[0001] Die Erfindung betrifft einen handgeführten Staubsauger, der nachfolgend der Einfachheit
halber als Staubsauger bezeichnet wird. Insbesondere betrifft die Erfindung einen
Staubsauger mit einem Handgriff, einem Saugrohr, einer Bodendüse und einer Abscheideeinheit,
welche ein Antriebsaggregat und einen Sauggutbehälter aufweist, um Sauggut durch die
Bodendüse in den Sauggutbehälter zu saugen. Ein solch handgeführter Staubsauger wird
auch als Stabstaubsauger, als Stick oder als Handstaubsauger bezeichnet. Er hat bei
Betrieb nur durch die Bodendüse Kontakt zum saugenden Untergrund und wird von einem
Nutzer mittels des Handgriffs geführt bzw. manövriert.
[0002] Aus der
DE 10 2016 105 475 A1 ist ein Staubsauger bekannt, bei dem der Handgriff, das Saugrohr, die Bodendüse und
die Abscheideeinheit in einer ersten Konfiguration und in einer zweiten Konfiguration
miteinander verbindbar sind. In der ersten Konfiguration ist das Saugrohr zwischen
der Abscheideeinheit und dem Handgriff angeordnet. In der zweiten Konfiguration ist
das Saugrohr derart zwischen der Bodendüse und der Abscheideeinheit angeordnet, dass
das angesaugte Sauggut auf dem Weg von der Bodendüse in den Sauggutbehälter das Saugrohr
passiert.
[0003] Bei einem derartigen Staubsauger gibt es durch verschiedene Bauteile wie z.B. dem
Antriebsaggregat und dem Sauggutbehälter verschiedene Massenanhäufungen. Diese Massenanhäufungen
können bei Betrieb, wenn der Staubsauger bewegt wird, ein Ungleichgewicht auslösen,
wenn Mittelpunkte der Massen nicht auf einer Wirkachse liegen, um die der Staubsauger
bei Betrieb drehbar ist. Weiterhin sind Abstände von den Mittelpunkten der Massen
zur Wirkachse für eine Manövrierbarkeit des Staubsaugers wichtig, weil ein einzuleitendes
Drehmoment davon abhängig ist. Je größer das einzuleitende Drehmoment ist, desto mehr
Kraft muss ein Nutzer des Staubsaugers aufwenden um das Drehmoment zu erzeugen. Dies
ist unvorteilhaft und kann schnell zu einer Ermüdung eines Arms führen, mit dem der
Nutzer den Staubsauger manövriert bzw. führt.
[0004] Darüber hinaus sind im Stand der Technik sind Staubsauger bekannt, die in einer Position
selbstständig stehen können, dem sogenannten "Selfstand". Dies ist vorteilhaft, wenn
der Nutzer des Staubsaugers eine Saugpause macht und den Staubsauger kurz- oder langzeitig
stehen lassen und schnell wieder einsatzbereit haben will. In der Stehposition steht
der Staubsauger jedoch nicht in ausreichendem Maße kippsicher.
[0005] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen handgeführten Staubsauger zur
Verfügung zu stellen, der in einer ersten Konfiguration einen Selfstand ermöglicht,
in einer zweiten Konfiguration einen Selfstand verhindert und zusätzlich in beiden
Konfigurationen eine optimale Manövrierbarkeit aufweist.
[0006] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen handgeführten Staubsauger mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0007] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen neben einer optimierten Manövrierbarkeit
darin, dass bei einer vorgegebenen Konfiguration eine Stehposition bereitgestellt
werden kann, in der der Staubsauger kippsicher steht, ohne vom Nutzer gehalten werden
zu müssen. Der Staubsauger ist zudem kinematisch optimal ausgelegt.
