[0001] Die Erfindung betrifft ein Dichtelement zur Verwendung bei einem Rotor mit einer
Rotorscheibe, an der im Umfang verteilt eine Mehrzahl Laufschaufeln angebracht werden
können. Eine Mehrzahl Dichtelemente sind hierbei an einer Stirnseite der Rotorscheibe
angeordnet, mittels denen eine Abdeckung der zur Aufnahme der Laufschaufeln erforderlichen
Schaufelhaltenuten erfolgt. Die Erfindung betrifft außerdem einen Rotor.
[0002] Aus der
DE102016208759A1 oder auch der
EP3061916A1 sind verschiedene Arten von Rotoren bekannt, welche eine Rotorscheibe mit Laufschaufeln
und Dichtblechen aufweisen. Hierbei weist die Rotorscheibe am Außenumfang verteilt
Schaufelhaltenuten auf, in die jeweils eine Laufschaufel mit einem Schaufelfuß befestigt
ist. Die Laufschaufeln weisen radial außerhalb der Rotorscheibe eine Schaufelplattform
auf, welche sich in Umfangsrichtung jeweils bis zur nachfolgenden Schaufelplattform
erstreckt. An einer oder an beiden Stirnseiten der Rotorscheibe befinden sich zur
Abdeckung der Schaufelhaltenuten Dichtbleche, die insbesondere eine Trennung zwischen
einem am Rotor entlang strömenden Heißgas zu einer im Inneren der Laufschaufeln strömenden
Kühlluft bewirken sollen.
[0003] Hierzu werden die Dichtbleche in bekannter Weise in einer inneren Ringnut an der
Rotorscheibe sowie in einer durch die Laufschaufel gebildeten äußeren Ringnut gelagert.
Aufgabe der Lagerung des Dichtblechs in der Ringnut ist insbesondere die Abdichtung
des Bereichs zwischen dem Dichtblech und der Rotorscheibe getrennt von einem Bereich
auf der gegenüberliegenden Seite vom Dichtblech.
[0004] Weiterhin sind Ausführungsformen bekannt, bei denen die Dichtbleche weiterhin mittels
einer Verhakung an der Rotorscheibe befestigt sind. Hierbei weist die Rotorscheibe
zwischen den Schaufelhaltenuten sowie die Dichtbleche entsprechende zueinander komplementäre
Verhakungsmittel auf. Dieses verbessert die axiale Fixierung der Dichtbleche an der
Rotorscheibe.
[0005] Nachteilig bei dieser an sich vorteilhaften Befestigung der Dichtbleche ist die notwendige
Anordnung der Ringnut in der Rotorscheibe mit den Verhakungsmitteln, damit die axiale
Position sowohl der Ringnut als auch der Verhakungsmittel feststeht. Nur hierdurch
kann eine problemlose Montage gewährleistet und Biegespannungen im Dichtblech bei
deren Einbau an der Rotorscheibe vermieden werden. Dieser Nachteil zeigt sich insbesondere
in der Herstellung der Rotorscheibe mit den notwendigen Bearbeitungsschritten zur
Realisierung der Verhakungsmitteln und der Ringnut.
[0006] Dies führt zur nächsten Anforderung, der notwendigen Abdichtung zwischen dem Dichtblech
im Bereich der Ringnut, um einen Verlust von Kühlluft zu verhindern. Hierzu ist einerseits
vorgesehen, dass die Dichtbleche mit einem inneren Randabschnitt an der Rotorscheibe
fixiert werden und somit zugleich eine vorteilhafte Dichtigkeit durch das Ineinandergreifen
von innerem Randabschnitt in die Ringnut bewirkt wird. Sofern die Dichtelemente mit
dem inneren Randabschnitt in Ringnuten im Rotor gelagert werden, so führt in aller
Regel ein Überdruck zwischen Rotorscheibe und Dichtblech zu einem Anpressen des inneren
Randabschnitts des Dichtblechs an eine von der Rotorscheibe wegweisende Flanke der
Ringnut.
[0007] Wenn jedoch nun eine axiale Verschiebbarkeit der Dichtbleche am inneren Randabschnitt
gefordert wird, weil beispielsweise thermische Dehnungen zur Verlagerung der Ringnut
führen oder die Ringnut in einem benachbarten Bauteil angeordnet ist, so können die
zuvor genannten Lösungen nicht angewendet werden.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine die axiale Fixierung der Dichtbleche
an der Rotorscheibe beabstandet von einem inneren Randabschnitt zu ermöglichen, ohne
dass eine axiale Fixierung am inneren Randabschnitt notwendig ist.
[0009] Die gestellte Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines Dichtelements
nach der Lehre des Anspruchs 1 gelöst. Ein erfindungsgemäßer Rotor ist im Anspruch
2 angegeben. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Ein zweite erfindungsgemäße Ausführung eines Rotors basierend auf der gleichen Idee
zur Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 14 angegeben.
[0011] Das gattungsgemäße Dichtelement dient bestimmungsgemäß zur Verwendung bei einem Rotor.
Um welche Art von Rotor es sich hierbei handelt ist zunächst unerheblich, wobei das
Dichtelement insbesondere Verwendung bei einer Gasturbine findet. Hiervon unabhängig
kann die Ausführungsform ebenso für andere Arten von Rotoren, beispielsweise einer
Dampfturbine eingesetzt werden. Die Ausführung des Rotors ist für die Bestimmung des
Dichtelements zunächst belanglos. Zumindest bedarf es eines Bezuges zu einer Rotorachse
und zu einer Seite bzw. zu einer anderen Seite. Hierzu umfasst der bestimmungsgemäße
Rotor eine Rotorscheibe und definiert eine Rotorachse.
[0012] Das Dichtelement bildet einen Teil einer ringförmigen Scheibe und insofern zumindest
abschnittsweise einen Abschnitt eines Rotationskörpers. Dabei erstreckt sich das Dichtelement
im Wesentlichen in Umfangsrichtung und in radialer Richtung, während demgegenüber
die axiale Ausdehnung geringer ist. Dabei bildet das Dichtelement auf der zur Rotorachse
weisenden Seite einen inneren Randabschnitt und gegenüberliegend auf der radial auswärts
weisenden Seite einen äußeren Randabschnitt. Die in bestimmungsgemäßer Einbaulage
zur Rotorscheibe weisende Seite wird im Folgenden als Innenseite des Dichtelements
und die gegenüberliegende von der Rotorscheibe wegweisende Seite als Außenseite definiert.
[0013] Das Dichtelement weist an der Innenseite einen in axialer Richtung, d.h. in Richtung
der Rotorachse, erhabenen Haltevorsprung auf. Dieser dient bestimmungsgemäß zur Befestigung
des Dichtelements an der Rotorscheibe. Dabei ist der Haltevorsprung zwischen dem inneren
Randabschnitt und dem äußeren Randabschnitt angeordnet. Hierbei ist es zunächst unerheblich,
ob am Dichtelement nur ein Haltevorsprung oder mehrere Haltevorsprünge angeordnet
sind. Auch ist es zunächst unerheblich, ob ein Haltevorsprung mit einem Befestigungsvorsprung
oder ein Haltevorsprung mit zwei Befestigungsvorsprüngen und/oder zwei Haltevorsprünge
mit einem Befestigungsvorsprung verbunden werden. Wesentlich ist die vorgesehene axiale
Fixierung des Dichtelements an der Rotorscheibe durch die Verbindung von Haltevorsprung
und Befestigungsvorsprung.
[0014] Bei der Betrachtung des Dichtelements als Teil einer ringförmigen Scheibe bzw. der
Erstreckung "zumindest" in Umfangsrichtung und in radialer Richtung wird dementsprechend
der Haltevorsprung vernachlässigt. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Dichtelement
weitere Geometrien, wie beispielsweise Rippen, aufweist, welche sich nicht als Teil
eines Rotationskörpers darstellen.
[0015] Als ein weiteres Merkmal eines gattungsgemäßen Dichtelements weist dieses auf der
zur Rotorachse weisenden Unterseite eine konische Umfangsfläche auf. Entsprechend
der Tatsache, dass es sich beim Dichtelement um ein Segment im Umfang um die Rotorachse
handelt, so handelt es sich genauer betrachtet bei der Umfangsfläche um einen in Umfangsrichtung
begrenzten Abschnitt einer konischen Rotationsfläche.
[0016] Bei bekannten Ausführungen von Dichtblechen mit einer konischen Unterseite dient
dies entweder ausschließlich der Materialeinsparung bzw. Gewichtsreduzierung oder
ergibt aufgrund eines beschränkten Bauraums. In allen bekannten Fällen gibt es keine
weitere Funktion für die Unterseite bzw. die konische Umfangsfläche.
