[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Drillnagel-Haltesystem zur Verankerung von Drillnägeln
in einem Untergrund nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Unter einem Drillnagel ist vorzugsweise ein runder Metallstab zu verstehen, dessen
Außenmantel über die gesamte Länge seines Verlaufes mit einem Gewindeprofil versehen
ist.
[0003] Derartige Drillnägel können, unabhängig von ihrer Materialbeschaffenheit, nicht nur
auf der Grundlage eines Rundstabes aufgebaut sein, sondern in ihrem Querschnitt auch
kantig oder oval sein, oder eine Verbindung mehrerer Profilierungen darstellen.
[0004] Ähnliche Variationen gelten auch für den mehrheitlich durchgehend angelegten Verlauf
des Außengewindes des Drillnagels, wobei ein solches Gewindeprofil fallweise in seinem
vertikalen Verlauf streifenförmig, teilweise auch horizontal unterbrochen sein kann,
ohne dabei jedoch den eigentlichen Gewindeverlauf zwischen den einzelnen Gewindesegmenten
zu unterbrechen.
[0005] Drillnägel werden mehrheitlich zur Verbindung ursprünglich getrennter Elemente eingesetzt,
wobei die eigentliche Haltefunktion vorzugsweise durch den Einsatz von Gewindescheiben
oder Schraubmuttern zustande kommt, die die ursprünglich getrennten Elemente schraubtechnisch
zusammenpressen.
[0006] Drillnägel können jedoch auf der Grundlage ihres Gewindeverlaufes (vergleichbar mit
einem Bohrgewinde) zum bohrähnlichen Durchdringen von Materialien verwendet werden,
die entsprechend ihrer Morphologie das Eindringen eines solchen Nagels zulassen.
[0007] Damit können Drillnägel z.B. in Materialschichtungen aus Sand, Geröll, Schnee, Eis,
Schotter, Gestein oder deren Vermengungen untereinander, eingetrieben werden.
[0008] Als Idealfall wird eine Grundierung angesehen, die z.B. aus Schnee, Eis, Sand oder
Lehm besteht, wobei ein zubringender Drillnagel beim Eindrehen der Zugrichtung seines
Gewindeprofils folgt und schlüssig in der Grundierung den gewünschten Halt findet.
[0009] Jedoch reicht in vielen Fällen die Wechselwirkung von Gewindeprofil und Grundierung
nicht aus, einen solchen Drillnagel allein auf der Grundlage der gegebenen Zugwirkung
in ein Medium einzubringen, d.h., der bohrtechnische Arbeitsablauf muss durch eine
zusätzlich vertikal wirkende Krafteinwirkung (z.B. mittels Druck oder Schlagtechnik)
verstärkt werden.
[0010] Ein derart in einer Grundierung eingebrachter Drillnagel kann eine Vielfalt an Funktionen
übernehmen, die vorrangig einer geotechnischen oder bautechnischen Aufgabenstellung
entstammen und in diesen Arbeitsbereichen speziell da, wo bislang keine Drillnagel-Technologie
zum Einsatz gekommen ist, nur durch einen deutlich höheren technischen und materiellen
Aufwand verwirklicht werden können.
[0011] Beim etwaigen Vergleich mit einer Beton-Fundamentierung finden wir in einem Drillnagel-Haltesystem
jedoch eine deutlich vereinfachte Technologie mit deutlich minimierten Gestehungskosten.
[0012] Derartige technische Reduktionen sind jedoch nur dann überzeugend und sicherheitstechnisch
relevant, wenn nach ihrer bautechnischen Umsetzung solche alternativen Systeme im
Sinne der geforderten Funktion und Sicherheit etwa mit den Eigenschaften einer Beton-Fundamentierung
vergleichbar sind und darüber hinaus in der Folge ihrer Anwendungsdauer auf den Fortbestand
geforderter Haltefunktionen hin überprüfbar sind.
[0013] Speziell geotechnische und bautechnische Aufgabenstellungen beruhen auf dem Hintergrund,
dass einmal erstellte Bauformationen über die Dauer ihrer Anwendung einem ständigen
Wandel der planerischen Ausgangssituation unterliegen, da laufend Witterungseinflüsse,
Materialermüdungen oder funktionelle Abweichungen die eigentlichen Vorgaben für eine
solche bautechnische Maßnahme in Frage stellen und deshalb laufend auf ihre bautechnische
Sicherheit hin überprüft werden müssen.
[0014] Das haltetechnische Einbringen eines Drillnagels erfordert in den meisten Fällen
die zusätzliche Anbringung einer Halteplatte, mit der das Ende eines Drillnagels an
der Oberfläche der einbezogenen Grundierung verbunden wird. Diese Halteplatte erfüllt
dabei mehrere Funktionen, wobei z.B. Drucklasten, die auf diese Drillnagel-Halterung
einwirken, auf die Oberfläche der Grundierung abgeleitet werden.
[0015] Desgleichen können derartige Halteplatten auch zur technischen Aufnahme von ergänzenden
Halterungen verwendet werden, die in der Folge ein standsicheres Aufsetzen weiterer
Funktionselemente auf einer Halteplatte ermöglichen.
[0016] Auch ist es möglich, derartige Halteplatten bei entsprechender Ausformung als Verbindungselement
zu anderen Halteplatten einzusetzen.
[0017] Derartige Halteplatten sind vielfältig bekannt und rechtfertigen ihre Funktion einmal
durch entsprechende Materialbeschaffenheit wie aber auch durch flache ebene Formgebungen,
um so schlüssig auf der Oberfläche der einbezogenen Grundierung aufliegen zu können.
[0018] Der Nachteil einer derart flach und eben aufliegenden Halteplatte liegt jedoch in
der eingeschränkten Möglichkeit, von Drillnägeln in beliebigen Winkeln durchdrungen
zu werden, da Drillnägel, je mehr sie von einer senkrechten Einbohrrichtung abweichen,
in der Halteplatte zu einer deutlichen Vergrößerung der notwendigen Aufnahmebohrungen
führen, da sie ovale oder schlitzförmige Öffnungen bzw. Bohrungen voraussetzen. Solche
flächenmäßigen Ausweitungen führen zu einer deutlichen Schwächung der gesamten Halteplatten-Statik.
