Monteur das
relativ schwere Kochfeldmodul 1 zunächst beispielsweise über ein Einhängeelement 409
an der einen Seite der Rahmeneinrichtung einhängt. Gemäß einer nicht dargestellten
Ausführungsform ist es möglich, dass die Fixiereinrichtungen 404 als Einhängeeinrichtungen
408 ausgebildet sind.
[0073] Man kann das Kochfeldmodul 1 dann in dem eingehängten Zustand auch einfach nach unten
hängen lassen, sodass der Monteur weiteres Werkzeug und Befestigungsmaterial bereitlegen
kann.
[0074] Zur finalen Installation des Kochfeldmoduls 1 wird dieses dann an der freien Seite
in Richtung der Arbeitsplatte 200 angehoben, was durch die bereits eingehängte Seite
des Kochfeldmoduls 1 relativ leicht möglich ist. Da das Kochfeldmodul 1 bereits hängend
an der Rahmeneinrichtung 402 aufgenommen ist, muss der Monteur lediglich in etwa das
halbe Gewicht des Kochfeldmoduls 1 bewegen. So wird es unter anderem auch möglich,
dass er das Kochfeldmodul zum Beispiel mit einer Hand gegen die Rahmeneinrichtung
402 oder die Arbeitsplatte 200 drückt und es dann beispielsweise mit Schrauben fixiert.
[0075] In Figur 8 ist rein schematisch der Aufbau einer Arbeitsplatte 200 gezeigt, wie sie
für ein Kochfeldsystem 300 verwendet werden kann. Die Arbeitsplatte 200 ist in dem
hier gezeigten Ausführungsbeispiel aus Keramik 204 gefertigt.
[0076] Da die Materialstärke im Bereich der Induktionsspulen bzw. Induktionseinrichtungen
2 des Kochfeldmoduls 1 eine bestimmte Stärke nicht überschreiten darf, sind in den
meisten Arbeitsplatten für vollintegrierte Kochfelder Aussparungen vorgesehen, sodass
die Schichtdicke an dieser Stelle verringert werden kann.
[0077] Bei hölzernen oder anderen fräsbaren Werkstoffen kann eine solche Aussparung durch
einen einfachen Fräsvorgang beispielsweise durch den Küchenbauer vorgenommen werden.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist jedoch ein keramischer Werkstoff zu 204 vorgesehen,
welcher nicht gefräst werden kann. Daher besteht die Arbeitsplatte 200 in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel aus drei Schichten 202, wobei die Deckschicht eine durchgehende
Keramikplatte ist, und die beiden nachfolgenden Schichten entsprechende Ausnehmungen
205 bzw. Ausschnitte aufweisen, sodass entsprechende Ausnehmungsgeometrien entstehen.
Die einzelnen Schichten werden dann zu der gewünschten Arbeitsplatte 200 zusammen
gesetzt und mit geeigneten geeigneten Mitteln verbunden.
[0078] In Figur 10 ist ein Befestigungsgestell 401 für ein Kochfeldsystem 300 rein schematischen
in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Hier ist zu erkennen, dass das Befestigungsstell
401 eine Rahmeneinrichtung 402 umfasst, an welcher das Kochfeldmodul 1 aufgenommen
werden kann. Das Befestigungsgestell 401 bzw. die Rahmeneinrichtung 402 wird vor Installation
des Kochfeldmoduls 1 an der Unterseite 201 einer Arbeitsplatte 200 befestigt.
[0079] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst das Befestigungsgestell 401 bzw.
die Rahmeneinrichtung 402 Befestigungseinrichtungen 403, welche Fixiereinrichtungen
404 umfassen, die hier als Schraubeinrichtungen 406 ausgebildet sind. Alternativ ist
in Figur 10 auch dargestellt, dass alternativ oder zusätzlich zu einer Schraubeinrichtung
406 auch Klebeflächen 405 und/oder Klemmeinrichtungen 407 vorgesehen sein können,
mittels welcher das Kochfeldmodul 1 an der Rahmeneinrichtung 402 aufgenommen wird.