[0017] Demgegenüber ist erfindungsgemäß nun vorgesehen, dass die Ausrichtung der konischen
Unterseite entgegen den üblichen Dichtblechen nunmehr beim Dichtelement umgedreht
wird und dabei die Funktion einer Dichtfläche erfüllt. Hieraus ergibt sich entsprechend,
dass der Abstand der Dichtfläche zur Rotorachse von der Außenseite zur Innenseite
hin geringer wird.
[0018] Im Stand der Technik ist es ansonsten üblich, die Abdichtung am inneren Randabschnitt
des Dichtelements durch eine Anlage der Außenseite des inneren Randabschnitts an einer
Flanke der Ringnut zu bewirken. Demgegenüber ist hier vorgesehen, dass die Abdichtung
an der Unterseite des Dichtelements, d.h. an der nunmehr vorhandenen Dichtfläche,
erfolgt. Dieses ermöglicht die Befreiung von dem Zwang, den inneren Randabschnitt
in einer Ringnut axial feststehend lagern zu müssen.
[0019] Weiterhin wird mit dem erfindungsgemäßen Dichtelement die Realisierung eines erfindungsgemäßen
Rotors ermöglicht.
[0020] Der gattungsgemäße Rotor weist hierzu - wie zuvor beschrieben - zumindest eine Rotorscheibe
auf, welche am Außenumfang verteilt angeordnet eine Mehrzahl von Schaufelhaltenuten
aufweist. Hierbei verlaufen die Schaufelhaltenuten in axialer Richtung parallel zur
Rotorachse oder in einer hierzu geneigten Richtung oder weisen einen bogenförmigen
Verlauf, vorwiegend in axialer Richtung auf. Die Schaufelhaltenuten sind jeweils bestimmt
zur Aufnahme von Laufschaufeln.
[0021] Dabei weist die Rotorscheibe eine Mehrzahl im Umfang verteilt angeordnete Befestigungsvorsprünge
auf, welche sich von einer Stirnseite der Rotorscheibe aus axial erstrecken. Dabei
sind die Befestigungsvorsprünge jeweils zwischen benachbarten Schaufelhaltenuten angeordnet.
[0022] Weiterhin umfasst die gattungsgemäße Ausführungsform des Rotors eine Mehrzahl im
Umfang verteilt angeordnete Dichtelemente, welche vor einer Stirnseite der Rotorscheibe
die Schaufelhaltenuten zumindest abschnittsweise abdecken. Zur Befestigung der Dichtelemente
an der Rotorscheibe in zumindest axialer Richtung ist vorgesehen, dass die Dichtelemente
sich axial zur Stirnseite erstreckende Haltevorsprünge aufweisen. Dabei sind die Haltevorsprünge
an den Befestigungsvorsprüngen befestigt, so dass zumindest eine axiale Fixierung
erfolgt.
[0023] Erfindungsgemäß werden nunmehr Dichtelemente wie zuvor beschrieben eingesetzt, welche
auf der zur Rotorachse weisenden Unterseite eine Dichtfläche aufweisen.
[0024] Ein vorteilhafter Rotor weist weiterhin eine Mehrzahl an Laufschaufeln auf, welche
im Umfang verteilt an der Rotorscheibe angeordnet sind. Hierbei sind die Laufschaufeln
jeweils mit einem Schaufelfuß in den entsprechenden Schaufelhaltenuten befestigt.
Die Laufschaufeln weisen hierbei jeweils eine sich an den Schaufelfuß anschließende
Schaufelplattform auf, welche die Rotorscheibe abschnittsweise überdeckt und sich
hierbei bis über eine Stirnseite der Rotorscheibe hinaus erstreckt. Ein Schaufelblatt
befindet sich radial auswärts erstreckend an der Schaufelplattform. Die Ausführung
der Laufschaufeln ist für die Erfindung ohne wesentlichen Belang und dem Fachmann
aus dem Stand der Technik wohl bekannt.
[0025] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn in der Schaufelplattform im einem die Stirnseite
überragenden Abschnitt eine sich zur Rotorachse öffnende Ringsegmentnut angeordnet
ist. In diesem Fall ist vorgesehen, dass das Dichtelement mit einem äußeren, radial
nach außen weisendem Randabschnitt in der Ringsegmentnut aufgenommen ist. Hierdurch
wird eine axiale Kopplung zwischen der Laufschaufel dem Dichtelement und durch dessen
Fixierung an der Rotorscheibe eine axiale Kopplung zwischen der Laufschaufel und der
Rotorscheibe erreicht.
[0026] Zur axialen Verbindung von Haltevorsprung und Befestigungsvorsprung stehen verschiedene
Ausführungsformen zur Verfügung, wobei in einer ersten vorteilhaften Ausführungsform
der Haltevorsprung in Form eines sich zur Rotorachse erstreckenden Hakens gebildet
wird. Hierzu ist es notwendig, dass die Rotorscheibe einen Befestigungsvorsprung in
Form eines sich radial auswärts erstreckenden Hakens aufweist. Durch das Ineinanderhaken
von Befestigungsvorsprung und Haltevorsprung wird die axiale Fixierung erzielt. Diese
Ausführungsform begünstigt eine besonders einfache Montage des Dichtelements mit einem
Einschieben auf die Rotorachse zuweisend.
[0027] In alternativer Ausführungsform ist es ebenso möglich, den Haltevorsprung in Form
eines sich radial auswärts erstreckenden Hakens zu bilden. Dementsprechend ist es
notwendig, dass der Befestigungsvorsprung an der Rotorscheibe in Form eines sich zur
Rotorachse erstreckenden Hakens ausgeführt wird. Analog wird durch das Ineinanderhaken
von Befestigungsvorsprung und Haltevorsprung eine axiale Fixierung ermöglicht.
[0028] Weiterhin können beide Ausführungen kombiniert werden, indem der Haltevorsprung oder
der Befestigungsvorsprung ein T-förmiges Profil aufweist, welcher von einem bestimmungsgemäß
C-förmigen Befestigungsvorsprung respektive Haltevorsprung umklammert wird. Analog
kann eine Ausführung in Art einer Schwalbenschwanzverbindung gewählt werden.
[0029] Die stabile Befestigung des Dichtelements an der Rotorscheibe insbesondere in der
Verbindung des Haltevorsprungs am Befestigungsvorsprung wird begünstigt, wenn sich
die beiden Ränder des Dichtelements in Umfangsrichtung im Bereich zwischen zwei Schaufelhaltenuten
befinden. Dieses ermöglicht die Verhakung des Haltevorsprungs an zwei benachbarte,
durch eine zwischenliegende Schaufelhaltenut beabstandete, Befestigungsvorsprünge.
Ebenso ist es in diesem Fall möglich, an einem Dichtelement zwei in Umfangsrichtung
beabstandete Haltevorsprünge vorzusehen.
[0030] Eine radiale Fixierung des Dichtblechs kann auf unterschiedliche Weise erfolgen,
wobei in einer ersten einfachen und vorteilhaften Ausführungsform eine Anlage des
äußeren Randabschnitts mit einer radial einwärts weisenden Anlagefläche an der Schaufelplattform,
d.h. vorteilhaft am Nutgrund der Ringsegmentnut, vorgesehen ist. Insofern werden Fliehkräfte
vom Dichtelement zunächst auf die Schaufelplattform übertragen.
[0031] Mit einer Ausführungsform der Verhakung von Haltevorsprung und Befestigungsvorsprung
mit einem zur Rotorachse weisenden Befestigungsvorsprung oder der Kombination von
C- und T-förmigen Halte-/Befestigungsvorsprung ist es alternativ vorteilhaft möglich,
die Fliehkräfte vom Dichtelement unmittelbar auf die Rotorscheibe über die Verbindung
von Haltevorsprung am Befestigungsvorsprung zu übertragen.
[0032] Zur Montage bei dieser Ausführungsform ist es einerseits möglich, eine Bajonett-artige
Befestigung vorzusehen, bei der zunächst das Dichtelement derartig positioniert wird,
dass sich der Haltevorsprung in Umfangsrichtung neben dem Befestigungsvorsprung befindet
und nachfolgend durch eine relative Verschiebung in Umfangsrichtung das Ineinandergreifen
von Befestigungsvorsprung und Haltevorsprung bewirkt wird.
[0033] Bei einer Abstützung des Dichtelements über den äußeren Randabschnitt an der Schaufelplattform
ist es weiterhin möglich das Dichtelement radial einwärts zu montieren und nach einem
Verschieben in Umfangsrichtung - mit einem Freigeben einer Schaufelhaltenut - die
Laufschaufel einzuschieben und sodann die Dichtelemente in ihrer Sollposition zurück
zu verschieben.