[0008] Die Anordnung des Staubsauger-Schwerpunkts unterhalb der Wirkachse wirkt sich positiv
auf die Manövrierbarkeit aus. Eine Bewegung zum Lenken des Staubsaugers mittels Drehen
um die Wirkachse kann mit einem sehr geringen Kraftaufwand durchgeführt werden. Zudem
gibt es eine leichte Rückstellkraft in eine gerade Saugfahrrichtung, wenn der Staubsauger
in diese Richtung bewegt wird. Der Staubsauger hat eine stabile geradeaus gerichtete
Fahrposition. Er kann sich ähnlich wie bei einer Servolenkung bei einer Kurve gerade
ziehen. Dadurch ist der Staubsauger bedienerfreundlich. Zudem wirkt die Manövrierbarkeit
des Staubsaugers stabiler und weniger hektisch. Gleichzeitig kann durch die Anordnung
des Staubsauger-Schwerpunkts und die dadurch erzielte Masseverteilung eine Stehposition
in einer ersten Konfiguration bereitgestellt werden, in der der Staubsauger selbständig
kippsicher steht.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein Staubsauger-Schwerpunkt sich bei betriebsgemäßer
Handhabung unterhalb einer Wirkachse befindet, welche durch einen Drehpunkt der Bodendüse
und einem Greifpunkt des Handgriffs verläuft.
[0010] Durch die Anordnung des Staubsauger-Schwerpunktes unterhalb der Wirkachse, wird ein
negatives Trägheitsmoment vermieden. Dadurch wird dem Nutzer eine stabile Handhabung
bereitgestellt, die nicht hektisch wirkt und nicht oder zumindest wenig zum Übersteuern
neigt. Dadurch ist ein Saugvorgang bei Betrieb des Staubsaugers für den Nutzer relativ
wenig kraftraubend, so dass der Nutzer länger ohne Ermüdungserscheinungen im Arm mit
dem Staubsauger saugen kann. Zudem sieht der Staubsauger in beiden Konfigurationen
ästhetisch aus. Zudem lässt sich die Selfstand-Funktion in der ersten Konfiguration
ohne zusätzliche Bauteile wie zum Beispiel Magneten oder ähnliches realisieren, wodurch
der Fertigungsaufwand des Staubsaugers reduziert wird. Er ist zudem in beiden Konfigurationen
einfach aufbaubar.
[0011] Nachstehend wird die erste Konfiguration als untere Konfiguration bezeichnet, wobei
der Hintergrund der Bezeichnung "untere" ist, dass die Abscheideeinheit bei betriebsgemäßer
Handhabung im unteren Bereich des Staubsaugers angeordnet ist. In der unteren Konfiguration
passiert aufgesaugtes Sauggut das Saugrohr nicht. Vielmehr gelangt das aufgesaugte
Sauggut von der Bodendüse direkt in die Abscheideeinheit. Die zweite Konfiguration
wird nachstehend als obere Konfiguration bezeichnet, wobei der Hintergrund der Bezeichnung
"obere" ist, dass die Abscheideeinheit bei betriebsgemäßer Handhabung im oberen Bereich
des Staubsaugers angeordnet ist. Der untere Bereich ist bei betriebsgemäßer Handhabung
untergrundnäher angeordnet als der obere Bereich. Positions- und Richtungsangaben
beziehen sich auf die betriebsgemäße Handhabung des Staubsaugers d.h. seine Arbeitsposition.
In der oberen Konfiguration ist der Staubsauger flexibler handhabbar als in der unteren
Konfiguration. Dagegen kann in der unteren Konfiguration der Selfstand des Staubsaugers
genutzt werden.
[0012] Die Abscheideeinheit weist den Sauggutbehälter und das Antriebsaggregat auf. Der
Sauggutbehälter ist ausgelegt, bei Betrieb aufgesaugtes flüssiges und/oder bevorzugt
festes Sauggut wie Schmutz, Staub und dgl. aufzufangen und zu sammeln. Weiterhin weist
sie einen Gerätekorpus auf, in den das Antriebsaggregat intergiert ist. Der Sauggutbehälter
und der Gerätekorpus sind bevorzugt lösbar miteinander verbunden. Bevorzugt ist der
Gerätekorpus in der unteren und der oberen Konfiguration jeweils derart angeordnet,
dass er in den Arbeitspositionen näher zum zu saugenden Untergrund angeordnet ist
als der Sauggutbehälter. Bei Greifen bei dem Greifpunkt durch einen Nutzer wird ein
Drehmoment eingeleitet, bei dem der Staubsauger-Schwerpunkt um die Wirkachse gedreht
wird. Dadurch, dass der Staubsauger-Schwerpunkt achsnah ausgebildet ist, d.h. er weist
einen relativ kleinen Abstand zur Wirkachse auf, ist das eingeleitete Drehmoment relativ
klein. Dadurch ist eine relativ kleine Kraft des Nutzers nötig, um den Staubsauger
zu drehen. Der Staubsauger weist daher die optimierte Manövrierbarkeit auf.