[0080] Zudem kann je nach Ausgestaltung eine Justiereinrichtung 411 vorgesehen sein, welche
hier in die Fixiereinrichtungen 404 bzw. Schraubeinrichtungen 406 integriert ist.
So kann eine gezielte Ausrichtung des Kochfeldmoduls 1 unterhalb der Arbeitsplatte
leicht eingestellt werden.
[0081] In den Figuren 11 und 12 sind die in Figur 10 markierten Abschnitte A und B noch
einmal vergrößert dargestellt. Hier erkennt man, dass an der im installierten Zustand
hinteren Seite 410 der Rahmeneinrichtung 402 eine Fixiereinrichtung 404 vorgesehen
ist. Auch ist eine Einhängeeinrichtung 408 zu erkennen. Die Einhängeeinrichtung 408
umfasst dabei ein hakenähnliches Einhängeelement 409, in welches das Kochfeldmodul
1 eingehängt werden kann. Das Einhängeelement 409 kann dabei je nach Ausführung auch
als Justiereinrichtung 411 ausgebildet sein, wobei das Kochfeldmodul 1 an das Einhängeelement
409 angehängt und entlang der Ausdehnung des Einhängeelements 409 passend verschoben
werden kann.
[0082] Weiterhin ist zu erkennen, dass mehrere Schraubeinrichtung 406 vorgesehen sind, wobei
dieses Schraubeinrichtung 406 in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel als Gewindehülsen
412 ausgebildet sind.
[0083] So kann in dem gezeigten Ausführungsbeispiel das Kochfeldmodul 1 zunächst in die
Einhängeeinrichtung 408 eingehängt und anschließend gegen die Rahmeneinrichtung 402
bewegt werden. Anschließend kann zur finalen Fixierung das Kochfeldmodul 1 mittels
Schrauben an der Rahmeneinrichtung befestigt werden, wobei die Schrauben derart ausgebildet
sind, dass sie das Kochfeldmodul 1 hier lastabtragend halten, sobald diese in die
Gewindehülsen 412 eingeschraubt sind.
[0084] Für die Gewindehülsen können je nach Ausführungsform entsprechende Aussparungen 206
in der Arbeitsplatte 200 vorgesehen sein, sodass die Rahmeneinrichtung 402 plan an
der Unterseite 201 der Arbeitsplatte 200 anliegt.
[0085] Zur Befestigung des Befestigungsgestells 401 an der Arbeitsplatte sind in der Rahmeneinrichtung
402 Befestigungsöffnungen 413 vorgesehen. Zudem sind weitere Öffnungen 414 in bzw.
an der Rahmeneinrichtung vorgesehen, welche zur Befestigung der Rahmeneinrichtung
402 und oder des Kochfeldmoduls 200 verwendet werden können.
[0086] In Figur 13 ist rein schematisch ein Kochfeldmodul 1 dargestellt, welches für das
Kochfeldsystem 200 verwendet werden kann. Dabei umfasst das hier gezeigte Kochfeldmodul
1 vier Induktionseinrichtungen 2, über welche auf der Arbeitsplatte 200 aufstehendes
Kochgeschirr erwärmt werden kann. Die entsprechende Leistungselektronik ist unterhalb
der Induktionseinrichtungen 2 in einem Gehäuse 133 angeordnet.
[0087] Das Kochfeldmodul 1 umfasst in dem gezeigten Ausführungsbeispiel an mehreren Seiten
Befestigungseinrichtungen 132, welche mit den Befestigungseinrichtungen 403 des Befestigungsgestells
zusammenwirken.
[0088] Dabei ist in Figur 14 der in Figur 13 markierte Bereich vergrößert dargestellt, in
welchem zu sehen ist, dass ein eine Befestigungseinrichtung 132 als Schlitz 134 ausgebildet
ist, welcher mit einem Einhängeelement 409 der Einhängeeinrichtung 408 des Befestigungsgestells
401 zusammenwirkt. Dabei wird das Kochfeldmodul 1 mittels des Schlitzes 134 an die
Rahmeneinrichtung 402 angehängt.