[0034] Andererseits - sofern der Bauraum ein radiales Spiel ermöglicht - ist es weiterhin
möglich, eine Montage des Dichtelements mit einer radial auswärts weisenden Bewegung
vorzusehen. Hierbei ist es erforderlich, dass neben dem inneren Randabschnitt in der
Einbauposition ein hinreichender Freiraum an der Rotorscheibe vorhanden ist, so dass
zunächst das Dichtelement mit dem inneren Randabschnitt im Freiraum angeordnet wird
und sodann mit einer radial auswärts weisenden Bewegung bei gleichzeitigem Schwenken
des Dichtelements eine Fügung des Haltevorsprungs am Befestigungsvorsprung und vorteilhaft
eine Anlage des äußeren Randabschnitts an der Schaufelplattform erfolgt.
[0035] Unabhängig von der Art der Montage ist es in jedem Fall vorteilhaft, wenn eine Verschiebung
des Dichtelements in Umfangsrichtung relativ zur Rotorscheibe im Gebrauch des Rotors
verhindert ist. Entsprechend ist es vorteilhaft, wenn das Dichtelement mittels eines
Sicherungselements in Umfangsrichtung an der Rotorscheibe und/oder der Laufschaufel
gesichert ist.
[0036] In besonders vorteilhafter Ausführung wird auf der zur Rotorachse weisenden Seite
an der Dichtfläche ein Dichtring angeordnet, welcher zumindest bei Rotation des Rotors
an der Dichtfläche anliegt. Wenngleich es möglich ist, den Dichtring mehrteilig auszuführen,
ist es besonders vorteilhaft, wenn dieser in Art eines Kolbenrings ausgeführt ist.
Um eine Montage des Rotors zu ermöglichen, insbesondere bei einer Wartung einen Tausch
des Dichtringes durchführen zu können, kann weiterhin vorgesehen sein, den Dichtring
zweiteilig auszuführen.
[0037] In besonders vorteilhafter Gestalt liegt der Dichtring flächig an den Dichtflächen
der Dichtelemente an und weist somit auf der radial nach außen weisenden Seite eine
ebenso konische Gestalt auf. Alternativ ist es hierzu möglich, den Dichtring auf der
radial auswärts weisenden Seite ballig auszuführen, dass unabhängig von der axialen
Lage des Dichtringes an der konischen Dichtfläche eine umlaufende Anlage gegeben ist.
[0038] Die erfindungsgemäße Lösung soll es ermöglichen, dass sich das Dichtelement relativ
zum Dichtring axial verschieben kann. Dazu ist es vorteilhaft, wenn die aufeinander
liegenden Flächen in axialer Richtung nicht gleich breit sind. Hierzu kann in einer
ersten vorteilhaften Ausführung vorgesehen sein, dass die Breite der Dichtfläche am
Dichtelement betrachtet in axialer Richtung zwischen der 0,6-fachen und der 0,9-fachen
Breite des Dichtringes entspricht. Besonders vorteilhaft ist in diesem Fall ein Verhältnis
der Breite der Dichtfläche in axialer Richtung zur Breite des Dichtringes zwischen
dem 0,7-fachen und dem 0,8-fachen. In einer zweiten vorteilhaften Ausführungsform
wird die Dichtfläche breiter als der Dichtring ausgeführt. In diesem Fall liegt die
vorteilhafte Breite des Dichtringes zwischen dem 0,6-fachen und dem 0,9-fachen der
Breite der Dichtfläche in axialer Richtung. Besonders vorteilhaft ist analog eine
Breite des Dichtringes zwischen dem 0,7-fachen und dem 0,8-fachen der Breite der Dichtfläche
betrachtet in axialer Richtung.
[0039] Die zuverlässige Lage des Dichtringes unterhalb der Dichtfläche wird sichergestellt,
wenn der Dichtring bei auftretenden Fliehkräften sich zuverlässig am inneren Randabschnitt
des Dichtelements abstützen kann. Wird der Querschnitt durch den Dichtring betrachtet,
so befindet sich der Flächenschwerpunkt in jedem bestimmungsgemäß Zustand des Rotors
radial unterhalb des inneren Randabschnitts, d.h. unterhalb der Dichtfläche, so dass
die auftretende Fliehkraft des Dichtringes unmittelbar am inneren Randabschnitt abgestützt
wird, ohne dass zusätzliche Biegemomente und Scherkräfte im Dichtring auftreten. Zu
berücksichtigen sind hierzu die möglichen axialen Lageänderungen des Dichtringes relativ
zum Dichtelement.
[0040] Zur Sicherung der Lage des Dichtringes weist der Rotor vorteilhaft eine um die Rotorachse
umlaufende Ringfläche auf, wobei der Dichtring radial außerhalb der Ringfläche angeordnet
ist. Entsprechend wird die Lage des Dichtringes auf der zur Rotorachse weisende Seite
von der Ringfläche begrenzt.
[0041] Weiterhin weist der Rotor vorteilhaft eine Dichtflanke auf. Hierbei befindet sich
die Dichtflanke radial außerhalb der Ringfläche und erstreckt sich in Umfangsrichtung
sowie radial auswärts. Dabei ist die Dichtflanke benachbart auf der von der Rotorscheibe
wegweisenden Außenseite neben dem Dichtring angeordnet. Entsprechend wird die Lage
des Dichtringes auf der von der Rotorachse wegweisenden Seite von der Dichtflanke
begrenzt. Somit wird mit der radial erstreckenden Dichtflanke und der sich axial erstreckenden
Ringfläche ein Stufenabsatz realisiert, in dem der Dichtring angeordnet ist.
[0042] Durch die vorteilhafte Ausführung mit der Dichtflanke wird eine definierte Lage des
Dichtringes relativ zur Dichtflanke erzielt. Da der Dichtring am Außenumfang an der
konischen Dichtflanke anliegt, ist somit zugleich die Bewegung in axial auf die Rotorachse
zuweisenden Seite begrenzt. Zugleich wird eine Abdichtung zwischen dem Dichtring und
der Dichtflanke bewirkt. Insbesondere führt eine Rotation des Rotors mit den auftretenden
Fliehkräften zu einem Anpressen des Dichtringes an die konische Dichtfläche und die
Konizität führt zugleich zu einer geringen axialen Kraft auf den Dichtring und somit
zu einem Anpressen des Dichtringes an die Dichtflanke.
[0043] Zur vorteilhaften Sicherung der Lage des Dichtringes und des Dichtelements insbesondere
bei der Montage kann es vorteilhaft sein, wenn der Außendurchmesser der Dichtflanke
größer ist als der Außendurchmesser des Dichtringes.
[0044] Die Montage wird weiterhin begünstigt, wenn in einer weiteren vorteilhaften Variante
gegenüberliegend der Dichtflanke weiterhin eine Stützflanke vorhanden ist. Hierbei
ist der Dichtring in axialer Richtung zwischen der Dichtflanke und der Stützflanke
angeordnet. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Dichtring im Wesentlichen spielfrei
zwischen der Dichtflanke und der Stützflanke aufgenommen ist, wobei eine leichte Montage
ohne Klemmen zu gewährleisten ist.
[0045] Die Höhe der Stützflanke, d.h. die radiale Erstreckung, kann unterschiedlich ausgeführt
sein, wobei die Alternativen jeweils unterschiedliche Vorteile aufweisen. In einer
ersten Variante ist der Außendurchmesser der Stützflanke kleiner als der Außendurchmesser
des kleinste Außendurchmesser der konischen Umfangsfläche des Dichtringes. In diesem
Fall kann das Dichtelement mit dem inneren Randabschnitt, insbesondere bei axialen
Verschiebungen, sich bis über die Stützflanke erstecken. Diese Variante ist insbesondere
von Vorteil, wenn die Dichtfläche breiter ist als der Dichtring.
[0046] In einer zweiten Variante ist die Stützflanke größer als der kleinste Außendurchmesser
des Dichtringes, jedoch kleiner als der Außendurchmesser der Dichtflanke. In diesem
Fall ist der innere Randabschnitt gleichfalls zwischen der Dichtflanke und der Stützflanke
angeordnet, womit einhergeht, dass die Breite der Dichtfläche kleiner sein muss als
die Breite des Dichtringes, so dass die geforderte axiale Verschiebbarkeit gewährleistet
werden kann. Diese Ausführung kann ggf. die Montage der Dichtelemente erleichtern.