[0013] Die Bodendüse weist bevorzugt ein Gelenk bevorzugter ein Drehgelenk auf. Bevorzugt
weist die Bodendüse am Drehgelenk einen Verbindungsabschnitt auf, mit dem das Saugrohr
oder die Abscheideeinheit ggf. über ein Verbindungsstück lösbar verbunden werden können.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform verläuft in der oberen Konfiguration die Wirkachse
im Wesentlichen entlang einer Saugrohrachse, entlang welcher das Saugrohr verläuft.
Dadurch wird weiterhin eine hervorragende Manövrierbarkeit des Staubsaugers gewährleistet.
Die Abscheideeinheit ist bevorzugt in der oberen Konfiguration mit dem Handgriff lösbar
verbunden. Dadurch ist ein Abstand der Massen der Abscheideeinheit-Bauteile zur Wirkachse
relativ gering. Durch eine Lenkbewegung mittels Drehen um die Wirkachse können die
achsnahen Massen vom Nutzer mit einem sehr geringen Kraftaufwand bewegt werden.
[0015] Bevorzugt weist der Staubsauger in der unteren Konfiguration eine Bodendüsenachse
auf, welche parallel in einem Gelenkstutzen der Bodendüse verläuft und den Drehpunkt
der Bodendüse schneidet, wobei das Saugrohr entlang der Saugrohrachse verläuft und
wobei die Bodendüsenachse und die Saugrohrachse einen Achsenwinkel aufspannen, welcher
zwischen 5° und 35° liegt. Bevorzugt liegt der Achsenwinkel zwischen 10° und 30°.
Noch bevorzugter liegt der Achsenwinkel zwischen 15° und 25°. Dadurch wird ein Knick
in dem Staubsauger erzeugt. Durch die geknickte Anordnung wird eine gute Massenverteilung
für die Stehposition erreicht, in der der Staubsauger selbständig stehen kann. Der
Staubsauger ist in der Stehposition sehr kippsicher ausgestaltet.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Staubsauger weiterhin einen Akkumulator
auf, der ausgebildet ist, das Antriebsaggregat mit Strom zu versorgen. Der Akkumulator
ist bevorzugt an der Abscheideeinheit angeordnet. Bevorzugter ist Akkumulator in der
unteren und der oberen Konfiguration jeweils derart angeordnet, dass er an einem Ende
des Gerätekorpus angeordnet ist, das dem Ende gegenüberliegt, an dem der Sauggutbehälter
angeordnet ist.
[0017] Bevorzugt hängt der Staubsauger-Schwerpunkt von einer Masse der Abscheideeinheit,
enthaltend eine Masse des Sauggutbehälters, eine Masse des Antriebsaggregats, einer
Masse eines das Antriebsaggregat enthaltenden Gerätekorpus, und optional einer Masse
des Akkumulators ab, wobei sich alle Massen zu mindestens 70%, bevorzugt mindestens
80%, bevorzugter mindestens 90% unterhalb der Wirkachse befinden, bezogen auf eine
Arbeitsposition des Staubsaugers. Dadurch wird sichergestellt, dass der Staubsauger-Schwerpunkt
unterhalb der Wirkachse liegt.
[0018] Bevorzugt ist der Staubsauger fähig, in der unteren Konfiguration in einer Stehposition
selbständig zu stehen. Bevorzugter ist der Staubsauger ausgebildet auf einem Untergrund
zu stehen, der eben bis zu 10° schief zu einer Ebene ist. Der Staubsauger benötigt
keine weitere Mechanik oder Elektrik, die die beiden Konfigurationen unterscheidet
und dann einen Selbststand für die untere Konfiguration erlaubt. Dies wird vielmehr
nur durch die Anordnung der Achsen und der Staubsauger-Bauteile mit dem Staubsauger-Schwerpunkt
unterhalb der Wirkachse gewährleistet. Dies ist eine sehr wirtschaftliche und störungsfreie
Lösung für den Staubsauger. In der unteren Aufbauvariante ist es für den Nutzer von
Vorteil die Stehposition zu haben, um in Saugpausen den Staubsauger komfortabel abzustellen
und schnell wieder einsatzbereit zu haben.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform sind das Saugrohr und die Abscheideeinheit in
der Stehposition senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zu einem Untergrund angeordnet
sind, auf dem die Bodendüse angeordnet ist. Dadurch wird weiterhin die stabile und
kippsichere Stehposition weiterhin gewährleistet. Der Nutzer kann die Stehposition
intuitiv erkennen. Das Saugrohr ist senkrecht zum Untergrund angeordnet, wenn seine
Saugrohrachse senkrecht zum Untergrund verläuft. Die Abscheideeinheit ist senkrecht
zum Untergrund angeordnet, wenn eine Längserstreckung senkrecht zu ihm angeordnet
ist.
