[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogen-Ausrichtvorrichtung für eine Maschine zur Verarbeitung
von Bögen aus einem dünnen, ebenen Material wie Papier, Pappe oder Folie, sowie eine
Maschine zum Verarbeiten eines solchen Bogens sowie ein Verfahren zum Ausrichten eines
solchen Bogens.
[0002] Bei der Maschine kann es sich um eine Laminiermaschine handeln, die ein Beschichtungsmaterial,
beispielsweise eine Kunststofffolie, auf ein Substrat aufbringt und die beiden fest
miteinander verbindet. Bei der Maschine kann es sich beispielsweise auch um eine Maschine
zur Herstellung von Wellpappe handeln. Es sind aber auch andere Anwendungsbeispiele
denkbar.
[0003] Ein zu verarbeitender Bogen wird von einem Bogenanleger einem Stapel an Bögen entnommen
und einer Zufuhrstrecke zugeführt. Jeder Bogen wird dann entlang der Zufuhrstrecke
bis an den Ort transportiert, wo er beispielsweise mit einem weiteren Bogen zusammenlaminiert
wird. Der Transport entlang der Zufuhrstrecke kann durch Rollen, Förderbänder, etc.
erfolgen.
[0004] Es ist bekannt, den Bogen entlang der Zufuhrstrecke mittels einer Bogen-Ausrichtvorrichtung
auszurichten. Ein Beispiel findet sich in der
EP 2 305 463 A. Dort wird mittels Sensoren die Lage eines Bogens, der entlang der Zufuhrstrecke
transportiert wird, erkannt, und zwei Transportrollen werden hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit
so angesteuert, dass der Bogen beim Weitertransport in die eine oder die andere Richtung
um seine Hochachse gedreht wird, bis die Seitenränder des Bogens parallel zur Bewegungsrichtung
entlang der Zufuhrstrecke sind. Zusätzlich können die Transportrollen in seitlicher
Richtung verstellt werden, um einen seitlichen Versatz des Bogens auf der Zufuhrstrecke
zu korrigieren. Dokument
US 2010/327518 offenbart den Gegenstand des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine eventuelle Ausrichtung eines Bogens,
der entlang der Zufuhrstrecke transportiert wird, mit möglichst geringem Aufwand korrigieren
zu können.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß eine Bogen-Ausrichtvorrichtung für
eine Maschine zur Verarbeitung von Bögen aus einem dünnen, ebenen Material wie Papier,
Pappe oder Folie vorgesehen, mit einer Zufuhrstrecke, mindestens einem Sensor zur
Erfassung von Position und/oder Ausrichtung des Bogens sowie mindestens zwei Ausrichtmodulen,
die jeweils eine Ausrichtrolle aufweisen, der jeweils eine Antriebsvorrichtung zugeordnet
ist, wobei jedem Ausrichtmodul eine Schwenkvorrichtung zugeordnet ist, mit der die
Ausrichtrolle um eine zur Zufuhrstrecke senkrechte Schwenkachse geschwenkt werden
kann und wobei der Abstand der Ausrichtmodule voneinander einstellbar ist. Die Erfindung
beruht auf dem Grundgedanken, nicht nur die Geschwindigkeit der Ausrichtrollen geeignet
zu steuern, sondern auch die
[0007] Richtung, in der die Geschwindigkeit der Ausrichtrollen wirkt. Dadurch werden die
bisher getrennten Schritte des translatorischen Verschiebens der Bögen und des Drehens
um eine vertikale Achse zu einem einzigen Schritt zusammengefasst. Somit ergibt sich
ein einfacherer Aufbau der Vorrichtung.
[0008] Vorzugsweise umfasst der Sensor zwei Positionssensoren stromaufwärts der Ausrichtmodule,
mit denen die Vorderkante eines entlang der Zufuhrstrecke bewegten Bogens erfasst
werden kann. Aus dem zeitlichen Versatz, mit dem die Vorderkante des Bogens durch
die zwei Positionssensoren erfasst wird, lässt sich sehr präzise berechnen, um welchen
Winkel die Ausrichtung des Bogens korrigiert werden muss.
[0009] Vorzugsweise umfasst der Sensor einen Ausrichtungssensor, mit dem eine Seitenkante
und/oder eine Ausrichtung des Bogens erfasst werden kann. Mit dem Ausrichtungssensor
kann insbesondere der seitliche Versatz des Bogens erfasst werden, der auf der Zufuhrstrecke
transportiert wird. Dabei wird bevorzugt die Seitenkante im Bereich der Vorderkante
des Bogens erfasst, also eine der vorderen Ecken des Bogens.