[0047] Somit wird eine definierte Lage des Dichtringes in axialer Richtung durch die Dichtflanke
und die Stützflanke erzielt, sowie die Lage des Dichtringes in radialer Richtung auf
der zur Rotorachse weisenden Seite von der Ringfläche und auf der radial auswärts
weisenden Seit von der Dichtfläche des Dichtelements begrenzt wird. Dieses begünstigt
insbesondere bei axialen Verschiebungen des Dichtringes relativ zum Dichtelement ein
Gleiten der Umfangsfläche des Dichtringes relativ zur Dichtfläche, ohne dass ein Verkippen
des Dichtringes (beispielsweise hervorgerufen durch Reibkräfte) eintreten kann.
[0048] Das erfindungsgemäße Dichtelement ist besonders vorteilhaft anwendbar, wenn der Rotor
ein an der Rotorscheibe angrenzendes Rotorbauteil umfasst. Bei dem Rotorbauteil kann
es sich um eine mit Laufschaufeln versehene weitere Rotorscheibe oder um eine andere
Rotorscheibe ohne Laufschaufeln oder um ein ringförmig die Rotorachse umgebendes Rotorbauteil
handeln, welches hierbei einstückig oder segmentiert ausgeführt sein kann. Zumindest
ist das Rotorbauteil unmittelbar benachbart an der Rotorscheibe montiert. Das Rotorbauteil
weist hierbei einen umlaufenden Dichtabschnitt auf, welcher benachbart zum inneren
Randabschnitt des Dichtelements angeordnet ist. Bei dieser Anordnung von innerem Randabschnitt
des Dichtelements beim Dichtabschnitt des Rotorbauteils ist ein Dichtspalt zwischen
diesen beiden Bauteilen definiert, den es abzudichten gilt. Hierzu umfasst der Dichtabschnitt
die Dichtflanke sowie die Ringfläche des Stufenabsatzes, welche zusammen die Lage
des Dichtringes gegenüberliegend zur Dichtfläche des Dichtelements begrenzen.
[0049] Durch die erfindungsgemäße Ausführungsform mit dem separaten, an der Rotorscheibe
montierten Rotorbauteil kann in besonders vorteilhafter Weise eine begrenzte axiale
Verschiebung des Rotorbauteils relativ zur Rotorscheibe ermöglicht werden. Diese Relativverschiebungen
können einerseits zum Toleranzausgleich genutzt werden als auch in besonders vorteilhafter
Weise einen Ausgleich von unterschiedlichen thermischen Dehnungen ermöglichen. Dabei
kommt es zu einer relativen Verschiebung des Dichtabschnitts am Rotorbauteil relativ
zum Befestigungsvorsprung an der Rotorscheibe und somit relativ zum inneren Randabschnitt
des an der Rotorscheibe gelagerten Dichtelements.
[0050] Hinsichtlich der Auslegung des axialen Spiels unter Berücksichtigung der auftretenden
thermischen Dehnungen der Bauteile ist es vorteilhaft, wenn die Dichtflanke des Rotorbauteils
bzw. der Dichtabschnitt des Rotorbauteils und somit zugleich der Dichtring um zumindest
der 0,2-fachen Breite der kleineren Gleitfläche von Dichtfläche des Dichtelements
und Umfangsfläche des Dichtringes relativ zum inneren Randabschnitt axial verschiebbar
ist. In der ersten Ausführungsform mit kleinerer Breite der Dichtfläche in axialer
Richtung relativ zur Breite des Dichtringes beträgt somit die vorteilhafte axiale
Verschiebbarkeit der Dichtflanke relativ zur Dichtfläche zumindest die 0,2-fache Breite
der Dichtfläche. Im Gegensatz dazu beträgt in der zweiten Ausführungsform mit der
kleineren Breite des Dichtringes relativ zur Breite der Dichtfläche in axialer Richtung
die axiale Verschiebbarkeit der Dichtflanke relativ zur Dichtfläche zumindest die
0,2-fache Breite des Dichtringes. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn eine axiale
Verschiebbarkeit zumindest die 0,5-fache Breite von Dichtfläche (in erster Ausführungsform)
respektive von Dichtring (in zweiter Ausführungsform) gegeben ist.
[0051] Unabhängig von der zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Ausführung des Rotors bzw.
deren vorteilhaften Gestaltung kann mit einer quasi umgedrehten Gestalt des Dichtringes
ebenso eine vorteilhafte Abdichtung und zugleich axiale Verschiebbarkeit bewirkt werden.
Diese zweite erfindungsgemäße Ausführung eines Rotors weist hierbei folgende Gestalt
auf:
[0052] Gleichfalls wie bei vorheriger erster erfindungsgemäßer Ausführung umfasst die zweite
erfindungsgemäße Ausführung eines Rotors eine Rotorscheibe wie zuvor beschrieben.
An der Rotorscheibe ist analog erster vorteilhafter Ausführung ein Rotorbauteil montiert,
welches begrenzt axial verschiebbar ist und einen Dichtabschnitt aufweist. Die Schaufelhaltenuten
in der Rotorscheibe werden analog durch eine Mehrzahl im Umfang verteilt angeordnete
Dichtelemente abgedeckt, welche jeweils mit Haltevorsprüngen an den Befestigungsvorsprüngen
der Rotorscheibe befestigt sind. Gleichfalls wie bei erster erfindungsgemäßen Ausführung
weisen die Dichtelemente auf der radial nach außen weisenden Seite einen äußeren Randabschnitt
und auf der zur Rotorachse weisenden Seite einen inneren Randabschnitt und auf der
zur Rotorscheibe weisenden Seite eine Innenseite und gegenüberliegend von der Rotorscheibe
wegweisend eine Außenseite auf. Betrachtet wird analog ein abzudichtender Dichtspalt
zwischen dem inneren Randabschnitt der Dichtelemente und dem Dichtabschnitt des Rotorbauteils.
[0053] In der zur ersten erfindungsgemäßen Ausführung umgedrehten zweiten erfindungsgemäßen
Ausführung weist nunmehr der Dichtabschnitt des Rotorbauteils auf der radial auswärts
weisenden Seite eine konische Dichtfläche auf, wobei der innere Randabschnitt des
jeweiligen Dichtelements eine sich in Umfangsrichtung und radial einwärts erstreckende
Dichtflanke und eine umlaufende sich axial erstreckende Ringfläche aufweist. Gleichfalls
ist ein einteiliger oder mehrteiliger Dichtring zwischen dem inneren Randabschnitt
des Dichtelements und dem Dichtabschnitt des Rotorbauteils angeordnet, wobei dieser
nun im Gegensatz zur vorherigen Ausführung umgedreht ist. Somit liegt der Dichtring
auf der radial auswärts weisenden Seite an der zylindrischen Ringfläche an und wird
axial von der Dichtflanke des Dichtelements in der Lage begrenzt, während demgegenüber
der Dichtring auf der zur Rotorachse weisenden Seite an der konischen Dichtfläche
am Dichtabschnitt des Rotorbauteils anliegt.
[0054] Von wesentlichem Vorteil für den erfindungsgemäßen Rotor ist es, dass ein Dichtring
im Aufnahmeraum zwischen Dichtabschnitt und inneren Randabschnitt angeordnet ist,
welcher eine Dichtwirkung einerseits durch Anlage am Dichtabschnitt und andererseits
durch Anlage am inneren Randabschnitt bewirkt. Hierbei kann sich der Dichtring begrenzt
radial auswärts (durch Dehnung und/oder aufgrund einer Teilung) bewegen, wobei eine
axiale Verschiebbarkeit des inneren Randabschnitts relativ zum Dichtabschnitt möglich
ist. Die geneigte Dichtfläche auf einer Seite sichert hierbei die Anlage des Dichtringes
an der Dichtfläche.
[0055] In den nachfolgenden Figuren werden beispielhafte Ausführungsformen für einen Rotor
mit Dichtelement und Dichtring skizziert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erste Ausführungsbeispiel in einem perspektivischen Schnitt;
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung zur Ausführung in Fig. 1 im Bereich des Dichtringes;
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel analog der Darstellung in Fig. 2;
- Fig. 4
- ein drittes Ausführungsbeispiel analog der Darstellung in Fig. 2;
- Fig. 5
- ein viertes Ausführungsbeispiel mit umgedrehtem Dichtring.
[0056] In der Fig. 1 wird ein erstes Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Rotor
skizziert. Zu erkennen ist eine Rotorscheibe 01, welche 01 im Umfang verteilt angeordnete
Schaufelhaltenuten 02 aufweist. In diesen 02 sind bestimmungsgemäß Laufschaufeln befestigt.
Weiterhin weist die Rotorscheibe 01 einen Befestigungsvorsprung 05 auf, welcher 05
in Form eines radial auswärtsweisenden Hakens ausgeführt ist.