[0020] Bevorzugt befinden sich in der Stehposition sich der Staubsauger-Schwerpunkt zwischen
einer Begrenzungsachse, welche senkrecht durch den Drehpunkt der Bodendüse verläuft,
und einer weiteren Begrenzungsachse befindet, welche senkrecht durch einen Stehpunkt
verläuft, der eine Fixierverbindung darstellt. Dadurch wird weiterhin gewährleistet,
dass die Stehposition kippsicher ist.
[0021] Bevorzugt ist der Staubsauger in der oberen Konfiguration zumindest auf einem ebenen/waagerechten
Untergrund stehpositionslos und/oder in jeder einnehmbaren Position winkelig zu einem
zu saugenden Untergrund kippbar. Dadurch wird sichergestellt, dass der Nutzer in der
oberen Konfiguration keine Stehposition sucht, sondern intuitiv erkennt, dass in der
oberen Konfiguration keine Stehposition vorhanden ist. In der oberen Konfiguration
ist der Staubsauger bevorzugt ausgebildet, keinen stabilen Stehzustand zu erreichen.
Vielmehr ist der Staubsauger in jeder Position bei Handhabung kippbar ausgelegt. Bevorzugt
weist der Staubsauger-Schwerpunkt bzw. die ihn beeinflussenden Massen einen relativ
großen Abstand zur Begrenzungsachse und zur weiteren Begrenzungsachse auf. Dadurch
wird gewährleistet, dass dem Nutzer nicht suggeriert wird, dass es in der oberen Konfiguration
eine Stehposition geben könnte. Vielmehr weist der Staubsauger in der oberen Konfiguration
keine Position auf, die der Nutzer als ausreichend stabil für ein selbständiges Stehen
erachten könnte.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Staubsauger als ein Zyklon-Staubsauger
ausgebildet. Unter dem Begriff "Zyklon-Staubsauger" ist ein Staubsauger zu verstehen,
der beutellos ist und in einem in den Staubsauger eintretenden Luftstrom Wirbel und
etwaige Verwirbelungen erzeugt werden, wodurch das Sauggut wie z.B. Staubteilchen
aufgrund von Fliehkraft in eine vorbestimmte Richtung gedrückt und abgeschieden werden.
Unter dem Ausdruck "beutellos" ist zu verstehen, dass das Sauggut in dem Staubsauger
direkt im Sauggutbehälter gesammelt wird, ohne dass in diesem ein Beutel oder ein
ähnliches Wechselfiltermedium zur Aufnahme von Sauggut angeordnet ist, so dass der
Nutzer zur Entleerung des Saugguts aus dem Sauggutbehälter keinen Beutel oder dgl.
aus dem Sauggutbehälter entnimmt. Der Staubsauger kann aber ein oder mehrere Filtermedien
aufweisen, die verhindern, dass Sauggut in das in dem Gerätekorpus angeordneten Antriebsaggregat
gelangt.
[0023] Bevorzugt Staubsauger ist ausgestaltet, in einer dritten Konfiguration saugrohrlos
betrieben werden zu können. In der dritten Konfiguration ist die Bodendüse mit der
Abscheideeinheit lösbar verbunden und ist die Abscheideeinheit mit dem Handgriff lösbar
verbunden. Auch in dieser Konfiguration wird mittels des Staubsauger-Schwerpunkts
unterhalb der Wirkachse eine automatische Lenkzentrierung erzielt.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt schematisch und nicht maßstabsgerecht
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Staubsaugers in der unteren Konfiguration
in einer Arbeitsposition;
- Fig. 2
- eine weitere Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Staubsaugers in der oberen Konfiguration
in einer Arbeitsposition;
- Fig. 3
- eine weitere Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Staubsaugers in der unteren Konfiguration
in einer Stehposition;
- Fig. 4
- eine weitere Seitenansicht des in Fig. 3 gezeigten Staubsaugers in der oberen Konfiguration
in einer vermeintlichen Stehposition.