[0010] Die Ausrichtrolle wirkt vorzugsweise mit einer Gegenrolle zusammen, sodass die Reibung
verringert ist.
[0011] Vorzugsweise ist dabei ein Andruckmodul vorgesehen, mit dem die Gegenrolle gegen
die Ausrichtrolle beaufschlagt wird. Das Andruckmodul gewährleistet, dass die zum
Ausrichten des Bogens nötigen Reibungskräfte zwischen der Ausrichtrolle und dem Bogen
wirken.
[0012] Das Andruckmodul kann einen Pneumatikzylinder, einen Exzenter, einen Elektromotor
oder einen Hubmagneten aufweisen, um die Gegenrolle in der gewünschten Weise gegen
die Ausrichtrolle zu beaufschlagen. Dabei wird insbesondere die Gegenrolle kurzzeitig
von der Andruckrolle wegbewegt, wenn die Vorderkante eines Bogens die Ausrichtrolle
erreicht, und anschließend wieder gegen die Ausrichtrolle gedrückt. Dies gewährleistet,
dass sich die Position eines Bogens nicht verändert, wenn der Bogen von der Ausrichtrolle
erfasst wird.
[0013] Der Abstand der Ausrichtmodule voneinander ist einstellbar, sodass die Bogen-Ausrichtvorrichtung
an Bögen mit unterschiedlichen Abmessungen angepasst werden kann.
[0014] Die Maschine zum Verarbeiten der Bögen umfasst vorzugsweise eine Handlingstrecke
für ein Substrat, wobei die Bogen-Ausrichtvorrichtung den Bogen der Handlingstrecke
zuführt. Die Bogen-Ausrichtvorrichtung wird dabei vorzugsweise dafür verwendet, den
auszurichtenden Bogen mit dem Substrat zu synchronisieren, also durch geeignetes Beschleunigen
oder Verzögern sicherzustellen, dass die Vorderkante eines Bogens mit der Vorderkante
des zugeordneten Substrats zusammenkommt.
[0015] Mit der Maschine und insbesondere mit der Bogen-Ausrichtvorrichtung können Bögen
verarbeitet werden, die eine Dicke von 0,1 bis 1,2 mm haben. Dabei können die Bögen
eine Grammatur von 90 bis 500 g/m
2 sowie eine Größe mit einer Breite von 400 bis 1.650 mm und einer Länge von 400 bis
2.050 mm haben.
[0016] Zur Lösung der oben genannten Aufgabe ist auch ein Verfahren zum Ausrichten eines
Bogens aus dünnem, ebenen Material wie Papier, Pappe oder Folie vorgesehen, wobei
in einem ersten Schritt die Ausrichtung des Bogens erfasst wird und in einem zweiten
Schritt der Bogen mittels mindestens zweier hinsichtlich Umfangsgeschwindigkeit und
Ausrichtung steuerbarer Ausrichtrollen auf einer Zufuhrstrecke beschleunigt, gedreht
und/oder seitlich verschoben wird. Hinsichtlich der sich ergebenden Vorteile wird
auf die obigen Erläuterungen verwiesen, auch hinsichtlich der Möglichkeit, den Bogen
mit einem Substrat zu synchronisieren.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform beschrieben, die in den
beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigen:
- Figur 1 eine erfindungsgemäße Maschine in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 2 in einer schematischen Draufsicht ein Ausrichtmodul, das bei einer Bogen-Ausrichtvorrichtung
verwendet wird, die in die Maschine von Figur 1 integriert ist;
- Figur 3 einen schematischen Schnitt durch das Ausrichtmodul von Figur 2, das mit einer
Gegenrolle zusammenwirkt;
- Figur 4 eine schematische Draufsicht auf die mit zwei Ausrichtmodulen versehene Zufuhrstrecke;
- Figur 5 schematisch ein erstes Beispiel einer Korrektur der Ausrichtung eines Bogens,
die mit der erfindungsgemäßen Bogen-Ausrichtvorrichtung erzielt wird;
- Figur 6 ein zweites Beispiel einer Korrektur; und
- Figur 7 ein drittes Beispiel einer Korrektur.