[0057] Benachbart zur Rotorscheibe 01 befindet sich ein an der Rotorscheibe 01 befestigtes
Rotorbauteil 11, wobei sich zwischen den Bauteilen 01, 11 ein Spalt 07 befindet. Im
bestimmungsgemäßen Zusammenbau von Rotorscheibe 01 und Rotorbauteil 11 können sich
die beiden Bauteile 01, 11 um einen einen geringen Weg relativ zueinander verschieben.
Dieses dient insbesondere zum Ausgleich von unterschiedlichen thermischen Dehnungen
im Rotor mit der Rotorscheibe 01 sowie dem Rotorbauteil 11.
[0058] Weiterhin zu erkennen ist die Anordnung der Dichtelemente 21, welche 21 im Umfang
verteilt vor den Schaufelhaltenuten 02 an der Rotorscheibe 01 befestigt sind. Hierzu
weisen die Dichtelemente 21 einen Haltevorsprung 25 auf, welcher 25 in diesem Ausführungsbeispiel
in Form eines radial zur Rotorachse weisenden Hakens ausgeführt ist. Durch das Ineinandergreifen
von Befestigungsvorsprung 05 und Haltevorsprung 25 wird die axiale Fixierung der Dichtelemente
21 bewirkt. Nicht dargestellt ist die üblicherweise weiterhin vorhandene axiale Fixierung
der Dichtelemente 21 mit einem radial auswärts weisenden Randabschnitt in einer Ringsegmentnut
der in der Rotorscheibe 01 befestigten Laufschaufeln.
[0059] In der Fig. 2 wird die Abdichtung zwischen den Dichtblechen 21 und dem Rotorbauteil
11 im Detail dargestellt. Zu erkennen ist wiederum die Rotorscheibe 01 mit dem benachbart
angeordneten Rotorbauteil 11. Vor einer Stirnseite der Rotorscheibe 01 befindet sich
das Dichtelement 21. Hierbei grenzt das Dichtelement 21 mit einem inneren Randabschnitt
23 an einen Dichtabschnitt 13 des Rotorbauteils 11 an. Zur Abdichtung zwischen den
beiden Bauteilen 11, 21 wird ein Dichtring 29 eingesetzt. Zur Aufnahme des Dichtringes
29 weist der Dichtabschnitt 13 einen Absatz auf. Gebildet wird der Absatz auf der
von der Rotorscheibe 01 wegweisenden Seite von einer Dichtflanke 15 und auf der zur
Rotorachse weisenden Seite von einer Ringfläche 14. Gegenüberliegend weist der innere
Randabschnitt 23 des Dichtelements 21 eine konische Dichtfläche 24 auf. Die konische
Dichtfläche 24 ist hierbei derartig ausgerichtet, dass der Abstand zur Rotorachse
von der Dichtflanke 15 wegweisend in Annäherung an die Rotorscheibe abnimmt. Somit
wird ein begrenzter Aufnahmeraum zur Anordnung des Dichtringes 29 gebildet. Insofern
ist die Lage des Dichtringes 29 begrenzt auf der zur Rotorachse weisenden Seite von
der Ringfläche 14 des Dichtabschnitts 13 und auf der von der Rotorscheibe 01 wegweisenden
Seite von der Dichtflanke 15 des Dichtabschnitts 13 und auf der radial auswärts weisenden
Seite und in Richtung zur Rotorscheibe 01 weisend von der Dichtfläche 24 am inneren
Randabschnitt 23 des Dichtelements 21.
[0060] Vorgesehen ist hierbei, dass sich der Dichtring 29 innerhalb des Aufnahmeraums begrenzt
bewegen kann, jedoch bei Rotation des Rotors eine Anlage des Dichtringes 29 an der
konischen Dichtfläche 24 sowie an der Dichtflanke 15 erfolgt und somit eine Abdichtung
zwischen dem Dichtelement 21 und dem Rotorbauteil 11 bewirkt wird.
[0061] In der Fig. 3 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Rotor
mit der neuartigen Abdichtung zwischen Dichtelementen 41 und einem Rotorbauteil 31
skizziert. Zu erkennen ist zunächst die Rotorscheibe 01, an der 01 benachbart das
Rotorbauteil 31 angeordnet ist. Vor einer Stirnseite der Rotorscheibe 01 befinden
sich wiederum Dichtelemente 41. Zwischen den Dichtelementen 41 und dem Rotorbauteil
31 bildet sich ein Spalt, der bestmöglich abzudichten ist. Eine mögliche relative
axiale Verschiebung des Rotorbauteils 31 relativ zur Rotorscheibe 01 und somit zu
den Dichtelementen 41 wird wiederum ermöglicht durch die besondere Abdichtung zwischen
dem inneren Randabschnitt 43 der Dichtelemente 41 und dem Dichtabschnitt 33 des Rotorbauteils
31. Hierzu sind die Dichtelemente 41 analog der Ausführung aus Fig. 2 mit einer konischen
Dichtfläche 44 versehen. An der Dichtfläche 44 liegt ein Dichtring 49 an, der 49 auf
der radial auswärts weisenden Seite ebenso eine konische Gestalt aufweist.
[0062] Demgegenüber weist der Dichtabschnitt 33 eine umlaufende Nut auf, welche in axialer
Richtung auf der von der Rotorscheibe 01 wegweisenden Außenseite von einer Dichtflanke
35 und auf der zur Rotorscheibe 01 weisenden Innenseite von einer Stützflanke 36 begrenzt
wird. Hierbei erstreckt sich eine Dichtflanke 35 radial auswärts weisend bis über
den Dichtring 49 hinaus. Insofern bildet die Dichtflanke 35 nicht nur die Anlagefläche
für den Dichtring 49, sondern stellt ebenso eine Begrenzung für den Bewegungsraum
des inneren Randabschnitts 43 des Dichtelements 41 dar.
[0063] Die sich ebenfalls radial auswärts erstreckende Stützflanke 36 weist jedoch einen
deutlich geringeren Außenradius auf und wird vom Dichtring 49 überragt. Weiterhin
befindet sich der innere Randabschnitt 43 radial außerhalb der Stützflanke 36 und
kann sich insofern in axialer Richtung über der Stützflanke 36 ungehindert bewegen.
Die Stützflanke 36 dient hierbei insbesondere zur Sicherung der Lage des Dichtringes
49 während der Montage. Bei Rotation des Rotors bewirkt die geneigte Anlagefläche
des Dichtringes 49 an der geneigten Dichtfläche 44 des inneren Randabschnitts 43 eine
Verschiebung des Dichtringes 49 auf die Dichtflanke 35 zuweisend, so dass die Stützflanke
36 bei Rotation des Rotors ohne Funktion ist. Die Lage des Dichtringes 49 wird folglich
bei Rotation des Rotors begrenzt durch die Dichtflanke 35 und der Dichtfläche 44 des
inneren Randabschnitts 33 sowohl in radialer Richtung als auch in axialer Richtung.
[0064] Die Lage des Dichtringes 49 bei Stillstand des Rotors in der auf die Rotorachse zuweisenden
Richtung wird begrenzt durch den Nutgrund mit einer Ringfläche 34 am Dichtabschnitt
33 des Rotorbauteils 31.
[0065] In der Fig. 4 wird ein zum vorherigen Beispiel analoge Ausführung eines Rotors skizziert.
Zu erkennen ist wiederum die Rotorscheibe 01 mit dem benachbarten Rotorbauteil 51,
welches ebenso einen Dichtabschnitt 53 auf der zur Rotorscheibe 01 weisenden Seite
aufweist. Vor der Stirnseite der Rotorscheibe 01 befindet sich das Dichtelement 61
mit dem inneren Randabschnitt 63. Wie zuvor ist eine konische Dichtfläche 64 am inneren
Randabschnitt 63 angeordnet. Der Dichtabschnitt 53 bildet übereinstimmend eine Dichtflanke
55 und eine Stützflanke 56 und weist eine Ringfläche 54 auf. Im Gegensatz zum vorherigen
Beispiel ist nunmehr jedoch vorgesehen, dass der Dichtring 69 eine gegenüber der Dichtfläche
64 größere Breite aufweist und insofern der innere Randabschnitt 63 des Dichtelements
61 zwischen der Dichtflanke 55 und der Stützflanke 56 axial verschiebbar angeordnet
ist.