[0025] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Staubsaugers in der unteren
Konfiguration in einer Arbeitsposition. Der handgeführte Staubsauger weist einen Handgriff
1 auf, mit dem ein Nutzer (nicht gezeigt) den Staubsauger greifen und manövrieren
kann. Ferner weist der Staubsauger ein Saugrohr 2, eine Bodendüse 3 und eine Abscheideeinheit
4. Die Abscheideeinheit 4 weist einen Gerätekorpus 41, ein Antriebsaggregat 43 und
einen Sauggutbehälter 42 auf. Das Antriebsaggregat 43 ist in den Gerätekorpus 41 integriert.
Das Antriebsaggregat 43 ist ausgelegt, bei Betrieb einen Saugluftstrom (nicht gezeigt)
zu erzeugen, um Sauggut durch die Bodendüse 3 in den Sauggutbehälter 42 zu saugen.
Ferner weist der Staubsauger einen Akkumulator 5 auf, der ausgelegt ist, bei Betrieb
das Antriebsaggregat 43 mit Energie zu versorgen. In der Arbeitsposition ist der Staubsauger
auf einem zu saugenden Untergrund 6 angeordnet, so dass die Bodendüse 3 ihn kontaktiert,
und der Nutzer ihn gut manövrieren kann.
[0026] Die Bodendüse 3 und der Akkumulator 5 sind jeweils lösbar mit dem Gerätekorpus 41
an dessen unteren Ende verbunden, während er an seinem oberen, dem unteren Ende gegenüberliegenden
Ende lösbar mit einem Ende des Saugrohrs 2 und dem Sauggutbehälter 42 verbunden ist.
Das Saugrohr 2 ist weiterhin an dem Sauggutbehälter 42 lösbar befestigt. An einem
Ende, das dem Ende gegenüberliegt, an dem das Saugrohr 2 mit dem Gerätekorpus 41 verbunden
ist, ist der Handgriff 1 lösbar mit dem Saugrohr 2 verbunden.
[0027] In der unteren Konfiguration weist der Staubsauger einen Staubsauger-Schwerpunkt
(nicht gezeigt) auf, welcher sich bei betriebsgemäßer Handhabung unterhalb einer Wirkachse
AX1 befindet. Die Wirkachse AX1verläuft durch einen Drehpunkt P2 der Bodendüse 3 und
einem Greifpunkt P1 des Handgriffs 1.
[0028] Der Staubsauger-Schwerpunkt hängt von einer Masse des Sauggutbehälters 42, einer
Masse des Antriebsaggregats 43, einer Masse des Gerätekorpus 41 und einer Masse des
Akkumulators 5 ab.
[0029] Beim Greifen des Handgriffs bei dem Greifpunkt P1 durch einen Nutzer (nicht gezeigt)
wird ein Drehmoment M1 eingeleitet, bei dem alle Massen um die Wirkachse AX1 gedreht
werden.
[0030] In der unteren Konfiguration verläuft eine Bodendüsenachse AX2 parallel zum Gelenkstutzen
31 der Bodendüse 3 und schneidet den Drehpunkt P2 der Bodendüse 3, während das Saugrohr
2 entlang einer Saugrohrachse AX5 verläuft. Die Bodendüsenachse AX2 und die Saugrohrachse
AX5 spannen einen Achsenwinkel α auf, welcher zwischen 5° und 35° liegt.