[0089] Weiterhin ist zu sehen, dass in dem Kochfeldmodul 1 Öffnungen 135 als Befestigungseinrichtungen
132 vorgesehen sind, welche je nach Ausgestaltung auch als Langloch 136 ausgebildet
werden können. Über diese Öffnungen 135 kann das Kochfeldmodul beispielsweise mittels
einer Schraubverbindung an der Rahmeneinrichtung 402 fixiert werden.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Kochfeldmodul |
401 |
Befestigungsgestell |
| 2 |
Induktionseinrichtung |
402 |
Rahmeneinrichtung |
| 3 |
Generatoreinrichtung |
403 |
Befestigungseinrichtung |
| 4 |
Leitung |
404 |
Fixiereinrichtung |
| 5 |
Trägereinrichtung |
405 |
Klebefläche |
| |
|
|
|
| 6 |
Trenneinrichtung |
406 |
Schraubeinrichtung |
| 7 |
zugewandte Seite |
407 |
Klemmeinrichtung |
| 8 |
abgewandten Seite |
408 |
Einhängeeinrichtung |
| 9 |
Aluminiumplatte |
409 |
Einhängeelement |
| 10 |
empfindliches Bauteil |
410 |
Seite |
| |
|
|
|
| 11 |
Beschichtung |
411 |
Justiereinrichtung |
| 12 |
Leitungsdurchführung |
412 |
Gewindehülse |
| 13 |
Kontur |
413 |
Befestigungsöffnung |
| 14 |
Dichteinrichtung |
414 |
Öffnung |
| 15 |
tiefster Punkt |
|
|
| |
|
|
|
| 16 |
Ablauföffnung |
|
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| 17 |
Oberseite |
|
|
| 18 |
Unterseite |
|
|
| 19 |
Abdeckeinrichtung |
|
|
| 20 |
Folienlage |
|
|
| |
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|
|
| 21 |
Tropfen |
|
|
| 22 |
Bedienelement |
|
|
| 23 |
Kaptonfolie |
|
|
| 24 |
Transportsicherung |
|
|
| 25 |
Halterung |
|
|
| 26 |
Defekt |
|
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| |
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| 132 |
Befestigungseinrichtung |
|
|
| 133 |
Gehäuse, Gehäuseeinrichtung |
|
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| 134 |
Schlitz |
|
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| 135 |
Öffnung |
|
|
| 136 |
Langloch |
|
|
| |
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| 200 |
Arbeitsplatte |
|
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| 201 |
Unterseite |
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| 202 |
Schicht |
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|
| 203 |
Oberseite |
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| 204 |
Keramik |
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| 205 |
Ausnehmung |
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| 206 |
Aussparung |
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| 300 |
Kochfeldsystem |
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1. Kochfeldmodul (1) zum Einbau unterhalb einer Arbeitsplatte (200), umfassend wenigstens
eine Induktionseinrichtung (2), wenigstens eine Generatoreinrichtung (2), welche mit
der Induktionseinrichtung (2) über wenigstens eine Leitung (4) verbunden ist, und
wenigstens eine Trägereinrichtung (5), an welcher wenigstens die Induktionseinrichtung
(2) und die Generatoreinrichtung (3) aufgenommen sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägereinrichtung (5) wenigstens abschnittsweise als im Wesentlichen flüssigkeitsdichte
Trenneinrichtung (6) ausgebildet ist, wobei die Induktionseinrichtung (2) im eingebauten
Zustand oberhalb der Trägereinrichtung (5) auf der der Arbeitsplatte (200) zugewandten
Seite (7) der Trägereinrichtung (5) angeordnet ist und wobei die Generatoreinrichtung
(3) unterhalb der Trenneinrichtung (6) auf der der Arbeitsplatte (200) abgewandten
Seite (8) angeordnet ist.
2. Kochfeldmodul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (6) und/oder die Trägereinrichtung (5) plattenartig ausgebildet
ist.