[0066] In der Fig. 5 wird ein Ausführungsbeispiel für die zweite erfindungsgemäße Ausführung
eines Rotors zur Abdichtung zwischen Dichtelementen 81 und einem Rotorbauteil 71 analog
der Darstellung aus Fig. 2 skizziert. Zu erkennen ist wiederum das Rotorscheibe 01
mit dem benachbarten Rotorbauteil 71. Vor der Stirnseite der Rotorscheibe 01 befinden
sich wiederum die Dichtelemente 81. In diesem Ausführungsbeispiel weist das Rotorbauteil
71 an der zum Dichtelement 81 weisenden Seite einen Dichtabschnitt 73 auf, der 73
mit einer konischen Dichtfläche 74 versehen ist. Demgegenüber besitzt das Dichtelement
81 am inneren Randabschnitt 83 einen Absatz begrenzt durch eine auf der zur Rotorscheibe
01 weisenden Seite angeordnete Dichtflanke 86 und eine Ringfläche 84. Somit wird wiederum
ein vom Dichtabschnitt 73 und inneren Randabschnitt 83 begrenzter Aufnahmeraum gebildet,
in dem, analog dem vorherigen Ausführungsbeispiel, der Dichtring 89 angeordnet ist.
Gleichfalls kann sich der Dichtring 89 begrenzt im Aufnahmeraum bewegen, wobei im
Betrieb eine Abdichtung bewirkt wird. Einerseits wird dieses durch die Rotation des
Rotors bewirkt, wodurch eine sichere Anlage des Dichtringes 89 an der Ringfläche 84
erfolgt. Üblicherweise durchströmt der Raum zwischen der Rotorscheibe 01 und der Innenseite
des Dichtelements 81 Kühlluft mit einem höheren Druck als auf gegenüberliegender Außenseite
des Dichtelements 81. Dieser erhöhte Druck der Kühlluft bewirkt weiterhin eine zuverlässige
Anlage des Dichtringes 89 auf der konischen Dichtfläche 74.
1. Dichtelement (21,41,61) zur bestimmungsgemäßen Verwendung bei einem Rotor, insbesondere
einer Gasturbine, wobei der Rotor zumindest eine Rotorscheibe (01) umfasst, wobei
sich das Dichtelement (21,41,61) zumindest in Umfangsrichtung und in radialer Richtung
erstreckt und zumindest abschnittsweise einen Abschnitt einer ringförmigen Scheibe
bildet und einen radial auswärts weisenden äußeren Randabschnitt und einen zur Rotorachse
weisenden inneren Randabschnitt (23,43,63) und eine zur Rotorscheibe (01) weisende
Innenseite und eine gegenüberliegende Außenseite und einen an der Innenseite angeordneten
Haltevorsprung (25) aufweist, wobei der innere Randabschnitt (23,43,63) auf einer
zur Rotorachse weisenden Unterseite konisch ausgeführt ist, und wobei bestimmungsgemäß
der Haltevorsprung (25) eine Befestigung des Dichtelements (21,41,61) an der Rotorscheibe
(01) ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet,
dass die konische Unterseite eine Dichtfläche (24,44,64) bildet, wobei der Abstand der
Dichtfläche (24,44,64) zur Rotorachse auf der Innenseite geringer ist als auf der
Außenseite.
2. Rotor, insbesondere einer Gasturbine, mit zumindest einer Rotorscheibe (01), welche
(01) eine Mehrzahl im Umfang verteilt angeordnete Schaufelhaltenuten (02) und eine
Mehrzahl sich axial vor einer Stirnseite zwischen den Schaufelhaltenuten (02) angeordnete
Befestigungsvorsprünge (05) aufweist, und
mit einer Mehrzahl im Umfang verteilt angeordneter Dichtelemente (21,41,61), welche
(21,41,61) mit Haltevorsprüngen (25) an den Befestigungsvorsprüngen (05) befestigt
sind, gekennzeichnet durch
eine Ausführung der Dichtelemente (21,41,61) nach Anspruch 1.
3. Rotor nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch
eine Mehrzahl Laufschaufeln, welche jeweils mit einem Schaufelfuß in den Schaufelhaltenuten
(02) befestigt sind und eine sich an den Schaufelfuß anschließende die Rotorscheibe
(01) abschnittsweise umschließende Schaufelplattform aufweisen, wobei in der Schaufelplattform
in einem eine Stirnseite der Rotorscheibe (01) überragenden Abschnitt eine in Umfangsrichtung
verlaufende zur Rotorachse öffnende Ringsegmentnut angeordnet ist, wobei ein äußerer
Randabschnitt der Dichtelemente zumindest axial in der Ringsegmentnut gelagert ist.
4. Rotor nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Haltevorsprung (25) von einem zur Rotorachse weisenden Haken, und insbesondere
der Befestigungsvorsprung (05) von einem radial auswärts weisenden Haken, gebildet
wird, wobei insbesondere die Übertragung der Fliehkräfte bestimmungsgemäß über den
äußeren Randabschnitt erfolgt; oder
dass der Haltevorsprung von einem radial auswärts weisenden Haken, und insbesondere der
Befestigungsvorsprung (05) von einem zur Rotorachse weisenden Haken, gebildet wird,
wobei insbesondere die Übertragung der Fliehkräfte über den Haltevorsprung erfolgt;
oder
dass der Haltevorsprung eine T-förmige Gestalt, und insbesondere der Befestigungsvorsprung
eine C-förmige Gestalt, aufweist; oder
dass der Haltevorsprung eine C-förmige Gestalt, und insbesondere der Befestigungsvorsprung
eine T-förmige Gestalt, aufweist.
5. Rotor nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
gekennzeichnet durch
einen einteiligen oder mehrteiligen Dichtring (29,49,69), welcher (29,49,69) auf der
zur Rotorachse weisenden Seite an den Dichtelementen (21,41,61) anliegt und insbesondere
in Art eines Kolbenringes ausgeführt ist.
6. Rotor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass Breite der Dichtfläche (24,44,64) in axialer Richtung zwischen der 0,6-fachen und
der 0,9-fachen, insbesondere zwischen der 0,7-fachen und der 0,8-fachen, Breite des
Dichtringes (29,49,69) entspricht; oder
dass die Breite des Dichtringes (29,49,69) zwischen der 0,6-fachen und der 0,9-fachen,
insbesondere zwischen der 0,7-fachen und der 0,8-fachen, Breite der Dichtfläche (24,44,64)
in axialer Richtung entspricht.
7. Rotor nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Flächenschwerpunkt eines Querschnitts durch den Dichtring (29,49,69) in
jedem bestimmungsgemäßen Zustand des Rotors in axialer Richtung im Bereich der Dichtfläche
(24,44,64) befindet.
8. Rotor nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
gekennzeichnet durch
einen umlaufende Ringfläche (14,34,54), welche (14,34,54) die Lage des Dichtringes
(29,49,69) auf der zur Rotorachse weisenden Seite begrenzt, und eine Dichtflanke (15,35,55),
welche (15,35,55) die Lage des Dichtringes (29,49,69) auf der Außenseite begrenzt.
9. Rotor nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Außendurchmesser der Dichtflanke (15,35,55) größer ist als der Außendurchmesser
des Dichtringes (29,49,69).
10. Rotor nach Anspruch 8 oder 9,
gekennzeichnet durch
einen eine Stützflanke (36,56), welche (36,56) die Lage des Dichtringes (29,49,69)
auf der Innenseite, insbesondere spielfrei, begrenzt.
11. Rotor nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Außendurchmesser der Stützflanke (36,56) kleiner ist als der Außendurchmesser
der Dichtflanke (15,35,56) und/oder größer ist als der kleinste Außendurchmesser des
Dichtringes (29, 49, 69).
12. Rotor nach einer der Ansprüche 8 bis 11,
gekennzeichnet durch
ein an der Rotorscheibe (01) montiertes Rotorbauteil (11,31,51), wobei das Rotorbauteil
(1131,51) die Dichtflanke (15,35,55) und die Ringfläche (14,34,54) bildet, wobei die
Dichtflanke (15,35,55) relativ zum Befestigungsvorsprung (05) zumindest aufgrund von
thermischen Dehnungen begrenzt axial verschiebbar ist.
13. Rotor nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtflanke (15) um zumindest der 0,2-fachen, insbesondere der 0,5-fachen, Breite
des Dichtringes (29) bei größerer Breite der Dichtfläche (24) in axialer Richtung
axial verschiebbar ist oder
dass die Dichtflanke (35,55) um zumindest der 0,2-fachen, insbesondere der 0,5-fachen,
Breite der Dichtfläche (44,64) in axialer Richtung bei größerer Breite des Dichtringes
(49, 69) axial verschiebbar ist.