[0019] Die
DE 36 07 930 A1 offenbart kugelförmige Halterungen, welche bei der Ausbildung von gespreizten Verankerungen
zum Einsatz kommen, dabei jedoch oft nur als einfaches Abschlusselement mit dem Ende
eines Drillstabes verbunden werden, um so in einer Kugelschale Halt zu finden, damit
darauf in der Folge eine auslenkbare Zusatzhalterung anbracht werden kann.
[0020] In einer alternativen Ausführung zeigt die
CN 202 900 295 U wie eine Auslenkkugel zum Einsatz gebracht wird, die es ermöglicht, durch den glatten
Bohrkanal einer kugelförmigen Halterung einen Drillnagel bei variabler Ausrichtung
an der gewölbten Oberfläche einer Halteplatte mittels Zusatzelement gleicher Wölbung
durch eine abschließende Gewindeschraubenmutter in der gewählten Position zu fixieren.
[0021] Jedoch ist es bei dieser technischen Ausführung so, dass der einbezogene Drillnagel
nach seiner endgültigen Positionierung im Grunde genommen nicht mehr bewegt werden
kann und auch die kugelförmige Halterung keinen vertikalen Bewegungseinfluss auf den
einbezogenen Drillnagel mehr ausüben kann, weil die kugelförmige Halterung in ihrem
vertikalen Bohrtunnel mit einer glatten Innenmantelung am Drillnagel anliegt.
[0022] Der Einsatz einer solchen kugelförmigen Halterung ist bei dieser Technologie ohne
bedeutende Funktion, weil der Freiraum, der dafür notwendig ist dieses Kugelelement
in den gewölbten Halteplatten zu integrieren, auch jederzeit dazu verwendet werden
kann, ohne Kugel dem dort einbezogenen Drillnagel erweiterte Ausrichtungsmöglichkeiten
einzuräumen.
[0023] Allein die Verbindung von Zwischenelement und Gewindeschraubenmutter reichen bei
dieser technischen Anordnung aus, eine feste Verbindung zwischen Halteplatte und Drillnagel
herzustellen. Das Kugelelement ist in diesem Fall keine wesentliche Erweiterung möglicher
Funktionen. Verständlich deshalb der Versuch, die Schwächung einer derart gespreizten
Drillnagel-Halterung etwa durch das Aufsetzen zusätzlicher Gelenkeelemente ausgleichend
zu stabilisieren. Ein weiteres gattungsgemäßes Drillnagel-Haltesystem ist von
WO 2004/001192 A1 bekannt.
[0024] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine kugelförmige Halterung derart
weiterzubilden, dass ein darin eingebrachter Drillnagel auch bei einem gegenüber dem
Untergrund schrägen Einführwinkel einen festen Halt findet, in dieser Winkelposition
fixiert und auch nach der Montage in seiner Längsrichtung bewegt werden kann.
[0025] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruches gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
den Unteransprüchen entnommen werden können.
[0026] Wesentliches Merkmal ist, dass eine Nachspannkugel von einer oberen und einer unteren
Halteplatte fixiert wird und nach dem Lösen der an der Halteplatte angebrachten Spannschraube
verdreht werden kann, sodass der in der Nachspannkugel befindliche Drillnagel in einer
von der Lotrichtung abweichenden Ausrichtung erneut fixiert werden kann.
[0027] Falls ein späteres Nachspannen des Drillnagels notwendig ist, verfügt der Drillnagel
im oberen Bereich über einen Haltestutzen, der zusammen mit der Nachspannkugel drehbar
ist. Wird nun der Haltestutzen gedreht, wirkt ein Innengewinde im Inneren des Haltestutzens
auf das Außengewinde des nicht drehenden Drillnagels, weicher sich dadurch in vertikaler
Richtung nach unten oder nach oben bewegt und durch den Haltestutzen und die Kugel
hindurch wandert.
[0028] Bei bekannten Kugelhalterungen, auch bei normalen Gewindehalterungen ist es zwar
möglich den dort implantierten Gewindestab auch nach abschließender Montage immer
vertikal nach oben oder unten zu drehen, aber eben nur zu drehen, d.h. der Gewindestab
selbst dreht sich in seiner Verlaufsrichtung.
[0029] Dieses Drehen verhindert jedoch die vorliegende Erfindung mit der erfindungsgemäßen
Nachspanntechnik, bei der über einen Schlüsselansatz nur auf die Nachspannkugel eine
Drehbewegung ausgeübt wird, damit eine Kraftübertragung auf den Drillnagel erfolgt,
bei der der Drillnagel im Sinne dieser Krafteinwirkung ohne eigene Drehbewegung in
Längsrichtung nach oben oder unten ausweichen kann.
[0030] Somit ist es möglich, dass der einbezogene Drillnagel die ihn umgebene Grundierung
durch die Kontur des Gewindeprofils ankratzt und gelockertes Grundierungsmaterial
etwaige Freistellen zwischen Grundierung und Drillnagel auffüllen kann.
[0031] Eine verbesserte Reibung ist damit wieder hergestellt und der Drillnagel in der Grundierung
erneut sicher verankert.
[0032] Dadurch ist ein nachspannbares Drillnagel-Haltesystem möglich, wobei um den Sicherheitsanforderungen
geotechnischer oder allgemein bautechnischer Anforderungen zu entsprechen, folgende
drei wesentliche Funktionsbereiche möglich sind:
- Formtechnische Erweiterung standardisierter Halteplatten
- Einsatz der sog. Nachspannkugel
- Permanente Möglichkeit der Nachspannbarkeit mittels Mobilisierung der Mantelreibung
zwischen Drillnagel und Grundierung
[0033] Für die vorliegende Erfindung wird vorteilhafterweise eine Halteplatte in schalenförmiger
Ausführung verwendet, die mittels vielfältiger Varianten der Mantelform von Kugelelementen
oder anderen geometrischen Hohlformen ganzheitlich oder segmentartig entstammen sein
kann.
[0034] Derartige schalenförmige Elemente zeichnen sich vorrangig dadurch aus, dass sie entsprechend
variabel ausgewählter Bogenwinkel oder winkelförmigen Verbindungen diverser Flachelemente
nicht nur die Eigenschaften einer durchgehend flach aufliegenden Haltefläche partiell
enthalten, sondern speziell in ihrem aufsteigenden Formanteil die Möglichkeit vorgeben,
von der senkrecht vertikalen Ausrichtung abweichende Drillnägel auch bei deutlicher
Spreizung mit vergleichsweise kleinen Bohrungen in der Halteplatte auszukommen. Auf
diese Art und Weise sind auch Drillnagel-Neigungen möglich, die mit herkömmlichen
Halteplatten seitlich gerichtet nicht zu realisieren sind.