3. Kochfeldmodul (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (6) und/oder die Trägereinrichtung (5) durch wenigstens eine
Aluminiumplatte (9) zur Verfügung gestellt wird.
4. Kochfeldmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein, insbesondere weiteres, empfindliches Bauteil (10) oberhalb und/oder
unterhalb der Trenneinrichtung (6) angeordnet ist.
5. Kochfeldmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine empfindliches Bauteil (10) von wenigstens einer Beschichtung (11)
überzogen ist.
6. Kochfeldmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trenneinrichtung (6) und/oder Trägereinrichtung (5) wenigstens eine Leitungsdurchführung
(12) vorgesehen ist.
7. Kochfeldmodul (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungsdurchführung (12) wenigstens eine Kontur (13) aufweist, die das Eindringen
von Flüssigkeiten wenigstens zeitweise unterbindet
und/oder
in der Leitungsdurchführung (12) wenigstens eine Dichteinrichtung (14) angeordnet
ist.
8. Kochfeldmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (4) von der Induktionseinrichtung (2) zu der Generatoreinrichtung (3)
unterhalb der Trägereinrichtung (6) derart geführt ist, dass der tiefste Punkt (15)
der Leitung (4) unterhalb der Generatoreinrichtung (3) liegt.
9. Kochfeldmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trenneinrichtung (6) und/oder Trägereinrichtung (6) wenigstens eine Ablauföffnung
(16) vorgesehen ist.
10. Kochfeldmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (17) und/oder die Unterseite (18) des Kochfeldmoduls (1) wenigstens
abschnittsweise und insbesondere im Wesentlichen vollständig von wenigstens einer
Abdeckeinrichtung (19) abgedeckt ist.
11. Kochfeldmodul (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung (19) durch wenigstens eine Folienlage (20) zur Verfügung gestellt
wird
und/oder
die Abdeckeinrichtung (19) dauerhaft an dem Kochfeldmodul (1) verbleibt oder als abnehmbarer
Transportsicherung (24) ausgebildet ist.
12. Kochfeldsystem (300) umfassend wenigstens ein Befestigungsgestell (401) nach wenigstens
einem der vorhergehenden Ansprüche, wenigstens ein Kochfeldmodul (1) und wenigstens
eine Arbeitsplatte (200),
dadurch gekennzeichnet,
dass das Befestigungsgestell (401) an der Unterseite (201) einer Arbeitsplatte (200) befestigt
ist und wobei das Kochfeldmodul (200) an dem Befestigungsgestell (401) fixiert ist,
wobei die Rahmeneinrichtung (402) des Befestigungsgestells (401) wenigstens eine Befestigungseinrichtung
(403) umfasst und dass das Kochfeldmodul (1) wenigstens eine Befestigungseinrichtung
(132) umfasst, welche mit der Befestigungseinrichtung (403) der Rahmeneinrichtung
(402) zusammenwirkt.
13. Kochfeldsystem (300) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmeneinrichtung (402) des Befestigungsgestells (401) wenigstens eine Einhängeeinrichtung
(408) umfasst und dass das Kochfeldmodul (1) eine darauf abgestimmte Befestigungseinrichtung
(132) umfasst.
14. Verfahren zum Befestigen eines Kochfeldmoduls (1) an der Unterseite (201) einer Arbeitsplatte
(200)
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte in geeigneter Reihenfolge:
- Montieren eines Befestigungsgestells (401) an der Unterseite (201) einer Arbeitsplatte
(200)
- Fixieren des Kochfeldmoduls (1) an dem Befestigungsgestell (401).
15. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das fixierte Kochfeldmodul (1), insbesondere unterhalb Arbeitsplatte (200) in die
gewünschte Position ausgerichtet wird
und/oder
die Rahmeneinrichtung (402) des Befestigungsgestells (401) an wenigstens einer Seite
(410) wenigstens eine Befestigungseinrichtung (403) mit wenigstens einer Einhängeeinrichtung
(408) umfasst, wobei das Kochfeldmodul (1) in die Einhängeeinrichtung (408) eingehängt
wird.