[0018] In Figur 1 ist eine Maschine 1 zum Verarbeiten von Bögen aus einem dünnen, ebenen
Material wie Papier, Pappe oder Folie gezeigt. Die Bögen werden in der Form eines
Stapels 2 bereitgestellt, von wo sie mittels eines Bogenanlegers 3 einer Zufuhrstrecke
4 zugeführt werden. Auf der Zufuhrstrecke 4 ist hier ein Bogen B zu sehen.
[0019] In die Zufuhrstrecke 4 ist eine Bogen-Ausrichtvorrichtung 5 integriert, mittels der
die Ausrichtung der über die Zufuhrstrecke 4 zugeführten Bögen B korrigiert werden
kann. Die Bögen B werden dann mit einem Substrat S zusammengeführt, um mit diesem
beispielsweise verklebt oder zusammenlaminiert zu werden. Die Substratbögen S werden
einem Stapel 6 entnommen.
[0020] Die Bogen-Ausrichtvorrichtung weist zwei Ausrichtmodule 10 auf (siehe insbesondere
die Figuren 2 bis 4), die als wesentliches Bauteil jeweils eine Ausrichtrolle 12 aufweisen.
Jede der Ausrichtrollen 12 ist dafür vorgesehen, mit der Oberfläche eines auszurichtenden
Bogens zusammenzuwirken. Zu diesem Zweck weist die Ausrichtrolle zumindest auf ihrer
Umfangsfläche ein Material auf, das sich durch einen Reibbeiwert auszeichnet. Die
Ausrichtrolle 12 kann beispielsweise aus Gummi bestehen.
[0021] Jedes Ausrichtmodul 10 weist eine Antriebsvorrichtung 14 auf, mit der die Rotationsgeschwindigkeit
der entsprechenden Ausrichtrolle 12 gesteuert werden kann. Die Antriebsvorrichtung
14 kann insbesondere einen Elektromotor enthalten.
[0022] Jedes Ausrichtmodul 10 weist außerdem eine Schwenkvorrichtung 16 auf, mit der die
Ausrichtrolle 12 um eine Schwenkachse A verschwenkt werden kann (siehe auch den Pfeil
P in Figur 2). Die Schwenkachse A steht dabei senkrecht auf der Ebene, entlang der
die Bögen B durch die Bogen-Ausrichtvorrichtung 5 transportiert werden.
[0023] Jede Ausrichtrolle 12 wirkt mit einer Gegenrolle 20 zusammen, sodass zwischen der
Ausrichtrolle 12 und der Gegenrolle 20 die Bögen B hindurchbewegt werden können.
[0024] Jeder Gegenrolle 20 ist ein Andruckmodul 22 zugeordnet, mit dem die Andruckkraft
gesteuert werden kann, mit der die Gegenrolle 20 gegen die Ausrichtrolle 12 beaufschlagt
wird. Weiterhin kann mittels des Andruckmoduls kurzzeitig die Gegenrolle 20 von der
Ausrichtrolle 12 wegbewegt werden, sodass ein Bogen in den Spalt zwischen Ausrichtrolle
12 und Gegenrolle 20 "eingefädelt" werden kann, ohne dass dabei die Vorderkante des
Bogens abgebremst wird.
[0025] Im Gegensatz zu den Ausrichtrollen 12 ist die Ausrichtung der Drehachse der Gegenrollen
20 nicht einstellbar; die Schwenkachse verbleibt immer senkrecht zu der Richtung,
entlang der die Bögen transportiert werden.
[0026] Die Gegenrollen 20 weisen zumindest auf ihrer Umfangsfläche ein Material auf, das
einen niedrigen Reibbeiwert hat. Dementsprechend entspricht die Bewegung eines Bogens
im Bereich des Zusammenwirkens zwischen einer Ausrichtrolle 12 und der Gegenrolle
20 der Umfangsgeschwindigkeit und Ausrichtung der entsprechenden Ausrichtrolle 12.
[0027] Die Bogen-Ausrichtvorrichtung 5 weist außerdem Sensoren zur Erfassung der Position
und der Ausrichtung der Bögen B auf.
[0028] In Figur 4 sind zwei Positionssensoren 30 gezeigt, die stromaufwärts der beiden Ausrichtmodule
10 angeordnet sind. Die beiden Positionssensoren 30 befinden sich "auf gleicher Höhe",
sodass sie die Vorderkante eines Bogens B, wenn dieser korrekt ausgerichtet ist, gleichzeitig
erfassen.
[0029] Die beiden Positionssensoren 30 sind in einem solchen Abstand beiderseits einer Mittelebene
der Bogen-Ausrichtvorrichtung 5 angeordnet, dass sie die Vorderkante eines Bogens
auch bei maximalem seitlichem Versatz erfassen können.