[0031] Fig. 2 zeigt eine weitere Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Staubsaugers in der
oberen Konfiguration in einer Arbeitsposition. In der oberen Konfiguration ist das
Saugrohr 2 derart zwischen der Bodendüse 3 und der Abscheideeinheit 4 angeordnet,
dass das angesaugte Sauggut (nicht gezeigt) auf dem Weg von der Bodendüse 3 in den
Sauggutbehälter 42 das Saugrohr 2 passiert. Die Bodendüse 3 ist lösbar mit dem einen
Ende des Saugrohrs 2 verbunden, während das diesem Ende gegenüberliegende Ende des
Saugrohrs 2 mit einem Ende des Gerätekorpus 41 lösbar verbunden ist. Weiterhin ist
der Akkumulator 5 lösbar mit dem Gerätekorpus 41 verbunden. Der Sauggutbehälter 42
ist mit dem Ende des Gerätekorpus 41 lösbar verbunden, das seinem Ende gegenüberliegt,
mit dem er mit dem Saugrohr 2 verbunden ist. Der Handgriff 1 ist mit dem Gerätekorpus
41 und dem Sauggutbehälter 42 lösbar verbunden. In der Arbeitsposition ist der Staubsauger
auf einem zu saugenden Untergrund 6 angeordnet, so dass die Bodendüse 3 ihn kontaktiert,
und der Nutzer ihn gut manövrieren kann.
[0032] Der Staubsauger-Schwerpunkt S, der gestrichelt gezeigt ist, befindet sich bei betriebsgemäßer
Handhabung unterhalb der Wirkachse AX1, welche durch den Drehpunkt P2 der Bodendüse
3 und dem Greifpunkt P1 des Handgriffs 1 verläuft. Der Staubsauger-Schwerpunkt S hängt
auch in dieser Konfiguration von der Masse des Sauggutbehälters 42, der Masse des
Antriebsaggregats 43, der Masse des Gerätekorpus 41 und der Masse des Akkumulators
5 ab. Die Massen des Akkumulators 5 und der Abscheideeinheit 4 befinden sich zumindest
überwiegend unterhalb der Wirkachse AX1, bezogen auf die gezeigte Arbeitsposition
des Staubsaugers.
[0033] Fig. 3 zeigt eine weitere Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Staubsaugers in der
unteren Konfiguration in einer Stehposition. In der unteren Konfiguration ist der
Staubsauger fähig, in einer Stehposition auf dem Untergrund 6 selbständig zu stehen.
Das Saugrohr 2 und die zugehörige Saugrohrachse AX5 und die Abscheideeinheit 4 mit
ihrer längsten Erstreckungsrichtung sind in der Stehposition senkrecht oder im Wesentlichen
senkrecht zu dem Untergrund 6 angeordnet. Die Massen des Akkumulators 5 und der Abscheideeinheit
4 bzw. ihre Mittelpunkte befinden sich zwischen einer Begrenzungsachse AX3 und einer
weiteren Begrenzungsachse AX4. Die Begrenzungsachse AX3 verläuft senkrecht durch den
Drehpunkt P2 der Bodendüse 3. Die weitere Begrenzungsachse AX4 verläuft senkrecht
durch einen Stehpunkt P3 verläuft, der eine Fixierverbindung darstellt. Der gestrichelt
gezeichnete Staubsauger-Schwerpunkt S befindet sich überwiegend zwischen der Begrenzungsachse
AX3 und der weiteren Begrenzungsachse AX4.
[0034] Fig. 4 zeigt eine weitere Seitenansicht des in Fig. 3 gezeigten Staubsaugers in der
oberen Konfiguration in einer vermeintlichen Stehposition. In der vermeintlichen Stehposition
ist die Abscheideeinheit 4 im Wesentlichen senkrecht zum Untergrund 6 angeordnet.
Die Massen der Abscheideeinheit 4 und des Akkumulators 5 liegend außerhalb der Begrenzungsachse
AX3 und der weiteren Begrenzungsachse AX4. Wenn ein Nutzer (nicht gezeigt) den Staubsauger
in der in Fig. 4 gezeigten vermeintlichen Stehposition anordnet, fällt er in eine
durch einen Pfeil angedeutete Fallrichtung, bis er auf dem Untergrund 6 zu liegen
kommt. Der Staubsauger ist in der oberen Konfiguration stehpositionslos.