[0035] Schalenförmige Halteplatten oder beliebig daraus abgeleitete Segmente können sich
fallweise ganz selbstverständlich unregelmäßig ausgeformten Oberflächen von einbezogenen
Grundierungen anpassen, ohne dass im Vorfeld ihrer Montage, etwa durch aufwendige
Erdarbeiten, eine individuelle Passgenauigkeit hergestellt werden muss. Daraus ergibt
sich auch eine vielfältige Verbindungsmöglichkeit unterschiedlicher Schalenformen
oder Segmente untereinander zu beliebig denkbaren Funktionseinheiten. Eine technische
Ausführungsform, die besonders bei geotechnischen Aufgaben wie "Hangsicherung" oder
"Küstenschutz" gefordert wird.
[0036] Ganz anders nun die technischen Möglichkeiten der erfindungsgemäßen Nachspannkugel
in der nachspannbaren Drillnagel-Halterung, bei der das zum Einsatz gebrachte Kugelelement
die Möglichkeit einer variablen Ausrichtung eines einbezogenen Drillnagels beinhaltet.
[0037] Schwerpunktmäßig zeichnet sich diese Drillnagel-Halterung dadurch aus, dass sich
ein bewegliches Kugelelement zwischen mindestens zwei Halteplatten (auch Haltelementen)
befindet und einen Drillnagel in sich aufnimmt. Unabhängig von der vertikal vorgegebenen
Ausrichtung des Drillnagels, kann dieser auch nach seiner endgültigen Einbringung
jederzeit vertikal nach oben oder unten bewegt werden, ohne dabei die Drillnagelhalterung
in ihrer Funktion teilweise oder ganz demontieren zu müssen.
[0038] Das wird dadurch erreicht, dass die Nachspannkugel durch Halteelemente gehalten wird,
die ihrerseits durch eine Schraubverbindung miteinander verbunden sind.
[0039] Diese Halteelemente können dabei derart formschlüssig mit der integrierten Nachspannkugel
verbunden sein, dass sich die Nachspannkugel in der gewählten Ausrichtung nicht mehr
ablenken lässt.
[0040] Möglich ist es aber auch, zwischen den beiden Halteelementen einen Freiraum derart
zu wählen, dass zwischen der Nachspannkugel und den Halteelementen nur ein minimaler
Freiraum (durch Lösen der Schraubverbindung) entsteht, der es in der Folge erlaubt,
nicht nur die darin enthaltene Nachspannkugel gegenüber den benachbarten Halteelementen
zu bewegen, sondern auch eine auf die Nachspannkugel ausgeübte Drehbewegung auf darin
integrierten Drillnagel zu übertragen. Dies geschieht durch ein einfaches Drehen der
Nachspannkugel, wobei ein darin befindliches Innengewinde auf das Außengewinde des
Drillnagels greift und diesen so in Längsrichtung nach oben oder unten bewegen kann.
[0041] Dies ist nur dadurch möglich, dass das in der Nachspannkugel integrierte Innengewinde
in seinem Durchmesser und Steigung dem Außengewinde des Drillnagels entspricht.
[0042] Das in der Nachspannkugel durchgehende Innengewinde setzt sich in einem auf der Nachspannkugel
befindlichen Haltestutzen fort. Somit besteht ein durchgehendes Gewinde durch Haltestutzen
und Nachspannkugel bzw. der Haltstutzen führt das Gewinde der Nachspannkugel fort.
[0043] Ein solcher Haltestutzen weist einen Schlüsselansatz auf, an dem ein Werkzeug angreifen
kann, um den Haltestutzen zusammen mit der damit verbundenen Nachspannkugel zu drehen.
[0044] Der Außenmantel von diesem Schlüsselansatz hat dabei eine variable Ausformung, die
es erlaubt, diesen Schlüsselansatz mit einem einfachen Werkzeug (z.B. Maulschlüssel)
um eine axiale Achse, das ist die Achse die auch in Längsrichtung durch den Drillnagel
verläuft, zu drehen.
[0045] Wird nun eine derartige Drehbewegung auf die Nachspannkugel ausgeübt, möchte diese
natürlich in ihrer Drehbewegung primär dem Gewindeverlauf des integrierten Drillnagels
folgen, ein Bewegungsablauf, der, weil die Nachspannkugel von zwei Halteelementen
eingeengt wird, zu keinem vertikalen Bewegungsvorgang der Nachspannkugel führen kann,
sondern der Drillnagel selbst als Ausweichmanöver gegenüber der auf ihn einwirkenden
Drehkräften bzw. Zwangskräften wahlweise einen Bewegungsvorgang in Längsrichtung nach
oben oder unten ausführt, ohne dass der Drillnagel in diesem vertikalen Bewegungsablauf
sich selbst dreht. Es wird somit eine rotatorische Bewegung der Haltekugel in eine
translatorische Bewegung des Drillnagels übertragen.
[0046] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt in der Nachspanntechnik des
Drillnagel-Halteelements.
[0047] Mit der fortwährenden Beweglichkeit des Drillnagels sind alle rahmentechnischen Voraussetzungen
geschaffen, bei einer solchen Drillnagel-Halterung mittels sog. Nachspannung des Drillnagels
die geforderte Funktionalität, sowohl bei der Erstmontage wie auch in der Folgezeit
mittels einer sog. Mobilisierung der Mantelreibung zu überprüfen und etwaige Abweichungen
von der gewünschten Position den sicherheitstechnischen Vorgaben anzupassen.
[0048] Grundlage dazu ist die physikalische Eigenschaft der sog. Mantelreibung, die beim
Einbringen eines Drillnagels (auch ähnlicher Schraubelemente) an seinem Außenmantel
gegenüber der ihn umgebenden Grundierung entsteht, also infolge der Relativbewegung
zwischen Grundierung und dem Drillnagelmantel. Diese Mantelreibung kann sehr variabel
sein und ist vorrangig von der Materialbeschaffenheit der einbezogenen Grundierung,
sowie etwaigen linearen Abweichungen des vertikalen Verlaufes des Drillnagels abhängig.