14. Rotor, insbesondere einer Gasturbine, mit zumindest einer Rotorscheibe (01), welche
(01) eine Mehrzahl im Umfang verteilt angeordnete Schaufelhaltenuten (02) und eine
Mehrzahl sich axial vor einer Stirnseite zwischen den Schaufelhaltenuten (02) angeordnete
Befestigungsvorsprünge (05) aufweist, und
mit einem Rotorbauteil (71), welches (71) an der Rotorscheibe (01) montiert ist und
hierbei zumindest begrenzt axial verschiebbar ist und einen Dichtabschnitt (73) aufweist,
und mit einer Mehrzahl im Umfang verteilt angeordneter Dichtelemente (81), welche
(81) sich im Wesentlichen in Umfangsrichtung und in radialer Richtung erstrecken und
einen Abschnitt einer ringförmigen Scheibe bilden und einen radial auswärts weisenden
äußeren Randabschnitt und einen zur Rotorachse weisenden inneren Randabschnitt (83)
und eine zur Rotorscheibe weisende Innenseite und eine gegenüberliegende Außenseite
und einen an der Innenseite angeordneten Haltevorsprung aufweisen,
wobei die Dichtelemente (81) mit den Haltevorsprüngen an den Befestigungsvorsprüngen
(05) der Rotorscheibe (01) befestigt sind, und
wobei der innere Randabschnitt (83) der Dichtelemente (81) benachbart zum Dichtabschnitt
(73) des Rotorbauteils (71) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dichtabschnitt (73) auf der radial auswärts weisenden Seite eine konische Dichtfläche
(74) und der innere Randabschnitt (83) eine sich in Umfangsrichtung und radial einwärts
erstreckende Dichtflanke (86) und eine umlaufende sich axial erstreckende Ringfläche
(84) aufweist, wobei zwischen Dichtfläche (74) und Ringfläche (84) und Dichtflanke
(86) ein einteiliger oder mehrteiliger Dichtring (89) angeordnet ist.
1. Sealing element (21, 41, 61) for proper use with a rotor, in particular of a gas turbine,
wherein the rotor comprises at least one rotor disc (01), wherein the sealing element
(21, 41, 61) extends at least in the circumferential direction and in the radial direction
and forms at least sectionally a portion of a ring-shaped disc and has a radially
outwardly pointing outer edge portion and an inner edge portion (23, 43, 63) pointing
to the rotor shaft and an inner side pointing to the rotor disc (01) and an opposite
outer side and a retaining projection (25) arranged on the inner side, wherein the
inner edge portion (23, 43, 63) is conical in design on an underside pointing to the
rotor shaft, and wherein the retaining projection (25) as intended allows a fastening
of the sealing element (21, 41, 61) to the rotor disc (01),
characterized in that
the conical underside forms a sealing surface (24, 44, 64), wherein the distance between
the sealing surface (24, 44, 64) and the rotor shaft on the inner side is smaller
than on the outer side.
2. Rotor, in particular of a gas turbine, having at least one rotor disc (01) which (01)
has a plurality of blade retaining grooves (02) arranged distributed over the circumference
and a plurality of fastening projections (05) arranged axially in front of a front
side between the blade retaining grooves (02), and
having a plurality of sealing elements (21, 41, 61) arranged distributed over the
circumference which (21, 41, 61) are fastened with holding projections (25) to the
fastening projections (05),
characterized by
an embodiment of the sealing elements (21, 41, 61) according to Claim 1.
3. Rotor according to Claim 2,
characterized by
a plurality of rotor blades which are each fastened with a blade root in the blade
retaining grooves (02) and each have a blade platform adjacent to the blade root enclosing
the rotor disc (01) sectionally, wherein in the blade platform in a portion projecting
beyond a front side of the rotor disc (01), a ring segment groove opening to the rotor
shaft running in the circumferential direction is arranged, wherein an outer edge
portion of the sealing elements is mounted at least axially in the ring segment groove.
4. Rotor according to Claim 2 or 3,
characterized in that
the holding projection (25) is formed by a hook pointing to the rotor shaft and, in
particular, the fastening projection (05) is formed by a radially outwardly pointing
hook, wherein the transmission of centrifugal forces, in particular, correctly takes
place via the outer edge portion; or
the retaining projection is formed by a radially outwardly pointing hook and, in particular,
the fastening projection (05) is formed by a hook pointing to the rotor shaft, wherein
the transmission of centrifugal forces, in particular, takes place via the retaining
projection; or
the retaining projection has a T-shaped form and, in particular, the fastening projection
has a C-shaped form; or the retaining projection has a C-shaped form and, in particular,
the fastening projection has a T-shaped form.
5. Rotor according to one of Claims 2 to 4,
characterized by
a one-piece or multi-piece sealing ring (29, 49, 69) which (29, 49, 69) bears against
the sealing elements (21, 41, 61) on the side pointing to the rotor shaft and, in
particular, is designed in the form of a piston ring.
6. Rotor according to Claim 5,
characterized in that
the width of the sealing surface (24, 44, 64) in the axial direction is between 0.6
times and 0.9 times, in particular between 0.7 times and 0.8 times, the width of the
sealing ring (29, 49, 69) ; or
the width of the sealing ring (29, 49, 69) is between 0.6 times and 0.9 times, in
particular between 0.7 times and 0.8 times, the width of the sealing ring (24, 44,
64) in the axial direction.
7. Rotor according to Claim 5 or 6,
characterized in that
the center of the area of a cross section through the sealing ring (29, 49, 69) in
each specified state of the rotor is located in the region of the sealing surface
(24, 44, 64) in the axial direction.
8. Rotor according to one of Claims 5 to 7,
characterized by
a circumferential ring surface (14, 34, 54) which (14, 34, 54) limits the position
of the sealing ring (29, 49, 69) on the side pointing to the rotor shaft, and a sealing
edge (15, 35, 55) which (15, 35, 55) limits the position of the sealing ring (29,
49, 69) on the outside.
9. Rotor according to Claim 8,
characterized in that
the outer diameter of the sealing edge (15, 35, 55) is greater than the outer diameter
of the sealing ring (29, 49, 69).
10. Rotor according to Claim 8 or 9,
characterized by
a supporting edge (36, 56) which (36, 56) limits the position of the sealing ring
(29, 49, 69) on the inside, in particular in a play-free manner.
11. Rotor according to Claim 10,
characterized in that
the outer diameter of the supporting edge (36, 56) is smaller than the outer diameter
of the sealing edge (15, 35, 56) and/or is greater than the smallest outer diameter
of the sealing ring (29, 49, 69).
12. Rotor according to one of Claims 8 to 11,
characterized by
a rotor component (11, 31, 51) mounted on the rotor disc (01), wherein the rotor component
(11, 31, 51) forms the sealing edge (15, 35, 55) and the ring surface (14, 34, 54),
wherein the sealing edge (15, 35, 55) has limited axial displaceability relative to
the fastening projection (05) at least on account of thermal expansions.
13. Rotor according to Claim 12,
characterized in that
the sealing edge (15) is axially displaceable in the axial direction by at least 0.2
times, in particular 0.5 times, the width of the sealing ring (29) with a greater
width of the sealing surface (24) or
the sealing edge (35, 55) is axially displaceable by at least 0.2 times, in particular
0.5 times, the width of the sealing surface (44, 64) in the axial direction with a
greater width of the sealing ring (49, 69).
14. Rotor, in particular of a gas turbine, having at least one rotor disc (01) which (01)
has a plurality of blade retaining grooves (02) arranged distributed over the circumference
and a plurality of fastening projections (05) arranged axially in front of a front
side between the blade retaining grooves (02), and
having a rotor component (71) which (71) is mounted on the rotor disc (01) and has
at least limited axial displaceability in this case and has a sealing portion (73),
and
having a plurality of sealing elements (81) arranged distributed over the circumference,
which (81) extend substantially in the circumferential direction and in the radial
direction and form a portion of a ring-shaped disc and have a radially outwardly pointing
outer edge portion and an inner edge portion (83) pointing to the rotor shaft and
an inner side pointing to the rotor disc and an opposite outer side and a retaining
projection arranged on the inner side, wherein the sealing elements (81) are fastened
with the retaining projections to the fastening projections (05) of the rotor disc
(01), and
wherein the inner edge portion (83) of the sealing elements (81) is arranged adjacent
to the sealing portion (73) of the rotor component (71),
characterized in that
the sealing portion (73) has a conical sealing surface (74) on the radially outwardly
pointing side and the inner edge portion (83) has a sealing edge (86) extending in
the circumferential direction and radially inwardly and a circumferential ring surface
(84) which extends axially, wherein a one-piece or multi-piece sealing ring (89) is
arranged between the sealing surface (74) and the ring surface (84) and sealing edge
(86).