[0030] Grundsätzlich ist es für die Erfassungsgenauigkeit wünschenswert, den Abstand der
Positionssensoren so groß wie möglich zu wählen. Um jedoch auch kleinere Bögen erfassen
zu können, kann der Abstand der Positionssensoren voneinander eingestellt werden.
[0031] Die Bogen-Ausrichtvorrichtung 5 weist außerdem einen Ausrichtungssensor 32 auf, der
seitlich angeordnet ist. Dieser dient dazu, eine Seitenkante eines transportierten
Bogens B zu erfassen, insbesondere im Bereich des Übergangs zur Vorderkante. Wenn
die Ausrichtung der Vorderkante zusammen mit der Position der Seitenkante beispielsweise
am Übergang zur Vorderkante bekannt ist, lässt sich nicht nur berechnen, ob und gegebenenfalls
wie viel ein Bogen B relativ zur korrekten Ausrichtung verdreht ist, sondern auch,
wie weit er seitlich versetzt ist.
[0032] Eine hier nicht gezeigte Steuerung berechnet ausgehend von den Signalen der Sensoren
30, 32, wie die Ausrichtung und/oder Position jedes einzelnen Bogens korrigiert werden
muss, damit dieser in der gewünschten Weise mit dem Substrat S zusammengeführt werden
kann.
[0033] In Figur 5 ist schematisch ein Bogen B gezeigt, der in der Transportrichtung T entlang
der Bogen-Ausrichtvorrichtung 5 transportiert und dort korrekt ausgerichtet wird.
Im Beispiel von Figur 5 ist der Bogen B im Ausgangszustand gegenüber seiner korrekten
Ausrichtung im Uhrzeigersinn verdreht. Die beiden Ausrichtmodule 10 werden daher so
angesteuert, dass der Bogen B, wenn die Ausrichtrollen 12 mit ihm zusammenwirken,
ihn auf der linken Seite etwas schneller transportieren als auf der rechten Seite,
sodass der Bogen B schließlich, wenn er sich stromabwärts der Ausrichtmodule 10 befindet,
seine korrekte Ausrichtung hat (siehe den wieder in durchgehenden Linien dargestellten
Bogen B stromabwärts der Ausrichtrollen 12).
[0034] Zur Vereinfachung ist die höhere Geschwindigkeit der linken Ausrichtrolle 12 in Figur
5 durch einen längeren Geschwindigkeitspfeil dargestellt. Tatsächlich werden sich
die Ausrichtrollen 12 jedoch, wenn die Vorderkante des auszurichtenden Bogens B in
den Spalt zwischen die Ausrichtrollen 12 und die Gegenrollen 20 eintritt, mit einer
solchen Geschwindigkeit drehen, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Ausrichtrollen
der Transportgeschwindigkeit des Bogens entspricht. Erst wenn der Bogen vollständig
von den beiden Ausrichtmodulen 10 erfasst ist, wird die (bezogen auf Figur 5) linke
Ausrichtrolle 12 kurzzeitig auf eine höhere Umfangsgeschwindigkeit gebracht, sodass
die nötige Korrektur der Ausrichtung des Bogens B erfolgt. Wenn der Bogen B die Ausrichtrollen
12 verlässt, drehen diese sich wieder mit einer Geschwindigkeit, die der Transportgeschwindigkeit
des Bogens B entspricht.
[0035] Mit den Ausrichtmodulen 10 kann auch der Bogen mit dem Substrat S synchronisiert
werden, dem er zugeführt werden soll. Der Bogen B kann also insgesamt beschleunigt
oder verzögert werden, sodass die Vorderkante des Bogens B exakt mit der Vorderkante
des Substrats S zusammentrifft.
[0036] In Figur 6 ist ein Bogen B gezeigt, der stromaufwärts der Ausrichtmodule seitlich
versetzt ist. Die Ausrichtmodule werden daher, da der Bogen B nicht gedreht werden
muss, beide mit derselben Geschwindigkeit betrieben (dies ist durch die beiden Geschwindigkeitspfeile
dargestellt, die gleich lang sind). Allerdings werden die Ausrichtrollen 12 mittels
der Schwenkvorrichtung so eingestellt, dass der Bogen B insgesamt schräg transportiert
wird, bis er stromabwärts der Ausrichtmodule 12 seine korrekte Position einnimmt.