[0049] So kann es bei einer derartigen Verbindung von Drillnagel und Grundierung dazu kommen,
dass sich an manchen Stellen schon bei der Erstmontage über die Länge des eingebrachten
Drillnagels eine unterschiedliche Stärke der Mantelreibung ergibt, die fallweise aus
der Schichtung unterschiedlicher Grundierungseigenschaften entstehen kann. Derartige
Abweichungen der Mantelreibung können aber auch über einen nachfolgenden Zeitraum
hinweg durch geologische Verwerfungen innerhalb einer Grundierung oder durch externe
Witterungseinflüsse partiell oder umfassend minimiert, aber auch verstärkt werden.
Eine Veränderung, die durch alleinigen Augenschein einer solchen Halterung nicht wahrgenommen
werden kann.
[0050] Auch ist es denkbar, dass bei einer geotechnischen Verbauung einer Drillnagel-Halterung
natürliche Erdbewegungen der jeweiligen Grundierung auf den Längsverlauf mit derartigen
Kräften einwirken, dass es zu einer Ablenkung der ursprünglichen Verlaufsrichtung
des Drillnagels und im Falle einer Überbelastung es zum Abbrechen eines Drillnagels
kommt, oder eine ursprünglich mit einer eher niederen Mantelreibung verbundene Verlaufsrichtung
des Drillnagels durch eine leichte Krümmung in ihrer Haltbarkeit verstärkt wird. Mechanische
Vorgänge, die jedoch erst in ihrer Auswirkung beurteilt werden können, wenn sie messtechnisch
relevant eingeordnet werden können.
[0051] Mit der durch den Schlüsselansatz ausgeübten Drehbewegung der Nachspannkugel ist
es also möglich, einen Drillnagel in Längsrichtung zu bewegen und die damit verbundene
Ausweichbewegung mit geeigneter Messtechnologie am freien Ende eines Drillnagels als
unmittelbares Ergebnis einer Mantelreibung zu interpretieren.
[0052] Stellt sich bei einem solchen Messvorgang heraus, dass die Mantelreibung eines Drillnagels
und damit seine mechanische Belastbarkeit zu gering ist, kann durch wiederholte Auf-
und Abbewegungen des Drillnagels schon bei kleinen Bewegungsabläufen die den Drillnagel
umgebende Grundierung durch die Rauigkeit seines Gewindeprofiles derart "angekratzt"
werden, dass sich das dabei freiwerdende Grundierungsmaterial in etwaigen Freiräumen
zwischen Drillnagel und Grundierung ansammelt und dort zu einer erneuten Verdichtung
der Drillnagel-Umgebung führt. Der ursprüngliche Halt des Drillnagels in der Grundierung
ist somit wiederhergestellt.
[0053] Ein sicherheitstechnischer Vorgang, der fachlich als Nachspannen bezeichnet wird
und in dieser Form von keinem bislang bekannten Haltesystem geleistet werden kann.
[0054] Es zeigen:
Figur 1: schematisierte Ansicht einer Haltekugel
Figur 2: Schnittdarstellung einer Haltekugel
Figur 3: Drillnagel-Haltesystem
Figur 4: Schnittdarstellung Drillnagel-Haltesystem
Figur 5: Schnittdarstellung obere und untere Halteplatte
Figur 6: perspektivische Darstellung einer vergrößerten unteren Halteplatte
Figur 7: Schnittdarstellung einer unteren Halteplatte
Figur 8: Schnittdarstellung einer geknickten unteren Halteplatte
Figur 9: Schnittdarstellung einer geknickten unteren Halteplatte mit Scharnier
Figur 10: gebogene untere Halteplatte
Figur 11: perspektivische Darstellung einer gewellten unteren Halteplatte
Figur 12: perspektivische Darstellung einer ziehharmonikaartigen unteren Halteplatte
Figur 13: Segmente einer unteren Halteplatte
Figur 14: perspektivische Darstellung einer Sonderform der unteren Halteplatte
Figur 15: perspektivische Darstellung zweier zusammengeschraubter unterer Halteplatten
Figur 16: perspektivische Darstellung dreier zusammengeschraubter unterer Halteplatten
Figur 17: an den Endbereichen zusammengeschraubte Halteplatten
Figur 18a, b: kugelförmige untere Halteplatte
Figur 19: becherförmige untere Halteplatte
Figur 20: Segment einer gebogenen unteren Halteplatte
[0055] Figur 1 zeigt die Nachspannkugel 1 des erfindungsgemäßen Drillnagel-Haltesystems,
wobei auf einem Kugelkörper 2 in dem hier gezeigten Beispiel ein Haltestutzen 3 aufgeschweißt
ist.
[0056] Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt, da die Nachspannkugel 1, bestehend
aus einem Kugelkörper 2 mit einem darauf angebrachten Haltestutzen 3 auch als einteiliges
Bauteil, beispielsweise in einem Gießprozess, gefertigt werden kann.
[0057] In dem hier gezeigten Beispiel nach Figur 1 weist der Haltestutzen 3, ähnlich wie
bei einer Sechskantmutter äußere Angriffsflächen 7 auf, an denen ein Werkzeug angreifen
kann. Ein solches Werkzeug dient dazu die Nachspannkugel um eine durch den Haltestutzen
und dem Kugelkörper 2 verlaufenden Drehachse zu drehen.
[0058] Auf einem solchem Haltestutzen nach Figur 1 mit einer Sechskant-Form ist die vorliegende
Erfindung nicht beschränkt. Es wird jegliche Formgebung eines Haltestutzens mit der
vorliegenden Erfindung beansprucht. So kann beispielsweise der Haltestutzen 3 lediglich
drei Angriffsflächen aufweisen oder jegliche andere Profilierung, die einen Angriff
eines separaten Werkzeuges zur Drehung der Nachspannkugel ermöglichen.
[0059] Der Haltestutzen 3 weist ein Gewinde 4 auf, in welches gemäß den folgenden Figuren
ein Drillnagel beziehungsweise das Gewinde eines Drillnagels aufgenommen werden kann.
[0060] Figur 2 zeigt die Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Nachspannkugel 1 mit dem
Haltestutzen 3 an dem sich der Kugelkörper 2 anschließt.