Bezugszeichenliste
[0035]
- α
- Winkel
- AX1
- Wirkachse
- AX2
- Bodendüsenachse
- AX3
- Begrenzungsachse
- AX4
- weitere Begrenzungsachse
- AX5
- Saugrohrachse
- M1
- Drehmoment
- P1
- Greifpunkt
- P2
- Drehpunkt
- P3
- Stehverbindung
- S
- Schwerpunkt
- 1
- Handgriff
- 2
- Saugrohr
- 3
- Bodendüse
- 31
- Gelenkstutzen
- 4
- Abscheideeinheit
- 41
- Gerätekorpus
- 42
- Sauggutbehälter
- 43
- Antriebsaggregat
- 5
- Akkumulator
- 6
- Untergrund
1. Handgeführter Staubsauger mit einem Handgriff (1), einem Saugrohr (2), einer Bodendüse
(3) und einer Abscheideeinheit (4), welche ein Antriebsaggregat (43) und einen Sauggutbehälter
(42) aufweist, um Sauggut durch die Bodendüse (3) in den Sauggutbehälter (42) zu saugen,
wobei der Handgriff (1), das Saugrohr (2), die Bodendüse (3) und die Abscheideeinheit
(4) in einer ersten (unteren) Konfiguration und in einer zweiten (oberen) Konfiguration
miteinander verbunden sein können, wobei in der ersten (unteren) Konfiguration das
Saugrohr (2) zwischen der Abscheideeinheit (4) und dem Handgriff (1) angeordnet ist
und in der zweiten (oberen) Konfiguration das Saugrohr (2) derart zwischen der Bodendüse
(3) und der Abscheideeinheit (4) angeordnet ist, dass das angesaugte Sauggut auf dem
Weg von der Bodendüse (3) in den Sauggutbehälter (42) das Saugrohr (2) passiert, gekennzeichnet durch einen Staubsauger-Schwerpunkt (S), welcher sich bei betriebsgemäßer Handhabung unterhalb
einer Wirkachse (AX1) befindet, welche durch einen Drehpunkt (P2) der Bodendüse (3)
und einem Greifpunkt (P1) des Handgriffs (1) verläuft.
2. Staubsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der oberen Konfiguration die Wirkachse (AX1) im Wesentlichen entlang einer Saugrohrachse
(AX5) verläuft, entlang welcher das Saugrohr (2) verläuft.
3. Staubsauger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der unteren Konfiguration eine Bodendüsenachse (AX2) parallel in einem Gelenkstutzen
(31) der Bodendüse (3) verläuft und den Drehpunkt (P2) der Bodendüse (3) schneidet
und das Saugrohr (2) entlang einer Saugrohrachse (AX5) verläuft, wobei die Bodendüsenachse
(AX2) und die Saugrohrachse (AX5) einen Achsenwinkel (a) aufspannen, welcher zwischen
5° und 35° liegt, bevorzugt zwischen 10° und 30°, noch bevorzugt zwischen 15° und
25°.
4. Staubsauger nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Akkumulator (5), der ausgebildet ist, das Antriebsaggregat (43) mit Strom zu
versorgen.
5. Staubsauger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Staubsauger-Schwerpunkt (S) von einer Masse der Abscheideeinheit (4), enthaltend
eine Masse des Sauggutbehälters (42), eine Masse des Antriebsaggregats (43), einer
Masse eines das Antriebsaggregat (43) enthaltenden Gerätekorpus (41), und optional
einer Masse des Akkumulators (5) abhängt und sich die Massen zu mindestens 70%, bevorzugt
mindestens 80%, bevorzugter mindestens 90% unterhalb der Wirkachse (AX1) befinden,
bezogen auf eine Arbeitsposition des Staubsaugers.
6. Staubsauger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er fähig ist, in der unteren Konfiguration in einer Stehposition selbständig zu stehen.
7. Staubsauger nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugrohr (2) und die Abscheideeinheit (4) in der Stehposition senkrecht oder
im Wesentlichen senkrecht zu einem Untergrund (6) angeordnet sind, auf dem die Bodendüse
(3) angeordnet ist.
8. Staubsauger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Staubsauger-Schwerpunkt zwischen einer Begrenzungsachse (AX3), welche senkrecht
durch den Drehpunkt (P2) der Bodendüse (3) verläuft, und einer weiteren Begrenzungsachse
(AX4) in der Stehposition befindet, welche senkrecht durch einen Stehpunkt (P3) verläuft,
der eine Fixierverbindung darstellt.
9. Staubsauger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er als Zyklon-Staubsauger ausgebildet ist.
10. Staubsauger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (1), die Bodendüse (3) und die Abscheideeinheit (4) in einer dritten
Konfiguration miteinander verbunden sein können, in der der Handgriff (1) und die
Abscheideeinheit (4) saugrohrlos miteinander verbunden sind und die Bodendüse (3)
und die Abscheideeinheit (4) saugrohrlos miteinander verbunden sind.