1. Elément (21, 41, 61) d'étanchéité à utiliser conformément aux prescriptions dans un
rotor, notamment d'une turbine à gaz, dans lequel le rotor comprend au moins un disque
(01) rotorique, dans lequel l'élément (21, 41, 61) d'étanchéité s'étend au moins dans
la direction du pourtour et dans la direction radiale et forme, au moins par endroits,
une partie d'une rondelle annulaire et a une partie de bord extérieure tournée radialement
vers l'extérieur et une partie (23, 43, 63) de bord intérieure tournée vers l'axe
du rotor et un côté intérieur tourné vers le disque (01) rotorique et un côté extérieur
opposé et une saillie (25) de maintien disposée sur le côté intérieur, dans lequel
la partie (23, 43, 63) de bord intérieure est réalisée coniquement sur un côté inférieur
tourné vers l'axe du rotor, et dans lequel, conformément aux prescriptions, la saillie
(25) de maintien rend possible une fixation de l'élément (21, 41, 61) au disque (01)
rotorique,
caractérisé
en ce que le côté inférieur conique forme une surface (24, 44, 64) d'étanchéité, la distance
de la surface (24, 44, 64) d'étanchéité à l'axe du rotor étant plus petite côté intérieur
que du côté extérieur.
2. Rotor, notamment d'une turbine à gaz, comprenant au moins un disque (01) rotorique,
qui (01) a une pluralité de rainures (02) de maintien d'aube réparties sur le pourtour
et une pluralité de saillies (05) de fixation disposées axialement devant un côté
frontal entre les rainures (02) de maintien d'aube, et comprenant une pluralité d'éléments
(21, 41, 61) d'étanchéité répartis sur le pourtour, qui (21, 41, 61) sont fixés par
des saillies (25) de maintien aux saillies (05) de fixation,
caractérisé par
une réalisation des éléments (21, 41, 61) d'étanchéité suivant la revendication 1.
3. Rotor suivant la revendication 2,
caractérisé par
une pluralité d'aubes mobiles, qui sont fixées chacune par une emplanture d'aube dans
les rainures (02) de maintien d'aube et ont une plateforme d'aube se raccordant à
l'emplanture d'aube et entourant par endroits le disque (01) rotorique, dans lequel,
dans la plateforme est disposée, dans une partie dépassant d'un côté frontal du disque
(01) rotorique, une rainure de segment annulaire s'étendant dans la direction du pourtour
et s'ouvrant vers l'axe rotorique, une partie de bord extérieure des éléments d'étanchéité
étant montée au moins axialement dans la rainure de segment annulaire.
4. Rotor suivant la revendication 2 ou 3,
caractérisé
en ce que la saillie (25) de maintien est formée d'un crochet tourné vers l'axe du rotor, et
notamment la saillie (05) de fixation est formée d'un crochet tourné vers l'extérieur
radialement, dans lequel notamment la transmission des forces centrifuges s'effectue
conformément aux prescriptions par la partie de bord extérieure, ou
en ce que la saillie de maintien est formée d'un crochet tourné vers l'extérieur radialement,
et notamment la saillie (05) de fixation est formée d'un saillie tournée vers l'axe
de rotor, la transmission des forces centrifuges s'effectuant par la saillie de maintien
; ou
en ce que la saillie de maintien a une forme en T et notamment la saillie de fixation a une
forme en C ; ou
en ce que la saillie de maintien a une forme en C et notamment la saillie de fixation a une
forme en T.
5. Rotor suivant l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé par
une bague (29, 49, 69) annulaire en une seule partie ou en plusieurs parties, qui
(29, 49, 69) s'applique, du côté tourné vers l'axe de rotor, aux éléments (21, 41,
61) d'étanchéité et est réalisée notamment à la manière d'un segment de piston.
6. Rotor suivant la revendication 5,
caractérisé
en ce que la largeur de la surface (24, 44, 64) d'étanchéité, dans la direction axiale représente
de 0,6 fois à 0,9 fois, notamment de 0,7 fois à 0,8 fois la largeur de la bague (29,
49, 69) d'étanchéité ; ou
en ce que la largeur de la bague (29, 49, 69) d'étanchéité représente de 0,6 fois à 0,9 fois,
notamment de 0,7 fois à 0,8 fois la largeur de la surface (24, 44, 64) d'étanchéité
dans la direction axiale.
7. Rotor suivant la revendication 5 ou 6,
caractérisé
en ce que le centre de gravité de surface d'une section transversale de la bague (29, 49, 69)
d'étanchéité se trouve, lorsque le rotor est dans l'état conforme aux prescriptions,
dans la direction axiale dans la partie de la surface (24, 44, 64) d'étanchéité.
8. Rotor suivant l'une des revendications 5 à 7,
caractérisé par
une surface (14, 34, 54) annulaire faisant le tour, qui (14, 34, 54) délimite la position
de la bague (29, 49, 69) d'étanchéité du côté tourné dans l'axe du rotor, et un flanc
(15, 35, 55) d'étanchéité, qui (15, 35, 55) délimite la position de la bague (29,
49, 69) d'étanchéité du côté extérieur.
9. Rotor suivant la revendication 8,
caractérisé en ce que
le diamètre extérieur du flanc (15, 35, 55) d'étanchéité est plus grand que le diamètre
extérieur de la bague (29, 49, 69) d'étanchéité.
10. Rotor suivant la revendication 8 ou 9,
caractérisé par
un flanc (36, 56) d'appui, qui (36, 56) délimite, notamment sans jeu, la position
de la bague (29, 49, 69) d'étanchéité du côté intérieur.
11. Rotor suivant la revendication 10,
caractérisé
en ce que le diamètre extérieur du flanc (36, 56) d'appui est plus petit que le diamètre extérieur
du flanc (15, 35, 55) d'étanchéité et/ou plus grand que le diamètre extérieur le plus
petit de la bague (29, 49, 69) d'étanchéité.
12. Rotor suivant l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé par
une pièce (11, 31, 51) de rotor montée sur le disque (01) rotorique, dans lequel la
pièce (11, 31, 51) de rotor forme le flanc (15, 35, 55) d'étanchéité et la surface
(14, 34, 54) annulaire, dans lequel le flanc (15, 35, 55) d'étanchéité peut coulisser
axialement de manière limitée, au moins en raison de dilatations thermiques, par rapport
à la saillie (05) de fixation.
13. Rotor suivant la revendication 12,
caractérisé
en ce que le flanc (15) d'étanchéité peut coulisser axialement dans la direction axiale, d'au
moins 0,2 fois, notamment de 0,5 fois la largeur de la bague (29) d'étanchéité pour
une plus grande largeur de la surface (24) d'étanchéité ou
en ce que le flanc (35, 55) d'étanchéité peut coulisser axialement d'au moins 0,2 fois, notamment
0,5 fois la largeur de la surface (44, 64) d'étanchéité dans la direction axiale pour
une plus grande largeur de la bague (49, 69) d'étanchéité.
14. Rotor notamment d'une turbine à gaz, comportant au moins un disque (01) rotorique,
lequel (01) comporte une pluralité de rainures (02) de maintien d'aube réparties sur
le pourtour et une pluralité de saillies (05) de fixation disposées axialement devant
un côté frontal entre les rainures (02) de maintien d'aube, et
une partie principale (71) de rotor, laquelle (71) est montée sur le disque (01) rotorique
et peut ainsi coulisser axialement au moins de manière limitée et comporte une partie
(73) d'étanchéité, et une pluralité d'éléments (81) d'étanchéité répartis sur le pourtour,
lesquels (81) s'étendent sensiblement dans la direction du pourtour et dans la direction
radiale et forment une partie d'une rondelle annulaire et ont une partie de bord extérieure
tournée radialement vers l'extérieur et une partie (83) de bord intérieure tournée
vers l'axe du rotor et un côté intérieur tourné vers le disque rotorique et un côté
extérieur opposé et une saillie de maintien disposée sur le côté intérieur,
dans lequel les éléments (81) d'étanchéité sont fixés par les saillies de maintien
aux saillies (05) de fixation du disque (01) rotorique, et
dans lequel la partie (83) de bord intérieure des éléments (81) d'étanchéité est disposée
voisine de la partie (73) d'étanchéité de la partie (71) principale de rotor,
caractérisé en ce que
la partie (73) d'étanchéité comporte une surface (74) d'étanchéité conique tournée
radialement vers l'extérieur et la partie (83) de bord intérieure comporte un flanc
(86) d'étanchéité s'étendant dans la direction du pourtour et radialement vers l'intérieur
et une surface (84) annulaire périphérique s'étendant axialement, une bague (89) d'étanchéité,
en une partie ou en plusieurs parties, étant disposée entre la surface (74) d'étanchéité
et la surface (84) annulaire et le flanc (86) d'étanchéité.