[0061] Der Haltestutzen 3 weist ein Innengewinde 4 auf, welches im hier gezeigten Beispiel
lediglich bis zur Kontaktstelle des Haltestutzens mit dem darunter liegenden Kugelkörper
2 reicht.
[0062] Im Kugelkörper selbst ist in Verlängerung des Gewindes 4 lediglich eine Bohrung 28
vorhanden, durch die der später eingefügte Drillnagel hindurch geführt wird.
[0063] Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt, da das Gewinde 4 auch durch den
Kugelkörper 2 hindurchreichen kann, um somit einen Gewindeeingriff zwischen der Nachspannkugel
und dem später eingefügten Drillnagel auf der gesamten Länge der Nachspannkugel gewährleisten
zu können.
[0064] Durch die Mitte dieses Gewindes 4 verläuft die Drehachse 5, um welche sich die Nachspannkugel,
bei Angriff eines Werkzeuges an den Angriffsflächen 7, in Pfeilrichtung 6 drehen kann.
[0065] Aufgrund des Gewindeangriffs des Gewindes 4 an einem Drillnagelgewinde 16 wird der
Drillnagel 15 bei Drehung der Nachspannkugel 1 um die Drehachse 5 in Pfeilrichtung
8 durch die Nachspannkugel hindurch befördert. Es wird somit die rotatorische Bewegung
der Nachspannkugel 1 in eine transitorische Bewegung des Drillnagels15 übertragen.
[0066] Figur 3 zeigt das erfindungsgemäße Drillnagel-Haltesystem, welches die vorgenannte
Nachspannkugel 1 beinhaltet.
[0067] In den Haltestutzen 3 der Nachspannkugel 1 ist in dem Beispiel nach Figur 3 ein Drillnagel
15 eingeführt. Der Kugelkörper 2 der Nachspannkugel 1 ist hierbei zwischen zwei Halteplatten
9 und 10 eingespannt.
[0068] Die obere Halteplatte 9 weist eine Öffnung 12 auf, durch welche der Kugelkörper 2
teilweise aus der Haltplatte 9 herausragt. Diese Öffnung 12 ist jedoch kleiner als
der Durchmesser des Kugelkörpers 2. In gleicher Weise, jedoch nicht sichtbar in Figur
3, ragt der Kugelkörper 2 aus der unteren Halteplatte 10 mit einer ebenfalls dort
angebrachten Öffnung heraus, Die beiden Halteplatten 9, 10, sind über vier Schrauben
13, welche mit entsprechenden Muttern 14 zusammenwirken, miteinander verschraubt.
[0069] Der Drillnagel 15 weist das Außengewinde 16 auf, welches mit dem Gewinde 4 der Nachspannkugel
1 korrespondiert. Wird nun durch ein separates Werkzeug eine Drehbewegung auf den
Haltestutzen 3 der Nachspannkugel 1 übertragen, bewegt sich der Drillnagel 15 aufgrund
des Gewindeeingriffes in Pfeilrichtung 8.
[0070] Figur 4 zeigt die Darstellung nach Figur 3 in Schnittdarstellung, wobei sichtbar
ist, dass sich der Drillnagel 15 im Gewindeeingriff mit dem Gewinde 4 auf der kompletten
Länge der Nachspannkugel 1 befindet.
[0071] Bei dieser Ausführungsform weist somit auch der Kugelkörper 2 der Nachspannkugel
1 ein durchgängiges Gewinde 4 auf.
[0072] Figur 5 zeigt die obere Halteplatte 9 und die untere Halteplatte 10 in Schnittdarstellung,
wobei die Halteplatte 9 eine Öffnung 12 und die untere Halteplatte 10 eine Öffnung
22 aufweist.
[0073] Zwischen den Halteplatten 9, 10 besteht ein Spalt 11, der je nach Größe des eingelegten
Kugelkörpers unterschiedliche groß ausgebildet sein kann. Ausgehend vom Spalt 11 verjüngt
sich bei der oberen Halteplatte 9 die Öffnung 12 zur Außenseite hin. Ebenso verjüngt
sich die Öffnung 22 der Halteplatte 10, ausgehend vom Spalt 11, nach außen hin.
[0074] Die Innenkanten 26 der Öffnung 12 der oberen Halteplatte 9 bilden in dem hier gezeigten
Beispiel einen Winkel 17 zueinander. Ebenso bilden die inneren Kanten 25 der Öffnung
22 der unteren Halteplatte 10 einen Öffnungswinkel 18.
[0075] Diese Formgebung mit den nach außen hin verjüngenden Öffnungen ermöglicht ein Halten
einer eingelegten Nachspannkugel 1 zwischen den beiden Halteplatten 9, 10. Je nach
geometrischer Ausformung der Nachspannkugel, welche auch als Polyeder ausgebildet
sein kann, sind die Kanten 25, 26 der Halteplatten 9, 10 ausgebildet, um die Nachspannkugel
1 zu fixieren, damit diese nicht aus den Öffnungen 12, 22 herausfallen kann. So können
die Kanten 25, 26 auch gebogen ausgebildet sein, oder eine andere geometrische Formgebung
aufweisen.
[0076] So ist auch der Spalt 11 variabel, der je nach Größe der Nachspannkugel 1 größer
oder kleiner ausgebildet sein kann. Die beiden Halteplatten 9, 10 werden dann beispielsweise
durch die in Figur 4 gezeigte Schrauben-Mutterverbindung 13, 14 zusammen gehalten.
[0077] Eine solche Verschraubung der einzelnen Halteplatten miteinander dient dazu, die
Nachspannkugel in einer gewünschten Position im Inneren der Halteplatten 9, 10 zu
fixieren. So kann die Nachspannkugel 1 beispielsweise mit ihrem Drillnagel 15 einen
von der vertikalen Richtung abweichenden Winkel einnehmen, um so den Drillnagel 15
schräg in den Untergrund zu treiben. Mit dieser Vorrichtung können somit Drillnägel
in einer auf dem Untergrund aufliegenden unteren Halteplatte 10 schräg, d.h. in einem
Winkel kleiner als 90° gegenüber der unteren Halteplatte 10, in den Untergrund eingetrieben
werden. Dafür bleibt zunächst die Nachspannkugel 1 zwischen den Halteplatten 9, 10
beweglich, bis der Drehnagel 15 den richtigen Winkel angenommen hat und nach der erfolgten
Ausrichtung der Nachspannkugel und Einführen des Drillnagels 15 in den Untergrund,
wird die Nachspannkugel zwischen den beide Halteplatten über die Schrauben-Muttern-Verbindung
13, 14 fixiert, sodass dieser Winkel dauerhaft eingestellt ist.