[0037] Auch hier kann vorgesehen sein, dass die Ausrichtrollen 12, wenn die Vorderkante
des Bogens B in den Spalt zwischen den Ausrichtrollen und den Gegenrollen eintritt,
in der Transportrichtung des Bogens B ausgerichtet sind und erst anschließend für
eine kurze Zeit geeignet geschwenkt werden. Bevor die Hinterkante des Bogens die Ausrichtmodule
10 verlässt, wurden die Ausrichtrollen 12 mittels der Schwenkvorrichtung 14 wieder
so verschwenkt, dass die Drehachse der Ausrichtrollen 14 senkrecht zur Längsrichtung
der Bogen-Ausrichtvorrichtung und zur Transportrichtung T ist.
[0038] In Figur 7 ist ein Beispiel gezeigt, bei dem der Bogen B sowohl verdreht als auch
seitlich versetzt ist. Dementsprechend werden die Ausrichtrollen 12 sowohl verschwenkt,
um den seitlichen Versatz zu kompensieren, als auch geeignet mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten angetrieben, um die Verdrehung zu kompensieren.
[0039] Es ist grundsätzlich denkbar, dass auch stromabwärts der Ausrichtmodule 10 geeignete
Sensoren vorgesehen sind, die die Ausrichtung und/oder Position der Bögen B erfassen
können. Es ist in diesem Fall dann möglich, eine Regelung zu implementieren, die zu
einer noch höheren Genauigkeit bei der Korrektur der Ausrichtung der Bögen B führt.
1. Bogen-Ausrichtvorrichtung (5) für eine Maschine zur Verarbeitung von Bögen (B) aus
einem dünnen, ebenen Material wie Papier, Pappe oder Folie, mit einer Zufuhrstrecke,
mindestens einem Sensor (30, 32) zur Erfassung von Position und/oder Ausrichtung des
Bogens (B) sowie mindestens zwei Ausrichtmodulen (10), die jeweils eine Ausrichtrolle
(12) aufweisen, der jeweils eine Antriebsvorrichtung (14) zugeordnet ist, wobei jedem
Ausrichtmodul (10) eine Schwenkvorrichtung (16) zugeordnet ist, mit der die Ausrichtrolle
(10) um eine zur Zufuhrstrecke senkrechte Schwenkachse (A) geschwenkt werden kann,
dadurch gekennzeichnet dass der Abstand der Ausrichtmodule (10) voneinander einstellbar ist.
2. Bogen-Ausrichtvorrichtung (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor zwei Positionssensoren (30) stromaufwärts der Ausrichtmodule (10) umfasst,
mit denen die Vorderkante eines entlang der Zufuhrstrecke bewegten Bogens (B) erfasst
werden kann.
3. Bogen-Ausrichtvorrichtung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor einen Ausrichtungssensor (32) umfasst, mit dem eine Seitenkante und/oder
eine Ausrichtung des Bogens (B) erfasst werden kann.
4. Bogen-Ausrichtvorrichtung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtrolle (12) mit einer Gegenrolle (20) zusammenwirkt.
5. Bogen-Ausrichtvorrichtung (5) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Andruckmodul (22) vorgesehen ist, mit dem die Gegenrolle (20) gegen die Ausrichtrolle
(12) beaufschlagt wird.
6. Bogen-Ausrichtvorrichtung (5) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckmodul (22) eine Pneumatikzylinder, einen Exzenter, einen Elektromotor
oder einen Hubmagneten aufweist.
7. Maschine zum Verarbeiten von Bögen (B) aus einen dünnen, ebenen Material wie Papier,
Pappe oder Folie, wobei eine Bogen-Ausrichtvorrichtung (5) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche vorgesehen ist.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Handlingstrecke für ein Substrat (S) umfasst, wobei die Bogen-Ausrichtvorrichtung
(5) den Bogen (B) der Handlingstrecke zuführt.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bögen (B) eine Dicke von 0,1 bis 1,2 mm haben.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bögen (B) eine Grammatur von 90 bis 500 g/m2 haben.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bögen (B) eine Größe mit einer Breite von 400 bis 1.650 mm und einer Länge von
400 bis 2.050 mm haben.
1. Sheet orientation device (5) for a machine for processing sheets (B) of a thin, flat
material such as paper, cardboard or foil, having a feed section, at least one sensor
(30, 32) for detecting position and/or orientation of the sheet (B) and at least two
orientation modules (10), each of which has an orientation roller (12), with each
of which a drive device (14) is associated, each orientation module (10) being associated
with a pivoting device (16) with which the orientation roller (10) can be pivoted
about a pivot axis (A) perpendicular to the feed section, characterised in that the spacing of the orientation modules (10) from one another is adjustable.