[0078] Falls zu einem späteren Zeitpunkt ein Nachspannen des Drillnagels 15 erforderlich
ist, wird die Schraubverbindung 13, 14 gelöst, sodass die Nachspannkugel 1 wieder
gelöst und drehbar ist. Anschließend wird mit einem Werkzeug über den Haltestutzen
3 eine Drehbewegung auf die Nachspannkugel 1 ausgeübt und der Drillnagel 15, je nach
Drehrichtung nach oben aus dem Untergrund heraus, oder nach unten in den Untergrund
hinein getrieben.
[0079] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, wobei die bereits in den
vorhergehenden Figuren gezeigten oberen Halteplatten 9 auf einer stark vergrößerten
unteren Halteplatte 10a aufgebracht sind. Diese Halteplatte 10a ermöglicht die Aufbringung
von beispielsweise zwei oberen Halteplatten und zeichnet sich durch eine größere Auflagefläche
auf dem Untergrund aus.
[0080] Für die Verschraubung der oberen Halteplatte 9 auf der unteren vergrößerten Halteplatte
10a weist die obere Halteplatte 9 Bohrungen 19 auf, die mit in der unteren Halteplatte
10a eingebrachten Bohrungen korrespondieren und durch welche die Schrauben 13 hindurch
gesteckt werden können.
[0081] Figur 7 zeigt die in Figur 6 gezeigte Halteplatte 10a in Schnittdarstellung, wobei
die untere Halteplatte 10 zwei Öffnungen 22 mit schrägverlaufenden Kanten 26 aufweist.
Diese Kanten 26 verjüngen sich nach unten hin, sodass eine in die Halteplatte 10 eingesetzte
Nachspannkugel 1 nicht nach unten herausfallen kann.
[0082] Figur 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei die untere Halteplatte 10a
mittig gebogen ist und die beiden davon ausgehenden Schenkel ein Öffnungswinkel 20
zwischen sich aufweisen. Die Schenkel weisen jeweils eine Öffnung 22 auf, in die die
Nachspannkugel eingelegt werden kann. Der linke Schenkel zeigt beispielhaft die Ausrichtung
eines Drillnagels 15.
[0083] Figur 9 zeigt eine Weiterführung der gebogenen Halteplatte 10a, wobei zwischen den
beiden Schenkeln der unteren Halteplatte ein Gelenk 21 angeordnet ist, womit der Öffnungswinkel
20 variabel ist und die Schenkel in den Pfeilrichtungen 30, 31 bewegt werden können.
[0084] Figur 10 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei die untere Halteplatte 10a
gebogen ist und die Öffnungen 22 an unterschiedlichen Bereichen der Biegungen angeordnet
sind. Dadurch erfährt der Drillnagel 15 von Grund auf bereits eine von der Horizontalen
abweichenden Ausrichtung, wenn er in einem gebogenen Bereich der unteren Halteplatte
10a nach Figur 10 angeordnet ist.
[0085] Durch diese Biegungen ist es möglich den Drillnagel 15 in unterschiedlichen Winkeln
in den Untergrund zu treiben.
[0086] Figur 11 zeigt eine weitere Ausführungsform einer vergrößerten unteren Halteplatte
10a, wobei diese gewellt ausgebildet ist und in die Öffnungen 22 in den Wellentälern
32 oder den Wellenbergen 33 angeordnet sein können.
[0087] Durch diese unterschiedliche Anordnung der Öffnungen 22 kann es sein, dass die Kanten
26 (vgl. Figur 5) zueinander eine unterschiedliche Länge und/oder einen unterschiedlichen
Öffnungswinkel 18 einnehmen. So kann es beispielsweise sein, dass die Öffnung 22 in
einem Wellenberg 33 angeordnet ist und die in Richtung des Wellentals 32 zeigende
Kante 26 kürzer ausgebildet ist als die Kante 26, weiche in Richtung der Spitze des
Wellenbergs 33 angrenzt.
[0088] Figur 12 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei die untere vergrößerte Halteplatte
1 0a, ähnlich wie eine Ziehharmonika gefaltet ist und somit je nach Anordnung der
Öffnungen 22 ebenfalls auf dem Winkel des Drillnagels 15 Einfluss genommen werden
kann.
[0089] Figur 13 zeigt eine weitere Ausführungsform einer gebogenen Halteplatte 10a, welche
je nach Öffnungswinkel 23 in unterschiedliche Segmente unterteilt werden kann und
beispielsweise je nach topographischer Beschaffenheit des Untergrundes getrennt werden
kann.
[0090] Figur 14 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, wobei die unteren Halteplatten
10b sich zu einer Bechermatrize zusammenschließen. Eine solche Bechermatrize ist ähnlich
wie der Eiswürfelbehälter eines Tiefkühlfaches unterteilt, wobei jedoch die Halteplatten
10b am Grund der einzelnen Becher spitzenförmig aufeinander zu laufen.
[0091] Eine solche Bechermatrize ermöglicht ein Einpressen der von den untern Halteplatten
10b gebildeten spitzen Winkeln in den Untergrund, wenn auf die Nachspannkugel eine
Kraft ausgeübt wird.
[0092] Zudem ist man nicht auf einzelne Öffnungen in der unteren Halteplatte beschränkt,
sondern kann sich die jeweilige Öffnung in der Bechermatrix aussuchen, um einen Drillnagel
über die Nachspannkugel hindurch zu treiben.
[0093] Figur 15 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, wobei zwei bandförmige
längliche untere Halteplatten 10a miteinander über eine Schraubverbindung 24 verschraubt
sind.
[0094] Diese zwei miteinander verschraubten unteren Halteplatten 10a bilden somit einen
Anker, welcher auf dem Untergrund aufgelegt werden kann.
[0095] Figur 16 zeigt eine Weiterführung von Figur 15, wobei drei Bandförmige untere Halteplatten
10a miteinander über eine Schraubverbindung 24 verschraubt sind. Somit ist es möglich,
je nach Beschaffenheit des Untergrundes und der gewünschter Haltekraft zwischen Drillnagel
und Untergrund, unterschiedliche Halteplatten miteinander zu verschrauben und falls
Bedarf besteht, dieser somit gebildete Anker beliebig mit weiteren Halteplatten 10a
zu erweitern.
[0096] Figur 17 zeigt eine Weiterführung von Figur 15, wobei zwei bandförmige untere Halteplatten
10a ebenfalls über eine Schraubverbindung 24 miteinander verbunden sind, jedoch die
Halteplatten längs, d.h. über eine Strecke auf dem Untergrund aufliegen.
[0097] In die jeweilige Öffnung 22 können dann die Nachspannkugeln mit den Drillnägeln 15
eingeführt werden.
[0098] Figur 18a zeigt eine weitere Ausführungsform einer unteren Halteplatte 10c, wobei
diese kugelförmig ausgebildet ist. Durch die Öffnungen 22, welche in der Außenschale
dieser Halbkugel angeordnet sind, können die Haltekugeln mit den Drillnägeln 15 eingeführt
werden.
[0099] Zur besseren Fixierung der unteren Halteplatte 10c auf dem Untergrund, sind Dorne
27 vorgesehen, womit eine Fixierung der unteren Halteplatte 10c vor einschrauben des
Drillnagels 15 auf dem Untergrund gewährleisten, damit die halbkugelförmige untere
Halteplatte nicht verrutschen kann.
[0100] Figur 18b zeigt eine weitere Ausführungsform gemäß Figur 18a, wobei die Halbkugel
ellipsenförmig ausgebildet ist und ebenfalls Dorne 27 aufweist.
[0101] Figur 19 zeigt ähnlich wie Figur 14 eine becherförmige untere Halteplatte 10b, wobei
jedoch die Seiten der Becher keinen spitzen Winkel zwischen sich einnehmen. Vielmehr
sind am Boden dieses Bechers Dorne 27 angebracht, welche zur Fixierung der unteren
Halteplatte vor Verschraubung der Drillnägel auf dem Untergrund dienen.
[0102] Die Seiten der becherförmigen unteren Halteplatte 10b können dann die Nachspannkugeln
zusammen mit den Drillnägeln 15 in die Öffnungen 22 eingelegt werden.
[0103] Figur 20 zeigt eine weitere Ausführungsform einer gebogenen unteren Halteplatte 10a
die ebenfalls Dorne 27 zur Fixierung auf dem Untergrund aufweisen.
[0104] Die vorliegende Erfindung zeichnet sich also damit aus, dass eine Nachspannkugel
von einer oberen und einer unteren Halteplatte fixiert wird und nach dem Lösen von
an den Halteplatte angebrachten Spannschrauben verdreht werden kann, sodass der Drillnagel
in einer von der Lotrichtung abweichenden Ausrichtung erneut fixiert werden kann.
[0105] Eine solche Ausrichtung kann in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung von
einer auf der Nachspannkugel angebrachten Markierung abgelesen werden, welche eine
Maßangabe gegenüber der oberen Halteplatte darstellt.
[0106] Fall ein späteres Nachspannen des Drillnagels notwendig ist, verfügt die Nachspannkugel
im oberen Bereich über einen angeformten Haltestutzen, der zusammen mit der dem Kugelkörper
drehbar ist.
[0107] Wird nun der Haltestutzen gedreht, wirkt ein Innengewinde auf das Außengewinde des
sich nicht drehenden Drillnagels, welcher sich dadurch in Längsrichtung nach oben
oder unten bewegen kann. Somit wird eine rotatorische Bewegung der Nachspannkugel
in eine translatorische Bewegung des Drillnagels umgewandelt.
Zeichnungslegende
[0108]
1. Nachspannkugel
2. Kugelkörper
3. Haltestutzen
4. Gewinde
5. Drehachse
6. Pfeilrichtung
7. Angriffsfläche
8. Pfeilrichtung
9. Obere Halteplatte
10. Untere Halteplatte (10a, 10b, 10c)
11. Spalt
12. Öffnung
13. Schraube
14. Mutter
15. Drillnagel
16. Gewinde (von 15)
17. Öffnungswinkel
18. Öffnungswinkel
19. Bohrung
20. Öffnungswinkel
21 . Gelenk
22. Öffnung
23. Winkel
24. Schraubverbindung
25. Kante
26. Kante
27. Dorn
28. Bohrung
29. -
30. Pfeilrichtung
1. Drillnagel-Haltesystem bestehend aus einem beweglichen Kugelkörper (2), der in sich
einen Drillnagel (15) mit einem Gewinde (16) aufnimmt und in einer Öffnung (22) einer
Halteplatte (9, 10, 10a, 10b, 10c) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugelkörper (2) von einer oberen Halteplatte (9) und einer unteren Halteplatte
(10) gehalten ist und einen Haltestutzen (3) mit einem Gewinde (4) aufweist, durch
das eine auf den Haltestutzen (3) aufgebrachte Drehbewegung auf das Gewinde (16) des
Drillnagels (15) übertragbar ist.
2. Drillnagel-Haltesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatten (9, 10, 10a, 10b, 10c) über eine Schraubverbindung (13, 14) miteinander
verbunden sind.
3. Drillnagel-Haltesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltestutzen (3) am Umfang verteilte Angriffsflächen (7) für den Angriff eines
Werkzeuges aufweist.
4. Drillnagel-Haltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltestutzen (3) und der damit verbundene Kugelkörper (2) um eine durch das Gewinde
(4) verlaufende Drehachse (5) drehbar ist.
5. Drillnagel-Haltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde (4) durch den Kugelkörper (2) verläuft.
6. Drillnagel-Haltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Halteplatte (9) eine Öffnung (12) aufweist, durch welche der Kugelkörper
(2) teilweise aus der oberen Haltplatte (9) herausragt.
7. Drillnagel-Haltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Halteplatte (10, 10a, 10b, 10c) mindestens eine Öffnung (22) zur Aufnahme
des Kugelkörpers (2) aufweist.
8. Drillnagel-Haltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Halteplatte (10,10a, 10b, 10c) gebogen oder geknickt ist.