2. Sheet orientation device (5) according to claim 1, characterised in that the sensor comprises two position sensors (30) upstream of the orientation modules
(10), with which the leading edge of a sheet (B) moved along the feed section can
be detected.
3. Sheet orientation device (5) according to any one of the preceding claims, characterised in that the sensor comprises an orientation sensor (32) with which a side edge and/or an
orientation of the sheet (B) can be detected.
4. Sheet orientation device (5) according to any one of the preceding claims, characterised in that the orientation roller (12) cooperates with a counter-roller (20).
5. Sheet orientation device (5) according to claim 4, characterised in that a pinch module (22) is provided with which the counter-roller (20) is pressed against
the orientation roller (12).
6. Sheet orientation device (5) according to claim 5, characterised in that the pinch module (22) comprises a pneumatic cylinder, an eccentric, an electric motor
or a lifting magnet.
7. Machine for processing sheets (B) of a thin, flat material such as paper, cardboard
or foil, wherein there is provided a sheet orientation device (5) according to any
one of the preceding claims.
8. Machine according to claim 7, characterised in that it comprises a handling section for a substrate (S), wherein the sheet orientation
device (5) feeds the sheet (B) to the handling section.
9. Machine according to any one of claims 7 and 8, characterised in that the sheets (B) have a thickness of 0.1 to 1.2 mm.
10. Machine according to any one of claims 7 to 9, characterised in that the sheets (B) have a grammage of 90 to 500 g/m2.
11. Machine according to any one of claims 7 to 10, characterised in that the sheets (B) have a size with a width of 400 to 1,650 mm and a length of 400 to
2,050 mm.
1. Dispositif d'orientation de feuille (5) pour une machine de traitement de feuilles
(B) constituées d'un matériau mince et plat tel que du papier, du carton ou un film,
avec une section d'amenée, au moins un capteur (30, 32) pour détecter la position
et/ou l'orientation de la feuille (B) et au moins deux modules d'orientation (10),
qui présentent respectivement un rouleau d'orientation (12), qui est respectivement
associé à un dispositif d'entraînement (14), dans lequel chaque module d'orientation
(10) est associé à un dispositif de pivotement (16) à l'aide duquel le rouleau d'orientation
(10) peut être pivoté autour d'un axe de pivotement (A) perpendiculaire à la section
d'amenée, caractérisé en ce que la distance entre les modules d'orientation (10) peut être réglée.
2. Dispositif d'orientation de feuille (5) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur comprend deux capteurs de position (30) en amont des modules d'orientation
(10), à l'aide desquels le bord avant d'une feuille (B) déplacée le long de la section
d'amenée peut être détecté.
3. Dispositif d'orientation de feuille (5) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le capteur comprend un capteur d'orientation (32) à l'aide duquel un bord latéral
et/ou une orientation de la feuille (B) peut être détecté(e).
4. Dispositif d'orientation de feuille (5) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le rouleau d'orientation (12) coopère avec un rouleau antagoniste (20).
5. Dispositif d'orientation de feuille (5) selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un module de pression (22) est prévu, à l'aide duquel le rouleau antagoniste (20)
est appliqué contre le rouleau d'orientation (12).
6. Dispositif d'orientation de feuilles (5) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le module de pression (22) présente un vérin pneumatique, un excentrique, un moteur
électrique ou un aimant de levage.
7. Machine pour le traitement de feuilles (B) d'un matériau mince et plat tel que du
papier, du carton ou un film, dans laquelle un dispositif d'orientation de feuille
(5) selon l'une quelconque des revendications précédentes est prévu.
8. Machine selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'elle comprend une section de manipulation pour un substrat (S), dans laquelle le dispositif
d'orientation de feuille (5) amène la feuille (B) à la section de manipulation.
9. Machine selon l'une quelconque des revendications 7 et 8, caractérisée en ce que les feuilles (B) présentent une épaisseur comprise entre 0,1 et 1,2 mm.
10. Machine selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisée en ce que les feuilles (B) présentent un grammage de 90 à 500 g/m2.
11. Machine selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que les feuilles (B) présentent une taille avec une largeur de 400 à 1650 mm et une longueur
de 400 à 2050 mm.