9. Verfahren zur Verwendung eines Drillnagel-Haltesystems nach den Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die eine aus einem Haltestutzen (3) und einem Kugelkörper (2) bestehende Nachspannkugel
(1) von der oberen Halteplatte (9) und der unteren Halteplatte (10, 10a, 10b, 10c)
fixiert wird und nach dem Lösen von an den Halteplatten (9, 10, 10a, 10b, 10c) angebrachten
Schraubverbindungen (13, 14) verdreht werden kann, sodass der durch das Gewinde (4)
der Nachspannkugel (1) durchgeführte Drillnagel (15) in einer von der Lotrichtung
abweichenden Ausrichtung erneut fixiert werden kann.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei gelösten Halteplatten (9, 10, 10a, 10b, 10c) eine auf den Haltestutzen (3) ausgeübte
Drehbewegung um eine durch das Gewinde (4) verlaufenden Drehachse, das Gewinde (4)
in das Außengewinde (16) des sich nicht drehenden Drillnagels eingreift und die rotatorische
Bewegung der Nachspannkugel (1) in eine translatorische Bewegung des Drillnagels (15)
überträgt.
1. Holding system for a twist nail consisting of a movable spherical body (2) which receives
within it a twist nail (15) having a thread (16) and is arranged in an opening (22)
of a holding plate (9, 10, 10a, 10b, 10c), characterised in that the spherical body (2) is held by an upper holding plate (9) and a lower holding
plate (10) and has a holding connection with a thread (4), by means of which a rotary
movement applied to the holding connection (3) is transferrable to the thread (16)
of the twist nail (15).
2. Holding system for a twist nail according to claim 1, characterised in that the holding plates (9, 10, 10a, 10b, 10c) are connected to one another via a screw
connection (13, 14).
3. Holding system for a twist nail according to claim 1 or 2, characterised in that the holding connection (3) has working surfaces (7) distributed on the circumference
to work with a tool.
4. Holding system for a twist nail according to one of claims 1 to 3, characterised in that the holding connection (3) and the spherical body (2) connected thereto are rotatable
about a rotational axis (5) running through the thread (4).
5. Holding system for a twist nail according to one of claims 1 to 4, characterised in that the thread (4) runs through the spherical body (2).
6. Holding system for a twist nail according to one of claims 1 to 5, characterised in that the upper holding plate (9) has an opening (12), through which the spherical body
(2) projects partly from the upper holding plate (9).
7. Holding system for a twist nail according to one of claims 1 to 6, characterised in that the lower holding plate (10, 10a, 10b, 10c) has at least one opening (22) for receiving
the spherical body (2).
8. Holding system for a twist nail according to one of claims 1 to 7, characterised in that the lower holding plate (10, 10a, 10b, 10c) is bent or folded.
9. Method for using a holding system for a twist nail according to claims 1 to 8, characterised in that the one retightening sphere (1) consisting of a holding connection (3) and a spherical
body (2) is fixed by the upper holding plate (9) and the lower holding plate (10,
10a, 10b, 10c) and can be twisted after loosening of screw connections (13, 14) attached
to the holding plates (9, 10, 10a, 10b, 10c) so that the twist nail (15) passed through
the thread (4) of the retightening sphere (1) can be fixed again in an orientation
differing from the vertical direction.
10. Method according to claim 9, characterised in that when the holding plates (9, 10, 10a, 10b, 10c) are loosened, a rotary movement exerted
on the holding connection (3) about a rotational axis running through the thread (4)
forces the thread (4) into the outer thread (16) of the non-rotating twist nail and
transfers the rotational movement of the retightening sphere (1) into a translational
movement of the twist nail (15).
1. Système d'arrêt de barre filetée composé d'un corps sphérique (2) mobile qui reçoit
en lui une barre filetée (15) avec un filetage (16) et est disposé dans une ouverture
(22) d'une plaque d'arrêt (9, 10, 10a, 10b, 10c), caractérisé en ce que le corps sphérique (2) est retenu par une plaque d'arrêt supérieure (9) et une plaque
d'arrêt inférieure (10) et comporte un manchon d'arrêt (3) avec un filetage (4) par
lequel un mouvement de rotation appliqué au manchon d'arrêt (3) est apte à être transmis
au filetage (16) de la barre filetée (15).
2. Système d'arrêt de barre filetée selon la revendication 1, caractérisé en ce que les plaques d'arrêt (9, 10, 10a, 10b, 10c) sont reliées les unes aux autres par une
liaison à vis (13, 14).
3. Système d'arrêt de barre filetée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le manchon d'arrêt (3) comporte des surfaces d'action réparties sur la circonférence
pour l'action d'un outil.
4. Système d'arrêt de barre filetée selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le manchon d'arrêt (3) et le corps sphérique (2) relié à celui-ci est apte à tourner
sur un axe de rotation (5) s'étendant à travers le filetage (4).
5. Système d'arrêt de barre filetée selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le filetage (4) s'étend à travers le corps sphérique (2).
6. Système d'arrêt de barre filetée selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la plaque d'arrêt supérieure (9) comporte une ouverture (12) à travers laquelle le
corps sphérique (2) dépasse partiellement de la plaque d'arrêt supérieure (9).
7. Système d'arrêt de barre filetée selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la plaque d'arrêt inférieure (10, 10a, 10b, 10c) comporte au moins une ouverture
(22) pour recevoir le corps sphérique (2).
8. Système d'arrêt de barre filetée selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la plaque d'arrêt inférieure (10, 10a, 10b, 10c) est courbe ou pliée.
9. Procédé pour utiliser un système d'arrêt de barre filetée selon les revendications
1 à 8, caractérisé en ce qu'une boule de resserrage (1) est fixée par la plaque d'arrêt supérieure (9) et la plaque
d'arrêt inférieure (10, 10a, 10b, 10c) et peut être tournée après desserrage de liaisons
à vis (13, 14) appliquées sur les plaques d'arrêt (9, 10, 10a, 10b, 10c), de sorte
que la barre filetée (15) guidée à travers le filetage (4) de la boule de resserrage
(1) peut être fixée à nouveau dans une direction différente de la direction verticale.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que quand les plaques d'arrêt (9, 10, 10a, 10b, 10c) sont desserrées, le mouvement de
rotation exercé sur le manchon d'arrêt (3) sur un axe de rotation passant à travers
le filetage (4) fait venir le filetage (4) en prise dans le filetage extérieur (16)
de la barre filetée (15) qui ne tourne pas et transforme le mouvement rotatif de la
boule de resserrage (1) en mouvement de translation de la barre filetée (15).